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Literatur-Blog

Archiv für die 'cbj Verlag' Kategorie

Lynn Raven: Blutbraut. – Preisrätsel mit drei Exemplaren!

Erstellt von Detlef Hedderich am 6. Januar 2012

Lynn Raven
Blutbraut

cbt Verlag
ISBN 978-3-570-16070-1
Fantasy, Kinder & Jugend, Liebe & Romantik
Erschienen 2011
Titelbild Hanna Hörl, Designbüro
Umfang 736 Seiten

www.cbt-lynnraven.de
www.cbt-jugendbuch.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Autorenporträt

Lynn Raven lebte in Neuengland, USA, ehe es sie trotz ihrer Liebe zur wildromantischen Felsenküste Maines nach Deutschland verschlug. Nachdem sie zwischenzeitlich in die USA zurückgekehrt war, springt sie derzeit nicht nur zwischen der High- und der Dark-Fantasy hin und her, sondern auch zwischen den Kontinenten, und ist unter den Namen Lynn Raven und Alex Morrin erfolgreich. (Quelle: cbt)

Zum Buch

Lucinda Moreira ist schon ihr Leben lang auf der Flucht, denn sie ist etwas Besonderes. Ihr Blut ist für einen mächtigen Hexer bestimmt. Sie soll seine Blutbraut werden. Doch Lucinda hat Angst dann seine Sklavin sein zu müssen, nichts Besseres als ein Stück Vieh. Sie weiß, dass die Hexer das pure Böse sind, denn einer davon schlachtete vor ihren Augen ihre Tante ab. Also zieht sie von Stadt zu Stadt, immer auf der Flucht und bleibt nie länger als nötig. Als Cris ihr begegnet verspürt sie erstmals das Bedürfnis zu bleiben. Viel zu spät merkt sie, das Cris der Bruder des Hexers ist. Er bringt sie zu ihm und Lucinda steckt in ihrem schlimmsten Albtraum fest. Aber nach und nach muss sie feststellen, dass der Hexer Joaquin ganz anders ist, als ihre Tante ihr immer erzählt hat. Doch Joaquin macht gerade eine Verwandlung durch und steht kurz vor der Verdammnis des Nosferatu. Schnell findet sich Lucinda nicht nur im Wechselbad der Gefühle, sondern auch in einer handfesten Intrige wieder …

Fazit

Hier findet sich wirklich alles, was ein gutes Jugendbuch braucht. Jede Menge Action und Spannung gekoppelt mit wirklich sympathischen Hauptcharakteren. Diese waren wahnsinnig realistisch und menschlich, machten Fehler und steckten auch mitten im Gefühlschaos fest. Sogar die Nebencharaktere wirkten lebendig und taten mehr als einfach nur ihre Funktionen als Arzt, Bodyguard und besten Freund zu erfüllen. Schnell schloss man sie alle ins Herz und fiebert mit ihnen mit. Die handfeste Geschwisterrivalität zwischen Joaquin und Cris machte die ganze Geschichte noch spannender und gab dem Ganzen mehr Tiefe. Erfrischend war, dass die Hauptprotagonistin sich nicht nach 50 Seiten gleich an den Hals des erstbesten Vampirs warf, sondern bis zum Schluss misstrauisch blieb.

Verschiedene Herrschaftshäuser und der interessant abgewandelte Vampirmythos brachten noch zusätzlich Spannung in die Geschichte. Die verschiedenen Handlungsstränge waren wirklich gut miteinander verwoben und hoben sich dennoch durch wechselnde Perspektiven gut voneinander ab. Bis kurz vor dem Ende des Buches erfuhr der Leser nicht, wer hinter den Intrigen steckte. Das Ende hingegen blieb eher offen man erfuhr nicht, wie es mit der Schreckensherrschaft der Nosferatu weitergeht. Auch das Schicksal von Joaquin blieb eher offen und ermöglicht somit eine Fortsetzung. Selbst am Schluss des Buches löste sich die Spannung für den Leser nicht auf und hielt ihn weiter gefangen.

Ich hoffe wirklich auf eine Fortsetzung rund um die Blutbraut und ihren Hexer.

Ein Buch, das mit Spannung und Action aufwarten kann, in die Tiefe geht, einem die Tränen in die Augen treibt und dabei nicht nur für Jugendliche eine gute Abendlektüre ist.

Copyright © 2011 by Yvonne Rheinganz

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Lucinda Moreira ist schon ihr Leben lang auf der Flucht, warum? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

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sfbasar.de-Story-Wettbewerb 1/2012 – Sponsoring durch den cbj/cbt-Verlag!

Erstellt von Detlef Hedderich am 29. Dezember 2011

Der cbj/cbt-Verlag hat uns freundlicherweise ein Buchpaket zur Verfügung gestellt, die der Gewinner der Story für den 5. Platz direkt vom Verlag erhalten wird. Wir danken dem Verlag – namentlich Frau Dr. Renate Gruber vom cbj/cbt-Verlag – für die Unterstützung. Vielen Dank dafür schon mal im Voraus. Jetzt aber zu den Titeln, die der Gewinner auf Platz 5 erhalten wird:

Black, Holly
Weißer Fluch

Im Buch blättern

Übersetzt von Brauner, Anne
Verlag :      cbt
ISBN :      978-3-570-16107-4
Einband :      gebunden
Preisinfo :      17,99 Eur[D] / 18,50 Eur[A] / 25,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 21.09.2011
Seiten/Umfang :      384 S. – 21,5 x 13,5 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      21.02.2011

Medien :
Leseprobe(PDF)

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de


Seine Kraft wandelt, sein Leben wankt.
Was geschieht, wenn alles, was du berührst, verflucht ist? In einer Welt, in der Magie seit Jahrzehnten verboten ist, sind allein sie mächtig – die Fluchmagier. Menschen, die Erinnerungen, Gefühle und das Schicksal mit der geringsten Berührung ihrer Hand verändern können. Menschen, die im Untergrund arbeiten. Cassel Sharpe entstammt einer solchen Familie von Fluchmagiern, doch er ist ein Außenseiter, der einzige normale Teenager in einer magisch begabten Familie. Es gibt nur ein kleines Problem dabei: Vor drei Jahren hat Cassel seine beste Freundin Lila umgebracht – und er weiß nicht, warum …

PRESSESTIMMEN:
“Holly Black präsentiert einen sympathischen Helden, eine faszinierende Alternativ-Welt voller Geheimnisse und eine clever konstruierte Familiengeschichte, die ohne Vampire und Co. auskommt.” (Bremer Anzeiger)

Holly Black lebt mit ihrer Familie und vielen Tieren in New Jersey. Seit sie 2002 den Roman ‘Elfentochter’ veröffentlichte, der von der American Library Association als ‘Best Book for Young Adults’ ausgezeichnet wurde, lebt sie als freischaffende Autorin.

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Pratchett, Terry
Eine Insel

Im Buch blättern

Übersetzt von Brehnkmann, Peder
Verlag :      cbj
ISBN :      978-3-570-13726-0
Einband :      gebunden
Preisinfo :      19,95 Eur[D] / 20,60 Eur[A] / 28,50 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 20.09.2011
Seiten/Umfang :      448 S., mit s/w-Illustrationen – 21,5 x 13,5 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      03.08.2009

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Ein grandioser Abenteuer-Spaß:
Der junge Mau findet sich nach einer gewaltigen Flutwelle mutterseelenallein auf einer einsamen Insel mitten im Ozean wieder. Und als ob das nicht genug des Elends wäre, steht plötzlich dieses höchst seltsame Mädchen vor ihm. Als Nachfahrin des britischen Königshauses hat sie einige Schwierigkeiten, sich mit ihrem neuen Schicksal als Schiffbrüchige abzufinden und stellt sich furchtbar zickig an. Aber als Daphnes Vater mit ihrer Rettung auf sich warten lässt, raufen die beiden sich zusammen. Langsam fassen die beiden Vertrauen zueinander und erkennen: Gemeinsam können sie dem Schicksal die Stirn bieten und eine neue Welt schaffen. Doch dann tauchen plötzlich Piraten auf und ihre Insel steht ein zweites Mal kurz vor dem Untergang …

Terry Pratchett, geboren 1948, fand im zarten Alter von 13 Jahren den ersten Käufer für eine seiner Geschichten. Heute zählt der kleine Mann mit dem großen schwarzen Schlapphut zu den erfolgreichsten Autoren Großbritanniens.

