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Archiv für die 'Welt 2050' Kategorie

Christine Brendle (Hrg.) – Unsere Welt 2050

Erstellt von Detlef Hedderich am 12. November 2011

Christine Brendle (Hrg.)
Unsere Welt 2050

C. M. Brendle Verlag
ISBN 9783981249750
Zeitgenössische Literatur, Anthologie
Erste Auflage 2011
Umschlaggestaltung Gute Aussicht Kommunikations GmbH
Taschenbuch, 165 Seiten

www.brendle-verlag.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

War es das Cover, das mich neugierig machte, oder eher die Zeile „Ein Verlag macht Schule – Schüler machen ein Buch“? Ich weiß es nicht. Vielleicht war es auch die Mischung aus beidem. Manchmal genügen Kleinigkeiten um meine Neugier zu wecken. Bei Unsere Welt 2050 wurde sie geweckt und das, obwohl das matt glänzend gehaltene Cover in dunkelblau mit der gewählten (überwiegend) grünen Schrift etwas trocken und fachbuchartig wirkt. Das Motiv vorne zeigt eine Weltkugel, deren Ozeane und Länder mit Worten ausgefüllt ist, die bereits einen ersten kleinen Einblick auf das bieten, was im Buch kommt.

Zusammen mit der Verlegerin Christine Brendle haben der Lehrer Bertram Weber und vierzehn Schülerinnen und Schüler der Walther-Groz-Schule in Ebingen die Idee zu diesem Buchprojekt verwirklicht. Was 2010 begann, liegt nun vor und kann im Buchhandel bezogen werden. Bücher sind nicht nur etwas Kostbares und Wundervolles, sie verlangen auch einiges an Herzblut und innerer Überzeugung, wenn sie je fertig werden sollen. Die Schüler und Schülerinnen haben beides bewiesen. Sie haben das Projekt mit geplant, aktiv daran gearbeitet und alles umgesetzt. Sie dürften heute neben einer entsprechend erhaltenen positiven Bewertung für ihr Abitur ein Buch auch mit anderen Augen als noch vor ein paar Monaten betrachten. Es finden sich kleinere Anfängerfehler (eine Geschichte wird etwa wiederholt, was vermutlich kein Stilmittel des Autors ist) darin, doch angesichts der Tatsache, dass vorwiegend Laien beteiligt waren, ist die Umsetzung gut gelungen; vor allem, wenn man den Zeitrahmen betrachtet, in dem das Projekt verwirklicht wurde.

Aber zum Inhalt. Mit seinen 175 Seiten im A5-Format hält man ein Buch, dass schnell gelesen sein müsste, zumal die Kapitel nur wenige Seiten, einmal gar nur zwei Absätze umfassen. Doch die gewählte Thematik macht es zu einem Buch, das man zwischendurch immer wieder weglegt, um nachzudenken.

Schülerinnen und Schüler haben nicht nur zur Veröffentlichung der achtundzwanzig darin enthaltenen Geschichten und eines Gedichtes beigetragen – ein Teil wurde auch von Schülern geschrieben. Neben ihnen kommen auch andere, bekannte oder weniger bekannte Autoren zu Wort. Dazu gehören, außer Politikern und einer Bankerin, beispielsweise auch eine Hotelfachfrau oder ein Pfarrer a. D, Neulinge wie solche, die schon Veröffentlichungen vorweisen können.

Doch ob nun Frischling oder Profi, ob nun sechzehn oder sechsundachtzig – alle Autoren beschäftigt ein Thema: Unsere Welt 2050. Nicht einmal mehr ganze neununddreißig Jahre trennen uns momentan noch davon. Und in Anbetracht der Tatsache, wie rasant sich die Welt innerhalb der letzten 40 Jahre verändert hat, stellt sich berechtigterweise die Frage, wie die Welt 2050 gestaltet sein wird. Bunt oder farblos, trostlos oder hoffnungsvoll, brutal oder friedlich?

Die Art und Weise wie etwa der 1991 geborene Keith Petri darüber denkt, dürfte dem einen oder anderen älteren Leser kleinere Schluckbeschwerden verursachen. Seine Vision sieht düster und dystopisch aus; ist eine kleine Ohrfeige für die ignorante Gesellschaft im Hier und Jetzt; artikuliert eher eine Zukunftsangst, als eine Vision. Es gibt Science-Fiction, weitere Dystopien und fantastische Geschichten, wie die von Kristina Kesselring, in der die Menschen der Zukunft ihre Natur anderen Wesen angleichen können. Es gibt trotz der bedenklichen Vision eher Ironisch-Heiteres, wie das Gespräch zwischen einer Großmutter und ihrer Enkelin von Simone Föhl. Dagegen wirkt die Geschichte der 17jährigen Jasmin Loose, die ihre Protagonistin gegen die Unsterblichkeit kämpfen lässt, durchweg kritisch. Und Kimmelmann macht mit Leuten, die nichts können, kurzen Prozess. Er zeigt mit dem ausgestreckten Zeigefinger im Ausklang seiner Agenda 2050 trotz der deutlich gemachten Gefahr auf die mangelnde Fähigkeit zur Veränderung – stellvertretend für all das, was man tagtäglich ändern könnte.

