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Archiv für die 'Klett-Cotta' Kategorie

Susanne Jung: Besser leben mit dem Tod oder Wie ich lernte Abschied zu nehmen – DREIMAL IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE!

Erstellt von Detlef Hedderich am 11. Mai 2013

Susanne Jung
Besser leben mit dem Tod
oder Wie ich lernte Abschied zu nehmen

Klett-Cotta
ISBN 978-3-608-94745-8
Sachbuch
Erschienen: 2013
Schutzumschlag: Rothfos & Gabler, Berlin
Druck und Bindung: Pustet, Regensburg
Umfang: 256 Seiten, gebundenes Buch mit Schutzumschlag
In Zusammenarbeit mit Nataly Bleuel

www.klett-cotta.de
www.susanne-jung-bestattung.de

Titel erhältlich bei Amazon.de
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Titel erhältlich bei ebook.de

Zur Autorin:

Susanne Jung war Vergoldemeis¬terin, ist um die Welt gereist und dann Bestatterin geworden. Weil sie vor dem Tod nicht mehr wegrennen wollte. Der war ihr zum ¬ersten Mal begegnet, als ihre Mutter starb, da war sie 19. Über ehrenamtliche Arbeit als Sterbebegleiterin kam sie zum ersten Mal in ein Bestattungsinstitut. Seitdem hat sie an die 800 Tote bestattet und sie sagt, sie habe in ihrem Leben nie so zufrieden gelebt. Sie lebt für ihren ungewöhnlichen Beruf, rund um die Uhr.

Zum Buch:

“Wer Verluste nicht in sein Leben integrieren kann, wird nicht wachsen, wird auch selbst unter Angst und Unfreiheit leiden. Ein guter Umgang mit dem Tod bezieht sich also aufs ganze Leben, auf unseren Umgang mit Trennungen und ¬Verlusten. Und wer im Leben mit sich, seiner ¬Familie und seinen Mitmenschen im Reinen ist, der kann auch besser in den Tod gehen. Oder andere gehen lassen.“

Susanne Jung erzählt aus ihrem eigenen Leben, in welchen sie selbst schon früh mit dem Tod der Mutter konfrontiert wurde. Und hiermit eine Serie der Begegnungen mit dem Tod beginnt. Sie erfährt weitere Verluste in der Familie und beschließt nach einer Lehre zur Vergolderin und ihrer Tätigkeit als Sterbebegleiterin sich für ein Bestattungsinstitut zu bewerben. Ihrem Vater zu gestehen, welchen Job sie ergriffen hat, ist ihr zunächst peinlich. Nach einiger Zeit macht sie sich selbstständig und versteht ihren Beruf nicht nur als Organisatorin einer Bestattung, sondern insbesondere als vertrauensvolle Begleitung vom ersten Moment bis zur eigentlichen Verabschiedung. Hierbei begegnet sie unterschiedlichen Menschen, von denen sie in ihrem Buch berichtet. Verschiedene Reaktionen, den Tod zu verarbeiten, junge und alte Menschen, Erlösendes und Trauriges. Doch alle Erzählungen haben eins gemeinsam: sie sind liebevoll. Und dies macht das Buch aus. Man verliert ein wenig den Schrecken vor dem Tod, denn er gehört zum Leben dazu. Auch wenn der Zeitpunkt nicht immer fair ist. Alle Geschichten sind mit einer kleinen Überschrift betitelt und geben einen kurzen Einblick in den Umgang mit dem oder der Verstorbenen.

Fazit:

Das Buch von Susanne Jung war für mich sehr interessant und aufschlussreich. Schon immer habe ich mich gefragt, was jemanden bewegt, Bestatter zu werden. Die meisten Menschen können mit diesem Beruf sicher nicht viel anfangen, meist hört man aussagen wie „Einer muss es ja machen“ oder „ Ein Beruf, bei welchem man nicht arbeitslos wird“. Warum man ihn aus Überzeugung macht, versteht vermutlich niemand. Nach diesem Buch kann ich es schon verstehen. Susanne Jung bezeichnet sich selber als eine Begleiterin der Hinterbliebenen. Und dies kommt in ihren Erzählungen sehr gut heraus. Sie vermittelt mir mit ihren schon fast schönen Geschichten über die Verstorbenen Menschen und ihren Freunden oder Familie, dass der Tod kein Tabuthema ist und natürlich zum Leben dazu gehört. Sie ist Bestatterin, Seelsorgerin und Organisatorin auf eine so verständnisvolle und ruhende Weise, dass man schon fast traurig sein kann, dass Berlin nicht in der Nähe liegt, falls man mal eine außergewöhnliche Begleiterin nach dem Tod eines lieben Menschen braucht.

Ich kann dieses Buch sehr empfehlen. Für Leser, die neugierig sind und ein wenig die Furcht vor dem Tod verlieren möchten. Emotionale und sensible Geschichten, die mich sehr bewegt haben. Vielen Dank für den Einblick in ein Grauzonenthema jenseits von den üblichen Abläufen und dem Verdrängungsthema Tod!

Copyright © 2013 by Sandra Stockem

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Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte, einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Wann erschien der Titel, in welchem Jahr? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! BITTE NICHT VERGESSEN, DIE ANSCHRIFT UND E-MAIL-ADRESSE MIT ANZUGEBEN!

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Kevin Hearne: Die Hetzjagd. Die Chronik des eisernen Druiden 1 – DREIMAL IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE!

Erstellt von Detlef Hedderich am 26. März 2013

Kevin Hearne
Die Hetzjagd
Die Chronik des eisernen Druiden 1

The Iron Druid Chronicles I. Hounded, USA, 2011
J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger GmbH/Hobbitpresse, Stuttgart, 02/2013
HC mit Schutzumschlag
Urban Fantasy
ISBN 978-3-608-93931-6
Aus dem Amerikanischen von Alexander Wagner
Titelgestaltung von Birgit Gitschier, Augsburg
Autorenfoto von Amy Ryland

www.klett-cotta.de
www.hobbitpresse.de
www.kevinhearne.com

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Titel erhältlich bei eBook.de

Atticus O’Sullivan betreibt in Tempe einen Esoterikladen. Niemand ahnt, dass der jung wirkende Mann ein irischer Druide ist, der bereits seit über zwei Jahrtausenden lebt. Dass er sich ausgerechnet in ein Wüstennest in Arizona zurückgezogen hat, liegt daran, dass es dort nur wenige Götter gibt, vor allem wenige von jenen, die noch eine Rechnung mit ihm offen haben. Kann er sich weiterhin verbergen, hat er gute Chancen, weitere zweitausend Jahre am Leben zu bleiben. Allerdings holt ihn das Schicksal in der Person des keltischen Liebesgottes Bres ein, der das legendäre Schwert Fragarach, das sich in Atticus Besitz befindet, für sich beansprucht. Statt Atticus selbst gegenüberzutreten, schickt Bres seine Handlanger in den Kampf und sichert sich Hilfe aus der Hölle, um den Gegner besiegen zu können.

Beginnt man die Lektüre, denkt man nach wenigen Zeilen: Was ist der Autor bloß für eine Labertasche?! Kevin Hearne lässt seine Hauptfigur Atticus sich selbst vorstellen; wer er ist, warum er in Tempe lebt, wer seine Freunde und Feinde sind, welcher Magie er sich bedient. Es soll sich witzig und etwas flapsig lesen, aber es fehlt nur noch ein kleiner Schritt zur Selbstbeweihräucherung …

Dann wird Atticus auch schon angegriffen und aufgedeckt, welcher Feind ihn aufgespürt hat und was dieser von ihm will. Von da an geben sich in Atticus‘ Haus keltische Götter, Vampire, Werwölfe, Hexen etc. buchstäblich die Klinke in die Hand. Zu jedem unterhält Atticus eine besondere Beziehung, die meist auf Verpflichtungen oder/und Misstrauen beruht, worauf stets eingegangen wird, damit sich Kevin Hearnes Welt dem Leser erschließt und das Finale nicht zu schnell kommt.

Erlebt man nun die Götter aus grauer Vorzeit, die in der Moderne angekommen sind, sich ein wenig anpassen konnten, aber ihr altes Denken, demnach ein Menschenleben wenig zählt, nicht abgelegt haben, versteht man Atticus‘ scheinbare Arroganz besser. Auch er ist ein Relikt, und wer sich quasi auf einer Ebene mit Göttern bewegt, darf nicht ängstlich sein, muss wissen, wie er sie zu behandeln hat. Atticus ist sich seiner eigenen Macht und seiner Schwächen bewusst – und das bringt er zum Ausdruck.

