sfbasar.de

Literatur-Blog

Archiv für die 'Fantasy' Kategorie

Drei Neue Titel aus dem Verlag: Twilight-Line. BEI UNS ALLE DREI IN EINEM PREISRÄTSEL-PAKET!

Erstellt von Detlef Hedderich am 24. Mai 2012

Dunkle Seiten IV: Horror, Phantastik und Dark-Fantasy [Taschenbuch]

Marc Gore (Autor), Jasmin Schneider (Autor), Christoph Lang (Autor), Vera Klee (Autor), Alexander Knörr (Autor), Micha Rienitz (Autor), Marc Hartkamp (Autor), Heiko Hölzel (Autor), Marcus Borchel (Autor)

Produktinformation

  • Taschenbuch: 100 Seiten
  • Verlag: Twilight-Line GbR; Auflage: 1 (21. Mai 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 394112272X
  • ISBN-13: 978-3941122727
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 14,8 x 0,6 cm

Kurzbeschreibung

Werte Freunde der Dunkelheit, nachdem wir bereits die erfolgreichen Titel Dunkle Seiten, Dunkle Seiten II und Dunkle Seiten III unserer Autorenreihe präsentieren durften, die in die Welt der Dunkelheit, des Todes und des Wahnsinns führten, naht nun der 4. Band aus der Reihe. Wieder einmal haben wir eine Auswahl an düsteren Kurzgeschichten aus den Bereichen Horror, Phantastik und Dark-Fantasy für Sie zusammengestellt. Folgen Sie den Autoren in deren Welten voller Grauen, in denen der Tod auf neue Opfer wartet und der Wahnsinn lauert. Der Weg in die finsteren Abgründe der Hölle ist bereitet. *** Inhalt: Bloodsucking Whore Autor: Marc Gore Eine Death-Metal-Band kostet ihren Erfolg, liefert eine irre Show ab und spielt dabei mit dem Image der Dunkelheit und des Vampirismus. Doch was ist Show und was steckt dahinter? Der Autor Marc Gore macht auch in dieser Geschichte seinem Namen alle Ehre und spielt mit der harten Seite des Grauens. *** Ellingtown Autor: Christoph Lang Emily Watson ist eine erfolgreiche Journalistin, die mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern Mary und Michael ein großes Haus an der Landonstreet in Boston bewohnt. Eines Tages jedoch trifft sie das Schicksal. Ihr Mann stirbt völlig unerwartet und ihr Leben droht aus den Fugen zu geraten. Und plötzlich tauchen diese seltsamen Stimmen auf… *** Vorräte Autor: Vera Klee Als Vampir muss man sich etwas einfallen lassen, da man die benötigte Nahrung eben nicht in jedem Supermarkt bekommen kann. Das Anlegen von Vorräten ist hier umso wichtiger… *** Kirschen kann niemand widerstehen! Autor: Alexander Knörr Kirschen sind leckere und verlockende Früchte, denen auch Petra nicht widerstehen konnte… *** Haus des schreienden Todes Autor: Jasmin Schneider Zwei Jahre lang stand ein Haus in einem kleinen Ort leer. Eine Familie macht sich dies zunutze und kauft dieses Haus zu einem Schnäppchenpreis, ohne sich mit der Vorgeschichte befasst zu haben. Ein fataler Fehler… *** Der Tunnel Autor: Micha Rienitz Dieser kleine Tunnel, indem man sich gerade einmal kriechend fortbewegen konnte. Dieser Tunnel war hochgradig Einsturzgefährdet, zumindest hatte immer von seinem Vater diese Geschichte gehört, als er noch ein kleiner Junge war. Doch nun will Jeremy Morgan diesem Geheimnis auf den Grund gehen… *** Stück für Stück Autor: Marc Hartkamp Marc betreibt ein florierendes Geschäft als Medium, in dem er Seancen für die Hinterbliebenen von Verstorbenen anbietet. Doch Marc ist ein Schauspieler und die Jenseitskontakte sind gespielt, um seinen Opfern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Doch dann geschieht etwas, womit er selbst nicht rechnen konnte… *** Eine unverhoffte Erbschaft Autor: Heiko Hölzel Eine überraschende Erbschaft birgt ein altes Geheimnis, welches sich enthüllen wird… *** Ware erster Qualität Autor: Marcus Borchel Suchen Sie ein besonders gutes Stück Fleisch oder Wurst in bester Qualität aus deutschen Landen? Im Weserbergland werden Sie sicher fündig…

Titel bei Amazon.de

Kuss der Regenfrau: 12 sinnlich-erotische Geschichten für Liebhaber von Rubensfrauen [Taschenbuch]

Anett Steiner (Autor)

Produktinformation

  • Taschenbuch: 102 Seiten
  • Verlag: Twilight-Line Verlag GbR; Auflage: 1., Erstausgabe (19. Dezember 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3941122878
  • ISBN-13: 978-3941122871
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 14,8 x 0,7 cm

Kurzbeschreibung

Die Autorin Anett Steiner führt mit dieser Sammlung von 12 sinnlich-erotischen Kurzgeschichten für Liebhaber von Rubensfrauen ihr Werk im Bereich der sinnlichen BBW-Literatur fort, zu welchem sie bereits die Novelle ‘Zimmer Nr. 58′ und Beiträge in den Anthologien ‘Eine runde Sache’ und ‘Eine runde Sache 2′ geschaffen hatte. Mit Kuss der Regenfrau entführt sie den Leser in zwölf verschiedene Episoden, in denen es um Liebe, Lust und Verlangen geht. Runde Literatur der sinnlichen Art, die die erotischen Seiten üppiger Menschen offenlegt. Erleben Sie Menschen jenseits von Diät und Schlankheitswahn, die sich ihren Sinnen hingeben.

Titel bei Amazon.de

Verborgene Wesen 2: Kryptozoologische Anthologie [Taschenbuch]

Anett Steiner (Autor), Eileanora Eibhlin (Autor), Frank Neugebauer (Autor), Ollivia Moore (Autor), Jacqueline Mayerhofer (Autor), Diandra Linnemann (Autor), Oliver Wehse (Autor), Michael Schneider (Herausgeber)

Produktinformation

  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: Twilight-Line Verlag GbR; Auflage: 1 (20. Januar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 394112286X
  • ISBN-13: 978-3941122864
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 14,8 x 1 cm

Kurzbeschreibung

Die KryptoFiction ist eine spezielle Themenbuchreihe des Twilight-Line Verlages, in welchem Romane, Geschichten, Gedichte und sonstige Erzählungen veröffentlicht werden, welche einen kryptozoologischen Hintergrund besitzen. Folgen Sie den Autoren auf den Spuren verborgener Wesen, die sich der wissenschaftlichen Entdeckung entziehen konnten und verborgen vor dem Menschen existieren. Was würden Sie tun, wenn Sie einem überlebenden Urzeitwesen gegenüberstehen? Was, wenn ein erschreckendes Untier durch die Dunkelheit schleicht? Oder wenn Sie auf ein Seeungeheuer stoßen?

Titel bei Amazon.de

Preisrätsel 1 x 3 Exemplare: Wer diese Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Wie heißt der Verlag der drei Titel und wie seine Homepage-Adresse? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 500 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

Abgelegt unter Bücher, Diskussionen, Fantasy, News, Phantastik, Pressemeldungen, Science Fiction, laufende Preisrätsel | 6 Kommentare »

Bekker, Alfred: Der Teufel von Münster. – BEI UNS FÜNFMAL IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 22. Mai 2012

Bekker, Alfred
Der Teufel von Münster

Verlag :      Emons, H J
ISBN :      978-3-89705-924-5
Einband :      Paperback
Preisinfo :      9,90 Eur[D] / 10,20 Eur[A]
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Seiten/Umfang :      ca. 288 S. – 20,5 x 13,5 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      02.04.2012
(Vorbestellbar!)

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

Ein Serienkiller geht um und der Einzige, der ihn stoppen kann, hält sich für einen Elbenkrieger!

Ein Serienkiller geht um im Münsterland, sein letztes Opfer wird auf dem berühmten Mittelaltermarkt von Telgte gefunden. Doch während Kriminalhauptkommissar Sven Haller von der Kripo Münster und Kriminalpsychologin Anna van der Pütten im Dunkeln tappen, heftet sich ein Ermittler an die Fersen des irren Mörders, der selbst wahnsinnig zu sein scheint: Er nennt sich Branagorn der Elbenkrieger und behauptet, aus einer anderen Welt zu stammen. Doch er scheint der Einzige zu sein, der es mit dem Mörder aufnehmen kann …

Mit Der Teufel von Münster gelingt Alfred Bekker ein beeindruckender Spagat zwischen Kriminalroman und Fantasy. Ein geheimnisvoller Elbenkrieger in der Welt der rationalen Ermittler bietet einen interessanten Ausgangspunkt für die vielschichtige und spannende Handlung. Die jeweilige Sicht der Hauptfiguren auf Branagorn ist dabei gegensätzlich und Grund für Auseinandersetzungen über seine Glaubwürdigkeit. Der Elbenkrieger ist zwar das mysteriöse Element und wird auch vom Leser immer wieder verdächtigt, in einer Phantasiewelt zu leben, gleichzeitig ist seine Perspektive aber konsequent ausgearbeitet, unterhaltsam und auch im Hinblick auf den Fall glaubwürdig. Auch die übrigen Figuren sind allesamt fesselnde, sehr gut ausgefeilte und voneinander abgegrenzte Persönlichkeiten, deren Beziehungsgeflecht dem Roman eine spannende Dynamik verleiht. Die lokalen Schauplätze werden anschaulich beschrieben und bieten eine lebendige Kulisse. Der Teufel von Münster ist gesellschaftskritisch und psychologisch überzeugend, dabei aber immer packend und unterhaltsam.

Alfred Bekker wurde 1964 in Borghorst (heute Steinfurt) geboren und wuchs in den münsterländischen Orten Ladbergen und Lengerich auf. Er schreibt Krimis, Fantasy, historische Romane und Bücher für junge Leser. Seine Romane »Das Reich der Elben«, die »Drachenerde«-Saga und die »Gorian«-Trilogie haben ihn einem großen Publikum bekannt gemacht.

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

Preisrätsel 5 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Während Kriminalhauptkommissar Sven Haller von der Kripo Münster und Kriminalpsychologin Anna van der Pütten im Dunkeln tappen, heftet sich ein Ermittler an die Fersen des irren Mörders, der selbst wahnsinnig zu sein scheint: Er nennt sich wie? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 500 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

Abgelegt unter Autorenwerkstatt, Bücher, Diskussionen, Fantasy, Krimi, Pressemeldungen, laufende Preisrätsel | 9 Kommentare »

Paolini, Christopher: Eragon – Das Erbe der Macht. Band 4 (Hörbuch) – BEI UNS DREIMAL IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 21. Mai 2012

Paolini, Christopher
Eragon – Das Erbe der Macht
Band 4

Gelesen von Fröhlich, Andreas
Verlag :      cbj audio
ISBN :      978-3-8371-0854-5
Preisinfo :      49,99 Eur[D] UVP / 49,99 Eur[A] UVP / 69,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Produktform :      A: Audio-CD
Erscheinungsdatum :      ungekürzte Lesung 19.11.2011

Medien :
Hoerprobe(MP3)

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de


Das lang ersehnte, grandiose Finale der Eragon-Saga!

Ein schrecklicher Krieg wütet in Alagaësia. Alle Völker haben sich zusammengeschlossen und ziehen in den Kampf gegen Galbatorix, den grausamen Herrscher des Imperiums. Eragon weiß, dass er und Saphira ihm irgendwann gegenüberstehen werden. Treue Gefährten kämpfen an seiner Seite, allen voran die wunderschöne, kluge Elfe Arya. Doch der finstere König ist nahezu unbesiegbar, denn er besitzt die Macht zahlloser Drachen, deren Seelenhort, den Eldunarí, er an sich gerissen hat. Ein neuer Drache und ein neuer Drachenreiter verändern das Kräfteverhältnis. Wird Eragon Galbatorix besiegen können? Oder muss er sich geschlagen geben? Eine Prophezeiung besagt, dass Eragon Alagaësia für immer verlassen wird …

Christopher Paolini hat nie eine öffentliche Schule besucht, sondern wurde von seiner Mutter zu Hause unterrichtet. Als Jugendlicher entdeckt er die Welt der Bücher. Hingerissen verschlingt er J.-R.-R. Tolkien, Raymond Feist, die nordischen Heldensagen – und erschafft mit 15 Jahren eine ganz eigene, komplexe Fantasy-Welt, Alagaësia. »Eragon« erscheint zunächst im Selbstverlag der Eltern und avanciert durch Mundpropaganda zum heimlichen Bestseller. Durch den Schriftsteller Carl Hiaasen auf das Buch aufmerksam gemacht, veröffentlicht Random House USA im September 2003 die Buchhandelsausgabe, die seitdem alle Rekorde bricht. Heute wird Christopher Paolini weltweit als Autor gefeiert. Er lebt mit seiner Familie in Paradise Valley, Montana.

