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Literatur-Blog

Archiv für die 'Brendle Verlag' Kategorie

Brendle, Christine – Zwischen Herbst und Sommer.

Erstellt von Detlef Hedderich am 17. November 2011

Brendle, Christine
Zwischen Herbst und Sommer


Verlag :      éditions trèves
ISBN :      978-3-88081-484-4
Einband :      Paperback
Preisinfo :      11,50 Eur[D] / 11,90 Eur[A]
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Seiten/Umfang :      126 S. – 21 x 14 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 10.2003
Gewicht :      240 g

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Ein Roman über Liebe, Eifersucht, Beziehungen, Frauenfreundschaften, aber auch über das Schreiben. Zutaten: Spannung, Thrill, Liebe, Romantik, Leidenschaft und schöne Landschaften.

Die Journalistin Karen zieht sich in ein einsames Strandhaus zurück. Sie will dort ihren Roman schreiben aber auch herausfinden was sich in ihrer Beziehung geändert hat. Mit ihrem Roman kommt sie bald gut voran. Ihre Figuren werden sehr lebendig, übernehmen sogar zunehmend die Regie in der Geschichte. Fasziniert erlebt Karen die Entwicklung mit, bis im Spätherbst immer öfter merkwürdige Dinge geschehen: sie hört seltsame Geräusche, am Strand begegnet ihr ein Nackter, der sie durchdringend mustert. Dann auch unheimliche Veränderungen in ihrem Haus. Verschwimmen Wirklichkeit und Phantasie, oder ist Karen wirklich in Gefahr?

BESTELLUNGEN WERDEN GERNE ENTGEGENGENOMMEN UND ERHÖHEN DIE PREISGELDER FÜR UNSERE AUTOREN BEI UNSEREM STORYWETTBEWERB – EINFACH HIER KLICKEN:

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Preisrätsel 6 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Die Journalistin Karen zieht sich in ein einsames Strandhaus zurück. Sie will dort was genau machen? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 600 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

Gewonnen hat: Wohlfgang Pohl, Hannes Wender, Inge Hanz, Michale Beck, Karin Höffle und Detlev Stevia. Herzlichen Glückwunsch! Wir danken unserem Sponsoren und auch allen Teilnehmern!

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Christine Brendle (Hrg.) – Unsere Welt 2050

Erstellt von Detlef Hedderich am 12. November 2011

Christine Brendle (Hrg.)
Unsere Welt 2050

C. M. Brendle Verlag
ISBN 9783981249750
Zeitgenössische Literatur, Anthologie
Erste Auflage 2011
Umschlaggestaltung Gute Aussicht Kommunikations GmbH
Taschenbuch, 165 Seiten

www.brendle-verlag.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

War es das Cover, das mich neugierig machte, oder eher die Zeile „Ein Verlag macht Schule – Schüler machen ein Buch“? Ich weiß es nicht. Vielleicht war es auch die Mischung aus beidem. Manchmal genügen Kleinigkeiten um meine Neugier zu wecken. Bei Unsere Welt 2050 wurde sie geweckt und das, obwohl das matt glänzend gehaltene Cover in dunkelblau mit der gewählten (überwiegend) grünen Schrift etwas trocken und fachbuchartig wirkt. Das Motiv vorne zeigt eine Weltkugel, deren Ozeane und Länder mit Worten ausgefüllt ist, die bereits einen ersten kleinen Einblick auf das bieten, was im Buch kommt.

Zusammen mit der Verlegerin Christine Brendle haben der Lehrer Bertram Weber und vierzehn Schülerinnen und Schüler der Walther-Groz-Schule in Ebingen die Idee zu diesem Buchprojekt verwirklicht. Was 2010 begann, liegt nun vor und kann im Buchhandel bezogen werden. Bücher sind nicht nur etwas Kostbares und Wundervolles, sie verlangen auch einiges an Herzblut und innerer Überzeugung, wenn sie je fertig werden sollen. Die Schüler und Schülerinnen haben beides bewiesen. Sie haben das Projekt mit geplant, aktiv daran gearbeitet und alles umgesetzt. Sie dürften heute neben einer entsprechend erhaltenen positiven Bewertung für ihr Abitur ein Buch auch mit anderen Augen als noch vor ein paar Monaten betrachten. Es finden sich kleinere Anfängerfehler (eine Geschichte wird etwa wiederholt, was vermutlich kein Stilmittel des Autors ist) darin, doch angesichts der Tatsache, dass vorwiegend Laien beteiligt waren, ist die Umsetzung gut gelungen; vor allem, wenn man den Zeitrahmen betrachtet, in dem das Projekt verwirklicht wurde.

Aber zum Inhalt. Mit seinen 175 Seiten im A5-Format hält man ein Buch, dass schnell gelesen sein müsste, zumal die Kapitel nur wenige Seiten, einmal gar nur zwei Absätze umfassen. Doch die gewählte Thematik macht es zu einem Buch, das man zwischendurch immer wieder weglegt, um nachzudenken.

Schülerinnen und Schüler haben nicht nur zur Veröffentlichung der achtundzwanzig darin enthaltenen Geschichten und eines Gedichtes beigetragen – ein Teil wurde auch von Schülern geschrieben. Neben ihnen kommen auch andere, bekannte oder weniger bekannte Autoren zu Wort. Dazu gehören, außer Politikern und einer Bankerin, beispielsweise auch eine Hotelfachfrau oder ein Pfarrer a. D, Neulinge wie solche, die schon Veröffentlichungen vorweisen können.

Doch ob nun Frischling oder Profi, ob nun sechzehn oder sechsundachtzig – alle Autoren beschäftigt ein Thema: Unsere Welt 2050. Nicht einmal mehr ganze neununddreißig Jahre trennen uns momentan noch davon. Und in Anbetracht der Tatsache, wie rasant sich die Welt innerhalb der letzten 40 Jahre verändert hat, stellt sich berechtigterweise die Frage, wie die Welt 2050 gestaltet sein wird. Bunt oder farblos, trostlos oder hoffnungsvoll, brutal oder friedlich?

