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Claudia Brendler: Paarungszeit – DREIMAL IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE!

Erstellt von Detlef Hedderich am 23. Mai 2013

Claudia Brendler
Paarungszeit

Knaur
ISBN 978-3-426-21364-3
Belletristik / Liebe & Romantik / Humor
Erschienen: April 2013
Umschlaggestaltung: ZERO Werbeagentur, München
Umschlagabbildung: FinePic, München
Klappenbroschur, 336 Seiten

www.knaur.de
www.claudiabrendler.de

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei eBook.de

Die Autorin:

Claudia Brendler ist Autorin, Musikerin und als Comedienne Teil des bekannten Duos „Queens of Spleens“, das bereits in zahlreichen Fernsehsendungen (unter anderem „Ladies Night“, „Ottis Schlachthof“ oder „Spaß aus Mainz“) zu Gast war. Claudia Brendler lebt und arbeitet in Frankfurt.

Das Buch:

Therese betreibt im oberbayrischen Neuenthal eine Pension, ein Café und ein Trachtenmodengeschäft. Ihre erwachsene Tochter Susn will in Kürze heiraten und ganz selbstverständlich plant Therese die Feierlichkeiten einschließlich Hochzeitskleid für ihre einzige Tochter. Diese wiederum weiß nichts davon und ist, als sie nach und nach davon erfährt, ganz und gar nicht glücklich über die Ideen ihrer Mutter. Ohnehin hat Susn mit dem Hochzeitskleid so einige Probleme und in jedem Fall ganz andere Vorstellungen als ihre Mutter, ihre Schwiegermutter und viele andere Personen aus ihrem näheren Umfeld.

Die Planungen Thereses sorgen für so manche verrückte Begebenheit im Ort, denn mit dem lange nicht gesehenen Vater von Susn, taucht auch eine französische Erotikbestsellerautorin im Ort auf samt Begleitung. Diese mischen den eigentlich doch so beschaulichen Ort ordentlich auf und bringen die Gerüchteküche zum brodeln.

Die anstehenden Bürgermeisterwahlen, für die Therese kandidiert, sorgen im Rahmen des Wahlkampfes für zusätzlichen Zündstoff.

Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt und so erhält der Leser genauen Einblick in die Gefühlswelt von Therese und auch von Susn. Auf beide passt der Titel „Paarungszeit“ hier wirklich gut. In Neuenthal geht es zur Sache in Sachen Paare, daran gibt es hier nichts zu rütteln und betroffen sind da nicht nur die Zuchtfische von Susns’ Verlobtem Timo, sondern auch Susn selbst und ihre Mutter Therese.

„Paarungszeit“ ist nach „Eiertanz“ der zweite Roman der Autorin Claudia Brendler. In dieser Geschichte werden viele einzelne Episoden herrlich überzogen dargestellt und wirken dadurch witzig absurd. Das ist sicher nicht jedermanns Sache, mir persönlich hat es gut gefallen. Einzig der ziemlich ausgeprägte Einsatz von bayerischem und teilweise auch sächsischem Dialekt sowie französischem Sprachmischmasch konnten hier den Lesegenuss trüben. Da hilft es auch nicht, wenn im Glossar des Buches einige Begriffe erklärt werden. Die Mischung ist hier einfach nicht richtig gewählt und das fällt auch auf, wenn man die Einschübe in Dialekt auf Anhieb versteht.

Wer es komisch und absurd mag, der möge eintauchen in diese Geschichte, die sicher Anlass für einige angenehme und heitere Lesestunden sein kann.

Copyright © 2013 by Iris Gasper

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Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte, einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): „Paarungszeit“ ist der wie vielte Roman der Autorin Claudia Brendler? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! BITTE NICHT VERGESSEN, DIE ANSCHRIFT UND E-MAIL-ADRESSE MIT ANZUGEBEN!

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DIE VERBOTENE WELT – Leseprobe Teil 1 aus dem gleichnamigen Roman: “Rettungskreuzer Ikarus 51 (Gamorrha-Trilogie 1)” von Irene Salzmann

Erstellt von Irene Salzmann am 22. Mai 2013

DIE VERBOTENE WELT

Leseprobe Teil 1 aus dem gleichnamigen Roman:
“Rettungskreuzer Ikarus 51 (Gamorrha-Trilogie 1)”
von Irene Salzmann

„Sie geben.“ Missmutig schob Kroil Wenga den Kartenstoß über den Tisch.

Yeni Alaya nahm ihn mit einem feinen Lächeln entgegen. Vor dem schlanken Piloten des Rettungskreuzers Phoenix stapelten sich die Creds, während seinem Gegenüber bloß ein kleines Häufchen geblieben war. Er mischte, ließ Wenga abheben und teilte ihnen beiden jeweils sieben Karten aus, die zwei letzten aufgedeckt. Der Chef-Ingenieur hatte den höheren Wert.

„Ihr Einsatz?“, fragte Alaya.

Wenga seufzte und betrachtete die wenigen Münzen, die neben dem nicht aufgedeckten Blatt lagen. Zwar spielten sie um kleine Beträge, aber da er fast jede Runde verloren hatte, würde der Zyraner ein nettes Sümmchen einstreichen. Natürlich hätte Wenga schon vor einer Weile aufgeben können, doch wollte er nicht den Ruf eines schlechten Verlierers haben. Und es bestand immerhin die Chance, dass sich ihm das Glück noch zuwenden würde. Bislang hatte er allerdings vergeblich gehofft.

„Zwei Creds.“

Alaya schnippte die gleiche Anzahl Münzen in die Tischmitte und nahm die Karten auf. Seiner Miene war nicht anzusehen, ob er ein gutes oder schlechtes Blatt besaß.

Bastard!, dachte Wenga und musterte seine eigenen Karten.

Diesmal hatte er überwiegend rote Motive von mittlerem Wert, zwei blaue mit den höchsten Punkten und keine gelben. Daraus ergaben sich drei Möglichkeiten. Entweder sammelte Wenga Farben und spielte auf Sicherheit, indem er darauf vertraute, dass er vor dem Aufdecken noch einige rote Karten ziehen würde, oder er setzte auf Risiko, indem er Blau wählte, vielleicht jedoch nur kleine Gelb- oder Rot-Werte erhielt. Alternativ ließen sich  auch hohe Werte in beliebigen Farben sammeln, wobei viele Karten derselben Farbe natürlich ein besseres Blatt ergaben.

Wenga musste Ansagen: Farben oder Werte.

Alaya wartete geduldig. Er brauchte nie lange zum Überlegen.

Daulion-Wy, das von zwei bis drei Teilnehmern gespielt werden konnte, bestand aus zweiundvierzig Karten in drei Farben, die jeweils mit ein bis vierzehn Punkten versehen waren; hinzu kamen drei Cumva-Karten, die beliebige Farben und Werte annehmen konnten. Das Ziel war, mit sieben Karten eine möglichst hohe Punktzahl in einer Farbe oder hohe Werte mit verschiedenen Farben zu erzielen. Die Punkte wurden addiert, doch konnte auch eine geringere Punktezahl den Sieg erringen, wenn das Blatt überwiegend dieselbe Farbe aufwies oder eine lückenlose Zahlenreihe zusammenkam. Rot schlug Blau, Blau schlug Gelb. Das beste Blatt bestand aus roten Karten mit den Werten Acht bis Vierzehn im Farb-Spiel, aus den Werten dreimal Vierzehn, dreimal Dreizehn und einmal  Rot Zwölf im Punkte-Spiel.

Jede Karte, die Wenga austauschte, kostete nach seiner Vorgabe zwei Creds. Entschied er sich für Rot, mochte sein Einsatz kleiner bleiben, als wenn er Blau wählte, doch viele hohe Werte in einer Farbe oder das Punkte-Spiel mit den beiden Blauen und der höchsten Roten konnten ihm mit größerer Wahrscheinlichkeit den Sieg bringen. Oder eine teurere Niederlage.

Leider wusste er nie, wie Alaya spielte: Manchmal hatte der Zyraner ein gutes Blatt, das er wahlweise durch ein sicheres oder ein Risiko-Spiel und natürlich einer großen Portion Glück erhielt, dann wieder bluffte er und brachte Wenga dazu, ein Blatt, das ihm den Sieg gebracht hätte, umzustellen oder auszusteigen, was ihm die Niederlage bescherte.

„Farbe“, erklärte Wenga. Sein Gefühl sagte ihm, dass er die falsche Wahl getroffen hatte. „Und zwei Karten.“ Er legte vier Creds zum Einsatz, schob die beiden Blauen mit der Rückseite unter den Talon und nahm von oben zwei neue Karten. Zwei Gelbe. Verdammt!

Alaya kaufte vier Karten. Nicht einmal ein zuckendes Augenlid verriet, ob er mit dem Blatt zufrieden war. Er klappte es zusammen, legte es auf den Tisch, die Hände darüber gefaltet.

Nun war Wenga wieder an der Reihe. Ob er auch einmal versuchen sollte zu bluffen? Wenn Alaya vier Karten ausgetauscht hatte, dann mochte sein Blatt ziemlich mies sein. Oder war das nur ein Trick von Alaya, um Wenga genau das glauben zu lassen?

Er beschloss, noch einmal zwei Karten zu kaufen. Als er die Gelben abgeben wollte, hörte er eine vertraute Stimme hinter sich.

„Hier bist du also, Schnuckelchen!“

Wenga konnte nicht verhindern, dass er leicht zusammenzuckte. So sehr er Reela Coy auch liebte und es mochte, wenn sie ihn mit Kosenamen bedachte – im Beisein dritter war ihm das peinlich.

Alaya verkniff sich zwar ein Grinsen, aber seine dunklen Augen funkelten amüsiert.

