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ARTIKEL 5 – Leseprobe (Teil 1) aus dem gleichnamigen Roman von Kristen Simmons

Erstellt von Detlef Hedderich am 8. Juni 2013

ARTIKEL 5

Leseprobe (Teil 1)

aus dem gleichnamigen Roman

von Kristen Simmons

Wer nach Einbruch der Dämmerung sein Haus verlässt, Bücher liest oder uneheliche Kinder zeugt, wird im Amerika der Zukunft hart bestraft. Denn die sog. Moralmiliz entmündigt mit ihren totalitären Artikeln die Bürger der Vereinigten Staaten. Ember ist eines der unzähligen Opfer jener neuen Gesetze und muss für ihre Freiheit kämpfen …

Beth und Ryan hielten einander an den Händen, was durchaus reichte, um eine offizielle Vorladung wegen eines Sittlichkeitsvergehens zu riskieren, aber ich sagte nichts dazu. Die Einhaltung der Ausgangssperre würde erst in zwei Stunden kontrolliert werden, und Augenblicke wie dieser waren wie ein Stück gestohlener Freiheit.

»Nicht so schnell, Ember«, rief Ryan.

Stattdessen zog ich das Tempo an, entfernte mich von der Meute.

»Lass sie in Ruhe«, hörte ich Beth flüstern. Mein Gesicht fühlte sich plötzlich ganz heiß an, als mir bewusst wurde, welchen Eindruck ich vermittelte: nicht den einer pflichtbewussten Freundin, die sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmerte, sondern den eines verbitterten dritten Rads, das den Anblick glücklicher Paare nicht ertragen konnte. Was gar nicht stimmte. Meistens.

Verlegen passte ich mich Beth’ Tempo an.

Für ein Mädchen war meine beste Freundin ziemlich groß. Ein Durcheinander dunkler Sommersprossen verteilte sich um ihre Nase, und der dichte Schopf kringeliger, roter Haare war an kühlen Tagen wie diesem einfach unbezwingbar. Sie tauschte Ryans Arm gegen meinen – woraufhin ich mich, wenn ich ehrlich bin, doch ein bisschen sicherer fühlte –, und wir tanzten, ohne ein Wort zu wechseln, auf Zehenspitzen um die mächtigen Risse im Gehweg herum, genau, wie wir es schon seit der vierten Klasse getan hatten.

Als der Betonbelag von Kies abgelöst wurde, raffte ich meinen zu langen, khakifarbenen Rock auf der Vorderseite, damit der Saum nicht durch den Staub gezogen wurde. Ich hasste diesen Rock. Das passende, knöpfbare Oberteil war derart steif und kastenförmig, darin sah sogar die vollbusige Beth so flach aus wie ein Bügelbrett. Schuluniformen gehörten zu Präsident Scarboros neuem Moralstatut – einem der vielen, die nach dem Krieg in Kraft getreten waren – und sollten ein geschlechtsorientiertes Erscheinungsbild gewährleisten. Mir war nicht klar, auf welches Geschlecht sie mit diesem Outfit abzielten. Weiblich war es jedenfalls nicht.

Aus purer Gewohnheit hielten wir an der Tankstelle an der Ecke inne. Obwohl dies die einzige noch geöffnete Tankstelle im ganzen Land war, schien das Gelände wie leergefegt. Nur die wenigsten Leute konnten sich heute noch ein Auto leisten.

Wir gingen nie hinein. Dort mussten Snacks und Schokoriegel in den Regalen liegen, deren Preis zehnmal so hoch war als noch vor einem Jahr, und wir hatten schlicht kein Geld. Wir blieben dort, wo wir willkommen waren – draußen. Und knapp einen Meter entfernt von Hunderten winziger Gesichter, die auf einer Tafel hinter getöntem Glas gefangen waren. Über den Porträts stand zu lesen:

VERMISST! SACHDIENLICHE HINWEISE IM FALL EINER SICHTUNG SIND UMGEHEND AN DAS FEDERAL BUREAU OF REFORMATION ZU RICHTEN!

Schweigend musterten wir die Fotos der fortgelaufenen Pflegekinder und entflohenen Kriminellen auf der Suche nach einem bekannten Gesicht und hielten vor allem nach einer Person Ausschau: Katelyn Meadows. Ein Mädchen mit kastanienbraunem Haar und einem munteren Lächeln, das im vergangenen Jahr in meiner Geschichtsklasse an der Junior High gewesen war. Mrs Matthews hatte ihr gerade gesagt, dass sie die beste Zwischenprüfung der ganzen Klasse hingelegt hatte, als die Soldaten aufgetaucht waren und sie vor Gericht gezerrt hatten. »Verstoß gegen Artikel 1«, hatten sie gesagt. Verweigerung der Nationalreligion. Nicht, dass man sie dabei erwischt hätte, den Teufel anzubeten; sie hatte lediglich wegen des Pessach den Unterricht verpasst, was der Schulbehörde als unerlaubte Abwesenheit gemeldet worden war.

Das war das letzte Mal, dass irgendjemand sie gesehen hatte.

In der Woche darauf war Mrs Matthews gezwungen worden, die Bill of Rights aus dem Lehrplan zu streichen. Jegliche Erörterung des Themas war verboten, und die Soldaten, die vor der Tür und am Rekrutierungstisch postiert waren, sorgten dafür, dass das Verbot eingehalten wurde.

Zwei Monate nach Katelyns Verhandlung war ihre Familie weggezogen. Ihre Telefonnummer wurde gelöscht. Es war, als hätte sie nie existiert.

Katelyn und ich waren nicht befreundet gewesen, und es ging nicht darum, dass ich sie besonders gern gehabt hätte. Meiner Meinung nach war sie in Ordnung. Wir haben uns gegrüßt, viel mehr war da nicht. Aber seit ihrem plötzlichen Verschwinden brodelte etwas Finsteres in mir. Ich war wachsamer geworden. Befolgte die Statuten so gut ich nur konnte. Ich wollte in der Klasse nicht mehr vorn sitzen, und ich ging seither nicht mehr allein von der Schule nach Hause.

Mich durften sie nicht holen. Ich musste auf meine Mutter aufpassen.

Ich war fertig mit meiner Suche. Keine Katelyn Meadows. Nicht in dieser Woche.

»Hast du das von Mary Wie-heißt-sie-noch gehört?«, fragte Beth, als wir unseren Weg zu mir nach Hause fortsetzten. »Ich glaube, sie ist in der Zehnten.«

»Mal überlegen, Mary Wie-heißt-sie-noch«, sagte Ryan nachdenklich und schob seine Brille auf seiner schmalen Nase hoch. In seiner Uniformjacke wirkte er streberhaft, wogegen die anderen Jungs in der Schule immer so aussahen, als hätten ihre Mütter sie für Ostersonntag herausgeputzt.

»Nein, was ist mit ihr?« Ein kalter Schauer jagte mir über die Haut.

»Das Gleiche wie mit Katelyn. Die Moralmiliz hat sie abgeholt, um sie vor Gericht zu stellen, und jetzt hat sie seit einer Woche niemand mehr gesehen.« Bess sprach leise, so wie immer, wenn sie fürchtete, jemand könnte lauschen.

Mir wurde übel. Moralmiliz war nicht der offizielle Name, aber er passte. Eigentlich gehörten die uniformierten Soldaten zum Federal Bureau of Reformation – dem Teil des Militärs, den der Präsident nach dem Ende des Krieges vor drei Jahren gegründet hatte. Ihre Aufgabe war es, die Befolgung der Moralstatuten durchzusetzen, um das Chaos zu unterbinden, das während der fünf Jahre geherrscht hatte, in denen Amerika gnadenlos attackiert worden war. Die Konsequenzen waren hart: Jeder Verstoß gegen die Statuten führte zu einer Vorladung und im schlimmsten Fall zu einer Verhandlung vor dem FBR-Gremium. Leute, denen der Prozess gemacht wurde – so wie Katelyn –, kamen üblicherweise nicht zurück.

Dazu kursierten die verschiedensten Theorien. Gefängnis. Deportation. Vor ein paar Monaten hatte ich miterlebt, wie ein verrückter Obdachloser etwas über Massenexekutionen plapperte, ehe man ihn weggekarrt hatte. Doch die Realität war auch ungeachtet der Gerüchte trostlos. Mit jedem neuen Statut wurde die MM mächtiger und selbstgerechter. Daher der Spottname.

»Einen aus der Neunten haben sie aus dem Sportunterricht geholt«, sagte Ryan in ruhigem Ton. »Ich habe gehört, sie haben ihm nicht mal erlaubt, seine Uniform wieder anzuziehen.«

Erst Katelyn Meadows, nun Mary Irgendwas und ein Junge. Und Mary und den Jungen hatte es innerhalb der letzten zwei Wochen erwischt. Ich erinnerte mich noch an die Zeit, in der die Schule ein sicherer Ort gewesen war – der einzige Platz, an dem wir nicht an den Krieg denken mussten. Heute schwänzte niemand mehr die Schule. Es gab keinen Zank und keine Prügeleien. Sogar die Hausaufgaben wurden pünktlich abgegeben. Alle hatten Angst, ihre Lehrer könnten sie der MM melden.

Als wir unsere leere Einfahrt betraten, schaute ich mich zum Nachbarhaus um. Ein kastenförmiger Bau, dessen weiße Außenverkleidung unter dem Einfluss von Staub und Regen fleckig geworden war. Die Sträucher im Garten waren verwildert und wuchsen über den Betonstufen zusammen. Lange, zarte Spinnengewebe hingen vom Dachüberstand herab. Es sah aus wie ein Spukhaus, und in gewisser Weise war es das auch.

Das war sein Haus gewesen.

Das Haus des Jungen, den ich liebte.

Mit Bedacht wandte ich den Blick ab und stieg die Stufen zu unserer vorderen Veranda hoch, um meine Freunde hineinzulassen.

Meine Mutter saß auf der Couch. Sie hatte mindestens vier Spangen zu viel im Haar und trug ein Shirt, das sie aus meinem Schrank geklaut hatte, aber das machte mir nichts aus. Die Wahrheit war, dass ich für Klamotten nicht viel übrig hatte. In einer Spendensammelstelle in einem Haufen getragener Kleidungsstücke herumzuwühlen, hatte nicht dazu beigetragen, mein Interesse am Shopping zu kultivieren.

Was mir jedoch etwas ausmachte, war, dass sie ein Taschenbuch mit einem halb nackten Piraten auf dem Einband las. Das Zeug war heutzutage illegal. Wahrscheinlich hatte sie es von jemandem, der wie sie freiwillig in der Suppenküche aushalf. Die Einrichtung war gerammelt voll mit arbeitslosen Frauen, die ihre passiv-aggressive Schmuggelware unter der Nase der Moralmiliz verbreiteten.

