sfbasar.de

Literatur-Blog

Lazar, Ariana – Autorenporträt nach Art von Kuddelmuddelei

Erstellt von Ariana Lazar am 29. August 2012

Geboren

Wurde ich definitiv, denn sonst könnte ich hier nicht schreiben. Über das Wann gibt es jedoch unterschiedliche Angaben, je nach bevorzugter Quelle.

Verlässt man sich auf einige der mir nahestehenden Menschen, ist mein Geburtszeitpunkt irgendwo im Zeitalter der Dinosaurier anzusiedeln.

Ziehe ich hochoffizielle Dokumente zurate, ist ein Geburtsdatum irgendwann im Laufe des 20. Jahrhunderts wahrscheinlich. (Glücklichweise ist das 21.Jahrhundert noch jung!)

Die wohl zuverlässigste Quelle (die Autorin höchstselbst, also ich) schwanke in meinen Angaben ganz extrem, da ich in der Regel von einem Alter zwischen 16 und 120 Jahren ausgehe. Wobei die Zeitspanne durchaus Abweichungen in beide Richtungen zulässt und nicht zu eng gesehen werden sollte. 3.000 Jahre halte ich persönlich für leicht übertrieben, aber man sollte sich nie zu sicher fühlen, denn an einigen Tagen ist das Weltalter zu jung für mich.

Geburtsort

Legt man den Personalausweis als Quelle zugrunde, dürfte sich der Ort irgendwo in Deutschland befinden. Persönlichen Erfahrungen und Aussagen einiger Mitmenschen zufolge kämen jedoch auch Länder wie Italien, Spanien, Türkei, Polen sowie diverse andere Gegenden rund um den Globus infrage. Einige äußerten zwischenzeitlich die ernsthafte  Vermutung, dass ich nicht von dieser Welt, sondern außerirdischen Ursprungs sei. Ich muss gestehen, dass Letzteres mir oft am Wahrscheinlichsten scheint, vor allem, wenn ich mir meine Umgebung und die darin lebenden und höchst seltsam agierenden Personen näher betrachte.

Wohnort

Wenn ich das genau wüsste!

Versuchen wir uns dem Ort mit Logik zu nähern.

Nach allgemein anerkannt geltenden Regeln befindet sich mein Wohnort irgendwo in den unendlichen Weiten des Multiversums. Soweit herrscht selbst bei mir Klarheit.

Bei der Ortung des infrage kommenden Planeten bin ich mir jedoch keinesfalls so sicher, da mindestens zwei grundverschiedene Himmelskörper zur Auswahl stehen.

Lange war die Erde meine erste Wahl, das Verhalten der Eingeborenen lässt mich jedoch oft daran zweifeln. Sich häufende seltsame Ereignisse, die auf verhinderte Zauberei durch selbst ernannte Zauberer schließen lassen, führen dazu, dass ich die Scheibenwelt als Planeten nicht mehr ausschließen kann.

Dies wiederum erschwert mir die genauere Ortung meines derzeitigen Aufenthaltsortes, da beide Planeten über diverse Großstädte auf mehreren Kontinenten verfügen.

Fangen wir mit den Kontinenten an, das geht am schnellsten.

Bei der Erde dürfte derzeit Europa in Betracht kommen, lebe ich auf der Scheibenwelt kommt nur der namenlose Kontinent infrage, denn bei den anderen sehe ich keinerlei klimatische oder sonstige Übereinstimmungen. Damit wäre der Ort zumindest auf der Scheibenwelt geklärt, denn die einzige wirkliche Groß- und zugleich Hauptstadt dort ist Ankh-Morpork.

Europa bietet da wesentlich mehr Auswahl an Groß- und  zugleich Hauptstädten. Nach anteiliger Verrücktheit zu rechnen, dürften sowohl London als auch Berlin infrage kommen. Aufgrund des fehlenden Towers und der dazugehörigen Brigde komme ich zu dem Schluss, dass dann nur noch Berlin übrig bleibt.

Die Frage, ob nun Berlin oder doch Ankh-Morpork ist hiermit jedoch noch nicht endgültig geklärt, da sich beide Städte derart ähneln, dass mir eine Unterscheidung geradezu unmöglich erscheint, sofern man den Geruch außer Acht lässt. An manchen Tagen jedenfalls.

Damit wären jetzt Geburtsdatum, Geburtsort und Wohnort abgehandelt und wir können uns dem unerschöpflichen Feld der Ausbildung zuwenden.

Ausbildung

Schule(n) im klassischen Sinne habe ich tatsächlich mehrmals in unterschiedlichen Ausführungen zu verschiedenen Zwecken in einigen Lebensaltern besucht. Je nach Schulart, Schulzweck und Alter mit unterschiedlichem Erfolg. Auf besagten Schulen lernte ich lesen, schreiben, rechnen und noch ein paar andere Dinge, die man im alltäglichen Leben mehr oder weniger benötigt.

Doch eine Ausbildung beginnt bekanntlich nicht erst mit dem ersten Schultag, wie fälschlicherweise immer vorausgesetzt wird, sondern jede Ausbildung, auch meine, beginnt mit dem ersten und endet mit dem letzten Atemzug.

Das Leben ist ein unerbittlicher und harter Lehrmeister mit der Neigung zu schlechten Witzen und bösen Überraschungen und verfügt manches Mal über einen mehr als nur skurrilen Humor. Es ist das Leben, das einen lehrt, wie es zugeht auf der Welt und das Leben selbst lässt uns denken, wir würden im falschen Film sitzen oder auf einem unbekannten Planeten leben.

In den Jahren vor meinem ersten Schulbesuch und den vielen Jahren dazwischen und danach, lernte ich somit die wirklich wichtigen Dinge. Diese Ausbildung hält immer noch an, fordert mich heraus und wird wohl andauern, solange ich lebe.

Familie

Vorhanden. Wichtig. Notwendig. Unterstützend. Hilfreich. Witzig. Manchmal nervend oder lästig. Immer geliebt – kurzum Familie eben.

Damit können wir uns dem schwierigsten Punkt in diesem Porträt widmen, der

Biographie

Die Tatsache, dass ich geboren wurde, ist an sich unstreitig, wie oben bereits festgestellt wurde. Trotzdem existieren zwei unterschiedliche Versionen um diesen elementaren Vorgang.

Version eins zufolge waren an meiner Geburt sowohl meine Mutter als auch mein Vater beteiligt, obgleich dieser sich während meiner Geburt nicht im Kreißsaal befunden hat, was den damals üblichen Gepflogenheiten entsprach.

Version zwei, die sich auf die Annahme stützt, dass ich außerplanetarischen Ursprungs bin, sieht so etwas Simples wie eine normale Geburt als unwahrscheinlich an und favorisiert Entstehungsformen wie:
aus dem Ei geschlüpft, vom Himmel gefallen oder von Aliens vergessen (Ariana nach Hause telefonieren!), um die Meistvermuteten zu zitieren.

Üblicherweise beginnt zu diesem Zeitpunkt bei den meisten Lebensläufen eine Aufzählung der besuchten Schulen mit den üblichen Abschlüssen, gekrönt vom Studium der Germanistik, Literatur und/oder  des Journalismus (das gehört sich so, wenn man als Autor ernst genommen werden will!), gefolgt von der Auflistung etlicher Wirk- und Arbeitsstätten und natürlich den bisherigen Veröffentlichungen.

Hatte ich bereits erwähnt, dass „üblicherweise“ bei mir nicht vorkommt?  All dies hatte ich natürlich akribisch geplant, zumindest in meinen Träumen, doch blieb mir das Lotterleben als Studentin versagt, was in der Folge dazu führte, dass es mit den Traumjobs nichts wurde.

