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DAS TRAUMMÄDCHEN – eine phantastische Kurzgeschichte von Felis Breitendorf

Erstellt von Detlef Hedderich am Samstag 20. März 2010

Das Traummädchen

Eine phantastische Kurzgeschichte

von


Sie sass an dem langen Tisch aus Holz auf der langen Bank ziemlich am Ende. Ich war von Freunden eingeladen worden, die irgendwas zu feiern hatten, was genau es war, weiss ich heute nicht mehr. Ich war ein junger Mann, genaues Alter weiss ich auch nicht mehr. Und wir befanden uns, denke ich, in irgend einem Lokal mit Bewirtung im Freien.

Meine Begleiter, eine Gruppe von 4 bis 5 Leuten, die meisten waren wohl in meinem Alter, begrüssten die Unbekannte, die da am Tisch sass. Auch mir gab sie artig die Hand. Wir setzten uns dazu. Die Fremde sass mir nun praktisch gegenüber. Wir machten Witze, sie lachte.

Sie trank an ihrem riesigen Humpen, ich glaube es war Weizenbier oder sowas. Sie hatte eine ganz merkwürdige Frisur, die aus mehreren Partien bestand: Da waren hochgesteckte Bereiche, offenbar künstliche Haarteile, die an den Seiten und vorne daran angebracht waren. Es waren auch irgendwelche Gegenstände in die Frisur eingearbeitet, ziemlich undefinierbare Dinge in den verschiedensten Farben. Das Ganze wirkte auf mich doch ziemlich exotisch, wenn nicht gar außerirdisch.

Die junge Frau lachte ständig herzhaft, wenn jemand von uns einen Witz machte, fragte dann auch schon mal näher nach um noch weitere Hintergründe zu dem Witz zu erhalten, erzählte aber selbst keinen einzigen Witz.

Als ich mal wieder mein Glas – es war wohl nur Mineralwasser drin – zum Mund führen wollte, ergriff sie plötzlich ihren Humpen und knallte ihn an mein Glas, dass ich im Geiste schon die Scherben durch die Luft fliegen sah. Eigentlich hätte mein Glas zerbersten müssen, das hätte diese Attacke niemals ausgehalten, warum es dennoch nicht zerschellte, würde sich noch klären – dazu später. Jedenfalls prostete sie mir dabei zu und hatte ein Grinsen auf dem Gesicht, weil ich wohl ziemlich erschrocken aus der Wäsche geschaut haben musste.

Nach kurzem Zögern erwiderte ich ihrem Zuprosten und schlug nun meinerseits mit meinem Glas an ihren Humpen. Das wirkte, als wolle sich eine Maus durch Kopfnüsse an einem Elefantenbein beim grösseren Tier bemerkbar machen. Sie grinste nun noch breiter, beugte sich zu mir vor und schlang ihren linken Arm um meinen Kopf, zog mich etwas an sie heran und gab mir einen dicken Kuss auf meinen Mund und sagte anschliessend: “Ich heisse Ina! Und wer bist du?”

Ich war so perplex, dass ich nur stammelte: “ich heisse… äh.” Ich hatte doch tatsächlich für einen kurzen Moment meinen eigenen Namen vergessen.

Sie lachte kurz auf und sagte: “Hallo ÄH!” Schön dich kennenzulernen!”

Als ich Ihr schliesslich meinen Namen sagte und ihre Frisur lobte, das sie mir sehr gut gefallen würde, da mir einfach nichts anderes einfallen wollte in dem Moment, gab sie mir nochmal einen dicken Schmatzer auf die Backe.

Wow, dachte ich, zwei Küsse in solch einem kurzen Abstand hintereinander von einer völlig fremden jungen Frau, dass konnte doch wohl nur ein Traum sein und so kniff ich mir in den Arm, doch das schmerzte wirklich.

Als wir später zusammen das Gartenlokal verliessen, bemerkte ich erstmal was für eine gertenschlanke Frau meine neue Bekanntschaft war, die sich meinen Arm geschnappt und daran eingehängt hatte und irgendwelche Belanglosigkeiten von sich gab, die mich aber überhaupt nicht störten, ganz gegen meinem sonstigen Befinden, wenn jemand wirres Zeug redete oder etwas erzählte ohne wirklich etwas zu sagen zu haben. War schon erschreckend in welch kurzer Zeit die Unbekannte, nein, INA, mich ihr zurechtgebogen hatte, ganz nach ihren Wünschen.