»Hi, Baby. Hi, Leute«, sagte meine Mutter, regte sich darüber hinaus aber kaum. Sie blickte nicht einmal auf, bis sie die Seite zu Ende gelesen hatte. Dann klemmte sie ein Lesezeichen zwischen die Seiten und stand auf. Ich hielt die Klappe wegen des Buchs, obwohl ich ihr vermutlich hätte sagen sollen, dass sie dieses Zeug nicht mit nach Hause bringen durfte. Aber die heimliche Lektüre machte ihr offensichtlich Freude, und es war immer noch besser, als wenn sie auf der Veranda las – was sie bisweilen tat, wenn sie besonders rebellisch gestimmt war.

»Hi, Mom.«

Sie küsste mich geräuschvoll auf die Wange und umarmte meine Freunde, beide auf einmal, ehe sie uns unseren Hausaufgaben überließ.

Wir holten unsere großen, schweren Bücher hervor und fingen an, die mechanische Welt der Elementarmathematik zu entziffern. Das war eine furchtbare Arbeit – ich verabscheute Mathe –, aber Beth und ich hatten einen Durchhaltepakt geschlossen. Es gab Gerüchte, die besagten, dass Mädchen im nächsten Jahr keine Möglichkeit mehr hätten, Mathe zu belegen, also durchlitten wir unser Los in stiller Rebellion. (…)

(wird fortgesetzt!)

Copyright (C) 2013 by Kristen Simmons. Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Autorin und des Pieper Verlages

Bildrechte: Cover-Apokalypsen.jpg © 2013 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: saargau-arts.de – http://saargau-arts.de/

Bildrechte: “Tabu-Brecher” (tes-tabu2.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: saargau-arts.de – http://saargau-arts.de/

Wer wissen möchte, wie die Geschichte beginnt und wie sie auch endet, kann über die beigefügten Bestellinks oder mit Klick auf das Buchcover den Titel bestellen!

Simmons, Kristen
Artikel 5

Roman

Übersetzt von Meier, Frauke
Verlag :      Piper
ISBN :      978-3-492-70286-7
Einband :      gebunden
Preisinfo :      16,99 Eur[D] / 17,50 Eur[A] / 24,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 11.04.2013
Seiten/Umfang :      ca. 432 S.
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      16.04.2013

Wer nach Einbruch der Dämmerung sein Haus verlässt, Bücher liest oder uneheliche Kinder zeugt, wird im Amerika der Zukunft hart bestraft. Denn die sog. Moralmiliz entmündigt mit ihren totalitären Artikeln die Bürger der Vereinigten Staaten. Ember ist eines der unzähligen Opfer jener neuen Gesetze und muss für ihre Freiheit kämpfen …

Religiöser Fanatismus hält Einzug in die Vereinigten Staaten: Wer gegen ihre strengen Statuten der Moralmiliz verstößt, dem stehen öffentliche Demütigung, Haft und sogar der Tod bevor. Die 17-jährige Ember lebt mit ihrer Mutter allein und versteckt. Doch trotz aller Schutzmaßnahmen wird ihre Mutter verhaftet. Sie hat gegen Artikel 5 der Moralstatuten verstoßen, weil sie nicht mit Embers Vater verheiratet war.

Ember wird in einer Besserungsanstalt für Mädchen gebracht und lernt dort Hass, Gewalt und fanatische Moralisten kennen. Sie weiß, sie muss ihre Mutter retten, koste es was es wolle … und dazu braucht sie Hilfe des Mannes, der ihre Mutter verhaftet hat: Embers große Liebe, Chase.

Kristen Simmons lebt in Tampa, Florida. Sie studierte Psychologie und Sozialarbeit an der University of Nevada und arbeitet heute als Psychotherapeutin mit Traumapatienten und Missbrauchsopfern. Weil sie süchtig nach Schokolade ist, betätigt sie sich zum Ausgleich als Jazzercise-Lehrerin. »Artikel 5« ist Kristen Simmons erster Roman.

Titel bei amazon.de
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ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Leseproben, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens einen Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

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Tallerman, David: Im Schatten der Giganten. Roman – DREIMAL IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE!

Erstellt von Detlef Hedderich am 3. Mai 2013

Tallerman, David
Im Schatten der Giganten
Roman

Übersetzt von Brandhorst, Andreas
Verlag :      Piper
ISBN :      978-3-492-70288-1
Einband :      gebunden
Preisinfo :      16,99 Eur[D] / 17,50 Eur[A] / 24,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 11.04.2013
Seiten/Umfang :      ca. 400 S.
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)

Erscheinungsdatum :      16.04.2013

Er ist furchtlos, hinterlistig und unwiderstehlich charmant: Easie Damasco schlägt sich als Schurke durchs Leben, der sich aus jedem noch so großen Missgeschick herauszuwinden weiß. Selbst als er scheinbar endgültig am Galgen baumelt, rettet ihn ein unverhofftes Angebot in letzter Sekunde vor dem Tod – allerdings ist der Preis, den er dafür zahlen muss, wortwörtlich gigantisch!

Bislang kannte Easie Damasco nur Legenden über Giganten – doch als der Tyrann Moaradrid ihn vom Galgen schneidet und in seine Armee zwangsrekrutiert, wird der Mythos plötzlich real: Der dunkle Feldherr gebietet über ein Heer an Riesen, die jeden zerschmettern, der sich ihnen in den Weg stellt. Um Moaradrid in seine Schranken zu weisen, muss Damasco all sein Geschick aufbieten und das Unmögliche wagen: unbemerkt einen Giganten stehlen und mit ihm die Pläne des grausamen Herrschers durchkreuzen … Ein hochkarätiges High-Fantasy-Debüt mit phantastischer Action, einem hinreißenden Schreibstil und dem überzeugendsten Helden seit Captain Jack Sparrow.

David Tallerman ist englischer Fantasy-, Sciencefiction- und Horrorautor und liebt nichts so sehr wie das Schreiben. Deshalb verfasst der IT-Techniker seit Jahren Kurzgeschichten, Gedichte, Comictexte und seit Neuestem auch Romane. Wenn David Tallerman nicht schreibt, sieht er Filme, geht wandern und versucht vergeblich, Bonsaibäume zu züchten. Weiteres zum Autor unter: www.davidtallerman.net

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Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte, einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Wann erschien der Titel? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! BITTE NICHT VERGESSEN, DIE ANSCHRIFT UND E-MAIL-ADRESSE MIT ANZUGEBEN!


GEWINNER: Nicolai Froeling, Bartholdt Ackermanm arina Hultscher. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND SPONSOREN!

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Outdoorpreisrätsel bei Piper: Kristen Simmons – »Artikel 5«

Erstellt von Detlef Hedderich am 30. April 2013

In ihrem dystopischen Roman »Artikel 5« entwirft Kristen Simmons ein Zukunftsszenario, in dem die Moralmiliz der Vereinigten Staaten ihre Bürger versklavt. Düster und faszinierend zugleich! Und ihr könnt selbst bestimmen, wieviele Exemplare von »Artikel 5« wir verlosen! Wie das geht, erfahrt ihr hier!
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Im Schatten der Giganten »Der Kampf gegen die Moralstatuten der Vereinigten Staaten von Amerika beginnt …«

Religiöser Fanatismus hält Einzug in die Vereinigten Staaten: Wer gegen ihre strengen Statuten der Moralmiliz verstößt, dem stehen öffentliche Demütigung, Haft und sogar der Tod bevor. Die 17-jährige Ember lebt mit ihrer Mutter allein und versteckt. Doch trotz aller Schutzmaßnahmen wird ihre Mutter verhaftet. Sie hat gegen Artikel 5 der Moralstatuten verstoßen, weil sie nicht mit Embers Vater verheiratet war. In einer Besserungsanstalt für Mädchen wehrt sich Ember gegen Hass, Gewalt und fanatische Moralisten. Und sie muss ihre Mutter retten – doch dazu braucht sie ausgerechnet die Hilfe des Soldaten, der sie verhaftet hat …

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»Das Rad der Zeit« dreht sich erneut!

Erstellt von Detlef Hedderich am 30. April 2013

»Das Rad der Zeit« dreht sich erneut

Für euch Robert-Jordan-Fans da draußen unverzichtbar: Der siebte Band des erfolgreichsten Fantasy-Epos aller Zeiten in der kompletten Fassung der amerikanischen Originalausgabe – vollständig überarbeitet und im hochwertigen Broschurformat.
Im ewigen Kampf zwischen Licht und Finsternis werden Zeitalter kommen und gehen. Doch »Das Rad der Zeit« selbst bleibt unvergänglich das, was es ist: die monumentalste Fantasy-Saga aller Zeiten!

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George Mann: Immorality Engine. Newbury & Hobbes 3 – DREIMAL IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE!

Erstellt von Detlef Hedderich am 24. April 2013

George Mann
Immorality Engine
Newbury & Hobbes 3

Immorality Engine, GB, 2011
Piper Verlag, München, 09/2012
PB mit Klappbroschur
Steampunk, Mystery-Thriller
ISBN 978-3-492-70275-1
Aus dem Englischen von Jürgen Langowski
Titelgestaltung von Guter Punkt, München unter Verwendung einer Illustration von Bao Pham

www.piper.de
www.piper-fantasy.de
http://georgemann.wordpress.com
www.guter-punkt.de
http://baopahm.cghub.com
http://bao22.blogspot.com
http://tienbao.deviantart.com

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Der dritte Fall des Ermittler-Duos der Krone: Sir Maurice Newbury und Veronica Hobbes bietet wieder ein spannendes Abenteuer. Doch der Band beginnt mit dem Hinweis, dass die Trilogie nun vollständig sei, und man denkt gleich: Oh, nein …! Etwa nur drei Fälle des Duos, von dem man noch viel mehr lesen möchte?!

Der Opener des Romans ist die Beerdigung von Amelia Hobbes, Veronicas Schwester, bei der nur Veronica, Sir Charles Bainbridge, Chief Inspektor von Scotland Yard, wie Newbury ein Agent der Krone und dessen Freund, und Newbury selbst anwesend sind. Die Handlung schwenkt dann sieben Tagen zurück, beginnt damit, dass Veronica Hobbes ihren Chef Newbury sucht, der in der letzten Zeit übergebührlich des Opiums gefrönt hat.  In ‚Johnny Chang’s Tearoom‘, einer Opiumhöhle, finden sie und Bainbridge ihn schließlich – in einem sehr desolaten Zustand. Veronica, die Newbury liebt, versucht, ihn von der Sucht zu befreien. Als Erstes fahren die drei ins Leichenschauhaus, zu der Leiche von Edwin Sykes, der seit mindestens zwei Tagen tot ist und einer der berühmtesten Einbrecher Londons war. In der Nacht zuvor gab es einen Einbruch, der Sykes’ Handschrift trägt, da war dieser aber schon tot. Die drei beschließen, der mysteriösen Sache nachzugehen.

