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DIE VERBOTENE WELT – Leseprobe Teil 1 aus dem gleichnamigen Roman: “Rettungskreuzer Ikarus 51 (Gamorrha-Trilogie 1)” von Irene Salzmann

Erstellt von Irene Salzmann am 22. Mai 2013

DIE VERBOTENE WELT

Leseprobe Teil 1 aus dem gleichnamigen Roman:
“Rettungskreuzer Ikarus 51 (Gamorrha-Trilogie 1)”
von Irene Salzmann

„Sie geben.“ Missmutig schob Kroil Wenga den Kartenstoß über den Tisch.

Yeni Alaya nahm ihn mit einem feinen Lächeln entgegen. Vor dem schlanken Piloten des Rettungskreuzers Phoenix stapelten sich die Creds, während seinem Gegenüber bloß ein kleines Häufchen geblieben war. Er mischte, ließ Wenga abheben und teilte ihnen beiden jeweils sieben Karten aus, die zwei letzten aufgedeckt. Der Chef-Ingenieur hatte den höheren Wert.

„Ihr Einsatz?“, fragte Alaya.

Wenga seufzte und betrachtete die wenigen Münzen, die neben dem nicht aufgedeckten Blatt lagen. Zwar spielten sie um kleine Beträge, aber da er fast jede Runde verloren hatte, würde der Zyraner ein nettes Sümmchen einstreichen. Natürlich hätte Wenga schon vor einer Weile aufgeben können, doch wollte er nicht den Ruf eines schlechten Verlierers haben. Und es bestand immerhin die Chance, dass sich ihm das Glück noch zuwenden würde. Bislang hatte er allerdings vergeblich gehofft.

„Zwei Creds.“

Alaya schnippte die gleiche Anzahl Münzen in die Tischmitte und nahm die Karten auf. Seiner Miene war nicht anzusehen, ob er ein gutes oder schlechtes Blatt besaß.

Bastard!, dachte Wenga und musterte seine eigenen Karten.

Diesmal hatte er überwiegend rote Motive von mittlerem Wert, zwei blaue mit den höchsten Punkten und keine gelben. Daraus ergaben sich drei Möglichkeiten. Entweder sammelte Wenga Farben und spielte auf Sicherheit, indem er darauf vertraute, dass er vor dem Aufdecken noch einige rote Karten ziehen würde, oder er setzte auf Risiko, indem er Blau wählte, vielleicht jedoch nur kleine Gelb- oder Rot-Werte erhielt. Alternativ ließen sich  auch hohe Werte in beliebigen Farben sammeln, wobei viele Karten derselben Farbe natürlich ein besseres Blatt ergaben.

Wenga musste Ansagen: Farben oder Werte.

Alaya wartete geduldig. Er brauchte nie lange zum Überlegen.

Daulion-Wy, das von zwei bis drei Teilnehmern gespielt werden konnte, bestand aus zweiundvierzig Karten in drei Farben, die jeweils mit ein bis vierzehn Punkten versehen waren; hinzu kamen drei Cumva-Karten, die beliebige Farben und Werte annehmen konnten. Das Ziel war, mit sieben Karten eine möglichst hohe Punktzahl in einer Farbe oder hohe Werte mit verschiedenen Farben zu erzielen. Die Punkte wurden addiert, doch konnte auch eine geringere Punktezahl den Sieg erringen, wenn das Blatt überwiegend dieselbe Farbe aufwies oder eine lückenlose Zahlenreihe zusammenkam. Rot schlug Blau, Blau schlug Gelb. Das beste Blatt bestand aus roten Karten mit den Werten Acht bis Vierzehn im Farb-Spiel, aus den Werten dreimal Vierzehn, dreimal Dreizehn und einmal  Rot Zwölf im Punkte-Spiel.

Jede Karte, die Wenga austauschte, kostete nach seiner Vorgabe zwei Creds. Entschied er sich für Rot, mochte sein Einsatz kleiner bleiben, als wenn er Blau wählte, doch viele hohe Werte in einer Farbe oder das Punkte-Spiel mit den beiden Blauen und der höchsten Roten konnten ihm mit größerer Wahrscheinlichkeit den Sieg bringen. Oder eine teurere Niederlage.

Leider wusste er nie, wie Alaya spielte: Manchmal hatte der Zyraner ein gutes Blatt, das er wahlweise durch ein sicheres oder ein Risiko-Spiel und natürlich einer großen Portion Glück erhielt, dann wieder bluffte er und brachte Wenga dazu, ein Blatt, das ihm den Sieg gebracht hätte, umzustellen oder auszusteigen, was ihm die Niederlage bescherte.

„Farbe“, erklärte Wenga. Sein Gefühl sagte ihm, dass er die falsche Wahl getroffen hatte. „Und zwei Karten.“ Er legte vier Creds zum Einsatz, schob die beiden Blauen mit der Rückseite unter den Talon und nahm von oben zwei neue Karten. Zwei Gelbe. Verdammt!

Alaya kaufte vier Karten. Nicht einmal ein zuckendes Augenlid verriet, ob er mit dem Blatt zufrieden war. Er klappte es zusammen, legte es auf den Tisch, die Hände darüber gefaltet.

Nun war Wenga wieder an der Reihe. Ob er auch einmal versuchen sollte zu bluffen? Wenn Alaya vier Karten ausgetauscht hatte, dann mochte sein Blatt ziemlich mies sein. Oder war das nur ein Trick von Alaya, um Wenga genau das glauben zu lassen?

Er beschloss, noch einmal zwei Karten zu kaufen. Als er die Gelben abgeben wollte, hörte er eine vertraute Stimme hinter sich.

„Hier bist du also, Schnuckelchen!“

Wenga konnte nicht verhindern, dass er leicht zusammenzuckte. So sehr er Reela Coy auch liebte und es mochte, wenn sie ihn mit Kosenamen bedachte – im Beisein dritter war ihm das peinlich.

Alaya verkniff sich zwar ein Grinsen, aber seine dunklen Augen funkelten amüsiert.

„Reela …“ Wenga war wie immer in ihrer Gegenwart um Worte verlegen. „Hast du mich gesucht?“ Ich Idiot! Natürlich hat sie mich gesucht.

Die Ärztin strahlte ihn an. „Ich habe Plätzchen gebacken und dachte mir, dass du sie gern würdest probieren wollen. Bei einer Tasse Kaffee.“ Was im Klartext hieß: in meiner Kabine.

Wenga wurde es warm.

„Wir beenden die Partie, dann steht Ihnen der Chief ganz zur Verfügung“, sprang Alaya für Wenga ein.

Reela schenkte beiden ein Lächeln und winkte zum Abschied. „Bis gleich!“

Wenga blickte ihr nach, als sie mit wiegenden Hüften die Kantine verließ. Reela war nicht groß und etwas drall. Das gefiel ihm. Ihre blonden Locken glitzerten im Licht der Deckenleuchten wie pures Gold. Sie ist wundervoll!

Gedankenverloren legte er die Karten ab, nahm zwei neue – und stellte fest, dass er seine beiden besten Roten statt der Gelben ausgetauscht und an ihrer statt eine niedrige Blaue und noch eine Gelbe bekommen hatte. Er fluchte.

Alaya verzichtete auf weitere Karten. „Decken wir auf?“

„Ich gehe Plätzchen essen.“ Wenga warf die Karten auf den Tisch und erhob sich.

Alaya sammelte erst die Karten, dann die Creds ein. „Ärgern Sie sich nicht. Dafür haben Sie Glück in der Liebe. Schnuckelchen.“

***

Auf dem Weg zu Reelas Kabine fragte sich Kroil Wenga zum wiederholten Mal, was die Ärztin an ihm fand. Sie war jung, hübsch, stammte von Carilem V, einer Welt des Multimperiums, und war durch und durch menschlich. Er hingegen war ein Drupi, zwar menschlich genug, so dass ihrer beiden Spezies kompatibel waren, doch entsprach er ganz gewiss nicht den gängigen Schönheitsidealen:

Wenga war wie alle Repräsentanten seines Volks groß und kräftig. Vermutlich brachte er das Vierfache von Reelas Gewicht auf die Waage. Im Vergleich zu Männern wie Yeni Alaya wirkte er grobschlächtig mit seinem massigen Körper, dem runden Gesicht, das von hellem, borstigem Heer umrahmt wurde, der dreihöckrigen Nase und hellbraunen Augen. Konnte Reela wirklich einem Monstrum wie ihm Gefühle entgegenbringen? Warum himmelte sie nicht Alaya an, der mit seiner sportlichen Figur, der olivfarbenen Haut, dem üppigen schwarzen Haar und dem etwas verträumten Blick sehr viel mehr dem menschlichen Schönheitsideal entsprach?

In Folge wunderte sich Wenga, ob Reela ähnliche Gedanken hegte: Warum interessierte er sich für eine dünne, zarte Frau, statt einer viel stattlicheren Erscheinung den Hof zu machen? Es gab einige weibliche Drupi, die auf Vortex Outpost Dienst taten und für sein Empfinden echte Hingucker waren.

Kroil und Reela …

Tatsächlich wusste er selbst nicht, wie es dazu hatte kommen können.

Es war einfach … passiert.

Warum auch nicht? Man hörte immer wieder davon, dass ein Wenxi eine Aniaderin zur Frau nahm, ein Chomorr in ein Fidehi-Kollektiv integriert wurde, eine Lyane mit einem Pentakka ihr Glück fand, ein Sloaä sich einer Rimundi zuwandte … Der Vizianer Pakcheon und der ehemalige Septimus der Konföderation Anitalle Cornelius waren schließlich auch ein seltsames Paar. Weshalb sollte dann ausgerechnet an einem Drupi und einer Carilema etwas komisch sein?

Als Wenga vor der Tür von Reelas Kabine stand und sich anmelden wollte, wurde ihm nach nur einer Silbe geöffnet.

Reela hatte auf ihn gewartet. Ihre großen, grünen Augen leuchteten unter schmalen, gewölbten Brauen. Wenga hätte unter diesem Blick wie Eis in der Sonne dahin schmelzen können …

Der kleine Raum unterschied sich nicht von seinem, denn die Ausstattung war auf fast allen Schiffen Standard. Allein die persönlichen Gegenstände verliehen der Kabine eine individuelle Note.

Es gab ein schmales Bett – gut, seines war etwas breiter, aber er benötigte nun mal nahezu die doppelte Liegefläche wie ein Mensch -, einen Spind, einen Tisch und zwei Stühle, ein Regal mit Holowürfeln, die Bilder von Reela nahestehenden Personen zeigten, Souvenirs und anderen Dingen. Das Prunkstück war ein gigantischer, handbemalter Fächer an der Wand hinter der Sitzgruppe.

Auf dem Tisch standen ein großer Teller mit Gebäck und zwei Tassen, in die Reela gerade Kaffee einschenkte.