Als wir mit den anderen unserer Gruppe eine viel befahrene Straße überquerten, spürte ich plötzlich, wie sich ihre Hand in meine fand und unsere Finger sich ineinander verschränkten. Wir liefen über die Strasse und dabei fiel mir auf, dass Ina sehr merkwürdige Schuhe trug, die mich an Plüschtiere erinnerten, die den Eindruck erweckten, dass, wenn sie damit etwas schneller lief, als würde sie über den Boden schweben und die Strasse gar nicht wirklich berühren. Sehr merkwürdig, hatte sie nicht in dem Gartenlokal hohe Lederstiefel getragen? Meine Erinnerung musste mich getrügt haben!

Irritiert wendete ich meinen Blick wieder von ihrer Fußbekleidung ab und für einen kurzen Moment fiel mein Blick auf ihre Stirn und für einen winzigen Augenblick hatte ich den Eindruck, dass der Leberfleck auf ihrer Stirn, der sich oberhalb zwischen ihren Augen fast in der Mitte befand, ein drittes Auge war, das mir kurz zugeblinzelt hatte. Vielleicht hatte mir jemand was in mein Mineralwasser getan oder ich hatte irgendwelche Halluzinationen.

Als wir die Diskothek endlich erreicht hatten, hielt Ina inne und stoppte uns beide, drehte sich zu mir uns sagte: “Ich mag deine blauen Augen!”

Sowas, ich war mir ziemlich sicher, dass meine Augen braun waren! Egal, wir betraten zusammen mit unseren Freunden den Tanzschuppen und amüsierten uns aufs Prächtigste. Ob es nun daran gelegen haben musste, dass Ina die Getränke bestellte oder ob es der Canabisgeruch, der in der Dunkelheit der Tanzfläche in der Luft hing, die stroboskopischen Lichtblitze, oder einfach nur die Alkoholmenge, die ich inzwischen intus hatte, weiss ich nicht mehr. Jedenfalls hatte meine neue Bekanntschaft es geschafft, mich innerhalb eines Abends vom strengen Antialkoholiker und Nichtraucher in genau das Gegenteil mutieren zu lassen. Das schlimmste daran war aber, dass ich es genoss.

Als wir später an einer Imbissbude zusammen eine Schale Currywürstchen verdrückten, wurde mir so beiläufig klar, was ich da machte: Ich ass voller Genuss FLEISCH! – und das obwohl ich ein strenger Vegetarier war!! Wie hatte diese Frau das nur geschafft?

Anschliessend setzen sich Ina und ich von der Gruppe unserer Freunde ab und flanierten in der hell erleuchteten Fussgängerzone von Schaufenster zu Schaufenster und zu fast jedem Ausstellungsstück hatte Ina etwas zu sagen, das heisst, eigentlich waren es bedeutungslose Worte, aber ich mochte es, wenn sie nur zu mir sprach und dabei sich in meinen schweren Mantel kuschelte, denn mittlerweile wurde es schon merklich kühler, das lag wohl daran, dass der Morgentau so langsam in unsere Körper kriechen wollte.

Nachdem wir weitergingen erhielt Ina einen Anruf auf ihrem Handy. Ich verstand von dem Gespräch nicht viel, da ich mich von der jungen Frau gelöst hatte und nun in einigen Metern Entfernung in ein Schaufester mit Bohrmaschinen schaute. Ich verstand nur soviel, dass sie offenbar einer Freundin erklärte, sie habe nun einen neuen Freund, womit möglicherweise ich gemeint war.

Als wir schliesslich an einem Friseur ankamen, der tatsächlich schon geöffnet hatte, platzte Ina auf einmal mit einer neuen Idee heraus: “Was hältst du davon, wenn ich mich ein wenig verändere und mir eine neue Frisur machen lasse?”

Ich willigte natürlich ein, was sonst hätte ich auch sagen sollen und so setzte ich mich in den Wartebereich am Eingang des Friseurs auf einen Stuhl und lass wahllos in den herumliegenden Frauenzeitschriften bis plötzlich eine recht kleine etwas füllige Schwarzhaarige vor mir stand und mich anlächelte mit den Worten: “Na, wie findest du es” und sich bei diesen Worten vor mir drehte und mich von allen Seiten ihr neues Antlitz anschauen ließ.