Veronica Hobbes macht in Newburys Wohnung eine schreckliche Entdeckung: eine konservierte Hand mit einem Pentagramm auf der Haut und anderen okkulten Symbolen (auch in der Handfläche). Newbury gibt an, dass es eines seiner ‚Experimente‘ sei, schweigt sich aber ansonsten aus. Dann schlägt er Veronica vor, ihre kranke und hellseherisch veranlagte Schwester in der Klinik zu besuchen, da er befürchtet, dass ihnen etwas Schreckliches bevorsteht, und er hofft, dass Amelia ihnen helfen kann. Veronica, Newbury und Bainbridge nehmen ein Juweliergeschäft, in dem eingebrochen wurde, in Augenschein. Der Dieb hat sich, wie die Spuren ergeben, mittels einer ‚mechanischen Spinne‘ Einlass verschafft. Ein System, das man Sykes zugeordnet hatte, aber der lag zu der Zeit schon im Leichenschauhaus! Dennoch deuten die Spuren – insbesondere Fußabdrücke – auf die Schuhgröße 9 hin. Sykes Schuhgröße! Wie passt das alles zusammen? Haben sie vielleicht stets den falschen Mann verdächtigt? War Sykes nicht der Seriendieb?

Dr. Lucian Fabian, der auch Amelia behandelt, wird zu Queen Victoria gerufen, die er als halb mechanischen Mensch am Leben hält (halb Mensch/halb mechanisches Lebenserhaltungssystem, selbst ihr Herz ist mechanisch – von Dr. Fabian gebaut). Doch die Monarchin zeigt sich gegenüber ihrem Lebensretter immer undankbarer. Tatsächlich hat Fabian in ihrem System einen Schalter eingebaut, mit dessen Betätigung er das Leben der Queen beenden kann. Der Arzt testet in ihrem Auftrag eine bestimmte Maschine an Amelia aus und soll auf Befehl der Queen in sieben Tagen Ergebnisse bringen – selbst wenn das Experiment Amelia das Leben kostet. Veronica, Newbury und Brainbridge suchen derweil das Packworth House auf, in dem die Vereinigung ‚Bastion Society‘ logiert, von der Sykes eine Visitenkarte bei sich trug. Sir Enoch Graves, Präsident der hermetischen Loge, deren Mitglieder sich als ‚Ritter des Empires‘ ansehen, weiß weitaus mehr, als er den dreien offenbart. Immer mehr verdichtet sich der Verdacht, dass Sykes sowohl im Leichenschauhaus als auch im Club (auf einer Party) war  – zeitgleich. Aber wie ist das möglich?

Wenig später werden Veronica und Newbury in Veronicas Wohnung von einer dieser mechanischen Spinnen angegriffen ¬– eindeutig ein Mordversuch an Veronica, denn das sich Newbury dort zur gleichen Zeit aufhielt, konnte niemand wissen. Doch wer will die junge Frau aus dem Weg schaffen? Für wen ist sie eine Gefahr? Zeitgleich mit dem Mordversuch geschah ein weiterer Überfall und Mord – somit gehen Veronica und Newbury davon aus, dass sie es mit einer ‚Gilde von Schmuckdieben‘ zu tun haben. Als sie zum Tatort fahren, erwartet sie die nächste Überraschung: Der Tote, den sie vorfinden, ist Edwars Sykes bzw. ein völlig identischer Doppelgänger des bereits toten Sykes. Newbury erkennt, dass eine dieser Leichen eine Kopie ist – finstere Mächte sind somit am Werk! Und nun kommt die Frage auf: Wie viele Kopien von Sykes gibt es und wie wurden sie ‚geschaffen‘? Ab dann spitzen sich die Ereignisse immer mehr zu, als auch noch ein Mordanschlag auf die Queen verübt wird ….

Ein anderer Aspekt der Handlung sind die wachsenden Gefühle, zwischen Veronica und Newbury, aber auch Newburys Misstrauen Veronica gegenüber, weil er weiß, dass sie eine Agentin der Queen ist, was sie ihm verheimlicht. Veroncia und Newbury finden heraus, dass Dr. Fabian früher eine Verbindung zur ‚Bastion Society‘ hatte, bis es zu einem Streit kam. Als Veronica ihre Schwester in der Klinik besuchen will, macht sie dort eine schockierene Entdeckung. In einem Raum findet sie mindestens zwanzig Kopien ihrer Schwester Amelia …, aber nicht nur dort, auch als sie mit Newbury der ‚Bastion Society‘ einen erneuten Besuch abstattet, machen sie dort in den dunklen Katakomben aufwühlende Entdeckungen. Bei ihren weiteren Überlegungen kommen Newbury und Veronica zu der Erkenntnis, dass die Queen ihre Hände mit im Spiel hat – und auch die ‚Bastion Society‘ mit ihren okkulten Philosophien ….

Die Handlung ist wie bei den beiden Vorgängerbänden souverän und sehr unterhaltend geschrieben, wenngleich eine Steigerung in Teil 3 erfolgte, der dann auch noch im Finale mit einem Überraschungsmoment aufwartet. Gerade die Steampunk-Elemente sind wunderbar umgesetzt, und auch die Charaktere werden immer mehrdimensionaler, so dass man noch größere Lust verspürt, weitere Abenteuer dieses Duos zu lesen. Die Aufmachung des Bandes ist auch wieder ohne Fehl und Tadel und liebevoll gestaltet. Damit ist alles in sich stimmig und verweist so manchen Konkurrenzband in die hinteren Reihen.

„Immorality Engine“ ist ein weiteres turbulentes Steampunk-Abenteuer von „Newbury & Hobbes“, das Lust auf mehr macht. Absolut empfehlenswert!

Copyright by 2013 © Alisha Bionda (AB)

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Doppelsieg im Besten Debüt und Lorbeeren für Kai Meyer!

Erstellt von Detlef Hedderich am 15. März 2013

Leipzig, Buchmesse, Halle 2, Fantasy-Leseinsel, 17:30 Uhr – bei der diesjährigen Verleihung des SERAPH, des Förderpreises für phantastische Literatur, im Rahmen der Leipziger Buchmesse 2013 versammelten sich zum zweiten Mal Verleger, Autoren, Presse und Phantastik-Interessierte, um der Entscheidung der 15-köpfigen Jury der Phantastischen Akademie zu lauschen.

Aus über 80 Einsendungen von rund 40 Verlagen wählte die Expertenjury aus Lektoren, Autoren, Buchwissenschaftlern und Bloggern die besten Titel in den Kategorien „Bestes Debüt“ und „Bestes Buch“ aus. In der mit 2000 Euro dotierten und von den Stadtwerken Leipzig gesponserten Kategorie „Bestes Debüt“ kam es zu einem Doppelsieg von Mechthild Gläser mit ihrem Roman Stadt aus Trug und Schatten (Loewe) sowie Jan Oldenburg mit Fantastik AG (Piper), da die Jury beide Bücher als gleichwertig gut ansah. Den Preis für das „Beste Buch“ konnte Kai Meyer mit seinem Roman Asche und Phönix (Carlsen) für sich allein beanspruchen.

So wechselten in diesem Jahr erstmals drei der begehrten SERAPH-Statuen ihren Besitzer. Den Förderpreis für das „Beste Debüt“ hingegen müssen sich die beiden Sieger teilen.

Bei der anschließenden gut besuchten Preisträgerlesung im Energie- und Umweltzentrum der Stadtwerke Leipzig profitierten die Besucher von dem Ergebnis der Jury, konnten sie doch gleich drei Autoren beim Lesen aus ihren Werken lauschen.

– Oliver Graute
1. Vorsitzender
Phantastische Akademie e.V.
Vogesenstraße 32; 68229 Mannheim
Telefon 0163/7207983
www.phantastische-akademie.de
www.seraph-literaturpreis.de

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OTTERMAN´S – Leseprobe (Teil 1) aus dem Roman “Silenus” von Robert Jackson Bennett

Erstellt von Detlef Hedderich am 26. Februar 2013

OTTERMAN´S

Leseprobe (Teil 1)

aus dem Roman „Silenus“

von Robert Jackson Bennett

Zu diesem Buch

Der Puppenspieler mit den lebendigen Marionetten, die weiße Tänzerin aus Persien, die Gewichtheberin mit ihrer mechanischen Kraft – und nicht zuletzt der phantastische Silenus selbst: Seine Truppe ist weit über den legendären Keith-Albee-Circuit hinaus bekannt für das beste Vaudevilletheater der Staaten. Der Ausnahmepianist George Carole wünscht sich nichts sehnlicher als für diese Truppe spielen zu dürfen; nicht zuletzt, weil Silenus sein leiblicher Vater zu sein scheint. Deshalb reist George durch das Land auf der Suche nach ihm. Aber weshalb sind auch jene unheimlichen Männer in Grau hinter den Schaustellern her? Und warum kann sich nie jemand aus dem Publikum an die Vorstellung der Silenus-Truppe erinnern? Als sich vor George schließlich der Vorhang öffnet, wird er eingeweiht in ein Geheimnis, das so alt ist wie die Menschheit selbst.

Robert Jackson Bennett wurde in Baton Rouge, Louisiana, geboren und wuchs in Katy, Texas, auf. Heute lebt er zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn in Austin und schreibt preisgekrönte Horrorromane, darunter sein Debüt »Mr. Shivers« und »Silenus«.

Bennett wurde mit dem renommierten Shirley Jackson Award ausgezeichnet und für den Philip K. Dick Award sowie für den Edgar Award nominiert.

Weiteres zum Autor unter : www.robertjacksonbennett.com

Teil Eins
In der Provinz

Hätte es in seiner Macht gestanden, wäre der
Vaudevillekünstler ein zeitloser Wanderer
gewesen, der mit seinen Talenten eine Brücke
zwischen den Generationen geschlagen hätte.

Fred Allen, Much Ado About Me

1

Ein Aufbruch

Jeder Freitagvormittag verlief in Otterman’s Vaudeville Theater üblicherweise recht gemächlich, und dieser bildete bis jetzt keine Ausnahme. Vier der aktuellen Darbieter wurden am Wochenende zu anderen Theatern weiterziehen, und vier andere würden herkommen, um ihre Plätze einzunehmen, darunter Gretta Mayfield, ein unbedeutender Stern am Himmel der Oper von Chicago. Unter den Musikern herrschte allgemein eine Stimmung sorgloser Zufriedenheit. Alle Vorstellungen waren gut verlaufen, und die nächsten ernsthaften Proben waren noch ein ganzes Wochenende entfernt. Was für die überarbeiteten Musiker beinahe eine Ewigkeit darstellte.

Doch dann rannte Tofty Thresinger, erster Geiger des Hauses und inoffizieller Klatschexperte des Theaters, mit eine panischen Ausdruck in den Augen in den Orchestergraben. Für einen Moment stand er nur keuchend da, die Hände auf die Knie gestützt.

Dann hob er den Kopf, um eine entsetzliche Neuigkeit kundzutun: ≫George hat gekundigt.≪

≫Was?≪, fragte Victor, der zweite Geiger. ≫George? Unser George?≪

≫George, der Pianist?≪, fragte Catherine, die Flotistin.

≫Genau der≪, sagte Tofty.

≫Wie gekündigt?≪, hakte Victor nach. ≫Im Theater?≪

≫Ja, natürlich im Theater!≪, sagte Tofty. ≫Wo hatte er sonst kündigen können?≪

≫Das muss ein Irrtum sein≪, erwiderte Catherine. ≫Von wem haben Sie das?≪

≫Von George selbst!≪, sagte Tofty.