Stattdessen habe ich das Leben studiert, denn das kam bei mir massig vor und vor allem immer ungefragt dazwischen.

Aus diesem Grunde ziehe ich es vor, über diese(s) Kapitel meines Lebens den Schleier des Geheimnisses zu legen und es der Leserfantasie zu überlassen, sich selbst etwas auszudenken.

Sollten noch Fragen oder Unklarheiten bestehen, so werde ich mich bemühen diese so verwirrend zu beantworten, wie ich es bereits bis hierher getan habe.

Autorenseite:

Kuddelmuddelei

Kurzgeschichten:

Die Geschichte einer Suche Copyright © 2011

Die Korrektur der Disharmonie Copyright © 2011

Roswithas Geschenk Copyright © 2011

Das Gnadengesuch Copyright © 2012

Gedichte:

Der Robosauger Copyright © 2011

Schneee in der Stadt Copyright © 2012

Copyright Text und Bild © by Ariana Lazar 2012

Abgelegt unter Allgemein, Autorenporträts | 8 Kommentare »

SFBASAR.DE-ANTHOLOGIE (mit Themenschwerpunkt): “Roboter”

Erstellt von Ariana Lazar am 14. Februar 2012

“Roboter”

sfbasar.de-Anthologie Band 3

mit Beiträgen der Community-Autoren

des Literatur-Blogs “sfbasar.de”

Editorial: Liebe Besucher, liebe Leser wieder startet eine weitere Themenanthologie auf sfbasar.de. Auch hier sind sämtliche Community-Autoren und solche, die es werden wollen, aufgerufen die Anthologie mit zahlreichen Beiträgen zu bereichern. Rückmeldungen in Form von Lob, Kritik oder Verbesserungsvorschlägen sind auch diesmal ausdrücklich erwünscht.

Das Thema der neuen Themenanthologie: Roboter Wer glaubt, dass das Thema zu speziell ist, sollte im Duden den Begriff „Roboter“ nachschlagen. Dort findet man Folgendes:

- (der menschlichen Gestalt nachgebildete) Apparatur, die bestimmte Funktionen eines Menschen ausführen kann; Maschinenmensch
- (Technik) (mit Greifarmen ausgerüsteter) Automat, der ferngesteuert oder nach Sensorsignalen bzw. einprogrammierten Befehlsfolgen anstelle eines Menschen bestimmte mechanische Tätigkeiten verrichtet
- (früher) Arbeiter im Frondienst

Während die erste Deutung der heute gängigen Vorstellung eines Roboters, menschenähnliche Maschine, entspricht, trifft die zweite fast auf alle elektronischen Geräte zu, die wir in unserem ganz normalen Alltag verwenden. Damit sind nicht nur die Greifarme in der Autoindustrie gemeint, sondern auch unsere Wasch- und Kaffeemaschinen werden programmiert, sind also Roboter. Wer ein wenig nachdenkt, wird überrascht feststellen, wie viel der so verpönten „Roboter“ uns schon heute unmittelbar umgeben. Wir machen uns dies nur allzu selten bewusst.

Die letzte Definition lässt einem Autor viel Spielraum, Roboter bzw. roboterhafte Verhaltensweisen im (zwischen)-menschlichen Bereich spielen zu lassen.

Man sieht also, dass der Begriff „Roboter“ ein breites Spektrum abdeckt und keinesfalls nur im SF-Bereich angesiedelt werden kann. Auch Vergangenheit und Gegenwart können hier behandelt werden. Ob Maschinenmensch oder Menschen, die wie Maschinen handeln, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, außer Eurer eigenen.

Grundsätzlich ist jeder Beitrag, der sich mit dem Thema befasst hier willkommen. Wir suchen nicht nur Geschichten, auch Gedichte, Leseproben und Artikel sollen die geplante Anthologie vervollständigen. Das Copyright der eingereichten Beiträge, unabhängig von der Art des Beitrags, muss beim jeweiligen Autor liegen.

Die zahllosen Beiträge unserer Community-Autoren erwarten wir ebenso gespannt, wie die Kommentare unserer Leser. Und jetzt zu den Beiträgen:

HÖRBUCHBESPRECHUNG: AUFSTAND DER ROBOTER – von Nikolai von Michalewsky und Balthasar von Weymann – Rezension von Christel Scheja

NEU - DAS KORRIGIERTE LEBEN – Kurzgeschichte von Mona Mee

DER LETZTE SEINER ART – VERFOLGT VON ROBOTERN. Leseprobe aus dem Science Fiction-Roman: DAS ÜBERLEBEN, DAS STERBEN UND DER KRIEG (Teil 1) von Felis Breitendorf

DER ROBOSAUGER – Ein Science-Fiction-Gedicht von Ariana Lazar

EIN GEWAGTES MANÖVER – DIE FLUCHT VOR DEN ROBOTERN. Leseprobe aus dem Science Fiction-Roman: DAS ÜBERLEBEN, DAS STERBEN UND DER KRIEG (Teil 2) von Felis Breitendorf

HERRSCHAFT DER ALTEN – Zukunftsroman von Alfred Bekker (Leseprobe)

ROSWITHAS GESCHENK – Eine Kurzgeschichte von Ariana Laza

BUCHBESPRECHUNG: TRAVELLER: ROBOTER – von Rouven Weinbach und Tobias Freund – Rezension von Günther Lietz

(wird weiter fortgesetzt!)

Liebe Community-Autoren: Weitere Beiträge sind erwünscht und sollen diese Anthologie ergänzen. Wir planen, bei genügend Beiträgen, diese Anthologie hier auch als PDF-File zusammen mit einem Spendenbutton (für kleine Beträge zum jeweiligen Storywettbewerb) anzubieten. Ausserdem planen wir davon ein ebook und am Ende vielleicht sogar eine Printausgabe erscheinen zu lassen! Es liegt ganz an Euch und Eurer Teilnahme an den Anthologien! Wer also teilhaben möchte, der schreibt eine Geschichte, ein Gedicht, eine Leseprobe oder einen Artikel zum Thema und stellt ihn bei uns als Artikel oder Story ein. Bei einer Story kann diese auch an den Storywettbewerben teilnehmen, muss das aber nicht zwingend! Wir hoffen auf Eure rege Beteiligung!

Liebe Besucher, Leser und Unterstützer unseres Literaturblogs, wenn Ihr unseren Autoren ein wenig Unterstützung bieten möchtet, so gibt es jetzt die Möglichkeit eine kleine Spende über den unten stehenden Button per Paypal in die Kasse einzuzahlen, aus der dann die Preisgelder für die Gewinner des nächsten Storywettbewerbs mitfinanziert werden:


Herzlichen Dank auch im Namen aller unserer Autoren!

Das sfbasar.de-Team
i.A. Ariana Lazar

Bildrechte: Coverillustration “Roboter-Cover” (robotwalk.jpg) © 2011 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Abgelegt unter Allgemein, Autorenwerkstatt, Bücher, Diskussionen, Präsentation, Science Fiction, sfb-Anthologien (Editorials) | 45 Kommentare »

SCHNEE IN DER STADT – ein Gedicht von Ariana Lazar

Erstellt von Ariana Lazar am 6. Februar 2012

Schnee in der Stadt

Ein Gedicht
von
Ariana Lazar

Hurra! Hurra! Es schneit! Es schneit!
Die Stadt trägt jetzt ein weißes Kleid.
Sieh, wie eine Braut ist sie geputzt,
die Straßen sind nicht mehr verschmutzt,
die Dächer tragen weiße Hauben,
und auch die Bäume, kaum zu glauben,
dass dies die selbe Stadt soll sein,
die hier jetzt glänzt im Lichterschein.

