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Archiv für die 'Buchrezension' Kategorie

Ohren auf! Hörverstehen trainieren – 3.-4. Schuljahr. – BEI UNS 4 EXEMPLARE IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 5. Mai 2012

Ohren auf!
Hörverstehen trainieren – 3.-4. Schuljahr

Kohlverlag
ISBN 978-3-86632-399-5
Bildung
Erschienen 2012
Titelbild Somenski
Illustrationen Mile Penava, Imre Tasnady, Istvan Takacs
Umfang 80 Seiten + 1 CD

www.kohlverlag.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Inhalt & Fazit

Auch die vorliegende Materialsammlung für die Klassenstufe 3/4 ist hervorragend dazu geeignet, den Kompetenzbereich Sprechen und Zuhören im Teilbereich verstehend zuhören abzudecken. Hier findet man nicht nur zahlreiche Arbeitsblätter zum Kopieren, sondern auch ausführliche Erläuterungen zu den vorliegenden Lerneinheiten. Die Sammlung ist in sechs große Themenbereiche gegliedert, die immer mehr im Schwierigkeitsgrad zunehmend. Vor den ersten Materialien erfolgt eine gute didaktische Einführung, die eine Einordnung der Materialien in die Bildungsstandards und Rahmenpläne erleichtert. Der erste Teilbereich “Aufgaben ohne CD” führt eher zu den nachfolgenden Teilbereichen hin und befasst sich eher spielerisch mit dem Hörverstehen.

Der Themenbereich Sachtexte lässt sich auch gut fächerübergreifend verwenden und bietet (Hör)Texte, die auch im Sachunterricht gut verwendet werden können. Der Teilbereich “Hinweise und Informationen” zielt auf Kompetenzbereiche ab, die die Kinder auch in ihrem Alltag betreffen, wie etwa Piktogramme. Der nachgeschaltet Bereich “Porträts, Interviews und Hörspiele” ist als Zwischensequenz zu bewerten, der von Sachtexten überleitet zu literarischen Texten und somit 2 Textbereiche miteinander verbindet. Die Teilbereiche “Erzählungen und Märchen”, sowie “Gedichte” lassen sich in vielen schulinternen Arbeitsplänen finden und bieten somit gelungenes Zusatzmaterial, das sich in eigene Unterrichtseinheiten einbinden lässt.

Besonders gut gefiel mir bei dieser Materialsammlung, dass es sowohl Übung mit und ohne CD gab, sodass nicht immer das gleiche Medium Verwendung fand. Auch ist das Material für Berufsanfänger gut geeignet, da jeder Einheit zwar keine einzelne Planung vorangeschickt wird, aber eine knappe und verständliche Einführung in die Bereiche Lernziele, Inhalte, Durchführung, Weiterführung und Vorarbeit und Zusatzinformationen erfolgt. Die mitgelieferte CD funktionierte einwandfrei auf den unterschiedlichsten Audiogeräten und ließ sich auch gut über den Computer abspielen.

Insgesamt eine gute Materialsammlung, die sich gut in den eigenen Unterricht integrieren lässt.

Copyright © 2012 by Yvonne Rheinganz

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Preisrätsel 4 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Der Teilbereich “Hinweise und Informationen” zielt auf Kompetenzbereiche ab, die die Kinder auch in ihrem Alltag betreffen, wie etwa was? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 400 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

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Ohren auf! Hörverstehen trainieren – Kindergarten, Vorschule, 1.-2. Schuljahr. – BEI UNS 4 EXEMPLARE IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 5. Mai 2012

Ohren auf!
Hörverstehen trainieren – Kindergarten, Vorschule, 1.-2. Schuljahr

Kohlverlag
ISBN 978-3-86632-398-8
Bildung
Erschienen 2012
Titelbild Vladimir Voronin
Illustrationen Mile Penava, Imre Tasnady, Istvan Takacs
Umfang 72 Seiten + 1 CD

www.kohlverlag.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Inhalt & Fazit

Die vorliegende Materialsammlung ist hervorragend dazu geeignet, den Kompetenzbereich Sprechen und Zuhören im Teilbereich verstehend zuhören abzudecken. Hier findet man nicht nur zahlreiche Arbeitsblätter zum Kopieren, sondern auch ausführliche Erläuterungen zu den vorliegenden Lerneinheiten. Die Sammlung ist in drei große Themenbereiche gegliedert, die immer mehr im Schwierigkeitsgrad zunehmend und mehr und mehr Schriftsprache einfließen lassen. Der erste Teilbereich Geräusche und Stimmen kann schon in der vorschulischen Bildungsarbeit gezielt eingesetzt werden und verzichtet fast vollkommen auf Schriftsprache. Die Materialien sind für die Kinder gut verständlich und grafisch gut aufgearbeitet.

Der zweite Themenbereich zum Thema Interviews, Informationen und Sachtexte kann gut in der Eingangsstufe eingesetzt werden und bietet abwechslungsreiches Material und unterschiedliche Arbeitsaufträge. Schriftsprache ist hier schon etwas mehr vertreten und die Höraufträge steigen zunehmen im Schwierigkeitsgrad, sodass hier gut auf das Niveau der eigenen Klasse abgestimmt werden kann. Der dritte Bereich des Materials “Literarische Texte, Fantasie und Gedichte” ist gut Mitte der zweiten Klasse einsetzbar und recht anspruchsvoll, da hier mehrere Kompetenzbereiche mit eingebunden werden.

Besonders gut gefiel mir bei dieser Materialsammlung, dass es sowohl Übung mit und ohne CD gab, sodass nicht immer das gleiche Medium Verwendung fand. Auch ist das Material für Berufsanfänger gut geeignet, da jeder Einheit zwar keine einzelne Planung vorangeschickt wird, aber eine knappe und verständliche Einführung in die Bereiche Lernziele, Inhalte, Durchführung, Weiterführung und Vorraussetzungen der Klasse erfolgt. Die mitgelieferte CD funktionierte einwandfrei auf den unterschiedlichsten Audiogeräten und ließ sich auch gut über den Computer abspielen. Die sprachliche Qualität der CD war gut, auch wenn ich mir bei manchen Sprechern mehr Intonation gewünscht hätte. Schließlich weist man seine SchülerInnen auch immer auf ein sinngestaltendes, betontes Lesen hin.

Insgesamt eine gute Materialsammlung, die sich gut in den eigenen Unterricht integrieren lässt.

Copyright © 2012 by Yvonne Rheinganz

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Preisrätsel 4 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Der erste Teilbereich Geräusche und Stimmen kann schon in der vorschulischen Bildungsarbeit gezielt eingesetzt werden und verzichtet fast vollkommen auf was? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 400 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

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Wulf Dorn: Mein böses Herz – BEI UNS DREI EXEMPLARE Im PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 5. Mai 2012

Wulf Dorn
Mein böses Herz

Verlag: cbt
ISBN 978-3-570-16095-4
Genre: Jugend/Thriller
Erscheinungsjahr: 2012
Ab 14 Jahren
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Umfang 416 Seiten

www.randomhouse.de/cbt/
www.wulfdorn.net/

Titel erhältlich bei buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

Zum Autor:

Wulf Dorn, Jahrgang 1969, schreibt seit seinem zwölften Lebensjahr. Seine Kurzgeschichten erschienen in Anthologien und Zeitschriften und wurden mehrfach ausgezeichnet. Mit seinem Debütroman Trigger gelang ihm sofort ein Bestseller, die Verfilmung des Romans befindet sich in Vorbereitung. Inzwischen wurden seine Romane in zahlreiche Sprachen übersetzt.
(Quelle: Verlag)

Zum Buch:

Die 16jährige Doro hat einiges zu verkraften. Erst stirbt ihr kleiner Bruder, dann trennen sich ihre Eltern und ihre Mutter zieht mit ihr in den kleinen Ort Ulfingen. Alles ist einfach zu viel für das Mädchen und so wundert es nicht, dass sie Wahnvorstellungen entwickelt. Sie sieht einen völlig verzweifelten Jungen, der aber gar nicht da ist. Und als sie herausfindet, dass dieser Junge Selbstmord begangen hat. Sollte ihre kranke Psyche sie erneut getrogen haben? Ihr etwas vorgaukeln? Doro gibt sich damit jedoch nicht zufrieden und geht auf die Suche. Und es scheint, diese Suche führt sie nicht nur zu der Wahrheit um den mysteriösen Jungen, sondern sie sucht auch nach sicht selbst und dem, was in ihr schlummern könnte.

Fazit:

“Mein böses Herz” ist der erste Jugendroman von Wulf Dorn. Und ich finde, er hat seine Sache wirklich perfekt gemacht.

Doros Person wird so behutsam geschildert, ihre Ängste, die natürlich erklärbar aus den Schicksalsschlägen in ihrem jungen Leben hervorgehen, kann man so gut nachempfinden, man leidet mit ihr. Möchte ihr teilweise helfen, das zu finden, wonach sie sucht. Und ihr den Grauen nehmen, als sie glaubt, völlig durchzudrehen, Halluzinationen zu entwickeln, krank zu sein. Und das Gefühl von ihr abwenden, dass niemand sie ernst nimmt.

Doch, ich konnte mich sehr gut von Beginn an auf die Geschichte einlassen, der Autor hat es wirklich gut verstanden, mich zu fesseln und für Doro einzunehmen, ihr Verständnis entgegen zu bringen. Da kann man unter dem Strich nur sagen: Glückwunsch Herr Dorn! Und bitte mehr in dem Stil, auch den Nerv der lesenden Jugend können Sie vorzüglich treffen mit einem Thriller, der schon hart ist, aber auf eine sehr subtile Art und Weise. Es ist schön zu sehen, dass sich die Autoren für Jugendthriller/-krimis einfach weitaus mehr Mühe geben und viel mehr Finesse an den Tag legen.

Und so ist dieses Buch nicht ausschließlich für die Jugend zu empfehlen, sondern auch für uns Erwachsene durchaus ein Vergnügen, wenn man psychologisch tiefe Thriller mit einigen subtilen Schockmomenten mag.