≫Und wie hat er sich ausgedrückt?≪, fragte Victor.

≫Er hat mich angesehen≪, entgegnete Tofty, ≫und gesagt: ›Ich habe gekündigt.‹≪

Schweigen trat ein, als alle Anwesenden über seine Worte nachdachten. Da blieb nicht viel Raum für eine alternative

Deutung.

≫Aber warum hat er gekündigt?≪, fragte Catherine.

≫Ich weis es nicht!≪, heulte Tofty und brach auf seinem Stuhl zusammen.

Die Neuigkeit sprach sich schnell im ganzen Theater herum: George Carole, der verlässlichste Pianist des Hauses und ein wahres Wunderkind (oder enfant terrible, je nachdem, wen man fragte), hatte das Handtuch geworfen, einfach so. Bühnenarbeiter schüttelten bestürzt die Köpfe. Künstler setzten sogleich zu klagen an. Sogar die Garderobenfrauen, die üblicherweise nur peripher am Theaterklatsch teilhatten, wurden über diese verhängnisvolle Entwicklung in Kenntnis gesetzt.

Aber die Neuigkeit erschütterte durchaus nicht jeden. ≫Gut, dass wir ihn los sind≪, sagte Chet, der Bassist. ≫Ich bin es leid, diesen kleinen Gernegroß zu erdulden, der ständig so tut, als wäre er uns überlegen.≪

Doch viele andere brummten, er sei in der Tat überlegen. An die sieben Monate waren vergangen, seit der Sechzehnjährige am Tag des Vorspielens durch ihre Tür spaziert war und der Belegschaft mit seinem Spiel förmlich den Atem geraubt hatte. Alle waren erstaunt gewesen, dass er nicht für einen Bühnenauftritt vorspielte, sondern für eine Festanstellung als Orchestermusiker, ein Job, wie er mieser kaum sein konnte.

Van Hoever, der Leiter des Otterman’s, hatte ihn zu diesem Punkt eingehend befragt, aber George hatte sich nicht aus dem Konzept bringen lassen: Er war gekommen, um als Pianist in ihrem kleinen Theater in Ohio zu spielen, weiter nichts.

≫Was sollen wir jetzt machen?≪, fragte Archie, der Posaunist. ≫Ob es uns gefällt oder nicht, George war es, der uns bekannt gemacht hat.≪ Was mehr oder weniger die Wahrheit war. Eine Grundregel des Vaudeville, seines Zeichens ein Gewerbe, in dem Beleidigungen auf der Tagesordnung standen, lautete, dass die Person, auf die am meisten geschissen wurde, der Orchesterpianist war. Er begleitete beinahe alle Auftritte, und jedes Ego, das die Bühne betrat, suchte die Schuld für die eigenen Fehler bei ihm. Ging ein Witz daneben, lag es daran, dass der Pianist seinen Einsatz verpasst und den Auftritt versaut hatte. Stolperte ein Akrobat, so hatte der Pianist ihn abgelenkt.

Aber während seiner Zeit im Otterman’s hatte George das Unmögliche vollbracht: Er hatte ihnen keinen Grund zur Klage gegeben. Schon nach der ersten Probe kannte er die Nummer besser als der jeweilige Darbietende, was eine erstaunliche Leistung war angesichts der Sorgfalt, welche die Schauspieler bei ihren Auftritten an den Tag legten. Er traf jeden Takt, entrang jeder Pointe noch den letzten Lacher und wusste, wann er das Tempo anziehen musste und wann nicht.

Er schien über die verblüffende Fähigkeit zu verfügen, jeden Auftritt, den er begleitete, zu verbessern. Das sprach sich herum, weshalb viele Künstler in Otterman’s Theater auftreten wollten, obwohl es im Keith-Albee-Circuit einen recht unbedeutenden Platz belegte.

Doch nun ging George beinahe genauso abrupt, wie er aufgetaucht war, was das Theater in eine recht prekäre Lage brachte: Gretta Mayfield kam nur her, weil sie davon ausging, dass George sie begleiten würde, und das war nur der Anfang; nach kurzer Lagebesprechung kam das Orchester zu dem erschreckenden Schluss, dass mindestens ein Viertel der für die nächste Woche vorgesehenen Künstler nur zugestimmt hatten, im Otterman’s aufzutreten, weil George ihren hohen Ansprüchen genügte.

Der Neuigkeit, die Tofty so hektisch verbreitet hatte, schlossen sich wilde Spekulationen an. Kannte jemand den Grund für Georges Kündigung? Hatte irgendjemand eine Erklärung?

Vielleicht, vermutete Victor, wollte er nun doch mit einer eigenen Nummer auf Tour gehen oder sich endlich etwas Anständiges suchen (mit anderen Worten: bei angesehenen Orchestern und Symphonikern spielen, statt in einem einfachen Vaudevilletheater). Aber Tofty sagte, er hatte nichts davon gehört, dass George dergleichen im Sinn hatte, und er würde es doch wissen, nicht wahr?

Vielleicht hatte ihn ein anderes Theater abgeworben, meinte jemand. Doch Van Hoever wurde definitiv darum kämpfen, George zu halten, wie Catherine einwandte, und die einzigen Theater, die imstande waren, ihn zu überbieten, waren alle sehr weit entfernt und würden doch kaum ihre Talentsucher hierherschicken. Was ging nur im Kopf des Jungen vor? Sie vergeudeten den ganzen Vormittag damit, das Thema zu diskutieren, und fanden doch keine Antwort.

George tat sein Bestes, das aufgeregte Gerede zu ignorieren, während er seine Sachen packte, doch das war nicht einfach; da er Van Hoever noch keine offizielle Kündigung überbracht hatte, fragten alle nach dem Grund für seine Fahnenflucht, in der Hoffnung, sie konnten es noch einmal richten.

≫Geht es ums Geld, George?≪, fragte Tofty. ≫Hat Van Hoever sich geweigert, deine Gage zu erhöhen?≪

≫Nein≪, antwortete George. ≫Nein, das Geld war es nicht≪.

≫Sind es die Künstler, George?≪, versuchte es Archie. ≫Hat einer von ihnen dich gekränkt? Du darfst diese Mistkerle garnicht beachten, Georgie, die sind manchmal furchtbar!≪

Aber George schnaubte nur hochmutig und sagte, dass es gewiss nicht an einem der Künstler läge. Die anderen Musiker beschimpften Archie wüst ob der dummen Frage; natürlich lag es nicht an den Künstlern, denn George gab ihnen nie einen Grund zu Beanstandungen.

≫Geht es um ein Mädchen, George?≪, fragte Victor. ≫Du kannst es mir sagen. Ich kann ein Geheimnis bewahren. Es ist ein Mädchen, nicht wahr?≪

Bei diesen Worten lief George leuchtend rot an und geriet für einen Moment ungehalten ins Stottern. Nein, sagte er schließlich. Nein, vielen Dank auch, es ging nicht um ein Mädchen.

≫Liegt es dann vielleicht an etwas, das Tofty gesagt hat?≪, fragte Catherine. ≫Immerhin hast du mit ihm gesprochen, ehe du gesagt hast, dass du kündigen willst.≪

≫Was?≪, empörte sich Tofty lauthals. ≫Was für eine abscheuliche Anschuldigung! Wir haben uns lediglich über Theatergerüchte unterhalten, davon dürfen Sie ausgehen! Ich habe nur erwähnt, dass Van Hoever sauer war, weil eine Truppe uns ausgelassen hat.≪

Bei diesen Worten wurde Georges Miene sonderbar starr. Er hörte auf, seine Notenblätter einzusammeln, und wandte für eine Minute den Blick ab. Aber dann sagte er, nein, Tofty habe nichts damit zu tun. ≫Und würden Sie mich jetzt bitte alle in Ruhe lassen?≪, fragte er. ≫Die Entscheidung hat nichts mit Ihnen zu tun, und auserdem gibt es nichts, was mich umstimmen könnte.≪

Als die anderen Musiker erkannten, wie ernst es ihm war, schlürften sie grummelnd davon. Kaum waren sie fort, kratzte sich George am Kopf und kämpfte gegen den Drang zu lächeln an. Trotz seines ernsten Auftretens hatte er es genossen, zu sehen, wie sie sich gegenseitig überboten hatten, um ihm zu schmeicheln.

Das Lächeln erstarb, als er sich wieder seiner Habe widmete und der Entscheidung, die er getroffen hatte. Das Orchester war nicht von Bedeutung, sagte er sich im Stillen. Otterman’s war nicht mehr von Bedeutung. Das Einzige, was jetzt noch zählte, war, so schnell wie möglich zur Tür hinaus und auf die Straße zu kommen.

Nachdem er den Rest seiner Sachen eingesammelt hatte, ging er zu seiner letzten Station: Van Hoevers Büro. Der Theaterleiter hatte die Gerüchte sicher bereits vernommen und war vermutlich gerade dabei, eine hübsche Schimpftirade zu komponieren, doch wenn George jetzt einfach verschwand, würde er den Lohn für eine ganze Woche verlieren. Und da er die Konsequenzen dessen, was er zu tun im Begriff war, nicht überblicken konnte, hielt er es für klüger, jeden Penny mitzunehmen, den er bekommen konnte.

Als George den Büroflur erreicht hatte, saß da bereits jemand auf einem der Stühle, die aufgereiht vor Van Hoevers Tür standen: eine kleine, ältere Frau, die ihm wachsamen Auges entgegenblickte, so, als hätte sie ihn erwartet. Ihre Unterarme und Hände waren wegen ihrer Arthritis fest mit Leinen umwickelt, und zwischen zwei ihrer Finger schwitzte eine unbeholfen gedrehte Zigarette frischen Rauch. ≫Du willst gehen, ohne Auf Wiedersehen zu sagen?≪, fragte sie ihn.

