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WIR SIND DIE GUTEN! – Science Fiction-Kriminalgeschichte (Teil 11) von Detlef Hedderich und Marianna Müller

WIR SIND DIE GUTEN!

Science Fiction-Kriminalgeschichte (Teil 11)

von Detlef Hedderich und Marianna Müller

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11.0

Ich werde nun ein Feuer machen. Piranhas muss man gut durchbraten, sagt mein Armbandrechner, da sich in ihrem Fleisch oft schädliche Parasiten befinden. Kein Wunder, bei dem was sie sich lebend und roh einverleiben. Ich habe in meinem Equipment einen zusammenklappbaren Becher, den man auch als kleinen Kochtopf verwenden kann. Ich schnitze mir also ein hölzernes Gestell unter dem ich ein kleines Feuer anzünde. Darin koche ich die beiden Palmwedel, die ich am Vortag mitgenommen hatte. Ich habe jetzt schon mehrmals das Wasser gewechselt, damit die Palmwedel richtig zubereitet sind, denn wie auch die Piranhas muss man im Urwald alles mehrmals kochen, damit es für Menschen verträglich und bekömmlich und auch wohlschmeckend wird. Die anderen Palmwedel, die ich mir noch abgeschnitten habe garen über dem Feuer in den hohlen Röhren von Bambusstücken. Dabei muss man aufpassen, dass man die Röhren so durchtrennt, dass man nicht versehentlich an den Stellen schneidet an denen sich die inneren Pfropfen befinden, die dem Bambus seine Stabilität verleihen und eine wasserdichte Röhre gewährleisten. Die Piranhas habe ich ebenfalls in Palmblätter eingepackt, bevor ich sie zum Dünsten auf das Gestell gelegt habe.

Als die Fische und die Palmstücke fertig sind, freue ich mich auf meine Mahlzeit und packe vorsichtig einen Fisch aus den Blättern. Als ich damit fertig bin scheint mich der Piranhas mit seinen fiesen Zähnen ein letztes Mal anzugrinsen. Das riecht wunderbar. Der Fisch kommt auf ein frisches großes Palmblatt, das mir als Tisch und Teller dient. Es ist schön ein bisschen Zeit zu haben um zu kochen und mir ein leckeres Essen zu machen. Fisch und Farnwedel, das werde ich genießen!

Als ich alle Fische ausgepackt und das Inneren der Bambusröhren auf mein großes Palmenblatt gekippt habe, beginne ich mit dem Essen. Das ist eine nahrhafte Mahlzeit, hoffentlich schmeckt sich auch. Ich beiße anwechseln in die gekochten Palmwedel und zupfe mir Stücke aus dem gegartem Fisch. Die Palmwedel schmecken wie klebriger Spargel. Majonäse wäre jetzt toll! Für einen so aggressiven Fisch schmecken Piranhas gar nicht mal so schlecht. Jetzt wo ich mich satt gegessen habe, muss ich mir einen Platz zum Schlafen suchen.

Ein Palmwedel oder Palmblatt ist das Blatt der Palmbäume.

Botanik

Die Blätter der Palmen sind entweder fächerförmig (Fächerpalmen) oder fiederförmig (Fiederpalmen) geteilt. Selten kommen auch ungeteilte oder nur an der Spitze zweispaltige Blätter vor. Die sehr großen Blätter der Palmengewächse können bei der Schattenpalme 4 m Durchmesser und bei Rapharia-Arten bis zu 20 m Länge erreichen. Letztere besitzen weltweit die längsten Blätter.

Palmenkohl

Aus den jungen, unentwickelten Palmblättern, besonders von Arenga saccharifera, Cocos nucifera, Euterpe oleracea und Maximiliana regia, wird in den Tropen ein als Palmenkohl bezeichnetes Gemüse zubereitet.

Vaginella: „Also, ich weiß, dass er in illegale Geschäfte verwickelt ist und ich weiß, dass die schiefgegangen sind und sie ihm daran eine Mitschuld geben. Sie werden ihn umbringen und sich von ihm nehmen, was sie bekommen können. Deshalb habe ich sein gesamtes Vermögen an beweglichem Geld, Schmuck und Wertpapieren aus seinem Save gestohlen. Des Weiteren habe ich seine Passwörter für seine Nummerkonten eines nach dem anderen ausspioniert. Er war da nicht so vorsichtig und ich ein böses Mädchen, immer auf der Lauer. Ich habe mir also auch noch sein gesamtes Geld auf seinen Konten zu Eigen gemacht. Jetzt bin ich auf dem Weg zu einem früheren Freund und mit ihm will ich in ein anderes Sonnensystem reisen. Neue Pässe habe ich bereits besorgt, das war nicht einfach. Jetzt werde ich direkt von hier reisen, mich mit dem früheren Freund treffen und wir werden von hier verschwinden.“