Das sind nur ein paar der Beiträge der Anthologie. Alle daraus auch nur kurz anzuschneiden, würde den Rahmen einer Buchbesprechung sprengen. Alle zu lesen, empfiehlt sich jedoch eindeutig. Die Geschichten zeigen, dass die Autoren sich ihrer Aufgabe mit Ideenreichtum gestellt und sie teilweise komplex umgesetzt haben. Einige Ideen bieten Raum für einen Roman. Manche Beiträge sind eher philosophisch, manche wirken hoffnungsvoll geträumt, andere kritisch und bestürzend. Es geht um das Leben nach einem Nuklearkrieg, um Reisen in die Zukunft; um Unsterblichkeit, Ressourcenverschwendung und Ressourcenknappheit; um Mangel und Überfluss; um perfekte Menschen und solche, wie die Natur sie geschaffen hat; um Überlebenstaktiken und Exodus; um Bildung, Freizeitgestaltung, Ängste und Nöte, kleine Freuden und Liebe. Mal blickt der Leser zurück in die Gegenwart, mal wirft er einen Blick in die Zukunft. Mal wirkt diese Zukunft real, mal wie ein schwer realisierbarer aber erstrebenswerter Wunsch, mal fiktiv. Die damit hervorgerufenen Emotionen sind genauso vielfältig, wie die Ansätze, die die Autoren verfolgen. Die aktuellen Bezüge zu einigen Beiträgen genauso erschreckend wie der stete Hinweis auf durchaus bekanntes, doch gern verleugnetes oder ignoriertes Wissen, weil bis jetzt immer alles doch irgendwie funktioniert hat.

Damit ist den Autoren zusammen mit den an der Verwirklichung des Projekts arbeitenden Schülerinnen und Schülern, ihrem Projektleiter und der Herausgeberin eine Mischung gelungen, die einerseits tatsächlich überraschend kurzweilig unterhält, andererseits zum Nachdenken anregt. Es ist eines der Bücher gelungen, die man durchaus schnell lesen kann, das aber mit Sicherheit wert ist, öfter in die Hand genommen und auch weitergereicht zu werden. Eines der Bücher, die man nicht einfach schnell wieder vergisst. Was vielleicht am meisten betroffen macht, sind die Geschichten der jüngsten Autoren. Der Umstand, wie viel Hoffnung die Welt im Heute ihnen offenkundig schon genommen zu haben scheint. Eine Welt, mit der die Menschheit nicht nur heute viel zu sorglos umgeht.

Tatsache ist, dass unser Verhalten sich ändern muss und Unsere Welt 2050 zeigt sehr deutlich warum. Nicht nur, um die darin angedeuteten Horrorszenarien noch irgendwie abzuwenden, sondern um Hoffnung in unseren Kindern zu erhalten, zu schüren oder gar wiederzuerwecken. Veränderung kann und muss im Kleinen beginnen. Vielleicht mit einer Geschichte aus diesem Buch.

Fazit

Ein schwieriges Thema sehr gut umgesetzt. Geschichten/Gedichte, die den Leser in eigenen Gedankengängen bestätigen und unterstützen, Widerworte hervorrufen und – das ist das Wichtigste – nachdenklich stimmen. Die gelungene Verwirklichung dieser Idee lässt auf weitere Projekte dieser Art hoffen. Für Unsere Welt 2050 möchte ich trotz der kleinen Anfängerfehler, die volle Punktzahl vergeben, da diese hier nicht ins Gewicht fallen (und selbst bei Vollprofis vorkommen können).

Copyright © 2011 by Antje Jürgens (AJ)

BESTELLUNGEN WERDEN GERNE ENTGEGENGENOMMEN UND ERHÖHEN DIE PREISGELDER FÜR UNSERE AUTOREN BEI UNSEREM STORYWETTBEWERB – EINFACH HIER KLICKEN:

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Preisrätsel 7 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Zusammen mit der Verlegerin Christine Brendle haben der Lehrer Bertram Weber und vierzehn Schülerinnen und Schüler welcher Schule in Ebingen die Idee zu diesem Buchprojekt verwirklicht? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 700 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

Gewonnen hat: Katrin Fröstler, Tanja Glußko, Ute Hausberg, Patrick Göttker, Moritz Ivankovic, Rolf Johannsen und Sabrina Klemsen. Herzlichen Glückwunsch! Wir danken unserem Sponsoren und auch allen Teilnehmern!

