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Literatur-Blog

Archiv für die 'eBooks' Kategorie

Beer, Ulrich: Zivilcourage – BEI UNS DREIMAL IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 10. Mai 2012

Beer, Ulrich
Zivilcourage


Verlag :      Centaurus Verlag & Media
ISBN :      978-3-86226-079-9
Einband :      Paperback
Preisinfo :      5,80 Eur[D] / 5,80 Eur[A] / 7,00 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 15.09.2011
Seiten/Umfang :      ca. 50 S. – 17,0 x 12,0 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      11.2011
Aus der Reihe :      Centaurus Pocket Apps 12

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei Libri.de

Verkaufshinweise: Knapp und kompetent werden psychologische, persönliche, soziale, aber auch gesellschaftliche, ethische, pädagogische oder kritische Themen und Sachfragen angesprochen. Die Centaurus Pocket Apps gehen vielfältige Probleme in allen Lebenslagen an, bieten Denkanstöße und zeigen praktikable Lösungswege auf.

Die nützlichen Soforthelfer sind sowohl gedruckt erhältlich, als auch in Apples iTunes Store oder als E-Book verfügbar. 5,80 Eur[D]

Eine Frau wird in der U-Bahn bedroht. Soll und kann ich helfen?

Ein sechzehnjähriges Mädchen wird in der S-Bahn zwischen Bochum und Dortmund von drei siebzehn- bis zwanzigjährigen jungen Männern sexuell belästigt. Schließlich nehmen die drei ihr noch Handy, Schuhe und Geldbörse weg. Das Mädchen verließ auf Socken den Zug. Die Täter entkamen unbehelligt. Zivilcourage ist bei uns noch viel zu ungeübt und zugegebenermaßen auch nicht immer ungefährlich. Darum wohl schauen die meisten weg und mögen weder Haut noch Ruf riskieren. Aber offenbar ist auch eine in Jahrzehnten entwickelte Demokratie, ein Netz, das auf Freiheit und Gleichberechtigung beruht, von Zeit zu Zeit auf diese Risikoakte zivilen Mutes angewiesen. Risiko ist der Preis der Freiheit! Sollten wir dies vergessen oder verdrängen, so verspielen wir damit auch Stück um Stück politische Moral und Menschenrechte. Kommt eine Gesellschaft erst einmal auf die schiefe Bahn, beschleunigt sich ihr Absturz ständig. Wodurch wird ein mutiges Engagement in unserer Gesellschaft erschwert?

Dr. phil., Prof. h.c.Ulrich Beer war Diplompsychologe, Graphologe und Referent der SWR Tele-Akademie. Er schrieb über 100 Bücher, die zum Teil in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Bekannt wurde er als psychologischer Kommentator der ZDF-Sendung „Ehen vor Gericht“.

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Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Der Titel ist auch als E-Book erhältlich, was kostet die E-Book-Version? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

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Lau, Christoph / Kramer, Ludwig: Lottoglück – BEI UNS DREI EXEMPLARE IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 10. Mai 2012

Lau, Christoph / Kramer, Ludwig
Lottoglück

Verlag :      Centaurus Verlag & Media
ISBN :      978-3-86226-082-9
Einband :      Paperback
Preisinfo :      5,80 Eur[D] / 5,80 Eur[A] / 7,00 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 15.09.2011
Seiten/Umfang :      ca. 56 S. – 17,0 x 12,0 cm
Produktform :      B: Buch
Erscheinungsdatum :      04.11.2011
Aus der Reihe :      Centaurus Pocket Apps 10

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Verkaufshinweise: Knapp und kompetent werden psychologische, persönliche, soziale, aber auch gesellschaftliche, ethische, pädagogische oder kritische Themen und Sachfragen angesprochen. Die Centaurus Pocket Apps gehen vielfältige Probleme in allen Lebenslagen an, bieten Denkanstöße und zeigen praktikable Lösungswege auf.

Die nützlichen Soforthelfer sind sowohl gedruckt erhältlich, als auch in Apples iTunes Store oder als E-Book verfügbar. 5,80 Eur[D]

Wie werde ich Millionär – ohne Millionen?

Hast du im Lotto gewonnen? Wohl jeder von uns hat diese Frage schon einmal gehört oder selbst gestellt. Man hört sie immer dort, wo einem Menschen der Anlass seines offensichtlichen Glücks nicht anzusehen ist: Du siehst so glücklich aus, hast du im Lotto gewonnen? Meist ist es natürlich etwas ganz anderes und der Fragesteller wird auch kaum ernsthaft mit einer bestätigenden Antwort rechnen, vielmehr zeigt sich in dieser Redewendung, wie sehr das Lotto alltagssprachlich mit dem menschlichen Glück gleichgesetzt wird.

CHRISTOPH LAU, geboren 1973 in Berlin. Arbeitet als Diplom-Sozialpädagoge. Im Frühjahr 2005 schloss er sein Studium zum Master of Social Work mit einer Untersuchung über die Lebensgestaltung von Lottomillionären ab.

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E-Roman schafft neue Weltsicht zum Thema Multiversum!

Erstellt von Detlef Hedderich am 16. April 2012

Mannheim, 15. April 2012

Ab heute sind die ersten beiden Teile der neuen Romanreihe als kostengünstiges E-Book in den Formaten pdf, azw, epub, mobi und prc überall im Internet erhältlich.

In dem ersten Teil »Das Fluidum – Die Bewahrer der Angst« (ISBN 978-3-8472-1206-5) wird von dem alten Leergutsammler Jan berichtet, der sein Leben eigentlich so richtig satt hat. Doch eines Tages besucht ihn eine junge Frau, die ihn für eine bizarre Mission gewinnen möchte. Er schmeisst sie aus seiner kleinen Kellerwohnung. Doch der Besuch der jungen Frau verändert sein Leben völlig. Unerklärliche Phänomene verwirren Jan. Mysteriöse Schattenwesen bedrohen und töten ihn fast. Ein kleiner Hund rettet sein Leben. Jans Leben wird mit jeder Seite des Buches verrückter.

Der zweite Teil »Das Fluidum – Die entfesselte Finsternis« (ISBN: 978-3-8472-1207-2) schliesst nahtlos an den ersten Teil des Abenteuers an. Jan ist verschollen. Hundewürgende Bestien jagen verängstigte Hunde. Schatten verbannen die Menschen in ihre Angst. Hoch entwickelte Zivilisationen in parallelen Welten, sie drängen in unser Dasein. Ein kühler Luftzug in deinem Nacken, er könnte das Letzte sein, bevor du stirbst. Die beiden ersten Teile des Fluidums sind bei tredition in Hamburg erschienen. Man kann die E-Books in fast allen Shops im Internet erhalten. Ebenso gibt es zur Romanreihe eine eigene Homepage mit Leseproben, Forum und weiteren Informationen unter http://www.das-fluidum.de

Der Autor Alexander Rossa ist bei Fans des Genre nicht unbekannt. Der gebürtige Flensburger hat bereits mehrere Sachbücher und Romane verfasst und bei verschiedenen Verlagen veröffentlicht. Ebenso wurde der 1967 geborene Mannheimer Informatiker durch sein »Tagebuch eines toten Kindes« bekannt. Presse, Funk und Fernsehen berichteten davon.

Weitere Informationen zu Alexander Rossa finden Sie unter: http://www.der-narr.de

Rezensionsanfragen
Für Rezensionsanfragen wenden Sie sich bitte direkt an den Verlag: http://www.tredition.de

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Neobooks – Die Rache der Jägerin von Kelly Meding Roman. epub eBook oder: Format: Kindle Edition – BEI UNS FÜNF STÜCK IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 3. April 2012

Neobooks – Die Rache der Jägerin von Kelly Meding
Roman.
epub eBook
oder:
Format: Kindle Edition

EAN: 9783426404287
Titel bei Libri.de Format: EPUB
oder
Titel bei amazon.de Format: Kindle Edition
Roman.
Übersetzt von Simon Weinert
Knaur eBook

April 2012 – epub eBook – 500 Seiten

KURZINFO:
Evangeline ist eine der besten Jägerinnen von übersinnlichen Kreaturen – und sie dachte immer, dass sie auf der richtigen Seite kämpft. Das ändert sich, als ihre ehemaligen Verbündeten einen friedlichen Clan von Gestaltwandlern töten und auch die Jagd auf Evangeline eröffnen. Niemand glaubt, dass sie das lange überleben kann. Aber eine Frau wie Evangeline sollte man niemals unterschätzen -

PRESSEINFO:
„Die Rache der Jägerin“ ist der zweite magische Thriller von Kelly Meding nach „In drei Tagen bist du wieder tot“ – ein Muss für alle Urban-Fantasy-Fans, die Hochspannung lieben!