Copyright © 2012 by Sabine Kettschau

Titel erhältlich bei buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

Weitere Titel des Autors:
(Thriller für Erwachsene)
Trigger (2009) ISBN: 978-3-453-43402-8
Kalte Stille (TB 2012) ISBN: 978-3-453-43403-5
Dunkler Wahn (2011) ISBN: 978-3-453-26705-3

UND EINE WEITERE REZENSION VON Iris Gasper:

Zum Autor:

Wulf Dorn, Jahrgang 1969, schreibt seit seinem zwölften Lebensjahr. Seine Kurzgeschichten erschienen in Anthologien und Zeitschriften und wurden mehrfach ausgezeichnet. Mit seinem Debütroman Trigger gelang ihm sofort ein Bestseller, die Verfilmung des Romans befindet sich in Vorbereitung. Inzwischen wurden seine Romane in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Zum Buch:

Doro  muss im Alter von 15 Jahren einen herben Verlust hinnehmen. Sie findet ihren kleinen Bruder Kai eines Morgens tot in seinem Bettchen. Am Abend zuvor waren ihre Eltern aus. Doro hat auf den Bruder aufgepasst, aber an den Abend und die Nacht kann sie sich nicht erinnern. Am Tod des kleinen Kai zerbricht die Ehe der Eltern und Doro wird in ihrer Verzweiflung immer öfter von Halluzinationen heimgesucht und in einer Klink behandelt. Nach ihrer Entlassung zieht sie gemeinsam mit ihrer Mutter in einen kleinen Ort in ländlicher Umgebung. Was als Neuanfang gedacht ist, wird allerdings zu einem neuerlichen Albtraum für die Familie.

Doros Halluzinationen kehren zurück. Sie sieht ihren Bruder, hört ihn rufen. Sie glaubt ein sonderbares Mädchen zu sehen und entdeckt eines Nachts in der zum Haus gehörenden Gartenlaube einen Jungen, der vom Teufel redet und sich verfolgt fühlt. Die hinzu gerufenen Polizisten aber finden keine Spur eines Jungen. Was ist hier real und was nicht? Doro ist sich sicher, dass im kleinen Ort Ulfingen etwas nicht stimmt und dass sie den Jungen tatsächlich gesehen hat. Dieser Junge hatte Angst, er war auf der Flucht. Aber wer soll ihr glauben?

In “Mein böses Herz” begleitet der Leser die Protagonistin Doro auf eine Reise zurück zu ihren Erinnerungen, zurück in eine Nacht, die alles veränderte. Um das Ziel dieser Reise zu erreichen muss Doro vieles durchleiden und sich schließlich auch mit sich selbst und ihrem Handeln auseinandersetzen.

Aber nicht nur Doro spielt in diesem spannenden Jugendthriller eine große Rolle. Auch Doros  neuer Therapeut Frank Nord und sein Sohn Julian sowie David, ein Junge, der neben Julian Gefühle für Doro entwickelt, stellen wichtige Charaktere in diesem Buch dar. Über der gesamten Handlung steht die Frage was ist Einbildung und was real? Und wenn ein Teil von Doros Erlebnissen real ist, wer steckt dann dahinter? Gibt es hier einen Täter und wer ist es? Die Auflösung wird manche Leser verwundern, andere nicht. Ich für meinen Teil kann sagen, dass der Autor mich hier vollkommen überrascht hat. Geschickt wurden hier Fährten gelegt, die den Leser in eine ganz bestimmte Richtung leiten und auch Emotionen auslösen, von denen man sich eventuell wieder lösen muss.

Jeder Mensch trägt ihn in sich, diesen Teil seines Menschseins, der nicht gut sondern böse ist. Nicht immer ist er auf Anhieb erkennbar, nicht immer wirklich greifbar böse. Aber er ist da, er schlummert in jedem von uns und vielleicht kommt er irgendwann ans Licht. Wie wir damit umgehen bestimmen wir selbst.

Dieses Buch ist ein gelungener Thriller für jugendliche Leser mit dem der Autor Wulf Dorn zeigt, dass er nicht nur Bücher für Erwachsene schreiben kann. Mit “Mein böses Herz” wird  auch wieder einmal bewiesen, dass Erwachsene viel öfter einmal zu einem Jugendbuch greifen sollten.

Copyright © 2012 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Doro  muss im Alter von 15 Jahren einen herben Verlust hinnehmen. Sie findet ihren kleinen Bruder eines Morgens tot in seinem Bettchen. Wie ist sein Name? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

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SFBASAR.DE-ANTHOLOGIE (mit Themenschwerpunkt): “Romantische LIEBESGESCHICHTEN der ungewöhnlichen Art”

Erstellt von Mona Mee am 2. Mai 2012

Romantische LIEBESGESCHICHTEN der ungewöhnlichen Art

sfbasar.de-Anthologie Band 14

mit Beiträgen der Community-Autoren

des Literatur-Blogs “sfbasar.de”

Liebe Freunde, liebe Besucher, liebe Leser,
in der Anthologie “Romantische LIEBESGESCHICHTEN der ungewöhnlichen Art” sammeln wir Beiträge und Kurzgeschichten unserer Autoren.

Heute kann ich Euch die ersten Beiträge für diese Anthologie bereits vorstellen. Das Thema ist die Liebe, die Liebe in allen ihren Erscheinungsformen und ihrem so unverwechselbarem Über-allen-Dingen-schweben. Die Liebe ist eine Kraft, die stärker ist als alles uns bekannte, selbst stärker als die stärksten Triebe. Oft sind es auch die kleinen Dinge, in denen uns die Liebe begegnet, die uns staunen lassen. Die Liebe beinhaltet das ganze Spektrum, welches das Leben für uns bereit hält und sie kann an den umwahrscheinlichsten Orten und zu ungewohnten Zeiten und zwischen völlig verschiedenen Wesen enstehen und stattfinden.

Liebe Autorinnen und liebe Autoren, bitte öffnet alle Sinne und schaut und horcht und merkt Euch das, wenn Euch die Liebe ob im täglichen Leben oder in Extremsituationen begegnet. Schreibt darüber, erzählt es nach oder phantasiert einfach eine Geschichte, die hier in unserer Anthologie erzählt werden möchte. Haltet also nicht hinterm Berg mit Euren Beiträgen und laßt uns zusammen diese Anthologie füllen, auf das auch alle anderen Leser und Besucher von sfbasar.de staunen können über das, was die Liebe in unserem Leben aus diesem machen kann.

Diese Anthologie soll dabei offenstehen für allerlei  Beiträge, Geschichten, Artikel, Leseproben und auch andere Formen der Literatur. Dabei sehe ich die Grenzen eher fließend zu anderen Themen. Ich werde also sehr großzügig mit der Beurteilung sein, ob eine Story hier hineinpasst oder vielleicht doch nicht so ganz. Habt Mut und bietet mir Eure Geschichten an, von denen Ihr meint, dass sie hier reinpassen. Aber genug der Worte. Lassen wir jetzt die Beiträge für sich sprechen:

DIE MUTPROBE – Science Fiction-Story von Carl Reiner Holdt

BUCHBESPRECHUNG: DIE WELLENTÄNZERIN von Tania Krätschmar – Rezension von Iris Gasper

LEIDENSCHAFTLICHE LIEBE – Eine Kurzgeschichte von Maria Nazira

LIEBESGLÜCK – Shortstory von Mona Mee

SILVESTER IN DEN HIGHLANDS – Jugend-Story von Aileen P. Roberts

SYRIA UND BAIRAL – eine dystopische Geschichte von Chiara Kaiser (sfb-Preisträger Platz 1 im Storywettbewerb 2/2011)

BUCHBESPRECHUNG: VON DER NACHT VERZAUBERT – 1. Band der Trilogie von Amy Plum – Rezension von Iris Gasper

Liebe Community-Autoren: Weitere Beiträge sind erwünscht und sollen diese Anthologie ergänzen. Wir planen bei genügend Beiträgen, diese Anthologie hier auch als PDF-File zusammen mit einem Spendenbutton (für kleine Beträge zum jeweiligen Storywettbewerb) anzubieten. Ausserdem planen wir davon ein ebook und am Ende vielleicht sogar eine Printausgabe erscheinen zu lassen! Es liegt ganz an euch und eurer Teilnahme an den Anthologien! Wer also teilhaben möchte, der schreibt eine Geschichte oder einen Sachbeitrag zum Thema und stellt ihn bei uns als Artikel oder Story ein. Bei einer Story kann diese auch an den Storywettbewerben teilnehmen, muss das aber nicht zwingend! Wir hoffen auf eure Hilfe!

Liebe Besucher, Leser und Unterstützer unseres Literaturblogs, wenn Ihr unseren Autoren ein wenig Unterstützung bieten möchtet, so gibt es jetzt die Möglichkeit eine kleine Spende über den unten stehenden Button per Paypal in die Kasse einzuzahlen, aus der dann die Preisgelder für die Gewinner des nächsten Storywettbewerbs mitfinanziert werden:

Herzlichen Dank auch im Namen aller unserer Autoren!

Das sfbasar.de-Team
i.A. Mona Mee

Bildrechte: Coverillustration “Liebesgeschichten” (liebesgeschichten.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

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EIN NEUER FRÜHLING – Leseprobe aus dem Roman: Im Schatten der Dämonen. Weltennebel 3 – von Aileen P. Roberts

Erstellt von Aileen P. Roberts am 25. April 2012

EIN NEUER FRÜHLING

Leseprobe aus dem Roman:

Im Schatten der Dämonen – Weltennebel 3

von Aileen P. Roberts

In Gedanken versunken stand Darian vor dem düsteren Felsmassiv an der Grenze zum Zwergenland und dachte schaudernd an die Zeit, als er allein und verloren in den Gängen des Unterreichs umhergeirrt war. Aus eigener Kraft hätte er dort nie wieder herausgefunden, doch eine Gruppe von Tiefengnomen hatte sich seiner angenommen und ihm die Rückkehr ans Tageslicht ermöglicht. Nun wollte er sein Versprechen einlösen und ihnen die versprochene Belohnung zukommen lassen. Gestern Abend hatte er eigenhändig einen Rehbock geschossen, und dieser lag nun fertig zerlegt vor dem versteckten Zugang ins Unterreich. Schon seit einiger Zeit wartete Darian darauf, dass eines der kleinen pelzigen Wesen erschien.

»Wer weiß, wann diese Tiefengnome ins Freie kommen«, gab Hauptmann Torgal wieder einmal zu bedenken, so wie öfters in den letzten Stunden. »Ihr habt Euren guten Willen bewiesen, Darian, wir sollten wirklich zurück zum Lager gehen.«

»Nein«, erwiderte er bestimmt, »ich habe diesen Wesen mein Leben zu verdanken und möchte mich erkenntlich zeigen. Wenn ich das Fleisch einfach so hier liegen lasse, schleppt es am Ende ein Bär oder Wolf fort, und das wäre nicht richtig.«

Seufzend ließ sich der alte, grauhaarige Hauptmann auf den Boden sinken und schickte sich an, sein vom häufigen Gebrauch schon recht schartiges Schwert zu polieren.

