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ICH HATTE NOCH NIE EINE INTIME BEZIEHUNG ZU EINER FRAU – Eine Shortstory von Martina Müller.

Erstellt von Martina Müller am 5. Oktober 2012

ICH HATTE NOCH NIE EINE INTIME BEZIEHUNG ZU EINER FRAU

Eine Shortstory

von

Martina Müller

Ich bin ein normal aussehender Mann mit 52 Jahren Alter und hatte noch niemals eine intime Zweierbeziehung  zu einer Frau. Das äußerste, was ich bisher erleben durfte, war eine Umarmung mit einer trauernden Frau, die ich trösten durfte, als ihre Beziehung kaputt ging. Das war das einzige mal, dass meine Lippen flüchtig, die einer Frau berührt haben.

Ich meine, dass das bislang an mir lag, ich zu unsicher, zu schüchtern war und es mir an Selbstbewußtsein mangelte. Meistens bin ich zuhause und schaue mir Filme an oder ich bin am Lesen. Selten gehe ich mal aus dem Haus. Als Versicherungskaufmann bin ich tagtäglich mit Unglücksfällen konfrontiert. Meine Aufgabe ist es, festzustellen, welche Lebensweise zu wie vielen Unfällen in den eigenen vier Wänden führt. Ich bewerte die Fälle, die mir auf den Tisch gelegt werden und trage diese in den Computer ein. Eine solche Arbeit treibt einen schnell in Depressionen, für die ich sogar seit Jahren in Therapie bin.

Vor vier Monaten hat sich mein Leben komplett geändert: Ich habe einen anderen Mann kennengelernt. Einen jungen Mann, der bei einem Botendienst arbeitet und mir gelegentlich Pakete mit Filmen und Büchern liefert. Dieser junge Mann, nennen wir ihn Dieter, ist ein sportlicher, gut aussehender 24jähriger. Bei unserem geschätzten zehnten Kontakt hat mich das Klingeln auf dem falschen Fuß erwischt, als ich kurz vorher aus einem langen Schlaf aufgewacht war und anfing zu onanieren. Als es klingelte hatte ich nicht mehr die Zeit mich anzukleiden und ging deshalb nackt an die Tür, die ich nur ein kleines Stückchen öffnete.

Bei dem was folgt, denken Sie bestimmt, dass ich komplett verrückt bin, aber dem ist nicht so. Der genannte Botenjunge hatte zwei Sendungen für mich und ließ mich zuerst die Bestätigung unterschreiben, dann gab er mir umständlich die beiden Pakete. Dabei klappte die Tür ein wenig mehr auf und der Junge sah, dass ich mit einer Erektion vor ihm stand. Ich packte die beiden Päckchen und warf sie kurz hinter mich. Schnell wollte ich die Tür wieder schließen, doch der Junge hatte plötzlich meinen Penis in der Hand und fing an, diesen zärtlich zu massieren. Ich schluckte und schaute ihn an und mußte mich räuspern. Mir verschlug es die Sprache.

Was man jetzt vermuten könnte, ist, dass dieser junge Mann ein Homosexueller ist, das ist aber nicht der Fall. Dieter hat selbst seit zwei Jahren eine Freundin. Und er ist glücklich mit ihr, wie er mir später in einem Brief mitteilte. Ich selbst hatte auch noch niemals eine Beziehung zu einem Mann, noch fühlte ich mich jemals zu Männern hingezogen.

Ich verstehe es selbst nicht. Und auch Dieter hat keine Erklärung dafür, warum er mich angefaßt hat. In seinem Brief teilte er mir mit, dass er, obwohl er nur kurz meinen Penis massierte und ich noch an der Tür einen heftigen Orgasmus bekam und ejakulierte, er sich nicht erklären konnte, warum er das überhaupt gemacht hat. Er bat mich in seinem Schreiben, ob wir die Sache nicht einfach vergessen könnten und er nun wieder nur mein Paketbote sein kann. Ansonsten würde er sich versetzen lassen.

Als Dieter mir nach drei Wochen wieder eine Sendung zustellte, erklärte ich ihm, dass ich mit allem einverstanden bin, was er in seinem Brief vorschlug. Er lächelte mich glücklich an und schien total erleichtert, als er die Treppen hinunterging.

Manchmal muß ich noch an dieses Erlebnis denken und ich verstehe nicht, wie mich das so elektrisieren konnte. Ich bin noch immer ohne Beziehung, aber ich sehe das Leben jetzt total anders. Ich bin der Meinung, dass ich doch überhaupt nicht so schlecht dran bin: Ich habe einen Job, ein Auto, eine Wohnung, Geld zum Essen und kann mir jedes Jahr einen Urlaub leisten. Ich habe keine ernsthaften Krankheiten und meine Depressionen sind inzwischen auch stark zurückgegangen.

Irgendwie hat mich das Erlebnis mit Dieter verändert. Er hat mich nicht schwul gemacht, wie man jetzt vielleicht vermuten könnte. Ich sehe lediglich das Leben in einem ganz anderen Licht. Ich frage mich, ob eine Frau das verstehen und sich vorstellen könnte, trotz dieser Sache meine Partnerin zu werden?

-Ende-

Copyright (c) 2012 by Martina Müller

Bildrechte: “Tabu-Brecher” (tes-tabu2.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: saargau-arts.de – http://saargau-arts.de/

BUCHTIPP DER AUTORIN:

Kaiser-Mühlecker, Reinhard
Wiedersehen in Fiumicino

Roman

Verlag :      Fischer Taschenbuch
ISBN :      978-3-596-19370-7
Einband :      Paperback
Preisinfo :      9,99 Eur[D] / 10,30 Eur[A] / 14,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 20.08.2012
Seiten/Umfang :      ca. 320 S. – 19,0 x 12,5 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 17.08.2012
Aus der Reihe :      Literatur 19370

Joseph geht für eine NGO nach Argentinien, um sieben Monate in Buenos Aires zu arbeiten. Seine Freundin hat er ohne ein Wort im heimatlichen Österreich zurückgelassen. Unbeirrbar folgt er seinem Interesse, seinem Inneren, seiner Intuition. Doch immer wieder kommt er an den Punkt, an dem er das Gefühl hat, es ginge nicht weiter. Dann wendet er sich ab. In Buenos Aires begegnet er Savina, doch auch bei ihr wird er nicht bleiben. Auf seine Mitmenschen übt Josephs grenzenlose Unabhängigkeit eine eigenartige Faszination aus. Unvermittelt kehrt er nach Österreich zurück und muss erkennen, dass die Welt sich weitergedreht hat.