Schnell, actionreich, cool – Die Geschichte um Evangeline Stone, die toughe und doch sympathische Heldin geht nun weiter!

Nach dem Sieg über den machthungrigen Elfen Tovin hoffen Evangeline „Evy“ Stone und Wyatt Truman auf ruhigere Zeiten – doch da haben sie sich wohl zu früh gefreut. Kaum haben sie sich in die Wohnung von Chalice zurückgezogen, werden sie von dem unerwarteten Besucher Phin überrascht, der zu den Kauzlingen gehört und Schutz von Evy erbittet. Aus Gewissensgründen willigt sie ein – denn die Kauzlinge sind von den Triaden getötet worden, um Druck auf Evy auszuüben. Hätte sie sich damals gestellt, könnten viele von ihnen heute noch leben.

Evy verspricht Phin, die Verantwortlichen ausfindig zu machen, damit er sie ihrer gerechten Strafe zuführen kann. Ein Versprechen, das ihr und Wyatt einigen Ärger einhandelt – denn die Nachforschungen bringen sie nicht nur in höchste Gefahr, sondern sorgen auch dafür, dass sie sich immer näher kommen. Aber sind es wirklich Evys eigene Gefühle, oder reagiert nur ihr neuer Körper auf Wyatt? Könnte dies etwa bedeuten, dass Chalice wieder zum Leben erwacht und Evys Geist verschwinden lässt?

DIE AUTORIN:
Kelly Meding lebt in der Nähe von Ocean City in Maryland, USA. Sie arbeitet Teilzeit bei einem großen Möbelhaus, um ihre Rechnungen zu bezahlen, und schreibt in jeder freien Minute, um den Teilzeitjob möglichst bald aufgeben zu können.

BEI BESTELLUNGEN ÜBER DEN LIBRI.DE-BESTELLINK:

Dieses eBook können Sie auf allen Geräten lesen, die epub- und DRM-fähig sind. z.B. auf dem Sony Reader – nicht auf dem Kindle.
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-Aus diesem eBook dürfen Sie keine Texte kopieren.
-Dieses eBook dürfen Sie nicht ausdrucken.
-Dieses eBook können Sie 1 Mal herunterladen.

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Preisrätsel 5 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare (als e-book-Datei!)  erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Die Rache der Jägerin“ ist der zweite magische Thriller von Kelly Meding. Wie hieß der Vorgänger? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 500 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

ACHTUNG: DIE E-MAILS DER FÜNF GEZOGENEN GEWINNER WERDEN VON UNS DIREKT AN DEN VERLAG GEMAILT. KLÄREN SIE DORT BITTE ALLES BEZÜGLICH IHRER ANSCHRIFT UND DAS GEWÜNSCHTE FORMAT DER GEWONNENEN E-BOOK-DATEI. BEDENKEN SIE: EGAL WELCHES FORMAT SIE DORT ANFORDERN – SIE BRAUCHEN IN JEDEM FALLE EIN LESEGERÄT ODER SIE MÜSSEN EIN ANZEIGEPROGRAMM RUNTERLADEN UM DAS BUCH AM PC  LESEN ZU KÖNNEN!

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Buchrezension von Carl Reiner Holdt zu Werner Karls “Danger Zone – Science-Fiction Stories”

Erstellt von Detlef Hedderich am 1. März 2012

Werner Karl
Danger Zone – Science-Fiction Stories
Eine Hommage an The Twilight Zone®

(sfbentry)
Tredition, Erscheinungsdatum: 05.04.2011
Science Fiction
ISBN: 978-3-8424-0091-7
Bindung: Paperback
Seitenanzahl: 188
Titelbild von Crossvalley Smith “2 Million Lightyears from Home”
s/w-Illustrationen von Dennis Glies (1) und Antje Jürgens (2-5)

http://sfbasar.filmbesprechungen.de/fantasy/autorenportrat-werner-karl/
http://www.crossvalley-design.de/

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Danger Zone ist eine Hommage an Twilight Zone®, einer Kult-Serie aus den 50er und 60er Jahren, noch bevor Klassifizierungen wie SCI-FI, Fantasy oder Phantastik üblich waren. Sie lief daher in Deutschland unter dem Titel „Unwahrscheinliche Geschichten“. Und das sind sie auch, die zwölf Stories von Werner Karl: Unwahrscheinliche Geschichten!
Ich habe mich keine Minute gelangweilt. Auch der Ausgang einer Story nahm für mich immer eine überraschende Wendung.

Danger Zone wird im Untertitel als eine Sammlung von Science Fiction Stories angekündigt. Das trifft nur bedingt zu, es handelt sich eher um Phantastische Literatur. Jede Zeit hat ihr eigenes Verhältnis zur Wissenschaft und zu den Verheißungen und Gefahren ihrer Technik. Darin zeigt sich eine gewisse Begrenzung des Genres SCI-FI, weil die tatsächliche Veränderung der Lebensumstände eher selten vorausgesehen und statt dessen nur der Ist-Zustand fortgeschrieben wird. So knüpft auch Danger Zone an das Technikbild der 60 Jahre an:  Lebewesen (ggf. auch exoterrestrische) vor Schaltpulten, „Geräte“ als erratische Blöcke in einem sonst eher psychologischen Handlungsgefüge. Dass Nano- und Gentechnik in naher Zukunft unter die Haut gehen und die Vernetzung von Mensch/ Mensch/ Maschine kurz bevor steht, wird nicht thematisiert. Oft wird überhaupt nicht auf Technik eingegangen. Sie erscheint in der Erzählperspektive vielmehr als Deus ex Machina. Manchmal zeigt sie sich sogar wie ein fremdes Artefakt in den Händen von Barbaren, wenn z.B. Strahl- und Distanzwaffen aus dramaturgischen Gründen lieber im massenhaften Nahkampf eingesetzt werden oder sogar nur als Ergänzung zum guten alten Schwert (Das Lied der Sirene, Die letzte Schlacht).

Kurz: Technik oder wissenschaftliche Spekulationen sind nicht die Themen des Autors. Das tut der psychologisch Relevanz seiner Stories keinerlei Abbruch! Vielmehr liegen para-psychische Fähigkeiten unter dem Stichwort „Mutanten“ in seinem Interesse: Die Geschichten sind bevölkert von Empathen mit besonderen Fähigkeiten (Zerrissene Herzen), Teleportern (Spring!), Gestaltwandlern (Das Lied der Sirene, Der perfekte Spion), der Fähigkeit, das Raumzeit-Kontinuum zu verbiegen (Das Krokodil) – was ich sonst nur aus Iljon Tychys „Sterntagebüchern“ kenne – und vor allem Gedankenlesern und -manipulatoren aller Art (Tage der Bestien, Das Krokodil, Das Lied der Sirene, 500 Pfund Kartoffelsalat).

Getreu der Devise von Dürrenmatt, eine Geschichte sei erst dann aus-erzählt, wenn sie ihre schlimmstmögliche Wendung genommen habe, befinden sich die Protagonisten mit wenigen Ausnahmen (Die Blase, Zerrissene Herzen, Zurück auf Anfang) kurz vor eben dieser Wendung. Ob sie ihre Lage einem fundamentalen Missverständnis zwischen Aliens verdanken, selbst dafür verantwortlich oder Opfer einer lieblosen, grausamen und manipulatorischen Mitwelt sind, sei der Neugier und Entdecker-Freude des Lesers überlassen.

Die Geschichten sind stilsicher geschrieben und gut lesbar mit solide aufgebauten Spannungsbögen. Einzig einer Story (Spring!) merkt man die mehrjährige Schaffenspause des Autors aufgrund unnötiger Partizipial-Konstruktionen und verschachtelter Sätze an. Kleinigkeiten, die ein gutes Lektorat beseitigen kann.

Insgesamt kann ich sagen: sehr gerne gelesen!