Die Dunkelheit brach herein, und die beiden Männer setzten sich ans Lagerfeuer, wo sie sich leise über Darians Zeit im Reich der Dunkelelfen unterhielten. Die Verwunderung über viele der Dinge, die Darian aus dem Unterreich und der Dunkelelfehauptstadt Kyrâstin erzählte, stand Torgal noch immer offen ins Gesicht geschrieben. Sein ganzes, nun schon über sechzig Sommer dauerndes Leben hatte er Dunkelelfen für skrupellose, mörderische Wilde gehalten, und auch Darian war dieser Auffassung gewesen. Erst die Begegnung mit Mias Vater Zir’Avan und einigen anderen Dunkelelfen hatte den jungen König schließlich dazu bewegt, seine Meinung zu revidieren.

Funken sprühten auf, als Darian einen weiteren Ast ins Feuer warf, und auf einmal nahm er am Rande des Felsmassivs eine kleine, annähernd kniehohe Gestalt wahr, die neugierig ihren pelzigen Kopf ins Freie streckte.

Langsam, um den Tiefengnom nicht zu erschrecken, erhob er sich. »Fleisch – für euch«, sagte er in der knurrenden, abgehackten Sprache der Unterreichbewohner. Der kleine Tiefengnom mit den kugelrunden dunklen Augen, die aus einem pelzigen, bräunlich schwarzen Gesicht heraus starrten, blieb stocksteif stehen.

»Drrraggrann?«, knurrte er dann.

Darian nickte, denn so sprachen die Tiefengnome seinen Namen aus. Das kleine Wesen drehte seinen Kopf wieder in Richtung der Höhle, brummte etwas, und kurz darauf wuselten weitere fünf Tiefengnome aus der Öffnung heraus.

Darian machte Torgal, der mit gezogenem Schwert aufgesprungen war, ein beruhigendes Zeichen. Er wusste, dass der Hauptmann, im Gegensatz zu ihm, die Sprache der Tiefengnome nicht verstand und die dunklen Wesen mit den spitzen Zähnen als Bedrohung ansah.

Langsam und mit misstrauischen Blicken kamen die Tiefengnome näher, schnappten sich dann rasch die Fleischbrocken und verschwanden wieder in ihren dunklen Gängen.

»Gut, morgen früh können wir zurück zum Lager«, stellte Darian fest.

Kopfschüttelnd blickte Hauptmann Torgal zu der Stelle, wo die Tiefengnome verschwunden waren. »Wir leben wahrlich in seltsamen Zeiten.«

In nahezu verschwenderischer Pracht hatte der Frühling sein buntes Kleid über Albany gelegt, als Darian, seine Gefährtin Mia und der Zauberer Nordhalan erneut aufbrachen, nur wenige Tage, nachdem Darian seine Schuld bei den Tiefengnomen beglichen hatte. Von ihrem Lagerplatz am Rannocsee reisten sie nach Westen, um Darians und Mias kleine Tochter Leána abzuholen. Sie hofften, dass das Mädchen durch das geheime Eichentor auf der Nebelinsel bereits direkt aufs Festland, an die Westküste, gelangt war. Sollte dies nicht gelungen sein, stand ihnen eine längere Reise auf die im Westen liegende Insel der Nebelhexen bevor.

»Was ist, wenn sie irgendwo sonst raus kommt und nicht bei Cadman?« Darian machte sich große Sorgen um Leána, und auch an Mia bemerkte er leichte Anzeichen von Unruhe, selbst wenn sie sich bemühte, diese nicht zu zeigen.

»Tagilis hat gesagt, Lilith wird sie begleiten, ganz sicher kommen sie zurecht.«

Trotzdem drängte Darian seine Gefährten zur Eile. In der Ferne konnten sie einen Weiler erkennen, der sich in den Schutz uralter Bäume schmiegte. Kräftige Männer arbeiteten emsig am Bau einer neuen Straße.

»Wenn das Portal erst geschlossen ist, solltet ihr euch zu erkennen geben«, riet Nordhalan. »Sicher werden sich die Menschen dir und Atorian mit Freuden anschließen.«

»Atorian vielleicht schon, mir eher nicht«, gab Darian zu bedenken und dachte mit Grauen daran, wie er vor einigen Sommern sein Königreich hatte verkommen lassen, als er von einem teuflischen Dunkelelfenpilz abhängig gewesen war.

»Wir werden ihnen alles erklären«, meinte Mia aufmunternd und beobachtete lächelnd, wie Schwärme von Schmetterlingen über die Wiese vor ihnen flogen und in der Sonne die wildesten Tänze ausführten. Auch die Bäume waren bereits erblüht, überall tollten junge Hasen, Rehe, und hier und da sogar die scheuen Waldgnome umher.

Mia blieb stehen, schloss kurz die Augen und wenig später schwirrte eine große Gruppe von Heidefeen um sie herum. Die winzigen geflügelten Frauengestalten verharrten kurz, dann stoben sie auch schon wieder davon.

»Ich habe sie gebeten, nach Leána und Lilith zu suchen.« Sie hob bedauernd die Arme. »Ob sie das allerdings wirklich tun werden, weiß ich nicht. Sie lassen sich leicht ablenken, und wenn irgendwo eine besonders hübsche Blume blüht, kann es sein, dass mein Auftrag sofort wieder vergessen ist.«

»Trotzdem finde ich es beachtlich, dass du Elementarwesen beschwören kannst«, warf der große Zauberer mit dem langen grau-schwarzen Bart ein. »Keinem meiner Gilde ist das jemals gelungen.«

Mia lächelte zaghaft. Die Gabe, Elementarwesen zu beschwören, war ihr ausgeprägtestes Talent. Ansonsten beschränkten sich ihre magischen Fähigkeiten auf sehr einfache Zauber.

Ein lautes Geräusch ließ Darians Hand zu seinem Schwert fahren, aber dann entspannte er sich. In der Ferne stapfte nur eine Gruppe Waldtrolle durch das Unterholz, und die drei Gefährten eilten rasch weiter. Sie wollten sich nicht auf einen Kampf mit den groben Wesen einlassen, die sich zwar meist friedlich verhielten, jedoch zur Paarungszeit eine deutliche Neigung zu aggressiven Handlungen zeigten. Es dauerte nicht lange, und einige kleine Heidefeen kamen zurückgeschwirrt und tanzten aufgeregt vor Mia auf und ab.

»Sie sind ganz in der Nähe!« Sofort rannte Mia los, wobei ihr langer schwarzer Zopf wild hin und her pendelte. Selbst Darian, der wieder gut in Form und ein ausdauernder Läufer war, konnte sie kaum einholen. Nordhalan zählte bereits an die zweihundert Sommer und ging ihnen daher langsamer hinterher.

Ein strahlendes Lächeln überzog Mias Gesicht, als sie sah, wie zwei kleine Gestalten auf einem verhältnismäßig großen Pferd über die blumenübersäte Lichtung vor ihnen trabten. Ein Paar winziger brauner Wurzelgnome sprang erschrocken zur Seite, als das gräulich-braune Pferd mit der wallenden schwarzen Mähne angaloppierte und mit donnernden Sprüngen näher kam. Ein zweites dunkelbraunes Pferd, welches am Sattel angebunden war, folgte.

»Mutter!« Noch bevor der imposante Hengst richtig zum Stehen kam, war das schwarzhaarige Mädchen aus dem Sattel gesprungen und umarmte Mia stürmisch. Wenig später wurde auch Darian mit überschwänglicher Freude begrüßt und schloss seine kleine Tochter glücklich in die Arme.

Lilith, die zierliche blonde Frau mit der etwas eigenartig anmutenden Knollennase stieg langsam aus dem Sattel. »Aramia, Darian, ich bin so froh, dass ihr wohlbehalten aus dem Unterreich zurückgekehrt seid.«

Mit einem Lächeln umarmte Mia ihre Nebelhexenfreundin, während Leána Darian aufgeregt erzählte, dass sein Hengst Menhir nicht durch das Portal hätte gehen wollen, sie ihn aber dazu überredet habe. Ein schwarzer Blitz, der von links auf Leána zusprang, ließ Darian zusammenzucken. Dann jedoch erkannte er die schwarze Wölfin Fenja, die ihre kleine Freundin mit feuchten Küssen bedeckte.

»Fenja wollte unbedingt mitkommen«, sprudelte Leána los. »Und sie hat sich nicht so angestellt wie Menhir!«

»Ist denn alles gutgegangen?«, erkundigte sich Mia.

Lilith nickte und deutete auf das zweite Pferd, einen braunen Hengst, der etwas schmaler und eleganter als der kräftige Menhir war. »Liah konnte ich nicht mitnehmen, sie ist inzwischen hochträchtig, daher habe ich dir Lavos mitgebracht.«

Langsam ging Mia zu dem Pferd, das sie aus klugen Augen freundlich ansah.

»Er ist noch recht jung, aber gut ausgebildet. Ich denke, ihr werdet euch mögen.«

Zufrieden klopfte Mia dem Tier den Hals.»Ja, das denke ich auch.«

Leána hatte Darian an der Hand gefasst und zog ihn nun zu ihrer Mutter, wobei sie ununterbrochen vor sich hin plapperte.

»Hast du ihr schon erzählt, was ihre Aufgabe ist …«, begann Darian zögernd, aber Lilith schüttelte rasch den Kopf.

»Wir werden es später tun, wenn sie nicht mehr ganz so aufgeregt ist«, meinte Mia leise und streichelte ihrer quirligen Tochter über die dichten dunklen Haare.

»Was wollt ihr mir erzählen?«

»Du wirst bald deinen Großvater kennenlernen.« Mia beugte sich hinab und Leána sah sie mit ihren großen blauen Augen an.

»Ich habe einen Großvater?«

»Ja, er sieht allerdings etwas … nun ja … anders aus als wir. Er ist ein Dunkelelf und …«

Bevor sie ausgeredet hatte, erschien Nordhalan auf der Lichtung, und Leána rannte sofort freudig auf ihn zu.

»Bist du mein Großvater? Warum hast du denn gar kein Schwert? Haben alle Dunkelelfen so lange Bärte?«

Nach einem Augenblick der Überraschung nahm Nordhalan die Kleine auf seinen Arm. »Nein, ich bin kein Dunkelelf und sie tragen gar keine Bärte. Ich bin Nordhalan, ein Zauberer und Freund deiner Eltern.«

»Ach so.« Zuerst wirkte Leána enttäuscht, aber dann strahlte sie schon wieder. »Willst du auch mein Freund sein? War dein Vater vielleicht ein Zwerg, weil du so viele Haare im Gesicht hast?« Sie runzelte grübelnd ihre glatte Stirn. »Aber dafür bist du viel zu groß, es sei denn, deine Mutter war ein Bergtroll.«

»Leána, nicht alle Wesen sind aus verschiedenen Rassen entstanden«, erklärte Mia geduldig, »Nordhalan ist ein Mensch, und du wirst noch viele reinrassige Menschen kennenlernen.«

»Oh!« Nun schien sie sich ein wenig vor dem Zauberer zu fürchten und ging lieber rasch zu Darian zurück, dem sie ihre Arme um die Hüfte schlang.

