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Literatur-Blog

Ian McEwan: Solar. – DREIMAL IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 16. August 2012

Ian McEwan
Solar

Titel des Originals: “Solar“ (2010)
Diogenes Verlag AG Zürich
ISBN: 978-3-257-24174-7
Satire & Humor, Krimi
2010
Aus dem Englischen von Werner Schmitz
Umfang: 401 Seiten

www.diogenes.ch/

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei Libri.de

Micheal Beard, die Hauptfigur in diesem Buch ist ein Nobelpreisgekrönter Physiker und zeitgleich ein Frauenheld. Diese Kombination, die vorerst etwas abenteuerlich anmuten mag, wird vom Autor Ian McEwan hervorragend in seinem Werk „Solar“ umgesetzt.

Das mit biographischen Zügen versehene Werk, zeigt das Leben des Physikers Micheal Beard, dicklich, faul unentschlossen und unzuverlässig, der neben seiner Arbeit und Frauen keine nennenswerten Interessen hat. Seinen ganzen Ehrgeiz, soweit er welchen erübrigen kann, verschreibt er seiner Karriere und den, bis ins kleinste Detail durchdachten Versuchen,  Frauen rumzukriegen. Nachdem seine eigenen schwachen Bemühungen, im Kampf gegen die globale Erwärmung scheitern, was weniger an seinen Ideen sondern vielmehr an seinem geringen Interesse an dieser Thematik liegt, bedient er sich, den Ideen eines seiner Hilfswissenschaftler. Unverhofft stößt er damit auf eine wahre Fundgrube an Ideen, wie man Sonnenlicht und dessen Energie nutzbar machen kann, gelangt so an ertragreiche Erfindungen in der Forschung und spielt sich als Vorreiter in Sachen Klimaschutz auf.

Trotz seines patentrechtlichen Fauxpas, schafft er es irgendwie seinen Ideenklau insofern zu rechtfertigen, indem er alles auf sein Beard-Einstein Theorem zurückführt, das ihm als jungem Wissenschaftler zum Nobelpreis verhalf. Die Tatsache, dass der Hilfswissenschaftler ein Liebhaber Micheals sechster Ehefrau Patrice war, verhilft ihm noch zu der moralischen Rechtfertigung seines Verbrechens. Dieser Unfall mit Todesfolge spielt bei seinem beruflichen Aufstieg zwar eine wichtige Rolle, wird aber dennoch gekonnt von der Hauptfigur ignoriert und verdrängt und somit auch vom Leser. Die laisser-faire Art Micheal Beards, kommt dennoch nie unsympathisch rüber und der Leser versteht die Affinität der Hauptfigur zu gutem Essen und Alkohol nur umso besser, wenn er es sich selbst mit einem Glas Rotwein gemütlich gemacht hat.

Dem Autor Ian McEwan ist mit „Solar“ ein toller Roman gelungen, da er es durch seine Schreibweise schafft, den Leser unbewusst so zu beeinflussen, dass er der Hauptfigur durchweg positiv gegenübersteht, obwohl diese von einem neutralen Standpunkt aus gesehen äußerst zwielichtig ist. Die Übereinstimmung mit eigenen Schwächen und die Tatsache, dass wohl alle Menschen eher faul sind wenn sie dies sein dürfen, nimmt den Leser für die Hauptfigur ein. Die Thematik der globalen Erwartung, die vorallem jetzt durch die wachsenden Märkte Chinas und Indiens wieder eine neue Brisanz erhält, wird in diesem Roman hervorragend thematisiert, ebenso werden die verschiedensten Auswirkungen dieser globalen Erwärmung aufgezeigt und wie unterschiedlich die Menschen darauf reagieren. Die Hauptfigur in dem Buch revidiert selbst ihre Meinung bezüglich dieses Themas, wenn auch aus selbstsüchtigen Motiven. Öl-Lobby innovative Wissenschaftler und geldgierige Institutsleiter, alle Spielen in „Solar“ ihre Rolle und der Leser wird vom Schlagabtausch dieser verschiedenen Interessen mitgerissen.

Ein Buch, das eine aktuelle Thematik, eine ausgezeichnete Hauptfigur und eine spannende Handlung aufweisen kann. Ein absoluter Lesegenuss!

Copyright © 2012 by Chiara Kaiser

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Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Micheal Beard, die Hauptfigur in diesem Buch ist laut Rezensentin ein Nobelpreisgekrönter Physiker und zeitgleich was? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier

DIE GEWINNER LAUTEN: Heinrich Meschowski, Ronald Käser und Marina Eichgelein. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN UNSEREM SPONSOREN UND ALLEN TEILNEHMERN!