„Setz dich, Schatzi. Hast Du die Partie gewonnen?“

Wenga kam der Aufforderung nach. Der Stuhl war zu niedrig und zu schmal, aber glücklicherweise stabil. Zögernd schüttelte er den Kopf. „Der Kerl hat ein verdammtes Glück, egal was wir spielen.“

Reela nahm ihm gegenüber Platz. „Warum lässt du dich dann immer wieder darauf ein?“

„Um mir die Zeit zu vertreiben.“

„Vielleicht solltest du dir … einen anderen Zeitvertreib suchen.“

„Zum Beispiel?“ Hatte das eben verheißungsvoll geklungen? Wenga wurde es noch wärmer; er wünschte sich, dass die Klimaanlage um zwanzig Grad herunter regelte.

„Na ja“, erwiderte Reela gedehnt. „Mir ist schon klar, dass die Freizeitmöglichkeiten an Bord begrenzt sind und du nicht nur Fachbücher lesen oder Holofilme anschauen magst. Laini hat begonnen, ein Instrument zu spielen. Sie sagte mir den Namen, aber er war so kompliziert, dass ich ihn gleich wieder vergessen habe. Melton – nein, das soll ich nicht verraten, weil es ihm etwas peinlich ist. Was der Captain treibt, keine Ahnung. Mir macht Backen Spaß. Ich dachte, dass du sicher auch gern etwas Kreatives anfangen möchtest.“

„Etwas Kreatives?“, echote Wenga, nachdem Reela immer schneller geredet hatte und ihn nun hoffnungsvoll anblickte, eine kluge Antwort erwartend.

„Ist nicht alles besser, als ständig gegen einen ehemaligen Berufsspieler zu verlieren?“

„Alaya ist Berufsspieler?“ Das erklärt einiges.

„War“, betonte Reela. „Er erzählte, dass er, bevor ihn das Raumcorps anheuerte, in einem Casino gearbeitet hatte. Nur im Casino als Croupier, Kartengeber und so, aber nicht als … äh …“

Eine leichte Röte überzog ihre Wangen, was Wenga einfach entzückend fand.

Reela wedelte mit der Hand. „Nimm doch ein Plätzchen!“

Wenga griff zu, während Reela den Faden wieder aufnahm.

„Ja, und wer glaubst du, hat ihm die ganzen Tricks beigebracht?“

Schnell schluckte Wenga herunter und wäre fast erstickt. Noch nie hatte er einen so trockenen Keks gegessen. Selbst die Sandkuchen, die seine kleine Nichte ihren Puppen und auch ihm, wenn er zu Besuch kam und mit ihr spielte, servierte, mochten bekömmlicher und weniger trocken sein …

„Keine Ahnung“, würgte er hervor und nahm einen großen Schluck heißen Kaffee. Lieber den Schlund verbrannt, als dem Keks des Todes erlegen.

„Niemand Geringeres als dieser Gauner Jason Knight. Da staunst du, was?“

Wenga nickte, froh, dass nicht wirklich eine Erwiderung notwendig war. Die hätte bloß aus Krümeln bestanden. Den nächsten Schluck nahm er vorsichtiger.

„Das ist wohl zehn Jahre her und war bevor Knight seine Schmuggler-Karriere begann. Nachdem er Yeni eingearbeitet hatte, kündigte er, spielte um einen Frachter, gewann – und weg war er. Yeni blieb danach noch gut zwei Jahre auf der St. Domina und schlug sich weitere drei Jahre als Berufsspieler durch. Weil irgendwann niemand mehr gegen ihn antreten wollte und er Schulden hatte, kam er zum Corps. Hast du das nicht gewusst?“

„Er hat auf der St. Domina gearbeitet?“ Wenga stellte die Tasse auf den Tisch. „Also darum wurde er von den Mädchen begrüßt wie ein alter Freund. Und ich hatte gedacht -“

„Mädchen?“ unterbrach ihn Reela, plötzlich mit Eis in der Stimme. „Was für Mädchen? Warst du etwa auch einmal an Bord dieses … Sündenpfuhls?“

Mit einem Mal brachte eine andere Hitze Wenga zum Schwitzen. Er hatte genau das Falsche gesagt.

„Nur dienstlich“, versuchte er, den Schaden zu begrenzen. „Ist schon eine Weile her. Ich glaube, du hattest damals Urlaub. Uns erreichte ein Funkspruch von der St. Domina, dass ein Gast mit einer ansteckenden Krankheit isoliert wurde, den man mit den bordeigenen Mitteln nicht heilen konnte. Wie sich herausstellte, war es ein … ah … gängiges … Leiden, doch der Erreger war mutiert. Wir haben den Mann an Bord genommen und in die nächste Klinik, auf St. Salusa, gebracht. Das war alles.

„Wirklich alles? Du sagtest, da waren Mädchen …“

Noch nie war Wenga so dankbar für das Heulen des Alarms gewesen, der genau in diesem Moment aufbrandete. Er schoss vom Stuhl hoch.

„Wir müssen in die Zentrale. Bestimmt ein Notruf.“

Reela eilte ihm nach. „Was war mit -“

„Mädchen, Männer“, rief Wenga über die Schulter, „Zwitter. Alles Mögliche gibt es dort. Besser, du fragst Alaya, wenn dich das interessiert. Ich habe bloß meinen Job erledigt.“

Als eine Antwort ausblieb, war Wenga ganz stolz auf sich. Er hatte sich nicht erneut in selbst ausgelegten Fußangeln verfangen, jeglichen Verdacht hoffentlich zerstreut – und den Keksen des Todes war er ebenso entkommen wie den Vorschlägen, welches kreative Hobby für ihn das richtige wäre. Es gab einfach Dinge, über die ein Mann nicht sprach. Erst recht nicht mit der Frau, deren Herz er erobern wollte. Und es war unwahrscheinlich, dass die Phoenix in absehbarer Zeit die Bahn der St. Domina kreuzen würde. Ansonsten blieb nur, giftige Pilze zu essen, um von Reela in der Krankenstation gepflegt zu werden …

(zum nächsten Teil)

Copyright (C) 2012/13 by Irene Salzmann, Abdruck mit freundlicher Genehmigung.

Wer wissen möchte, was vorher passierte und wie es weitergeht, kann das Nachlesen in (Bestellmöglichkeit der Printausgabe direkt beim Verlag mit Klick auf das Cover):


Autor: Irene Salzmann
Preis: 2,99 EUR inkl. Mwst.
Erschienen: Atlantis Verlag 2013, ca. 106 Seiten *
Kategorie: Rettungskreuzer Ikarus
Format:
ebook für den Mobipocket-Reader Mobipocket (ohne DRM) 381.67 KB
eBook im ePub Format (ohne DRM) 291.35 KB
Rettungskreuzer Ikarus Band 51 als ebook bei beam-ebooks.de

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 390 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 125 Seiten
Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
Verlag: Atlantis Verlag Guido Latz (16. April 2013)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
Als Kindle Edition als ebook bei Amazon

Die Wanderlustseuche wurde besiegt, aber es wird noch lange dauern, bis die Galaxis sich von den Folgen erholt hat. Der Rettungskreuzer Phoenix ist eines der Schiffe, die auf die Notrufe Bedürftiger antworten und Hilfe zu bringen versuchen. Ein Funkspruch führt die Crew der Phoenix zu einem havarierten Raumer; dessen Besatzung hat eine verbotene Welt besucht und das Grauen mit an Bord gebracht …

In Vorbereitung der Paperbackausgabe später:

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Heller, Peter: Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte – (Audio-CD) – DREIMAL IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE!

Erstellt von Detlef Hedderich am 14. Mai 2013

Heller, Peter
Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte

Gelesen von Pessler, Olaf
Verlag :      Bastei Lübbe
ISBN :      978-3-7857-4840-4
Preisinfo :      19,99 Eur[D] UVP / 20,20 Eur[A] UVP / 29,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Seiten/Umfang :      Spieldauer 467 Min, 96 Tracks
Produktform :      A: Audio-CD
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 2013 19.04.2013

Big Hig gehört zu den Wenigen, die eine verheerende Epidemie überlebt haben. Ebenso wie sein einziger Nachbar, ein menschenfeindlicher Waffennarr mit dem Herz auf dem rechten Fleck, der ihn – brutal, aber verlässlich – beschützt. Hig lebt im Hangar eines verwilderten Flughafens und tuckert mit einer alten Cessna übers Gelände, sein Hund Jasper ist sein treuer Copilot. Eines Tages empfängt er plötzlich ein Funksignal von weit her. Gibt es doch noch weitere Überlebende, jenseits seines kleinen Flughafens? Hig beginnt eine abenteuerliche Reise, und was er entdeckt, übertrifft seine schlimmsten Ängste – und seine größte Hoffnung. Hig liebt die Welt, wie sie einmal war, und wie sie hätte sein können. Und weil er zudem die Poesie liebt, wird sein Bericht aus dem Innersten der Kampfzone zu einem herzzerreißenden, anrührenden Dokument.

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei ebook.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte, einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Wie lang ist die Spieldauer der Audio-CD? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! BITTE NICHT VERGESSEN, DIE ANSCHRIFT UND E-MAIL-ADRESSE MIT ANZUGEBEN!

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Heller, Peter: Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte – DREIMAL IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE!

Erstellt von Detlef Hedderich am 14. Mai 2013

Heller, Peter
Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte

Übersetzt von Bonné, Eva
Verlag :      Bastei Lübbe
ISBN :      978-3-8479-0519-6
Einband :      gebunden
Preisinfo :      19,99 Eur[D] / 20,60 Eur[A] / 28,50 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 23.04.2013
Seiten/Umfang :      320 S. – 21,5 x 13,5 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 2013 19.04.2013

KLAPPENTEXT
Eine Liebeserklärung an die Welt, wie sie hätte sein können. Die Welt ist untergegangen, aber Hig hat überlebt. Ebenso sein einziger Nachbar, ein menschenfeindlicher Waffennarr mit dem Herz auf dem rechten Fleck, der ihn – brutal, aber verlässlich – beschützt. Hig lebt im Hangar eines verwilderten Flughafens und tuckert mit einer alten Cessna übers Gelände, sein Hund Jaspar ist sein treuer Copilot. Man schlägt sich halt so durch. Dann empfängt er plötzlich ein Funksignal. Gibt es doch noch Leben, jenseits seines kleinen Flughafens? Hig beginnt eine abenteuerliche Reise, und was er entdeckt, übertrifft seine schlimmsten Ängste – und seine größte Hoffnung.

PRESSETEXT
In seinem Debütroman Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte, der vor wenigen Tagen auf Deutsch erschienen ist, schreibt der amerikanische Autor und Spezialist für Extremexpeditionen über das Ende der Welt und warum es sich dennoch lohnt, überlebt zu haben. Die Welt ist untergegangen, aber Hig hat überlebt. Ebenso sein einziger Nachbar, ein menschenfeindlicher Waffennarr mit dem Herz auf dem rechten Fleck, der ihn – brutal, aber verlässlich – beschützt. Hig lebt im Hangar eines verwilderten Flughafens und tuckert mit einer alten Cessna übers Gelände, sein Hund Jaspar ist sein treuer Copilot. Man schlägt sich halt so durch. Dann empfängt er plötzlich ein Funksignal. Gibt es doch noch Leben, jenseits seines kleinen Flughafens? Hig beginnt eine abenteuerliche Reise, und was er entdeckt, übertrifft seine schlimmsten Ängste – und seine größte Hoffnung. Peter Hellers Roman hat im Ausland gleichermaßen Publikum und Kritiker begeistert. Das Buch wurde zum Überraschungserfolg in den USA und erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen.