Copyright © 2012 by Carl Reiner Holdt

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Titel ist auch als Ebook erhältlich

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Autorenlesung mit Werner Karl in Kurort Bad Staffelstein am 3. 3. 2012

Erstellt von Galaxykarl am 22. Februar 2012

Veranstaltungsort: 96231 Bad Staffelstein im Ambiente-Laden “Zauberhaft”, Marktplatz 3, Tel. 0170 / 86 12 33 0
Beginn: 16 Uhr; der Laden ist vorher geöffnet
Eintritt: frei
In den Pausen kann man sich an kleinen Köstlichkeiten stärken

Werner Karl liest ein Kapitel aus dem Fantasy-Roman “Túan mac Ruith – Druide der Spiegelkrieger”,
Band 1 der Spiegelkrieger-Trilogie; Vorbestellungen unter: 
galaxykarl[at]gmx.de
und aus “Danger Zone – Science Fiction Kurzgeschichten”
Bestellungen:
E-Book ISBN 978-3-86850-804-8
Print-Book ISBN 978-3-8424-0091-7

Die Science-Fiction-Story “Das Krokodil” hat im Wettbewerb 2011 des Noel-Verlages in der Kategorie Science Fiction gewonnen und Einzug in das Hardcover “Weltentor” gefunden:
“Weltentor – Science Fiction II”
Bestellungen:
ISBN 978-3-942802-53-6

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EWIGE – Fantasyroman von Barbara Wegener (Leseprobe)

Erstellt von Barbara Wegener am 15. Januar 2012

Ewige

Fantasyroman

von

Barbara Wegener

(Leseprobe)

Prolog

Zwei rote Monde tauchten das Lager in ein beklemmendes Dämmerlicht.

Es war endlich soweit. In dieser Nacht würde das Weibchen sich zusammen mit einem Diener auf den Weg machen.

Sie war fast zwei Köpfe größer als die beiden Männchen und auch ihre grünen Hautschuppen leuchteten heller im fahlen Licht der Monde. Natürlich würde ein Weibchen gehen. Ihre Magie war stärker und sie war für diese Aufgabe bestens vorbereitet.

Aber zunächst wollte sie sich noch stärken.

Zwei Schendal liefen diensteifrig zwischen den mit Ramphorenhaut bedeckten braunen Zelten und dem Lagerfeuer hin und her, brachten Schalen mit verschiedenen Speisen und Getränken, die ihnen wortlos von den drei Abyssern abgenommen wurden.

„Was glaubst du, wie lange du brauchen wirst?”, fragte eines der Männchen und sein Blick ruhte ehrfürchtig auf ihr. Ihm war die große Ehre bewusst, hier mit ihr speisen zu dürfen.

Und schon bald würde das Weibchen dafür sorgen, dass die neue Welt erobert werden konnte.

„Das wird nicht lange dauern. Unser Spitzel wird mir Morgen schon Informationen geben, wie ich diese Auserwählte finden kann. Das wird ein Kinderspiel.” Sie schnaubte verächtlich. „Was für minderwertige Kreaturen.”

„Du hat Recht”, antwortete das Männchen, das ihr gegenüber am Feuer saß und sich genüsslich eine Scheibe rohes Rhamphorenfleisch in den Mund schob. „Es gibt nur wenige unter ihnen, die über Magie gebieten. Und die, die es können, verbergen sich.”

Das Weibchen schloss kurz ihre Augen. „Ich spüre, dass der Spalt zwischen den Welten fast so weit aufgerissen ist, dass ich hinüberwechseln kann. Du!”, schrie sie einen der kleinen Schendal an und zeigte mit ihrer Krallenhand auf den kleinen Dämon. „Hol unser Gepäck. Es geht los.”

Der Schendal nahm seine langen, behaarten Arme beim Gehen zur Hilfe und eilte zu einem der Zelte. Er wollte seine Herrin auf keinen Fall erzürnen. Augenblicke später erschien er mit zwei großen Lederbündeln, die er sich auf seinen Rücken geschnürt hatte.

Gemeinsam traten sie an den See, in dessen Mitte der Spalt zwischen den Welten immer weiter aufklaffte.

Neubrandenburg

Beverly wuchtete zwei schwere Tüten, in denen sich die Einkäufe fürs Wochenende befanden, aus ihrem grünen BMW-Kombi.

Es war wieder einmal mehr geworden, als beabsichtigt. Sie seufzte. Aber an einigen der Sonderangebote konnte sie einfach nicht vorbeigehen.

Sie stellte die bunten Plastiktüten neben den Wagen auf den Betonboden der Garage ihres Einfamilienhauses und drückte auf die Fernbedienung. Ein leises Klicken ertönte und die Türen des Wagens waren verschlossen.

Seit zwei Jahren hatte sie die Möglichkeit, zuhause zu arbeiten. Das Anwaltsbüro, für das sie als Sekretärin arbeitete, schickte ihr ihre Arbeit ins Haus und ließ die bearbeiteten Akten auch wieder abholen. So sparte die Kanzlei einen Computerarbeitsplatz und sie konnte ihre Zeit frei einteilen und zwischendurch ihre Hausarbeit erledigen.

Es war ein heißer Sommernachmittag. Nur vereinzelte Schäfchenwolken zeigten sich am ansonsten hellblauen Himmel.

Beverly sah auf ihre viereckige Cartier-Uhr aus Gold. Ihr Mann Florian hatte sie ihr im letzten Jahr zum 15. Hochzeitstag geschenkt, kurz nachdem er zum Oberstaatsanwalt befördert worden war.

Noch eine Stunde, dann würde Dennis vom Schwimmtraining nach Hause kommen. Zeit genug, um das Abendessen vorzubereiten.

Dennis war neun Jahre alt und besuchte die vierte Klasse der Grundschule “Uns Hüsung” in Neubrandenburg. Er war eine wahre Wasserratte. Beverly war sich sicher, bei einer Kontrolle seiner Hände wären Schwimmhäute zwischen seinen Fingern zu finden.

Sie nahm die Tüten vom Boden auf und verließ die Garage.

Das Rolltor der Garage war fast geschlossen, als die Haustür plötzlich aufschwang und Florian mit besorgter Miene erst zu ihr herübersah und dann die Straße aufmerksam absuchte.

Wieso war ihr Mann jetzt schon zuhause?

Warum sah er so beunruhigt aus?

Sie dachte an die letzten Wochen zurück. Florian hatte sich äußerst merkwürdig verhalten. Er schlief unruhig, träumte schlecht, aß sehr wenig, ließ sich von ihr immer erklären wie sie sich ihren Tagesablauf vorstellte, wollte wissen wohin sie gehen wollte und mit wem.

Sie erklärte sein Verhalten mit dem Stress, den seine Arbeit momentan mit sich brachte.

Na, einen Vorteil hatte sein frühes Erscheinen. Sie brauchte den schweren Einkauf nicht alleine ins Haus tragen.

„Wo warst du? Du hast mir heute Morgen nicht gesagt, dass du zum Einkaufen willst. Ich habe mir Sorgen gemacht”, fuhr er sie merkwürdig gereizt an.

„Was hast du denn jetzt schon wieder? Muss ich jetzt über alle meine Schritte Rechenschaft ablegen? Ich bin doch kein kleines Kind. Hilf mir lieber. Die Hähnchen müssen schnell in die Gefriertruhe. Bring sie bitte gleich runter!”

Beverly war etwas verärgert. Trotz allem Verständnis für seine berufliche Situation fand sie, dass ihr Mann jetzt etwas zu weit ging.

Gemeinsam brachten sie alles ins Haus. Beverly drückte Florian den Transportbeutel mit den beiden Hähnchen in die Hand und er stieg die Kellertreppe hinab, um die gefrorenen Lebensmittel zu verstauen.

Beverly stellte die Taschen auf den Küchentisch und ließ sich dann erschöpft vom Einkauf und der Hitze des Tages erst einmal auf einen Küchenstuhl nieder.

Ihre Beine schmerzten und sie streifte die Schuhe ab. Ah, die kühlen Fliesen des Küchenfußbodens waren eine Wohltat für ihre geschwollenen Füße.

Mit ihren 47 Jahren fühlte sie sich heute sehr, sehr alt. Früher hätte mir die Sommerhitze bestimmt nichts ausgemacht, dachte sie und nahm sich vor, sich für einige Minuten unter den riesigen Sonnenschirm auf die Terrasse zu legen.

Florian kehrte in die Küche zurück. Er trug eine schwarze Stoffhose und ein weißes Hemd, dessen Ärmel er bis über die Armbeugen hochgeschoben hatte. Die oberen zwei Knöpfe hatte er geöffnet und die obligatorische Krawatte hing an der Garderobe.

Beverly fand, dass er trotz seiner 49 Jahre noch sehr sportlich und jugendlich aussah. Zumindest jugendlicher, als sie sich im Augenblick fühlte.

„Tut mir leid”, sage er und reichte ihr eine kühle Dose Cola light aus dem Kühlschrank. „Ich wollte dich nicht anschreien.”

Er trat hinter sie und massierte liebevoll ihren Nacken.