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DAS LETZTE LIED – Eine Kurzgeschichte von Chiara Kaiser

Erstellt von Chiara Kaiser am 14. Januar 2012

DAS LETZTE LIED

Eine Kurzgeschichte

von

Chiara Kaiser

Kennt ihr das Gefühl einen richtig guten Chor zu hören?
Der Moment indem sich die verschiedenen Stimmen Sopran, Alt, Tenor und Bass zu einem vielstimmigen Lied erheben. Wenn sie miteinander zu sphärischen Klängen verschmelzen, untrennbar voneinander und in perfekter Harmonie? Habt ihr je die kalten Schauer gespürt, der so ein Gesang hervorruft und der wohltuende Friede, der sich in einem ausbreitet?

Ich hoffe es für euch.
Nur ist das in meinem Fall ein Fluch.

Als ich geboren wurde bemerkten sie es nicht. Babys können ja nicht viel mehr als schreien und atmen. Meine ersten Worte aber riefen kein Entzücken hervor, ich war meinen Eltern von Anfang an unheimlich. Meine Stimme ist meine stärkste Waffe und mein größter Feind zugleich. Wenn ich jemand um etwas bitte, kann dieser es mir nur schwer abschlagen. Ich könnte einem Gott Befehle geben und er würde gehorchen, ohne zu zögern.
Sie sind alle meine Marionetten.

Meine Stimme säuselnd-sanft oder peitschend-laut, gehorcht nur mir. Meine Stimme ist vielstimmig. Ich vereine den dunklen Bass, den hellen Tenor, den sanften Alt und den glasklaren Sopran. Ich spreche mit der Stimme tausender. Als immer klarer wurde, dass ich anders war, wurde ich abgegeben. Deshalb habe ich das Tageslicht nicht mehr gesehen seit ich fünf Jahre alt war. Ich bin das begnadetste Versuchsobjekt des Forschungsinstitutes PK, Personenkontrolle.

Darf ich mich vorstellen: Mein Name ist Klang.

Ich sitze jeden Tag in meiner 10×10 Meterzelle, ausgelegt mit Dämmplatten, damit mein Klang nicht nach außen dringt. Klangs Klang. Lustig nicht wahr? Meine Stimme sickert dennoch durch alle Ritzen, schleicht durch alle Türen und tritt, wenn ich es will, alle Wände ein. Daher tragen alle Mitarbeiter und forschungsleitende Doktoren zusätzlich schalldämpfende Kopfhörer. Ich musste singen, musste lachen, weinen, schreien, sprechen. Ich habe es mit mir machen lassen, weil ich ebenfalls Gewissheit über mich wollte. Doch sie haben nichts herausgefunden. Für sie bin ich nichts weiter, als ein höchst interessantes Forschungsobjekt, ein Kuriosum.

„Du bist kein Kuriosum. DU bist ein Monster, Klang.“

Meine Augen schwirren einen Moment herum und treffen auf die eisblaue Iris von Gabriel. Der junge Hilfswissenschaftler starrt mich mit hasserfüllten Augen an. Ich muss schlucken und wage es nun nicht mehr den Blick zu heben. Seine Stimme ist ganz leise und dennoch so klar verständlich, als würde sie jedes andere Geräusch eliminieren. Vielleicht empfinde ich aber auch nur deshalb so, weil ich seit ewigen Zeiten mal wieder direkt angesprochen werde. Worte, nur für meine Ohren bestimmt. Ich könnte singen vor Freude.

„Tu das bloß nicht!“
Gabriel stöhnt leise auf und läuft dann wie ein Tiger in seiner Zelle auf und ab. Ich zucke zusammen, denn ich habe keinen Laut von mir gegeben.
„Ja und das tust du auch besser nicht!“ keift er mich an. Nun begreife ich. Gabriel Nimúnd ist ein Gedankenleser.

Er starrt mich verbittert an. Ich starre zurück. Mit einem Mal bricht er in Tränen aus.
„Ich höre dich immer, verstehst du? Immer zu, jeden Tag, 24 Stunden lang. Deine Stimme hallt in meinen Gedanken nach. Du sagst nichts, aber selbst deine Gedanken singen. Ich höre die Melodie deiner Gedanken, diese unheimliche Musik, dieses beständige Rauschen, die ganze Zeit. Ich ertrage das nicht mehr Klang.“
Er jault beinahe, wie ein verprügelter Hund. Dann spricht er weiter. „Du klebst an mir. Du klebst an mir wie eine Zecke, wie ein Ohrwurm der nicht mehr vergeht. Ich fühle mich so unglücklich, wenn du aus meinem Radius verschwindest, wie eine Blume der man zu lange kein Wasser mehr gegeben hat, schwinde ich, wenn ich dich nicht mehr hören kann. Ich bin abhängig geworden.“ Er tritt auf mich zu, kniet sich vor mich hin und seine Augen fressen mich auf. Aber noch mehr zerrt seine Stimme an mir, als er sagt: „Und das passt mir nicht.“

Da begreife ich. Er lächelt emotionslos, als er meine Gedanken vernimmt.