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ZEITVERSCHIEBUNG – eine Kurzgeschichte von Bella C. Moremo

Erstellt von Bella C. Moremo am 18. September 2012

Zeitverschiebung

Eine Kurzgeschichte

von

Bella C. Moremo

Zufrieden saß das Ehepaar Michaela und Thomas B. auf der Terrasse ihres Hotels, indem sie vor einigen Tagen ein Zimmer bezogen hatten. Zugegeben, unter absoluter Ruhe hatten sie sich etwas anderes vorgestellt. Thomas hatte vergessen, sich die Bilder des Hotels und dessen Lage genauer anzusehen. Sonst hätte er sicherlich bemerkt, dass der günstige Preis daher rührte, dass das Hotel direkt an einer stark befahrenen Straße lag. Doch auch diese Tatsache hätte sie am Ende nicht davon abhalten können, die Reise zu buchen. Seit Jahren hatten sie auf einen schönen Urlaub in der Sonne gespart und der wurde nun wahr, mit oder ohne Blick zum Strand.

Gerade goss sich Michaela einen Kaffee nach, während Thomas interessiert in einer deutschen Zeitung las, als sie von einem lauten Knallen aufgeschreckt wurde. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite war ein Unfall geschehen. Ein kleiner Corsa war gegen einen steinernen Blumenkübel geprallt.

Michaela wandte sich Thomas zu, der noch immer ganz vertieft einen Artikel las und scheinbar nichts mitbekommen hatte.

Gerade wollte sie ihm von dem Unfall erzählen, als er ihr ins Wort fiel: „Michaela, Sachen gibt es. Hier steht, dass die Deutschen, die in Ibiza Urlaub machen, zu bequem seien, um sich um die Belange der Einheimischen zu kümmern. Als Beispiel wird hier ein Fall von unterlassener Hilfeleistung angegeben.“

Thomas Stimme klang empört als er fortfuhr: „Gestern geschah auf einer vielbefahrenen Straße mitten in Kleinibiza ein Unfall. Der Einheimische Javier Rodriguez fuhr mit 50 Sachen gegen einen Steinkübel am Straßenrand. Da er nicht angeschnallt war, prallte er mit dem Kopf gegen das Armaturenbrett und wurde bewusstlos.“

Michaela lauschte Thomas Redestrom nur mit halben Ohr. Ihr Blick richtete sich erneut auf den kleinen Corsa, der mit verbeulter Haube am Straßenrand stand. Gespannt wartete sie darauf, dass der Fahrer ausstieg, doch es rührte sich nichts. Normalerweise herrschte hier immer reger Verkehr, doch ausgerechnet jetzt war die Straße wie leergefegt. Aus den Augenwinkeln beobachtete sie wie eine alte Frau, aus einem Fenster schaute und gleich darauf wieder verschwand.

„Michaela, hörst du mir überhaupt zu?“, fragte Thomas, während er aufsah und ihrem Blick in Richtung des Unfalls folgte. Desinteressiert wandte er sich wieder seiner Lektüre zu und las laut vor: „Niemand eilte ihm zu Hilfe, obwohl gegenüber auf der Hotelterrasse ein deutsches Paar saß. Die Frau sah scheinbar nur zu, während ihr Mann gemütlich in einer Zeitung las.“

Hier stoppte Thomas, sein Gesicht lief rot an, als er Michaela, die sich ihm aufgeschreckt zuwandte, ins Ohr brüllte: „Unglaublich, da saßen doch tatsächlich Leute in der Nähe und reagierten nicht. Typisch, dass es in den Augen der einheimischen Presse mal wieder Deutsche sein müssen. Aber das war ja klar. Denk nur an unsere Landsleute, die sich hier als König über alles und jeden aufspielen, oder an den Typen, der sich mit stolzgeschwellter Brust, König von Mallorca schimpfen lässt. Kein Wunder, dass unser Ruf ruiniert ist und Urlauber wie wir, die nur ihre wohlverdiente Ruhe genissen möchten, es ausbaden müssen.“

Michaela wollte ihren Mann gerade dazu überreden, die Zeitung beiseite zu legen um nach dem Fahrer des Corsa zu schauen, als sie beobachtete wie die alte Frau in Begleitung eines jungen Mannes aus dem Haus trat. Dieser lief zu dem Auto, öffnete die Tür und zog den Fahrer an den Straßenrand. Schon hörte Michaela die Sirene eines Krankenwagens. Erleichtert sank sie in ihren Stuhl zurück.

Thomas, der völlig aufgewühlt weiter las, wurde immer lauter, je näher der Krankenwagen kam. Am Ende schrie er, um die Sirene zu übertönen: „Eine alte Frau, die den Unfall bemerkte, eilte dem Verletzten zu Hilfe. Während ihr Enkel erste Hilfe leistete und den Bewusstlosen aus dem Auto zog, rief sie bereits im Haus den Notruf. Das deutsche Paar reagierte weder auf den offensichtlichen Verletzten noch auf den Krankenwagen, der innerhalb weniger Minuten zur Stelle war.“

Hier schwoll Thomas Stimme in unbekannte Höhen an: „Das ist doch wirklich eine Unverschämtheit, vielleicht bemerkten die Leute den Unfall wirklich nicht. Immerhin fahren hier den ganzen Tag über Krankenwagen durch die Straßen.“

Zur Bestätigung warf er dem Krankenwagen ihm gegenüber einen wütenden Blick zu und schrie seiner Frau den letzten Absatz, geradezu ins Ohr: „Unglaublich, hier steht noch, das eine aufgebrachte Gruppe Einheimischer, ihre aufgestaute Wut über die überhebliche Haltung vieler Urlauber, an genau diesem Deutschen Paar ausgelassen hätte.“

Dann warf er mit einer solchen Wucht die Zeitung auf den Tisch, dass Michaela zusammenzuckte. Ihr Blick fiel auf das Datum der Zeitungsausgabe, ihre Hand legte sich beruhigend auf den Arm ihres Mannes: „Ach Thomas, glaub doch nicht alles was in der Zeitung steht. Sieh doch, sie haben sich geirrt, der 29. ist doch erst Morgen…“

Doch sie verstummte, als sie sah, wie der Krankenwagen abfuhr und den Blick auf eine dahinterliegende Gasse freigab, aus der immer mehr wütend aussehende Einheimische, direkt in ihre Richtung strömten.