Die Gottheiten wirken überheblich und nur bedingt sympathisch, da die Erde und die Menschen für sie lediglich ein Schachbrett mit Spielsteinen darstellen, die sie im Rahmen ihrer Intrigen und Kämpfe skrupellos benutzen. Bres scheut nicht einmal davor zurück, das Land seiner Kraft zu berauben sowie Dämonen und Todesgötter herbeizurufen, um Atticus zu töten, und selbst Morrigan, Flidais und Brighid, die ihn innerhalb gewisser Grenzen unterstützen, bedienen sich seiner. Im Vergleich erscheinen die Vampire und Werwölfe richtig ‚menschlich‘. Die Ausflüge in die mythischen Zeitalter sind interessant, die Kämpfe spannend. Hat man sich von dem wortreichen Auftakt nicht abschrecken lassen, folgt man der Handlung mit wachsender Begeisterung bis zum Showdown. Abgerundet wird der Story durch Hinweise zur Aussprache der keltischen Namen.

„Die Chronik des eisernen Druiden“ von Kevin Herarne (Hearne der Jäger?) ist humorig, aber nicht ganz so abgedreht wie beispielsweise Terry Pratchetts „Scheibenwelt“-Romane. Man möchte den Band eher in einem Atemzug nennen mit Serien wie „Die Abenteuer von Harold Shea“ von Lyon Sprague DeCamp und Fletcher Pratt oder Gordon R. Dicksons „Drachenritter“. Der Autor legt zudem großen Wert auf die Vorstellung mythischer Figuren, die er leicht der Gegenwart angepasst hat, und auf packende, magische Kämpfe.

Man kann nicht behaupten, er habe das Rad mit seinem Urban Fantasy-Roman neu erfunden, aber hat man Freude an dem Thema und dem entspannten Stil, sucht man obendrein etwas anderes als ‚verliebte Vampire‘, dann wird man von diesem Band gut unterhalten und neugierig sein, was Atticus im nächsten Buch erlebt (in den USA liegt bereits der fünfte Teil vor). Ein launiger Schmöker für Genre-Fans, der Lust auf mehr macht!

Copyright by 2013 © Irene Salzmann (IS)

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Bainbridge, David: Wir Middle-Ager. Unsere besten Jahre – DREIMAL IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE!

Erstellt von Detlef Hedderich am 24. Februar 2013

Bainbridge, David
Wir Middle-Ager

Unsere besten Jahre

Übersetzt von Fuchs, Dieter
Verlag :      Klett-Cotta
ISBN :      978-3-608-94743-4
Einband :      gebunden
Preisinfo :      22,95 Eur[D] / 23,60 Eur[A] / 32,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 18.02.2013
Seiten/Umfang :      ca. 345 S. – 22,0 x 14,2 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Produktform (detailliert) :      B501
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 21.02.2013
Gewicht :      523 g

Doch was verändert sich überhaupt in dieser Lebensphase im Gehirn, in den Beziehungen und Körpern der Middle-Ager? Warum verrinnt die Lebenszeit schneller, je älter wir werden? Werden Menschen im mittleren Alter wirklich konservativer und unflexibler? Ist die sogenannte Midlife-Crisis wirklich der Grund, warum sich Männer – wie der Autor – rasante Sportflitzer kaufen? Und welche Vorzüge hat der Prozess des Alterns für die Menschen? Bainbridge findet verblüffende Antworten auf diese und ­viele andere Fragen: Ein erfrischend neuer Blick auf unsere besten Jahre im Leben. »Endlich können wir Middle-Ager‹ uns darauf konzentrieren, richtig gut darin zu werden, was den Menschen ­ausmacht.«

David Bainbridge hat seine Evolu­tion als Teenager in den frühen 1980er-Jahren in den Savannen von Essex durchlebt. Er hat an der University of Cambridge Zoologie und Veterinärmedizin studiert und unterrichtet dort Klinische Anatomie der Nutztiere. Als »Middle-Ager« mit 40 Jahren hat er sich endlich seinen lang gehegten Traum erfüllt und einen Sportwagen gekauft.

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GEWINNER: Manuela Krumbein, Jutta Schwiemann, Marco Christoph. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND VOR ALLEM UNSEREM SPONSOREN!

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Lauren Grodstein: Die Freundin meines Sohnes – DREIMAL IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE!

Erstellt von Detlef Hedderich am 27. November 2012

Lauren Grodstein
Die Freundin meines Sohnes

Originaltitel: A friend of the family
Verlag: Klett-Cotta
ISBN: 9783608938968
1. Auflage Februar 2011
aus dem Englischen übersetzt von Silvia Morawetz
Gebundene Ausgabe, 350 Seiten

www.klett-cotta.de
http://laurengrodstein.com

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei Libri.de

Viel findet sich nicht im Netz, wenn man Lauren Grodstein eintippt. Die in New Jersey geborene und aufgewachsene Autorin lebt noch heute mit ihrem Ehemann und Sohn dort. Sie unterrichtet kreatives Schreiben und Literaturwissenschaft in Camden. Ihre bisherigen Arbeiten wurden bereits in mehrere Sprachen übersetzt. So auch ihre Novelle „A friend of the familiy“, die im Februar letzten Jahres von Klett-Cotta auf den deutschen Markt gebracht wurde.

Eigentlich könnte alles perfekt sein. Der Internist Pete Dizinoff hat Elaine geheiratet, die er liebt. Die beiden haben Alec, ein Wunschkind, mittlerweile mehr oder weniger erwachsen.  Das eigene Haus, die eigene Praxis, genügend Geld also, und dazu noch Joe und Iris, gute Freunde aus Studienzeiten in der Nachbarschaft. 20 Jahre heimeliges Mittelstands-Klischee in den Vereinigten Staaten.

Nun ja, nicht ganz. Denn Wunschkind hin oder her – Alec ist nicht unbedingt der Schwiegermuttertraum schlechthin. Trotz aller Förderung schafft er die Schule mehr schlecht als recht, kommt mit Drogen in Kontakt, weiß nichts mit sich anzufangen, wirft ein teures Studium hin und will Künstler werden. Was macht der stolze Vater? Er knirscht mit den Zähnen und versucht dennoch die perfekte Grundlage für die Zukunft seines Sohnes zu schaffen.

Das Cover (blauer Himmel mit nur ein paar Wölkchen, ein schlichtes Haus, davor zwei männliche Figuren) ist schlicht  und ich hätte beim Betrachten desselben ebenso wenig wie durch den Titel herausgefunden, worum es geht. Denn es geht weniger um besagte Freundin, als um Petes Leben, in dem alles auseinander fällt. Oder vielmehr alles auseinanderfiel. Sein guter Ruf als Arzt, seine Freundschaften, seine Ehe, seine Familie – alles ist anders und nichts scheint gut. Mit Die Freundin meines Sohnes lässt Lauren Grodstein ihre Leserschaft auf Petes Leben zurückblicken, lässt sie mit ihm auf ein Urteil warten und erfahren, was zum abrupten Ende dieses ach so amerikanischen Idylls führte. Lässt ihn erzählen, was passiert ist.

Hier offenbarte sich für mich ein kleines Manko. Pete stellt sich bereits mit der Schilderung seiner aktuellen Lebenssituation voller Selbstmitleid und wenig sympathisch vor. Das hätte mich das Buch beinahe weglegen lassen. Nach einem anschließenden ausführlicheren Rückblick auf die Umstände, die zu eben dieser Situation führten, lässt die Autorin ihre Hauptfigur an diesen Anfang anknüpfen und beendet dadurch die Geschichte. Das eine oder andere konnte man sich jedoch bereits nach dieser anfänglichen Vorstellung denken.

Grodsteins Hauptfigur offenbart sich von Anfang an also wie bereits erwähnt nicht unbedingt als der sympathisch-nette Typ von nebenan. Vielmehr wird schnell deutlich, dass er ein Kontrollfreak ist, der letztlich nicht einmal vor Gewalt zurückschreckt, um seinen Willen durchzusetzen. Er ist hochmütig und in seiner Hochmütigkeit falsch, da er beispielsweise auf seine Freunde und deren Leben herabblickt. Doch warum? Weil er grundsätzlich ein schlechter Mensch ist?