„Ja Klang.“ wispert er leise. „Du hast begriffen.“ Dann huscht ein Schatten über sein Gesicht und die Melodie seiner Stimme verändert sich, bekommt dunkle Flecken, wie Tintenspritzer auf einem weißen Blatt Papier. Empfindet er etwa Reue?
„JA! Natürlich tue ich das! Ich muss so etwas Wundervolles wie dich vernichten!“ Er seufzt nochmal und Tränen kommen aus seinen Augen, fließen über sein Gesicht und verschwinden dann zwischen seinen schmalen geschwungenen Lippen. Die Lippen eines Sängers, wie ich finde.

„Sing für mich Klang, ein letztes Mal.“  Damit die Sensoren in meiner Zelle nicht anspringen und meinen Gesang auf ein Tonband übertragen, beschließe ich in Gedanken für ihn zu singen. Er lächelt. „Ja, da ist eine gute Idee.“
Dann sieht er mich an. „Wie eine Sirene hast du mich ins Verderben gesungen. Ich kann nicht essen, nicht schlafen, nicht mehr denken ohne dich.“ Dann steckt er die Hand in seine Tasche und zieht ein Messer hervor. „Ich kann nicht mehr leben ohne dich, deshalb habe ich beschlossen, dich aus meinem Leben zu nehmen.“ Er sieht mich an und seine Augen scheinen in meiner abgedunkelten Zelle zu strahlen, wie kalte glatte Spiegel.

„Was möchtest du hören?“ Er zuckt zusammen, als ich ihn anspreche. Dann fasst er sich wieder und sagt mit einer Stimme, brüchig wie Reispapier: „Ein Wiegenlied.“  Ich entsinne mich eines keltischen Schlafliedes aus grauer Vorzeit und beginne es in meinen Gedanken zu singen. Ich beginne mein Konzert ganz leise, steigere mich dann und lasse am Schluss die ganze Kraft, die ganze brachiale Gewalt meiner Stimme aus mir hervorbrechen. Ich lasse die Bässe Töne so tief wie den Ozean anschlagen und lege das hohe Trillern meines Soprans darüber. Ich schließe die Augen und gebe mich ganz meiner Vorstellung hin.

Als ich im letzten Drittel bin, stippt die Messerklinge einmal ganz sachte gegen den Boden. Ich halte den letzten Ton und spüre dann, wie sich ein kaltes Feuer durch meine Kehle und meine Stimmbänder frisst.

Und dann verklingt mein letztes Lied.

ENDE

Copyright © 2012 by Chiara Kaiser

Bildbearbeitung: Bearbeitete Coverillustration “20110114102519-b526e240-Mutanten100-minus180-minus20jpg.jpg(Original: 20110114102519-b526e240.jpg) © 2012 by Detlef Hedderich. Nutzung nur mit Genehmigung des Künstlers Lothar Bauer unter Verwendung des Originals.

Bildrechte: Coverillustration “Mutanten” (Mutanten6.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Kaufempfehlung der Autorin:

Nowak, Janika
Das Lied der Banshee

Roman

Verlag :      Droemer Knaur
ISBN :      978-3-426-28339-4
Einband :      gebunden
Preisinfo :      14,99 Eur[D] / 15,50 Eur[A]
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 18.10.2011
Seiten/Umfang :      480 S. – 20,5 x 12,5 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      10.01.2011
Aus der Reihe :      Kinder der Götter 1

Aileen ist siebzehn Jahre alt und führt ein ganz normales Leben. Das ändert sich schlagartig, als sie eines Abends von vier bulligen Kerlen überfallen wird. Irgendwie übersteht sie die Situation unbeschadet – nur wie? Hat es etwas mit diesem merkwürdigen Schrei zu tun, den sie instinktiv ausgestoßen hat? Am liebsten würde Aileen die ganze Sache vergessen, doch weder ihre unverwüstliche Sturheit noch ihre frechen Sprüche können verhindern, dass sie sich plötzlich in einer Welt voller Magie und Gefahr wiederfindet …

Janika Nowak lebt in Hamburg und arbeitet dort als freie Texterin. Sie interessierte sich schon als Kind für Mythologie und hat sich seitdem ein umfangreiches Wissen über die europäische und asiatische Sagenwelt angeeignet. Diese Kenntnisse lässt sie nun in ihren ersten phantastischen Roman „Das Lied der Banshee“ einfließen. Janika Nowak arbeitet bereits an einer Fortsetzung.