George lächelte ein wenig. ≫Ah≪, sagte er. ≫Hallo, Irina.≪

Die alte Frau antwortete nicht, sondern klopfte auf den freien Stuhl neben sich. George trat näher, nahm aber nicht Platz. Die alte Frau zog die Brauen hoch. ≫Bist du dir zu fein, um mir Gesellschaft zu leisten?≪

≫Das ist ein Hinterhalt, richtig?≪, fragte er. ≫Sie haben auf mich gewartet.≪

≫Du bildest dir wohl ein, die ganze Welt wartet nur auf dich. Komm, setz dich.≪

≫Ich leiste Ihnen Gesellschaft≪, sagte er, ≫aber ich werde mich nicht setzen. Ich weiß, dass Sie vorhaben, mich aufzuhalten.≪

≫Wozu die Ungeduld, Kind? Ich bin nur eine alte Frau, die sich mit dir unterhalten möchte.≪

≫Um darüber zu diskutieren, warum ich gehe.≪

≫Nein. Um dir einen Rat zu geben.≪

≫Ich brauche keinen Rat. Und ich werde meine Meinung nicht ändern.≪

≫Das erwarte ich auch nicht. Ich möchte dir nur einen Vorschlag machen, ehe du gehst.≪

George bedachte sie mit einem ungeduldigen Blick, wie ihn nur sehr junge Menschen für sehr alte aufzubieten haben, und hob die Faust, um an Van Hoevers Tür zu pochen. Doch noch ehe seine Knöchel auf das Holz prallen konnten, hatte die mit Stoff umwickelte Hand der alten Frau seine Faust in der Luft abgefangen. ≫Du wirst hören wollen, was ich zu sagen habe, George≪, sagte sie. ≫Denn ich weiß genau, warum du gehst.≪

George musterte sie. An niemand anderen hatte er eine weitere Minute vergeudet, aber Irina war eine der wenigen Personen bei Otterman’s, die ihm stets Aufmerksamkeit abverlangten. Sie war die einzige Bratschistin des Orchesters und hatte wie die meisten Bratscher (die ihr Leben immerhin einem weitgehend ignorierten und vielfach bespöttelten Instrument widmeten) eine recht sauertöpfische Lebensweisheit erlangt. Auserdem kursierten Gerüchte, denen zufolge sie in ihrer Heimat Russland schreckliche Not gelitten hatte, ehe sie nach Amerika geflohen war, was ihr, gepaart mit ihrem hohen Alter, im Otterman’s eine rätselhafte Hochachtung beschert hatte.

≫Meinen Sie?≪, fragte George.

≫Allerdings≪, sagte sie. ≫Und, willst du nicht hören, was ich denke?≪ Sie lies ihn los und klopfte erneut auf den Stuhl neben sich. George seufzte, nahm aber, wenn auch zögerlich, Platz.

≫Was denken Sie?≪

≫Warum hast du es so eilig, Kind?≪, fragte Irina. ≫Es scheint, als wärst du gestern erst angekommen.≪

≫Das war nicht gestern≪, sagte George. ≫Ich bin schon über ein halbes Jahr hier, viel zu lang.≪

≫Zu lang wofür?≪

George antwortete nicht. Irina lächelte, amüsierte sich über diesen schrecklich ernsten Jungen in seinem zu weiten Anzug.

≫Die Zeit vergeht so viel langsamer in der Jugend. Für mich ist es, als wäre nur ein Tag vergangen. Ich weiß immer noch, wie du durch diese Tür gekommen bist. Drei Dinge sind mir damals an dir aufgefallen.≪

Sie reckte drei spindeldürre Finger hoch. ≫Das erste war, dass du talentiert bist. Sehr talentiert. Aber das wusstest du, nicht wahr? Das wusstest du wahrscheinlich viel zu gut für so einen kleinen Jungen.≪

≫Einen kleinen Jungen?≪, wiederholte George.

≫Oh ja. Ein naives kleines Lämmchen sogar.≪

≫Damals vielleicht≪, gab George hochnäsig zurück, griff in seine Tasche, zog einen Beutel Tabak hervor und fing an, sich eine Zigarette zu drehen. Dabei achtete er darauf, sich so lässig wie nur möglich zu geben. Immerhin hatte er den Ablauf zu Hause vor dem Spiegel geübt.

≫Wenn du meinst≪, sagte Irina und zog einen der drei Finger ein. Die beiden anderen reckte sie weiter hoch. ≫Zweitens warst du stolz und unbesonnen. Das hat mich nicht überrascht. Das habe ich schon bei vielen jungen Künstlern erlebt. Und ich habe auch zugesehen, wie viele aus diesem Grund ihre Karriere weggeworfen haben. Ganz ähnlich, wie du es jetzt tust.≪

George zog eine Braue hoch, zündete seine Zigarette an und nahm einen Zug. Sein Magen verkrampfte sich, als er versuchte, einen Hustenanfall zu unterdrücken.

Irina rümpfte die Nase. ≫Was rauchst du da?≪

≫Virginia’s Finest natürlich≪, entgegnete er mit einem leichten Keuchen.

≫Das riecht alles andere als fein.≪ Sie nahm ihm den Beutel ab und lugte hinein. ≫Ich weiß nicht, was das ist, aber es ist nicht Virginia’s Finest.≪

George sah geknickt aus. ≫N… nicht?≪, fragte er.

≫Nein. Hast du das von einem der Orchestermusiker gekauft?≪

≫Na ja, schon, aber ich dachte, ich konnte ihm vertrauen.≪

Sie schüttelte den Kopf. ≫Man hat dich reingelegt, Kind. Das ist Abfall. Beim nächsten Mal gehst du zum Tabakhändler.

George grummelte etwas wie, das konne gar nicht sein, drückte aber hastig die Zigarette aus und steckte den Tabakbeutel weg.

≫Wie auch immer≪, sagte sie. ≫Ich erinnere mich an eine dritte, letzte Sache, die mir aufgefallen ist, als du zu uns gekommen bist.≪ Ein zitternder, blauer Finger krümmte sich ihrer Handfläche entgegen. Den verbliebenen benutzte sie dazu, ihm in den Arm zu piksen.

≫Du schienst weniger daran interessiert zu sein, was du spielst, und das war auffällig. Nein, stattdessen hast du dich vorwiegend nach einer bestimmten Künstlertruppe erkundigt, die in den Theatern des Keith-Albee-Circuits aufgetreten ist.≪

George erstarrte an Ort und Stelle, leicht gekrümmt, die Hand an dem Tabakbeutel, den er gerade in die Tasche hatte stecken wollen. Ganz langsam drehte er sich, um die alte Frau anzusehen.

≫Hast du es immer noch so eilig, Kind?≪, fragte Irina. ≫Oder bin ich da auf etwas gestoßen?≪

Er antwortete nicht. (…)

(wird fortgesetzt!)

Copyright (C) 2013 by Robert Jackson Bennett. Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autoren und des Pieper Verlages

Bildrechte: Coverillustration “Überraschungsgeschichten-der-besonderen-Art1.jpg ” () © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Bildrechte: “Vintage (Steampunk5.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Wer wissen möchte, wie die Geschichte beginnt und wie sie auch endet, kann über die beigefügten Bestellinks oder mit Klick auf das Buchcover den Titel bestellen! Zur Unterstüzung bieten wir zwei Buchbesprechungen aus dem Buchrezicenter an!

Robert Jackson Bennett
Silenus

The Troupe (2012)
Piper Verlag
ISBN 978-3-492-26870-7
Fantasy, Thriller
Erschienen 2012
Übersetzer Frauke Meier
Titelbild mauritius images/Trigger Image
Umschlaggestaltung Guter Punkt, München
Umfang 575 Seiten

www.piper.de
www.robertjacksonbennett.com

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei Libri.de

Autorenporträt

Robert Jackson Bennett wurde in Baton Rouge, Louisiana, geboren und wuchs in Katy, Texas, auf. Heute lebt er zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn in Austin und schreibt preisgekrönte Horrorromane, darunter sein Debüt »Mr. Shivers« und »Silenus«. Bennett wurde mit dem renommierten Shirley Jackson Award ausgezeichnet und für den Philip K. Dick Award sowie für den Edgar Award nominiert.

Zum Buch

George ist ein zarter, dürrer Junge von gerade mal sechzehn Jahren. Sein ganzes Leben hat er bisher im Haushalt seiner Großmutter verbracht, da seine Mutter bei seiner Geburt verstarb. Seinen Vater hat George nie kennenlernen dürfen. Deshalb beschließt er, von Zuhause fortzugehen und seinen Vater zu suchen. Sein einziger Anhaltspunkt ist eine alte Eintrittskarte mit dem Bild seines Vaters darauf, denn dieser gehört einer reisenden Künstlertruppe an. Er tritt in die Fußstampfen seines Vaters und wird Hauspianist eines kleinen Theaters, in dem sein Vater schon einmal aufgetreten ist. Doch seine Hoffnung wird vollkommen zerstört, als sein Vater beschließt, auf dieser Tour nicht in diesem Theater aufzutreten. Deshalb tut George, was er tun muss: Er kündigt seinen Job und reist seinem Vater hinterher. Auf dieser Reise begegnet er seltsamen Gestalten und der Stille. Als George seinen Vater endlich eingeholt hat, ist der Empfang nicht so, wie George ihn erwartet hat. Schnell kommt für ihn das böse Erwachen …

Fazit

Den Leser erwartet bei diesem Roman eine wirklich abwechslungsreiche Story mit vielen überraschenden Wendungen. Die Inhaltsbeschreibung lässt zunächst altbekannte Motive vermuten, wie etwa die Findung der eigenen Identität, der Roman ist aber auf den zweiten Blick vollkommen anders gestrickt. Schnell taucht der Leser nicht nur in die Welt des Theaters, sondern auch in eine ihm unbekannte Parallelwelt zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein, in deren Ecken dunkle Schatten lauern. Die Charaktere sind sehr ambivalent und lassen sich nicht in eine Schublade stecken. Wer hier nach Archetypen sucht, sucht sie vergebens. Schnell findet man im Bösen etwas Gutes und die Motive der guten Figuren erscheinen einem auf einmal eigennützig.

Interessanterweise war überall im Roman die irische Mythologie verwoben und konnte sogar mit längst vergessenen Göttern aufwarten. Die Storylinie war dabei nicht besonders vorhersehbar und wechselte häufig die Schauplätze und schuf so eine zweite Realität, die einem so manchen Schauer über den Rücken laufen ließ. Auch Elemente des subtilen Horrors waren in dem Roman verbaut, die in der Lage waren menschliche Urängste anzusprechen. Schattenmänner, wandelnde Tote und Mörderpuppen gehörten genauso zu dieser Welt wie zauberhafte Feen und vergnügungssüchtige Elfen. Das Ende war die Krönung des Unerwarteten und lichtete zu meinem Leidwesen die Reihe der Hauptcharaktere stark. Auch scheint das Ende hier wirklich das Ende zu sein, denn es lässt nicht viel Raum für eine mögliche Fortsetzung.

Ein etwas anderer Roman, der den Leser zwar herausfordert, ihm aber dafür auch vieles Neues und Interessantes bieten kann.

Copyright © 2012 by Yvonne Rheinganz

Und noch eine weitere Rezension:

Das geschieht:

Um das Jahr 1910 beginnt der 16-jährige George Caroles die Suche nach seinem Vater. Er wuchs bei seiner Großmutter auf, die Mutter starb bei seiner Geburt. Der Vater hatte sich da schon davongemacht. Heironomo Silenus genießt einen legendären Ruf als Impresario einer kleinen aber feinen Gruppe, die in den „Vaudeville“-Theatern bemerkenswerte Vorstellungen gibt, an die sich allerdings anschließend kaum ein Zuschauer wirklich erinnern kann.

George, ein begabter Pianist, findet als Musiker Zugang ins Kleinkunst-Milieu. Wie es üblich ist, reist er als Mitglied einer Theatergruppe – einer „troupe“ – kreuz und quer durch Amerika. Viele Monate bleibt Georges Suche vergeblich, bis er Silenus‘ Spur aufnehmen und halten kann. In einer kleinen Stadt trifft George endlich seinen Vater und dessen bizarre Begleiter: ‚Professor‘ Kingsley und seine beunruhigend lebendigen ‚Marionetten‘; Colette, eine persische Sängerin und Tänzerin; Stanley, den stummen Cellisten, und Franny, die mit bloßen Händen Stahlträger verbiegen kann.

