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Literatur-Blog

Archiv für die 'Jugend' Kategorie

Paolini, Christopher: Eragon – Das Erbe der Macht. Band 4 (Hörbuch) – BEI UNS DREIMAL IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 21. Mai 2012

Paolini, Christopher
Eragon – Das Erbe der Macht
Band 4

Gelesen von Fröhlich, Andreas
Verlag :      cbj audio
ISBN :      978-3-8371-0854-5
Preisinfo :      49,99 Eur[D] UVP / 49,99 Eur[A] UVP / 69,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Produktform :      A: Audio-CD
Erscheinungsdatum :      ungekürzte Lesung 19.11.2011

Medien :
Hoerprobe(MP3)

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Das lang ersehnte, grandiose Finale der Eragon-Saga!

Ein schrecklicher Krieg wütet in Alagaësia. Alle Völker haben sich zusammengeschlossen und ziehen in den Kampf gegen Galbatorix, den grausamen Herrscher des Imperiums. Eragon weiß, dass er und Saphira ihm irgendwann gegenüberstehen werden. Treue Gefährten kämpfen an seiner Seite, allen voran die wunderschöne, kluge Elfe Arya. Doch der finstere König ist nahezu unbesiegbar, denn er besitzt die Macht zahlloser Drachen, deren Seelenhort, den Eldunarí, er an sich gerissen hat. Ein neuer Drache und ein neuer Drachenreiter verändern das Kräfteverhältnis. Wird Eragon Galbatorix besiegen können? Oder muss er sich geschlagen geben? Eine Prophezeiung besagt, dass Eragon Alagaësia für immer verlassen wird …

Christopher Paolini hat nie eine öffentliche Schule besucht, sondern wurde von seiner Mutter zu Hause unterrichtet. Als Jugendlicher entdeckt er die Welt der Bücher. Hingerissen verschlingt er J.-R.-R. Tolkien, Raymond Feist, die nordischen Heldensagen – und erschafft mit 15 Jahren eine ganz eigene, komplexe Fantasy-Welt, Alagaësia. »Eragon« erscheint zunächst im Selbstverlag der Eltern und avanciert durch Mundpropaganda zum heimlichen Bestseller. Durch den Schriftsteller Carl Hiaasen auf das Buch aufmerksam gemacht, veröffentlicht Random House USA im September 2003 die Buchhandelsausgabe, die seitdem alle Rekorde bricht. Heute wird Christopher Paolini weltweit als Autor gefeiert. Er lebt mit seiner Familie in Paradise Valley, Montana.

Andreas Fröhlich, bekannt geworden durch seine Rolle als Bob Andrews in „Die drei ???”, ist auch als Synchronsprecher (John Cusack, Edward Norton und Gollum aus „Herr der Ringe”) sehr erfolgreich. Für Random House Audio hat er u.a. Teil 1-3 der Eragon-Saga gelesen.

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Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): An wessen Seite kämpft die wunderschöne, kluge Elfe Arya? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

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Ness, Patrick / Dowd, Siobhan: Sieben Minuten nach Mitternacht. – BEI UNS DREIMAL IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 19. Mai 2012

Ness, Patrick / Dowd, Siobhan
Sieben Minuten nach Mitternacht

Im Buch blättern

Illustriert von Kay, Jim. Übersetzt von Abarbanell, Bettina
Verlag :      cbj
ISBN :      978-3-570-15374-1
Einband :      gebunden
Preisinfo :      16,99 Eur[D] / 17,50 Eur[A] / 24,50 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 21.11.2011
Seiten/Umfang :      216 S., Mit s/w Illustrationen – 20,8 x 16,2 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      29.08.2011

Medien :

Leseprobe(PDF)

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Zwei große Erzähler – eine Geschichte, die den Tod in seine Schranken weist.

Das Monster erscheint sieben Minuten nach Mitternacht. Aber es ist nicht das Monster, das Conor fürchtet. Was er eigentlich fürchtet, ist jener monströse Albtraum, der ihn jede Nacht quält, seit seine Mutter ihre Behandlung begann. Dieser Traum, in dessen Herzen tiefstes Dunkel herrscht und wo im Abgrund ein Albtraumwesen lauert, bis dann ein Schrei die Nacht zerreißt …

Das Monster aber, das scheinbar im Garten hinter Conors Haus lebt, verkörpert etwas völlig anderes. Es ist uralt, wild und weise – es ist das Leben selbst. Und es ist gekommen, um Conor zu helfen. Doch auf welchen Weg Conor sich mit seinem gigantischen Freund begeben wird, ahnt er nicht. Er wird ihn hinab in die tiefsten Tiefen seiner Seele führen, er wird ihn in seinen Albtraum begleiten und dann wird er ihm das Gefährlichste überhaupt abverlangen: die ganze Wahrheit. Denn nur wenn Conor sich dieser stellt, wird er das wahre Wesen des Lebens erkennen …

In »Sieben Minuten nach Mitternacht« schreibt Patrick Ness eine Idee seiner mit der Carnegie Medal und dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichneten Schriftstellerkollegin Siobhan Dowd weiter. Ihr früher, tragischer Krebstod verhinderte die Umsetzung ihrer Idee in eine eigene Geschichte.

Siobhan Dowd, in London geboren, stammte aus County Waterford, Irland, und verbrachte dort einen großen Teil ihrer Kindheit. Nach der Schulzeit in London studierte sie in Oxford und begann dort als Redakteurin für PEN International und als freischaffende Autorin zu arbeiten. Bereits ihr Debutroman kam auf die Auswahlliste des Deutschen Jugendliteraturpreises, für ihr drittes Jugendbuch wurde sie mit Carnegie Medal ausgezeichnet. Nach schwerer Krankheit erlag Siobhan Dowd 2007 ihrem Krebsleiden.

Patrick Ness wuchs in den Vereinigten Staaten und auf Hawaii auf. Seit Ende der 90er-Jahre lebt er in London und ist dort als Literaturkritiker für die Tageszeitung The Guardian tätig. Für seine Kinder- und Jugendbücher wurde er mehrfach ausgezeichnet, er gewann unter anderem den renommierten Costa Children’s Book Award und war auf der Auswahlliste für die Carnegie Medal.

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Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Das Monster erscheint wie viele Minuten nach Mitternacht? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

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Siegner, Ingo: Der kleine Drache Kokosnuss im Weltraum. Band 17. – BEI UNS DREIMAL IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 18. Mai 2012

Siegner, Ingo
Der kleine Drache Kokosnuss im Weltraum

Band 17

Illustriert von Siegner, Ingo
Verlag :      cbj
ISBN :      978-3-570-15283-6
Einband :      gebunden
Preisinfo :      7,99 Eur[D] / 8,30 Eur[A] / 11,90 CHF UVP
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Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 03.05.2012
Seiten/Umfang :      80 S., Mit fbg. Illustrationen – 21,0 x 15,5 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      26.03.2012

Medien :
Leseprobe(PDF)

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Der kleine Drache Kokosnuss, Stachelschwein Matilda und Fressdrache Oskar staunen nicht schlecht, als am Strand der Dracheninsel – direkt vor ihren Füßen – ein Raumgleiter mit einem kleinen Außerirdischen landet. Der Besucher aus dem All hat sich auf seinem ersten Alleinflug hoffnungslos verirrt – und jetzt lässt sich sein Raumgleiter nicht mehr starten. Kokosnuss & Co. versprechen, dem gestrandeten Außerirdischen zu helfen und ihn nach Hause zu begleiten. Dabei geraten die drei Freunde wieder in ein spannendes Abenteuer, das diesmal in den Weiten des Weltraums spielt.

Ingo Siegner, 1965 in Hannover geboren, wuchs in Großburgwedel auf. Nach Schule und Zivildienst wurde er Sparkassenkaufmann, ging als Au-Pair nach Frankreich, steckte seine Nase in die Universität und landete schließlich bei Vamos, einem hannoverschen Veranstalter für Familienreisen. Auf vielen Reisen erfand er für die Kinder fantastische Geschichten. Nebenher brachte er sich das Zeichnen bei. Mit seinen Büchern vom kleinen Drachen Kokosnuss, die in mehrere Sprachen übersetzt sind, eroberte er auf Anhieb die Herzen der jungen LeserInnen. Ingo Siegner lebt als Autor und Illustrator in Hannover.

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Drvenkar, Zoran / Caspak, Victor / Lanois, Yves: Die Kurzhosengang und das Totem von Okkerville. – BEI UNS DREIMAL IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 18. Mai 2012

Drvenkar, Zoran / Caspak, Victor / Lanois, Yves
Die Kurzhosengang und das Totem von Okkerville

Illustriert von Baltscheit, Martin
Verlag :      cbj
ISBN :      978-3-570-15392-5
Einband :      gebunden
Preisinfo :      15,99 Eur[D] / 16,50 Eur[A] / 22,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
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Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 10.05.2012
Seiten/Umfang :      512 S., Mit s/w Illustrationen – 21,0 x 15,5 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      26.03.2012
15,99 Eur[D]

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Ein hinreißendes Abenteuer für Kinder wie Erwachsene! Die Legende ist zurück!

Ganz Kanada spricht nur flüsternd von ihren Abenteuern. Die Mädchen fallen in Ohnmacht und die Jungs schrumpfen um sechs Zentimeter, sobald sie ihre Namen hören: Island, Snickers, Rudolpho und Zement.

Die Kurzhosengang ist wieder unterwegs und steht vor ihrer bisher größten Herausforderung: Islands toter Vater ruft nach ihnen und eine Mumie stellt sich den Jungs in den Weg. Und dann gibt es da auch noch einen Werwolf, der keinen Spaß versteht, und einen Sportlehrer, der seine Klappe nicht halten kann. Von der PauliGang wollen wir gar nicht reden.

Steig ein und schnall dich an. Du wirst ewige Freundschaft erleben und dir wird das Herz gebrochen werden. Und vergiss nicht, deine Zähne zu schärfen, denn niemand weiß, was dich da draußen im Schnee erwartet.

Zoran Drvenkar wurde 1967 in Kroatien geboren und zog als Dreijähriger mit seinen Eltern nach Berlin. Seit über 20 Jahren arbeitet er als freier Schriftsteller. Zoran schreibt Romane, Gedichte, Theaterstücke und Kurzgeschichten über Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Er wurde für seine Bücher mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis, und lebt heute in der Nähe von Berlin.

PRESSETEXT
Zoran Drvenkar präsentiert mit “Die Kurzhosengang & Das Totem von Okkerville” ein neues unwiderstehliches Abenteuer der legendären kanadischen Jungenbande. Rudolpho, Island, Zement und Snickers sind zurück!

Als der erste Band der “Kurzhosengang” 2004 unter dem Pseudonym Victor Caspak und Ives Lannois erschien, ahnte noch niemand, dass der geniale Kopf hinter dem imaginären kanadischen Autorengespann eigentlich Zoran Drvenkar heißt. Auch als das Kinderbuch ein Jahr später mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde, blieb das Geheimnis ungelüftet.