So schmutzig grau war’s gestern noch,
und dunkel wie ein tiefes Loch,
doch heute ist es strahlend hell,
nur leider geht die Pracht sehr schnell,
Und eins, zwei, drei wird aus der Braut,
dann wieder eine Stadt, ganz laut.
Und was der Schnee gnädig versteckt,
das wird dann wieder aufgedeckt.

Gedämpft alle Geräusche sind
und lachend ruft ein jedes Kind:
Hurra! Hurra! Es schneit! Es schneit!
Endlich ist wieder Rodelzeit!
Hol schnell den Schlitten aus dem Keller,
und lauf doch mal ein bisschen schneller,
sonst ist der Schnee ja wieder weg
und auf der Straße liegt nur Dreck.

Fast alle Autofahrer fluchen,
schon wieder heißt es Auto suchen.
Man muss jetzt glatt die Bremsen nutzen,
und auch die Windschutzscheibe putzen.
Die Fußgänger sind sehr erfreut,
denn nur in dieser kurzen Zeit,
sieht man den Hundedreck nicht mehr
und ruhiger ist der Verkehr.

Hurra! Hurra! Es schneit! Es schneit!
Ein funkelnd Glitzern weit und breit.
Der Winter hat die Stadt geschmückt
drum ruft so mancher Mensch verzückt:
Hurra! Hurra! Es schneit! Es schneit!
Willkommen weiße Winterzeit!

Copyright Text und Eingangsbild © by Ariana Lazar 2012

Bildrechte: “Alltagsgeschichten (en gros)” (Alltag3.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Bildbearbeitung: Bearbeitete Coverillustration “Alltag-100-minus170-0.jpg” (Originaltitel: Alltag3.jpg) © 2012 by Detlef Hedderich. Nutzung nur mit Genehmigung des Künstlers Lothar Bauer unter Verwendung des Originals.

Kaufempfehlung der Redaktion:

Osterwalder, Markus
Bobo im Schnee


Verlag :      Rowohlt Taschenbuch
ISBN :      978-3-499-21583-4
Einband :      Paperback
Preisinfo :      4,95 Eur[D] / 5,10 Eur[A] / 7,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Seiten/Umfang :      16 S., 4-farb. – 15,0 x 15,0 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      03.03.2012
Aus der Reihe :      rotfuchs 21583

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

Sechs neue Pappbilderbücher von Bobo Siebenschläfer warten nur darauf, von kleinen Lesern selbst in die Hand genommen zu werden! Ob Bobo einen Schneemann baut, ein Museum kennenlernt, einfach mal zu Hause bleibt oder Weihnachten feiert alle kleinen Bobo-Fans werden sich über ihre Bobo-Bücher freuen.

Markus Osterwalder wurde 1947 bei Zürich geboren. Schriftsetzerlehre, Graphiker bei einem Schulbuchverlag in Paris, dann bei einem Hamburger Verlag für die Zeitschrift “Akut”. Mehrere Jahre Layouter beim “Zeitmagazin”, jetzt künstlerischer Leiter bei einem Kinderbuchverlag in Paris. Autor eines Illustratoren-Nachschlagewerkes. Markus Osterwalder lebt in Arcueil bei Paris.

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln unter Storys unserer Community-Autoren, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens einen Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

Abgelegt unter Allgemein, Autorenwerkstatt, Bücher, Diskussionen, Jugend, Lyrik, News | 10 Kommentare »

DAS GNADENGESUCH – eine Bittschrift von Ariana Lazar

Erstellt von Ariana Lazar am 20. Januar 2012

DAS GNADENGESUCH

eine Bittschrift

von

Ariana Lazar

Durchlauchtigster Fürst!

Untertänigst erbitte ich Ihr Gehör für die Sache des Sonnenwirtes Christian Wolf. Demselben droht jetzt der Galgen, gleichwohl bitte ich Euch, in diesem Fall Gnade walten zu lassen.

Um dies zu vermögen, ist es indes von Belang, dass Ihr den Werdegang des Sonnenwirtes von einem unbescholtenen Mann zum Verbrecher und Mörder kennenlernt.

Der Mensch Christian Wolf ist nicht schlecht, aber ein unglückliches Schicksal haftet ihm von Kindheit an.

Christian Wolf ist Halbwaise und musste darum früh seiner Mutter in deren schlechtgehender Wirtschaft helfen. Da er zudem von der Natur mit einer schwächlichen Statur und einem unangenehmen Äußeren ausgestattet wurde, hatte er von klein auf die Hänseleien der anderen Kinder zu ertragen.

Wie mein Fürst sicher verstehen wird, war dies kein angenehmer Start ins Leben.

Wolf’s widerliches Äußeres versuchte dieser durch Witz und Frechheit bei seinen Schulkameraden wettzumachen, was ihm die Bewunderung der Jungen einbrachte. Die Mädchen jedoch fürchteten ihn, und er war ihnen aufgrund seiner Hässlichkeit zuwider.

Sicher könnt Ihr Euch vorstellen, wie dieser junge Mensch unter der Ablehnung des weiblichen Geschlechtes gelitten hat, warum er nichts unversucht ließ, diesem zu gefallen.

Er traf auf Hamchen, die sich zwar seinen Beteuerungen verschloss, aufgrund ihrer Armut jedoch nicht seinen Geschenken. Um ihr diese Geschenke machen zu können, suchte er aus Dummheit und Bequemlichkeit den scheinbar leichtesten Weg, die Wilddieberei.

Eure fürstliche Hoheit möge einem jungen Manne verzeihen, der seiner Liebsten zuliebe zum Wilddieb wurde. Möget Ihr es seinem jugendlichen Leichtsinn zugutehalten und ihn nicht zu hart beurteilen.

Nachdem der Jäger Robert, den die Eifersucht trieb, da er dasselbe Mädchen begehrte, Christian Wolf als Wilddieb überführt hatte, verlor dieser durch die strenge Gerechtigkeit das wenige Vermögen, das er noch besaß. Am meisten traf ihn aber der Verlust der Geliebten, und die Eifersucht nagte an ihm.

Drückende Not, Eifersucht und verletzter Stolz ließen ihn zum zweiten Mal zum Wilddieb werden.

Eure fürstliche Gnaden mögen bedenken, dass sich schon edlere Herren wegen einer Geliebten ins Unrecht setzten. Edlen Herren wird doch auch Verständnis zuteil, und so bitte ich um Verständnis für Christian Wolf, der Nachsicht bei Euch finden möge.

Doch vernehmt, wie die Geschichte weitergeht.

Der Jäger Robert entdeckte den Wilddieb zum zweiten Mal, und dieser erfuhr nun die ganze Härte des Gesetzes. Diesmal musste er für ein Jahr in das Gefängnis, denn er hatte keine Mittel mehr, sich freizukaufen.

Nach Verbüßung seiner Strafe kehrt er in seine Heimat zurück, um von nun an ein redliches Leben zu führen. Verzweifelt sucht er eine Stellung, um gegen Tagelohn zu arbeiten, doch niemand will ihn nehmen. Selbst sein letzter Versuch, die Stelle eines Schweinehirten zu bekommen, scheitert, da niemand mehr dem angeblichen Taugenichts Christian Wolf seine redlichen Absichten glauben will.

Enttäuscht und von der Not getrieben, denn seine Wirtschaft gehört den Gläubigern, wildert er zum dritten Mal. Wieder fällt er der Wachsamkeit des Jägers Robert zum Opfer.

Ihre fürstliche Gnaden beachte bitte den unbedingten Willen Wolfs zur Redlichkeit, sowie das Misstrauen und die Ablehnung seiner Mitmenschen, die dem Sonnenwirt keine Chance mehr auf ein redliches, arbeitsames Leben ließen.