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Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln unter Storys unserer Community-Autoren, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens einen Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

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DER KORREKTURKNOPF – Eine Kurzgeschichte von Chiara Kaiser (sfb-Preisträger Platz 1 im Storywettbewerb 2/2012)

Erstellt von Chiara Kaiser am 10. Oktober 2011

Der Korrekturknopf

Eine

Kurzgeschichte

von

Chiara Kaiser

„Benni! Lass deine Jacke an, wir gehen gleich!“

Meine Mama ist sehr unterschiedlich. Heute hatte sie schwarze Haare, lang und lockig, grüne Augen und schöne volle Lippen. Grün. Das war mir am liebsten. Ich lächelte.

„Was ist denn mein Schatz?“ Ihre Stimme war warm und volltönend, heute war sie durch und durch der mütterliche Typ. Mein Grinsen wurde breiter. „Ach nichts. Du bist nur heute sehr hübsch Mama.“ Sie strahlte. „Ach mein Schatz. Was würde ich nur ohne dich machen, hm?“ Sie schob mich zur Tür hinaus, die mit einem Surren hochfuhr und den Abgrund hinunter auf die Straße freigab. Die Hovercars, die ohnehin immer viel zu schnell fuhren, schossen ganz dicht an meinem Gesicht vorbei. Neugierig reckte ich die Nase in den Wind, der heute durch die Gassen und Straßen pfiff. Riesige Werbereklamen wurden auf den Wolkenkratzer, der unserem Haus gegenüberlag, projiziert. Meine Augen verschmälerten sich, als die verfluchte Frau erschien. Ihr blitzweißes Lächeln strahlte so sehr, dass es in den Augen stach. Angela Foster. Mit grimmiger Miene spuckte ich aus und wandte mich ab. Aus den Augenwinkeln sah ich das unheilvolle Rot des Knopfes schimmern. Meine Mutter hastete mir aus dem Hausflur entgegen. Ihr Duft flog mir entgegen. Das einzige was noch echt war. Ihr Gesicht strahlte, als sie Angela erblickte. Oh Verzeihung, Angie. „Ach mein Schatz, sieht sie nicht absolut spitze aus?“  Sie nestelte in ihrer Handtasche herum und zog den mir so verhassten roten Knopf hervor. Das Wort Korrektur war eingraviert. Die goldenen Lettern schienen mir einen spöttischen Blick zuzuwerfen, Angies Blick so wahnsinnig ähnlich. Mir wurde übel. Sanft legte meine Mutter einen Finger auf den Knopf. Kurz flirrte die Luft um ihren Kopf und dann spross ihr eine Haarpacht, welche die exakte Nachbildung von Angela Fosters Haaren war. Die blonde, glatte, perfekte Perücke. „Jeden Tag ein bisschen besser“, witzelte Mama. Ich zog es vor nicht zu antworten. Dann nahm sie mich bei der Hand und wir sprangen. Noch im Fall überlegte ich mir, wie ich sie nur von diesem Knopf losbringen könnte. Unsichere Frauen, die mit ihrem Aussehen haderten waren diesem Hai ins riesige Maul geschwommen. Sie schluckte sie hinunter, machte sie zu ihren Geschöpfen und zog ihnen Kraft ab. Die Gegenluft blies in unsere Gesichter und fing unseren Fall ab.

Wir stiegen auf die Straße und gingen zum Markt, heute gab es wieder diese köstlichen kleinen Kuchen vom Planeten Ka´a. Ihre langen Beine holten weit aus, für Markttage machte sie sich grundsätzlich größer, so war es leichter sich durch die Menschenmengen zu schieben. Das Tor des Marktes wurde von LED-Platinen beleuchtet. Der Platz war enorm. „Halt dich fest Benni, das könnte eng werden.“ Ich griff an ihren Gürtel, ihre Hand war ja mit dem roten Knopf beschäftigt. Wir drängelten uns vor. Sie lief zuerst zu dem Kuchenstand, was mich freute. Nachdem ich mir meine Taschen vollgestopft und mir zwei der Küchlein in den Mund gestopft hatte, stapfte ich schmatzend hinter meiner Mama her. Fest an ihrem Gürtel, konnte ich meinen Blick durch die Menge schweifen lassen. Beinahe alle Frauen hatten einen Knopf, entweder in ihren Händen, so wie meine Mutter, oder an ihren Taschen, ihren Gürteln, ihrem Portmonee.

