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Archiv für die 'Horror' Kategorie

Ness, Patrick / Dowd, Siobhan: Sieben Minuten nach Mitternacht. – BEI UNS DREIMAL IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 19. Mai 2012

Ness, Patrick / Dowd, Siobhan
Sieben Minuten nach Mitternacht

Im Buch blättern

Illustriert von Kay, Jim. Übersetzt von Abarbanell, Bettina
Verlag :      cbj
ISBN :      978-3-570-15374-1
Einband :      gebunden
Preisinfo :      16,99 Eur[D] / 17,50 Eur[A] / 24,50 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 21.11.2011
Seiten/Umfang :      216 S., Mit s/w Illustrationen – 20,8 x 16,2 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      29.08.2011

Medien :

Leseprobe(PDF)

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Titel bei Libri.de

Zwei große Erzähler – eine Geschichte, die den Tod in seine Schranken weist.

Das Monster erscheint sieben Minuten nach Mitternacht. Aber es ist nicht das Monster, das Conor fürchtet. Was er eigentlich fürchtet, ist jener monströse Albtraum, der ihn jede Nacht quält, seit seine Mutter ihre Behandlung begann. Dieser Traum, in dessen Herzen tiefstes Dunkel herrscht und wo im Abgrund ein Albtraumwesen lauert, bis dann ein Schrei die Nacht zerreißt …

Das Monster aber, das scheinbar im Garten hinter Conors Haus lebt, verkörpert etwas völlig anderes. Es ist uralt, wild und weise – es ist das Leben selbst. Und es ist gekommen, um Conor zu helfen. Doch auf welchen Weg Conor sich mit seinem gigantischen Freund begeben wird, ahnt er nicht. Er wird ihn hinab in die tiefsten Tiefen seiner Seele führen, er wird ihn in seinen Albtraum begleiten und dann wird er ihm das Gefährlichste überhaupt abverlangen: die ganze Wahrheit. Denn nur wenn Conor sich dieser stellt, wird er das wahre Wesen des Lebens erkennen …

In »Sieben Minuten nach Mitternacht« schreibt Patrick Ness eine Idee seiner mit der Carnegie Medal und dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichneten Schriftstellerkollegin Siobhan Dowd weiter. Ihr früher, tragischer Krebstod verhinderte die Umsetzung ihrer Idee in eine eigene Geschichte.

Siobhan Dowd, in London geboren, stammte aus County Waterford, Irland, und verbrachte dort einen großen Teil ihrer Kindheit. Nach der Schulzeit in London studierte sie in Oxford und begann dort als Redakteurin für PEN International und als freischaffende Autorin zu arbeiten. Bereits ihr Debutroman kam auf die Auswahlliste des Deutschen Jugendliteraturpreises, für ihr drittes Jugendbuch wurde sie mit Carnegie Medal ausgezeichnet. Nach schwerer Krankheit erlag Siobhan Dowd 2007 ihrem Krebsleiden.

Patrick Ness wuchs in den Vereinigten Staaten und auf Hawaii auf. Seit Ende der 90er-Jahre lebt er in London und ist dort als Literaturkritiker für die Tageszeitung The Guardian tätig. Für seine Kinder- und Jugendbücher wurde er mehrfach ausgezeichnet, er gewann unter anderem den renommierten Costa Children’s Book Award und war auf der Auswahlliste für die Carnegie Medal.

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Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Das Monster erscheint wie viele Minuten nach Mitternacht? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

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SFBASAR.DE-ANTHOLOGIE (mit Themenschwerpunkt): “Fremdwesen”

Erstellt von Galaxykarl am 21. April 2012

“Fremdwesen”

sfbasar.de-Anthologie Band 5

mit Beiträgen der Community-Autoren

des Literatur-Blogs “sfbasar.de”

Editorial

Liebe Besucher, liebe Leser, liebe Community-Autoren

Wieder kann ich Euch einige Beiträge unserer Anthologie auf sfbasar.de vorstellen. Zu erkennen an der roten Bezeichnung “NEU” vor dem Link! Weiterhin sind sämtliche Community-Autoren und solche, die es werden wollen, aufgerufen die Anthologie mit zahlreichen Beiträgen zu bereichern. Rückmeldungen in Form von Lob, Kritik oder Verbesserungsvorschlägen sind auch diesmal ausdrücklich erwünscht.

Der Titel der neuen Anthologie: FREMDWESEN

Und dieser Begriff bezieht sich nicht nur auf Aliens im Genre Science-Fiction, sondern gilt ausdrücklich für alle Wesen, die nicht menschlich sind, also auch Vampire, Werwölfe, Drachen usw. Manche Männer – mich eingeschlossen – sind ja der Meinung, dass Frauen definitiv nicht von dieser Welt sind, aber für diese Anthologie möchte ich sie doch zur Spezies Mensch zählen. Frauen sind einfach göttlich. Ergo fallen sie NICHT in die Kategorie, die hier behandelt werden soll. Auch irdische Tiere würde ich nicht unbedingt zu Fremdwesen zählen, Ausnahme Drachen und ähnliche Fabelwesen, das sie bis dato nicht historisch und archäologisch nachgewiesen werden konnten.

Ich bin trotzdem begeistert von Lothar Bauers Bild. Diese Femme Fatale, mit düsteren, unheimlichen Katzenaugen und blasser Haut trifft den Nagel auf den Kopf. Sie kann Vampir, Catwoman, Sirene oder sonst was sein. Sie soll alle in die Stimmung versetzen, hier mit richtig tollen FREMDWESEN-Beiträgen teilzunehmen.

Grundsätzlich ist hier jeder Beitrag, der sich mit dem Thema befasst, willkommen. Wir suchen nicht nur Geschichten sondern auch Gedichte, Leseproben und Artikel. Das Copyright der eingereichten Beiträge, unabhängig von der Art des Beitrags, muss wie immer beim jeweiligen Autor liegen.

Die zahllosen Beiträge unserer Community-Autoren erwarten wir ebenso gespannt, wie die Kommentare unserer Leser.

Mit galaktischen Grüßen
euer galaxykarl ;-)

Und jetzt zu den Beiträgen:

DAS LIED DER SIRENE  – Science-Fiction-Story von Werner Karl

BUCHREZENSION: DENN DAS BLUT IST LEBEN. GESCHICHTEN DER VAMPIRE – von Frank Fest (Hg.) – Rezension von Michael Drewniok

DER ERSTE MORGEN – eine Fantasy-Horror-Geschichte von Leon Ferri (sfb-Preisträger Platz 1 im Storywettbewerb 1/2012)

BUCHREZENSIONETERNITY – MEENA HARPER – LIEBE MIT BISS (Band 1) – von Meg Cabot – Rezension von: Yvonne Rheinganz

HOTEL, HOTEL – Auszug (Kapitel) aus dem Roman: “Es gibt kein Ende …” von Vera Anschütz

KEIN SPIEGELBILD – Vampir-Story von Alfred Bekker

BUCHREZENSION: MONSTER. DÄMONEN, DRACHEN & VAMPIRE – von Christopher Dell – Rezension von: Michael Drewniok

NEU= MORGENGRAUEN – eine Kurzgeschichte von little_wonni

NEU= MORGENGRAUEN II – eine Kurzgeschichte von little_wonni

PLASMAABWEISEND – eine Kurzgeschichte von Simone Wilhelmy

RÜCKKEHR MIT HINDERNISSEN – eine Fantasy-Kurzgeschichte von little_wonni

RÜCKKEHR MIT HINDERNISSEN II – eine Fantasy-Kurzgeschichte von little_wonni

NEU = RÜCKKEHR MIT HINDERNISSEN IV – eine Fantasy-Kurzgeschichte von little_wonni

NEU = RÜCKKEHR MIT HINDERNISSEN V – eine Fantasy-Kurzgeschichte von little_wonni

SCHICKSAL – Fantasy-Story von Barbara Wegener

BUCHREZENSION: BUCHBESPRECHUNG: VON DER NACHT VERZAUBERT – 1. Band der Trilogie von Amy Plum – Rezension von Iris Gasper

WESEN DER NACHT – Horror-Leseprobe aus der Titelstory aus der Anthologie “Wesen der Nacht” Hrg. Wilfried A. Hary von Vera Anschütz

(wird weiter fortgesetzt!)

Liebe Community-Autoren: Weitere Beiträge sind erwünscht und sollen diese Anthologie ergänzen. Wir planen bei genügend Beiträgen, diese Anthologie hier auch als PDF-File zusammen mit einem Spendenbutton (für kleine Beträge zum jeweiligen Storywettbewerb) anzubieten. Ausserdem planen wir davon ein ebook und am Ende vielleicht sogar eine Printausgabe erscheinen zu lassen! Es liegt ganz an euch und eurer Teilnahme an den Anthologien! Wer also teilhaben möchte, der schreibt eine Geschichte oder einen Sachbeitrag zum Thema und stellt ihn bei uns als Artikel oder Story ein. Bei einer Story kann diese auch an den Storywettbewerben teilnehmen, muss das aber nicht zwingend! Wir hoffen auf eure Hilfe!

Liebe Besucher, Leser und Unterstützer unseres Literaturblogs, wenn Ihr unseren Autoren ein wenig Unterstützung bieten möchtet, so gibt es jetzt die Möglichkeit eine kleine Spende über den unten stehenden Button per Paypal in die Kasse einzuzahlen, aus der dann die Preisgelder für die Gewinner des nächsten Storywettbewerbs mitfinanziert werden:

Herzlichen Dank auch im Namen aller unserer Autoren!