Silenus nimmt seinen Sohn nicht mit offenen Armen auf. Trotzdem darf George sich der Truppe anschließen. Noch seltsamer als die Vorstellungen sind deren Aktivitäten nach Theaterschluss: Die „troupe“ kämpft gegen die archaische Finsternis aus der Zeit vor der Entstehung der Welt, die sich anschickt, das Licht und mit ihm das gesamte Universum auszulöschen.

Silenus setzt ihren Attacken die „Erste Weise“ entgegen, deren Melodie die Lebensessenz der Schöpfung konserviert. Sie hält nicht nur die Finsternis, sondern auch ihre gefährlichen Handlanger, die „Wölfe“, in Schach, die notdürftig als Menschen getarnt Jagd auf die verhassten Lichtbringer machen. Doch die „Weise“ beginnt ihre Kraft zu verlieren. In größter Not sucht Silenus nach neuen, oft zweifelhaften Verbündeten und bringt dabei nicht nur seine Truppe, sondern vor allem George in Lebensgefahr, der nichts von seiner Schlüsselrolle in diesem Krieg ahnt …

Kunst als Handwerk und harte Arbeit

Der Freund der „urban fantasy“, jener Variante der Phantastik, die Fiktion und (literarische) Realität gleichzeitig mischt und doch mit einem gewissen Abstand voneinander existieren lässt, hat es in den letzten Jahren nicht leicht, wenn er (seltener sie) weder jung noch süchtig nach romantasyastisch gezähmten Schreckensgestalten ist. Wenn das Irreale in die jeweilige Gegenwart einbricht, scheinen gegenwärtig in erster Linie jungendliche Protagonisten davon betroffen zu sein, die an den daraus resultierenden Herausforderungen gleichzeitig reifen sollen. Über die Daseinsberechtigung schmachtender Vampire und kuscheliger Werwölfe muss und soll an dieser Stelle (lieber) nicht gemutmaßt werden; sie sei als Tatsache hingenommen.

Auch „Silenus“ erzählt eine „Coming-of-Age“-Geschichte. Die Hauptfigur ist 16 Jahre ‚alt‘ und recht naiv, wie es sich für einen zukünftigen Helden wider Willen gehört. Zusätzlich übernimmt George die Vertreterrolle für den Leser, wenn es darum geht, mit den Besonderheiten der geschilderten Welt vertraut zu werden. Schon bevor sich irritierende Brüche öffnen, wirkt sie exotisch, denn Autor Bennett platziert die Handlung in die Vergangenheit und dort in das Milieu einer heute ausgestorbenen Kleinkunst-Form.

Bis zum I. Weltkrieg nahm das „Vaudeville“ (in Europa: die „Music Hall“) in der Theater-Szene der USA eine wichtige Stellung ein. Vor der Erfindung des Kinos und besonders des Fernsehens wurde Unterhaltung ‚live‘ und auf der Bühne präsentiert. Nicht die Erhabenheit des großen Theaters, sondern Entertainment für ein Publikum, das nicht intellektuell stimuliert, sondern unterhalten werden wollte, war die Intention unzähliger Sänger, Komödianten oder Artisten, die einzeln oder in Gruppen von Spielort zu Spielort zogen, um dort zusammen mit anderen Kolleginnen und Kollegen aufzutreten.

Die Welt hat mehr als vier Dimensionen

Für eine Geschichte, die wie „Silenus“ auf rasche Ortswechsel angewiesen ist, birgt dieses Milieu viele Möglichkeiten. Die Reise ist Schauspieler- und Artisten-Alltag. Bis zu einer Queste ist es quasi nur ein Schritt. Anstelle eines heiligen Grals suchen Silenus und seine Truppe nach den verstreuten Elementen der „Ersten Weise“. Anders als der Gral wird sie schließlich gefunden bzw. vervollständigt.

Bis dies gelingt, ist wieder einmal der Weg das Ziel. An gewissen Orten der realen Welt gibt es Portale, die in andere Realitäten führen. Der Besuch solcher Stätten außerhalb bekannter Räume und Zeiten sorgt einerseits für interessante Verwicklungen. Andererseits erleichtern sie dem Verfasser die Arbeit: Er kann die Handlung auf Länge bringen, indem er den einen oder anderen Ausflug einfügt, der sich spannend liest, ohne für das Geschehen von elementarer Bedeutung zu sein. Vor allem im Mittelteil verlässt sich Bennett ein wenig zu deutlich auf dieses Erzählen um des Erzählens willen.

Man verzeiht ihm aufgrund seines Einfallsreichtums sowie der Eleganz, mit der er selbst Klischee-Gestalten der Phantastik – Gespenster, (böse) Elfen, Naturgeister – neu interpretiert und ihnen frisches Leben einhaucht. In seinen besten Szenen – und diese sind erfreulich zahlreich – gelingt es Bennett, das Reale und das Irreale nicht nur zu verknüpfen, sondern dieser Verbindung eine ganz eigene Bühne zu schaffen. Darin war er in „Mr. Shivers“, seinem Roman-Erstling, noch gescheitert.

Langer Anlauf, hoher Sprung

Schon angedeutet wurde eine Auflösung, die viele lose Fäden aufgreift und verknüpft. Angesichts des buchstäblich kosmischen Rahmens, in den Bennett „Silenus“ einbettet, wird dies zu einer echten Herausforderung. Die Gefahr war groß, mit der Schilderung des wahrhaft Epischen ins Lächerliche abzudriften. Bennett kann dem nicht immer entgehen, doch insgesamt hat er seine Geschichte im Griff und krönt sie mit einem angemessen grandiosen Finale.

Ins Stolpern gerät er stattdessen in jenen Szenen, die Georges steinigen Weg zur Erkenntnis und ins Erwachsenenalter beschreiben. Während das schwierige Verhältnis zwischen Vater und Sohn selbst unter Nutzung einschlägiger, spätestens aus Kino und Fernsehen sattsam bekannter Gefühlsausbrüche glaubhaft erscheint, bietet die ‚Liebesgeschichte‘ zwischen George und Colette nur seifenoperschaumigen Kitsch, der sich über viel zu viele Seiten ergießt.

Für einen weiteren Fehler darf man nicht dem Verfasser die Verantwortung geben: „Silenus“ ist der denkbar falsche Titel für diesen Roman. Er weist der gleichnamigen Figur eine zentrale Position zu, die ihr in der Geschichte nicht zukommt. Diese heißt im Original sehr viel treffender „The Troupe“, denn es ist die besondere Dynamik der Gruppe, die diese Handlung trägt. Silenus ist auch keineswegs jener dämonisch attraktive Magier, der uns auf dem deutschen Cover mit blitzendem Blauauge durchbohrt, sondern – viel interessanter – ein verbrauchter, ausgelaugter Ritter, der mehr oder weniger erfolgreich verdrängt, dass er für die Rettung der Welt seine Mitstreiter und Freunde verheizt.

Es geht voran

Nur zwei Jahre (und ein weiteres Buch) liegen zwischen „Mr. Shivers“, Bennetts Debüt-Roman, und „Silenus“. In dieser kurzen Zeitspanne hat der Autor sichtlich an Professionalität gewonnen. Das unentschlossene Mäandern einer an sich fesselnden Geschichte ist nicht verschwunden – noch nicht, denn die Fortschritte sind so deutlich, dass sie zu der Hoffnung Anlass geben, mit Bennett einen Schriftsteller entdeckt zu haben, der nicht nur routiniert erfolgreiche Muster kopiert, sondern Innovationen versucht und sich darin noch steigern kann.

Der deutsche Verlag scheint ebenfalls an Bennett zu glauben. Abermals erscheint sein aktuelles Werk als Paperback und mit modisch ‚unbeschnitten‘ wirkender Papierkante. Wichtiger ist die ebenfalls gute Übersetzung, und erfreulich ist „Silenus“ schließlich als Lebenszeichen einer Fantasy, die wider Erwarten im trost- und geistlos toten Meer der Romantasy überdauert zu haben scheint.

Autor

Über den privaten Robert Jackson Bennett, einen jungen aber sehr aktiven Schriftsteller, ist (noch) wenig bekannt. Er wurde 1984 in Baton Rouge, US-Staat Louisiana, geboren und wuchs in Katy, einer Kleinstadt in Texas, auf. Später studierte Bennett an der „University of Texas“ in Austin.

Eine akademische Karriere schlug er nicht ein, sondern sich – bald ein junger Familienvater – in einer Reihe unterbezahlter Jobs durch; u. a. arbeitete er in einem Callcenter und als Packer in einer Fabrik.

In dieser Zeit entstand „Mr. Shivers“, Bennetts Romandebüt, ein Historien-Roman mit phantastischen Elementen, dem er mit „The Company Man“ einen Kriminalroman folgen ließ, der im Jahre 1919 spielt. Auch „The Troupe“, Bennetts dritter Roman, ist wieder ein „period piece“, das dieses Mal im Milieu des US-Vaudevilles angesiedelt ist.

Mit seiner Familie lebt Robert Jackson Bennett in Austin.

Robert J. Bennetts Blog

[md]

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Wolfgang Hohlbein – Am Montag, dem 7. Januar 2013 sendet RTL II um 22.15 Uhr eine Doku-Soap über den bekannten und erfolgreichen Fantasy-Schriftsteller! – IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE WERDEN WIR DREIMAL SEINEN LETZTEN ROMAN “INFINITY” VERLOSEN!

Erstellt von Detlef Hedderich am 25. Dezember 2012

Deutschlands Fantasy-Autor Nr. 1 ganz privat:

Am Montag, dem 7. Januar 2013 sendet RTL II um 22.15 Uhr eine Doku-Soap über den Fantasy-Schriftsteller Wolfgang Hohlbein. Dabei erhalten seine Leser erstmals Einblick in das Privatleben des eher zurückgezogen lebenden Autors (weitere Infos finden sich hier)

*

In Zusammenarbeit mit der Pressestelle des Piper-Verlages möchen wir hier den aktuellen Titel “Infinity” des Autor vorstellen. Am Ende gibt es ein Preisrätsel mit drei Gewinntiteln!

Hohlbein, Wolfgang
Infinity

Der Turm

Verlag :      Piper
ISBN :      978-3-492-26879-0
Einband :      Paperback
Preisinfo :      12,99 Eur[D] / 13,40 Eur[A] / 18,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 13.09.2012
Seiten/Umfang :      ca. 624 S.
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      17.09.2012
Aus der Reihe :      Piper Taschenbuch 6879
Fantasy  6879

In seinem Schatten entstehen Städte, so groß wie Kontinente: der Turm. Er ist allwissend, übermächtig und bedrohlich – sogar für Arion, die Herrscherin über all jene Geschöpfe, die im Turm Zuflucht gefunden haben. Denn von außen droht Gefahr: Die Rebellen um den ungestümen Clanführer Craiden versuchen, die Macht des Turms zu brechen – und damit auch Arions Herrschaft zu stürzen. Wird der Turm fallen und damit den ganzen Planeten in den Abgrund reißen?