Andreas Fröhlich, bekannt geworden durch seine Rolle als Bob Andrews in „Die drei ???”, ist auch als Synchronsprecher (John Cusack, Edward Norton und Gollum aus „Herr der Ringe”) sehr erfolgreich. Für Random House Audio hat er u.a. Teil 1-3 der Eragon-Saga gelesen.

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): An wessen Seite kämpft die wunderschöne, kluge Elfe Arya? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

Abgelegt unter Diskussionen, Fantasy, Hörbücher/Hörspiele, Hörproben, Jugend, cbj Verlag, laufende Preisrätsel | Keine Kommentare »

Drvenkar, Zoran / Caspak, Victor / Lanois, Yves: Die Kurzhosengang und das Totem von Okkerville. – BEI UNS DREIMAL IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 18. Mai 2012

Drvenkar, Zoran / Caspak, Victor / Lanois, Yves
Die Kurzhosengang und das Totem von Okkerville

Illustriert von Baltscheit, Martin
Verlag :      cbj
ISBN :      978-3-570-15392-5
Einband :      gebunden
Preisinfo :      15,99 Eur[D] / 16,50 Eur[A] / 22,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 10.05.2012
Seiten/Umfang :      512 S., Mit s/w Illustrationen – 21,0 x 15,5 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      26.03.2012
15,99 Eur[D]

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei Libri.de

Ein hinreißendes Abenteuer für Kinder wie Erwachsene! Die Legende ist zurück!

Ganz Kanada spricht nur flüsternd von ihren Abenteuern. Die Mädchen fallen in Ohnmacht und die Jungs schrumpfen um sechs Zentimeter, sobald sie ihre Namen hören: Island, Snickers, Rudolpho und Zement.

Die Kurzhosengang ist wieder unterwegs und steht vor ihrer bisher größten Herausforderung: Islands toter Vater ruft nach ihnen und eine Mumie stellt sich den Jungs in den Weg. Und dann gibt es da auch noch einen Werwolf, der keinen Spaß versteht, und einen Sportlehrer, der seine Klappe nicht halten kann. Von der PauliGang wollen wir gar nicht reden.

Steig ein und schnall dich an. Du wirst ewige Freundschaft erleben und dir wird das Herz gebrochen werden. Und vergiss nicht, deine Zähne zu schärfen, denn niemand weiß, was dich da draußen im Schnee erwartet.

Zoran Drvenkar wurde 1967 in Kroatien geboren und zog als Dreijähriger mit seinen Eltern nach Berlin. Seit über 20 Jahren arbeitet er als freier Schriftsteller. Zoran schreibt Romane, Gedichte, Theaterstücke und Kurzgeschichten über Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Er wurde für seine Bücher mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis, und lebt heute in der Nähe von Berlin.

PRESSETEXT
Zoran Drvenkar präsentiert mit “Die Kurzhosengang & Das Totem von Okkerville” ein neues unwiderstehliches Abenteuer der legendären kanadischen Jungenbande. Rudolpho, Island, Zement und Snickers sind zurück!

Als der erste Band der “Kurzhosengang” 2004 unter dem Pseudonym Victor Caspak und Ives Lannois erschien, ahnte noch niemand, dass der geniale Kopf hinter dem imaginären kanadischen Autorengespann eigentlich Zoran Drvenkar heißt. Auch als das Kinderbuch ein Jahr später mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde, blieb das Geheimnis ungelüftet.

Erst 2006, mit dem Erscheinen des zweiten Bandes, lies sich die wirkliche Urheberschaft auch wegen des umwerfenden Erfolgs bei den großen und kleinen Lesern nicht mehr verbergen.  Über 100.000 Exemplare wurden insgesamt von beiden Bänden verkauft.

“Eine Lesedroge, die ein verregnetes Wochenende abbrennen lässt wie eine Wunderkerze”, urteilte die NZZ zum Erscheinen des zweiten Streiches der “Kurzhosengang”. Jetzt dürfen sich die Leser auf eine weitere witzige, wilde und virtuos gestaltete Geschichte von den vier coolen Jungs freuen.

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei Libri.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Als der erste Band der “Kurzhosengang” 2004 unter dem Pseudonym Victor Caspak und Ives Lannois erschien, ahnte noch niemand, dass der geniale Kopf hinter dem imaginären kanadischen Autorengespann eigentlich wie heißt? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

Abgelegt unter Bücher, Diskussionen, Fantasy, Jugend, Pressemeldungen, cbj Verlag, laufende Preisrätsel | 3 Kommentare »

Veronica Roth: Die Bestimmung. – BEI UNS DREI EXEMPLARE IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 5. Mai 2012

Veronica Roth
Die Bestimmung

Originaltitel: Divergent
cbt in der Verlagsgruppe Random House
ISBN 978-3-570-16131-9
Kinder- und Jugendbuch
Erschienen: 19. März 2012
Aus dem Amerikanischen von Petra Koob-Pawis
Umschlaggestaltung: UNO Werbeagentur München
Umschlagmotiv: Faction Symbol Art © 2011 by Rhythm and Hues
Design/Jacket Art and Design by Joel Tippie
Hardcover mit Schutzumschlag: 480 Seiten
Altersempfehlung ab 14 Jahren

www.cbt-verlag.de
www.die-bestimmung.de
www.veronicarothbooks.blogspot.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Veronica Roth lebt in Chicago und studierte an der dortigen Northwestern University Creative Writing. Im Alter von nur 20 Jahren schrieb sie während ihres Studiums den Roman, der später “Die Bestimmung” wurde, und mit dem sie in den USA auf Anhieb die Bestsellerlisten stürmte.

Zum Buch:

Beatrice lebt in der Zukunft, in einer Stadt, die den Städten von heute ähnlich scheint, in der das Leben aber anders ist. Die Menschen sind aufgeteilt in fünf verschiedene Fraktionen. Es gibt Altruan – die Selbstlosen, Candor – die Freimütigen, Ken – die Wissenden, Amite – die Friedfertigen und Ferox – die Furchtlosen. Beatrice und ihre Familie gehören zu den Altruan. Als Kinder besuchen Beatrice und ihr Bruder Caleb mit Kindern anderer Fraktionen gemeinsam die Schule. In ihrem 16. Lebensjahr müssen sich alle Schüler einem Eignungstest, der Zeremonie der Bestimmung, unterziehen. Bei diesem Test wird festgestellt für welche Fraktion man sich eignet. Er soll aber nur bei der Entscheidung helfen, denn die Wahl der endgültigen Fraktion trifft jeder Schüler für sich und unabhängig vom Ergebnis des Eignungstests. Die Wahl stellt eine hohe Belastung dar, denn mit der Entscheidung für eine andere Fraktion ist auch die Trennung von Familie und Freunden verbunden. Bei Beatrice ist der Verlauf des Eignungstests sehr ungewöhnlich und das Ergebnis für ihre Wahl auch nicht sehr hilfreich. Die junge Frau ist unsicher welcher Fraktion sie sich anschließen soll, entscheidet sich aber für die Ferox.

In ihrer neuen Fraktion muss sie eine Initiationsphase durchlaufen. Es stellt sich heraus, dass es bei den Ferox 20 Neuanfänger gibt, 11 aus den eigenen Reihen und 9 aus ursprünglich anderen Fraktionen. Die Ferox nehmen aber insgesamt nur 10 der Anwärter in ihre Reihen auf, so dass 10 Anwärter am Ende als Fraktionslose enden. Mit dieser Aussage ist der Kampf unter den Anwärtern eröffnet. Wer kann beweisen, dass er furchtlos ist, furchtlos im Kampf, furchtlos in besonderen Lebenssituationen und auch in der Lage seine eigenen Ängste zu bekämpfen und eventuell zu beherrschen?

Mit „Die Bestimmung“ entführt und die Autorin Veronica Roth in die Zukunft und in ein schönes und schreckliches Szenario zugleich. Der Leser lernt diese Welt in erster Linie aus Sicht der Ferox und teilweise auch aus Sicht der Ken und der Altruan kennen. Neben den Kämpfen innerhalb der Fraktion der Ferox, brodelt es auch zwischen den Fraktionen und Beatrice gerät in einen Strudel von Emotionen, Intrigen und Machtspielereien.

Die Protagonistin, aber auch alle übrigen Charaktere dieses Buches werden sehr detailliert beschrieben und so fällt es dem Leser leicht Zu- und Abneigungen gegenüber einzelnen Personen zu entwickeln. Hier steuert die Autorin ganz gezielt die Vorstellung der Leserschaft und schafft es in einem anderen Moment wieder die Handlung in eine Richtung zu bewegen mit der niemand gerechnet hat. So wird auch schon einmal der Freund zum Feind und vielleicht umgekehrt.

Spannung und Furchtlosigkeit begleiten diese Geschichte, die aus dem Blickwinkel von Beatrice und damit in der Ich-Form geschrieben ist. Besonders schön sind auch die ersten Gefühle von Zuneigung und Liebe hier zu Papier gebracht, die wohl in jeder Welt das Leben junger Leute verändern.

„Die Bestimmung“ ist als Auftakt einer Trilogie geplant. Ein dystopischer Roman, der seinesgleichen sucht. Eine absolute Leseempfehlung für junge Leser ab 14 Jahren und Erwachsene. Wer im Leben seine Bestimmung noch nicht gefunden hat, der findet sie vielleicht hier oder kommt zu einer ganz anderen Erkenntnis über den Sinn des Lebens.

Copyright © 2012 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

EINE WEITERE REZENSION VON Yvonne Rheinganz:

Autorenporträt

Veronica Roth lebt in Chicago und studierte an der dortigen Northwestern University Creative Writing. Im Alter von nur 20 Jahren arbeitete sie während ihres Studiums den Roman, der später “Die Bestimmung” wurde und mit dem sie in den USA auf Anhieb die Bestsellerlisten stürmte.“ (Quelle: cbt)

Zum Buch

Beatrice ist gerade 16 Jahre alt geworden und muss nun den Test über ihre Bestimmung ablegen. Doch leider ist der Test bei ihr nicht eindeutig und drei der fünf Fraktionen kommen für sie infrage. Doch in der Welt in der Beatrice lebt ist jede Fraktion gleichbedeutend mit einem bestimmten Lebensstil, der mit unterschiedlichen Moral- und Wertevorstellungen verknüpft ist. Die Fraktion zählt in dieser Welt mehr als alles andere. Sie steht über Freunden und Familie und bestimmt über die eigenen Lebensziele. Beatrice ist verzweifelt, denn in ihrer Welt gelten die Unbestimmten als gefährlich. Also muss sie ihre Bestimmung verbergen, und wählt eine Fraktion, von der sie nicht weiß, ob sie die richtige für sie ist …

Fazit

Dieses Buch zog mich sofort in seinen Bann. Besonders gut gefiel mir die Idee, die Nationen nach den unterschiedlichen Begabungen, Moral- und Wertevorstellungen einzuteilen. Schnell erfuhr der Leser die Vor- und die Nachteile einer geteilten Welt. Genial empfand ich die Vorstellung, dass nur die Selbstlosen die Regierungsgeschäfte leiten durften, da es vollkommen im Gegensatz zum heutigen System steht. Gut verwoben in dem Buch waren auch die Ängste und die charakterliche Entwicklung eines durchschnittlichen Jugendlichen, der sich von den Eltern abgrenzt, sich an Freunden orientiert und am Ende eine eigene Persönlichkeit entwickelt.

Alle Protagonisten hatten Ecken und Kanten und waren somit unheimlich lebensnah. Die Geschichte rund um die Prägung für die eigene Fraktion, war spannungsgeladen und actionreich, zeigte aber auch, wie schnell sich die Menschen manipulieren und entsprechend umpolen lassen. Der Schluss konnte wunderbar aufzeigen, dass die meisten Konflikte aus unterschiedlichen Wert- und Moralvorstellungen heraus entstehen, und konnte so sogar das derzeitige Weltgeschehen widerspiegeln.

Ein Buch, das Gegenwart und Zukunft fantastisch miteinander verknüpft, zum Nachdenken anregt und einen vollkommen in seinen Bann zieht.

