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Trauma und Alltag in biblischen Mythen – Was kann uns heute die Bibel sagen? Eine Betrachtung aus der Traumaperspektive von Bernd Holstiege.

Erstellt von Detlef Hedderich am 13. März 2012

Trauma und Alltag in biblischen MythenWas kann uns heute die Bibel sagen? Eine Betrachtung aus der Traumaperspektive von Bernd Holstiege.

Altes Testament

Die Bibel unter mythologischem Gesichtswinkel zu betrachten, ist für viele, vor allem fundamentalistische Christen, ein Sakrileg, eine Ungeheuerlichkeit? Gerade Traumatisierte neigen in allen Religionen zu fundamentalistischem Glauben und Sekten, in denen es nur eine, einzige und ewige Wahrheit gibt und geben darf, die als Gott vor den Bedrohungen des Lebens schützen soll. Ihre Kreuzzüge brachten und bringen dazu noch viel Unglück über die Menschheit. Für mich hat die Bibel aus der Sichtweise der Traumatisierung eine zentrale Aussagekraft für aktuelle zwischenmenschliche Konflikte und an der Schöpfungsgeschichte lassen sich sehr schön die Gesetze der Traumatisierung und ihre Folgezustände ablesen. Ein christlicher Glaube der Nächstenliebe soll bei dieser Betrachtung aus der Traumaperspektive nicht in Frage gestellt werden.

Für viele Christen und andere Religionen ist die menschliche evolutionäre Entwicklung über Millionen Jahre nach einer Auswahl dessen, was sich im jeweiligen Umfeld bewährt und überlebt hat, schwer vorstellbar. Für sie muß es infolgedessen für dieses komplexe Wesen Mensch, seine geistigen Schöpfungen, und die komplexe Welt einen geistigen Schöpfer geben, der über allem steht, wenn er mit naturwissenschaftlichen Methoden auch nicht nachweisbar ist, in ihren Augen jedoch auf geistigem Wege, den sog. Gottesbeweisen beweisbar. Dieser Schöpfer wird Gott genannt, neuerdings auch in fundamentalistischen US-amerikanischen Kreisen „intelligent design“.

Die biblische Schöpfungsgeschichte

Im Anfang war das Wort… und das Wort war bei Gott… überall herrschte Dunkelheit, da war Gott. Da sprach Gott, es werde Licht …. er schuf  Tag für Tag die Erde”. Am Anfang ist das Wort und das Wort ist bei Gott. In der biblischen Schöpfungsgeschichte sehe ich eine Allegorie oder Parabel zum schwer traumatisierten menschlichen Werdegang des Individuums wieder gespiegelt. Sie ist für mich ein treffendes und grundlegendes, schöpferisches Beispiel der Vorgänge einer Traumatisierung über Generationen hinweg – und wird in einer wunderbaren Geschichte erzählt.

Folgende Aspekte der biblischen Schöpfungsgeschichte möchte ich herausgreifen:

  1. die Dunkelheit der bedrohlichen Vorerfahrung Gottes als Symbol für die Eltern aus der kindlichen Perspektive, personifiziert im Teufel
  2. die Gegenmaßnahme des Wortes als Gebot und Verbot und als Verhinderungsstrategie
  3. die Wiedererkennung des Teufels in alltäglichen Situationen, verbunden mit einer Außenverlagerung
  4. Selbsterkenntnis und –bestimmung als Bedrohung der absoluten Sicherheit  und als frevelhafte Gottgleichheit. Aspekte des Neides und der Gleichheit
  5. Verbot alles Lustvollen
  6. dadurch die Verführung zur Übertretung
  7. der Sündenfall als Erbsünde über Generationen hinweg
  8. das Irdische Jammertal, das der Erlösung harrt
  9. Eva, das Weib als die Böse

1. Während im griechischen Mythos die katastrophalen Vorereignisse noch erwähnt sind, wenn auch das Wesentliche der Erzählung in den Folgen geschildert wird, sind in der Biblischen Schöpfungsgeschichte die katastrophalen Vergangenheitserfahrungen und Verletzungen von Gott, aus welchen Gründen er zu seinem Wort kommt, völlig verleugnet. Hinsichtlich der Motive und Hintergründe des Wortes herrscht Dunkelheit. Aber durch dieses Wort wird eine neue Welt auf dem Hintergrund der Traumatisierung geschaffen. Dies entspricht dem Alltag, daß für traumatisierte Eltern über die Gründe ihrer Gebote und Verbote Dunkelheit bzw. häufig keine Wahrnehmung herrscht, und sie die Gründe deswegen nicht benennen können. Sie sind verleugnet, unaussprechlich und unhinterfragbar. Das Wort ist absolut und die Herrschaft totalitär. Die Gründe können auch deshalb oft nicht bemannt werden, weil sie aus Vorerfahrungen früherer Generationen stammen und transgenerationell sozusagen weiter vererbt werden. Falls die Eltern ihre Gründe benennen würden, wären unter anderen Umständen und in anderen Zeiten ihre Gebote und Verbote in Frage gestellt und ihr absolutes Wort und ihre Herrschaft wären gebrochen. Das Kind könnte etwa sagen „das ist doch alles von gestern, heute sieht das ganz anders aus!“.

2. Je existenzbedrohender die Erfahrungen Gottes und der Eltern sind, desto mehr muß eine absolute und sichere Welt, das Paradies, dagegen gesetzt und in der Bibel wie im menschlichen Alltag mit allen Mitteln durch Gebote und Verbote verteidigt werden. Diese Welt stellt das göttliche und absolute Wort dar, das, da die Zusammenhänge und Hintergründe tabuisiert sind, als Wort über allem schwebt. Im Angesicht und der Erwartung der Bedrohung ist naturgemäß alles auf die Verhinderung ausgerichtet. Die Folge sind absolute Kontrolle und Macht, das unantastbare Wort, die Gebote und Verbote, die zum Göttlichen und zur Religion erhoben werden, und die Spaltung in Gott und den Teufel, das Paradies und die Hölle. Gott und der Teufel sind Gegensatzpaare als Folge der Spaltung. Zur Hölle der traumatischen Erfahrung entsteht immer ein Gegenbild des paradiesischen Zustandes des Glücks und der Unverletzlichkeit gegenüber dem Trauma.

Da der Bedrohung der Idealzustand entgegen gesetzt wird, stecken allerdings im Guten, Schönen, dem Paradies sozusagen das Böse und der Teufel.

Inwieweit das Wort über alle Zeiten und Umstände gilt, möchte ich an einem kleinen Beispiel illustrieren: Ein Student konnte wegen Ängsten nicht ins Examen gehen. Zur Vorgeschichte erzählte er, der Vater sei ständig fremd gegangen und habe dies der Mutter vorgeworfen. Später habe er sich von der Mutter getrennt und neu geheiratet. Als Folge durften beide Söhne die Mutter nicht im Stich lassen und mussten sich um sie kümmern. Das Examen hätte einen Selbstständigkeitsschritt von der Mutter weg bedeutet. Als ich den Gedanken äußerte, jetzt sei die Mutter doch frei und könne sich einen neuen Mann suchen, dann seien auch die Söhne frei, sagte der Patient ” das würde die Mutter nie tun, dann hätte der Vater ja recht gehabt!”. Folgerichtig ging der Patient keine längerfristige Therapie ein.

3. Das ursprüngliche Trauma, die Verletzung Gottes und der Eltern, personifiziert im Teufel, über den Dunkelheit herrscht, taucht im Lichte des Wortes nach den Gesetzen der Traumatisierung überall im Alltag in und an alltäglichen Dingen und Vorgängen, besonders und speziell in analogen Situationen (sog. Triggersituationen im PTBS) auf und wird dort erkannt und festgemacht. Durch dieses Wort werden alltägliche Dinge zur Bedrohung hochstilisiert. In diesen ähnlichen Situationen werden nur die Gemeinsamkeiten wahrgenommen und Unterschiede aufgrund des Verlustes der Wahrnehmung von Unterschieden, somit eine Dunkelheit, nicht wahrgenommen.

Der Verlust der Wahrnehmung der Unterschiede und Differenzierungen zeigt sich im Hirn als Verlust der Nervenfortsätze und -verästelungen, Nervenverbindungen und Veränderungen der chemischen Botenstoffe, wie neurobiologische Untersuchungen und hochauflösende bildgebende Verfahren zeigen. Aus dieser Sicht ist der Gott, der absolute Herrscher oder Tyrann sozusagen ein Gehirnkrüppel. Unterschiede zwischen der früheren traumatischen Situation und späteren ganz anderen, u. U. harmlosen Situationen können nicht mehr wahrgenommen werden. Die Angst oder Panik beispielsweise vor narzißtischen Entwertungen und Stigmatisierungen wie bei Fehlern oder Versagen, die aus der Vergangenheit stammen, werden folglich in der Zukunft und eine innere Zuschreibung wird in der Außenwelt gefürchtet. Durch die Traumatisierung entsteht eine massive Verletzlichkeit oder Vulnerabilität. Ein derartig Verletzter ist auf optimale stabilisierende Außenbedingungen angewiesen, etwa ein traumatisierter Despot auf eine unterwürfig beifallspendende Außenwelt. Falls diese ihm sie nicht gewährt, wird sie tödlich verfolgt, wie wir alltäglich bei despotischen Regimen erleben können.

In der Bibel ist diese harmlose Situation ein alltägliches Ereignis, das Essen eines Apfels. Diese wird als Verführung des Teufels von innen nach außen projiziert bzw. delegiert, delegiert dadurch, daß die Worte und Gesetze, die ursprünglich von Gott und den Eltern und aus der Selbstbestimmung des Kindes kommen an eine Außenperson, den Teufel, verlagert werden. Gott ist dadurch schuldlos, während das Kind als schuldig in Delegation von Gott stigmatisiert wird. Diesen Vorgang könnte man auch aus der Perspektive sehen, das Kind, Eva, und der Teufel sind insofern die andere, dunkle Seite und Stellvertreter Gottes.