Ich war schockiert! War das wirklich meine Ina mit der irren Frisur, die nun lediglich einen schlichten langweiligen kurzhaarigen Bubikopf vorweisen konnte? Wo war die gertenschlanke junge Frau geblieben, die ich den ganzen Abend im Arm gehalten hatte? Wieso hatte diese junge Frau, die auch noch um 10 Jahre gealtert schien und offenbar auch 20 Zentimeter an Grösse verloren hatte, die Unverfrorenheit sich als meine liebliche Ina auszugeben?

Ich war jedoch so durcheinander, dass ich nur einige unsichere Worte stammelte, in denen ich ihr neues Äusseres lobte. Und so stand ich auf einmal auf der Strasse mit einer dicklichen, kleinen älteren Frau, die mir ihre Zunge in den Mund schob und anschliessend fast schon gackernd lachte und dabei wohl auch nach Luft schnappend unbemerkt einen Asthmasprayer aus der Hand zauberte und sich daraus in den Hals sprühte…

Als ich mich zur Seite drehte bemerkte ich, dass die Sonne aufgegangen war und durch mein Fenster schien und mich offenbar geweckt hatte. Plötzlich rüttelte die mutierte Ina an meiner Jacke und verlangte Aufmerksamkeit: “Was ist los? Wo bist du denn?”

Ich antwortete ihr: “Ich bin aufgewacht und merke nun, dass ich nur geträumt habe…”

Worauf sie erwiderte. “Aber ich bin noch immer hier und du redest doch mit mir!”

Ich schaute aus dem Fenster und blickte in die wogenden Äste des Baumes, der sich vor meinem Fester befand, die sich durch den starken Wind bewegten als wollten sie mir versichern, dass ich tatsächlich wieder daheim war. Und so erwiderte ich der verblassenden Frau, die, wenn ich meinen Blick von meinem Schlafzimmerfenster abwandte, vor meinen Augen immer undeutlicher wurde und kaum noch zu erkennen war: “Natürlich, aber du bist nur eine  Simulationen meiner Sinne und meines Unbewussten…!”

Schliesslich war ihr Abbild verschwunden und ich beeilte mich schnell an den Computer zu kommen um dieses unglaubliche Traumerlebnis nachzuerzählen und in Worte zu fassen…

ERWEITERTES, ALTERNATIVES ENDE:

Als ich fast fertig war mit meiner Geschichte klingelte es plötzlich an der Tür und als ich aufmachte, knickten mir fast die Beine weg, denn vor mir stand Ina und sie lächelte mich an! Sie hatte wieder ihre verrückte Frisur und ein makelloses Äussere. Sie schob mich zur Seite fragte: “Wo ist dein Bad?”

Ich zeigte es ihr und kehrte an meinen Rechner zurück, speicherte die Geschichte ab und fuhr den Rechner runter.

Als sie auch schon völlig nackt in der Tür stand, teilte Sie mir mit: “Ich bin vom Planeten WRRRLLOBBS und wir haben ein Verfahren entwickelt, Wesen, die sich in einem Traum befinden, dort festzuhalten und mit ihnen eine schöne Zeit zu verbringen. Und das über sehr weite Enfernungen hinweg, Entfernungen, für die Raumschiffe, ja sogar Radiowellen und Licht, Jahrtausende brauchen würden. Und natürlich sehen wir nicht so aus, wie du mich jetzt siehst, das ist nur das Abbild für Euch Menschen, wir gleichen eher Euren Tintenfischen in Euren Meeren, denn auch wir sind Kopffüssler!”

Dabei schob Sie mich imer weiter auf mein Bett zu und erklärte mir: “Du träumst noch immer, und du wirst dies auch so lange tun, wie ich das möchte, und jetzt mach´ dich in die Kiste, ich will endlich Spass mit einem Erdling!”

Copyright (C) 2010 by

Zur Fortsetzung von Christa Kuczinski

Bildrechte: Coverillustration “TräumeundVisionen” (20110122082624-7f63d0a3.jpg) © 2011 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Bildbearbeitung: Bearbeitete Coverillustration “TräumeundVisionen-86-minus72-minus16.jpg” (Originaltitel: 20110122082624-7f63d0a3.jpg) © 2011 by Detlef Hedderich. Nutzung nur mit Genehmigung des Künstlers Lothar Bauer unter Verwendung des Originals.