Wolfgang Hohlbein, Jahrgang 1953, war Industriekaufmann, bevor er 1982 mit seinem Debüt »Märchenmond« einen Autorenwettbewerb gewann. Seitdem schreibt er einen Erfolgsroman nach dem anderen und gilt als der Großmeister der deutschen Phantastik. Titel wie »Die Tochter der Himmelsscheibe«, »Das Avalon-Projekt« sowie der »Enwor«-Zyklus wurden bei Piper zu Bestsellern. Zuletzt erschienen »Die Kriegerin der Himmelsscheibe« sowie sein Schlüsselwerk »Infinity. Der Turm«. Wolfgang Hohlbein lebt mit seiner Familie und vielen Haustieren in der Nähe von Düsseldorf.

Printtitel erhältlich bei Amazon.de
Printtitel erhältlich bei Buch24.de
Printtitel erhältlich bei Booklooker.de
Printtitel erhältlich bei Libri.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte, einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Am Montag, dem 7. Januar 2013 sendet RTL II um 22.15 Uhr eine Doku-Soap über den Fantasy-Schriftsteller welchen namens? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! BITTE NICHT VERGESSEN, DIE ANSCHRIFT UND E-MAIL-ADRESSE MIT ANZUGEBEN!


GEWONNEN HAT: Catharina Schomann, Wencke Brust, Alida Hendrickson. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND AUCH UNSEREM SPONSOREN! VIELEN DANK!

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Robert Jackson Bennett: Silenus – DREIMAL IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE!

Erstellt von Detlef Hedderich am 4. Dezember 2012

Robert Jackson Bennett
Silenus

Originaltitel: The Troupe (New York : Orbit 2012)
Übersetzung: Frauke Meier
Deutsche Erstveröffentlichung (Paperback): Oktober 2012 (Piper Verlag/Piper Fantasy 6870)
575 S.
ISBN-13: 978-3-492-26870-7
Als eBook: Oktober 2012 (Piper Verlag)
864 KB
ISBN-13: 978-3-492-95516-4

Titel bei Buch24.de
Titel bei eBook.de/Libri.de
Titel bei Booklooker.de

Das geschieht:

Um das Jahr 1910 beginnt der 16-jährige George Caroles die Suche nach seinem Vater. Er wuchs bei seiner Großmutter auf, die Mutter starb bei seiner Geburt. Der Vater hatte sich da schon davongemacht. Heironomo Silenus genießt einen legendären Ruf als Impresario einer kleinen aber feinen Gruppe, die in den „Vaudeville“-Theatern bemerkenswerte Vorstellungen gibt, an die sich allerdings anschließend kaum ein Zuschauer wirklich erinnern kann.

George, ein begabter Pianist, findet als Musiker Zugang ins Kleinkunst-Milieu. Wie es üblich ist, reist er als Mitglied einer Theatergruppe – einer „troupe“ – kreuz und quer durch Amerika. Viele Monate bleibt Georges Suche vergeblich, bis er Silenus‘ Spur aufnehmen und halten kann. In einer kleinen Stadt trifft George endlich seinen Vater und dessen bizarre Begleiter: ‚Professor‘ Kingsley und seine beunruhigend lebendigen ‚Marionetten‘; Colette, eine persische Sängerin und Tänzerin; Stanley, den stummen Cellisten, und Franny, die mit bloßen Händen Stahlträger verbiegen kann.

Silenus nimmt seinen Sohn nicht mit offenen Armen auf. Trotzdem darf George sich der Truppe anschließen. Noch seltsamer als die Vorstellungen sind deren Aktivitäten nach Theaterschluss: Die „troupe“ kämpft gegen die archaische Finsternis aus der Zeit vor der Entstehung der Welt, die sich anschickt, das Licht und mit ihm das gesamte Universum auszulöschen.

Silenus setzt ihren Attacken die „Erste Weise“ entgegen, deren Melodie die Lebensessenz der Schöpfung konserviert. Sie hält nicht nur die Finsternis, sondern auch ihre gefährlichen Handlanger, die „Wölfe“, in Schach, die notdürftig als Menschen getarnt Jagd auf die verhassten Lichtbringer machen. Doch die „Weise“ beginnt ihre Kraft zu verlieren. In größter Not sucht Silenus nach neuen, oft zweifelhaften Verbündeten und bringt dabei nicht nur seine Truppe, sondern vor allem George in Lebensgefahr, der nichts von seiner Schlüsselrolle in diesem Krieg ahnt …

Kunst als Handwerk und harte Arbeit

Der Freund der „urban fantasy“, jener Variante der Phantastik, die Fiktion und (literarische) Realität gleichzeitig mischt und doch mit einem gewissen Abstand voneinander existieren lässt, hat es in den letzten Jahren nicht leicht, wenn er (seltener sie) weder jung noch süchtig nach romantasyastisch gezähmten Schreckensgestalten ist. Wenn das Irreale in die jeweilige Gegenwart einbricht, scheinen gegenwärtig in erster Linie jungendliche Protagonisten davon betroffen zu sein, die an den daraus resultierenden Herausforderungen gleichzeitig reifen sollen. Über die Daseinsberechtigung schmachtender Vampire und kuscheliger Werwölfe muss und soll an dieser Stelle (lieber) nicht gemutmaßt werden; sie sei als Tatsache hingenommen.

Auch „Silenus“ erzählt eine „Coming-of-Age“-Geschichte. Die Hauptfigur ist 16 Jahre ‚alt‘ und recht naiv, wie es sich für einen zukünftigen Helden wider Willen gehört. Zusätzlich übernimmt George die Vertreterrolle für den Leser, wenn es darum geht, mit den Besonderheiten der geschilderten Welt vertraut zu werden. Schon bevor sich irritierende Brüche öffnen, wirkt sie exotisch, denn Autor Bennett platziert die Handlung in die Vergangenheit und dort in das Milieu einer heute ausgestorbenen Kleinkunst-Form.

Bis zum I. Weltkrieg nahm das „Vaudeville“ (in Europa: die „Music Hall“) in der Theater-Szene der USA eine wichtige Stellung ein. Vor der Erfindung des Kinos und besonders des Fernsehens wurde Unterhaltung ‚live‘ und auf der Bühne präsentiert. Nicht die Erhabenheit des großen Theaters, sondern Entertainment für ein Publikum, das nicht intellektuell stimuliert, sondern unterhalten werden wollte, war die Intention unzähliger Sänger, Komödianten oder Artisten, die einzeln oder in Gruppen von Spielort zu Spielort zogen, um dort zusammen mit anderen Kolleginnen und Kollegen aufzutreten.

Die Welt hat mehr als vier Dimensionen

Für eine Geschichte, die wie „Silenus“ auf rasche Ortswechsel angewiesen ist, birgt dieses Milieu viele Möglichkeiten. Die Reise ist Schauspieler- und Artisten-Alltag. Bis zu einer Queste ist es quasi nur ein Schritt. Anstelle eines heiligen Grals suchen Silenus und seine Truppe nach den verstreuten Elementen der „Ersten Weise“. Anders als der Gral wird sie schließlich gefunden bzw. vervollständigt.

Bis dies gelingt, ist wieder einmal der Weg das Ziel. An gewissen Orten der realen Welt gibt es Portale, die in andere Realitäten führen. Der Besuch solcher Stätten außerhalb bekannter Räume und Zeiten sorgt einerseits für interessante Verwicklungen. Andererseits erleichtern sie dem Verfasser die Arbeit: Er kann die Handlung auf Länge bringen, indem er den einen oder anderen Ausflug einfügt, der sich spannend liest, ohne für das Geschehen von elementarer Bedeutung zu sein. Vor allem im Mittelteil verlässt sich Bennett ein wenig zu deutlich auf dieses Erzählen um des Erzählens willen.

Man verzeiht ihm aufgrund seines Einfallsreichtums sowie der Eleganz, mit der er selbst Klischee-Gestalten der Phantastik – Gespenster, (böse) Elfen, Naturgeister – neu interpretiert und ihnen frisches Leben einhaucht. In seinen besten Szenen – und diese sind erfreulich zahlreich – gelingt es Bennett, das Reale und das Irreale nicht nur zu verknüpfen, sondern dieser Verbindung eine ganz eigene Bühne zu schaffen. Darin war er in „Mr. Shivers“, seinem Roman-Erstling, noch gescheitert.

Langer Anlauf, hoher Sprung

Schon angedeutet wurde eine Auflösung, die viele lose Fäden aufgreift und verknüpft. Angesichts des buchstäblich kosmischen Rahmens, in den Bennett „Silenus“ einbettet, wird dies zu einer echten Herausforderung. Die Gefahr war groß, mit der Schilderung des wahrhaft Epischen ins Lächerliche abzudriften. Bennett kann dem nicht immer entgehen, doch insgesamt hat er seine Geschichte im Griff und krönt sie mit einem angemessen grandiosen Finale.

Ins Stolpern gerät er stattdessen in jenen Szenen, die Georges steinigen Weg zur Erkenntnis und ins Erwachsenenalter beschreiben. Während das schwierige Verhältnis zwischen Vater und Sohn selbst unter Nutzung einschlägiger, spätestens aus Kino und Fernsehen sattsam bekannter Gefühlsausbrüche glaubhaft erscheint, bietet die ‚Liebesgeschichte‘ zwischen George und Colette nur seifenoperschaumigen Kitsch, der sich über viel zu viele Seiten ergießt.

Für einen weiteren Fehler darf man nicht dem Verfasser die Verantwortung geben: „Silenus“ ist der denkbar falsche Titel für diesen Roman. Er weist der gleichnamigen Figur eine zentrale Position zu, die ihr in der Geschichte nicht zukommt. Diese heißt im Original sehr viel treffender „The Troupe“, denn es ist die besondere Dynamik der Gruppe, die diese Handlung trägt. Silenus ist auch keineswegs jener dämonisch attraktive Magier, der uns auf dem deutschen Cover mit blitzendem Blauauge durchbohrt, sondern – viel interessanter – ein verbrauchter, ausgelaugter Ritter, der mehr oder weniger erfolgreich verdrängt, dass er für die Rettung der Welt seine Mitstreiter und Freunde verheizt.

Es geht voran

Nur zwei Jahre (und ein weiteres Buch) liegen zwischen „Mr. Shivers“, Bennetts Debüt-Roman, und „Silenus“. In dieser kurzen Zeitspanne hat der Autor sichtlich an Professionalität gewonnen. Das unentschlossene Mäandern einer an sich fesselnden Geschichte ist nicht verschwunden – noch nicht, denn die Fortschritte sind so deutlich, dass sie zu der Hoffnung Anlass geben, mit Bennett einen Schriftsteller entdeckt zu haben, der nicht nur routiniert erfolgreiche Muster kopiert, sondern Innovationen versucht und sich darin noch steigern kann.

