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SFBASAR.DE-ANTHOLOGIE (mit Themenschwerpunkt): “Paradigmenwechsel – Storys vom Anderssein und neuen Sichtweisen”

“Paradigmenwechsel – Storys vom Anderssein und neuen Sichtweisen”

sfbasar.de-Anthologie Band 40

mit Beiträgen der Community-Autoren

des Literatur-Blogs “sfbasar.de”

Liebe Leser und Besucher, liebe Autoren und Community-Autoren!

Ein Paradigma (Pl. Paradigmen oder Paradigmata) ist eine grundsätzliche Denkweise. Seit dem späten 18. Jahrhundert bezeichnet Paradigma eine bestimmte Art der Weltanschauung oder eine Lehrmeinung. Der Begriff wurde von Georg Christoph Lichtenberg eingebracht.[1] Als Paradigma kann auch eine (wissenschaftliche) Schule bezeichnet werden: Beispiele für eine solche „grundlegende Weltsicht“ sind das geozentrische Weltbild oder das heliozentrische Weltbild.

Paradigmen spiegeln einen gewissen allgemein anerkannten Konsens über Annahmen und Vorstellungen wider, die es ermöglichen, für eine Vielzahl von Fragestellungen Lösungen zu bieten. In der Wissenschaft bedient man sich in diesem Zusammenhang auch oft Modellvorstellungen, anhand derer man Phänomene zu erklären versucht. Der amerikanische Wissenschaftstheoretiker Thomas S. Kuhn definiert in seinem Buch Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen ein „wissenschaftliches Paradigma“ als:

  • das, was beobachtet und überprüft wird
  • die Art der Fragen, welche in Bezug auf ein Thema gestellt werden und die geprüft werden sollen
  • wie diese Fragen gestellt werden sollen
  • wie die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchung interpretiert werden sollen

Der Ausdruck Paradigmenwechsel wurde 1962 von Thomas S. Kuhn geprägt und bezeichnet in dessen wissenschaftstheoretischen und wissenschaftshistorischen Schriften den Wandel grundlegender Rahmenbedingungen für einzelne wissenschaftliche Theorien, z. B. Voraussetzungen „in Bezug auf Begriffsbildung, Beobachtung und Apparaturen“,[1] die Kuhn als Paradigma bezeichnet.

In der Umgangssprache wird von „Paradigmenwechsel“ öfter in unspezifischerem Sinne gesprochen. Entweder sind dann für besonders wichtig gehaltene wissenschaftliche Entwicklungen gemeint oder beispielsweise ein Wechsel der Lebenseinstellung (etwa grundlegende Werte betreffend) oder auch Umbrüche in anderen lebensweltlichen oder fachlichen Zusammenhängen.

Kuhns Ansatz stellt eine radikale Reaktion auf das Problem der Falsifikation bzw. der Ideen des Falsifikationismus (und auch des Verifikationismus) dar. Andere Wissenschaftstheoretiker haben versucht, auch in Reaktion auf Kuhn, an Grundideen des Falsifikationismus festzuhalten und dessen Erklärungsschemata weiterzuentwickeln.

Was den Begriff „Sichtweisen“ angeht steht dieser in der Begrifflichkeit für eine Meinung. Unter einer Meinung wird in der Erkenntnistheorie eine von Wissen und Glauben unterschiedene Form des Fürwahrhaltens verstanden.

Nach einer verbreiteten philosophischen Begriffsverwendung ist das Meinen ein Fürwahrhalten, dem sowohl subjektiv als auch objektiv eine hinreichende Begründung fehlt. Dadurch unterscheidet sich das Meinen vom Glauben und vom Wissen. Von Glauben spricht man, wenn jemand eine Aussage für wahr hält, ihre Wahrheit also subjektiv als gesichert erscheint, obwohl der Glaubende keine objektiv zureichende Begründung dafür angeben kann. Der Unterschied zum Wissen besteht darin, dass der Wissende nicht nur von der Wahrheit der Aussage überzeugt ist, sondern auch über eine objektiv zureichende Begründung dafür verfügt. Diese Abgrenzung der drei Begriffe ist allerdings in der Philosophie nicht allgemein anerkannt, insbesondere hinsichtlich der Unterscheidung von Meinung und Glauben. In englischen Texten wird diese Unterscheidung nicht vorgenommen; belief kann sowohl mit „Meinung“ als auch mit „Glaube“ übersetzt werden. Hinzu kommt, dass in der Alltagssprache oft nicht zwischen „Meinung“, „Glaube“ und „Überzeugung“ unterschieden wird. Weder alltagssprachlich noch fachsprachlich hat sich eine einheitliche Begriffsverwendung durchgesetzt. (Quelle: wikipedia.de)

Was wir mit dieser Anthologie erreichen wollen, ist, für viele bekannte aber auch unbekannte Dinge, für die es bereits eine Meinung oder angeblich eine Erkenntnis gibt, zu zeigen, dass diese nicht unumstößlich sein muß. Etwas von einer anderen Seite aus zu betrachten ist dabei die Hauptaufgabe dieser Publikation, zu zeigen, dass da noch viel mehr ist, als man normalerweise annimt.

Wer glaubt, einen Beitrag für dieses Werk liefern zu können, meldet sich bei der Redaktion (Impressum), den Herausgebern oder einfach im Kommentarteil von „Paradigmenwechsel“.