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Das Buch beginnt mit einem Beitrag eines Mannes, der feststellt, dass wir unsere Partnersuche nach dem gleichen Schema wie die Affen praktizieren.

Der letzte Beitrag des Buches stammt von einer Frau, die verdeutlicht, dass Männer und Frauen gar nicht so unterschiedlich sind, die Männer aber als Helden gefeiert und die Frauen als Schlampen abgestempelt werden.

Das Buch ist äußerst interessant für Männer und Frauen. Beide Geschlechter können über das jeweils andere viel lernen. Diese 100 Stories haben es wirklich in sich und man kommt oft aus dem Staunen, Geschockt sein und aber zumeist aus dem Lachen gar nicht mehr raus” Amazon.de

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38 Kommentare zu “DAS TRAUMMÄDCHEN – eine phantastische Kurzgeschichte von Felis Breitendorf”

  1. Galaxykarl sagt:

    Tja Felis, wie sag´ich es nur?

    Die Psycho-Schwätzer würden den Anfang deiner Traumgeschichte als “feuchten Traum” werten, leider ohne den krönenden Abschluss. Unter Männern gesagt, noch besser von Freund zu Freund sage ich dir: Du brauchst dringend eine Frau! Du hast praktisch den klassischen, idealisierten Ablauf einer Abschleppszene beschrieben. Ideal – für den Mann – deswegen, weil du aktiv nichts dazu beigetragen hast, um die Schnecke abzuschleppen. Sie taucht wie aus dem Nichts auf, hat nichts zu tun, als auf dich zu warten, fährt voll auf dich ab, hat scheinbar zur Zeit keinen Freund, hat Zeit usw. usw.

    Leider ist es in der Realität extrem selten so. Kaum sitzt man so einer Fee gegenüber und sie lächelt dich freundlich an, schon kommt so ein erfolgreicher, Tennisschläger schwingender Toptyp daher, mit 3-Tage-Bart, netten Grübchen in den Mundwinkeln und zu allem Übel ist er auch noch ein Pfundskerl, mit dem du auf der Stelle Pferde stehlen gehen würdest. Und schon ist dir innerlich klar: Die beiden spielen in einer anderen Liga. Leider sind weder du noch ich der George-Clooney-Typ, noch haben wir gerade eine bahnbrechende Gleichung der Quantenphysik gelöst oder einen neuen Weg gefunden um aus Scheiße Gold zu machen. Also mit was wollten wir deine Ina denn beeindrucken?

    Weiterhin würden die Psycho-Schwätzer vermuten, dass die Flucht aus diesem Dilemma eben der Besuch der Friseurladens ist, in dem sich deine Traumfrau in ein normales Mädchen verwandelt, zu dem du Zugang hättest, die du aber so nicht haben willst. Tja, so ist das im wahren Leben.

    Wo an dieser Story das fantastische Element liegen sollte, flüchtest du dich in – schon wieder eine Klischee-Lösung – das Erwachen aus einem Traum. Wirklich fantastisch wäre doch, wenn sich deine Traumfrau als echtes Alien mit Formwandlerfähigkeit entpuppt, die aus einem unerfindlichen, galaktischen Grund heraus sich zu einem Menschen vom Planeten Erde hingezogen fühlt, in deine Gedanken eingedrungen ist und die äußere Form deines weiblichen Idealbildes vorfand und sich danach formte, eben um dir zu gefallen. Eine ähnliche Szene findet in meiner Story “Das Lied der Sirene” statt, in der die fremde Lebensform den Soldaten Manuel dann verführt, um aus seinen Spermien neue Sklavensoldaten zu erschaffen. du solltest aber auf eine andere Idee kommen, abgefahrene Einfälle hattest du ja schon immer. Nur hier bist du konservativer als ich und das will was heißen.

    Also geh´ in dich und denk die Traumsequenz noch einmal durch. du findest bestimmt eine überraschende Wendung, ein schrecklich-schönes Ende á la Twilight Zone, da bin ich mir sicher.

    Mit galaktischen Grüßen
    galaxykarl

  2. Detlef Hedderich sagt:

    Hallo galaxykarl, warum muss eigentlich alles hier in Science Fiction hier enden?

    Lass doch auch mal den anderen Genres, die immerhin 99 % der gelesenen Literatur in Deuschtland ausmacht, eine Chance.