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Blick in die Zukunft: Die Welt im Jahr 2050! * BESTELLTIPP DER REDAKTION: Herausgegeben von Brendle, Christine – Unsere Welt 2050.

Erstellt von Detlef Hedderich am 3. Juli 2011

PRESSEMELDUNG (ZITAT): “Yahoo! Nachrichten – Fr., 1. Jul 2011 – In vierzig Jahren werden etwa zweieinhalb Milliarden mehr Menschen auf unserem Planeten leben. In Japan und Russland erblicken im Jahr 2050 voraussichtlich weniger Kinder das Licht der Welt als derzeit, im Westen Europas dafür umso mehr.  Das Land mit den meisten Einwohnern wird aller Wahrscheinlichkeit Indien sein. Diese und weitere Zahlenprognosen hat die amerikanische Volkszählungsbehörde „Bureau of the Census“ veröffentlicht. (…)”

Quellenangabe zur Veröffentlichung (gesamte Pressemeldung)


BESTELLTIPP DER REDAKTION:

Herausgegeben von Brendle, Christine
Unsere Welt 2050

Verlag :      Brendle, Christine
ISBN :      978-3-9812497-5-0
Einband :      Paperback
Preisinfo :      12,50 Eur[D] / 12,90 Eur[A]
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 22.09.2010
Seiten/Umfang :      ca. 175 S. – 20,5 x 12,5 cm
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 17.09.2010
Gewicht :      198 g

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

Ein Verlag macht Schule – Schüler machen ein Buch!

Werden wir einmal im Eis auf unsere Wiederkehr warten, werden wir auf den Mond oder sogar in die Zukunft reisen? Werden wir uns in Roboter verlieben und von Wackelpudding nur noch träumen können? Werden unsere Kinder dann im Reagenzglas gezeugt und – perfekt designet – in Brutmaschinen heranwachsen? Werden Atombomben unsere Erde erschüttern, oder werden wir unter tropischer Hitze leiden? Werden wir steinalt, oder gar ewig leben? Wachsen dann in Deutschland Zitrusfrüchte und ist unsere Erde 2050 ein Paradies oder die Hölle für uns?

29 Autoren zwischen 16 und 86 Jahren haben einen Blick in die Zukunft gewagt. Begeben sie sich mit ihnen auf eine spannende und phantasievolle Reise in das Jahr 2050.

Am Projekt waren folgende Schülerinnen und Schüler der Walther-Groz-Schule Ebingen beteiligt: Katharina Bodmer, Saskia Dett, Ines Dragon, Eva Hausding, Ann-Kathrin Kerst, Stephanie Längl, Franziska Lorch, Marc Mutter, Angelina Narr, Selina Sauter, Jacqueline Sauter, Rebecca Schick, Tobias Schlagenhauf und Anna Tittelbach…

Leseprobe:
“Ich werde die Verbände jetzt lösen. Anfangs werden Sie die neuen Eindrücke verwirren, aber das wird sich legen … Sind Sie bereit?”

Ich nickte, ohne die Richtung erkannt zu haben, aus der der Arzt sprach. Vier Tage lang hatte ich die Verbände nun tragen müssen und war wohl zu Recht etwas desorientiert, immerhin bedeckte der Verband beinahe meinen ganzen Kopf. Ich fühlte den Druck als mir routinierte Finger die Verbandsklammern öffneten. Irgendwoher erschallte die Stimme meiner Mutter.

“Du musst keine Angst haben, Caterine. Mommy ist hier.”