Sicher nicht. Pete ist tatsächlich vielleicht nicht der sympathisch-nette Typ von nebenan. Aber er könnte nebenan oder sogar mit uns wohnen. Seine Taten und Denkweisen entstehen aus dem Wunsch, alles richtig zu machen. Seine Motivation ist die Liebe. Nicht zur Freundin seines Sohnes, wie man jetzt vielleicht vermuten könnte, sondern die zu seinem Sohn. Der eine oder andere mag das aus seinem Leben eher anders herum kennen (Mutter kann Sohn nicht loslassen, Vater die Tochter). Doch Alec ist Petes Wunschkind von seiner Traumfrau Elaine. Für Alec wünscht er sich ein gutes und sicheres Leben. Da passt es überhaupt nicht, dass der sich ausgerechnet in die in den Schoß ihrer Familie zurückkehrende Laura verliebt. Sie ist einige Jahre älter als Alec, die Tochter von Petes eingangs erwähnten guten Freunden Joe und Iris gleich nebenan. Ausgerechnet Laura, die mit 17 unbemerkt schwanger wurde, das Baby in einer Toilette zur Welt brachte und tötete. Ausgerechnet Laura, die danach erst in der Psychiatrie und dann in der Fremde verschwand. Ausgerechnet Laura – genauso interessant wie labil – verdreht Alec völlig den Kopf. Pete versucht alles, um diese Beziehung zu unterbinden.

Darüber vernachlässigt er seine Tätigkeit als Arzt. Prompt unterläuft ihm ein fataler und tödlicher Fehler und er landet vor Gericht. Darüber setzt er seine Freundschaft mit Lauras Eltern aufs Spiel, weil er etwas anrührt, das jahrelang nur oberflächlich übertüncht wurde, um den Schein der Normalität zu wahren. Ein Ereignis, das nie richtig aufgearbeitet wurde. Seine Ehe, seine Familie, sie gerät allein dadurch in Gefahr, weil er nicht davor zurückschreckt, auf seiner Sicht der Dinge zu beharren. Während Petes Frau Elaine Mitleid für Laura empfindet, Alec die Welt nicht mehr versteht, Iris für ihre eigene Tochter kämpft, obwohl sie sie für damals hasst, ist sie in Petes Augen einfach eine Mörderin und gefährlich. Sie ist nichts für seinen Sohn, der auch noch verkündet, mir ihr nach Paris gehen zu wollen. Um das zu verhindern, sucht Pete ein letztes Gespräch mit Laura. Es eskaliert und Laura dreht den Spieß um. Sie wehrt sich nicht nur gegen Petes Versuche sie von Alec zu trennen, sie bringt ihn in Misskredit.

Was grundsätzlich wie ein gutbürgerliches amerikanisches Idyll anmutet, erweist sich sukzessive als oberflächlich gut funktionierende Farce mit etlichen schwelenden Konflikten und jeder Menge Unverständnis. Denn natürlich gab es einen Grund, warum Laura die damalige Schwangerschaft verschwieg. Natürlich gibt es auch einen Grund, warum Alec so ist wie er ist. Und natürlich gibt es 1.000 Gründe den Schein zu wahren, die allesamt wichtiger scheinen, als die wirklichen Probleme. Pete und seine Familie sind bei weitem nicht die Vorzeigetypen, als die er sich und sie selbst gerne sieht. Er wirkt stellenweise arrogant und in seinem Eifer alles richtig zu machen wie bereits erwähnt wenig liebenswürdig. Doch genau das macht ihn wiederum menschlich – wer ist schon perfekt?

Die Autorin springt zwischen den Figuren hin und her, erzeugt durch Andeutungen Spannung – die allerdings durch die eine oder andere langatmige oberflächliche Passage gebrochen wird. Ihre Charaktere sind nicht wirklich diffus, aber auch nicht sonderlich klar herausgearbeitet. Man erkennt durchaus Laura als gleichermaßen schwach wie berechnend. Pete ebenso fatalistisch hilflos wie fanatisch. Dennoch scheint hier etwas zu fehlen. Hinzu kommt, dass der Lesefluss etwas ins Stottern kommt, weil Grodstein in Petes Schilderung der Vorfälle auch noch Zeitsprünge eingebaut hat und auf klitzekleine Nebenschauplätze ausweicht, die nicht zwingend für die Geschichte gewesen wären. Und doch tragen auch diese Abschweifungen, in denen Pete auf an und für sich nebensächliche Erfahrungen seines Lebens eingeht, dazu bei, seine Sorge und Liebe zu Alec herauszuarbeiten.

Und keines von Petes Problemen wirkt so erfunden, dass man den Kopf schütteln müsste. Alle muten, genau wie seine aus Verzweiflung entspringenden Handlungen und die daraus resultierenden Folgen, real und nachvollziehbar an. Grodsteins Roman zeigt, dass Geld und gut situierte Verhältnisse nicht vor Fehlentscheidungen und Problemen bewahren und sie bisweilen nicht nur nicht abmildern, sondern sogar verstärken können. Die gesamte Entwicklung von Petes Geschichte ist nicht immer akzeptabel aber durchaus nachvollziehbar und gerade dadurch erschreckend. Man stellt sich zwangsläufig die Frage, wie weit sich Eltern in das Leben ihrer erwachsen werdenden Kinder einmischen dürfen. Inwieweit sie sie vor Fehlern bewahren dürfen. Was falsch verstandene Liebe und was natürliches Schutzbedürfnis ist.

Fazit:

Die Freundin meines Sohnes lässt sich trotz kleinerer Schwächen leicht lesen, ohne zum Lesequickie zu verkommen. Es soll ein Thriller sein, ist jedoch nicht das spannendste Buch, das ich in letzter Zeit gelesen habe, und hat auch eine eher negative Grundnote. Dennoch konnte ich es nicht einfach so weglegen. Es zog mich langsam aber unaufhörlich bis zum Schluss. Denn durch die Nachvollziehbarkeit bestimmter Handlungen und Gedanken blieb bis zur letzten Seite der Wunsch, zu erfahren, wie die Sache ausgeht. Daher möchte ich Grodsteins Roman vier von fünf Punkten geben.

Copyright © 2012 Antje Jürgens (AJ)

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GEWINNER: Rolf Wanka, Siegmund Pruszczynski und Carmen Weizelmacher. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! Wir bedanken uns bei allen Mitspielern und unserem Sponsoren!

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Die Frankfurter Buchmesse 2012 – oder: die Geschichte eines entspannten Tages

Erstellt von Galaxykarl am 21. Oktober 2012

Die Frankfurter Buchmesse 2012
oder: die Geschichte eines entspannten Tages

In den letzten Jahren habe ich mich immer an den Publikumstagen ins Gewühl der Buchmesse gestürzt. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Welche tollen Angebote hier mitunter ein lokaler Buchhändler anbietet, habe ich ja letztes Jahr beschrieben … und genossen. Dieses Jahr wollte ich mal die „andere“ Seite der Messetage, also die Fachbesuchertage kennenlernen.

Doch wer ist eigentlich Fachbesucher? Ich bin weder Verleger, Lektor, noch Literaturagent. Kein Grossist oder sonst wie Mitarbeiter in oder für einen Verlag. Akkreditierter Fachjournalist? Alles nicht. Und Autoren sind zwar auch Fachbesucher, aber eben auch keine Journalisten. Ich war nicht minder überrascht, als ich auf der offiziellen Website der Frankfurter Buchmesse unter dem Button „Akkreditierung“ folgendes Wort las: Blogger. Aha, die Buchbranche hat scheinbar endlich erkannt, was im Internet abläuft und auch diese „Berufssparte“ in ihre Arme geschlossen. Zumindest die Messeveranstalter. Dazu später ein wenig mehr.

Ich hangelte mich also Wochen vor der Messe durch diese Website und trug brav meine Daten ein. Dann der Punkt „Nachweis der journalistischen Tätigkeit“. Meinen die den Presseausweis? Hat ein Blogger nicht. Eine Kopie eines Arbeitsvertrages einschlägiger Firmen (s. o.)? Ebenso Fehlanzeige. Die Lösung war schlicht ein Schreiben unseres lieben Detlef Hedderich, der darin bestätigt, dass Herr Werner Karl Chefredakteur des www.buchrezicenters.de ist. Voilà, unterschrieben, eingescannt und als pdf-Datei in die Web-Akkreditierung eingegeben. Es hieß im Weiteren, dass die Messeleitung die Anträge prüfen wird, es wohl schon 14 Tage dauern könne. OK, sag ich mir, Geduld Werner. Welche Überraschung: Am zweiten Tag war die Bestätigung samt E-Mail und Code für eine Eintrittskarte in meinem E-Mail-Fach. Frechheit siegt, dachte ich mir und hab das Spielchen mit zwei meiner fleißigen Rezi-Bienchen wiederholt und genauso rasch Erfolg verzeichnen dürfen. Na, das lässt sich doch sehen. Oder?