    Ich weiss, du hörst es nicht gerne: aber SF-Literatur ist und bleibt ein Ghetto in Deutschland und erreicht damit immer nur eine sehr sehr kleine Minderheit; im Gegesatz zum Mainstream, zu dem ich diese Story eher zählen würde.

    Deshalb mein Rat an Felis: bleib mit dieser Story beim Mainstream, lass sie wie sie ist, schieb sie nicht ins Ghetto, sonst verliert du ja freiwillig 99 % deiner potentiellen Leserschaft für diese Geschichte!

  3. Taysal sagt:

    Eine interessante Geschichte, so wirr wie ein Traum. Aber das passt. Die ersten drei Absätze von Galaxykarl spiegeln dabei auch so ziemlich meine Gedankengänge wieder. Allerdings habe ich dann keine SF erwartet, aber eine gute Pointe. Irgendwie fehlt die da noch. Einfach nur aus einem Traum erwachen, das ist altbacken, dass ist einfallslos. Da denkt man plötzlich an Pam und Bobby.

    Du solltest das Ende überarbeiten, denn irgendwie fehlt da der Gag an der Sache, der verblüffende Clou. Lass die Story mal ein paar Tage in der Schublade liegen und setze Dich dann erneut dran. Ich bin sicher, Dir fällt was passendes ein.

  4. Felis Breitendorf sagt:

    Ich habe mal ein zusätzliches Ende hinzugefügt, bin gespannt, wie ihr es findet, schreibt bitte Eure Meinung dazu!

  5. Detlef Hedderich sagt:

    Gute Idee Felis, so ist für jeden was dabei!

  6. Galaxykarl sagt:

    An alle Kommentatoren,

    ihr habt alle Recht: Natürlich muss nicht alles in SF münden, iss doch klar. Ist aber halt mein Lieblingsgenre und diese Seite heißt doch – glaube ich immer noch – eben sfbasar. Also hatte ich damit gerechnet, dass Beiträge FÜR diese Seite auch nur im Ansatz etwas Fantastisches haben. Aber OK. By-the-way Ghetto möchte gerne ein h nach dem G haben. Felis: Dein Schluß ist ja noch feuchter als der Anfang (Grins), du brauchst wirklich dringend ´ne Frau!
    Aber mach ruhig weiter; der Planetenname WRRRLLOBBS ist wohl ein Würg-Wort deines weiblichen (?) Kopffüßlers?! Hahahaha.

    Es freut mich, dass ihr alle so rege teilnehmt, bitte bitte mehr!
    mit galaktischen Grüßen
    galaxykarl

  7. Ati sagt:

    Hallo Felis,
    hallo Kommentatoren,

    wie hat Detlef mal zu mir gesagt? SF muss ja nicht SiFi bedeuten sondern könnte auch für special feature stehen. Und da – Ghetto hin oder her – passt Felis Geschichte dann ja rein. Das Fantastische war ja in Form der (Männer-)Fantasie drin :-D , auch wenn sich die Frau innerhalb einer Nacht in ein (weniger liebenswertes?) 0-8-15-Wesen verwandelte.

    Die Idee finde ich trotzdem nicht schlecht. Allerdings hätte ich es schön gefunden, wenn du bestimmte Dinge mehr ausgebaut hättest. Das Ende (vor dem Nachtrag) fand ich ehrlich gesagt besser als den Nachtrag selbst, denn damit driftet die Story dann doch wieder absolut in Richtung Männerfantasie (wobei die ja nicht grundsätzlich schlecht sind). Ich selbst wäre glaube ich so bösartig gewesen und hätte ihn zusammen mit dem Kopffüssler nicht aus dem Traum erwachen lassen bzw. ihn dorthin zurückgezogen.

    Ansonsten kann ich mich nur Taysal anschließen und aus meiner eigenen Erfahrung sagen: Geschichte wegpacken, nach einigen Tagen nochmals ansehen und eventuell ausbauen wenn du es möchtest. Die Idee ist wie gesagt m. E. gut. Dein Schreibstil gefällt mir auch, weil du Kleinigkeiten einbaust, die die Story real nachvollziehbar machen.