Eltern, deren Kinder die Verbote übertreten, sehen die Gründe als Verführung der Außenwelt. Im Alltag kann dieser Teufel ein anderes Leben, andere Gesetze, reizvollere Vorbilder, oft freier und dadurch unberechenbarer gestaltet, in dem die traumatisierten Eltern die Gefahren fürchten. Eigener Wille, Eigengesetzlichkeit und Selbstbestimmung der eigenen Handlungen können nicht aus der eigenen Person, sondern nur von außen kommen. Das sind die Einflüsterungen des Teufels, werden also externalisiert. Es ist ja auch real, daß das Kind durch äußere Einflüsse Anregungen erhalten kann und den Eltern nicht mehr gehorcht, besonders heftig ab der Pubertät umkämpft. Dann sind diese Wünsche durch äußere Vorbilder zwar angeregt, aber diese kommen eigenen inneren Wünschen entgegen.

4. Dieser Tat werden zusätzlich frevelhafte, teuflische Eigenschaften zugeschrieben wie frevelhafte Gottgleichheit und der Apfelbaum wird zum Baum der Erkenntnis hochstilisiert. Durch die Hochstilisierung des Wortes als das des Gottes werden andersartige Aussagen als Gottgleichheit gesehen. In Selbstbestimmung, eigenen Erkenntnissen wird Ungewißheit und die existentielle Bedrohung gefürchtet, und sie sind somit das Böse. Unter dem Banne der Bedrohung können unterschiedliche Interessen, Wünsche und Handlungen nicht als gleichberechtigt nebeneinander stehen und zugelassen werden und werden deshalb als frevelhafte Gottgleichstellung interpretiert. Also ist absoluter, blinder (oder Kadaver)Gehorsam gefragt.

Ein weiterer Aspekt ist der des Neides und der Gleichheit und Gerechtigkeit, von Unter- und Überlegenheit. Gott und die Eltern sind ausschließlich auf die Verhinderung des Bösen fixiert und haben keinerlei Raum, Freiheit und Selbstbestimmung. Falls die Kinder sich dies nähmen, nähmen diese sich etwas heraus, was für die Eltern nicht möglich wäre, wären überlegen und Gott, der über allem steht, unterlegen. Das ist nicht zulässig, wäre ungleich und ungerecht. Dann hätten sie es besser als ihre Eltern, wenn diese in ihrer Ambivalenz, schließlich wollen alle Eltern für ihre Kinder nur das Beste, dies auch noch so sehr wünschten.

5. Lustvolles und Verführerisches, hier der Apfel als erotisches Symbol, wie alles im Bereich der Sexualität und dessen Äquivalenten, animieren besonders stark zur Selbstbestimmung und werden deswegen vor allem als Bedrohung angesehen. Den Apfel könnte man auch als verführerisches Symbol für die Brust der Frau ansehen. Eva eignet sich sozusagen ihre eigene weibliche Erotik an. Fundamentalistische Christen sind deswegen sehr lustfeindlich. In meiner katholischen Erziehung galt Onanie noch als Todsünde, laut Mythos im Todesfalle mit der Hölle bestraft, normalerweise für den Jugendlichen der einzige Grund zur Beichte und somit Existenzberechtigung des Beichtvaters, heute laut Sexualwissenschaftlern notwendig zur psychosexuellen Reifung.

6. Nun ist der eigene Willen, eigene Bedürfnisse, Interessen und Ziele meiner Ansicht nach eine ureigenste menschliche anlagemäßige Eigenschaft und muß deswegen um jeden Preis aufrecht erhalten werden, in der Kindheit als Trotz. Deswegen wird so hart darum gekämpft. Als Folge ist es zum Selbsterhalt eine menschliche Eigenschaft, gegen Verbote, deren Sinn nicht erklärt wird, die in der gegenwärtigen Realität unsinnig sind und die überhaupt die menschliche Anlage der Selbstbestimmung übergehen, zu verstoßen. Darüber hinaus werden das Verbotene und die Übertretung selbst besonders reizvoll. Der verbotene Apfel schmeckt am besten. Das Kind wird wie Eva also regelrecht zur Übertretung und zum Verstoß provoziert bzw. verführt. Im Verbot steckt also die Verführung des Teufels, von Gott und den Eltern selbst geschaffen. Die Nichtrespektierung des Willens des Kindes provoziert also Gegenreaktionen wie Trotz, Verweigerung, Sabotage und Gegenbeweise, die also die Gebote und Verbote beinhalten und durch das selbstbestimmte Handeln als Gottgleichheit angesehen werden. Das Übertreten der Gebote und der Trotz stellen das Böse, den Teufel dar. Das Brechen des eigenen Willens, keinen eigenen Wert und keine eigenen Rechte zu besitzen, nicht ernst genommen zu werden und die fehlende Förderung und Verurteilung eigener Wünsche, Absichten und Ziele, also der Selbstbestimmung und Freiheit, sehe ich als eine weitere grundlegende Traumatisierung an. Im Alltag ist der eigene Willen von Drohungen, Negativprophezeiungen und Strafen begleitet.

Selbst die katholische Kirche in ihrer Würde, Ihrem Prunk und ihrer Heiligkeit ist bei den irdischen Stellvertretern gerade deshalb nicht vor den Übertretungen ihrer hohen Normen wie das Zölibat gefeit. Je strenger sie sind und je frühkindlicher die Traumatisierungen sind, desto mehr beziehen sie sich in pervertierter Form, am Kind etwas wieder gut zu machen, was an ihnen verbrochen wurde, als Pädophilie auf Kinder. Ich habe noch nie so schmutzige Sexwitze wie bei ehrwürdig erscheinenden Nonnen gehört, als ich als junger Arzt hinzu trat und sie ungeniert weiter erzählten.

7. Da das Kind noch kein eigenes Welt- und Selbstbild aufgrund eigener Erfahrungen, Bewertungen und Bedeutungen besitzt, übernimmt es diese grundlegenden Erfahrungen mit und von den Eltern in sein Weltbild, ist mit den Überzeugungen der Eltern und mit den Verboten der Gotteltern identifiziert, die ja in besten Absichten böses verhindern wollen, und verinnerlicht die eigenen Verstöße als Schuld und Sünde, wofür es bestraft wird. Das Kind wie Eva gerät in einen unauflöslichen inneren Zwiespalt, einerseits mit den Eltern identifiziert zu sein, deren Bilder zu übernehmen, andererseits dagegen verstoßen zu müssen. Die Strafen wird es trotz der Schmerzen als gerecht empfinden. Die Übermittlungen und Prägungen über Generationen spiegeln sich in dem Bild der Erbsünde wieder. Traumatisierte Kinder geben als Eltern ihre Traumata schließlich an die nächste Generation weiter.

8. Die existentielle Vorbedrohung Gottes und der Eltern und der Anspruch an die Umwelt, dies zu verhindern, werden zu einem Anspruch und einer Forderung an die Kinder. Diese haben ihre Eltern vor den Bedrohungen zu schützen und dadurch die Verbrechen der Vorfahren auszugleichen, wieder gut zu machen und dafür gerade zu stehen, für Dinge, die nicht ausgesprochen werden und die sie nicht kennen können, wie sich gerade in der biblischen Schöpfungsgeschichte zeigt. Falls sie sich nicht an die Gebote halten und Verbote übertreten, sehen Gott und die Eltern in ihnen die Gründe der Bedrohung. Dazu ein typischer Satz “Du machst mir solche Sorgen, Kummer und Ärger!” für Dinge, um die sich andere nicht traumatisierte Eltern keinerlei Sorgen machen. Diese Konflikte mögen sich um die Nahrung, Ordnung und Sauberkeit, Gesundheit, Benehmen oder um Noten in der Schule abspielen.

In alten literarischen Überlieferungen und Märchen wie dem Faust wird oft die Seele an den Teufel verschrieben, um Glück, Macht und Reichtum zu erlangen. Dies entspricht dem Alltag, wenn das Kind seine Selbstbestimmung aufgibt, um den Eltern keine Probleme zu bereiten und ihnen zu gefallen, also von ihnen den Reichtum der Liebe und Anerkennung zu erhalten. Gleichzeitig erhält das Kind Macht über die Eltern, da deren Wohlbefinden von dieser Selbstaufgabe und Unterwerfung abhängt.

Ein Dilemma bzw. eine Beziehungsfalle entsteht durch die Selbstaufgabe durch Anpassung und Unterwerfung, dadurch aber des Wohlwollens der Eltern gewiß zu sein, andererseits durch die Stigmatisierung des Bösen und die Schuld des Lebens nicht mehr froh werden zu können. Im Angesicht vielfältiger Bedrohungen, ausgelöst durch das über allem schwebende Wort und die Erbsünde, wird das Leben wie im biblischen Mythos zum Irdischen Jammertal. Dieses harrt der Erlösung, personifiziert in Jesus Christus. So wie als Folge einer ursprünglichen Traumatisierung Sünde und Schuld von Gott geschaffen wurden, kann die Erlösung nur durch Gott stattfinden. Es wäre eine frevelhafte Gottgleichheit, sich selbst oder durch menschliche Hilfe aus der Erbsünde und dem Irdischen Jammertal heraus zu führen.

9. Daß Eva, das Weib die Böse ist, beschreibt auch die Tatsache, daß in den meisten Kulturen die Frau und Mutter als hauptanwesende Person die Erzieherin und Prägerin des heranwachsenden Menschen ist und somit sie infolge ihrer teuflischen Einflüsterungen als Folge ihrer eigenen Traumatisierungen die Böse ist. Meiner Ansicht nach fanden deswegen die Hexenverbrennungen statt, das Symbol Hexe stellvertretend für die böse Mutter, in deutschen Märchen die Stiefmutter. Man könnte die Stigmatisierung Evas und der Frau auch als Rache an den Müttern ansehen. Wegen der befürchteten Macht der Mütter und Frauen werden aus dieser Perspektive Frauen wenig in höhere Positionen der Berufswelt hinein gelassen und dort schlechter bezahlt, während sie in unteren Positionen als Hilfskräfte ausgenützt werden. Die Männer wollen unter sich bleiben. Auch hatte ich mehrere Patienten, die sich von einflussreichen Frauen weniger als von Männern abgrenzen konnten, unter diesen litten und schwer erkrankten.

