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Literatur-Blog

Archiv für die 'Wissenschaftliche Spekulationen' Kategorie

SFBASAR.DE-ANTHOLOGIE (mit Themenschwerpunkt): “Künstliche Intelligenzen”

Erstellt von Detlef Hedderich am 23. April 2013

Künstliche Intelligenzen

sfbasar.de-Anthologie Band 28

mit Beiträgen der Community-Autoren

des Literatur-Blogs “sfbasar.de”

„Künstliche Intelligenz“ oder kurz „KI“ bezeichnet den Versuch, eine menschenähnliche Intelligenz nachzubilden, etwa in Form eines Computerprogramms. Gängigerweise wird damit aber auch oft eine nachgeahmte, vorgetäuschte Intelligenz bezeichnet, insbesondere bei Computerspielen, die durch meist einfache Algorithmen ein intelligentes Verhalten simulieren.

Die Vorstellung von künstlicher Intelligenz beschäftigt die Menschen schon seit langer Zeit. Computerprogrammexperte John McCarthy prägte 1955 den Begriff „artificial intelligence“ (“künstliche Intelligenz“). McCarthy ist der Erfinder der Programmiersprache LISP, eine der ersten Implementierungen eines Logikkalküls auf einem Computer. Seit der Klassischen Moderne wird dieser Begriff in Kunst, Film und Literatur dargestellt.

Die Begrifflichkeit von Künstlicher Intelligenz hat viele Wissenschaftler aber auch Philosophen dazu veranlaßt, Probleme wie das Verhältnis zwischen Materie und Geist, die Ursprünge des Bewußtseins, die Grenzen der Erkenntnis, das Problem der Emergenz, die Möglichkeit außermenschlicher Intelligenz usw. in einem neuen Licht zu betrachten und zum Teil neu zu bewerten.

Die Fragen, die sich letztlich stellen, ob KIs den Menschen einmal in allen Belangen an Intelligenz, an Wissen usw. haushoch übertreffen werden, sind dabei ebenso als Themen für Beiträge dieser Anthologie geeignet als auch die Fragen danach, ob diese Künstlichen Intelligenzen jemals so etwas wie Menschenrechte, Selbstbestimmungsrechte, ein wirkliches Ich-Bewußtsein oder so etwas wie eine Seele erreichen werden.

Vielleicht sind es ja Künstliche Intelligenzen außerirdischen Ursprungs, mit denen wir einmal Kontakt haben werden, deren Schöpfer und Erfinder schon seit undenkbar langen Zeiten aufgehört haben in ihrer ursprünglichen Form zu existieren.

Möglicherweise trifft das dann aber auch auf die Menschheit zu und letztlich werden die außerirdischen KIs mit denen Kontakt haben, die nach dem Aussterben der Menschheit unser Erbe fortsetzen. Vielleicht sind überall im Universum die eigentlichen Bewohner solche KIs, deren Schöpfer nicht mehr existieren.

Vielleicht ist das ja sogar ein evolutioneres Standartmodell des Universums und so etwas wie biologische Wesen als Schöpfer nehmen nur einen kurzen Zeitraum in diesem Prozeß ein.

Ich würde mich jedenfalls darüber freuen, wenn diese und auch viele andere Fragen zu diesem Themenkomplex in Form von Beiträgen für diese Anthologie Gegenstand guter Storys und Ähnlichem werden würden. Was könnt Ihr mir anbieten? Ich kann bislang folgende Beiträge anbieten:

FILMBESPRECHUNG: 2001 – ODYSSEE IM WELTRAUM – Regie: Stanley Kubrick (GB 1969) – Rezension von Michael Matzer

BUCHTIPP der sfbasar-Redaktion: C-SYSTEME von Johan Lagerkvist

DAS ENDE DER ERDE (irgendwann einmal) – Leseprobe (Teil 1) – aus dem Roman “Die Leere” von Rüdiger Uckert

IN VORBEREITUNG: DAS ENDE DER ERDE (irgendwann einmal) – Leseprobe (Teil 2) – aus dem Roman “Die Leere” von Rüdiger Uckert

BUCHBESPRECHUNG: DER RING von Paul Melko – Rezension von Gunther Barnewald

NEU - DIE LETZTE – SF-Story von Miriam Kleve

DIE MACHT DER ASCHE – Eine Science Fiction Geschichte von Michael Bahner

DUNKELHEIT – Science-Fiction-Kurzgeschichte von Ann-Kathrin Karschnick

ELEVIN VOM HINDUKUSCH – Textauszug (Teil 1) aus dem 1. Kapitel des geplanten SF-Romans “Das Paradies der Schriftlosen” von Detlef Hedderich

ELEVIN VOM HINDUKUSCH – Textauszug (Teil 2) aus dem 1. Kapitel des geplanten SF-Romans “Das Paradies der Schriftlosen” von Detlef Hedderich

ELEVIN VOM HINDUKUSCH – Textauszug (Teil 3) aus dem 1. Kapitel des geplanten SF-Romans “Das Paradies der Schriftlosen” von Detlef Hedderich

BUCHBESPRECHUNG: EMERGENZ – DIGITALES ERWACHEN (Kampagnenbuch für Shadowrun) – Rezension von Günther Lietz

BUCHBESPRECHUNG: EREBOS von Ursula Poznanski – Rezension von Iris GasperBUCHBESPRECHUNG: FIREBIRD von Jack McDevitt – Rezension von Gunther Barnewald

BUCHBESPRECHUNG: FÖRCHTBAR MASCHIEN von Iain Banks – Rezension von Michael Drewniok

BUCHBESPRECHUNG: GESTRANDET von Colin Harvey – Rezension von Michael Drewniok

HAINLEINS EXPERIMENTE – Eine utopisch phantastische Kurzgeschichte von Günther K. Lietz (sfb-Preisträger Platz 1 im Storywettbewerb 1/2013 – Geteilter Preis)

BUCHBESPRECHUNG: Krieg der Seelen – Kultur-Zyklus 7 von Iain Banks. – Rezension von Armin Möhle

MENSCH VERSUS ABDITUM MENTIS – ODER: DIE KORREKTUR DER INFORMATIONSVERBREITUNG VON KONTAKTEN MIT AUSSERIRDISCHEN – SF-Kurzgeschichte von Detlef Hedderich

BUCHBESPRECHUNG: RING O – BIRTHDAY von Kôji Suzuki – Rezension von Michael Drewniok

BUCHBESPRECHUNG: SCHAUMSCHWESTER von Thor Kunkel – Rezension von Thomas Hofmann

BUCHBESPRECHUNG: TOR ZUR APOKALYPSE (Star Trek – The Next Generation) von Scott & David Tipton – Rezension von Christel Scheja

BUCHBESPRECHUNG: ÜBERSETZUNG AUS DEM KOLOSIANISCHEN von Jack McDevitt - Rezension von Armin Möhle

Liebe Community-Autoren: Weitere Beiträge sind erwünscht und sollen diese Anthologie ergänzen. Wir planen bei genügend Beiträgen, diese Anthologie hier auch als PDF-File zusammen mit einem Spendenbutton (für kleine Beträge zum jeweiligen Storywettbewerb) anzubieten. Außerdem planen wir davon ein ebook und am Ende vielleicht sogar eine Printausgabe erscheinen zu lassen! Es liegt ganz an euch und eurer Teilnahme an den Anthologien! Wer also teilhaben möchte, der schreibt eine Geschichte oder einen Sachbeitrag zum Thema und stellt ihn bei uns als Artikel oder Story ein. Bei einer Story kann diese auch an den Storywettbewerben teilnehmen, muß das aber nicht zwingend! Wir hoffen auf eure Hilfe!

Liebe Besucher, Leser und Unterstützer unseres Literaturblogs, wenn Ihr unseren Autoren ein wenig Unterstützung bieten möchtet, so gibt es jetzt die Möglichkeit eine kleine Spende über den unten stehenden Button per Paypal in die Kasse einzuzahlen, aus der dann die Preisgelder für die Gewinner des nächsten Storywettbewerbs mitfinanziert werden:

Herzlichen Dank auch im Namen aller unserer Autoren!

Das sfbasar.de-Team
i.A.
Detlef Hedderich

Bildrechte: “Künstliche Intelligenzen” © 2013 by Karlheinz R. Friedhoff. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite:  http://www.charlys-phantastik-cafe.de/

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SFBASAR.DE-ANTHOLOGIE (mit Themenschwerpunkt): “Fragen an den Opa – aus Technik, Wissenschaft und Forschung”

Erstellt von Felis Breitendorf am 9. April 2013

Fragen an den Opa – aus Technik, Wissenschaft und Forschung

sfbasar.de-Anthologie Band 32

mit Beiträgen der Community-Autoren

des Literatur-Blogs “sfbasar.de”

Liebe Leser, liebe Freunde,

diese Anthologie wird ein wenig aus der Reihe fallen, weil es in diesem Band hauptsächlich darum geht, dass jüngere Leser mit reichlichen Erkenntnissen aus Technik, Wissenschaft und Forschung und mit harten Fakten aus diesen Bereichen versorgt werden.

Dies ist entweder in Form von Storys und Ähnlichem, wie etwa durch die Geschichten um “Fragen an den Opa” oder durch sehr gute Bücher, zu erfüllen. Kurzum, diese Anthologie dient eher der Wissensbereicherung in oben genannten Feldern als dem Präsentieren von Litereratur in belletristischer Form. Das widerum findet nun hauptsächlich statt in dem wir hier passende Buchrezis presentieren, die Sachbücher empfehlen, die diesen Zwecken hervorragend dienen.

Natürlich freuen wir uns dennoch über Geschichten und Ähnlichem, wenn damit die Grundabsicht dieser Anthologie erfüllt werden. Wir freuen uns also nicht nur auf Eure wissenreichen Geschichten sondern auch auf Eure sehr gute Auswahl an Fachliteratur für Jugenliche und Kinder in Form von Artikeln und Rezensionen. Und wer weiß, vielleicht füllen diese ja auch dem einen oder anderem erwachsenen Leser die eine oder andere Wissenlücke!

Bislang können wir folgende Beiträge anbieten:


BUCHBESPRECHUNG:
13 UNERKLÄRLICHE DINGE – DIE FASZINIERENDSTEN WISSENSCHAFTLICHEN RÄTSEL UNSERER ZEIT von Michael Brooks – Rezension von Michael Bahner (FÜR ETWAS ÄLTERE LESER!)