“Weiß ich doch”, nuschelte ich nervös und automatisch fand meine Zunge die kleinen spitzen Zähne, die seit kurzem meinen Mund säumten. Ich hatte mich schon ein halbes dutzendmal geschnitten und die “PHE’s” der Klinik kamen gar nicht damit nach, mir Wundkleber mit Erdbeergeschmack zu bringen. Meine Zunge war rauer als zuvor, doch das war nicht unangenehm. Auf das Ziehen um mein Zahnfleisch, dort, wo mir die neuen Zähne gewachsen waren, hätte ich dagegen gerne verzichtet. Meine Mutter legte unterdessen ihre schmale Hand auf meine Schulter und drückte zu, als bräuchte ich jemanden, an den ich mich, wegen der schrecklichen Schmerzen, klammern könnte. Mal abgesehen davon, dass mir klammem momentan nicht möglich war, brauchte wohl meine Mutter gerade mehr Beistand als ich. Ich hatte keine wirklichen Schmerzen, nur diesen ständigen Druck und das Pulsieren an vielen Stellen meines Körpers. Es war, als wollte mein Leib die Grenzen, die ihm die Natur gesetzt und die ich nun erweitert hatte, noch mehr sprengen. Es hatte nicht halb so weh getan, wie ich angenommen hatte. Seit Jahren wurde dieser Routineeingriff durchgeführt, doch ich wusste, nur die wenigsten, die diesem Schönheitsideal folgten, hatten dieselben Gründe wie ich. Von alleine wäre ich nie auf den Gedanken gekommen, mich so einem Eingriff zu unterziehen. Aber ich wollte es für ihn. Für uns. Samuel hatte mich gebeten, es nicht zu tun. Er würde mich auch so lieben, auch wenn wir nicht offiziell zusammen sein durften. Aber in diesem Punkt gab ich nicht nach. Wenn sie uns, so wie wir waren, nicht erlauben wollten, zusammen zu sein, dann musste es eben sein. Mein Menschsein war ein kleiner Preis für die Liebe. Als ich sagte, dass ich mich “splicen” lassen würde, waren meine Eltern entsetzt. Sie fanden es unnatürlich und zu extrem. Warum ich mir nicht die Brüste vergrößern, oder ein Reflexionstattoo stechen lasse, fragten sie mich. Dabei tauschten sie über den Esstisch den typisch besorgten Blick, den man wohl erst nach 30 Jahren Ehe perfektioniert hat. Irgendwie verstand ich ihre altmodischen Bedenken. Immerhin waren sie beide Menschen und keiner von beiden hatte je mehr als gewöhnliche Nanoröhrenimplantate erhalten….

Leseprobe: Copyright 2010/2011 by Brendle Verlag – mit freundlicher Genehmigung.

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ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln mit Pressemeldungen, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens 1 Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

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PREISRÄTSEL / GEWINNSPIEL: 10 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR: Unsere Welt 2050 – Herausgegeben von Brendle, Christine

Erstellt von Detlef Hedderich am 2. Februar 2011

Unsere Welt 2050

Herausgegeben von Brendle, Christine
Verlag :      Brendle, Christine
ISBN :      978-3-9812497-5-0
Einband :      Paperback
Preisinfo :      12,50 Eur[D] / 12,90 Eur[A]
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 22.09.2010
Seiten/Umfang :      ca. 175 S. – 20,5 x 12,5 cm
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 17.09.2010

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“Sie grinst, denn sie ist von ihrer “neugewonnenen Unmenschlichkeit” begeistert, ja geradezu ergriffen. Ihre Eltern waren damals entsetzt, als sie von ihrem Vorhaben erfuhren. Etwas ungewohnt ist es ja schon, als ihre Zunge zum ersten Mal die neuen spitzen Zähne spürt. Schmerzen hat sie keine. Da ist nur dieses Gefühl, dass ihr Körper an unzähligen Stellen seine Form verändert hat. Der Eingriff ist inzwischen Routine, denn nicht wenige folgen inzwischen diesem Schönheitsideal, wenn auch aus anderen Gründen …! Langsam werden ihr unter Aufsicht eines Arztes alle Verbände abgenommen. Das Gehör würde sich in den nächsten Tagen noch wesentlich verbessern, meint er. Ihre Hände stecken noch in den “postoperativen Gelhandschuhen”, bevor sie vom Arzt geöffnet werden. Zunächst ist nichts Ungewöhnliches zu entdecken. Die Nägel sind sogar noch etwas kürzer geschnitten als vorher. Doch als der Arzt mit seinem

Daumen zwischen Elle und Speiche drückt, fahren ihr hellbraune Krallen aus den Fingerspitzen! Ihre Mutter darf dabei sein und sie gerät in Verzückung. Sie bewundert die Schönheit ihrer Tochter, und vor allem gefallen ihr die Schnurrhaare …

“Kitty” ist eine von jenen Geschichten, die im wahsten Sinne des Wortes unter die Haut gehen. Auf diesen wenigen Seiten (die das Potential für einen Roman besitzen!) lässt Kristina Kesselring eine sehr eindringliche Zukunftsvision entstehen. Diese wirkt keinesfalls statisch kühl, sondern beängstigend realistisch. Kitty ist nicht nur technisch-utopische Fiktion, sondern wirkt wie der winzige Ausschnitt einer “real existierenden” Zukunft. Die Autorin beschreibt die Situation in einer natürlichen Selbstverständlichkeit und über jeden Zweifel erhaben. Es scheint also gar keine Geschichte zu sein, sondern Wahrheit in einer gar nicht mal so weit entfernten Realität!