Zum patriarchalischen, christlichen Weltverständnis gehört, daß es sich um einen männlichen und nicht um einen weiblichen Gott handelt. Dieses halte ich für eine Verleugnung der Macht und des Einflusses der Mütter, also mehr eines Matriarchats, gleichzeitig für eine Verschiebung von der Mutter auf den Vater, zu dem mehr Distanz besteht, weil sich viele Väter nicht so sehr um die Prägung und Erziehung ihrer Kinder kümmern, ihre Gebote und Gesetzte nicht so sehr im Kind stecken, dadurch besser wahrnehmbar sind und nicht eine so starke existentielle Bedrohung darstellen. Die Mutter hat sich stärker durch ihre Nähe und ihre alltäglichen Verhaltensweisen, für das Kind nicht wahrnehmbar und selbstverständlich, in dessen Selbst eingepflanzt und diese werden zu einem Teil das Selbst des Kindes.

Als Folge der Erbsünde und des Irdischen Jammertales werden in der Bibel verschiedene Geschichten erzählt wie die von Sodom und Gomorrha, der Sintflut, der Gefangenschaft und des Leidens in Ägypten und des Hiob. Der Volksmund spricht von Hiobsbotschaften. Ein Beispiel für den beabsichtigten Sohnesmord ist die Geschichte von Abraham und Isaak. Der Vater ist zur Verhinderung von Bedrohungen und als Prüfung zur Verherrlichung Gottes sogar bereit, seinen eigenen Sohn zu opfern.

Kain und Abel

Ein alltägliches Beispiel der Spaltung des guten und bösen Kindes stellt die Geschichte von Kain und Abel dar. Die Vergabe des Wohlwollens von Gottvater durch Bevorzugung und Benachteiligung seiner Söhne erzeugt beim Benachteiligten eine solche Wut, und zwar nicht auf den Verursacher, dieser ist als Gott unantastbar, da er das Ziel der Anerkennung ist und somit nicht angegriffen werden darf, daß er auf seinen Bruder los geht und diesen erschlägt. Dieser Sachverhalt, wohl nicht so tödlich, findet sich in Familien alltäglich wieder, wo Neid und Eiferssucht unter den Kindern erzeugt werden und diese aufeinander losgehen, sich streiten, der Streit unterdrückt und dadurch gesteigert wird. Kürzlich sagte mir ein Patient, es gebe 2 Varianten, sein Vater herrsche mit Schuldgefühlen, die Mutter mit Gegeneinander-Ausspielen.

Ich sehe die Schuldzuweisung unter dem Aspekt der Abwehr und Entlastung von Scham. In einem für alle Seiten peinlichen Geschehen erlöst die Schuld von Scham -  für Gottvater, aus welchen Gründen bei sich selbst er es nötig hat, sich zum Maßstab aller Dinge hoch zu stilisieren, den einen Sohn aufzuwerten und den anderen fertig zu machen, für jeden der Söhne, daß sie diese Bewertungen einfach übernehmen und daran glauben, wie dies zwangsläufig mit Kindern geschieht, statt den Vater an seine eigene Nase zu fassen, der eine wird verführt, muß aber seinen Absturz im späteren Leben fürchten, wo er zum Normalmaß zurechtgestutzt wird, der andere übernimmt solche blödsinnige Bewertungen und Stigmatisierungen und bestätigt sich in der Rolle des Bösen -  wird die Schuld auf einen abgewälzt, wodurch die übrigen entlastet sind. Dies entspricht einem weit verbreiteten Gruppenphänomen der Sündenbockrolle oder dem Schwarzen Schaf.

Copyright © 2012 by Bernd Holstiege

www.bholstiege.de

Glossar:

Ambivalenz:   Zusammengehörigkeit und Doppelwertigkeit von verschiedenen, teils widersprüchlichen Wünschen und Gefühlen. Die Ambivalenz gehört zum Leben eines jeden Menschen, da alles seine Vor- und Nachteile, guten und schlechten Seiten hat.

Externalisierung: Nach außen Verlagerung eigener Anteile oder Projektion

PTBS: Posttraumatisches Belastungssyndrom. Es beschreibt die Persistenz und Nachfolgesymptomatik des ursprünglichen Traumas.

Ontogenese: Die Entwicklung des Individuums

Literatur:

Die Bibel, Altes Testament

Drewermann, E.: Strukturen des Bösen, 3 Bde., Olten/Freiburg I 101995; II 71985; III 71992.

Drewermann, E.: Tiefenpsychologie und Exegese, Bd. 1: Traum, Mythos, Märchen, Sage und Legende, Olten/Freiburg 21984; Bd. 2: Wunder, Vision, Weissagung, Apokalypse, Geschichte, Gleichnis, Olten/Freiburg 21986.

Spiegel, Yorik.: Doppeldeutlich. Tiefendimensionen biblischer Texte, München 1978.

Raguse, H.: Zur psychoanalytischen Deutung von biblischen Texten: WzN 38 (1986) 18-26.

Wurmser, Leon: Die Maske der Scham. Die Psychoanalyse von Schamaffekten und Schamkonflikten. 2. Auflage. Springer-Verlag 1993. ISBN 3-540-56205-2.

Hilgers, Micha:  Scham. Gesichter eines Affektes. Vandenhoek & Ruprecht 1996. ISBN 3-525-45600-3.

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Medien :
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Christian Nürnberger erzählt ebenso anschaulich wie kurzweilig die wichtigsten Geschichten des Alten und des Neuen Testaments und erklärt, worin die revolutionäre Botschaft des biblischen Geschehens liegt – lebensnah und überraschend aktuell.

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Ein DAISY-Hörbuch besitzt weitreichende Navigationsmöglichkeiten: Der Benutzer kann etwa von Kapitel zu Kapitel oder von Satz zu Satz springen. Dabei kann die Sprechgeschwindigkeit reguliert werden, der Benutzer kann zudem beliebig viele Lesezeichen platzieren.

DAISY-Hörbücher können entweder mit einem speziellen Abspielgerät oder über den Computer genutzt werden: Die Software DAISY-Leser ist eine Freeware und auf dieser CD enthalten. Die meisten handelsüblichen MP3-Player spielen DAISY-Hörbücher ebenfalls ab, allerdings ohne DAISY-Funktionalität.

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FAHRRADTOUR ZUM GOETHETURM – eine Kurzgeschichte von Martina Müller

Erstellt von Müller am 22. Januar 2012

FAHRRADTOUR ZUM GOETHETURM

eine

Kurzgeschichte

von

Martina Müller

Es war Mitte der 60er Jahre. Ein heißer Sommer. Ich heiße Silvia und war 10 Jahre alt. Mein 8jähriger Bruder Ralph und ich wollten gerne mit unseren Fahrrädern, die wir von unserem Papa vor drei Wochen geschenkt bekommen hatten, zum Goetheturm in den Stadtwald fahren. Meine Mama schaute uns fragend an und meinte:

„Schön aber nur wenn Bärbel und Ingrid mitfahren!“

Die beiden Nachbarskinder aus dem 7. Stock waren nämlich schon 11 und 13 Jahre alt!

Wir willigten ein und so rief meine Mami dort an und fragte die Mutter der beiden Kinder. Die war sofort einverstanden, und so schaute Klaus, der Papa der beiden, nach den Rädern und pumpte die Reifen auf, stellte die Bremsen ein und schraubte noch dies und das daran fest. Unsere beiden Räder brauchten keine solche Inspektion denn unsere waren praktisch nigelnagelneu!

Als wir abfahrbereit waren gab uns Klaus noch ein wenig Geld, damit wir uns am Goetheturm etwas kaufen konnten, eine Limo oder so. Außerdem bekam Ingrid, die älteste von uns, einen Zettel mit den Telefonnummern von unseren beiden Familien und einige Groschen, die in diesem Zettel eingewickelt waren. Ingrid verstaute das Notfallpäckchen in die obere Tasche ihrer Latzhose. Klaus faltete noch eine Karte von Frankfurt auf, in der auch alle Radwege eingezeichnet waren, selbst die, die im Stadtwald zum Goetheturm führten. Die Karte steckte er in meine Fahrradtasche, die auf meinem Gepäckträger befestigt war, in der sich auch unsere Jacken befanden. Da mein Fahrrad das schnellste war und sogar eine Dreigangschaltung hatte, bekam ich die Aufgabe, unsere Sachen zu transportieren, worauf ich ein wenig stolz war.

Wir fuhren also zu viert  los und benutzen so gut wie immer einen Fahrradweg, auch wenn das manchmal einen Umweg bedeutete. An einigen Stellen fuhren mein Bruder und ich auch mal auf dem Gehweg und die beiden Mädchen auf der Strasse. Immerhin durften die beiden das, weil sie ja schon über 10 Jahre alt waren und mein Bruder und ich durften auf dem Gehweg fahren, weil wir noch nicht über 10 Jahre alt waren. Aber fast immer gab es einen Radweg und so schafften wir die Strecke bis zum Main auch in weniger als einer Stunde. Das war von Frankfurt Hausen bis dorthin für uns Kinder kein schlechter Schnitt.

Am Main machten wir eine kurze Pause und sahen uns die Maindampfer an, in die die Leute stiegen um dort Kaffe zu trinken und den Tag zu genießen. Wir fuhren schließlich über eine der Mainbrücken, welche weiß ich nicht mehr. Wir konnten aber von dort aus den Eisernen Steg sehen. Also waren wir ziemlich in der Mitte von Frankfurt.

Als wir auf der Sachenhäuser Seite angekommen waren, beobachteten wir einige Leute, die mit Tretbooten unterwegs waren und wir Kinder sprachen darüber, unsere Eltern zu fragen, ob wir das nicht auch mal machen könnten. In Sachsenhausen, das vor vielen Jahren in Konkurrenz zu Frankfurt stand und praktisch eine eigene Stadt war, waren die Häuser im Schnitt ziemlich klein zu denen auf der anderen Mainseite. Am niedlichsten waren die Häuser in Altsachsenhausen durch die wir unsere Räder bewegten, meist schiebend, denn hier waren die Straßen, passend zu den alten Häusern, noch alle mit Pflastersteinen versehen, worauf man sehr schlecht mit dem Fahrrad fahren konnte.

Nachdem wir die Altstadt hinter uns gelassen hatten, konnten wir schon den Henninger Turm sehen, der das höchste Gebäude in Frankfurt darstellte und dereinst ein Getreidesilo der Brauerei Henninger war. Diesen hatten wir schon mal mit unseren Elter und Oma und Opa besucht, waren sogar bis ganz oben auf der Aussichtsplattform gewesen. Das ist ganz schön hoch kann ich auch sagen, da bekommt man schnell Schwindelgefühle. Anschließend haben wir zusammen im Drehrestaurant Bockwürstchen und Florida Boy bekommen, was uns Kindern richtig gut gefallen hatte.