Erst 2006, mit dem Erscheinen des zweiten Bandes, lies sich die wirkliche Urheberschaft auch wegen des umwerfenden Erfolgs bei den großen und kleinen Lesern nicht mehr verbergen.  Über 100.000 Exemplare wurden insgesamt von beiden Bänden verkauft.

“Eine Lesedroge, die ein verregnetes Wochenende abbrennen lässt wie eine Wunderkerze”, urteilte die NZZ zum Erscheinen des zweiten Streiches der “Kurzhosengang”. Jetzt dürfen sich die Leser auf eine weitere witzige, wilde und virtuos gestaltete Geschichte von den vier coolen Jungs freuen.

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
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Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Als der erste Band der “Kurzhosengang” 2004 unter dem Pseudonym Victor Caspak und Ives Lannois erschien, ahnte noch niemand, dass der geniale Kopf hinter dem imaginären kanadischen Autorengespann eigentlich wie heißt? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

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Andrew Grey: Liebe gegen jede Regel – BEI UNS FÜNF EXEMPLARE IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 15. Mai 2012

Andrew Grey
Liebe gegen jede Regel

Love means … no shame, USA, 2009
Cursed Side, München, 02/2012
TB, Belletristik, Gay-Romance
ISBN 978-3-942451-06-2
Leseprobe aus Katja „LibbyReads” Kobers „Harlekin” + Leseprobe aus Ally Blues „Sehnsucht“/695
Aus dem Amerikanischen von Cursed Side
Titelillustration von Sheng Chen

www.cursed-side.de
www.andrewgreybooks.com

Titel erhältlich bei amazon.de

Nach dem Tod seines Vaters gibt Geoff seine Stelle als Buchhalter in Chicago auf und kehrt auf die elterliche Farm zurück. Nach anfänglicher Skepsis, ob dieses Leben das richtige für ihn sei, fügt er sich immer besser in den ländlichen Alltag ein, hat Freude an der Arbeit und den täglichen Ausritten. Auch mit Len, dem Lebensgefährten seines Vaters, der für ihn die Stelle des zweiten Elternteils innehat, und mit den Angestellten kommt er bestens zurecht. Eines Tages taucht der junge Eli auf der Farm auf. Er ist ein Amish, den seine Gemeinde auf Wanderschaft geschickt hat, damit er die „Englischen“ und ihre Unaufrichtigkeit kennenlernt und nicht länger gegen die Regeln seiner Glaubensbrüder aufbegehrt. Eli hilft bei der schweren Geburt eines Fohlens und rettet dadurch zwei Pferden das Leben. Dankbar bietet Geoff ihm einen Job an.

Schon bald wird aus Dankbarkeit mehr. Geoff mag seinen neuen Mitarbeiter, scheut jedoch davor zurück, über eine Beziehung mit einem Angestellten auch nur nachzudenken, vor allem da er in Sorge ist, wie Eli darauf reagieren würde, wüsste er, dass sein Arbeitgeber homosexuell ist. Umgekehrt gibt sich Eli große Mühe, Geoff zu gefallen, was dieser durchaus bemerkt, aber nicht falsch interpretieren möchte. Schüchtern umkreisen sie einander, bis Geoff endlich den Mut fasst, sich Eli zu offenbaren …

„Liebe gegen jede Regel“ schildert die romantische Liebesgeschichte zweier junger Männer, die in verschiedenen Welten leben und einen Mittelweg finden müssen, was ihnen durch Aufgeschlossenheit und Neugierde auf der einen, sowie viel Verständnis und Einfühlungsvermögen auf der anderen Seite und dem Umstand, dass das Farmleben, den Gewohnheiten der Amish entgegenkommt, erleichtert wird. In Folge liest sich der Roman sehr idyllisch. Er konzentriert sich auf die beiden Hauptfiguren, die erst ihre persönlichen Probleme in den Griff bekommen müssen, bevor sie reif für diese Liebe sind: Geoff kannte bislang nur Sex ohne Liebe, sein Vater ist gerade gestorben, er muss sich entscheiden, ob er sein bisheriges Leben weiterführt oder auf der Farm einen Neuanfang wagt. Eli fügte sich stets den Konventionen seiner Gemeinde, obwohl er manche Dinge kritisch sieht und früh erfahren musste, dass er weder von seinem strengen Vater noch von anderen Glaubensbrüdern und –schwestern Gehör erwarten darf. Aus Rücksicht auf seine Angehörigen, die sonst mit ihm bestraft würden, schwieg er lange über seine geheimsten Wünsche.

Schritt für Schritt gehen Geoff und Eli aufeinander zu, nehmen immer Rücksicht und geben intime Geheimnisse Preis. Darüber hinaus passiert – nichts. Nicht einmal die Einstellung der Amish wird mehr, als für die Handlung notwendig, thematisiert oder zum Konfliktpunkt gemacht. Und trotzdem liest man das Buch voller Faszination, weil die Protagonisten sympathisch sind, sie das Herz des romantischen Lesers bzw. der Leserin berühren und man wissen möchte, ob es ein Happy End gibt trotz der unterschiedlichen Anschauungen und anderer Hürden. Die Konflikte halten sich tatsächlich in Grenzen. Missverständnisse und Eifersüchteleien werden schnell bereinigt. Die Aggressionen seitens der ‚Schwulen‘-Hasser gehen glimpflich aus, vermutlich glimpflicher als in der Realität. Letztlich gibt es selbst unter den Amish Menschen, die der Ansicht sind, dass das persönliche Glück wichtiger ist als der Kadavergehorsam und ein unglückliches Leben innerhalb der Gemeinde.

Es gibt Probleme, die die Beziehung von Geoff und Eli fast zerstören, aber dem Autor ist nicht an einem Übermaß an Realismus und Spannung gelegen, so dass es bei kleinen Intermezzos bleibt, aus denen die Beteiligten gestärkt hervor gehen. Andrew Grey beschreibt eine Liebe, wie er sie für sich und andere ersehnt, unabhängig vom Geschlecht. Darum ist auch das Umfeld der Protagonisten tolerant; ihnen wird sogar der Rücken von Personen gestärkt, von denen sie es gar nicht erwartet hätten. Man gönnt ihnen das und wünscht sich automatisch dasselbe für alle Menschen. Interessant ist auch, dass der Autor weniger derb schreibt, als man es von vielen seiner Kollegen gewohnt ist. Seine Wortwahl, die Art und Weise, wie er auf die Gefühle der Charaktere eingeht, sein Stil … das alles wirkt fast feminin. Tatsächlich findet man so manche Slash-/Yaoi-Fic einer Autorin, die ihre Figuren sehr viel grafischer und deftiger in Szene setzt.

„Liebe gegen jede Regel“ ist ein unaufdringliches, romantisches Buch mit einer Geschichte, die fast zu schön ist, als dass sie sich in der Realität so ereignen könnte. Es geschehen keine dramatischen Dinge, doch sind die Hauptfiguren derart liebenswert, dass man an ihrem Schicksal Anteil nimmt, man erfahren möchte, ob sie alle Hürden meistern und ihr Glück finden. Der Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung der Protagonisten und nicht auf expliziten Szenen. Die Romantik rangiert weit vor dem Drama oder gar dem Realismus. Das mag zwar wirklichkeitsfremd scheinen, doch haben die meisten schon genug mit dem grauen Alltag zu tun, so dass sie froh sind, wenn sie nach Feierabend schöne, optimistische Geschichten lesen dürfen.

Mag man Liebesromane mit Happy End, unabhängig vom Pairing – in diesem Fall boy x boy -, wird man von diesem Titel sehr angetan sein.

Copyright © 2012 by Irene Salzmann (IS)

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Preisrätsel 5 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Nach dem Tod seines Vaters gibt Geoff seine Stelle als Buchhalter in Chicago auf und kehrt wohin zurück? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 500 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

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IM ABSEITS (Teil 2) – Leseprobe 1. Kapitel – aus: “Gambler-Zyklus 1 – Der Angriff” von Susanne Gavénis

Erstellt von Susanne Gavénis am 15. Mai 2012

IM ABSEITS (Teil 2)

Leseprobe 1. Kapitel aus:

“Gambler-Zyklus 1 – Der Angriff”

von

Susanne Gavénis

(Zurück zu Teil 1)

Stück für Stück schob sich der Gasriese ins Bild. Die Gambler-Circus war ihm so nahe, dass Danny die Wölbung des Planeten kaum ausmachen konnte. Es war, als wüchse eine Wand aus grellem Licht vom Fuße der Kuppel empor, und er wäre ganz sicher von ihm geblendet worden, wenn nicht ins Material der Halbkugel ein Pigment eingearbeitet gewesen wäre, das sich bei starkem Lichteinfall automatisch verdunkelte, bis das Licht kaum stärker zu strahlen schien, als es die Sterne zuvor getan hatten. Das diamantene Funkeln der fernen Sonnen wurde dadurch leider ebenfalls verschluckt, und so waren die Sterne verschwunden, noch bevor Marble Sphere die Sicht auf sie mit seinem gewaltigen Leib verdeckte.

Völlig regungslos blickte Danny auf den Planeten hinab. Ein Gedanke irgendwo tief in seinem Inneren raunte ihm zu, dass er gerade dabei war, das Versprechen zu brechen, das er seiner Mutter gegeben hatte, da er die Zeit im Sternenblick mehr und mehr ausdehnte, doch er ignorierte ihn. Er konnte seine Augen nicht von Marble Sphere losreißen. Schweigend beobachtete er die Farben und Formen in der Atmosphäre des Gasplaneten. Weiße Bänder wechselten mit beige- und orangefarbenen, kleinere, gelbliche Wirbel sprenkelten die Oberfläche wie verstreute Kieselsteine, und ein blutroter, ovaler Wirbelsturm glotzte wie das Auge eines Dämons zu ihm herauf.

Mit bloßem Auge waren keine Bewegungen sichtbar, trotzdem glaubte er, einen Hauch der Stürme zu spüren, die über den Gasriesen peitschten, seine Atmosphäre in gewaltige Strudel, Jets und thermische Löcher teilten, die heißen Gase mit kalten vermischten und Gewitter heraufbeschworen, die dem Planeten einen ewigen Wandel aufzwangen und ihm von einer Stunde zur anderen ein neues Gesicht verschafften.

Nach einer Weile begann Marble Sphere aus dem Blickfeld der Kuppel herauszuwandern, gleichzeitig verblasste die dunkle Tönung der transparenten Halbkugel allmählich und ließ erneut die fernen Sterne sichtbar werden, die allerdings rasch vom grellen Licht der Sonne Dwarf, dem Zentralgestirn des Systems, überstrahlt wurden.

Danny seufzte schwer, als er sich vorstellte, wie aufgeregt die Besatzung des Raumschiffs gewesen sein musste, als sie Longway, den dritten Planeten dieses Systems, vor nunmehr beinahe hundert Jahren, im November 2270, entdeckt hatte. Longway war erst die elfte Kolonie der Erde, und ebenso viele Planeten kannten die Menschen, die die richtigen Bedingungen für eine Besiedlung boten. Man hatte sie allesamt genutzt.

