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DIE DELIKATESSE (Überarbeitete Fassung) – eine phantastische Story von Felis Breitendorf

Erstellt von Felis Breitendorf am Donnerstag 27. September 2012

DIE DELIKATESSE

(Überarbeitete Fassung)

Eine phantastische Story

von

Felis Breitendorf

(1979/2009/2012)


In meinem Kopf drehten sich vom vielen Alkohol bereits die Sterne. Ich stierte vor mich hin, während sich der Nebel zusammenzog…

…da liegt sie.

Das schalenartige Äußere, der lange, immer dünner werdende, in einen leicht nach vorne gerichteten Schwanz übergehende Körper. Die Unbeweglichkeit ihrer Starre läßt die Eigenart ihres Daseins nur erahnen…

Das Wesen schimmert im Licht. Auf eine geheimnisvolle Weise wirkt der Körper des Langschwanzkrebses ständig feucht.

Stumm blickt die Languste ins dumpfe Licht der künstlichen Beleuchtung… Da! – Fast unmerklich: Eine leichte, zitternde Bewegung des rechten vorderen Fühlers. Zögernd bewegt sich der schwere Körper ruckig auf die Öffnung zu.

Nachdem sich das schwere Eisenschott der höhligen Unterkunft mit einem leisen Fauchen geöffnet hat, schreitet das Wesen aus seiner Wohneinheit heraus.

Ein leichter Niesel tropft von der Decke des Höhleneingangs herunter.

Ich hatte nicht gefressen.

Mir war nicht gut.

Mein Bauch schmerzte und die Stirn war mit Schweiß bedeckt.

Ich wimmerte vor mich hin. Das fürsorgliche Gehabe der Weibchen, die mir meine Stirn mit einigen Pflanzenfasern trockenrieben und mir von Mal zu Mal mit ihren teils schleimigen, teils rauhen Zungen ins Maul fuhren, um mir den bereits vorgekauten weichen Brei einzuflößen, konnten meinen Stolz nicht wiedererwecken. So lag ich in der Höhle und wartete darauf, daß sich die silbernen Himmelspforten öffneten und die Engel mit ihren langen, biegsamen Stacheln kämen, um mich mit ins Himmlische Reich zu nehmen.

Aufstöhnend schaute ich im Liegen an mir herab. Mein stolzer, kräftiger Körper bebte unter den Qualen meines Leidens. Mein Brusthaar, sonst golden, war nun ganz matt. Meine Hände, die sonst so kraftvoll die Keule im Zweikampf führten, zuckten nur kraftlos. Das Zittern ließ sie wie die Hände eines Frischgeborenen erscheinen. Wie jene, die ab und an von den Engeln auserwählt wurden, um bereits im zarten Alter weniger Tage in ihre Obhut zu gelangen, um ihrer heiligen Bestimmung zugeführt zu werden.

Als das Wesen, das Langustenwesen mit dem Namen LO-CHHO, den Höhlenvorraum des Zucht- und Haltungstraktes der Vorratshöhle 4 betritt, um sich für die nächste Schlachtung vorzubereiten, lässt es noch einmal die Nachrichtenbilder des Info-Vid an seinem geistigen Auge vorüberziehen. Wieder einmal herrscht Krieg und wieder einmal wird intelligentes Leben vernichtet. Wieder einmal fragt sich LO-CHHO, warum die vielen Völker der bewohnten Galaxis so grausam zueinander sein müssen: sich mit solch schrecklichen Waffen – im Weltraum, auf Planeten, Monden und Raumstationen und unter dem Wasser – das Leben schwer machen. Seinem eigenen Volk ist dieser bei den meisten Lebensformen in der bewohnten Galaxis so weit verbreitete Drang zum Töten weitgehend unbekannt. Außer natürlich, wenn es sich um Tiere handelt, die zur Nahrungsverwertung gebraucht werden. Aber selbst hier gibt es Vorbehalte.