Als wir an der Strasse, die direkt zum Henninger Turm führt, angekommen waren, mußten wir wieder schieben, denn die Straße war einfach zu steil. Selbst mit meiner Dreigangschaltung wäre das sehr schwierig geworden. Doch ich konnte ja nicht einfach die anderen stehen lassen. Also hieß es wieder „schieben“…

Nachdem wir den Henninger Turm hinter uns gelassen hatten, hielten wir kurz an der Henninger Brauerei, wo einige Pferdekutschen standen, die große Pferdewagen mit Bierfässern zogen und wir Kinder freuten uns sehr, dass man uns erlaubte, einige der Tiere zu streicheln. Einer der Kutscher gab uns Zuckerwürfel, die wir den Pferden auf der flachen Hand hinhielten, die diese gierig wegfraßen und dabei unsere Handflächen ableckten, was fürchterlich kitzelte.

Schließlich ging es wieder leicht bergab und wir konnten schon den Stadtwald sehen. Als wir den Wald endlich erreicht hatten, waren wir schon ganz schön müde, aber im Wald waren die Wege sehr gut gepflastert und man konnte wunderbar radeln. Außerdem war es schön kühl und wir Kinder sangen einige Lieder und strampelten langsam in Richtung Goetheturm. Der Weg war auch toll mit Schildern ausgestattet und so mußten wir nicht mal in den Stadtplan schauen.

Endlich waren wir am Goetheturm angekommen und schoben unsere Räder in den Abstellplatz und schlossen alle vier mit unseren Schlössern zusammen. Da wir sehr durstig und auch hungrig waren, gingen wir zu dem Verkaufskios und bestellten uns Limo und Milky-Way, Mars und Bounty. Nachdem wir satt waren und die Flaschen abgegeben hatten und dafür das Pfandgeld zurück erhielten, waren wir so gestärkt, dass wir die vielen Treppen des Turm erstiegen und es so richtig spannend war dann von ganz oben auf den Stadtwald zu schauen.

Nachdem wir herabgestiegen waren und einige der Schaukeln und Karusselle ausprobiert hatten war es auch schon Zeit sich auf den Nachhauseweg zu machen. Wie schlossen unsere Räder auf und schauten uns zusammen im Stadtplan an, wie wir zurückfahren könnten, ohne den selben Weg wie hin zu nehmen. Wir versuchten uns den neuen Rückweg zu merken und radelten los. Als wir in den Weg einbogen, den wir noch nicht kannten, fiel uns auf, dass es ziemlich düster war, weil die Bäume hier wesentlich dichter standen als auf dem Hinweg.

Wir fuhren den Weg so lange entlang, bis wir auf einmal aus dem Wald heraus kamen und vor uns Felder waren mit irgendwelchem Bewuchs, den wir aber nicht kannten. Wir benutzen den Weg, der um den Wald herum führte und schließlich mußten wir uns eingestehen, dass wir uns verfahren hatten. Wir packten den Stadtplan aus und versuchten heraus zu finden, wo wir waren, aber das gelang uns irgendwie nicht.

So fuhren wir so lange um den Wald herum, bis es eine Abzweigung gab, die wieder in den Wald führte. Wir schauten uns an und beschlossen, diesen Weg zu versuchen. Irgendwie mußten wir ja zurück kommen. Als wir einige Meter zurückgelegt hatten, merkten wir, dass es inzwischen ziemlich dunkel geworden war. Wir fuhren daher etwas zügiger aber der Weg schien endlos und führte uns immer tiefer in den Wald, der inzwischen so dunkel war, dass wir unsere Lampen anschalteten.

Als wir irgendwann an einer Kreuzung ankamen, wußten wir nicht, welche Abzweigung wir nehmen sollten und so machte ich den Vorschlag, dass wir uns ja in zwei Gruppen aufteilen könnten, so dass wenigstens zwei von uns einen Rückweg fanden. Die anderen sahen mich entsetzt an und schüttelten nur den Kopf. So blieben wir also zusammen und auf dem Weg und ließen die Kreuzung hinter uns. Als dieser eine leichte Linkkurve machte, hielten wir an, denn in der Ferne sahen wir etwas im Düsteren am Wegesrand, das sich hin und her zu bewegen schien. So schoben wir vorsichtig unsere Räder darauf zu, doch plötzlich flatterte etwas ganz heftig von diesem Hindernis auf uns zu, so dass wir Kinder schreiend die Räder umdrehten und wie der Teufel zurückfuhren, bis wir atemlos wieder die Kreuzung erreicht hatten.

Mein Bruder Ralph war kreidebleich im Gesicht. Auch die beiden anderen Mädchen sahen nicht gerade glücklich aus. Und als Bärbel Ingrid fragte, ob das ein Waldgeist gewesen wäre, worauf diese nur ängstlich mit den Schultern zuckte, sah Ralph aus, als würde er gleich losheulen. Daher sagte ich zu ihnen: „Nein, Waldgeister gibt es nicht! Das waren bestimmt nur Vögel oder eine alte Plane, die im Wind flatterte!“

Wir einigten uns schließlich darauf, eine der Abzeigungen zu versuchen. Inzwischen war es ziemlich dunkel geworden, so dass wir schon sehr viel Angst hatten und bei jedem Knacken oder anderen Geräuschen fast vom Fahrrad fielen. Endlich schien es in der Ferne ein Licht zu geben und wir fuhren schneller. Als wir jedoch eine riesige Gestalt vor das Licht in der Ferne treten sahen, so das diese Licht verdeckte wurde, stoppten wir. Die Gestalt war nicht richtig zu erkennen, wurde aber von dem Licht in der Ferne von hinten beleuchtet. Sie war riesig und bewegte sich nicht, stand einfach nur da, als würde sie mitten auf dem Weg auf uns warten. Die Gestalt machte uns so eine Angst, das wir beschlossen, zurück zur Kreuzung zu fahren und die andere Abzweigung, die wir bisher her noch nicht versucht hatten, zu benutzen.

Als wir wieder an der Kreuzung angekommen waren, meinte mein Bruder, dass er ganz sicher sei, das dies ein Riese oder riesiger Waldgeist gewesen sei. Ich war inzwischen ebenfalls so verunsichert, dass ich ihm darauf nichts erwiderte. Die beiden Mädchen schauten ebenfalls ziemlich besorgt aus und schwiegen. Wir nahmen daraufhin die letzte Möglichkeit an der Kreuzung. Wenn das auch wieder nichts wurde, dann mußten wir den gesamten Weg zurück zum Turm und dort das Telefon benutzen, denn unsere Eltern waren sicherlich schon besorgt, dass wir noch nicht zurück waren von unserer Fahrradtour.

Wir fuhren also die andere Abzweigung und irgendwann kamen zwei Männer in Regenmänteln auf uns zu, die Taschenlampen in den Händen hielten. Auf der einen Seite waren wir froh, endlich wieder andere Menschen zu treffen, auf der anderen Seite sahen die Männer ziemlich unheimlich aus. Und als uns der größere von den beiden fragte: „Na, Ihr Kleinen, was macht Ihr denn noch so spät im Wald?“, da zitterten wir alle am ganzen Körper, denn der Kleinere von den Beiden leckte sich die Lippen mit einer Zunge, die fast schwarz war und wir bekamen es fürchterlich mit der Angst zu tun und Ralph fing sogar zu weinen an. Da kramte der Kleinere etwas aus seiner Tasche und hielt es meinem Bruder hin. Es war eine Laktritzschnecke, deshalb hatte der Mann also so eine schwarze Zunge!

Nach dem mein Bruder die Schnecke angenommen und ein Stück davon in den Mund geschoben hatte, holte der Größere von den beiden ein schmutziges Taschentuch aus seiner Tasche und wischte Ralph die Tränen vom Gesicht. Schließlich erklärten wir den Männern, die sich als Waldarbeiter herausstellten, dass wir uns verfahren hatten. Die Männer zeigten in die Richtung in die wir fuhren und meinten, dass nach 2 Kilometern ein Autoparkplatz mit einem Kiosk und einer Telefonzelle auf uns warten würde. Wir bedankten uns und fuhren so schnell wir konnten bis wir endlich die Straßenlaternen des Parkplatzes sehen konnten.

Als wir uns am Kiosk ein heißes Würstchen und eine Tasse heißen Kakao teilten, beschlossen wir, unsere Eltern von der Telefonzelle aus anzurufen. Als wir die Mutter der beiden Mädchen am Telefon hatten, war diese total aufgeregt und ließ sich von uns die Adresse von dem Parkplatz geben, die wir vom Kioskbesitzer erfragt hatten. Bärbel und Ingrids Mutter sagte, dass auch unsere Mutter schon mehrfach bei ihr angefragt habe, ob sie was von uns gehört hätte. Schließlich bedeutete die Mutter der Mädchen uns, dort am Parkplatz auszuharren, da uns  Klaus, der Papa der beiden Mädchen, mit seinem Fordtransitbus abholen würde, in den wir alle samt Fahrräder reinpassen würden. Wir waren sehr froh das zu hören, so dass wir nicht noch im Dunkeln durch Frankfurt irren mußten…

Copyright (c) 2012 by Martina Müller

Bildrechte: “Alltagsgeschichten (en gros)” (Alltag3.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Bildbearbeitung: Bearbeitete Coverillustration “Alltag-100-minus110-0.jpg” (Originaltitel: Alltag3.jpg) © 2012 by Detlef Hedderich. Nutzung nur mit Genehmigung des Künstlers Lothar Bauer unter Verwendung des Originals.

Kaufempfehlung der Autorin:

The Spirit of Trees

Gespielt von Hageneder, Fred
Verlag :      Neue Erde
GTIN :      5016700132021
Einband :      kartoniert
Preisinfo :      16,90 Eur[D] UVP / 17,10 Eur[A] UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Produktform :      A: Audio-CD
CD, 66 Minuten, mit 8seitigem Beiheft
Erscheinungsdatum :      05.03.2012

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Der instrumentale Reigen zur Ehre zehn einheimischer Baumarten erscheint hiermit neu bei Earth Heart Music – im label-typischen Deluxe-Outfit (Karton statt Plastik) und endlich mit Booklet. Die Musik ist dieselbe – schön und entspannend wie seit dem ersten Erscheinen 2001.