Ich schluckte und mein Herz krampfte sich zusammen, als ich eine Abhängige sah. Sie saß ein wenig abseits und fingerte ununterbrochen an ihrem Knopf herum. Sie murmelte unverständlich vor sich hin und ihre Gestalt wurde so oft verändert, dass die Luft um sie herum zu einem einzigen Flirren verkam. Sie roch schlecht und ihre Augen waren voll Tränen.  „Sie nicht hin, Schatz. Das ist eine Abhängige.“ Meine Mutter verzog verächtlich den Mund. „Aber sie war doch auch mal so wie du, Mami? Eine Frau, die gern ihr Äußeres zu ihren Gunsten verändert, korrigiert?“ Bewusst benutzte ich ihre Erklärung dafür, die sie immer anführte, wenn man sie auf den Korrektur-Knopf ansprach. Ein wenig schadenfroh sah ich, wie meine Worte trafen. „Das verstehst du nicht.“ schnappte sie beleidigt und ging weiter. Oh, ich verstand nur zu gut. Mein Papa hatte uns verlassen. Für eine Jüngere. Wozu war mir nicht ganz klar, da meine Mama eine sehr schöne Frau gewesen war, ein wenig klein vielleicht, aber mit glänzenden braunen Haaren, grünen Augen und einer Ausstrahlung, die einem das Herz wärmte. Das war anders geworden. Sie hatte nach der Trennung alles verloren. Ihre eigene Person. Sie hatte sich verkauft, an Angela Foster, die solche Fälle wie die Abhängige hier auf dem Markt als bedauerliche Ausnahme abtat, und das war die unverschämteste Lüge dieser Frau, die fremde Herzen umnebelte und sie ins Unglück stürzte. Dieser furchtbare Karrierehai. Gott! Ich verabscheute diese Frau. Ein spitzer Schrei meiner Mutter lies mich erschrocken aufsehen.

„Mami?“

Sie duckte sich und grapschte nach ihrem Knopf. Die Luft begann so schnell zu flirren, dass mir ganz schwindelig wurde. Wenige Millisekunden später, stand ich einer kleinen dicken rothaarigen Gegenüber. Doch alles hatte nichts genutzt, Mike hatte uns trotzdem gesehen. „Fiona? Hey so warte doch.“  Die kleinen dicken Beine meiner Mutter gruben sich beinahe in den Asphalt in dem Bestreben so viel Abstand wie möglich zwischen sich und diesen Mann zu bringen. Immer hektischer sprang sie durch die Menschen und drückte immer wieder auf den Knopf. Sie war besessen davon sich unkenntlich zu machen. Meinen Arm an ihrem Gürtel riss sie so hektisch mit sich, dass ich Schmerzen litt. „Mami! Schluss jetzt!“ Sie schüttelte den Kopf und murmelte immer wieder vor sich hin. Immer schneller und schneller schossen ihre Beine vorwärts. Ihre Gestalt veränderte sich so schnell, dass ich nicht mehr mitkam, einfach die Augen schloss und mich am Gürtel festkrallte. Wir schossen über den Markt und dann bekam ich einfach so einen Schlag auf den Kopf. Reflexartig schossen meine Hände an den Kopf und liesen den Gürtel los. „Aua!“ Empört sah ich mich um und bleib stehen. Niemand schien sich um mich unverschämten Bengel mit Kuchen im Gesicht zu kümmern. Laut schimpfend drehte ich mich in allen Richtungen um, um den Übeltäter zu erwischen… bis mir etwas auffiel. Ich war allein.

„Mami?“

Ein erneuter Schrei lies mich auffahren. Eine grüne Ka´a Frau zeigte mit ihren schwarzen Fingern vor sich. Schnell rannte ich dorthin. Mein Herz setzte einen Schlag aus, als ich ankam. Da lag etwas Zuckendes. Verzerrtes Gesicht, die Hand fest um einen Knopf gekrallt. „Die ist verloren.“ Brummte ein Mann hinter mir. „Jap. Süchtig wie sie alle. Süchtig und verloren.“ Frohlockte eine Frau mit blauem Fell. Langsam näherte ich mich. Meine Beine weich wie Gummi. Dieser Duft, bekannt und vertraut waberte um das zuckende Ding am Boden. Ich schüttelte lethargisch den Kopf. Das konnte nicht sein. Das durfte nicht sein!

„Mami?“

Die Menge keuchte auf, starrte mich an. Ich jedoch sank auf die Knie. Meine Hand zitterte, als sie sich auf ihre legte. Ich wand ihr den Kopf aus der weichen Hand. Das Surren hörte auf. Meine Mama lag vor mir, so wie sie war. Ein wenig zu klein, ein wenig mangelhaft um in perfekte Welt Angelas Fosters zu passen. Die Sirene erklang. Jemand hatte sie Sanitäter gerufen. Aber ich wusste es besser. Der Hai hatte zugeschlagen. Die Kraft meiner Mama war aufgebraucht. Hineingeflossen in perfekte Haare, perfekte Haut, den perfekten Körper. Das Lächeln blitze hinter meinen Augen auf und ich fing an zu schreien.