Deshalb waren noch heute Raumschiffe, mit wagemutigen Pionieren bemannt, unterwegs, um nach weiteren Planeten zu suchen, die Longway oder einer der anderen Welten glichen, auf denen der Mensch bisher Fuß gefasst hatte. Erfolge hatten sie schon lange nicht mehr zu vermelden gehabt, dennoch wünschte sich Danny, er selbst befände sich an Bord eines solchen Forschungsraumschiffs. Es wäre etwas wirklich Besonderes, mit anderen unerschrockenen Abenteurern durch bislang unbekannte Teile der Galaxis zu streifen und der Menschheit neuen Lebensraum zu erschließen, etwas von wahrer Größe und Bedeutung.

Missmutig versetzte er der durchsichtigen Wandung des Sternenblicks einen Stoß, der ihn zu einem anderen Teil der Kuppel treiben ließ. Seine Träume waren groß, doch die Wirklichkeit sah anders aus. Die Gambler-Circus war das einzige Raumschiff, auf das er je seinen Fuß gesetzt hatte, wenn man einmal von den kleineren und größeren Fahrzeugen absah, die allesamt zur Ausstattung des Zirkus gehörten. Er war hier geboren worden und hatte von klein auf nichts anderes getan, als in den Vorstellungen aufzutreten. Fliegen war das einzige, was er gut konnte, und so gab es nichts, was ihn für die Teilnahme an einer Forschungsexpedition qualifiziert hätte, außer vielleicht, deren Leiter suchte nach einem Piloten. Aber selbst falls das im Zuge der Ausrichtung einer neuen Expedition einmal der Fall sein sollte, würden sie kaum auf der Gambler-Circus danach suchen.

Der Hals wurde ihm eng. „Wenn sie es doch nur täten“, flüsterte er leise.

Nur so könnte er dem tristen Alltag an Bord der Gambler-Circus, der mit all seinen Regeln und Beschränkungen so statisch war wie die Verhaltensweisen eines Roboters, entkommen. Solange er hier festsaß, lief das Leben einfach an ihm vorbei, und abgesehen davon, dass er im Verlauf der Jahre graue Haare bekommen würde, würde sich nichts und niemals etwas für ihn ändern.

Unwillkürlich sah er zum Gasriesen hinüber, der noch immer fast ein Drittel des Sichtfeldes ausfüllte, und sofort fiel ihm die dunkle, runde Silhouette, die tief unterhalb der Gambler-Circus über dem Planeten schwebte und die er bislang absichtlich ignoriert hatte, ins Auge. Es war der Schatten eines kleinen Mondes, der auf Marble Sphere fiel. Tief unter der zernarbten Oberfläche des Mondes befand sich eine der insgesamt vierzehn Minenkolonien dieses Systems, in der viele tausend Menschen lebten und arbeiteten, um dort wertvolle Rohstoffe zu gewinnen, die für den Aufbau der noch jungen Kolonie auf Longway benötigt wurden. Nach Dutzenden von Vorstellungen, die sie im Bereich von Longway gegeben hatten, war die Gambler-Circus vor kurzem nach Marble Sphere weitergereist, um auch die Arbeiter der Minenkolonie zu unterhalten.

Nachdenklich kaute Danny auf seiner Unterlippe herum, während er auf die düstere Silhouette herabstarrte. Er würde ebenfalls auftreten und seine Flugkünste zur Schau stellen müssen, doch obwohl er sich nichts Schöneres vorstellen konnte, als in seinem Gleiter zu sitzen und zu fliegen, sah er der Show stets mit gemischten Gefühlen entgegen. Sie war ganz anders als das Training. Es gab keinen freien Kurs, nicht einmal eine freie Wahl der Geschwindigkeit oder der Manöver. Sie war derart strikten Beschränkungen unterworfen, dass ihm der Raum, in dem sich sein Gleiter während der Vorstellung bewegte, noch kleiner vorkam als die Kuppel des Sternenblicks. Ein Vogel in einem Käfig besaß mehr Bewegungsfreiheit als er während seines Auftritts.

Für eine Weile versuchte er, nicht an die Show zu denken, aber es gelang ihm nicht. Sein Zeitgefühl teilte ihm unmissverständlich mit, dass die Zeit der Vorstellung beinahe gekommen war, und je näher sie rückte, desto schwerer fiel es ihm, sich zu entspannen. Zunächst überlegte er, ob er noch einige akrobatische Übungen in der Nullschwerkraft ausführen sollte, entschied sich aber dagegen. Im Augenblick hätte ihm das nur noch wenig Freude bereitet. Stattdessen verhielt er ruhig auf der Stelle, presste eine Hand auf den kühlen Kunststoff und wartete ergeben auf das Unvermeidliche.

Keine Minute später fühlte er einen leichten Ruck, der durch das Schiff ging, und gleich darauf noch einen. Die beiden Fähren waren wie schon unzählige Male zuvor gestartet, um die Zuschauer vom Sammelpunkt der Mine abzuholen. Danny richtete seine Augen auf jenen Teil des Alls, an dem sie gleich darauf sichtbar wurden. Wie kleine, wandernde Sterne glitten sie von der Gambler-Circus fort und nahmen Kurs auf den Mond. Er verfolgte ihren Weg mit seinen Augen, bis die Signallampe am Eingang der Kuppel aufleuchtete. Gleichzeitig klang Merwyn Gazes Stimme auf und rief die Artisten zu der kurz bevorstehenden Vorstellung zusammen.

Folgsam, aber mit fest aufeinandergepressten Lippen stieß sich Danny von der Kuppel ab und glitt schwerelos durch den Raum zur Tür hinüber. Er beeilte sich nicht besonders, aber er trödelte auch nicht herum, da er es sich zur Angewohnheit gemacht hatte, seinen kleinen Raumgleiter vor jedem Auftritt selbst auf seine Funktionstüchtigkeit hin zu überprüfen.

Natürlich misstraute er den Technikern nicht, im Gegenteil. Sie verstanden ihr Handwerk gut, aber er wollte wenigstens in einer Hinsicht das Gefühl für sich beanspruchen, etwas Wichtiges zu tun. So einfach sein Auftritt für ihn auch sein mochte, war er doch gefährlich, zumindest falls sein Fahrzeug nicht hundertprozentig in Ordnung war. Das war allerdings noch nie vorgekommen.

Unwirsch verzog Danny das Gesicht. Auch heute würde es nicht anders sein. Er hatte es noch nie geschafft, einen Fehler zu entdecken, den die Techniker übersehen hatten, und er wusste genau, dass sein Gefühl, einen bedeutenden Beitrag zum Gelingen der Vorstellung zu leisten, lediglich eine schale Illusion war.

Er presste die Lippen noch fester aufeinander. So bitter die Erkenntnis auch war, er vermochte sich keinen Weg vorstellen, der ihn von der Gambler-Circus in die Freiheit führen konnte, die er sich wünschte. Seit er denken konnte, hatte nur ein einziger Mensch an Bord des Schiffes versucht, einen derartigen Weg zu gehen – ohne Erfolg. Er war sehr bald reumütig zurückgekehrt und hatte danach nie wieder die Ambition gezeigt, die Gambler-Circus zu verlassen.

Ein tiefer Seufzer erfüllte seine Brust, doch Danny ließ ihn nicht heraus. Mit hängenden Schultern und dem unschönen Gefühl, schwere Ketten hinter sich her zu schleifen, machte er sich auf den Weg in den Hangar.

*

Als Danny vor dem großen Schott zum Hangar ankam, herrschte dort bereits ein geschäftiges Treiben. Männer, Frauen und auch einige Jugendliche drängten sich vor den Fächern, verstauten ihre Fly-Boards und traten anschließend durch die Tür, die sich angesichts des Ansturms gar nicht mehr zu schließen vermochte. Gesprächsfetzen mischten sich unter das leise Zischen, das die Schotthälften ausstießen, sobald sie sich einander näherten und doch wieder zurückweichen mussten, bevor sie sich berührt hatten, und vom Hangar her erscholl das dumpfe Dröhnen der Wartungsmaschinen und das Vibrieren der Lüftung, die in der riesigen Halle schwere Arbeit leisten musste.

Der Geruch von neuem Plastik wogte ebenso durch die Luft wie der verschiedener Lösungsmittel, mit denen die kleinen Raumschiffe vor jeder Vorstellung auf Hochglanz gebracht wurden, und dazwischen konnte Danny den seltsam süßlichen Duft des besonderen Schmierstoffes wahrnehmen, der für einen reibungslosen Betrieb der Gleiter unerlässlich war. Anders als viele andere Stoffe erstarrte er nicht, sobald er mit der Kälte des Vakuums konfrontiert wurde, sondern wurde lediglich etwas zäher. Tatsächlich erreichte er seine besten Eigenschaften erst unter den Bedingungen, denen die Gleiter im Weltraum ausgesetzt waren.

Eingezwängt zwischen den anderen Artisten der Gambler-Circus trat Danny durch das Schott in den Hangar ein, nachdem er sich seines Fly-Boards entledigt hatte. Die Tür erwies sich dabei wie schon so oft zuvor als Nadelöhr. Danny schnaubte entnervt. Wieso nur brachten es die Artisten immer wieder fertig, allesamt zur gleichen Zeit beim Hangar einzutreffen, obwohl sie alle unterschiedlich lange Wege an Bord des Schiffes zurücklegen mussten?

Leider war die Antwort denkbar einfach, schließlich spürte er selbst stets genau, wie viel Zeit noch bis zur Vorstellung blieb, und wäre nie zu spät gekommen. Viele Abläufe an Bord der Gambler-Circus waren durch das unfehlbare Zeitgefühl, über das jeder von ihnen verfügte, synchronisiert.

Sein Vater hatte ihm einmal gesagt, dies sei nur auf der Gambler-Circus und auf den anderen Schiffen, deren Besatzungen zur gleichen Bevölkerungsgruppe wie sie gehörten, der Fall. Die anderen Menschen hatten ihnen sogar einen Spitznamen gegeben, der auf ihren angeblichen Besonderheiten beruhte: Gambler.

Dennoch konnte Danny sich nicht recht vorstellen, dass es anderswo nicht ähnlich zugehen sollte wie hier. Menschen wie die Artisten der Gambler-Circus stellten verglichen mit der Gesamtzahl aller Bewohner der Erde und ihrer Kolonien nur eine verschwindend kleine Minderheit dar, und dass ausgerechnet dieses winzige Grüppchen sich auf so seltsame Weise vom Rest der Menschheit unterscheiden sollte, erschien ihm wenig glaubwürdig.

Mit einer heftigen Kopfbewegung schüttelte er den Gedanken fort und sah wieder nach vorn. Unmittelbar hinter dem Schott wuchs der Hangar in die Breite, so dass sich die Artisten zum Glück alsbald verstreuten. In Gruppen oder allein strebten sie den Stellplätzen ihrer Fluggeräte zu. Unter den hellen Scheinwerfern der Deckenbeleuchtung blitzten völlig unterschiedliche Raumfahrzeuge auf, vom kleinen, schnittigen Raumgleiter bis hin zu großen, verwegen wirkenden Schiffen oder gar speziellen Anzügen, die ihren Trägern das Aussehen geheimnisvoller Aliens verlieh.