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dardamen-e28093-gefahrten-der-finsternisChiara Strazzulla
Dardamen – Gefährten der Finsternis

Gli eroi del crepuscolo, Italien, 2008
cbj-Verlag, München, 1. Auflage: 11/2009
HC mit Schutzumschlag, Jugendbuch, Fantasy
ISBN 9783570137413
Aus dem Italienischen von Katharina Schmidt und Barbara Neeb
Titelgestaltung von HildenDesign, München unter Verwendung einer Illustration von John Jude Palencar
Karte von Erhard Ringer
Autorenfoto von Nicola Bardola

www.cbj-jugendbuch.de
www.hildendesign.de
www.johnjudepalencar.com/

Nachdem die Ewigen von Gott auf die Welt gebracht wurden, lebten sie viele Generationen in Harmonie mit den Menschen und all den anderen Völkern. Im Laufe der Zeit entfremdeten sie sich jedoch voneinander, und selbst durch die schrecklichen Kriege konnten die Völker nicht wieder so zusammengeschweißt werden wie in dem vergangenen goldenen Zeitalter. Nach einigen Jahren der Ruhe plant nun ein neuer Herr der Finsternis, sich alle Lebewesen untertan zu machen. Die Ewigen stehen diesmal ganz allein dem Feind gegenüber, denn die alten Bündnisse gerieten in Vergessenheit. Es kommt aber noch schlimmer: Der Herr der Finsternis entführt Prinzessin Eileen und erpresst mit ihrem Leben die Ewigen. Lyannen, halb Ewiger, halb Sterblicher, der trotz der Standesschranken in das Mädchen verliebt ist, bricht zusammen mit einigen mutigen Gefährten auf, um die Geisel zu befreien. Keiner der jungen Männer ahnt, worauf er sich einlässt und welches Schicksal ihn erwartet. Auf dem Weg zum Druidenkreis schließen sich ihnen weitere Kämpfer an, und das ist auch gut so. Lyannen kann jegliche Hilfe brauchen, denn der Herr der Finsternis ist weit grausamer und mächtiger als sein Vorgänger…

Wenn junge Fans ihr erstes großes Fantasy-Epos schreiben, dann merkt man dem Werk die Quellen, aus denen geschöpft wurde, deutlich an. So auch bei „Dardamen“: „Der Herr der Ringe“, „Urshurak“, „Das Schwert von Shannara“ u. a. standen Pate. Man findet die üblichen Völker (die Ewigen = Elben/Elfen, Trolle, Kobolde, Goblins, Zentauren…) und die gängigen Archetypen (der unterschätzte Außenseiter, der wahre Thronfolger, die hilflose Prinzessin, die männermordenden Amazonen, der finstere Magier…). Die ‚Guten’ sind groß, schön und edel, die ‚Bösen’ klein, hässlich und verschlagen, Grauzonen gibt es nicht, wohl aber Personen, die die Seiten wechseln und dadurch für Überraschungen sorgen. Auch die Szenarien wirken vertraut (Dardamen ist eine unvergleichliche Stadt und erinnert an Gondolin, Mymar an Lothlorien, die Baum-Golems der Wächterinnen an den Wald der Ents, Feenquell an Avalon, der Druidenkreis an Stonehenge …). Wie immer ist der Süden schön und fruchtbar, der Norden öde – nomen est omen bei Ortsnamen ist Gang und Gäbe. Der Konflikt ist bombastisch und ebenfalls nicht neu, denn ‚Gut’ kämpft gegen ‚Böse’, vom Ausgang der Schlacht hängt das Schicksal der ganzen Welt ab, und eine Handvoll Helden stellt das Zünglein an der Waage dar.

Der Roman beginnt recht zäh. Zunächst beschreibt die Autorin den mythischen und historischen Hintergrund ihrer Welt. Dann befindet man sich auch schon mitten in der Handlung. Die ersten wichtigen Charaktere werden vorgestellt, wobei ihrem Aussehen und ihrer Kleidung sehr viel mehr Platz eingeräumt wird als ihren individuellen Eigenarten und Fähigkeiten. Man erfährt vom Krieg und den Problemen mit den Verbündeten, von einer nicht standesgemäßen Liebe und einer Entführung, vom Plan einiger junger Leute, die die Prinzessin befreien wollen, und wie sie ihn durchsetzen. Es wird viel geredet, und bis die Reise endlich beginnt, vergehen 100 Seiten (noch in den 1970er Jahren hätten die Vorbereitungen nur 10 Seiten gedauert).

Auch nach dem Aufbruch plätschert die Handlung friedlich vor sich hin. Die zunächst vier jungen Männer haben überhaupt keinen konkreten Plan, keinerlei Erfahrungen, und man fragt sich allen Ernstes, wie kluge Strategen solche Kindsköpfe mit einer wichtigen Mission betrauen können – eine vage Prophezeiung ist eine recht dünne Begründung. Sicherlich hätte man den einen oder anderen erfahrenen Kämpfer aussenden können, der mit den Örtlichkeiten vertraut ist und keine solchen Anfängerfehler begehen würde wie diese Dreihundertjährigen, die sich wie Fünfzehnjährige aufführen. Selbst wenn Unsterbliche langsamer reifen, was haben sie dann in all den Jahren überhaupt gelernt?! Den Krieg halten sie immer noch für ein Spiel und sehnen sich nach der ersten Schlacht… Mit mehr Glück als Verstand erreichen sie weitere 100 Seiten später ihr letztes ruhiges Quartier, nachdem sie zwei neue Gefährten gewinnen konnten und sich auch die übrigen Beobachter als Freunde entpuppt haben.

Dann gibt es tatsächlich den ersten Kampf, die Helden tragen kleine Blessuren davon, einer stirbt, und ein nützliches Artefakt braucht weitere 100 Seiten, um die Tragödie zu richten. In der Zwischenzeit und im Anschluss wendet sich die Autorin verstärkt anderen Schauplätzen zu, führt weitere Figuren ein, die später ihre vorhersehbaren Geheimnisse enthüllen, bringt so manchen Einzelgänger mit einem Gesinnungsgenossen, aber auch junge Männer und Frauen zusammen und erzählt Geschichten in der Geschichte. So geht es weiter, ohne dass die vermehrt geschilderten Kampfhandlungen Spannung erzeugen oder es überhaupt herausragende Höhepunkte gibt – bis zum Showdown und dem anschließenden ‚Aufräumen’ auf den letzten 100 Seiten.

Wer schon so manchen Fantasy-Roman und insbesondere die genannten Titel gelesen hat, kann durchaus auf „Dardamen“ verzichten. Vor allem das reifere Publikum wird mit diesen kindlichen Helden, ihren eindimensionalen Gegenspielern und der harmlosen Handlung nicht viel anfangen können. Zwar packt die Autorin eine Menge in die Geschichte hinein, aber weniger wäre hier mehr gewesen. Durch eine straffere Handlung, nicht so viele, aber dafür individuell gestaltete Schauplätze und Charaktere, weniger und dafür realistisch ausgearbeitete Konflikte hätte der Roman gewinnen und an Spannung zulegen können. Hingegen Leser und vor allem Leserinnen zwischen 12 und 16 Jahren, deren Vorstellung von Fantasy durch die „Herr der Ringe“-Kinofilme geprägt wurde, werden exakt das vorfinden, was sie sich wünschen. Die Handlung ist clean und nicht unnötig grausam, die Zahl der tragischen Opfer erfreulich klein, die Reise durch eine Phantasiewelt beinahe so nett wie eine Kaffeefahrt, die Repräsentanten der verschiedenen Völker und ihre Kümmernisse bzw. Geheimnisse werden ausführlicher geschildert als die Kämpfe. Romantik ist kein großes Thema, Sex schon gar nicht – die Protagonisten haben schon Angst, sich zum Baden auszuziehen.