Priester: „Und das wollten Sie mir die ganze Zeit über sagen?“

Vaginella: „Ich wollte einfach mein Gewissen erleichtern. Das und ich wollte einen unabhängigen Zeugen haben, der mich nicht bescheißen würde.“

Priester: „Und da habe Sie sich einen Priester ausgesucht, weil der ja nicht lügen darf. Aber haben Sie bedacht, dass es ein Beichtgeheimnis gibt und ich gar nichts verraten oder bestätigen könnte?“

Vaginella: „Das spielt keine Rolle, denn sie sollen ja nichts von meiner Beichte erzählen, sondern nur, dass ich an diesem Tag und zu dieser Zeit hier war.“

Priester: „Verstehe, wenn es hart auf hart kommt, brauchen Sie einen Zeugen, der bestätigt, dass sie nicht gleichzeitig an einem anderen Ort an einer Tötung beteiligt sein können.“

Vaginella: „Genau so. Und da diese Ermordung in einem anderen Sonnensystem stattfindet, ist das der Beweiß, dass ich keine Mörderin bin.“

Priester: „Wäre es nicht fairer gewesen, dem vermeintlichen Opfer mitzuteilen, dass man ihn töten will?“

Vaginella: „Wozu? Das würde auch nichts ändern. Er kann seinem Schicksal bereits nicht mehr entkommen. Die Organisation, die seinen Tod beschlossen hat, ist so mächtig, dass er ihr nicht entkommen kann.“

„Warum Klüngeln für Karriere wichtig ist“; „Beschrieben werden Kommunalpolitik und politische Struktur der Stadt Köln, deren Rahmenbedingungen und das Spannungsfeld zwischen Klüngel und Korruption“; „Brauereien klüngeln Preise aus – Bierbrauer müssen Millionen-Strafe zahlen“; „Ich glaube da gibt es eine Klüngelei zwischen Gewerkschaften und SPD, die nicht in Ordnung ist“; „Um etwas bewegen zu können, musste man im besten Wortsinn klüngeln, heute würde man sagen ‚Netzwerke schaffen'“; „Klüngeln ist oft Männersache. Doch jetzt machen Frauen mobil für die rheinische Art, Beziehungen mehr für sich zu nutzen“ Quelle: http://www.redensarten-index.de/suche.php?suchbegriff=~~illegale%20Geschaefte%20machen&suchspalte[]=erl_ou

11.5

Den Fluss entlang gab es einige Höhlen, jetzt stehe ich vor einer, die gar nicht so schlecht aussieht. Vielleicht ist sie groß genug für die Nacht. Man sollte immer zuerst Steine oder Stöcke hineinwerfen um sicher zu gehen, dass kein Tier darin ist, denn auch Schlangen und Wildschweine finden sich in solchen Höhlen sehr wohl. Innerhalb von 10 Minuten ist es draußen dunkel geworden. Das geht hier schnell. Jetzt muss ich die Höhle säubern und Feuer machen. Als Lichtquelle benutze ich meinen Rechner, den ich mir mit einem elastischen Stirnband, das mit zu meiner Standartausrüstung gehört, um den Schädel binde so dass sein Display mir weißes Licht in meine Blickrichtung wirft. Sehr schön, sehr praktisch. Was haben die Urmenschen bloß ohne solche Erfindungen gemacht, geht mir durch den Kopf. Wahrscheinlich wohl eher im Hellen aufgeräumt oder ein Feuer gemacht.

Nach dem Säubern der Höhle habe ich mir ein pyramidenförmiges Feuer aus Bambus und Gras gebaut. Ich hoffe, es brennt. Ja. Wunderbar. Endlich habe ich Feuer! So ist mir heute Nacht wenigstens warm und das Feuer dürfte auch wilde Tiere und die lästigen Insekten und sonstiges Ungeziefer fernhalten. Ich lege mich hin aber schnell wird mir klar, dass es mir, trotz meiner Erschöpfung, schwerfällt Schlaf zu finden. Zu viele Dinge gehen mir durch den Kopf. Ich bin echt müde, aber ich kann einfach nicht einschlafen. Ich höre so viele Geräusche und ich glaube dass trotz des Feuers noch immer eine Menge Insekten in der Höhle herumkrabbeln. Ich werde wohl eine Übung machen, die ich beim Autogenen Training gelernt habe, vielleicht wird mir dann die Ruhe gegönnt. Dabei geht es vor allem darum, sich von dem Fluss der Gedanken zu lösen und alle Dinge so zu akzeptieren wie sie nun mal sind.