»Keine Angst, Leána«, versicherte Nordhalan freundlich, »nicht alle Menschen sind schlecht.«

Sie nickte zustimmend, versteckte aber trotzdem schutzsuchend ihren Kopf an Darians Rücken.

»Komm, Leána, dein Onkel Atorian freut sich schon darauf, dich wiederzusehen, genauso wie Tagilis«, forderte Darian sie auf.

»Sie sind auch hier?« Leána begeisterte dies sichtlich, und sie fragte, ob sie auf Menhir reiten dürfe, was ihr Darian auch erlaubte. Jedoch bestand er darauf, die Zügel zu führen.

Glücklich thronte Leána auf dem großen Pferd und sah sich neugierig um, stellte dann jedoch enttäuscht fest: »Auf dem Festland sieht es gar nicht viel anders aus als auf der Nebelinsel.«

»Wo stand denn das Tor, welches aufs Festland führt?«, wollte nun Nordhalan wissen und musterte die kleine Nebelhexe Lilith unauffällig.

»Gar nicht weit von unserem Dorf entfernt«, erklärte sie mit heller, jedoch energischer Stimme. »Zwei ineinander verschlungene Eichen haben es bezeichnet, und auch auf der anderen Seite waren sehr ähnliche Bäume zu sehen. Es war faszinierend. Ich spürte nur ein kurzes Kribbeln, dann waren wir auf der anderen Seite.«

»Ich habe Cadman getroffen«, erzählte Leána und wippte im Takt von Menhirs ausgreifenden Schritten auf und ab. »Er hat sich gefreut, weil Fenja so ein hübscher großer Wolf geworden ist.«

»Wollte er nicht mitkommen?« Mia sah sich suchend um.

»Nein«, Lilith verzog ihren Mund, »ich denke, der alte Mann hat sich vor mir gefürchtet, weil ich eine Nebelhexe bin.«

Allmählich verstummten die Gespräche, und nachdem sie den ganzen Tag lang geritten waren, erreichten sie am Abend den geheimen Lagerplatz, der verborgen in einem schwer zugänglichen Tal an den Ufern des Rannocsees lag. Zusätzlich hatte Nordhalan noch einen Schutzzauber über die Siedlung gelegt, welche dem flüchtigen Betrachter vorgaukeln würde, die Halbinsel sei völlig unbewohnt. Mehrere mit Stroh oder Heidekraut gedeckte Holzhütten schmiegten sich in den Schutz hoher Bäume und Hecken; rund um das Dorf waren einige Felder angelegt worden, mit denen sich die knapp zwanzig Bewohner ihren nötigen Lebensunterhalt sicherten. Zunächst verhielt sich Leána ungewohnt ängstlich wegen der fremden menschlichen Männer, aber als sie ihren Onkel und Tagilis sah, legte sich ihre Scheu, und vor allem den Zwerg Edur schien sie sofort in ihr Herz zu schließen, denn er machte alle möglichen Scherze mit ihr und ließ sie auf seinen breiten Schultern reiten.

Nach dem Abendessen, als sich alle am Feuer in der größten Hütte versammelten, saß Leána bereits vertrauensvoll auf Nordhalans Schoß und lauschte halb schläfrig den Gesprächen der Erwachsenen, von denen sie vermutlich nicht allzu viel verstand.

Als Nordhalan ein wiederholtes Zupfen an seinem buschigen langen Bart spürte, sah er hinab zu dem kleinen Mädchen.

»Was machst du denn da?«, fragte er empört.

Leána hielt stolz seinen zu mehreren Zöpfen geflochtenen Bart in die Höhe. »Das sieht hübsch aus, außerdem hängt er dir dann nicht so leicht in der Suppe.«

Alle Anwesenden begannen laut zu lachen, während Nordhalan die Kleine mit säuerlicher Miene auf den Boden setzte.

»Mein Bart hat noch niemals in der Suppe gehangen«, betonte er.

»Vater, lässt du dir auch so einen Bart wachsen?«, bettelte sie. »Es macht Spaß, Zöpfe hineinzuflechten.«

Kopfschüttelnd und noch immer grinsend kniff Darian sie spielerisch in die zierliche Nase. »Nein, ich möchte keinen Bart tragen, und bitte lass den von Nordhalan in Zukunft in Ruhe. Ich glaube, er ist da etwas empfindlich.«

Leána seufzte abgrundtief. »Menschen verstehen einfach keinen Spaß, dass sagt Murk auch immer.«

Nur sehr mühsam gelang es Nordhalan, seine strenge Miene aufrecht zu erhalten, und als er zusah, wie die Kleine rasch auf Darians Schoß kletterte und an seiner Schulter einschlief, musste er sich eingestehen, dass er Darians Tochter schon jetzt in sein Herz geschlossen hatte.

Während Darian sich mit Torgal und Edur unterhielt, betrachtete Nordhalan ihn und Leána eingehend. Das Mädchen hatte die filigranen Züge und auch die rabenschwarzen Haare ihrer Mutter geerbt, wenngleich die von Aramia seidiger und glatter waren, Leánas Haar etwas dicker und leicht gelockt. Die großen blauen Augen hingegen stammten eindeutig von Darian, und auch ihr Lächeln erinnerte an den jungen Erben von Northcliff.

Diese kleine Familie wird es nicht einfach haben, überlegte der Zauberer bedrückt.

Noch an diesem Abend brachen hitzige Diskussionen aus, wie sie weiter vorgehen sollten, denn endlich schien die Ausführung ihres Auftrages, den sie von Merradann bekommen hatten, nicht mehr ganz unmöglich zu sein. Das Orakel – in Darians früherer Welt auch bekannt unter dem Namen Merlin – hatte sie aufgefordert, sämtliche Weltenportale in Albany zu schließen, damit Samukal keine weiteren Dämonen mehr durch diese beschwören konnte. Drei Zauberer von zwei unterschiedlichen Rassen bedurfte es, um diese Aufgabe zu bewerkstelligen. Doch erst im Dunkelelfenreich hatten sie dank Mias Urgroßvater Ray’Avan herausgefunden, dass Leána vermutlich eine Portalfinderin war. Heute beschlossen sie, in spätestens zwei Tagen zum Stein von Alahant aufzubrechen.

Doch selbst, wenn sich Leánas Fähigkeit wirklich zeigte – ob sie die Weltentore dann tatsächlich schließen können würden, schien eher fraglich. Denn noch hatten sie keine Nachricht von den Elfen erhalten, die versprochen hatten, im Frühling einen Zauberer zu schicken.

»Vielleicht wartet der Elfenmagier bereits am Stein«, mutmaßte Hauptmann Torgal und fuhr sich durch die kurzgeschnittenen grauen Haare. Darian wusste, dass Torgal all diese Magie ebenso suspekt war wie den anderen Männern, und umso höher rechnete er es ihm an, dass er zu seinem Versprechen stand, an seiner Seite um Northcliff zu kämpfen.

Langsam zerstreute sich die Menge, und die Männer zogen sich in die umliegenden Hütten zurück.

Darian hielt seine kleine Tochter im Arm und starrte grüblerisch ins Feuer. Nachdem Mia sich noch kurz und mit leise mit Lilith unterhalten hatte, trat sie zu ihm.

»Was hast du? Du wirkst so nachdenklich.«

Darian blickte zu ihr auf und betrachtete zärtlich, wie sich das Licht in ihren dunkelgrünen Augen fing und einen sanften Glanz auf ihr ebenmäßiges Gesicht zauberte.

»Leána wird niemals die Welt sehen, in der ich aufgewachsen bin«, sagte er mit leisem Bedauern. »Weißt du, vorher habe ich nicht wirklich daran gedacht, aber wäre es nicht vielleicht besser, wenn wir alle durch das Portal gingen und in der anderen Welt ein neues Leben anfingen?«

Mia zog ihren Stuhl näher zu ihm heran und streichelte ihm über die halblangen dunkelblonden Haare. »Willst du wirklich Samukal euer Königreich überlassen?«

»Nein, natürlich nicht«, gab er zu und schämte sich plötzlich seiner eigennützigen Gedanken. »Aber Leána ist noch so klein. Vielleicht wäre sie in der anderen Welt sicherer.«

»Ich weiß nicht, Darian, ich habe einige Zeit dort gelebt, und ich fand die andere Welt nicht sonderlich sicher.« Dann lachte sie plötzlich auf. »Und kannst du dir Tagilis, deinen Bruder oder Torgal und Nassàr vielleicht als normale Angestellte in einem Büro in London oder Edinburgh vorstellen? Mal abgesehen davon wären wir auch dort immer auf der Flucht, denn wir alle werden sehr viel älter als normale Menschen, und das würde irgendwann auffallen.«

»Du hast schon Recht.« Die Worte seiner Gefährtin hatten ein Lächeln auf sein Gesicht gezaubert. »Die drei würden vielleicht einige Zeit als verkappte und schrullige Antiquitätenhändler durchgehen«, scherzte Darian, wurde aber sogleich wieder ernst und seufzte tief. »Ich weiß, unsere Aufgabe liegt hier, und wir werden sie meistern!«

Aufmunternd drückte Mia seine Hand, dann nahm sie ihm ihre tief und selig schlafende Tochter aus dem Arm und legte sie sanft in eines der einfachen Holzbetten.

Nachdem es dunkel geworden war, erschien Zir’Avan, Mias Vater, in der Hütte. Aus dem Schatten jenseits des Feuerscheins kristallisierte sich die hochgewachsene, schlanke Gestalt des Dunkelelfen heraus, dessen Haut von deutlich dunklerer Farbe war als die der Menschen. Seine langen anthrazitfarbenen Haare hingen ihm bis beinahe zur Hüfte. Mal wieder beeindruckte Darian Zir’Avans eigenartige Aura aus Unerbittlichkeit, Würde und Stolz, wie er hochaufgerichtet, mit gestrafften Schultern dort in der Tür stand, und alles und jeden mit seinem durchdringenden Blick musterte. Dieses Wesen war ganz sicher der tödlichste Gegner, den man sich vorstellen konnte mit ganz eigenen, für Menschen häufig kaum nachvollziehbaren Moralvorstellungen. Jetzt trat der Dunkelelf leise und behutsam an Leánas Bett.