Der Vergleich war allerdings mehr Ausdruck seiner Phantasie als der Wirklichkeit, denn niemand hatte bislang einen echten „Außerirdischen“ gesehen. Auf keinem der Planeten, die seit dem nunmehr beinahe vierhundertjährigen Bestehen der interstellaren Raumfahrt erforscht worden waren, waren auch nur Spuren intelligenten Lebens entdeckt worden, das in irgendeiner Weise der Zivilisation der Menschen, so wie sie heute existierte oder in früheren Entwicklungsstadien existierte hatte, glich.

Als Danny sich vorstellte, er selbst könnte einmal einer anderen Rasse begegnen, durchrieselte ihn ein aufgeregtes Kribbeln. Doch leider war der Gedanke daran derart abwegig, dass er ihn sofort wieder verwarf und versuchte, seine Konzentration auf die unmittelbar bevorstehende Show zu richten.

Gleich darauf wurde seine Aufmerksamkeit machtvoll abgelenkt. Er hörte hinter sich die Stimmen von fünf Mitgliedern der Familie Doi, ging langsamer, sah sich zu ihnen um und verfolgte ihren Weg durch den Hangar. Ihr Ziel war, wie er nur zu gut wusste, die Challenge, das größte und eigentümlichste Schiff, das in der Vorstellung eingesetzt wurde.

Wie eine erhabene Pyramide ragte der tetraedische Leib der Challenge über dem Boden der Halle auf, und die vier Geschützkanzeln, die an jeder der vier Spitzen des Rumpfes angebracht waren, glitzerten wie geschliffene Diamanten unter den Strahlen der Deckenbeleuchtung. Die Flanken des Schiffes glänzten wie flüssiges Silber, und die kleinen Ausstoßdüsen des Antriebs, die in großer Zahl auf allen vier Seiten des Rumpfes angebracht waren, nahmen sich wie Mosaiksteinchen eines kunstvollen Ornaments aus. Trotz ihrer ungewöhnlichen Form war die Challenge das schönste Schiff, das er je gesehen hatte.

Die Dois achteten nicht darauf. Sie hatten schon lange keinen Blick mehr für die elegante Schönheit der Challenge, sondern legten wie üblich routiniert die Raumanzüge an und bemannten das Schiff. Mit knirschenden Zähnen sah Danny ihnen zu, ein enges Gefühl umschlang seinen Hals wie ein verwickeltes Stahlkabel, und eine kneifende Zange schien ihm den Magen zusammenzupressen. Wenn er doch nur Teil ihres Teams sein könnte!

Nur ein einziges Mal hatte er die Challenge betreten, doch er würde es nie, auch nicht eine einzige Sekunde lang, vergessen. Im Inneren des Schiffes, genau im Schwerpunkt des Tetraeders, befand sich eine weitere Kanzel, die des Piloten. Natürlich hatte er sich die genau angesehen.

Sein Puls beschleunigte sich, als er sich daran erinnerte, wie er sich damals in den Pilotensitz hatte gleiten lassen, wie seine Finger über die komplexen Steuerungsmechanismen getastet waren und wie er selbst im Hangar die Stärke, Schnelligkeit und Wendigkeit der Challenge hatte erahnen können.

Anders als sein Gleiter war die Challenge kaum Beschränkungen unterworfen; sie konnte enger, schneller und geschmeidiger durch den Raum gleiten als jedes andere Schiff, das er kannte, und während er sich vorstellte, in ihrer Kanzel zu sitzen und sie eigenhändig zu steuern, spürte er, wie ihn ein Gefühl unendlicher Freiheit erfüllte. Er spürte das unterschwellige Vibrieren des Antriebs, die glatten Instrumente unter seinen Fingerspitzen und den leichten Widerstand, den sie ihm entgegensetzten. In seiner Phantasie wurde die Challenge zu einer Verlängerung seines eigenen Körpers, zu einem Teil seiner selbst. Allein mit der Kraft seiner Gedanken schien er das Schiff im Weltraum tanzen zu lassen.

Als keine vier Meter rechts von ihm ein Werkzeug lärmend auf den Hangarboden polterte und ein Techniker nicht weniger lautstark zu fluchen begann, zerplatzte seine Vision. Nur die Sehnsucht blieb. Wie gern wäre er die Challenge geflogen!

Es drängte ihn danach, seit der das Schiff zum ersten Mal gesehen hatte. Das Zielschießen reizte ihn weniger – dieses Kunststück überließ er gern anderen -, aber die Challenge zu steuern war ohne Zweifel eine ganz besondere Art des Fliegens. Der Kurs des Schiffes musste so gewählt werden, dass alle vier Geschütze die besten Schussmöglichkeiten auf die von der Gambler-Circus gelenkten Zielobjekte erhielten und sie trotz ihrer Eigenbewegung rasch und präzise zerstört werden konnten. Eine derartige Aufgabe erforderte ein ausgeprägtes räumliches Vorstellungsvermögen, denn sobald man in der Challenge saß, gab es kein Oben und kein Unten mehr, man musste sich in allen drei Koordinaten des Raums bewegen können, ohne die Orientierung zu verlieren.

Neiderfüllt blickte er auf den tetraedischen Leib des Schiffes, in dem die Dois inzwischen verschwunden waren. Bereits mehrfach hatte er bei Merwyn Gaze angefragt, ob es nicht möglich sei, noch eine zweite Vorstellung mit der Challenge ins Leben zu rufen, eine Vorstellung, in der er der Pilot sein würde, doch seine Bitte war bisher stets abgelehnt worden.

Vor ein, zwei Jahren hatte er das noch verstanden, da er damals vermutlich noch nicht gut genug gewesen war, um das Schiff sicher bedienen zu können, aber heute sah das anders aus. Soweit er das beurteilen konnte, war er kein schlechter Pilot, natürlich längst nicht so gut wie die erfahrenen Männer und Frauen, die ihm unzählige Flugstunden voraus hatten, doch er traute es sich durchaus zu, die Challenge beherrschen zu können. An seiner Lage änderte das allerdings nichts. Die Challenge blieb für ihn unerreichbar, zumindest solange es nach Merwyn Gaze ging, und an dessen Führung würde sich – wie an allem anderen auf der Gambler-Circus – voraussichtlich auf lange Jahre hinaus nichts ändern.

Verstimmt ging Danny weiter und strebte zu dem Platz im Hangar hinüber, der seinem Raumgleiter zugeteilt war. Es war immer wieder dasselbe: Merwyn Gaze sagte, welche Vorstellungen stattzufinden hatten, er teilte die Artisten den einzelnen Vorführungen zu und zog sie wieder davon ab, falls ihm der Sinn danach stand. Ihm blieb somit nur, sich in seinen Gleiter zu begeben und in stupider Monotonie den Asteroidenkurs zu fliegen, so wie er es schon seit fünf Jahren tat.

Die Asteroiden, zwischen denen er sein Raumschiff während der Show hindurchschlängeln musste, waren natürlich keine echten Felsbrocken, die im All trieben, sondern kleine, künstliche Objekte, die zudem mit einem einfachen Steuerungsmechanismus ausgestattet waren. Auf diese Weise konnten die Zuschauer Einfluss auf die Asteroiden nehmen, sie verschieben und sie ihm sogar während des Flugs in den Weg manövrieren.

Trotzdem war seine Aufgabe nicht sonderlich schwer. Er brauchte nur einen einzigen Blick auf die dreidimensionale Darstellung des Asteroidenfelds zu werfen, die zu den Instrumenten seines Raumgleiters gehörte, um zu erfahren, welchen Kurs er einschlagen konnte. Meist sah er gleich ein Dutzend Möglichkeiten auf einmal.
(…)

Copyright (c) 2012 by Susanne Gavénis

Bildbearbeitung: Bearbeitete Coverillustration “20110114102519-b526e240-Mutanten100-20-minus20jpg.jpg(Original: 20110114102519-b526e240.jpg) © 2012 by Detlef Hedderich. Nutzung nur mit Genehmigung des Künstlers Lothar Bauer unter Verwendung des Originals.

Bildrechte: Coverillustration “Mutanten” (Mutanten6.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Anmerkung der Redaktion: Wer wissen möchte, wie es weitergeht, der erfährt es in diesem Buch der Autorin, Bestellmöglichkeiten über die Bestellinks:

Gavénis, Susanne
Gambler-Zyklus I

Der Angriff

Im Buch blättern

Verlag :      AAVAA Verlag UG
ISBN :      978-3-86254-399-1
Einband :      Paperback
Preisinfo :      11,95 Eur[D] / 11,95 Eur[A]
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 13.02.2012
Seiten/Umfang :      ca. 295 S. – 20,0 x 14,0 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 13.02.2012
Gewicht :      300 g

Medien :
Leseprobe(PDF)

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Die Menschheit am Scheideweg…

Als im 22. Jahrhundert der erste Mensch mit einer besonderen genetischen Mutation geboren wird, ahnt noch niemand, dass es nur der erste von vielen ist. Die Gambler sind reaktionsschneller und leistungsfähiger als jeder gewöhnliche Mensch, sie besitzen einen unfehlbaren Orientierungssinn und das perfekte Gedächtnis – und werden gerade aus diesem Grund gehasst und gejagt. Isoliert und an den Rand der Gesellschaft gedrängt, fristen sie auf ihren Zirkusraumschiffen ein Leben im Schatten. Doch dann taucht aus den Tiefen des Weltraums eine Bedrohung auf, die alles bisher Dagewesene übersteigt. Und die politische Führung der Erde muss erkennen, dass nur ein Gambler in der Lage ist, die Menschheit vor ihrer vollständigen Vernichtung zu bewahren.

Susanne Gavénis wurde am 30.10.1970 in Celle geboren. Nach dem Studium und Referendariat widmete sie sich zehn Jahre lang beinahe ausschließlich der Schriftstellerei, bevor sie 2008 in ihren gelernten Beruf zurückkehrte. Seitdem unterrichtet sie die Fächer Biologie und Chemie an einem Gymnasium in der Nähe von Frankfurt/M. Der Gambler-Zyklus ist ihre zweite Veröffentlichung nach „Shaans Bürde“, einem Fantasy-Roman, der 2008 erschienen ist. Sie ist seit 15 Jahren glücklich verheiratet und teilt mit ihrem Mann die Begeisterung für SF- und Fantasy-Literatur.

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Anika Beer: Als die schwarzen Feen kamen. – BEI UNS DREIMAL IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 8. Mai 2012

Anika Beer
Als die schwarzen Feen kamen

cbj Verlag
ISBN 978-3-570-40147-7
Fantasy, Kinder & Jugend
Erschienen 2012
Titelbild Kathrin Schüler
Umfang 447 Seiten

www.cbj-verlag.de

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Autorenporträt

Anika Beer ist ein Herbstkind des Jahres 1983 und wuchs in der Bergstadt Oerlinghausen am Teutoburger Wald auf. Die Welt der fantastischen Geschichten begleitet sie seit frühester Kindheit: Sie lernte mit 3 Jahren lesen, im Alter von 8 bekam sie eine Schreibmaschine und fing an, erste Geschichten zu schreiben. Anika Beer begeistert sich für Kampfkunst und fremde Kulturen und lebte nach dem Abitur einige Zeit in Spanien, bevor sie in Bielefeld eine Stelle an der Universität annahm. „Als die schwarzen Feen kamen“ ist ihr erster Jugendroman.