BUCHBESPRECHUNG:
100 SPANNENDE EXPERIMENTE FÜR KINDER von Georgina Andrews und Kate Knighton – Rezension von Yvonne Rheinganz

BUCHBESPRECHUNG:
DUNKLE KOSMISCHE ENERGIE – DAS RÄTSEL DES BESCHLEUNIGTEN UNIVERSUMS von Adalbert W. A. Pauldrach – Rezension von Michael Bahner (FÜR ETWAS ÄLTERE LESER!)

BUCHBESPRECHUNG:
ELEFANTEN IM ALL – UNSER PLATZ IM UNIVERSUM von Ben Moore – Rezension von Michael Bahner

BUCHBESPRECHUNG:
ERFORSCHE … DIE ENERGIE von Barbara Theuer – Rezension von Yvonne Rheinganz

BUCHBESPRECHUNG:
ERZÄHL MIR WAS VOM HIMMEL UND DER ERDE von Gudrun Mebs & Harald Lesch – Rezension von Michael Bahner

BUCHBESPRECHUNG:
EXOPLANETEN – DIE SUCHE NACH DER ZWEITEN ERDE von Sven Piper – Rezension von Michael Bahner

BUCHBESPRECHUNG:
FLIPFLOPS, IPOD, CURRYWURST – WER HAT’S ERFUNDEN? von Steffi Hugendubel-Dolll / Matthias Opdenhövel (Hg.) – Rezension von Yvonne Rheinganz

FRAGEN AN DEN OPA – Shortstory von Mona Mee

BUCHBESPRECHUNG: HOLLYWOOD IM WELTALL – WAREN WIR WIRKLICH AUF DEM MOND? von Thomas Eversberg – Rezension von Michael Bahner

BUCHBESPRECHUNG:
KLASSISCHE MECHANIK – VOM WEITSPRUNG ZUM MARSFLUG von Rainer Müller – Rezension von Michael Bahner (FÜR ETWAS ÄLTERE LESER!)

BUCHBESPRECHUNG:
KOSMISCHE REISE – VON DER ERDE BIS ZUM RAND DES UNIVERSUMS von Stuart Clark – Rezension von Michael Bahner

MEHR FRAGEN AN DEN OPA – Shortstory von Mona Mee


HÖRBUCHBESPRECHUNG:
NEWTON UND DER APFEL DER ERKENNTNIS von Luca Novelli – Rezension von Michael Bahner

(IN VORBEREITUNG) – NOCH MEHR FRAGEN AN DEN OPA – Shortstory von Mona Mee

(IN VORBEREITUNG) – NOCH VIEL MEHR FRAGEN AN DEN OPA – Shortstory von Mona Mee

(IN VORBEREITUNG) – NOCH SEHR VIEL MEHR FRAGEN AN DEN OPA – Shortstory von Mona Mee

BUCHBESPRECHUNG: PLATZ DA, PLUTO! – WAS ALLES IM WELTRAUM ABGEHT UND WARUM WIR NICHT IN SCHWARZE LÖCHER FALLEN SOLLTEN von Volker Präkelt (Autor) & Fréderic Bertrand (Illustrator) – Rezensiert von Michael Bahner

BUCHBESPRECHUNG: QUANTENMECHANIK FÜR AHNUNGSLOSE von Michael Haugk & Lothar Fritsche – Rezension von Michael Bahner (FÜR ETWAS ÄLTERE LESER!)

BUCHBESPRECHUNG:
SCHRÖDINGERS HUND  – QUANTENPHYSIK (NICHT NUR) FÜR VIERBEINER von Chad Orzel – Rezension von Michael Bahner

KALENDERBESPRECHUNG: STERNZEIT 2013 – EINE ASTRONOMISCHE REISE IN RAUM + ZEIT von Rüdiger Vaas (Textredaktion) – Rezension von Michael Bahner

BUCHBESPRECHUNG:
SUPERNOVAE UND KOSMISCHE GAMMABLITZE – URSACHEN UND FOLGEN VON STERNEXPLOSIONEN von Hans-Thomas Janka – Rezension von Michael Bahner (FÜR ETWAS ÄLTERE LESER!)

BUCHBESPRECHUNG:
TITANIC – UNTERGANG EINES TRAUMS von Philip Wilkinson – Rezension von Yvonne Rheinganz

NEU - BUCHBESPRECHUNG: URKNALL, WELTALL UND DAS LEBEN – VOM NICHTS BIS HEUTE MORGEN (WISSENSCHAFT IM DIALOG) von Harald Lesch & Josef Gaßner – Rezension von Michael Bahner (FÜR ETWAS ÄLTERE LESER!)

BUCHBESPRECHUNG: WO IST DAS WELTALL ZU ENDE? – DAS UNIVERSUM MEINEN ENKELN ERKLÄRT von Hubert Reeves – Rezension von Michael Bahner

BUCHBESPRECHUNG: ZEITPFAD – DIE GESCHICHTE UNSERES UNIVERSUM UND UNSERES PLANETEN von Jörg Resag – Rezension von Michael Bahner (FÜR ETWAS ÄLTERE LESER!)


Liebe Community-Autoren: Weitere Beiträge sind erwünscht und sollen diese Anthologie ergänzen. Wir planen bei genügend Beiträgen, diese Anthologie hier auch als PDF-File zusammen mit einem Spendenbutton (für kleine Beträge zum jeweiligen Storywettbewerb) anzubieten. Ausserdem planen wir davon ein ebook und am Ende vielleicht sogar eine Printausgabe erscheinen zu lassen! Es liegt ganz an euch und eurer Teilnahme an den Anthologien! Wer also teilhaben möchte, der schreibt eine Geschichte oder einen Sachbeitrag zum Thema und stellt ihn bei uns als Artikel oder Story ein. Bei einer Story kann diese auch an den Storywettbewerben teilnehmen, muss das aber nicht zwingend! Wir hoffen auf eure Hilfe!

Liebe Besucher, Leser und Unterstützer unseres Literaturblogs, wenn Ihr unseren Autoren ein wenig Unterstützung bieten möchtet, so gibt es jetzt die Möglichkeit eine kleine Spende über den unten stehenden Button per Paypal in die Kasse einzuzahlen, aus der dann die Preisgelder für die Gewinner des nächsten Storywettbewerbs mitfinanziert werden:

Herzlichen Dank auch im Namen aller unserer Autoren!

Das sfbasar.de-Team
i.A. Felis Breitendorf und Mona Mee

Bildrechte: “Fragen an den Opa” (FragenAnDenOpa7.jpg) © 2013 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

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SFBASAR.DE-ANTHOLOGIE (mit Themenschwerpunkt): “Apokalypsen – Dystopien, Katastrophen- & Weltuntergangsgeschichten”

Erstellt von Felis Breitendorf am 23. März 2013

Apokalypsen – Dystopien, Katastrophen- & Weltuntergangsgeschichten

sfbasar.de-Anthologie Band 29

mit Beiträgen der Community-Autoren

des Literatur-Blogs “sfbasar.de”

Liebe Leser, heute dürfen wir Euch eine neue Leseprobe für diese Anthologie vorstellen, deren Themenbreite recht vielfälltig genannt werden darf. Es geht um APOKALYPSEN – ferner um Dystopien, Katastrophen- & Weltuntergangsgeschichten aller Art. Was genau darf sich der Leser darunter vorstellen?

APOKALYPSEN (griechisch: Enthüllung / Offenbarung) war ursprüngich eine spezielle Schiene religiösen Literatur. In dieser Literatur ging es vor allem um den Weltuntergang, eine Zeitenwende oder gar um das Gericht Gottes, also vom Ende der bisherigen Welt und dem Kommen einer anderen, in der die „Enthüllung göttlichen Wissens“ im Mittelpunkt steht.

Kurz und gut: In prophetisch-visionärer Sprache berichtete eine Apokalypse damals vom katastrophalen „Ende der Geschichte“ und vom Kommen und Sein des „Reichs Gottes“. Hierfür gibt es viele überlieferte Schriften aus der Antike, dem Judentum und dem Urchristentum. Der Grundgedanke der apokalyptischen Theologie ist die Bestrafung der Welt durch Gott.

Als WELTUNTERGANG wird ein natürlich auftretendes, übernatürliches oder künstlich herbeigeführtes Ereignis bezeichnet, das die Menschheit, den Planeten Erde, unser Sonnensystem, die Milchstraße oder gar das gesamte Universum betrifft. Für einen Weltuntergang können KATASTROPHEN durch Menschenhand, durch Außerirdische oder durch die Natur hervorgerufen werden. Was alles durch Menschenhand geschehen kann, muß man nicht erklären, das liegt auf der Hand. Das sind Dinge, von denen man nicht weiß, ob und wann sie eintreten werden.

Genauso ist es mit Naturkatastrophen, von denen man nicht weiß, ob und wann sie eintreten, wie etwa einem Einschlag eines ausreichend großen Kometen oder Asteroiden, Kollision mit oder zumindest erhebliche Bahnstörung durch einen nahe vorbeifliegenden anderen Himmelskörpern, durch eine Supernova in nächster Nähe, oder durch einen Gammablitz (Gamma Ray Burst), der die Erde direkt trifft, oder dem Eintritt der Erde in den Anziehungsbereich eines Schwarzen Lochs ausreichender Größe.

Unvermeidbare Naturkatastrophen, sind jene, von denen man ganz genau weiß, daß sie geschehen werden und auch ungefähr wann. Dazu gehören etwa solche Geschehnisse, wie die Tatsache, dass unsere Milchstaße in zwei bis zehn Milliarden Jahren mit dem Andromedanebel kollidieren wird, einer Galaxy in der Größe unserer Milchstraße.

Eine weitere unvermeidbare Katastrophe für uns Menschen wird am Ende der Entwicklung unserer Sonne zu einem Roten Riesen stehen. Bisher wurde eine Zeitspanne von etwa vier Milliarden Jahre geschätzt, bis die Sonne ein solches Stadium erreicht hätte. Neuere Rechnungen legen aber nahe, dass die Sonne schon vorher ihre Strahlkraft langsam und kontinuierlich steigern wird, so dass in ca. 900 Millionen Jahren aufgrund der Hitze kein (höheres) Leben auf der Erde mehr möglich sein wird.

Die unvermeidbaren Katastrophen, die sicher kommen werden, bewegen sich aber oft in einer sehr weiten Zukunft. Was in naher Zukunft passiert, ist jedenfalls alles, was in Menschenhand liegt. Doch hier sind es nicht nur Geschichten, die zur Apokalypse oder zum Weltuntergang führen, die wir für diese Anthologie von Euch erhoffen, sondern auch Geschichten, darüber, wie sich das Leben der Menschen zum negativen verändern wird, durch die Schuld von uns Menschen selbst.