05:45 Uhr

Meinen ausgedruckten Messe-Eintrittscode und eine Liste mit Terminen und fest geplanten Anlaufpunkten in der Tasche fahre ich los. Der Himmel ist stockfinster, aber klar und die Sterne und eine dünne Mondsichel versetzen mich fast in Schreiblaune für eine Nachtszene. Im Kopf spuken schon wieder Szenefetzen und Satzfragmente durcheinander und ich muss mich zwingen, nicht anzuhalten, um sie zu notieren. Im Radio wähle ich meinen Lieblings-Infosender und höre prompt Beiträge zur Frankfurter Buchmesse. Eine davon verursacht mir zwiespältige Gefühle: Die Umsätze für E-Books (also die elektronischen Bücher, nicht die Geräte; E-Reader) seien seit letztem Jahr um 240 % gestiegen. Wow, denke ich, bald kein Papier mehr? Ich liebe aber Bücher. Dann noch eine Info, die irgendwie in die gleiche Wunde hackt: Das amerikanische NEWSWEEK – vergleichbar mit unserem SPIEGEL oder FOCUS – wird nicht mehr in gedruckter Form erscheinen. Nur noch als Online-Magazin. Ein Grund für die Buchbranche Blogger und Online-Redakteure immer ernster zu nehmen?

8:30 Uhr

Der Verkehr verdichtet sich und statt glitzernder Sterne, glitzern nun Regentropfen auf meine Scheibe herab. Frankfurt zeigt sich trotzdem von seiner besten Seite. Die Besucher werden perfekt von der Autobahn ins nächste Parkhaus des Messegeländes geleitet. Super Beschilderung. Deutscher Perfektionismus. Ich darf mir noch nicht mal selbst eine Position im Parkhaus suchen. Ein freundlich winkender Mann in Leuchtrot steht nämlich am Ende der Rampe und zeigt lächelnd aber bestimmt auf einen Platz. Als ich das Auto abschließe, deutet er stumm auf eine Flut menschlicher Lemminge, der ich mich anschließe und nach wenigen Minuten Fußmarsch in einem Messeshuttle lande. Keine Chance sich zu verlaufen, denke ich und irre hier. Aber ich werde es erst beim Verlassen der Messe merken. Im Busshuttle telefonieren mindestens 50 % der Fahrgäste und ich weiß: alles ganz ganz wichtige Leute. OK, dann tue ich auch so, grinse mit einer Mischung aus freundlichem Spott und Belustigung und klingle nach meinen beiden Rezensentinnen, mit denen ich mich verabredet habe. Ich lasse es lange klingeln, trotzdem keine Antwort.

8:45 Uhr

Die Asiatin hinter dem Tresen lächelt milde, als ich frage, wo ich für meinen Code eine Eintrittskarte bekomme und weist mich mit akzentfreiem Deutsch darauf hin, dass das selbst ausgedruckte und mittlerweile etwas zerknitterte Stück Papier in meiner Hand bereits die Eintrittkarte sei. Aha, schon wieder ein Punkt, der die Papierflut auf der Welt eingrenzen hilft. Mit einem umwerfenden Lachen offenbart sie mir, dass auch der kostenlose Parkplatz damit gebucht wird. Nur beim Verlassen nicht vergessen, sich an der Parkhauskasse einen Plastikchip geben zu lassen. Schließlich bin ich ja akkreditierter Fachbesucher. Upps, hatte ich schon wieder vergessen.

9:00 Uhr

Ich betrete die erste Halle und stelle sofort auf den Treppenaufgängen, Rolltreppen und Fluren fest, dass die gefürchteten Massen der Publikumstage sich hier auf deutlich weniger Besuchermengen reduziert haben. Ich atme auf und stürze mich in die Gänge und Stände.

Klett-Cotta

Bei dem angekündigten Fantasy-Highlight des Jahres führt mich mein erster Weg in die Gralsburg der Fantasy. „Hobbit“-Cover allenthalben und ich freue mich schon jetzt auf das auf mittlerweile drei Filme ausgeweitete Kinoereignis, an dem kein Fantasy-Fan vorbeikommen dürfte. Ich habe das Buch natürlich schon lange gelesen und vertraue hier Peter Jacksons Akribie und Können, der wieder die Regie, wie schon bei den „Herr-der-Ringe“-Filmen, übernommen hat.

Piper

Nachdem mich vor gut zwei Jahren auch beim Schreiben das Fantasy-Fieber gepackt hat, muss man einfach diesen Verlag besuchen. Michael Peinkofer, Markus Heitz und andere deutsche Autoren sind zu meiner Freude mindestens genauso stark mit Büchern präsentiert, wie die noch vor einigen Jahren dominierenden angloamerikanischen Autoren. Ich versuche zu erfahren, wann die Gewinner des „Grannock“-Fantasy-Wettbewerbes (an dem auch ich teilgenommen habe) bekannt gegeben werden, kann aber niemand finden, der hier Bescheid weiß.

Bastei-Lübbe

Ich frage die Pressereferentin für Belletristik, ob man den amerikanischen Erfolgs-Autor David Weber (SF-Serien „Honor Harrington“ und „Nimue Alban“) für ein Interview per E-Mail Fragen zusenden könne. Schließlich müssen die hin und her übersetzt werden. Sie freute sich zwar über das Interesse, wusste es aber nicht und wird sich – hoffentlich – darum kümmern.

Goldmann

Apropos Erfolgsautor. Ich hab mich mit Aileen P. Roberts („Thondras Kinder“, „Weltennebel“ und ganz neu: „Feenturm“) verabredet. Die Leser des sfbasars und des Buchrezicenters dürften sie mittlerweile gut kennen. Die Dame hinter dem Tresen guckt ahnungslos, ein Herr checkt die Liste der Autoren: „Nein, die Autorin ist heute nicht da.“ Na, super. Ich dreh mich leicht gefrustet um und da steht sie und lacht glucksend, als ich ihr die Reaktion der Goldmann-Truppe erzähle. Nein, die wissen tatsächlich nicht, dass sie sich u. a. mit einer Fangruppe hier treffen will. Kaum ausgesprochen, kichert auch schon eine ganze Blase Fans hinter mir und wir entern gemeinsam eine Cafeteria und verteidigen die leicht zugige Ecke gegen Anstürme der ersten hungrigen Messebesucher. Ich lasse die Mädels die Autorin mit Fragen bombardieren und halte mich zurück. Hier hat die Autorin das Wort.

11:30 Uhr

Ich treffe meine Rezensentinnen Iris Gasper und Sandra Stockem und freue mich richtig, die Mädels mal im Real-Life zu sehen. Das Internet führt doch manchmal zu echten Kontakten und wir gehen gemeinsam zum Stand von Rowohlt. Durch einen Gang geteilt, reihen sich gediegene dunkle Holzregale, in denen natürlich alles steht, was das Leserherz erfreut. Die Beiden haben einen Kurztermin mit der Pressereferentin, Frau Kaufmann. Es geht natürlich um Rezi-Exemplare und den Unterschied von uns (Buchrezicenter) zu weniger seriösen Online-Rezi-Plattformen. Sie bestätigt die zuverlässige Arbeit unserer Truppe und sichert uns weitere Kooperation zu.

Droemer-Knaur

Anderer Verlag, gleiches Spiel: Frau Patricia Keßler kennt und schätzt uns ebenso, wie viele andere Verlage. Für mich bleibt unterm Strich: Korrekte und zuverlässige Arbeit setzen sich auf lange Sicht auch im Internet durch. Auch dazu dienen meinen Messebesuche. Den Verlagen Flagge und Kontinuität zu zeigen.

13:00 Uhr

Mir knurrt der Magen. Mein persönliches Survivalpack habe ich längst verputzt und getrunken. Mir steht der Sinn nach überteuerter Messeverpflegung. Aus Erfahrung weiß ich, dass Brötchen die schlechteste Wahl sind, weil immer labberig und ungenießbar. Also konsumiere ich Wiener Würstchen mit Kartoffelsalat, das kann selbst der unqualifizierteste Cateringanbieter nicht vermasseln. Ich behalte Recht.