„Reela …“ Wenga war wie immer in ihrer Gegenwart um Worte verlegen. „Hast du mich gesucht?“ Ich Idiot! Natürlich hat sie mich gesucht.

Die Ärztin strahlte ihn an. „Ich habe Plätzchen gebacken und dachte mir, dass du sie gern würdest probieren wollen. Bei einer Tasse Kaffee.“ Was im Klartext hieß: in meiner Kabine.

Wenga wurde es warm.

„Wir beenden die Partie, dann steht Ihnen der Chief ganz zur Verfügung“, sprang Alaya für Wenga ein.

Reela schenkte beiden ein Lächeln und winkte zum Abschied. „Bis gleich!“

Wenga blickte ihr nach, als sie mit wiegenden Hüften die Kantine verließ. Reela war nicht groß und etwas drall. Das gefiel ihm. Ihre blonden Locken glitzerten im Licht der Deckenleuchten wie pures Gold. Sie ist wundervoll!

Gedankenverloren legte er die Karten ab, nahm zwei neue – und stellte fest, dass er seine beiden besten Roten statt der Gelben ausgetauscht und an ihrer statt eine niedrige Blaue und noch eine Gelbe bekommen hatte. Er fluchte.

Alaya verzichtete auf weitere Karten. „Decken wir auf?“

„Ich gehe Plätzchen essen.“ Wenga warf die Karten auf den Tisch und erhob sich.

Alaya sammelte erst die Karten, dann die Creds ein. „Ärgern Sie sich nicht. Dafür haben Sie Glück in der Liebe. Schnuckelchen.“

***

Auf dem Weg zu Reelas Kabine fragte sich Kroil Wenga zum wiederholten Mal, was die Ärztin an ihm fand. Sie war jung, hübsch, stammte von Carilem V, einer Welt des Multimperiums, und war durch und durch menschlich. Er hingegen war ein Drupi, zwar menschlich genug, so dass ihrer beiden Spezies kompatibel waren, doch entsprach er ganz gewiss nicht den gängigen Schönheitsidealen:

Wenga war wie alle Repräsentanten seines Volks groß und kräftig. Vermutlich brachte er das Vierfache von Reelas Gewicht auf die Waage. Im Vergleich zu Männern wie Yeni Alaya wirkte er grobschlächtig mit seinem massigen Körper, dem runden Gesicht, das von hellem, borstigem Heer umrahmt wurde, der dreihöckrigen Nase und hellbraunen Augen. Konnte Reela wirklich einem Monstrum wie ihm Gefühle entgegenbringen? Warum himmelte sie nicht Alaya an, der mit seiner sportlichen Figur, der olivfarbenen Haut, dem üppigen schwarzen Haar und dem etwas verträumten Blick sehr viel mehr dem menschlichen Schönheitsideal entsprach?

In Folge wunderte sich Wenga, ob Reela ähnliche Gedanken hegte: Warum interessierte er sich für eine dünne, zarte Frau, statt einer viel stattlicheren Erscheinung den Hof zu machen? Es gab einige weibliche Drupi, die auf Vortex Outpost Dienst taten und für sein Empfinden echte Hingucker waren.

Kroil und Reela …

Tatsächlich wusste er selbst nicht, wie es dazu hatte kommen können.

Es war einfach … passiert.

Warum auch nicht? Man hörte immer wieder davon, dass ein Wenxi eine Aniaderin zur Frau nahm, ein Chomorr in ein Fidehi-Kollektiv integriert wurde, eine Lyane mit einem Pentakka ihr Glück fand, ein Sloaä sich einer Rimundi zuwandte … Der Vizianer Pakcheon und der ehemalige Septimus der Konföderation Anitalle Cornelius waren schließlich auch ein seltsames Paar. Weshalb sollte dann ausgerechnet an einem Drupi und einer Carilema etwas komisch sein?

Als Wenga vor der Tür von Reelas Kabine stand und sich anmelden wollte, wurde ihm nach nur einer Silbe geöffnet.

Reela hatte auf ihn gewartet. Ihre großen, grünen Augen leuchteten unter schmalen, gewölbten Brauen. Wenga hätte unter diesem Blick wie Eis in der Sonne dahin schmelzen können …

Der kleine Raum unterschied sich nicht von seinem, denn die Ausstattung war auf fast allen Schiffen Standard. Allein die persönlichen Gegenstände verliehen der Kabine eine individuelle Note.

Es gab ein schmales Bett – gut, seines war etwas breiter, aber er benötigte nun mal nahezu die doppelte Liegefläche wie ein Mensch -, einen Spind, einen Tisch und zwei Stühle, ein Regal mit Holowürfeln, die Bilder von Reela nahestehenden Personen zeigten, Souvenirs und anderen Dingen. Das Prunkstück war ein gigantischer, handbemalter Fächer an der Wand hinter der Sitzgruppe.

Auf dem Tisch standen ein großer Teller mit Gebäck und zwei Tassen, in die Reela gerade Kaffee einschenkte.

„Setz dich, Schatzi. Hast Du die Partie gewonnen?“

Wenga kam der Aufforderung nach. Der Stuhl war zu niedrig und zu schmal, aber glücklicherweise stabil. Zögernd schüttelte er den Kopf. „Der Kerl hat ein verdammtes Glück, egal was wir spielen.“

Reela nahm ihm gegenüber Platz. „Warum lässt du dich dann immer wieder darauf ein?“

„Um mir die Zeit zu vertreiben.“

„Vielleicht solltest du dir … einen anderen Zeitvertreib suchen.“

„Zum Beispiel?“ Hatte das eben verheißungsvoll geklungen? Wenga wurde es noch wärmer; er wünschte sich, dass die Klimaanlage um zwanzig Grad herunter regelte.

„Na ja“, erwiderte Reela gedehnt. „Mir ist schon klar, dass die Freizeitmöglichkeiten an Bord begrenzt sind und du nicht nur Fachbücher lesen oder Holofilme anschauen magst. Laini hat begonnen, ein Instrument zu spielen. Sie sagte mir den Namen, aber er war so kompliziert, dass ich ihn gleich wieder vergessen habe. Melton – nein, das soll ich nicht verraten, weil es ihm etwas peinlich ist. Was der Captain treibt, keine Ahnung. Mir macht Backen Spaß. Ich dachte, dass du sicher auch gern etwas Kreatives anfangen möchtest.“

„Etwas Kreatives?“, echote Wenga, nachdem Reela immer schneller geredet hatte und ihn nun hoffnungsvoll anblickte, eine kluge Antwort erwartend.

„Ist nicht alles besser, als ständig gegen einen ehemaligen Berufsspieler zu verlieren?“

„Alaya ist Berufsspieler?“ Das erklärt einiges.

„War“, betonte Reela. „Er erzählte, dass er, bevor ihn das Raumcorps anheuerte, in einem Casino gearbeitet hatte. Nur im Casino als Croupier, Kartengeber und so, aber nicht als … äh …“

Eine leichte Röte überzog ihre Wangen, was Wenga einfach entzückend fand.

Reela wedelte mit der Hand. „Nimm doch ein Plätzchen!“

Wenga griff zu, während Reela den Faden wieder aufnahm.

„Ja, und wer glaubst du, hat ihm die ganzen Tricks beigebracht?“

Schnell schluckte Wenga herunter und wäre fast erstickt. Noch nie hatte er einen so trockenen Keks gegessen. Selbst die Sandkuchen, die seine kleine Nichte ihren Puppen und auch ihm, wenn er zu Besuch kam und mit ihr spielte, servierte, mochten bekömmlicher und weniger trocken sein …

„Keine Ahnung“, würgte er hervor und nahm einen großen Schluck heißen Kaffee. Lieber den Schlund verbrannt, als dem Keks des Todes erlegen.

„Niemand Geringeres als dieser Gauner Jason Knight. Da staunst du, was?“

Wenga nickte, froh, dass nicht wirklich eine Erwiderung notwendig war. Die hätte bloß aus Krümeln bestanden. Den nächsten Schluck nahm er vorsichtiger.

„Das ist wohl zehn Jahre her und war bevor Knight seine Schmuggler-Karriere begann. Nachdem er Yeni eingearbeitet hatte, kündigte er, spielte um einen Frachter, gewann – und weg war er. Yeni blieb danach noch gut zwei Jahre auf der St. Domina und schlug sich weitere drei Jahre als Berufsspieler durch. Weil irgendwann niemand mehr gegen ihn antreten wollte und er Schulden hatte, kam er zum Corps. Hast du das nicht gewusst?“

„Er hat auf der St. Domina gearbeitet?“ Wenga stellte die Tasse auf den Tisch. „Also darum wurde er von den Mädchen begrüßt wie ein alter Freund. Und ich hatte gedacht -“

„Mädchen?“ unterbrach ihn Reela, plötzlich mit Eis in der Stimme. „Was für Mädchen? Warst du etwa auch einmal an Bord dieses … Sündenpfuhls?“

Mit einem Mal brachte eine andere Hitze Wenga zum Schwitzen. Er hatte genau das Falsche gesagt.

„Nur dienstlich“, versuchte er, den Schaden zu begrenzen. „Ist schon eine Weile her. Ich glaube, du hattest damals Urlaub. Uns erreichte ein Funkspruch von der St. Domina, dass ein Gast mit einer ansteckenden Krankheit isoliert wurde, den man mit den bordeigenen Mitteln nicht heilen konnte. Wie sich herausstellte, war es ein … ah … gängiges … Leiden, doch der Erreger war mutiert. Wir haben den Mann an Bord genommen und in die nächste Klinik, auf St. Salusa, gebracht. Das war alles.