Copyright © 2012 by Yvonne Rheinganz

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Die Menschen sind aufgeteilt in fünf verschiedene Fraktionen, in welche genau? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

Abgelegt unter Buchrezension, Bücher, Diskussionen, Fantasy, Jugend, cbt Verlag, laufende Preisrätsel | Keine Kommentare »

DIE GEBURT DES SHAI’LANHAL (Teil 1) aus: “Shaans Bürde” – Fantasy-Roman von Susanne Gavénis

Erstellt von Detlef Hedderich am 3. Mai 2012

DIE GEBURT DES SHAI’LANHAL (Teil 1)

aus: “Shaans Bürde”

Fantasy-Roman

von

Susanne Gavénis

Gezackte Blitze spalteten den Himmel, leckten wie gierige Feuerzungen dem Boden entgegen und rissen das Land für Sekundenbruchteile aus der tiefen Finsternis, die es schon vor Tagen verschlungen hatte. Donner folgte ihnen dichtauf, hallte am Firmament wie von einer gewaltigen Kuppel wider und fand ein vielfältiges Echo an den Felsen und Berghängen rings um die Burg, die trutzig inmitten des Infernos aufragte. Und kaum war ein Donnerschlag verklungen, fuhr der nächste Blitz wie ein flammender Speer in die Erde und beschwor den Zorn der Luft erneut herauf.

Gefflan Geyseré zuckte bei jedem Grollen erschrocken zusammen, und längst hatte sich ein Schauder auf seine Haut gelegt, der nicht mehr weichen wollte. Dabei war er beileibe kein Kind mehr, sondern vierundzwanzig Jahre alt, alt genug also, um bei einem einfachen Gewitter nicht wie ein verängstigtes Kätzchen in Panik zu verfallen. Doch das Unwetter, das außerhalb der Burg seines Vaters, des Herzogs Garbass Geyseré, tobte, war weit mehr als das. Die Elemente selbst waren in einer Aufruhr begriffen, die er noch nie zuvor erlebt hatte.

Blitz und Donner wüteten seit einer Woche über den Bergen. Am Tage hingen die Wolken so tief und waren so dicht, dass kaum mehr als ein schummeriges Dämmerlicht den Boden erreichte, in der Nacht jedoch folgten die Blitze so schnell aufeinander, dass die Dunkelheit von ihrem fahlen, flackernden Schein heller erleuchtet wurde als der Tag.

Regen prasselte seit dem ersten Blitzschlag unaufhörlich auf die Erde nieder und hatte den kleinen Bach, der dicht neben der Burg vorbeifloss, längst in einen reißenden Strom verwandelt. Sein Rauschen mischte sich mit dem wüsten Trommeln der dicken Tropfen, die Metallkugeln gleich auf die Dächer der Gebäude und Turmhäuser trafen, sie zum Vibrieren brachten und inzwischen mehr als nur ein Loch gefunden hatten, um auch diese menschliche Zufluchtsstätte, die sich mit ihren wuchtigen Mauern den entfesselten Naturgewalten so trotzig entgegenstemmte, ein für allemal vom Gesicht der Erde zu tilgen. Wasser leckte allerorten durch die Ziegel und machte es nötig, dass die Bediensteten mit Eimern und Kannen herbeieilten, damit nicht auch auf den Fluren und Korridoren Rinnsale entstanden und das Mauerwerk von innen unterhöhlten.

Nur selten hatte der Regen in den letzten Tagen nachgelassen, und wenn er es getan hatte, war er gleich darauf als Eis niedergegangen. Hagelkörner so groß wie Taubeneier hatten bereits viele Fensterläden zerschmettert, Scheiben zertrümmert und es noch schwerer gemacht, das Unwetter aus den Räumen der Burg herauszuhalten.

Ein Knecht, der sich trotz des schlechten Wetters auf den Hof hinausgewagt hatte, weil ihm sein Hund in Panik davongelaufen und durch eine geborstene Scheibe ins Freie entwischt war, war von den Hagelkörnern beinahe erschlagen worden. Mit tiefen, blutenden Wunden war er ins Haus zurückgewankt. Den Hund hatte er nicht gefunden, und Gefflan glaubte nicht daran, dass das Tier noch lebte. Entweder war es ertrunken, vom Blitz getroffen oder vom Sturm ergriffen und gegen den Fels geschleudert worden. Nichts und niemand konnte bei einer derartigen Hölle im Freien überleben.

Von den tobenden Gewalten zutiefst beunruhigt, ging Gefflan in seinem Studierzimmer, das hoch oben in einem der Turmhäuser der Burg lag, auf und ab. Manchmal trat er an die Scheibe, presste das Gesicht dagegen und versuchte, Einzelheiten in der dunklen Nacht zu erkennen. Natürlich waren die Läden vor allen Fenstern bereits zu Beginn des Gewitters verschlossen worden, doch viele von ihnen besaßen einen Spalt, der in dem massiven Holz ausgespart geblieben war und durch den man nach draußen sehen konnte.

Wann immer ein Blitz das gequälte Land in seinen grellen Schein tauchte, konnte Gefflan die Bäume erkennen, die sich am Rande des Burgbergs und auf benachbarten Kuppen erhoben. Sie bogen sich wie Schilfrohr in dem heftigen Sturm, der zusammen mit Blitz, Donner und Regen über die Berge hereingebrochen war. Manch einer von ihnen war bereits umgeknickt und wie von einer Riesenfaust zu Boden geschmettert worden, andere hatten mit ihren Wurzeln den Halt verloren, da die übermäßig angeschwollenen Gebirgsbäche jede Krume mit sich gerissen hatten, und die, die noch standen, fingen die Blitze ein und zerplatzten wie Glas unter der plötzlichen Hitze. Allein der wasserfallartige Regen verhinderte, dass die Haine rings um die Burg und an den gegenüberliegenden Felswänden in Flammen aufgingen, trotzdem war es abzusehen, dass kaum ein Baum das Ende des Gewitters erleben würde.

Auch die Burg selbst war in Gefahr. Orkanböen warfen sich mit unbändiger Macht gegen die Mauern, rissen an den Fensterläden und brachen die, die nur die geringste Schwäche aufwiesen, aus ihren Angeln, sie zerrten an den Dachziegeln, hoben die, die nicht fest mit dem First vernagelt waren, ab und schleuderten sie in den Hof hinunter, wo sie krachend zerbrachen.

Doch der Ton, der ihr Ende auf dem harten Stein verkündete, war kaum zu hören. Das Heulen des Windes war lauter als das eines Rudels Wölfe in mondheller Nacht, und der ohrenbetäubende Donner verschlang allemal die Laute, die nicht ihm selbst entsprangen.

Und als wäre es damit noch nicht genug, war auch die Erde in Wallung geraten. Seit der erste Blitz herniedergefahren war, bebte der sonst so feste Boden, vibrierte und zitterte, als wären die Feuerzungen Peitschenhiebe, die nacktes Fleisch trafen. Im ältesten Turmhaus der Burg hatten sich bereits Risse in den Mauern gebildet. Noch waren sie fein, doch sie liefen wie ein Abbild der Blitze in vielfach gezackter Bahn über die Wände, und an ihren Rändern bröckelte der Putz. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sie breiter werden würden, so breit, dass wirklich Gefahr für den alten Gebäudetrakt bestand, und wenn die Natur sich nicht bald beruhigte, mochten auch die neueren, stabiler gebauten Bereiche der Burg in naher Zukunft ihren Gewalten erliegen.

Wieder einmal schlug der Regen in Hagel um. Gefflan wich erschrocken zurück, als das Eis krachend gegen die Fensterläden prasselte. Er stolperte beinahe, ruderte mit den Armen und fand an der Lehne eines riesenhaften, schweren Stuhls aus massivem Eichenholz Halt.

Mit zittrigen Knien ließ er sich darauf sinken und starrte nachdenklich auf die Tischplatte. Er konnte nicht zählen, wie oft er bereits hier gesessen und die Aufzeichnungen von den vorangegangenen Kämpfen – den Kämpfen jener Menschen, die auserwählt worden waren, für das Gleichgewicht der kosmischen Mächte zu fechten – studiert hatte. Es war seine Aufgabe, sie auf neues Papier zu übertragen, altertümliche Worte gegen neue, gebräuchliche auszutauschen und so dafür zu sorgen, dass die Berichte erhalten blieben, bis der nächste Kampf stattfand. Das hatte er getan, seit sein Vater ihn vor sechs Jahren in das große Geheimnis eingeweiht hatte, von dem außer ihm selbst und seinem ältesten Bruder niemand etwas ahnte. Sein Großvater hatte es ebenfalls gekannt, und vor ihm sein Vater und dessen Vorfahren.

Über unzählige Generationen hinweg, seit Anbeginn der Zeit, hatte seine Familie der Macht des Guten gedient, hatte die Überlieferung bewahrt und würde auch den Shai, den Beschützer und Kämpfer stellen, der an der Seite der Lanhal, der Inkarnation des Guten, für einen Erhalt der Welt ohne Magie und schwarzen Zauber eintrat.

Außer ihnen kannten nur die Erben jener Familie, die sich der Seite des Bösen verschrieben hatte, die Geschichte des kosmischen Ringens, hüteten die Regeln und bewahrten das Wissen darum, so wie er und sein Vater es taten. In ihren Reihen würde die Shai’yinyal geboren werden, die Beschützerin des Yinyal, der Inkarnation des Bösen. Wenn es an der Zeit war, würden die Lanhal und ihr Shai gegen den Yinyal und seine Shai antreten und das Schicksal der Welt erneut entscheiden, ohne dass der Rest der Menschheit davon auch nur das Geringste ahnte.

Im Moment allerdings waren das für Gefflan nicht mehr als hohle Worte, Buchstaben auf Papier, die er zwar sorgfältig zu übertragen und zu bewahren gedachte, die ansonsten für ihn und sein Leben jedoch nur wenig Bedeutung besaßen. Ein Blick zur drohenden Schwärze hinter dem Fenster ließ ihn sogar befürchten, dass, wenn Sturm, Regen, Blitze und Beben nicht bald ein Ende fanden, weder seine Familie noch irgendeine andere lange genug überleben würde, um sich in dem nächsten Kampf zwischen Gut und Böse gegenseitig an die Gurgel zu gehen. Die aufgebrachten Elemente legten tatsächlich den Schluss nahe, das Ende der Welt sei gekommen.

Gefflan schloss die Augen und ballte seine Hände zu Fäusten. Das durfte nicht sein! Sein Leben war noch jung, und ein anderes sollte erst noch beginnen. Sheena, seine Frau, würde bald ihr erstes Kind gebären. Sie lag seit Tagen in den Wehen. Als der erste Blitz den Himmel zerrissen hatte, hatte es angefangen, und seitdem war sie nicht mehr zur Ruhe gekommen, doch noch war das Kind nicht da.

Zornig presste er die Lippen aufeinander, als ein erneuter Donnerschlag die Wände der Burg erschütterte. Wie sollte sich eine Frau bei diesem Hundewetter auch auf eine Geburt konzentrieren können? Wie sollte sie all ihre Kraft darauf richten, wenn Erdbeben, Blitze, Donner und Sturm sie ängstigten und die bange Frage aufwarfen, ob ihr Baby noch ein Dach über dem Kopf haben würde, wenn es erst das Licht der Welt erblickt hatte?

Am liebsten wäre er zu Sheena geeilt und nicht von ihrer Seite gewichen, aber seine Mutter und die Hebamme hätten das nicht zugelassen. Sie glaubten, er würde es seiner Frau nur noch schwerer machen, wenn er wie ein aufgeregter Gockel um ihr Bett herumwackelte und mit seiner Nervosität alle ansteckte. Vielleicht hatten sie sogar recht damit, denn er war tatsächlich unruhig und überaus besorgt; andererseits glaubte er nicht, dass er die Bedingungen noch schlechter machen konnte, als sie ohnehin schon waren. Er wollte doch nur helfen, und die Untätigkeit wurde immer unerträglicher.

Grimmig entschlossen, sich nicht noch einmal abweisen zu lassen, lief er los. Er befand sich bereits auf halbem Weg zur Tür, als diese sich öffnete und Garbass Geyseré, sein Vater und Herzog über diesen Teil des Landes, eintrat. Er war ein großer, stattlicher Mann mit dichtem, braunem Haar, das noch keinen einzigen Schimmer Grau zeigte. Ein sorgsam gestutzter Vollbart bedeckte die untere Hälfte seines Gesichts und schuf einen auffälligen Kontrast zu seinen strahlenden grauen Augen, die stets mit großer Aufmerksamkeit, aber auch mit Güte und Wohlwollen das Treiben der Menschen um ihn herum beobachteten. Oft lag ein warmes, freundliches Lächeln auf seinen Lippen, doch heute war Garbass ernster als gewöhnlich. Als er sprach, klang seine Stimme dennoch ruhig und volltönend wie die eines geschulten Sängers.

„Ich dachte mir, dass ich dich hier finde.“

Gefflan hatte seinen Vater oft um seine Stimme, die jeden seiner Zuhörer augenblicklich in ihren Bann schlagen konnte, und ebenso um seine abgeklärte Art, von der er selbst meilenweit entfernt war und wohl auch immer bleiben würde, beneidet, heute aber achtete er nicht einmal darauf. Seine Aufregung ließ seine Worte wie das schäumende Wasser eines Gebirgsbaches über seine Lippen sprudeln.