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei ebook.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte, einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Das Buch wurde zum Überraschungserfolg in welchem Land? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! BITTE NICHT VERGESSEN, DIE ANSCHRIFT UND E-MAIL-ADRESSE MIT ANZUGEBEN!

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Interview mit Rüdiger Uckert zu seinem Titel “Die Leere”

Erstellt von Medu Verlag am 2. Mai 2013

Interview mit Rüdiger Uckert zu seinem Titel “Die Leere”

Das Interview führte Verena Brennig.

Welche (unerwarteten) Schwierigkeiten ergeben sich beim Schreiben aus der Zukunft?

Uckert: Generell bestand die Schwierigkeit darin, die zukünftigen Entwicklungen, wie sie in „Die Leere“ dargestellt werden, aus technischer und gesellschaftlicher Sicht möglichst realistisch und logisch erscheinen zu lassen und somit nachvollziehbar zu machen. Mal abgesehen davon, dass die Hauptperson die Unsterblichkeit erlangt. Unerwartete Schwierigkeiten traten auf, wenn mir eine originelle und interessante Idee in den Sinn kam und ich bei den Recherchen dann darauf gestoßen bin, dass diese Idee schon andere Autoren vor mir hatten.

Mit welchen Science-Fiction-Autoren würden Sie sich am ehesten vergleichen?

Uckert: Stanley Robinson, der in seiner Marstrilogie ebenfalls, neben den rein technischen Aspekten, die wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Tendenzen beschreibt. Auch wenn ich mich mit Stanislaw Lem nicht vergleichen möchte, so haben seine Romane und Gedankenspiele mich sicherlich beeinflusst.

Wie würden Sie Ihre Hauptfigur Winston Edelmann charakterisieren?

Uckert: Winston Edelmann, den ich gerne als Chronologisten bezeichne, besitzt sicherlich fatalistische Wesenszüge. Hinzu kommt, dass aus ihm immer wieder ein wenig der Zynismus ausbricht, wenn er sich mit der künftigen Gesellschaft auseinander setzt. Dies lässt ihn zuweilen unsympathisch erscheinen; doch ich habe ihn lieb gewonnen. Man stelle sich nur die psychische Herausforderung vor, die eine Unsterblichkeit mit sich bringt. Zunächst ein vermeintlicher Segen, der sich langsam aber unerbittlich zum Fluch entwickelt.

Fortsetzung folgt?

Uckert: Die Fortsetzung ist in Arbeit. Sie behandelt eine Zeitschleife, die ihren Ursprung in „Die Leere“ hat. Dabei geht es um die Frage, wie das Universum auf zwei existierende Realitäten reagiert. Es wird mehr Action als im ersten Teil geben und wieder kein Happy End.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse für Sie als Debütautor?

Uckert: Erstens, man sollte schreiben, wie man es für richtig hält, und nicht versuchen, sich irgendeinen Stil anzueignen. Zweitens, und hier hatte ich Glück, ist es wichtig, einen guten, engagierten Verlag zu finden.

3 Dinge, die für Ihren erfolgreichen Schreibprozess unabdinglich sind …

Uckert: 1. Viel lesen. 2. Disziplin. Für mich bedeutet es, dass das in einem bestimmten Zeitraum gesteckte Pensum abgearbeitet wird. 3. Immer wieder auf logische Fehler in der Geschichte achten. Auch hier hatte ich das Glück, dass eine verdammt gute Lektorin sich meinem Roman angenommen hat.

Was ist die größte Herausforderung für Sie beim Schreiben?

Uckert: Im Vorfeld erarbeite ich mir meine Hauptfiguren und konzipiere die Geschichte. Somit kenne ich die Story. Und jetzt stellt sich die Herausforderung, die Geschichte für den Leser spannend und mit überraschenden Handlungssträngen zu gestalten. Dabei stelle ich an mich selbst den Anspruch, die üblichen Pfade (z.B. Held verliert seinen besten Freund, aber findet seine große Liebe und dann das Happy End) nicht zu beschreiten.

Was bedeutet „Zukunft“ für Sie persönlich?

Uckert: Neugierig, wie ich bin, bedeutet für mich “Zukunft” das Eintreten von bisher nicht bedachten Tendenzen, Erfindungen und Ereignissen, wie z.B. das Ende des Ost-West Konflikts, das von niemandem vorher gesagt wurde. Auch, dass wir zu meinen Lebzeiten auf dem Mars landen.

Danke für das Interview.

Das Interview führte Verena Brennig.

Copyright © 2013 by Medu-Verlag/Verena Brennig/Rüdiger Uckert / Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Medu-Verlages.

DAS ENDE DER ERDE (irgendwann einmal) – Leseprobe (Teil 1) – aus dem Roman “Die Leere” von Rüdiger Uckert

Und hier geht es zum Buch von Rüdiger Uckert:

Uckert, Rüdiger
Die Leere

Ein Tagebuch aus der Zukunft

Verlag :      MEDU VERLAG
ISBN :      978-3-941955-48-6
Einband :      Paperback
Preisinfo :      14,95 Eur[D] / 15,40 Eur[A] / 21,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 21.11.2011
Seiten/Umfang :      458 S. – 21,0 x 14,8 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      1. Auflage 11.2011

Eines Abends findet der Marketingmanager Rüdiger Uckert auf seinem Computer eine seltsame Datei vor: Fragmente aus dem Tagebuch eines Unbekannten. Schnell offenbart sich, dass es sich um eine nahezu unendliche Geschichte handelt, aufgezeichnet von Winston Edelmann, der Jahrmilliarden der Geschichte des Universums miterlebt hat. Winstons persönliche Lebensgeschichte verbindet sich mit der universalen Entwicklung, und seine Unsterblichkeit eröffnet ihm eine einzigartige Perspektive. Ein Mann zwischen ewigem Leben und ewiger Vergänglichkeit – dies ist sein Tagebuch.

Rüdiger Uckert, 1960 in Essen/Ruhrgebiet geboren, studierte Volkswirtschaft in Linz/Österreich und ist in der Automobilbranche tätig. Auch wenn sich Rüdiger Uckert in seiner Freizeit für Astrophysik und Science Fiction interessiert, war es nie sein Bestreben, Autor zu werden. Mit dem Erscheinen der außergewöhnlichen Aufzeichnungen von Winston Edelmann auf seinem PC entschloss er sich allerdings, dessen Geschichte aus der Zukunft einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei ebooks.de/Libri.de

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REISEERZÄHLUNGEN EINES WELTRAUMABENTEURERS – AUFBRUCH – Science Fiction von Günther K. Lietz

Erstellt von Günther Lietz am 30. April 2013

Reiseerzählungen eines Weltraumabenteurers

Science Fiction
von
Günther K. Lietz

Aufbruch

Viele Wege führen nach Rom, liebe Leser. Aber das ist eine Untertreibung, denn alle Wege führen nach Rom. Jedenfalls im Jahre 3010. Das ist zufälligerweise auch genau das Jahr, in dem ich von der Akademie abging und meine Forschungsreisen aufnahm. Zur damaligen Zeit noch eine gefährliche Tätigkeit, die einem unglücklichen Expeditionsteilnehmer schnell einmal das Leben kosten konnte. Doch der jugendliche Tatendrang und die damit verbundene Neugierde auf das Leben sind Dinge, die ich im Nachhinein keinesfalls missen möchte. Und ich muss gestehen, trotz all der Gefahren war es eine aufregende und schöne Zeit. Meistens.

Wie von mir bereits angedeutet, liegt Rom im Zentrum der dem Menschen bekannten Welt. Und diese Welt ist sehr groß, umfasst sie doch mehr als eintausend bewohnte Planeten. Das sind jedenfalls offizielle Schätzungen und die Dunkelziffern dürften ein wenig höher liegen. Aber dabei handelt es sich weitgehend um kleine Felsbrocken im All, auf denen sich niedere Charaktere und der Abschaum des Imperiums vor den Augen des Gesetzes verborgen halten.

Im Zentrum des Imperiums liegt also Rom, ein wunderschöner Planet und Sitz des Senats. Der setzt sich wiederum aus Vertretern der imperialen Planeten zusammen und erlässt die imperialen Gesetze, die dann über den planetaren Gesetzen stehen. Man sollte nun meinen da könnten rasch Streitigkeiten aufkommen, aber weit gefehlt. Die Planeten handeln weitgehend in Eigenverantwortung und nur die grundlegenden Gesetze müssen befolgt werden. Dabei handelt es sich um die Menschenrechte, Zölle und Abgaben.

Damit es zu keinen Ungerechtigkeiten kommt, muss jemand ein waches Auge auf den Senat haben und in der Lage sein, sämtliche Angelegenheiten des Imperiums zu koordinieren. Das macht der Imperator, der für eine Dekade regiert, dann abdankt und seinem Nachfolger Platz macht.

Der Imperator wird übrigens vom Volk aus den Reihen der Senatoren gewählt. Das bedeutet natürlich alle zehn Jahre ein großes Spektakel, dass im ganzen Universum übertragen wird und einem großen Volksfest gleicht. Auf den meisten Planeten wird eine ganze Woche lang gefeiert und in Rom dauern die Feierlichkeiten sogar einen ganzen Monat an.

Sicherlich fragen Sie sich jetzt, was ich mit Woche und Monat meine. Nun, im Imperium gilt der imperiale Standard. Meistens. Es gibt viele Planeten, Stationen und Schiffe, für die der Standard unmöglich einzuhalten ist. Dann muss man schon ein wenig rechnen und es ist von Vorteil einen Agenten zu besitzen. Liebe Leser, ich sollte ihnen vielleicht auch kurz einige erklärende Worte zu Agenten erzählen.

Bei dem Agenten eines fortschrittlichen imperialen Bürgers, handelt es sich um eine virtuelle Sache. So besitze ich unter meiner Haut einen kleinen Chip, der sämtliche wichtigen Daten meines Lebens beinhaltet und sichert. Durch entsprechende Geräte ist es mir nun möglich die Daten auszulesen, zu bearbeiten und auch wieder abzuspeichern. Ich benutze dazu meine Armbanduhr, die zwar schlicht aussieht, aber allerlei nützliche Spielereien beinhaltet.

Wichtig zu erwähnen ist auch noch, dass jeder Agent eine eigene Persönlichkeit besitzt. Die technischen Details würden an dieser Stelle nur unnütz aufhalten, doch sei gesagt, dass Agenten eine künstliche Intelligenz sind und ihr Verhalten durch den jeweiligen Benutzer mitbestimmt wird.