Den ganzen Nachmittag geht es noch so weiter. Ich treffe die Autorin Nicole Steyer, spreche mit ihr natürlich über das rechtzeitig zu Messe erschienene Buch „Die Hexe von Nassau“ und ihr nächstes Buchprojekt, das so geheim ist, dass sie selbst den Titel noch nicht verraten will. Überhaupt wird die Titelwahl zum Thema unseres Gesprächs und ich bin leicht bis milde geschockt, wie stark hier die Durchsetzungskraft eines Verlages ist. Auch rechtliche Fragen nach Titel-Ähnlichkeiten zu anderen Büchern sind ein Punkt, den ein Autor – und erst recht ein Verlag – beachten müssen.

14:45 Uhr

Mein nächster Termin findet im Lesezelt zwischen den Hallen 3 und 4 statt. Dort will ich mich mit der Autorin Emily Bold zu einem Live-Interview treffen. Sie publiziert seit Jahren ausschließlich online, ohne einen Verlag im Rücken und hat hier schon ein halbes Dutzend Romane veröffentlicht. Mir brennen mindestens zwanzig Fragen auf der Zunge und ich freue mich doppelt. Lt. ihrer Autoren-Website ist sie auch noch sehr attraktiv. Ich betrete das Lesezelt, gucke mich um und staune. Ganze Schulklassen drängen sich durch die Stuhlreihen und plappern heftig, aber lautstärkemäßig ziemlich diszipliniert und erwartungsfroh. Offensichtlich sind Schüler, die freiwillig lesen ein anderer Schlag als … ok, vergessen wir´s. Mein Blick fällt auf eine Bühne und ich verstehe: Die Jugendbuch-Autorin Isabel Abedi wird hier in wenigen Minuten aus Band 8 ihrer „Lola“-Reihe lesen. Um es kurz zu machen: meine Autorin erscheint nicht (ich erfahre später, dass sie an einer anderen Stelle auf mich gewartet hat) und ich werde durch die Lesung von Isabel Abedi und eingestreute Gitarrenstücke ihres Mannes mehr als entschädigt. Das Interview mit Emily Bold werden ich aber sicher nachholen. Versprochen.

Den Rest des Nachmittages verbringe ich mit der Suche nach Recherche-Büchern zu meinen Romanen, ab und an ein kurzes Hallo bei Verlagspartnern des Buchrezicenters und dann komme ich natürlich nicht umhin, eine alte Liebe aufflackern zu lassen: Plötzlich stehe ich am Stand des Pabel-Moewig-Verlages dem Chefredakteur Klaus Frick gegenüber. Natürlich geht es um die größte Science-Fiction-Serie der Welt: Perry Rhodan. Seit September 2011 hat ein Neuanfang begonnen, der sich nicht nur im Namen der neuen Serie – Perry Rhodan NEO – niederschlägt, sondern auch im Inhalt. Back-to-the-roots?, frage ich Herrn Frick und er bejaht und verneint gleichzeitig. Ja, zurück zum Anfang (und etwas näher zur realen Raumfahrt) und nein, an alle die glauben, die „Geschichte“ der Menschheit und PR würde so einfach noch mal erzählt. Definitiv keine Wiederholung, sondern völlig neue Abenteuer, näher an dem, was wir – real – über die Sterne, das Weltall und Raumfahrttechnik wissen und gelernt haben. Und natürlich eine wirkliche Chance für neue Fans der Serie, denen ein Einstieg in die Erstauflage einfach zu schwer fällt. Es werden sicherlich die Hauptprotagonisten wieder die Herzen der Fans erfreuen, aber auch neue Charaktere auftauchen.

Panini Comics / Panini Books

Ich traue meinen Augen nicht. Eine – zugegeben scharfe Dame – spreizt lasziv auf einem Poster ihre Beine. Der Titel des Buches lautet „BitchSM“. Kein Kommentar meinerseits. Später lese ich, dass die angekündigte und angeblich skandalträchtige Pressevorstellung eher verhalten abgelaufen ist. Angst vor der eigenen Courage?

16:00

Im Bereich der Wissenschaftsverlage finde ich eine Nachbildung des Antimaterie-Moduls aus dem Buch und Film „Illuminati“ von Dan Brown in einem Glaskasten. Schön gruselig. An einem anderen Stand präsentiert mir ein junger Programmierer eine Software, mit der man 3D-Animationen erstellen kann. Fühle mich fast wie in einem Scifi-Hardware-Laden. Ein Verlag, der sich auf exotische Sprachen spezialisiert hat, muss auch bei meiner Suche nach der Sprache der Picten passen; wird sich aber schlaumachen und sich ggf. melden. Schon wieder jemand. Mal seh´n, was solche Versprechen wert sind.

17:00 Uhr

Mein Gott, die Zeit rast auch an den Fachbesuchertagen und meine Füße und Knie melden sich und schreien nach einer weiteren Pause. Ich treffe Iris, Sandra und auch Aileen P. Roberts am Stand von Piper wieder. Happy Hour ist angesagt und wir schnappen uns erfrischende Drinks. Nach meinem Zweiten erkenne ich Wolfgang Hohlbein, der sich fast schüchtern und brav in die Reihe der Wartenden einreiht und sich ebenfalls einen Drink gönnt. Zu meiner Freude lassen ihn die anderen Gäste in Ruhe und er kann anstelle Autogrammwünsche zu erfüllen, sein Glas genießen. Die Mädels und ich vereinbaren, dass wir den Tag bei einem Abendessen ausklingen lassen und verabreden uns in einem Italiener, der angeblich nur 600 m Luftlinie von Messegelände entfernt liegt. Hört sich erst mal gut an. Iris hat reservieren lassen. Sonst keine Chance bei dem Betrieb.

17:45 Uhr

Zurück zum Auto. Messeshuttle, Chip holen und dann …? B1 habe ich gefunden. Aber das Parkdeck sieht vollgestopft ein wenig anders aus, als beinahe leer, als ich ankam. Die Auffahrrampe, die ich mir als Wegmarke eingeprägt hatte, ist nirgends zu sehen. Jede Richtung sieht aus wie die andere. So falsch kann ich aber nicht liegen und drücke auf meinen Autoschlüssel. Jepp, die Karre meldet sich mit einem freundlichen Doppelblinken, so als wollte sie mir zurufen: „Hey, hier bin ich!“ Und dann geht´s ab auf die Autobahn und anschließend in die Frankfurter Straßenschluchten. Natürlich verfranze ich mich und mein Navi wechselt den Ton und mault, warum ich diese Abfahrt nicht genommen habe. Nach Umwegen, die mir wie eine Expedition in unbekannte Gefilde vorkommen, finde ich den richtigen Weg … aber weder das Restaurant noch einen Parkplatz. Die Mädels sind schon dort und klingeln an; ich höre ihr Magenknurren durch die Freisprechanlage. Dann endlich: ein Parkplatz, von dem ich hoffe, dass es auch einer ist. Egal, mir hängt mittlerweile auch der Magen in den Kniekehlen.

19:00 Uhr

Nach dieser nervenzerfetzenden Parkplatzsuche – Frankfurt scheint mir eine einzige Baustelle zu sein, der Rest sind Einbahnstraßen, die auch noch vollgeparkt sind -, freuen wir uns auf ein entspanntes Abendessen und Fachsimpelei rund um Bücher und das harte Dasein als Autor. Dass die Karte –wenig überraschend – Messepreise auflistet, ist uns mittlerweile wurscht. Das Essen ist dafür einfach zu gut. Wir lachen und diskutieren, lästern über seltsame Menschen ab und fühlen uns einfach sauwohl. Und wieder geht die Zeit viel zu schnell vorbei. Hotelzimmer? Keine Chance; hätte ich schon vor einem Jahr buchen müssen. Also …

22:15 Uhr

Wir verabreden locker weitere Treffen, trennen uns leidlich erschöpft. Sicher hat jeder jetzt nur noch ein Ziel: nach Hause, unter die Dusche und ab in die Falle. Und nach der Messe ist vor der Messe. Während der Heimfahrt denke ich darüber nach, was ich nächstes Jahr unbedingt sehen will. Vielleicht doch früher ein Zimmer buchen … gähn. Upps, nur nicht einschlafen.