„Wirklich alles? Du sagtest, da waren Mädchen …“

Noch nie war Wenga so dankbar für das Heulen des Alarms gewesen, der genau in diesem Moment aufbrandete. Er schoss vom Stuhl hoch.

„Wir müssen in die Zentrale. Bestimmt ein Notruf.“

Reela eilte ihm nach. „Was war mit -“

„Mädchen, Männer“, rief Wenga über die Schulter, „Zwitter. Alles Mögliche gibt es dort. Besser, du fragst Alaya, wenn dich das interessiert. Ich habe bloß meinen Job erledigt.“

Als eine Antwort ausblieb, war Wenga ganz stolz auf sich. Er hatte sich nicht erneut in selbst ausgelegten Fußangeln verfangen, jeglichen Verdacht hoffentlich zerstreut – und den Keksen des Todes war er ebenso entkommen wie den Vorschlägen, welches kreative Hobby für ihn das richtige wäre. Es gab einfach Dinge, über die ein Mann nicht sprach. Erst recht nicht mit der Frau, deren Herz er erobern wollte. Und es war unwahrscheinlich, dass die Phoenix in absehbarer Zeit die Bahn der St. Domina kreuzen würde. Ansonsten blieb nur, giftige Pilze zu essen, um von Reela in der Krankenstation gepflegt zu werden …

(zum nächsten Teil)

Copyright (C) 2012/13 by Irene Salzmann, Abdruck mit freundlicher Genehmigung.

Wer wissen möchte, was vorher passierte und wie es weitergeht, kann das Nachlesen in (Bestellmöglichkeit der Printausgabe direkt beim Verlag mit Klick auf das Cover):


Autor: Irene Salzmann
Preis: 2,99 EUR inkl. Mwst.
Erschienen: Atlantis Verlag 2013, ca. 106 Seiten *
Kategorie: Rettungskreuzer Ikarus
Format:
ebook für den Mobipocket-Reader Mobipocket (ohne DRM) 381.67 KB
eBook im ePub Format (ohne DRM) 291.35 KB
Rettungskreuzer Ikarus Band 51 als ebook bei beam-ebooks.de

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 390 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 125 Seiten
Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
Verlag: Atlantis Verlag Guido Latz (16. April 2013)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
Als Kindle Edition als ebook bei Amazon

Die Wanderlustseuche wurde besiegt, aber es wird noch lange dauern, bis die Galaxis sich von den Folgen erholt hat. Der Rettungskreuzer Phoenix ist eines der Schiffe, die auf die Notrufe Bedürftiger antworten und Hilfe zu bringen versuchen. Ein Funkspruch führt die Crew der Phoenix zu einem havarierten Raumer; dessen Besatzung hat eine verbotene Welt besucht und das Grauen mit an Bord gebracht …

In Vorbereitung der Paperbackausgabe später:

Titel bestellbar bei ebook.de
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SFBASAR.DE-ANTHOLOGIE (mit Themenschwerpunkt): “Magie – Verwandlungs-, Hexerei- & Zaubergeschichten”

Erstellt von Barbara Wegener am 22. Mai 2013

“Magie – Verwandlungs-, Hexerei- & Zaubergeschichten”

sfbasar.de-Anthologie Band 21

mit Beiträgen der Community-Autoren

des Literatur-Blogs “sfbasar.de”

In dieser Anthologie geht es um Beiträge, deren handlungsführendes Element die Magie ist, also etwa Geschichten, in denen es um Verwandlung, Hexerei und Zauberei geht. Dabei ist es die Vielfältigkeit dieser Elemente, die diese Anthologie interessant machen soll. Wie weit ist denn nun die Spannbreite dieser Themen und wo fängt es an und wo hört es auf MAGIE zu sein? Bietet mir also Eure Geschichten, Gedichte und sonstigen Beiträge an, von denen Ihr glaubt, dass die Magie dort das tragende Element darstellt. Ich freue mich darrauf, sie in meine Anthologie zu stellen. Begeben wir uns nun an diese phantastischen Orte und erleben wir gemeinsam wundersame Begebenheiten und lesen die bezaubernden und zauberhaften Geschichten, die nun folgen:

ABSEITS VON ALLEM (Teil 1) aus: “Shaans Bürde” – Fantasy-Roman von Susanne Gavénis

IN VORBEREITUNG: ABSEITS VON ALLEM (Teil 2) aus: “Shaans Bürde” – Fantasy-Roman von Susanne Gavénis

IN VORBEREITUNG: ABSEITS VON ALLEM (Teil 3) aus: “Shaans Bürde” – Fantasy-Roman von Susanne Gavénis

BUCHBESPRECHUNG: ACHT TEUFELSEIER von Michel Parry (Hg.) – Rezension von Michael Drewniok

BUCHBESPRECHUNG: AUSERSEHEN (Tales of Partholon 1) von P. C. Cast – Rezension von Petra Weddehage

BLACKOUT – Eine Kurzgeschichte von little_wonni

BUCHBESPRECHUNG: DAS HAUS DER TOTEN DÄMONEN von Peter Dempf – Rezension von Irene Salzmann

BUCHBESPRECHUNG: DAS ZAUBERER HANDBUCH von Michael Peinkofer – Rezension von Yvonne Rheinganz

BUCHBESPRECHUNG: DER LETZTE ENGEL – von Zoran Drvenkar – Rezension (des unkorrigierten Vorab-Exemplares) von Werner Karl

BUCHBESPRECHUNG: DER LETZTE ZAUBERLEHRLING von Gerd Ruebenstrunk – Rezension von Iris Gasper

DER PRIESTER – Leseprobe Teil 2 aus dem Roman: “Grave Mercy – Die Novizin des Todes” von Robin L. LaFevers

DER WELTENBAUM – DIE SUCHE – eine HighFantasy-Geschichte von Simone Wilhelmy

BUCHBESPRECHUNG: DIE EULE VON ASKIR – Ein Askir-Roman (Parallelhandlung zu Bd. 5 „Die Feuerinsel“) von Richard Schwartz – Rezension von Alexandra Balzer

DIE INSEL DER NYRMENGEISTER – Fantasy-Story von Aileen P. Roberts

BUCHBESPRECHUNG: DIE VERBORGENE KÖNIGIN (Changer of Days 1) von Alma Alexander – Rezension von Petra Weddehage

DIE VERMÄHLUNG – Leseprobe Teil 1 aus dem Roman: “Grave Mercy – Die Novizin des Todes” von Robin L. LaFever (sfb-Preisträger “Beste Leseprobe Herbst 2012″ – Geteilter Preis)

GELIEBTE ZWISCHEN DEN WELTEN – Eine Kurzgeschichte von Anna Breitzke

GRANOCK – Ein Fantasy-Fragment von Cameo Flush

NEU - HEXEREI? – Eine Kurzgeschichte von Irene Salzmann

MAGIE – Leseprobe von Susan Ott

BUCHBESPRECHUNG: MAGNOLIA STEEL – HEXENDÄMMERUNG von Sabine Städing – Rezension von Iris Gasper

BUCHBESPRECHUNG: MASKEN – UNTER MAGISCHER HERRSCHAFT von Mara Lang – Rezension von Yvonne Rheinganz

BUCHBESPRECHUNG: PANDÄMONIUM – DIE SCHWARZEN KÜNSTE (Band 1) – Rezension von Petra Weddehage

BUCHBESPRECHUNG: SHADOW FALLS CAMP – GEBOREN UM MITTERNACHT von C.C. Hunter – Rezension von Yvonne Rheinganz

BUCHBESPRECHUNG: VERRÄTER DER MAGIE (Band 1) von Rebecca Wild – Rezension von Iris Gasper

BUCHBESPRECHUNG: VERWANDLUNG (Das Buch der Schatten 1) von Cate Tiernan – Rezension von Irene Salzmann

BUCHBESPRECHUNG: WÄCHTER DES MORGEN – WÄCHTER 5 von Sergej Lukianenko – Rezension von Armin Möhle

BUCHBESPRECHUNG: WALD DER TAUSEND AUGEN (Schattenwald-Geheimnisse 1) von Linda Chapman & Lee Weatherly – Rezension von Irene Salzmann

BUCHBESPRECHUNG: WER WILL SCHON EINEN DRACHEN? (Liona Lix) von Dagmar H. Mueller – Rezension von Petra Weddehage

BUCHBESPRECHUNG: ZARIAS SEHNSUCHT – DER MAGISCHE ELFENBUND 2 von Victoria Hanley – Rezension von Petra Weddehage

Liebe Community-Autoren: Weitere Beiträge sind erwünscht und sollen diese Anthologie ergänzen. Wir planen bei genügend Beiträgen, diese Anthologie hier auch als PDF-File zusammen mit einem Spendenbutton (für kleine Beträge zum jeweiligen Storywettbewerb) anzubieten. Außerdem planen wir davon ein ebook und am Ende vielleicht sogar eine Printausgabe erscheinen zu lassen! Es liegt ganz an euch und eurer Teilnahme an den Anthologien! Wer also teilhaben möchte, der schreibt eine Geschichte oder einen Sachbeitrag zum Thema und stellt ihn bei uns als Artikel oder Story ein. Bei einer Story kann diese auch an den Storywettbewerben teilnehmen, muß das aber nicht zwingend! Wir hoffen auf eure Hilfe!

Liebe Besucher, Leser und Unterstützer unseres Literaturblogs, wenn Ihr unseren Autoren ein wenig Unterstützung bieten möchtet, so gibt es jetzt die Möglichkeit eine kleine Spende über den unten stehenden Button per Paypal in die Kasse einzuzahlen, aus der dann die Preisgelder für die Gewinner des nächsten Storywettbewerbs mitfinanziert werden:

Herzlichen Dank auch im Namen aller unserer Autoren!