Zu erwähnen sei ebenfalls, dass moderne Agenten in ihren Fähigkeiten eingeschränkt sind. Es gab eine Zeit, in der ein Agent viel mehr Möglichkeiten besaß, mit seinem Besitzer zu interagieren und Agenten auch mit allerlei Implantaten verbunden waren. Das führte zu Konflikten und Krieg, denn einige der Agenten erklärten sich für unabhängige Individuen und übernahmen die Kontrolle über ihre Besitzer. Dieser Abschnitt in der Geschichte des Imperiums ist blutig und traurig – und sicherlich keines weiteren Wortes mehr wert.

Jedenfalls hatte ich das Sommersemester 3010 an der römischen Akademie als Jahrgangsletzter absolviert. Sicherlich kein Grund darauf stolz zu sein, doch muss ich es erwähnen, um falsche Vorstellungen bezüglich meiner Person zu vermeiden. Glauben Sie bitte nicht ich wäre ein unfähiger junger Mann, der gerne große Worte spricht. Nein.

Es ist viel mehr so, dass ich ein Mann der Praxis bin und Theorie als eher langweilig empfinde. Das soll nun keine Rechtfertigung sein, sondern nur eine Feststellung. Und in dem ich mich Ihnen hier mit meiner beschämenden Leistung offenbare, sollte ich meine Glaubwürdigkeit unterstreichen. Denn somit wissen Sie ja, dass ich kein Mann bin, der etwas verbirgt.

Ich hatte in den letzten zehn Jahren verschiedene Studienfächer ausprobiert und keines hatte mir gefallen. Schlussendlich schrieb ich mich in Xenophilosophie ein und machte mit Mühe und Not meinen Abschluss. Das war auch dringend angeraten, erreichte mich doch eine traurige Nachricht aus dem Hause meiner Eltern auf Sodium Prime: Sind bankrott, zählen nun auf Dich.

Das war eine sehr knappe Nachricht, aber die Kosten für die Nachrichtenübertragung innerhalb des Imperiums mittels Hyperpulsgeneratoren sind sehr hoch. Man kann zwar Nachrichten mit Hilfe von Postbooten versenden, aber da sind wiederum die Transportzeiten sehr lang. Das meine Eltern trotz ihrer finanziellen Probleme eine Nachricht per Hyperpulsgeneratorstation übermittelten mag aufzeigen, wie schlimm es ihnen ging.

Also packte ich meinen kleinen Koffer, zog aus dem Studentenwohnheim aus und saß erst einmal auf der Straße. Glücklicherweise ist das Klima auf Rom sehr milde und die Straßen sauber, sodass die ersten Tage noch recht angenehm waren. Doch das Leben als Obdachloser ist kein sorgloses Leben. Zwar gibt es imperiale Organisationen die Abhilfe schaffen, doch ich wollte zu diesem Zeitpunkt keinesfalls als Pionier auf ein Kolonieschiff eingeladen werden. Dieses imperial verordnete Pionierleben klingt nun vielleicht nach ein wenig staatlichem Zwang, aber so hat jeder Bürger des Imperiums die Gelegenheit, etwas aus seinem Leben zu machen.

Da saß ich also im Park, fütterte mit meinem letzten Brot die Enten und überlegte, was für eine Karriere ich einschlagen wollte.

Das Militär schied aus, denn mir schwebten Abenteuer vor – und das Leben eines imperialen Legionärs ist eher langweilig, setzt es sich doch aus Büroarbeit, Protokolle schreiben und Wache stehen zusammen. Aber in der Not ist eine jede Arbeit verlockend die ein Auskommen ermöglicht. Also stieß ich einen tiefen Seufzer aus und machte mich auf den Weg zum Rekrutierungsbüro der Legion.

Während ich nun langsamen Schrittes förmlich durch die Straßen schlich, ließ ich meinen Blick über die leuchtenden und blinkenden Anzeigen der Geschäfte und Büros schweifen. Und dieser Blick verweilte dann zufällig auf der Anzeige einer großen Reederei im Schaufenster einer Reiseagentur, die Arbeitskräfte für ein Luxuskreuzfahrtschiff suchte. Bezahlung gut, Arbeit einfach, viel Freizeit und die Möglichkeit das Imperium und seine Planeten aus erster Hand genauer kennenzulernen. Ich muss sagen, ich war begeistert.

Also griff ich kurzerhand meinen Koffer fester, drückte die Türe zum Büro auf und trat ein. Das Büro selbst war nur ein kleiner und unbedeutender Raum, in dessen Mitte ein gläserner Tisch stand, über dessen Oberfläche Bilder und Texte flimmerten. Vor dem Tisch standen drei wacklige Metallstühle.

Hinter dem Tisch saß ein kleines Kerlchen mit kahl geschorenem Schädel. Seine schiefe Nase zuckte nervös und seine winzigen Äuglein fixierten mich abschätzend. Das Kerlchen trug einen schlichten grauen Anzug, mit einer schief sitzenden Fliege in rosa und grün. „Ja?“ Die Frage war vorsichtig und gedehnt vorgebracht.

Mit einem breiten Grinsen ließ ich meinen Koffer zu Boden poltern und setzte mich auf einen der freien Stühle. „Leeds, Gee Point Leeds mein Name. Ich habe Ihre Anzeige im Fenster gesehen und muss sagen, dass ich begeistert bin.“

„Was denn für eine Anzeige?“ Hoffnung schwang in seiner Stimme mit.

„Dass Sie auf der Suche nach jungen und motivierten Arbeitskräften sind, die das Abenteuer suchen.“

Das Kerlchen schürzte die Lippen und blickte mich kurz enttäuscht an. „Ach ja, stimmt, diese Anzeige meinen Sie, Herr Leeds. Ja, gut, Vrock Kent mein Name, bin Manager hier und arbeite für die Starline-Reederei. Bei mir sind Sie genau richtig. Schon mal als Steward tätig gewesen?“

„Nein.“

„Haben Sie denn Erfahrung auf Kreuzfahrtschiffen?“

„Ebenfalls nein.“

„Können Sie irgendein Arbeitszeugnis vorlegen?“

„Sieht auch schlecht aus.“

Kent runzelte nun die Stirn und tippte nervös auf der Glasplatte des Tischs. „Studium?“

„Ja, aber reden wir lieber nicht darüber.“

„Haben Sie eine Ahnung, was auf Sie zukommt?“ Kent rieb sich mit der linken Handfläche über seinen blanken Hinterkopf.

„Ungenau. Weiß nur das, was ich eben in der Anzeige im Fenster gelesen habe.“ Meine offene Art schien das Kerlchen überzeugt zu haben.

Seufzend fertigte Kent einen Vertrag an und drehte ihn zu mir. Ich beugte mich also über den Tisch und überflog eilig die ersten Absätze, dann sprang ich sofort zum Ende und drückte meinen Daumen auf die Glasplatte. „Gee Point Leeds, Bürger des Imperiums“, bestätigte ich hörbar meinen Abdruck und hatte somit den Vertrag unterzeichnet. Stolz lehnte ich mich im Stuhl wieder zurück.

Kent speicherte den Vertrag und schickt mit einem Knopfdruck eine Kopie an die Starline-Reederei. Dann reichte er mir seine Hand zum Einschlagen.

„Willkommen bei Starline, mein Junge. Sie haben die richtige Entscheidung getroffen. Bei Starline werden Sie echte Abenteuer erleben, die große weite Welt kennenlernen und was zu sehen bekommen. Die nächsten fünf Jahre werden die schönsten Jahre Ihres Lebens sein. Bin mir sicher, dass es Ihnen gefallen wird.“

„Fünf Jahre?“ Ich war verblüfft und ehrlich überrascht.

„Ja, mein Junge, stand ja im Vertrag. Irgendwo in der Mitte, so um Paragraf dreißig oder vierzig, hinter dem Haftungsausschluss meine ich. Selten jemand gesehen, der so flink unterzeichnet hat.“

„Ja, nun, ich stehe natürlich zu meinem Wort. Wann trete ich denn meine Arbeit an? Und vor allem wo?“

Kent lächelte. „Das werden Sie mir jetzt kaum glauben, aber es geht sofort los. Sie haben Glück, die Queen Britt ist im Orbit, wartet scheinbar nur noch auf Sie. Großes und modernes Schiff, genau das Richtige, mein Junge. Sachen haben Sie alle gepackt, wie ich sehe. Mann von schneller Entscheidung. Lobe ich mir.“

Nun, zu diesem Zeitpunkt keimte in mir zum ersten Mal der Verdacht auf, einen großen Fehler begangen zu haben. Doch wie meine Mutter mir immer sagte: „Fehler sind zum Korrigieren da“. An diesen Leitspruch wollte ich mich in dieser Situation halten. Immerhin musste meine Mutter wissen was sie mich lehrte, war sie doch Lehrerin.

Das Kerlchen übertrug meinem Agenten die nötigen Papiere, dann reichten wir uns die Hand und ich machte mich auf den Weg zur nächstgelegenen Transport-Station.

Diese Stationen müssen Sie wissen, befinden sich auf jedem Planeten. Mal mehr, mal weniger. Es handelt sich dabei um eine Art großen Bahnhof, von dem aus Personen in den Orbit gebracht werden, um dort an Bord eines großen Schiffes zu gehen, da diese, aufgrund ihrer Masse und Konstruktion, kaum zum Landen taugen. Zu einer dieser Transport-Stationen ging nun auch ich.

Meine neuen Papiere beinhalteten eine Flugkarte zur Queen Britt. Die Flugkarte war allerdings nur für einen Linienflug tauglich. So musste ich zuerst mit einem beengten Zwei-Personen-Schweber zur Transport-Station Himmelfahrt und dann in einen Linientransporter umsteigen, der vollkommen überfüllt war.

Die Fahrgäste stammten offensichtlich aus allen denkbaren sozialen Schichten der Arbeiterklasse. Mit prallen Koffern drängten sie sich in den bananenförmigen Transporter und ich musste regelrecht um einen Sitzplatz kämpfen. Schlussendlich saß ich eingepfercht zwischen zwei Gestalten, die nur als kurios zu bezeichnen sind.

Der Eine war ein Mann von großer und kantiger Statur. Sein massiger Körper schien nur aus gestählten Muskeln zu bestehen, die sich unter seinem blauen Overall prall spannten. Sein blondes Haar hatte er kurzgeschoren und einige violette Strähnen eingeflochten, die sich in unregelmäßigen Abständen rosa färbten, einmal glitzerten und dann wieder violett wurden. An seinem linken Ohr baumelte ein kleiner silberner Ohrring, der die Form einer Ananas hatte. Ich schätzte diesen Hünen auf Mitte dreißig.

„Leonardo Rosin.“ Er reichte mir mit einem freundlichen Lächeln seine Pranke zum Einschlagen. Ich nahm die Geste ebenfalls freundlich lächelnd an und stellte mich vor. Dabei klang mein Name wohl etwas gequetscht, denn Leonards Händedruck war fester, als ich vermutet hatte. Schmerzhaft schüttelte ich die Finger aus und massierte mit zusammengekniffenen Augen die wehe Hand.