Das sfbasar.de-Team
i.A. Werner Karl

Bildrechte: Coverillustration “Fremdwesen01” (TN-20110131041632-4c05fc6e.jpg) © 2011 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

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Steffen Volkmer – interviewt von Werner Karl

Erstellt von Galaxykarl am 16. April 2012

Steffen Volkmer – interviewt von Werner Karl

Herr Steffen Volkmer ist für Presse- und Public Relations im Comic-Bereich der Panini-Verlags GmbH, Stuttgart zuständig. In der zweimonatlich erscheinenden Panini-Vorschau werden Comic-Fans umfassend über alle Neuerscheinungen aus dem Verlagsprogramm informiert. Längst hat die Vorschau die Grenze von reiner hauseigener Vorankündigung gesprengt, sondern bietet Szene-News, Infos zu Filmadaptionen, Events (wie z. B. den Erlanger Comic-Salon, in diesem Jahr vom 07.06. bis 10.06.2012), ganzseitige Leseproben, die Backlist, Händler-Adressen, Sammelfiguren und und und …

www.paninicomics.de
www.paninicomics.de/module/html/static/18/pv43.pdf

sfbasar: Herr Volkmer, Sie sind bekennender und begeisterter Comic-Fan und Sammler und dabei trotzdem – oder erst recht? – ein ernsthafter und erwachsener Mann. Wie nimmt heute Ihre Umgebung, also die Familie, Freunde und Nachbarn, Ihre Arbeit wahr?
SV: Also, ganz ehrlich „ernsthaft und erwachsen“ war eigentlich noch nie mein Ding. Das klingt mir schon viel zu langweilig, um es auch nur ausprobieren zu wollen. „Kreativ und etwas ausgeflippt“ gefällt mir deutlich besser. Von daher bin ich in meinem Umfeld eher ein Sonderfall und werde auch als solcher wahrgenommen. Aber ich verschaffe mir über mein Wissen, mein Auftreten und meine Erfahrung schon den notwendigen Respekt und kann mich in der Regel auch in einer Gruppe von Anzugträgern ganz gut behaupten. Da greift tatsächlich das „erst recht“ Prinzip: Menschen, die in der Comic-Branche arbeiten, werden ganz gerne unterschätzt und punkten dafür umso extremer. Um erfolgreich Comics zu machen und zu vermarkten, braucht man – wie überall in der Unterhaltungsbranche – einiges an Hintergrundwissen. Comics zu mögen und viele davon zu lesen ist wirklich nicht ausreichend.

sfbasar: Waren früher Comics ausschließlich für Kinder und Jugendliche gedacht, gibt es seit vielen Jahren, ja Jahrzehnten, eine wachsende Fangemeinde im Erwachsenenalter. Trägt dies zur Anerkennung des Comics bei oder werden diese Erwachsenen als ewige Kinder betrachtet?
SV: Genau genommen waren Comics nie für Kinder gedacht. Obwohl es natürlich Comics für Kinder gibt, ist das Medium schon immer ein sehr erwachsenes gewesen. Wenn man sich die frühen Superhelden-Comics oder die Klassiker der franko-belgischen Schule wie zum Beispiel „Tim und Struppi“ anschaut, ist das doch sehr erwachsen. Nicht einmal die frühen Micky Maus-Comics waren wirklich kindgerecht. Aber in Deutschland hat man Comics wegen dem hohen Bildanteil gerne mit Bilderbüchern gleichgesetzt und dazu noch als verdummenden Schund abgetan. Ein national-geschichtliches Problem im Übrigen, da die Comics nach dem Weltkrieg als Kulturgut der Siegermächte zu uns kamen und von der Erwachsenengeneration als solche abgelehnt wurden, weswegen sie nur von der gegen ihre Eltern rebellierenden Jugend gelesen wurden. Comic als Kunstform hat hier erst in den letzten 10 bis 20 Jahren langsam Anerkennung gefunden und ist trotzdem immer noch weit davon entfernt, so akzeptiert zu sein, wie in den USA, Frankreich oder Japan – aber es wird besser.

sfbasar: Wo wir schon bei den Erwachsenen sind. Etliche Alben und Serien sind äußerst brutal (Punisher, Conan, Spawn), blutrünstig (Nekron, American Vampire, Jennifer Blood, The Walking Dead), sexistisch (Mangas, Manara, Black Cat) bis hart an der Grenze zur Pornografie. Und die genannten Beispiele sind nur einige aus der aktuellen Vorschau. Gibt es für Comics keine Altersbeschränkung, eine FSK-Angabe ähnlich wie bei Filmen?
SV: Comics zeigen keine Abbildung des Realen, wie Fotos und haben keine realen Protagonisten, wie Spielfilme. Sie sind die Verbindung von schreibender und bildender Kunst und damit Büchern und Gemälden näher als dem Film. Damit werden sie zurecht auch wie Bücher behandelt, für die es ja auch keine FSK-Angabe gibt, sondern bestenfalls Leser-Empfehlungen. Solche Altersempfehlungen schreiben die Verlage heute in der Regel auch auf ihre Comics, wo notwendig. Zudem wird über den Preis und die Vertriebsart gesteuert, an welche Käuferschaft sich ein Band richtet.  

sfbasar: Viele Comics sind wahre Kunstwerke und die Zeichner sind – zumindest in der Comic-Szene – berühmte Personen, doch außerhalb der Szene völlig Unbekannte. Würde man sie auf der Straße treffen, würde sich kein Mensch nach ihnen umdrehen. Was glauben Sie könnte der Grund dafür sein, dass diese Könner von der „normalen“ Bevölkerung nicht wahrgenommen werden? Leidet das Medium Comic immer noch unter dem Stempel Schund und kann o.g. Anteil an Erwachsenen hier immer noch nichts an diesem Vorurteil ändern?
SV: Wie bereits erwähnt, ist in Deutschland das „Schund“-Denken noch immer ein, wenngleich geringer werdendes, Problem. Aber auch in anderen Ländern werden Comic-Macher eher selten auf der Straße erkannt. Das ist aber kein auf die Comic-Szene bezogenes Phänomen, sondern eine Frage, wie jemand in der Öffentlichkeit steht und wie groß die Fangemeinde ist … Mal ehrlich: Wie viele Buchautoren, Regisseure oder Fotografen gibt es, die auf offener Straße erkannt werden? Erkannt werden die, deren Gesichter von den Medien transportiert werden und die davon leben: Das sind in erster Linie Schauspieler, Musiker und Models. Und selbst bei denen kommt es noch auf die Größe der Fangemeinde an. Und da hat auch die Comic-Szene ihre Superstars: Wenn zum Beispiel Simpsons-Erfinder Matt Groening irgendwo auftaucht, wird er immer erkannt.

sfbasar: Mir ist schon oft aufgefallen, dass viele Cover von den Könnern der zeichnenden Zunft geschaffen werden und wirklich atemberaubende und fantastische Bilder präsentieren, der Inhalt aber – ja, wie soll ich sagen? – von der 2. oder 3. Garde ausgefüllt wird. Sicher geschieht dies aus Kostengründen. Ähnlich war und ist dies bei Walt-Disney-Filmen und anderen Comic-Verfilmungen. Dort fällt es aber nicht auf, da eine gewisse Qualität immer gewahrt wird. Der Unterschied bei den gedruckten Comics ist aber oft gravierend. Ist das nicht Betrug am Kunden? Außen hui und innen pfui?
SV: Covergestaltung und Inhaltsgestaltung bei Comics sind zwei unterschiedliche Kunstformen innerhalb desselben Mediums, die jeweils von Spezialisten ausgeführt werden. Natürlich sind Cover ein Verkaufsargument und sollen bereits beim ersten Hinschauen ansprechen, das ist bei Büchern und Musikalben ja nicht anders. Die Zeichner, die die Innenseiten der Comics machen, sind aber alles andere als 2. und 3. Wahl. Sie haben das Können, Geschichten sequenziell und dynamisch umzusetzen. Wer Covers macht, ist eher ein Kunstmaler. Wann immer Comics ganz in einem solchen Stil gemacht wurden, waren sie zumeist statisch und zum unterhaltenden Lesen eher ungeeignet. Die Innenseiten folgen der Vorgabe, dass Bild, Text und Soundwords zu einer Einheit verschmelzen sollen – das kann ein „Gemälde“, auf dem das Auge betrachtend ruht, zumeist gar nicht erfüllen. Die Bilder sind also genau das, was sie sein sollen. Zudem liegt „gefallen“ ja immer auch im Auge des Betrachters.

sfbasar: Apropos Kosten. Hefte sind ja noch relativ preisgünstig, Alben, Hardcover und Sonderausgaben können aber unter Umständen so richtig ins Geld gehen. Ist dies der Zielgruppe Erwachsene geschuldet oder hat das nur etwas mit dem erzielbaren Gewinn zu tun?
SV: Preise sind zu einem Teil zielgruppenorientiert. Tatsächlich geht es bei den meisten Auflagen aber gar nicht anders, damit überhaupt ein kleiner Gewinn für den Verlag herausspringt. Comics sind wirklich ein aufwändig und teuer zu produzierendes Produkt.

sfbasar: Ein kräftiger Teil der Comics – wenn nicht gar der größte – wird durch Superhelden gestellt. Die Anzahl muskelstrotzender Heroen ist schier unendlich und von vielen gibt es auch noch Varianten. Zählt ein normaler Mensch nichts mehr? Kann ein normal Sterblicher denn keine Identifikationsfigur für Teenager und Erwachsene sein? Konkret: Ist es nur der Anblick dicker Muckies und praller Brüste und nicht mehr eine spannende Story, die einen Käufer zu einem Album greifen lässt?
SV: Da ist eigentlich die gesamte Aussage hinter der Frage falsch: Zum einen decken die Superhelden nicht den größten Teil der Comics ab, zum anderen sind sie selten Identifikationsfiguren für Teenager – da kommen wohl eher Bart und Lisa Simpson oder einige Manga-Helden in Frage, die nun wirklich nicht mit Traummaßen dienen können. Superhelden sind Popkultur und Zeitgeistspiegel. Die Künstler folgen natürlich Trends und Idealen der Gesellschaft. Schaut man sich die Superhelden in den 60er/70er Jahren an, so hatten die komplett andere Körper, andere Klamotten und andere technische Mittel. Außerdem muss einer der Fiktion den Anschein des Möglichen zu gegeben werden, damit sie funktionieren kann: Einem 200 Kilo Spider-Man würde niemand abnehmen, dass er sich am Netz von Hausdach zu Hausdach schwingt.