»Dies ist meine Enkeltochter?«, fragte er kaum hörbar und ein zärtlicher Ausdruck trat auf sein sonst so beherrschtes und meist unbewegtes Gesicht.

Mia lächelte stolz, und Darian war froh, dass sie sich jetzt besser mit ihrem Vater verstand. Vor nicht allzu langer Zeit hatte sie Zir’Avan nur Verachtung und Hass entgegengebracht, aber seitdem er ihr und ihren Gefährten im Unterreich sehr geholfen hatte, begann sie ihm langsam zu vertrauen.

»Ich bin von großem Stolz erfüllt. Dieses kleine Wesen ist wundervoll.«

»Warte nur, bis sie wach ist und anfängt, deine Haare zu Zöpfen zu drehen oder ähnlichen Unsinn«, warnte Darian schmunzelnd, was Zir’Avan jedoch nicht davon abhielt, sie weiterhin fasziniert zu betrachten.

Nur sichtlich ungern riss er sich von ihr los.

»Die Nacht bricht herein, wir sollten mit dem Training beginnen«, wandte er sich dann an Darian.

Ebenso wie die anderen Männer hier, übte dieser sich nun schon seit geraumer Zeit mit Zir’Avan im Schwertkampf, denn der Dunkelelf war ein Meister darin und konnte ihnen allen wertvolle Ratschläge geben. Torgal und seine Männer hatten zwar noch immer Vorbehalte gegen den Dunkelelfen, doch da er ihnen bislang keinen Anlass gegeben hatte, der ihr Misstrauen bestätigt hätte, nutzten sie diesen unerwartete Gelegenheit.

Da Zir’Avan das helle Tageslicht unangenehm war, warteten sie meist bis zum Einbruch der Nacht, entzündeten dann Feuer in dem verborgenen Tal und trainierten mit hölzernen Übungswaffen – mit richtigen Waffen wäre der Kampf gegen Mias Vater viel zu gefährlich gewesen. Auch heute ließ Zir’Avan sie Angriff und Verteidigung gegen die den Dunkelelfen eigenen wirbelnden Schläge üben. Obwohl Darian wusste, dass Zir’Avan nur mit halber Kraft angriff, sah er, dass Torgal, Nassàr und Fendor schon nach kurzer Zeit völlig erschöpft waren.

Darian selbst hielt sich ein klein wenig besser, da er bereits mit Bas’Akir geübt hatte, aber auch er wusste, dass er noch viel zu lernen hatte. Der Beste von ihnen war Atorian, dessen Klinge nur so durch die Luft zischte und der Zir’Avans Attacken meist zielsicher parierte. Leichte Eifersucht machte sich in Darian breit, und er nahm sich vor, härter zu trainieren. Allerdings hatte Atorian auch schon über zweihundertfünfzig Sommer und Winter Zeit gehabt, um seine Kriegskunst zu perfektionieren. Rein äußerlich wirkte er dabei nicht viel älter als Darian, der Anfang dreißig war. Die Erben von Northcliff konnten durchaus bis zu fünfhundert Jahre alt werden, wenn sie nicht vorher getötet wurden, und alterten auch rein äußerlich entsprechend langsam.

Die Männer und Mia hatten bereits eine ganze Weile trainiert und langsam, aber sicher erlahmten besonders die Schläge von Torgal und den älteren Männern. Gerade wollte Darian vorschlagen, das Training zu beenden, als die Männer ohnehin innehielten, denn plötzlich stand Leána vor ihnen, nur in ein dünnes Hemdchen gekleidet und mit zerzaustem Haar.

»Darf ich auch mitmachen?«, fragte sie begeistert, dann fiel ihr Blick auf Zir’Avan und sie ging ohne Scheu auf ihn zu. »Du hast dunkle Haut, so ähnlich wie eine Sumpfnyade«, stellte sie fest.

Zunächst schien Zir’Avan der Vergleich mit einer Sumpfnyade zu missfallen, dann zeichnete sich allerdings ein Schmunzeln auf seinem Gesicht ab. »Mein Name ist Zir’Avan, und ich bin dein Großvater.«

»Bringst du mir bei, auch so gut mit dem Schwert zu kämpfen?«, bat sie und fasste an den Griff seiner schlanken Elfenklinge.

»Natürlich, meine Kleine.« Sichtlich erfreut über das Interesse seiner Enkeltochter versprach er: »Ich werde dir ein kleines Schwert aus starkem Holz schnitzen.«

»Sie ist erst sechs, das kann noch warten«, mischte sich Darian jetzt ein und fasste seine Tochter an den Schultern.

»Kinder meines Volkes erhalten bereits in ihrem dritten Sommer ein Schwert.« Unverständnis stand in Zir’Avans Zügen.

»Leána ist aber keine Dunkelelfe.«

Beruhigend legte Mia ihrem Gefährten eine Hand auf die Schulter. »Auch auf der Nebelinsel hat sie schon spielerische Kämpfe mit den anderen Kindern ausgetragen, es wird ihr nicht schaden.«

»Mia, sie ist ein kleines Mädchen, das kann doch nicht dein Ernst sein!«

Mia nahm Darian an der Hand und führte ihn etwas abseits. »Es ist wichtig, dass Leána lernt, sich zu verteidigen. Sie hat Dunkelelfenblut in sich und wird sicher eine gute Kriegerin werden.«

»Sie ist …«, er fuchtelte wild in ihre Richtung, »klein und zart. Leána kann warten, bis sie meinetwegen fünfzehn oder sechzehn ist.«

»Sie soll ja noch nicht in einen richtigen Kampf ziehen. Aber jetzt lernt sie leichter und spielerisch, und Zir’Avan ist ein hervorragender Lehrmeister.«

Darian behagte die Vorstellung, dass Leána eine Kriegerin werden sollte überhaupt nicht, aber da er sich freute, dass Mia ihren Vater zu akzeptieren begann, willigte er schließlich ein. Nach längerem Nachdenken musste er sich auch eingestehen, dass es gut war, wenn Leána schon jetzt mit dem Training begann. Sicher, sie war ein kleines Kind, aber in dieser Welt war es wichtig, von Kindesbeinen an mit dem Schwert vertraut zu sein. Er selbst hatte den Umgang mit der Waffe erst mühselig und unter großer Anstrengung erlernen müssen, als er mit fünfundzwanzig hierher gekommen war.

Sie wird es leichter haben als ich, dachte er, wenngleich er sich kaum auszumalen wagte, dass dieses niedliche kleine Mädchen eines Tages gezwungen sein würde, jemanden zu töten. Aber das wäre wohl immer noch besser, als selbst getötet zu werden.

Im Augenblick sprang Leána wild um Edur herum und versuchte, ihn am Bart zu fassen.

»Musst du nicht eigentlich längst schlafen?«, keuchte der Zwerg irgendwann entnervt.

»Nein, ich habe Dunkelelfenblut in mir, ich kann viel länger wach bleiben«, erwiderte sie selbstbewusst, und setzte ihre Jagd fort.

Schließlich gab sich der junge Zwerg geschlagen. »Gut, aber ich bin kein Dunkelelf und muss ins Bett.«

»So, und wir haben jetzt noch das Vergnügen, Wache zu halten«, meinte Nassàr, eine Grimasse schneidend, zu seinem Freund Fendor. Als Mia und ihr Vater anboten, dies für sie zu übernehmen, schoben die beiden Männer trotzig ihr Kinn vor und schüttelten die Köpfe. Kurz drauf löste sich die Gruppe auf, und jeder verschwand in die umliegenden Hütten.

Langsam schritten Nassàr und Fendor zwischen den in Dunkelheit liegenden Holzhütten hindurch und überquerten den schmalen Damm, der aufs Festland führte. Ihr Lager, das während der letzten sechs Sommer und Winter zu einem kleinen Dorf angewachsen war, war nahezu perfekt vor feindlichen Blicken geschützt. Diese Insel lag am Rande eines Sees, war von Bäumen und Büschen bewachsen, und das Tal war nur durch einen Pass in den Bergen zugänglich.

»Besser wir halten selbst Wache als ein – Dunkelelf«, sprach Fendor Nassàrs Gedanken aus.

»Da hast du Recht.« Der alte grauhaarige Krieger fuhr sich über den Dreitagebart. »Seine Kampfkunst ist beeindruckend, aber ich würde ihm nicht mein Leben anvertrauen.«

Einträchtig umrundeten die Männer den See, um zu dem Pass zu gelangen, der hinauf in die wilden Berge führte.

»Ich wünschte, die kleine Kaya käme wieder vorbei«, begann Fendor irgendwann und blickte sehnsüchtig in den sternenübersäten Frühlingshimmel. Die junge Frau hatte vor einigen Monden den verletzten Tagilis von Ilmor zum Rannocsee begleitet und war kurze Zeit geblieben – nicht ohne mit ihrer quirligen und unkomplizierten Art allen Männern den Kopf zu verdrehen. Leider war sie dann jedoch wieder nach Ilmor abgereist.

»Meinst du nicht, sie ist etwas zu jung für dich?«, entgegnete Nassàr grinsend.

»Ach was, ich bin noch gut in Form.« Fendor fuhr sich durch das noch immer volle braune Haar. »Außerdem sehe ich jünger aus.«

»Ha, ha, wenn, dann kommt sie eher wegen dieses Halbelfen zurück. Sie hat ihm ganz schön glühende Blicke zugeworfen.«

»Was?« Fendor sah seinen Freund entsetzt an, bemerkte dann aber, dass dieser ihn nur aufziehen wollte.

»Blödsinn, Tagilis ist …« Der Krieger beendete seinen Satz nicht, sondern deutete schaudernd auf den nahen See, wo der Halbelf am Ufer saß, eine durchscheinende Gestalt vor sich, mit der er sich offensichtlich unterhielt. Die schwachen Strahlen des Mondlichts genügten, um die Umrisse der schwebenden Frau auf geisterhafte Weise nachzuzeichnen. »Das ist aber schon gruselig, oder?«

Mit einem Gefühl der Beklemmung nickte Nassàr. Als erfahrenen Krieger von über sechzig Sommern erschreckte ihn so schnell nichts, aber ein Halbelf von der Nebelinsel, der einen Geist als Gefährtin hatte, war doch etwas zu viel.