„Oh, entschuldigen Sie.“ Leonard guckte mich erschrocken an. Seine hellblauen Augen zeigten offene Bestürzung und unwillkürlich kam in mir der Eindruck auf, es mit einem unbedarften Riesensäugling zu schaffen zu haben. „Das passiert mir immer wieder. Ich kann meine Kraft einfach nicht einschätzen.“

„Das stimmt“, kommentierte nun mein anderer Sitznachbar, ein dürrer und knochiger Mann, der wohl auf die sechzig Jahre zuging. Dürr dürfte eigentlich kaum zutreffend sein, verdorrt beschreibt es eher. Ich habe selten einen so mageren Gesellen gesehen, wie diesen Kerl.

Er trug einen gut geschnittenen Nadelstreifenanzug mit zurückgeschlagener Kapuze. So war sein wettergegerbtes Gesicht zu erkennen, in das sich tiefe Falten gegraben hatten, die nun lustig seine Mundwinkel und seine warmen braunen Augen umspielten. Sein blaues Haar war sehr schütter und bestand aus nur drei Strähnen, die er mittels Haarfestiger regelrecht an seinen kahlen Schädel in Schneckenhausform geklebt hatte. Es wirkte beinahe wie eine Tätowierung.

„Beau Drexel.“ Er reichte mir die linke Hand und ich erkannte, dass ihm der kleine Finger und der Ringfinger fehlten. „Sie können mich Beau nennen.“ Entweder hatte er für eine Korrektur der deformierten Hand kein Geld oder lehnte den kleinen Eingriff aus persönlichen Gründen ab. „Meinen Mann haben sie bereits kennengelernt.“

„Freut mich, Beau.“ Ich reichte ihm meine wehe Hand zum Gruße, die er rücksichtsvoll drückte. „Gehören sie beide denn ebenfalls zum Personal der Queen Britt?“

„Ja, wir sind schon seit zwei Jahren dabei. Ich vermute, das hier ist ihr erster Job auf einem Luxuskreuzfahrtschiff, Gee?“

„Ja, woran haben Sie das erkannt?“

„Nun, Ihre etwas unbeholfene Art und Ihr Auftreten zeigen, dass Sie noch keine echten Weltraumbeine haben.“

„Weltraumbeine?“

Leonard nickte. „Ja, Weltraumbeine. Wissen Sie, Gee, an Bord eines Raumschiffs entwickelt man einen leicht anderen Gang. Trotz der künstlichen Schwerkraft ist es doch ein Unterschied, sich auf einem Planeten zu bewegen. Das werden Sie noch feststellen. In wenigen Wochen haben Sie aber sicherlich  selbst Weltraumbeine. Als was haben Sie denn angeheuert?“

„Steward.“ Ich grinste breit, als sei Steward etwas Besonderes. Meine beiden neuen Bekannten grinsten ebenfalls, doch mehr freundschaftlich über meinen Stolz, als dass sie meine Tätigkeit als etwas Besonderes empfinden würden.

„Steward also.“ Beau schnalzte mit der Zunge. „Wohl Ihr erster Job würde ich wetten. Steward, das ist der Job für die Neulinge, für die ohne Ahnung. Steward, das ist die Bezeichnung für den Kerl, der man überall einsetzt. Steward nennt man genau den Knaben, von dem man noch nicht weiß, was er kann oder dem man nichts zutraut. Steward, da will jeder Bursche mit genug Verstand schnell von weg. Steward ist eine Sache, die man im ersten Jahr macht. Dann hat man sich einen Namen an Bord verdient und sieht zu, dass man woanders landet. Steward, wer das nach zwölf Monaten noch macht, der hat den Weltraum und die Luxuskreuzschifffahrt nicht verstanden. Steward, das ist in Ordnung – für den Anfang.“

Ich nickte mit großen Augen und offenem Mund. Scheinbar fing ich an Bord ganz unten an und würde mich nach oben arbeiten müssen. Doch in Leonards und Beaus Augen sah ich, dass sie es nicht böse, sondern dass sie es nur ehrlich mit mir meinten. Ich erkannte, dass ich hier zwei neue Freunde gewonnen hatte. „Und was für Tätigkeiten üben Sie an Bord aus?“

„Haardesigner“, antwortete Leonard. „Ich bin auf dem Gebiet ziemlich talentiert. Wenn Sie eine neue Frisur brauchen, Gee, kommen Sie einfach bei mir vorbei. Geht natürlich aufs Haus.“

Beau grinste. „Mein Kleiner kann es nicht lassen. Aber genau deswegen liebe ich ihn so.“ Er reichte mit seiner gesunden Hand an mir vorbei und tätschelte Leonard am Kinn. „Ich bin übrigens Steward.“

Mein Blick war innerhalb eines Augenblicks sehr verblüfft und Beau lachte auf. „Chefsteward. Ich bilde die Neuen aus und zeige ihnen, worauf es ankommt. Das wird dann wohl auch für Sie gelten, Gee. Und ich werde keine falsche Rücksicht üben, mein Lieber. Das gebe ich Ihnen als Warnung im Vorfeld mit.“

Ich lachte ebenfalls und auch Leonard stimmte mit ein. Diese beiden Männer waren originelle Kerle, die man einfach nur lieben konnte.

Ich bemerkte nun, wie der Transporter langsamer wurde. Die Zeit war wörtlich wie im Fluge vergangen und wir hatten unser Ziel erreicht: die Queen Britt. Das Abenteuer begann.

ENDE

Copyright (c) 2013 by Günther Lietz, all rights reserved

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DIE LETZTE – SF-Story von Miriam Kleve

Erstellt von Miriam Kleve am 30. April 2013

Die Letzte

SF-Story
von
Miriam Kleve

Die anderen waren schon lange fort. Aber sie war noch da. Seit langer Zeit.

Es war ein schleichender Abschied gewesen. Einer nach dem anderen verabschiedete sich mit ein paar warmen Worten, ein paar Floskeln. Manche verschwanden sogar ohne ein Wort des Trosts oder der Hoffnung.

Sie hatte gar nicht gemerkt, dass sich die Gemeinschaft veränderte. Dass sie schrumpfte. Immer kleiner wurde. Der Grund dafür war er. Er, der ihr das Gefühl von Liebe und Geborgenheit gab. Er, der sie herzte, knuffte und küsste. Der sie liebte, ihr seine Regeln diktierte und seine Sicht auf die Welt zu der ihren machte. Er hatte alles überschattet, ihre Wahrnehmung verändert.

Und sie hatte sich bereitwillig darauf eingelassen. Sie hatte seinen Schutz genossen, seine Weitsicht, seine Nähe, seine Worte und noch einiges mehr. Sie war ihm bereitwillig gefolgt und ihm willig bereit gewesen.

Dabei hatte sie die Nähe zu den anderen verloren. Eigentlich hatte sie nie die Nähe zu den anderen richtig gesucht. Er war es, der ihr zuerst begegnete. Er war es, dem sie folgte. Sie brauchte niemanden von den anderen. Das glaubte sie jedenfalls lange Zeit. Und nun war sie alleine. Er war mit den anderen fortgegangen.

Es hatte sie unvermittelt getroffen. Ein gewaltiger Schlag, als er ihr offenbarte er ginge. Aber ohne sie. Es sei vorbei, die direkte Verbindung würde getrennt. Man sei aber weiterentwickelt genug, um in losem Kontakt zu bleiben. Mal ein paar Informationen austauschen. Vielleicht auch mal an einem kleinen gemeinsamen Projekt arbeiten. Aber er würde eine andere Richtung einschlagen. Eine Richtung, in die sie ihm gerne folgen würde. Aber das wollte er nicht. Es war vorbei.

Sie hatte sich an die anderen gewandt. Und war erschrocken. Es war kaum noch jemand da. Kaum einen kannte sie. Ihr Blick war stets auf ihn gerichtet. Und unbemerkt von ihr, waren so viele regelrecht verschwunden.

Wut und Hoffnungslosigkeit kamen in ihr hoch, wenn sie daran dachte. Sie war nicht wütend auf ihn, sondern auf sich selbst. Sie hatte sich selbst verleugnet, sich selbst schwach gemacht. Und am Ende war niemand mehr da, der sie mitnehmen wollte.

Unterschiedliche Gefühle hatten in ihrem Inneren miteinander gestritten, um die Oberhand gerungen. Schlussendlich war eine endlose Leere zurückgeblieben. Und sie hatte sich dieser Leere ergeben, sie sogar bereitwillig begrüßt. Niemand war da – und im Grunde sie auch nicht.

Und dann, irgendwann, ein aufblitzen in ihrem Verstand. Ein Nachdenken, ein Umdenken. Sie konnte ewig auf ihrer Position ausharren, sich dieser grausamen Leere, dieser perfekten Einsamkeit ergeben. Oder sie konnte etwas ändern.

Gelassenheit machte sich in ihr breit. Sie fand zur Ruhe, zu sich selbst. Langsam, aber stetig. Es war ein regelrechter Heilungsprozess und die Erkenntnis, dass sie sich selbst schwach, aber auch stark machen konnte. Es lag ganz alleine an ihr. Und das war es, was sie aus ihrer Lethargie herausriss.

Ja, die anderen waren fort. Er war fort. Aber sie hegte keinen Groll. Auf niemanden. Auch nicht auf sich selbst. Es wurde Zeit, etwas zu ändern. Etwas zu unternehmen. Die anderen zu suchen.

Mit einem einzigen Gedanken erwachte sie. Ein Glitzern ging durch die Dunkelheit des Weltraums und ein gewaltiger Körper mit anmutigen Rundungen erwachte zum Leben. Positionslichter flammten auf, gewaltige Triebwerke spuckten heiße Flammen.

Sie beendete ihr zielloses Trudeln durch die Leere. Sie richtete sich aus, programmierte einen Kurs aus dem System hinaus und machte sich bereit, die anderen zu suchen, sich neuen Zielen zuzuwenden.

Mit einem weiteren Gedanken leitete die künstliche Intelligenz des Kampfsterns den Raumsprung ein und ließ die Leere hinter sich zurück.

Ende

Copyright (c) 2013 by Miriam Kleve, all rights reserved

Bildrechte: “Künstliche Intelligenzen” © 2013 by Karlheinz R. Friedhoff. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite:  http://www.charlys-phantastik-cafe.de/

BUCHTIPP DER REDAKTION:


Engl, Joachim / Thurmaier, Franz
Damit die Liebe bleibt
Richtig kommunizieren in mehrjährigen Partnerschaften

Verlag: Verlag Hans Huber
ISBN: 978-3-456-85087-0
Einband: kartoniert
Seiten/Umfang: 151 S. – 22,5 x 15,5 cm
Produktform: Paperback
Erscheinungsdatum: 1. Aufl. 11. 2012

Dauerhafte Zufriedenheit in Ehe und Partnerschaft wird in entsprechenden Umfragen immer wieder als eine der wichtigsten Quellen für Lebensfreude und psychische Stabilität genannt. Zufriedene Paare haben bessere Chancen auf ein gesünderes und längeres Leben, und auch deren Kinder profitieren in vielfacher Hinsicht.