Zum Buch

Die 15 jährige Marie hat vor vielen Jahren ihren Vater verloren, seinen Tod aber niemals richtig überwunden. Nun lebt sie zusammen mit ihrer Mutter in Hamburg. Seit dem Tod ihres Vaters plagen sie plötzlich auftretende Anfälle, die sie nur schwer abwenden kann. In der Schule ist sie eher unscheinbar und versteckt sich hinter ihren selbstbewussten Freundinnen. Kein Wunder, dass ihre Welt kopfsteht, als sie von dem geheimen Schwarm ihrer Freundinnen, Gabriel, aus heiterem Himmel angesprochen wird. Doch Gabriel bringt ihr keine frohe Botschaft. Er hat in ihrem Schatten etwas Dunkles und Grauenhaftes entdeckt. Bei dem Versuch ihr zu helfen gerät nicht nur Gabriel, sondern auch Marie und alle, die ihr nahestehen in Gefahr …

Fazit

Diese Geschichte hat alles, was ein modernes Märchen braucht: ein dunkler Turm, schwarze Feen und ein geheimnisvoller Prinz. Aber auch die Verbindung zur Realität und Gegenwart wird nicht verloren. Hier findet man all das, was junge Mädchen beschäftigt: beste Freundinnen, Jungs und Ärger mit den Eltern. Die Gefühle auf beiden Seiten der Geschichte scheinen gleich: Angst vor dem Verlassenwerden, Alleinsein und Veränderung. Wunderbar vermischen sich Märchenwelt und Realität und lassen einen so manchmal an der eigenen Wirklichkeit zweifeln. Genial umgesetzt fand ich die Idee der lebendigen Schatten, die in Symbiose mit den Menschen leben und sich an deren Trauer und Ängsten nähren. Interessant fand ich hierbei, dass die Schatten so unmenschlich waren und direkt aus Albträumen zu entspringen schienen. Die Figuren der Geschichte zogen mich sofort in ihren Bann. Die verschüchterte Marie, oder der verlassene Schattenseher Gabriel, waren vollkommen lebensecht. Man glaubte, ihnen jeden Augenblick auf der Straße begegnen zu können. Hinzu kam eine gute Darstellung über die Macht von Träumen, Wünschen und der eigenen Fantasie.

Ein rund um gelungenes Jugendbuch, für alle Fans von modernen Märchen.

Copyright © 2012 by Yvonne Rheinganz

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Die 15 jährige Marie hat vor vielen Jahren ihren Vater verloren, seinen Tod aber niemals richtig überwunden. Nun lebt sie zusammen mit ihrer Mutter in welcher Stadt? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

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IM ABSEITS (Teil 1) – Leseprobe Kapitel 1 aus: “Gambler-Zyklus 1 – Der Angriff” von Susanne Gavénis

Erstellt von Susanne Gavénis am 6. Mai 2012

IM ABSEITS (Teil 1)

Leseprobe 1. Kapitel aus:

“Gambler-Zyklus 1 – Der Angriff”

von

Susanne Gavénis

Allein und unbeachtet bahnte sich Danny Sims seinen Weg durch den überfüllten Speisesaal an Bord der Gambler-Circus. Rings um ihn herum stiegen die Stimmen der über hundert Menschen im Saal von den meist voll besetzten Tischen auf und vermischten sich zu einem lautstarken, unentwirrbaren Durcheinander, über das sich nur ab und an das helle Lachen eines Kindes, die klaren Worte einer Frau oder der dröhnende Bass eines Mannes erhoben. Wie kleine Eisberge tauchten sie auf der Oberfläche eines Sees auf und tanzten für eine Weile über den Köpfen der Menschen, bevor sie wieder von einem Anschwellen der gesprächigen Geselligkeit verschluckt wurden.

Danny selbst schwieg, und er hob auch nicht den Kopf, um die Blicke der anderen zu suchen. Sein Bemühen würde doch keine Beachtung finden, das hatte er längst gelernt. Seine Schritte fanden wie von selbst den Weg zum Tisch seiner Eltern, die ihn bereits erwarteten. Wie üblich hatte er sich ihnen nicht sofort angeschlossen, als sie zum Essen gingen, sondern war ihnen nachgefolgt. Es lag ihm nicht viel daran, mehr Zeit als nötig im Gemeinschaftsraum der Gambler-Circus zu verbringen.

Ihr Tisch war bei weitem der kleinste im Saal, und das gleiche galt auch für seine Familie. Die Verwandtschaft des Direktors Merwyn Gaze etwa war viel größer, allein ihr engster Kreis, bestehend aus seinen Eltern, seiner Frau und seinen Kindern, seinem Bruder Benjamin und dessen Anhang, nahm einen Zwölfpersonentisch voll in Anspruch, und auch alle anderen Ehepaare an Bord des Schiffes zogen zwei, drei oder vier, manche sogar bis zu sechs Kinder auf. Nur Danny hatte keine Geschwister.

Früher hatte er das oft bedauert, oder besser gesagt, die anderen Kinder hatten ihm das Gefühl gegeben, dass er es bedauern müsste, deshalb war er manchmal zu den Tischen der anderen Familien herübergegangen, um in ihr unbeschwertes Lachen und Plaudern einzutauchen. Inzwischen war es schon eine ganze Weile her, seit er das zum letzten Mal getan hatte, da seine Altersgenossen schon vor ein paar Jahren aufgehört hatten, ihn zu fragen, ob er sich ihnen anschließen wollte.

Er nahm es ihnen nicht übel, denn ihm lag seinerseits nicht viel daran, seine Gedanken mit ihnen zu teilen. Als kleines Kind hatte er es getan, aber nie etwas anderes als ungläubige Blicke oder gar ein abfälliges Lachen geerntet, und je älter er wurde, desto größer wurde die Kluft zwischen ihm und den übrigen seines Alters. Alle Kinder der Gambler-Circus gaben sich wie die Erwachsenen gänzlich der Welt des Zirkus hin, liebten die Vorstellung und lebten dafür, er hingegen hatte andere Träume, und seit er vor drei Monaten siebzehn Jahre alt geworden war, erfüllte ihn die Sehnsucht nach einer grundlegenden Veränderung drängender als jemals zuvor.

Deshalb vermisste er die Gespräche mit den anderen nicht, sondern gab sich freiwillig dem Schweigen hin, das am Tisch seiner Eltern herrschte. Sie zogen es vor, ihre Gedanken nach dem Essen in aller Ruhe in ihrem Quartier auszutauschen und nicht hier, in dem großen Saal, in dem jeder die Stimme erheben musste, um sich seinem Gegenüber verständlich zu machen.

Danny sah sich mit gerunzelter Stirn um. Manchmal kam es ihm so vor, als hätte der Geräuschpegel in der Messe im Laufe der Zeit dazu geführt, dass jeder viel lauter sprach, als es nötig gewesen wäre, so dass er sich immer weiter hochschaukelte. Ganz ohne Zweifel war der Speisesaal der Gambler-Circus ein Ort des Lebens, der Freude und der Ausgelassenheit, doch ihm war es schon lange nicht mehr gelungen, sich von diesen hellen Stimmungen anstecken zu lassen. Wenn er ehrlich war, musste er zugeben, dass er auch nicht sehr viel Wert darauf legte. Der Lärm, die Gespräche und das Lachen ringsum lenkten ihn von den Gedanken ab, die ihm wirklich wichtig waren.

Ein feines Lächeln kräuselte seine Lippen, als er sich vor der Wahrnehmung seiner Sinne verschloss und den Vormittag vor seinem inneren Auge Revue passieren ließ. Er war mit seinem kleinen Gleiter draußen im All gewesen und hatte trainiert. Benjamin Gaze, der beinahe unaufhörlich auf der Brücke residierte und auch die Oberaufsicht über das Training führte, hatte ihm, nachdem er seine üblichen Übungen absolviert hatte, einen Sektor zum freien Training zugewiesen, und er hatte den begrenzten Raum, der ihm dort zur Verfügung gestanden hatte, so gut genutzt, wie es ihm möglich war.

Danny ließ halb die Lider sinken, vergegenwärtigte sich seinen Flug und spürte, wie seine Finger erwartungsvoll zu zucken begannen, so als müssten sie auch jetzt wieder komplizierte Steuerungsmanöver ausführen. Und obwohl der Gleiter keine Andruckkräfte durchließ, konnte er wieder mit jeder Faser seines Körpers fühlen, wie sich das kleine Raumfahrzeug unter seinem Willen in Kurven legte, enge Schleifen zog, Schraubenbewegungen vollführte und komplexe Muster wob, die sich wie das Bild eines abstrakten Künstlers vor dem schimmernden Samt des Alls ausgenommen haben mussten.

Die Erinnerung verblasste, als er das Schmunzeln auf den Lippen seines Vaters entdeckte und dessen strahlend graue Augen ihn belustigt, aber auch voller Verständnis musterten. Als sein Vater bemerkte, dass er mit seiner Aufmerksamkeit wieder in die Gegenwart zurückgekehrt war, zwinkerte er ihm zu. Hastig sah Danny zu seiner Mutter, doch sie schien seinen Gesichtsausdruck zum Glück nicht bemerkt zu haben. Ihr Blick weilte irgendwo in der Ferne und in der Vergangenheit.

Danny seufzte und blinzelte schweren Herzens die Reste der Erinnerung fort. Das Training, vor allem das freie Training, war für ihn die schönste Zeit des Tages, und es dauerte ihn sehr, dass sie für heute schon wieder vorüber war. Für seinen Geschmack war sie viel zu kurz. Merwyn Gaze gestand jedem Artisten, der an der täglichen Show der Gambler-Circus beteiligt war, zwei Stunden Raumtraining zu. Diejenigen, die gerade keinen Anteil an den Vorstellungen besaßen, durften sogar nur alle zwei Tage und dann auch nur für eine Stunde ins All.

Der Gedanke daran ließ ihn schaudern, und er hoffte inständig, dass er seinen Platz in der Show bis auf weiteres behielt. Nicht, dass ihm der Auftritt an sich wichtig gewesen wäre, im Gegenteil, aber seine Trainingszeit wollte er unter gar keinen Umständen verlieren oder auch nur um einen Deut verkürzt sehen.

Objektiv betrachtet reichte sie natürlich völlig aus, war sogar ausgesprochen großzügig. Er selbst hätte, um seine Vorstellung meistern zu können, nicht einmal einen Bruchteil der Trainingszeit benötigt, und für all die anderen Artisten galt das in gleicher Weise. Somit wäre es eine unnötige Verschwendung von teurer Energie, wenn ein jeder von ihnen so lange im Raum bleiben könnte, wie es ihm beliebte, und so etwas konnte sich die Gambler-Circus nicht leisten. Soweit er das beurteilen konnte, war die Gewinnspanne des Zirkus ohnehin nicht besonders hoch. Merwyn Gaze musste folglich darauf achten, dass keine Reserven vergeudet wurden.