„Ist es endlich soweit? Ist mein Kind geboren? Wie geht es Sheena? Ist sie wohlauf?“

Sein Herz klopfte heftig gegen seine Rippen und trieb das Blut rauschend durch seine Adern. Er wagte nicht zu blinzeln, damit ihm nicht die kleinste Regung im Gesicht seines Vaters entging.

„Die Wehen kommen jetzt in kürzeren Abständen, wie deine Mutter mir sagte, aber noch ist es nicht soweit. Du wirst dich gedulden müssen.“

„Aber das kann ich nicht! Ich warte schon so lange!“

Garbass legte ihm beruhigend eine Hand auf die Schulter. „Die Geburt eines Kindes richtet sich nur selten nach den Wünschen des Vaters, mein Sohn, das kannst du mir glauben. Auf dich musste ich auch sehr lange warten. Vier Tage vergingen von der ersten Wehe bis zu deiner Ankunft.“

„Es sind bereits sieben Tage vergangen!“

„Ich weiß.“

Gefflan entzog sich seinem Vater und nahm seine unruhige Wanderung durch das Zimmer wieder auf. „Daran ist nur dieses verfluchte Wetter schuld!“, rief er zornig, als zwischen zwei Donnerschlägen kurzzeitig Stille einkehrte. „Bestimmt hat Sheena Angst. Ich sollte bei ihr sein!“

Der Herzog hob zweifelnd eine Augenbraue. „Damit du neben ihrem Bett wie ein gefangener Wolf auf und ab laufen kannst?“

Erst jetzt bemerkte Gefflan, wie wuchtig er seine Füße aufsetzte und wie heftig seine Bewegungen waren. Er fühlte sich wie eine Bogensehne kurz vor dem Schuss. Abrupt hielt er inne.

Sein Vater seufzte leise und warf einen langen Blick zum Fenster hinüber. Selbst durch den schmalen Spalt in den Läden waren die grellen Blitze gut zu erkennen.

Gefflan musste der Versuchung widerstehen, sich erneut in Bewegung zu setzen. Statt dessen ballte er die Hände zu Fäusten und grub seine Fingernägel tief in seine Handflächen. Bilder flackerten vor seinem inneren Auge auf, Bilder der Zukunft, die vor ihm lag. Sheena an seiner Seite und viele Kinder, mit denen er lachen und spielen konnte, so sollte es sein. Es waren schöne Phantasien. Früher waren sie stark, plastisch und voller Farben gewesen, doch je länger das Unwetter toste und je länger er auf die Geburt warten musste, desto mehr verblassten sie, verloren ihre Fülle, ihre Klarheit, ihr Leben. Sie wichen von ihm fort wie Wolken am Himmel, die vom Sturm erfasst und zum Horizont getragen wurden, ohne dass er sie aufhalten konnte.

Ein gequälter Laut entrang sich seiner Kehle. Wo er hergekommen war, wusste Gefflan nicht, er spürte nur, dass sich plötzlich eine eiserne Schelle um seinen Magen gelegt hatte, die sich enger und enger zusammenzog und danach trachtete, ihn gänzlich einzuschnüren.

„Habt ihr euch bereits einen Namen für euer Kind ausgedacht?“, fragte sein Vater unvermittelt.

Gefflan zuckte zusammen. „Das kommt darauf an, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird“, antwortete er dumpf.

Sein Vater setzte eine ernste Miene auf. „Es wird ein Junge.“

„Das kannst du nicht wissen.“

„Nimm einfach an, dass es so sein wird. Wie wollt ihr ihn nennen?“

„Shaan.“

Der Herzog nickte zufrieden. „Das ist ein guter Name.“

„Sheena hat ihn gewählt.“

„Das dachte ich mir.“

„Vater, was hat das zu bedeuten? Wieso bist du dir so sicher, dass mein Kind ein Junge wird?“

Der Herzog seufzte schon wieder. Gefflan bekam es langsam mit der Angst zu tun.

„Es gibt einen Text, den ich dir bislang vorenthalten habe, mein Junge. Er beschreibt die Zeichen der Wiederkehr der Lanhal, des Yinyal und ihrer Beschützer. Du weißt, dass sie alle am gleichen Tag geboren werden?“

„Natürlich, aber was hat das mit Shaan zu tun?“

„Mehr als du ahnst. Die Zeit des Kampfes ist erneut gekommen.“

Erschrocken wich Gefflan einen Schritt vor seinem Vater zurück. „Das kann nicht sein!“

„Es ist so. Der Text, den ich dir nie zum Lesen gab, berichtet, dass die Natur sich erhebt, dass Sturm, Blitz, Donner, Regen und Beben die Welt erschüttern, wenn die Inkarnationen des Guten und des Bösen ihre Ankunft ankündigen. Aber selbst wenn es diese Zeichen nicht gäbe, wüsste ich doch, welche Aufgabe auf dich und deinen Sohn zukommt. Die Überlieferung besagt, dass in unserer Familie alle hundert Generationen der Shai’lanhal geboren wird.“ Sein Vater sah ihn bedeutungsschwanger an. „Du bist die neunundneunzigste Generation, Gefflan, Shaan die hundertste. Er ist der Shai’lanhal.“

Gefflan wankte. Kalter Schweiß stand plötzlich auf seiner Stirn. „Du musst dich irren! Das kann gar nicht sein. Es gibt keine magischen Kräfte! Niemand kann die Natur beherrschen, so wie die Aufzeichnungen es über den Shai’lanhal und die Shai’yinyal berichten.“

„Shaan wird es können. Die Elemente befinden sich allein deshalb in Aufruhr, weil sie an der Geburt der beiden Shais beteiligt sind. Sie geben ihren Teil hinzu und machen sie zu dem, was sie sein werden. Dachtest du, all das, was ich dir erzählt habe, sei nur ein Märchen?“

„Ich … ich weiß es nicht“, stammelte Gefflan erschüttert. „Ich habe schon daran geglaubt, aber ich hätte nie gedacht, dass die Zeit des Kampfes schon wieder gekommen ist. Wie soll ich damit umgehen? Wie soll ich Shaan darauf vorbereiten?“

Seine Gedanken wirbelten umher wie trockenes Herbstlaub im Sturm. „Vielleicht haben sich unsere Vorfahren verzählt! Vielleicht ist noch nicht die hundertste Generation seit dem letzten Kampf erreicht. Sheena könnte ein Mädchen gebären. Ja, ganz sicher sogar wird sie das. Ein Mädchen!“

Doch sein Vater schüttelte bedauernd den Kopf. „Du kannst weder mit deinen Worten noch mit deinen Wünschen, so stark und rein sie auch sein mögen, deine Bestimmung ändern. Seit unsere Blutlinie sich dem Guten verschrieben hat, waren immer wieder Väter gezwungen, ihre Söhne auszubilden und in den Kampf gegen das Böse zu schicken. Auch du kannst dem nicht entgehen. Du musst Shaans Lehrer sein, sein Sarn, so wie es vorherbestimmt ist. Denn wenn die Zeit des Kampfes gekommen ist, wird er sich aufmachen und die Lanhal suchen. Er wird an ihrer Seite stehen, ob du es willst oder nicht. Du kannst es nicht aufhalten, Gefflan, du kannst lediglich dafür sorgen, dass Shaan so gut wie möglich auf seine Aufgabe vorbereitet ist. Das ist deine Pflicht, dein Anteil an den bevorstehenden Ereignissen.“

„Aber ich will das nicht! Das ist nicht das Leben, das ich mir für Sheena, mein Kind und mich vorgestellt hatte. Wenn es wahr ist, was du sagst, wenn Shaan tatsächlich der Shai’lanhal ist und gegen die Shai’yinyal antreten muss, könnte er sterben! Ich kann mein Kind nicht in dem Wissen aufziehen, dass es, noch bevor es richtig erwachsen geworden ist, in eine Auseinandersetzung verwickelt wird, die es das Leben kosten kann und darüber hinaus über das Schicksal der nächsten hundert Generationen entscheidet!“

„Du hast keine Wahl, Gefflan. Wenn du Shaan nicht entsprechend seiner Aufgabe erziehst und ihn nicht so gut wie möglich auf den Kampf vorbereitest, wird er auf jeden Fall sterben, denn dann wird er der Shai’yinyal nicht gewachsen sein. Und nicht nur er wird dann den Tod finden, sondern auch die Lanhal, und über die Welt wird das dunkle Zeitalter des Bösen hereinbrechen. Willst du das riskieren? Kannst du es verantworten, die Menschheit hundert Generationen lang Angst und Schrecken und der Macht bösartiger Magier auszuliefern, nur weil du dich deinem Schicksal verweigerst?“

„Hör auf damit!“, schrie Gefflan erstickt. Tränen bahnten sich ihren Weg und rannen über seine Wangen. „Ich wollte doch nur ein normales Leben führen! Ich wollte mit Sheena und meiner Familie glücklich sein!“

„Das kannst du auch jetzt noch. Ganz sicher wird Sheena dir noch viele weitere Kinder gebären. Sie werden ganz normale Mädchen und Jungen sein, und es spricht nichts dagegen, dass du sie und Shaan gemeinsam aufziehst. Die Magie der Elemente, die er zu beherrschen lernen muss, ist nicht das einzige, was für ihn wichtig sein wird. Alles weitere kannst du ihm beibringen, ohne von den anderen getrennt zu sein. Lediglich wenn du ihn mit der Magie üben lässt, sollte das im Geheimen geschehen, damit niemand davon erfährt.“

Gefflan rang um seine Beherrschung. Er wollte den Worten seines Vaters so gern Glauben schenken, aber es gelang ihm nicht. Sein Traum konnte sich nicht erfüllen, wenn Shaan tatsächlich der Shai’lanhal war. Sein Leben, Sheenas Leben und das aller Kinder, die sie noch haben mochten, würde unwiderruflich von dem bevorstehenden Kampf überschattet sein, überschattet von der Sichel des Todes, die jederzeit auf sie niedersausen und sie alle vernichten konnte.

Er zitterte so heftig wie der Boden, der wieder einmal unter seinen Füßen vibrierte. Blitze und Donner folgten jetzt noch schneller aufeinander, und der Sturm war so laut geworden, dass sein Vater die letzten Worte hatte schreien müssen. Der Aufruhr der Natur strebte einem neuen Höhepunkt zu, und Gefflan ahnte, dass die Geburt seines Sohnes unmittelbar bevorstand. Und damit auch die der Lanhal, des Yinyal und der Shai’yinyal. Sie alle würden in dieser grauenvollen Nacht zur Welt kommen, die keine Hoffnung versprach, sondern lediglich einen Vorgeschmack auf die Schlacht lieferte, die die Inkarnationen von Gut und Böse ausfechten würden. Doch bis es soweit war, konnten nur die Shais die Elemente beherrschen – nur Shaan und seine Gegenspielerin.

„Warum er?“, schluchzte Gefflan gequält. „Warum mein Sohn?“

Aber er fand kein Mitleid, sondern nur Ernst in den Augen seines Vaters. „Du solltest diese Frage nicht stellen, Gefflan, denn du wirst keine Antwort darauf finden. Akzeptiere dein Schicksal. Du kannst von dem Weg, der dir vorherbestimmt ist, ebenso wenig abweichen wie Shaan. Und vergiss nicht: Die Bürde, die dein Sohn tragen muss, ist weitaus größer als deine.“
(…)

Copyright (c) 2008/2012 by Susanne Gavénis

Anmerkung der Redaktion: Wer wissen möchte, wie es weitergeht und endet, der erfährt es in diesem Buch der Autorin, Bestellmöglichkeiten über die Bestellinks:

Gavénis, Susanne
Shaans Bürde

Im Buch blättern

Maler: Schuurman, Nelleke. Umschlaggestaltung von Ende, Katharina
Verlag :      Schweitzerhaus Verlag
ISBN :      978-3-939475-35-4
Einband :      gebunden
Preisinfo :      24,90 Eur[D] UVP / 25,60 Eur[A] UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Seiten/Umfang :      DC S. – 13,4 x 21,0 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 30.09.2008
Gewicht :      854 g

Medien :
Sonstige Informationen(JPG)

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei Libri.de

Als Enkel eines Herzogs geboren, wächst Shaan in völliger Abgeschiedenheit auf, denn ihm ist ein besonderes Schicksal bestimmt: Mit der Magie des Wassers und des Windes soll er die Lanhal, die Inkarnation des Guten, beschützen. Sollte Shaan jedoch versagen, wird nicht nur die Lanhal sterben, sondern die ganze Welt für hundert Generationen in Dunkelheit versinken.