ENDE

Copyright © 2011 by Chiara Kaiser


Kaufempfehlung der Redaktion:

Jones, Carrie
Finsteres Gold

Im Buch blättern

Übersetzt von Mihr, Ute
Verlag :      cbt
ISBN :      978-3-570-16112-8
Einband :      gebunden
Preisinfo :      14,99 Eur[D] / 15,50 Eur[A] / 21,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 21.09.2011
Seiten/Umfang :      352 S. – 21,5 x 13,5 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      23.05.2011

Medien :
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Sie verrät ihre Liebe, um sie zu retten!

Zara und ihre Freunde haben den Kampf gegen Zaras Vater, den umbarmherzigen Elfenkönig, gewonnen. Sie halten ihn gefangen – sie kontrollieren seine Macht. Aber das Problem ist damit noch lange nicht gelöst, denn die Schwächung des Königs ruft neue Thronanwärter auf den Plan. So auch den jungen Astley, der vollmundig verspricht, dafür zu sorgen, dass Elfen, Menschen und Werwölfe in Zukunft friedlich miteinander leben können. Für Zara hört sich das gut an. Aber Zaras Freund Nick, der Werwolf, rast vor Eifersucht. Erst recht, als der Elf Astley noch eine Prophezeiung ausspricht, die unglaublicher nicht sein könnte: Zara und Nicks Liebe wird enden – und Zara sei vom Schicksal auserkoren, Astleys Elfenkönigin zu werden …

Carrie Jones studierte kreatives Schreiben am Vermont College, bevor sie anfing, als Redakteurin für Zeitungen und Zeitschriften zu arbeiten und nebenher Jugendbücher zu schreiben. „Flüsterndes Gold“, der erste Band ihrer Romantasy-Serie, stand wochenlang auf der Bestsellerliste der New York Times. Die Autorin lebt und arbeitet in Maine – trotz der langen Winter und wegen der schönen Sommer.

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SYRIA UND BAIRAL – eine dystopische Geschichte von Chiara Kaiser (sfb-Preisträger Platz 1 im Storywettbewerb 2/2011)

Erstellt von Chiara Kaiser am 20. April 2011

SYRIA UND BAIRAL

eine

dystopische Geschichte

von

Chiara Kaiser

To live doesn´t mean you are alive -
- Zu leben, bedeutet nicht, am Leben zu sein -

Der Beat ließ die Kiesel auf der Straße vibrieren. Der Club 24 H hatte Happy Hour. 12 Uhr. Mitternacht.  Laute Absätze auf der  Straße. Laute Stimmen in der Luft. Der Schrei einer Frau. Eine Gruppe Männer sprang auf und ab, fuchtelte mit den Händen und sang laut das Lied mit, das gerade lief. Im zweiten Stock: Vollkommene Stille.

Die Frau mit den kräftigen roten Haaren saß auf einem Stuhl. Gerade mal 23 Stunden altes Blut pumpte durch ihre porös gewordenen Venen. Das kaputte Herz schlug schwach und holprig. Erschöpft seufzte sie.

„Syria?“

Die tiefe Stimme Bairals wuchs durch den Raum. Durch das Alter war sie noch harziger geworden. Sie lächelte schwach. Langsam stand sie auf und ging durch den Raum. Das Straßenlicht drang durch die halboffenen Jalousien und beleuchtete ihr faltiges Gesicht. Nur noch vereinzelt waren rote Strähnen zu sehen.

Ihr langes schon silbergraues Haar fiel auf die mittlerweile schwache Brust Bairals. Sie setzte sich behutsam neben ihn. Das Bett seufzte schwer. Bairals dunkelgrünen Augen leuchteten vor Vergnügen, auch wenn sie die tiefen Schatten darunter kaum noch überstrahlen konnten.

„Du bist schön. Weißt du das?“

Sie lachte und strich ihm die noch blonden Locken aus der Stirn.

„Und du bist ein Spinner.“

Ihre dünne Stimme zitterte bereits. Er hustete schwer. Er machte ihr Platz, sie legte sich neben ihn und schloss die Augen. Ihre rechte Hand nahm seine linke.

„Irgendwie hätte ich gerne mehr gehabt als nur 24 Stunden.“

Syria nickte.  Ihre Wirbel knackten. Schon bei dieser kleinen Bewegung. Nur dieser einen Bewegung. „Aber es war wirklich sehr schön. Manchmal auch schwer und traurig, aber es war es auf jeden Fall wert.“

„Kannst du dich erinnern?“, wisperte Bairal. „An was?“

„An die Schule. Ich mochte die Geschichten von der alten Welt. Vor dem Unfall.“

Syria schwieg.