Die Musik der CD, wie vom Autoren von »Der Geist der Bäume« und dem »Baum-Engel-Orakel« nicht anders zu erwarten, entspringt aus dessen sprudelnder Freude über unsere einheimischen Bäume und ihre Mythen und Geschichte. Das Album ist zehn Baumarten gewidmet, die in der spirituellen Geschichte Nordwesteuropas seit Jahrtausenden von großer Bedeutung sind.

Alle Kompositionen sind um die Harfe zentriert, die den Hörer in Dialogen mit Flöte, Geige oder Saxophon oder in Arrangements mit Streichquartett oder Perkussion und Kontrabaß bezaubert. Sämtliche Mitspieler bestechen durch großes Einfühlvermögen genauso wie durch ihre Virtuosität, die immer dem Ganzen dient: einer musikalischen und mystischen Reise, die besinnlich und rhythmisch zugleich ist, die voller Bewegung ist und doch eine tiefe Ruhe atmet.

Seit 1980 erforscht Fred Hageneder mit Hingabe die Bäume und Archäologie. Fred ist ein führender Autor auf dem Gebiet der Ethnobotanik und der kulturellen und spirituellen Bedeutung der Bäume.

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ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln unter Storys unserer Community-Autoren, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens einen Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

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DER MANN MIT DEM FAGOTT – Udo Jürgens Geschichte in DVD, Soundtrack und Buch zum Film. Bei uns alle drei jeweils einmal im Gewinnspiel!

Erstellt von Detlef Hedderich am 11. Dezember 2011

DER MANN MIT DEM FAGOTT

„Dieser Mann mit dem Fagott. Er ist der Grund, weswegen mein Großvater ausgewandert ist.“ (Udo Jürgens)

Udo Jürgens zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Unterhaltungskünstlern und ist auch international ein gefeierter Star – am 30. September feiert er seinen 77. Geburtstag. Wie sehr das 20. Jahrhundert das Leben des Musikers und die Geschichte seiner Familie geprägt hat, erzählt DER MANN MIT DEM FAGOTT nach dem gleichnamigen Bestseller-Roman von Udo Jürgens und seiner Co-Autorin Michaela Moritz. Die Regie führte Miguel Alexandre („Die Frau vom Checkpoint Charlie“) und mit David Rott als junger Udo Jürgens, Christian Berkel, Ulrich Noethen, Valerie Niehaus und Herbert Knaup verfügt der Spielfilm über ein hervorragendes Schauspieler-Ensemble, das die Zuschauer in seinen Bann ziehen wird.

Die Ausstrahlung des Zweiteilers erfolgte am 29. und 30. September bei ARD und ORF. Ariola veröffentlicht eine Doppel-CD mit dem von Udo Jürgens komponierten Filmsoundtrack und einer persönlichen Selektion seiner Songs. Der Limes Verlag veröffentlicht eine Filmsonderausgabe des Romans.

In DER MANN MIT DEM FAGOTT wird die bewegende Familiensaga von Udo Jürgens erzählt. Die Geschichte beginnt Ende des 19. Jahrhunderts in Bremen, wo der junge Heinrich Bockelmann, der Großvater von Udo Jürgens, einem Straßenmusiker begegnet. Die Musik des Unbekannten weist ihm den Weg nach Moskau. Hier steigt Heinrich zu einem der einflussreichsten Bankiers Russlands auf, doch mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges muss die Familie fliehen. 20 Jahre später, sein Sohn Rudi lebt mit seiner Familie in der Zwischenzeit in Österreich, bekommen die Bockelmanns den Terror der Nazis zu spüren. Insbesondere für Rudis Sohn Udo ist es eine schwere Zeit. Der sensible Junge spielt lieber Klavier, als sich bei der Hitlerjugend hervorzutun. In der Nachkriegszeit möchte Udo seinen Traum, Musiker zu werden, verwirklichen. Doch seine Karriere beginnt schleppend: Mitte der 50er Jahre verdient er in Salzburg sein Geld als Barpianist. 1966 gewinnt er mit dem Lied „Merci Chéri“ den Grand Prix d’Eurovision de la Chanson in Luxemburg – der Beginn einer der eindrucksvollsten Karrieren der
deutschen Musikgeschichte.

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DVD
Die DVD-Facts auf einen Blick
Originaltitel Der Mann mit dem Fagott
Darsteller Christian Berkel, David Rott,
Ulrich Noethen, Valerie
Niehaus, Herbert Knaup und
Udo Jürgens
Regie Miguel Alexandre
Prod.-Land Deutschland/Österreich
Prod.-Jahr 2011
Prod.-Firma Ziegler Film
FSK ab 6 Jahren
Genre Drama / Biografie
Laufzeit ca. 212 Minuten
Verkaufsstart 30.09.2011
Bestellnummer 88697910759
UVP 19,99 €
Die DVD-Features auf einen Blick:
Bildformat 1,78:1 (16:9 anamorph)
Tonformat DD 5.1
Sprache Deutsch
Untertitel Deutsch für Hörgeschädigte
Anzahl 2 DVD
Verpackung 6-seitiges Digipack im Schuber
Bonusmaterial Making of (inklusive eines ausführlichen Udo Jürgens Interviews), umfangreiches 20-seitiges Booklet mit Hintergrundinfos, Autogrammkarte Udo Jürgens

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Doppel-CD
Der Soundtrack zum Film mit Bonus-CD „Reise durch das Leben“.
Ab 30.09.2011 überall im Handel
Eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Voller Emotionen und Magie. Schöne oder schmerzhafte Erinnerungen, Träume,
Sehnsüchte oder auch Hoffnungen. Viel mehr als nur ein Soundtrack.
Die aktuelle Doppel-CD umfasst die komplett neu produzierte Filmmusik von „Der Mann mit dem Fagott“ sowie eine zur Thematik passende und von Udo zusammengestellte persönliche Selektion aus seinem bestehenden Backkatalog.
Katalognummer: 2 CD 0886979203426

Am 1. Februar 2012 startet Udo Jürgens mit dem Pepe Lienhard Orchester in Berlin unter dem Motto „Der ganz normale Wahnsinn“ zur 35-Stationen Konzerttournee. Karten sind ab sofort erhältlich unter www.udojuergens.de, www.eventim.de sowie bei den üblichen Vorverkaufsstellen.

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Buch
Sonderausgabe des Bestsellers mit Bonusmaterial
736 Seiten mit 20 Seiten Bildteil
à € 14,99 [D] / à € 15,50 [A] / CHF 24,50
ISBN 978-3-8090-2600-6
Erscheinungstermin: 22.08.2011
Udo Jürgens’ Familiengeschichte, eine unter die Haut gehende Saga von Glanz und Elend, Aufstieg und Fall, Angst und Triumph.

Die Filmsonderausgabe enthält ein Vorwort und ein Exklusiv-Interview von und mit Udo Jürgens, zahlreiche Fotos und ausführliche Informationen zu den Dreharbeiten.

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Preisrätsel 1 x DVD, 1 x Doppel- CD-Soundtrack, 1 x Buch zum Film (hat eine kleine Delle links unten!): Wer einen dieser drei Gewinnpreise erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben und welcher der drei Preise gewünscht wird!): In DER MANN MIT DEM FAGOTT wird die bewegende Familiensaga von Udo Jürgens erzählt. Die Geschichte beginnt Ende des 19. Jahrhunderts in welcher Stadt? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

DIE GEWINNER LAUTEN: DER MANN MIT DEM FAGOTT, Buch zum Film für Horst Kamischke; Der Mann mit dem Fagott DVD für Eva Hinz; und Der Mann mit dem Fagott Doppel-CD für Andrea Schön. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR BEDANKEN UNS BEI ALLEN TEILNEHMERN UND BEI UNSEREM SPONSOREN FÜR DEN EINSATZ UND DEN SCHÖNEN GEWINNEN!

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Alfred Bekker: “Megakiller Reloaded – Cybergirl Edition” rezensiert von Alexandra Balzer (alea).

Erstellt von Detlef Hedderich am 15. Oktober 2011

Alfred Bekker
Megakiller Reloaded – Cybergirl Edition

Action Verlag, Essen, 01/2011
1 MP3-DVD in DVD-Hülle, Hörbuch, SF
ISBN 978-3-8621-0314-0
Laufzeit: ca. 225 Min.
Gelesen von Katharina Guleikoff
Musik von Thomas Nolte

www.action-verlag.com
www.alfredbecker.de
www.thomas-nolte-wellnessmusik.de/

Titel bei amazon.de

Produktbeschreibung:

Er ist überall. In jedem Chip, in jedem elektronischen Bauteil. In der Schiebetür eines Appartments, in der Sauerstoffversorgung eines Raumschiffs. Und an tausen anderen Stellen, wo man ihn nicht vermutet. Er ist ein Jäger. Auf tausend Welten zugleich, ein stiller Mörder. Wohin man auch flieht, er ist schon dort. Ein sich selbst reproduzierender Datensatz, der in der Lage ist, jedes Rechnersystem, in das er Eindringt zu manipulieren. Sein Ziel bin ich. Mein Name ist Eva Morley und ich nenne ihn den MEGAKILLER…

©2010 Alfred Bekker; (P)2010 Action Verlag

Rezension:

Eva Morley nennt sich selbst Privatagentin. Sie nimmt Aufträge von Personen und Konzernen an, die nicht immer ganz lupenrein sind. In einer digitalen Welt, in der Raumfahrt längst zum Alltag gehört, man sich von einem Ort zum anderen beamen kann und in der Menschen dank Gen-Technik ein biblisches Alter erreichen, hat sie ihre Fähigkeiten im Kampf, aber auch im subtilen Eindringen in Gebäude und Systeme zur Kunst erhoben. Nun, fast 100 Jahre alt, lebt sie ihre x-te Identität. Jemand wie sie kann nicht all die Jahre tun, was sie tut, und stets ihren gleichen Namen, ihre gleiche Anschrift und ihre gleiche Bankverbindung nutzen. Auch Eva Morley ist letztlich nur eine angenommene Identität.