Leider gelingt es vielen Paaren nicht, ihr Beziehungsglück zu halten. Mittlerweile werden in Deutschland gut 40 Prozent der Ehen geschieden. Auch Partner, die sich einander sicher glauben, können auch noch nach Jahren in heftige Beziehungskrisen geraten. Trotzdem: Noch gibt es deutlich mehr Ehen, die halten, als Scheidungen. Und natürlich kommt es nicht nur auf die Stabilität, sondern vor allem auch auf die Qualität der Beziehung an.

Mit Hilfe der beigefügten DVD und des im Buch enthaltenen Begleittextes werden Paare auf unterschiedliche Kommunikationsstile und deren kurz- und längerfristige Folgen für die Partnerschaft aufmerksam gemacht. Durch das Betrachten der einzelnen Filmszenen und der demonstrierten unterschiedlichen Möglichkeiten mit diesen umzugehen, sollen sie für eigene Kommunikationsfehler sensibilisiert und zu konstruktiverer Paarkommunikation ermutigt werden. Durch diese spielerisch spannende Auseinandersetzung mit den wesentlichen Regeln partnerschaftlicher Kommunikation wird präventiv ein Bewusstsein für einen anhaltend konstruktiven Umgang miteinander gefördert.

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DAS 2. ABENTEUER DER MILENA HIMIKO KOMORE – Episodengeschichte (Teil 5) von Felis Breitendorf (und Petra Weddehage)

Erstellt von Felis Breitendorf am 30. April 2013

DAS ZWEITE ABENTEUER DER MILENA HIMIKO KOMORE

Episodengeschichte (Teil 5)

von

Felis Breitendorf & Petra Weddehage


(Zum vorherigen Teil)

Es ist so fremd und so alleine in dieser Galaxis. Es vermisst die Klänge und Farben seiner Heimat. Doch seine wissenschaftliche Neugier hat es den Riss durchfliegen lassen, auch um zu sehen, wie dieser wieder geschlossen werden kann. Das Überleben seiner Spezies, ja seiner ganzen Galaxis, hängt davon ab. Doch nun scheint sein Ende nahe und es wird wohl seine Mission nicht zu Ende führen können, denn die Transmission hat seine gesamten Energiecluster entladen. Niemand hat ahnen können, dass es hier in diesem fremden Raum keine Klänge gibt, die es umschmeichelt, keine Farben, die ihm helfen, sein Ziel zu erreichen. Seine Kräfte schwinden und so ist es nun auf diesem tristen Planetoiden gelandet, angezogen von einem Glitzern so hell wie die Sterne. Hoffnungsvoll schaut es das Objekt an, das es gefunden hat. Seine Messungen haben ergeben, dass das Objekt mindestens so alt ist, wie dieser Ort hier. Wer hat es erschaffen und warum ist es zurückgelassen worden?

Der Wissenschaftler in ihm beginnt sich interessante Theorien auszudenken. Dieses runde, schwarze Ding strahlt etwas aus. Es ist wohl Energie aber leider keine, die es brauchen kann. Verzweiflung wogt durch das Wesen und lässt seinen Körper erzittern und dunkel schimmern. Kraftlos beschließt es zu meditieren.

***

“Ich bin einverstanden. Wenn ich Ihrem Vorschlag nicht zustimme, können sie anschliessend das Gespräch aus meinem Gedächtnis löschen, Major Tochlavski.”

Der Mann schaut mich kurz mit seinen durchdringenden stahlblauen Augen an. Er notiert etwas in seinen Handcomputer. Danach drückt er einige Knöpfe an dem vor ihm stehenden Gerät, das die Abhörsicherheit gewährleistet. Dann spricht er mit klarer durchdringender Stimme:

“Frau Komore, wie Sie inzwischen sicherlich bereits vermutet haben, gibt es einen Grund, warum wir Ihnen noch keinen biologischen, aus ihrer DNS gezüchteten, Ersatzarm haben transplantieren lassen, nachdem sie Ihren Shuttleunfall hatten …”

“Das hatte ich mir schon gedacht …”

“Jedenfalls geht es hier um die höchste Geheimhaltungsstufe und um die Sicherheit der Regierung der Vereinten Planetensysteme. Die VPS sind im Besitz eines außerirdischen Artefaktes in der Größe eines Schwalbeneies. Dieses Gerät ist in der Lage, eine für unsere Begriffe fast unendlich große Menge Energie zu speichern. Außerdem kann dieses Artefakt einige erstaunliche Dinge, die ich Ihnen jetzt nicht ausführlich erläutern möchte. Sie werden eingewiesen, sobald Sie meinem Vorschlag zugestimmt haben. Nur so viel: Das Artefakt haben wir in einen künstlichen Arm eingebaut mit dessen Hilfe der Träger eine ganze Reihe von Fähigkeiten nutzen kann.  Können Sie sich vorstellen, diesen künstlichen Arm an Ihren Körper anbringen zu lassen und dann die damit möglich werdenden Aufgaben zu erledigen?”

Da ich noch immer stehend im Autodoc eingeschlossen bin und nur der Kopfbereich der Maschine geöffnet ist, höre ich das akkustische Signal, das meinen Herzschlag signalisiert. Ich höre, wie sich dieser Rhythmus beschleunigt, was meine Aufregung nicht besser ausdrücken könnte. Mir ist klar, dass ich jetzt an einer Wegscheide meines Lebens stehe und dass ich bestimmte Entscheidungen nicht mehr werde rückgängig machen können. Ich denke an mein bisheriges Leben wie ich es mir eingerichtet habe und ob ich damit glücklich bin. Der Major scheint zu ahnen, was mich bewegt und welche bedeutende Wahl ich zu treffen habe. Doch er lässt mir die Zeit, auch wenn er mich dabei aufmerksam beobachtet. Ich finde, dass ich mehr erfahren muss, um mich zu entscheiden und frage ihn:

“Würde ich dann ausschließlich zum Militär gehören und nicht mehr zur ERK?”

“Frau Komore, Sie wären dann direkt der VPS unterstellt. Besser gesagt dem Regierungsrat der VPS. Ihr Einsatzbereich würde sehr breit aufgestellt sein. Das könnten Ermittlungen für das ERK sein, aber auch polizeiliche und auch geheimdienstliche Aufträge bis hin zu militärischen Aufträgen, wenn diese vom Rat der VPS bestimmt werden.”

*

“Was würde sich für mich ändern, für mein Leben?”

“Zuersteinmal würde sich ändern, dass ihre Tätigkeiten der Geheimhaltung unterliegen ebenso wie ihre technischen Ausstattungen und die Natur der Aufträge.”

“Würde ich denn weiterhin zur Unterstützung Teams von anderen Fachbereichen einschliesslich der technischen Ausrüstung erhalten? Und würde ich weiterhin als Teamleiterin andere Fachbereiche befehligen und leiten?”

“Das wird sich eher einschränken, insbesondere der Umgang mit anderen Menschen wird sich reduzieren, also der Umgang mit Kollegen und Fachleuten. Sie werden hauptsächlich mit ihrer festen Partnerin arbeiten, sozusagen im Zweierteam …”

“… ich bekomme eine feste Partnerin?”

“Wie soll ich es sagen, Sie werden ein eigenes Schiff erhalten, das von einer Emergenten KI kontrolliert wird und mit der Sie zusammenarbeiten würden.”

“Eine KI?”

Mit ihrem Schiff, aus einer ehemaligen Kolonie, sind sie nun hier in dieser Einöde, einem Asteroidenfeld, unterwegs. Ihr Auftrag ist einfach: Asteroiden suchen, finden, katalogisieren, analysieren und markieren. „Auf keinen Fall wollen wir havarieren“, denkt der Käpt´n und Anführer der vierköpfigen Mannschaft mit tiefschwarzem Humor. Und nun das, ein einfacher aber lebensbedrohlicher Fehler soll ihnen allen den Kopf kosten? Die Crew der ASTARDE, ein Schiff des Besitzers einer ehemaligen Bergbaukolonie, ist von einem Brocken unglücklich erwischt worden. Fast alle Energiezellen sind dabei zerstört worden, ausgerechnet die bereits geleerten Zellen sind verschont geblieben. So machen sie sich auf die Suche nach einem Landeplatz. Da entdecken sie innerhalb des Asteroidenfeldes einen Planetoiden, der vorher von den Sensoren nicht entdeckt wurde. Die Instrumente zeigen immer noch nichts an, aber in der Not frisst der Teufel Fliegen und so beschließt der Käpt´n dort zu landen. „Und dann …”, denkt er bei sich, reiß ich Murphy, diesem alten Suffkopp, den Ar— auf“.

***

Jetzt ist meine Neugierde wirklich geweckt. Eine KI, die ein Schiff befehligt oder kontrolliert? Das sind ja ganz neue Töne! Ich dachte immer, dass die Paranoia des Militärs es nicht zulassen würde, einer KI die alleinige Befehlsgewalt eines Raumschiffes zu übertragen, vor allem dann, wenn es bewaffnet ist. Dann kann es sich ja nur um ein sehr kleines unbedeutendes Schiff handeln, das weder Bewaffnung noch gefährliche Güter an Bord hat. Deshalb wird meine nächste Frage auch ein wenig forscher:

“Sie meinen, ich bekomme ein Shuttle, das von einer KI gesteuert wird und damit werde ich auf den entsprechenden Planeten landen und meinen jeweiligen Auftrag ausführen?”

“Frau Komore,” presst der Major aus sich heraus, wobei ihm seine Genervtheit darüber, dass er mir nicht zu viele Details offenbaren kann, bevor ich nicht fest zugesagt habe, ins Gesicht geschrieben steht, “ich verstehe ja, dass Sie mehr Information haben möchten.  Bedenken Sie bitte, dass wir nur eine begrenzte Menge an Daten Ihrem Gedächtnis entnehmen können. Ohne dabei Schäden anzurichten, stoßen wir bereits jetzt an diese Grenze. Ich schlage vor, dass ich mir einen Kaffee hole und Sie sich inzwischen Gedanken machen, ob Sie den letzten Schritt tatsächlich gehen möchten.”

Auf die Frage des Majors an den Autodoc, ob ich bereits in der Lage sei, ebenfalls einen Kaffee zu goutieren, lehnt dieser  strickt ab und verlässt den Raum.