Einige besonders affektierte Wissenschafts-Ethiker seines Volkes verlangen mittlerweile sogar, daß man die für die Nahrung benötigten hellhäutigen, zweibeinigen Säugetiere, die man auf diesem Planeten vor einigen Jahren vorgefunden hatte, nicht mehr töten, sondern wieder auf der Planetenoberfläche aussetzen und sich selbst überlassen sollte. Sie behaupteten, daß deren Ähnlichkeit mit einigen Vertretern anderer raumfahrender Völker wohl nicht von ungefähr käme. Daß durchaus die Möglichkeit besteht, dass es sich um direkte Nachkommen der Besatzung eines gestrandeten Schiffes einer raumfahrenden Rasse handeln könnte. LO-CHHO selbst hält allerdings nichts von dieser These. Für ihn ist das Ganze kompletter Blödsinn! – Schließlich wurde diese ungeheuere Behauptung dann von anderen angesehenen sachverständigen Wissenschafts-Ethikern dementiert.

Und was die Sache mit der Geheimhaltung angeht: dass sein Volk die lebenden Exemplare der Säuger vor den anderen Rassen verborgen hält, nun das hat einen ganz andere Hintergrund. So weiß gerade LO-CHHO, dass der Grund dafür eher in der Angst seiner langschwanzkrebsigen Artgenossen begründet liegt, irgendwelche Fremden würden sich der hellhäutigen Säuger bemächtigen. Diese für den Export fertiger Fleischspezialitäten züchten und die Produkte in der gesamten Galaxis verkaufen und damit eine wirklich ernstzunehmende Konkurrenz aufbauen. Nach langen Debatten und Überlegungen von Staatsseite her wurden die zweibeinigen Säuger dann doch endgültig zu Tieren erklärt und mit einer Geheimhaltungsauflage belegt. Glücklicherweise, denkt LO-CHHO, denn das unendlich zarte Fleisch dieser Hellhäuter wird bei der Zubereitung – durch die Zangen eines Meisterkochs versteht sich – zu einer wahren DELIKATESSE.

***

Ich war glücklich. Trotz meiner Schmerzen. Die Engel waren gekommen. Sie führten mich ins Jenseits. Endlich würde ich von meinem Leiden erlöst, das mich vor einigen Hell-Dunkel-Phasen befallen hatte und seither quälte. Jetzt würde ich endlich sehen können, wie der Himmel aussieht und wie die Engel lebten. Endlich würde ich ihn kennenlernen – den Erlöser! So wie es die alten Geschichten, die Überlieferungen, die von der Mutter an ihre Jungen weitergegeben wurden, vorhersagten.

Mit ihren langen biegsamen Stacheln standen sie plötzlich vor mir. Sie nahmen mich in ihre Mitte. Mühelos hoben sie mich mit ihren Greifern hoch und trugen mich fort. Wir durchschritten die silbernen Himmelspforten, doch auf einmal blieben meine beiden Engel abrupt stehen und ich schaute noch einmal zurück. Ich blickte auf meine Welt, in die ich geboren wurde, getötet, gefressen, und meine Weibchen besprungen hatte. Da schoben sich schon die silbernen Himmelspforten wie von Geisterhand bewegt, hinter mir zusammen. Trotz meiner Trauer, und obwohl ich noch immer starke Schmerzen hatte, überkam mich ein Gefühl der Vorfreude, auf ein nun folgendes, besseres, sorgenloses niemals endendes Dasein. Ein Darsein, das mich den Überlieferungen nach, nun im Himmel erwarten würde. Sicher, ich würde niemals mehr meine Welt betreten können, zumindest nicht mehr in meiner jetzigen Form, aber vielleicht würde ja auch ich Engel werden können. Dann würde ich zurückkommen und meine Weibchen und ihre Jungen ebenfalls ins Himmlische Reich führen.

Nachdem LO-CHHO sich seinen Schlachtkittel übergehängt und die großen Messerzangen und Stecher aus den Halterungen genommen hat, überkommt ihn unerwarteter Skrupel. Er fragt sich, ob an den merkwürdigen Gedanken, die ihn noch immer beschäftigen, etwas dran sein könnte? Schnell verwirft er diese Überlegung. Schließlich waren es ja Kapazitäten auf ihrem Gebiet, die bewiesen hatten, daß es sich bei den Säugern tatsächlich nur um Tiere handelt.