Aber das zu wissen half ihm nicht, das ungestüme Verlangen in seinem Inneren zu bezähmen. Er wollte fliegen, an jedem Tag, in jeder Stunde, außer vielleicht er aß oder schlief gerade. Es gab noch ein paar andere Tätigkeiten, die ihm ebenfalls Spaß machten, doch an das unendliche Gefühl der Freiheit, das er innerhalb seines Gleiters verspürte, sobald er ihn zwischen den Sternen tanzen ließ, kam nichts heran – nicht einmal annähernd.

Leider war seine Zeit für heute vorbei, und so blieb ihm nichts, als mit einem kargen Ersatz vorlieb zu nehmen. Aber das war immerhin besser als gar nichts. Ruhelos beendete er sein Essen und warf seinem Vater einen fragenden Blick zu, kaum dass er sein Besteck beiseite gelegt hatte. Sein Vater nickte ihm zu.

„Geh nur“, sagte er gerade laut genug, um die Gespräche ringsum übertönen zu können.

Unvermittelt sah seine Mutter auf. Ihre langen, braunen Locken, die fast immer ihr Gesicht verdeckten, da sie den Kopf zumeist gesenkt hielt, fielen zurück und gaben ihre hellblauen, stets leicht feucht glänzenden Augen frei. Danny zuckte unwillkürlich zusammen, als ihr Blick ihn traf. Wann immer sie ihn ansah, hatte er das Gefühl, sie würde im nächsten Moment zu weinen beginnen, und oft genug war er es, der ihr den Anlass dafür gab.

Manchmal reichte es, wenn er begeistert über ein neues Manöver berichtete, um den unsäglich bekümmerten Ausdruck in ihren Zügen zu vertiefen, manchmal war es seine Vorfreude auf das Training, die sie betrübte, und am schlimmsten war es, wenn er durch Worte oder seine Haltung andeutete, welche Gedanken ihn von Zeit zu Zeit erfüllten. Dann schauten ihre Augen nicht nur traurig, sondern weiteten sich ängstlich und füllten sich mit einem Schrecken, der von naher Panik kündete.

Deshalb versuchte er schon seit langem, seine Träume in sich zu verschließen, aber es wollte ihm nicht so recht gelingen. Sie erkannte immer wieder, was ihn bewegte, und je älter er wurde, desto heftiger reagierte sie darauf. Es fiel ihm schwer, angemessen damit umzugehen, vor allem weil er nicht wusste, warum sie so voller Trauer war. Er war nicht die Ursache dafür, das war ihm klar, es schien nur so zu sein, dass er sie ab und an mit seinem Verhalten an ein schmerzhaftes Erlebnis aus ihrer Vergangenheit erinnerte. Aber was sie erlebt hatte, wusste er nicht, weil seine Eltern niemals darüber sprachen, auch dann nicht, wenn er mehr oder weniger direkt danach fragte, und deshalb war es schwierig, alles zu vermeiden, was ihr Kummer bereiten könnte.

Und so musste er sich damit begnügen, einen möglichst neutralen Gesichtsausdruck aufzusetzen, der ihr nichts von seinen wahren Gefühlen verriet.

„Ich möchte in den Sternenblick“, erklärte er wie beiläufig.

Für eine Sekunde schwieg sie, dann noch für eine weitere, und er konnte hören, wie sie tief Luft holte, so wie sie es stets tat, wenn sie ihm eine Antwort gab. Er hatte fast den Eindruck, als glaubte sie, er könne sie nicht verstehen, wenn sie nicht vorher genug Atem sammelte, um laut und einigermaßen gefestigt mit ihm zu reden.

„Hast du dich für heute nicht bereits genug zwischen den Sternen bewegt?“, fragte sie, und ihre Stimme zitterte wie ein Wimpel im Sog der Ventilation.

„Der Sternenblick ist anders als der Gleiter, Mom“, erwiderte er vorsichtig. Es war ein gutes Argument, aber es ging leider einen Deut zu weit in die richtige Richtung.

Er spürte, wie ihr Blick intensiv auf ihm ruhte, und fühlte, wie die Spannung zwischen ihnen wuchs.

„Sie gleichen sich mehr, als dass sie sich unterscheiden“, antwortete sie tonlos. „Die Bewegungen sind fast identisch.“

„Sie sind viel langsamer.“

„Warum gehst du nicht auf dein Zimmer? Du musst doch sicher noch lernen.“

Als Danny an die Schulstunden dachte, die jeden Morgen noch vor dem Training stattfanden, verzog er unwillig das Gesicht. Er sehnte sich nach einer Zeit, in der er sie nicht mehr besuchen musste, aber bis dahin musste er noch neun Monate warten. „Die Aufgaben sind nicht besonders umfangreich. Ich werde sie nachher erledigen.“

„Wann?“

„Nach der Show.“

„Das halte ich für keine gute Idee. Nach deinem Auftritt wirst du sicher müde sein, deshalb ist es besser, wenn du jetzt nicht in den Sternenblick gehst.“

Danny sah ruckartig auf. Ihr gegenüber besonnen aufzutreten war eine Sache, sich deshalb in Ketten legen zu lassen, eine andere. „Die Vorstellung strengt mich schon lange nicht mehr an. Ich könnte zehn von ihnen am Stück fliegen, ohne zu ermüden!“

Ihre Augen weiteten sich und begannen stärker als gewöhnlich zu glänzen.

„Fünf nacheinander“, schwächte er ab, obwohl fünfzehn der Wahrheit im Grunde am nächsten gekommen wäre.

Plötzlich legte sein Vater seiner Mutter eine Hand auf den Arm. Sie zuckte leicht zusammen, so wie sie es jedes Mal tat, wenn eine unerwartete Berührung sie traf, dann aber wandte sie sich ihm zu. Er lächelte sie an, und da entspannte sie sich wieder.

Verwundert schüttelte Danny den Kopf. Er begriff nicht, wie sein Vater es immer wieder schaffte, sie zu beruhigen. Er musste nicht einmal etwas sagen, ein Blick, ein Lächeln genügte. Er verstand es, sich so zu geben, dass der Kummer in ihren Augen fast verschwand. Danny wünschte, es würde ihm auch gelingen, doch er fühlte, dass er dazu seine tiefsten und persönlichsten Gedanken und Gefühle hätte aufgeben müssen, und das konnte und wollte er nicht. Es kostete ihn bereits genug, sie gänzlich für sich zu behalten und mit niemandem zu teilen.

Seine Mutter sah wieder zu ihm.

„Ich werde nicht lange bleiben“, versprach er ihr.

Sie zögerte, dann lief ein Schauer über ihre schmale Gestalt, der schließlich in ein kaum merkliches Kopfnicken mündete. „In Ordnung.“

Danny schaute überrascht drein, sprang aber sofort auf. „Danke, Mom.“

Sie sagte nichts, sondern bedachte ihn mit einem Blick, den er schon so oft bei ihr bemerkt hatte, wenn sie ihn musterte, einem Blick, in dem sich Sorge und Angst auf eine Weise mischten, die ihn frösteln ließ.

Hastig verabschiedete er sich mit einem Kopfnicken von seinen Eltern, wandte sich ab und strebte eilig auf das Schott zu. Er verstand seine Mutter zwar nicht, aber er wusste genau, dass er sich ihrem Blick schnell entziehen musste, wenn er nicht riskieren wollte, dass sie es sich doch noch anders überlegte.

Die Unberechenbarkeit seiner Mutter war jedoch nicht der einzige Grund für seine Hast, sondern auch die Aufbruchsstimmung, die an einigen der anderen Tische ausgebrochen war. Vor allem die kleineren Kinder waren unruhig geworden und hüpften wie kleine Gummibälle auf ihren Plätzen auf und ab. Wenn er Pech hatte, würden sie ebenfalls in den Sternenblick gehen, obgleich seine Eltern ihm das früher, als er noch klein gewesen war, so kurz nach dem Essen nie erlaubt hätten.

Der Sternenblick war ein besonderer Ort, einer, an dem es unerfahrenen Besuchern gut und gerne einmal den Magen umdrehen konnte. Ihm war das zum Glück nie passiert, und jetzt bestand die Gefahr überhaupt nicht mehr, da ihm die Bewegungsmuster im Sternenblick viel zu vertraut waren, als dass sie ihm auch nur das geringste Unbehagen bereitet hätten. Im Gegenteil – sie waren das einzige, was der Erfahrung im freien Raum zumindest entfernt ähnelte, und er war froh über jede Minute, die er außerhalb seiner täglichen Trainingsflüge dort verbringen konnte. Er hoffte inständig, dass die Kinder sich eine andere Beschäftigung suchten, denn er konnte den Aufenthalt im Sternenblick nur dann richtig genießen, wenn er allein war.

Das Schott des Speisesaals öffnete sich vor ihm und schloss sich hinter ihm wieder, nachdem er mit einem schnellen Schritt hindurchgetreten war. Auf der anderen Seite befanden sich direkt neben der Tür eine Reihe kleiner Fächer, die durch stabile Klappen verschlossen waren. Auf jeder Klappe prangte in leuchtender Schrift der Name des Besitzers gleich neben der Sensorplatte, auf die man die Hand legen musste, um das Fach zu öffnen.

Danny presste die Hand auf den Sensor seines Fachs, spürte, wie sich die Platte für eine Sekunde erwärmte, zog die Hand wieder zurück, und die Klappe glitt auf. Kaum war sie offen, langte er ins Innere des Faches hinein, löste das Fly-Board aus seiner Halterung und legte es vor sich auf den Boden.

Das Fly-Board war etwa fünfzig Zentimeter lang und besaß eine ovale Form. Er setzte beide Füße darauf, ging leicht in die Knie und tippte mit der rechten Fußspitze zweimal auf das metallisch schimmernde Brett. Sofort hob es ein paar Zentimeter vom Boden ab und setzte sich in Bewegung.

Viel rascher, als er zu Fuß gewesen wäre, trug es ihn durch die langen Korridore der Gambler-Circus. Die Markierungen an den Wänden und die Leuchtkörper an der Decke verwandelten sich in verwaschene Schemen, als er das Fly-Board immer mehr beschleunigte, und doch war die Geschwindigkeit immer noch so lächerlich gering, dass sich weder seine Pulsfrequenz erhöhte noch er gezwungen war, mehr als einen winzigen Hauch bewusster Konzentration auf seine Lenkbewegungen zu richten.