sfbasar: Dann mal eine Frage zu Handlungssträngen. Ein Superheld stirbt und die ganze Fangemeinde ist entsetzt. Logisch, dass der Held in einer der nächsten Ausgaben auf wundersame Weise wieder auftaucht, unverändert, geläutert, ins Gegenteil verkehrt, was auch immer. Aber er kehrt wieder. Wie oft lässt sich das wiederholen, bis es unglaubwürdig wird. Bis selbst Fans abwinken und sich anderen Helden zuwenden?
SV: Vermutlich nie. Die Fans wollen ja gar nicht, dass ihr Held stirbt. Aber er muss sich wandeln und ändern, damit man immer wieder neue Geschichten mit ihm erzählen kann. Genaugenommen sind Helden-Epen ja nichts anderes als Soaps mit Action.

sfbasar: Ähnlich befürchte ich dies bei Cross-Overn, also Auftritten von Helden in anderen Serien. Das Batman und Superman sich kennen, ist eine alte Sache. Und die Verquickung von Iron Man, Wolverine, Thor, Captain America und Konsorten zu den Avengers hat ja auch den Sprung in die Kinos geschafft. Haben Sie – oder die Zeichner, Verlage und Filmemacher in USA und anderswo – nicht Angst, dass sich das alles zu einem Brei vermanscht, den evtl. recht bald keiner mehr sehen will?
SV: Kaum. Wer in einer WG lebt, muss sich irgendwann begegnen und dann entweder etwas miteinander machen oder gegeneinander. Ob die WG da eine Studentenbude oder ein Universum ist, spielt keine Rolle … Aber es bietet immer Ansätze für neue Geschichten.

sfbasar: Brandaktuell wird in der Panini-Vorschau # 43 (Mai/Juni 2012) ein Relaunch des kompletten DC-Universums als DAS Sensations-Ereignis des Jahres behandelt. Ist das eine Konsequenz aus dem in der vorigen Frage angesprochenen Handlungschaos? Alles neu macht der Mai? Zurück auf Anfang? Konkret: Versprechen sich die Comic-Schöpfer dadurch nur neue Kundschaft oder ist wirklich mit neuen – und übersichtlicheren – Geschichten zu rechnen?
SV: Der Trend ging in den letzten Jahren tatsächlich zu immer komplexeren Geschichten, die immer nerdiger wurden und nur noch von wenigen Fans durchblickt werden konnten. Allerdings hatte sich die Fangemeinde da auch ein wenig isoliert. Dank der zahlreichen guten Verfilmungen hat sich die Leserschaft inzwischen wieder breiter aufgestellt, viele interessieren sich wieder stärker für die Superhelden. Dem trägt der Relaunch Rechnung, indem er Möglichkeiten für Neueinsteiger in die Geschichten bietet. Außerdem wurden die Helden optisch leicht überarbeitet, um zeitgemäßer zu sein und die Kreativen können ihre Geschichten losgelöst von alten Bürden erzählen, was zu wirklich erfrischenden Storylines geführt hat.

sfbasar: Die Synergie-Effekte von Buch/Film/Game/Comic sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden und sicher will sie niemand mehr missen. Ich habe aber den Eindruck, dass gerade hier die 2. oder 3. Garde an Autoren mehr gequält eine Handlung zusammenstrickt, als eine wirklich spannende Story zu erzählen. Stecken die in dem Dilemma fest, dass sie sich an die oft dürren Handlungen von Baller-Spielen halten wollen oder müssen? Ein Fan wird doch akzeptieren, dass die Szene aus dem Spiel stammt, die Story aber eine eigene – und eben möglicherweise fantastischere und spannendere – Geschichte erzählt, als es das Baller-Originial je vermocht hätte.
SV: Die Frage erscheint mir reichlich konstruiert, um die Qualität der Geschichten generell herabzuwürdigen. Das ist sicher nicht der Fall. Es gibt wie in jedem Medium natürlich bessere und schlechtere Storys – dass nun aber Medien übergreifende Geschichten per se schlechter sein sollen, ist soweit ich das beurteilen kann nicht richtig.

sfbasar: Moderne TV-Serien wie LOST, Fringe, sogar 24, die Endlos-Serie Stargate, leiden m. M. nach darunter, dass sie zu keinem Ende kommen. Es ist für Zuschauer schlichtweg unbefriedigend, wenn eine anfangs spannende Serie sich nicht auf irgendeine Art und Weise auflöst, erfüllt. Die Erscheinungsperioden von einer Sendung wöchentlich deckt sich einigermaßen mit dem Erscheinungsmodus von gleichartigen Comicserien. Hier die angepeilte Kundschaft bei der Stange zu halten, wird in Zeiten massenhafter Veröffentlichungen immer schwieriger. Z. B. hat man bei „Game of thrones“ zu dem Trick gegriffen, alle 10 Folgen der ersten Staffel an einem Wochenende zu bringen. Verlage lösen dieses Problem manchmal mit dem gleichzeitigen oder sehr raschen Erscheinen einer Trilogie oder Miniserie. Liegt hier eine Chance, verlorenes Publikum zu einem überschaubaren Kauf zu animieren?
SV: Die Veröffentlichungsart hat in Deutschland eher etwas mit den Vertriebswegen und Verkaufskoordination zu tun. Außerdem ist hierzulande das Tradepaper-Format (gerne auch als Sammelband bezeichnet) die beliebteste Comic-Art bei den Lesern, das hat sich über die Jahre so entwickelt, und die enthält eh schon mehrere Teile einer Serie.

sfbasar: Die Tricktechnik in Filmen ist mittlerweile so fantastisch, dass alles, was sich ein Kreativer vorstellen kann, auch filmisch realisiert werden kann. Bei Zeichnungen – ja, wirklichen Comic-Kunstwerken – war dies schon immer der Fall. Trotzdem erschlägt einen sowohl im Film als auch im Comic das Bild. Die Handlung und eine gute und nachvollziehbare Geschichte scheint immer mehr in den Hintergrund zu treten. Oft ist man geplättet vom Bilderrausch und fühlt sich trotzdem hinterher leer und ausgelaugt. Wie läuft aus ihrer Erfahrung die Zusammenarbeit von Zeichner und Texter? Diskutieren die vorher einen Plot, die Handlung, verschiedene Handlungsstränge, ein Auf und Ab der Story? Oder malt einer drauflos und hofft, dass jemand daraus eine Story strickt?
SV: Die in der Frage enthaltene Kritik kann ich so nicht teilen und ist wieder enorm generalisierend. Sicher ist aber, dass sich die Kreativen im Comic-Business sehr genau und viel absprechen, zumindest soweit ich das kennenlernen dürfte.

sfbasar: Jetzt mal eine Frage, die Ihnen vielleicht nicht gefallen wird: Seit einigen Jahren wird ein Gratis-Comic-Tag veranstaltet. Mit 30 angekündigten Titeln! Ich bin sicher kein Schmarotzer und habe mich gewundert, wie sich die Verlage so etwas leisten können. Ich habe letztes Jahr einen teilnehmenden Comicladen besucht und mir die angebotenen Hefte angesehen … und war maßlos enttäuscht. Anstelle irgendeines kompletten Heftes (auf ein Album hatte ich ja gar nicht gehofft oder es erwartet) fand ich kleine dünne Heftchen vor, die mehr oder weniger erweiterte Werbeprospekte waren. Der Inhalt hatte mitunter einige gute Seiten, trotzdem war es eben nicht mit den üblichen Heften und Alben vergleichbar. Warum macht man sich diese Mühe, enttäuscht manche Kunden und gibt nicht – sagen wir mal – unverkaufte, ältere  Exemplare als Gratis-Heft aus? Meinetwegen pro Kunde nur 1 Exemplar. Das wäre doch fair und sie würden sich die Druckkosten diese Extraheftchen sparen.
SV: Der Gratis-Comic-Tag ist eine Promotion-Aktion der Verlage für den Handel und für die Szene. Dabei geht es auch um die Vorstellung neuer Themen und darum, durch ein konzertiertes Event den Zulauf zu den Comic-Shops anzukurbeln. Das Ganze ist sehr erfolgreich und hat bisher fast nur positive Reaktionen von allen Seiten, insbesondere der Fans hervorgebracht, sonst hätte man den GCT nicht weitergemacht. Aber natürlich kann man es niemals allen recht machen.

sfbasar: Wie stehen Sie, bzw. der Panini-Verlag zur aktuellen Internet-Diskussion um ausgehebelte Urheberrechte und kostenlosen Zugang zu allem? Wenn die Kreativen nicht für ihre Arbeit bezahlt werden, wird es bald keine Kreativen mehr geben; sie werden verhungern. Oder sehen Sie das ganz anders?
SV: Leider wurde das Internet zu Beginn als „Free Content“-Plattform aufgebaut. Daher ist es für die User sehr schwer, sich an Bezahlsysteme zu gewöhnen. Trotzdem vertreten wir natürlich den Standpunkt, dass man für eine erbrachte Leistung auch im Net entlohnt werden sollte. Dabei darf aber die generelle Freiheit im Internet aber nicht beschnitten werden. Es geht nun darum, die Fans nach und nach umzugewöhnen und funktionierende Bezahl- und Sicherungssysteme für die Inhalte zu entwickeln. Staatlich verordnete Verbote und Beschneidungen, die viel zu leicht zu einer generellen Kontrolle führen, sind nach meiner Ansicht der falsche Weg.  

sfbasar: Konkret: Gibt es in Ihrem Genre Comic illegale Internet-Nutzung, Missbrauch und Verbreitung, die Sie rechtlich verfolgen?
SV: Es gibt einzelne Fälle, aber keinen der uns betrifft. Die Comic-Branche allgemein ist davon bislang noch weitestgehend verschont. Zum einen wohl, weil bei der Fangemeinde der Sammelwunsch recht hoch ist, zum anderen gibt einem ein eingescannter Comic nur wenig Lesefreude. Das ist schon anders als bei anderen Medien.

sfbasar: Wie sehen Sie die Zukunft des gedruckten Comics? Interaktive Hefte á la Harry-Potter-Zeitungen mit bewegten Bildern? Oder elektronische Bücher, also E-Books? Überhaupt: Ein E-Book kann ich ohne rechtliche Probleme nicht weiterverkaufen, noch nicht einmal auf einem Trödelmarkt; ein gedrucktes Heft oder Album schon. Geht mein E-Reader kaputt, geht jeglicher Inhalt verloren und ich müsste mir alle meine Comic-Alben neu kaufen. Wer tut sich das ernsthaft an? Ist das wirklich die Zukunft?
SV: Es gibt für Comics noch wenig wirklich gute „Reader“ … um einen Comic richtig genießen zu können, muss man seine eigene Lesegeschwindigkeit haben. Das funktioniert bislang eigentlich nur, wenn man den Comic in der Hand hält und blättern kann. Aber die technische Entwicklung geht weiter und es wird immer mehr e-Comics geben und auch Weiterentwicklungen, die Zwischendinge zwischen klassischem Comic und Animation sind, speziell fürs Net. Und auch die Fangemeinde für digitale Comics wird wachsen, da gibt es keine Zweifel. Persönlich glaube ich aber, dass im Comic-Genre eine funktionierende Koexistenz von Print und Digital möglich ist, sich vielleicht sogar Synergien ergeben. Ansätze dafür gibt es bereits, aber man muss abwarten, was sich da in den nächsten Jahren tut.

sfbasar: Herr Volkmer, herzlichen Dank für Ihre sehr aufschlussreichen Antworten. Wir wünschen Ihnen für die Zukunft viel Erfolg und alles Gute.
SV: Gerne. Danke.

