KORREKTUR MIT FOLGEN – eine Fantasy-Kurzgeschichte von little_wonni
Erstellt von little_wonni am Sonntag 9. Oktober 2011
Korrektur mit Folgen
eine
Fantasy-Kurzgeschichte
von
little_wonni
Endlich ging ihr lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Ewig hatte sie auf diesen Moment hingespart, hatte jeden Cent zwei oder gar dreimal umgedreht und ihr junges Leben nur mit dem Nötigsten verbracht.
Ab und an hatte sie sich sogar das Essen versagt, nur um diesen Augenblick schneller zu erreichen. Nun würden alle ihre Qualen ein Ende haben. Niemand würde sie jemals wieder schräg von der Seite anschauen oder sie gar verspotten. Sie Esel oder Häschen nennen, oder sie sogar mit dem niedlichen kleinen Elefanten aus einem berühmten Disneyfilm vergleichen. Ihr Blick wanderte nach oben zu dem untersetzten Mann mit der grünen Maske.
“Können Sie noch etwas fühlen, Miss Bloodstone?”, er zog fragend die Augenbrauen hoch bis zum Rand seiner OP-Haube.
Fast hätte sie daraufhin genickt, aber ihr war eingeschärft worden ihren Kopf bloß nicht zu bewegen. Also brachte sie lediglich ein zittriges “Ja” über die Lippen.
Der Arzt nickte zufrieden und begann an ihr herumzuschneiden. “Eine Stunde, vielleicht zwei dann haben Sie es auch schon hinter sich.”, versicherte er ihr.
Er behielt recht, allerdings war die Zeit nach der Operation viel schlimmer als die Operation selbst. Zunächst einmal musste sie eine Woche mit einem furchtbar hässlichen Kopfverband herumlaufen, was natürlich erst recht dazu führte, dass die Leute sie anstarten, als würde ein kleines grünes Männchen ihren Weg kreuzen.
Zum Glück konnte sie den Verband nach einer Woche, durch ein ansatzweise modisches Stirnband ersetzen. Dieses musste sie nun über einen Monat hinweg lang tragen, sodass alles in der gewünschten Form blieb, auch nachts durfte sie es nicht ablegen, vielmehr würde es sie noch viele Monate nachts begleiten. Wenigstens war sie im Moment Single, denn diesen Aufzug hätte sie wirklich niemanden auf Dauer zumuten wollen.
Die Tortur war nach sechs Monaten überstanden. Nun würde sie nie wieder Hüte oder Kopftücher tragen müssen. Sie konnte sich auch das erste Mal in ihrem Leben die Haare kurz schneiden, wenn ihr der Sinn danach stand und das wichtigste von allem: Keiner nahm mehr Notiz von ihr. Man starrte sie nicht mehr an und rief ihr auch nicht mehr irgendwelche dummen Sprüche hinterher. Sie war für Andere vollkommen von ihrem Schirm verschwunden. Nur Eine unter Vielen.
Das Problem war nur, dass sich das auch auf ihren Job übertrug. Seit der Korrektur hatte sie keiner mehr für einen Modeljob gebucht. Keine Katalogfotos, keine Werbefotos und erst recht keine Kampagnen oder Laufstegjobs, wie sie sich vor der Korrektur erhofft hatte. Früher hieß es immer, sie sei ein zu spezieller Typ, deshalb können sie nicht für die großen Designer laufen gehen. Nun hieß es sie sei zu gewöhnlich, habe ein Allerweltsgesicht, mit dem man nicht Interessantes anfangen könne.
Dahlia stand verzweifelt vor dem Spiegel. Sie verstand die Menschen einfach nicht, erst war sie zu außergewöhnlich und dann wieder zu normal. Eine kleine Korrektur und sie hatte sich ihre Karriere für dieses Leben wieder einmal verdorben.
“Du hast es also wieder einmal geschafft”, tönte es da von hinten.
“Du sollst dich nicht immer in mein Zimmer schleichen!” fauchte sie ihren Bruder an.
“Stell dich nicht so an Schwesterherz, ein oder zwei Jahrhunderte und deine Ohren sehen wieder aus wie früher.”
Entsetzt blickte sie in an: “Nur eins, zwei Jahrhunderte? Du hattest mir versichert sie würden in maximal 5 Jahren wieder nachwachsen, sollte es mir nicht gefallen!”
Er grinste sie an: “Man kann sich ja auch mal in der Zeit vertun – ich meinte natürlich Elfenjahre. Außerdem was willst du tun? Mich in einen Frosch verwandeln?”
Die Idee schien gut zu sein, und so beschloss sie, diese gleich in die Tat umzusetzen. Nur funktionierte es nicht – kein Windhauch, kein Glitzerstaub, nichts.
Das kalte Grauen überfiel sie und sie blickte ihren Bruder mit weit aufgerissenen Augen an.