Diese Geschichten nennt man auch DYSTOPIEN (englisch dystopia) dem Gegenentwurf einer positven Weltentwicklung, die man auch Utopien nennt. Eine solche Dystopie erzählt in der Regel eine Geschichte aus, von oder um eine diktatorische Regierungsform oder eine Form repressiver sozialer Kontrolle. Hervorstechenstes Merkmal einer Dystopie ist der Umstand, dass dem Individuum jegliche Freiheit genommen wird, die Kommunikation untereinander eingeschränkt oder gestört und das Bewusstsein der Mitglieder einer solchen Welt oder eines solchen Staates, sich nicht entfalten können oder dürfen.

Von all diesen Dingen und Voaussetzungen sollen die Geschichtem, die Storys, Gedichte, Artikel, Buch- und Filmbesprechungen dieser Anthologie handeln, die wir von Euch erhoffen. Bitte unterstützt uns dabei. Wir haben schon mal einige Beiträge aus den Seiten der sfbasar-Redaktionen zusammengetragen, die wir Euch hiermit vorstellen möchten:

ALTE TRADITIONEN HABEN AUCH IHR RECHT! – Eine Kurzgeschichte von Martina Müller

AUFERSTANDEN (Leseprobe zu:) DER FÜRST DER SKORPIONE – Science Fiction-Roman von Marcus Hammerschmitt

BUCHBESPRECHUNG: BLACK OUT – MORGEN IST ES ZU SPÄT von Marc Elsberg – Rezension von Rebecca Humpert

BUCHTIPP der sfbasar-Redaktion: C-SYSTEME von Johan Lagerkvist

NEU - DAS ENDE DER ERDE (irgendwann einmal) – Leseprobe (Teil 1) – aus dem Roman “Die Leere” von Rüdiger Uckert

IN VORBEREITUNG: DAS ENDE DER ERDE (irgendwann einmal) – Leseprobe (Teil 2) – aus dem Roman “Die Leere” von Rüdiger Uckert

DAS LETZTE ZEICHEN – Leseprobe (Teil 1) aus dem gleichnamigen Roman von Gemma Malley

DAS LETZTE ZEICHEN – Leseprobe (Teil 2) aus dem gleichnamigen Roman von Gemma Malley

BUCHBESPRECHUNG: DAS LETZTE ZEICHEN – von Gemma Malley – Rezension von Yvonne Rheinganz

DAS SPÄTE ERBE DER ROTEN KHMER – ein Science Fiction-Szenarium von Felis Breitendorf

BUCHBESPRECHUNG: DEAD MOON VERTICAL 2013 von Luis Royo – Rezension von Yvonne Rheinganz

BUCHBESPRECHUNG: DER ZUCKERKREML von Vladimir Sorokin – Rezension von Gunther Barnewald

BUCHBESPRECHUNG: DIE ASCHE DER ERDE von Eliot Pattison – Rezension von Michael Drewniok

BUCHBESPRECHUNG: DIE BESTIMMUNG (Band 1) – von Veronica Roth – Rezension von Iris Gasper

BUCHBESPRECHUNG: DIE BESTIMMUNG (Band 1) – von Veronica Roth – Rezension von Yvonne Rheinganz

BUCHBESPRECHUNG: DIE BESTIMMUNG – TÖDLICHE WAHRHEIT (Band 2) – von Veronica Roth – Rezension von Iris Gasper

BUCHBESPRECHUNG: DIE BESTIMMUNG – TÖDLICHE WAHRHEIT (Band 2) – von Veronica Roth – Rezension von Yvonne Rheinganz

DIE BIOLOGISCHE UHR DER STÖRCHE – eine Science Fiction-Kurzgeschichte von Detlef Hedderich

BUCHBESPRECHUNG: DIE LETZTE ARCHE von Stephen Baxter – Rezension von Michael Drewniok

ERNTEZEIT – eine kurze Erzählung von Martin Ott

BUCHBESPRECHUNG: FÖRCHTBAR MASCHIEN von Iain Banks – Rezension von Michael Drewniok

GEFANGEN – Leseprobe zu “DAS HERKULES-PROJEKT”, Roman von Marcus Hammerschmitt

FILMBESPRECHUNG: HEARTLESS (GB 2009) – Regie u. Drehbuch: Philip Ridley – Rezensiert von Michael Drewniok

HERRSCHAFT DER ALTEN – Zukunftsroman von Alfred Bekker (Leseprobe)

BUCHBESPRECHUNG: INFERNO von Thomas N. Scortia/Frank M. Robinson – Rezension von Michael Drewniok

KANINCHEN AUF DEM MARS Oder: DIE KORREKTUR DER ARTENDOMINANZ IM SOLSYSTEM – eine Science Fiction-Kurzgeschichte von Felis Breitendorf

BUCHBESPRECHUNG: LIBERTY 9 – SICHERHEITSZONE (Band 1) von Rainer M. Schröder – Rezension von Yvonne Rheinganz

BUCHBESPRECHUNG: RETURN MAN von V. M. Zito – Rezension von Michael Drewniok

RITTERSPORN – Leseprobe (1) aus dem SF-Jugendroman “BETA” von Rachel Cohn

SIE SIND NUR MENSCHEN (Teil 1) – Phantastische Erzählung von Magret Schwekendiek

SIE SIND NUR MENSCHEN (Teil 2) – Phantastische Erzählung von Magret Schwekendiek

SIE SIND NUR MENSCHEN (Teil 3) – Phantastische Erzählung von Magret Schwekendiek

STONEHENGE – Leseprobe (Teil 1) aus dem gleichnamigen Band von Barbara Wegener

STONEHENGE – Leseprobe (Teil 2) aus dem gleichnamigen Band von Barbara Wegener

STONEHENGE – Leseprobe (Teil 3) aus dem gleichnamigen Band von Barbara Wegener

FILMBESPRECHUNG: VAMPIRE NATION (USA 2010) – Regie u. Schnitt: Jim Mickle – Rezensiert von Michael Drewniok

Liebe Community-Autoren: Weitere Beiträge sind erwünscht und sollen diese Anthologie ergänzen. Wir planen bei genügend Beiträgen, diese Anthologie hier auch als PDF-File zusammen mit einem Spendenbutton (für kleine Beträge zum jeweiligen Storywettbewerb) anzubieten. Außerdem planen wir davon ein ebook und am Ende vielleicht sogar eine Printausgabe erscheinen zu lassen! Es liegt ganz an euch und eurer Teilnahme an den Anthologien! Wer also teilhaben möchte, der schreibt eine Geschichte oder einen Sachbeitrag zum Thema und stellt ihn bei uns als Artikel oder Story ein. Bei einer Story kann diese auch an den Storywettbewerben teilnehmen, muß das aber nicht zwingend! Wir hoffen auf eure Hilfe!

Liebe Besucher, Leser und Unterstützer unseres Literaturblogs, wenn Ihr unseren Autoren ein wenig Unterstützung bieten möchtet, so gibt es jetzt die Möglichkeit eine kleine Spende über den unten stehenden Button per Paypal in die Kasse einzuzahlen, aus der dann die Preisgelder für die Gewinner des nächsten Storywettbewerbs mitfinanziert werden:

Herzlichen Dank auch im Namen aller unserer Autoren!

Das sfbasar.de-Team
i.A.
Felis Breitendorf & Martina Müller

Bildrechte: Cover-Apokalypsen.jpg © 2013 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: saargau-arts.de – http://saargau-arts.de/

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STONEHENGE – Leseprobe (Teil 3) aus dem gleichnamigen Band von Barbara Wegener

Erstellt von Detlef Hedderich am 27. Februar 2013

STONEHENGE

Leseprobe (Teil 3) aus dem gleichnamigen Band

von

Barbara Wegener

(Zum vorherigen Teil)

„Verdammter Mist. Wir müssen hier verschwinden. Es muss noch einen Hinterausgang geben. Lass uns nachsehen.“ Daniel drehte sich um und ging zurück zur Theke, hinter der er vorhin eine Tür bemerkt hatte. Doch Thomas rührte sich nicht. Wie eine Statue stand er an der verschlossenen Glastür, die Hände immer noch gehoben.

„Was ist los? Komm! Wir müssen hier verschwinden!“, rief Daniel ihm zu, lief zur Schiebetür zurück und versuchte seinen Freund an der Schulter herumzureißen. Vor Entsetzen starrte er Thomas an. Der helle Vollmond beleuchtete das Gesicht seines Freundes. Doch es war nicht mehr dasselbe Gesicht. Ihm starrte eine Fratze entgegen, die einem Albtraum entstiegen sein könnte. Die glatte, bartlose Haut hatte sich mit grünen, glänzenden Schuppen überzogen. Die Nase war fast gänzlich verschwunden und an ihre Stelle waren zwei Schlitze gerückt. Genau in diesem Augenblick verschwand Thomas Haar unter einem dichten Schuppenpanzer.

Der Körper wurde breiter. Daniel hörte den Stoff der Jeans reißen. Die Fetzen der Hose fielen zu Boden. Thomas hatte zwar immer schon einen athletischen Körper gehabt, nun aber waren die Beinmuskeln auf unnatürliche Weise angewachsen. Die Haut verfärbte sich giftgrün und auch hier bildeten sich langsam aber stetig glänzende Schuppen.

Daniel wich einen Schritt zurück.

Nun zerriss auch Thomas graues Sweatshirt.

Nackt stand diese Kreatur des Grauens vor Daniel.

Die Arme verkürzten sich, aus den Händen formten sich Klauen und um das Grauen noch zu steigern, bildete sich ein langer, dicker, schuppenüberzogener Schwanz.

Daniel konnte vor Entsetzen keinen Ton herausbringen. Er wich ein Stück zurück, den Blick starr auf das Monster gerichtet.

Dann gelang es ihm endlich, sich von dem grausigen Anblick loszureißen.

Die Kreatur hob ihre, mit messerscharfen Klauen versehenen Hände. Daniel drehte sich um und rannte durch die Regalreihen auf den Hinterausgang zu. Er rannte um sein Leben. Aber er hatte nicht den Hauch einer Chance. Eine Klaue bohrte sich in seine rechte Schulter und riss sie, mitsamt dem Arm, heraus. Daniel schrie vor Entsetzen und Schmerz.

Dann war es plötzlich still.

Lediglich ein Schmatzen war zu hören, als die Kreatur Daniels Kehle durchbiss und sich hungrig über die Leiche hermachte.

Nach wenigen Minuten erhob sich das Monster von den Resten seiner grausigen Mahlzeit und stapfte in Richtung des Hinterausgangs, um die Tankstelle zu verlassen. Es bemerkte den vor Angst erstarrten Mann nicht, der sich hinter einer Säule versteckt hielt und die entsetzliche Szene beobachtet hatte. Dieser vergaß, dass er eigentlich um Hilfe für sein liegen gebliebenes Fahrzeug bitten wollte und rannte, nachdem das Monster aus dem Blickfeld verschwunden war, eilig davon.