Copyright © 2012 by Werner Karl und Steffen Volkmer

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SFBASAR.DE-ANTHOLOGIE (mit Themenschwerpunkt): “Evolution. – Menschheitsgeschichten”

Erstellt von Felis Breitendorf am 11. April 2012

“Evolution. – Menschheitsgeschichten”

sfbasar.de-Anthologie Band 7

mit Beiträgen der Community-Autoren

des Literatur-Blogs “sfbasar.de”

Editorial: Liebe Freunde, liebe Besucher und liebe Leser: Heute gibt es wieder einen neuen Beitrag in unserer Anthologie, die nach und nach mit immer weiteren Beiträgen und Kurzgeschichten unserer Autoren gefüllt werden soll, die den Themenschwerpunkt “Evolution. – Menschheitsgeschichten” beinhalten. Dabei geht es nicht so sehr darum in eine bestimmte Kerbe zu hauen, sondern es geht um Vielfalt, darum, was uns diese Themen alles bieten können. “Evolution. – Menschheitsgeschichten” meint Geschichten/Beiträge, die unser Leben als gesamte Menschheit betreffen oder die Entwicklung von einzelnen Menschen, durch die sie verändert, weiterentwickelt oder auch in die Irre gelenkt wurden. Gemeint ist die Entwicklung unserer Art aber nicht nur in technischer oder biologischer Hinsicht, sondern auch in gesellschaftlicher oder politischer Weise ..

Menschheitsgeschichten sind aber auch banale Geschehnisse, die einen Einfluss auf unsere Lebensart und Lebensform beinhalten. Dazu gehören Veränderungen, die in schneller sowie in ganz langsamer Form das Menschsein verändern oder verändert haben. Viele Ideen lassen sich hier verwirklichen, vieles passt dann auch sicherlich in diese Anthologie, von dem man erstmal nicht ausgehen dürfte. Diese Anthologie soll jedenfalls offenstehen für Beiträge, Geschichte, Artikel, Leseproben und auch anderen Formen der Literatur. Dabei sehe ich die Grenzen eher fließend zu anderen Themen. Ich werde also sehr großzügig mit der Beurteilung sein, ob eine Story hier hineinpasst oder vielleicht doch nicht so ganz. Habt Mut und bietet mir Eure Geschichten an, von denen Ihr meint, dass sie das Menschsein betreffen und/oder dass Aspekte der Evolution angesprochen werden, die uns Menschen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ausmachen oder ausmachen werden. Aber genug der Worte. Lassen wir jetzt die Beiträge zum Themenkreis: “Evolution. – Menschheitsgeschichten” sprechen; der neueste Beitrag ist übrigens wieder rot gekennzeichnet:

AUFERSTANDEN (Leseprobe zu:) DER FÜRST DER SKORPIONE – Science Fiction-Roman von Marcus Hammerschmitt

DAS GOLDENE LICHT DES EWIGEN LEBENS – Science-Fiction-Story von Werner Karl

HÖRBUCHBESPRECHUNG: DAS KOMMUNISTISCHE MANIFEST von Karl Marx und Friedrich Engels – Rezension von Irene Salzmann

DAS SPÄTE ERBE DER ROTEN KHMER – ein Science Fiction-Szenarium von Felis Breitendorf

DER SCHÖPFUNGSMYTHOS DER BIDJOGOS – eine mündliche Überlieferung, interpretiert und wiedergegeben von Detlef Hedderich

DER SCHÖPFUNGSMYTHOS DER TUPARI – eine mündliche Überlieferung, interpretiert und wiedergegeben von Detlef Hedderich

DIE BLASE – eine Fantasy-Kurzgeschichte von Cameo Flush

DIE LOKOMOTIVE (Leseprobe:) Auftrag – Eine Erzählung von Marcus Hammerschmitt

BUCHBESPRECHUNG: DIE NEUEN HERSCHER – von Lyon Sprague de Camp und P. Schuyler Miller – Rezension von Michael Drewniok

NEU - ELEVIN VOM HINDUKUSCH – Leseprobe aus dem 1. Kapitel des SF-Romans “Das Paradies der Schriftlosen” von Detlef Hedderich

BUCHBESPRECHUNG: ENGLISCHE PASSAGIERE – von Matthew Kneale – Rezension von Michael Drewniok

HERRSCHAFT DER ALTEN – Zukunftsroman von Alfred Bekker (Leseprobe)

MAGIE – Leseprobe von Susan Ott

NEWROPA – Science Fiction Roman von Michael Pick (Leseprobe) (sfb-Preisträger Platz 3 im Storywettbewerb 1/2012)

ZURÜCK AUF ANFANG – Science-Fiction-Story von Werner Karl

Liebe Community-Autoren: Weitere Beiträge sind erwünscht und sollen diese Anthologie ergänzen. Wir planen bei genügend Beiträgen, diese Anthologie hier auch als PDF-File zusammen mit einem Spendenbutton (für kleine Beträge zum jeweiligen Storywettbewerb) anzubieten. Ausserdem planen wir davon ein ebook und am Ende vielleicht sogar eine Printausgabe erscheinen zu lassen! Es liegt ganz an euch und eurer Teilnahme an den Anthologien! Wer also teilhaben möchte, der schreibt eine Geschichte oder einen Sachbeitrag zum Thema und stellt ihn bei uns als Artikel oder Story ein. Bei einer Story kann diese auch an den Storywettbewerben teilnehmen, muss das aber nicht zwingend! Wir hoffen auf eure Hilfe!

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Herzlichen Dank auch im Namen aller unserer Autoren!

Das sfbasar.de-Team
i.A. Felis Breitendorf

Bildrechte: Coverillustration “Evolution. – Menschheitsgeschichten” (Evolution2.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

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SFBASAR.DE-ANTHOLOGIE (mit Themenschwerpunkt): “Waffentod – Im Meer der Zeiten”

Erstellt von Cameo Flush am 19. März 2012

“Waffentod – Im Meer der Zeiten”

sfbasar.de-Anthologie Band 10

mit Beiträgen der Community-Autoren

des Literatur-Blogs “sfbasar.de”

Editorial

Liebe Besucher, liebe Leser, liebe Community-Autoren

Die Anthologie wächst – zwei neue Beiträge wurden aufgenommen! Sämtliche Community-Autoren und solche, die es werden wollen, sind weiterhin aufgerufen, die Anthologie mit zahlreichen Beiträgen zu bereichern. Rückmeldungen in Form von Lob, Kritik oder Verbesserungsvorschlägen sind ausdrücklich erwünscht.

Der Titel dieser Anthologie lautet: WAFFENTOD

Der Tod ist Teil des Lebens und in der Regel dürfte ihm niemand entgehen können. Den Tod nicht durch Altersschwäche, durch Unfall oder Krankheit zu erleben, sondern durch den Einsatz einer Waffe, wird ebenso sicher niemand erleben wollen. Sicher? Was ist aber mit hoffnungslos Kranken? Ist Sterbehilfe – ob nun durch ein Medikament oder durch eine Waffe – nicht etwas, was der/die Leidende sich sogar erhofft? Oder ein stolzer Krieger, der nur ehrenvoll im Kampf sterben will, um dann an der Seite seiner Ahnen und Götter ein neues Dasein zu genießen? In allen Zeitaltern wurden Menschen durch Waffen getötet, ob barbarisch, modern oder futuristisch. In vielen Fällen dürfte so ein Waffentod eine Qual, eine Überraschung, ein Drama gewesen sein. In manchen Fällen eine Erlösung. Von all diesen Facetten soll diese Anthologie handeln.

Grundsätzlich ist hier jeder Beitrag, der sich mit dem Thema befasst, willkommen. Wir suchen nicht nur Geschichten sondern auch Gedichte, Leseproben und Artikel. Das Copyright der eingereichten Beiträge, unabhängig von der Art des Beitrags, muss wie immer beim jeweiligen Autor liegen.

Die zahllosen Beiträge unserer Community-Autoren erwarten wir ebenso gespannt, wie die Kommentare unserer Leser.

Euer Cameo Flush

Und jetzt zu den Beiträgen:

DAS LICHT DER STERNE – Fantasy-Kurzgeschichte von Aileen P. Roberts

NEU = DER STOFF, DER DIE GEDANKEN TRÄGT – Leseprobe aus dem Roman: “Die Papiermacherin” von Conny Walden.

BUCHREZENSION: DIE GANGS VON NEW YORK – von Herbert Asbury – Rezension von Michael Drewniok

DIE MACHT DER ASCHE – Eine Science Fiction Geschichte von Michael Bahner

DIE NEBEL VON MERAGON – Leseprobe von Stephan Lössl

JÄGER VERSUS MENSCH – SF-Kurzgeschichte von Günther Kurt Lietz

KREUZ UND PFAHL – aus: “Die Spiegelkrieger des Druiden” Fantasy-Roman von Cameo Flush

SKOTENPACK – aus: “Die Spiegelkrieger des Druiden” Fantasy-Roman von Cameo Flush

NEU = ÜBERFALL AUF DER KURISCHEN NEHRUNG – Leseprobe aus dem Roman: “Die Bernsteinhändlerin” von Conny Walden.