Euer Gnaden mögen weiterhin geneigt den Gang der Ereignisse verfolgen.

Durch die folgende dreijährige Festungshaft wurde Christian Wolf ein anderer. Das enge Zusammensein mit Mördern und Schwerverbrechern färbte mit der Zeit auf ihn ab, sodass er einer von ihnen wurde. Aus dem verirrten Schaf wurde ein reißender Wolf.

Nach seiner Entlassung wollte in seiner Heimatstadt niemand mehr etwas mit ihm zu tun haben, und so ging Christian Wolf wieder wildern. Diesmal aber auch aus Hass auf die Obrigkeit, die ihn in diese Lage gebracht hatte.

Groß war sein Hass auch auf den Jäger Robert, den er bei passender Gelegenheit erschoss.

Bei seiner anschließenden Flucht lernte er den Anführer einer Räuberbande kennen und wurde nach einiger Zeit selbst der Anführer der Bande, da er dort zum ersten Mal freudig aufgenommen und sogar geachtet wurde.

Sein Räuberdasein ekelt ihn bald und er erkennt, wie tief er gefallen ist. Von da an beseelt ihn der Wunsch, wieder rechtschaffen zu werden.

Euer durchlauchtigster Fürst erinnere sich höflichst an die an Eure Hoheit gerichteten Bittschriften des Christian Wolf, die seinen Wiedergutmachungswillen aufs Kräftigste bezeugen.

Auch sein freiwilliges Geständnis bei dem Oberamtmann zeugt von dem ehrlichen Willen, seinem Fürsten und seinem Land aufrichtig zu dienen.

So richte ich an Eure fürstliche Hoheit noch einmal die untertänigste Bitte, Gnade walten zu lassen im Falle des Christian Wolf.

Mit den hochachtungsvollsten und untertänigsten Grüßen verbleibt Euer

Adrian von Zantar

Copyright Text und Eingangsbild unter Titel © by Ariana Lazar 2012

Bildrechte: “Sagen” (Zeichnung-Sagen.jpg) © 2013 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Kaufempfehlung der Autorin:


Schiller, Friedrich
Schillers Dramen

Verlag :      Athene Media Verlag
ISBN :      978-3-86992-013-9
Einband :      Paperback
Preisinfo :      36,98 Eur[D]
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Produktform :      B: Buch
Erscheinungsdatum :      01.2012

Weltliteratur erleben – spannend, emotional und vielschichtig
Johann Christoph Friedrich von Schiller gilt als einer der bedeutendsten deutschen Dramatiker. Lassen Sie sich mitreißen von den großen Dramen Schillers, die Geschichte geschrieben haben:

- Die Räuber
- Kabale und Liebe
- Die Verschwörung des Fiesco zu Genua
- Don Carlos, Infant von Spanien
- Maria Stuart

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln unter Storys unserer Community-Autoren, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens einen Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

Abgelegt unter Allgemein, Autorenwerkstatt, Bücher, Diskussionen, Storys | 17 Kommentare »

ROSWITHAS GESCHENK – Eine Kurzgeschichte von Ariana Lazar

Erstellt von Ariana Lazar am 26. Oktober 2011

ROSWITHAS GESCHENK

eine Kurzgeschichte

von

Ariana Lazar

Seit einer geschlagenen halben Stunde sitze ich im „Café de Paris“ und warte auf meine alte Freundin Roswitha. Sie ist einfach nie pünktlich, war es in den fast dreißig Jahren, die wir uns inzwischen kennen, auch nie und das einzig verwunderliche an der Sache ist, dass ich noch immer auf ihr pünktliches Erscheinen hoffe. So bin ich eben, eine hoffnungslose Optimistin, zumindest was Roswitha betrifft.

Wenigstens sagt mir die Umgebung zu, in der ich die Wartezeit verbringe. Das „Café de Paris“ ist eines der wenigen Cafés in dem man noch von menschlichem Personal bedient wird. Eine echte Rarität, denn die meisten anderen Gaststätten verfügen, abgesehen vom Inhaber, zum größten Teil nur noch aus Robo-Servicekräften. Auch wenn diese mittlerweile über angenehm modulierte Stimmen verfügen, mir sind echte Menschen wesentlich lieber.  Da bin und bleibe ich der typische „Dino“, jemand, der sich nicht jeder Neuerung unterwirft und auf seine Menschlichkeit beharrt.

Natürlich entspricht auch meine äußere Erscheinung meinem Selbstbild. Mein Körper ist noch das Original Geburtsmodell. Kein Schönheitschirurg durfte sein Skalpell auch nur in meine Nähe bringen und auch Neurochirurgen hofften bisher vergeblich darauf, dass ich mir einen dieser heute üblichen Chips in mein Gehirn einpflanzen lasse. Die Langzeitfolgen eines derartigen Eingriffs sind immer noch nicht ausgiebig erforscht und ich behalte nun mal ganz gerne selber die Kontrolle über meine Gehirntätigkeit.

Ein Herumfahren der Köpfe an den anderen Tischen lässt mich in Richtung Tür blicken. Da ist sie ja! Roswitha wie sie leibt und lebt. Ein „Neuro“ durch und durch! Ein typisches Produkt der heutigen Zeit, durchgestylt bis zur letzten Zelle. Glatt und makellos trotz ihrer 63 Jahre, absolut „in“ was Kleidung, Stil und Auftreten angeht.

Ihr maskenhaft starres Gesicht versucht ein Lächeln, durch die vielen OPs wird jedoch nur eine Grimasse daraus. Das letzte Lifting war eindeutig zu viel.

Wir umarmen uns herzlich und bevor Roswitha, die darauf beharrt, dass man sie Rose nennt, den Stuhl unter ihr zurechtgerückt hat, legt sie auch schon los. Das hat sich in all den Jahren nicht geändert. Sie ist einer der wenigen Menschen, die es schafft, sogar mich in Grund und Boden zu quatschen. Und das will etwas heißen!

Nach fünf Minuten bin ich über die neuesten Trends der Neuro-Szene informiert, bekomme einen Überblick über die innovativsten Chirurgiepraktiken inklusive ihrer derzeitigen Anwendungsmöglichkeiten und erfahre, dass Roswitha in eine dieser hypermodernen Neubauten eingezogen ist, bei denen es so gut wie nichts gibt, was nicht automatisiert ist.

Das meiste davon ist mir gleichgültig und plätschert deshalb an mir vorbei, wie ein warmer Sommerregen. Als Roswitha, ich bin die Einzige, die sie so nennen darf, jedoch diesen bestimmten schmachtenden Blick bekommt, schrillen bei mir sämtliche Alarmglocken und sie bekommt sofort meine volle Aufmerksamkeit. Wenn Roswitha diesen Blick bekommt, dann ist was im Busch.

„Ach übrigens, ich habe mir jetzt doch so einen Haushaltsroboter gekauft. Das neueste  Modell der Corona-Klasse. Du kannst sagen, was Du willst, aber dieses Mal ist es kein Fehlkauf!“

„Wozu brauchst Du noch einen Haushaltsroboter, wenn Deine Wohnung voll automatisiert funktioniert?“

Mein Gesicht bildet ein einziges Fragezeichen in dem sich Erstaunen und Unverständnis ein Stelldichein geben.

„Guck nicht so vorwurfsvoll! Du weißt doch, dass ich immer das Neueste haben muss! Im Übrigen kannst Du Dich ab sofort selbst von der Nützlichkeit des Coronas überzeugen, ich habe Dir einen zu Deinem Geburtstag gekauft! Natürlich die Spezial-Ausführung“

Mit diesen Worten tippt sie kurz auf Ihr Neuroband an der linken Hand und Augenblicke später tritt ein Roboter, dem man ein geradezu unverschämt gutes Aussehen verpasst hat, an unseren Tisch. Nur an dem auffällig silbernen Mittelstreifen in seinen Haaren ist das Modell als Roboter zu erkennen. Dann singt der auch noch „Happy birthday“.