Als ich zu mir kam und in meiner Lethargie an mir herunterschaute, sah ich zu meinem Erstaunen, daß die Engel dabei waren, mich mit dem Rücken an ein metallenes Gitter anzuketten.

Da überfiel mich die nackte Angst! Mir wurde furchtbar übel und es schnürte mir die Kehle zu. Was, wenn das alles, die Geschichten und Überlieferungen, nicht stimmten? Wenn die Engel vielleicht gar keine…   -

…doch da sah ich IHN!

Die schleusenartigen Türen des Schotts öffnen sich schmatzend.

LO-CHHO betritt die Schlachthöhle und beobachtet eingehend den hellhäutigen zweibeinigen Säuger, der von den Küchen- und Schlachthelfern für die Verarbeitung vorbereitet wurde. Die Verschlüsse der Gelenk- und Knöchelmanschetten klacken in häßlicher Weise. Mit weit aufgerissenen Augen beobachtet der Säuger jede Bewegung um sich herum. Ansonsten scheint er ruhig. Sicherlich haben die Mittel, denkt LO-CHHO, die ich diesem männlichem Musterexemplar eines Säugers ins Futter habe mischen lassen, bereits ihre Wirkung getan. Es hat ihn derart geschwächt, daß bei der nun folgenden Schlachtung kaum noch mit Gegenwehr von Seiten dieses Tieres zu rechnen ist.

***

Dem Menschenwesen Auge in Auge gegenüberstehend keimen in dem Langustenwesen wieder Bedenken auf: Was, wenn es sich bei diesem Säuger tatsächlich um einen Nachkommen einer intelligenten Rasse handelt?

Doch wie immer, wenn LO-CHHO eine Schlachtung vornimmt, beseitigt er jeden seiner Bedenken, in dem er sich immer wieder sagt, daß es sich bei diesen Wesen ja nur um “primitive Tiere” handelt. Und dass es deren Sinn und Schicksal ist, evolutionär höherstehenden Lebensformen als Nahrung zu dienen. Wozu sollten Tiere denn sonst gut sein?

LO-CHHO’s Blick klärt sich und kehrt zurück in die Gegenwart. Als er an das zarte Fleisch dieses zukünftigen Bratens denkt, läuft ihm bereits jetzt das Wasser im Mund zusammen. Er öffnet behutsam die große Messerzange, die er mitgenommen hat und setzt sie an die Kehle des Menschen…

Der große Engel mit der silbernen Kutte schritt langsam auf mich zu. Selbst die anderen beiden Engel wichen ehrfürchtig zur Seite und gaben den Weg frei.

Dann stand mir der große silberne Engel genau gegenüber. Da begriff ich.  Und schämte mich meiner anfänglichen Ängste, meiner Gedanken und Zweifel. Ich spürte eine große Freude in mir aufsteigen, eine Zufriedenheit und ein beglückendes Gefühl, wie ich es nie zuvor verspürt hatte. Da wußte ich: vor mir stand der Erlöser.

Weihevoll hielt er mir einen heiligen Gegenstand an die Kehle. Das kalte Metall beruhigte mich, und ich schloß kurz die Augen. Als ich sie wieder aufmachte, sah ich alles wie durch einen zähen Brei.

Langsam, ganz langsam, schloß sich der Engelmacher um meinen Hals.

Es folgte ein häßliches Geräusch und eine blutige Fontäne spritzte aus meiner Kehle hervor.

‘Also doch!’ – dachte ich voller Entsetzen, ‘alles Lüge. Die Überlieferungen, der Glaube, Alles!’

Und da wurde es ganz still um mich herum.

Eine ganze Weile später wurde diese Stille noch stiller.

Alle Dinge schienen in ihrer momentanen Bewegung wie eingefroren.