Jetzt aber zum Inhalt dieser Anthologie und wir wünschen viel Spaß beim Goutieren der bisherigen Beiträge. Die neuesten sind mit “NEU” beschriftet:

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DER ALLERERSTE WETTBEWERB (Teil 1) – Herausgegeben nach jüngst entdeckten Geheimakten aus den Tiefen der Vatikanischen Archive von Miguel de Torres

DER ALLERERSTE WETTBEWERB (Teil 2) – Herausgegeben nach jüngst entdeckten Geheimakten aus den Tiefen der Vatikanischen Archive von Miguel de Torres

DIE KREATUR – Gedanken von Daniel Sand

EIN GANZ NORMALER ARBEITSTAG – Eine Shortstory von Petra Weddehage

EIN TOTGELIEBTER POET – Gedanken von Daniel Sand

ES: FMJ – Gedanken von Daniel Sand

ETWAS BÖSES – Gedanken von Daniel Sand

FORMAT C:/… – Science Fiction-Story von Peter Wiegel

GESCHICHTE AUS EINER ZEIT … – Eine Kurzgeschichte von Daniel Sand

NEU – SCHWARZ/WEISS – Eine klassische Science Fiction-Persiflage des Neuen Denkes in alten Bahnen, welche zu den immer wieder gleichen Konflikten führen wird – von Frank Hebben

TAUSEND FEUER – Gedanken von Daniel Sand

TRIVIALITÄTEN – Gedanken von Daniel Sand

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Liebe Community-Autoren: Weitere Beiträge sind erwünscht und sollen diese Anthologie ergänzen. Wir planen bei genügend Beiträgen, diese Anthologie hier auch als PDF-File zusammen mit einem Spendenbutton (für kleine Beträge zum jeweiligen Storywettbewerb) anzubieten. Ausserdem planen wir davon ein ebook und am Ende vielleicht sogar eine Printausgabe erscheinen zu lassen! Es liegt ganz an euch und eurer Teilnahme an den Anthologien! Wer also teilhaben möchte, der schreibt eine Geschichte oder einen Sachbeitrag zum Thema und stellt ihn bei uns als Artikel oder Story ein. Bei einer Story kann diese auch an den Storywettbewerben teilnehmen, muss das aber nicht zwingend! Wir hoffen auf eure Hilfe!

Liebe Besucher, Leser und Unterstützer unseres Literaturblogs, wenn Ihr unseren Autoren ein wenig Unterstützung bieten möchtet, so gibt es jetzt die Möglichkeit eine kleine Summe über den unten stehenden Button per Paypal in die Kasse einzuzahlen, aus der dann die Preisgelder für die Gewinner des nächsten Storywettbewerbs mitfinanziert werden:

 

Herzlichen Dank auch im Namen aller unserer Autoren!

Das sfbasar.de-Team
i.A. Martina Müller & Detlef Hedderich

Bildrechte: “Paradigmenwechsel – Storys vom Anderssein und neuen Sichtweisen” (Zeichnung-Paradigmenwechsel-684×1024.jpg) © 2014 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: http://saargau-arts.de/

10 Comments

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  1. Gute Idee mit dieser Anthologie; klar, dass ich das sage, denn das Anderssein kenn ich ja sehr gut *hihi*

    Bin mal gespannt auf die kommenden Beiträge, denn nur durch andere Sichtweisen erweitern wir unseren Horizont und lernen neue Perspektiven kennen.
    Wir müssen erkennen, dass alte Sichtweisen unseren Blick auf Neues trüben, sei es auch noch so abstrakt. Unser geist steht an der Schwelle aus und über sich hinaus zu gedeihen, und nur durch Offenheit erkennen wir, dass es mehr gibt, als nur altbewährte Konzepte.

    NAMASTE

  2. Ich glaube bei vielen Menschen in der heutigen Welt steht deren Geist eben nicht an der genannten Schwelle, um über sich hinaus zu wachsen, sondern leider nur in der Schußlinie von Regierungen, Konzernen und Rattenfängern.! 🙁

    DIY SALUTON

  3. Hi,
    wie ich mit Freude sehen darf, erscheint meine neueste kurze Gedankenexplosion gleich in 3 Kategorien. Passt gut zu meinem Sternzeichen, da man mir in jedem Fall Dualismus vorwerfen kann und auch oft muss.

    Zu „Die Kreatur“ würde mich mal Martinas Meinung interessieren *hehe*

    Aber gerne nehme ich auch Kommentare anderer Kolleginnen und Kollegen an, da sie mir persönlich ganz gut gefällt und mich interessiert, wie sie im Allgemeinen so ankommt 🙂

  4. Wieso 3?

    Ich zähle nur 2.

    Na ja, so eine richtige Meinung habe ich nicht. Ich denke da eher an die Kreatur, die in uns jedem steckt. Ich bin eher der Meinung, das „die Kreatur“ auch als „Biest“ in uns zu benennen wäre. Und was das angeht, weiss ja jeder was damit gemeint ist: dass der Mensche eigentlich noch immer zu den tieren zu zählen ist und das, was ihn vom Tiere zu unterscheiden wäre noch einzartes Pflänzlein ist, dass bei 99,99 % aller Menschen wieder am Eingehen ist. Wir haben uns eben noch nicht zu so etwas Erhabenen entwickelt, wie das einige von uns gerne hätten. Ich persönlich kann davon weit und breit nichts sehen. Und solange wir keine raumfahrende Rasse sind (also der persönliche Besuch anderer Himmelskörper ausserhalb des Solsystems), gehören wir eindeutig immer noch mehr in die Kategorie Tier als in eine andere. Allerdings Tiere mit Automatischen Waffen, leider …

  5. NEU – GESCHICHTE AUS EINER ZEIT … – Eine Kurzgeschichte von Daniel Sand

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