Bevor ich noch Luft holen und meiner Empörung freien Lauf lassen kann, hält Roswitha meine Hand fest und bettelt:
„Bitte Süße, probier ihn wenigstens ein paar Wochen aus! Ich weiß, Du kannst Roboter nicht leiden, aber ich verspreche Dir, dieser wird Dir gefallen! Er wird Dir jeden, wirklich jeden Wunsch von den Augen ablesen, das verspreche ich Dir! Wenn Du ihn bei unserem nächsten Treffen immer noch nicht leiden kannst, nehme ich ihn zurück. Ehrenwort!“

Mein Mund klappt wieder zu. Was soll ich machen? Immerhin ist sie meine beste und älteste Freundin, ich hab sie gern, und wenn ich ihr den Blechkerl in ein paar Wochen wieder mitbringe, habe ich wenigstens hinterher meine Ruhe vor ihren ausgefallenen Ideen.

Wir sitzen noch lange zusammen, bevor ich mein Geburtstagsgeschenk mit nach Hause nehme.

-

Meine Kinder staunen nicht schlecht, als sie bei ihrem nächsten Besuch den Robo entdecken. Natürlich finden sie es toll, dass ich jetzt das neueste Modell zu Hause habe, ganz im Gegensatz zu mir. Sie finden, dass ich mit meiner Ablehnung übertreibe. Kinder eben!

Mir ist es am liebsten, wenn ich das Blechdings außer meiner Sichtweite weiß und das am allerliebsten im Off-Modus. Habe ich schon erwähnt, dass ich Roboter nicht ausstehen kann? Von dieser „Spezial-Ausführung“ habe ich auch noch nichts bemerkt.

-

Roswitha hat bei unserem heutigen Treffen nur vielsagend gegrinst, als ich ohne den Blechmann gekommen bin. Ein Süffisantes: „Na, hatte ich Dir zuviel versprochen?“ kann sie sich verständlicherweise jedoch nicht verkneifen.

Immerhin hat sich ihr letztes Geschenk dann doch noch als absolut genial erwiesen. Oh ja! Mein leicht verlegener Blick sagt wohl alles.

Es ist schon erstaunlich, wie sich manches ändert. Coro, so nenne ich den Robo inzwischen, hat sich als überraschend vielseitig erwiesen. Rowithas Versprechen, dass er mir „jeden Wunsch von den Augen abliest“ hat sich bewahrheitet.

Nachdem ich den Haushaltsroboter anfangs nur als störend empfand, änderte sich das, als ich eines Nachts feststellte, worin die „Spezial-Ausführung“ des Corona-Modells besteht.

Die Spezial-Klasse unterscheidet sich nämlich in einem Punkt grundlegend von den Normal-Modellen: Sie sind anatomisch korrekt! Ein Modell, das jeden, absolut jeden Wunsch einer Frau erfüllt!

Copyright © by Ariana Lazar 2011

Bildrechte: Coverillustration “roboter-cover1.jpg” (Originaltitel: robotwalk.jpg) © 2011 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Bildbearbeitung: Bearbeitete Coverillustration “robotwalk01blaustark.jpg” (Originaltitel: robotwalk.jpg) © 2011 by Detlef Hedderich. Nutzung nur mit Genehmigung des Künstlers Lothar Bauer unter Verwendung des Originals.

Kaufempfehlung der Autorin:

Geschenke erhalten die Freundschaft
Gabentausch und Netzwerkpflege im europäischen Mittelalter. Akten des Internationalen Kolloquiums Münster, 19. -20. November 2009

Herausgegeben von Grünbart, Michael
Verlag :      LIT
ISBN :      978-3-643-10897-5
Einband :      Paperback
Preisinfo :      29,90 Eur[D] / 30,80 Eur[A] / 47,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 06.05.2011
Seiten/Umfang :      304 S. – 23,5 x 16,2 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 08.06.2011
Aus der Reihe :      Byzantinistische Studien und Texte 1

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

Durch den Austausch von Gaben und Gefälligkeiten fand man auch in mittelalterlichen Gesellschaften eine gemeinsame Ebene der Verständigung. Forscherinnen und Forscher aus mehreren mediävistischen Disziplinen beleuchteten im Rahmen eines internationalen Kolloquiums des Medieval Friendship Network Aspekte des hoch- und spätmittelalterlichen Schenkens in privaten und öffentlichen Beziehungen.

Michael Grünbart hat seit 2008 den Lehrstuhl für Byzantinistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität inne. Seine Forschungsschwerpunkte betreffen die byzantinische Aristokratie, mittelgriechische Briefliteratur sowie die materielle Kultur von Byzanz.

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln unter Storys unserer Community-Autoren, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens einen Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

Abgelegt unter Allgemein, Autorenwerkstatt, Bücher, Diskussionen, News, Science Fiction, Storys | 29 Kommentare »

DER ROBOSAUGER – Ein Science-Fiction-Gedicht von Ariana Lazar

Erstellt von Ariana Lazar am 23. Oktober 2011

Der Robosauger

Ein Science-Fiction-Gedicht
von
Ariana Lazar

Oh weh, man hat die Enterprise stibitzt,
denn was da durch die Bude flitzt,
den Boden macht ganz Krümelrein,
ist Enterprise geschrumpft und klein.

Und auch der gute Kaptain Kirk,
vermutet stark, dass er verkehrt,
will lieber in den Weltenraum,
statt zu saugen unterm Gummibaum.

Klingonen denkt er, wär’n mir Recht,
doch da kennt er die Mieze schlecht,
der ist das Dingsbums sehr suspekt
verblüfft hopst sie ein Stück weit weg.

Das runde Ding ist keine Maus
und saust doch durch das ganze Haus.
Drum wird es böse angestiert
und danach heftig attackiert.

Der Kaptain auf den Bildschirm schaut,
da draussen ist es wirklich laut.
Statt schwarz sieht er nur grau in grau
und dieses Grau macht laut Miau.

Das wundert den Vulkanier sehr!
Wo kommt im All ne Katze her?
Darum zieht er still die Stirne kraus,
derweil das Raumschiff saust durchs Haus.

Die ganze Crew ist voll entsetzt,
sieht wie die Katz die Krallen wetzt.
Ein Jeder sieht sich schon im Grab,
da wendet sich die Katze ab.

Zeigt dieser blöden kalten Maus
nur noch den Po und geht hinaus.
Seufzend sinkt Kirk im Sitz zurück,
da hatten sie mal wieder Glück.

Wieso glaubst Du, das sei gelogen?
Die Enterprise ist fortgeflogen?
Dann muss es wohl was andres sein,
das flitzt durchs Haus und macht schön rein. :-)

Copyright © by Ariana Lazar 2011

Bildrechte: Coverillustration “roboter-cover1.jpg” (Originaltitel: robotwalk.jpg) © 2011 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Bildbearbeitung: Bearbeitete Coverillustration “robotwalk01gelbstark.jpg” (Originaltitel: robotwalk.jpg) © 2011 by Detlef Hedderich. Nutzung nur mit Genehmigung des Künstlers Lothar Bauer unter Verwendung des Originals.