Die Autorin zieht ihre Story trotz zahlreicher Schauplätze, Protagonisten und kleinerer Konflikte sicher bis ans Ende durch und weiß auch zu fabulieren. Der Ausgang ist für erfahrene Leser vorhersehbar. Als Debütroman einer so jungen Autorin (Chiara Strazzulla verfasste den Band im Alter von 17 Jahren) und als Jugendbuch geht „Dardamen“ in Ordnung, wenn man es weitschweifig und harmlos mag. Genre-Fans mit Lese-Erfahrung erwarten von einem 800-Seiten-Wälzer jedoch mehr.
Irene Salzmann (IS)

Titel bei Amazon.de: Dardamen – Gefährten der Finsternis

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Philip Wilkinson: Titanic. Untergang eines Traums – Gewinnspiel mit drei Exemplaren!

Erstellt von Detlef Hedderich am 27. Dezember 2011

Philip Wilkinson
Titanic - Untergang eines Traums

Titanic – Disaster at Sea (2011)
cbj Verlag
ISBN 978-3-570-15395-6
Kinder & Jugend
Erschienen 2011
Übersetzer: Ulrike Hauswaldt
Umschlag: Init.büro für gestaltung, Bielefeld
Illustrationen Peter Bull Art Studio u.a.
Fotos Alamy u.a.
Umfang 64 Seiten

www.cbj-verlag.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Autorenporträt

Ulrike Hauswaldt, Jahrgang 1965, ist gelernte Buchhändlerin und hat Klassische Archäologie studiert. Als Studentin arbeitete sie auf Grabungen in der Türkei und in Syrien. Heute lebt sie in Braunschweig, wo sie als Freiberuflerin Bücher lektoriert und gelegentlich auch mal eines schreibt. (Quelle: cbj)

Zum Buch

Der Untergang der Titanic ist bis heute ein historisches Ereignis, das die Menschheit bewegt. Selten wurde dem Menschen so deutlich, dass die Technik niemals den Sieg über die Natur davontragen kann. In diesem Buch wird anhand vieler Fotos und Illustrationen die Geschichte der Titanic dokumentiert. Vom Bau des Riesenschiffes, über den Stapellauf, den Untergang und bis hin zur Erforschung des Schiffsfracks werden hier viele Informationen rund um die Titanic anschaulich dargestellt.

Fazit

Selten hielt ich ein Buch in Händen, das Kindern so gelungen historische und technische Sachverhalte vermitteln konnte. Hier wurde anhand vieler Illustrationen und Zeichnungen direkt am Bild erklärt, sodass für Kinder keine Missverständnisse aufkommen konnten. Die einzelnen Themengebiete waren gut gegliedert, voneinander abgesetzt und bauten nicht zwingend aufeinander auf, sodass man gezielt einzelne Informationen auswählen konnte. Viele Kurzinfokästen erleichterten das Verständnis zusätzlich und führten häufig historische Personen und somit eine menschliche Perspektive ein. Das Buch zeigte viele skurrile und einschlägige Fakten rund um die Titanic auf. Die Bilder und Illustrationen waren von einer hohen Qualität und sehr detailreich. Kein Bild blieb unkommentiert. Kinder konnten sich in dem Buch sehr gut zurechtfinden und sogar einzelne Begriffe mithilfe eines Glossars nachschlagen. Das gesamte Buch lud zum stundenlangen Entdecken für Groß und Klein ein.

Ein Buch, das nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene in seinen Bann ziehen wird, und nicht nur etwas für Technikbegeisterte oder Historiker ist.

Copyright © 2011 by Yvonne Rheinganz

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Für welche Zielgruppe ist das Buch vor allem publiziert worden? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

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Eva Mozes Kor auf Lesereise in Deutschland und Österreich: Mittwoch, 25.01.2012: HAMBURG: Gast bei Markus Lanz (TV)

Erstellt von Detlef Hedderich am 15. Dezember 2011

Eva Mozes Kor ist eine der letzten Zeitzeuginnen des Holocaust. Mit zehn Jahren gerieten sie und ihre Zwillingsschwester Miriam in die Hände des KZ-Arztes Mengele, der grausame Experimente an den Mädchen durchführte. Heute ist Eva Mozes Kor 77, lebt in den USA und ist eine international gefragte Referentin zu den Themen Holocaust, Menschrechte und Ethik in der Medizin.


Zum Erscheinen ihres autobiographischen Romans “Ich habe den Todesengel überlebt” kommt sie auf Einladung von cbj im Januar 2012 auf Presse- und Lesereise nach Deutschland:

Dienstag, 24.01.2012: KÖLN: Veranstaltung Junges Literaturhaus / DIE ZEIT, 19:00 Uhr,Moderation: Christian Staas (Chefredaktion/ZEIT Geschichte), dt. Lesung: Heidrun Grote

Mittwoch, 25.01.2012: HAMBURG: Gast bei Markus Lanz (TV)

Donnerstag, 26.01.2012: BERLIN: Moderierte Fragestunde mit Jugendlichen im Axel-Springer-Haus, 11 Uhr

Moderiertes Podiumsgespräch Urania, 19:30 Uhr

Freitag, 27.01.2012: BERLIN: Pressegespräche und Begegnungen

Mozes Kor, Eva / Buccieri, Lisa Rojany
Ich habe den Todesengel überlebt

Ein Mengele-Opfer erzählt

Übersetzt von Küper, Barbara
Verlag :      cbj
ISBN :      978-3-570-40109-5
Einband :      Paperback
Preisinfo :      6,99 Eur[D] / 7,20 Eur[A] / 10,50 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Seiten/Umfang :      224 S., Mit s/w Fotos – 18,3 x 12,5 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      09.01.2012

Medien :
Leseprobe(PDF)

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Berührend und authentisch – eine der letzten Zeitzeuginnen erzählt!

Eva Mozes Kor ist zehn Jahre alt als sie mit ihrer Familie nach Auschwitz verschleppt wird. Während die Eltern und zwei ältere Geschwister in den Gaskammern umkommen, geraten Eva und ihre Zwillingsschwester Miriam in die Hände des KZ-Arztes Mengele, der grausame »Experimente« an den Mädchen durchführt. Für Eva und ihre Schwester beginnt ein täglicher Überlebenskampf …

Die wahre Geschichte einer Frau mit einem unbezwingbaren Überlebenswillen und dem Mut, die schlimmsten Taten zu vergeben.

Eva Mozes Kor, geboren 1934, ist eine Überlebende des Holocausts und wurde zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Miriam von Josef Mengele für menschenverachtende medzinische Experimente missbraucht. Sie lebt heute in Terre Haute, Indiana.

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ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln mit Pressemeldungen, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens 1 Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

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Scott Westerfeld: Behemoth – Im Labyrinth der Macht. Leviathan 2.

Erstellt von Detlef Hedderich am 23. November 2011

Scott Westerfeld
Behemoth – Im Labyrinth der Macht
Leviathan 2

Behemoth, USA, 2010
cbj-verlag, München, 09/2011
HC mit Schutzumschlag
Jugendbuch, Fantasy, Adventure
ISBN 978-3-570-13993-6
Aus dem Amerikanischen von Andreas Hellweg
Titelgestaltung von Hilden Design/ Marion Hirsch, München Innenillustrationen von Keith Thompson
Autorenfoto von Samantha Jones

www.cbj-verlag.de
http://scottwesterfeld.com/
www.hildendesign.de
www.marhi.de/kern.php?m=6&um=0
www.keiththompsonart.com/

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Das Jahr 1914: Die Eltern von Prinz Aleksander wurden in Sarajewo ermordet. Die Getreuen seines Vaters Erzherzog Franz Ferdinand fliehen mit dem entsetzen Prinzen aus dem Palast. Während ihrer Flucht erleben sie allerhand Abenteuer. Dabei begegnen sie auch der als Jungen getarnten Deryn. Zusammen gelangen sie an Bord der geheimnisvollen „Leviathan“ (Bd. 1).