»Das sind eigenartige Zeiten, Fendor. Wir sind mit Nebelhexen, Dunkelelfen und anderen Halbwesen verbündet, am Ende wird noch ein Bergtroll zu unseren Gefährten zählen.«

Belustigt schlug Fendor seinem Freund auf die Schulter, und sie machten sich an den Aufstieg, um den Zauberer Nordhalan und ihren Gefährten Markat abzulösen, die am Eingang zum Tal Wache gehalten hatten…

Ende (von Kapitel 1)

Copyright (c) 2011/2012 by Aileen P. Roberts

Anmerkung der Redaktion: Wer wissen möchte, wie es weitergeht, der erfährt es in diesem Buch der Autorin, eine Rezension zur Unterstüzung anbei, Bestellmöglichkeiten über die Bestellinks:

Aileen P. Roberts
Im Schatten der Dämonen
Weltennebel 3

Wilhelm Goldmann Verlag, München, 1. Auflage: 02/2012
TB 47590, Urban Fantasy
ISBN 978-3-442-47590-2
Titelgestaltung von UNO Werbeagentur, München unter Verwendung eines Motivs von Jürgen Gawron
Karte von Andreas Hancock

www.goldmann-verlag.de
www.aileen-p-roberts.de
www.andreas-hancock.de

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei Libri.de

Als der Student Darian von Mia, einer Kommilitonin, erfährt, dass er in Wahrheit der lange verschollene Königssohn von Albany ist, glaubt er ihr zuerst kein Wort. Doch schneller, als es dem jungen Mann lieb ist, wird die für ihn fiktive Welt, von der Mia erzählt, zur Wirklichkeit. Zu seinem Entsetzen entpuppt sich sein Adoptivvater Samukal als Mörder seiner Eltern und als mächtiger Zauberer. Fehenius der Bruder Samukals, schafft es zudem, dass Darian bei seinem Volk in Ungnade fällt. Mit Mias Hilfe gelingt es Darian, seinen tot geglaubten Bruder Atorian zu befreien, der in einem unterirdischen Gefängnis vor sich hinvegetierte. Der Zauberer Nordhalan schließt sich ihnen an. Gemeinsam reisen die Brüder mit Mia ins Reich der Dunkelelfen. Mias Vater will ihnen helfen, einen Zauberer unter den Dunkelelfen zu finden, denn nur so können sie Samukal besiegen.

Samukal hat sich mit mächtigen Dämonen eingelassen. Während Atorian und Darian den Widerstand gegen Fehenius und Samukal organisieren, verliert der Zauberer nach und nach die Kontrolle über die Wesenheiten, die er herbeigerufen hat. Diese richten fürchterliches Unheil unter der Bevölkerung an. Darian bleibt nur eine Möglichkeit: Er muss die verschwundenen Drachen finden und nach Albany zurückbringen; bloß dann haben die Gefährten eine Chance, Samukal und seine Schergen zu besiegen.

Der dritte Teil ist noch düsterer als seine beiden Vorgänger. Die Autorin verschärft den Ernst der Lage zusehends. Ihre Protagonisten beginnen, sich weiter mehr zu entwickeln. Allen voran der mächtige Zauberer. Samukal, der Gegenspieler und Erzfeind Darians, verliert an Boden, als ihm die Kontrolle über die Geister bzw. Dämonen, die er rief, entgleitet. Der große Zauberer fängt allerdings an zu begreifen, dass eine viel mächtigere Figur die Fäden hinter den fürchterlichen Aktionen zieht, die diese Schreckgespenster ausführen. Ein Sinneswandel setzt bei diesem machtbesessenen Mann ein. Darian ist ihm ans Herz gewachsen, und da er ihn wie einen Sohn großgezogen hat, liebt er ihn auch wie einen Sohn. Das wird dem Zauberer klar, als er selber nicht mehr in der ersten Reihe mitspielt.

Atorian findet endlich die Wiedergeburt seiner großen Liebe. Das entspannt die Situation zwischen ihm und Mia. Diese ist einfach froh, dass der Bruder ihres Liebsten endlich aufhört, ihr Avancen zu machen. Das Verhältnis zwischen Mia und ihrem Vater wird immer besser. Dieser gesteht der jungen Frau, dass er ihre Mutter aufrichtig geliebt hat. Die Umstände ihrer Trennung ergeben endlich Sinn für Mia. Der Groll, den sie die ganze Zeit in ihrem Herzen pflegte, beginnt, sich aufzulösen. Darian ist froh, dass Atorian noch lebt, denn nun muss er nicht mehr auf den Thron zurückkehren. Er will bei Mia bleiben und mit ihr und ihrer beider Tochter zusammenleben. Die Protagonisten, die nur als Nebenfiguren auftreten, sind mit ihrem Handeln genauso agil und real eingebunden wie die Hauptfiguren des Dreiteilers. Durch viele kleine Aktionen und einigen Situationen, in der die Autorin ihre Figuren wirken lässt, bekommen diese mehr Tiefe. Natürlich hat Aileen P. Roberts reichlich Fallstricke für ihre Protagonisten aufgespannt und nicht jeder bekommt das, was er eigentlich verdient. Sei es denn im Guten oder im Bösen.

Mit dem dritten und letzten Teil der „Weltennebel“-Trilogie verabschiedet sich die Autorin mit einem fulminanten Abenteuer und Finale von ihren Figuren. Das Ende ist derart offen gesetzt, das eins sicher sein dürfte: Dies ist bestimmt nicht der letzte Besuch von Aileen P. Roberts in Albany. Wenn sie wieder einen Weg dorthin findet, dürfen die Leser sie bestimmt begleiten, um bekannte Gestalten wie Darian oder Mia ein Stück weit ihres Weges zu begleiten. Wer „Thondras Kinder“, ebenfalls von der Autorin, oder die Trilogie „Die Gilde der schwarzen Magier“ von Trudi Carvan, schätzt wird sich mit diesem Buch spannende Lesestunden schenken.

Copyright der Rezension © 2012 by Petra Weddehage (PW)

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ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln unter Storys unserer Community-Autoren, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens einen Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

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SFBASAR.DE-ANTHOLOGIE (mit Themenschwerpunkt): “Invasionsgeschichten”

Erstellt von Detlef Hedderich am 24. April 2012

“Invasionsgeschichten”

sfbasar.de-Anthologie Band 13

mit Beiträgen der Community-Autoren

des Literatur-Blogs “sfbasar.de”

Editorial: Liebe Freunde, liebe Besucher und liebe Leser: Heute möchte ich Euch diese Anthologie vorstellen, die nach und nach mit immer weiteren Beiträgen und Kurzgeschichten unserer Autoren gefüllt werden soll, die den Themenschwerpunkt “Invasionsgeschichten” zum Inhalt haben.

Woran denken wir unbewusst beim Stichwort „Alien“? Richtig. Ridley Scott schlachtet unsere Urangst vor dem Fremden nur bildgewaltig aus. Erfunden hat er sie nicht. Es geht nicht nur um das Monster aus unseren Albträumen. Es geht vielmehr um den andersartigen Lebensentwurf, der uns durch seine bloße Möglichkeit den unseren streitig macht. Weil er sich als der überlegene erweisen könnte. Es geht um die Auseinandersetzung um den verfügbaren Lebensraum und seine Ressourcen.

Die tiefsitzende Angst vor dem Fremden ist eine Frucht der Evolution und alle naiven Vertreter von Multikulti sollten sich diese Wurzel vergegenwärtigen: Die Xenophobie als Reflex auf eine uralte Erfahrung in der Konkurrenz um Nahrung und Fortpflanzung, in der sich jede Lebensform bewähren muss oder verdrängt wird. Und sie pflanzt sich bis in den Clash of Cultures fort. Diese Angst zu überwinden bedarf größerer Anstrengung als die Vorstellung, es sei für alle und überall genug da und man könne doch hinter die Menu-Vorschläge des Lebens wahlfrei sein Häkchen machen. Die Botschaft „Wir kommen in Frieden“ haben wir uns nämlich selbst nie geglaubt. Deshalb glauben wir sie auch anderen nicht.

Die Anthologie INVASION gibt allen Auseinandersetzungen mit diesem Thema Raum, angefangen von der Viren-Invasion über die berechtigte Angst der Anderen vor uns bis hin zu den Begegnungen, die schließlich zur friedlichen Symbiose führen. Ich freue mich auf eure Beiträge! Folgende Geschichten stehen bereits zur Verfügung. Viel Spass beim Lesen:

500 PFUND KARTOFFELSALAT – Science-Fiction-Story von Werner Karl

DIE EROBERUNG – Science Fiction-Story von Carl Reiner Holdt

EWIGE – Fantasyroman von Barbara Wegener (Leseprobe)

INVASION – eine Kurzgeschichte von Yvonne Rheinganz

Liebe Community-Autoren: Weitere Beiträge sind erwünscht und sollen diese Anthologie ergänzen. Wir planen bei genügend Beiträgen, diese Anthologie hier auch als PDF-File zusammen mit einem Spendenbutton (für kleine Beträge zum jeweiligen Storywettbewerb) anzubieten. Ausserdem planen wir davon ein ebook und am Ende vielleicht sogar eine Printausgabe erscheinen zu lassen! Es liegt ganz an euch und eurer Teilnahme an den Anthologien! Wer also teilhaben möchte, der schreibt eine Geschichte oder einen Sachbeitrag zum Thema und stellt ihn bei uns als Artikel oder Story ein. Bei einer Story kann diese auch an den Storywettbewerben teilnehmen, muss das aber nicht zwingend! Wir hoffen auf eure Hilfe!

Liebe Besucher, Leser und Unterstützer unseres Literaturblogs, wenn Ihr unseren Autoren ein wenig Unterstützung bieten möchtet, so gibt es jetzt die Möglichkeit eine kleine Spende über den unten stehenden Button per Paypal in die Kasse einzuzahlen, aus der dann die Preisgelder für die Gewinner des nächsten Storywettbewerbs mitfinanziert werden:

Herzlichen Dank auch im Namen aller unserer Autoren!

Das sfbasar.de-Team
i.A. Carl Reiner Holdt

Bildrechte: Coverillustration “Invasionsgeschichten1.jpg ” () © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

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Linda Chapman & Lee Weatherly: Der vergessene Ort. Schattenwald Geheimnisse 2. – BEI UNS DREIMAL IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 23. April 2012

Linda Chapman & Lee Weatherly
Der vergessene Ort
Schattenwald Geheimnisse 2

Sophie and the Shadow Woods: The Swamp Boggles (2011)
cbj Verlag
ISBN 978-3-570-15369-7
Fantasy, Kinder & Jugend
Erschienen 2012
Übersetzer Bettina Spangler
Titelbild Timo Grubing
Illustrationen Timo Grubing
Umfang 128 Seiten

www.cbj-verlag.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Autorenporträt

Linda Chapman, geboren 1969 in Liverpool, gehört zu den erfolgreichsten englischen Kinderbuchautorinnen. Ihren größten Erfolg in Deutschland feierte sie mit der Serie “Sternenschweif”. Sie lebt mit ihrem Mann, drei Kindern und zwei Hunden in einem kleinen Dorf in Leicestershire.