Kaufempfehlung der Autorin:

Meyer, Sibylle
Mein Freund der Roboter

Servicerobotik für ältere Menschen – eine Antwort auf den demografischen Wandel? Studie – 4/2011

Herausgegeben von VDE Verband d. Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. / VDI – Verein Deutscher Ingenieure e.V. BMBF/VDE Innovationspartnerschaft AAL / DKE Deutsche Elektrotechnische Kommission im DIN u. VDE
Verlag :      VDE VERLAG
Website: http://www.vde-verlag.de
ISBN :      978-3-8007-3342-2
Einband :      gebunden
Preisinfo :      29,00 Eur[D] / 29,90 Eur[A]
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 15.09.2011
Seiten/Umfang :      VI, 148 S. – 24,0 x 17,0 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      10.10.2011

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

Die Servicerobotik stellt für Industrie und Gesellschaft in doppelter Hinsicht eine Zukunftsstrategie dar: sie verspricht attraktive ökonomische Wachstumsraten, neue Arbeitsplätze und gleichzeitig Antworten auf die Herausforderungen des demographischen Wandels.

Serviceroboter könnten die Lücke schließen zwischen einer kontinuierlich alternden Bevölkerung, der zunehmenden Zahl von hochaltrigen und unterstützungsbedürftigen Menschen, der rückläufigen Erwerbsbevölkerung und dem Mangel an Pflegekräften. Serviceroboter könnten – so die Vision – gemeinsam mit den älteren Menschen den Alltag bewältigen und sie unterstützen, länger unabhängig von menschlicher Betreuung zu leben.

Doch gibt es überhaupt attraktive Anwendungen für die Servicerobotik für ältere Menschen? Und wie müssten Roboterassistenten gestaltet sein, dass ältere Menschen diese Maschinen Zugang zu ihrer Privatsphäre einräumen?

Diese Studie untersucht die Frage, welche Voraussetzungen für die Akzeptanz der Robitik für Ältere erfüllt sein müssen. Sie enthält ausführliche bild- und videogestützte Präsentation von 18 unterschiedlichen Roboteranwendungen, die zunächst mit den Probanden ausführlich diskutiert wurden.

Dieses Vorgehen ermöglicht differenzierte Ergebnisse zur Akzeptanz sowie Schlussfolgerungen im Hinblick auf die weitere Entwicklung der Servicerobotik für Ältere.

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln unter Storys (oder Lyrik) unserer Community-Autoren, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens einen Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

Abgelegt unter Allgemein, Autorenwerkstatt, Diskussionen, Lyrik, News, Science Fiction | 16 Kommentare »

DIE KORREKTUR DER DISHARMONIE – Eine Science-Fiction-Kurzgeschichte von Ariana Lazar

Erstellt von Ariana Lazar am 31. Juli 2011

DIE KORREKTUR DER DISHARMONIE

Eine Science-Fiction-Kurzgeschichte
von
Ariana Lazar

Pokri Kanikro warf einen prüfenden Blick in die Runde. Keinerlei Disharmonie war spürbar. Überall an den Tischen des großen freundlich dunklen Raums saßen die Schüler ruhig vor ihren Galaktoplanoren und arbeiteten konzentriert an ihren Experimenten, die der Prüfungsvorbereitung dienten.

Sie alle würden die Prüfung, die in Kürze auf sie zukam, bestehen, da war sich das Kroxal sicher, schließlich bildeten diese Prüflinge die Elite der Lehranstalt. Ausgewählt aus Tausenden von Bewerbern, vereinte sich hier die Essenz des unerbittlichen Auswahlverfahrens.

Die Ausbildung zum Galaktoplanorator bedeutete gramorphenlangen Verzicht auf Vergnügungen, harte Arbeit und ein Wissenspotential, das weit über das anderer Talente hinausging.

Als Junal, am Anfang seiner Laufbahn, waren die Jungen sein Aufgabengebiet gewesen. Da es im Junal, der ersten Zeit des Alters, in dem es keine Disharmonien mehr gab, jeder Junal sich aber ausgezeichnet an diese unangenehmen Zustände erinnerte, war es ihnen als Pflicht auferlegt, sich um die Jungen zu kümmern.

Etwas Schwierigeres gab es nicht. Bei jeder kleinsten Disharmonie bestand die Gefahr, dass ein Junges zu pulsieren anfing, was, wenn man diese nicht schnell genug beseitigte, innerhalb weniger Grkse zur völligen Existenzvernichtung führte. Gerade die außergewöhnlich begabten tendierten vermehrt zu Disharmonie und Pulsation und nur wenigen von Ihnen gelang die Transformation zu den Mitteljungen. Eine Aufgabe, die viel Energie verschlang, die eigene Existenz in Gefahr brachte und deshalb auch nur in dieser bestimmten Zeit geleistet werden konnte.

Nachdem es die ersten Zeitalter in voller Harmonie mit den Jungen verbracht hatte, war es als Kroxal, so lautete seine jetzige Transformationsstufe, zu den Mitteljungen gewechselt, um diese auszubilden. Bei den nur noch vereinzelt auftretenden Disharmonien verfielen die Mitteljungen nicht mehr in unkontrollierte Pulsationen, was die Arbeit des Kroxal sehr erleichterte.

Dies war natürlich nur die Grundausbildung, die ein Mitteljunges dazu befähigte selbstständig an und mit einem Galaktoplanor zu arbeiten. Erst als Kroxal wären sie, wie Pokri Kanikro, in der Lage, sich genügend auszudehnen, um eine große Anzahl eigener Galaktoplanore problemlos gleichzeitig zu überwachen.

Mitten in Pokris Betrachtung mehrerer Galaktoplanoren erreichte eine Disharmonie erschreckender Größe sein auf Mkratos Pnikmijus gerichtetes  Außen-Teil. Da Mkratos normalerweise über ein sehr ausgeglichenes und harmonisches Wesen verfügte und zudem eines der begabtesten Mitteljungen war, handelte Pokri ohne Zeitverzögerung. Augenblicklich veränderte es seine äußere Gestalt so, dass ein Teil seines Körpers in unmittelbaren Kontakt mit dem Mitteljungen treten konnte, ohne einen der anderen Schüler in seiner Harmonie stören zu müssen.

Beruhigend wirkte es sanft und behutsam auf das Mitteljunge ein, dabei vorsichtig bemüht, den Grund der Disharmonie schnellstmöglich zu ergründen und zu eliminieren.

Ein Blick auf den Galaktoplanor genügte. Bei dem derzeit laufenden Experiment verhielten sich einige der Komponenten unangemessen disharmonisch. Eine der maßgeblichen Komponenten schien außer Kontrolle geraten zu sein und verhielt sich äußerst zerstörerisch anderen Komponenten gegenüber. Das an sich wäre nicht so tragisch, da das in diesem Stadium der Experimente oft der Fall war und die Schüler lernen mussten, mit den Disharmonien niederer Existenzen umzugehen. Nur wer Disharmonie ertrug, war schließlich in der Lage, sie in Harmonie zu verwandeln, aber diese Komponente schoss weit über das erträgliche Ziel heraus.

Sie wütete gegen jede andere Komponente des Experimentes, hatte schon eine beträchtliche Anzahl restlos eliminiert und schien nicht abzuhalten zu sein, weitere Komponenten zu vernichten. Was Mkratos jedoch an den Rand eines disharmonischen Schocks gebracht hatte, war die Tatsache, das jene schreckliche Komponente, „Mensch“ tituliert, keinerlei Rücksicht auf die eigenen Existenz-Einheiten zu kennen schien, sondern auch diese ohne Zögern vernichtete.

Pokri überlegte nicht, hier musste es sofort eingreifen. Eine kleine Korrektur unter Mithilfe der entsprechenden Schaltfläche seines Galaktoplanors genügte und die Komponente „Mensch“ existierte nicht mehr. Nach dem Verschwinden der disharmonischen Existenz verebbte auch die Disharmonie bei Mkratos Pnikmiju. Die Harmonie kehrte zurück und Pokri vermittelte dem Mitteljungen, wie es solche Auswüchse in Zukunft frühzeitig entdecken und vermeiden könne. Noch ein paar Ratschläge gebend, was eine Verbesserung der übrig gebliebenen disharmonisch agierenden Komponenten zur Folge haben würde, und der Kroxal zog sich wieder zusammen.