  8. katziane sagt:

    Hallo zusammen,

    also Science Fiction ist nicht wirklich so mein Genre und daher kann ich dieser sonderbaren Frau vom Planeten WRRRLLOBBS auch nicht wirklich etwas abgewinnen. Wie aber gelangt ein Mensch zu solch einem merkwürdigen Traum? Sind es seine wahren Fantasien, die in diesem Traum zum Ausdruck kommen??? Aber was wünscht er sich dann wirklich? Die exotische Traumfrau, die schön und schlank ist aber nur wirres Zeug redet und ihn nicht wahrhaft versteht oder die kleine, dicke, normale Unscheinbare, die zu wissen scheint was sie will??

    Ich glaube, da sind wirklich Männerfantasien im Spiel. Wenn es euch denn Spass macht mit Tintenfischen ins Bett zu gehen, dann tut das doch auch! Soll ich jetzt gehässig sein und sagen: Dann haben wir Frauen Ruhe vor euch und können die Freizeit geniessen, während ihr euren Tagträumen nachhängt??

    Ich mag da lieber ein Ende mit “Aha” Effekt. Der Mann merkt welch merkwürdigem Wesen er da auf den Leim gegangen ist und kommt zu der Überzeugung, dass Träume eben Schäume sind und man sich der Realität stellen muss.

  9. Detlef Hedderich sagt:

    Ich hab mir den Bauch gehalten vor lachen über Eure Kommentare – weiter so!

  10. Felis Breitendorf sagt:

    Also die Sache mit der Schublade ist absolut nicht mein Ding. Aber das Internet kommt mir da ja entgegen, denn in einem solchen Blog kann man ja seinen Krempel nochmal ändern (wie Bukowski sagen würde), ich bin sogar am Überlegen, ob ich nicht eine Fortsetzung zu dieser Traumgeschichte schreibe, mal sehen…

    Ach, und zu den Männerfantasien: seid Ihr denn sicher, dass ich ein Mann bin? Am Ende seid ihr schockiert, wenn ich mein Autorenportrait hier reinstelle und mich als Frau oute! Felicitas läßt grüssen! ;)

  11. Detlef Hedderich sagt:

    Warum ist eingentlich so abfällig die Rede von “Männerfantasien”? Sind die denn tatsächlich so viel schlechter als “Frauenfantasien”?

    Was ich aus neuesten Forschungsergebnissen weiß, so stehen die Frauen, was Sexismus betrifft, Männer in nichts nach, im Gegenteil, das Verhalten von Frauen ist noch viel sexistischer, da sie unbewußt bei der Partnerwahl IMMER einen Zeuger für ihren Nachwuchs suchen und dabei ihre “Auswahlkriterien” als bewußten Enscheid empfinden und sich dabei kaum darüber im klaren sind, wie triebgesteuert die garnicht so bewußte “Auswahl”, welchen Typ von Männern sie bevorzugen, im Grunde ist.

    Da finde ich die Ehrlichkeit der Männer besser, die zugeben, dass die Wahl ihrer Partnerin rein sexuel ist und nicht wie die von Frauen, die vorgeben, dass ihre Auswahl nicht sexsistische sei.

  12. Vera Anschütz sagt:

    Na, super jetzt hab ich die ganze Zeit meine Kommentar geschrieben, ohne eingeloggt gewesen zu sein.

    Zusammenfassung:

    Mir gefällt sowohl die Originalstory, als auch die mit dem erweitereten Ende, obwohl ich es Schade finde, dass dieses scheinbar auf drängen einiger (Hardcore-)SFler entstanden ist.
    Das Leben ist SF genug und die Story heißt “Traummädchen” und der Titel alleine ist schon SF genug ;-)

    Achtung:
    Augen;-)Ironie -> Der Begriff “TRAUMPARTNER” (-mädchen, -jung, -mann, -frau) in einem Wort ist doch schon Fiction (Dichtung…) und Scince (Natur-/Wissenschaft) in einem Wort :-D

  13. Felis Breitendorf sagt:

    Vielen dank für dein Feedback!

    Am Anfang dachte ich ähnlich wie du, jetzt finde ich inzwischen das alternative Ende extrem viel besser! Bin halt doch ein verkappter SF-Autor.

    Habe übrigens auch schon eine Fortsezung in Arbeit, mal sehen was ich zuerst fertig bekomme, von den vielen offenen Baustellen! Wenn da nur die lieben Nachbarn wären, die ein konzentriertes längeres Schreiben an einem Stück unmöglich machen!