Liebe Community-Autoren: Weitere Beiträge sind erwünscht und sollen diese Anthologie ergänzen. Wir planen bei genügend Beiträgen, diese Anthologie hier auch als PDF-File zusammen mit einem Spendenbutton (für kleine Beträge zum jeweiligen Storywettbewerb) anzubieten. Ausserdem planen wir davon ein ebook und am Ende vielleicht sogar eine Printausgabe erscheinen zu lassen! Es liegt ganz an euch und eurer Teilnahme an den Anthologien! Wer also teilhaben möchte, der schreibt eine Geschichte oder einen Sachbeitrag zum Thema und stellt ihn bei uns als Artikel oder Story ein. Bei einer Story kann diese auch an den Storywettbewerben teilnehmen, muss das aber nicht zwingend! Wir hoffen auf eure Hilfe!

Liebe Besucher, Leser und Unterstützer unseres Literaturblogs, wenn Ihr unseren Autoren ein wenig Unterstützung bieten möchtet, so gibt es jetzt die Möglichkeit eine kleine Spende über den unten stehenden Button per Paypal in die Kasse einzuzahlen, aus der dann die Preisgelder für die Gewinner des nächsten Storywettbewerbs mitfinanziert werden:



Herzlichen Dank auch im Namen aller unserer Autoren!

Das sfbasar.de-Team
i.A. Cameo Flush

Bildrechte: “Waffentod – Im Meer der Zeiten” (Waffentod41.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

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DAS LICHT IN DER FINSTERNIS – Eine Kurzgeschichte nach Motiven von H. P. Lovecrafts Cthulhu-Mythos von Günther Kurt Lietz

Erstellt von Günther Lietz am 8. Februar 2012

Das Licht in der Finsternis

Eine Kurzgeschichte
nach Motiven von
H. P. Lovecrafts Cthulhu-Mythos
von
Günther Kurt Lietz

Es war ein lausig kalter Tag. Eigentlich zu kalt, um rauszufahren und einen Cache zu heben. Jenen kleinen Schatz, den andere Geocacher irgendwo versteckt hatten und den es zu suchen galt. Michi war neu in dem Hobby, aber mit Feuereifer bei der Sache. An seinem letzten Urlaubstag wollte er nach einem Cache im Westerwald suchen. Das Ländliche gefiel ihm und er mochte auch die Abgeschiedenheit. Studienkollegen aus der Gegend hatten ihm den Cache als einfach beschrieben.

Die Temperaturen lagen unter dem Gefrierpunkt und Michi war froh, dass es im Auto angenehm warm war. Er fuhr die B414 entlang, setzte den Blinker und bog nach Links ab. “Bad Marienberg” stand auf dem Schild. Für einen kurzen Halt blieb keine Zeit. Vielleicht auf der Rückfahrt, wenn überhaupt. Das kleine Kurstädtchen sah im Sommer sicherlich reizend aus, aber jetzt wirkte alles frostig und einsam. Einige Minuten später war Michi bereits durch Bad Marienberg durchgefahren. Noch zwei Dörfer lagen auf seiner Route, dann musste er sich in Richtung Stöffelpark halten.

Michi trat plötzlich auf die Bremse, wurde nach vorne geworfen und anschließend in den Sitz gepresst. Vor ihm trollte sich gemütlich eine Katze über die Straße, das Auto ignorierend, als gehöre ihr die Welt. Dumme Katze, dachte Michi und fuhr wieder an. Sein Herz pochte. Beinahe hätte er das Tier überfahren. Der Gedanke setzte ihm zu. Immerhin mochte er Tiere. Besonders Katzen.

Das Navigationssystem leitete ihn noch einige Minuten weiter, dann erreichte Michi einen kleinen Parkplatz. Er stellte das Auto ab, stieg aus und mache erst einmal ein paar Kniebeugen. Die Fahrt war anstrengend gewesen und in den Rücken gegangen. Die zwar kalte, aber dennoch frische Luft tat gut.

Michi nahm seine Sachen vom Rücksitz und zog sich erst einmal Jacke, Mütze und Schal an. Dann nahm er sein GPS-Gerät in die Hand und den kleinen Rucksack auf den Rücken. Schnitzeljagd mittels moderner Annehmlichkeiten – die Gegenwart war einfach schön bequem. Michi lächelte beim Blick auf das GPS. Bis zum Cache war es zwar ein Stück in den Wald hinein, aber dennoch schien der Weg gut gangbar.

Es war still zwischen den Bäumen. Absolute Ruhe. Die Natur schwieg, befand sich regelrecht in einem Kälteschlaf. Nur der Atem von Michi war zu hören, während er sich regelrecht über den gefrorenen Boden arbeitete. Der Weg war anstrengender als angenommen.

Gerade als Michi über einen umgefallenen Baum kletterte, gab das GPS-Gerät einen merkwürdigen hohen Ton von sich. Er zuckte zusammen und sah irritiert auf das GPS. Das Display zitterte und die Anzeigen veränderte sich. Merkwürdige Symbole waren für einen Augenblick zu sehen, dann kehrten die normalen Angaben zurück.

Irritiert sah sich Michi um. War das eine Fehlfunktion des Gerätes? Er schwenkte das GPS in einem weiten Bogen. Sobald er es in eine bestimmte Richtung hielt kam der hohe Ton wieder auf. Diese Störung würde ihn beim Geocachen sicherlich stören. Außerdem nagte die Neugierde an Michi. Er würde nur zu gerne wissen, was für diese Störung verantwortlich war.

Also kletterte Michi zurück über den Baumstamm und wechselte die Richtung. Er würde der Sache auf den Grund gehen. Unterwegs schwenkte er noch mehrmals das Gerät umher. Und stets kam der hohe Ton auf, wenn das GPS in eine bestimmte Richtung wies. Michis Neugierde nahm zu. Sein Herz klopfte heftig vor angenehmer Aufregung.

Und dann war Halt. Stopp. Ende. Michi stand vor einer Felswand, die steil emporragte und den weiteren Weg versperrte. Er sah noch oben und war sauer. Er würde bei dieser Kälte auf keinen Fall versuchen hochzuklettern. Er richtete das GPS nach oben und es gab keinen Mucks von sich. Langsam fuhr Michi mit dem Gerät wieder nach unten und der hohe Ton meldete sich zurück. Und erneut flammten diese unbekannten Symbole auf.

Michi legte das GPS zur Seite und suchte die Wand ab. Hinter einigen Büschen stieß er auf einen dunklen und feuchten Spalt. Hier ging es scheinbar weiter. Michi zog sein Smartphon aus der Tasche und schrieb eine SMS an seinen Studienkollegen: “Hi Yannic. Habe was Merkwürdiges entdeckt. GPS spielt verrückt. Ich gehe der Sache auf den Grund. Fühle mich wie Schliemann. lol”

Das Smartphone wanderte zurück in die Tasche. Michi nahm das GPS wieder zur Hand und zwängte sich in den Spalt hinein. Zuerst glaubte er, doch nur eine Sackgasse gefunden zu haben, dann öffnete sich der Spalt abrupt und Michi stolperte in einen Gang hinein. Vielleicht ein Überbleibsel aus dem Krieg, dachte er. Oder der Gang gehört zu einem alten Steinbruch.

Als Geocacher hatte Michi immer eine Taschenlampe dabei. Der Lichtstrahl fraß sich regelrecht durch die Finsternis. Der Gang führte weiter als gedacht. Vorsichtig tastete sich Michi weiter, immer auf den unebenen Boden achtend und sich an den Wänden abstützend.

Die Felswände waren dunkel, fast so, als würden sie das Licht aufsaugen. Michi beobachtete auch, dass die Taschenlampe flackerte, sobald er sie längere Zeit auf einen Punkt richtete. Ein mulmiges Gefühl breitete sich in seiner Magengegend aus. Am liebsten würde er umdrehen und den Gang wieder verlassen, nach Hause fahren und sich ins Bett legen. Es war eine merkwürdige Art von Angst, die ihn ergriff.

Michi atmete durch, schloss die Augen und zählte innerlich bin Zehn. Er musste rational an die Sache herangehen. Was konnte ihn hier schon erwarten? Vielleicht ein Fuchs oder ein Hase? Michi öffnete die Augen und ging entschlossen weiter. Ein dunkler Gang würde ihm keine Angst einjagen.

Noch immer gab das GPS diesen hohen Ton von sich, wenn Michi es nach vorne ausrichtete. Es war, als würde es einem Leitstrahl folgen. Da änderte sich der Ton in ein lautes Summen, einem Schwarm Bienen gleich. Nur um einiges bedrohlicher. Michi stoppte augenblicklich und sah auf das GPS. Die Anzeige veränderte sich und in schnellem Tempo rasten wieder diese fremdartigen Symbole über das Anzeigenfeld.

Michi schüttelte das Gerät und mit einem Mal war es still. Die Anzeige erlosch. Das Gerät war aus oder gar kaputt. Michi versuchte es neu einzuschalten, aber sein Versuch war vergebens. Er steckte das Gerät weg. Mit der Taschenlampe strahlte er weiter in den Gang hinein, über den Boden, die Decke und die Wände. Und irgendetwas war da. An den Felsen. Eine Reflexion?

Langsam tastete Michi mit dem Lichtstrahl die Felswand ab. Tatsächlich. Diese fremdartigen Symbole waren auch auf den Felsen. Je länger er sie mit seiner Taschenlampe anstrahlte, um so heller wurden die Symbole – und um so dunkler wurde der Lichtstrahl. Die Sache war ihm unheimlich, viel zu unheimlich. Und dann erfüllte ein schriller, wogender Ton den Gang, eine schaurige Disharmonie in schmerzenden Wellen! Michi riss die Hände hoch und presste sich die Fäuste auf die Ohren. Der Ton schmerzte ihn. Und dann war mit einem Male Stille!