Die Art und Weise wie etwa der 1991 geborene Keith Petri darüber denkt, dürfte dem einen oder anderen älteren Leser kleinere Schluckbeschwerden verursachen. Seine Vision sieht düster und dystopisch aus; ist eine kleine Ohrfeige für die ignorante Gesellschaft im Hier und Jetzt; artikuliert eher eine Zukunftsangst, als eine Vision. Es gibt Science-Fiction, weitere Dystopien und fantastische Geschichten, wie die von Kristina Kesselring, in der die Menschen der Zukunft ihre Natur anderen Wesen angleichen können. Es gibt trotz der bedenklichen Vision eher Ironisch-Heiteres, wie das Gespräch zwischen einer Großmutter und ihrer Enkelin von Simone Föhl. Dagegen wirkt die Geschichte der 17jährigen Jasmin Loose, die ihre Protagonistin gegen die Unsterblichkeit kämpfen lässt, durchweg kritisch. Und Kimmelmann macht mit Leuten, die nichts können, kurzen Prozess. Er zeigt mit dem ausgestreckten Zeigefinger im Ausklang seiner Agenda 2050 trotz der deutlich gemachten Gefahr auf die mangelnde Fähigkeit zur Veränderung – stellvertretend für all das, was man tagtäglich ändern könnte.

Das sind nur ein paar der Beiträge der Anthologie. Alle daraus auch nur kurz anzuschneiden, würde den Rahmen einer Buchbesprechung sprengen. Alle zu lesen, empfiehlt sich jedoch eindeutig. Die Geschichten zeigen, dass die Autoren sich ihrer Aufgabe mit Ideenreichtum gestellt und sie teilweise komplex umgesetzt haben. Einige Ideen bieten Raum für einen Roman. Manche Beiträge sind eher philosophisch, manche wirken hoffnungsvoll geträumt, andere kritisch und bestürzend. Es geht um das Leben nach einem Nuklearkrieg, um Reisen in die Zukunft; um Unsterblichkeit, Ressourcenverschwendung und Ressourcenknappheit; um Mangel und Überfluss; um perfekte Menschen und solche, wie die Natur sie geschaffen hat; um Überlebenstaktiken und Exodus; um Bildung, Freizeitgestaltung, Ängste und Nöte, kleine Freuden und Liebe. Mal blickt der Leser zurück in die Gegenwart, mal wirft er einen Blick in die Zukunft. Mal wirkt diese Zukunft real, mal wie ein schwer realisierbarer aber erstrebenswerter Wunsch, mal fiktiv. Die damit hervorgerufenen Emotionen sind genauso vielfältig, wie die Ansätze, die die Autoren verfolgen. Die aktuellen Bezüge zu einigen Beiträgen genauso erschreckend wie der stete Hinweis auf durchaus bekanntes, doch gern verleugnetes oder ignoriertes Wissen, weil bis jetzt immer alles doch irgendwie funktioniert hat.

Damit ist den Autoren zusammen mit den an der Verwirklichung des Projekts arbeitenden Schülerinnen und Schülern, ihrem Projektleiter und der Herausgeberin eine Mischung gelungen, die einerseits tatsächlich überraschend kurzweilig unterhält, andererseits zum Nachdenken anregt. Es ist eines der Bücher gelungen, die man durchaus schnell lesen kann, das aber mit Sicherheit wert ist, öfter in die Hand genommen und auch weitergereicht zu werden. Eines der Bücher, die man nicht einfach schnell wieder vergisst. Was vielleicht am meisten betroffen macht, sind die Geschichten der jüngsten Autoren. Der Umstand, wie viel Hoffnung die Welt im Heute ihnen offenkundig schon genommen zu haben scheint. Eine Welt, mit der die Menschheit nicht nur heute viel zu sorglos umgeht.

Tatsache ist, dass unser Verhalten sich ändern muss und Unsere Welt 2050 zeigt sehr deutlich warum. Nicht nur, um die darin angedeuteten Horrorszenarien noch irgendwie abzuwenden, sondern um Hoffnung in unseren Kindern zu erhalten, zu schüren oder gar wiederzuerwecken. Veränderung kann und muss im Kleinen beginnen. Vielleicht mit einer Geschichte aus diesem Buch.

Fazit

Ein schwieriges Thema sehr gut umgesetzt. Geschichten/Gedichte, die den Leser in eigenen Gedankengängen bestätigen und unterstützen, Widerworte hervorrufen und – das ist das Wichtigste – nachdenklich stimmen. Die gelungene Verwirklichung dieser Idee lässt auf weitere Projekte dieser Art hoffen. Für Unsere Welt 2050 möchte ich trotz der kleinen Anfängerfehler, die volle Punktzahl vergeben, da diese hier nicht ins Gewicht fallen (und selbst bei Vollprofis vorkommen können).

Copyright © 2011 by Antje Jürgens (AJ)

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Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Preisrätsel 7 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Zusammen mit der Verlegerin Christine Brendle haben der Lehrer Bertram Weber und vierzehn Schülerinnen und Schüler welcher Schule in Ebingen die Idee zu diesem Buchprojekt verwirklicht? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 700 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

Gewonnen hat: Katrin Fröstler, Tanja Glußko, Ute Hausberg, Patrick Göttker, Moritz Ivankovic, Rolf Johannsen und Sabrina Klemsen. Herzlichen Glückwunsch! Wir danken unserem Sponsoren und auch allen Teilnehmern!

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STERNENBRAUT LOVISA UND DER PLANET DER UNSTERBLICHEN – KAPITEL 2 – Eine Science-Fiction Erzählung von Miriam Kleve (sfb-Preisträger Platz 1 im Storywettbewerb 4/2011)

Erstellt von Miriam Kleve am 31. Oktober 2011

STERNENBRAUT LOVISA

UND

DER PLANET DER UNSTERBLICHEN

KAPITEL 2

Science-Fiction Erzählung
von
Miriam Kleve



Sie wusste nicht, wie lange sie ohne Bewusstsein gewesen war. Aber Lovisa fühlte sich ausgeruht. Ihre Ohnmacht war in einen tiefen Schlaf übergegangen, den sie die letzten Tage so sehr gebraucht hatte. Doch um so wohltuender der Schlaf, um so schlimmer das Erwachen.