Das Schicksal der Welt ruht auf den Schultern eines Einzelnen.Seit Anbeginn der Zeit tobt auf der Erde die Schlacht zwischen den Mächten des Lichtes und der Finsternis. Shaan, Enkel eines Herzogs, wird von seinem Vater in der Einsamkeit der Berge mit grausamer Härte auf seine vom Schicksal bestimmte Aufgabe vorbereitet: Er ist der Beschützer der Lanhal, der Inkarnation des Guten, die alle hundert Generationen in Gestalt eines gewöhnlichen Mädchens wiedergeboren wird, um in einem mörderischen Aufeinandertreffen mit dem Yinyal, der Verkörperung des Bösen, um die Zukunft der Menschheit zu kämpfen. Ausgestattet einzig mit der Fähigkeit, Wind und Wasser zu beherrschen, muss sich Shaan einer Bedrohung stellen, die alles Vorstellbare übersteigt, denn die Mächte das Bösen entsenden eine schreckliche Gegenspielerin, die ebenfalls über zwei Elemente gebietet Feuer und Erde. Und Shaan weiß: Sollte er versagen, wird nicht nur die Lanhal sterben, sondern die ganze Welt für hundert Generationen in Dunkelheit versinken.

Susanne Gavénis wurde 1970 in Celle geboren. Nach dem Studium und Referendariat widmete sie sich zehn Jahre lang beinahe ausschließlich der Schriftstellerei, bevor sie 2008 in ihren gelernten Beruf zurückkehrte. Seitdem unterrichtet sie die Fächer Biologie und Chemie an einem Gymnasium in der Nähe von Frankfurt/M.

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei Libri.de

ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln unter Storys unserer Community-Autoren, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens einen Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

Abgelegt unter Autorenwerkstatt, Bücher, Diskussionen, Fantasy, Jugend, Leseprobe, Storys | 4 Kommentare »

Hennen, Bernhard: Die Elfen 05: Elfenwinter. Empfohlen ab 12 Jahre. Audio-CD – BEI UNS DREI EXEMPLARE IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 27. April 2012

Die Elfen 05. Elfenwinter
Empfohlen ab 12 Jahre.
Audio-CD
Hennen, Bernhard

EAN: 0602527772912
Libri: 5610575
Empfohlen ab 12 Jahre.
Laufzeit ca. 70 Minuten.
Universal Family Entertai

April 2012 – Audio-CD

KLAPPENTEXT
Diese Folge bildet den Abschluss des ersten (fünfteiligen) Hörspielzyklus’ nach dem gleichnamigenRoman von Bernhard Hennen “Elfenwinter”. (Folge 05) Alfadas Mandredson ist als siegreicher »Trollschlächter« aus Albenmark zurückgekehrt – und findet im Augenblick des Triumphes sein Heimatdorf in Schutt und Asche gelegt. Die Trolle haben sich auf ihrerJagd nach der Elfenkönigin Emerelle blutig an den Menschen gerächt! Alfadas’ Frau Asla befindet sichzusammen mit den Kindern Ulric und Kadlin auf der Flucht über das blanke Eis des Fjordlands – aber die Trolle sind ihnen bereits auf der Spur . Wird Alfadas noch rechtzeitig eintreffen, um seine Familiezu retten?

PRESSETEXT
Auf der Jagd nach der Elfenkönigin Emerelle ziehen die Trolle eine blutige Schneise durch die Menschenwelt. Asla und wenige Getreue verschanzen sich in einem Bergdorf und schützen die bewusstlose Elfenkönigin unter Einsatz ihres Lebens. Gleichzeitig kann Ulric das blinde Mädchen Halgard aus den Fängen der hungrigen Trolle befreien und flüchtet mit ihr durch die unwirtliche Eiswüste. Als die Trolle zum alles entscheidenden letzten Angriff auf die Palisaden ansetzen, sind Trolljäger Alfadas und seine Mannen noch meilenweit entfernt. Doch dann erwacht die Elfenkönigin…

„Elfenwinter“ ist das imposante Finale des “Elfenwinter“-Epos’ nach dem gleichnamigen Erfolgsroman von Fantasyautor Bernhard Hennen – aber es warten ja noch über 9.000 Elfen-Seiten auf eine ebenso grandiose akustische Umsetzung!

Titel erhältlich bei Libri.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Ulric kann ein blindes Mädchen aus den Fängen der hungrigen Trolle befreien, wie heißt es? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

Abgelegt unter Diskussionen, Fantasy, Hörbücher/Hörspiele, Jugend, News, Pressemeldungen, laufende Preisrätsel | Keine Kommentare »

EIN NEUER FRÜHLING – Leseprobe aus dem Roman: Im Schatten der Dämonen. Weltennebel 3 – von Aileen P. Roberts

Erstellt von Aileen P. Roberts am 25. April 2012

EIN NEUER FRÜHLING

Leseprobe aus dem Roman:

Im Schatten der Dämonen – Weltennebel 3

von Aileen P. Roberts

In Gedanken versunken stand Darian vor dem düsteren Felsmassiv an der Grenze zum Zwergenland und dachte schaudernd an die Zeit, als er allein und verloren in den Gängen des Unterreichs umhergeirrt war. Aus eigener Kraft hätte er dort nie wieder herausgefunden, doch eine Gruppe von Tiefengnomen hatte sich seiner angenommen und ihm die Rückkehr ans Tageslicht ermöglicht. Nun wollte er sein Versprechen einlösen und ihnen die versprochene Belohnung zukommen lassen. Gestern Abend hatte er eigenhändig einen Rehbock geschossen, und dieser lag nun fertig zerlegt vor dem versteckten Zugang ins Unterreich. Schon seit einiger Zeit wartete Darian darauf, dass eines der kleinen pelzigen Wesen erschien.

»Wer weiß, wann diese Tiefengnome ins Freie kommen«, gab Hauptmann Torgal wieder einmal zu bedenken, so wie öfters in den letzten Stunden. »Ihr habt Euren guten Willen bewiesen, Darian, wir sollten wirklich zurück zum Lager gehen.«

»Nein«, erwiderte er bestimmt, »ich habe diesen Wesen mein Leben zu verdanken und möchte mich erkenntlich zeigen. Wenn ich das Fleisch einfach so hier liegen lasse, schleppt es am Ende ein Bär oder Wolf fort, und das wäre nicht richtig.«

Seufzend ließ sich der alte, grauhaarige Hauptmann auf den Boden sinken und schickte sich an, sein vom häufigen Gebrauch schon recht schartiges Schwert zu polieren.

Die Dunkelheit brach herein, und die beiden Männer setzten sich ans Lagerfeuer, wo sie sich leise über Darians Zeit im Reich der Dunkelelfen unterhielten. Die Verwunderung über viele der Dinge, die Darian aus dem Unterreich und der Dunkelelfehauptstadt Kyrâstin erzählte, stand Torgal noch immer offen ins Gesicht geschrieben. Sein ganzes, nun schon über sechzig Sommer dauerndes Leben hatte er Dunkelelfen für skrupellose, mörderische Wilde gehalten, und auch Darian war dieser Auffassung gewesen. Erst die Begegnung mit Mias Vater Zir’Avan und einigen anderen Dunkelelfen hatte den jungen König schließlich dazu bewegt, seine Meinung zu revidieren.

Funken sprühten auf, als Darian einen weiteren Ast ins Feuer warf, und auf einmal nahm er am Rande des Felsmassivs eine kleine, annähernd kniehohe Gestalt wahr, die neugierig ihren pelzigen Kopf ins Freie streckte.

Langsam, um den Tiefengnom nicht zu erschrecken, erhob er sich. »Fleisch – für euch«, sagte er in der knurrenden, abgehackten Sprache der Unterreichbewohner. Der kleine Tiefengnom mit den kugelrunden dunklen Augen, die aus einem pelzigen, bräunlich schwarzen Gesicht heraus starrten, blieb stocksteif stehen.

»Drrraggrann?«, knurrte er dann.

Darian nickte, denn so sprachen die Tiefengnome seinen Namen aus. Das kleine Wesen drehte seinen Kopf wieder in Richtung der Höhle, brummte etwas, und kurz darauf wuselten weitere fünf Tiefengnome aus der Öffnung heraus.

Darian machte Torgal, der mit gezogenem Schwert aufgesprungen war, ein beruhigendes Zeichen. Er wusste, dass der Hauptmann, im Gegensatz zu ihm, die Sprache der Tiefengnome nicht verstand und die dunklen Wesen mit den spitzen Zähnen als Bedrohung ansah.

Langsam und mit misstrauischen Blicken kamen die Tiefengnome näher, schnappten sich dann rasch die Fleischbrocken und verschwanden wieder in ihren dunklen Gängen.

»Gut, morgen früh können wir zurück zum Lager«, stellte Darian fest.

Kopfschüttelnd blickte Hauptmann Torgal zu der Stelle, wo die Tiefengnome verschwunden waren. »Wir leben wahrlich in seltsamen Zeiten.«

In nahezu verschwenderischer Pracht hatte der Frühling sein buntes Kleid über Albany gelegt, als Darian, seine Gefährtin Mia und der Zauberer Nordhalan erneut aufbrachen, nur wenige Tage, nachdem Darian seine Schuld bei den Tiefengnomen beglichen hatte. Von ihrem Lagerplatz am Rannocsee reisten sie nach Westen, um Darians und Mias kleine Tochter Leána abzuholen. Sie hofften, dass das Mädchen durch das geheime Eichentor auf der Nebelinsel bereits direkt aufs Festland, an die Westküste, gelangt war. Sollte dies nicht gelungen sein, stand ihnen eine längere Reise auf die im Westen liegende Insel der Nebelhexen bevor.

»Was ist, wenn sie irgendwo sonst raus kommt und nicht bei Cadman?« Darian machte sich große Sorgen um Leána, und auch an Mia bemerkte er leichte Anzeichen von Unruhe, selbst wenn sie sich bemühte, diese nicht zu zeigen.

»Tagilis hat gesagt, Lilith wird sie begleiten, ganz sicher kommen sie zurecht.«

Trotzdem drängte Darian seine Gefährten zur Eile. In der Ferne konnten sie einen Weiler erkennen, der sich in den Schutz uralter Bäume schmiegte. Kräftige Männer arbeiteten emsig am Bau einer neuen Straße.

»Wenn das Portal erst geschlossen ist, solltet ihr euch zu erkennen geben«, riet Nordhalan. »Sicher werden sich die Menschen dir und Atorian mit Freuden anschließen.«

»Atorian vielleicht schon, mir eher nicht«, gab Darian zu bedenken und dachte mit Grauen daran, wie er vor einigen Sommern sein Königreich hatte verkommen lassen, als er von einem teuflischen Dunkelelfenpilz abhängig gewesen war.

»Wir werden ihnen alles erklären«, meinte Mia aufmunternd und beobachtete lächelnd, wie Schwärme von Schmetterlingen über die Wiese vor ihnen flogen und in der Sonne die wildesten Tänze ausführten. Auch die Bäume waren bereits erblüht, überall tollten junge Hasen, Rehe, und hier und da sogar die scheuen Waldgnome umher.

Mia blieb stehen, schloss kurz die Augen und wenig später schwirrte eine große Gruppe von Heidefeen um sie herum. Die winzigen geflügelten Frauengestalten verharrten kurz, dann stoben sie auch schon wieder davon.

»Ich habe sie gebeten, nach Leána und Lilith zu suchen.« Sie hob bedauernd die Arme. »Ob sie das allerdings wirklich tun werden, weiß ich nicht. Sie lassen sich leicht ablenken, und wenn irgendwo eine besonders hübsche Blume blüht, kann es sein, dass mein Auftrag sofort wieder vergessen ist.«

»Trotzdem finde ich es beachtlich, dass du Elementarwesen beschwören kannst«, warf der große Zauberer mit dem langen grau-schwarzen Bart ein. »Keinem meiner Gilde ist das jemals gelungen.«

Mia lächelte zaghaft. Die Gabe, Elementarwesen zu beschwören, war ihr ausgeprägtestes Talent. Ansonsten beschränkten sich ihre magischen Fähigkeiten auf sehr einfache Zauber.

Ein lautes Geräusch ließ Darians Hand zu seinem Schwert fahren, aber dann entspannte er sich. In der Ferne stapfte nur eine Gruppe Waldtrolle durch das Unterholz, und die drei Gefährten eilten rasch weiter. Sie wollten sich nicht auf einen Kampf mit den groben Wesen einlassen, die sich zwar meist friedlich verhielten, jedoch zur Paarungszeit eine deutliche Neigung zu aggressiven Handlungen zeigten. Es dauerte nicht lange, und einige kleine Heidefeen kamen zurückgeschwirrt und tanzten aufgeregt vor Mia auf und ab.