„Ich hab mir einfach nur Sorgen gemacht, weil du nicht hier warst und keiner unserer Freunde wusste, wo du dich aufhältst.”

Beverly drehte sich verärgert herum. „Du hast hinter mir her telefoniert? Was soll das denn schon wieder?”

„Sei bitte nicht wieder böse auf mich, aber man hört in letzter Zeit so viel von Überfällen und solchen Sachen. Ich bin wahrscheinlich überängstlich. Vergessen wir die ganze Sache, ja?”

Sie sah ihrem Mann zu, wie er die Lebensmittel in den Küchenschränken verstaute.

„Weist du was? Wir lassen uns heute eine Pizza kommen. Dann musst du nicht jetzt noch in der heißen Küche stehen und kannst dich einmal ganz und gar verwöhnen lassen. Was hältst du davon?”

„Das ist die beste Idee seit Tagen”, antwortete Beverly erfreut. Sie strahlte ihren Mann über das ganze Gesicht an. Ihr Ärger über sein Verhalten war fürs Erste verflogen.

„Na, dann leg dich mal ins Wohnzimmer auf die Couch. Ich werde mich um Dennis Hausaufgaben kümmern, bestelle das Essen, decke den Tisch und du kannst ganz entspannt lesen.” Er küsste sie sanft auf die Stirn.

„Das ist lieb von dir. Ich werde die Krimis, die mir Sylvana empfohlen hat, endlich lesen. Aber bei dem schönen Wetter gehe ich wohl doch lieber auf die Terrasse.”

Beverly wollte sich gerade auf den Weg dorthin machen, als Florian erschrocken rief: „Nicht auf die Terrasse! Bleib bitte im Haus!”

Beverly drehte sich um und sah ihren Mann verwirrt an.

„Was ist denn jetzt schon wieder daran auszusetzen, dass ich mich bei dem schönen Wetter auf die Terrasse setze? Du hast doch irgendetwas? Ist etwas los? Du benimmst dich in letzter Zeit wirklich sehr merkwürdig.”

„Aber Schatz, nichts ist los! Ich möchte nur nicht, dass du dir einen Sonnenbrand holst wenn du beim Lesen einschläfst. Bitte, tu mir den Gefallen und bleib im Haus, ja?”

Beverly zuckte mit den Schultern. Sie fühlte sich zu wohl bei der Aussicht den restlichen Nachmittag nur zu entspannen und sich ganz und gar den Krimis zu widmen, als dass sie Lust hatte mit ihm zu streiten.

„Na schön, wenn dein Seelenheil davon abhängt, bleibe ich halt drinnen”, seufzte sie, legte sich auf die Couch, nahm ihren ebook-Reader und klickte auf den Krimi Haruspex von Tina Sabalat, den ihr ihre Freundin schon vor Monaten ans Herz gelegt hatte.

„Sams Atem stockte, er erbleichte stärker – wahrscheinlich stellte er sich bildhaft vor, wie ich ihn umbrachte, aufschlitzte und wirre Worte in sein freigelegtes Gedärm murmelte. Dieser Gedanke ließ auch mich leicht schwindeln und ich beschloss, uns beide zu erlösen…“

Nach einer Weile hörte sie Dennis das Hause betreten. Anscheinend hatte Florian ihm gesagt, dass er sie nicht stören soll, denn Dennis lief ganz leise hoch in sein Zimmer.

Schön, wenn mich meine Männer heute mal verwöhnen wollen, mir soll es recht sein, dachte sie und klickte auf den nächsten Krimi:  Meret Vacano III von Andrea Meyer.

„Carlos rollte mit den Augen. Tränen liefen ihm die Schläfen hinunter. Ich strich ihm mit dem Latexhandschuh über die Stirn. „Es ist gleich vorbei“, sagte ich sanft. Das satte Gelb vermischte sich im Schlauch mit dem Rot zu einem Sonnenuntergangsorange. Aus Carlos Lunge stiegen Blasen durch die Farbe nach oben. Als nächstes nahm ich Lila…“

Die Krimis waren wirklich gut. Sylvana hatte nicht zu viel versprochen.
Beverly vergaß vollkommen die Zeit.

Erstaunt blickte sie auf, als Florian vor ihr stand, um sie zum Essen in die Küche zu holen. Sie hatte noch nicht einmal gehört, dass der Pizzabote geklingelt hatte.

Dennis war dabei den Küchentisch zu decken, als sie die Küche betrat.

Mein Gott, hab ich unseren Hochzeitstag vergessen?

Nein der war schon im Juni. Die Geburtstage sind auch schon vorbei…

„Hat irgendjemand ein schlechtes Gewissen? Haben wir etwas zu feiern, oder wieso werde ich heute von meinen beiden Männern so verwöhnt?”

„Können wir dir nicht auch mal ohne besonderen Anlass etwas Gutes tun?”

Florian lächelte verschmitzt.

„Sicher könnt ihr das. Ich freue mich ja auch riesig.”

Sie wollte sich setzen und Dennis rückte ihr, wie ein vollendeter Gentleman, den Stuhl zurecht.

„Wisst ihr, wir machen das jetzt jeden Tag. Ich pflege mich und ihr macht die Hausarbeit.”

Sie stibitzte eine lange, grüne Peperoni von Florian Teller.

„Typisch! Reicht man ihr den kleinen Finger, will sie gleich die ganze Hand! He, das ist meine Peperoni. Du hast deine eigene.”

„Du weißt doch: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Und, schon vergessen? Ich werde heute von euch verwöhnt.”

Während Florian mit seinen Augen rollte, schob Beverly genüsslich ein Stück Pizza in ihren Mund.

Sie fand, dass der Tag ruhig so weiter gehen konnte. Mit Heißhunger verschlang sie ihr Abendessen.

„Sind die Hausaufgaben schon fertig?”, wollte sie nach einiger Zeit wissen.

„Alles erledigt. Papa hat sie kontrolliert. Ach so, morgen muss ich 4 Euro für den Wandertag nächste Woche mitnehmen. Nicht vergessen.”

„Ich leg dir das Geld in die Federtasche. Wo geht’s denn hin?”, fragte Florian.

„Wir fahren mit dem Zug nach Burg Stargard. Dort machen wir dann Picknick und gehen in den Tierpark. Das wird bestimmt ganz lustig. Ich nehme noch etwas Kleingeld mit. Dann kann ich Ziegenfutter aus dem Automaten ziehen. Mein Freund Tu sagt, das kitzelt, wenn die Ziegen einem das Futter aus der Hand lecken.”

Er hatte sein Abendessen bis auf den letzten Krümel vertilgt.

„So, bist du mit deiner Pizza fertig? Dann waschen, Zähne putzen, beten und ab ins Bett mit dir.”

Dennis gab seinen Eltern einen Gutenachtkuss und lief nach oben. Sie hörten den Wasserhahn im Badezimmer rauschen.

„Hast du Stress im Büro? Du benimmst dich in letzter Zeit so merkwürdig.”

Beverly sah ihren Mann forschend an.

Florian wand sich unter ihrem Blick.

„Es ist nichts. In ein paar Tagen ist alles wieder normal. Versprochen! Willst du noch etwas lesen, oder fernsehen?”, wich er ihr aus.

Beverly lies es seufzend dabei bewenden.

„Ich glaub ich rauch noch eine Zigarette und geh dann auch schlafen. Ich hab zwar den ganzen Nachmittag auf der Couch gelegen, aber diese unerträgliche Hitze macht einen ganz fertig. Was ist mit dir?”

„Ich muss noch eine Akte bearbeiten und komm dann auch nach oben.”

Er gab Beverly einen Kuss und verließ den Raum.

Sie zündete sich eine Zigarette an, räumte Teller, Gläser und Besteck in die Spülmaschine, faltete die Pizzaschachteln zusammen und drückte sie in den Müllbeutel.

„Schatz, kannst du morgen vor der Arbeit noch den Müll raus bringen?”, rief sie ihrem Mann zu.

Aus dem Arbeitszimmer war ein Murmeln zu hören, dass sie als Zustimmung deutete.

Die Küche war aufgeräumt, die Zigarette aufgeraucht und Beverly begab sich ins obere Stockwerk.

Im Bad wusch sie sich, putzte sich die Zähne und zog ihr kurzes, hellblaues Nachthemd an.

Gähnend verließ sie das Badezimmer und sah, dass unten im Arbeitszimmer noch Licht brannte.

„Mach nicht mehr so lange!”, rief sie nach unten.

„Ich komme gleich hoch, nur noch ein paar Seiten”, hörte sie ihn sagen.