Das Meisterstück der britischen Armee ist eine Mischung aus einem zum Fliegen gezüchteten Wal und einer Maschine. An Bord befinden sich zahlreiche Wissenschaftler. Merkwürdige Eier wecken die Neugier des Prinzen. Als er eines Abends wieder einmal nach den mysteriösen Objekten schaut, schlüpft aus einem dieser Eier ein seltsames Tier. Dabei handelt es sich eindeutig um ein genmanipuliertes Wesen. Die Kreatur ist jedoch äußerst niedlich und total auf Aleksander fixiert. So bleibt dem jungen Mann nichts weiter übrig, als sich des Jungtiers anzunehmen. Deryn, die es dank ihrer Verkleidung unter dem Namen Dylan geschafft hat, in den Kader der „Leviathan“ integriert zu werden, ertappt sich dabei, mehr für Aleksander zu empfinden, als gut ist. Falls ihr Geheimnis auffliegt, könnte sie nie wieder so unbeschwert mit ihm reden wie zurzeit.

Als Aleksanders Berater beschließt, er solle ins Osmanische Reich fliehen, um dort Verbündete zu suchen, nimmt Deryn die Verfolgung des Prinzen auf. Dabei geraten die beiden jungen Leute von einem Schalmassel in den anderen. Glücklicherweise finden sie auch hilfreiche Freunde, die ihnen beistehen. Scott Westerfeld schrieb auch die Trilogie „Ugly“, „Pretty“, „Special“ und machte damit auf sich aufmerksam. Bereits mit dem ersten Teil, „Leviathan“, seines neuen Dreiteilers schaffte es der Autor, die Leser in seinen Bann zu ziehen. Dazu bedient er sich der Weltgeschichte und verbindet gut recherchierte Hintergrundinformationen mit seinen phantasievollen Ideen.

In „Behemoth“ sind die Protagonisten in ihre jeweiligen Rollen hineingewachsen und agieren schon wesentlich zielstrebiger. Vor allem die Freundschaft zwischen Deryn und Alex wird weiter ausgebaut. Mit einem fulminanten Cliffhanger gelingt es dem Autor, die Spannung auf den dritten Band, „Goliath“, der zugleich der Abschlussband der Trilogie sein wird, noch weiter zu steigern.

Copyright © 2011 by Petra Weddehage (PW)

BESTELLUNGEN WERDEN GERNE ENTGEGENGENOMMEN UND ERHÖHEN DIE PREISGELDER FÜR UNSERE AUTOREN BEI UNSEREM STORYWETTBEWERB – EINFACH HIER KLICKEN:

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Aleksanders Berater beschließt, er solle ins Osmanische Reich fliehen, um dort was oder wen zu suchen? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!


Gewonnen hat: Oliver Altermann, Marc Richter und Sara Bauer. Herzlichen Glückwunsch! Wir danken unserem Sponsoren und auch allen Teilnehmern!

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Die Frankfurter Buchmesse 2011 – oder: die Geschichte eines (fast) perfekten Tages

Erstellt von Galaxykarl am 17. Oktober 2011

Die Frankfurter Buchmesse 2011
oder: die Geschichte eines (fast) perfekten Tages

06:00 Uhr Coburg

Pünktlichste Abfahrt mit zwei Bussen, vollgestopft mit dem fränkischen Kontingent der Büchersüchtigen; 100 Freunde des gedruckten Wortes, quer Beet durch alle Altersgruppen. Organisiert durch die Buchhandlung Riemann, Coburg. Es ist schweinekalt, aber die Damen der Buchhandlung sind hellwach, freundlich und kompetent. Teilnehmer checken, ein Survivalpack verteilen, bestehend aus Riemann-Stoffbeutel (der später noch eine wichtige Funktion erfüllen wird), Infomaterial zur Messe, Tagesablauf, Notfallnummern, ein Apfel, ein Schokoriegel als Energiespender und ein Stift.

07:15 Uhr

Wir erreichen die Autobahn und kurz darauf werden heißer Kaffee und Gebäck gereicht. Die Stimmung ist gut, unser Fahrer Steffen fährt, als würde er als Engel eine Wolke steuern und keinen Bus, so sanft schaukeln wir dahin. Mein Sitznachbar – ein älterer Herr – schweigt und ich will ihn nicht zur Morgenstunde zutexten und aus seiner Meditation oder seinen Gedanken reißen. Vielleicht geht er wie ich im Kopf schon den Tag durch: Hallenpläne, feste Zielpunkte, Termine, Ansprechpartner. Ich zücke meinen Terminkalender und versuche eine beste Route zu konstruieren.

08:30 Uhr

Nach einer freundlichen Begrüßung durch eine Mitarbeiterin der Buchhandlung ertönt eine Audio-Information der Frankfurter Messeorganisation. Professionell schildern abwechselnd eine männliche und eine weibliche Stimme, was auf uns zukommt, bzw. auf was wir zusteuern. Das Leitsystem und die Belegung der Messehallen werden erläutert und ich denke: Super, typisch deutsch. Wenn wir was können, dann organisieren. Und ich meine das nicht ironisch. Ich erinnere mich an frühere amerikanische Geschäftspartner, die dies kurz und prägnant formulierten: „You are a german, you’re prepared!“ Recht hatten sie.

09:10 Uhr

Wir treffen auf dem Messegelände ein: Einen gut gemeinten Rat, wir sollten doch unsere Mäntel im Bus lassen, ignoriere ich. Schließlich ist es immer noch schweinekalt. Ein kleiner Fußmarsch vom Parkplatz im kalten Schatten der riesigen Messegebäude zum Shuttlebus, der uns ins ferne Zielgebiet bringen soll, bestätigt mich in meiner Entscheidung. Später werde ich es bereuen.

09:20 Uhr

Mich trifft der Schlag: Massen von Menschen drängen sich schon vor den Gebäuden und Eingängen, die Rolltreppen sind Lindwürmer aus Tausenden Besuchern, die sich – ohne eine Lücke zu zeigen -, Etage für Etage noch oben wälzen. Dazwischen bunte Tupfer von Comic- und Manga-Fans, die an dem Cosplay-Wettbewerb teilnehmen oder sich einfach auch nur die Gelegenheit nicht entgehen lassen wollen, sich ein wenig exhibitionistisch zu verhalten.

Und dann hält mich nichts mehr auf. Bilde ich mich mir ein. Ich kämpfe mich durch dichte Menschenströme, garniert mit Kinderwagen, in denen vom Säugling bis zum Kleinkind alles vertreten ist. Was zur Hölle tun diese Eltern den Kindern an? Die Kinder sind jetzt schon genervt, müde, plärren und machen den Eltern und allen anderen Stress und ein Vorankommen schwer. Kaum hat man solche Stolpersteine überwunden, trifft man auf die zweite Kategorie von nervtötenden Besuchern: die mit einem Seekoffer großen Rollwägelchen ausgestatteten „Sammler“. Es wird alles eingepackt, was der Stand freiwillig – und wie ich beobachtet habe, auch unfreiwillig – hergibt. Eine weibliche Standbesatzung darauf angesprochen, lächelt und klärt mich auf: „Es wird immer geklaut, bei der Größe des Standes und dem Gedränge lässt sich das gar nicht vermeiden.“ Sie lächelt noch breiter: „Und je mehr unserer Bücher geklaut werden, desto mehr liegen wir mit unserem Angebot richtig.“ Ich bin baff. Sie lächelt immer noch, als sie mir eröffnet, dass dies in den Messekosten mit einkalkuliert ist. Und natürlich auch in den Buchpreisen. Na, super. Das war´s aber auch schon mit den kleinen Minuspunkten.