*

„Dendrak!“, rief einer der Zuhörer. „Das war eines der ersten Dendraks!“

Wulf nickte ihm müde zu. Ein eiskalter Schauer lief ihm über den Rücken, wenn er an die blutrünstigen Bestien dachte, die kurz nach der Sperrstunde die Straßen und Wege für die Grauen patrouillierten. Noch eine Geschichte hatte er aus dem alten Buch vorzulesen, dann war sein Vertrag mit dem Wirt erfüllt und die Rechnung für seine Unterkunft und Verpflegung beglichen. Er musste sich beeilen, damit die Gäste rechtzeitig ihre Unterkünfte erreichten.

Wulf blätterte erneut vorsichtig eine Seite weiter.

*

Katrin Meyer nahm das letzte Blatt aus dem Kopierer, kontrollierte noch einmal, ob der Schriftsatz richtig sortiert war und ging zurück zu ihrem Schreibtisch. Ihr Blick fiel auf ihre Armbanduhr. Halb Zwei in der Frühe. Und der Arbeitstag war noch nicht zu Ende. Seufzend legte sie den Schriftsatz, nebst der soeben gefertigten Kopien in die Unterschriftenmappe und hakte die Arbeit auf ihrer To-do-Liste ab. Sie hoffte, dass ihr Chef, der große Staranwalt Florian Kogge, nicht noch weitere Veränderungen vornehmen würde. Aber ihr war klar, dass es reines Wunschdenken war. Bisher war ihm immer noch das Eine oder Andere eingefallen, was ergänzt oder verändert werden musste.

Sie stand auf, nahm die Unterschriftenmappe, richtete ihr schwarzes Kostüm und verließ das Büro. Ein dichter Teppichflor verschluckte die Geräusche ihrer Schritte vollständig.

Vor der Bürotür ihres Arbeitgebers atmete sie noch einmal tief durch, bevor sie anklopfte. Kogge hasste es, gestört zu werden. In Gedanken machte sie sich bereits auf einen seiner Wutanfälle gefasst.

„Was ist denn jetzt schon wieder?“ Kogge war wie immer gereizt.

Katrin öffnete die Tür und betrat das gewaltige Büro.

„Der Schriftsatz in der Strafsache Meingau. Sie wollten ihn sofort sehen, wenn er fertig geschrieben ist“, antwortete sie eingeschüchtert. Sie arbeitete jetzt schon seit zwölf Jahren für Kogge, hatte sich aber an seine rücksichtslose und manchmal auch brutale Art nicht gewöhnen können.

„Geben Sie her.“ Kogge legte das Diktiergerät, in das er bis vor wenigen Augenblicken gesprochen hatte, vor sich auf den Schreibtisch und winkte sie ungeduldig zu sich.

Langsam blätterte er die zwanzig Seiten durch. Katrin wartete geduldig. Das hatte sie in all den Jahren gelernt – Geduld zu haben.

Kogge setzte gerade dazu an, ihr die erwartete Änderung zu diktieren, als es unvermittelt stockdunkel wurde.

Sowohl die Deckenstrahler, die in die weiße Vertäfelung eingelassen waren, als auch die elegante, chromfarbene Schreibtischlampe, versagten ihren Dienst.

„Das darf doch nicht wahr sein“, polterte Kogge und versuchte mehrmals die Schreibtischlampe wieder in Gang zu bekommen. „Meyer, sehen Sie mal nach, was da los ist.“

Katrins Augen hatten sich schnell an das Dämmerlicht im Zimmer gewöhnt. Das Licht des Vollmondes sorgte dafür, dass sie genug sehen konnte, um, ohne gegen Büromöbel oder die von Kogge so heiß geliebte und von ihm mitten im Raum platzierte Skulptur zu stoßen, relativ rasch den Lichtschalter neben der Tür zu erreichen. Nichts.

„Ich werde es von meinem Büro aus versuchen”, schlug Katrin vor. „Vielleicht kann ich von dort aus den Hausmeister erreichen.”

„Na Los! Machen Sie schon. Worauf warten Sie noch? Glauben Sie, ich habe Lust die ganze Nacht im Dunkeln zu sitzen? Ich habe zu arbeiten!”

Auch im Flur brannte kein Licht. Katrin tastete sich zu ihrer Bürotür. Weder Licht noch Telefon funktionierten. Selbst ihr Handy verweigerte den Dienst. Verwirrt schaute sie aus dem Fenster. In der ganzen Stadt war kein einziger Lichtschimmer zu sehen. Selbst die Straßen, auf denen um diese Zeit immer dichter Verkehr herrschte, lagen in völliger Dunkelheit.

Ein Geräusch ließ sie herumfahren.

„Was ist denn nun? Ich bezahle Sie doch nicht fürs Nichtstun.”

„Herr Kogge. Es tut mir Leid, aber weder das Telefon noch mein Handy funktionieren. Sehen Sie selbst. In der gesamten Stadt scheint der Strom ausgefallen zu sein.”

„Erzählen Sie keinen Unsinn. Der Akku des Handys hat nichts mit der Stromversorgung zu tun. Geben Sie mal her. Sie sind wohl einfach nur zu blöd, um zu telefonieren.”

Katrin reichte ihm ihr Handy und verfolgte mit gemischten Gefühlen die Versuche ihres Chefs dieses in Gang zu bringen.

Trotz des dürftigen Lichts konnte sie erkennen, dass sich sein Gesicht immer dunkler färbte, als auch er keinen Erfolg hatte.

Mit einem wütenden Aufschrei warf er das Handy gegen die Fensterscheibe, die zwar nicht zerbarst, aber doch bedenklich bebte.

„Ich will, dass die verdammte Lampe angeht. Ich will Licht”, schrie er aufgebracht. Katrin wünschte sich unsichtbar zu sein. Wenn Kogge einen seiner cholerischen Anfälle bekam, sollte man sich tunlichst nicht in seiner Nähe aufhalten.

Ihr Entsetzen wurde noch größer, als sie feststellte, dass Kogge plötzlich von Innen zu leuchten begann. Seine gesamte Gestalt hob sich erst leicht vom dunklen Hintergrund ab, leuchtete immer stärker und einzelne Flammen züngelten an seinem Körper empor.

„Diese Kraft! Das ist unglaublich! Es fühlt sich an, als ob ich alles tun könnte.“ Er blickte auf seine immer stärker glühende Gestalt herab. Augenblicke später bestand er nur noch aus Flammen.

Katrin schwanden die Sinne.

Als sie wieder erwachte, fand sie sich alleine im immer noch dunklen Büro vor. Von Kogge fehlte jede Spur. Im Büro war es eiskalt. Als sie sich umblickte, bemerkte sie ein mannshohes Loch in der verrußten Fensterscheibe. Katrin blickte nach draußen. Der Chef wird doch nicht… Aber das war doch unmöglich. Das Büro befand sich in der zweiunddreißigsten Etage. Ein greller Lichtschein in der Ferne ließ sie dann aber erschauern. Eine hell leuchtende, brennende Gestalt flog auf die Randbezirke der Stadt zu und warf Flammenblitze auf Häuser und Autos, die augenblicklich explodierten.

*

„Diese Ereignisse, welche sich in jener schicksalhaften und die Welt für alle Zeiten verändernden Nacht zugetragen haben, habe ich notiert, damit die Nachwelt erfährt, was damals wirklich geschah und dass die Welt früher anders ausgesehen hat! – Wolfgang Ullmann.“ So beendete Wulf seine Vorlesung und schloss behutsam das Buch, damit die brüchigen, vergilbten Seiten keinen Schaden nahmen. (…)

Copyright © 2012 by Barbara Wegener

Bildrechte: Coverillustration “Fremdwesen01” (TN-20110131041632-4c05fc6e.jpg) © 2011 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Bildrechte: Cover-Apokalypsen.jpg © 2013 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: saargau-arts.de – http://saargau-arts.de/

Wer wissen will, wie es weitergeht, kann den folgenden Titel als ebook bestellen:

Eine mysteriöse Wolke ummantelt die Erde, um deren Zukunft für immer zu verändern. Das Leben, wie man es kennt, existiert fortan nicht mehr. Jegliche Technik ist unbrauchbar, stattdessen verfügen einige Menschen über Magie, andere werden zu blutrünstigen Monstern. Nach Jahrhunderten des Chaos wird endlich „Lysan“ die Auserwählte geboren, die den finsteren Machenschaften ein Ende setzen kann. Eine Mission, die Lysan und ihre Gefährten zum sagenumwobenen Stonehenge führt.

Barbara Wegener: Stonehenge (ebook)

Format: Kindle Edition
Dateigröße:
258 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe:
178 Seiten
Verlag:
Satzweiss; Auflage: 1 (30. Januar 2013)
Verkauf durch:
Amazon Media EU S.à r.l.

Titel bei amazon.de

Auch erhältlich bei thalia.at

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Michael Tsokos: Der mit den Toten spricht – Berichte aus der Rechtsmedizin – BUCHPREMIERE: Dienstag, 12. März 2013, 20 Uhr – Hörsaalruine der Charité – Charitéplatz 1, Berlin – Moderation: Volker Wieprecht

Erstellt von Droemer Knaur am 15. Februar 2013

Michael Tsokos: Der mit den Toten spricht – Berichte aus der Rechtsmedizin – BUCHPREMIERE: Dienstag, 12. März 2013, 20 Uhr   Hörsaalruine der Charité  Charitéplatz 1, Berlin  Moderation: Volker Wieprecht

»Willkommen in meiner Welt. Einer Welt voll abscheulicher Verbrechen und roher Gewalt. Aber auch einer Welt voll erstaunlicher Wendungen bei unseren Untersuchungen. Sie werden sehen: Es gibt tatsächlich nichts, was es nicht gibt. Willkommen im Leben.« Michael Tsokos

Sein Geschäft ist der Tod. Täglich ist er ihm auf der Spur: am Tatort, auf dem Obduktionstisch, im Labor und vor Gericht. Er lüftet das tödliche Geheimnis : War es Mord, Selbstmord, ein Unfall – oder eine natürliche Todesursache? Zusammen mit seinen Mitarbeitern  analysiert er die relevanten Spuren und fügt die Indizien wie Mosaiksteine zu einem Gesamtbild zusammen, das zur Rekonstruktion des Geschehens führt.