-Ende-

Copyright (c) 2012 by Bella C. Moremo

Bildrechte: “Zeitlinien – manchmal gehen Uhren anders (Zeitlinien5.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Kaufempfehlung der Redaktion:

Niffenegger, Audrey
Die Frau des Zeitreisenden

Roman

Im Buch blättern

Übersetzt von Jakobeit, Brigitte
Verlag :      Fischer Taschenbuch
ISBN :      978-3-596-50983-6
Einband :      Paperback
Preisinfo :      10,00 Eur[D] / 10,30 Eur[A] / 14,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 14.05.2012
Seiten/Umfang :      ca. 832 S. – 14,4 x 9,2 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      10. Aufl. 19.01.2012
Aus der Reihe :      Fischer Taschenbibliothek 50983

»Die Frau des Zeitreisenden« ist der literarische Überraschungserfolg aus den USA. Selten wurde so aufwühlend, so anders und neu über die Liebe geschrieben.

Clare ist Kunststudentin und eine Botticelli-Schönheit, Henry ein verwegener und lebenshungriger Bibliothekar. Clare fällt aus allen Himmeln, jedes Mal aufs Neue, wenn Henry vor ihr steht. Denn Henry ist ein Zeitreisender, ohne jede Ankündigung verstellt sich seine innere Uhr. Plötzlich und unerwartet stürzt er los, nie ist sicher, aus welcher Zeit er kommt und in welcher Zeit er bei Clare landet, aber immer ist sicher, dass er wieder bei ihr landet. Als sie sich das erste Mal begegnen, ist Clare sechs und Henry 36, aber in Wahrheit ist Henry nur acht Jahre älter als sie und schon lange mit ihr verheiratet. Absurdes wird zur Normalität. Seine Zeitreisen sind das brennende Geheimnis, das Henry und Clare mit jeder Trennung noch inniger vereint.

Audrey Niffenegger ist es gelungen, über die Schönheit der Dauer und das Staunen der Sehnsucht zu schreiben, von der Liebe wie zum ersten Mal zu erzählen. Meisterhaft verknüpft Niffenegger die originelle Idee der Zeitreise mit der einzigartigen, tief bewegenden Liebesgeschichte. Genial inszeniert, mitreißend erzählt.

Audrey Niffenegger lebt als Schriftstellerin und bildende Künstlerin in Chicago. Ihr erster Roman ‘Die Frau des Zeitreisenden’ steht seit Erscheinen 2004 auf den Bestsellerlisten und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Niffenegger liebt ‘Alice im Wunderland’ und Rilke, sammelt Schmetterlinge, Bücher und Comics.

Brigitte Jakobeit, Jg. 1955, lebt in Hamburg und übersetzt seit 1990 englischsprachige Literatur, darunter die Autobiographien von Miles Davis und Milos Forman sowie Bücher von John Boyne, Paula Fox, Alistair MacLeod, Audrey Niffenegger und Jonathan Safran Foer.

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MEIN ABEND MIT DAVID MARTÍN ODER WARUM ICH GERNE SEINE BIOGRAFIE LESEN WÜRDE – Rezensionsgeschichte von Martin Ott

Erstellt von Detlef Hedderich am 17. Januar 2012

MEIN ABEND MIT DAVID MARTÍN

ODER

WARUM ICH GERNE SEINE BIOGRAFIE LESEN WÜRDE

Rezensionsgeschichte

von

Martin Ott

Vor kurzem bat mich eine Freundin, einen ihrer Bekannten zu empfangen. Ich müsse mir unbedingt die unglaubliche Geschichte seines Lebens anhören. Eigentlich war mein Terminkalender für dieses Jahr bereits geschlossen. Die letzten Tage des Jahres wollte ich entspannen und mir kein weiteres Mal “Wenn sie das hören, wird nichts mehr so sein, wie es einmal war” antun. Zu oft waren mir irgendwelche Leute als weltbeste Erzähler empfohlen worden. Doch ihr Vortrag hatte die Anmut eines Fachreferates. Schließlich gab ich dem Drängen der Freundin nach. Ich kannte ihren kritischen Umgang mit neuen Geschichten. Sie würde mir schon nicht irgendwen ins Haus schicken.

Zwei Tage später, am Abend des Fünfundzwanzigsten, stand im gelben Licht der Straßenlaterne ein junger Mann von vielleicht dreißig Jahren vor der Tür. Er nannte den Namen unserer Freundin und stellte sich selbst als David Martín vor. Und als ob er sich für sein Aussehen entschuldigen wollte, bestand er noch auf der Türschwelle auf der Tatsache, 45 Jahre alt zu sein. Dass er in den letzten 15 Jahren nicht gealtert sei, hinge mit seiner Lebensgeschichte zusammen. Er stamme aus Barcelona und hätte viele Jahre vom Schreiben einer Romanserie gelebt. Ich bat ihn in meine bescheidene Bibliothek, wo die eicherne Standuhr gerade ihre 20 Schläge tat und öffnete eine Flasche Gran Reserva.