Eine Identität mit Verfallsdatum, wie sie sehr schnell feststellen muss, denn unheimliche Dinge geschehen in ihrer Umgebung. Die Türen in ihrem Haus trachten ihr scheinbar nach dem Leben, ihr Gleiter gehorcht ihr nicht mehr. Schuld daran ist ein Virus, welches sie „Megakiller“ nennt – und es scheint überall zu sein, wo sie auch ist. Ein Jäger, der sie verfolgt und zur Strecke bringen will. Wohin sie auch flieht, welche Identität sie auch annimmt – der Megakiller ist da und wartet auf sie …

Die Idee eines omnipräsenten Virus, welches in einer durch und durch digitalisierten Welt Jagd auf eine Person macht, ist durchaus keck. Die Vorstellung, dass alles um einen herum von Chips gesteuert wird und ebenso jedes noch so kleine Haushaltsgerät plötzlich zu einem Killer mutieren kann, erscheint beängstigend und faszinierend zugleich. Die Umsetzung der Idee ist Bekker bei diesem Hörbuch leider nicht ganz gelungen. Zugunsten einer Nebenstory verschenkt er viel Potential. Stellenweise wirkt es, als sei der „Megakiller“ völlig in den Hintergrund getreten, bevor er wieder eher halbherzig in Erscheinung tritt. Die größte Action spielt sich dann auch nicht aufgrund des Killervirus„ ab, sondern eben aufgrund der Nebengeschichte. Ab etwa der Mitte des Hörbuchs wechselt die Story, wobei die Auflösung am Ende zum einen unbefriedigend erscheint, zum anderen nur halbgar erklärt, was wirklich geschehen ist. So bleibt am Schluss das Gefühl zurück, dass hier einige Chancen vergeben wurden.

Angemerkt sei an dieser Stelle, dass es sich um eine „Cybergirl-Edition“ handelt. Offenbar existiert ein ursprünglicher Roman namens „Megakiller“, der auch als eBook zu haben ist und zudem im Juni 2011 als Hörbuch erscheint. Möglich, dass es sich bei dem vorliegenden Werk um eine Extraktion handelt und so der oben geschilderte Eindruck entsteht. Dazu würde auch ein Textfehler passen, der an einer Stelle auffiel – offenbar kam ursprünglich ein männlicher Protagonist zum Einsatz. Zum Technischen: Die Sprecherin macht einen sehr guten Eindruck. Laut Verlag ist dies ihre erste Rolle in einem Hörbuch, und hier kann man ihr nur gratulieren. Sie versteht es, Spannung und Emotionen zu transportieren. Zudem hat sie eine sehr angenehme Stimme, der man gerne über Stunden hinweg zuhört. Das Hörbuch kommt nicht auf mehreren CDs, sondern auf einer MP3-DVD. Das ist dann sehr praktisch, wenn man „Megakiller Reloaded“ auf einem mobilen Gerät oder am PC hören will, denn das Rippen geht in kürzester Zeit vonstatten.

Passend zum Datenträger wird die DVD in einer typischen Hülle ausgeliefert. Das Cover gefällt, im Regal macht das Hörbuch einen guten Eindruck. Alfred Bekker liefert mit „Megakiller Reloaded“ eine Story mit Schwächen, die man so von ihm eigentlich nicht kennt. Die Lesung ist jedoch sehr gut, der Datenträger ungewohnt, aber gerade für den mobilen Hörgenuss sehr praktisch.

Copyright © 2011 by Alexandra Balzer (alea)

Titel bei amazon.de

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PREISRÄTSEL / GEWINNSPIEL: 3 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR: Hoffmann, Anke S. / Schubert, Katharina / Mende, Stephanie / Prof. Guido Knopp: Imperium – Aufstieg und Untergang Roms.

Erstellt von Detlef Hedderich am 5. Oktober 2010

Hoffmann, Anke S. / Schubert, Katharina / Mende, Stephanie / Prof. Guido Knopp
Imperium – Aufstieg und Untergang Roms

audio media verlag, 2010
ISBN 978-3-86804-114-9
Hörbuchbox, Sachbuch, Geschichte
Umfang: 8 CD´s, 2 MP3-CD´s, Glossar zu jedem Einzeltitel, Ringbuch im Schuber
untermalt mit Musik des Ensembles Musica Romana
Sprecher Prof. Guido Knopp und Julia Fischer
Hördauer: ca. 520 min.

www.audiomedia.de

Titel erhältlich bei buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

Die Sprecher:

Professor Guido Knopp vorzustellen, mag vielen wie Eulen nach Athen zu tragen vorkommen. Den meisten dürfte er aus dem Fernsehen bekannt sein. Seine Beiträge zur Aufarbeitung unserer – deutschen – jüngeren Geschichte (z.B. „Hitlers Helfer“, „Holocaust“, „History-Reihe“ uvm.) haben ein Format und eine Qualität, welche ihm und seinem Team eine ganze Reihe an Preisen eingebracht hat. Und das zu Recht. Seine akribische Art, Themen aufzuarbeiten, sachlich immer korrekt und darüber hinaus an den richtigen Stellen ernst, betroffen oder auch charmant vorzutragen, trägt viel zu seinem Erfolg bei. Für ein Projekt wie – das nicht gerade kleine Thema – Rom als Hörbuch-Ausgabe ist es äußerst vorteilhaft, dass er seine eigene angenehme Stimme verwendet hat.

Julia Fischer, Schauspielerin für Theater und Fernsehen, Moderatorin und Sprecherin mit Wurzeln beim Bayerischen Rundfunk (schon mit 7 Jahren verschiedene Sprechrollen) ergänzt Guido Knopp nahezu ideal. Ihre kräftige Stimme stellt das weibliche Pendant zu Prof. Knopp und sorgt für akustische Abwechslung.

Der Inhalt:

Jedem an Geschichte Interessierten läuft allein bei dem Wort Rom eine Kettenreaktion von Bildern, Daten und Gefühlen durch den Kopf und Leib. Hier, in dieser Rezension, – als geschriebenes Wort – können diese 3 Buchstaben nicht das ausdrücken, was man bei dem ausgesprochenen Wort Rom empfindet. Und das macht vielleicht gerade den Unterschied und die Daseinsberechtigung einer solchen Hörbox gegenüber einem Buch, und erst recht gegenüber einem Geschichts(schul)buch klar: Wir Menschen sind evolutionär mehr auf Töne gestrickt, als auf das geschriebene Wort. Ein rund 2000 Jahre währendes Weltreich in Worte zu fassen, scheint fast unmöglich, und tausende Bücher zu allen Facetten des Römischen Imperiums sind eine schwere Konkurrenz. Doch Knopp und Fischer packen es an und das richtig gut.

Unterstützt durch mittelalterliche Klänge des Ensembles Musica Romana und eingestreuten akustischen Beiträgen kann man sich als Hörer innerhalb von wenigen Minuten in die Vergangenheit versetzen lassen. Ich hab´s im Auto probiert und sah auf einmal anstelle von PKW´s nur noch Sänften, Karren mit Handelswaren, Katapulte und Ballistae um mich herum. Noch intensiver funktioniert es im Sessel mit Kopfhörern, welche die moderne Geräuschkulisse ausschließen. Und dann geht es richtig los:
Staat – Republik und Kaiserreich (2 CD´s, ca. 127 min.)
Rituale – Götterkult und Aberglaube (2 CD´s, ca. 133 min.)
Alltag – Brot und Spiele (2 CD´s,  107 min.)
Legionen – Siege und Niederlagen (2 CD´s, 152 min.)
dazu die beiden MP3-CD´s
Viele der Fakten, Daten, alltäglichen Belange und Verhältnisse, Geschichten zu den Römern, Sklaven, ihren Nachbarn, Freunden und Feinden kennt man zum Teil, aber eben nur zum Teil. Die Zusammenhänge, die Auswirkungen in Sprache, Kultur, Religion und Politik bis in unsere heutigen Tage erschließen sich einem erst, wenn man das ganze Paket so gekonnt präsentiert bekommt. Ich habe immer bedauert, nie Latein gelernt zu haben und jetzt hat sich dieses Bedauern in die Erkenntnis gewandelt, das Latein zwar eine tote Sprache ist, aber der Einfluss des Römischen Imperiums noch heute auf uns ach so modernen Menschen weiter besteht.

Fazit:

Schade, dass es zu meiner Schulzeit so etwas noch nicht gab, vielleicht hätte sich meine Begeisterung für Geschichte nicht nur in einer Note 1 ausgedrückt, sondern danach in einem Studium und Beruf als Historiker, Archäologe o.ä. Professor Guido Knopp, Julia Fischer und sicher einer ganzen Reihe von Mitarbeitern sei diese Note in jedem Falle verliehen. Meiner Meinung nach ein Muss für den Geschichtsunterricht, für alle anderen ein preiswertes Medium, sich dem Römischen Imperium auch akustisch zu nähern. Ich hab „Imperium – Aufstieg und Untergang Roms“ genossen. (3PRT)

Copyright © 2010 by Werner Karl

Titel erhältlich bei buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer ein Exemplar erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!):  Bitte nennen Sie einen der Sprecher oder Sprecherinnen! (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 30 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! DIE GEWINNER LAUTEN: Filip Eichermüller, Gülistan Eyican und Seval Ezdakova. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN AUCH UNSEREM SPONSOREN UND ALLEN TEILNEHMERN!

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PRESSE: Marilyn Manson zeigt sich ungeschminkt im Proll-Look! * Buchtip der Redaktion: Baddeley, Gavin: Marilyn Manson – Seziert.

Erstellt von Detlef Hedderich am 8. September 2010

PRESSEMELDUNG (ZITAT): “Yahoo! Magazin – 08. September 2010 – Geschrieben Mi, 8. Sep. 2010 12:45 von Felicitas Winter in Poparazzi - Berühmt geworden ist Rüpelrocker Marilyn Manson weniger durch seine Musik als durch sein exzentrisches Aussehen inklusive Skandalauftritte. Doch auf einem Foto der Website des US-amerikanischen Lifestyle-Magazins „Interview” (…) ist der Sänger kaum wiederzuerkennen. Er zeigt sich in stinknormaler Kleidung und ganz ohne Make-up. (…)”

Gesamte Pressemeldung lesen und Fotos anschauen.