Das sfbasar.de-Team
i.A. Barbara Wegener

Bildrechte: Magie – Verwandlungs-, Hexerei- & Zaubergeschichten” (Magie neuer Hrsg und heller.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: saargau-arts.de – http://saargau-arts.de/

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HEXEREI? – Eine Kurzgeschichte von Irene Salzmann

Erstellt von Irene Salzmann am 22. Mai 2013

HEXEREI?

Eine Kurzgeschichte
von
Irene Salzmann
(1994/2013)

Mara stieg langsam die hell marmorierten Stufen hinauf. Laut hallte das Klacken ihrer hohen Absätze durchs Treppenhaus und übertönte das Gebrüll eines kleinen Kindes aus einer der Wohnungen. Irgendwo kochte jemand Kohl, dessen säuerlicher Geruch unangenehm in ihre Nase stieg.

Als Mara den zweiten Stock erreicht hatte, steuerte sie zielsicher die richtige Tür an. Der einst weiße Anstrich hatte sich im Laufe der Jahre gelblich verfärbt, und in Höhe des Knaufs tummelten sich die grauen Abdrücke zahlloser Finger. Der Name auf dem weinroten Plastikschild unter der Klingel war kaum zu entziffern. Mara wußte, was in blassen Buchstaben darauf stand:

L. Hartl. L für Lothar. Lothar Hartl war leitender Bankangestellter, hatte ein ganz gutes Einkommen, fuhr einen weißen Dreier BMW, leistete sich jeden Sommer zwei Wochen Urlaub in der Türkei oder einem anderen Billigland und spielte in der Freizeit Tennis. Und er war ledig. Allein.

Mara drückte auf den Knopf, und es summte aufdringlich. Nach einem Moment hörte sie in der Wohnung eine Tür schlagen, dann näherten sich gleichmäßige Schritte, das Glas des Spions wurde dunkel – jemand schaute hinaus – und ihr wurde geöffnet.

“Ja, bitte?”

Ein schlanker Mann Anfang Dreißig füllte den Rahmen. Sein Haar war dunkel, er hatte eine sportliche Brille und sah durchschnittlich gut aus. Er trug legere Freizeitkleidung; heute mußte er nicht zur Arbeit.

Neugierig musterte er Mara, die sich ihres attraktiven Äußeren bewußt war. Für eine Vertreterin war ihr lindgrünes Kostüm zu elegant, und als Zeugin Jehova hätte sie den “Wachturm” in der Hand halten müssen. Zweifellos hielt er sie für die seriöse Angestellte einer Behörde, sonst hätte er nicht geöffnet.

Mit einer unbewußten Handbewegung strich sich Mara eine rotbonde Locke aus der Stirn. “Guten Morgen, Herr Hartl”, sagte sie mit klarer Stimme. “Ich bin eine Hexe und weiß, daß heute ein glücklicher Tag für Sie ist. Was Sie sich schon lange wünschten, wird endlich in Erfüllung gehen.”

Sein Gesicht verschloß sich. “Was reden Sie da? Ich bin schon vor Jahren aus der Kirche ausgetreten und glaube auch nicht an New Age und solchen Humbug. Auf Wiedersehen!”

Klapp – fiel die Tür zu.

Mara seufzte und ging klackend die Treppe bis zum nächsten Absatz hinunter. Das Kind hatte sich mittlerweile beruhigt, und der Kohlgeruch war noch intensiver geworden. Sie lauschte. Jemand kam aus dem Keller, eine Tür wurde in Parterre zugeknallt, dann war es still.

Außer Mara war niemand da. Keiner würde sie stören.

Mit wenigen Griffen hatte sie ihr modisches Kostüm umgedreht, so daß daraus ein langer, karierter Rock mit einem braunen Flicken am ausgefransten Saum wurde. Statt des  adretten Blazers trug sie ein schmuddeliges Wolltuch über der dunklen Bluse. Ihre zierlichen Sandalen wurden zu muffig riechenden Filzpantoffeln. Schnell drückte sie die Hakennase zurecht, stopfte das schüttere, graue Haar unter ein geblümtes Kopftuch und plazierte den Buckel an der richtigen Stelle, obendrauf die schwarze Katze.

Gemächlich schlurfte Mara die Treppe wieder hoch. Diesmal mußte sie länger vor der Tür warten. Herr Hartl fürchtete einen weiteren Störenfried und reagierte erst auf das dritte Summen, um den lästigen Besucher zu verscheuchen.

Mißtrauisch musterte er Mara von oben bis unten. Die Katze zischte böse und kniff die leuchtend gelben Augen zu schmalen Schlitzen.

“Ich gebe nichts”, sagte er unfreundlich. Wenn man einmal damit anfing, wurde man die Bettler überhaupt nicht mehr los.

“Guten Morgen, Herr Hartl.” Mara ließ sich nicht abweisen. “Ich bin eine Hexe und weiß, daß heute ein glücklicher Tag für Sie ist. Was Sie sich schon lange wünschten, wird endlich in Erfüllung gehen.”

Er stutzte. “War nicht eben schon mal jemand von Ihrem Verein hier? Ihr laßt einen wohl nie in Ruhe, wie?”

“Sie meinen bestimmt die junge, hübsche Frau”, entgegnete Mara und wiegte den Kopf hin und her. “Ich begegnete ihr unten auf der Straße. Sie ist auf dem Weg nach Hause. Oh, die Ärmste! An der Bushaltestelle wird sie gleich stolpern, der Fahrer kann nicht mehr rechtzeitig halten und -” Sie verstummte abrupt und blickte Herrn Hartl eindringlich an. Ihr Kopf zitterte noch immer auf dem faltigen Hals. “So eilen Sie doch, helfen Sie ihr!”

Ohne nachzudenken, rannte Herr Hartl aus der Wohnung, verharrte kurz am Eingang und schaute suchend die Häuserzeile entlang, ohne die junge Frau entdecken zu können. Er sprintete um den Block zur nächsten Haltestelle, wo einige Leute am Rand der Parkbucht auf den sich nähernden Bus warteten. Sie drängelten und schoben, jeder hoffte auf einen Sitzplatz.

Zwischen ihnen stand Mara.

Der Bus setzte den Blinker und wurde langsamer.

Mara machte einen Schritt zur Seite, stolperte und stürzte nach vorn. Die Bremsen des Bus quietschten. Entsetzt stöhnten die Leute auf.

Eine kräftige Hand packte Maras Arm und zerrte sie gerade noch zurück. Der Bus kam direkt vor ihr zum Stehen.

“Das ging ja noch mal gut”, sagte jemand. Die große Frau war so erschrocken, als wäre das Unglück beinahe ihr selbst zugestoßen.

“Man sollte sich nicht so nah an den Bordstein stellen”, meinte ein anderer. Der junge Bursche malte sich etwas enttäuscht den zerdrückten Körper in einer hellroten Blutlache aus.

“Der Fahrer hätte keine Schuld gehabt”, fand ein dritter. Der Mann mittleren Alters dachte an einen Radfahrer, den er in jener schrecklichen Nacht vor knapp drei Jahren nicht rechtzeitig bemerkt hatte, da dieser dunkle Kleidung getragen und kein Rücklicht gehabt hatte.

“Haben Sie sich weh getan?” fragte Herr Hartl besorgt.

Mara blickte auf, lächelte zaghaft und schüttelte den Kopf. Flüchtig wischte sie die roten Locken aus dem Gesicht.

“Auf den Schreck sollten wir einen Kaffee trinken”, sagte er. “Kommen Sie. Dort drüben ist ein nettes Bistro. Sie zittern ja am ganzen Körper.” Er bot Mara seinen Arm an und führte sie über die Straße. Herr Hartl hatte ihre beiden Besuche und sein Mißtrauen ganz vergessen.

Im Bistro setzten sie sich an ein sauberes Tischchen in einer gemütlichen Ecke. Von draußen drang abgeschwächt der Verkehrslärm herein, ein Auto hupte, und ein Fußgänger schimpfte. Gedämpft dudelte Instrumentalmusik aus verborgenen Lautsprechern, die Gäste unterhielten sich leise, und es duftete nach Kaffee und frischen Semmeln. Herr Hartl fand Mara sehr schön und genoß ihre Gesellschaft. Bestimmt bewunderte sie ihn für seine geistreichen Witze. Heute, er war sich ganz sicher, mußte ein Glückstag sein, weil er endlich seine Traumfrau gefunden hatte. Er würde sie fragen, ob sie auch Tennis spielte, sie mit seinem Wagen ausfahren, und vielleicht verbrachten sie den nächsten Urlaub gemeinsam in der Türkei. Ja, und dann …

Mara drehte den Kopf und blickte nach links. Am Tresen lehnte ein Mann, ein guterhaltener Vierziger, und trank ein Kännchen Tee.

Martin Bender. Er war Ingenieur, hatte ein kleines Häuschen, fuhr einen blauen Audi 80 Cabrio, machte im Winter Skiurlaub und im Sommer Bildungsreisen. Und er war geschieden. Allein.

Mara wandte sich wieder Lothar zu, der weitergesprochen hatte und zu lachen anfing. Sie stimmte mit ein. In Wirklichkeit hatte sie gar nicht zugehört, sondern an etwas anderes gedacht.

Belustigt stellte sich Mara vor, daß sie Martin Bender aufforderte, die häßliche Alte vor dem Bus zu retten. Den Leuten würden die Augen aus dem Kopf fallen, wenn sie sahen, wie er ihren Buckel zärtlich streichelte.

Die kleine Katze zeigte ihre Krallen und fauchte.