Natürlich flog er schneller, als Merwyn Gaze, die anderen Erwachsenen und vor allem seine Mutter es gern gesehen hätten, aber da sich im Augenblick niemand in den Gängen aufhielt, konnte auch keiner mitbekommen, dass er die Regeln heute wieder einmal großzügig interpretierte. In Gefahr geriet er dadurch nicht, denn er beherrschte das Fly-Board mit traumwandlerischer Sicherheit. Durch leichte Körperbewegungen steuerte er es um die Ecken, verlangsamte es, wann immer ein Schott vor ihm auftauchte, so weit, dass die Tür vor ihm aufgleiten konnte, bevor er sie erreichte, und beschleunigte danach sofort wieder.

Jeder an Bord der Gambler-Circus besaß ein Fly-Board, was auch dringend notwendig war, denn das Schiff war in seinen Ausmaßen schlichtweg überwältigend, immerhin war es die einzige Heimat der zwölf Großfamilien und seiner eigenen kleinen, die zusammengenommen beinahe dreihundert Menschen ausmachten. Ihre Wohnungen, der Speisesaal, die Aufenthaltsräume und ein Sportcenter nahmen ein gesamtes Deck in Anspruch, das mittlere und kleinste, wohlgemerkt. Das obere Deck beherbergte die Andockschleusen für die Fähren, den riesigen Kuppelsaal, von dem aus die Zuschauer die Vorstellung verfolgen konnten, die Brücke und einige Räume, die der Verwaltung unterstellt waren.

In den zwei Zwischendecks befanden sich der Antrieb, die Lebenserhaltungs- und Recyclingsysteme und alle anderen Maschinen, auf die man an Bord eines Raumschiffs nicht verzichten konnte, und im unteren und größten Deck waren die Lagerräume, die Reparaturwerkstatt und der riesenhafte Hangar untergebracht, in dem alle Fahrzeuge, die für die Show benötigt wurden, ihren Platz hatten. Mehr als ein Dutzend Lifts verbanden die fünf Ebenen, trotzdem ergaben sich aus der schieren Größe des Schiffes weite Wege, die niemand zu Fuß gehen wollte; zum Glück blieb ihnen das durch die Fly-Boards erspart.

Danny musste auf seinem Weg zum Sternenblick keinen Lift benutzen, denn er lag auf der gleichen Ebene wie der Speisesaal und die Wohnungen, allerdings genau auf der gegenüberliegenden Seite des Schiffes. Mit dem Fly-Board kam er in kürzester Zeit dort an, ließ es am Ziel zu Boden sinken und verstaute es in einem der Fächer neben dem schlichten Schott, das nichts von dem wundersamen Ort erahnen ließ, der sich hinter ihm auftat.

Das Schott wich automatisch vor Danny zurück, als er in den Erfassungsbereich des Sensors trat, und gab den Blick auf eine kleine Schleuse frei. Sofort spähte er zur rechten Wand der Schleuse hinüber, an der sich eine Steuerungstafel befand. Das Signallicht stand auf grün. Das bedeutete, er war der erste. Er nickte zufrieden.

Ohne noch länger zu zögern, trat er ein und streifte den Handlauf, der links und rechts in der Schleuse angebracht war, mit einem flüchtigen Blick, ohne ihn jedoch zu berühren. Das wäre früher vielleicht nötig gewesen, heute nicht mehr. Mit sicheren, vertrauten Bewegungen aktivierte er die Schalttafel und gab eine kurze Codefolge ein. Auf dem Display erschien die Zahl hundert. Sie blinkte zweimal auf, bevor sie im Sekundentakt heruntergezählt wurde, und je kleiner die Zahl wurde, desto mehr schwand die künstliche Schwerkraft dahin.

Danny zählte in Gedanken ungeduldig mit, fühlte gleichzeitig in seinen Körper hinein und spürte, wie sein Gewicht nachließ und eine belebende Leichtigkeit ihn ergriff. Noch bevor die Zählung bei Null angekommen war, war er leicht wie eine Feder, und es drängte ihn danach, im Wind zu tanzen. Natürlich gab es keinen Wind im Sternenblick, aber die Aufhebung der Schwerkraft verschaffte ihm mehr Bewegungsfreiheit, als irgendein Gegenstand, so leicht er auch sein mochte, in der Anziehungskraft eines Planeten jemals erlangen konnte.

Endlich glitt das Innenschott vor ihm zur Seite. Die Handläufe noch immer ignorierend, stieß sich Danny mit wohlberechnetem Schwung ab und trieb sanft in den Sternenblick hinein. Das Licht unzähliger Sterne begrüßte ihn.

Der Sternenblick trug seinen Namen zu Recht. Er war eine große Kuppel, die sich seitlich an die Gambler-Circus schmiegte. Sie besaß einen Durchmesser von etwa fünfzig Metern und war aus einem besonderen Kunststoff gefertigt worden, der stark genug war, um dem Druckunterschied zwischen dem Innenraum und dem Vakuum standhalten zu können, und zudem die lebensfeindliche Kälte des Weltalls fernhielt. Das allein wäre nichts Ungewöhnliches gewesen, denn es gab viele Stoffe mit derartigen Eigenschaften, aber eins zeichnete den Kunststoff vor allen anderen ähnlichen Materialien aus: Er war durchsichtig. Das einzige Licht, das die Kuppel erhellte, kam von den Tausenden naher und ferner Sonnen, die wie Diamanten in der samtenen Schwärze des Weltraums glitzerten und den Sternenblick in einen weichen Schimmer tauchten.

Als sich das Schott wieder schloss und die Schleusenbeleuchtung von der Dunkelheit verschluckt wurde, jauchzte Danny vor Freude laut auf. Er nutzte seinen Schwung, um mehrere Salti zu schlagen, glitt elegant durch die Kuppel und gab sich der Illusion hin, frei und unbeschwert zwischen den Sternen zu schweben. An der gewölbten Wand angekommen, stieß er sich erneut ab, gab sich dabei einen neuen Richtungsimpuls und segelte frei wie ein Vogel in einer erstklassigen Thermik durch die Luft.

Er zog die Arme an den Körper, um die Rotation zu erhöhen, drehte sich um seine eigene Achse, bog sich in immer neuen Mustern durch den Raum, der schon bald viel zu klein zu werden schien. Jedes Mal, wenn er gegen eine der Wände stieß, zerbiss er einen leisen Fluch zwischen den Lippen, und ein schmerzhafter Stich durchzuckte seinen Magen. Die verdammten Mauern zerstörten die Illusion der Freiheit und zwangen ihn, umzukehren und die Richtung zu wechseln. Derartige Begrenzungen gab es im Weltraum nicht. Deshalb war der Sternenblick trotz allem nur seine zweite Wahl. Die erste würde immer sein Gleiter sein.

Nach einer Weile hörte er damit auf, mit seinem Körper verspielte Figuren in der Nullschwerkraft zu zeichnen, und ließ sich geradewegs auf den Scheitelpunkt der Kuppel zutreiben. Als er ihn erreichte, langte er nach den Handgriffen, die unsichtbar für das menschliche Auge überall auf der Halbkugel verteilt waren. Doch er musste sie nicht sehen, um sie zu finden. Er wusste, wo sie angebracht waren, und er fand sie sofort, ohne auch nur um einen Deut nachfassen oder gar seine bewusste Konzentration darauf lenken zu müssen. Er war schon so oft im Sternenblick gewesen, dass keine der Bewegungen, die er in der Schwerelosigkeit ausführte, einer besonderen Anstrengung oder geistigen Anspannung bedurft hätte.

Jetzt, da er ruhig stand, konnte er erkennen, dass sich die Sterne außerhalb der Kuppel bewegten. Richtiger gesagt war es die Gambler-Circus, die langsam um ihre eigene Achse rotierte. Sehr bald schon würde am Horizont des Sternenblicks der riesige Gasplanet aufgehen, in dessen Nähe die Gambler-Circus schon seit einigen Tagen im Raum schwebte und dem die Bewohner dieses Systems zurecht den Namen Marble Sphere gegeben hatten. Es war ein Anblick, den er ungern versäumt hätte.

In Gedanken zählte er seinen eigenen Countdown, und genau in dem Moment, in dem er mit seiner Zählung bei Null angekommen war, schob sich der erste Lichtstrahl über den Rand der Kuppel, durchstieß sie wie eine feurige Lanze, nur um auf der anderen Seite den transparenten Kunststoff erneut zu durchdringen und sich auf eine lange, ewig währende Reise durch die Unendlichkeit des Alls zu begeben.
(…)

(Weiter zu Teil 2)

Copyright (c) 2012 by Susanne Gavénis

Bildbearbeitung: Bearbeitete Coverillustration “20110114102519-b526e240-Mutanten100-20-minus20jpg.jpg(Original: 20110114102519-b526e240.jpg) © 2012 by Detlef Hedderich. Nutzung nur mit Genehmigung des Künstlers Lothar Bauer unter Verwendung des Originals.

Bildrechte: Coverillustration “Mutanten” (Mutanten6.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Anmerkung der Redaktion: Wer wissen möchte, wie es weitergeht, der erfährt es in diesem Buch der Autorin, Bestellmöglichkeiten über die Bestellinks:

Gavénis, Susanne
Gambler-Zyklus I

Der Angriff

Im Buch blättern

Verlag :      AAVAA Verlag UG
ISBN :      978-3-86254-399-1
Einband :      Paperback
Preisinfo :      11,95 Eur[D] / 11,95 Eur[A]
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 13.02.2012
Seiten/Umfang :      ca. 295 S. – 20,0 x 14,0 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 13.02.2012
Gewicht :      300 g

Medien :
Leseprobe(PDF)

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Die Menschheit am Scheideweg…

Als im 22. Jahrhundert der erste Mensch mit einer besonderen genetischen Mutation geboren wird, ahnt noch niemand, dass es nur der erste von vielen ist. Die Gambler sind reaktionsschneller und leistungsfähiger als jeder gewöhnliche Mensch, sie besitzen einen unfehlbaren Orientierungssinn und das perfekte Gedächtnis – und werden gerade aus diesem Grund gehasst und gejagt. Isoliert und an den Rand der Gesellschaft gedrängt, fristen sie auf ihren Zirkusraumschiffen ein Leben im Schatten. Doch dann taucht aus den Tiefen des Weltraums eine Bedrohung auf, die alles bisher Dagewesene übersteigt. Und die politische Führung der Erde muss erkennen, dass nur ein Gambler in der Lage ist, die Menschheit vor ihrer vollständigen Vernichtung zu bewahren.

Susanne Gavénis wurde am 30.10.1970 in Celle geboren. Nach dem Studium und Referendariat widmete sie sich zehn Jahre lang beinahe ausschließlich der Schriftstellerei, bevor sie 2008 in ihren gelernten Beruf zurückkehrte. Seitdem unterrichtet sie die Fächer Biologie und Chemie an einem Gymnasium in der Nähe von Frankfurt/M. Der Gambler-Zyklus ist ihre zweite Veröffentlichung nach „Shaans Bürde“, einem Fantasy-Roman, der 2008 erschienen ist. Sie ist seit 15 Jahren glücklich verheiratet und teilt mit ihrem Mann die Begeisterung für SF- und Fantasy-Literatur.