Sie hatte Zeit verloren. Vielleicht sogar zu viel Zeit. Und da war noch dieser tote Junge, der plötzlich vor ihr stand und den Morle mit den Sensoren der SKUNKKALLA nicht erfassen konnte. Lovisa hatte schon viele Gruselgeschichten von der Erde gehört. Doch die meisten waren als Aberglaube enttarnt oder von schlimmen Weltraumgeschichten abgelöst worden. Trotzdem war sich Lovisa sicher,  dass dieser Junge ein Vampir sein musste.

Lovisa hörte es Rascheln. Jemand war mit ihr im Raum. Vorsichtig öffnete sie die Augen einen Spalt und blinzelte. Sie lag in ihrer Kabine. Jemand hatte sie hergebracht, in ihre Koje gelegt und zugedeckt. Das Licht war gedimmt.

Nur zwei Schritte entfernt saß der Vampirjunge und blätterte in einem alten Buch, dass Lovisa zu ihrem zehnten Geburtstag geschenkt bekommen hatte. Es war uralt und erzählte das Märchen von einem kleinen Jungen, der unbedingt Zauberer werden wollte. Lovisa hatte die Geschichte sehr gut gefallen, doch niemand hatte die fehlenden Bücher der Reihe mehr auftreiben können.

Genau in diesem Buch las der Junge, der sich als Bernard vorgestellt hatte. Lovisa schluckte und ihr Herz ging schneller. Was sollte sie nur machen? Morle war keine Hilfe. Vorsichtig sah sich die angehende Piratin um. Am Ende der Koje lehnte ihr Säbel. Wenn sie schnell genug war, konnte sie den Vampir sicherlich überraschen.

„Du brauchst dich nicht schlafen zu stellen.“ Die Stimme des Jungen klang fröhlich. Er schob das Buch zur Seite und drehte sich um. Sein Gesicht lag im Schatten und wirkte fremdartig und beängstigend. Zu Lovisas Überraschung konnte sie ihn verstehen. „Ich habe gehört, dass du aufgewacht bist. Irgendwie habe ich das Gefühl, zwischen uns beiden gibt es ein Missverständnis.“ Er lächelte und erneut sah Lovisa die beiden spitzen Eckzähne.

„Du bist ein Vampir.“, stieß sie atemlos hervor. „Ein echter Vampir. Du bis tot. Nein. Ich meine, du bist untot.“

Der Vampir strich sich mit dem Zeigefinger über eine der Augenbrauen. „Ich verstehe. Das hat sich also nicht geändert. Ich dachte die Menschen würden heutzutage anders über meine Spezies denken. Ich bin jedenfalls davon ausgegangen. Immerhin sind wir an Bord eines Raumschiffs. Das bedeutet einen großen Sprung in eurer Entwicklung. Dachte ich jedenfalls.“

„Deine Spezies? Ihr seid Monster.“

„Monster? Also erst einmal sind wir keine Monster. Mein Spezies nennt sich Vampyr. Und ich bin erst recht kein Monster, sondern Bernard. Bernard Tailleur, das habe ich dir doch gesagt.“

„Das macht es nicht besser. Der Name Tailleur genießt hier an Bord keinen guten Ruf. Im Gegenteil. Aber das erklärt einiges. Sicherlich ist Gouverneur Tailleur auch ein Vampir.“ Lovisa strampelte mit den Beinen die Decke weg. Glücklicherweise war sie darunter angezogen. Nur ihre Stiefel fehlten. Die standen vor dem Bett.

Bernard legte die Stirn in steile Falten. Etwas bereitete ihm offensichtlich Sorge. „Irgendwie habe ich mir das Aufwachen anders vorgestellt. Ganz anders.“

„Ich mir auch.“ Lovisa tastete mit den Händen ihren Hals ab. Sie fand keine Bissspuren und war erleichtert. „Und damit du es weißt, ich schmecke schrecklich. Und jeden Morgen frühstücke ich Knoblauch und Thymian.“

„Was? Wie kommst du denn jetzt darauf? Oh.“ Seine Miene hellte sich auf und er brach in schallendes Gelächter aus. „Ich verstehe, das hatte ich ja ganz vergessen. Wegen den spitzen Zähnen glaubt ihr ja, wir würden uns von Blut ernähren. Das mit dem Knoblauch habe ich auch gehört, aber die Sache mit dem Thymian ist mir neu.“ Bernard lächelte. „Keine Bange, Vampyre sind keine Blutsauger.“

Sein Lächeln war ansteckend und bisher hatte er keine Anstalten gemacht, Lovisa anzugreifen und seine Zähne in ihren Hals zu schlagen. Sie entspannte sich ein wenig und schwang ihre Beine über den Rand der Koje, um besser zu sitzen. Lovisa legte die Hände in den Schoß und betrachtete Bernard eingehend. „Wo kommst du eigentlich genau her? Wo ist deine Familie? Und warum hast du in einer Kiste geschlafen?“

„Bitte, langsam. Ich beantworte gerne deine Fragen. Aber ich brauche auch ein paar Antworten. Ich fühle mich momentan ziemlich verwirrt.“

Lovisa nickte. „Das geht mir genauso. Also in Ordnung, wie du mir, so ich dir. Du gibst mir Antworten und ich dir dann auch.“

„Einverstanden. Also, meinen Namen kennst du ja schon. Wie ist denn deiner?“

Lovisa wurde rot. Trotz dem großen Schrecken einem Vampir gegenüber zu stehen, hielt sie es plötzlich für unhöflich, sich nicht vorgestellt zu haben. „Lovisa Larsson. Und das Schiff hier, das ist die SKUNKKALLA.“ Sie reichte Bernard ihre Hand, die er ergriff und sanft drückte. Es war ein angenehmes Gefühl. Die Hand war zwar kühl, aber keinesfalls kalt, wie Lovisa befürchtet hatte.