„Nicht“, sagte sie kaum hörbar.

Glaubst du,  dass es noch andere gibt?“ Bairal stützte den Kopf auf einen Arm und sah sie eindringlich an. Seine Haut hing von den Knochen wie Gummi. Vor wenigen Stunden  war er noch so kräftig gewesen.

„Natürlich. Und wage es nicht, das eine Millisekunde zu bezweifeln.“

Noch mehr Falten gruben sich in seine Stirn. Syria hob die Hand. Die Venen waren deutlich zu sehen, der Handrücken mit Altersflecken übersät. Sie legte ihre Hand auf sein Gesicht.

„Ich liebe dich.“

Bairal küsste sie vorsichtig und die Falten verschwanden. Dann legte er sich wieder neben sie.

„Ich bin so müde.“

„Ich auch.“

Ruhige Atemzüge nebeneinander. Die Herzen schlugen schwer.

„Unser Hochzeitstanz war echt spitze.“

Er lachte. „Und das obwohl wir nur 39 Sekunden geübt haben. Und du warst die schönste Braut, Syria.“

Sie nickte.

„Tut mir leid, dass ich so eifersüchtig war.“

Er hüstelte.

„Hoffentlich hat unsere Tochter das nicht von dir. Sonst hat sie alle deine Vorzüge geerbt.“

Syria grinste.

„Hoffentlich wird sie nicht so unmusikalisch wie du. Dein Ständchen war absolut furchteinflößend.“ Sie konnte spüren wie Bairal lächelte. Sie drehte den Kopf und sah ihn an.  Dann schloss sie ihre Augen.

„Manche Menschen haben ein ganzes Leben. Und erleben trotzdem nicht so viel wie wir“ , flüsterte Bairal.

Sie versuchte die Augen zu öffnen, um sein Gesicht zu sehen und konnte es nicht. Zu schwach. Mühevoll legte er den Arm um sie.

„Syria?“

Sie brummte zum Zeichen, dass sie ihn hörte.

„Ich bin blind.“

Sie legte ihre Hand, sehr langsam und behutsam auf seine Brust.

„Macht doch nichts.“

Er hustete heftig. Sein Torso bebte.

„Aber deine Augen sind tiefblau. Und dein Mund ist kirschrot und deine Haare brennen wie Feuer.“ Sie erhob drohend die Stimme.„Das will ich aber auch hoffen. Vergiss ja nicht, wie ich einmal aussah! Früher - , sie hob mühsam den Arm und sah auf ihre Uhr, vor vier Stunden!“

Ihre Hand wanderte langsam nach oben und kam auf seiner Brust zu liegen. Sie spürte sein Herz nicht mehr. Langsam fand seine Hand die ihre. Er küsste ihre Fingerspitzen und vor ihrem inneren Auge sah sie, wie sich die Lachfalten um seine Augen vertieften, sich langsam ausbreiteten und die Grübchen an seinem Mund erschienen, wie immer,  wenn er sie berührte. Sie war glücklich. Genau in diesem Moment.

Seine und ihre Hand ruhten auf seinem Herz. Ihr eigenes zog sich ein letztes Mal zusammen.  So langsam wie sich der Stundenzeiger ihrer Uhr auf die 12 bewegte. 24 Stunden Sommer.  Eine einzige Umdrehung. Eine Lebensspanne.

Bairal hatte die Augen geschlossen. Seine Stimme versagte, doch sein noch immer schöner, voller Mund formte die letzten Worte.

„Wir hatten kein wirkliches Leben, aber wir haben wirklich gelebt.“

Syria lächelte. Im Sterben verzog sich ihr Mund zum letzten Mal. Er wusste es sofort. Aber der Sekundenzeiger seiner Lebensuhr näherte sich ebenfalls der 12.  Der Stunde Null.

„Syria und Bairal“, dachte er ein letztes Mal.

„ Die Eintagsmenschen  1088 und 1513 haben ihre Lebenszeit verbraucht. Wir nehmen Ihnen nun ihre Uhren ab und bringen sie zur Verbrennungsanlage.“

Gabrielle nickte zustimmend zu ihrer nüchternen Berichterstattung, die ihr Diktiergerät aufnahm. Ihr schwarzer Anzug ließ sie in dem dunklen Raum fast unsichtbar werden.

Dann konnte sie nicht mehr länger an sich halten.

„Was ist mit dem Kind, Professor?“

Er sah sie mit ernsten grauen  Augen an. Das Grau war zu hell, fast durscheinend.

„Aliah wird nicht für die Fehler büßen müssen. Sie hat nicht das fehlerhafte Chromosom.“

Erleichterung durchschoss Gabrielle. „Darf sie dann zu mir? Ich kümmere mich gut um sie. Sie ist ja keine Eintagsfliege.“

Schockiert schlug sie sich die Hände vor den Mund. Sie hatte das Wort gebraucht. Wie taktlos von ihr. Der Professor sah sie nur traurig an.