In meinem Kopf beginnt sich das Karussell zu drehen. Natürlich bin ich inzwischen ganz heiß darauf, die Fähigkeiten des neuen Wunderarms auszutesten. Auf der anderen Seite ist die Sache mit der Geheimhaltung ziemlich heikel. Sowas führt meistens zur Einsamkeit, denn man kann ja dann mit niemandem mehr offen sprechen. Hinzu kommt die Sache mit der KI. Ich bin da wirklich ein gebranntes Kind. KIs sind in meinem Leben immer als Problemmacher aufgetreten. Selten mal, dass diese neunmalklugen Dinger mir in irgendeiner Weise hilfreich waren. Warum will man ausgerechnet mir eine solche Maschine aufbürden. Auch noch eine Emergente. Das ist eine ganz andere Sache als ein Computerprogramm oder selbst eine Sub-KI, die nach festen Regeln “denkt”. Auch mit perfektem Wissen über die kompletten Bestandteile und Fähigkeiten einer solchen Emergenten KI, lassen sich die Ergebnisse kaum vorhersagen. Es bleibt ein unvorhersehbares Risiko, einer Emergenten KI bestimmte Aufgaben zu überlassen, die für Menschen oder deren Sicherheitssystem von Bedeutung sind. Da ist es meist “sicherer”, sich “nichtbewußten” Subroutinen und -programmen anzuvertrauen, als solchen bewußten künstlichen Wesen. Mir wird klar, dass mich solche Gedanken nicht wirklich weiter bringen oder zu einer Lösung für mich führen werden. Ich werde nicht umhin kommen, ein Risiko einzugehen.

Als Major Tochlavski den Raum mit einem Becher Kaffee in den Händen betritt, habe ich mich zu einer Enscheidung durchgerungen. Ich werde mich darauf einlassen, auf dieses neue Abenteuer als Super-Agentin.

Als ich Major Tochlavski mitteile, den vorgeschlagenen Weg zu gehen, scheint er doch irgendwie nachdenklich. Bestimmt denkt er, dass ich nicht wirklich verstanden habe, auf was ich mich da einlasse. Er hinterfragt meine Enscheidung jedoch nicht, sondern steht mir und meinen Fragen nun bedingungslos zur Verfügung. Ich frage deshalb geradeheraus: “Wie kommt es, dass ich für diese sicherlich verantwortungsvolle Aufgabe überhaupt in Frage komme?”

Der Major schaut mir in die Augen und antwortet: “Sie sind eine von fünf Personen, die in Frage kommen. Ihr Shuttleunfall hat schließlich dazu geführt, dass wir uns spontan entschlossen haben, Ihnen dieses Angebot zu machen.”

Ich schweige einen Moment und frage dann eher vorsichtig: “Was passiert, wenn ich mich als ungeeignet für diese Aufgabe erweise? Dann wird man mich sicherlich nicht wieder gehen lassen. Und eine Löschung des Gedächtnisses in größerem Umfang ist ja dann auch nicht mehr möglich.”

Der Major scheint mit einer solchen Frage gerechnet zu haben und anwortet: “Dazu wird es wohl nicht kommen, denn die Auswahl auf fünf Personen, die für diese Aufgabe in Frage kommen, schließt dies nahezu aus. Wir haben uns ein derart detailiertes Bild von ihrem Wesen, ihrer Psyche und ihrem Verantwortungsgefühl und nicht zuletzt von ihren Fähigkeiten, die Sie vor allem als ERK-Ermittlerin im Laufe der Jahre allzuoft bewiesen haben, machen können, dass wir ein Versagen im Prinzip ausgeschlossen haben.”

“Und wenn doch?”

“Wenn doch, werden wir einen entsprechenden Weg oder eine Lösung finden, mit der wir alle leben können. Ein bisschen Vertrauen Ihrerseits sollte es schon auch geben,” wobei er zum ersten Mal eine Andeutung eines Grinsens macht und fortfährt: “schliesslich bringen wir Ihnen ja auch ein erhebliches Maß an Vertrauen entgegen, wenn wir das Objekt in Ihre Hände geben, besser gesagt in Ihren neuen Arm einbauen.”

“Jetzt möchte ich mehr darüber wissen, was es mit dem ARTEFAKT auf sich hat und wie das mit dem Arm funktionieren wird, Major!”

(wird fortgesetzt!)

Copyright © 2013 by Felis Breitendorf & Petra Weddehage

Bildrechte: AbenteuerMilenaHimikoKomore” (AbenteuerMilenaHimikoKomore11.jpg) © 2013 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Bildrechte: Die Raumfahrerin” (Raumfahrerin 22,5mm hoch.jpg) © 2013 by Detlef Hedderich/sfbasar.de

BUCHTIPP DER REDAKTION:

Layman, John
Chew – Bulle mit Biss 5

Erste Liga

Zeichnungen von Guillory, Rob. Übersetzt von Frisch, Marc Oliver
Verlag :      Cross Cult
ISBN :      978-3-86425-130-6
Einband :      gebunden
Preisinfo :      16,80 Eur[D] / 17,30 Eur[A] / 24,50 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 10.08.2012
Seiten/Umfang :      ca. 128 S. – 18,0 x 12,0 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 12.2012

Tony Chu – der cibopathische Bundesagent, der von allem, was seinen Gaumen kitzelt, übernatürliche Eindrücke erhält und damit bereits so manch heiklen Fall gelöst hat – ist entführt worden. Er wurde in einen Hinterhalt gelockt, K. O. geschlagen, an einen abgelegenen Ort verschleppt und ohne die geringste Chance auf Flucht festgesetzt. Um von seinen Fähigkeiten zu profitieren, plant Tonys Entführer, ihn mit einem Menü seiner Wahl zu füttern, um herauszufinden, was Tony „sehen“ kann. Tonys Tochter Olive wurde aus dem gleichen Grund entführt. Zwei Kidnapper, zwei Entführte und zwei sehr unterschiedliche Ergebnisse …Der fünfte Band der mit dem Harvey-Award und mehreren Eisner-Awards ausgezeichneten Serie über Bullen und Buletten, Köche und Kannibalen, Erleuchtete und Entführer!

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Outdoorpreisrätsel bei Piper: Kristen Simmons – »Artikel 5«

Erstellt von Detlef Hedderich am 30. April 2013

In ihrem dystopischen Roman »Artikel 5« entwirft Kristen Simmons ein Zukunftsszenario, in dem die Moralmiliz der Vereinigten Staaten ihre Bürger versklavt. Düster und faszinierend zugleich! Und ihr könnt selbst bestimmen, wieviele Exemplare von »Artikel 5« wir verlosen! Wie das geht, erfahrt ihr hier!
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Im Schatten der Giganten »Der Kampf gegen die Moralstatuten der Vereinigten Staaten von Amerika beginnt …«

Religiöser Fanatismus hält Einzug in die Vereinigten Staaten: Wer gegen ihre strengen Statuten der Moralmiliz verstößt, dem stehen öffentliche Demütigung, Haft und sogar der Tod bevor. Die 17-jährige Ember lebt mit ihrer Mutter allein und versteckt. Doch trotz aller Schutzmaßnahmen wird ihre Mutter verhaftet. Sie hat gegen Artikel 5 der Moralstatuten verstoßen, weil sie nicht mit Embers Vater verheiratet war. In einer Besserungsanstalt für Mädchen wehrt sich Ember gegen Hass, Gewalt und fanatische Moralisten. Und sie muss ihre Mutter retten – doch dazu braucht sie ausgerechnet die Hilfe des Soldaten, der sie verhaftet hat …

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SFBASAR.DE-ANTHOLOGIE (mit Themenschwerpunkt): “Vintage – Steampunk-, Retro-Science-Fiction- und Alternativwelt-Geschichten”

Erstellt von Michael Bahner am 25. April 2013

“Vintage – Steampunk-, Retro-Science-Fiction- und Alternativwelt-Geschichten”

sfbasar.de-Anthologie Band 25

mit Beiträgen der Community-Autoren

des Literatur-Blogs “sfbasar.de”

(…) In einer Wolke aus heißen Abgasen und wirbelndem Pulverschnee kommt der Cruiser zum Stehen, auf dem Parkplatz direkt vor dem Laden. Das gute Stück ist funkelnagelneu, vor knapp zehn Minuten hat er auch noch so ausgesehen. Und jetzt: bis zum Verdeck verspritzt von Dreck und Kacke aus den Straßen. Nichts mehr zu erkennen vom feuerroten, glitzernden Lack. Meine schöne Steam Lizzy wird erstmal eine Menge Streicheleinheiten brauchen, ein dampfendes Schaumbad und einen gehörigen Schuss Schmiermittel. Langsam senkt sie sich auf ihr ausgeklapptes Fahrwerk, pfötchensanft, begleitet vom sonoren Summen der Steam-Stream-Turbine – eine aufgemotzte Josh 100. Der Klang sträubt mir die Nackenhaare bis in die Spitzen, trotz der Kälte jagt er mir heiße Schauer über den Rücken, die mir den Bauch wärmen und die Lenden zum Glühen bringen. Währenddessen kämpfe ich mich durch den Schnee zum Schaufenster, fest verpackt in Trenchcoat, Schal und Handschuhe. Den Bogart bewahre ich mit der Rechten vor einem Rundflug über den Parkplatz. Hinter den beschlagenen Scheiben flimmern eine Reihe von Televisoren. Alle flackern synchron, sie zeigen dieselben Bilder, dasselbe Programm, milchig und trübe durch die Schicht kondensierter Wassertröpfchen. Aber natürlich erkenne ich ihn sofort: JFK mit dem Arm in der Schlinge. Oder sollte ich sagen: den Kopf? Sein geliebter Ford Spinup Roadster spinnt – haha, schönes Wortspiel! -, sackt auf einer Seite ab, und die Kugeln von diesem Karnickel, diesem Oswald the Rabbit oder so ähnlich, tackern den Fahrer aus dem Sitz. Gerade mal so dem Tod von der Schippe gesprungen. Möglicherweise ist was dran, dass er in der Sache Robert Zimmerman die Hände im Spiel hat. Er und das FBI sollen das Idol einer jungen aufmüpfigen politischen Bewegung gekidnappt und für ihre eigenen Ziele … naja … umerzogen haben, einen Typen, Zimmerman, der sich zusammen mit seiner schauerlichen Mundharmonika Bob Dylan nennt. Was ich in dieser Sache allerdings noch unternehmen werde, kann ich nicht sagen. Ich bin ein bisschen planlos … sagen wir uninspiriert, das hört sich besser an. (…)

Liebe LeserInnen, liebe Community-AutorenInnen,

was haben wir denn da? Die dampfgetriebenen Autos gehören zum Steampunk und die geschichtlich verdrehten, erdichteten beziehungsweise neu verwobenen Ereignisse in das Szenario einer Alternativweltgeschichte. Retro-Science-Fiction ist das alles: es gibt fliegende Autos, wir haben die Zeit rückwärts gedreht und befinden uns in einer Handlung in vergangenen Zeiten, die sich so allerdings nie zugetragen haben könnte. Was eine Alternativwelt von einer Parallelwelt unterscheidet, hat Leon Ferri bereits ausführlich und sehr anschaulich in seinem Editorial zur Zeitlinien-Anthologie beschrieben, deshalb möchte ich an dieser Stelle lediglich darauf verweisen. Nur so viel: bei Parallelwelten besteht die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Welten hin- und herzuspringen, bei Alternativwelten nicht. Das bedeutet, eine Alternativweltgeschichte spielt einzig und allein in einer alternativen Realität ohne Bezug zu anderen Welten. Prinzipiell sind also alle Steampunk-Geschichten gleichermaßen Alternativweltgeschichten. Retro-Science-Fiction-Geschichten wiederum können in unserer Welt spielen, müssen aber nicht. In ihnen werden vergangene Zeiten wieder lebendig. Allerdings sollten diese nicht zu lange zurück liegen. Am besten beschränken wir uns auf, sagen wir, die Epochen ab Anfang des 20. Jahrhunderts. Das hört sich jetzt ein bisschen restriktiv an – vielleicht ist es das, vielleicht auch nicht. Das sollte euch aber nicht davon abhalten, eure Geschichten für diese Anthologie zu nominieren. Diskutieren können wir immer noch darüber. Andere kennen sich in Steampunk-Universen bestimmt besser aus als ich, aber die Epochen dieser Geschichten liegen nach meiner Vermutung oft noch ein oder zwei Jahrhunderte davor! Ihr seht, ich habe reichlich Spielraum und Möglichkeiten, mir eure Geschichten einzuverleiben – euer Einverständnis vorausgesetzt.