„Freut mich dich kennenzulernen, Lovisa. Also, ich bin ein Vampyr und stamme von dem Planeten Illthanséa. Ich bin vor sehr langer Zeit auf euren Planeten gekommen. Damals sind die Menschen ebenfalls mit Schiffen gefahren, doch die hatten gewaltige Segel und dienten dazu, die Meere eures Planeten zu bereisen.“

Lovisa guckte Bernard verblüfft an. „Das ist aber ziemlich lange her. Du bist ja uralt. So siehst du gar nicht aus.“

„Um ehrlich zu sein, so groß ist der Unterschied zwischen und beiden gar nicht. Ich altere beinahe wie ein Mensch. Aber wenn wir schlafen, dann setzt der Alterungsprozess aus. Und manchmal vergessen wir regelrecht aufzuwachen. Ich habe aber wohl länger als jeder andere meiner Art geschlafen. Du hast gesagt, es gäbe einen Gouverneur Tailleur? Das ist sicherlich ein Verwandter von mir. Ich sollte unbedingt mit ihm reden.“

„Nein!“ stieß Lovisa hervor und ihre Stimme überschlug sich dabei fast. „Niemals! Ich kehre niemals wieder in die Nähe dieses Mannes zurück!“

Bernard war unter der dem plötzlichen heftigen Ausbruch zusammengezuckt und sah Lovisa erschrocken an. In seinen Augen wirbelten goldene Punkte umher. „Was hat er dir angetan?“ Aufrichtiges Mitgefühl schwang in Bernards Stimme mit. „Was war so Schreckliches, dass du so viel Angst vor ihm hast?“

„Er, er …“ Lovisa atmete tief durch. Dann begann sie zu erzählen. Erst langsam und stockend, dann immer schneller und schluchzend. Die Tränen rannen ihr übers Gesicht, als sie von Tailleurs Verbrechen erzählte, wie sehr sie ihren Pappa, Nils und die ganze Mannschaft der SKUNKKALLA vermisste. Am Ende saß sie auf der Kante ihrer Koje, nur mehr ein Häufchen elend, mit verweinten Augen, die Arme um ihren Oberkörper geschlungen.

„Entschuldige, dass wusste ich nicht.“ Bernards Stimme war tonlos. Mitgefühl lag in seinem Blick, als er zu Lovisa hinüberging und sich neben sie setzte. Bernard starrte einige Sekunden zu Boden, dann legte er seinen Arm um sie. „Was dieser Mann getan hat ist schrecklich und entehrt den Namen Tailleur. Egal was geschieht, ich werde dir beistehen, Lovisa. Versprochen. Bei meiner Ehre, ich werde erst ruhen, wenn die Gerechtigkeit wieder hergestellt ist.“

Seine Worte klangen stark und aufrichtig. Tief im Inneren wusste Lovisa, dass es Bernard ehrlich meinte. Es war gut, jemanden zum Anlehnen zu haben und sie legte ihren Kopf an seine Schulter. Obwohl sie den Vampyr erst seit kurzer Zeit kannte, kam er in diesem Augenblick einem Freund am nächsten.

„Und was ist mir dir?“ fragte Lovisa und blickte ihn an.

Bernard lächelte und stupste mit dem Zeigefinger leicht gegen ihre gerötete Nase. „Unwichtig. Wir kümmern uns erst einmal um dich. Einverstanden?“

Lovisa seufzte. „Ich habe keine Ahnung, was ich machen soll.“

„Ich glaube, das kommt von alleine, sobald du ein Ziel hast. Etwas, auf das du zulaufen kannst, das du erreichen willst. Was ist dein Ziel? Hast du schon eins?“

„Nils, mein kleiner Bruder. Er ist mir als einziges geblieben. Ich will ihn zurück.“

„Ja, das kann ich verstehen. Familie ist wichtig, sie ist Teil des Herzens und Teil der Seele. Sie hat uns zu dem gemacht, was wir sind. Das ist ein gutes Ziel.“

„Aber wie soll ich ihn finden? Das Universum ist so groß.“

Bernard dachte nach. „Stimmt. Aber wir sind bereits zu zweit. Und das macht dich stärker als noch vor einigen Stunden.“

„Wir sind zu dritt. Morle ist auch dabei.“

Kaum hatte Lovisa Morles Namen ausgesprochen, flammte der Bildschirm an ihrem Bett auf und die virtuelle Katze sprang herbei. „Du hast mich gerufen? Wollen wir spielen?“

Bernard betrachtete die Animation eingehend, während Lovisa über den Bildschirm streichelte. „Morle ist eine künstliche Intelligenz. Sie hilft mir die SKUNKKALLA zu steuern. Ohne Mannschaft ist das ziemlich schwer. Ich weiß auch gar nicht alles. Morle wird immer aktiviert, wenn ich ihren Namen laut ausspreche. Das Programm ist da viel zu empfindlich.“

„Lovisa, bist du krank? Die Sensoren der SKUNKALLA haben merkwürdige Lebenszeichen bei dir festgestellt. Ich kann nichts richtig zuordnen. Mein Lernprogramm spielt verrückt.“ Morle schmollte und verzog sich in eine Ecke des Bildschirms.

„Wie funktioniert das?“ fragte Bernard und versuchte Morle zu berühren. Seine Finger erreichten den Bildschirm und die künstliche Katze fauchte erschrocken auf. Mit einem Satz war sie in der nächsten Ecke. Lovisa lachte.

„Wie ulkig.“, meinte sie. „Das hat sie noch nie gemacht. Das ist neu.“

Morle war offensichtlich verwirrt. „Miau! Warum lachst du? Was ist hier los? Wer spricht hier noch außer uns?“

Jetzt lachte auch Bernard. „Entschuldige, Morle. Mein Name ist Bernard. Ich gehöre zur Spezies der Vampyre. Sensoren können uns nur sehr schwer wahrnehmen. Um mich zu lokalisieren, musst du dich an meiner Stimme orientieren.“

„Ein Vampyr?“ Morle schien erstaunt. Auf dem Bildschirm explodierten plötzlich hunderte von Bällen.