“Oh, vergaß ich das etwa auch zu erwähnen? Eine Elfe ohne Ohren ist so zauberbegabt wie ein stinkender Mensch und übrigens gegen Zauber genauso resistent …”
Die Welt schrumpfte und der letzte klare Gedanke ,den sie fassen konnte, war, dass die Fliege an der Zimmerdecke echt lecker aussah …
WIRD FORTGESETZT…
Copyright (c) 2011 by little_wonni
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Kaufempfehlung der Autorin:
Showalter, Gena
Schwarze Leidenschaft
Die Herren der Unterwelt 5
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Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 05.07.2011
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Produktform : B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum : 1. Auflage 10.08.2011
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Sie trug keine Schuhe, und als sie mit nackten Füßen über einen Stein stolperte und hinfiel, ergoss sich das dunkle Haar über ihr Gesicht. Ihre Hände zitterten, als sie sich eine Strähne aus der Stirn strich.
Schon seit längerem fühlt sich Aeron von einer unsichtbaren Macht beobachtet. Der unsterbliche Krieger und Hüter des Zorn-Dämons fürchtet, es könnte sich um einen gefallenen Engel handeln – gesandt, um ihn zu töten. Umso verwirrter ist Aeron, als plötzlich eine wunderschöne Frau aus Fleisch und Blut vor ihm steht. Olivia offenbart ihm, dass sie dem Himmel entsagt und das Leben einer Sterblichen gewählt hat, weil sie nicht ihn umbringen, sondern sein Herz für sich gewinnen möchte.
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Sonntag 9. Oktober 2011 um 13:37
bitte in die Anthologie mit aufnehmen…
Sonntag 9. Oktober 2011 um 19:43
Mache ich, du hast vergessen die Covergrafik zu zentrieren, habe ich erledigt! Günther, bitte hier noch eine Korrekturbutton-Grafik! Danke! Prima, unsere Anthologie wächst und gedeiht!
Sonntag 9. Oktober 2011 um 19:54
irgendwas vergess ich aber auch immer, aber ich lerns noch…
Wie gefällt denn die Story?
Sonntag 9. Oktober 2011 um 23:15
Ich finde die Storyy klasse und bin ganz gespannt auf die Fortsetzung!
Montag 10. Oktober 2011 um 17:43
Wer möchte noch seine Meinung hierzu abgeben?
Ich finde die Geschichte schön, weil man ncht gleich erahnt, worum es geht. Später wird klar, worum. Was mich ein bisschen irritiert sind die Absätze und das die Leerzeilen nicht unter jedem Absatz sind, ansonsten “gelungen”!
Was meinen die anderen? Vielleicht ist Ihnen das Ganze ja zu kurz?
Montag 10. Oktober 2011 um 18:41
Das Programm hat sich mir wieder widersetzt. Wenn du mir nochmals beim Formatieren helfen würdest wäre ich äußerst dankbar…
Montag 10. Oktober 2011 um 22:16
Was soll ich machen?
Dienstag 11. Oktober 2011 um 07:39
die Absätze so wie sie richtig sind…
Ich bräuchte echt mal einen Kurs: Texte leserfreundlich formatieren für Anfänger.
Dienstag 11. Oktober 2011 um 17:49
Wende dich doch an den Günther Lietz, der ist der einzige, der sich wirklich hier ausjkennt mit Wordpress!
Dienstag 11. Oktober 2011 um 17:58
Habe das mit den Absätzen so gemacht, wie ich denke, dass es richtig ist. Aber schau es nochmal durch ob alles in Ordnung und gibt hier bescheid!
Dienstag 11. Oktober 2011 um 18:41
Viel besser! Vielen Dank!
Dienstag 11. Oktober 2011 um 20:29
Shifttaste festhalten und Enter drücken, mehr war es nicht!
Mittwoch 12. Oktober 2011 um 09:03
Das ist ein guter Tipp
. Ich habe nämlich immer, wenn mir sowas passiert ist (praktisch jedesmal
), die div-Tags in der HTML-Ansicht richtig hingezottelt
.
.
So geht das natürlich viel einfacher
Mittwoch 12. Oktober 2011 um 16:43
Ätsch, Ihr wisst auch nicht alles!
Mittwoch 12. Oktober 2011 um 17:07
[...] KORREKTUR MIT FOLGEN – eine Fantasy-Kurzgeschichte von little_wonni [...]
Dienstag 18. Oktober 2011 um 21:14
Der Schönheitswahn hat also auch in die Elfenwelt Einzug gehalten. Mir hat die Story gefallen, auch wenn ich finde dass der böse Bruder zu wenig Sprechzeit hatte. Ich hätte gerne mehr von ihm gelesen!!
Mittwoch 2. November 2011 um 01:10
Story macht neugierig auf die Fortsetzung, existiert die denn schon irgendwo?
Dienstag 10. April 2012 um 21:38
Gelesen und für gut befunden
Mir war ja schon bei den beiden anderen Teilen klar, dass es sich bei ihr um keinen gewöhnlichen “Menschen” handelt, doch jetzt weiß ich was oder wer sie ist.
Die Idee, ohne Elfenohren kein Zauber finde ich gelungen!
Dienstag 10. April 2012 um 22:36
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