1:15 Uhr

Endlich: Ziel erreicht. Die Einzigen, die jetzt noch wach sind, sind meine beiden Haustiger, die mir um die Füße streichen und mit denen ich mir ein Gähn-Duell liefere. Ich gewinne und sinke in mein Kissen.

Copyright © 2012 by Werner Karl

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THE NEXT GENERATION – eine gesellschaftskritische Kurzgeschichte von Yvonne Rheinganz

Erstellt von Yvonne Rheinganz am 6. Oktober 2012

THE NEXT GENERATION

Eine gesellschaftskritische Kurzgeschichte
von
Yvonne Rheinganz

Vollkommen verstört stehe ich vor der Bibliothek. An der Tür kündet ein kleines Schild von einer großen Katastrophe: Bibliothek wegen Personalproblemen geschlossen. Der Zettel in meiner Hand fängt an zu zittern. Stunden habe ich investiert, um mir die passende Literatur zusammenzusuchen. Und nun? Mein Zeitplan bricht zusammen wie ein Kartenhaus und nimmt meine innere Ruhe mit. Schweiß bricht mir aus jeder Pore und ich atme zunehmend hektischer. Ich stehe kurz vorm Kollaps und bin am Hyperventilieren, als sich von hinten eine Hand auf meine Schulter legt. Ich drehe mich um und blicke in ein mir flüchtig bekanntes Gesicht. Meine Stimme bricht, als ich mitteile: „Die Bibliothek ist geschlossen.“ Dies wird mit einem mitleidigen Blick quittiert. „Dann gehst du eben morgen hin, ist doch nicht der Weltuntergang“, teilt er mir mit. Ich stemple den Typen vor mir als Verrückten ab. Einen Tag später gehen? Das geht nicht, das passt nicht in den Zeitplan. Der Zeitplan ist überlebensnotwenig. Alles muss geplant sein. Es gibt keine Zeit für Abweichungen. Mein Leben ist bis zu meinem 40 Geburtstag durchgeplant. Riesterrente, Bausparvertrag, Berufsunfähigkeitsversicherung – alles wichtige Bestandteile meines Lebens. Das erste Kind ist mit 30 geplant und ein zweites wird es nicht geben. Das ist unwirtschaftlich und frisst zuviel Zeit. Das eine ist schon unvernünftig, aber irgendwer muss ja für die nächste Generation sorgen. Mit 30 muss alles stehen: Familie und fester Job, pure Alltagsroutine. Auch das Leben meines zukünftigen Kindes steht schon fest: Natürlich wird es das Abitur machen und studieren gehen. Am besten etwas Vernünftiges wie Maschinenbau oder Ingenieurinformatik, aber auch BWL wäre im Rahmen des Erträglichen. Ein nützliches Mitglied der Gesellschaft, fähiges Humankapital. Tragbar für den Staat und ökonomisch sinnvoll für die Wirtschaft. Ich blinzle. Der Typ steht immer noch da, schaut mich mitleidig an und der Moment dehnt sich bis ins Unendliche aus. Du musst dir auch einmal Zeit nehmen nach links und rechts zu sehen sagt er mir. Nach links und rechts sehen – er scheint nicht zu wissen, dass das vollkommen unerwünscht ist.

Das Mädchen vor mir ist ein grandioses Sinnbild für die vollkommene Zerstörung des humnoldschen Bildungsideals. Sie sind alle so die Neuen. Manche kommen und dürfen noch nicht einmal alleine Autofahren. Sie sind 17 Jahre jung wurden früher eingeschult und durch G8 durchgeprügelt. Danach schickt man sie in die Uni und drückt ihnen fertige Stundenpläne in die Hand. Sie sind verlässlich wie ein Uhrwerk, arbeiten Teilmodule und Module ab. Schreiben Hausarbeiten und halten Referate. Sie sitzen nachts, um zwölf vor ihren Rechnern um sich für ihre Prüfungen anzumelden oder sich in Kurse einzuschreiben. Sie sammeln fleißig Creditpoints, wie wir früher Fußballsammelbildchen. Und sie wissen nicht, was Leben heißt. Sie sind eine graue Masse und unterscheiden sich nicht voneinander. Sie verfallen in Panik, wenn ein Hinderniss auftaucht und sie schauen nicht nach rechts oder links. Keine Beteiligung mehr in Fachschaften oder Gremien der studentischen Selbstverwaltung. Theatergruppen bestehen nur noch aus fünf Leuten und im Uni-Chor finden sich fast nur noch Musikstudenten. Das Einzige was sie nutzen ist der Unisport – nicht weil es ihnen Spaß macht, sondern weil der ideale Arbeitnehmer gesund und vital ist.

Morgens hetzen sie gestresst zu ihren Veranstaltungen und nachdem sie das obligatorische Referat abgeliefert haben verfallen sie in Winterstarre. Von diesem Moment an ist der Kurs sinnlos und frisst ihnen nur die Zeit. Reihenweise verschanzen sie sich hinter ihren Laptops und bereiten die Referate für den nächsten Kurs vor. Was sie lernen sollen, interessiert sie nicht. Wenn man sie fragt, was sie in diesem Kurs machen antworten sie Creditpoints sammeln. Das treibt manchen Kursleiter in die Verzweiflung oder zu Taten die die vollkommene Hilfslosigkeit wiederspiegeln. Es gibt nun stündliche Lektüretests wie in der Schule, denn sonst macht es für die Studierenden keinen Sinn mehr ihre Texte zu lesen. Schließlich muss die Kosten-Nutzen-Relation stimmen und diese scheint mit purem Wissenszuwachs nicht ausbalanciert zu sein. Also führen wir weitere Regeln ein: 75 % der Lektüretest müssen bestanden sein und in jeder Stunde ist eine Zusammenfassung abzuliefern. Ohne Regeln geht es in dieser Generation nicht, weiß eine Kollegin zu berichten.

Wir stehen vor einer humanitären Katastrophe, denn wir haben uns verschätzt, als wir unsere Kalkulation für die optimale Förderung des Humankapitels machten. Leistungs- und konkurrenzfähiger sollten sie werden- für den freien Markt. Sie sollten unsere Wirtschaft vorantreiben und uns an der Exportspitze halten. Nun stehen wir vor dem Ergebnis unseres Zuchtprogramms. Sie brechen in Verzweiflung aus, wenn sie Führungsaufgaben übernehmen sollen, sind unkreativ und scheuen Innovationen. Sie sind Einzelkämpfer und glänzen mit der vollkommenen Perfektion der Ellenbogengesellschaft, obwohl wir Teamfähigkeit fördern wollten.

Da wir auf ein Weckerklingeln nicht hoffen können, ist nun Schadensbegrenzung gefragt. Doch keiner weiß wie – schließlich sind Kreativität und Innovation schon seit Längerem als Zeitverschwendung verschrien. Rudern wir also erst einmal zurück machen aus G8 wieder G9, verzichten aber auf einen vollkommenen Neustart des Systems.

Dafür ist nämlich keine Zeit …

© 2012 Yvonne Rheinganz

Bildrechte: “Alltagsgeschichten (en gros)” (Alltag3.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Kaufempfehlung der Autorin:


Weiss, Halko / Harrer, Michael E. / Dietz, Thomas

Das Achtsamkeits-Buch

ISBN :      978-3-608-94558-4
Einband :      gebunden
Preisinfo : 22,95 Eur[D] / 23,60 Eur[A] / 32,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Seiten/Umfang :      303 S.
Erscheinungsdatum :   2012
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Inhalt:

Achtsamkeit bringt eine neue Qualität in Ihr Leben, die größeres Glück und mehr Erfüllung ermöglicht. Dieses Buch stellt die Kerngedanken in knapper Form vor, liefert das nötige Hintergrundwissen und enthält praktische Übungen für Coaching, Stressmanagement, Therapie und im privaten Umfeld.

Achtsamkeit als Weg
- zu innerer Klarheit
- zu Ruhe, innerem Frieden und Gelassenheit
- zur Selbsterforschung und zu persönlichem Wachstum
- zu wohlwollender Selbstfürsorge und effektiver Selbstführung
- zu intensiverem Erleben, mehr Lebensfreude und Lebensqualität
- und persönliche und professionelle Beziehungen heilsam zu gestalten

Die Autoren sind Pioniere in der professionellen Anwendung von Achtsamkeit und erklären,
- was Achtsamkeit ist,
- wie sie wirkt,
- wie sie angewendet und genutzt werden kann.