In Dennis Zimmer war das Licht gelöscht. Sie blickte durch den Spalt der Kinderzimmertür, sah ihren Sohn friedlich schlafen, schloss leise die Tür, ging ins Schlafzimmer und legte sich in ihr Bett.

Müde, wie sie war, schlief sie sofort ein.

Copyright © 2012 by Barbara Wegener

Wie die Geschichte weitergeht erfährt man hier:

Ewige #1
von Barbara Wegener

eBook
Medium: EPUB
Sofort per Download lieferbar.

Produktdetails
ISBN-10:     3-8450-0592-0
EAN:     9783845005928
Erschienen:     10.01.2012
Verlag:     Satzweiss.com-chichili agency
Einband     EPUB
Sprache(n):     Deutsch
Erschienen bei:     Satzweiss.com-chichili agency
Medium:     EPUB

Inhalt:
In einer fernen Dimension überwinden Dämonen die Barriere zwischen den Welten. Sie wollen auf der Erde die einzig Auserwählte finden, die allein in der Lage ist, die geplante Invasion zu verhindern. Derweil führt Beverly ein gutbürgerliches Familienleben. Das ändert sich schlagartig, als sie eines Nachts erfährt, dass ihr Mann ein Zaubermeister ist und sie selbst als die Auserwählte Magie erlangen soll, um die Welt vor den Dämonen zu retten.

Rezension:
Dämonen wollen eine Frau mit magischen Kräften töten, damit sie weiterhin die Welten wechseln können. Dann wechselt die Szene. Für Beverly, eine Mutter aus Neubrandenburg, ändert sich alles. Sie soll die Auserwählte sein – das ist doch unmöglich, oder? Wieso sind plötzlich so viele Leute hinter ihr her? Wer sind die Ewigen und was ist ihre Aufgabe? All diese Fragen stellt man sich. Damit ist der grandiose Auftakt zu einem neuen Fantasy-Roman der Autorin von Socken, Götter, Katzen und Dämonen gelegt. (Kundenrezension/Thalia.de)

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Socken, Götter, Katzen und Dämonen

Erstellt von Barbara Wegener am 28. November 2011

Zu meinem ebook:

Verkaufszahlen habe ich noch nicht. Gerade bekam ich aber folgenden Link mitgeteilt:

ebooks – Jahresbestsellerliste 2011

Ich bin begeistert von diesem Erfolg, zumal das Buch erst seit kurzer Zeit erhältlich ist.

Hier eine schöne Rezension, die in www.buecher.de abgedruckt ist:

„Eine wunderbare Kurzgeschichtensammlung voller Mysterien. Schon das Cover macht Lust, das Buch zu lesen. Denn genauso geheimnisvoll, wie das Cover wirkt, so spannend und amüsant sind die einzelnen Geschichten. Die Autorin hat einen spannenden und flüssigen Schreibstil und versteht es, die Geschichten nicht nur spannend, sondern auch amüsant zu erzählen.
Dieses Buch enthält 5 verschiedene Kurzgeschichten, in denen es um Verschiedenstes geht:
„Das geheimnisvolle Artefakt“ hat mir am Besten gefallen, da endlich das größte Mysterium der Menschheit gelöst wird.
“Das Manuskript” ist eine lustige Geschichte über den steinigen Weg von Autoren – und mehr.
In “Felix der kleine Held” hat ein Kater seinen großen Auftritt und macht Sherlock Holmes echte Konkurrenz.
Ein aktuelles Thema wird in die “Götter des Olymp” behandelt. Hochaktuell und mit mehr als einer witzigen Episode.
Eine melancholische Dämonenjägerin wird ihrem Schicksal in der gleichnamigen Kurzgeschichte begegnen.
In diesem Buch ist für jeden etwas dabei. Ich freue mich schon sehr darauf, mehr von dieser tollen Autorin lesen zu können.“

All diese Geschichten habe ich für Wettbewerbe im sfbasar geschrieben und hatte eigentlich überhaupt nicht vor, sie als Anthologie herauszugeben.

Ich bedanke mich beim sfbasar für den Anreiz die Geschichten zu schreiben und beim Verlag  Satzweiss.com – Chichili Agency für die Aufmunterung, sie als Sammlung zusammenzustellen und über die Agency zu veröffentlichen.

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SEKHMETS RÜCKKEHR – Teil 1 – “Die Skarabäen” Kapitel 1 – eine Fantasy-Fortsetzungsgeschichte von Barbara Wegener

Erstellt von Barbara Wegener am 22. Oktober 2011

SEKHMETS RÜCKKEHR

Teil 1

“Die Skarabäen”

Kapitel 1

eine

Fantasy-Fortsetzungsgeschichte

von

Barbara Wegener

„Es ist Zeit.“

Das Flüstern riss mich aus meinen Gedanken.

„Muss das wirklich sein? Noch nie habe ich mich so glücklich gefühlt wie hier.“

Ich hatte Angst. Fürchterliche Angst. Nichts war mehr so wie früher.

„Du musst gehen. Es ist vollbracht.“

Die Dunkelheit, diese wundervolle, heimelige Dunkelheit, wich einem Dämmerlicht. Langsam spürte ich meinen Körper. Ein tiefes, lautes Rumoren ließ mich zusammenfahren.

Hunger. Ich hatte Hunger.

„Geh. Du musst Nahrung zu Dir nehmen.“

Nahrung. Ich dachte an meine letzte Mahlzeit. So viel Zeit war vergangen. Blut. Ich hatte Blut getrunken. Damals. Ich musste mich angeekelt schütteln, als ich daran dachte. Wie merkwürdig. Ich hatte diesen Trunk immer genossen. Und jetzt? Vater. Er hatte mich in diese Höhle gebracht, als ich ihm zu mächtig wurde. Wie viel Zeit wohl vergangen war?

Langsam kehrten meine Erinnerungen zurück.

Sekhmet, die Mächtige, die Herrin des Zitterns, hatte mich erhoben. Ich wurde nicht getötet wie andere Menschen, sondern durfte mich ihr anschließen. Wir waren zunächst nur eine kleine Gruppe. Tagsüber schliefen wir in den herrlich dunklen Grabhöhlen der ehemaligen Herrscher, nachts dann labten wir uns gemeinsam am Blut des ägyptischen Volkes.

Dann war Sekhmet plötzlich verschwunden. Die Kräfte, die sie uns hinterlassen hatte, sorgten aber dafür, dass niemand uns aufhalten konnte.

Wir waren wie Götter. Unsere Macht wuchs stetig, so auch die Zahl unserer Anhänger. Sie brachten uns Menschen, deren Blut wir trinken konnten. Die treuesten unserer Anhänger verwandelten wir in unseresgleichen.

Dann kam der Tag, der alles veränderte.

Mein Vater und die übrigen Priester hatten unsere Schlafstätten entdeckt. Ich hörte die Schreie der Brüder und Schwestern. Die Priester hatten Feuer in den Höhlen gelegt. Das einzige Mittel, uns zu vernichten. Ich konnte nicht helfen. Die Sonne stand noch am Himmel und ihre Macht war genauso verheerend für einen Vampyr, wie das Feuer. Dann hörte ich sie kommen. Mit Fackeln in den Händen stürmten sie meinen Unterschlupf. Es waren zu viele Gegner für mich. Zumindest, bis die Nacht hereingebrochen war. Dann hatte ich meine volle Macht. Ich blickte in das harte, entschlossene Gesicht meines Vaters. Mir war klar, dass ich keine Gnade erwarten konnte, also versuchte ich nicht, um mein Leben zu flehen.

Sie stürzten sich aber nicht mit ihrem Feuer auf mich. Reglos blieben sie in einem Halbkreis vor mir stehen und warteten.

Dann, ich hoffte schon, dass sie mich meiner Kräfte wegen verschonen würden, öffnete sich die Menschenmauer und eine geöffnete schwarze Holzkiste wurde vor mich geschoben.

Erstaunt blickte ich meinen Vater an. Aber sein Gesicht zeigte keine Regung. Er zeigte lediglich auf die Kiste.

„Steig hinein!“

Was sollte das? Nun, wenn sie meinten, mich in solch einem zerbrechlichen Behältnis gefangen halten zu können, sollten sie sich wundern. Zwei Priester trieben mich mit ihren Fackeln auf die Kiste zu. Mir blieb nichts anderes übrig, als hinein zu steigen. Diese Unverschämtheit würden sie bald bereuen. Ich spürte, dass der Sonnenuntergang nicht mehr lange auf sich warten ließ. Mit einem lauten Poltern schloss sich der Deckel. Dann spürte ich, dass die Kiste angehoben wurde.