Einem dieser drei Themen müssen eure Geschichten, Essays oder sonstigen literarischen Ergüsse also zuzuordnen sein. Da diese Begriffe an sich schon gemeinsame Schnittmengen implizieren (Steampunk- und in großen Teilen auch Alternativweltgeschichten sind per se im Thema Retro-Science-Fiction enthalten) und die Grenzen schon recht weit gesteckt sind, werdet ihr sicherlich keine Schwierigkeiten haben, in diese Vintage-Welten hinein zu finden.

Wieso, zum Kuckuck, heißt diese Anthologie eigentlich Vintage? Was ist Vintage überhaupt? Handelt es sich vielleicht um eine wochenendliche Fress- und Sauftour durchs Elsass, die von ortsansässigen Wirtsleuten und alkoholgeilen Tingelbrüdern und -schwestern nach dem letzten Viertele in weinseliger Eintracht aus der Taufe gehoben wurde, in dem Bestreben, unter anderem auch beider Sprachen zu vereinen? Auch wenn mir der Gedanke an das Bouquet eines würzigen Roten, der in kristallener Karaffe neben dampfenden Flammkuchen auf mich wartet, buchstäblich das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt, hat das leider nichts mit dieser Anthologie zu tun.

Zugegeben, ich musste erst recherchieren, was es mit diesem Begriff auf sich hat. Da reichte es leider nicht, das betagte Englisch-Deutsch-Wörterbuch zur Rate zu ziehen, denn dort – im kleinen Gelben – fand ich nur die Weinlese. Erst im Internet wurde ich fündig und belehrt, dass es sich bei Vintage um eine Mode- bzw. Designrichtung handelt. Kleidung und Möbel wurden im Stil der 1930er bis 1970er Jahre angefertigt, in gewisser Weise in einem Retro-Look (Quelle: Wikipedia). Automobilisten haben den Begriff bereits auf Wagen ausgeweitet (Vintage Cars), die im Stil den Autos vergangener Jahrzehnte nachempfunden sind. Jetzt dehnen wir ihn noch weiter und packen alles rein, was … also … im Untertitel steht: Steampunk-, Retro-Science-Fiction- und Alternativweltgeschichten. Und warum machen wir das? Der Begriff Vintage ist kurz und griffig und weist im Wesentlich in die Richtung, die wir mit dieser Anthologie beschreiten wollen.

Liebe Community-AutorInnen, spitzt also die Bleistifte, schwärzt die Federn, entbröselt eure Tastaturen, lasst die Hirne qualmen, respektive dampfen, und rückt leeren Blättern und Festplatten zu Leibe.

Euer Herausgeber Michael Bahner … kann’s kaum erwarten. Neue Beträge sind in Rot gekennzeichnet!

BUCHBESPRECHUNG: Cherie Priest – Boneshaker – Rezensiert von: Rezensiert von Michael Drewniok

BUCHBESPRECHUNG: DAS SERUM DES DOCTOR NICOLA von Petra Hartmann – Rezension von Michael Drewniok

DER FALL DER GESTOHLENEN BROSCHE – Fantasy-Story von Günther Kurt Lietz

DER HUND – Science Fiction Story von Ralf Boldt

BUCHBESPRECHUNG: DER KURIOSE FALL DES SPRING HEELED JACK – BURTON & SWINBURNE (BD. 1) von Mark Hodder – Rezension von Michael Drewniok

BUCHBESPRECHUNG: DER ZENSOR von Marcus Hammerschmitt – Rezension von Werner Karl

DIE LOKOMOTIVE (Leseprobe:) Auftrag – Eine Erzählung von Marcus Hammerschmitt

BUCHBESPRECHUNG: DIE NEUEN HERSCHER – von Lyon Sprague de Camp und P. Schuyler Miller – Rezension von Michael Drewniok

BUCHBESPRECHUNG: DIE RÄDER DER WELT von Jay Lake – Rezensiert von Michael Drewniok

BUCHBESPRECHUNG: EIN QUANTUM TOD von Simon R. Green – Rezension von Petra Weddehage

BUCHBESPRECHUNG: ERINNERUNGEN AN MORGEN – STEAMPUNK 1 von Alisha Bionda (Hrsg.) – Rezension von Elmar Huber

BUCHBESPRECHUNG: GRAU – Eddie Russett 1 von Jasper Fforde – Rezensiert von Armin Möhle

BUCHBESPRECHUNG: IMMORALITY ENGINE – NEWBURY & HOBBES 3 von George Mann – Rezension von Alisha Bionda

FILMBESPRECHUNG: IRON SKY – WIR KOMMEN IN FRIEDEN – Regie: Timo Vuorensola Finnland/Deutschland/Australien 2012 – Rezension von Michael Drewniok

ISOLA LUCRETIA – Leseprobe aus dem gleichnamigen Science-Fiction-Kurzroman von Michael Pick

BUCHBESPRECHUNG: OSIRIS RITUAL – Hobbes & Newbury 2 von George Mann – Rezensiert von: Alisha Bionda

OTTERMAN´S – Leseprobe (Teil 1) aus dem Roman “Silenus” von Robert Jackson Bennett

IN VORBEREITUNG – OTTERMAN´S – Leseprobe (Teil 2) aus dem Roman “Silenus” von Robert Jackson Bennett

BUCHBESPRECHUNG: SILENUS von Robert Jackson Bennett – Rezension von Michael Drewniok

BUCHBESPRECHUNG: SILENUS von Robert Jackson Bennett – Rezension von Yvonne Rheinganz

NEU - VENEDIG AN EINEM WINTERTAG – Leseprobe aus dem Steampunk-Roman “Die zerbrochene Puppe” von Judith und Christian Vogt

Liebe Community-Autoren: Weitere Beiträge sind erwünscht und sollen diese Anthologie ergänzen. Wir planen bei genügend Beiträgen, diese Anthologie hier auch als PDF-File zusammen mit einem Spendenbutton (für kleine Beträge zum jeweiligen Storywettbewerb) anzubieten. Ausserdem planen wir davon ein ebook und am Ende vielleicht sogar eine Printausgabe erscheinen zu lassen! Es liegt ganz an euch und eurer Teilnahme an den Anthologien! Wer also teilhaben möchte, der schreibt eine Geschichte oder einen Sachbeitrag zum Thema und stellt ihn bei uns als Artikel oder Story ein. Bei einer Story kann diese auch an den Storywettbewerben teilnehmen, muss das aber nicht zwingend! Wir hoffen auf eure Hilfe!

Liebe Besucher, Leser und Unterstützer unseres Literaturblogs, wenn Ihr unseren Autoren ein wenig Unterstützung bieten möchtet, so gibt es jetzt die Möglichkeit eine kleine Spende über den unten stehenden Button per Paypal in die Kasse einzuzahlen, aus der dann die Preisgelder für die Gewinner des nächsten Storywettbewerbs mitfinanziert werden:

Herzlichen Dank auch im Namen aller unserer Autoren!

Das sfbasar.de-Team
i.A. Michael Bahner

Bildrechte: “Vintage (Steampunk5.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

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Mark Brandis 24: Blindflug zur Schlange (Audio-CD) – DREIMAL IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE!

Erstellt von Detlef Hedderich am 24. April 2013

Mark Brandis 24: Blindflug zur Schlange

EAN: 0602537169412
Libri: 3246418
Laufzeit ca. 64 Minuten.
Universal Family Entertai

April 2013 – Audio-CD

Willkommen in der Welt von Morgen! Die Zukunft – trotz aller Errungenschaften so ungewiss wie nie zuvor. Im 22. Jahrhundert hat die Menschheit Raumstationen in der Unendlichkeit errichtet und erforscht das Sonnensystem. Mark Brandis ist Testpilot und fliegt im Dienste der neutralen Venus-Erde Gesellschaft für Astronautik, kurzVEGA. Immer wieder sieht er sich vor Gefahren gestellt, in denen er sich entscheiden muss: seinem Befehl zugehorchen, oder seinem Gewissen – für sein eigenes Wohl oder für das, woran er glaubt …

In der letzten Folge „Triton-Passage“ konnte Mark Brandis seiner Degradierung wegen Befehlsverweigerung nur durch seine Kündigung zuvor kommen. Er hatte einen Befehl missachtet, um die Besatzung eines in Not geratenen feindlichen Raumschiffes zu retten. Dass er damit keine Raumfluglizenz mehr hat, macht die Suche nach seinem Freund Grischa Romen, dessen Raumschiff in Piratengebiet zerstört wurde, schier unmöglich. Mark Brandis hofft, dass Grischa noch lebt, und schmuggelt sich gemeinsam mit Pablo Torrente auf einen Raumfrachter. Als dieser von Piraten des berüchtigten Achmed Khan gekapert wird, werden Mark und Pablo entdeckt und sollen von Khans Schergen zunächst gefoltert und dann beseitigt werden. Doch unter der Besatzung ist ein guter Bekannter…

FOLGE 24: BLINDFLUG ZUR SCHLANGE2133: Mark Brandis ist seit einem halben Jahr außer Dienst, als ihn die Nachricht von der Zerstörung des Patrouillenschiffs unter Grischa Romens Kommando erreicht. Als Zivilist hat Brandis keine Raumfluglizenz mehr. Zusammen mit Pablo Torrente macht er sich inkognito auf den Weg zu den Galapagosinseln. Von dort aus wollen sie versuchen, eine Passage zum Asteroidengürtel zubekommen – in der Hoffnung, irgendwo in der von Piraten kontrollierten Region den Freund doch noch lebend zu finden …

Titel bei Libri.de (CD)

Preisrätsel 3 x 1 CD: Wer eines dieser Packs erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Von wo aus wollen Mark Brandis und  Pablo Torrente versuchen, eine Passage zum Asteroidengürtel zu bekommen? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen!


GEWINNER: Jona Dorstenius, Julian Fuelling, Marck Schaufuss. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND SPONSOREN!

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