»Sie sind ganz in der Nähe!« Sofort rannte Mia los, wobei ihr langer schwarzer Zopf wild hin und her pendelte. Selbst Darian, der wieder gut in Form und ein ausdauernder Läufer war, konnte sie kaum einholen. Nordhalan zählte bereits an die zweihundert Sommer und ging ihnen daher langsamer hinterher.

Ein strahlendes Lächeln überzog Mias Gesicht, als sie sah, wie zwei kleine Gestalten auf einem verhältnismäßig großen Pferd über die blumenübersäte Lichtung vor ihnen trabten. Ein Paar winziger brauner Wurzelgnome sprang erschrocken zur Seite, als das gräulich-braune Pferd mit der wallenden schwarzen Mähne angaloppierte und mit donnernden Sprüngen näher kam. Ein zweites dunkelbraunes Pferd, welches am Sattel angebunden war, folgte.

»Mutter!« Noch bevor der imposante Hengst richtig zum Stehen kam, war das schwarzhaarige Mädchen aus dem Sattel gesprungen und umarmte Mia stürmisch. Wenig später wurde auch Darian mit überschwänglicher Freude begrüßt und schloss seine kleine Tochter glücklich in die Arme.

Lilith, die zierliche blonde Frau mit der etwas eigenartig anmutenden Knollennase stieg langsam aus dem Sattel. »Aramia, Darian, ich bin so froh, dass ihr wohlbehalten aus dem Unterreich zurückgekehrt seid.«

Mit einem Lächeln umarmte Mia ihre Nebelhexenfreundin, während Leána Darian aufgeregt erzählte, dass sein Hengst Menhir nicht durch das Portal hätte gehen wollen, sie ihn aber dazu überredet habe. Ein schwarzer Blitz, der von links auf Leána zusprang, ließ Darian zusammenzucken. Dann jedoch erkannte er die schwarze Wölfin Fenja, die ihre kleine Freundin mit feuchten Küssen bedeckte.

»Fenja wollte unbedingt mitkommen«, sprudelte Leána los. »Und sie hat sich nicht so angestellt wie Menhir!«

»Ist denn alles gutgegangen?«, erkundigte sich Mia.

Lilith nickte und deutete auf das zweite Pferd, einen braunen Hengst, der etwas schmaler und eleganter als der kräftige Menhir war. »Liah konnte ich nicht mitnehmen, sie ist inzwischen hochträchtig, daher habe ich dir Lavos mitgebracht.«

Langsam ging Mia zu dem Pferd, das sie aus klugen Augen freundlich ansah.

»Er ist noch recht jung, aber gut ausgebildet. Ich denke, ihr werdet euch mögen.«

Zufrieden klopfte Mia dem Tier den Hals.»Ja, das denke ich auch.«

Leána hatte Darian an der Hand gefasst und zog ihn nun zu ihrer Mutter, wobei sie ununterbrochen vor sich hin plapperte.

»Hast du ihr schon erzählt, was ihre Aufgabe ist …«, begann Darian zögernd, aber Lilith schüttelte rasch den Kopf.

»Wir werden es später tun, wenn sie nicht mehr ganz so aufgeregt ist«, meinte Mia leise und streichelte ihrer quirligen Tochter über die dichten dunklen Haare.

»Was wollt ihr mir erzählen?«

»Du wirst bald deinen Großvater kennenlernen.« Mia beugte sich hinab und Leána sah sie mit ihren großen blauen Augen an.

»Ich habe einen Großvater?«

»Ja, er sieht allerdings etwas … nun ja … anders aus als wir. Er ist ein Dunkelelf und …«

Bevor sie ausgeredet hatte, erschien Nordhalan auf der Lichtung, und Leána rannte sofort freudig auf ihn zu.

»Bist du mein Großvater? Warum hast du denn gar kein Schwert? Haben alle Dunkelelfen so lange Bärte?«

Nach einem Augenblick der Überraschung nahm Nordhalan die Kleine auf seinen Arm. »Nein, ich bin kein Dunkelelf und sie tragen gar keine Bärte. Ich bin Nordhalan, ein Zauberer und Freund deiner Eltern.«

»Ach so.« Zuerst wirkte Leána enttäuscht, aber dann strahlte sie schon wieder. »Willst du auch mein Freund sein? War dein Vater vielleicht ein Zwerg, weil du so viele Haare im Gesicht hast?« Sie runzelte grübelnd ihre glatte Stirn. »Aber dafür bist du viel zu groß, es sei denn, deine Mutter war ein Bergtroll.«

»Leána, nicht alle Wesen sind aus verschiedenen Rassen entstanden«, erklärte Mia geduldig, »Nordhalan ist ein Mensch, und du wirst noch viele reinrassige Menschen kennenlernen.«

»Oh!« Nun schien sie sich ein wenig vor dem Zauberer zu fürchten und ging lieber rasch zu Darian zurück, dem sie ihre Arme um die Hüfte schlang.

»Keine Angst, Leána«, versicherte Nordhalan freundlich, »nicht alle Menschen sind schlecht.«

Sie nickte zustimmend, versteckte aber trotzdem schutzsuchend ihren Kopf an Darians Rücken.

»Komm, Leána, dein Onkel Atorian freut sich schon darauf, dich wiederzusehen, genauso wie Tagilis«, forderte Darian sie auf.

»Sie sind auch hier?« Leána begeisterte dies sichtlich, und sie fragte, ob sie auf Menhir reiten dürfe, was ihr Darian auch erlaubte. Jedoch bestand er darauf, die Zügel zu führen.

Glücklich thronte Leána auf dem großen Pferd und sah sich neugierig um, stellte dann jedoch enttäuscht fest: »Auf dem Festland sieht es gar nicht viel anders aus als auf der Nebelinsel.«

»Wo stand denn das Tor, welches aufs Festland führt?«, wollte nun Nordhalan wissen und musterte die kleine Nebelhexe Lilith unauffällig.

»Gar nicht weit von unserem Dorf entfernt«, erklärte sie mit heller, jedoch energischer Stimme. »Zwei ineinander verschlungene Eichen haben es bezeichnet, und auch auf der anderen Seite waren sehr ähnliche Bäume zu sehen. Es war faszinierend. Ich spürte nur ein kurzes Kribbeln, dann waren wir auf der anderen Seite.«

»Ich habe Cadman getroffen«, erzählte Leána und wippte im Takt von Menhirs ausgreifenden Schritten auf und ab. »Er hat sich gefreut, weil Fenja so ein hübscher großer Wolf geworden ist.«

»Wollte er nicht mitkommen?« Mia sah sich suchend um.

»Nein«, Lilith verzog ihren Mund, »ich denke, der alte Mann hat sich vor mir gefürchtet, weil ich eine Nebelhexe bin.«

Allmählich verstummten die Gespräche, und nachdem sie den ganzen Tag lang geritten waren, erreichten sie am Abend den geheimen Lagerplatz, der verborgen in einem schwer zugänglichen Tal an den Ufern des Rannocsees lag. Zusätzlich hatte Nordhalan noch einen Schutzzauber über die Siedlung gelegt, welche dem flüchtigen Betrachter vorgaukeln würde, die Halbinsel sei völlig unbewohnt. Mehrere mit Stroh oder Heidekraut gedeckte Holzhütten schmiegten sich in den Schutz hoher Bäume und Hecken; rund um das Dorf waren einige Felder angelegt worden, mit denen sich die knapp zwanzig Bewohner ihren nötigen Lebensunterhalt sicherten. Zunächst verhielt sich Leána ungewohnt ängstlich wegen der fremden menschlichen Männer, aber als sie ihren Onkel und Tagilis sah, legte sich ihre Scheu, und vor allem den Zwerg Edur schien sie sofort in ihr Herz zu schließen, denn er machte alle möglichen Scherze mit ihr und ließ sie auf seinen breiten Schultern reiten.

Nach dem Abendessen, als sich alle am Feuer in der größten Hütte versammelten, saß Leána bereits vertrauensvoll auf Nordhalans Schoß und lauschte halb schläfrig den Gesprächen der Erwachsenen, von denen sie vermutlich nicht allzu viel verstand.

Als Nordhalan ein wiederholtes Zupfen an seinem buschigen langen Bart spürte, sah er hinab zu dem kleinen Mädchen.

»Was machst du denn da?«, fragte er empört.

Leána hielt stolz seinen zu mehreren Zöpfen geflochtenen Bart in die Höhe. »Das sieht hübsch aus, außerdem hängt er dir dann nicht so leicht in der Suppe.«

Alle Anwesenden begannen laut zu lachen, während Nordhalan die Kleine mit säuerlicher Miene auf den Boden setzte.

»Mein Bart hat noch niemals in der Suppe gehangen«, betonte er.

»Vater, lässt du dir auch so einen Bart wachsen?«, bettelte sie. »Es macht Spaß, Zöpfe hineinzuflechten.«

Kopfschüttelnd und noch immer grinsend kniff Darian sie spielerisch in die zierliche Nase. »Nein, ich möchte keinen Bart tragen, und bitte lass den von Nordhalan in Zukunft in Ruhe. Ich glaube, er ist da etwas empfindlich.«

Leána seufzte abgrundtief. »Menschen verstehen einfach keinen Spaß, dass sagt Murk auch immer.«

Nur sehr mühsam gelang es Nordhalan, seine strenge Miene aufrecht zu erhalten, und als er zusah, wie die Kleine rasch auf Darians Schoß kletterte und an seiner Schulter einschlief, musste er sich eingestehen, dass er Darians Tochter schon jetzt in sein Herz geschlossen hatte.

Während Darian sich mit Torgal und Edur unterhielt, betrachtete Nordhalan ihn und Leána eingehend. Das Mädchen hatte die filigranen Züge und auch die rabenschwarzen Haare ihrer Mutter geerbt, wenngleich die von Aramia seidiger und glatter waren, Leánas Haar etwas dicker und leicht gelockt. Die großen blauen Augen hingegen stammten eindeutig von Darian, und auch ihr Lächeln erinnerte an den jungen Erben von Northcliff.

Diese kleine Familie wird es nicht einfach haben, überlegte der Zauberer bedrückt.

Noch an diesem Abend brachen hitzige Diskussionen aus, wie sie weiter vorgehen sollten, denn endlich schien die Ausführung ihres Auftrages, den sie von Merradann bekommen hatten, nicht mehr ganz unmöglich zu sein. Das Orakel – in Darians früherer Welt auch bekannt unter dem Namen Merlin – hatte sie aufgefordert, sämtliche Weltenportale in Albany zu schließen, damit Samukal keine weiteren Dämonen mehr durch diese beschwören konnte. Drei Zauberer von zwei unterschiedlichen Rassen bedurfte es, um diese Aufgabe zu bewerkstelligen. Doch erst im Dunkelelfenreich hatten sie dank Mias Urgroßvater Ray’Avan herausgefunden, dass Leána vermutlich eine Portalfinderin war. Heute beschlossen sie, in spätestens zwei Tagen zum Stein von Alahant aufzubrechen.

Doch selbst, wenn sich Leánas Fähigkeit wirklich zeigte – ob sie die Weltentore dann tatsächlich schließen können würden, schien eher fraglich. Denn noch hatten sie keine Nachricht von den Elfen erhalten, die versprochen hatten, im Frühling einen Zauberer zu schicken.

»Vielleicht wartet der Elfenmagier bereits am Stein«, mutmaßte Hauptmann Torgal und fuhr sich durch die kurzgeschnittenen grauen Haare. Darian wusste, dass Torgal all diese Magie ebenso suspekt war wie den anderen Männern, und umso höher rechnete er es ihm an, dass er zu seinem Versprechen stand, an seiner Seite um Northcliff zu kämpfen.

Langsam zerstreute sich die Menge, und die Männer zogen sich in die umliegenden Hütten zurück.

Darian hielt seine kleine Tochter im Arm und starrte grüblerisch ins Feuer. Nachdem Mia sich noch kurz und mit leise mit Lilith unterhalten hatte, trat sie zu ihm.

»Was hast du? Du wirkst so nachdenklich.«

Darian blickte zu ihr auf und betrachtete zärtlich, wie sich das Licht in ihren dunkelgrünen Augen fing und einen sanften Glanz auf ihr ebenmäßiges Gesicht zauberte.