„Beeilt Euch!“, hörte ich Vaters gedämpfte Stimme rufen „Bald geht die Sonne unter und wir haben noch einen weiten Weg vor uns.“

Ja. Bald geht die Sonne unter und ihr werdet für euren Frevel blutig bezahlen. Die Kiste wurde auf einen Pferdewagen gehoben und schon setze er sich in Bewegung. Nicht mehr lange und meine Zeit war gekommen. Ich spürte meine Kräfte wachsen. Der Wagen hielt an und die Kiste wurde heruntergehoben.

Ich roch drei Menschen. Roch ihre Anstrengung, roch ihre Angst. Recht so. Die Angst war berechtigt. Nur noch wenige Minuten und ich war frei. Und sie mein Frühstück.

Die Kiste wurde abgesetzt und die Menschen entfernten sich.

Es war soweit.

Die Sonne war untergegangen und ich verfügte über meine vollen Kräfte. Ohne Anstrengung konnte ich die Kiste öffnen und heraus steigen. Ich befand mich in einer großen Höhle. Vor der kleinen Öffnung standen die drei Menschen und schienen abzuwarten. Sie warteten offenbar auf ihren Tod. Gut. Sollte er ihnen zuteil werden.

Ich fletschte meine Zähne und stürzte mich auf die Frevler. Und wurde von einer unsichtbaren Wand zurück geworfen. Irritiert hörte ich das erleichterte Aufatmen der Menschen.

„Der Weise Mann hatte also Recht. Aus dieser Höhle kann kein Vampyr entkommen. Lasst uns gehen. Wir haben das Übel besiegt.“

Ohne mich noch einmal anzusehen drehten sie sich um und gingen zurück zu ihren drei Pferdewagen, die in wenigen Metern zur Höhle standen. Ich wollte ihnen hinterher rufen. Wollte bitten, flehen, drohen. Doch kein Laut drang über meine Lippen.  Der Eingang zur Höhle wurde kleiner und kleiner. Trotz meiner scharfen Augen konnte ich nichts erkennen.

Dann überfiel mich bleierne Müdigkeit.

Ich fiel in einen tiefen Schlaf, aus dem ich von Zeit zu Zeit aufschreckte, wenn die Albträume von meinen Untaten keinen Schlaf mehr zuließen. Aber auch die Albträume verschwanden.

Ich verlor jegliches Zeitgefühl. Aber ich bemerkte, dass sich mein Körper veränderte. Was genau mit mir geschah, kann ich nicht sagen. Ich verspürte keinen Hunger. Die Höhle nährte mich. Alles Körperliche viel von mir ab. Mir blieben nur meine Gedanken.

Fünf tausend Jahre nur Gedanken.

Dann kam das Flüstern.

„Geh. Sekhmet ist zurückgekehrt. Suche die, die so sind wie du und vernichte die verderbte Brut der Herrin des Zitterns. Begleiche Deine Schuld. Erfülle Dein Schicksal. “

Der Eingang zur Höhle, der seit tausenden Jahren verschlossen war, öffnete sich.

Helles Tageslicht flutete in die Höhle und nahm mir für Augenblicke die Fähigkeit zu sehen.

Die Hitze des Tages vertrieb die angenehme Kühle, die ich jahrtausende gewohnt war. Trotzdem fröstelte es mich. Sekhmet war wieder zurückgekehrt. Das Grauen begann von neuem.

Ich verließ mit unsicheren Schritten die Höhle.

Zum ersten Male, seit fünftausend Jahren.

Und da sah ich ihn.

Er lehnte völlig entspannt an seinem dunkelroten Humer und grinste mich an.

Fünftausend Jahre hatte ich kein anderes Lebewesen erblickt. Und wen sah ich als erstes?

Eric. Ausgerechnet Eric.

Autsch! Das hat wehgetan.“

Ich rieb mir den Arm, gegen den Eric mich geboxt hatte.

„Ist doch war. Fünftausend Jahre Einsamkeit. Es gibt so viele gutaussehende, nette Männer auf dieser Welt. Und wer erwartet mich? Du!“ Ich grinste ihn an. „Tja. So hab ich ihn getroffen. Ehemaliger Vampyr und ehemaliger Werwolf begegnen sich in der Wüste.

Haben wir noch nen Kaffee?“

Ich hielt Steffi meinen Kaffeebecher hin. Steffi. Perle des Unternehmens. Ohne sie würden wir im Chaos versinken. Sie hatte stets Heftpflaster, Gute Ratschläge, tröstende Worte, Kaffee und Munition für unsere Waffen zur Hand. Außerdem hatte sie einen guten Draht zum Chef. Das war auch nicht zu verachten.

„Ich glaub, ich muss neuen kochen. Jens hat den letzten genommen und mal wieder vergessen neuen zu machen. Augenblick. Nicht weitererzählen. Ich will auch alles hören.“ Eilig verließ Steffi das Zimmer. Ihr hüftlanges, pechschwarzes Haar wehte wie eine Fahne hinter ihr. Immer erwartete ich, dass es in einer zuschlagenden Tür hängen blieb. Aber ihre Haare schienen ein Eigenleben zu führen. Kurz bevor die Türen sich schlossen, wellten und ringelten sie sich und Steff verließ unbeschadet jeden Raum.

Erstaunlich. Vielleicht sollte der Professor dieses Phänomen einmal untersuchen. Ich musste bei der Vorstellung lächeln, ihm diesen Vorschlag zu machen.

„Für wann hast du die Pizza bestellt?“ Fragend sah ich zu Eric hinüber, der mittlerweile lässig auf dem braunen Ledersofa im Erker des Raumes saß und in einem seiner heiß geliebten Mangas las.

„Für halb sieben. Ich hoffe, dass die andern dann schon zurück sind. Ansonsten müssen wir uns opfern und die doppelte Portion vertilgen.“ Er grinste mich an. „Ich sehe schwarz für Deine Hüften.“

Er hatte damit gerechnet, dass ich etwas nach ihm werfen würde und fing das Feuerzeug, das auf ihn zugeschossen kam, geschickt auf.

Steffi drückte die Tür mit ihrem Rücken auf. In ihren Händen hielt sie ein Tablett mit Kaffeekanne, Tassen, Zucker- und Milchdose. Und einem Computerausdruck.

Vorsichtig stellte sie das Tablett vor mir auf den niedrigen Glastisch.

Mit den Worten: „Das ist grade gekommen. Ich hab’s Dir ausgedruckt“, reichte sie Eric das Blatt Papier.

„Mist!“ Eric gab mir den Ausdruck. „Die Pizza können wir wohl abschreiben. Hoffentlich sind Janny und Sven bald da. Wir müssen sofort los.“

„Gelsenkirchen. Wir müssen also ins Ruhrgebiet. Ich sag schon mal in Trollenhagen bescheid, dass das Flugzeug fertig gemacht werden soll.“ Ich wählte die Nummer des Flughafens. Wie immer beschwerte sich Tobias, dass er nicht früher informiert wurde, wie immer würde das Flugzeug aber bereit sein, wenn wir am Neubrandenburger Flughafen ankämen.

„Ich mag diese kleine Maschine nicht“, beschwerte sich Eric.

„Du magst gar kein Flugzeug. So ein großer, starker Mann und hat Angst vorm Fliegen.“ Augenblicke später konnte ich mein Feuerzeug, das er mit Wucht zurückwarf, wieder einstecken.

„Dann werd ich wohl heute deine Geschichte nicht zu hören bekommen.“ Steffi seufzte. „Ich war schon so gespannt zu hören, wie du ein Werwolf geworden bist.“

„Wenn wir vom Einsatz zurück sind.“ Eric blickte ernst drein. „Falls wir jemals zurückkommen“, murmelte er fast unhörbar.

Ich musste innerlich lachen. Eric legte sich mit jedem Monster an, das ihm über den Weg lief. Aber vor dem Fliegen hatte er tatsächlich eine Höllenangst.

„Jemand zuhause?“ Svens tiefe Bassstimme dröhnte aus der Eingangshalle zu uns herauf.

„Wir haben den Pizzaboten vor dem Haus getroffen. Ich bekomm von jedem 12 Euro.“

Dann hörten wir polternde Schritte auf der Treppe und der Geruch nach frischer Pizza drang uns in die Nase.

Augenblicke später standen die Beiden vor uns. Sven, groß wie ein Bär, mit dichtem Bart und fast schulterlangen, braunen Haaren und Janny, zierlich wie eine Puppe, blond und fast kahl geschoren. Ein sehr ungleiches Paar, das aber eine innige Liebe verband.