Lee Weatherly wurde in Little Rock, Arkansas, geboren und lebt seit 1995 in England. Sie arbeitete in vielen verschiedenen Jobs, bevor sie sich ihren Traum erfüllte und begann, Kinderbücher zu schreiben. Lee Weatherly lebt heute mit ihrem Mann, ihrem getigerten Kater Bernard und vielen tausend Büchern in Hampshire.

Die Reihe “Schattenwald-Geheimnisse” haben sie gemeinsam entwickelt und geschrieben.

Vorwort

Mit “Der vergessene Ort” liegt der zweite Band der Schattenwald Geheimnisse vor. Der erste Band “Wald der tausend Augen” ist im Februar 2012 im cbj-Verlag erschienen.

Zum Buch

Sophie hat sich schon ein wenig an ihr neues Wächterdasein gewöhnt und kämpft auch schon recht erfolgreich gegen die Schattenwesen. Gerade erst konnte sie sich gegen den fiesen Koboldkönig Ug und seine Gefolgschaft zur Wehr setzen, als ihr schon die nächste Herausforderung ins Haus steht. Der Koboldkönig hat sich bei den Sumpfschrecken Hilfe gesucht und diese machen Sophie nun das Leben schwer. Nicht nur das diese Gefährten besonders schleimig sind, auch Sophies Wächterkräfte scheinen gegen sie nicht zu funktionieren. Sophies ist schon am Verzweifeln, als Sam eine rettende Idee hat …

Fazit

Auch der zweite Band rund um Sophie und Sam bringt viel Spannung für junge Fantasyfans. Schnell werden die Kinder in eine fabelhafte Welt entführt voller düsterer Wesen, zauberhafter Geheimnisse und magischer Juwelen. Gleichbleibende Charaktere erleichtern die Orientierung in der Geschichte und die schauderhaften Kreaturen werden langsam aber stetig erweitert. Mit jedem Band rund um den Schattenwald scheint dieser für den Leser ein kleines Stück zu wachsen und seine Kräfte mehr und mehr zu entfalten. Schöne Illustrationen runden auch diesen Band ab und geben allen einen guten Einstieg, die den ersten Band verpasst haben.

Eine gelungene Fortsetzung, rund um den unheimlichen Wald mit seinen verwunschenen Kreaturen.

Copyright © 2012 by Yvonne Rheinganz

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Gegen wen oder was scheinen Sophies Wächterkräfte nicht zu funktionieren? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

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Linda Chapman & Lee Weatherly: Wald der tausend Augen. Schattenwald Geheimnisse 1. – BEI UNS DREIMAL IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 23. April 2012

Linda Chapman & Lee Weatherly
Wald der tausend Augen
Schattenwald Geheimnisse 1

Sophie and the Shadow Woods: The Goblin King (2011)
cbj Verlag
ISBN 978-3-570-15368-0
Fantasy, Kinder & Jugend
Erschienen 2012
Übersetzer Bettina Spangler
Titelbild Timo Grubing
Illustrationen Timo Grubing
Umfang 128 Seiten

www.cbj-verlag.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Autorenporträt

Linda Chapman, geboren 1969 in Liverpool, gehört zu den erfolgreichsten englischen Kinderbuchautorinnen. Ihren größten Erfolg in Deutschland feierte sie mit der Serie “Sternenschweif”. Sie lebt mit ihrem Mann, drei Kindern und zwei Hunden in einem kleinen Dorf in Leicestershire.

Lee Weatherly wurde in Little Rock, Arkansas, geboren und lebt seit 1995 in England. Sie arbeitete in vielen verschiedenen Jobs, bevor sie sich ihren Traum erfüllte und begann, Kinderbücher zu schreiben. Lee Weatherly lebt heute mit ihrem Mann, ihrem getigerten Kater Bernard und vielen tausend Büchern in Hampshire.

Die Reihe “Schattenwald-Geheimnisse” haben sie gemeinsam entwickelt und geschrieben.

Vorwort

Mit “Wald der tausend Augen” liegt der erste Band der Schattenwald Geheimnisse vor. Band 2 mit dem Titel “Der vergessene Ort” erscheint ebenfalls im Februar 2012 bei cbj.

Zum Buch

Sophies zehnter Geburtstag ändert ihr Leben schlagartig: Denn auf einmal ist sie der Wächter einer magischen Pforte, die die Welt vor fürchterlichen Kreaturen schützt. Aber es kommt noch schlimmer, denn Sophie hat den Schlüssel der Pforte verloren, genau einen Tag, bevor sie wusste, dass diese überhaupt existiert. Von da an ist Sophies Leben nicht nur extrem spannend, sondern auch hochgefährlich. Schließlich muss sie nun die Welt vor den bösen Wesen beschützen Ihr einziger Lichtblick ist ihr Freund Sam der ihr mit Rat und tat zur Seite steht.

Fazit

Ein wirkliches tolles Buch für fortgeschrittene Leser im Grundschulalter. Zwei sympathische Hauptcharaktere ermöglichen eine leichte Identifikation für junge Leser beiderlei Geschlechts und leiten den Leser wirklich gut durch die Geschichte. Auch die Nebencharaktere sind wirklich gut ausgestaltet, der nervige Bruder und der etwas schrullige Großvater sind hervorragend getroffen und auch vor den Bösen kann man sich richtig schön gruseln. Anschaulich wird die Geschichte durch die vielen wirklich tollen Illustrationen und den allwissenden Erzähler.

Eine wirklich tolle Geschichte für die ganz jungen unter den Fantasyfans.

Copyright © 2012 by Yvonne Rheinganz

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Sophies wie vielter Geburtstag ändert ihr Leben schlagartig, denn auf einmal ist sie der Wächter einer magischen Pforte, die die Welt vor fürchterlichen Kreaturen schützt? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

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Thomas Thiemeyer: David und Juna. Das verbotene Eden 1 – BEI UNS DREI EXEMPLARE IM PREISRÄTSEL!

Erstellt von Detlef Hedderich am 23. April 2012

Thomas Thiemeyer
David und Juna
Das verbotene Eden 1

PAN/Knaur Verlag, München, 08/2011
HC mit Schutzumschlag
Endzeit-SF, Fantasy
ISBN 978-3-426-28360-8
Titelgestaltung von ZERO Werbeagentur, München in Zusammenarbeit mit
Thomas Thiemeyer (Karte) und unter Verwendung von Motiven von iSrockphoto LP (Paar) und FinePic (Hintergrund)
Autorenfoto von die arge lola, Kai Loges + Andreas Langen
Mit Shakespeare-Zitaten aus „W. Shakespeare: Dramatische Werke“, 9 Bd.,
Berlin: Unger 1797 – 1810, übersetzt von August Wilhelm Schlegel, ergänzt und erläutert von Ludwig Tieck

www.pan-verlag.de
www.thiemeyer.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Nachdem Pharmakonzerne ein Virus entwickelten, dessen Gegenmittel sie teuer verkaufen wollten, gerät die künstliche Seuche prompt außer Kontrolle. Das Virus mutiert und macht Männer und Frauen zu Todfeinden. Die Zivilisation versinkt in Krieg und Chaos. Jahrzehnte später scheinen die Überlebenden zu einer Einigung gekommen zu sein, um den Fortbestand ihrer Art zu sichern: Während die Männer die Reste der alten Technologie und die schwindenden Ressourcen kontrollieren, halten sich die Frauen an die Natur, betreiben Ackerbau und Viehzucht. In regelmäßigen Abständen müssen sie Tribut in Form von Lebensmitteln und empfängnisbereiten Frauen an die Männer zahlen, um den brüchigen Frieden zu wahren.

Doch wegen Ereignissen, die lange zurück liegen, will Marcus Capistranus, der Inquisitor, den totalen Krieg und erlaubt den Kriegern der Heiligen Lanze, die Verträge zu brechen. Die maskierten Männer überfallen die Dörfer, plündern, brandschatzen, vergewaltigen und morden. Als sich die Frauen wehren, denn auch unter ihnen gibt es viele, die Schreckliches durchmachen mussten und der Ansicht sind, dass man die Männer ausrotten und nur einige Sklaven für die Zeugung von Kindern übrig lassen sollte, scheint der Inquisitor sein Ziel erreicht zu haben.

Womit er nicht rechnete, ist das unverhoffte Verständnis füreinander und das Keimen von Gefühlen zwischen dem Mönch David und der Brigantin Juna. Als Juna feststellt, wie grausam die Hardliner unter den Frauen Gefangene behandeln, setzt sie ihre eigene Zukunft aufs Spiel, um den jungen Mann, der die erhofften Informationen nicht geben kann, zu retten. Kann es sein, dass die alten Geschichten wahr sind, die behaupten, dass Frauen und Männer früher zusammengelebt haben und dass das Virus seine Kraft verloren hat? Aber wer wird ihnen glauben? Und wie kann der furchtbare Krieg verhindert werden, bei dem der Inquisitor eine geheime Maschine einsetzen will, gegen die die Frauen nicht die geringste Chance haben?

Frauen gegen Männer – das Thema ist alles andere als neu in der SF. Man denke an Filme wie „Sumuru – Planet der Frauen“ oder TV-Serien wie „Die Mädchen aus dem Weltraum“, an Romane wie Lothar Streblows „Planet der bunten Damen“ u. v. m. Gern beschreiben die Autoren ein Endzeit-Szenario, in dem die Frauen die Herrschaft übernahmen – das Gegenteil von der realen Gegenwart, die von Männern dominiert wird -, ein scheinbar friedliches System etablierten, wäre da nicht ein negativer Aspekt, nämlich die Unterdrückung der ‚armen Männer‘. Natürlich wird im Laufe der Handlung festgestellt, ohne sie geht es nicht. Ein Mann und eine Frau verlieben sich ineinander und zetteln eine Revolution an, nach der die ursprünglichen Verhältnisse wieder hergestellt sind.

Nicht viel anderes passiert in „David und Juna“, dem ersten Teil der „Das verbotene Eden“-Serie. Der Leser wird in eine nicht allzu ferne Zukunft entführt, in der sich die Frauen einem esoterisch angehauchten Göttinnen-Kult zuwandten und auf die Stufe von eisenzeitlichen Ackerbauern und Vierzüchtern zurückgefallen sind (wobei nie thematisiert wird, wie es ihnen – ohne moderne Technik – möglich ist, architektonische Meisterleistungen zu vollbringen und nicht stumpf werdende Schwerter herzustellen, mit denen man sogar noch kämpfen kann, nachdem man Unmengen Gestrüpp aus dem Weg hackte).