»Leána wird niemals die Welt sehen, in der ich aufgewachsen bin«, sagte er mit leisem Bedauern. »Weißt du, vorher habe ich nicht wirklich daran gedacht, aber wäre es nicht vielleicht besser, wenn wir alle durch das Portal gingen und in der anderen Welt ein neues Leben anfingen?«

Mia zog ihren Stuhl näher zu ihm heran und streichelte ihm über die halblangen dunkelblonden Haare. »Willst du wirklich Samukal euer Königreich überlassen?«

»Nein, natürlich nicht«, gab er zu und schämte sich plötzlich seiner eigennützigen Gedanken. »Aber Leána ist noch so klein. Vielleicht wäre sie in der anderen Welt sicherer.«

»Ich weiß nicht, Darian, ich habe einige Zeit dort gelebt, und ich fand die andere Welt nicht sonderlich sicher.« Dann lachte sie plötzlich auf. »Und kannst du dir Tagilis, deinen Bruder oder Torgal und Nassàr vielleicht als normale Angestellte in einem Büro in London oder Edinburgh vorstellen? Mal abgesehen davon wären wir auch dort immer auf der Flucht, denn wir alle werden sehr viel älter als normale Menschen, und das würde irgendwann auffallen.«

»Du hast schon Recht.« Die Worte seiner Gefährtin hatten ein Lächeln auf sein Gesicht gezaubert. »Die drei würden vielleicht einige Zeit als verkappte und schrullige Antiquitätenhändler durchgehen«, scherzte Darian, wurde aber sogleich wieder ernst und seufzte tief. »Ich weiß, unsere Aufgabe liegt hier, und wir werden sie meistern!«

Aufmunternd drückte Mia seine Hand, dann nahm sie ihm ihre tief und selig schlafende Tochter aus dem Arm und legte sie sanft in eines der einfachen Holzbetten.

Nachdem es dunkel geworden war, erschien Zir’Avan, Mias Vater, in der Hütte. Aus dem Schatten jenseits des Feuerscheins kristallisierte sich die hochgewachsene, schlanke Gestalt des Dunkelelfen heraus, dessen Haut von deutlich dunklerer Farbe war als die der Menschen. Seine langen anthrazitfarbenen Haare hingen ihm bis beinahe zur Hüfte. Mal wieder beeindruckte Darian Zir’Avans eigenartige Aura aus Unerbittlichkeit, Würde und Stolz, wie er hochaufgerichtet, mit gestrafften Schultern dort in der Tür stand, und alles und jeden mit seinem durchdringenden Blick musterte. Dieses Wesen war ganz sicher der tödlichste Gegner, den man sich vorstellen konnte mit ganz eigenen, für Menschen häufig kaum nachvollziehbaren Moralvorstellungen. Jetzt trat der Dunkelelf leise und behutsam an Leánas Bett.

»Dies ist meine Enkeltochter?«, fragte er kaum hörbar und ein zärtlicher Ausdruck trat auf sein sonst so beherrschtes und meist unbewegtes Gesicht.

Mia lächelte stolz, und Darian war froh, dass sie sich jetzt besser mit ihrem Vater verstand. Vor nicht allzu langer Zeit hatte sie Zir’Avan nur Verachtung und Hass entgegengebracht, aber seitdem er ihr und ihren Gefährten im Unterreich sehr geholfen hatte, begann sie ihm langsam zu vertrauen.

»Ich bin von großem Stolz erfüllt. Dieses kleine Wesen ist wundervoll.«

»Warte nur, bis sie wach ist und anfängt, deine Haare zu Zöpfen zu drehen oder ähnlichen Unsinn«, warnte Darian schmunzelnd, was Zir’Avan jedoch nicht davon abhielt, sie weiterhin fasziniert zu betrachten.

Nur sichtlich ungern riss er sich von ihr los.

»Die Nacht bricht herein, wir sollten mit dem Training beginnen«, wandte er sich dann an Darian.

Ebenso wie die anderen Männer hier, übte dieser sich nun schon seit geraumer Zeit mit Zir’Avan im Schwertkampf, denn der Dunkelelf war ein Meister darin und konnte ihnen allen wertvolle Ratschläge geben. Torgal und seine Männer hatten zwar noch immer Vorbehalte gegen den Dunkelelfen, doch da er ihnen bislang keinen Anlass gegeben hatte, der ihr Misstrauen bestätigt hätte, nutzten sie diesen unerwartete Gelegenheit.

Da Zir’Avan das helle Tageslicht unangenehm war, warteten sie meist bis zum Einbruch der Nacht, entzündeten dann Feuer in dem verborgenen Tal und trainierten mit hölzernen Übungswaffen – mit richtigen Waffen wäre der Kampf gegen Mias Vater viel zu gefährlich gewesen. Auch heute ließ Zir’Avan sie Angriff und Verteidigung gegen die den Dunkelelfen eigenen wirbelnden Schläge üben. Obwohl Darian wusste, dass Zir’Avan nur mit halber Kraft angriff, sah er, dass Torgal, Nassàr und Fendor schon nach kurzer Zeit völlig erschöpft waren.

Darian selbst hielt sich ein klein wenig besser, da er bereits mit Bas’Akir geübt hatte, aber auch er wusste, dass er noch viel zu lernen hatte. Der Beste von ihnen war Atorian, dessen Klinge nur so durch die Luft zischte und der Zir’Avans Attacken meist zielsicher parierte. Leichte Eifersucht machte sich in Darian breit, und er nahm sich vor, härter zu trainieren. Allerdings hatte Atorian auch schon über zweihundertfünfzig Sommer und Winter Zeit gehabt, um seine Kriegskunst zu perfektionieren. Rein äußerlich wirkte er dabei nicht viel älter als Darian, der Anfang dreißig war. Die Erben von Northcliff konnten durchaus bis zu fünfhundert Jahre alt werden, wenn sie nicht vorher getötet wurden, und alterten auch rein äußerlich entsprechend langsam.

Die Männer und Mia hatten bereits eine ganze Weile trainiert und langsam, aber sicher erlahmten besonders die Schläge von Torgal und den älteren Männern. Gerade wollte Darian vorschlagen, das Training zu beenden, als die Männer ohnehin innehielten, denn plötzlich stand Leána vor ihnen, nur in ein dünnes Hemdchen gekleidet und mit zerzaustem Haar.

»Darf ich auch mitmachen?«, fragte sie begeistert, dann fiel ihr Blick auf Zir’Avan und sie ging ohne Scheu auf ihn zu. »Du hast dunkle Haut, so ähnlich wie eine Sumpfnyade«, stellte sie fest.

Zunächst schien Zir’Avan der Vergleich mit einer Sumpfnyade zu missfallen, dann zeichnete sich allerdings ein Schmunzeln auf seinem Gesicht ab. »Mein Name ist Zir’Avan, und ich bin dein Großvater.«

»Bringst du mir bei, auch so gut mit dem Schwert zu kämpfen?«, bat sie und fasste an den Griff seiner schlanken Elfenklinge.

»Natürlich, meine Kleine.« Sichtlich erfreut über das Interesse seiner Enkeltochter versprach er: »Ich werde dir ein kleines Schwert aus starkem Holz schnitzen.«

»Sie ist erst sechs, das kann noch warten«, mischte sich Darian jetzt ein und fasste seine Tochter an den Schultern.

»Kinder meines Volkes erhalten bereits in ihrem dritten Sommer ein Schwert.« Unverständnis stand in Zir’Avans Zügen.

»Leána ist aber keine Dunkelelfe.«

Beruhigend legte Mia ihrem Gefährten eine Hand auf die Schulter. »Auch auf der Nebelinsel hat sie schon spielerische Kämpfe mit den anderen Kindern ausgetragen, es wird ihr nicht schaden.«

»Mia, sie ist ein kleines Mädchen, das kann doch nicht dein Ernst sein!«

Mia nahm Darian an der Hand und führte ihn etwas abseits. »Es ist wichtig, dass Leána lernt, sich zu verteidigen. Sie hat Dunkelelfenblut in sich und wird sicher eine gute Kriegerin werden.«

»Sie ist …«, er fuchtelte wild in ihre Richtung, »klein und zart. Leána kann warten, bis sie meinetwegen fünfzehn oder sechzehn ist.«

»Sie soll ja noch nicht in einen richtigen Kampf ziehen. Aber jetzt lernt sie leichter und spielerisch, und Zir’Avan ist ein hervorragender Lehrmeister.«

Darian behagte die Vorstellung, dass Leána eine Kriegerin werden sollte überhaupt nicht, aber da er sich freute, dass Mia ihren Vater zu akzeptieren begann, willigte er schließlich ein. Nach längerem Nachdenken musste er sich auch eingestehen, dass es gut war, wenn Leána schon jetzt mit dem Training begann. Sicher, sie war ein kleines Kind, aber in dieser Welt war es wichtig, von Kindesbeinen an mit dem Schwert vertraut zu sein. Er selbst hatte den Umgang mit der Waffe erst mühselig und unter großer Anstrengung erlernen müssen, als er mit fünfundzwanzig hierher gekommen war.

Sie wird es leichter haben als ich, dachte er, wenngleich er sich kaum auszumalen wagte, dass dieses niedliche kleine Mädchen eines Tages gezwungen sein würde, jemanden zu töten. Aber das wäre wohl immer noch besser, als selbst getötet zu werden.

Im Augenblick sprang Leána wild um Edur herum und versuchte, ihn am Bart zu fassen.

»Musst du nicht eigentlich längst schlafen?«, keuchte der Zwerg irgendwann entnervt.

»Nein, ich habe Dunkelelfenblut in mir, ich kann viel länger wach bleiben«, erwiderte sie selbstbewusst, und setzte ihre Jagd fort.

Schließlich gab sich der junge Zwerg geschlagen. »Gut, aber ich bin kein Dunkelelf und muss ins Bett.«

»So, und wir haben jetzt noch das Vergnügen, Wache zu halten«, meinte Nassàr, eine Grimasse schneidend, zu seinem Freund Fendor. Als Mia und ihr Vater anboten, dies für sie zu übernehmen, schoben die beiden Männer trotzig ihr Kinn vor und schüttelten die Köpfe. Kurz drauf löste sich die Gruppe auf, und jeder verschwand in die umliegenden Hütten.

Langsam schritten Nassàr und Fendor zwischen den in Dunkelheit liegenden Holzhütten hindurch und überquerten den schmalen Damm, der aufs Festland führte. Ihr Lager, das während der letzten sechs Sommer und Winter zu einem kleinen Dorf angewachsen war, war nahezu perfekt vor feindlichen Blicken geschützt. Diese Insel lag am Rande eines Sees, war von Bäumen und Büschen bewachsen, und das Tal war nur durch einen Pass in den Bergen zugänglich.

»Besser wir halten selbst Wache als ein – Dunkelelf«, sprach Fendor Nassàrs Gedanken aus.

»Da hast du Recht.« Der alte grauhaarige Krieger fuhr sich über den Dreitagebart. »Seine Kampfkunst ist beeindruckend, aber ich würde ihm nicht mein Leben anvertrauen.«

Einträchtig umrundeten die Männer den See, um zu dem Pass zu gelangen, der hinauf in die wilden Berge führte.

»Ich wünschte, die kleine Kaya käme wieder vorbei«, begann Fendor irgendwann und blickte sehnsüchtig in den sternenübersäten Frühlingshimmel. Die junge Frau hatte vor einigen Monden den verletzten Tagilis von Ilmor zum Rannocsee begleitet und war kurze Zeit geblieben – nicht ohne mit ihrer quirligen und unkomplizierten Art allen Männern den Kopf zu verdrehen. Leider war sie dann jedoch wieder nach Ilmor abgereist.

»Meinst du nicht, sie ist etwas zu jung für dich?«, entgegnete Nassàr grinsend.

»Ach was, ich bin noch gut in Form.« Fendor fuhr sich durch das noch immer volle braune Haar. »Außerdem sehe ich jünger aus.«

»Ha, ha, wenn, dann kommt sie eher wegen dieses Halbelfen zurück. Sie hat ihm ganz schön glühende Blicke zugeworfen.«

»Was?« Fendor sah seinen Freund entsetzt an, bemerkte dann aber, dass dieser ihn nur aufziehen wollte.

»Blödsinn, Tagilis ist …« Der Krieger beendete seinen Satz nicht, sondern deutete schaudernd auf den nahen See, wo der Halbelf am Ufer saß, eine durchscheinende Gestalt vor sich, mit der er sich offensichtlich unterhielt. Die schwachen Strahlen des Mondlichts genügten, um die Umrisse der schwebenden Frau auf geisterhafte Weise nachzuzeichnen. »Das ist aber schon gruselig, oder?«

Mit einem Gefühl der Beklemmung nickte Nassàr. Als erfahrenen Krieger von über sechzig Sommern erschreckte ihn so schnell nichts, aber ein Halbelf von der Nebelinsel, der einen Geist als Gefährtin hatte, war doch etwas zu viel.