Ohne Umschweife begann Don Martín, von seiner Zeit als 17-jähriger Nachrichtenredakteur zu erzählen. Sein damaliger Vorgesetzter war der Ansicht, verschwenderisch gebrauchte Adjektive und Adverbien seien etwas für Perverse. Von blumiger Prosa befallene Redakteure wurden mit mehrwöchigem Verfassen von Todesanzeigen kuriert. Sein Name war Don Basilio Moragas. Wer denkt hier nicht an Basilisken und deren mordenden Blick? Basilio erkannte, dass der junge David zu anderem als Journalismus berufen schien, und förderte ihn wohlwollend. So erhielt er für eine Romanserie einen langfristigen Vertrag, dessen Inhalt dem charakteristischen Aussehen der dubiosen Verleger in nichts nach stand. Er mietete sich in ein verrufenes Haus ein, das seit langem verlassen war, und schrieb viele Jahre Tag und Nacht, um den Vertrag zu erfüllen.

Später, im Alter von 28 Jahren hatte sich sein Pseudonym einen Namen im Blätterwald der Kioske gemacht. Da erhielt Martín von einem anderen Verleger das Angebot, ein Buch zu schreiben, mit dem sich eine neue Religion begründen ließe. Ein Schwerpunkt war dabei das Wir-Gefühl der Auserwählten, welches letztlich nur durch ein Feindbild erreicht werden könne, in dem alles Unreine der eigenen Gruppe in eine andere Gruppe hinein projiziert würde. Die Arbeit daran konnte er aber erst aufnehmen, nachdem sich seine bisherigen Verleger auf mörderische Weise veranlasst sahen, ihn aus dem Knebelvertrag zu entlassen. Regelmäßig traf er den neuen Auftraggeber, um den Fortgang der Arbeit zu besprechen. Martín schilderte diese Dialoge derart lebendig, dass ich mich schon an der Diskussion beteiligen wollte und ganz in Gedanken ein drittes Glas bereitstellte. Doch der Patron, wie Martín ihn nannte, nuckelte ständig an Zuckerstückchen, wie ein Drei-Groschen-Detektiv an seinem Zigarrenstummel, und würdigte mich keines Blickes.

Ganz anders Don Martín. Gelegentlich unterbrach er seinen Bericht, um mir an passender Stelle ergänzende Einblicke in seine Kindheit zu gewähren oder zum Glas zu greifen. Dabei gestattete er mir Fragen zum Handwerk eines Schriftstellers. Hatte ich mir doch an der Umsetzung eigener Ideen schon die Zähne ausgebissen und dadurch meinen beruflichen Weg in zweifelhafter Richtung beeinflusst.

Einigen Fragen entgegnete er meisterhaft durch erzählerische oder szenische Formulierungen. Manche Geschehnisse könne man aber auch einfach nicht besser darstellen, so sagte er, als sie getreu zu berichten: der Patron zum Beispiel erschien zu ihren Treffen wechselnd in komplett weißer wie auch in komplett schwarzer Kleidung. Und im Laufe der Erzählung fügten sich manche der von Martín zusammenhanglos eingestreuten Oberflächlichkeiten wie von selbst zusammen. Dabei erreichten sie eine Tiefe, in der sie dem Grauen in meinem Innersten in die engelsgleichen Augen schauten.

Doch waren die Berichte von David Martín in süffiger Atmosphäre auch noch so spannend, in vielen seiner Beschreibungen war die Anzahl plakativer nichtssagender Adjektive scheinbar größer als die Anzahl der Nomen. So konnte ich seine Haupt- und Nebenfrau nur mit Mühe anhand des Alters unterscheiden. In meiner Erinnerung blieben sie beide flach. Und so wunderte es mich auch nicht wirklich, als er von einer Begegnung mit weniger wohlwollenden Kritikern erzählte. Bei einem Überfall ritzten sie ihm ihre Meinung mit einem schmutzigen Messer in die Brust.

Nach dem dritten Glas Tempranillo waren wir zum vertrauten Du übergegangen. Da öffnete er sein Hemd, um mir die Narben jenes Vorfalles zu zeigen. Davids Stern war deutlich zu sehen.

In dem einen Jahr seiner Auftragsarbeit für den Patron kam es zu mehreren ebenso mysteriösen wie grausamen Todesfällen. Und fast wäre dabei nicht nur das Werk, sondern auch David selbst im biblischen Alter von 30 Jahren vollendet worden. Das monumentale Grabmal war bereits fertig gestellt und sein Todesjahr eingemeißelt.

Ein Polizeiinspektor versuchte ihm nachzuweisen, der Patron sei reine Einbildung und David selbst sei für die Todesfälle verantwortlich. Schließlich floh er nach Frankreich und lebte von der Summe, die für den Abschluss des Auftragsbuches vereinbart worden war.

Als die Bibliotheksuhr zur 23.Stunde schlug, hatte ich den Eindruck, viel länger mit meinem Freund David zusammengesessen zu haben. Wir verabschiedeten uns herzlich und er überreichte mir seine Memoiren als Manuskript. Da erlaubte ich mir noch eine Frage zur Schwierigkeit, die richtigen Bücher zu finden. Das Problem war ihm bekannt und er versicherte mir aus eigener Erfahrung, es sei nicht der Leser, der ein Buch aussucht, sondern das Buch wähle sich seinen Leser aus.

Am nächsten Morgen köpfte ich mit stählerner Klinge ein rohes Ei, um den Kater gütig zu stimmen, als sich die Freundin sorgenvoll meldete. Warum ich gestern nichts von mir hätte hören lassen? Sie behauptete steif und fest, David hätte bereits vorgestern kommen sollen und sie konnte mich gestern den ganzen Tag nicht erreichen. Mit ungläubigem Blick starrte ich auf die Datumsanzeige der Bibliotheksuhr. Hatte ich hier mit David nicht drei, sondern siebenundzwanzig Stunden verbracht? Ich dankte ihr für den interessanten Gast und versicherte, dass alles in Ordnung war. Ich wüsste nur einfach nicht, wo meine Zeit geblieben sei.