Halko Weiss, Ph. D., Psychologischer Psychotherapeut. Hat die Achtsamkeitsmeditation vor über 30 Jahren in einem buddhistischen Kloster in Sri Lanka kennengelernt und unterrichtet seit 1980 die in Achtsamkeit eingebettete körperpsychotherapeutische Hakomi

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ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln unter Artikel unserer Community-Autoren, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens einen Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

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Müller-Münch, Ingrid: Die geprügelte Generation. Kochlöffel, Rohrstock und die Folgen. – DREI EXEMPLARE IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 7. August 2012

Müller-Münch, Ingrid
Die geprügelte Generation

Kochlöffel, Rohrstock und die Folgen

Verlag :      Klett-Cotta
ISBN :      978-3-608-94680-2
Einband :      gebunden
Preisinfo :      19,95 Eur[D] / 20,50 Eur[A] / 27,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 27.02.2012
Seiten/Umfang :      ca. 284 S. – 21,0 x 13,3 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 22.02.2012
Gewicht :      446 g

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Ein Großteil der deutschen Nachkriegskinder ist ins Leben hineingeprügelt worden. Wie kam es dazu, dass Eltern zu Teppichklopfer oder gar Rohrstock griffen? Was wurde aus diesen Kindern, die lange Jahre ihres Lebens mit dem Gefühl durch die Welt gingen: Die Eltern mögen mich nicht, ich bin ein Nichts!

Erst nachdem bekannt wurde, dass in Heimen und Privatschulen Misshandlungen an der Tagesordnung waren, dass Geistliche Kinder mit Stöcken schlugen – erst seitdem wird offen über die damals an Kindern verübte alltägliche Gewalt geredet.

Fragen nach dem WARUM kommen auf: War es der Zeitgeist, der zu Watsch’n und einer Tracht Prügel verleitete? Hing es damit zusammen, dass die Väter traumatisiert aus dem Krieg zurückkehrten? Geschah dies alles in einer unsäglich brutalen Erziehungstradition? Mit einem Blick auf Gegenwart und Vergangenheit beschreibt dieses Buch, wie sich der Vertrauensbruch der Eltern auf die Biografie der Kinder ausgewirkt hat.

Wie die demütigenden Schläge die Gefühle, den Alltag und die Beziehungen einer ganzen Generation bis heute beeinflussen. Und ob die einst geprügelten Kinder als spätere Erwachsene diesen Eltern verziehen oder mit ihnen brachen.

Ingrid Müller-Münch Journalistin und Autorin. Sie war Korrespondentin der Nachrichtenagentur »Reuters« und der »Frankfurter Rundschau«, Redakteurin beim »Stern« und arbeitet heute hauptsächlich für den Westdeutschen Rundfunk«. Sie lebt in Köln.

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Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): In welcher Stadt lebt die Autorin heute? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

DIE GEWINNER LAUTEN: Andreas Siebel, Sven Fielstedde und Ingrid Kahl. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN UNSEREM SPONSOREN UND ALLEN TEILNEHMERN!

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Jonathan London: Paket Froggy–Lesehefte 1.-4. Schuljahr. – DREI GEWINNPAKETE MIT ALLEN SECHS TITEL BEI UNS IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 30. Juni 2012

Jonathan London
Paket Froggy – Lesehefte
1.-4. Schuljahr

Das abgebildete Cover zeigt beispielgebend das Heft “Froggy goes to school” (Anm. der Red.)

Froggy gets dressed (1993)
Froggy goes to school (1997)
Froogy plays soccer (2000)
Froggy goes to the doctor (2003)
Froggy’s day with dad (2005)
Froggy’s sleepover (2005)

Scholastic Inc.Verlag
ISBN 978-3-12-589085-5
Bilderbuch, Bildung
Erschienen (Jahr der deutschen Ausgabe)
Illustrationen Frank Remkiewicz
Umfang 6 Bücher à 32 Seiten

www.klett.de
www.scholastic.com

Titel erhältlich bei Amazon.de
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Titel erhältlich bei Booklooker.de

Vorwort

Die hier vorgestellten Titel werden von Klett in Deutschland vertrieben. Man erhält hierbei die englischsprachigen Originalausgaben der Titel “Froggy gets dressed (1993)”, “Froggy goes to school (1997)”, Froogy plays soccer (2000)”, Froggy goes to the doctor (2003), Froggy’s day with dad (2005) und “Froggy’s sleepover (2005)”

Zum Inhalt

Froggy gets dressed (1993)

Normalerweise schläft Froggy im Winter, doch dieses Mal ist er aufgewacht und möchte unbedingt in den Schnee spielen gehen. Dafür muss er sich aber erst einmal anziehen. Leider ist Froggy sehr zerstreut und vergisst jedes Mal ein anderes Kleidungsstück. Als er endlich alles zusammen hat, ist er zu müde, um draußen zu spielen, und legt sich wieder schlafen.

Froggy goes to school (1997)

Froggy ist sehr aufgeregt, denn bald darf auch er in die Schule gehen. Leider plagen ihn davor ziemlich Albträume. Doch an seinem ersten Tag geht alles glatt. Doch Froggy kann sich nur schwer an die Schule gewöhnen. Denn dort muss man sich an Regeln halten, stillsitzen und zuhören. Ganz schön schwer für so einen kleinen Frosch …

Froogy plays soccer(2000)

Heute geht Froggy zusammen mit seinen Freunden Fußballspielen. Sein Vater hat ihm alle wichtigen Regeln eingetrichtert und Froggy weiß nun ganz genau, was er beim Fußball tun darf und was nicht. Doch beim Spiel ist Froggy wieder einmal unkonzentriert und ihm passiert deshalb ein fatales Missgeschick …

Froggy goes to the doctor (2003)

Der Tag für Froggy Routineuntersuchung ist gekommen und wie jedes Kind hat auch Froggy Angst vor dem Arzt. Er fürchtet sich besonders davor, eine Spritze zu bekommen. Aber beim Arzt hat Froggy ganz andere Probleme. Ungeputzte Zähne und fehlende Unterwäsche lassen seine Kinderärztin förmlich in die Knie gehen. Als dann bei seiner Reflexuntersuchung etwas schief läuft, ist es nicht Froggy der Angst vorm Arzt haben muss …

Froggy’s day with dad (2005)

Vatertag steht vor der Tür und Froggy hat sich allerlei für seinen Vater ausgedacht. Zuerst überrascht er ihn mit einem selbstgemachten Frühstück, bei dem ganz nach Froggys Art fast nichts schief geht. Anschließend geht es zum Golfplatz, allerdings ist er zu klein für das richtige Golfen und so verlegen sie sich auf Minigolf. Zuerst will Froggy aber Boot fahren und Baseballspielen, schließlich soll nicht nur sein Vater Spaß haben …

Froggy’s sleepover (2005)

Froggys erste Pyjamaparty steht ins Haus und der kleine Frosch freut sich unbändig darauf, bei seinem besten Freund Max zu übernachten. Doch dann kann er dort nicht schlafen und fürchtet sich. Kurz entschlossen wechseln die beiden Freunde zu Froggys Heim, aber dort kann Max nicht schlafen. Ob in dieser Nacht überhaupt jemand zum Schlafen kommt? …

Fazit

Die Inhalte der vorgestellten Titel waren durchgehend für die von Klett vorgeschlagenen Klassenstufen 1-4 geeignet. Allerdings bezweifle ich, dass die Kinder schon in Klasse 3 die Bücher eigenständig erlesen können. Dies liegt nicht unbedingt an den Vokabeln. Froggys Aussprüche sind in allen Büchern gleichbleibend und auch der Aufbau der Bücher, sowie die verwendete Satzstruktur sind ähnlich. Allerdings sind die Titel grammatikalisch doch schon recht komplex. Manchmal finden sich bis zu vier Zeiten auf einer Seite. Zwar unterstützen die Bilder gut das Grundverständnis, dennoch birgt das eigenständige Erlesen doch schon einige Risiken.  Schwächere Kinder sind schnell frustriert bei zu vielen unbekannten Vokabeln und auch die Gefahr von Aussprachefehlern ist gegeben.