„Entschuldigen Sie bitte.“

Sie senkte den Kopf.

„Gehen Sie jetzt.“

Die raue Stimme des Professors trieb sie aus dem Raum. Gabrielle durchschritt schnell den Gang des zweiten Stocks im 24 H Club.

Brutstätte und Grab dieser anderen Menschen.

Im Babyzimmer wartete die Kleine auf sie. Aliah. Kein Unname.  Kein Name, der sie als Büßerin brandmarkte. Als hätte die Mutter gewusst, dass ihre Tochter leben würde.  Lange leben. Vielleicht wussten Mütter so etwas. Die kleine Faust des Babys schloss sich um ihren Finger, als Gabrielle ihn in Aliahs Hand legte. Dann nahm sie das Kind auf den Arm.

Sie stockte kurz, als sie an dem Zimmer der beiden Toten vorbei kam.

„Deine Eltern haben alles erlebt, was man erleben kann“, sagte sie ernst zu dem Baby.

„Sie sind zu glücklichen Menschen geworden.“

Aliah bewegte das Köpfchen, als wollte sie nicken.

Ein ganzes Leben in einem Tag und einer Nacht. 24 Stunden Leben. 24 Stunden ein schlagendes Herz.

ENDE

Copyright © 2011 by Chiara Kaiser

Bildrechte: “Liebesgeschichten” (Liebesgeschichten.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Bildbearbeitung: Bearbeitete Coverillustration “Subcover-Liebesgeschichten-minus-100-minus-60-100.jpg” (Originaltitel: Liebesgeschichten.jpg) © 2012 by Detlef Hedderich. Nutzung nur mit Genehmigung des Künstlers Lothar Bauer unter Verwendung des Originals.


Kaufempfehlung der Redaktion:

Brater, Jürgen
Warum haben wir Sand in den Augen und Schmetterlinge im Bauch?

24 Stunden im Leben des menschlichen Körpers

Illustriert von Hartmann, Jörg
Verlag :      Beltz, J
Website: http://www.beltz.de
ISBN :      978-3-407-75354-0
Preisinfo :      17,95 Eur[D] / 18,50 Eur[A] / 27,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 14.04.2011
Seiten/Umfang :      248 S., Mit Illustrationen von Jörg Hartmann – 24,5 x 16,8 cm
Produktform :      B: Buch
Erscheinungsdatum :      1., Originalausgabe 24.01.2011
Gewicht :      721 g

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Den ganzen Tag vollbringt unser Körper sensationelle Leistungen – von manchen wissen wir, andere nehmen wir überhaupt nicht wahr. Dabei gibt es jede Menge interessanter Fragen zu beantworten, wenn wir mal genau hinschauen.

Morgens nach dem Aufstehen erstmal strecken. Doch wieso eigentlich? Weil die Muskeln im Schlaf schlecht durchblutet und träge werden. Das Strecken regt den Sauerstofftransport an, auch den zum Gehirn, mit dem Ergebnis, dass wir uns wacher fühlen. Am Beispiel der Geschichte von Leonie und Daniel, zwölfjähriger Zwillinge, führt Jürgen Brater durch einen ganz normalen Tag und erklärt unterhaltsam, kenntnisreich und witzig, was der Körper von Jungen und Mädchen zu unterschiedlichen Tageszeiten alles leistet. Fragen und Erklärungen zu manchmal ganz schön alltäglich erscheinenden Dingen rund um den Körper führen die Leser leichtfüßig durchs Buch. Junge Leser (aber nicht nur die) erfahren, was sie schon immer mal wissen wollten – oder von Dingen, die immer ganz selbstverständlich erschienen.

Aus dem Inhalt:
- Warum wachen wir morgens auf?
- Warum müssen wir morgens so dringend aufs Klo?
- Warum haben wir Schamhaare?
- Warum frieren Mädchen stärker als Jungen?
- Warum versprechen wir uns?
- Warum ziehen wir die Augenbrauen hoch, wenn wir erstaunt sind?
- Warum öffnen wir den Mund, wenn wir Leises besser hören wollen?
- Warum kratzen wir uns, wenn es juckt?

Jürgen Brater, geb. 1948, schloss sein Studium der Medizin und Zahnmedizin mit der Promotion ab und praktizierte bis 1996 in eigener Niederlassung. Seitdem ist er als Seminarleiter in der Aus- und Weiterbildung medizinischer Fachkräfte sowie als Fachautor tätig und schreibt unter anderem populäre medizinische Bücher. Jürgen Brater lebt im baden-württembergischen Aalen.

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