Michael Tsokos, Deutschlands berühmtester Rechtsmediziner, schildert die rätselhaftesten Fälle, an deren Lösung er selbst maßgeblich beteiligt war: Kriminalfälle, bei denen falsche Fährten gelegt wurden, Sexualmorde und tödliche Kohlenmonoxid-Vergiftungen. Da gibt es den Mann mit den zwei DNA, die vermeintlich strangulierte Frau, spiegelverkehrte Schnittwunden und selbstindizierte Giftstoffe oder verräterische Stichwunden und Blutspritzer, die nicht zum Tathergang passen wollen… Erstaunt stellt man fest: Rechtsmedizin ist facettenreicher als der „Tatort“ oder „CSI“ vermuten lassen. Und immer wieder gibt es Verbrechen, die auch Tsokos nicht kalt lassen. Oftmals sind gerade nicht die grellen Mordgeschichten, sondern die stillen Tragödien, die sich unbemerkt von der Öffentlichkeit abspielen, die ihn berühren und schmerzlich lange in der Erinnerung bleiben.

Prof. Dr. Michael Tsokos leitet das Institut für Rechtsmedizin der Charité und das Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin in Berlin. Als Experte ist er im In- und Ausland tätig, wie z.B. für die UN zur Identifizierung ziviler Opfer in Kriegsgebieten. 2005 wurde ihm der Medienpreis Bambi für seinen Einsatz bei der Identifizierungs-Mission deutscher Tsunami-Opfer in Thailand verliehen. Zusammen mit Sebastian Fitzek schrieb er den SPIEGEL-Bestseller Abgeschnitten.

Michael Tsokos
Die Klaviatur des Todes

Deutschlands bekanntester Rechtsmediziner klärt auf
HC, 336 Seiten
€ 19,99 (D)/ € 20,60 (A)/ sFr 30,50
ISBN 978-3-426-27602-0
Erscheinungstermin: 1. März 2013

Für den ersten März 2013 ist auf sfbasar.de eine Verlosung geplannt!

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STONEHENGE – Leseprobe (Teil 2) aus dem gleichnamigen Band von Barbara Wegener

Erstellt von Barbara Wegener am 15. Februar 2013

STONEHENGE

Leseprobe (Teil 2) aus dem gleichnamigen Band

von

Barbara Wegener

(Zum vorherigen Teil)

„Hilfe! Hört mich jemand? Ich stecke im Aufzug fest!“

Max schüttelte den Kopf. Charly war bestimmt schon fast zuhause. Er konnte sie gar nicht hören. Selbst, wenn sie tatsächlich im Aufzug stecken geblieben wäre, hätte er sie nicht in dieser Lautstärke hören können. Er musste sich das nur eingebildet haben.

Max ging vorsichtig durch den vom Mond erhellten Flur zurück in sein Zimmer, um sich fürs Bett fertig zu machen.

„Hilfe! Hört mich jemand? Ich stecke im Aufzug fest!“

Laut und deutlich, so als wenn sie direkt neben ihm stehen würde, hörte er Charly rufen. Max lief zur Wohnungstür und riss sie auf.

„Charly?“, rief er aufgeregt und es kümmerte ihn nicht, dass er möglicherweise die Nachbarn mit seinem Rufen wecken würde.

„Ich bin hier! Hier im Aufzug!“, hörte er Charlys Stimme, nun etwas leiser aus dem Fahrstuhlschacht. „Ich stecke zwischen der zweiten und dritten Etage fest.”

„Bleib ruhig. Ich hol den Hausmeister.“ Max lief die Treppen bis ins Erdgeschoss hinunter und drückte auf den Klingelknopf von Hubert Heim, dem Hausmeister dieses Hauses, doch es folgte nicht der übliche Westminsterklang, den Heim als Klingelton gewählt hatte. Max seufzte und klopfte nun laut an der Tür.

Doch der Hausmeister öffnete nicht. Stattdessen hörte er eine Stimme aus der ersten Etage. Er hatte Oma Weinhaupt geweckt.

„Wer macht denn hier zu nachtschlafender Zeit solch einen Lärm? Wisst ihr überhaupt wie spät es ist? Gebt Ruhe, sonst hole ich die Polizei!“, rief sie aufgebracht.

„Oma Weinhaupt? Hier ist Max. Ich brauch den Hausmeister. Charly steckt im Aufzug fest“, entschuldigte sich Max zu ihr gewandt.

„Der Hubert ist nicht da. Der ist doch seit gestern im Urlaub. Spanien, glaub ich. Als Hausmeister scheint man ja ordentlich zu verdienen“, antwortete sie. „Da solltest du am Besten die Feuerwehr rufen. Oder noch besser die Polizei. Die wissen bestimmt, was zu tun ist. Warte. Ich ruf mal an. Dann musst du nicht so weit hoch laufen.“

Max hörte, wie sich ihre schlurfenden Schritte entfernten. Nach nur wenigen Augenblicken war sie zurück.

„Das Telefon geht nicht. Auch nicht das Handy, das Dörthe mir zum Geburtstag geschenkt hat. Ich versteh das nicht. Das Handy hat doch gar nichts mit unserem Sicherungskasten und mit dem Strom zu tun. Das funktioniert doch mit Batterien oder hab ich da was falsch verstanden? Immer dieser neumodische Kram“, schimpfte sie aufgebracht.

Max lief die Treppe bis zur dritten Etage hoch und kniete sich vor die Aufzugtür.

„Charly? Hörst du mich? Der Hausmeister ist nicht da. Der Strom im gesamten Haus ist ausgefallen. Die Polizei kann ich nicht rufen. Das Telefon funktioniert nicht.“

„Max, hol mich hier raus! Ich hab Angst!“ Charlys Stimme hörte sich wie ein Wimmern an.

In seiner Verzweiflung zog und zerrte Max an den Aufzugtüren. Ihm war klar, dass er sie nicht öffnen konnte. Umso erstaunter war er, als er spürte, dass sich die Türen leicht zur Seite bewegt hatten. Max spürte eine enorme Kraft in sich wachsen. Er versuchte es noch einmal. Wieder ein Stück. Nun war der Spalt bereits so groß, dass er mit seinen Fingern hinein fassen konnte. Die Türen bewegten sich immer weiter und es fiel ihm immer leichter, sie auseinander zu drücken.

„Charly? Ganz ruhig. Versuch dich hochzuziehen. Warte. Hier sind meine Hände. Ja, gut so.“ Max zog seine Freundin Zentimeter für Zentimeter aus dem Fahrstuhlschacht. Ein letzter Ruck und sie saß vor ihm auf dem Flurboden. Erleichtert schloss er sie in seine Arme.

„Sag mal, machst du heimlich Kraftsport?“ Charly sah ihn erstaunt an. „Also, ich hätte die Tür nicht aufbekommen.“

„Du weißt, dass ich Handball spiele. Klar, hab ich da ein wenig Kraft, aber die Tür hätte ich normalerweise auch nicht öffnen können. Ich hab keine Ahnung, wie ich das gemacht hab. Es ging ganz einfach. Oma Weinhaupt?“, rief er nach unten. „Können Sie kurz auf Charly aufpassen, damit ich meine Jacke holen kann? Ich werde sie nach Hause begleiten. Nach all dem, was grade passiert ist, sollte sie nicht alleine gehen.“

Max begleitete seine Freundin zum Haus ihrer Eltern und wartete davor, bis sie die Haustür hinter sich geschlossen hatte. «

*

Wulf blätterte die Seite des alten, zerlesenen Buches um. Er ging vorsichtig zu Werk, damit das brüchige Papier nicht noch mehr einriss. Die Kapuze seines braunen Umhangs war ihm vom Kopf gerutscht und gab ein uraltes, verwittertes Gesicht preis. Wulf nahm einen weiteren Schluck Met aus dem Humpen und las weiter.

*

Thomas und Daniel schlichen gebückt um die Tanksäule und beobachteten den Kassierer, der gelangweilt in einer Sportzeitung las. Um diese späte Nachtzeit rechnete er nicht mehr mit viel Kundschaft. Seufzend blickte er auf seine Uhr. Fast zwei. Noch vier Stunden bis seine Schicht vorbei war. Er freute sich schon auf seinen Schlummertrunk, sein warmes Bett, in dem Ellen auf ihn wartete und auf den freien Tag, den sie gemeinsam verbringen wollten.

Er bemerkte die beiden vermummten Gestalten erst, als das Summen der elektrischen Schiebetür ihren Eintritt in die Verkaufshalle kundtat. Die Tür hatte er vor wenigen Minuten geöffnet, damit die Putzfrau den Raum betreten konnte. Normalerweise wurden die Kunden um diese Uhrzeit über den Nachtschalter bedient und die Tür war verschlossen. Da er aber viel zu bequem war, öffnete er die Schiebetür stets einige Minuten vor dem Eintreffen der Reinigungskraft.

Wie gewohnt wollte er seine späten Kunden begrüßen, als ihn die Aufmachung der Beiden erstarren ließ. Ein Überfall. Das war nun schon der Dritte, den er miterleben musste. Sein Chef hatte Anweisung gegeben, sich in solchen Fällen nicht zu wehren, um die Verbrecher nicht gegen sich aufzubringen. Geld und Waren konnten ersetzt werden. Sie waren versichert und kein Menschenleben wert.

Schon richtete einer der Räuber eine Pistole auf ihn.

„Scheiße!“, fluchte der Kassierer verhalten und hob instinktiv die Hände. Mit dem nahen Feierabend war es wohl vorbei.

„Geld raus! Sofort!“ Thomas bemühte sich seinen Kopf gesenkt zu halten, damit er von der Überwachungskamera nicht erfasst werden konnte. „Los! Wird’s bald?“ Er hielt dem Kassierer eine Plastiktüte vor das Gesicht. Daniel umrundete die Verkaufstheke und bediente sich an den dort ausgestellten Zigarettenstangen.

Der Kassierer öffnete ergeben die Registrierkasse, entnahm die wenigen Geldscheine, die sich um diese Zeit dort befanden, und legte sie in die Tüte. Thomas griff nach ihr, nahm sich noch ein Päckchen Kaugummi aus der Auslage, stopfte einige Zigarettenstangen, die Daniel ihm reichte zu dem Geld und drehte sich zur Tür.

Kaum war er zwei Schritte gegangen, erlosch das Licht im Verkaufsraum.

„Was hast du gemacht?“, schrie Thomas wutentbrannt.

„Ich?“ Der Kassierer, der immer noch mit erhobenen Händen hinter dem Tresen stand, sah ihn angsterfüllt an. „Ich hab nichts gemacht, verdammt noch mal. Ich steh hier doch ganz ruhig.“

„Das kannst du deiner Oma erzählen.“

„Los, weg hier!“, rief Thomas seinem Kumpan zu und beide beeilten sich zur Schiebetür zu gelangen.