Nur die Lichter an der Decke der Höhle glitzerten wie Sterne, Sterne, die ich selbst niemals gesehen hatte und nur aus den Überlieferungen kannte. Sterne, die die meisten meiner Artgenossen ebenfalls niemals gesehen hatten oder sehen werden. Sterne, von denen die Ahnen der Überlieferung nach vor langer Zeit einmal gekommen waren. Sterne, zu denen sie einmal voller Ehrfurcht und Hoffnung emporgeschaut, dann aber doch das Glück nicht gefunden hatten.

Ich schrie lauthals, aber es kam nur ein heiseres Röcheln aus meiner Kehle.

Schließlich fiel ich hinab – tauchte hinunter in die Dunkelheit, in die Schwärze, die letztendlich alles empfängt und in der alles endgültig und für immer sich auflöst.

…ein schwerer Nebel hing im Nichts. Langsam schälten sich die kantigen Konturen aus der schleierhaften Dunstigkeit hervor. Einige Lichter glitzerten wie Perlen, und ganz langsam kehrten auch die Farben zurück. Das ganze Bild ergab sich seinem Sinn.

Eine feurige Wand stilisierte sich zu einer Flamme, die rhythmisch auf der Spitze einer langen weißen Kerze auf und ab hüpfend pulste.

Die vielen schönen silbernen Dinge auf dem Tisch erinnerte mich an irgend etwas. Aber ich kam nicht drauf.

Erst die vertraute Stimme eines anderen Menschen und die leicht schüttelnde Berührung seiner Hand an meiner Schulter führten mich zurück in die Wirklichkeit:

“Sir! Sie waren eingenickt! Ihre bestellte Delikatesse ist bereits aufgetragen. Darf ich den Champagner öffnen?” Worauf der Kellner mir die Flasche zeigte und sie so drehte, daß ich das Etikett lesen konnte.

Dabei geschah es – ich blickte auf den vor mir stehenden Teller …  und entdeckte …

… die LANGUSTE! …

- Ende –

(Copyright 1979/2009/2012 by Felis Breitendorf)

Bildrechte: Coverillustration “TräumeundVisionen” (20110122082624-7f63d0a3.jpg) © 2011 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Bildbearbeitung: Bearbeitete Coverillustration “TräumeundVisionen100-minus180-minus11.jpg” (Originaltitel: 20110122082624-7f63d0a3.jpg) © 2011 by Detlef Hedderich. Nutzung nur mit Genehmigung des Künstlers Lothar Bauer unter Verwendung des Originals.

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- 12 Monkeys, Mich laust der Affe was für ein Gin! Evert Kornmayer
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Thomas Ruhl, Jahrgang 1956, studierte Grafik und Fotografie an der Folkwangschule in Essen, war Dozent für Druckgrafik und arbeitete als freier Art Director in großen internationalen Werbeagenturen in München, Düsseldorf und Köln. Mit 28 Jahren machte er sich mit einer eigenen Agentur und einem Fotostudio einen Namen und arbeitet für führende Marken-Unternehmen. Seine Bücher wurden mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter der Goldmedaille der gastronomischen Akademie Deutschlands, dem Prix Mazille, dem Gourmand World Cookbook Award, Best of the World Photography und vielen mehr.

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11 Kommentare zu “DIE DELIKATESSE (Überarbeitete Fassung) – eine phantastische Story von Felis Breitendorf”