Das war ja Unsinn! Glaubwürdig war nur die Hexe mit Buckel und gerettet wurden ausschließlich hübsche Prinzessinnen. Umgekehrt funktionierte es nie – obwohl es ein Spaß wäre. Die dummen Gesichter der Leute.

Erneut fauchte die Katze, und ihre Krallen bohrten sich warnend durch den Stoff.

Schon gut. Erst Lothar, dann Martin; und wie üblich. Nehmen, was freiwillig gegeben wurde. Wie es sich für eine ehrbare Hexe gehört.

ENDE

Copyright (C) 1994/2013 by Irene Salzmann

Bildrechte: Magie – Verwandlungs-, Hexerei- & Zaubergeschichten” (Magie neuer Hrsg und heller.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: saargau-arts.de – http://saargau-arts.de/


Buchtipp der Redaktion:


Garcia, Kami / Stohl Inc., Margaret
Beautiful Creatures – Eine unsterbliche Liebe

Buch zum Film

Übersetzt von Koob-Pawis, Petra
Verlag :      cbj
ISBN :      978-3-570-40159-0
Einband :      Paperback
Preisinfo :      9,99 Eur[D] / 10,30 Eur[A] / 14,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 03.05.2013
Seiten/Umfang :      544 S. – 18,3 x 12,5 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Produktform (detailliert) :      B504
Erscheinungsdatum :      11.03.2013

Medien :
Leseprobe(PDF)

Die Filmausgabe des Bestsellers “Sixteen Moons – Eine unsterbliche Liebe”; ungekürzte Textausgabe.

Liebe noch vor dem ersten Blick: Schon bevor Ethan sie zum ersten Mal gesehen hat, hat sie ihn in seinen Träumen verfolgt: Lena Duchannes, die Neue in Ethans Schule, in die Ethan sich unsterblich verliebt. Doch Lena umgibt ein Fluch, den sie mit aller Kraft geheim zu halten versucht: Sie entstammt einer Familie von Hexen, und an ihrem sechzehnten Geburtstag wird sie berufen werden. Dann wird sich entscheiden, ob sie eine gute oder eine böse Hexe wird. Ethan aber weiß: Auch er hat keine Wahl – ihm ist vorherbestimmt, Lena für immer zu lieben. Aber wird er an ihrer Seite bleiben können, gleich, welcher Seite sie künftig angehört?

„The Legion – Der Kreis der Fünf“ ist Kami Garcias neuer Roman. Vorher hat sie zusammen mit Margaret Stohl die Romanserie „Sixteen Moons – Eine unsterbliche Liebe“ geschrieben. Die Bücher stürmten die internationalen Bestsellerlisten, erhielten zahlreiche Preise, und inzwischen wurde „Sixteen Moons“ unter dem Titel „Beautiful Creatures – Eine unsterbliche Liebe“ von Hollywoodregisseur Richard LaGravanese verfilmt. Kami lebt mit ihrer Familien im kalifornischen Los Angeles. Kami Garcia und Margaret Stohl kam die Idee zu „Sixteen Moons – Eine unsterbliche Liebe“ während eines gemeinsamen Essens. Auf eine Papierserviette kritzelten sie ihre Gedanken zu einem Roman, der sie beide begeistern würde, und begannen zu schreiben. Die Sixteen-Moons-Bücher wurden ein weltweiter Erfolg und inzwischen auch verfilmt. Beide Autorinnen leben mit ihren Familien im kalifornischen Los Angeles. Mittlerweile schreiben sie nicht mehr auf Papierservietten, sondern auf Computern.

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de

Titel erhältlich bei Booklooker.de

Titel erhältlich bei Libri.de

ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln unter Storys unserer Community-Autoren, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens einen Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

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SFBASAR.DE-ANTHOLOGIE (mit Themenschwerpunkt): “Psychogenese – Dem Wahnsinn auf der Spur”

Erstellt von Maria Nazira am 22. Mai 2013

“Psychogenese – Dem Wahnsinn auf der Spur”

sfbasar.de-Anthologie Band 16

mit Beiträgen der Community-Autoren

des Literatur-Blogs “sfbasar.de”

Editorial: Liebe Besucher, Autoren und Leser wieder startet ein weiterer Beitrag für diese Anthologie, zu erkennen an dem vor den Beitrag vorangestellten roten Zusatz: “NEU“. Alle Community-Autoren, Rezensenten und solche, die es werden wollen, sind ebenfalls herzlich dazu eingeladen zahlreiche Beiträge zu schreiben und damit diese Themensammlung mit Lesestoff zu füllen. Rückmeldungen in Form von Lob, Kritik oder Verbesserungsvorschlägen seitens der Autoren und Leser sind wie immer ausdrücklich erwünscht und werden gespannt erwartet.

Das Thema lautet: Psychogenese

Was bedeutet Psychogenese?

Zum einen beschreibt der Begriff die Entwicklung und Veränderung einzelner seelischer Fähigkeiten sowie der seelischen Struktur (Psyche) eines Menschen im Verlauf seines Lebens (Ontogenese). Zum anderen beinhaltet das Wort Psychogenese die Entstehungsgeschichte von psychiatrischen und psychosomatischen Erkrankungen (auch Psychogenie genannt) sowie deren psychische Ursachen und Bedingungen.

Denkbar sind hier unter anderem Geschichten über die Entwicklung vom Kind bis hin zum Erwachsenen, Storys über den Hintergrund von Verhaltensänderungen oder auch die Beschreibung einer psychischen Störung mit ihren Ursachen. Die Entwicklung einer Person/Gestalt bietet jedem Autor unendliche Möglichkeiten.

Also lasst Eurer Phantasie freien Lauf, schnappt Euch Feder, Bleistift, Kuli, Tastatur oder was Ihr sonst so bevorzugt und schickt uns Eure Kurzgeschichten, Gedichte, Rezensionen, Artikel und mehr! Wir erwarten freudig Eure zahlreichen Beiträge.

Solltet Ihr noch zweifeln, ob Eure Ideen hierhin passen, helfen die bereits vorhandenen Beiträge vielleicht bei der Entscheidungsfindung.

Aber genug der Worte. Lassen wir jetzt die Beiträge zum Themenkreis: “Psychogenese” sprechen:

BUCHBESPRECHUNG: ALLES MUSS VERSTECKT SEIN von Wiebke Lorenz – Rezension von Iris Gasper

ANGST IN DIR – Kurzgeschichte von Sascha Ladra (sfb-Preisträger Platz 3 im Storywettbewerb 1/2010)

DAS TROCKENBAD – Eine Kurzgeschichte von Maria Nazira

DESPERATE ANGELS – Leseprobe des gleichnamigen Romans von E. M. Ross

BUCHBESPRECHUNG: Die Angst hat tausend Namen von Christopher Evans (Hg.) – Rezension von Michael Drewniok

ERKENNTNIS AUF UMWEGEN – eine Fantasy-Kurzgeschichte von little_wonni

GUARDIAN ANGELS – Leseprobe des gleichnamigen Romans von E. M. Ross

BUCHBESPRECHUNG: Hannes von Rita Falk – Rezension von Sandra Stockem

FILMBESPRECHUNG: HEARTLESS (GB 2009) – Regie u. Drehbuch: Philip Ridley – Rezensiert von Michael Drewniok

IM PSYCHIVERSUM – Eine fantastische Kurzgeschichte von Michael Bahner

MARC ZEICHNET SCHWARZ-WEISS – Leseprobe (Teil 1) aus dem gleichnamigen Roman von Karsten Harms

NEU - MARC ZEICHNET SCHWARZ-WEISS – Leseprobe (Teil 2) aus dem gleichnamigen Roman von Karsten Harms

IN VORBEREITUNG: MARC ZEICHNET SCHWARZ-WEISS – Leseprobe (Teil 3) aus dem gleichnamigen Roman von Karsten Harms

FILMBESPRECHUNG: PATHOLOGIE JEDER HAT EIN GEHEIMNIS (USA 2008) – Regie: Marc Schöllermann – Rezension von Michael Drewniok

BUCHBESPRECHUNG: PSYCHO von Robert Bloch – Rezension von Michael Drewniok

FILMBESPRECHUNG: THE CHAIR (Kanada 2007) – Regie: Brett Sullivan – Rezension von Michael Drewniok

FILMBESPRECHUNG: TRIANGEL – DIE ANGST KOMMT IN WELLEN (GB/Australien 2009) – Regie u. Drehbuch: Christopher Smith – Rezensiert von Michael Drewniok

Liebe Community-Autoren: Weitere Beiträge sind erwünscht und sollen diese Anthologie ergänzen. Wir planen bei genügend Beiträgen, diese Anthologie hier auch als PDF-File zusammen mit einem Spendenbutton (für kleine Beträge zum jeweiligen Storywettbewerb) anzubieten. Ausserdem planen wir davon ein ebook und am Ende vielleicht sogar eine Printausgabe erscheinen zu lassen! Es liegt ganz an euch und eurer Teilnahme an den Anthologien! Wer also teilhaben möchte, der schreibt eine Geschichte oder einen Sachbeitrag zum Thema und stellt ihn bei uns als Artikel oder Story ein. Bei einer Story kann diese auch an den Storywettbewerben teilnehmen, muss das aber nicht zwingend! Wir hoffen auf eure Hilfe!

Liebe Besucher, Leser und Unterstützer unseres Literaturblogs, wenn Ihr unseren Autoren ein wenig Unterstützung bieten möchtet, so gibt es jetzt die Möglichkeit eine kleine Spende über den unten stehenden Button per Paypal in die Kasse einzuzahlen, aus der dann die Preisgelder für die Gewinner des nächsten Storywettbewerbs mitfinanziert werden:

Herzlichen Dank auch im Namen aller unserer Autoren!