Die Tür ließ sich nicht öffnen. Wütend hämmerten beide mit ihren Fäusten gegen das Glas. Doch auch das nützte nichts.

Thomas drehte sich um und richtete die Waffe erneut auf den Kassierer.

„Mach das Scheißding auf!“

„Das kann ich nicht. Der Strom ist weg und ohne Strom…“

„Erzähl nichts. Du hast die Bullen gerufen.“ Thomas panische Stimme überschlug sich. Die Waffe in seiner schweißnassen Hand wurde immer schwerer. Der Kerl hatte irgendwie einen Alarm ausgelöst, aber, die würden ihn nicht erwischen!  dachte er und drückte ab.

Ungläubig starrte der Kassierer auf die Wunde in der Brust, aus der das Blut pulsierte. Sterbend glitt er zu Boden. (…)

(Zum nächsten Teil)

Copyright © 2012 by Barbara Wegener

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Eine mysteriöse Wolke ummantelt die Erde, um deren Zukunft für immer zu verändern. Das Leben, wie man es kennt, existiert fortan nicht mehr. Jegliche Technik ist unbrauchbar, stattdessen verfügen einige Menschen über Magie, andere werden zu blutrünstigen Monstern. Nach Jahrhunderten des Chaos wird endlich „Lysan“ die Auserwählte geboren, die den finsteren Machenschaften ein Ende setzen kann. Eine Mission, die Lysan und ihre Gefährten zum sagenumwobenen Stonehenge führt.

Barbara Wegener: Stonehenge (ebook)

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178 Seiten
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Satzweiss; Auflage: 1 (30. Januar 2013)
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Auch erhältlich bei thalia.at

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SFBASAR.DE-ANTHOLOGIE (mit Themenschwerpunkt): “Künstliche Menschen – Klone, Replikanten, Androiden und Cyborgs”

Erstellt von Detlef Hedderich am 8. Februar 2013

Künstliche Menschen – Klone, Replikanten, Androiden und Cyborgs

sfbasar.de-Anthologie Band 30

mit Beiträgen der Community-Autoren

des Literatur-Blogs “sfbasar.de”

Die Idee des „Künstlichen Menschen“ wurde bereits im Mittelalter im Zusammenhang alchemistischer Theorien entwickelt – oft unter Verwendung des Begriffes ‘Arcanum‘; häufig erscheint dieser Homunkulus als dämonischer Helfer magischer Praktiken. War der Künstliche Mensch zu Beginn noch ein vorwiegend alchemistisch-mystisches Konzept, transformierte sich die Idee im Laufe der Jahrhunderte zu einer Züchtung und Zeugung künstlicher Menschen gemäß den Fortschritten der empirischen Wissenschaften. Die jeweils avanciertesten Diskurse (Mechanik, Elektromagnetismus, Genetik) inspirieren diesen alten menschlichen Traum, bis zu den Klon- und KI-Phantasien der heutigen Tage, die weit in die Zukunft reichen und inzwischen als Standart-Merkmal heutiger SF gilt.

Ein Androide ist eigentlich ein Roboter, der einem Menschen täuschend ähnlich sieht und sich menschenähnlich verhält. Ein Androide wird auch oft als humanoider Roboter bezeichnet. Schon im 19. Jahrhundert wurden Automaten wie Jacques de Vaucansons Flötenspieler oder auch der Schachtürke als Androiden bezeichnet, obwohl dieser ja nichts anderes war als eine Figur in dem ein kleiner Mensch saß. Grundlegende Unterscheidung zwischen einem Androiden und anderen humanoiden Robotern erfolgt vor allem durch die Betrachtung des Uncanny-Valley-Phänomens. Dabei wird die Akzeptanz gemessen, die ein menschlicher Beobachter solchen Robotern entgegenbringt. Als Replikanten werden androidenähnliche Wesen bezeichnet, die von einem Original, oft einem Menschen, kopiert wurden und sowohl technische wie auch bilogische oder auch geklonte Wesen sein können. Oft stellen sich diese Replikanten die Frage, ob sie wirkliches Leben sind oder eben doch nur Automaten, die nichts anderes als hergestellte Kopien sind.

Wenn sich bei Androiden oder Replikanten die Frage stellt, ob sie menschlich sind, ist dies bei Cyborgs genau umgekehrt. Hier sind es oft Menschen, die durch Aufrüstung und Anbauten nach und nach zur Maschine werden. Die Bezeichnung Cyborg ist ein sogeanntes  Akronym und leitet sich vom ursprünglichen englischen cybernetic organism, (dt.: „kybernetischer Organismus“) ab. Da Cyborgs technisch veränderte biologische Wesen sind, zählen sie nicht zu den Robotern und man sollte sie daher auch nicht als Androiden bezeichnen. Alle diese Bezeichnungen haben jedenfalls eines gemeinsam: es geht um das Menschsein in veränderter und/oder transformierter Form. Das Feld in Film, Kunst und Literatur ist dementsprechend breit. Sollte also ein Beirag: eine Story, ein Roman, ein Gedicht, Artikel oder eine Besprechung dieses weite Feld des KÜNSTLICHEN MENSCHEN mit einbeziehen oder thematisieren, dann würde ich mich freuen, wenn ihr mir Euren Beitrag für diese Anthologie zur Verfügung stellen würdet. Bislang kann ich folgende Beiträge anbieten:

ARTIKEL: ALIEN 3 – Ein Film-Bericht von Martin Lesniewski, Detlef Hedderich und Thomas F. Roth

(In Vorbereitung!) BIKINI – Leseprobe (2) aus dem SF-Jugendroman “BETA” von Rachel Cohn

FILMBESPRECHUNG: BLADE RUNNER (USA 1982) – Regie: Ridley Scott – Rezension von Detlef Hedderich

DAS KORRIGIERTE LEBEN – Kurzgeschichte von Mona Mee

ELEVIN VOM HINDUKUSCH – Textauszug (Teil 1) aus dem 1. Kapitel des geplanten SF-Romans “Das Paradies der Schriftlosen” von Detlef Hedderich

ELEVIN VOM HINDUKUSCH – Textauszug (Teil 2) aus dem 1. Kapitel des geplanten SF-Romans “Das Paradies der Schriftlosen” von Detlef Hedderich

ELEVIN VOM HINDUKUSCH – Textauszug (Teil 3) aus dem 1. Kapitel des geplanten SF-Romans “Das Paradies der Schriftlosen” von Detlef Hedderich

(In Vorbereitung!) MAKKARONI – Leseprobe (3) aus dem SF-Jugendroman “BETA” von Rachel Cohn

FILMBESPRECHUNG: MOON (GB 2009) – Regie: Duncan Jones – Rezension von Michael Drewniok

FILMBESPRECHUNG: PROMETHEUS – DUNKLE ZEICHEN (USA 2012) – Regie: Ridley Scott – Rezensiert von Michael Drewniok

RITTERSPORN – Leseprobe (1) aus dem SF-Jugendroman “BETA” von Rachel Cohn

ZEITSCHRIFTENBESPRECHUNG: TELEPOLIS SPECIAL MENSCH + UPGRADE – REVOLUTION FÜR HOMO SAPIENS – Rezension von Werner Karl

ARTIKEL: “ÜBER DAS WIEDERERSCHAFFEN, KLONEN UND FORMEN VON MENSCHEN IN C. J. CHERRYHS ROMAN-TRILOGIE CYTEEN” von Detlef Hedderich und Thomas F. Roth

BUCHTIPP der sfbasar-Redaktion: ÜBER MENSCHLICHES – BIOTECHNISCHE VERBESSERUNG DES MENSCHEN ZUR ÜBERWINDUNG VON LEIDEN UND TOD?

Liebe Community-Autoren: Weitere Beiträge sind erwünscht und sollen diese Anthologie ergänzen. Wir planen bei genügend Beiträgen, diese Anthologie hier auch als PDF-File zusammen mit einem Spendenbutton (für kleine Beträge zum jeweiligen Storywettbewerb) anzubieten. Ausserdem planen wir davon ein ebook und am Ende vielleicht sogar eine Printausgabe erscheinen zu lassen! Es liegt ganz an euch und eurer Teilnahme an den Anthologien! Wer also teilhaben möchte, der schreibt eine Geschichte oder einen Sachbeitrag zum Thema und stellt ihn bei uns als Artikel oder Story ein. Bei einer Story kann diese auch an den Storywettbewerben teilnehmen, muss das aber nicht zwingend! Wir hoffen auf eure Hilfe!

Liebe Besucher, Leser und Unterstützer unseres Literaturblogs, wenn Ihr unseren Autoren ein wenig Unterstützung bieten möchtet, so gibt es jetzt die Möglichkeit eine kleine Spende über den unten stehenden Button per Paypal in die Kasse einzuzahlen, aus der dann die Preisgelder für die Gewinner des nächsten Storywettbewerbs mitfinanziert werden:

Herzlichen Dank auch im Namen aller unserer Autoren!

Das sfbasar.de-Team
i.A. Detlef Hedderich

Bildrechte: “Künstliche Menschen” (Zeichnung-Cyborgs.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

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STONEHENGE – Leseprobe (Teil 1) aus dem gleichnamigen Band von Barbara Wegener

Erstellt von Barbara Wegener am 7. Februar 2013

STONEHENGE

Leseprobe (Teil 1) aus dem gleichnamigen Band

von

Barbara Wegener

Sie ist die, die war,
sie ist die, die sein wird,
sie ist die, die gibt,
sie ist die, die nimmt.

Prolog

Langsam, aber unaufhaltsam zog die Wolke ihre Bahn durch die Unendlichkeit des Universums. Seit Jahrmillionen folgte sie einer geheimnisvollen Bestimmung. Durch nichts ließ sie sich von ihrem Kurs abbringen, noch nicht einmal das gewaltige Zerren der Schwarzen Löcher forderte ihren Tribut. Entgegen allen Naturgesetzen gelang es ihr, sich immer wieder loszureißen, ohne auch nur im Geringsten an Umfang zu verlieren.

Die Bewohner eines kleinen Planeten, der geruhsam seine Bahn um eine durchschnittlich große Sonne zog, ahnten nichts von dem Unheil, das soeben ihr Sonnensystems erreichte und, wie durch die Kraft eines gigantischen Magneten, von ihrem blauen Erdball angezogen wurde. Sie gingen, wie gehabt, ihren täglichen Geschäften nach, liebten, hassten, halfen, stritten und niemand dachte daran, dass das Ende der Normalität so nah war.