„Morles Programm arbeitet.“, erklärte Lovisa. „Entweder rechnet sie gerade oder fragt eine Datenbank ab. Ah, da ist sie ja wieder.“

Die Bälle verschwanden so plötzlich, wie sie gekommen waren. Morle sprang in die Mitte des Bildschirms. „Es gibt keine Spezies mit der Bezeichnung Vampyr. Es gibt nur Vampire in meiner Datenbank. Und dabei handelt es sich um Fiktion.“

Bernard blickte erstaunt auf den Bildschirm. „Ich kenne Computer, aber solche Systeme waren mir bisher unbekannt. Kann Morle nach allen Informationen suchen, die jemand will?“

„Morle kann nach allen Informationen suchen, die Morle will.“, fauchte Morle und zog eine Schnute. Ihre Augen verengten sich dabei zu schmalen Schlitzen. „Morle ist eine künstliche Intelligenz und besitzt als virtuelle Wesenheit sogar Rechte.“ Das Kätzchen war sauer.

„Entschuldige“, meine Bernard. „Ich muss mich erst daran gewöhnen. Hier ist einiges anders als ich es kenne. Aber ich lerne schnell.“

Lovisa nickte. „Das habe ich gemerkt. Du sprichst meine Sprache mit jeder Minute besser. Wie machst du das?“

„Vampyre lernen sehr schnell. Ich habe mich ein wenig in deinem Zimmer umgesehen. Und dann dieses wunderbare Buch gefunden. Vampyre und Menschen sind sich in einigen Dingen recht ähnlich und ich kannte ja noch die alten Sprachen. Deswegen ist es sehr einfach, deine Sprache zu lernen.“

„Verstehe.“ Lovisa blickte sich um. „Und wie hast du mein Zimmer gefunden?“

Bernard strich sich mit dem rechten Zeigefinger über die rechte Augenbraue. „Du musstest ja irgendwohin. Also habe ich dich durch das Schiff getragen. Es gibt an Bord viele Räume. Aber der hier schien zu dir zu passen.“

„Ja. Tailleurs Leute hatten noch keine Zeit, um hier klarschiff zu machen.“

„Ihr Menschen habt zwar den Weltraum erobert, aber ich habe das Gefühl, ihr liebt noch immer eure See.“

Nun war es an Lovisa zu lachen. „Das stimmt. Aber das liegt daran, dass wir gerne alte Sachen auf neue Dinge ummünzen. Das spart Zeit und diese Bildnisse machen es leichter, Sachen zu verstehen. Deswegen pflastern wir den Weltraum mit unseren nautischen Begriffen regelrecht zu. Und bei einem Segler wie der SKUNKKALLA, bieten sich der Vergleich mit einem Segelschiff doch auch an.“

Bernard kam aus dem Staunen kaum heraus. „Die SKUNKKALLA ist ein Segler? Wie funktioniert das?“

Lovisa stand auf und ging zu ihrem Schreibtisch. Sie kramte in der Schublade und holte das alte Modell des Frachters hervor. „Siehst du, das Raumschiff hat Segel. Sie haben eine Multifunktion. Innerhalb eines Systems setzen wir die Segel und der Sonnenwind fängt sich darin. Er bläst uns regelrecht voran. Gleichzeitig wird so Energie gewonnen und in den Sprungantrieb gespeist. Der ist wichtig, um große Entfernungen zurückzulegen. Das Universum liegt nämlich in Wellen und Falten. Mit genug Energie und einem passenden Sprunggenerator, kann ein Raumschiff das ausnutzen. Allerdings muss der Kurs gut berechnet werden und gute Routen sind teuer.“

„Das klingt ziemlich simpel.“, sagte Bernard skeptisch. „Irgendwie zu simpel.“

„Frag mich lieber nicht. Mit dem Computer kann ich zwar einen Sprung berechnen, aber wie das alles wirklich funktioniert, da habe ich keine Ahnung. Wir hatten an Bord einen Ingenieur, der sich um alles gekümmert hat. Jetzt versucht Morle ihn zu ersetzen.“ Lovisa zeigte auf den Bildschirm.

Morle war gerade dabei und lief einem virtuellen Wollknäuel hinterher, das ständig seine Farbe änderte. „Miau!“

„Aber ein richtiger Ersatz ist das auf keinen Fall.“, erklärte Lovisa weiter.

„Das wird unser nächster Schritt sein.“ Bernard klatschte laut in die Hände. Lovisa und Morle zuckten vor Schreck zusammen. „Du bist eine Kapitänin mit einem Schiff. Jetzt brauchst du noch eine Mannschaft, um Gouverneur Tailleur ein Schnippchen zu schlagen und Nils zu befreien.“

„Stimmt. Eigentlich liegt das auf der Hand. Aber woher soll ich eine Mannschaft bekommen? Sich mit Gouverneur Tailleur anzulegen bedeutet, sich eine Menge Ärger einzuhandeln. Da brauche ich mutige Leute.“

Bernard dachte darüber nach. „Gibt es einen Piratenhafen? Einen Treffpunkt für Schmuggler und Gauner?“

„Sicherlich, aber mir sind die Sprungpunkte unbekannt. Pappa hat solche Stationen gemieden. Wir sind einfache Kauffahrer. Wir waren es jedenfalls.“, erklärte Lovisa mit bedrückter Stimme. „Aber vielleicht kann uns Slim helfen.“ Ihre Miene hellte sich auf. „Er war bis vor zwei Jahren Mechaniker auf der SKUNKKALLA. Dann hatte er Streit mit meinem Pappa und wurde gefeuert.“

Morle tauchte fauchend auf. „Achtung, negativer Eintrag in der Datenbank. Die SKUNKKALLA erzwingt bei Nennung des Namens Slim eine Warnmeldung. Achtung.“ Das virtuelle Kätzchen rollte sich über den Bildschirm, bis es an den Rand stieß und dann mit gesträubtem Fell zurücksprang. „Laut Datenbank ist Slim Jorgenson ein unzuverlässiger Trinker.“