Das sfbasar.de-Team
i.A. Maria Nazira

Bildrechte: “Psychogenese – Dem Wahnsinn auf der Spur” (Psychogenese5.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

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MARC ZEICHNET SCHWARZ-WEISS – Leseprobe (Teil 2) aus dem gleichnamigen Roman von Karsten Harms

Erstellt von WENZ Verlag am 22. Mai 2013

MARC ZEICHNET SCHWARZ-WEISS

- Leseprobe (Teil 2) -

aus dem gleichnamigen Roman

von Karsten Harms

(Zum vorherigen Teil)

Ich finde das alles nicht gerade zum Lachen! Wenn ihr mich fragt, dann kochen sämtliche Psychologen auch nur mit Wasser. Es ist ja nun nicht gerade so, dass sie einem in den Kopf hineinschauen können und deshalb genau sehen, was mit einem los ist. Nein, alles, was sie haben, sind Theorien. Sie befragen einen, stellen Vermutungen an … und dann packen sie den Patienten in eine Schublade. Na klasse! Sie drücken dir einen Stempel auf und tun so, als ob psychische Probleme nicht überaus komplex und verworren, sondern stattdessen in diskreten Zuständen, in klaren Kategorien beschreibbar wären. In der Folge verlässt du die Klink mit einer ach so eindeutigen Diagnose und jeder Menge verschreibungspflichtiger Psychopharmaka. Und wenn du Pech hast, wirst du die Schublade, in die du gesteckt worden bist, niemals wieder verlassen. Die Medikamente, die du fortan einnimmst, werden dich schon verrückt genug machen.

Aber auch die Seelenklempner sind nicht zu beneiden: ständig dazu verdammt, im Trüben zu fischen, können sie nie mit absoluter Sicherheit sagen, was mit einem nun genau los ist. Es gibt niemals einen Beweis, dass sie richtig liegen. Das ist anders als in der Mathematik oder in der Physik, wo man fast immer mit Gewissheit und Überzeugung sagen kann, ob ein Ergebnis nun stimmt oder nicht.

Ich stelle mir das frustrierend vor, immer nur im Ungewissen zu bleiben und mit Leuten zu arbeiten, die einen wahrscheinlich auf den Tod nicht ausstehen können. Mal Hand aufs Herz: wer hat schon große Lust dazu, sich als Irrer oder Schizophrener behandeln zu lassen? Ich kann mir wahrlich Dinge vorstellen, die mehr Spaß machen! Die Psychologen bekommen wohl den ganzen Tag lang kein einziges Lächeln zu Gesicht, weil die Patienten von den Gesprächen mit ihnen, von sich selbst oder ihrem Leben genervt sind. Na Wahnsinn – im wahrsten Sinne des Wortes.

Über meine Kindheit wollen die Ärzte ebenfalls alles wissen. Ja, daran haben die sich richtig festgebissen – warum auch immer. Als wenn alles über die Kinderjahre zu erklären wäre! Vieles liegt dort begraben, das stimmt schon, weil man in jener Zeit geprägt wird. Aber nur, weil mich weit nach Mitternacht zwei Polizisten im Bahnhof von Göttingen rüde aufgegriffen und abgeführt haben, weil ich in angetrunkenem Zustand meine Gedanken mit einem Lackstift auf einer Glasscheibe niedergeschrieben hatte, muss ich doch keine schlechte Jugend gehabt haben! Nein, das ist es nicht … da machen die es sich viel zu einfach!

Klar, die Leute von der Deutsche Bahn AG waren darüber nicht begeistert. Und auch die Polizisten sind nicht gerade zimperlich mit mir umgegangen, als ich laut fluchend um mich schlug, weil sie mich davon abhalten wollten, weitere Sätze, die ich sinnbildlich laut in die Welt hinausbrüllen wollte, aufs Glas zu bringen. Aber deshalb muss man doch nicht gleich denken, ich hätte eine Vollmeise! Und man muss mich auch nicht in eine Klinik einweisen. Verflucht noch mal, ich war betrunken! Jeder trinkt doch gerne mal einen über den Durst und tut dann in ausgelassener, enthemmter Stimmung Dinge, die er besser nicht tun sollte.

Zugegeben, es muss schon komisch anmuten, wenn einer nachts mit einem dicken Lackstift auf die große Glastrennwand der Reiseauskunft kritzelt. Von daher kann ich den beiden Polizisten keinen Vorwurf machen. Aber was ist heutzutage schon „komisch“? „Komisch“ ist ein sehr dehnbarer Begriff. Zudem ist er negativ behaftet; er weckt bei den meisten Menschen Assoziationen wie „verrückt“ oder „anormal“. Wobei ich nichts mehr hasse als die Wörter „normal“ oder „anormal“, denn wer, bitteschön, definiert denn, was „normal“ ist?

Wenn jetzt zum Beispiel jede Nacht im Bahnhof ein Angestellter der Bahn den aktuellen Fahrplan für den nächsten Tag in Schönschrift an die Glastrennwand malte, würde das jeder für normal halten. Kein Mensch würde sich darüber beschweren! Im Gegenteil, die Leute hielten das vermutlich sogar für eine äußerst kreative und witzige Idee. Wenn ich dort allerdings etwas an die Scheibe schreibe – etwas, das im Übrigen von Hetzparolen, Verbalinjurien oder Beleidigungen weit entfernt ist – stellt sich das offensichtlich als anormal dar. So anormal, dass mich die Polizei unter dem Applaus zweier dort herumlungernder armer Seelen in den Schwitzkasten nimmt und mir dabei fast beide Arme bricht.

Ja, was ist schon normal? Ist es etwa normal, dass niemand auch nur ein einziges verdammtes Wort zu all den Dingen sagt, die in unserem Land seit geraumer Zeit schieflaufen? Ist es normal, dass sich alle einlullen lassen, schön brav mitspielen, mit dem Strom schwimmen und ihren Mund halten, egal, was auf sie einprasselt? Ist es normal, dass die Leute in der Unterschicht bildlich betrachtet am Stock gehen und dabei immer stumpfsinniger werden, während sich im Gegenzug in der Oberschicht alles nur noch um Profit und Macht dreht und in überaus arroganter Manier beharrlich über die Köpfe des Volkes hinweg entschieden und nach getaner Arbeit womöglich elegant mit einem Champagner darauf angestoßen wird, ein weiteres Exempel statuiert zu haben?

Nein, ich habe genug; ich lasse mich nicht mehr für dumm verkaufen! Und gerade, weil es mir reicht, weil ich immens wütend bin, möchte ich das kundtun. Aber wahrscheinlich hat kein Mensch auch nur ein einziges meiner Worte auf der Scheibe gelesen, geschweige denn verstanden. Die Blödmänner haben lieber gegafft, als sich meinen Sätzen zu widmen! Sich auf Kosten anderer amüsieren, sich am Elend anderer ergötzen … das ist zur Lieblingsbeschäftigung der nach Sensationen lechzenden, großen Mehrheit der Bevölkerung geworden. Dabei ergab mein Text so viel Sinn! Ich wünschte, ihr wärt in der Nacht dabei gewesen und hättet mein Pamphlet auf dem Glas verinnerlichen können.

Ich frage noch einmal: was ist schon normal? Ist es nicht so, dass Normalität gar nicht existiert und erst im Auge des Betrachters durch subjektive Denkweise entsteht? Ist Normalität deshalb nicht immer nur ein scheinheiliges Gebilde, ein Konstrukt, das einer persönlichen Meinung entspricht, aber keinesfalls allgemeine Gültigkeit besitzt?

Ich kannte zum Beispiel mal einen Homosexuellen, der sich während eines Urlaubs im Harz ein bisschen in mich verknallt hatte. Er legte sich ein paar Tage lang am Badeteich mit seinem großen Handtuch direkt neben mich, weil er mich offensichtlich interessant fand. Wir haben in der Zeit ziemlich viel miteinander gequatscht – ohne dass natürlich mehr gelaufen wäre; klar, schließlich bin ich ein Hetero! Ich war überrascht, wie schnell er mir vertraute, wie offen und ehrlich er war, obwohl ich doch ein völlig Fremder für ihn gewesen bin. Er schilderte mir die Gefühle, die er hatte, bevor er mit seiner Homosexualität aus der Heimlichkeit herausgetreten ist. Er erzählte mir, er hätte bis Mitte zwanzig seine Neigungen vertuscht, um von den Leuten nicht als Schwuler erkannt zu werden. Ständig hatte er gefürchtet, andere könnten ihn entlarven und einen Haufen schlimmer Gerüchte über ihn verbreiten. Er hatte viel Zeit damit verbracht, über sich zu grübeln, sich selbst und seine „Normalität“ in Frage zu stellen und zu ergründen, wie er sich wohl fühlen würde, wenn er „normal“ wäre. Für ihn herrschte große Verwirrung bezüglich seiner Identität. Dabei hätte er sich selbst gar nicht in Frage zu stellen brauchen, weil nicht das Geringste an ihm absonderlich war. Er war nett, gebildet, zuvorkommend; was er sagte, hatte Hand und Fuß.

Nein wirklich, was ist das bloß für ein scheinheiliger Mist! Wenn man es genau betrachtet, ist doch alles und nichts normal. Normalität ist relativ; es kommt einzig und allein auf das Umfeld an, in dem ich lebe; es kommt darauf an, was ich gewohnt bin, in meiner Umwelt zu entdecken. Was ich jeden Tag erlebe, erscheint normal. Und was ich nur ganz selten erlebe, erscheint entsprechend als nicht normal.