Als die Wolke den kleinen Mond des Planeten erreicht hatte, wurde sie zum ersten Mal von seinen Bewohnern – sie nennen sich Menschen – entdeckt. Sie richteten ihre Teleskope aus, stellten Berechnungen an, gaben kluge Vermutungen und Ratschläge von sich, saßen an ihren Computern und telefonierten mit ihren Handys.

Und dann – Stille.


Wulf

Mit einem Fluch riss sie die Bettdecke zur Seite und sprang aus dem Bett. Sie hatte verschlafen. Ausgerechnet heute. Sie sollte um zwölf Uhr zu einem Vorstellungsgespräch erscheinen. Die Sonne stand schon ziemlich hoch am Himmel, es musste also fast Mittag sein. Eva sah auf ihren Wecker, aber das Display war schwarz. „Verdammt!“, rief sie aufgebracht. „Das darf doch nicht wahr sein!“ Sie blickte auf ihre Armbanduhr. Keiner der Zeiger bewegte sich. Sie waren um 2 Uhr stehen geblieben.

Eilig rannte sie ins Badezimmer und betätigte den Lichtschalter. Nichts. Seufzend tastete sie sich zum Waschbecken und drehte den Wasserhahn auf. Doch auch das Wasser lief nicht. Noch nicht einmal ein Gurgeln drang aus der Leitung.

Ein weiterer Fluch entfuhr ihren Lippen. Sie lief eilig zurück ins Schlafzimmer und zog sich an.

Natürlich hatte sie auch in der Küche keinen Strom. „Kein Kaffee“, murmelte sie verzweifelt. „Ich brauche meinen Kaffee…!“ Sie beschloss, auf dem Weg in die Stadt an einer Tankstelle zu halten und sich dort einen Coffee-To-Go zu holen.

Eva zog ihre Jacke über, griff sich ihre Tasche und verließ die Wohnung.

Auch der Aufzug funktionierte nicht. Aber sie hatte keine Zeit, sich darüber Gedanken zu machen. Sie musste sich beeilen. Sie brauchte den Job.

Ergeben wandte sie sich der Treppe zu und eilte die Stufen hinunter, öffnete die Haustür und lief zu ihrem grünen VW Polo, der auf dem Parkplatz direkt vor dem Haus stand.

Erstaunt stellte sie fest, dass der Parkplatz, trotz der späten Vormittagszeit, immer noch voller Fahrzeuge war. Einige Hausbewohner, sie sah ihre Nachbarin Claudia und deren zwei Kinder und noch weitere Personen, an deren Namen sie sich augenblicklich nicht erinnerte, standen neben ihren Fahrzeugen und unterhielten sich aufgeregt. Sie hatte es eilig und widerstand dem Wunsch mit ihnen über den ärgerlichen Stromausfall zu diskutieren. Bestimmt wetterten sie gerade über die unzuverlässigen Stromwerke und die hohen Preise, die sie für die nicht erbrachte Leistung verlangten.

Eva drückte auf die Fernbedienung, um die Autotür zu entriegeln. „Mist”, entfuhr es ihr, als das übliche Klicken nicht zu hören war. Sie musste also die Tür per Hand aufschließen.

Mit einem Seufzen ließ sie sich auf dem Fahrersitz nieder, gurtete sich an und drehte den Zündschlüssel im Schloss.

Nichts. Der Wagen sprang nicht an.

Sie versuchte es wieder. Der Motor gab nicht einmal das leiseste Geräusch von sich.

Resigniert schloss Eva die Augen. Es war offensichtlich nicht ihr Tag.

Sie beschloss, den Bus in die Stadt zu nehmen. Wenn sie sich beeilte, würde sie es vielleicht noch zu ihrem Vorstellungsgespräch schaffen.

Hastig verließ sie das Fahrzeug.

„Mein Auto springt nicht an. Ich muss mich beeilen, damit ich noch den Bus erwische“, rief sie Claudia zu, die ihr aufgeregt zuwinkte.

„Da wirst du kein Glück haben“, antwortete Claudia zurück. „Aus irgendeinem Grund scheint nichts mehr zu funktionieren, was mit Elektrik oder Elektronik zu tun hat. Schau mal auf die Straße. Da fährt kein Auto. Und das um diese Uhrzeit.“

Eva folgte ihrem Blick zur Hauptstraße. Tatsächlich. Außer einem Hund, der die Freiheit genoss, unbehelligt auf der sonst viel befahrenen Straße herumzutollen, konnte sie nichts entdecken.

„Was ist hier los?“ Fragend blickte sie Claudia an. „Ich habe keine Ahnung“, antwortete diese. „Das Radio, das Fernsehen und das Internet funktionieren ja auch nicht. Niemand, den ich bisher gefragt habe, kann sich einen Reim darauf machen. Meine Uhr ist heute Nacht um zwei Uhr stehen geblieben. Es muss also um diese Uhrzeit alles ausgefallen sein.“

Nachdenklich sah Eva auf ihre eigene Armbanduhr. Auch sie war, wie sie bereits vorhin in ihrer Wohnung festgestellt hatte, um zwei Uhr stehen geblieben.

*

Wulf schlug die Seite des Buches, aus dem er vorgelesen hatte um, nahm einen großen Schluck Met aus dem Humpen, den der Wirt des Gasthofes vor ihn hingestellt hatte und sah sich seine Zuhörer an. Gespannte, erwartungsvolle Gesichter waren auf ihn gerichtet.

„Lies weiter, alter Mann“, forderte der Wirt ihn auf. „Ich beköstige dich hier nicht, damit du dauernd Pausen machst, sondern damit du meine Gäste unterhältst.“

Wulf rieb sich die müden Augen und las im trüben Schein der Kerze, die einen kleinen Lichtkegel in der ansonsten dämmerigen Gaststube bildete, weiter.

*

„Ich muss jetzt wirklich gehen. Gleich haben wir zwei Uhr und meine Eltern werden einen Aufstand machen, wenn sie wach werden und ich nicht in meinem Bett liege.“ Charly griff ihre Bücher, stopfte sie in ihre Tasche und stand auf.

Max seufzte. Seine Freundin hatte stundenlang versucht, ihm die Grundlagen der Kurvendiskussion beizubringen. Leider vergeblich.

„Soll ich dich nach Hause bringen? Es ist dunkel und ein junges Mädchen sollte um diese Uhrzeit nicht alleine auf der Straße sein“, grinste er sie an.

Charly lachte. „Bleib du mal lieber hier und leg dich schlafen, damit du morgen ausgeruht bist. Ich gebe nicht auf. Noch nie hat einer meiner Nachhilfeschüler versagt.“ Sie zog ihre Jacke über. „Die Straßenlaternen brennen und außerdem haben wir Vollmond. Schau mal aus dem Fenster. Ist ja nicht so, als wenn ich in stockfinsterer Nacht nach Hause gehe.“ Charly warf Max noch eine Kusshand zu und verließ die Wohnung.

Es war wirklich schon spät, oder früh, je nachdem, wie man die Sache betrachten wollte. Endlich kam der Aufzug. Charly trat in die enge, stickige Kabine und drückte den Knopf für das Erdgeschoss. Laut rumpelnd setzte sich der Aufzug in Bewegung. In Gedanken war Charly bereits in ihrem Zimmer und lag in ihrem warmen, kuscheligen Bett, als der Aufzug mit einem plötzlichen Ruck stehen blieb und das Licht erlosch. Auch das laute Rauschen des Ventilators, das sie immer fürchterlich aufgeregt hatte, war nicht mehr zu hören.

Charly tastete sich zur Aufzugtür und drückte auf alle Knöpfe, die sie erfühlen konnte. Nichts geschah.

„Hilfe! Hört mich jemand? Ich stecke im Aufzug fest!“, schrie sie, wohl wissend, dass alle Menschen in dem riesigen Hochhaus in ihren Betten lagen und schliefen. Niemand würde sie so schnell retten. Sie konnte nur hoffen, dass irgendjemand früh zur Arbeit musste und den steckengebliebenen Aufzug bemerkte.

Also würde sie nicht in ihrem Bett liegen, wenn ihre Eltern aufwachten. Sie stellte sich schon auf ein großes Donnerwetter ein, wenn sie wieder daheim wäre. Den Konzertbesuch mit Max am Wochenende konnte sie dann wohl vergessen.

Unterdessen brachte Max die beiden Gläser, aus denen sie getrunken hatten, in die Küche und spülte sie schnell ab. Wenn seine Eltern morgen Vormittag vom Besuch seiner Großeltern heimkommen würden, sollte alles aufgeräumt sein.

Plötzlich erlosch das Licht in der Küche. Vor Schreck ließ Max beinahe die Gläser fallen, konnte sie aber gerade noch auf der Spüle abstellen. Er tastete sich vorwärts zum Flur. Hier betätigte er den Lichtschalter, doch nichts geschah. Der Flur blieb dunkel. „Scheiße!“, sprach er seine Gedanken aus. „Die Sicherung ist wohl rausgeflogen.“ Die würde er aber erst morgen austauschen.

Plötzlich hörte er laut und deutlich die Stimme seiner Freundin. (…)

(Zum nächsten Teil)

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Bildrechte: “Alltagsgeschichten (en gros)” (Alltag3.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Bildrechte: Cover-Apokalypsen.jpg © 2013 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: saargau-arts.de – http://saargau-arts.de/

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Heike Höfler Atem-Entspannung – Soforthilfe bei inneren und äußeren Spannungen. Über 70 einfache Übungen zum Lockerwerden – DREIMAL IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE!

Erstellt von Detlef Hedderich am 7. Februar 2013

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Es gibt sowohl Studien als auch Berichte von Menschen in Notsituationen (etwa nach einem Erdbeben), die belegen, dass ein Mensch ohne Nahrung mehr oder weniger problemlos einige Wochen hungern kann, sofern er genügend Flüssigkeit zu sich nimmt. Ohne Flüssigkeit wiederum beträgt die Überlebensdauer eines Erwachsenen im Schnitt etwa eine Woche im Maximum, soweit ich gehört habe (jedenfalls so lange er nicht an Diabetes Insipidus leidet und dabei ebenfalls ohne Medikamente auskommen muss). Der Freitaucher Stéphane Mifsud schaffte im Juni 2009 den Weltrekord im Zeittauchen und blieb 11 Minuten und 35 Sekunden unter Wasser. Luft hat ihm dabei natürlich nicht wirklich gefehlt, weil er sie zuvor eingesogen hat und trainingsbedingt über ein doppelt so großes Lungenvolumen verfügt wie sonst üblich. Im Schnitt kommt ein Mensch jedoch, wenn er Glück hat, gerade mal zwischen zwei und vier Minuten ohne Luft aus, wenn sie von jetzt auf gleich ausbleibt. Möglicherweise liegt es an dem Umstand, dass wir mit einem Atemreflex zur Welt kommen, doch die Wenigsten machen sich Gedanken über die ebenso selbstverständliche wie lebensnotwendige Tatsache, dass wir atmen müssen. Wer atmet bewusst und dann auch noch richtig?