„Mit dem Essen werden wir uns beeilen müssen. Ein neuer Auftrag.“ Eric wedelte mit dem Stück Papier, das Steffi ihm gereicht hatte. „Skarabäen in der Veltins-Arena. Wir müssen sie aufhalten, bevor sie noch irgendwen auffressen.“

„Die Viecher sind in nem Fußballstadion aufgetaucht? Ist ja mal was Neues.“ Genüsslich biss Janny in ein Stück Thunfischpizza. So leicht ließ sie sich durch nichts aus der Ruhe bringen.

„Ich mag keine Krabbeltierchen. Die sind eklig“, nuschelte Sven mit vollem Mund.

„Du magst kein Tier, das kleiner ist als du“, neckte ihn Janny. „Du magst also gar keine Tiere.“

„Unsere Männer sind nun mal Angsthasen“, grinste ich und griff nach meiner Pizzaschachtel.

Schnell war die Pizza vertilgt und wir packten unsere Taschen für den Einsatz. Steffi hatte mittlerweile für das Taxi gesorgt, das uns zum Flughafen bringen sollte.

Es war früher Morgen und die Fahrt ging schnell voran. Binnen kürzester Zeit waren wir in Trollenhagen. Das Taxi fuhr auf den Sandparkplatz direkt neben der Rollbahn.

„Huhu, Toni! So früh schon auf den Beinen?“ Sven grüßte einen Plane-Spotter, der mit glänzenden Augen und einer Canon EOS1000D in den Händen an seinem schwarzen Mazda lehnte und unser Flugzeug beobachtete.

„Moin, Eric. Ich lass mir doch keine Dassault Falcon 2000 entgehen, wenn das Teil schon mal hier steht.“

Wir winkten Toni noch einmal kurz zu und stürmten dann über das Rollfeld zum Flugzeug, wo der Pilot schon ungeduldig auf uns wartete.

Ende

(wird fortgesetzt! – Das nächste Kapitel folgt voraussichtlich im November 2011)

Copyright © 2011 by Barbara Wegener

Gerade eben ist mein erstes ebook bei buecher.de erschienen! Zum Bestellen oder zum Informieren bitte kurz auf das Cover klicken!:

Produktinformation:
* Verlag: Satzweiss.com – Chichili Agency
* 2011
* ISBN-13: 9783845001838
* Best.Nr.: 33800300

Beschreibung:
Geschichten die unerwartet real werden, eine melancholische Dämonenjägerin, Katzen die eine Entführung aufklären, degenerierte Götter und ein geheimnisvolles Artefakt das schier unglaubliches zutage fördert. Das ist die spannend mystische Welt der Barbara Wegener!

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Die Frankfurter Buchmesse 2011 – oder: die Geschichte eines (fast) perfekten Tages

Erstellt von Galaxykarl am 17. Oktober 2011

Die Frankfurter Buchmesse 2011
oder: die Geschichte eines (fast) perfekten Tages

06:00 Uhr Coburg

Pünktlichste Abfahrt mit zwei Bussen, vollgestopft mit dem fränkischen Kontingent der Büchersüchtigen; 100 Freunde des gedruckten Wortes, quer Beet durch alle Altersgruppen. Organisiert durch die Buchhandlung Riemann, Coburg. Es ist schweinekalt, aber die Damen der Buchhandlung sind hellwach, freundlich und kompetent. Teilnehmer checken, ein Survivalpack verteilen, bestehend aus Riemann-Stoffbeutel (der später noch eine wichtige Funktion erfüllen wird), Infomaterial zur Messe, Tagesablauf, Notfallnummern, ein Apfel, ein Schokoriegel als Energiespender und ein Stift.

07:15 Uhr

Wir erreichen die Autobahn und kurz darauf werden heißer Kaffee und Gebäck gereicht. Die Stimmung ist gut, unser Fahrer Steffen fährt, als würde er als Engel eine Wolke steuern und keinen Bus, so sanft schaukeln wir dahin. Mein Sitznachbar – ein älterer Herr – schweigt und ich will ihn nicht zur Morgenstunde zutexten und aus seiner Meditation oder seinen Gedanken reißen. Vielleicht geht er wie ich im Kopf schon den Tag durch: Hallenpläne, feste Zielpunkte, Termine, Ansprechpartner. Ich zücke meinen Terminkalender und versuche eine beste Route zu konstruieren.

08:30 Uhr

Nach einer freundlichen Begrüßung durch eine Mitarbeiterin der Buchhandlung ertönt eine Audio-Information der Frankfurter Messeorganisation. Professionell schildern abwechselnd eine männliche und eine weibliche Stimme, was auf uns zukommt, bzw. auf was wir zusteuern. Das Leitsystem und die Belegung der Messehallen werden erläutert und ich denke: Super, typisch deutsch. Wenn wir was können, dann organisieren. Und ich meine das nicht ironisch. Ich erinnere mich an frühere amerikanische Geschäftspartner, die dies kurz und prägnant formulierten: „You are a german, you’re prepared!“ Recht hatten sie.

09:10 Uhr

Wir treffen auf dem Messegelände ein: Einen gut gemeinten Rat, wir sollten doch unsere Mäntel im Bus lassen, ignoriere ich. Schließlich ist es immer noch schweinekalt. Ein kleiner Fußmarsch vom Parkplatz im kalten Schatten der riesigen Messegebäude zum Shuttlebus, der uns ins ferne Zielgebiet bringen soll, bestätigt mich in meiner Entscheidung. Später werde ich es bereuen.

09:20 Uhr

Mich trifft der Schlag: Massen von Menschen drängen sich schon vor den Gebäuden und Eingängen, die Rolltreppen sind Lindwürmer aus Tausenden Besuchern, die sich – ohne eine Lücke zu zeigen -, Etage für Etage noch oben wälzen. Dazwischen bunte Tupfer von Comic- und Manga-Fans, die an dem Cosplay-Wettbewerb teilnehmen oder sich einfach auch nur die Gelegenheit nicht entgehen lassen wollen, sich ein wenig exhibitionistisch zu verhalten.

Und dann hält mich nichts mehr auf. Bilde ich mich mir ein. Ich kämpfe mich durch dichte Menschenströme, garniert mit Kinderwagen, in denen vom Säugling bis zum Kleinkind alles vertreten ist. Was zur Hölle tun diese Eltern den Kindern an? Die Kinder sind jetzt schon genervt, müde, plärren und machen den Eltern und allen anderen Stress und ein Vorankommen schwer. Kaum hat man solche Stolpersteine überwunden, trifft man auf die zweite Kategorie von nervtötenden Besuchern: die mit einem Seekoffer großen Rollwägelchen ausgestatteten „Sammler“. Es wird alles eingepackt, was der Stand freiwillig – und wie ich beobachtet habe, auch unfreiwillig – hergibt. Eine weibliche Standbesatzung darauf angesprochen, lächelt und klärt mich auf: „Es wird immer geklaut, bei der Größe des Standes und dem Gedränge lässt sich das gar nicht vermeiden.“ Sie lächelt noch breiter: „Und je mehr unserer Bücher geklaut werden, desto mehr liegen wir mit unserem Angebot richtig.“ Ich bin baff. Sie lächelt immer noch, als sie mir eröffnet, dass dies in den Messekosten mit einkalkuliert ist. Und natürlich auch in den Buchpreisen. Na, super. Das war´s aber auch schon mit den kleinen Minuspunkten.

Denn ab jetzt pilgere ich von Stand zu Stand, bevorzugt bei den Verlagen, die uns, also den sfbasar und das Buchrezicenter mit Rezensions- und auch Verlosungstiteln ausstatten. Bei gut der Hälfte der Verlage ist meine Visitenkarte fast unnötig, man kennt uns. Ich freue mich, frage gezielt nach unseren Kontaktpersonen aus den Presse-, Vertriebs- und Marketingabteilungen und habe bei einem Drittel tatsächlich Glück, bei den anderen zwei Dritteln ist man freundlich und bereit, die aktuellsten Rezi-Wünsche aufzunehmen. Bin gespannt, ob die alle eintreffen. Einen guten Teil hätte ich auch mitnehmen können, aber wer will sich mit 30 Kilo Papier durch die Hallen kämpfen? Trotzdem kann ich bei einigen Titeln nicht Nein sagen und der Rucksack füllt sich zunehmend.