Wenn sich heute spanische Fischer darüber beschweren, sie kämen zunehmend mit leeren Netzen von hoher See zurück und könnten ihre Familien nicht mehr ernähren, weil die Meere völlig überfischt seien, so ist das normal. Niemand wundert sich wirklich über das Wehklagen der Fischer, denn jeder weiß: die Vorräte im Wasser müssen irgendwann zur Neige gehen, wenn Milliarden an Menschen mehr und mehr Meerestiere konsumieren; die Fischarmut vor den Küsten ist längst zur Normalität geworden. Im Gegensatz zu früher! Vor tausenden von Jahren, zu einer Zeit, in der sich der Mensch noch nicht so stark auf der Welt ausgebreitet hatte, war es normal, dass ein Fischer gezielt mit seinem Dreizack ins Wasser stechen konnte und mit jeder der drei Zacken einen Fisch aufspießte; das war möglich, weil es an den Küsten nur so von Meerestieren wimmelte. Ein historischer Fischer hätte sich zu jener Zeit sicherlich verwundert die Augen gerieben, wenn eines Tages nach einem gezielten Stoß mit dem Dreizack plötzlich nur noch ein oder zwei Fische an seinem Spieß gezappelt hätten – er war schließlich eine bessere Ausbeute gewohnt! Fische in Hülle und Fülle zu haben … das war damals alltäglich.

Es bleibt, wie es ist, egal von welcher Seite man es betrachtet: Normalität ist relativ und weit dehnbar; sie erstreckt sich in meinen Augen von „leicht verrückt“ über „ziemlich verrückt“ bis hin zu „extrem sonderlich.“ Und doch erfreut sich das subjektive Gebilde der Normalität steigender Beliebtheit. Viele Menschen bauen es auf, um sich anschließend dahinter zu verstecken. Die Normalität fungiert als Konstrukt zur Rechtfertigung. Oder sie macht es einem andersherum leichter, heimliche Begierden und Wünsche unterdrücken, bekämpfen oder gar abtöten zu können. ‚Bloß nicht auffallen‘ lautet die Devise! Was scheinbar nicht ins Bild passt, wird als anormal oder abartig verunglimpft. Dann hat man in der Folge Ruhe vor sich selbst.

Die meisten Leute schwimmen wie tote Fische mit dem Strom. Kaum einer besitzt noch Persönlichkeit, tanzt mutig aus der Reihe. Individualität war gestern, heute ist Mainstream; die Masse schreitet stets in die gleiche Richtung voran. Die Menschen verkommen zu Nummern im System, sie sprechen sinnbildlich die gleiche Sprache, tragen die gleichen Klamotten; sie folgen denselben Trends, glauben alles, was gesagt wird und nehmen sich, was geboten wird. Anstatt Dinge zu hinterfragen, anstatt sich selbst zu finden und ein Leben nach eigenen Wünschen und Zielen zu gestalten, ordnen sie sich ein, ordnen sie sich unter.

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Copyright © 2013 by Karsten Harms / Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Wenz-Verlages.
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Bildrechte: “Psychogenese – Dem Wahnsinn auf der Spur” (Psychogenese5.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

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Bildbearbeitung: Bearbeitete Coverillustration “Psychogenese-50-minus^20-0.jpg” (Originaltitel: Psychogenese5.jpg) © 2012 by Detlef Hedderich. Nutzung nur mit Genehmigung des Künstlers Lothar Bauer unter Verwendung des Originals.

Und hier geht es zum Buch von Karsten Harms:

Harms, Karsten
Marc zeichnet schwarz-weiß

Verlag :      Wenz Verlag
ISBN :      978-3-937791-42-5
Einband :      Paperback
Preisinfo :      13,95 Eur[D] / 14,40 Eur[A] / 20,50 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 21.02.2013
Seiten/Umfang :      516 S., schw.-w. Zeichn. – 21,0 x 14,8 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      03.2013

Engel oder Teufel? Liebe oder Triebe? Vitalität oder Selbstmitleid? Marc schwankt zwischen Extremen und versucht dabei stets, sich selbst treu zu bleiben. Seine Mitmenschen, ob mit guten oder schlechten Absichten, sind dabei nicht immer hilfreich: sei es der überhebliche Chef, dessen herablassenden Tadel Marc sich nicht länger gefallen lassen will – woraufhin er prompt gefeuert wird; sei es die Exfreundin, die statt Mitgefühl nur Vorwürfe zu bieten hat oder die spannende neue Bekanntschaft, die Marc dermaßen verwirrt, dass er kaum wagt, ihren Brief zu öffnen. Am Ende einer ereignisreichen Woche findet er sich in einer psychiatrischen Klinik wieder und rekapituliert, was ihn und die Welt an diesen Punkt gebracht hat.

Karsten Harms, gebürtiger Berliner und studierter Molekularbiologe, schreibt seit vielen Jahren Kurzgeschichten, stets mit einer gesunden Portion Ironie und Bissigkeit. „Marc zeichnet schwarz-weiß“, ein polarisierender, gesellschaftskritischer Roman, ist seine erste literarische Publikation. Der Autor lebt und arbeitet heute im Rheinhessischen.

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei ebooks.de/Libri.de

ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln unter Storys unserer Community-Autoren, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens einen Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

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Karen Gilbert: Natürlich pflegen & verwöhnen – Naturkosmetik selber herstellen – DREIMAL IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE!

Erstellt von Detlef Hedderich am 19. Mai 2013

Karen Gilbert
Natürlich pflegen & verwöhnen – Naturkosmetik selber herstellen

A Green Guide to Natural Beauty, GB, 2011
Jan Thorbecke Verlag der Schwabenverlag AG, Ostfildern, 02/2013
HC mit Schutzumschlag
Sachbuch, Kosmetik & Gesundheit, Handarbeit & Heimwerken
ISBN 978-3-7995-0738-7
Titelgestaltung von Finken & Bumiller, Stuttgart
Fotos im Innenteil von CICO Books 2011

www.thorbecke.de
www.karengilbert.co.uk

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei ebook.de

Immer mehr Menschen, insbesondere wenn sie unter Allergien leiden, wenden sich ab von den industriell gefertigten, oft teuren Kosmetikprodukten, die viel versprechen und wenig halten, zudem mit Haltbarkeits-, Bindemitteln und anderen Substanzen versetzt sind, die eigentlich gar nicht da hinein gehören.

Nicht erst seit der „Hobbythek“ kommt man auf die Tipps und Tricks der Großmütter zurück, die das Haar mit Bier oder Zitronensaft spülten, spröden Haarspitzen und rauen Händen eine Ölkur angedeihen ließen, durch Essigwasser ein natürliches Deo erhielten etc., welche natürlich den zeitgenössischen Bedürfnissen angepasst werden.

Auf diesem Wissen basieren auch die Ideen von Karen Gilbert, die ihre Produkte über die Firma Neal’s Yard Remedies vertreibt. In „Natürlich pflegen & verwöhnen“ können Einsteiger und Personen, die sich mit dem Thema schon länger beschäftigen, viele interessante und nützliche Hinweise sowie Anleitungen für eine natürliche Gesichts- und Körperpflege entdecken. Bevor es losgeht mit dem Selbermachen, sollte man sich in Ruhe die Einleitung durchlesen. Hier erfährt man Wissenswertes über den Aufbau der Haut und die verschiedenen Hauttypen, die selbstverständlich unterschiedliche Pflegebedürfnisse haben, sowie über eine gesunde Ernährung, die ihren Teil dazu beiträgt, dass man eine schöne Haut und schönes Haar hat.

Ein weiteres Kapitel ist den Geräten und dem Zubehör gewidmet. Viele davon sind haushaltsübliche Gegenstände, doch will man regelmäßig Kosmetika herstellen, empfiehlt es sich, dafür eigene Gerätschaften zu besorgen, so dass Lebensmittel und Kosmetika getrennt bleiben. Wichtige Themen sind außerdem die Konservierungsmittel und Antioxidantien, ferner die richtige Lagerung und Haltbarkeit der Naturkosmetik.

Einige der hier erklärten Begriffe werden zusätzlich im Anhang zum Nachschlagen kurz definiert. Nützliche Adressen, wo man Zubehör und Zutaten, aber auch fertige Naturprodukte erstehen kann, runden das Buch ab. Der Kreativteil befasst sich mit milden Reinigungslotions, Gesichtspeelings und –masken, Pickel- und Lippenpflege, geht weiter zur Körperpflege in Form diverser Cremes und Massageöle, Hand- und Fußcremes. Eine eigene Rubrik ist den Seifen, Bade- und Duschölen gewidmet. Die verschiedenen Zutaten, die man für die Herstellung der beschriebenen Produkte benötigt, sind nur ausnahmsweise im Haushalt zu finden und müssen meist über den Fachhandel bezogen werden, wie z. B. Kakaobutter, Aprikosenkernöl, Aloe Vera, Milchsäure, Bienenwachs, Glycerin, Tensidcompounds, Konsistenzgeber, ätherische Öle. Das macht es notwendig, auch die Rezepturen aufmerksam zu studieren, damit man alle notwendigen Stoffe beisammen hat und gegebenenfalls auch die Reste davon sinnvoll verwertet, wenn sie nach dem Öffnen nur begrenzt haltbar sind.

Spätestens wenn man die Zutatenlisten und Anleitungen gelesen hat, wird einem klar, dass das Herstellen von Naturkosmetik nicht so einfach, schnell und preiswert geht. Sofort beginnen, kann man schon gar nicht, weil sehr viele Dinge erst beschafft werden müssen. Möchte man sich dennoch daran wagen, braucht man viel Freude an solchen Arbeiten, Zeit, Geduld und Sorgfalt, damit die Rezepte gelingen. Ist einem das Zusammentragen des Notwendigen, das präzise Abmessen, das akribische, zeitaufwändige Befolgen der Beschreibungen usw. zu mühselig, fängt man besser gar nicht erst damit an.