Denn ab jetzt pilgere ich von Stand zu Stand, bevorzugt bei den Verlagen, die uns, also den sfbasar und das Buchrezicenter mit Rezensions- und auch Verlosungstiteln ausstatten. Bei gut der Hälfte der Verlage ist meine Visitenkarte fast unnötig, man kennt uns. Ich freue mich, frage gezielt nach unseren Kontaktpersonen aus den Presse-, Vertriebs- und Marketingabteilungen und habe bei einem Drittel tatsächlich Glück, bei den anderen zwei Dritteln ist man freundlich und bereit, die aktuellsten Rezi-Wünsche aufzunehmen. Bin gespannt, ob die alle eintreffen. Einen guten Teil hätte ich auch mitnehmen können, aber wer will sich mit 30 Kilo Papier durch die Hallen kämpfen? Trotzdem kann ich bei einigen Titeln nicht Nein sagen und der Rucksack füllt sich zunehmend.

Mein Weg führt mich auch an den Stand von BoD, Book-on-Demand, Norderstedt. Ich mustere die Präsentation, als mich eine rattenscharfe blonde Mittdreißigerin anlächelt und fragt, was ich für einen Wunsch habe. Ich denke: Mädel, solche Fragen solltest gerade du nicht stellen und außerdem bin ich glücklich verheiratet. Sie schiebt, immer noch lächelnd, nach: „Kaffee oder Cappuccino?“ Letzteres. Bis zum Eintreffen der Pressedame versuche ich, in dem Angebot eine Linie, eine Struktur, ein Programm zu finden. Es gelingt mir nicht; dafür ist der Cappuccino erstklassig. Als die Dame schließlich auftaucht, beginne ich ganz locker mit einer Killerfrage: „Durch was unterscheiden Sie sich von den verteufelten DKZV (Druckkostenzuschussverlagen)? Sie holt Luft und spult ihr Programm ab: 39,– € für das „Grundpaket“, soll heißen: Erteilung einer ISBN-Nr. (die lt. meinem Kenntnisstand 78,– € kostet) und Listung in 1.000 (!?) Verkaufsplattformen á la Amazon, Booklooker, Buch24 usw. usw. Wir haben BoD-Titel rezensiert und brav auf solche Plattformen verlinkt und oft genug die Meldung bekommen: „Titel nicht bekannt / nicht verfügbar“. Woran das läge? Wir sind zu schnell. Aha, verständlich, schließlich mag es ein wenig dauern, einen neuen Titel in 1.000 Listen einzutragen. Wie viele Autoren werden von BoD betreut? Die Antwort hat mich umgehauen: 30.000! Zu dieser Zahl kein Kommentar, sie spricht für sich. Für die unter uns, die rechnen und noch nachdenken können.

Am Stand von Klett-Cotta stoße ich durch Zufall auf den Verantwortlichen für E-Books. Auf meine Frage, wie es in seinem Hause damit aussieht, bekomme ich die überraschende Aussage, dass gerade einmal 0,4 % des Geschäftes mit elektronischen Büchern stattfinden. Vielleicht liegt es hier auch am Genre, dass Klett-Cotta mit seiner elitären High-Fantasy Hobbit-Presse rund um das Werk von Tolkien bedient. Es passt einfach nicht, sich in epische Legenden und Schlachtenwelten zu begeben und dabei ein Ding aus Metall und Plastik auf dem Schoss zu haben. Bei anderen Verlagen mag dies anders sein. Wir Deutsche sind halt nicht die Amerikaner. In kleineren Städten gäbe es dort schon gar keine Buchhandlungen mehr, da der Bedarf über Verkaufsplattformen laufe und sich keine klassische Buchhandlung dort halten kann. In den Großstädten sieht es aber gottlob wieder anders aus. Der Rest ist eben dann elektronisches Lesefutter. Ich denke: glückliches Deutschland.

13:10 Uhr

Ein Blick auf die Uhr und der nächste Spurt beginnt. Um 13:30 Uhr darf ich Ralf Isau (Fantasyautor im Bereich Jugendbuch und Erwachsene) interviewen. Am verabredeten Stand ist er nicht, ach ja, der publiziert ja mittlerweile vorwiegend bei Randomhouse/cbj. Also wieder durch die ganze Halle zurück und ich komme leicht derangiert am Stand an. Die Pressedame erwartet mich schon und führt mich erfreulicherweise in ein kleines Kabuff, in dem wir vor den Blicken der Besucher wenigstens minimal abgeschirmt, das Interview in Ruhe abhalten können. Ich habe gerade noch ein paar Minuten Zeit mich wieder in Ordnung zu bringen und das Aufnahmegerät bereit zu machen, als er auch schon in Begleitung seiner Frau kommt. Ruhig, gelassen, sichtlich entspannt, trotz all der Hektik draußen. Er ist ein angenehmer Typ, das spüre ich in der ersten Minute. Das ganze Interview findet ihr (in Kürze) HIER.

Kaum fertig klingelt das Handy. Meines? Oder das der zig Leute um mich herum? Nein, meines. Die nächste Autorin, Nicole Steyer, fragt, wo ich stecke. Wieder durch die Halle, anderes Gebäude und da steht sie. Wir sprechen über ihre Kinderbücher, ihren 2012 erscheinenden Historienroman-Erstling bei Droemer-Knaur und die Verlagsbranche. Wir vereinbaren locker ein Interview und gehen gleich nach einem Gespräch mit einem Verlagsrepräsentanten zu einem verspäteten Mittagssnack ins Freie. Frischluft und ein bisschen weniger Menschen tun uns gut. Ich merke, wir sind Seelenverwandte, sie „tickt“ wie ich. Wir tauschen uns aus über Agenten, Lektoren, Marketing, Buchlesungen und all die Dinge, die nach dem Schreiben eines Rohtextes auf eine/n Autor/in zu rollen. Wer hier keine Wadelbeißernatur hat, wird scheitern, soviel steht fest.

15:45 Uhr

Die Zeit drängt; Nicole muss weg und ich hab auch noch fünf Verlage auf der Liste. Verdammt, in die Halle mit den Agenturen schaffe ich es nicht mehr. Egal, ich hab meine Agentur und scheinbar zu meinem großen Glück schon wieder eine Seelenverwandte in Form meiner Lektorin gefunden. Ne´ Rechtschreibfanatikerin wie ich. Ich entere die nun erfreulich dünner besetzten Rolltreppen und grinse über die ermatteten Messeopfer, die sich an allen Ecken und Enden zu Boden werfen und ihre Füße massieren oder erst mal durchatmen. Schnell noch ein Foto von einer Truppe Cosplay-Kandidaten gemacht. Ich zieh´ mein Programm fast im Laufschritt durch und ergattere noch ein paar Bücher für Recherchen zu Waffen, den Kelten, eines meiner Lieblingstiere, dem Wolf und eine Abhandlung über mittelalterliche Küche.

16:50 Uhr

Was hat man uns geraten? „Rechnen Sie mit langen Wegen zurück zum Parkplatz; wir fahren pünktlich ab.“ Die Drohung in den Worten war kaum zu überhören, wobei ich glaube, dass die Mädels der Buchhandlung Riemann eher einen Suchdienst engagieren würden, als ohne komplette Gruppe abzufahren. Ohne Stress komme ich rechtzeitig am Parkplatz an. Upps, wo ist der Bus? Auf jeden Fall nicht dort, wo er sein sollte. Ich blinzle ein wenig ratlos in die tief stehende Sonne. Da fallen mir ebenfalls verwirrte Leidensgenossen ins Auge. Sie tragen wie ich einen Riemann-Stoffbeutel bei sich. Aha, beim Mittagssnack auf dem Heyne-Empfang wurde das erwähnt. Verdammt, denn hatte ich aus Zeitgründen ausgelassen. Ausgerechnet Heyne! Nächstes Jahr passiert mir das nicht mehr, ich schwöre es. Nicht wegen der belegten Brötchen, sondern wegen der Chance, relevante Leute eines Verlages kennenzulernen.