  1. Werner Karl sagt:

    Wer heißt denn Felis? Sicher ein Pseudonym, dazu hätte man aber auch Felix nehmen können. Was soll´s?
    Kurzgeschichten, in denen unsere menschlichen Verhaltensweisen und Vorlieben allerlei bösartige Wendungen nehmen können, kennen wir SF-Fans seit langem. Felis (Felice? eine Frau?) hätte den Schluß aber nicht in einem Erwachen aus einem Tag- oder Albtraum enden lassen sollen, sondern ruhig die Spezies Mensch/Langustenwesen “real” aufeinandertreffen lassen können. So wäre die Aussage der Story noch deutlicher gewesen. Mir kommt es immer so vor, als wollte der Erzähler dem Leser die Beruhigung verschaffen: Keine Angst, war ja nicht echt! Also brauchst du dir auch ja keine Gedanken über dein eigenes Verhalten machen. Bleib nur so wie du bist und iss deinen Hummer brav auf!
    Es ist ohnehin nur eine Frage der Zeit, bis die Menschheit auf – höchstwahrscheinlich – nichthumanoide Lebewesen trifft. Spätestens dann stellt sich die Frage: Kann man die essen? Wenn ET auch noch lecker aussieht, ist einem galaktischem Krieg doch Tür und Tor geöffnet. Wir schrecken ja noch nicht mal vor unseren eigenen Artgenossen zurück, warum sollten wir dann nicht auch lecker Langusten von Lyra IV verspeisen?
    Vielleicht hätte Felis auch noch mal den Rechtschreiber über seinen Text laufen lassen sollen,
    manchen Puristen – mich eingeschlossen – nimmt das ein wenig vom Lesespaß. An sich ist das Geschichtchen ganz nett, aber mein Hauptgrund SF zu lesen, wird hier leider nicht bedient: Ich will überrascht werden. Anstelle des Erwachens im Lokal wäre ein Schluss mit UPPS!-Effekt besser gewesen. Vielleicht das nächste Mal.

  2. Felis Breitendorf sagt:

    Mache doch mal einen Vorschlag, wie genau du die Story enden lassen würdest! Du bist doch Redakteur, dann kannst du doch ausserdem mal freundlicherweise die Rechtschreibung überarbeiten, ich bin ja nur als Besucher angemeldet und darf das nicht, da ich noch keinen Gast-Zugang habe. Aber vielleicht werde ich demnächst mehr Zeit haben, dann will ich wieder mehr schreiben und werde mir auch einen Gastzugang holen! Kannst du mir helfen bis dahin? Schreib doch mal ein alternatives Ende hier in den Kommentar, vielleicht nehme ich das dann oder lasse mich inspirieren?!

  3. Werner Karl sagt:

    Hallo Felis,

    meinen Vorschlag hab ich doch schon gemacht: Nicht im Lokal aufwachen und aufschnaufen “Oh, gottseidank nur ein Traum!”, sondern eine Begegnung mit einer ET-Languste, welche ihre von Menschen verspeisten Kinderchen rächt, indem sie die Erde… z.B. mit einer Invasion überzieht und die Menschen als köstliche Leckerbissen betrachtet, die es gilt niederzuringen und einen Teil zu erhalten, damit man nach der Eroberung auch noch was zum Schlemmen hat. Oder… z.B. den Feinschmecker entführt und auf dem Langusten-Heimatplaneten als Hauptbestandteil eines exotischen Abendessens seinen Langusten-Freunden präsentiert. Alles so im Stile von Twilight-Zone, den s/w-Folgen aus den Sechzigern.

    Auch wenn ich Redakteur bin, würde ich es nicht wagen, in einer fremden Story herumzuwursteln. Dafür achte ich das Urheberrecht zu sehr. Nee, mach das mal lieber selbst, der Lerneffekt – sprich Rechtschreibfunktion oder der gute alte Duden – ist dann viel besser.

    By-the-way: Ich als Sprachpurist hab so meine Probleme mit Anglizismen und Denglisch. In unserem http://www.buchrezicenter.de gibt es eine Rubrik “Storys”. Hier haben wir den lustig/schrecklichen Fall, dass es sich hierbei um das eingedeutsche (Denglisch) des englischen Wortes Story als Plural handelt, und das schreibt man tatsächlich “Storys”. In finde das furchtbar. Jeder der das liest, meint doch, wir haben einen an der Schüssel, weil wir nicht das englisch korrekte “Stories” verwenden. Wenn man berücksichtigt, dass wir a. eine deutsche website sind und b. den hölzernen Begriff “Kurzgeschichten” vermeiden wollten, dann ist es gerade noch – für mich als Sprachpuristen – erträglich.