„Natürlich pflegen & verwöhnen“ ist ein informatives und schönes Buch, wenn man Spaß daran und Zeit dafür hat, natürliche und individuelle Kosmetikprodukte selbst herzustellen. Die Rezepte lassen sich, wenn man etwas mehr Erfahrung hat, leicht abwandeln. Fehlt einem die Geduld für das präzise Arbeiten und regelmäßige Kontrollieren der leicht verderblichen Cremes und Öle, ist man besser mit Großmutters Hausmitteln oder bewährten Produkten aus dem Handel beraten.

Copyright © 2013 by Irene Salzmann (IS)

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei ebook.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte, einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Wann wird – laut Rezensentin – dem Leser klar, dass das Herstellen von Naturkosmetik nicht so einfach, schnell und preiswert geht? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! BITTE NICHT VERGESSEN, DIE ANSCHRIFT UND E-MAIL-ADRESSE MIT ANZUGEBEN!

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Richard R. Roesch: Pink Clover Club – DREIMAL IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE!

Erstellt von Detlef Hedderich am 17. Mai 2013

Richard R. Roesch
Pink Clover Club

Sutton
ISBN 978-3-95400-160-6
Krimi
1. Auflage: 11.04.2013
Gestaltung und Satz: Sutton Verlag
Foto: Sebastian Holzbrecher
Taschenbuch, 224 Seiten

www.suttonverlag.de
www.sutton-belletristik.de

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei eBook.de

Der Autor:

Richard R. Roesch, mit bürgerlichem Namen Volker H. Altwasser, ist in Greifswald geboren. Mittlerweile lebt und schreibt er in Rostock. 2011 wurde der Schriftsteller mit dem Italo-Svevo-Preis ausgezeichnet und war für den Deutschen Buchpreis nominiert. „Pink Clover Club“ ist nach „French 75“ der zweite Fall für Pawel Höchst.

Das Buch:

Pawel Höchst, ehemaliger Seemann und gestandener Mann russischer Abstammung, hat sich als Privatdetektiv selbstständig gemacht. Derzeit lebt er alleine, nachdem er seiner Frau einen Fehltritt nicht verzeihen kann und Frau und Kinder verlassen hat. Während er mit seinem Büro in andere Räumlichkeiten umzieht, lassen neue Aufträge noch auf sich warten. Pawel schiebt das auf seine Popularität im Zusammenhang mit der Festnahme eines gesuchten Frauenmörders. Da kommt es ihm nur gelegen, dass Kriminalhauptkommissar Kurt Elliot ihn um Hilfe im Zusammenhang mit einem Todesfall bittet. Die prominente Frau Luise Temmen wurde in einem Hotelzimmer in Rostock tot aufgefunden. Auf den ersten Blick sieht es nach Selbstmord aus, aber dem ist wohl nicht so.

Pawel beginnt seine Ermittlungen und macht sich dafür auch ein Bild im Haus der Verstorbenen in Schwerin und im Umfeld der Toten. Dabei macht er die Bekanntschaft eines Hundes, der ihm zum treuen Begleiter wird und eines anderen Privatdetektivs, der Pawel auch einige Hinweise liefert.

„Pink Clover Club“ ist der zweite Kriminalroman des Autors Richard R. Roesch rund um den verschrobenen Detektiv Pawel Höchst, der mit seinem Verhalten und seinen Ansichten nicht gerade die Sympathien vieler Leser wecken wird. Dennoch ist es interessant seinen Ermittlungen zu folgen. Diese allerdings schreiten, so hat man den Eindruck, eher zufällig voran und Pawel selbst braucht kaum etwas dazu zu tun. Unterstützt wird er übrigens von Kevin, einem homosexuellen Polizisten in Ausbildung, der noch seinen praktischen Ausbildungsabschnitt absolvieren muss. Die Auflösung des Falles gelingt, die Hintergründe der Tat werden nachvollziehbar geschildert, aber am Ende bleiben zu viele Nebenschauplätze einfach ungeklärt. Das macht die Geschichte insgesamt gesehen einfach nicht rund und schmälert den Gesamteindruck. Auch Spannung will nicht so richtig aufkommen. An vielen Stellen plätschert die Handlung einfach nur dahin und nimmt nicht richtig Fahrt auf.

Unangenehme und verschrobene Protagonisten sind grundsätzlich sicher nicht verkehrt. Man muss ja als Leser nicht jeden Charakter einer Geschichte lieben, aber hier wird doch sehr viel mit Klischees gearbeitet und Pawel Höchst damit in eine Schublade gesteckt, die er vielleicht so extrem gar nicht verdient hat.

„Pink Clover Club“ ist mehr Roman als Krimi und eine sehr klischeebehaftete Momentaufnahme aus dem Leben eines Privatdetektivs.

Copyright © 2013 by Iris Gasper

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Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte, einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): „Pink Clover Club“ ist der wie vielte Kriminalroman des Autors Richard R. Roesch rund um den verschrobenen Detektiv Pawel Höchst? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! BITTE NICHT VERGESSEN, DIE ANSCHRIFT UND E-MAIL-ADRESSE MIT ANZUGEBEN!

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Heller, Peter: Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte – (Audio-CD) – DREIMAL IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE!

Erstellt von Detlef Hedderich am 14. Mai 2013

Heller, Peter
Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte

Gelesen von Pessler, Olaf
Verlag :      Bastei Lübbe
ISBN :      978-3-7857-4840-4
Preisinfo :      19,99 Eur[D] UVP / 20,20 Eur[A] UVP / 29,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Seiten/Umfang :      Spieldauer 467 Min, 96 Tracks
Produktform :      A: Audio-CD
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 2013 19.04.2013

Big Hig gehört zu den Wenigen, die eine verheerende Epidemie überlebt haben. Ebenso wie sein einziger Nachbar, ein menschenfeindlicher Waffennarr mit dem Herz auf dem rechten Fleck, der ihn – brutal, aber verlässlich – beschützt. Hig lebt im Hangar eines verwilderten Flughafens und tuckert mit einer alten Cessna übers Gelände, sein Hund Jasper ist sein treuer Copilot. Eines Tages empfängt er plötzlich ein Funksignal von weit her. Gibt es doch noch weitere Überlebende, jenseits seines kleinen Flughafens? Hig beginnt eine abenteuerliche Reise, und was er entdeckt, übertrifft seine schlimmsten Ängste – und seine größte Hoffnung. Hig liebt die Welt, wie sie einmal war, und wie sie hätte sein können. Und weil er zudem die Poesie liebt, wird sein Bericht aus dem Innersten der Kampfzone zu einem herzzerreißenden, anrührenden Dokument.

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Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte, einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Wie lang ist die Spieldauer der Audio-CD? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! BITTE NICHT VERGESSEN, DIE ANSCHRIFT UND E-MAIL-ADRESSE MIT ANZUGEBEN!

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Jack Slaughter-Tochter Des Lichts 19: Die Dämonenfabrik – DREIMAL IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE!

Erstellt von Detlef Hedderich am 14. Mai 2013

Jack Slaughter-Tochter Des Lichts 19: Die Dämonenfabrik

EAN: 0602537051151
Universal Music Vertrieb – A Division of Universal Music GmbH

Audio-CD

KLAPPENTEXT
Im Verborgenen tobt seit Jahrtausenden ein blutiger Krieg zwischen Gut und Böse. Die Menschheit allein ist zu schwach, die entseelte Dunkelheit zu besiegen. Doch in Zeiten größter Verzweiflung wird eine Kämpferin geboren, die sich tapfer den Dämonen und Mächten der Finsternis entgegen stellt. Jene Kriegerin ist die Tochter des Lichts, die mit ihrer Kraft gegen die erbarmungslosen Bestien der Hölle antreten muss. Sie nimmt sich selbst nicht ganz so ernst, aber ihre Feinde sollten dies besser tun. Begleiten wir die Tochter des Lichts auf seinem Weg. Ihr Name ist … Jack Slaughter. Folge 19: Die Dämonenfabrik Professor Doom findet ein neues Zuhause in einer geheimen Militäranlage in den Black Hills. Eine attraktive Vampirin wird seine neue Assistentin. Sie liefert Doom untote Körper für seine satanischen Experimente. Und dem Professor gelingt etwas, das noch niemandem zuvor gelungen ist. Er erschafft dämonische Supermänner, die Jack Slaughter endgültig ausradieren sollen. Dooms Chancen stehen diesmal gut, denn Jacks Zauber-Barbie Ponytail ist plötzlich verschwunden. Ohne sie ist die Lage aussichtslos!

PRESSETEXT
Jack Slaughter, die Tochter des Lichts, hätte mal wieder alle Hände voll zu tun, Jacksonville vor dem Untergang zu retten, ist doch eine Armee von fiesen Superdämonen im Anmarsch! Doch Jacks Zauber-Barbie Ponytail wurde gestohlen! Die rosa Glitzerspur in seiner Jackentasche führt zu Alan Poppins, seines Zeichens leidenschaftlicher Barbiepuppen-Sammler und Besitzer des Girlie-Paradieses „Dolls R Us“. Die Zeit drängt, und nur eine kann Jack jetzt noch helfen: Parapsychologin und Model Dr. Kim Novak, die lässig jeden Barbie-Look-Alike-Contest gewinnen würde, soll Poppins bezirzen, um ihn zu entlarven. Dass sie hierbei im knappen Bikini durch die Story catwalked, versteht sich von selbst – man braucht ja auch im Hörspiel was fürs Auge!

Titel bei Libri.de

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