Der deutsche Verlag scheint ebenfalls an Bennett zu glauben. Abermals erscheint sein aktuelles Werk als Paperback und mit modisch ‚unbeschnitten‘ wirkender Papierkante. Wichtiger ist die ebenfalls gute Übersetzung, und erfreulich ist „Silenus“ schließlich als Lebenszeichen einer Fantasy, die wider Erwarten im trost- und geistlos toten Meer der Romantasy überdauert zu haben scheint.

Autor

Über den privaten Robert Jackson Bennett, einen jungen aber sehr aktiven Schriftsteller, ist (noch) wenig bekannt. Er wurde 1984 in Baton Rouge, US-Staat Louisiana, geboren und wuchs in Katy, einer Kleinstadt in Texas, auf. Später studierte Bennett an der „University of Texas“ in Austin.

Eine akademische Karriere schlug er nicht ein, sondern sich – bald ein junger Familienvater – in einer Reihe unterbezahlter Jobs durch; u. a. arbeitete er in einem Callcenter und als Packer in einer Fabrik.

In dieser Zeit entstand „Mr. Shivers“, Bennetts Romandebüt, ein Historien-Roman mit phantastischen Elementen, dem er mit „The Company Man“ einen Kriminalroman folgen ließ, der im Jahre 1919 spielt. Auch „The Troupe“, Bennetts dritter Roman, ist wieder ein „period piece“, das dieses Mal im Milieu des US-Vaudevilles angesiedelt ist.

Mit seiner Familie lebt Robert Jackson Bennett in Austin.

Robert J. Bennetts Blog

[md]

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UND:

Zum Buch

George ist ein zarter, dürrer Junge von gerade mal sechzehn Jahren. Sein ganzes Leben hat er bisher im Haushalt seiner Großmutter verbracht, da seine Mutter bei seiner Geburt verstarb. Seinen Vater hat George nie kennenlernen dürfen. Deshalb beschließt er, von Zuhause fortzugehen und seinen Vater zu suchen. Sein einziger Anhaltspunkt ist eine alte Eintrittskarte mit dem Bild seines Vaters darauf, denn dieser gehört einer reisenden Künstlertruppe an. Er tritt in die Fußstampfen seines Vaters und wird Hauspianist eines kleinen Theaters, in dem sein Vater schon einmal aufgetreten ist. Doch seine Hoffnung wird vollkommen zerstört, als sein Vater beschließt, auf dieser Tour nicht in diesem Theater aufzutreten. Deshalb tut George, was er tun muss: Er kündigt seinen Job und reist seinem Vater hinterher. Auf dieser Reise begegnet er seltsamen Gestalten und der Stille. Als George seinen Vater endlich eingeholt hat, ist der Empfang nicht so, wie George ihn erwartet hat. Schnell kommt für ihn das böse Erwachen …

Fazit

Den Leser erwartet bei diesem Roman eine wirklich abwechslungsreiche Story mit vielen überraschenden Wendungen. Die Inhaltsbeschreibung lässt zunächst altbekannte Motive vermuten, wie etwa die Findung der eigenen Identität, der Roman ist aber auf den zweiten Blick vollkommen anders gestrickt. Schnell taucht der Leser nicht nur in die Welt des Theaters, sondern auch in eine ihm unbekannte Parallelwelt zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein, in deren Ecken dunkle Schatten lauern. Die Charaktere sind sehr ambivalent und lassen sich nicht in eine Schublade stecken. Wer hier nach Archetypen sucht, sucht sie vergebens. Schnell findet man im Bösen etwas Gutes und die Motive der guten Figuren erscheinen einem auf einmal eigennützig.

Interessanterweise war überall im Roman die irische Mythologie verwoben und konnte sogar mit längst vergessenen Göttern aufwarten. Die Storylinie war dabei nicht besonders vorhersehbar und wechselte häufig die Schauplätze und schuf so eine zweite Realität, die einem so manchen Schauer über den Rücken laufen ließ. Auch Elemente des subtilen Horrors waren in dem Roman verbaut, die in der Lage waren menschliche Urängste anzusprechen. Schattenmänner, wandelnde Tote und Mörderpuppen gehörten genauso zu dieser Welt wie zauberhafte Feen und vergnügungssüchtige Elfen. Das Ende war die Krönung des Unerwarteten und lichtete zu meinem Leidwesen die Reihe der Hauptcharaktere stark. Auch scheint das Ende hier wirklich das Ende zu sein, denn es lässt nicht viel Raum für eine mögliche Fortsetzung.

Ein etwas anderer Roman, der den Leser zwar herausfordert, ihm aber dafür auch vieles Neues und Interessantes bieten kann.

Copyright © 2012 by Yvonne Rheinganz

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GEWINNER: Karla Rauscher, Margarethe Schleier, Margreth Blystone. WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND SPONSOREN!

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Ab dem 6. Dezember 2012 veröffentlicht Piper monatlich eBook Singles von Markus Heitz. – BEI SFBASAR.DE ZWEI GEWINNPAKETE MIT JEWEILS ALBAE 1-3 ALS PRINT-AUSGABE!

Erstellt von Detlef Hedderich am 19. November 2012

Ab dem 6. Dezember 2012 veröffentlicht Piper monatlich eBook Singles von Markus Heitz. Unter dem Titel “Die vergessenen Schriften” entsteht in zehn eBook-Folgen eine Kurzgeschichtensammlung zu seiner Bestsellerserie ”Die Legenden der Albae”.

Heitz, Markus
Die Legenden der Albae: Gerechter Zorn

Verlag :      Piper
ISBN :      978-3-492-70154-9
Einband :      gebunden
Preisinfo :      16,99 Eur[D] / 17,50 Eur[A] / 24,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 25.07.2012
Seiten/Umfang :      ca. 592 S.
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      9. Aufl. 10.2012

Alle »Zwerge«-Fans kennen die Albae als dunkle, unerbittliche Krieger. Doch nun erfahren wir endlich ihre ganze Geschichte: Dsôn Faïmon, das Reich der Albae, plant einen Feldzug gegen alte Feinde. Die Albae Caphalor und Sinthoras sollen einen mächtigen Dämon auf ihre Seite ziehen, um die Schlagkraft des Heeres noch zu verstärken. Doch die beiden Krieger könnten unterschiedlicher nicht sein: Während Caphalor lediglich die Grenzen des Reiches verteidigen möchte, giert der ehrgeizige Sinthoras nach mehr. Er ist darauf aus, das gesamte Geborgene Land endgültig zu unterwerfen… Nach dem Millionenerfolg der »Zwerge« bricht eine neue Epoche an- das Zeitalter der Albae.

Titel erhältlich bei ebook.de
Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei Libri.de

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Heitz, Markus
Die Legenden der Albae: Vernichtender Hass

Verlag :      Piper
ISBN :      978-3-492-70197-6
Einband :      gebunden
Preisinfo :      16,99 Eur[D] / 17,50 Eur[A] / 24,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 10.07.2012
Seiten/Umfang :      ca. 652 S.
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      6. Aufl. 11.2012

Sie sind die Feinde der Zwerge und gebieten über die dunkelste Magie – doch auch die Macht der Albae ist nicht grenzenlos. Sie müssen in einen aussichtslosen Krieg ziehen, um zu überleben und ihr eigenes Volk zu retten …

Bestsellerautor Markus Heitz führt »Die Legenden der Albae« fort.

Die Albae Sinthoras und Caphalor sehen sich beinahe am Ziel ihrer dunklen Pläne: Das Geborgene Land, die Heimat der Zwerge, wird von der Armee aus Trollen, Barbaren und Albae erobert. Die Länder der verhassten Elben sind zum Greifen nahe. Aber bald schon schwindet der Halt unter den Verbündeten, und die Gier siegt über den Gehorsam. Dazu droht Sinthoras und Caphalor neues Unheil. Denn es erscheint ein unerwarteter, bezwungen geglaubter Feind vor dem Reich der Albae – während die besten Krieger im Geborgenen Land kämpfen und die Heimat der Albae dem Gegner nahezu schutzlos ausgeliefert ist … Lang erwartet – der neue Roman um die finsteren Feinde der Zwerge!

Titel erhältlich bei ebook.de
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Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei Libri.de

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Heitz, Markus
Die Legenden der Albae: Dunkle Pfade

Verlag :      Piper
ISBN :      978-3-492-70198-3
Einband :      gebunden
Preisinfo :      16,99 Eur[D] / 17,50 Eur[A] / 24,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 21.06.2012
Seiten/Umfang :      ca. 672 S.
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      4. Aufl. 10.2012

Die Albae warten in einem vergessenen Reich auf den Moment, um in das Geborgene Land zurückkehren zu können. Die entscheidende Schlacht naht. Und an einem gefährlichen unterirdischen Ort treffen sie auf einen Zwerg, der sich Tungdil nennt … Mit »Dunkle Pfade« setzt Markus Heitz seine Bestsellerserie um »Die Legenden der Albae« fort. Tungdil, der berühmte Held der »Zwerge«-Reihe, kehrt zurück und stürzt die Albae in ein neues Abenteuer: Außerhalb des Geborgenen Landes liegt ein vergessenes Reich. Hierher haben sich die Überlebenden der mysteriösen Seuche unter der Führung von Caphalors Freund Aïsolon zurückgezogen. Abgeschnitten durch einen dreihundert Schritt hohen Schutzwall, warten sie darauf, zu ihrem Volk ins Geborgene Land gerufen zu werden. Derweil werden die Drillinge Sisaroth, Tirîgon und Firûsha des Mordes bezichtigt und an einen unterirdischen Ort voller Schrecken verbannt. Dort trifft Sisaroth auf einen Zwerg: Tungdil, der in der Schwarzen Schlucht eingeschlossen wurde! Diese Begegnung verändert das Schicksal der Albae und der Zwerge für immer …

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei Libri.de

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Markus Heitz, geboren 1971, gehört seit den sensationellen Romanen um die »Zwerge« und seinem »Ulldart-Zyklus« zu den erfolgreichsten deutschen Fantasy-Autoren. Er gewann bereits achtmal den Deutschen Phantastik-Preis, dreifach allein im Jahr 2007, u.a. für »Die Mächte des Feuers«. Auch seine Romane »Die Legenden der Albae. Gerechter Zorn« ,und »Drachenkaiser« sind große Erfolge. Wenn Markus Heitz nicht schreibt, erfindet er köstliche Backrezepte.

Preisrätsel 2 x 1 PREISPAKET MIT ALLEN DREI TITELN: Wer eines dieser PAKETE erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Ab dem 6. Dezember 2012 veröffentlicht Piper monatlich eBook Singles von Markus Heitz. Unter dem Titel “Die vergessenen Schriften” entsteht in wie vielen eBook-Folgen eine Kurzgeschichtensammlung zu seiner Bestsellerserie ”Die Legenden der Albae”? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 600 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! BITTE NICHT VERGESSEN, DIE ANSCHRIFT UND E-MAIL-ADRESSE MIT ANZUGEBEN!

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GEWINNER: Elena Weis und Sebastiano Doerry. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! Wir bedanken uns bei allen Mitspielern und unserem Sponsoren!

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