In meinem eigenen Leben gab es gab einmal eine Zeit, in der mir die Luft förmlich ausging. Genau genommen war sie natürlich da, ich konnte nur nichts mit ihr anfangen, hustete, was das Zeug hielt, und brachte meinen Körper so in arge Bredouille. Irgendwann sagte mein Lungenfacharzt, dass ich damit einfach leben müsse. Für eine Nonkonformistin wie mich war das natürlich genau das gewesen, was meinen Widerspruchsgeist auf den Plan rief. Obwohl ich kurz darauf Blut zu husten begann, verließ ich mich fortan weniger auf die Ratschläge diverser Ärzte und suchte nach adäquaten Alternativen.

Im Zuge meiner damaligen Erkrankung musste ich das Atmen jedenfalls völlig neu lernen und kam unter anderem zum ersten Mal mit Atemgymnastik in Berührung. Dank diverser Kurse und Bücher wurde mir die Bedeutung des Atmens erst so richtig bewusst. Heute kann ich meinen Atem gezielt lenken, Stress damit bereits im Vorfeld ausschalten, quasi punktgenau und vor allem schnell entspannen. Ich kann Schmerzen und Müdigkeit bekämpfen, aber auch konzentrierter arbeiten. Lauter singen, länger tauchen, weiter laufen, leichter meditieren und noch vieles mehr. Damit allein bin ich natürlich nicht auf der 100%ig sicheren Seite. Es kann logischerweise auch immer wieder mal etwas Akutes vorkommen (etwa eine Bronchitis), doch Notfallspray, Cortison und sonstige Dauermedikation, all das gehört schon seit Langem nicht mehr zu meiner lebensnotwendigen Standardausrüstung.

Zum einen, weil man nie auslernt, zum anderen, weil ich immer noch mal ein Mittel oder einen neuen Weg suche, anderen Hilfestellungen für die Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, landete im November letzten Jahres das gerade aktuell vor mir liegende Buch Atem-Entspannung – Soforthilfe bei inneren und äußeren Spannungen – Über 70 einfache Übungen zum Lockerwerden in meinen Händen. Heike Höfler, die in Trossingen lebende Autorin, hat über TRIAS schon die Bücher Entspannungstraining für Kiefer, Nacken und Schulter sowie Fitness-Training fürs Gesicht herausgebracht und arbeitet als Sport- und Gymnastiklehrerin. In ihrem im August erschienenen Buch geht es um Atmung und wie sie dazu eingesetzt werden kann, mehr Lebensqualität und Kraft durch gezielte Atem-Entspannung zu erreichen. Wie der Titel verrät andeutet, muss man natürlich gar nicht erst krank sein, um sich die positive Kraft der richtigen Atmung zunutze zu machen.

Einem bahnbrechend neuen Thema widmet sich die Autorin damit nicht. Auch hat sie keine einmalige Patentlösung für ewige Jugend und Gesundheit, von der Schönheit ganz zu schweigen, parat. Lohnt es sich trotzdem für Neulinge oder LeserInnen, die sich bereits länger mit der Materie beschäftigen, einen ausführlichen Blick ins Buch zu werfen?

Eindeutig ja. Das Informationsspektrum ist breit gefächert, leicht verständlich und gut erklärt, ohne trocken-wissenschaftlich präsentiert zu werden. Längere Texte sind durch Praxistipps und Kurzinfos aufgelockert. Natürlich ist grundsätzlich noch thematisches Ausbaupotenzial vorhanden, die 112 Seiten des Buches sind jedoch bereits prall mit allerlei Wissenswertem gefüllt und der Universalkönner Atem wird von mehreren Seiten in seiner körperlich und geistigen Wirkung ebenso wie die Konzentration auf das Innere beleuchtet.

Hinzu kommen die im Untertitel angesprochenen Übungen. Nach Inhaltsverzeichnis und Vorwort folgen drei größere Kapitel. In Energiequelle Atmen findet man grundsätzliche Informationen, in Entspannt Atmen ab Seite 35 Basisübungen und in Entspannungsprogramme ab Seite 81 ganze Übungsfolgen. Ein Sachwortverzeichnis rundet das Buch schließlich ab. Die Kapitel sind mit zahlreichen Fotos, die u. a. auch die Übungen erleichtern, gestaltet. Farbige Vorschaltseiten grenzen die Kapitel gut voneinander ab.

Interessierte LeserInnen erfahren, sofern sie es noch nicht wissen, dass die avisierte Atem-Entspannung nicht nur über atemgymnastische Übungen zu erreichen ist. Akupressur, Gähnen, Lachen, Reinigungs- oder Farbatmung und heilende (Atem-) Töne werden ebenso angesprochen wie unterstützende Helfer (ätherische Öle). Es gibt Übungen im Sitzen, Gehen, Stehen oder Liegen. Mal wird geklopft, mal wird sich gedehnt. Mal atmet man laut, mal leise. Mal tief, mal weniger tief. Alles ist sehr gut und leicht nachvollziehbar erklärt. Was mir sehr gut gefallen hat: Bereits auf der vorderen Innenseite des Buchumschlags findet man ein Kurzprogramm zur Entspannung.

Praktischerweise kann grundsätzlich jeder fast immer und überall eine oder mehrere diese Übungen ausführen, egal ob jung oder alt, krank oder gesund. Die beiden wichtigsten Bestandteile (unseren Körper und Atemluft) haben wir ja stets dabei. Wer Höflers Anregungen befolgt, wird sukzessive das tun, was das eigentliche Ziel des Buches ist: Die gewonnenen Erfahrungen vertiefen, in der täglichen (Atem-)Praxis umsetzen und Lebensqualität gewinnen.

Wer sich noch nie intensiver mit seiner Atmung beschäftigt hat, sollte den Selbsttest auf den Seiten 32 und 33 durchführen, bevor er mit den Übungen beginnt, und sich einfach einmal überraschen lassen, wie viel man bei so etwas Selbstverständlichen wie Luft holen falsch machen kann.

Fazit:

Man muss, wie vorher bereits erwähnt, nicht krank sein, um das Atmen neu zu lernen. Besser ist es, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen. Auf viele Dinge haben wir keinen Einfluss. Auf unseren Atem bzw. unsere Atemtechnik jedoch schon. Es lohnt sich auf alle Fälle es zu probieren, denn bereits der Entspannungseffekt ist herrlich. Atem-Entspannung – Soforthilfe bei inneren und äußeren Spannungen – Über 70 einfache Übungen zum Lockerwerden ist ein informatives, gut aufgebautes und ansprechend aufgemachtes Praxis-Handbuch für Neulinge und jene, die ihr Wissen auffrischen möchten. Ich möchte Heike Höflers Buch  fünf von fünf Punkten geben.

Copyright © 2013, Antje Jürgens (AJ)

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Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte, einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Über wie viele  einfache Übungen zum Lockerwerden beinhaltet der Band? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 400 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! BITTE NICHT VERGESSEN, DIE ANSCHRIFT UND E-MAIL-ADRESSE MIT ANZUGEBEN!


GEWONNEN HAT: Augusta Woebekind, Friederike Feuerbach, Sandra Alter. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND AUCH UNSEREM SPONSOREN! VIELEN DANK!

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Sterz 106 ist erschienen – Zeitschrift für Literatur, Kunst und Kulturpolitik

Erstellt von Detlef Hedderich am 1. Februar 2013

STERZ
Zeitschrift  für  Literatur,  Kunst  und  Kulturpolitik
DI Gernot Lauffer Redaktion  A-8010  Graz  Mandellstraße 10
Liebe Freunde von Literatur und Kunst,
das Thema des nächsten Heftes ist wieder ein
grundsätzliches zum Wesen des Menschen:
Freundschaft.
Wir sind nun einmal soziale >Tiere<, und dabei mit
unserem sog. freien Willen die individuellsten in
Gottes großem Tiergarten, was sich in Bedeutung
und Intensität persönlicher Beziehungen zeigt.
Dazu abdruckbare Beiträge aller ARTen möglichst
gut, möglichst schön, möglichst bald, möglichst
nicht erst am 31. März. Die Anfreundung damit
dauert dann lange genug.
Also: je früher, desto besser für alle mit/über
STERZ Befreundeten.
Freundschaftlich grüßt
das STERZ-Team
Die Zeitschrift Sterz, Kreativmagazin im Format 29/39 cm, ist ein
Diskursforum für Lyrik, Prosa, Essay, wissenschaftliche Abhand-
lung, Bild(er)geschichten, Grafik, Fotografie u. a. m. Im Sterz tref-
fen Anfänger auf Meister, Liebhaber auf “Profis”, Interessierte auf
Kreative. Sterz erscheint seit 1977 vierteljährlich. Auf der Homepage
http:/sterz.mur.at finden sich die bisherigen Ausgaben, der aktuelle
und der zukünftige Sterz. Unter “HEISS” gibt es das Allerneueste.
Sterz wird über Abonnements auch außerhalb Deutschsprachiens
vertrieben sowie durch Handverkauf und im Buch- und Zeitschriften-
handel in Österreich. Im Sterz werden kreative Disziplinen zu einem
Gesamtkunstwerk vereinigt. Das SterzAugenmerk gilt aufstrebenden
Talenten. SterzBeiträge sollen etwa 6000 Zeichen haben. SterzEssays
sind mit Zwischentitel leichter lesbar. SterzBiografien wird großes
Interesse entgegengebracht: Einige Zeilen zur Person, individuell
und bunt. Texte in Kopien, auf 31/2 Zoll-Diskette oder über E-Mail:
zeitschrift@sterz.mur.at SterzGrafiken brauchen nicht unbedingt
auf ein Thema einzugehen. Sterz erhält sich aus den Abonnements,
dem Verkauf, den Inseraten und den Förderungen. Sterz trägt sich
gerade selbst und zahlt keine Honorare. Mitarbeiter erhalten drei
Belegexemplare. SterzAutoren behalten das Copyright. Sterz
veröffentlicht nur Erstdrucke. SterzThemen werden im Vorwort,
mittels “Vorlauf” und auf der Homepage angekündigt.
Übrigens: Sterz 106, Krise, ist erschienen und erregt
kritisches Staunen und freundliche Bewunderung:
Sterz 106-Titelgrafik: Christian KRI Kammerhofer
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