»Das sind eigenartige Zeiten, Fendor. Wir sind mit Nebelhexen, Dunkelelfen und anderen Halbwesen verbündet, am Ende wird noch ein Bergtroll zu unseren Gefährten zählen.«

Belustigt schlug Fendor seinem Freund auf die Schulter, und sie machten sich an den Aufstieg, um den Zauberer Nordhalan und ihren Gefährten Markat abzulösen, die am Eingang zum Tal Wache gehalten hatten…

Ende (von Kapitel 1)

Copyright (c) 2011/2012 by Aileen P. Roberts

Anmerkung der Redaktion: Wer wissen möchte, wie es weitergeht, der erfährt es in diesem Buch der Autorin, eine Rezension zur Unterstüzung anbei, Bestellmöglichkeiten über die Bestellinks:

Aileen P. Roberts
Im Schatten der Dämonen
Weltennebel 3

Wilhelm Goldmann Verlag, München, 1. Auflage: 02/2012
TB 47590, Urban Fantasy
ISBN 978-3-442-47590-2
Titelgestaltung von UNO Werbeagentur, München unter Verwendung eines Motivs von Jürgen Gawron
Karte von Andreas Hancock

www.goldmann-verlag.de
www.aileen-p-roberts.de
www.andreas-hancock.de

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei Libri.de

Als der Student Darian von Mia, einer Kommilitonin, erfährt, dass er in Wahrheit der lange verschollene Königssohn von Albany ist, glaubt er ihr zuerst kein Wort. Doch schneller, als es dem jungen Mann lieb ist, wird die für ihn fiktive Welt, von der Mia erzählt, zur Wirklichkeit. Zu seinem Entsetzen entpuppt sich sein Adoptivvater Samukal als Mörder seiner Eltern und als mächtiger Zauberer. Fehenius der Bruder Samukals, schafft es zudem, dass Darian bei seinem Volk in Ungnade fällt. Mit Mias Hilfe gelingt es Darian, seinen tot geglaubten Bruder Atorian zu befreien, der in einem unterirdischen Gefängnis vor sich hinvegetierte. Der Zauberer Nordhalan schließt sich ihnen an. Gemeinsam reisen die Brüder mit Mia ins Reich der Dunkelelfen. Mias Vater will ihnen helfen, einen Zauberer unter den Dunkelelfen zu finden, denn nur so können sie Samukal besiegen.

Samukal hat sich mit mächtigen Dämonen eingelassen. Während Atorian und Darian den Widerstand gegen Fehenius und Samukal organisieren, verliert der Zauberer nach und nach die Kontrolle über die Wesenheiten, die er herbeigerufen hat. Diese richten fürchterliches Unheil unter der Bevölkerung an. Darian bleibt nur eine Möglichkeit: Er muss die verschwundenen Drachen finden und nach Albany zurückbringen; bloß dann haben die Gefährten eine Chance, Samukal und seine Schergen zu besiegen.

Der dritte Teil ist noch düsterer als seine beiden Vorgänger. Die Autorin verschärft den Ernst der Lage zusehends. Ihre Protagonisten beginnen, sich weiter mehr zu entwickeln. Allen voran der mächtige Zauberer. Samukal, der Gegenspieler und Erzfeind Darians, verliert an Boden, als ihm die Kontrolle über die Geister bzw. Dämonen, die er rief, entgleitet. Der große Zauberer fängt allerdings an zu begreifen, dass eine viel mächtigere Figur die Fäden hinter den fürchterlichen Aktionen zieht, die diese Schreckgespenster ausführen. Ein Sinneswandel setzt bei diesem machtbesessenen Mann ein. Darian ist ihm ans Herz gewachsen, und da er ihn wie einen Sohn großgezogen hat, liebt er ihn auch wie einen Sohn. Das wird dem Zauberer klar, als er selber nicht mehr in der ersten Reihe mitspielt.

Atorian findet endlich die Wiedergeburt seiner großen Liebe. Das entspannt die Situation zwischen ihm und Mia. Diese ist einfach froh, dass der Bruder ihres Liebsten endlich aufhört, ihr Avancen zu machen. Das Verhältnis zwischen Mia und ihrem Vater wird immer besser. Dieser gesteht der jungen Frau, dass er ihre Mutter aufrichtig geliebt hat. Die Umstände ihrer Trennung ergeben endlich Sinn für Mia. Der Groll, den sie die ganze Zeit in ihrem Herzen pflegte, beginnt, sich aufzulösen. Darian ist froh, dass Atorian noch lebt, denn nun muss er nicht mehr auf den Thron zurückkehren. Er will bei Mia bleiben und mit ihr und ihrer beider Tochter zusammenleben. Die Protagonisten, die nur als Nebenfiguren auftreten, sind mit ihrem Handeln genauso agil und real eingebunden wie die Hauptfiguren des Dreiteilers. Durch viele kleine Aktionen und einigen Situationen, in der die Autorin ihre Figuren wirken lässt, bekommen diese mehr Tiefe. Natürlich hat Aileen P. Roberts reichlich Fallstricke für ihre Protagonisten aufgespannt und nicht jeder bekommt das, was er eigentlich verdient. Sei es denn im Guten oder im Bösen.

Mit dem dritten und letzten Teil der „Weltennebel“-Trilogie verabschiedet sich die Autorin mit einem fulminanten Abenteuer und Finale von ihren Figuren. Das Ende ist derart offen gesetzt, das eins sicher sein dürfte: Dies ist bestimmt nicht der letzte Besuch von Aileen P. Roberts in Albany. Wenn sie wieder einen Weg dorthin findet, dürfen die Leser sie bestimmt begleiten, um bekannte Gestalten wie Darian oder Mia ein Stück weit ihres Weges zu begleiten. Wer „Thondras Kinder“, ebenfalls von der Autorin, oder die Trilogie „Die Gilde der schwarzen Magier“ von Trudi Carvan, schätzt wird sich mit diesem Buch spannende Lesestunden schenken.

Copyright der Rezension © 2012 by Petra Weddehage (PW)

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei Libri.de

ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln unter Storys unserer Community-Autoren, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens einen Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

Abgelegt unter Autorenwerkstatt, Buchrezension, Bücher, Diskussionen, Fantasy, Jugend, Nominierungen (sfb), Storys | 3 Kommentare »

Christopher Paolini schließt seine Lesereise in Deutschland mit Erfolg ab!

Erstellt von Detlef Hedderich am 24. April 2012

München, 23. April 2012. Eben noch haben sie lautstark den Saal gestürmt und energisch um die besten Plätze gekämpft. Jetzt hängen 400 glänzende Augenpaare mucksmäuschenstill an den Lippen des jungen Mannes auf der Bühne und lauschen gebannt seinen Ausführungen auf Zwergisch. Seine zwergische Aussprache, sagt er, sei um einiges besser als seine elfische, denn da habe er einen grauenhaften Akzent.

Die Rede ist von niemand anderem als Christopher Paolini, dem Autor der internationalen Bestseller-Saga “Eragon” – in Deutschland erschienen beim cbj-Verlag. Zum Erscheinen des vierten und letzten Bandes “Eragon – Das Erbe der Macht” geht der 28jährige auf Europatournee und hat am vergangenen Wochenende mit drei Lesungen in München, Köln und Berlin den Auftakt gesetzt. Folgen werden Amsterdam, Barcelona, Madrid, Paris, Prag, Mailand, Turin und Rom.

Bestens gelaunt, schwungvoll und stets mit offenem Ohr für alle Fragen und Kommentare seiner Leser, begeisterte Christopher Paolini die insgesamt über 1000 Fans in den ausverkauften Häusern von Hugendubel, der Mayerschen Buchhandlung und Thalia. Das Publikum war dabei so vielfältig wie Paolinis Fantasy-Welt Alagaësia: Vom blutjungen Eragon-Leser, der mit seinen acht Jahren bereits alle vier Bände verschlungen hat, über den 15jährigen Profi mit Spezialwissen, der sich an einem eigenen Fantasy-Roman versucht, bis hin zum erwachsenen Fan, der die Saga zusammen mit seinen Kindern liest.

Zusammen mit Moderator Marc Langebeck, der gekonnt durch alle Veranstaltungen führte, und Andreas Fröhlich, dem sympathischen Sprecher der Eragon-Hörbücher (cbj audio), stellte der Autor den finalen Drachenreiter-Band vor und ging ausführlich auf alle Fragen der Fans ein. Und davon gab es viele. Egal ob spezielle inhaltliche Fragen zur Welt von Alagaësia, Anmerkungen vermeintlich logischer Fehler oder die Bitte um Tipps für junge Autoren – Christopher Paolini beantwortete jede einzelne Wortmeldung im Detail. Am Ende jeder Lesung nahm er sich mehrere Stunden Zeit fürs Signieren, damit jeder seine geliebten Bücher mit der begehrten Unterschrift in Händen halten konnte.

Den Fans wird der Abend sicher als etwas ganz Besonderes im Gedächtnis bleiben. Nicht zuletzt, weil sie ihren Star als sympathischen jungen Mann kennenlernen durften, der sich aufrichtig für sie interessiert. An einen bestimmten Satz des Autors werden sie sich jedenfalls ganz bestimmt erinnern: “Wait for book five!”

Ja, es wird einen fünften “Eragon”-Band geben, in dem Christopher Paolini nach Alagaësia zurückkehren und einige der offen gebliebenen Handlungsstränge aufnehmen wird. Bevor er sich jedoch diesem Thema widme, so der Autor, werde er ein ganz anderes Buchprojekt in Angriff nehmen. Man darf also gespannt sein.

Abgelegt unter Diskussionen, Fantasy, Film und TV, Jugend, News, Pressemeldungen, Veranstaltungen, cbj Verlag | Keine Kommentare »

Linda Chapman & Lee Weatherly: Der vergessene Ort. Schattenwald Geheimnisse 2. – BEI UNS DREIMAL IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 23. April 2012

Linda Chapman & Lee Weatherly
Der vergessene Ort
Schattenwald Geheimnisse 2

Sophie and the Shadow Woods: The Swamp Boggles (2011)
cbj Verlag
ISBN 978-3-570-15369-7
Fantasy, Kinder & Jugend
Erschienen 2012
Übersetzer Bettina Spangler
Titelbild Timo Grubing
Illustrationen Timo Grubing
Umfang 128 Seiten

www.cbj-verlag.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Autorenporträt

Linda Chapman, geboren 1969 in Liverpool, gehört zu den erfolgreichsten englischen Kinderbuchautorinnen. Ihren größten Erfolg in Deutschland feierte sie mit der Serie “Sternenschweif”. Sie lebt mit ihrem Mann, drei Kindern und zwei Hunden in einem kleinen Dorf in Leicestershire.

Lee Weatherly wurde in Little Rock, Arkansas, geboren und lebt seit 1995 in England. Sie arbeitete in vielen verschiedenen Jobs, bevor sie sich ihren Traum erfüllte und begann, Kinderbücher zu schreiben. Lee Weatherly lebt heute mit ihrem Mann, ihrem getigerten Kater Bernard und vielen tausend Büchern in Hampshire.

Die Reihe “Schattenwald-Geheimnisse” haben sie gemeinsam entwickelt und geschrieben.

Vorwort

Mit “Der vergessene Ort” liegt der zweite Band der Schattenwald Geheimnisse vor. Der erste Band “Wald der tausend Augen” ist im Februar 2012 im cbj-Verlag erschienen.

Zum Buch

Sophie hat sich schon ein wenig an ihr neues Wächterdasein gewöhnt und kämpft auch schon recht erfolgreich gegen die Schattenwesen. Gerade erst konnte sie sich gegen den fiesen Koboldkönig Ug und seine Gefolgschaft zur Wehr setzen, als ihr schon die nächste Herausforderung ins Haus steht. Der Koboldkönig hat sich bei den Sumpfschrecken Hilfe gesucht und diese machen Sophie nun das Leben schwer. Nicht nur das diese Gefährten besonders schleimig sind, auch Sophies Wächterkräfte scheinen gegen sie nicht zu funktionieren. Sophies ist schon am Verzweifeln, als Sam eine rettende Idee hat …

Fazit

Auch der zweite Band rund um Sophie und Sam bringt viel Spannung für junge Fantasyfans. Schnell werden die Kinder in eine fabelhafte Welt entführt voller düsterer Wesen, zauberhafter Geheimnisse und magischer Juwelen. Gleichbleibende Charaktere erleichtern die Orientierung in der Geschichte und die schauderhaften Kreaturen werden langsam aber stetig erweitert. Mit jedem Band rund um den Schattenwald scheint dieser für den Leser ein kleines Stück zu wachsen und seine Kräfte mehr und mehr zu entfalten. Schöne Illustrationen runden auch diesen Band ab und geben allen einen guten Einstieg, die den ersten Band verpasst haben.

Eine gelungene Fortsetzung, rund um den unheimlichen Wald mit seinen verwunschenen Kreaturen.

Copyright © 2012 by Yvonne Rheinganz

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Gegen wen oder was scheinen Sophies Wächterkräfte nicht zu funktionieren? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

Abgelegt unter Buchrezension, Bücher, Diskussionen, Fantasy, Jugend, cbj Verlag, laufende Preisrätsel | Keine Kommentare »