Mein Weg führt mich auch an den Stand von BoD, Book-on-Demand, Norderstedt. Ich mustere die Präsentation, als mich eine rattenscharfe blonde Mittdreißigerin anlächelt und fragt, was ich für einen Wunsch habe. Ich denke: Mädel, solche Fragen solltest gerade du nicht stellen und außerdem bin ich glücklich verheiratet. Sie schiebt, immer noch lächelnd, nach: „Kaffee oder Cappuccino?“ Letzteres. Bis zum Eintreffen der Pressedame versuche ich, in dem Angebot eine Linie, eine Struktur, ein Programm zu finden. Es gelingt mir nicht; dafür ist der Cappuccino erstklassig. Als die Dame schließlich auftaucht, beginne ich ganz locker mit einer Killerfrage: „Durch was unterscheiden Sie sich von den verteufelten DKZV (Druckkostenzuschussverlagen)? Sie holt Luft und spult ihr Programm ab: 39,– € für das „Grundpaket“, soll heißen: Erteilung einer ISBN-Nr. (die lt. meinem Kenntnisstand 78,– € kostet) und Listung in 1.000 (!?) Verkaufsplattformen á la Amazon, Booklooker, Buch24 usw. usw. Wir haben BoD-Titel rezensiert und brav auf solche Plattformen verlinkt und oft genug die Meldung bekommen: „Titel nicht bekannt / nicht verfügbar“. Woran das läge? Wir sind zu schnell. Aha, verständlich, schließlich mag es ein wenig dauern, einen neuen Titel in 1.000 Listen einzutragen. Wie viele Autoren werden von BoD betreut? Die Antwort hat mich umgehauen: 30.000! Zu dieser Zahl kein Kommentar, sie spricht für sich. Für die unter uns, die rechnen und noch nachdenken können.

Am Stand von Klett-Cotta stoße ich durch Zufall auf den Verantwortlichen für E-Books. Auf meine Frage, wie es in seinem Hause damit aussieht, bekomme ich die überraschende Aussage, dass gerade einmal 0,4 % des Geschäftes mit elektronischen Büchern stattfinden. Vielleicht liegt es hier auch am Genre, dass Klett-Cotta mit seiner elitären High-Fantasy Hobbit-Presse rund um das Werk von Tolkien bedient. Es passt einfach nicht, sich in epische Legenden und Schlachtenwelten zu begeben und dabei ein Ding aus Metall und Plastik auf dem Schoss zu haben. Bei anderen Verlagen mag dies anders sein. Wir Deutsche sind halt nicht die Amerikaner. In kleineren Städten gäbe es dort schon gar keine Buchhandlungen mehr, da der Bedarf über Verkaufsplattformen laufe und sich keine klassische Buchhandlung dort halten kann. In den Großstädten sieht es aber gottlob wieder anders aus. Der Rest ist eben dann elektronisches Lesefutter. Ich denke: glückliches Deutschland.

13:10 Uhr

Ein Blick auf die Uhr und der nächste Spurt beginnt. Um 13:30 Uhr darf ich Ralf Isau (Fantasyautor im Bereich Jugendbuch und Erwachsene) interviewen. Am verabredeten Stand ist er nicht, ach ja, der publiziert ja mittlerweile vorwiegend bei Randomhouse/cbj. Also wieder durch die ganze Halle zurück und ich komme leicht derangiert am Stand an. Die Pressedame erwartet mich schon und führt mich erfreulicherweise in ein kleines Kabuff, in dem wir vor den Blicken der Besucher wenigstens minimal abgeschirmt, das Interview in Ruhe abhalten können. Ich habe gerade noch ein paar Minuten Zeit mich wieder in Ordnung zu bringen und das Aufnahmegerät bereit zu machen, als er auch schon in Begleitung seiner Frau kommt. Ruhig, gelassen, sichtlich entspannt, trotz all der Hektik draußen. Er ist ein angenehmer Typ, das spüre ich in der ersten Minute. Das ganze Interview findet ihr (in Kürze) HIER.

Kaum fertig klingelt das Handy. Meines? Oder das der zig Leute um mich herum? Nein, meines. Die nächste Autorin, Nicole Steyer, fragt, wo ich stecke. Wieder durch die Halle, anderes Gebäude und da steht sie. Wir sprechen über ihre Kinderbücher, ihren 2012 erscheinenden Historienroman-Erstling bei Droemer-Knaur und die Verlagsbranche. Wir vereinbaren locker ein Interview und gehen gleich nach einem Gespräch mit einem Verlagsrepräsentanten zu einem verspäteten Mittagssnack ins Freie. Frischluft und ein bisschen weniger Menschen tun uns gut. Ich merke, wir sind Seelenverwandte, sie „tickt“ wie ich. Wir tauschen uns aus über Agenten, Lektoren, Marketing, Buchlesungen und all die Dinge, die nach dem Schreiben eines Rohtextes auf eine/n Autor/in zu rollen. Wer hier keine Wadelbeißernatur hat, wird scheitern, soviel steht fest.

15:45 Uhr

Die Zeit drängt; Nicole muss weg und ich hab auch noch fünf Verlage auf der Liste. Verdammt, in die Halle mit den Agenturen schaffe ich es nicht mehr. Egal, ich hab meine Agentur und scheinbar zu meinem großen Glück schon wieder eine Seelenverwandte in Form meiner Lektorin gefunden. Ne´ Rechtschreibfanatikerin wie ich. Ich entere die nun erfreulich dünner besetzten Rolltreppen und grinse über die ermatteten Messeopfer, die sich an allen Ecken und Enden zu Boden werfen und ihre Füße massieren oder erst mal durchatmen. Schnell noch ein Foto von einer Truppe Cosplay-Kandidaten gemacht. Ich zieh´ mein Programm fast im Laufschritt durch und ergattere noch ein paar Bücher für Recherchen zu Waffen, den Kelten, eines meiner Lieblingstiere, dem Wolf und eine Abhandlung über mittelalterliche Küche.

16:50 Uhr

Was hat man uns geraten? „Rechnen Sie mit langen Wegen zurück zum Parkplatz; wir fahren pünktlich ab.“ Die Drohung in den Worten war kaum zu überhören, wobei ich glaube, dass die Mädels der Buchhandlung Riemann eher einen Suchdienst engagieren würden, als ohne komplette Gruppe abzufahren. Ohne Stress komme ich rechtzeitig am Parkplatz an. Upps, wo ist der Bus? Auf jeden Fall nicht dort, wo er sein sollte. Ich blinzle ein wenig ratlos in die tief stehende Sonne. Da fallen mir ebenfalls verwirrte Leidensgenossen ins Auge. Sie tragen wie ich einen Riemann-Stoffbeutel bei sich. Aha, beim Mittagssnack auf dem Heyne-Empfang wurde das erwähnt. Verdammt, denn hatte ich aus Zeitgründen ausgelassen. Ausgerechnet Heyne! Nächstes Jahr passiert mir das nicht mehr, ich schwöre es. Nicht wegen der belegten Brötchen, sondern wegen der Chance, relevante Leute eines Verlages kennenzulernen.

17:30 Uhr

Die Uhr wird in Zukunft nach der Riemann-Zeit gestellt; geht genauer als die Atomuhr in Braunschweig. Die Stimmung ist locker und jeder hat was zu erzählen. Mein morgens noch stummer Nachbar entlarvt sich als pensionierter Notar, der schon 16-mal mit Riemann zur Buchmesse gefahren ist. Wir verfallen nach kurzer Zeit in ein angeregtes Gespräch zu E-Readern und E-Books. Frau Irmgard Clausen, die Chefin der Buchhandlung, stößt zu uns und sprüht vor Freundlichkeit und Fachwissen. Sie erkundigt sich nach unserem Tag und erntet allenthalben positive Äußerungen. Ich versichere ihr, dass sie mich jetzt auch in den nächsten 15 bis 20 Jahren an der Backe hat und kündige ihr diesen Bericht an. Ein Gläschen O-Saft mit oder ohne Prosecco verkürzt die Zeit bis zum Eintreffen in Coburg.

21:30 Uhr

Endlich Zuhause; ich gönne mir ein Dunkles, eine Dusche und sinke ins Bett. Anstelle von Schäfchen zähle ich Bücher, Bücher, Bücher …

Copyright © 2011 by Werner Karl

P. S. In dem Preis von 38,– € waren also die Hin- und Rückfahrt, die kleinen Verpflegungen, die Tageskarte und der Mittagssnack bei Heyne enthalten. Bücherherz, was willst du mehr?
P. P. S. Unter allen fett gedruckten Wörtern findet ihr Links zu den entsprechenden Namen.

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