Bernard zuckte mit den Schultern. „Das mag sein. Aber wir sollten mit dem Mann reden. Auch wenn er nicht anheuert oder du dich gegen ihn entscheidest, so hat er doch zur Mannschaft gehört. Er kennt sich an Bord aus, kann dir Tipps geben und weiß vielleicht, wen du an Bord nehmen kannst.“

„Das ist eine gute Idee, Bernard.“ Lovisa gab dem verdutzten Vampyr einen flüchtigen Kuss auf die Stirn. „Lass uns auf die Brücke gehen und ich setze den Kurs. Ich weiß noch wie Pappa sagte, Slim würde auf ANDORRA arbeiten. Das ist eine kleine Raumstation. Sobald die SKUNKKALLA genug Energie hat, werden wir springen.“

Sie verließen Lovisas Zimmer und marschierten auf die Brücke. Morle folgte ihnen über die Bildschirme an den Wänden und Bernard sah sich staunend die SKUNKKALLA an. Obwohl er Raumschiffe kannte, faszinierte ihn der kleine Frachter.

Lovisa ging zum Kompass hinüber und aktivierte den Astrogationscomputer. Konzentriert suchte sie nach den Koordinaten von ANDORRA und ließ sich von Morle die Sprungparameter anzeigen. Lovisa entschied sich für eine sichere Route über zwei Sprungpunkte. Das sie dann einige Tage länger unterwegs waren, nahmen die junge Kapitänin in kauf.

„Ziel ist ausgewählt und Kurs gesetzt. In einer Stunde ist die SKUNKKALLA bereit zum Sprung.“ Lovisa ging zum großen Panoramafenster hinüber. Mit verschränkten Armen sah sie in den Weltraum hinaus. „Zwei Leute habe ich ja schon. Das ist ein Anfang. Schritt für Schritt auf mein Ziel zu.“ Ihr Stimme hatte an Zuversicht gewonnen.

Lovisa griff sich an die Stirn und schob ihre Augenklappe über das linke Auge. „Ha, hier kommt die Piratenbraut Lovisa mit ihrer furchtlosen Crew!“

„Ich glaube du bist keine Piratenbraut.“, sagte Bernard und lächelte Lovisa an. Dann stellte er sich neben sie und legte seine Hand auf ihre Schulter. „Du bist mehr. Du bist eine Sternenbraut.“

ENDE


Copyright (c) 2011 by Miriam Kleve

BUCHTIPP DER REDAKTION:

Gußmack, Norbert K.
Die Ankunft der Lichtbringer

Verlag :      Re Di Roma-Verlag
ISBN :      978-3-86870-268-2
Einband :      Paperback
Preisinfo :      13,95 Eur[D] / 14,40 Eur[A]
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 18.08.2011
Seiten/Umfang :      ca. 232 S. – 19,0 x 12,0 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 31.08.2011

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»Man nennt uns die Lichtbringer , denn viele Völker lehrten wir die Beherrschung des Feuers und nahmen ihnen so die Furcht vor der Finsternis.« -Mahra, hohe Ratsfrau der Candareen Mit der Ankunft der Lichtbringer scheint für die Menschheit ein neues Goldenes Zeitalter anzubrechen. Die Candareen zeigen sich großzügig, für ihre wundervollen Geschenke verlangen sie keine Gegenleistung. Die Herzen der Menschen fliegen ihnen zu, nur eine kleine Minderheit misstraut den Besuchern. Doch weder die Anhänger der Candareen noch ihre Gegner begreifen, worum es den fremden Wesen wirklich geht.

Kurzbiografie:
Geboren am 30. März 1987 im österreichischen Köflach, dort aufgewachsen und zur Schule gegangen. In seiner Jugendzeit mehrfach Mitarbeit an archäologischen Ausgrabungen. Volontär am Institut für Genomik und Bioinformatik, TU Graz. Studium der Geschichte in Graz (schreibt derzeit an seiner Diplomarbeit), gleichzeitig Ausbildung zum akademischen Medienfachmann (erfolgreich beendet im Sommersemester 2011). Kurzpraktikum bei einer großen österreichischen Tageszeitung. Wintersemester 2011: beginnt mit einem Molekularbiologie-Studium. Am 31. August erschien sein Erstlingswerk mit dem Titel “Die Ankunft der Lichtbringer”.

Zum Interview: 10 Fragen an Norbert K. Gußmack

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ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln unter Storys unserer Community-Autoren, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens einen Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

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Blick in die Zukunft: Die Welt im Jahr 2050! * BESTELLTIPP DER REDAKTION: Herausgegeben von Brendle, Christine – Unsere Welt 2050.

Erstellt von Detlef Hedderich am 3. Juli 2011

PRESSEMELDUNG (ZITAT): “Yahoo! Nachrichten – Fr., 1. Jul 2011 – In vierzig Jahren werden etwa zweieinhalb Milliarden mehr Menschen auf unserem Planeten leben. In Japan und Russland erblicken im Jahr 2050 voraussichtlich weniger Kinder das Licht der Welt als derzeit, im Westen Europas dafür umso mehr.  Das Land mit den meisten Einwohnern wird aller Wahrscheinlichkeit Indien sein. Diese und weitere Zahlenprognosen hat die amerikanische Volkszählungsbehörde „Bureau of the Census“ veröffentlicht. (…)”

Quellenangabe zur Veröffentlichung (gesamte Pressemeldung)


BESTELLTIPP DER REDAKTION:

Herausgegeben von Brendle, Christine
Unsere Welt 2050

Verlag :      Brendle, Christine
ISBN :      978-3-9812497-5-0
Einband :      Paperback
Preisinfo :      12,50 Eur[D] / 12,90 Eur[A]
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 22.09.2010
Seiten/Umfang :      ca. 175 S. – 20,5 x 12,5 cm
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 17.09.2010
Gewicht :      198 g

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Ein Verlag macht Schule – Schüler machen ein Buch!