    Felis, bitte schreib weiter. Es grüßt dich mit galaktischen Grüßen
    galaxykarl ;-) )

  4. Detlef Hedderich sagt:

    Dir als Sprachpurist muss ich leider sagen, dass du nicht richtig informiert bist: in Deutschland gibt es Sprachregeln und die besagen, dass Storys in Deutsch mit dem “s” hinten geschrieben wird. Deinen Vorschlag würde wirklich JEDER Lektor als Fehler ansehen und korrigieren! Ich habe auch noch mal eine kleine Erklährung in unserer Rubrik STORYS eingetragen, die kannst du ja mal lesen: http://sfbasar-blog.taysal.net/storys/. (Du meintest wohl auch sfbasar und nicht buchrezicenter glaube ich!) Es steht übrigens auch so im deutschen Duden, und daran halten wir uns einfach!

  5. Felis Breitendorf sagt:

    Also was die Story angeht, die habe ich in den 70ern geschrieben und nicht mehr korrigiert seit dem. Damals war ich Vegetarier und als Lasttaxifahrer bekam ich den Auftrag, bei einer Feinkostfirma Langusten, die lebend in Körben eingeladen wurden in mein Auto, an Restaurantes zu liefern. Dort wartete man schon händeringend darauf, und in einem Fall musste ich sogar sehen, wie ein Koch eines der Tiere lebendig in kochendes Wasser legte. Das war natürlich ein Schock für mich. Ich habe das versucht mit der Story zu verarbeiten und wollte den Protagonisten gerade deshalb in der realen Welt aufwachen lassen, damit der Leser damals tatsächlich einen Bezug zur realen Welt nachvollen konnte. Hätte ich es so enden lassen wie du vorschlägst, dann hätte der Leser das eben nicht gekonnt und nur schulterzuckend gedacht: “naja, halt nur ne sf-story, was juckt es mich”. So aber wollte ich zum Nachdenken anregen und habe das auch in einigen Fällen damals tatsächlich geschaft. Naja, heute bin ich kein fundamentaler Vegetarier mehr und esse lange schon wieder Fleisch, aber wenn man jung ist, will man halt die Welt verbessern, so war das damals halt in den 70ern!

  6. Ati sagt:

    Egal ob aufgewacht oder nicht. Mir gefällt die Geschichte und ich stimme Felis zu. Ich fühle mich eher von so etwas zum Nachdenken angeregt, als von einem Ende wie W. Karl es angesprochen hat.

    Jedenfalls bin ich schon auf weitere Geschichten von Felis gespannt.

    Viele Grüße
    Ati

  7. sfbasar.de » Blog Archiv » SFBASAR.DE-ANTHOLOGIE (mit Themenschwerpunkt): “Träume und Visionen”” sagt:

    [...] DIE DELIKATESSE – eine phantastische Story von Felis Breitendorf [...]

  8. Martina Möchel sagt:

    Ich werde nie wieder guten Gewissens eine Languste essen können! Habt Ihr diese Story schon mal gelesen? Sie kommt ganz still und leise und plötzlich steckt man drin und kann nicht mehr raus… :) :) :)

  9. Martina Möchel sagt:

    Ich mag diese Geschichte, auch wenn sie – wie man in den Kommentaren lesen konnte – ursprünglich in den 70ern entstanden ist, finde ich sie brandaktuell! Wirklich gut überarbeitet. :)

  10. Irene Schmidt sagt:

    Mir gefällt die neue Version wesentlich besser als die alte. Dennoch würde ich sie weiter bearbeiten. Hier stecken leider noch immer Reste des Muffs aus den 70ern drin. Sie hat aber richtig Potential und wäre weitere Mühen wert.

  11. Felis Breitendorf sagt:

    Dann werde ich mal meine persönliche Lektorin bemühen, mir dabei zur Hand zu gehen. Ich habe bei solch alten Texten ein bisschen die neutrale Sicht verloren, da mich das an frühere Erlebnisse erinnert…

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