Buchtip der Redaktion:


Baddeley, Gavin
Marilyn Manson

Seziert

Im Buch blättern

Übersetzt von Schöttner, Franziska / Steffens, Sabrina
Verlag :      Ubooks
ISBN :      978-3-86608-121-5
Einband :      Paperback
Preisinfo :      14,95 Eur[D] / 15,40 Eur[A]
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      ca. 280 S., mit zahlreichen Fotos – 21,0 x 15,0 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 07.2009
Aus der Reihe :      Celebrities

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Marilyn Manson ist mehr als ein gewöhnlicher Rockstar, er ist ein kulturelles Phänomen. Er erschuf alptraumartige Welten voller Freaks, die auf die heutige Jugend eine unwiderstehliche Anziehungskraft auszuüben scheinen, während er zur gleichen Zeit Proteststürme konservativer und christlicher Gruppen provoziert.

Autor Gavin Baddeley unterzieht Marilyn Manson einer gründlichen Autopsie, er untersucht die wegweisenden Einflüsse, die Ursprünge der Denkweise und Philosophie Brian Warners, die schließlich die Kunstfigur Marilyn Manson entstehen ließen. Mit seinem visuellen Ansatz liefert der Autor Texte, Skizzen und Bilder, die helfen, die Kunstfigur Manson besser zu verstehen.

Das Buch ist aufwendig illustriert und zahlreiche Fotos (teilweise in Farbe) runden die Biografie ab. Ein Muss für jeden, der Marilyn Manson besser verstehen will, – und für jeden Fan sowieso.

«Ein genialer kultureller und geschichtlicher Einblick in Mansons Leben. Baddeleys Stil ist faktenreich und fesselnd.» Metal Hammer UK

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ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln mit Pressemeldungen, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens 1 Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

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PRESSE: Drei Millionen Menschen feiern auf der Autobahn A40! / Redaktionstip: Mongkok: Symphonie A40 – Eine auditive Auseinandersetzung mit dem Stadtraum.

Erstellt von Detlef Hedderich am 18. Juli 2010

PRESSEMELDUNG (ZITAT): Essen (dpa) - So viele Menschen hat der berüchtigte «Ruhrschnellweg» A 40 auch beim dicksten Stau noch nicht gesehen: Geschätzte drei Millionen Besucher, darunter etwa eine Million Radfahrer, haben am Sonntag zwischen Duisburg und Dortmund auf der Autobahn ein Riesenvolksfest gefeiert. (…)

Gesamte Pressemldung lesen.

Redaktionstip:

Mongkok
Symphonie A40

Eine auditive Auseinandersetzung mit dem Stadtraum

Beiträge von Bruckhoff, Detlev / Hensel, Frank / Spriestersbach, Karsten. Herausgegeben von FAR
Verlag :      FAR
ISBN :      978-3-00-027017-8
Preisinfo :      17,00 Eur[D] UVP / 20,00 Eur[A] UVP / 45,00 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      mit Begleitheft – 12 x 12 cm
Produktform :      A: Audio-CD
Erscheinungsdatum :      01.05.2009
Gewicht :      100 g

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Der Klang der Straße – Eine Symphonie zur Autobahn A40. 13 Autobahnen, nahezu netzförmig die Metropole Ruhr überspannend, bilden das Autobahnsystem der Region und zugleich ein System mit der größten Dichte Europas als Resultat der polyzentrischen Stadtlandschaft. Die bedeutendste Autobahn davon: Die A40. Sie folgt der historischen Strecke des mittelalterlichen Handelsweges, dem Hellweg zeigt die bizarrsten Spannungspunkte zwischen ruhenden und transitorischen Räumen und gilt hat über 100.000 Autos pro Tag eines der höchsten Verkehrsaufkommen Deutschlands. Die A40 Schlagader des Ruhrgebiets – die tägliche Benutzung der A40: Ein Erlebnis in jeder Hinsicht. Diesem Erlebnis möchten wir uns widmen! (Amazon.de)

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ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln mit Pressemeldungen, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens 1 Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

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PREISRÄTSEL / GEWINNSPIEL: 15 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR: Peter Biskind: Steven Spielbergs “Der weiße Hai” Hollywood-Insider-Stories. Wie ein Film das Publikum massenweise vom Strand in die Kinosäle trieb.

Erstellt von Detlef Hedderich am 20. Juni 2010

Peter Biskind
Steven Spielbergs “Der weiße Hai”

Hollywood-Insider-Stories. Wie ein Film das Publikum massenweise vom Strand in die Kinosäle trieb

Übersetzt von Schneider, Fritz. Gelesen von May, Martin. Regie von Jochmann, Norbert
Verlag :      HörGut! Verlag
ISBN :      978-3-938230-55-8
Preisinfo :      4,00 Eur[D] UVP / 4,10 Eur[A] UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      mit PDF-Dateien (Filmografie u. Glossar) als Download – 12,5 x 14,0 cm
Produktform :      A: Audio-CD
Gewicht :      60 g

Medien :
Hoerprobe(MP3)

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Titel bei Libri.de

Bei der Premiere von”Jaws”erkannte Spielberg endlich das Potential seines Films: Gleich nach der ersten Szene sprang ein Mann in der ersten Reihe des Kinos auf, rannte aus dem Saal und erbrach sich auf dem Teppich des Foyers. Dann kehrt er an seinen Platz zurück.”In diesem Moment wusste ich, dass ich einen Hit gelandet hatte”, erzählt der Regisseur.

“Ich war davon überzeugt, dass das Studio von mir einen kommerziellen Reißer erwartete, sozusagen Moby Dick ohne Melville, ohne die Eloquenz. Ich überlegte fieberhaft, wie ich aus diesem Projekt aussteigen könnte, ohne mich umbringen zu müssen.”Universal aber zwang Steven Spielberg, den Film abzudrehen. Dabei ahnten die Studiobosse noch nicht, welches finanzielle Risiko sie eingingen: Nie zuvor hatte jemand einen Film auf dem Meer in einem kleinen Boot mit einem mechanischen Hai gedreht. Und tatsächlich kam es zu zahlreichen Pannen mit dem siebeneinhalb Meter langen mechanischen Fisch. Aus den geplanten 55 Drehtagen wurden 159, das Budget wurde um 300 Prozent überschritten und bezifferte sich schließlich auf 10 Millionen Dollar. “Das Glossar erklärt Fachbegriffe und Personen. Die Filmografie ist mit der Cinema-Datenbank verlinkt.

Einen kommerziellen Erfolgt erwartete Universal von seinem jungen Regisseur Steven Spielberg. Und tatsächlich landete dieser einen unvergleichlichen Hit: Der Horrorstreifen “Jaws” zog das Millionenpublikum an. Zuvor hatte Spielberg vergeblich versucht, aus dem Filmprojekt auszusteigen. Denn der Dreh sprengte wegen zahlreicher Pannen mit dem mechanischen Riesenfisch das Budget. Aber schlimmer noch: der Riesenfisch sah auf dem Zelluloid zunächst nur lächerlich aus.

Download von der Internetseite: www.hoergut-klassik.de

Sprecher Martin May , geboren 1961 in Coburg, wurde bereits mit 18 Jahren als Schauspieler entdeckt. Er spielte über 100 Rollen im Fernsehen, am Theater und im Film, u. a. in Wolfgang Petersens Welterfolg “Das Boot”.

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Preisrätsel 15 x 1 Exemplar: Wer ein Exemplar erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Wie hoch war am Ende das Budget des Film? Sobald 100 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Die Gewinner des Preisrätsels heißen: Brita Kleine, Jens Fuller, Hans-Günter Stephan, Petra Herbrig, Jochen Ranzenberger, Renate Höller, Aziz Mayer, Viktor Sarsar, Mirella Schneider, Christiane Bauer, Demian Hilme, Georg Eller, Jule Neirich, Olav Gerlach und Vanessa Nieborn, Herzlichen Glückwunsch, die Titel wurden an die angegebenen Adressen versendet! Vielen Dank an alle Mitspieler! Besten Dank auch beim Verlag für die Preisrätseltitel!

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PRESSEMELDUNG: “Der Weiße Hai” ist wieder aufgetaucht! / Redaktionstip: Steven Spielbergs “Der weiße Hai” – Hollywood-Insider-Stories. Wie ein Film das Publikum massenweise vom Strand in die Kinosäle trieb.

Erstellt von Detlef Hedderich am 10. Juni 2010

PRESSEMELDUNG (ZITAT): ” Yahoo! Magazin – 10. Juni 2010 – (…) Er sorgte in den Siebzigern für eine kollektive Hai-Hysterie und Gänsehaut im Kino. Nun wurde aufgedeckt: Der fieseste Film-Raubfisch aller Zeiten fand ein unrühmliches Ende… (…)”

Gesamte Pressemeldung lesen.

Redaktionstip:

Peter Biskind
Steven Spielbergs “Der weiße Hai”

Hollywood-Insider-Stories. Wie ein Film das Publikum massenweise vom Strand in die Kinosäle trieb

Übersetzt von Schneider, Fritz. Gelesen von May, Martin. Regie von Jochmann, Norbert
Verlag :      HörGut! Verlag
ISBN :      978-3-938230-55-8
Preisinfo :      4,00 Eur[D] UVP / 4,10 Eur[A] UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      mit PDF-Dateien (Filmografie u. Glossar) als Download – 12,5 x 14,0 cm
Produktform :      A: Audio-CD
Gewicht :      60 g

Medien :
Hoerprobe(MP3)

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Bei der Premiere von”Jaws”erkannte Spielberg endlich das Potential seines Films: Gleich nach der ersten Szene sprang ein Mann in der ersten Reihe des Kinos auf, rannte aus dem Saal und erbrach sich auf dem Teppich des Foyers. Dann kehrt er an seinen Platz zurück.”In diesem Moment wusste ich, dass ich einen Hit gelandet hatte”, erzählt der Regisseur.