Werden wir einmal im Eis auf unsere Wiederkehr warten, werden wir auf den Mond oder sogar in die Zukunft reisen? Werden wir uns in Roboter verlieben und von Wackelpudding nur noch träumen können? Werden unsere Kinder dann im Reagenzglas gezeugt und – perfekt designet – in Brutmaschinen heranwachsen? Werden Atombomben unsere Erde erschüttern, oder werden wir unter tropischer Hitze leiden? Werden wir steinalt, oder gar ewig leben? Wachsen dann in Deutschland Zitrusfrüchte und ist unsere Erde 2050 ein Paradies oder die Hölle für uns?

29 Autoren zwischen 16 und 86 Jahren haben einen Blick in die Zukunft gewagt. Begeben sie sich mit ihnen auf eine spannende und phantasievolle Reise in das Jahr 2050.

Am Projekt waren folgende Schülerinnen und Schüler der Walther-Groz-Schule Ebingen beteiligt: Katharina Bodmer, Saskia Dett, Ines Dragon, Eva Hausding, Ann-Kathrin Kerst, Stephanie Längl, Franziska Lorch, Marc Mutter, Angelina Narr, Selina Sauter, Jacqueline Sauter, Rebecca Schick, Tobias Schlagenhauf und Anna Tittelbach…

Leseprobe:
“Ich werde die Verbände jetzt lösen. Anfangs werden Sie die neuen Eindrücke verwirren, aber das wird sich legen … Sind Sie bereit?”

Ich nickte, ohne die Richtung erkannt zu haben, aus der der Arzt sprach. Vier Tage lang hatte ich die Verbände nun tragen müssen und war wohl zu Recht etwas desorientiert, immerhin bedeckte der Verband beinahe meinen ganzen Kopf. Ich fühlte den Druck als mir routinierte Finger die Verbandsklammern öffneten. Irgendwoher erschallte die Stimme meiner Mutter.

“Du musst keine Angst haben, Caterine. Mommy ist hier.”

“Weiß ich doch”, nuschelte ich nervös und automatisch fand meine Zunge die kleinen spitzen Zähne, die seit kurzem meinen Mund säumten. Ich hatte mich schon ein halbes dutzendmal geschnitten und die “PHE’s” der Klinik kamen gar nicht damit nach, mir Wundkleber mit Erdbeergeschmack zu bringen. Meine Zunge war rauer als zuvor, doch das war nicht unangenehm. Auf das Ziehen um mein Zahnfleisch, dort, wo mir die neuen Zähne gewachsen waren, hätte ich dagegen gerne verzichtet. Meine Mutter legte unterdessen ihre schmale Hand auf meine Schulter und drückte zu, als bräuchte ich jemanden, an den ich mich, wegen der schrecklichen Schmerzen, klammern könnte. Mal abgesehen davon, dass mir klammem momentan nicht möglich war, brauchte wohl meine Mutter gerade mehr Beistand als ich. Ich hatte keine wirklichen Schmerzen, nur diesen ständigen Druck und das Pulsieren an vielen Stellen meines Körpers. Es war, als wollte mein Leib die Grenzen, die ihm die Natur gesetzt und die ich nun erweitert hatte, noch mehr sprengen. Es hatte nicht halb so weh getan, wie ich angenommen hatte. Seit Jahren wurde dieser Routineeingriff durchgeführt, doch ich wusste, nur die wenigsten, die diesem Schönheitsideal folgten, hatten dieselben Gründe wie ich. Von alleine wäre ich nie auf den Gedanken gekommen, mich so einem Eingriff zu unterziehen. Aber ich wollte es für ihn. Für uns. Samuel hatte mich gebeten, es nicht zu tun. Er würde mich auch so lieben, auch wenn wir nicht offiziell zusammen sein durften. Aber in diesem Punkt gab ich nicht nach. Wenn sie uns, so wie wir waren, nicht erlauben wollten, zusammen zu sein, dann musste es eben sein. Mein Menschsein war ein kleiner Preis für die Liebe. Als ich sagte, dass ich mich “splicen” lassen würde, waren meine Eltern entsetzt. Sie fanden es unnatürlich und zu extrem. Warum ich mir nicht die Brüste vergrößern, oder ein Reflexionstattoo stechen lasse, fragten sie mich. Dabei tauschten sie über den Esstisch den typisch besorgten Blick, den man wohl erst nach 30 Jahren Ehe perfektioniert hat. Irgendwie verstand ich ihre altmodischen Bedenken. Immerhin waren sie beide Menschen und keiner von beiden hatte je mehr als gewöhnliche Nanoröhrenimplantate erhalten….

Leseprobe: Copyright 2010/2011 by Brendle Verlag – mit freundlicher Genehmigung.

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PREISRÄTSEL / GEWINNSPIEL: 10 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR: Vasiljevic, Eva M. – Höhepunkte meines Lebens.

Erstellt von Detlef Hedderich am 2. Februar 2011

Vasiljevic, Eva M.
Höhepunkte meines Lebens

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Verlag :      Brendle, Christine
ISBN :      978-3-9810329-5-6
Preisinfo :      7,50 Eur[D] / 7,80 Eur[A]
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Seiten/Umfang :      72 S. – 22,0 x 15,5 cm
Produktform :      B: Buch
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 09.2007

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Höhepunkte …

Spitzen, die herausragen aus der weiten Landschaft der Erinnerungen. Herausragen aus den Schichten, die sich in 88 Lebensjahren übereinander gelegt haben. Beglückende Ereignisse, Verletzungen.

Eva Maria Vasiljevic, 1919 als dritte Tochter eines bedeutenden Arztes und Gelehrten geboren, erzählt aus ihrem Leben. Sie erinnert sich an Ereignisse in ihrer Kindheit, den geliebten aber im-mer etwas fernen Vater und an die Mutter, eine Regentin, die sie im Alter von 20 Jahren, mit dem ihr genehmen Mann verheiratet. Sie berichtet von versäumten Chancen und ihrem lebenslangen inneren Kampf zwischen den zwei Seiten in ihr: der Anpassung und dem gleichzeitigen Streben nach Freiheit. Freiheit findet sie letztendlich auf Reisen in ferne Länder, in der Auseinandersetzung mit anderen Kulturen, der Kunst und in der Begegnung mit Menschen.