Michi drehte sich zum Ausgang um. Er wollte nur noch weg. Sein Herz klopfte ihm bis zum Hals und Schweiß stand ihm auf der Stirn. Das Licht der Taschenlampe wurde wieder heller und in ihrem Schein entdeckte Michi die nächste Schaurigkeit: Von der Decke des Gangs troff eine schleimige Flüssigkeit zu Boden, sammelte sich dort und nahm Form an. Sie lief nicht auseinander, wie Wasser es täte, sondern wuchs in die Höhe. Und je länger Michi mit panischem Blick das Licht der Taschenlampe auf den Schleim hielt, um so schwächer wurde das Licht. Er zitterte am ganzen Körper, doch er war unfähig sich zu bewegen oder gar wegzurennen.

Das schwache Restlicht flackerte ein letztes Mal, dann ging die Taschenlampe aus. Es gab nur noch Finsternis.

ENDE

Copyright © 2012 by Günther Lietz

Horror-Vorbestelltipp:


Piers Anthony
Schatten des Baumes

edition Phantasia
Übersetzt von Joachim Koerber
Verlag: Edition Phantasia
ISBN: 978-3-937897-48-6
Einband: Paperback
Seiten/Umfang: ca. 380 S. – 20,5 x 13,2 cm
Erscheinungsdatum: 1. Aufl. 30.04.2012

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Als Joshua Pinson von seinem etwas wunderlichen Onkel Elijah dessen Anwesen tief im Herzen der Wälder von Florida erbt, glaubt er, dass sich sein Glück endlich gewendet hat. Nachdem seine Frau brutal ermordet wurde, lebt er mit den beiden gemeinsamen Kindern als alleinerziehender Vater in New York, doch die Stadt birgt zu viele Erinnerungen, und so beschließt Joshua, noch einmal ganz von vorn anzufangen und ins sonnige Kalifornien zu ziehen – in eine Umgebung, die für die Kinder wesentlich besser ist.

Doch kaum haben die drei das abgelegene, einsame Haus bezogen, nehmen seltsame Ereignisse ihren Lauf. In einer zunehmend düsteren Atmosphäre muss Joshua erkennen, dass das Anwesen , das er geerbt hat, längst nicht die ersehnte Idylle ist … es spukt in dem Haus, und die Ereignisse spitzen sich zu.

PIERS ANTHONY wurde 1934 geboren und zählt seit fast vierzig Jahren zu den Bestsellerlieferanten der amerikanischen Science Fiction und Fantasy. Berühmt wurde neben seinen frühen SF-Romanen Chthon (1967) und Macroscope (1969) besonders der umfangreiche Fantasy-Zyklus um das magische Land Xanth. Dass Piers Anthony auch unheimliche Romane geschrieben hat, ist weniger bekannt, dennoch darf man sie zum Besten zählen, das die moderne Horror-Literatur hervorgebracht hat.

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EWIGE – Fantasyroman von Barbara Wegener (Leseprobe)

Erstellt von Barbara Wegener am 15. Januar 2012

Ewige

Fantasyroman

von

Barbara Wegener

(Leseprobe)

Prolog

Zwei rote Monde tauchten das Lager in ein beklemmendes Dämmerlicht.

Es war endlich soweit. In dieser Nacht würde das Weibchen sich zusammen mit einem Diener auf den Weg machen.

Sie war fast zwei Köpfe größer als die beiden Männchen und auch ihre grünen Hautschuppen leuchteten heller im fahlen Licht der Monde. Natürlich würde ein Weibchen gehen. Ihre Magie war stärker und sie war für diese Aufgabe bestens vorbereitet.

Aber zunächst wollte sie sich noch stärken.

Zwei Schendal liefen diensteifrig zwischen den mit Ramphorenhaut bedeckten braunen Zelten und dem Lagerfeuer hin und her, brachten Schalen mit verschiedenen Speisen und Getränken, die ihnen wortlos von den drei Abyssern abgenommen wurden.

„Was glaubst du, wie lange du brauchen wirst?”, fragte eines der Männchen und sein Blick ruhte ehrfürchtig auf ihr. Ihm war die große Ehre bewusst, hier mit ihr speisen zu dürfen.

Und schon bald würde das Weibchen dafür sorgen, dass die neue Welt erobert werden konnte.

„Das wird nicht lange dauern. Unser Spitzel wird mir Morgen schon Informationen geben, wie ich diese Auserwählte finden kann. Das wird ein Kinderspiel.” Sie schnaubte verächtlich. „Was für minderwertige Kreaturen.”

„Du hat Recht”, antwortete das Männchen, das ihr gegenüber am Feuer saß und sich genüsslich eine Scheibe rohes Rhamphorenfleisch in den Mund schob. „Es gibt nur wenige unter ihnen, die über Magie gebieten. Und die, die es können, verbergen sich.”

Das Weibchen schloss kurz ihre Augen. „Ich spüre, dass der Spalt zwischen den Welten fast so weit aufgerissen ist, dass ich hinüberwechseln kann. Du!”, schrie sie einen der kleinen Schendal an und zeigte mit ihrer Krallenhand auf den kleinen Dämon. „Hol unser Gepäck. Es geht los.”

Der Schendal nahm seine langen, behaarten Arme beim Gehen zur Hilfe und eilte zu einem der Zelte. Er wollte seine Herrin auf keinen Fall erzürnen. Augenblicke später erschien er mit zwei großen Lederbündeln, die er sich auf seinen Rücken geschnürt hatte.

Gemeinsam traten sie an den See, in dessen Mitte der Spalt zwischen den Welten immer weiter aufklaffte.

Neubrandenburg

Beverly wuchtete zwei schwere Tüten, in denen sich die Einkäufe fürs Wochenende befanden, aus ihrem grünen BMW-Kombi.

Es war wieder einmal mehr geworden, als beabsichtigt. Sie seufzte. Aber an einigen der Sonderangebote konnte sie einfach nicht vorbeigehen.

Sie stellte die bunten Plastiktüten neben den Wagen auf den Betonboden der Garage ihres Einfamilienhauses und drückte auf die Fernbedienung. Ein leises Klicken ertönte und die Türen des Wagens waren verschlossen.

Seit zwei Jahren hatte sie die Möglichkeit, zuhause zu arbeiten. Das Anwaltsbüro, für das sie als Sekretärin arbeitete, schickte ihr ihre Arbeit ins Haus und ließ die bearbeiteten Akten auch wieder abholen. So sparte die Kanzlei einen Computerarbeitsplatz und sie konnte ihre Zeit frei einteilen und zwischendurch ihre Hausarbeit erledigen.

Es war ein heißer Sommernachmittag. Nur vereinzelte Schäfchenwolken zeigten sich am ansonsten hellblauen Himmel.

Beverly sah auf ihre viereckige Cartier-Uhr aus Gold. Ihr Mann Florian hatte sie ihr im letzten Jahr zum 15. Hochzeitstag geschenkt, kurz nachdem er zum Oberstaatsanwalt befördert worden war.

Noch eine Stunde, dann würde Dennis vom Schwimmtraining nach Hause kommen. Zeit genug, um das Abendessen vorzubereiten.

Dennis war neun Jahre alt und besuchte die vierte Klasse der Grundschule “Uns Hüsung” in Neubrandenburg. Er war eine wahre Wasserratte. Beverly war sich sicher, bei einer Kontrolle seiner Hände wären Schwimmhäute zwischen seinen Fingern zu finden.

Sie nahm die Tüten vom Boden auf und verließ die Garage.

Das Rolltor der Garage war fast geschlossen, als die Haustür plötzlich aufschwang und Florian mit besorgter Miene erst zu ihr herübersah und dann die Straße aufmerksam absuchte.

Wieso war ihr Mann jetzt schon zuhause?

Warum sah er so beunruhigt aus?

Sie dachte an die letzten Wochen zurück. Florian hatte sich äußerst merkwürdig verhalten. Er schlief unruhig, träumte schlecht, aß sehr wenig, ließ sich von ihr immer erklären wie sie sich ihren Tagesablauf vorstellte, wollte wissen wohin sie gehen wollte und mit wem.

Sie erklärte sein Verhalten mit dem Stress, den seine Arbeit momentan mit sich brachte.

Na, einen Vorteil hatte sein frühes Erscheinen. Sie brauchte den schweren Einkauf nicht alleine ins Haus tragen.

„Wo warst du? Du hast mir heute Morgen nicht gesagt, dass du zum Einkaufen willst. Ich habe mir Sorgen gemacht”, fuhr er sie merkwürdig gereizt an.

„Was hast du denn jetzt schon wieder? Muss ich jetzt über alle meine Schritte Rechenschaft ablegen? Ich bin doch kein kleines Kind. Hilf mir lieber. Die Hähnchen müssen schnell in die Gefriertruhe. Bring sie bitte gleich runter!”

Beverly war etwas verärgert. Trotz allem Verständnis für seine berufliche Situation fand sie, dass ihr Mann jetzt etwas zu weit ging.

Gemeinsam brachten sie alles ins Haus. Beverly drückte Florian den Transportbeutel mit den beiden Hähnchen in die Hand und er stieg die Kellertreppe hinab, um die gefrorenen Lebensmittel zu verstauen.

Beverly stellte die Taschen auf den Küchentisch und ließ sich dann erschöpft vom Einkauf und der Hitze des Tages erst einmal auf einen Küchenstuhl nieder.

Ihre Beine schmerzten und sie streifte die Schuhe ab. Ah, die kühlen Fliesen des Küchenfußbodens waren eine Wohltat für ihre geschwollenen Füße.

Mit ihren 47 Jahren fühlte sie sich heute sehr, sehr alt. Früher hätte mir die Sommerhitze bestimmt nichts ausgemacht, dachte sie und nahm sich vor, sich für einige Minuten unter den riesigen Sonnenschirm auf die Terrasse zu legen.

Florian kehrte in die Küche zurück. Er trug eine schwarze Stoffhose und ein weißes Hemd, dessen Ärmel er bis über die Armbeugen hochgeschoben hatte. Die oberen zwei Knöpfe hatte er geöffnet und die obligatorische Krawatte hing an der Garderobe.

Beverly fand, dass er trotz seiner 49 Jahre noch sehr sportlich und jugendlich aussah. Zumindest jugendlicher, als sie sich im Augenblick fühlte.

„Tut mir leid”, sage er und reichte ihr eine kühle Dose Cola light aus dem Kühlschrank. „Ich wollte dich nicht anschreien.”

Er trat hinter sie und massierte liebevoll ihren Nacken.