Als Galaktoplanorator übernahm man eine ungeheure Verantwortung, dementsprechend vielfältig waren die Fallen, die von den Prüfern in die einzelnen Experimental-Programme eingebaut worden waren.

Die Komponente „Mensch“ hatte sich dabei als besonders prüfungswirksam herausgestellt. Zum Einen verfügte sie über einen nicht zu unterschätzenden emotionalen Faktor, der die Schüler veranlasste, sie nicht von Anfang an zu eliminieren und zum Anderen hatte man ihr genügend disharmonisches Potential beigefügt, um die  Harmoniestabilität der Schüler zu prüfen. Ein Nichtbestehen konnte gleichbedeutend mit dem Existenzende sein.

Das erste seiner Prüflinge hatte den Test der Harmoniestabilität bestanden! Sollte es auch die zahlreichen noch ausstehenden Prüfungen bestehen, hatte es eine reelle Chance, einmal Kroxal zu werden.

Pokri Kanikro warf einen prüfenden Blick in die Runde. Keinerlei Disharmonie war spürbar.

- Ende -

Copyright © by Ariana Lazar 2011

Kaufempfehlung der Redaktion:

Grant, Sara
Neva

Roman

Übersetzt von Winter, Kerstin
Verlag :      Droemer Knaur
ISBN :      978-3-426-28348-6
Einband :      gebunden
Preisinfo :      16,99 Eur[D] / 17,50 Eur[A]
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 05.05.2011
Seiten/Umfang :      352 S. – 20,5 x 12,5 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      14.03.2011

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

Die 16-jährige Neva hat es satt, keine Antworten auf Fragen zu bekommen, die sie nicht einmal laut stellen darf: Warum wird ihr Heimatland von einer undurchdringbaren Energiekuppel von der Außenwelt abgeschottet? Warum verschwinden immer wieder Menschen spurlos? Und was ist mit ihrer Großmutter geschehen, die eines Tages nicht mehr nach Hause kam? Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Sanna beschließt Neva, Antworten zu verlangen und nicht mehr brav alle Gesetze und Regeln zu befolgen. Doch dabei verliebt sie sich nicht nur in den einen Jungen, der für sie tabu sein muss – sondern gerät auch in tödliche Gefahr …

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln unter Storys unserer Community-Autoren, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens einen Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

Abgelegt unter Allgemein, Autorenwerkstatt, Bücher, News, Science Fiction, Storys | 44 Kommentare »

DIE GESCHICHTE EINER SUCHE – Eine Kurzgeschichte von Ariana Lazar

Erstellt von Ariana Lazar am 27. Juli 2011

DIE GESCHICHTE EINER SUCHE


Eine Kurzgeschichte

von

Ariana Lazar


Sie konnte sich schon selber kaum daran erinnern, wann sie die Suche begonnen hatte, aber es musste zu der Zeit gewesen sein, als noch massive Eismassen das Land bedeckten während Mammuts, Riesenhirsche, Wollnashörner und Rentiere das Gesicht der Erde prägten.

Anfangs hatte ihr die Suche noch Spaß gemacht, es war ja alles neu für sie und es gab nur wenige Ihrer Art, auch wenn es viel mühsamer war, die wenigen Menschen aufzuspüren, als sie geglaubt hatte.

Die Zeit verging, es wurde einfacher Menschen zu finden, aber wohin sie sich auch wandte, wie sehr sie auch suchte, ihr war kein Erfolg beschieden. Alle schüttelten nur unwillig die Köpfe, drehten ihr den Rücken zu oder verscheuchten sie gar mit wild herumfuchtelnden Händen. Sie war eben zu klein, zu unbedeutend.

Unverdrossen suchte sie weiter, Tag um Tag, Jahreszeit um Jahreszeit. Wie viele Sommer und Winter inzwischen vergangen waren, vermochte sie nicht zu sagen, aber es mussten eine Unmenge sein, denn das Gesicht der Erde hatte sich drastisch gewandelt.

An Stelle der Mammuts, Riesenhirsche und Wollnashörner waren Blechkisten getreten, die die Luft verpesteten und in deren Innern Massen von Menschen durch das einst grüne Land reisten. Unzählige Menschen, so viele, wie niemals zuvor und doch war ihre Suche noch immer vergeblich, denn die Ablehnung, die ihr entgegen schlug, blieb immer gleich.

Mutlos saß sie dort oben auf ihrem Aussichtsplatz, hoch über den Dächern der steinernen Stadt, das Geläut der Glocken nicht achtend. Wieder einmal versuchte sie ihre andauernde Erfolgslosigkeit zu ergründen.

Was war es nur, dass sie anscheinend so grundlegend von den anderen ihrer Art unterschied? Denn auch ihresgleichen existierte in dieser neuen Welt in unfassbarer Menge. Oh, so viele von ihnen wurden geliebt und gehegt, gehätschelt und getätschelt. Es gab sie in allen Formen, kurz und lang, ausufernd und prägnant, gebunden und frei, gute und schlechte.

Nur sie, sie fand niemanden. Dabei war sie eher kurz und sie würde auch ganz bestimmt nicht viel Platz wegnehmen. Sie konnte sich prima kleinmachen. Ein winzig kleines Eckchen zum wohnen, mehr wollte sie doch gar nicht.

Ein tiefer Seufzer entrang sich ihr, dann erhob sie sich und wehte davon. Ein neuer Tag begann und mit ihm wie immer die winzige Hoffnung fündig zu werden.

Der erste Mensch, den sie an diesem Tag besuchte, lag noch in tiefem Schlaf, doch gerade, als sie es sich bei ihm gemütlich machen wollte, gab es dieses grässlich schrille und nicht enden wollende Geräusch. Der Mensch fuhr erschrocken hoch und ihr war sofort klar, dass sie HIER gleich wieder gehen konnte.

Würde sie eben bei dem Elektroladen um die Ecke reingucken, da war um diese Tageszeit nicht viel los. Bei dem Eigentümer brauchte sie es gar nicht erst zu versuchen, der hatte schon lange keine Träume mehr, aber vielleicht bei Gerd, von dem man sagte, er sei ein Tagträumer. Gerd war Azubi und in ein paar Tagen war die nächste Klausur fällig. Er zermarterte sich das Hirn bei dem Versuch, es mit den Physikfragen zu füttern und Yahminah drehte enttäuscht um.

Einige Zeit irrte sie ziellos durch die Straßen, bis ihr die Frau in dem Café gegenüber auffiel. Neugierig näherte sie sich. Claudia, die Kellnerin, starrte blicklos vor sich hin, es war einfach nichts los in dem Laden! Nachdem Yahminah die Lage gepeilt und erleichtert festgestellt hatte, dass diese Claudia gar nicht dachte, wagte sie es. Ein mutiger Hüpfer und … Bruchlandung! Mit sooo wenig Gehirntätigkeit hatte selbst Yahminah nicht gerechnet und ihr waren einige seltsame Menschen seit der Eiszeit begegnet! Wie sollte sie denn bitte ein Plätzchen für sich finden, wenn nur Vakuum vorhanden war??

Voller Empörung rieb sie sich ihre schmerzenden Teile, schenkte der Bedienung einen unbemerkt bleibenden vernichtenden Blick und stapfte hinaus.

Das war wieder einmal einer dieser Tage, der sie an sich und den Menschen zweifeln ließ.

Meine Güte, immer erwischte sie entweder die Falschen, den verkehrten Augenblick oder jemand ihrer Art war gerade da und verjagte sie!