17:30 Uhr

Die Uhr wird in Zukunft nach der Riemann-Zeit gestellt; geht genauer als die Atomuhr in Braunschweig. Die Stimmung ist locker und jeder hat was zu erzählen. Mein morgens noch stummer Nachbar entlarvt sich als pensionierter Notar, der schon 16-mal mit Riemann zur Buchmesse gefahren ist. Wir verfallen nach kurzer Zeit in ein angeregtes Gespräch zu E-Readern und E-Books. Frau Irmgard Clausen, die Chefin der Buchhandlung, stößt zu uns und sprüht vor Freundlichkeit und Fachwissen. Sie erkundigt sich nach unserem Tag und erntet allenthalben positive Äußerungen. Ich versichere ihr, dass sie mich jetzt auch in den nächsten 15 bis 20 Jahren an der Backe hat und kündige ihr diesen Bericht an. Ein Gläschen O-Saft mit oder ohne Prosecco verkürzt die Zeit bis zum Eintreffen in Coburg.

21:30 Uhr

Endlich Zuhause; ich gönne mir ein Dunkles, eine Dusche und sinke ins Bett. Anstelle von Schäfchen zähle ich Bücher, Bücher, Bücher …

Copyright © 2011 by Werner Karl

P. S. In dem Preis von 38,– € waren also die Hin- und Rückfahrt, die kleinen Verpflegungen, die Tageskarte und der Mittagssnack bei Heyne enthalten. Bücherherz, was willst du mehr?
P. P. S. Unter allen fett gedruckten Wörtern findet ihr Links zu den entsprechenden Namen.

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PREISRÄTSEL/GEWINNSPIEL: 5 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR: Harris, Nicholas – Mein Abenteuerhandbuch – Reise zum Mars Band 4.

Erstellt von Detlef Hedderich am 12. Oktober 2011

Harris, Nicholas
Mein Abenteuerhandbuch – Reise zum Mars

Band 4

Illustriert von Quigley, Sebastian. Übersetzt von Panzacchi, Cornelia
Verlag :      cbj
ISBN :      978-3-570-13789-5
Einband :      Spiralbindung
Preisinfo :      14,99 Eur[D] / 15,50 Eur[A] / 21,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 20.09.2011
Seiten/Umfang :      54 S., Mit fbg. Illustrationen – 25,0 x 17,5 cm
Produktform :      B: Spiralbindung
Erscheinungsdatum :      23.05.2011

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Titel bei Libri.de

Spielerisch die Welt erkunden: Abenteuer und Wissen in einem

10, 9, 8, 7 … Der Countdown läuft für einen spektakulären Flug zum Mars! Aber vorher muss die gefährliche Mission genau geplant werden. Um für den Start ins All optimal gerüstet zu sein, enthält das Abenteuerhandbuch alle wichtigen Informationen zur Geschichte der Raumfahrt und detailgenaue Bilder und Karten, die zeigen, wie das Sonnensystem aufgebaut ist, welche Planeten und Monde es gibt und wie ein Raumschiff funktioniert. Mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Bau der eigenen Marsrakete steht der Reise zum Mars schließlich nichts mehr im Wege!

Mit verdeckter Spiralbindung, übersichtlichen Registerkarten, großen Ausklappseiten und detailgenauen Bauplänen im Posterformat.

Nicholas Harris war schon immer sehr wissbegierig und begeistert von allen möglichen Sachthemen. 1992 gründete er seinen eigenen Verlag: Orpheus Books. Der Schritt, selbst Autor zu werden, lag nahe. Und so schreibt und veröffentlicht er heute erfolgreich eigene Sachbücher zu Themen, die ihn faszinieren. Nicholas Harris lebt in England.

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Preisrätsel 5 x 1 Exemplar: Wer ein Exemplar erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Bau der eigenen Rakete im Buch steht der Reise zu welchem Planeten nichts mehr im Wege!? Sobald 50 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Die Gewinner lauten: Eberhard Odrich, Miriam Waltersohn, Karl Brecht, Theodor Hüscher, Gabi Flickinger. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN UNSEREM SPONSOREN UND ALLEN TEILNEHMERN!

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DER KORREKTURKNOPF – Eine Kurzgeschichte von Chiara Kaiser

Erstellt von Chiara Kaiser am 10. Oktober 2011

Der Korrekturknopf

Eine

Kurzgeschichte

von

Chiara Kaiser

„Benni! Lass deine Jacke an, wir gehen gleich!“

Meine Mama ist sehr unterschiedlich. Heute hatte sie schwarze Haare, lang und lockig, grüne Augen und schöne volle Lippen. Grün. Das war mir am liebsten. Ich lächelte.

„Was ist denn mein Schatz?“ Ihre Stimme war warm und volltönend, heute war sie durch und durch der mütterliche Typ. Mein Grinsen wurde breiter. „Ach nichts. Du bist nur heute sehr hübsch Mama.“ Sie strahlte. „Ach mein Schatz. Was würde ich nur ohne dich machen, hm?“ Sie schob mich zur Tür hinaus, die mit einem Surren hochfuhr und den Abgrund hinunter auf die Straße freigab. Die Hovercars, die ohnehin immer viel zu schnell fuhren, schossen ganz dicht an meinem Gesicht vorbei. Neugierig reckte ich die Nase in den Wind, der heute durch die Gassen und Straßen pfiff. Riesige Werbereklamen wurden auf den Wolkenkratzer, der unserem Haus gegenüberlag, projiziert. Meine Augen verschmälerten sich, als die verfluchte Frau erschien. Ihr blitzweißes Lächeln strahlte so sehr, dass es in den Augen stach. Angela Foster. Mit grimmiger Miene spuckte ich aus und wandte mich ab. Aus den Augenwinkeln sah ich das unheilvolle Rot des Knopfes schimmern. Meine Mutter hastete mir aus dem Hausflur entgegen. Ihr Duft flog mir entgegen. Das einzige was noch echt war. Ihr Gesicht strahlte, als sie Angela erblickte. Oh Verzeihung, Angie. „Ach mein Schatz, sieht sie nicht absolut spitze aus?“  Sie nestelte in ihrer Handtasche herum und zog den mir so verhassten roten Knopf hervor. Das Wort Korrektur war eingraviert. Die goldenen Lettern schienen mir einen spöttischen Blick zuzuwerfen, Angies Blick so wahnsinnig ähnlich. Mir wurde übel. Sanft legte meine Mutter einen Finger auf den Knopf. Kurz flirrte die Luft um ihren Kopf und dann spross ihr eine Haarpacht, welche die exakte Nachbildung von Angela Fosters Haaren war. Die blonde, glatte, perfekte Perücke. „Jeden Tag ein bisschen besser“, witzelte Mama. Ich zog es vor nicht zu antworten. Dann nahm sie mich bei der Hand und wir sprangen. Noch im Fall überlegte ich mir, wie ich sie nur von diesem Knopf losbringen könnte. Unsichere Frauen, die mit ihrem Aussehen haderten waren diesem Hai ins riesige Maul geschwommen. Sie schluckte sie hinunter, machte sie zu ihren Geschöpfen und zog ihnen Kraft ab. Die Gegenluft blies in unsere Gesichter und fing unseren Fall ab.

Wir stiegen auf die Straße und gingen zum Markt, heute gab es wieder diese köstlichen kleinen Kuchen vom Planeten Ka´a. Ihre langen Beine holten weit aus, für Markttage machte sie sich grundsätzlich größer, so war es leichter sich durch die Menschenmengen zu schieben. Das Tor des Marktes wurde von LED-Platinen beleuchtet. Der Platz war enorm. „Halt dich fest Benni, das könnte eng werden.“ Ich griff an ihren Gürtel, ihre Hand war ja mit dem roten Knopf beschäftigt. Wir drängelten uns vor. Sie lief zuerst zu dem Kuchenstand, was mich freute. Nachdem ich mir meine Taschen vollgestopft und mir zwei der Küchlein in den Mund gestopft hatte, stapfte ich schmatzend hinter meiner Mama her. Fest an ihrem Gürtel, konnte ich meinen Blick durch die Menge schweifen lassen. Beinahe alle Frauen hatten einen Knopf, entweder in ihren Händen, so wie meine Mutter, oder an ihren Taschen, ihren Gürteln, ihrem Portmonee.