Leider liegen den Heften keine CD bei, auf denen der Schüler die Aussprache in Erfahrung bringen könnte. Auch gibt es keine Zusatzinformation für den Lehrer über die Vokabeln und grammatischen Eigenarten des Titels. Es liegt kein didaktischer Kommentar zum Umgang mit den Büchlein bei. Man erhält hier nur die Kinderbücher kein vorbereitetes Lehrmaterial. Anmerkungen zum Entlasten des Materials bezüglich des verwendeten Wortschatzes hätte ich mir sehr gewünscht, da sich der Wortschatz gerade bei Grundschülern nicht so schnell aufbauen lässt. Mehr als 5 Vokabeln überfordern die Kinder und die hat man schon meist bei Seite 2 in einem neuen Buch der Reihe abgedeckt.

Kurz um: Geschichten, die sich hervorragend im Unterricht einsetzen lassen, wenn man Wortschatz und Verstehenshilfen für die Klasse eigenständig entwirft.

Copyright © 2012 by Yvonne Rheinganz

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Preisrätsel 3 x 1 GEWINNPAKET MIT ALLEN 6 TITELN: Wer ein solches Paket erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!):  Wie heißen die 6 Titel, die in jedem Gewinnpaket enthalten sind? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen!

DIE GEWINNER LAUTEN: Ljudmila Nermin, Alexej Erdal und Alexander Flüscher. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN UNSEREM SPONSOREN UND ALLEN TEILNEHMERN!

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BUCHPREMIERE: “Schlagmann” mit der Sportreporterin Evi Simeoni am 10. Juli 2012 um 19 Uhr im Clubhaus der Frankfurter RG Germania 1869 e.V. – Schaumainkai 65 – 60596 Frankfurt/Main. – BEI UNS FÜNF EXEMPLARE DES TITELS IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 23. Juni 2012

BUCHPREMIERE
“Schlagmann”
mit der Sportreporterin Evi Simeoni

10. Juli 2012
19 Uhr
im Clubhaus der
Frankfurter RG Germania 1869 e.V.
Schaumainkai 65
60596 Frankfurt/Main

Moderation: Sven Busch (Sportchef dpa)

Evi Simeoni Evi Simeoni wurde 1958 in Stuttgart geboren. Seit 1981 ist sie Sportredakteurin der »Frankfurter Allgemeine Zeitung« und inzwischen Reporterin. 1981 wurde sie mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet. 1996 wurde sie zur »Sportjournalistin des Jahres« gewählt. »Schlagmann« ist ihr erster Roman.

“Schlagmann”
Arne hat alles, was man sich wünschen kann: eine attraktive Freundin, einen durchtrainierten Körper und eine Goldmedaille. Und doch zerstört er planmäßig sein Leben. Aus unterschiedlichen Perspektiven schildert Evi Simeoni den unaufhaltsamen Niedergang und das Sterben eines Menschen mit großer erzählerischer Wucht und Anteilnahme.

Der Eintritt ist frei.
Um Anmeldung wird gebeten bis zum 3. Juli 2012
bei Verena Krieg (v.krieg@klett-cotta.deoder Tel. 0711-66721716)

Simeoni, Evi
Schlagmann

Roman

Verlag :      Klett-Cotta
ISBN :      978-3-608-93969-9
Einband :      gebunden
Preisinfo :      ca. 19,95 Eur[D] / ca. 20,50 Eur[A] / ca. 27,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Seiten/Umfang :      276 S. – 20,9 x 13,5 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 09.07.2012
Gewicht :      428 g

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
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Arne hat alles, was man sich wünschen kann: eine attraktive Freundin, einen durchtrainierten Körper und eine Goldmedaille. Und doch zerstört er planmäßig sein Leben. Noch Jahre später lässt die Menschen, die ihm nahe standen, eine Frage nicht los: Warum haben wir nichts bemerkt?

Die erfolgreiche Journalistin Evi Simeoni beschreibt in ihrem Debüt die an einer wahren Begebenheit orientierte Leidensgeschichte eines Hochleistungssportlers. Der Schlagmann Arne Hansen gewinnt zwar die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen, aber er kann sich an dem Sieg nicht freuen. Innerlich ist er leer und ausgebrannt. Der Höhepunkt seiner Sportlerkarriere ist auch der Wendepunkt seines Lebens. Fassungslos müssen seine Freundin und ein Mannschaftskollege mitansehen, wie der magersüchtige Arne sich selbst zugrunde richtet. Aus unterschiedlichen Perspektiven wird der unaufhaltsame Niedergang und das Sterben eines Menschen mit großer erzählerischer Wucht und Anteilnahme geschildert.

Evi Simeoni wurde 1958 in Stuttgart geboren. Seit 1981 ist sie Sportredakteurin der »Frankfurter Allgemeine Zeitung« und inzwischen Reporterin. 1981 wurde sie mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet. 1996 wurde sie zur »Sportjournalistin des Jahres« gewählt. »Schlagmann« ist ihr erster Roman.

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

Preisrätsel 5 x 1 Exemplar: Wer ein Exemplar erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!):  Seit wann ist die Autorin Sportredakteurin der »Frankfurter Allgemeine Zeitung«? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 500 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen!

DIE GEWINNER LAUTEN: Markus Caulea, Svenja Dernorsek, Jan Mesch, Hugo Dybowska und Antje Schaffer-Lienert. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN UNSEREM SPONSOREN UND ALLEN TEILNEHMERN!

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Knapp, Robert: Römer im Schatten der Geschichte. Gladiatoren, Prostituierte, Soldaten: Männer und Frauen im Römischen Reich. – BEI UNS DREI EXEMPLARE IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 5. Mai 2012

Knapp, Robert
Römer im Schatten der Geschichte
Gladiatoren, Prostituierte, Soldaten: Männer und Frauen im Römischen Reich

Klett-Cotta
ISBN 978-3-608-94703-8
Übersetzt von Ute Spengler
Umfang: 398 Seiten
Mit 30 Farbtafeln und weiteren s/w-Abbildungen
Hardcover
Erscheinungsdatum: 1. Aufl. 15.03.2012
Geschichte, Römisches Reich/Gesellschaft, Sozialwissenschaften

www.klett-cotta.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zum Autor:

Robert Knapp ist emeritierter Professor für Alte Geschichte in Berkeley, University of California. Er hat sich vor der Erforschung der Mittel- und Unterschichten insbesondere der Epigrafik und der römischen Geschichte der iberischen Halbinsel gewidmet.
(Klappentext)

Zum Buch:

Kein antiker Staat, kein Imperium, das diese Bezeichnung wirklich verdient hat, ist bekannter als das antike Römische Reich. Und natürlich kennen wir viele bekannte Namen von Imperatoren wie Cäsar, Caligula und Nero. Namen von Heerführern – ob erfolgreich oder nicht – wie Scipio und Varus, oder Philosophen und Politiker wie Seneca und Cicero. Aber sie alle sind nach heutiger Bezeichnung Prominente, die Elite, die dünne Oberschicht. Über ihr Leben und Wirken gibt es massenhaft überlieferte Literatur und Belege.

Doch wie sieht es mit den einfachen Menschen aus? Selbstverständlich machen sie wie bei jedem Volk die Masse der Bevölkerung aus. In vielen Filmen über diese Zeit erscheinen sie als Randfiguren. Seltene Ausnahmen wie Spartacus als Sklave und Gladiator, später als Aufständischer, zeigen aber im Film nicht das wahre Bild. Wie lebte das einfache Volk? Hier ist der Titel des Buches perfekt gewählt: „Römer im Schatten der Geschichte“.

Gewöhnliche Männer und Frauen, Arme, Sklaven, Freigelassene, Soldaten, Prostituierte, Gladiatoren (nicht die wenigen berühmten, sondern die Masse) und letztendlich auch die „Outlaws“, Banditen und Piraten. Wie sah ihr Tag aus? Was bestimmte ihr Leben, ihr Handeln? Welchen Regeln und gesellschaftlichen Zwängen unterlagen sie?

Fazit:

„Römer im Schatten der Geschichte“ gibt uns hier detaillierte und oft genug erstaunliche Einblicke. Die 30 farbigen Bildtafeln zeigen auch durch scheinbar nebensächliche Gegenstände, wie o. g. Bevölkerungsgruppen im Alltag gelebt haben. Bei der Lektüre dieses Buches verrückte sich von Seite zu Seite mein Bild über die antiken Römer. Robert Knapp ist für mich der Guido Knopp für das Thema Rom.

Copyright © 2012 by Werner Karl

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Wie viele farbigen Bildtafeln gibt es laut Buchrezension? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

DIE GEWINNER LAUTEN: Helene Hausseckeer, Mathias Kloss und Thomas Mitlacher. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN UNSEREM SPONSOREN UND ALLEN TEILNEHMERN!

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