Einer überaus düsteren und beängstigenden Vision begegnen wir in “Morgen bist du ein anderer”, dem Gedicht von Dr. Klaus-Peter Walter. Da liegt es, “das Ding”. An Maschinen angeschlossen. Es lebt noch, das Gehirn in der Salzlösung …! Wer vermag sich dieses entsetzliche Grauen auch nur annähernd vorstellen? Nichts hören, nichts sehen, nichts fühlen … ja nicht einmal schreien können? Nur noch “Sein” und einem wissenschaftlichen Zweck dienlich sein?

Auch Rebecca Schick sieht mit Sorge in die Zukunft. Jede Individualität wird durch Technologie vernichtet. Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt auf 115 Jahre. Unsere Nahrung wird von Computern zusammengestellt und optimiert. Krankheiten treten eher selten auf. Wir sind alle topfit … doch haben nichts mehr zu tun, da uns Maschinen alles abnehmen. Selbst Reisen entfällt, weil man sich an jeden beliebigen Ort “beamen” lassen kann. Den Menschen geht es “körperlich” gut, doch eigentlich sind sie in so einer Welt komplett überflüssig. Es bleibt nur noch die systematische Verblödung .welche Stephanie Längl in ihrer Geschichte “85 Jahre Eis” auf die Spitze treibt! Sean wacht nach 85 Jahren Kälteschlaf auf. Niemand scheint im Labor zu sein. Er flüchtet, denn schnellstens möchte er in die Zivilisation zurück. Doch eine solche scheint es nicht mehr zu geben. Seine Stadt erstickt im Müll und die Bewohner in geistiger Umnachtung! Noch negativer sieht Keith Petri mit “Wie wird es den Menschen im Jahr 2050 gehen” in die Zukunft …

Auch die anderen Autorinnen und Autoren haben eine Menge zu bieten und beschäftigen sich auf sehr kreative Art und Weise mit dem gegebenen Thema. Manchmal mehr, manchmal weniger komplex. “Miteinander” von Brigitte Rippe spendet Hoffnung auf eine positive Entwicklung, Gernot Erler weiß in “Poesie 2050″ über die künftige Bedeutung von Poesiealben zu berichten, andere erzählen über die längst realisierte Stromerzeugung in der afrikanischen Wüste, erklären was ein Internet-Psychiater ist, wie Finnisch zur Weltsprache wurde oder stellen uns eine Oma vor, die ihrer Enkelin beibringen will, was ein Buch ist!

Der Rezensent bedauert ausdrücklich, nicht jeder einzelnen Autorin und jedem einzelnen Autor die notwendige Erwähnung schenken zu können. Doch niemand geht in dieser außerordentlich lebendigen Anthologie unter, dem gemeinschaftlichen Projekt von Verlegerin Christine Brendle und Lehrer Bertram Weber sowie seinen 14 Schülern des Seminarkurses 2010 an der Walter-Groz-Schule Ebingen. Unzählige Arbeitsstunden und viel Herzblut haben die hochmotivierten Schülerinnen und Schüler schon in der Planungsphase des Projektes investiert und waren somit von der Idee bis zum fertigen Buch aktiv in den Entstehungsprozess eingebunden. So teilten sie sich nicht nur Zuständigkeitsbereiche für Werbung/Akquisition, Texte sowie Druck-Buchblock-Layout, sondern auch für Kalkulation und PR-Arbeit! Schade nur, dass am Ende die Zeit nicht reichte, und somit einige Fehler, typografische Schnitzer und ein doppelter Text (“Zukunftstraum” gibt es gleich zweimal!) übersehen wurden. Allerspätestens hätte dies bei der Kontrolle der letzten Korrekturfahnen kurz vor Drucklegung auffallen müssen!

Diese zweifellos sehr unerfreulichen Tatsachen können mir aber das Gesamtbild nicht wesentlich trüben. Aus Fehlern soll man ja bekanntlich lernen, und die erste Auflage ist ja nicht die letzte Auflage! Ich würde in diesem Fall den Spieß sogar umdrehen und aus der Not eine Tugend machen, denn bevor die zweite Auflage erscheint, sollten sich alle Büchernarren einmal überlegen, ob sie mit dem Kauf eines Buches aus der ersten Auflage nicht eventuell ein wertvolles Unikat erwerben! Wer weiß, was ein Sammler für die Erstausgabe von “Unsere Welt 2050″ in vierzig Jahren zahlen würde!

“Unsere Welt 2050″ macht eines klar. Die Zukunft kann niemals bereist werden. Expeditionen in diese Richtung werden immer theoretisch bleiben, obwohl auch und gerade ich diese Gedankenexperimente immer wieder gerne durchgespielt habe. Doch etwas, was noch nicht existiert, kann nicht besucht werden. Die Zukunft ist noch nicht da, sie existiert noch nicht. Es sind wir Menschen, die sie erst noch gestalten und bauen müssen, und auf welch grundverschiedene Wege dies führen kann, zeigt dieses Buch. Trotz unterschiedlichster Ansätze stehen die Arbeiten in einem unsichtbaren Zusammenhang und bilden somit eine untrennbare Einheit. Sehr deutlich werden Ängste, aber auch Hoffnungen der Autorinnen und Autoren.