Ich schluckte und mein Herz krampfte sich zusammen, als ich eine Abhängige sah. Sie saß ein wenig abseits und fingerte ununterbrochen an ihrem Knopf herum. Sie murmelte unverständlich vor sich hin und ihre Gestalt wurde so oft verändert, dass die Luft um sie herum zu einem einzigen Flirren verkam. Sie roch schlecht und ihre Augen waren voll Tränen.  „Sie nicht hin, Schatz. Das ist eine Abhängige.“ Meine Mutter verzog verächtlich den Mund. „Aber sie war doch auch mal so wie du, Mami? Eine Frau, die gern ihr Äußeres zu ihren Gunsten verändert, korrigiert?“ Bewusst benutzte ich ihre Erklärung dafür, die sie immer anführte, wenn man sie auf den Korrektur-Knopf ansprach. Ein wenig schadenfroh sah ich, wie meine Worte trafen. „Das verstehst du nicht.“ schnappte sie beleidigt und ging weiter. Oh, ich verstand nur zu gut. Mein Papa hatte uns verlassen. Für eine Jüngere. Wozu war mir nicht ganz klar, da meine Mama eine sehr schöne Frau gewesen war, ein wenig klein vielleicht, aber mit glänzenden braunen Haaren, grünen Augen und einer Ausstrahlung, die einem das Herz wärmte. Das war anders geworden. Sie hatte nach der Trennung alles verloren. Ihre eigene Person. Sie hatte sich verkauft, an Angela Foster, die solche Fälle wie die Abhängige hier auf dem Markt als bedauerliche Ausnahme abtat, und das war die unverschämteste Lüge dieser Frau, die fremde Herzen umnebelte und sie ins Unglück stürzte. Dieser furchtbare Karrierehai. Gott! Ich verabscheute diese Frau. Ein spitzer Schrei meiner Mutter lies mich erschrocken aufsehen.

„Mami?“

Sie duckte sich und grapschte nach ihrem Knopf. Die Luft begann so schnell zu flirren, dass mir ganz schwindelig wurde. Wenige Millisekunden später, stand ich einer kleinen dicken rothaarigen Gegenüber. Doch alles hatte nichts genutzt, Mike hatte uns trotzdem gesehen. „Fiona? Hey so warte doch.“  Die kleinen dicken Beine meiner Mutter gruben sich beinahe in den Asphalt in dem Bestreben so viel Abstand wie möglich zwischen sich und diesen Mann zu bringen. Immer hektischer sprang sie durch die Menschen und drückte immer wieder auf den Knopf. Sie war besessen davon sich unkenntlich zu machen. Meinen Arm an ihrem Gürtel riss sie so hektisch mit sich, dass ich Schmerzen litt. „Mami! Schluss jetzt!“ Sie schüttelte den Kopf und murmelte immer wieder vor sich hin. Immer schneller und schneller schossen ihre Beine vorwärts. Ihre Gestalt veränderte sich so schnell, dass ich nicht mehr mitkam, einfach die Augen schloss und mich am Gürtel festkrallte. Wir schossen über den Markt und dann bekam ich einfach so einen Schlag auf den Kopf. Reflexartig schossen meine Hände an den Kopf und liesen den Gürtel los. „Aua!“ Empört sah ich mich um und bleib stehen. Niemand schien sich um mich unverschämten Bengel mit Kuchen im Gesicht zu kümmern. Laut schimpfend drehte ich mich in allen Richtungen um, um den Übeltäter zu erwischen… bis mir etwas auffiel. Ich war allein.

„Mami?“

Ein erneuter Schrei lies mich auffahren. Eine grüne Ka´a Frau zeigte mit ihren schwarzen Fingern vor sich. Schnell rannte ich dorthin. Mein Herz setzte einen Schlag aus, als ich ankam. Da lag etwas Zuckendes. Verzerrtes Gesicht, die Hand fest um einen Knopf gekrallt. „Die ist verloren.“ Brummte ein Mann hinter mir. „Jap. Süchtig wie sie alle. Süchtig und verloren.“ Frohlockte eine Frau mit blauem Fell. Langsam näherte ich mich. Meine Beine weich wie Gummi. Dieser Duft, bekannt und vertraut waberte um das zuckende Ding am Boden. Ich schüttelte lethargisch den Kopf. Das konnte nicht sein. Das durfte nicht sein!

„Mami?“

Die Menge keuchte auf, starrte mich an. Ich jedoch sank auf die Knie. Meine Hand zitterte, als sie sich auf ihre legte. Ich wand ihr den Kopf aus der weichen Hand. Das Surren hörte auf. Meine Mama lag vor mir, so wie sie war. Ein wenig zu klein, ein wenig mangelhaft um in perfekte Welt Angelas Fosters zu passen. Die Sirene erklang. Jemand hatte sie Sanitäter gerufen. Aber ich wusste es besser. Der Hai hatte zugeschlagen. Die Kraft meiner Mama war aufgebraucht. Hineingeflossen in perfekte Haare, perfekte Haut, den perfekten Körper. Das Lächeln blitze hinter meinen Augen auf und ich fing an zu schreien.

ENDE

Copyright © 2011 by Chiara Kaiser


Kaufempfehlung der Redaktion:

Jones, Carrie
Finsteres Gold

Im Buch blättern

Übersetzt von Mihr, Ute
Verlag :      cbt
ISBN :      978-3-570-16112-8
Einband :      gebunden
Preisinfo :      14,99 Eur[D] / 15,50 Eur[A] / 21,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 21.09.2011
Seiten/Umfang :      352 S. – 21,5 x 13,5 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      23.05.2011

Medien :
Leseprobe(PDF)

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Sie verrät ihre Liebe, um sie zu retten!

Zara und ihre Freunde haben den Kampf gegen Zaras Vater, den umbarmherzigen Elfenkönig, gewonnen. Sie halten ihn gefangen – sie kontrollieren seine Macht. Aber das Problem ist damit noch lange nicht gelöst, denn die Schwächung des Königs ruft neue Thronanwärter auf den Plan. So auch den jungen Astley, der vollmundig verspricht, dafür zu sorgen, dass Elfen, Menschen und Werwölfe in Zukunft friedlich miteinander leben können. Für Zara hört sich das gut an. Aber Zaras Freund Nick, der Werwolf, rast vor Eifersucht. Erst recht, als der Elf Astley noch eine Prophezeiung ausspricht, die unglaublicher nicht sein könnte: Zara und Nicks Liebe wird enden – und Zara sei vom Schicksal auserkoren, Astleys Elfenkönigin zu werden …

Carrie Jones studierte kreatives Schreiben am Vermont College, bevor sie anfing, als Redakteurin für Zeitungen und Zeitschriften zu arbeiten und nebenher Jugendbücher zu schreiben. „Flüsterndes Gold“, der erste Band ihrer Romantasy-Serie, stand wochenlang auf der Bestsellerliste der New York Times. Die Autorin lebt und arbeitet in Maine – trotz der langen Winter und wegen der schönen Sommer.

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ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln unter Storys unserer Community-Autoren, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens einen Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

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PREISRÄTSEL/GEWINNSPIEL: 3 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR: Tessa Gratton – Blood Magic.