“Ich war davon überzeugt, dass das Studio von mir einen kommerziellen Reißer erwartete, sozusagen Moby Dick ohne Melville, ohne die Eloquenz. Ich überlegte fieberhaft, wie ich aus diesem Projekt aussteigen könnte, ohne mich umbringen zu müssen.”Universal aber zwang Steven Spielberg, den Film abzudrehen. Dabei ahnten die Studiobosse noch nicht, welches finanzielle Risiko sie eingingen: Nie zuvor hatte jemand einen Film auf dem Meer in einem kleinen Boot mit einem mechanischen Hai gedreht. Und tatsächlich kam es zu zahlreichen Pannen mit dem siebeneinhalb Meter langen mechanischen Fisch. Aus den geplanten 55 Drehtagen wurden 159, das Budget wurde um 300 Prozent überschritten und bezifferte sich schließlich auf 10 Millionen Dollar. “Das Glossar erklärt Fachbegriffe und Personen. Die Filmografie ist mit der Cinema-Datenbank verlinkt.

Einen kommerziellen Erfolgt erwartete Universal von seinem jungen Regisseur Steven Spielberg. Und tatsächlich landete dieser einen unvergleichlichen Hit: Der Horrorstreifen “Jaws” zog das Millionenpublikum an. Zuvor hatte Spielberg vergeblich versucht, aus dem Filmprojekt auszusteigen. Denn der Dreh sprengte wegen zahlreicher Pannen mit dem mechanischen Riesenfisch das Budget. Aber schlimmer noch: der Riesenfisch sah auf dem Zelluloid zunächst nur lächerlich aus.

Download von der Internetseite: www.hoergut-klassik.de

Sprecher Martin May , geboren 1961 in Coburg, wurde bereits mit 18 Jahren als Schauspieler entdeckt. Er spielte über 100 Rollen im Fernsehen, am Theater und im Film, u. a. in Wolfgang Petersens Welterfolg “Das Boot”.

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ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln mit Pressemeldungen, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens 1 Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

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DIE LISTE DER GEHASSTEN – ein Gedicht von Felis Breitendorf / Buchtip der Redaktion: Hallgrímur Helgason: Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen.

Erstellt von Detlef Hedderich am 10. Juni 2010

DIE LISTE DER GEHASSTEN

Ein Gedicht

von

Der Mann wacht auf und wähnt sich in einem Krankenzimmer.

Der Mann sieht, dass er durch Kabel und Schläuche verbunden an einigen Maschinen angeschlossen ist, die plötzlich hektische Geräusche von sich geben.

Der Mann schaut sich in dem Zimmer um und erkennt, dass es sich um ein 2-Bettzimmer handelt.

Der Mann erkennt, dass das Laken des Nachbarbettes unberührt scheint.

…………………………….

Die Tür öffnet sich und eine Krankenschwester erscheint im Zimmer, welche zuerst die Geräte zum Schweigen bringt um anschliessend seine Kissen aufzuschütteln und die Laken glatt zu streichen.

Die Tür öffnet sich erneut und ein wichtig dreinschauender junger Arzt erscheint um ihn zu begrüssen und ihm mit einer kleinen Taschenlampe in die Augen zu leuchten, was schmerzhaft ist.

Die Tür öffnet sich erneut und ein älterer Arzt im weissen Kittel erscheint um ihm zu eröffnet, dass das Glück auf seiner Seite gestanden habe um ihm anschliessend einige Fragen zu stellen, die der Mann allesamt nicht zu beantworten weiss.

Die Tür öffnet sich erneut und eine ihm fremd erscheinende ältere Frau in Strassenkleidung stürzt sich freudestrahlend auf ihn, um ihn mit Küssen zu bedecken und ihn dabei bei einem Namen zu nennen, den er nicht kennt.

…………………………….

Die Verwunderung ist groß als der Mann der  älteren Dame eröffnet, dass er sie nicht kennt.

Die Verwunderung der Ärzte ist groß als der Mann den Ärzten erklärt, dass er sich an keinen Unfall erinnern kann.

Die Verwunderung aller im Zimmer herumstehenden Personen ist groß als der Mann äussert, sich an überhaupt nichts zu erinnern.

Die Verwunderung des Mannes ist groß als er merkt, dass er sich nicht mal an seinen eigenen Namen erinnern kann.

…………………………….

Die Ärzte scheinen nicht zu wissen, was sie jetzt noch tun können, und versichern dem Mann, dass in den allermeisten Fällen irgendwann die Erinnerung zurückkehren würde.

Die ältere Dame verspricht den Ärzten, dass sie sich im Falle einer Entlassung des Patienten um diesen kümmern würde.

Die Schwester weiss nicht recht wie sie jetzt noch nützlich sein kann und verläßt daher das Zimmer.

Der Mann ohne Erinnerung ist stark verunsichert und hofft, dass die Zukunft ihm seine Erinnerungen zurückgeben wird.

…………………………….

Die ältere Dame pflegt den Mann in ihrer Wohnung, bekocht ihn, hilft ihm bei den täglichen Dingen und lächelt ihn ständig dankbar an.

Die ältere Dame erzählt dem Mann alles aus dessen Leben, was die Frau weiß, die sich seine Mutter nennt.

Seine Mutter schafft es, dem Mann ohne Erinnerung ein Gefühl von Sicherheit, Vertrauen und Behaglichkeit zu geben.

Seine Mutter ist hocherfreut und überglücklich als der Mann anfängt, sich an einige Dinge zu erinnern, die er von seiner Mutter vorgetragen bekam.

…………………………….

Als der Mann mit langsam Stück für Stück zurückkehrenden Erinnerungsfetzen von seiner Mutter in seine eigene Wohnung gefahren wird, beschleicht ihn ein eigenartiges Gefühl beim Anblick seines Wohnhauses.

Als der Mann das Treppenhaus betritt, öffnen sich einige Türen und seine Nachbarn, an die er sich nur ganz dunkel erinnert, beglückwünschen ihn, den unverschuldeten Verkehrsunfall so gut überstanden zu haben, bei dem ihn ein Autofahrer umgefahren hatte, als der Mann – damls noch mit allen Erinnerungen – mit dem Fahrrad unterwegs war.

Als der Mann seine Wohnung betritt, kehren weitere Erinnerungen zurück und das eigenartiges Gefühl beim Anblick seines Wohnhauses kehrt zurück, stärker noch als zuvor und evoziert ein Gefühl einer bösen Vorahnung.

…………………………….

Nachdem der Mann sich langsam wieder eingelebt hat und weitere Erinnerungen zurückkehren, bemerkt er eine Erinnerung im hintersten Winkel seines Ichs, die er einfach nicht zu fassen bekommt.

Nachdem ihm einige Nachbarn erklären, dass es in der Nachbarschaft zu einer ganzen Reihe von Todesfällen gekommen war, die von der Polizei nicht aufgeklärt werden konnten, und dass er wohl Glück gehabt habe, genau zu diesem Zeitpunkt seinen Unfall erlitten zu  haben, da es sich bei den Todesopfern allesamt um Feinde des Mannes mit den zurückkehrenden Erinnerungen gehandelt habe, hat der Mann das Gefühl einen Pflock in den Bauch gestossen bekommen zu haben.

Nachdem der Mann sich wieder erinnert wie alles gekommen war und warum die Leute gestorben sind beschleicht ihn jetzt doch ein Gefühl von Schuld und Reue, denn diese Leute kamen durch den Mann mit den zurückgekehrenden Erinnerungen zu Tode.

Nachdem der Mann seine Kontoauszüge durchgeschaut hat, wobei eine immer wiederkehrende grössere Überweisung von ihm bislang immer wieder zurückgebucht wurde, wird ihm jetzt die Tragik der Sache klar, dass er diesmal den Tötungsauftrag seiner Feinde nicht aufhalten könnte, da er sich ja ohne Bewusstsein befand und auch hätte tot sein können, wofür dieser Dauerauftrag eine Versicherung war, dass im Falle seines Todes durch einen seiner Feinde, alle diese durch einen Auftragskiller erledigt werden.


Copyright (C) 2010 by


Buchempfehlung der Redaktion:

Hallgrímur Helgason
Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen

Roman

Übersetzt von Magnusson, Kristof
Verlag :      Tropen-Verlag Label von Klett-Cotta
ISBN :      978-3-608-50108-7
Einband :      gebunden
Preisinfo :      19,90 Eur[D] / 20,50 Eur[A] / 31,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      ca. 270 S.
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      3. Aufl. 17.05.2010

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Eine einzigartige Mischung aus Spannung und Humor:

Es läuft nicht gut für Toxic. Um seiner Verhaftung zu entkommen, muss er einen Mann umbringen und dessen Identität übernehmen. Dummerweise handelt es sich dabei um einen amerikanischen Fernsehprediger … Hallgr¡mur Helgasons neuer Roman ist noch schneller, noch spannender und noch witziger als seine Vorgänger.

Eigentlich ist er Kroate, eigentlich lebt er in New York und eigentlich ist er kein Priester, sondern ein Auftragskiller mit 66 erfolgreich ausgeführten Morden. Doch einmal in Island angekommen, bleibt Toxic nichts anderes übrig, als die Rolle des Predigers zu spielen.

Mehr schlecht als recht absolviert er einen Auftritt in einer TV-Show und verliebt sich auch noch in die Tochter seiner Gastgeber. Bald schon droht er aufzu fliegen … Hallgr¡mur Helgason hat eine schräge Geschichte an den Rändern Europas geschrieben. “Der isländische Sommer ist wie ein Kühlschrank, den man sechs Wochen offen lässt. Das Licht ist die ganze Zeit an und das Gefrierfach taut, aber richtig warm wird es nie.”

Hallgr¡mur Helgason, geboren 1959, Studium der Malerei in München, Paris und New York, mehrere Ausstellungen. Arbeit als Zeichner eine Comic-Serie für eine isländische Zeitung. Danach Veröffentlichungen, auch Bühnenstücke. Sein Roman “101 Reykjav¡k” (auch verfilmt) erhielt 1998 den Nordic Council Prize. Sein Roman “Vom zweifelhaften Vergnügen, tot zu sein” erhielt den Isländischen Literaturpreis sowie den Literaturpreis der Isländischen Buchhändler.Kristof Magnusson, geb. 1976 in Hamburg, machte eine Ausbildung zum Kirchenmusiker, arbeitete in der Obdachlosenhilfe in New York, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und der Universität Reykjavik. Seine Komödien ‘Der totale Kick’ und ‘Männerhort’ wurden in Berlin, Dresden, Köln und Bonn mit …

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