Boris Palmer sieht es positiv. Der “grüne” Oberbürgermeister von Tübingen, Sohn des legendären “Remstalrebells” Helmut Palmer, benötigt für seinen Ausblick lediglich eine halbe Seite. Dennoch sind seine Worte für ein Fazit in dieser Sache geradezu prädestiniert. 2050 würden ganz sicher sehr viele Windräder auf der Schwäbischen Alb stehen. Autos gäbe es keine mehr und die “Regionalstadtbahn” würde im Zehn-Minuten-Takt fahren. Überall an den Bahnhöfen würden Leih-Farräder stehen. Ab 2010 seien die Erfolge im Klimaschutz sehr erfolgreich gewesen. Sehr glücklich wären darüber auch die Enkel der ehemaligen Schülerinnen und Schüler der Walther-Groz-Schule in Ebingen, die 40 Jahre zuvor die gute Idee hatten, eine zukunftsweisende Vision für die Welt im Jahr 2050 zu entwerfen und zu leben.”
Thomas Lawall – August 2010

Leseprobe:

“Ich werde die Verbände jetzt lösen. Anfangs werden Sie die neuen Eindrücke verwirren, aber das wird sich legen … Sind Sie bereit?”
Ich nickte, ohne die Richtung erkannt zu haben, aus der der Arzt sprach. Vier Tage lang hatte ich die Verbände nun tragen müssen und war wohl zu Recht etwas desorientiert, immerhin bedeckte der Verband beinahe meinen ganzen Kopf. Ich fühlte den Druck als mir routinierte Finger die Verbandsklammern öffneten. Irgendwoher erschallte die Stimme meiner Mutter.
“Du musst keine Angst haben, Caterine. Mommy ist hier.”
“Weiß ich doch”, nuschelte ich nervös und automatisch fand meine Zunge die kleinen spitzen Zähne, die seit kurzem meinen Mund säumten. Ich hatte mich schon ein halbes dutzendmal geschnitten und die “PHE’s” der Klinik kamen gar nicht damit nach, mir Wundkleber mit Erdbeergeschmack zu bringen. Meine Zunge war rauer als zuvor, doch das war nicht unangenehm. Auf das Ziehen um mein Zahnfleisch, dort, wo mir die neuen Zähne gewachsen waren, hätte ich dagegen gerne verzichtet. Meine Mutter legte unterdessen ihre schmale Hand auf meine Schulter und drückte zu, als bräuchte ich jemanden, an den ich mich, wegen der schrecklichen Schmerzen, klammern könnte. Mal abgesehen davon, dass mir klammem momentan nicht möglich war, brauchte wohl meine Mutter gerade mehr Beistand als ich. Ich hatte keine wirklichen Schmerzen, nur diesen ständigen Druck und das Pulsieren an vielen Stellen meines Körpers. Es war, als wollte mein Leib die Grenzen, die ihm die Natur gesetzt und die ich nun erweitert hatte, noch mehr sprengen. Es hatte nicht halb so weh getan, wie ich angenommen hatte. Seit Jahren wurde dieser Routineeingriff durchgeführt, doch ich wusste, nur die wenigsten, die diesem Schönheitsideal folgten, hatten dieselben Gründe wie ich. Von alleine wäre ich nie auf den Gedanken gekommen, mich so einem Eingriff zu unterziehen. Aber ich wollte es für ihn. Für uns. Samuel hatte mich gebeten, es nicht zu tun. Er würde mich auch so lieben, auch wenn wir nicht offiziell zusammen sein durften. Aber in diesem Punkt gab ich nicht nach. Wenn sie uns, so wie wir waren, nicht erlauben wollten, zusammen zu sein, dann musste es eben sein. Mein Menschsein war ein kleiner Preis für die Liebe. Als ich sagte, dass ich mich “splicen” lassen würde, waren meine Eltern entsetzt. Sie fanden es unnatürlich und zu extrem. Warum ich mir nicht die Brüste vergrößern, oder ein Reflexionstattoo stechen lasse, fragten sie mich. Dabei tauschten sie über den Esstisch den typisch besorgten Blick, den man wohl erst nach 30 Jahren Ehe perfektioniert hat. Irgendwie verstand ich ihre altmodischen Bedenken. Immerhin waren sie beide Menschen und keiner von beiden hatte je mehr als gewöhnliche Nanoröhrenimplantate erhalten….