Nachdem ich das Manuskript in den letzten Tagen noch manches Mal in die Hand genommen habe, stehe ich weiter unter dem Eindruck seiner fesselnden Erzählkunst. Das Werk trägt den Titel “Das Spiel des Engels” und als Pseudonym hat sich David den Namen Carlos Ruiz Zafón überlegt.  Nichts wird mehr so sein, wie es einmal war. Ich habe wieder Spaß daran, mir Geschichten anzuhören. Und hat David doch einiges über die Inhalte seiner Schauerromane erzählt, halte ich nun mit seinen Memoiren das authentische Zeugnis seiner Meisterschaft in Händen: seine Autobiographie, abgefasst als grauenhaften Schundroman. Ob ich das Manuskript doch noch irgendwann lese? Ich denke, ich werde es nach den Feiertagen einem meiner Lektoren geben. Der Zafón könnte in unsere Sparte “Meister-Biographien” passen.

Aktennotiz des Lektors: »Das Spiel des Engels« von Carlos Ruiz Zafón ist bereits im Fischer-Verlag erschienen.

-Ende-

Copyright © 2011 by Martin Ott

Buchtipp des Autors:

Ruiz Zafón, Carlos
Das Spiel des Engels

Roman

Übersetzt von Schwaar, Peter
Verlag :      Fischer Taschenbuch
ISBN :      978-3-596-51181-5
Einband :      Paperback
Preisinfo :      12,99 Eur[D] / 13,40 Eur[A] / 20,50 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 19.01.2011
Seiten/Umfang :      ca. 720 S. – 19,0 x 12,5 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 08.06.2011
Aus der Reihe :      Fischer Taschenbibliothek 51181

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›Das Spiel des Engels‹ erklomm Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste und behauptete sich über 40 Wochen lang auf der Liste!

Barcelona in den turbulenten Jahren vor dem Bürgerkrieg: Der junge David Martín fristet sein Leben als Autor von Schauergeschichten. Als ernsthafter Schriftsteller verkannt, von einer tödlichen Krankheit bedroht und um die Liebe seines Lebens betrogen, scheinen seine großen Erwartungen sich in nichts aufzulösen. Doch einer glaubt an sein Talent: Der mysteriöse Verleger Andreas Corelli macht ihm ein Angebot, das Verheißung und Versuchung zugleich ist. David kann nicht widerstehen und ahnt nicht, in wessen Bann er gerät – und in welchen Strudel furchterregender Ereignisse …

Mit unwiderstehlicher erzählerischer Kraft lockt uns Carlos Ruiz Zafón wieder auf den Friedhof der Vergessenen Bücher: mitten hinein in einen Kosmos voller Spannung und Fantastik, Freundschaft und Liebe, Schrecken und Intrige. In eine Welt, die vom diabolischen Wunsch nach ewiger Schönheit regiert wird.

Carlos Ruiz Zafón wurde am 25. September 1964 in Barcelona geboren und besuchte dort die Jesuitenschule Sarri…. Beruflich war er später zunächst in einer Werbeagentur tätig. 1993 erhielt der damals 29-Jährige für seinen ersten Roman einen Jugendliteraturpreis. Seit 1994 lebt er in Los Angeles, arbeitet als Drehbuchautor und schreibt für die spanischen Tageszeitungen El Pa¡s und La Vanguardia.

Peter Schwaar wurde 1947 in Zürich geboren, Studium der Germanistik in Zürich und Berlin, Redakteur beim Zürcher Tages-Anzeiger, seit 1987 freier Journalist und Übersetzer. Er lebt in Barcelona.

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18jährige angeblich seit zwölf Jahren auf Schiff der Scientology-Sekte gefangengehalten und zum Arbeiten im Maschinenraum gezwungen worden! * KAUFTIPP DER REDAKTION: Nordhausen, Frank / Billerbeck, Liane von: Scientology. Wie der Sektenkonzern die Welt erobern will.

Erstellt von Detlef Hedderich am 8. Dezember 2011

PRESSEMELDUNG (ZITAT): Yahoo! Nachrichten – Do., 1. Dez 2011 - (…) Normalerweise unternehmen Menschen auf Kreuzfahrtschiffen tolle Reisen. Für Valeska Paris war das luxuriöse Passagierschiff „The Freewinds“, auf dem Scientology Seminare der höchsten Mitgliedsebenen abhält, nach eigenen Aussagen zwölf Jahre lang ein Gefängnis. In einem Interview der Sendung „Lateline“ des US-Fernsehsenders ABC erhebt die in der Schweiz geborene Frau schwere Vorwürfe gegen die Sekte. (…) Laut „Daily Mail“ widerspricht Scientology in einem Statement den Vorwürfen Paris‘. „Sie wurde sicherlich nicht ‚gezwungen‘, da zu sein. Sie wurde auch nie dazu gezwungen, im Maschinenraum zu arbeiten“, wird daraus zitiert. Auch dass sie das Schiff nur in Begleitung habe verlassen dürfen, entspreche nicht der Wahrheit.

Quellenangabe zur Veröffentlichung (gesamte Pressemeldung) hier klicken!

Wie denken denn unserer Leser über dieses Thema? Wir freuen uns über jeden Eintrag in unseren Kommentaren! Wer seine Meinung hier abgibt erhöht ausserdem seine Chancen bei einem möglichen Preisrätsel zu diesem Titel!

BESTELLTIPP DER REDAKTION (ZUM BESTELLEN EINFACH AUF DAS COVER KLICKEN!):

Nordhausen, Frank / Billerbeck, Liane von
Scientology

Wie der Sektenkonzern die Welt erobern will

Verlag :      Fischer Taschenbuch
ISBN :      978-3-596-19009-6
Einband :      Paperback
Preisinfo :      12,99 Eur[D] / 13,40 Eur[A] / 18,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Seiten/Umfang :      ca. 592 S. – 19,0 x 12,5 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      2. Aufl. 07.10.2011
Aus der Reihe :      Allgemeines Sachbuch 19009

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Scientology hat alle Zurückhaltung aufgegeben. Nach Jahren scheinbarer Ruhe agiert die totalitäre Psychosekte wieder offen und aggressiv. Mit raffinierten Tricks werben ihre »Körperfänger« um Mitglieder, in Berlin operiert eine neue Deutschlandzentrale.