    Vielleicht habe ich ja Glcük und es passiert meinen Nachbarn, die mich stören, sowas wie in meinem letzten Gedicht! (Einfach mal anschauen!) ;)

  14. Vera Anschütz sagt:

    *lach* gerne doch.

    Ich habe eine zeitlang nachts geschireben, wenn das ganze Haus (und damit auch die Nachbarn) geschlafen haben.

    Bin auf die Fortsetzung gespannt.

  15. Vera Anschütz sagt:

    Kann bitte mal jemand den Tippfehlerteufel einfangen und erschlagen, der sich in meinem vorigen Kommentar eingeschlichen hat…

  16. Galaxykarl sagt:

    OK, wenn wir schon beim Erschlagen sind: Bitte “patois” durch “partout” ersetzen.

    mgg
    galaxykarl ;-)

  17. Chiara Kaiser sagt:

    Warum reden hier immer alle über das seltsame außerirdische Mädchen? Habt doch mal Mitleid mit dem armen Kerl, der ihr hilflos ausgeliefert ist !

    Ich finde die Geschichte beschreibt dessen Persönlichkeit viel treffender, während wir über das Mädchen fast gar nichts wissen, außer das sie endlich ihren Spaß möchte und offenbar ein Alien ist.
    Ich hasse Tintenfische(igitt!).

    Mir gefällt die Geschichte weil ich mich gut in den Protagonisten reinversetzten. Die Atmosphäre in der Story finde ich auch treffend gewählt und gut beschrieben. Meiner Meinung nach ist das erste Ende besser, es rundet die Geschichte besser ab.

  18. Felis Breitendorf sagt:

    Danke für das Lob, Chiara! (War doch eins, oder?)

    Hast du noch niemals beim Griechen Tintenfisch gegessen? Lecker!

    Wem das erweiterte Ende nicht gefällt, der kann es beim Lesen ja mißachten!

  19. Chiara Kaiser sagt:

    @Felis: Klar war das ein Lob ! Ich mag den armen Kerl (und das Tintenfischmädchen zugegebenermaßen auch) sehr :)

    Und gegessen hab ich Tintenfisch schon, der war auch lecker.
    Ich bin nur auch schon mal in eine Qualle getreten und das glibberige Gefühl muss bei dem Tintenfisch ja ähnlich sein. Das sind meine Assoziationen beim Thema Tintenfisch. Merkwürdig ich weiß, aber ich kann es nicht ändern :)

  20. Detlef Hedderich sagt:

    Sind aber verschiedene Lebensformen: Tintenfische sind Kopffüssler und Quallen nicht!

  21. sfbasar.de » Blog Archiv » SFBASAR.DE-ANTHOLOGIE (mit Themenschwerpunkt): “Träume und Visionen”” sagt:

    [...] DAS TRAUMMÄDCHEN – eine phantastische Kurzgeschichte von Felis Breitendorf [...]

  22. Martina Möchel sagt:

    Diese Story ist ja der Hammer, ich bin total weg. Wer hat sie auch gelesen und möchte was dazu sagen? Ich bin jetzt wirklich platt von so tollen Ideen und Schilderungen. Was mir so richtig gut gefällt, ist die Mischung aus etlichen Genres und vor allem die wirklich autentische Erzählweise. Super, Felis!! :D

  23. Christa Kuczinski sagt:

    Ich finde die Story nicht schlecht geschrieben, sehr phantasievoll, aber… wenn er sie so leicht abschleppen kann…läuft alles auf ein Ziel hinaus. Er wacht auf und hat nur geträumt.
    Hm ich finde die Story hat mehr Potenzial. Was wäre, wenn diese Ina eben nicht nur eine Traumgestalt wäre, sondern er neben seiner “Ehefrau Ina” aufwachen würde und diese das genaue Gegenteil ist.(Die Story würde diese Verwandlung schildern) Vielleicht war sie wirklich einmal so sexy*, als sich die beiden kennenlernten?
    …und er sich erneut eine Schlaftabl. (die letzte aus zig Packungen?) einwerfen will um vor der Realität in seine Traumwelt zu flüchten? Nur so eine Idee, die mir spontan durch den Kopf gegangen ist ;-)

  24. Detlef Hedderich sagt:

    So weit ich weiß fußt diese Geschichte ja auf einem echten Traum, nur das alternative Ende ist hinzugedichtet worden. Also würd dein Vorschlag ja die “Echtheit” des nacherzählten Traums, diesen verfälschen, oder?