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Veronica Roth: Die Bestimmung. – BEI UNS DREI EXEMPLARE IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 5. Mai 2012

Veronica Roth
Die Bestimmung

Originaltitel: Divergent
cbt in der Verlagsgruppe Random House
ISBN 978-3-570-16131-9
Kinder- und Jugendbuch
Erschienen: 19. März 2012
Aus dem Amerikanischen von Petra Koob-Pawis
Umschlaggestaltung: UNO Werbeagentur München
Umschlagmotiv: Faction Symbol Art © 2011 by Rhythm and Hues
Design/Jacket Art and Design by Joel Tippie
Hardcover mit Schutzumschlag: 480 Seiten
Altersempfehlung ab 14 Jahren

www.cbt-verlag.de
www.die-bestimmung.de
www.veronicarothbooks.blogspot.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Veronica Roth lebt in Chicago und studierte an der dortigen Northwestern University Creative Writing. Im Alter von nur 20 Jahren schrieb sie während ihres Studiums den Roman, der später “Die Bestimmung” wurde, und mit dem sie in den USA auf Anhieb die Bestsellerlisten stürmte.

Zum Buch:

Beatrice lebt in der Zukunft, in einer Stadt, die den Städten von heute ähnlich scheint, in der das Leben aber anders ist. Die Menschen sind aufgeteilt in fünf verschiedene Fraktionen. Es gibt Altruan – die Selbstlosen, Candor – die Freimütigen, Ken – die Wissenden, Amite – die Friedfertigen und Ferox – die Furchtlosen. Beatrice und ihre Familie gehören zu den Altruan. Als Kinder besuchen Beatrice und ihr Bruder Caleb mit Kindern anderer Fraktionen gemeinsam die Schule. In ihrem 16. Lebensjahr müssen sich alle Schüler einem Eignungstest, der Zeremonie der Bestimmung, unterziehen. Bei diesem Test wird festgestellt für welche Fraktion man sich eignet. Er soll aber nur bei der Entscheidung helfen, denn die Wahl der endgültigen Fraktion trifft jeder Schüler für sich und unabhängig vom Ergebnis des Eignungstests. Die Wahl stellt eine hohe Belastung dar, denn mit der Entscheidung für eine andere Fraktion ist auch die Trennung von Familie und Freunden verbunden. Bei Beatrice ist der Verlauf des Eignungstests sehr ungewöhnlich und das Ergebnis für ihre Wahl auch nicht sehr hilfreich. Die junge Frau ist unsicher welcher Fraktion sie sich anschließen soll, entscheidet sich aber für die Ferox.

In ihrer neuen Fraktion muss sie eine Initiationsphase durchlaufen. Es stellt sich heraus, dass es bei den Ferox 20 Neuanfänger gibt, 11 aus den eigenen Reihen und 9 aus ursprünglich anderen Fraktionen. Die Ferox nehmen aber insgesamt nur 10 der Anwärter in ihre Reihen auf, so dass 10 Anwärter am Ende als Fraktionslose enden. Mit dieser Aussage ist der Kampf unter den Anwärtern eröffnet. Wer kann beweisen, dass er furchtlos ist, furchtlos im Kampf, furchtlos in besonderen Lebenssituationen und auch in der Lage seine eigenen Ängste zu bekämpfen und eventuell zu beherrschen?

Mit „Die Bestimmung“ entführt und die Autorin Veronica Roth in die Zukunft und in ein schönes und schreckliches Szenario zugleich. Der Leser lernt diese Welt in erster Linie aus Sicht der Ferox und teilweise auch aus Sicht der Ken und der Altruan kennen. Neben den Kämpfen innerhalb der Fraktion der Ferox, brodelt es auch zwischen den Fraktionen und Beatrice gerät in einen Strudel von Emotionen, Intrigen und Machtspielereien.

Die Protagonistin, aber auch alle übrigen Charaktere dieses Buches werden sehr detailliert beschrieben und so fällt es dem Leser leicht Zu- und Abneigungen gegenüber einzelnen Personen zu entwickeln. Hier steuert die Autorin ganz gezielt die Vorstellung der Leserschaft und schafft es in einem anderen Moment wieder die Handlung in eine Richtung zu bewegen mit der niemand gerechnet hat. So wird auch schon einmal der Freund zum Feind und vielleicht umgekehrt.

Spannung und Furchtlosigkeit begleiten diese Geschichte, die aus dem Blickwinkel von Beatrice und damit in der Ich-Form geschrieben ist. Besonders schön sind auch die ersten Gefühle von Zuneigung und Liebe hier zu Papier gebracht, die wohl in jeder Welt das Leben junger Leute verändern.

„Die Bestimmung“ ist als Auftakt einer Trilogie geplant. Ein dystopischer Roman, der seinesgleichen sucht. Eine absolute Leseempfehlung für junge Leser ab 14 Jahren und Erwachsene. Wer im Leben seine Bestimmung noch nicht gefunden hat, der findet sie vielleicht hier oder kommt zu einer ganz anderen Erkenntnis über den Sinn des Lebens.

Copyright © 2012 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

EINE WEITERE REZENSION VON Yvonne Rheinganz:

Autorenporträt

Veronica Roth lebt in Chicago und studierte an der dortigen Northwestern University Creative Writing. Im Alter von nur 20 Jahren arbeitete sie während ihres Studiums den Roman, der später “Die Bestimmung” wurde und mit dem sie in den USA auf Anhieb die Bestsellerlisten stürmte.“ (Quelle: cbt)

Zum Buch

Beatrice ist gerade 16 Jahre alt geworden und muss nun den Test über ihre Bestimmung ablegen. Doch leider ist der Test bei ihr nicht eindeutig und drei der fünf Fraktionen kommen für sie infrage. Doch in der Welt in der Beatrice lebt ist jede Fraktion gleichbedeutend mit einem bestimmten Lebensstil, der mit unterschiedlichen Moral- und Wertevorstellungen verknüpft ist. Die Fraktion zählt in dieser Welt mehr als alles andere. Sie steht über Freunden und Familie und bestimmt über die eigenen Lebensziele. Beatrice ist verzweifelt, denn in ihrer Welt gelten die Unbestimmten als gefährlich. Also muss sie ihre Bestimmung verbergen, und wählt eine Fraktion, von der sie nicht weiß, ob sie die richtige für sie ist …

Fazit

Dieses Buch zog mich sofort in seinen Bann. Besonders gut gefiel mir die Idee, die Nationen nach den unterschiedlichen Begabungen, Moral- und Wertevorstellungen einzuteilen. Schnell erfuhr der Leser die Vor- und die Nachteile einer geteilten Welt. Genial empfand ich die Vorstellung, dass nur die Selbstlosen die Regierungsgeschäfte leiten durften, da es vollkommen im Gegensatz zum heutigen System steht. Gut verwoben in dem Buch waren auch die Ängste und die charakterliche Entwicklung eines durchschnittlichen Jugendlichen, der sich von den Eltern abgrenzt, sich an Freunden orientiert und am Ende eine eigene Persönlichkeit entwickelt.

Alle Protagonisten hatten Ecken und Kanten und waren somit unheimlich lebensnah. Die Geschichte rund um die Prägung für die eigene Fraktion, war spannungsgeladen und actionreich, zeigte aber auch, wie schnell sich die Menschen manipulieren und entsprechend umpolen lassen. Der Schluss konnte wunderbar aufzeigen, dass die meisten Konflikte aus unterschiedlichen Wert- und Moralvorstellungen heraus entstehen, und konnte so sogar das derzeitige Weltgeschehen widerspiegeln.

Ein Buch, das Gegenwart und Zukunft fantastisch miteinander verknüpft, zum Nachdenken anregt und einen vollkommen in seinen Bann zieht.

Copyright © 2012 by Yvonne Rheinganz

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Die Menschen sind aufgeteilt in fünf verschiedene Fraktionen, in welche genau? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

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Ohren auf! Hörverstehen trainieren – 3.-4. Schuljahr. – BEI UNS 4 EXEMPLARE IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 5. Mai 2012

Ohren auf!
Hörverstehen trainieren – 3.-4. Schuljahr

Kohlverlag
ISBN 978-3-86632-399-5
Bildung
Erschienen 2012
Titelbild Somenski
Illustrationen Mile Penava, Imre Tasnady, Istvan Takacs
Umfang 80 Seiten + 1 CD

www.kohlverlag.de

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Inhalt & Fazit

Auch die vorliegende Materialsammlung für die Klassenstufe 3/4 ist hervorragend dazu geeignet, den Kompetenzbereich Sprechen und Zuhören im Teilbereich verstehend zuhören abzudecken. Hier findet man nicht nur zahlreiche Arbeitsblätter zum Kopieren, sondern auch ausführliche Erläuterungen zu den vorliegenden Lerneinheiten. Die Sammlung ist in sechs große Themenbereiche gegliedert, die immer mehr im Schwierigkeitsgrad zunehmend. Vor den ersten Materialien erfolgt eine gute didaktische Einführung, die eine Einordnung der Materialien in die Bildungsstandards und Rahmenpläne erleichtert. Der erste Teilbereich “Aufgaben ohne CD” führt eher zu den nachfolgenden Teilbereichen hin und befasst sich eher spielerisch mit dem Hörverstehen.

Der Themenbereich Sachtexte lässt sich auch gut fächerübergreifend verwenden und bietet (Hör)Texte, die auch im Sachunterricht gut verwendet werden können. Der Teilbereich “Hinweise und Informationen” zielt auf Kompetenzbereiche ab, die die Kinder auch in ihrem Alltag betreffen, wie etwa Piktogramme. Der nachgeschaltet Bereich “Porträts, Interviews und Hörspiele” ist als Zwischensequenz zu bewerten, der von Sachtexten überleitet zu literarischen Texten und somit 2 Textbereiche miteinander verbindet. Die Teilbereiche “Erzählungen und Märchen”, sowie “Gedichte” lassen sich in vielen schulinternen Arbeitsplänen finden und bieten somit gelungenes Zusatzmaterial, das sich in eigene Unterrichtseinheiten einbinden lässt.

Besonders gut gefiel mir bei dieser Materialsammlung, dass es sowohl Übung mit und ohne CD gab, sodass nicht immer das gleiche Medium Verwendung fand. Auch ist das Material für Berufsanfänger gut geeignet, da jeder Einheit zwar keine einzelne Planung vorangeschickt wird, aber eine knappe und verständliche Einführung in die Bereiche Lernziele, Inhalte, Durchführung, Weiterführung und Vorarbeit und Zusatzinformationen erfolgt. Die mitgelieferte CD funktionierte einwandfrei auf den unterschiedlichsten Audiogeräten und ließ sich auch gut über den Computer abspielen.

Insgesamt eine gute Materialsammlung, die sich gut in den eigenen Unterricht integrieren lässt.

Copyright © 2012 by Yvonne Rheinganz

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Preisrätsel 4 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Der Teilbereich “Hinweise und Informationen” zielt auf Kompetenzbereiche ab, die die Kinder auch in ihrem Alltag betreffen, wie etwa was? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 400 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

Abgelegt unter Buchrezension, Bücher, Diskussionen, Jugend, Kohl Verlag, laufende Preisrätsel | Keine Kommentare »