Die Journalisten Frank Nordhausen und Liane v. Billerbeck recherchieren seit fast 20 Jahren über die geheimnisvolle Organisation – ein Milliarden-Dollar-Konzern mit eigenem Geheimdienst, Umerziehungslagern und mafiaartigen Methoden. Frank Nordhausen erhielt für seine jahrelange Berichterstattung über Scientology 2007 den Medienpreis »Der lange Atem«.

Frank Nordhausen, Jahrgang 1956, studierte Geschichte, Germanistik und Philosophie in Berlin. Bis 1996 war er als freier Journalist und Autor tätig und veröffentlichte zahlreiche Beiträge für Spiegel, Stern und Zeit. Seit 1996 ist er Reporter der Berliner Zeitung. Er unternahm mehrfach Aufenthalte in Krisengebieten, u. a. 2003 im Irak.

Liane v. Billerbeck, geb. 1957, Journalistikstudium in Leipzig, Kulturredakteurin bei NBI, seit 1991 freie Journalistin und Gerichtsreporterin. 2001 Redakteurin im Politikressort der Zeit, ab 2003 als Autorin, Kolumnistin für WDR, seit 2005 Moderatorin bei Deutschlandradio Kultur.

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Eine einzigartige Beobachtung: Ein Schwarzes Loch verschluckt einen Stern! * KAUFTIPP DER REDAKTION: Börner, Gerhard – Kosmologie. Eine Einführung.

Erstellt von Detlef Hedderich am 25. August 2011

PRESSEMELDUNG (ZITAT): “de.nachrichten.yahoo.com – Nur einmal in hundertmillionen Jahren verschlingt ein Schwarzes Loch in einer Galaxie einen Stern. Nun hatten Astronomen das große Glück, diesen Vorgang von Anfang an zu verfolgen. Die Beobachtung gelang mit Hilfe des NASA-Satelliten Swift. (…)”

Quellenangabe zur Veröffentlichung (gesamte Pressemeldung)

BESTELLTIPP DER REDAKTION:

Börner, Gerhard
Kosmologie

Eine Einführung

Verlag :      Fischer Taschenbuch
ISBN :      978-3-596-19023-2
Einband :      Paperback
Preisinfo :      9,99 Eur[D] / 10,30 Eur[A] / 14,90 CHF UVP
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Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 09.08.2011
Seiten/Umfang :      ca. 128 S. – 19,0 x 12,5 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 05.08.2011
Aus der Reihe :      Allgemeines Sachbuch 19023

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Die Evolution des Universums: Vom Urknall zur komplexen Welt der Galaxien!

Für jedermann verständlich erklärt Börner in seiner kurz und bündig geschriebenen ›Kosmologie‹ die Mysterien unseres Universums wie die Ausdehnung des Weltalls, Kugelsternhaufen, kosmische Hintergrundstrahlung und Schwarze Löcher. Und er führt ein in Kosmologische Modelle, Gravitation und die Allgemeine Relativitätstheorie.

Gerhard Börner ist Professor für Physik an der Universität München und Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Relativistischen Astrophysik und Kosmologie.

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ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln mit Pressemeldungen, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens 1 Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

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Die unterirdische Stadt unter Jerusalem nimmt Formen an! * BESTELLTIPP DER REDAKTION: Montefiore, Simon Sebag – Jerusalem. Die Biographie.

Erstellt von Detlef Hedderich am 1. Juni 2011

PRESSEMELDUNG (ZITAT): “dapd – Di., 31. Mai 2011 – Jerusalem (dapd). Eine Stadt unter der Stadt: Während auf Straßenhöhe die Menschen durch Gassen und heilige Stätten des alten Jerusalems laufen, besichtigen Hunderte einige Meter darunter Tunnel, mittelalterliche Gewölberäume und römische Abwasserkanäle.(…)”

Quellenangabe zur Veröffentlichung (gesamte Pressemeldung)

BESTELLTIPP DER REDAKTION:

Montefiore, Simon Sebag
Jerusalem

Die Biographie

Übersetzt von Bischoff, Ulrike / Götting, Waltraud
Verlag :      Fischer, S
ISBN :      978-3-10-050611-5
Einband :      gebunden
Preisinfo :      28,00 Eur[D] / 28,80 Eur[A] / 40,50 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Seiten/Umfang :      ca. 850 S. – 21,5 x 14,0 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 07.10.2011

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Die Geschichte Jerusalems ist die Geschichte der Welt. Jerusalem ist die Stadt der Städte, die Hauptstadt zweier Völker, der Schrein dreier Weltreligionen, der Schauplatz des jüngsten Gerichts und der Brennpunkt des Nahost-Konflikts. Jerusalems Geschichte bedeutet 3000 Jahre Glauben, Fanatismus und Kampf, aber auch das Zusammenleben unterschiedlichster Kulturen.

Packend und farbig schildert der Bestsellerautor Sebag Montefiore in seiner fulminanten Biographie die zahlreichen Epochen dieser sich ständig wandelnden Stadt, ihre Kriege, Affairen, Könige, Propheten, Eroberer, Heiligen und Huren, die diese Stadt mitgeschaffen und geprägt haben. Basierend auf dem neuesten Stand der Forschung und teilweise unbekanntem Archivmaterial macht er die Essenz dieser einzigartigen Stadt greifbar und lässt sie in ihrer Einzigartigkeit leuchten. Denn nur Jerusalem existiert zweimal: im Himmel und auf Erden.

Simon Sebag Montefiore, geboren 1965, studierte Geschichte in Cambridge. In den neunziger Jahren unternahm er ausgedehnte Reisen in die ehemalige Sowjetunion, besonders in den Kaukasus, die Ukraine und Zentralasien. Er lebt in London.

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Eröffnung des ersten deutschen »House of Night« in Berlin – »Versucht« der sechste Band der »House of Night«-Serie AUF SFBASAR.DE AB SOFORT ALS PREISRÄTSEL / GEWINNSPIEL: 5 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR.