Wir danken dem Verlag und dem Rezensenten für die Veröffentlichungsrechte dieser Buchrezension und der Leseprobe!

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

Preisrätsel 10 x 1 Exemplar: Wer ein Exemplar erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Die vorliegende Anthologie ist ein gemeinschaftliches Projekt von Verlegerin Christine Brendle und Lehrer Bertram Weber sowie seinen 14 Schülern des Seminarkurses 2010 der Walter-Groz-Schule in welcher Stadt?  (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 100 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! DIE GEWINNER LAUTEN: Annette Keller, Rolf Schuler, Angela Büscher, Alexandra Krug, Ivonne Ebertzen, Axel Dinc, Arzu Cupik, Anna Neher, Christina Bartoli und Daniel Cavs. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN AUCH UNSEREM SPONSSOREN UND ALLEN TEILNEHMERN!

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Die Welt 2050 – Schüler und Lehrer Bertram Weber von der Walther-Groz-Schule Albstadt trafen sich mit Verlegerin Christine Brendle

Erstellt von Detlef Hedderich am 17. November 2009

Mitte Oktober trafen sich die Schüler und Lehrer Bertram Weber von der Walther-Groz-Schule Albstadt mit Verlegerin Christine Brendle zu einer gemeinsamen Arbeitsbesprechung.

 

·         Die Schüler hatten Flyer vorbereitet und stellten sie zur Wahl. Sie entschieden sich für ein leuchtendes Orange. Dann brachten sie ein Anliegen vor: „Wir möchten die Altersbegrenzung nach oben aufheben.“

·         Mich als Verlegerin hat dieser Wunsch überrascht. Glaubten die Schüler, ältere Autoren würden besser Schreiben? Doch eine Schülerin brachte es auf den Punkt: „Mich interessiert auch, wie eine Frau von 50 oder 60 Jahren über die Welt 2050 denkt.

·         Die Schüler wünschen sich also auch den Dialog mit anderen Generationen. Ich hoffe, dass dieser Einladung noch viele folgen.

·         Eine erste Möglichkeit dazu bietet auch ein Blog, den die Schüler am Wochenende eingerichtet haben. 
 

Auf der Homepage des Verlages gibt es Bilder von der Ar-beitsbesprechung:  www.brendle-verlag.de und weitere Informationen.

 

 

Tip der Redaktion sfbasar.de/Titel zum Thema bei Amazon:

 

Menschheit am Scheideweg
Wie sieht die Welt im Jahr 2050 aus?
Verlag :  Spektrum der Wissenschaft
ISBN :  978-3-938639-40-5
Einband :  Englisch Broschur
Preisinfo :  8,90 Eur[D] / 9,80 Eur[A] / 17,40 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. 
Seiten/Umfang :  82 S. – 28 x 21 cm
Erschienen :  1. Aufl. 17.11.2006
Gewicht :  220 g
Titel bei buch24.de
Titel bei Amazon.de

 

Klappentext:
Die Welt steht vor großen Herausforderungen. Bei allmählich schwindenden Ressourcen müssen wir einen stetig steigenden Energiebedarf decken, ohne dabei das Klima zu gefährden. Noch immer wächst die Weltbevölkerung rapide und die ökonomische Kluft zwischen Nord und Süd vertieft sich. Durch Raubbau an der Umwelt geht in bedrohlichem Maße biologische Vielfalt verloren. Noch haben wir es in der Hand, die Dinge zum Besseren zu wenden. Doch die Zeit wird knapp, da manche Entwicklungen – etwa im Klimabereich – sich dem Punkt nähern, an dem sie nicht mehr umkehrbar sind.

Das Dossier Menschheit am Scheideweg macht eine Bestandsaufnahme der heutigen Situation und zeigt anhand von Hochrechnungen bis zum Jahr 2050 die möglichen Entwicklungen auf. Dabei möchte es jedoch nicht mit apokalyptischen Visionen schockieren. Vielmehr präsentieren Experten auf den jeweiligen Feldern Vorschläge, wie sich verbliebene Spielräume nutzen lassen, um das Ruder herumzureißen. Am Ende steht ein „Aktionsplan für das 21. Jahrhundert“. Dabei geht es nicht um Zwangsmaßnahmen, sondern um die Schaffung von Anreizen für einen verantwortungsvollen Übergang in eine zwar gefährdete, aber noch rettbare Zukunft.

 

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Ausschreibung – Einsendeschluss 31. Januar 2010: Unsere Welt 2050 – Wie wird es in 41 Jahren sein?