Erstellt von Detlef Hedderich am 7. September 2011

Tessa Gratton
Blood Magic

cbj
in der Verlagsgruppe Random House
ISBN 978-3-570-15286-7
Kinder- und Jugendbuch
Erschienen 18. Juli 2011
Aus dem amerikanischen Englisch von Anne Brauner
Umschlaggestaltung: Hanna Hörl, München
unter Verwendung eines Motivs von © Shutterstock, Andrejs Pidjass
Hardcover mit Schutzumschlag: 448 Seiten

www.cbj-verlag.de
www.blood-magic.de
www.tessagratton.com

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Tessa Gratton wurde in Okinawa, Japan, geboren, als ihr Vater dort im Dienst der US Navy war. Mit ihrer Familie bereiste sie die Welt und studierte dann an der Universität von Kansas. Von klein auf wollte sie eigentlich Paläontologin oder Zauberin werden. Leider hat sich herausgestellt, dass sie zu ungeduldig ist, um Dinosaurier zu jagen, aber sie sucht noch immer jemanden, der ihr das Zaubern beibringen kann. Inzwischen lebt sie in Kansas, USA, mit ihrer Katze und ihrem Hund, und erzählt Geschichten vom Zaubern.

Zum Buch:

„Wer niemals länger allein auf einem Friedhof war, kann eigentlich nicht wissen, wer er ist.“

Silla ist oft länger alleine auf einem Friedhof und das immer häufiger, seit ihre Eltern einen grausamen Tod fanden. Die Menschen im Ort erzählen sich, dass Sillas Vater seine eigene Frau getötet hat und danach sich selbst. Silla hat ihre Eltern gefunden, in einer Blutlache und seitdem scheint auch ihr eigenes Leben zerstört. Doch nun hat sie vor ihrer Haustüre dieses kleine Buch gefunden mit handschriftlichen Einträgen ihres Vaters und einem Brief  eines Mannes, der sich selbst „Der Diakon“ nennt. Wer ist dieser merkwürdige Fremde und was hat es mit dem sonderbaren Buch auf sich, das merkwürdige Zaubersprüche enthält, die alle etwas mit Blutmagie zu tun haben. Aber gibt es Magie wirklich und kann es sein, dass Silla eben bis zu diesem Moment wirklich nicht wusste wer sie ist und was sie kann?

Schnell stellt sich heraus, dass Silla die Blutmagie beherrscht und sie scheint fasziniert davon. Allerdings ist diese Magie auch gefährlich und das weiß Nicholas, der erst vor kurzem mit seinem Vater und dessen neuer Frau in das Haus seines verstorbenen Großvaters an der anderen Seite des Friedhofs gezogen ist. Schließlich beherrscht auch seine Mutter diese Art von Magie und scheinbar kannte sie auch Sillas verstorbenen Vater. Hängt das alles irgendwie miteinander zusammen?

Neben der Magie, die hier düster und gefährlich geschildert wird, beherrscht auch die Liebe diese Geschichte rund um die junge Silla, die nach einem neuen Sinn in ihrem Leben sucht. Silla und Nicholas und auch Sillas Bruder Reese scheinen der Magie immer stärker zu verfallen und geraten in einen gefährlichen Strudel aus dem es plötzlich keinen Ausweg mehr zu geben scheint, denn die Gefahr ist kaum zu bannen.

Das Buch lebt von häufigen Szenen- und Perspektivwechseln. Einmal wird aus der Sicht von Silla erzählt und ein andermal aus der Sicht von Nicholas und so erfährt der Leser Stück für Stück mehr über die Vergangenheit der beiden und ihrer Familien. Weitere Details werden durch das Tagebuch der Josephine Darly offen gelegt und schon das erste Kapitel bringt hier ganz klar zum Ausdruck worum es geht:

„Ich heiße Josephine Darly, und ich habe vor, ewig zu leben.“

„Blood Magic“ ist Blutmagie pur. Das besagt der Titel, das zeigt das Cover durch die Kombination aus schwarzem Hintergrund, abgebildeter roter Rose und Blutsspritzern ganz deutlich und das wird dem Leser sehr intensiv geschildert.

In diese Geschichte taucht man hinein, sie lässt einen nicht mehr los, man lebt mit Silla die Magie von der ich auch jetzt noch nicht sagen kann, ob sie wirklich böse und dunkel ist oder nur von manchen Personen für böse und dunkle Zwecke missbraucht wurde.

Copyright © 2011 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer ein Exemplar erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!):  Silla hat ihre Eltern gefunden, in einer Blutlache und seitdem scheint auch ihr eigenes Leben zerstört. Doch nun hat sie vor ihrer Haustüre dieses kleine Buch gefunden mit handschriftlichen Einträgen ihres Vaters und einem Brief  eines Mannes, der sich selbst wie genau nennt? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 30 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! DIE GEWINNER LAUTEN: Alicja Korsakow, Ertan Spodaru und Eva Dongelinger. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN UNSEREM SPONSOREN UND ALLEN TEILNEHMERN!

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PREISRÄTSEL/GEWINNSPIEL: 3 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR: Bettina Obrecht – Die kleine Hexe Ida.

Erstellt von Detlef Hedderich am 5. September 2011

Bettina Obrecht
Die kleine Hexe Ida

cbj-Verlag, München, 02/2011
HC, Kinderbuch, Urban Fantasy
ISBN 978-3-570-13944-8
Titelgestaltung und Innenillustrationen von Barbara Korthues

www.cbj-verlag.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Ida lebt, wie alle Hexen, im Hexendorf in einem verborgenen, schwer zugänglichen Tal. Über die Welt der Menschen wissen die Hexen nur wenig – seit der Hexenverfolgung im Mittelalter verstecken sie sich im Hexenwald und meiden jeden Kontakt.

Eines Tages aber verfährt sich eine Menschenfamilie auf dem Weg zu ihrem Urlaubsort und gelangt zufällig in den Hexenwald. Ina lernt den etwa gleichaltrigen Sohn, Niklas, kennen und freundet sich mit ihm an. Nachdem die Menschen den Hexenwald wieder verlassen haben, möchte Ida Niklas in der Menschenwelt besuchen, doch das ist nicht so einfach: Wenn sie tatsächlich das Hexendorf verlässt, darf sie keinen Flugbesen mitnehmen – und erst dann wieder zurückkehren, wenn sie einen neuen Zauber entdeckt hat. Zu allem Überfluss ist die Menschenwelt ganz anders als in den Erzählungen der ältesten Hexen. Ida braucht all ihren Mut und Verstand, um zwischen elektronischen Geräten und menschlichen Eigenheiten zu bestehen. Und wie soll sie in dieser technisierten Welt, in der es für jeden Zauber eine ganz unmagische Erklärung gibt, ihren neuen Zauber finden?

Trotz des Titels, der an Otfried Preusslers „Kleine Hexe“ erinnert, und der schönen Farbzeichnungen im gesamten Buch ist dieser Roman nicht für jüngere Kinder geeignet, da immer wieder Themen wie Hexenverfolgung und Folter sehr direkt angesprochen werden. Für ältere Kinder – empfohlen ist das Buch ab 9 Jahre – und Erwachsene bietet das Buch aber ein heiteres und stellenweise auch spannendes Lesevergnügen:

Wird Ida ihren neuen Zauber finden? Was hat es mit Frau Fackel mit den spitzen Zähnen auf sich, die die kleine Hexe zu verfolgen scheint? Und weshalb kann Idas neuer Freund, der Fuchs, plötzlich sprechen? Ein im besten Sinne altmodisches Buch, das ganz ohne Action und coole Typen auskommt – stattdessen stehen Werte wie Freundschaft, Familie und Heimat im Mittelpunkt. Ein schön gestaltetes Buch mit liebevollen Schilderungen und immer wieder heiteren Momenten für ältere Kinder und Erwachsene, das der modernen Welt einen Spiegel vorhält und gleichzeitig unaufdringlich wichtige Werte vermittelt!

Copyright © 2011 by Andrea Tillmanns (AT)

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer ein Exemplar erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!):  Nachdem die Menschen den Hexenwald wieder verlassen haben, möchte Ida einen Jungen welchen namens in der Menschenwelt besuchen? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 30 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! DIE GEWINNER LAUTEN: Steffi Nauheimer, Monique Obietz und Timo Pasto. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN UNSEREM SPONSOREN UND ALLEN TEILNEHMERN!

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