Erstellt von Detlef Hedderich am 24. Mai 2011

100 ausgewählte ›Jungvampyre‹ feierten am 30. April die Eröffnung der ersten deutschen Vampyr-Schule der gleichnamigen Buchserie von P.C. und Kristin Cast »House of Night« in Berlin.

Die Schüler erwartete ein echter »House of Night«-Schultag. Neben dem Besuch von Unterrichtseinheiten in den Fächern Yoga, Schauspiel und Vampyr-Soziologie und einem gemeinsamen Essen, gipfelte der Abend in einem feierlichen Ritual, das die Hohepriesterin gemeinsam mit vier auserwählten Teilnehmern abhielt. Ein weiterer Höhepunkt für die Teilnehmer war die Liveschaltung zu den beiden Autorinnen in die USA. P.C. und Kristin Cast beantworteten Fragen und berichteten von ihrer Arbeit am neuesten Band der Serie. Über 1.700 Fans verfolgten per Livestream im Internet den Event, der mit einer exklusiven Vorablesung aus »Versucht« (Band 6, erschien am 12. Mai 2011) endete.

Die Videoübertragung des Abends finden Sie hier: http://www.houseofnight.de/Bewerbung_Berlin

Zum Buch:

Cast, P.C. / Cast, Kristin
Versucht

House of Night 6

Übersetzt von Blum, Christine
Verlag :      Fischer FJB
ISBN :      978-3-8414-2006-0
Einband :      gebunden
Preisinfo :      16,95 Eur[D] / 17,50 Eur[A] / 25,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 10.05.2011
Seiten/Umfang :      ca. 608 S. – 20,5 x 12,5 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 05.05.2011

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Nachdem Zoey und ihre Freunde Kalona und Neferet aus Tulsa vertrieben haben, hätten sie eigentlich eine Pause verdient. Aber obwohl Zoey und ihr sexy Krieger Stark sich erst einmal von ihrer Begegnung mit dem Tod erholen müssten und auch die Jungvampyre die Nachwirkungen von Neferets Terrorherrschaft zu verarbeiten hätten, ist ihnen allen keine Ruhe vergönnt.

Stevie Rae glaubt mit ihren außergewöhnlichen Kräften gut allein all das regeln zu können, was sie vor ihren Freunden verheimlicht. Doch eine mysteriöse und beängstigende Macht breitet sich in den Tunneln unter Tulsa aus. Aber Stevie Rae will nicht sagen, was dort vor sich geht und was sie dort gemacht hat. Allmählich beginnt Zoey sich zu fragen, ob sie ihr überhaupt noch vertrauen kann.

Werden sie die richtigen Entscheidungen treffen oder werden dunkle Mächte das House of Night zerstören?

»Versucht« ist der sechste Band der »House of Night«-Serie.

Die erfolgreiche Autorin der “House of Night”-Serie hat nach ihrer Karriere in der US Air Force fünfzehn Jahre als Highschool-Lehrerin gearbeitet, bevor sie begonnen hat, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Die Bücher der New-York-Times-Bestsellerautorin sind vielfach ausgezeichnet worden, u.a. mit dem Romantic Times Reviewer’s Choice Award, dem Daphne du Maurier Award und dem Bookseller’s Best. P.C. Cast lebt mit ihrer Tochter und Ko-Autorin in Oklahoma.

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Preisrätsel 5 x 1 Exemplar: Wer ein Exemplar erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): »Versucht« ist der wie vielte Band der »House of Night«-Serie? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 50 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! DIE GEWINNER LAUTEN: Tilo Grafen, Kevin Eyrich, Franz Feiffer, Jan Karmann und Laura Hasselberg. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN UNSEREM SPONSOREN UND AUCH ALLEN TEILNEHMERN!

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Studie beweist: Ehe langweilt vor allem Frauen! * BESTELLTIPP DER REDAKTION: Retzer, Arnold – Lob der Vernunftehe. Eine Streitschrift für mehr Realismus in der Liebe.

Erstellt von Detlef Hedderich am 11. Mai 2011

PRESSEMELDUNG (ZITAT): “de.lifestyle.yahoo.com - (…) Bei der Studie wurden 88 Paare zu ihren Beziehungen befragt. Die Antworten beinhalteten fast 70 verschiedene Umschreibungen für Langeweile. Mehrere verheiratete Frauen verglichen die Ehe dabei mit einer „lästigen Pflicht”. Doch damit nicht genug: Außerdem beschrieben die Damen den Bund fürs Leben als langweilig, weil Spaß, Gespräche und Romantik zu kurz kämen. (…)”

Quellenangabe zur Veröffentlichung (gesamte Pressemeldung)

BESTELLTIPP DER REDAKTION:

Retzer, Arnold
Lob der Vernunftehe

Eine Streitschrift für mehr Realismus in der Liebe

Verlag :      Fischer Taschenbuch
ISBN :      978-3-596-18527-6
Einband :      Paperback
Preisinfo :      9,95 Eur[D] / 10,30 Eur[A] / 15,90 CHF UVP
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Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 25.01.2011
Seiten/Umfang :      ca. 304 S. – 19,0 x 12,5 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 12.01.2011
Aus der Reihe :      Allgemeines Sachbuch 18527

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Sind Sie glücklich verheiratet?

Heiraten ist wieder en vogue, immer mehr Paare schließen den Bund fürs Leben. Doch die Hälfte dieser Ehen wird wieder geschieden. Wie nur kann eine Ehe dauerhaft gelingen?

Der renommierte Arzt, Psychologe und langjährige Paartherapeut Arnold Retzer ist überzeugt, dass wir die Ehe überfordern und gefährden, wenn wir uns dauerhafte Liebe, völlige Gleichberechtigung und aufregenden Sex bis ins hohe Alter von ihr erhoffen. Denn eine Ehe gelingt dann, wenn wir sie nicht mit falschen Erwartungen befrachten.