„Ich hab mir einfach nur Sorgen gemacht, weil du nicht hier warst und keiner unserer Freunde wusste, wo du dich aufhältst.”

Beverly drehte sich verärgert herum. „Du hast hinter mir her telefoniert? Was soll das denn schon wieder?”

„Sei bitte nicht wieder böse auf mich, aber man hört in letzter Zeit so viel von Überfällen und solchen Sachen. Ich bin wahrscheinlich überängstlich. Vergessen wir die ganze Sache, ja?”

Sie sah ihrem Mann zu, wie er die Lebensmittel in den Küchenschränken verstaute.

„Weist du was? Wir lassen uns heute eine Pizza kommen. Dann musst du nicht jetzt noch in der heißen Küche stehen und kannst dich einmal ganz und gar verwöhnen lassen. Was hältst du davon?”

„Das ist die beste Idee seit Tagen”, antwortete Beverly erfreut. Sie strahlte ihren Mann über das ganze Gesicht an. Ihr Ärger über sein Verhalten war fürs Erste verflogen.

„Na, dann leg dich mal ins Wohnzimmer auf die Couch. Ich werde mich um Dennis Hausaufgaben kümmern, bestelle das Essen, decke den Tisch und du kannst ganz entspannt lesen.” Er küsste sie sanft auf die Stirn.

„Das ist lieb von dir. Ich werde die Krimis, die mir Sylvana empfohlen hat, endlich lesen. Aber bei dem schönen Wetter gehe ich wohl doch lieber auf die Terrasse.”

Beverly wollte sich gerade auf den Weg dorthin machen, als Florian erschrocken rief: „Nicht auf die Terrasse! Bleib bitte im Haus!”

Beverly drehte sich um und sah ihren Mann verwirrt an.

„Was ist denn jetzt schon wieder daran auszusetzen, dass ich mich bei dem schönen Wetter auf die Terrasse setze? Du hast doch irgendetwas? Ist etwas los? Du benimmst dich in letzter Zeit wirklich sehr merkwürdig.”

„Aber Schatz, nichts ist los! Ich möchte nur nicht, dass du dir einen Sonnenbrand holst wenn du beim Lesen einschläfst. Bitte, tu mir den Gefallen und bleib im Haus, ja?”

Beverly zuckte mit den Schultern. Sie fühlte sich zu wohl bei der Aussicht den restlichen Nachmittag nur zu entspannen und sich ganz und gar den Krimis zu widmen, als dass sie Lust hatte mit ihm zu streiten.

„Na schön, wenn dein Seelenheil davon abhängt, bleibe ich halt drinnen”, seufzte sie, legte sich auf die Couch, nahm ihren ebook-Reader und klickte auf den Krimi Haruspex von Tina Sabalat, den ihr ihre Freundin schon vor Monaten ans Herz gelegt hatte.

„Sams Atem stockte, er erbleichte stärker – wahrscheinlich stellte er sich bildhaft vor, wie ich ihn umbrachte, aufschlitzte und wirre Worte in sein freigelegtes Gedärm murmelte. Dieser Gedanke ließ auch mich leicht schwindeln und ich beschloss, uns beide zu erlösen…“

Nach einer Weile hörte sie Dennis das Hause betreten. Anscheinend hatte Florian ihm gesagt, dass er sie nicht stören soll, denn Dennis lief ganz leise hoch in sein Zimmer.

Schön, wenn mich meine Männer heute mal verwöhnen wollen, mir soll es recht sein, dachte sie und klickte auf den nächsten Krimi:  Meret Vacano III von Andrea Meyer.

„Carlos rollte mit den Augen. Tränen liefen ihm die Schläfen hinunter. Ich strich ihm mit dem Latexhandschuh über die Stirn. „Es ist gleich vorbei“, sagte ich sanft. Das satte Gelb vermischte sich im Schlauch mit dem Rot zu einem Sonnenuntergangsorange. Aus Carlos Lunge stiegen Blasen durch die Farbe nach oben. Als nächstes nahm ich Lila…“

Die Krimis waren wirklich gut. Sylvana hatte nicht zu viel versprochen.
Beverly vergaß vollkommen die Zeit.

Erstaunt blickte sie auf, als Florian vor ihr stand, um sie zum Essen in die Küche zu holen. Sie hatte noch nicht einmal gehört, dass der Pizzabote geklingelt hatte.

Dennis war dabei den Küchentisch zu decken, als sie die Küche betrat.

Mein Gott, hab ich unseren Hochzeitstag vergessen?

Nein der war schon im Juni. Die Geburtstage sind auch schon vorbei…

„Hat irgendjemand ein schlechtes Gewissen? Haben wir etwas zu feiern, oder wieso werde ich heute von meinen beiden Männern so verwöhnt?”

„Können wir dir nicht auch mal ohne besonderen Anlass etwas Gutes tun?”

Florian lächelte verschmitzt.

„Sicher könnt ihr das. Ich freue mich ja auch riesig.”

Sie wollte sich setzen und Dennis rückte ihr, wie ein vollendeter Gentleman, den Stuhl zurecht.

„Wisst ihr, wir machen das jetzt jeden Tag. Ich pflege mich und ihr macht die Hausarbeit.”

Sie stibitzte eine lange, grüne Peperoni von Florian Teller.

„Typisch! Reicht man ihr den kleinen Finger, will sie gleich die ganze Hand! He, das ist meine Peperoni. Du hast deine eigene.”

„Du weißt doch: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Und, schon vergessen? Ich werde heute von euch verwöhnt.”

Während Florian mit seinen Augen rollte, schob Beverly genüsslich ein Stück Pizza in ihren Mund.

Sie fand, dass der Tag ruhig so weiter gehen konnte. Mit Heißhunger verschlang sie ihr Abendessen.

„Sind die Hausaufgaben schon fertig?”, wollte sie nach einiger Zeit wissen.

„Alles erledigt. Papa hat sie kontrolliert. Ach so, morgen muss ich 4 Euro für den Wandertag nächste Woche mitnehmen. Nicht vergessen.”

„Ich leg dir das Geld in die Federtasche. Wo geht’s denn hin?”, fragte Florian.

„Wir fahren mit dem Zug nach Burg Stargard. Dort machen wir dann Picknick und gehen in den Tierpark. Das wird bestimmt ganz lustig. Ich nehme noch etwas Kleingeld mit. Dann kann ich Ziegenfutter aus dem Automaten ziehen. Mein Freund Tu sagt, das kitzelt, wenn die Ziegen einem das Futter aus der Hand lecken.”

Er hatte sein Abendessen bis auf den letzten Krümel vertilgt.

„So, bist du mit deiner Pizza fertig? Dann waschen, Zähne putzen, beten und ab ins Bett mit dir.”

Dennis gab seinen Eltern einen Gutenachtkuss und lief nach oben. Sie hörten den Wasserhahn im Badezimmer rauschen.

„Hast du Stress im Büro? Du benimmst dich in letzter Zeit so merkwürdig.”

Beverly sah ihren Mann forschend an.

Florian wand sich unter ihrem Blick.

„Es ist nichts. In ein paar Tagen ist alles wieder normal. Versprochen! Willst du noch etwas lesen, oder fernsehen?”, wich er ihr aus.

Beverly lies es seufzend dabei bewenden.

„Ich glaub ich rauch noch eine Zigarette und geh dann auch schlafen. Ich hab zwar den ganzen Nachmittag auf der Couch gelegen, aber diese unerträgliche Hitze macht einen ganz fertig. Was ist mit dir?”

„Ich muss noch eine Akte bearbeiten und komm dann auch nach oben.”

Er gab Beverly einen Kuss und verließ den Raum.

Sie zündete sich eine Zigarette an, räumte Teller, Gläser und Besteck in die Spülmaschine, faltete die Pizzaschachteln zusammen und drückte sie in den Müllbeutel.

„Schatz, kannst du morgen vor der Arbeit noch den Müll raus bringen?”, rief sie ihrem Mann zu.

Aus dem Arbeitszimmer war ein Murmeln zu hören, dass sie als Zustimmung deutete.

Die Küche war aufgeräumt, die Zigarette aufgeraucht und Beverly begab sich ins obere Stockwerk.

Im Bad wusch sie sich, putzte sich die Zähne und zog ihr kurzes, hellblaues Nachthemd an.

Gähnend verließ sie das Badezimmer und sah, dass unten im Arbeitszimmer noch Licht brannte.

„Mach nicht mehr so lange!”, rief sie nach unten.

„Ich komme gleich hoch, nur noch ein paar Seiten”, hörte sie ihn sagen.

In Dennis Zimmer war das Licht gelöscht. Sie blickte durch den Spalt der Kinderzimmertür, sah ihren Sohn friedlich schlafen, schloss leise die Tür, ging ins Schlafzimmer und legte sich in ihr Bett.

Müde, wie sie war, schlief sie sofort ein.

Copyright © 2012 by Barbara Wegener

Wie die Geschichte weitergeht erfährt man hier:

Ewige #1
von Barbara Wegener

eBook
Medium: EPUB
Sofort per Download lieferbar.

Produktdetails
ISBN-10:     3-8450-0592-0
EAN:     9783845005928
Erschienen:     10.01.2012
Verlag:     Satzweiss.com-chichili agency
Einband     EPUB
Sprache(n):     Deutsch
Erschienen bei:     Satzweiss.com-chichili agency
Medium:     EPUB

Inhalt:
In einer fernen Dimension überwinden Dämonen die Barriere zwischen den Welten. Sie wollen auf der Erde die einzig Auserwählte finden, die allein in der Lage ist, die geplante Invasion zu verhindern. Derweil führt Beverly ein gutbürgerliches Familienleben. Das ändert sich schlagartig, als sie eines Nachts erfährt, dass ihr Mann ein Zaubermeister ist und sie selbst als die Auserwählte Magie erlangen soll, um die Welt vor den Dämonen zu retten.