Autogenes Training ist ein auf Autosuggestion basierendes Entspannungsverfahren. Es wurde vom Berliner Psychiater Johannes Heinrich Schultz aus der Hypnose entwickelt, 1926 erstmals vorgestellt und 1932 in seinem Buch Das autogene Training publiziert.[1][2] Heute ist das autogene Training eine weit verbreitete und – beispielsweise in Deutschland[3] und Österreich sogar gesetzlich[4] – anerkannte Psychotherapiemethode. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Autogenes_Training

Priester: „Wäre es da nicht besser gewesen, die örtliche oder von mir aus auch die planetare Polizei darüber in Kenntnis zu setzen?“

Vaginella: „Das ist leider nicht möglich, da sowohl die örtliche als auch die planetare Polizei von dieser Organisation kontrolliert wird, zumindest, die Teile davon, auf die es ankommt.“

Priester: „Es gäbe da noch eine weitere Möglichkeit …“

Vaginella: „Sie meinen die VPS?“

Priester: „Die hängen ja wohl nicht auch noch damit drin?“

Vaginella: „Nein, das ist nicht möglich, dass die drin hängen, davor bewahren sie die Emergenten KIs, die würden da keinesfalls mitspielen.“

Priester: „Warum haben Sie sich nicht an die VPS gewendet?“

Vaginella: „Weil man den Verhören der VPS nicht standhalten kann. Die haben Mittel und Wege ihnen Ihre Lügen auf wissenschaftliche Art und Weise um die Ohren zu hauen. Und da ich ansonsten so viele andere Delikte auf dem Kerbholz habe, würde mich das auch für sehr viele Jahre ins VPS-Gefängnis bringen. Und aus diesem kann man sich nicht freikaufen. Ich würde also unter Umständen die besten Jahre meines Lebens wegwerfen und hätte anschließend gar nichts mehr. Das gesamte entwendete Vermögen und wahrscheinlich auch meines würden die komplett einziehen. Und wenn ich dann irgendwann mal als alte Frau entlassen werde, wäre ich arm wie eine Kirchenmaus. Schuldigung!“

Priester: „Dann ist es besser das viele Geld zu nehmen und sich eine schöne Zeit zu machen? Was ist, wenn die VPS oder die ERK sie dann doch noch aufspüren, oder gar die Organisation? Würden Sie dann nicht beides verlieren? Ihr Vermögen einschließlich des erschlichenen Geldes und vielleicht Ihr Leben?“

Vaginella: „Das ist wirklich eine gute Frage. Das werde ich erst wissen, wenn ich alt und grau geworden bin und weiterhin in Luxus schwelgen kann, oder wenn ich getötet werde. Aber wenn die zweite Möglichkeit wahr wird, wünsche ich mir nur, dass ich das gar nicht bewusst mitbekomme, dann wäre das schon ok so.

Priester: „Dann wünsche ich Ihnen und Ihrem neuen alten Freund viel Glück, dass sie noch etwas von dem Reichtum genießen können!“

Vaginella: „Danke!“

Im Drogenhandel werden extrem hohe Gewinne erzielt. Üblicherweise wird der Handel mit illegalen Drogen vom organisierten Verbrechen übernommen. Das Verbot von Drogen (Prohibition) führt in der Regel zur Monopolisierung eines Schwarzmarktes durch kriminelle Banden und der Etablierung mafiöser Strukturen, welche sich auf die Kontrolle über den Absatzmarkt von illegalen Substanzen spezialisiert und regelrechte Drogenkartelle bilden.

Drogenhandel ist fast immer eng mit Korruption und Geldwäsche verbunden. Es gibt darüber hinaus – wie in der Iran-Contra-Affäre deutlich geworden ist – teilweise auch Verflechtungen mit Waffenhandel und Geheimdiensten.

In den USA wurde in den 1970er Jahren insbesondere die Pizza Connection bekannt, bei der die US-amerikanische La Cosa Nostra den Handel mit Heroin der originären sizilianischen Mafia (Cosa Nostra) überließ.

Besonders in Südamerika kommt es aktuell immer wieder zu regelrechten Bandenkriegen zwischen kriminellen Gruppen, einzelne Personen und staatlicher Autorität. In Kolumbien agierte unter anderem das Medellín-Kartell, welches seine Drogen in den USA absetzte. Fabio Ochoa, Griselda Blanco, Pablo Escobar, Carlos Lehder Rivas, George Jung etc. erlangten internationale Bekanntheit. Insbesondere in Deutschland wurde die XY-Bande durch illegalen Drogenhandel bekannt. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Drogenhandel

(Weiter zu Teil 12)

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Copyright © 2016 by Detlef Hedderich und Marianna Müller

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Medium:  Buch
Seiten:  14
Format:  Kartoniert
Sprache:  Deutsch
Erschienen:  Juni 2013
Auflage:  1. Edition 2013
Maße:  148 x 210 mm
Gewicht:  130 g
ISBN-10:  3660196975
ISBN-13:  9783660196979

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