  25. Christa Kuczinski sagt:

    Der Meinung bin ich nicht unbedingt. Ist es nicht so, dass Träume oftmals einem realen Hintergrund entspringen oder sich zumindest mit der Realität, Wünsche, Hoffnungen usw… vermischen? Die Echtheit wäre durchaus gegeben, wenn die reale Ina in der Vergangenheit gewisse Parallelen aufgewiesen hätte. Vielleicht aber auch ich, er hätte sie so sehen können… rosa Brille eines hoffnungslos Verliebten ?*
    Bei dieser Möglichkeit würde es sich um einen echten Traum handeln…der Träumende würde am Ende nur in die kalte Realität geworfen werden. ;-)

    Allerdings möchte ich deutlich machen, dass ich Felis Story nicht zu meiner Geschichte machen möchte. Sie ist gut geschrieben, keine Frage, ich lasse nur meine Gedanken dazu freien Lauf ;-)

  26. Christa Kuczinski sagt:

    Anstatt ICH im dritten Satz bitte das Wort NICHT einsetzen …

  27. Irene Schmidt sagt:

    Ich finde die Geschichte sehr einfühlsam und ich würde sie nicht verändern, denn so wie sie ist, scheint sie mir eigentlich perfekt in ihrer Art. Ich würde viel eher am Text ein wenig feilen, da einige Stellen doch besser zu beschreiben sind und sich hier und da noch mehr verbessern läßt. Aber insgesamt ist diese Geschichte es auch wert, dass sie nochmal in den Wettbewerb gestellt wird, denn einen Preis hat sie allemal verdient.

  28. Christa Kuczinski sagt:

    Ich würde sie ebenfalls gerne im Wettbewerb sehen. Vielleicht können wie Felis ja überreden ;-)

  29. Irene Schmidt sagt:

    Wäre toll! :D

  30. Detlef Hedderich sagt:

    Liebe Christa, ich habe Felis gefragt, er hätte nichts dagegen, wenn du eine Fortsetzung davon oder eine andere Version, vielleicht “Traummädchen 2″ schreiben würdest. Was meinst du? Hast du Mut?

  31. Christa Kuczinski sagt:

    Oh, was treibt ihr in eurer Freizeit hinter den Kulissen, um auf solche Ideen zu kommen? ;-) Wenn ich mich nicht sofort festlegen muss, ob Fortsetzung oder eine andere Version, nehme ich gerne an.
    Eine Fortsetzung im Erzählstil von felis und aus der Perspekte eines Mannes, wäre tatsächlich mehr als eine Herrausforderung für mich.
    Mutig? Nö, ich bin nicht mutig, ich versuche es aber dennoch… Allerdings könnte es einige Wochen dauern, da ich auf meinem Schreibtisch noch zwei Manuskripte liegen, bei denen ich Betaleserin spiele.
    Außerdem muss ich diesen Sommer noch einige Tage nach Berlin, zwecks Recherche*

    Liebe Grüße
    Christa

  32. Martina Möchel sagt:

    Das finde ich sagenhaft, dass du das machst, Christa. Ich bin schon total gespannt, wie sich das aus der Feder einer Frau liest. :D

  33. Christa Kuczinski sagt:

    Martina, glaub mir, ich auch ;-)

  34. Felis Breitendorf sagt:

    Also ich bin 100% einverstanden! :)

  35. Christa Kuczinski sagt:

    Danke, Felis !!! ;-)

    Lg Christa

  36. Irene Schmidt sagt:

    Klasse Felis, dass du Christa und meine Idee aufgenommen hast und diese wirklich tolle Geschichte nochmal in den Wettbewerb gestellt hast. Ich drücke dir alle Daumen! :)

  37. sfbasar.de » Blog Archiv » Die Gewinner des Story-Wettbewerbs 3/2012 sagt:

    [...] DAS TRAUMMÄDCHEN – eine phantastische Kurzgeschichte von Felis Breitendorf [...]

  38. sfbasar.de » Blog Archiv » DAS TRAUMMÄDCHEN 2 – Eine Fortsetzung von Christa Kuczinski sagt:

    [...] Zum 1. Teil von Felis Breitendorf [...]

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