Rezension:
Dämonen wollen eine Frau mit magischen Kräften töten, damit sie weiterhin die Welten wechseln können. Dann wechselt die Szene. Für Beverly, eine Mutter aus Neubrandenburg, ändert sich alles. Sie soll die Auserwählte sein – das ist doch unmöglich, oder? Wieso sind plötzlich so viele Leute hinter ihr her? Wer sind die Ewigen und was ist ihre Aufgabe? All diese Fragen stellt man sich. Damit ist der grandiose Auftakt zu einem neuen Fantasy-Roman der Autorin von Socken, Götter, Katzen und Dämonen gelegt. (Kundenrezension/Thalia.de)

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Lynn Raven: Blutbraut. – Preisrätsel mit drei Exemplaren!

Erstellt von Detlef Hedderich am 6. Januar 2012

Lynn Raven
Blutbraut

cbt Verlag
ISBN 978-3-570-16070-1
Fantasy, Kinder & Jugend, Liebe & Romantik
Erschienen 2011
Titelbild Hanna Hörl, Designbüro
Umfang 736 Seiten

www.cbt-lynnraven.de
www.cbt-jugendbuch.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Autorenporträt

Lynn Raven lebte in Neuengland, USA, ehe es sie trotz ihrer Liebe zur wildromantischen Felsenküste Maines nach Deutschland verschlug. Nachdem sie zwischenzeitlich in die USA zurückgekehrt war, springt sie derzeit nicht nur zwischen der High- und der Dark-Fantasy hin und her, sondern auch zwischen den Kontinenten, und ist unter den Namen Lynn Raven und Alex Morrin erfolgreich. (Quelle: cbt)

Zum Buch

Lucinda Moreira ist schon ihr Leben lang auf der Flucht, denn sie ist etwas Besonderes. Ihr Blut ist für einen mächtigen Hexer bestimmt. Sie soll seine Blutbraut werden. Doch Lucinda hat Angst dann seine Sklavin sein zu müssen, nichts Besseres als ein Stück Vieh. Sie weiß, dass die Hexer das pure Böse sind, denn einer davon schlachtete vor ihren Augen ihre Tante ab. Also zieht sie von Stadt zu Stadt, immer auf der Flucht und bleibt nie länger als nötig. Als Cris ihr begegnet verspürt sie erstmals das Bedürfnis zu bleiben. Viel zu spät merkt sie, das Cris der Bruder des Hexers ist. Er bringt sie zu ihm und Lucinda steckt in ihrem schlimmsten Albtraum fest. Aber nach und nach muss sie feststellen, dass der Hexer Joaquin ganz anders ist, als ihre Tante ihr immer erzählt hat. Doch Joaquin macht gerade eine Verwandlung durch und steht kurz vor der Verdammnis des Nosferatu. Schnell findet sich Lucinda nicht nur im Wechselbad der Gefühle, sondern auch in einer handfesten Intrige wieder …

Fazit

Hier findet sich wirklich alles, was ein gutes Jugendbuch braucht. Jede Menge Action und Spannung gekoppelt mit wirklich sympathischen Hauptcharakteren. Diese waren wahnsinnig realistisch und menschlich, machten Fehler und steckten auch mitten im Gefühlschaos fest. Sogar die Nebencharaktere wirkten lebendig und taten mehr als einfach nur ihre Funktionen als Arzt, Bodyguard und besten Freund zu erfüllen. Schnell schloss man sie alle ins Herz und fiebert mit ihnen mit. Die handfeste Geschwisterrivalität zwischen Joaquin und Cris machte die ganze Geschichte noch spannender und gab dem Ganzen mehr Tiefe. Erfrischend war, dass die Hauptprotagonistin sich nicht nach 50 Seiten gleich an den Hals des erstbesten Vampirs warf, sondern bis zum Schluss misstrauisch blieb.

Verschiedene Herrschaftshäuser und der interessant abgewandelte Vampirmythos brachten noch zusätzlich Spannung in die Geschichte. Die verschiedenen Handlungsstränge waren wirklich gut miteinander verwoben und hoben sich dennoch durch wechselnde Perspektiven gut voneinander ab. Bis kurz vor dem Ende des Buches erfuhr der Leser nicht, wer hinter den Intrigen steckte. Das Ende hingegen blieb eher offen man erfuhr nicht, wie es mit der Schreckensherrschaft der Nosferatu weitergeht. Auch das Schicksal von Joaquin blieb eher offen und ermöglicht somit eine Fortsetzung. Selbst am Schluss des Buches löste sich die Spannung für den Leser nicht auf und hielt ihn weiter gefangen.

Ich hoffe wirklich auf eine Fortsetzung rund um die Blutbraut und ihren Hexer.

Ein Buch, das mit Spannung und Action aufwarten kann, in die Tiefe geht, einem die Tränen in die Augen treibt und dabei nicht nur für Jugendliche eine gute Abendlektüre ist.

Copyright © 2011 by Yvonne Rheinganz

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Lucinda Moreira ist schon ihr Leben lang auf der Flucht, warum? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

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DIE GEWINNER LAUTEN: Karin Gehret, Adam Veith und Uwe Heuwieser. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND AUCH UNSEREM SPONSOR!

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PREISRÄTSEL/GEWINNSPIEL: 2 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR MIT PERSÖNLICHER WIDMUNG DER AUTORIN: Ruth Adelmann Wolfsfieber – Im Jahr des Wolfs. Band 2.

Erstellt von Detlef Hedderich am 5. Januar 2012

Ruth Adelmann
Wolfsfieber – Im Jahr des Wolfs
Band 2

Novum pro Verlag
ISBN 978-3-99003-911-3
Liebe & Romantik, Fantasy
Erschienen 2010
Umfang 430 Seiten

www.novumpro.com
http://ruthadelmann.wordpress.com/

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Autorenporträt

Ruth Adelmann, geboren 1983, lebt derzeit im Burgenland und in Wien. Seit dem Abschluss ihres Publizistik-Studiums an der Universität Wien arbeitet sie als freie Zeitungsredakteurin und als Marketingassistentin. Mit „Wolfsfieber“ erscheint der Debütroman der jungen Autorin. (Quelle: Novum)

zum Buch

Joe hat Istvan verlassen und hat sich in ein Hotel in Wien geflüchtet. Dort ertrinkt sie nun in ihrem Liebeskummer und Selbstmitleid. Doch genau in diesem Augenblick bekommt sie ein Jobangebot, das sie kaum ausschlagen kann. Doch schon ihr erster Auftrag hat  Konsequenzen, die sie vorher nicht abschätzen konnte, und sie zurück in die Arme Istvans führt. Nun muss sich Joe einer Welt stellen, die ihr nicht nur vollkommen unbekannt ist, sondern auch voller Gefahren für sie steckt. Und auch ihre erneute Beziehung zu Istvan scheint komplizierter zu sein, als sie jemals vermutet hätte …

Fazit

Beim zweiten Teil der Wolfsfieber-Reihe trat die Liebesgeschichte etwas mehr in den Hintergrund und gab dem Kampf rund um den bösen Wolf Farkas mehr Raum. Auch konnte sich der Leser über eine Vergrößerung der Figurenkonstellation und der Handlungsstränge freuen. Auch wenn die Erzählweise des Ich-Erzählers mehrere Perspektiven nicht zuließ, ging der zweite Teil insgesamt mehr in Tiefe und konnte mich mit so mancher Überraschung im Handlungsverlauf mehr und mehr überzeugen. Die Schreibweise war weiterhin detailreich und sehr verblastig, dennoch konnte ich mich nach und nach immer mehr in den Erzählstil einlesen und mich mit ihm anfreunden. Besonders interessant fand ich in diesem Band die Darstellung der unterschiedlichen Aspekte von Liebe und hierbei insbesondere der negativen, wie etwas Verlust und Trauer. Das überraschende Ende konnte mich zwar nicht voll und ganz überzeugen, veränderte aber meinen gesamten Blick auf die Reihe weitgehend.

Ein Buch, das Überraschungen, Action und Romantik für den Leser bereithält.

Copyright © 2012 by Yvonne Rheinganz

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Preisrätsel 2 x 1 Exemplar mit persönlicher Widmung des Autors (!): Wer ein Exemplar erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Joe hat Istvan verlassen und hat sich in ein Hotel in welche Stadt geflüchtet? (Antwort darauf findet sich auf unserer Homepage!) Sobald 200 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen und an die Autor inweitergeleitet, die dann mit den Gewinnern die Widmungen bespricht und die Zusendung der Titel abspricht! Wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen!

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DIE GEWINNER LAUTEN: Melanie Haslinger und Monika Mohr. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND VOR ALLEM DER AUTORIN, DIE AUS IHREM BUDGET DIE GEWINNE VERSENDET!

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Dorian Hunter 16: Der Moloch – Gewinnspiel mit drei Exemplaren!

Erstellt von Detlef Hedderich am 30. Dezember 2011

Dorian Hunter 16: Der Moloch

EAN: 0602527711874
Universal Music Vertrieb – A Division of Universal Music GmbH

Audio-CD

Noch immer ist Dorian Hunter verschwunden. Niemand weiß, ob der Dämonen-Killer noch lebt. Alle Informationen, die dem Secret Service zur Verfügung stehen, befinden sich auf jenem Videoband des französischen Journalisten Armand Melville, der Hunter während der letzten Tage als Chronist begleitet hat von Nizza über die griechische Insel Lucyros bis auf Jeff Parkers Jacht in der Ägäis, die vor Kurzem bei einer Explosion zerstört wurde …

Titel bei Libri.de

Preisrätsel / Gewinnspiel 3 x 1 (KOSTENLOSE!) CD: Um die Preisrätseltitel zu gewinnen, muss einfach folgende Aufgabe beantwortet werden: Alle Informationen, die dem Secret Service zur Verfügung stehen, befinden sich auf jenem Videoband des französischen Journalisten welchen namens? Die richtige Antwort an gewinnantwort(x)filmbesprechungen.de mailen (als kleinen Spamschutz bitte (x) durch @ ersetzen, vielen Dank). Im Betreff bitte “Filmpreisrätsel” und den Filmtitel eintragen. Danke. Sobald 300 Mails mit den richtigen Antworten eingegangen sind, werden unter diesen Einsendern die Gewinner ausgelost. Weiter Informationen finden sich hier. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

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DIE GEWINNER LAUTEN: Melanie Kuhn, Ronald Engels und Harald Bergmann. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND VOR ALLEM AUCH UNSEREM SPONSOREN!

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