In seinem Buch “Lob der Vernunftehe” räumt Arnold Retzer in provokanten Thesen mit liebgewordenen Vorstellungen auf und liefert viele Fallbeispiele aus der Praxis. Nur wenn wir die Ehe von zu großen Erwartungen und Forderungen entlasten, hat sie nicht nur als gesellschaftliches Modell Zukunft, sondern auch im Einzelfall Bestand.

Dr. Arnold Retzer ist Arzt, Psychologe und Paartherapeut. Er ist Privatdozent für Psychotherapie an der Universität Heidelberg sowie Gründer und Leiter des Systemischen Instituts Heidelberg (SIH). Arnold Retzer bildet seit vielen Jahren Psychotherapeuten und Berater aus, begleitete über mehrere Jahre als Studioexperte die Sendereihe “LebensArt” beim WDR und ist fachlicher Berater für Paarbeziehungsfragen für “Focus online”, “Brigitte” und für den “Stern”.

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Energielieferant der Zukunft: Helium-3 vom Mond! * BESTELLTIPP DER REDAKTION: Schätzing, Frank – Limit. Roman.

Erstellt von Detlef Hedderich am 15. April 2011

PRESSEMELDUNG (ZITAT): “ focus.de Nachrichten vom 15.04.2011 (…) Mit Helium-3 als Brennstoff gäbe es all diese Probleme nicht. Sein Kern enthält zwei Protonen, aber nur ein Neutron. Zwei Fusionsreaktionen sind möglich: die Verschmelzung von Helium-3 mit Deuterium oder von Helium-3-Kernen untereinander. Im ersten Fall wird ein Proton freigesetzt, im zweiten Fall zwei. Endprodukt ist jeweils Helium-4. Die nutzbare Energie entspricht ungefähr derjenigen der D-T-Reaktion. (…)”

Quellenangabe zur Veröffentlichung (gesamte Pressemeldung)

BESTELLTIPP DER REDAKTION:

Schätzing, Frank
Limit

Roman

Verlag :      Fischer Taschenbuch
ISBN :      978-3-596-18488-0
Einband :      Paperback
Preisinfo :      9,99 Eur[D] / 10,30 Eur[A] / 15,90 CHF UVP
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Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 19.01.2011
Seiten/Umfang :      ca. 1328 S. – 19,0 x 12,5 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 12.04.2011
Aus der Reihe :      Unterhaltung 18488

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2025: Bahnbrechende Technologien haben die Raumfahrt revolutioniert. In einem atemlosen Wettlauf fördern Amerikaner und Chinesen auf dem Mond Helium-3, ein Element, das sämtliche Energieprobleme der Welt zu lösen verspricht. Zur selben Zeit soll Detektiv Owen Jericho in Shanghai die untergetauchte Dissidentin Yoyo ausfindig machen. Was nach Routine klingt, entwickelt sich zu einer albtraumhaften Jagd, denn die ebenso schöne wie anstrengende Chinesin ist im Besitz streng gehüteter Geheimnisse und ihres Lebens nicht mehr sicher. Die Spur führt rund um den Erdball – und zum Mond, wo eine Gruppe Weltraumtouristen eine bedrohliche Entdeckung macht.

Frank Schätzing, geboren 1957, lebt gleich mehrere Leben. Als Kreativchef einer Werbeagentur, Musiker und Musikproduzent, begeisterter Hobbykoch und seit Mitte der Neunziger als Schriftsteller. Frank Schätzing gehört zu den erfolgreichsten deutschen Spannungsautoren und lebt und arbeitet in Köln. Er erhielt den KölnLiteraturpreis 2002.

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Sportwetten künftig auch von privaten Anbietern erlaubt! * Kaufempfehlung der Redaktion: Reilly, Rick – Sports from Hell. Die verrücktesten Sportarten der Welt.

Erstellt von Detlef Hedderich am 6. April 2011

RESSEMELDUNG (ZITAT): “AFP – Auch private Anbieter dürfen künftig in Deutschland ganz legal Sportwetten anbieten. Die Ministerpräsidenten der Länder einigten sich auf einer Sonderkonferenz darauf, sieben Anbietern dafür eine Konzession zu erteilen. 16,66 Prozent der Einnahmen aus den Spieleinsätzen soll demnach der Staat bekommen. (…)”

Gesamt Pressemeldung lesen.

Kaufempfehlung der Redaktion:


Reilly, Rick
Sports from Hell

Die verrücktesten Sportarten der Welt

Übersetzt von Schmidt, Rainer
Verlag :      Fischer Taschenbuch
ISBN :      978-3-596-18797-3
Einband :      Paperback
Preisinfo :      8,95 Eur[D] / 9,20 Eur[A] / 14,50 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
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Letzte Preisänderung am 19.01.2011
Seiten/Umfang :      ca. 256 S. – 19,0 x 12,5 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 01.04.2011
Aus der Reihe :      Ratgeber / Lebenskrisen 18797

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Dame auf G4, Faust auf die Zwölf.

Rick Reilly berichtete von den größten Sportveranstaltungen der Welt, aber irgendwann waren ihm Super Bowl, Indy 500 und Wimbledon einfach zu langweilig. Er macht sich auf eine abenteuerliche Suche nach den durchgeknalltesten Sportarten des Planeten – und nimmt selbst an ihnen teil. Reilly schreckt weder vor Schachboxen, Extremsaunieren, ja, noch nicht einmal vor Frettchen in der eigenen Hose zurück und schreibt im wahrsten Sinne des Wortes brüllend komisch über seine waghalsigen Selbstversuche.

Rick Reilly, Jahrgang 1958, ist einer der beliebtesten Sportjournalisten in den USA und wurde bisher elf Mal zum US-Sportjournalisten des Jahres gewählt. Er schrieb knapp 23 Jahre lang für “Sports Illustrated”, bevor er 2007 zu ESPN wechselte, wo er als Kolumnist des Magazins und Gastgeber einer Interviewshow im Fernsehen auftritt. Reilly lebt mit seiner Frau in Denver und Hermosa Beach, Kalifornien.

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