Trotzdem kam Aufgabe schlicht nicht in Frage, sie hatte ja schließlich ihren Ehrgeiz und wenn Millionen ihrer Art, die viel mehr Platz beanspruchten, als sie selber, einen Platz gefunden hatten, dann würde sie das auch!

Als die Nacht hereinbrach, hatte sie wohl weit über hundert Mal ihr Glück versucht. Vergebens. Gelang es ihr kurzzeitig, sich bei jemandem niederzulassen, schien dieser Mensch nicht so recht zu wissen, was er denn mit ihr anfangen soll und vertrieb sie. Die Art der Vertreibung reichte von leichtem, etwas unwilligen Kopfschütteln, über ein paar kräftige Flüche bis zu aktiver Ignoranz. Einer schlug sogar heftig mit der Faust auf den Tisch, als er sie in der dunklen Ecke bemerkte und warf sie wutschnaubend hinaus.

Nach diesem Vorfall ging sie ein wenig behutsamer vor. Einige Male begegnete sie auch anderen ihrer Art, aber diese waren nur damit beschäftigt, ihre eigenen Plätze zu verteidigen und Höflichkeit hielt in dem Zusammenhang jeder für Zeitverschwendung, so dass sie dort von selbst schnell verschwand.

Die Nacht war schon weit fortgeschritten, die meisten Fenster dunkel und Yahminah war so müde, dass sie, ohne es wirklich zu bemerken, durch eines der wenigen, schwach erleuchteten Fenster in das im Halbdunkel dahinter liegende Zimmer taumelte.

Schon halb schlafend, ließ sie sich auf dem warmen, leuchtenden Monitor nieder und atmete tief durch. Was machte diese Frau da eigentlich? Warum lächelte sie so?

Zu spät bemerkte sie, dass sie nicht die Einzige ihrer Art in diesem Raum war. Überall um sie herum war ein Wispern und Raunen, das Zimmer war voll davon. Unzählige Wesen beobachteten jede ihrer Regungen, so dass sie ein unbehagliches Gefühl überkam. Vergangene Begegnungen dieser Art waren bisher immer negativ für sie ausgegangen.

Noch nie war Yahminah so vielen ihrer Art auf einmal begegnet und da nichts bedrohliches geschah, sah sie sich verstohlen um.

Es gab so viele Verschiedene! Da hockten Dicke neben Dünnen, Kurze schwatzten mit Langen, Gereimte diskutierten mit Ungereimten, Fröhliche plauderten mit Traurigen und Ernste philosophierten mit Komödianten. Es gab sowohl Fertige, als Unfertige und sie entdeckte sogar ein paar mehr oder weniger brummige Angedachte, die einen winzigen Winzling aus seinem Versteck locken wollten.

Eine neue Welt zeigte sich ihr im warmen Licht der Schreibtischlampe und ehe sie es richtig bemerkte, war sie auch schon mittendrin. Sprach mit Jenen, plauderte mit Diesen und vergaß eine Weile, dass sie müde und erschöpft war.

Stunden vergingen, bevor Yahminahs Blick wieder auf die Frau und damit auf den Monitor fiel. Dort stand in großen Buchstaben geschrieben:

Willkommen daheim, Yahminah!

Ihre Suche war beendet! Sie hatte ihn endlich gefunden! Den Menschen, der ihre Geschichte niederschrieb, denn Yahminah war eine Geschichte. Eine Geschichte auf der Suche nach einem Erzähler. Sie war am Ziel!

– Ende –

Copyright 2011 © by Ariana Laza

Bildrechte: Coverillustration “Märchen.jpg” (Originaltitel: nixe01.jpg) © 2011 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Bildbearbeitung: Bearbeitete Coverillustration “Märchen-72-minus81-100.jpg” (Originaltitel: nixe01.jpg) © 2011 by Detlef Hedderich. Nutzung nur mit Genehmigung des Künstlers Lothar Bauer unter Verwendung des Originals.

__

Kaufempfehlung der Autorin:

Otfried Preußler
Ich bin ein Geschichtenerzähler

Illustriert von Kimmerle, Michael / Koenig, Francis. Herausgegeben von Preußler-Bitsch, Susanne / Stigloher, Regine
Verlag :      Thienemann
Website: http://cms.thienemann.de/
ISBN :      978-3-522-20095-0
Einband :      gebunden
Preisinfo :      19,90 Eur[D] / 20,50 Eur[A] / 30,50 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 21.09.2010
Seiten/Umfang :      272 S., mit Schwarzweißfotos – 20,5 x 14,4 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      18.01.2010

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

Eine Begegnung mit dem großen Geschichtenerzähler!

„Die kleine Hexe“, „Der Räuber Hotzenplotz“ und „Krabat“ – die Bücher des Geschichtenerzählers Otfried Preußler sind in den Kinderzimmern auf der ganzen Welt zu Hause. Hier erzählt Preußler nun für seine erwachsenen Leser: von seiner Kindheit in Böhmen, von seiner Großmutter Dora, von seinen literarischen Vorbildern, vom Glück, Krieg und Gefangenschaft überlebt zu haben, von seinem Werdegang als Schriftsteller, von der Entstehung seiner wichtigsten Werke, von der besonderen Verantwortung, für Kinder zu schreiben – und zum Schluss macht er sich Gedanken über das Älterwerden und das Alter.

Dieses Buch ist keine Biografie und enthält doch viel Autobiografisches, denn die Figuren in Preußlers Büchern sind eng mit der Person verbunden, die sie geschrieben hat. In 38 Texten aus den Jahren 1972 bis 2009, die seine Töchter Susanne Preußler-Bitsch und Regine Stigloher zusammengestellt haben, gewährt Preußler Einblick in sein Leben und seine Werke, seine persönlichen Überzeugungen und seine Weltanschauung.

„Ich werde mitunter gefragt: Halten Sie es für richtig, Herr Preußler, den Kindern unserer Zeit, die ins dritte Jahrtausend hineinwachsen, noch Geschichten von Hexen und Wassermännern, von Zauberern, Feen und kleinen Gespenstern zu erzählen? Darauf kann ich nur antworten, dass ich das nicht nur für richtig, sondern für wichtig halte – für lebenswichtig, um es genau zu sagen.“ Otfried Preußler

Otfried Preußler wurde am 20. Oktober 1923 in Reichenberg/Böhmen geboren. Nach dem Krieg und fünf Jahren hinter sowjetischem Stacheldraht kam er nach Oberbayern. Er lebt mit seiner Familie in der Nähe von Rosenheim, war bis 1970 Volksschullehrer und widmet sich seither ausschließlich seiner literarischen Arbeit. Sich selbst mit Vorliebe als Geschichtenerzähler bezeichnend, gilt er heute als einer der namhaftesten und erfolgreichsten Autoren Deutschlands. Preußlers Kinder- und Jugendbücher haben inzwischen eine Gesamtauflage von über 40 Millionen Exemplaren erreicht und liegen in rund 260 fremdsprachigen Übersetzungen vor, seine Bühnenstücke zählen zu den meistgespielten Werken des zeitgenössischen Kindertheaters.

Regine Stigloher kam 1953 als eine der drei Töchter von Otfried und Annelies Preußler in Rosenheim zur Welt. Nach dem Abitur und dem Studium sowohl der Erziehungswissenschaften als auch der Germanistik war sie bei verschiedenen Verlagen als Lektorin tätig. Regine Stigloher ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder, sie lebt und arbeitet im Chiemgau.

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln unter Storys unserer Community-Autoren, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens einen Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

Abgelegt unter Allgemein, Autorenwerkstatt, Bücher, Diskussionen, Fantasy, News, Storys | 29 Kommentare »