Die militanten, vorgeblich christlich orientierten Männer, die ein mittelalterliches Niveau (Hexenverfolgung) zu halten versuchen, hausen in verfallenden Städten (Köln), haben sämtliche Überreste der alten Zivilisation gehortet, verfügen jedoch nicht über die Kenntnisse, die alten Anlagen und Maschinen dauerhaft funktionsfähig zu halten – und doch benutzen sie Autos und Motorräder, die wenigstens 60 Jahre alt sind (wer selber einen Oldtimer bzw. einen älteren Wagen besitzt, weiß, wie viel Pflege dieser braucht, dass es z. B. nach einem altersbedingten Getriebeschaden nicht mehr viel zu reparieren gibt, von der Elektronik ganz zu schweigen, und rust never sleeps …). Der Autor spielt, was das Setting betrifft, mit Motiven, wie sie von der breiten Masse erwartet werden.

Auch die Charaktere entsprechen gängigen Archetypen, die so agieren, wie man es sich wünscht:
Juna ist die aufrechte Kriegerin, die sich nicht länger ausbeuten lassen, sondern wehren will, nachdem die Übergriffe der Männer zunehmend schlimmer werden. Aber sie kann differenzieren und begreift, dass nicht alle Männer automatisch ‚böse‘ sind und Feinde sein müssen. Auch auf Seiten der Frauen passieren Dinge, die nicht richtig sind. In Konsequenz trifft sie eine folgenschwere Entscheidung. David ist ihr männliches Gegenstück. Er wuchs behütet in einem Kloster auf, lernte lesen und schreiben, erfreut sich heimlich an ‚verbotenen Büchern‘ wie „Romeo und Julia“, aus dem regelmäßig zitiert wird und das praktisch den jungen Leuten hilft, einen ersten gemeinsamen Nenner zu finden. Leider muss David ‚jemand Besonderes‘ sein. Er wird zum Retter bzw. Erneuerer aufgebaut – etwas halbherzig, vielleicht weil der Autor dies auf Verlangen des Verlags einfügte? Der Protagonist erkennt gleichfalls, dass der Weg des Inquisitors falsch ist und Frauen keine verachtenswerten Hexen sind.

Juna und David ist klar, dass sie als Paar weder bei den Frauen noch bei den Männern Aufnahme finden werden und man ihnen misstrauen wird. Doch irgendwo im Westen gibt es die mysteriöse Zuflucht, in der angeblich beide Geschlechter zusammenleben. Bevor sie dorthin aufbrechen, wollen sie noch den totalen Krieg verhindern, zu zweit gegen zwei Armeen. Und hier trägt der Autor wirklich dick auf. Die beiden setzen natürlich die geheime Maschine des Inquisitors ein. Sie funktioniert, David kann sie bedienen, der simple Plan geht auf. Wie schön!

Zweifellos ist Thomas Thiemeyer ein unterhaltsamer Schmöker gelungen, dessen Lektüre vor allem jungen Genre-Fans Spaß machen wird, während das reifere Publikum wohl so manches Mal eine Braue hoch ziehen dürfte. Die Handlung verläuft einfach zu glatt, ist zu vorhersehbar, um Spannung aufkommen zu lassen. Die Hauptfiguren wirken ‚naiv-gut‘ und müssen nicht allzu viele Hürden nehmen. Ihre Gegenspieler sind ‚eindimensional böse‘, allen voran der Inquisitor, Davids Jugendfreund und die Ratsherrin, die Junas Mutter entmachten will. Die Romanze von David und Juna bleibt clean und geht über ein paar Küsschen nicht hinaus; auch auf die Beziehungen zwischen den Frauen bzw. zwischen den Männern wird nicht weiter eingegangen.

„David und Juna“ darf man Lesern zwischen 12 und 18 Jahre empfehlen, die noch nicht viel auf dem Gebiet der Endzeit-SF gelesen haben und gespannt sein werden, was auf die Protagonisten noch zukommen mag, wenn sie sich auf die Suche nach der Zuflucht begeben. Die Weichen für die Fortsetzung sind gestellt.

Copyright © 2012 by Irene Salzmann (IS)

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Mitten in der Zeit des Umbruches und des Krieges treffen die Kriegerin Juna und der Mönch David aufeinander und müssen was feststellen? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

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SFBASAR.DE-ANTHOLOGIE (mit Themenschwerpunkt): “Fremdwesen”

Erstellt von Galaxykarl am 21. April 2012

“Fremdwesen”

sfbasar.de-Anthologie Band 5

mit Beiträgen der Community-Autoren

des Literatur-Blogs “sfbasar.de”

Editorial

Liebe Besucher, liebe Leser, liebe Community-Autoren

Wieder kann ich Euch einige Beiträge unserer Anthologie auf sfbasar.de vorstellen. Zu erkennen an der roten Bezeichnung “NEU” vor dem Link! Weiterhin sind sämtliche Community-Autoren und solche, die es werden wollen, aufgerufen die Anthologie mit zahlreichen Beiträgen zu bereichern. Rückmeldungen in Form von Lob, Kritik oder Verbesserungsvorschlägen sind auch diesmal ausdrücklich erwünscht.

Der Titel der neuen Anthologie: FREMDWESEN

Und dieser Begriff bezieht sich nicht nur auf Aliens im Genre Science-Fiction, sondern gilt ausdrücklich für alle Wesen, die nicht menschlich sind, also auch Vampire, Werwölfe, Drachen usw. Manche Männer – mich eingeschlossen – sind ja der Meinung, dass Frauen definitiv nicht von dieser Welt sind, aber für diese Anthologie möchte ich sie doch zur Spezies Mensch zählen. Frauen sind einfach göttlich. Ergo fallen sie NICHT in die Kategorie, die hier behandelt werden soll. Auch irdische Tiere würde ich nicht unbedingt zu Fremdwesen zählen, Ausnahme Drachen und ähnliche Fabelwesen, das sie bis dato nicht historisch und archäologisch nachgewiesen werden konnten.

Ich bin trotzdem begeistert von Lothar Bauers Bild. Diese Femme Fatale, mit düsteren, unheimlichen Katzenaugen und blasser Haut trifft den Nagel auf den Kopf. Sie kann Vampir, Catwoman, Sirene oder sonst was sein. Sie soll alle in die Stimmung versetzen, hier mit richtig tollen FREMDWESEN-Beiträgen teilzunehmen.

Grundsätzlich ist hier jeder Beitrag, der sich mit dem Thema befasst, willkommen. Wir suchen nicht nur Geschichten sondern auch Gedichte, Leseproben und Artikel. Das Copyright der eingereichten Beiträge, unabhängig von der Art des Beitrags, muss wie immer beim jeweiligen Autor liegen.

Die zahllosen Beiträge unserer Community-Autoren erwarten wir ebenso gespannt, wie die Kommentare unserer Leser.

Mit galaktischen Grüßen
euer galaxykarl ;-)

Und jetzt zu den Beiträgen:

DAS LIED DER SIRENE  – Science-Fiction-Story von Werner Karl

BUCHREZENSION: DENN DAS BLUT IST LEBEN. GESCHICHTEN DER VAMPIRE – von Frank Fest (Hg.) – Rezension von Michael Drewniok

DER ERSTE MORGEN – eine Fantasy-Horror-Geschichte von Leon Ferri (sfb-Preisträger Platz 1 im Storywettbewerb 1/2012)

BUCHREZENSIONETERNITY – MEENA HARPER – LIEBE MIT BISS (Band 1) – von Meg Cabot – Rezension von: Yvonne Rheinganz

HOTEL, HOTEL – Auszug (Kapitel) aus dem Roman: “Es gibt kein Ende …” von Vera Anschütz

KEIN SPIEGELBILD – Vampir-Story von Alfred Bekker

BUCHREZENSION: MONSTER. DÄMONEN, DRACHEN & VAMPIRE – von Christopher Dell – Rezension von: Michael Drewniok

NEU= MORGENGRAUEN – eine Kurzgeschichte von little_wonni

NEU= MORGENGRAUEN II – eine Kurzgeschichte von little_wonni

PLASMAABWEISEND – eine Kurzgeschichte von Simone Wilhelmy

RÜCKKEHR MIT HINDERNISSEN – eine Fantasy-Kurzgeschichte von little_wonni

RÜCKKEHR MIT HINDERNISSEN II – eine Fantasy-Kurzgeschichte von little_wonni

NEU = RÜCKKEHR MIT HINDERNISSEN IV – eine Fantasy-Kurzgeschichte von little_wonni

NEU = RÜCKKEHR MIT HINDERNISSEN V – eine Fantasy-Kurzgeschichte von little_wonni

SCHICKSAL – Fantasy-Story von Barbara Wegener

BUCHREZENSION: BUCHBESPRECHUNG: VON DER NACHT VERZAUBERT – 1. Band der Trilogie von Amy Plum – Rezension von Iris Gasper

WESEN DER NACHT – Horror-Leseprobe aus der Titelstory aus der Anthologie “Wesen der Nacht” Hrg. Wilfried A. Hary von Vera Anschütz

(wird weiter fortgesetzt!)

Liebe Community-Autoren: Weitere Beiträge sind erwünscht und sollen diese Anthologie ergänzen. Wir planen bei genügend Beiträgen, diese Anthologie hier auch als PDF-File zusammen mit einem Spendenbutton (für kleine Beträge zum jeweiligen Storywettbewerb) anzubieten. Ausserdem planen wir davon ein ebook und am Ende vielleicht sogar eine Printausgabe erscheinen zu lassen! Es liegt ganz an euch und eurer Teilnahme an den Anthologien! Wer also teilhaben möchte, der schreibt eine Geschichte oder einen Sachbeitrag zum Thema und stellt ihn bei uns als Artikel oder Story ein. Bei einer Story kann diese auch an den Storywettbewerben teilnehmen, muss das aber nicht zwingend! Wir hoffen auf eure Hilfe!

Liebe Besucher, Leser und Unterstützer unseres Literaturblogs, wenn Ihr unseren Autoren ein wenig Unterstützung bieten möchtet, so gibt es jetzt die Möglichkeit eine kleine Spende über den unten stehenden Button per Paypal in die Kasse einzuzahlen, aus der dann die Preisgelder für die Gewinner des nächsten Storywettbewerbs mitfinanziert werden:

Herzlichen Dank auch im Namen aller unserer Autoren!

Das sfbasar.de-Team
i.A. Werner Karl

Bildrechte: Coverillustration “Fremdwesen01” (TN-20110131041632-4c05fc6e.jpg) © 2011 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

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