Erstellt von Detlef Hedderich am 3. November 2009

1968  gingen die Studenten auf die Straße. Martin Luther Kind wurde ermordet. Rudi Dutschke erlebt lebensgefährliche Schussverletzungen. Es gab den Prager Frühling und in USA Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg. In Paris wird die Sorbonne besetzt. 1968 ist auch das internationale Jahr der Menschenrechte. In Kapstadt gelingt die zweite erfolgreiche Herztransplantation und Jaqueline Kennedy heiratet den Reeder Onassis.

Eine turbulente Zeit.  – Das war vor 41 Jahren.

Wie wird es in 41 Jahren sein – also im Jahr 2050?

Das interessiert die Schüler der Seminarklasse der Walther-Groz-Schule in Albstadt.


Unsere Welt 2050


Zu diesem Thema wünschen Sie sich Texte aus dem ganzen deutschsprachigen Raum. Alle über 16 sind eingeladen, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen. Uns interessieren auch die Gedanken älterer Menschen dazu, erklärten sie in einem Arbeitstreffen am 16. Oktober 2009 in den Verlagsräumen.

Bilder vom Arbeitstreffen

Info zur Ausschreibung

Mit freundlichen Grüßen
Christine Brendle C. M. Brendle Verlag
Auf der Stelle 37
72461 Albstadt

Tel.:  07432 / 9073816
Fax:  07432 / 9073817

 

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„Unsere Welt 2050“ – Ein Verlag macht Schule – Schüler machen ein Buch

Erstellt von Brendle Verlag am 8. August 2009

Ein engagierter Verlag und eine aufgeschlossene Schulleitung, entschlossen sich dieses Frühjahr zu einem spannenden Projekt. Zusammen mit den Abiturienten des Jahrgangs 2009/10 der Walther Groz Schule Albstadt-Ebingen, soll im kommenden Schuljahr ein Buchprojekt verwirklicht werden.

39 Schüler meldeten sich spontan zu diesem neuen Seminarangebot an. 15 Schüler wurden von der Schule ausgewählt. Diese saßen am 28. Juli 2009 erwartungsvoll vor mir, der Verlegerin. Sie wollten dabei sein, bei der Entstehung eines neuen Buches. Sie sollen selbst schreiben, vor allem aber auch andere Jugendliche dazu motivieren, Texte einzureichen. Sie sollen eingehende Texte lesen, zusammen mit dem Lehrer Bertram Weber und mir, der Verlegerin Christine Brendle besprechen, bewerten und auswählen für ein Buch. Sie sollen redigieren, einen Buchblock und ein Buchcover gestalten, den endgültigen Titel festlegen. Kennen lernen wo und wie Bücher angemeldet werden. Sie sollen den Buchpreis kalkulieren und erfahren wie das fertige Buch dann in den Handel und zum Leser kommt.

Das von mir zur Inspiration in den Raum geworfene Thema „Deutschland 2050“, wurde von den Schülern begeistert aufgegriffen, doch es sollte „Unsere Welt 2050“ heißen. Damit bewiesen die Schüler, dass sie bereits global denken und, dass es auch die heutige Jugend interessiert, wie ein Buch entsteht.

Bitte tragen auch Sie dazu bei, dass möglichst viele Jugendliche von dieser Ausschreibung erfahren.

Ausschreibung: Unsere Welt 2050

dazu können junge Leute zwischen 16 und 26 Jahren Texte einreichen, gerne auch aus anderen Ländern. (Die Texte sollten aber in deutscher Sprache geschrieben sein, bzw. übersetzt.) Die besten Texte werden in einem Buch veröffentlicht.

Bitte einreichen beim:
C. M. Brendle Verlag
„Unsere Welt 2050“
Auf der Stelle 37
72461 Albstadt

Text: bitte dreifach einreichen – eine bis maximal acht Seiten, Schriftgröße 12 bis 14 Punkt, Zeilenabstand 1,5 Zeilen, Seitenzahlen nicht vergessen.

Den Text bitte anonym einreichen: also mit einem Kennwort versehen.

Bitte fügen Sie Ihrer Einsendung ein Kuvert bei, das mit dem gleichen Kennwort  beschriftet ist. Es sollte eine kurze Vita des Autors enthalten, die Bestätigung, dass der Einreicher auch der Urheber des Textes ist. Und die Einverständniserklärung, dass Sie, im Falle dass Ihr Text ausgewählt wird, mit einer Veröffentlichung in dem geplanten Buch einverstanden sind.

Bitte nennen Sie auch Ihre vollständige Anschrift, eventuell die Telefonnummer und soweit vorhanden, die e-Mail Adresse (die Daten werden selbstverständlich nicht weiter gegeben).

Die Teilnehmer, deren Texte in das Buch aufgenommen werden, erhalten ein Freiexemplar und weitere Bücher zum Autorenrabatt (30 %).

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