Das Buch ist ein Rückblick auf 88 intensiv gelebte Lebensjahre. Es spart auch die Auseinandersetzung mit dem Altwerden nicht aus, und die Gedanken über das, was danach kommen mag.

Die Autorin Eva Maria Vasiljevic feiert am 26. Januar ihren 92. Geburtstag!
von Christine Brendle

“2011 haben auch sie und ich ein Jubiläum. Seit 30 Jahren kennen wir uns. In einem Schreibseminar, sind wir uns im April 1981 das erste Mal begegnet. Seither haben wir uns gegenseitig begleitet. Unglaubliches hat sich in dieser Zeit ereignet. Für mich wurde 1981 noch zum schrecklichsten Jahr meines Lebens. Im November 1981 verstarb mein Mann und ich war plötzlich allein mit drei kleinen Kindern. Da hat sie mich getröstet

Was hat diese Freundschaft zwischen uns, vom Alter her so unterschiedlichen Menschen, so beständig gemacht? Es war mit Sicherheit zuerst vor allem die Literatur. Doch dann haben uns auch die Gegensätze angezogen. Sie die Tochter eines Arztes und gleichzeitig auch leidenschaftlichen Musikers wuchs mit den schönen Künsten auf. Mich faszinierte ihr Wissen über Maler, Musiker, natürlich auch Autoren. Mehr als einmal lud sie mich zu einem Theaterbesuch oder in ein Konzert ein.

Sie war fasziniert von meiner Selbständigkeit, die ich bald entwickelte. Von meinem Mut, ohne Mann, allein mit drei Kindern, für ein Jahr nach USA zu gehen, und dann den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen.

Wir haben beide drei Kinder, zwei Söhne und eine Tochter, nur war sie mir über Jahre voraus. Sie machte mir Mut machen, wenn ein pubertierendes Kind mich zur Verzweiflung zu bringen drohte.

Inzwischen sind meine Kinder erwachsen und gut geraten. Ihre sind älter als ich. Ich bin bald so alt, wie sie vor dreißig Jahren war. Im vergangenen Sommer ist ihr Mann gestorben.

„Mich hat der da oben vergessen“, sagt sie gelegentlich.

Doch wenn kleine Wunder geschehen, wird sie wieder ganz jung, und ihre Stimme klingt hell. Im Dezember hat eine Amerikanerin ihr Buch auf meiner Homepage entdeckt. Sie hätte vor 50 Jahren in Tübingen studiert und bei den Vasiljevics gewohnt. Als ich Eva Maria von ihr erzählte, war sie voller Glück. „Nein sowas, die Ginny …“. Seither bin ich auch Postbote und maile Briefe von Tübingen nach North Carolina und schicke Mails von North Carolina nach Tübingen. Virginia und ich sind inzwischen Freundinnen geworden. Im Frühjahr möchte sie nach Tübingen kommen.”

Christine Brendle
Freundin und Verlegerin

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Preisrätsel 10 x 1 Exemplar: Wer ein Exemplar erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Eva Maria Vasiljevic wurde als wievielte Tochter eines bedeutenden Arztes und Gelehrten geboren?  (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 100 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! DIE GEWINNER LAUTEN: Catrin Arnoy, Beate Veith, Doris Blümel, Jürgen Boch, Janine Beekmann, Stephan Ohlerth, Julia Dervari, Melanie Done, Isabell Kleinschmid und Björn Derinalp. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN AUCH UNSEREM SPONSSOREN UND ALLEN TEILNEHMERN!

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PREISRÄTSEL / GEWINNSPIEL: 10 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR: Unsere Welt 2050 – Herausgegeben von Brendle, Christine

Erstellt von Detlef Hedderich am 2. Februar 2011

Unsere Welt 2050

Herausgegeben von Brendle, Christine
Verlag :      Brendle, Christine
ISBN :      978-3-9812497-5-0
Einband :      Paperback
Preisinfo :      12,50 Eur[D] / 12,90 Eur[A]
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 22.09.2010
Seiten/Umfang :      ca. 175 S. – 20,5 x 12,5 cm
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 17.09.2010

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“Sie grinst, denn sie ist von ihrer “neugewonnenen Unmenschlichkeit” begeistert, ja geradezu ergriffen. Ihre Eltern waren damals entsetzt, als sie von ihrem Vorhaben erfuhren. Etwas ungewohnt ist es ja schon, als ihre Zunge zum ersten Mal die neuen spitzen Zähne spürt. Schmerzen hat sie keine. Da ist nur dieses Gefühl, dass ihr Körper an unzähligen Stellen seine Form verändert hat. Der Eingriff ist inzwischen Routine, denn nicht wenige folgen inzwischen diesem Schönheitsideal, wenn auch aus anderen Gründen …! Langsam werden ihr unter Aufsicht eines Arztes alle Verbände abgenommen. Das Gehör würde sich in den nächsten Tagen noch wesentlich verbessern, meint er. Ihre Hände stecken noch in den “postoperativen Gelhandschuhen”, bevor sie vom Arzt geöffnet werden. Zunächst ist nichts Ungewöhnliches zu entdecken. Die Nägel sind sogar noch etwas kürzer geschnitten als vorher. Doch als der Arzt mit seinem

Daumen zwischen Elle und Speiche drückt, fahren ihr hellbraune Krallen aus den Fingerspitzen! Ihre Mutter darf dabei sein und sie gerät in Verzückung. Sie bewundert die Schönheit ihrer Tochter, und vor allem gefallen ihr die Schnurrhaare …

“Kitty” ist eine von jenen Geschichten, die im wahsten Sinne des Wortes unter die Haut gehen. Auf diesen wenigen Seiten (die das Potential für einen Roman besitzen!) lässt Kristina Kesselring eine sehr eindringliche Zukunftsvision entstehen. Diese wirkt keinesfalls statisch kühl, sondern beängstigend realistisch. Kitty ist nicht nur technisch-utopische Fiktion, sondern wirkt wie der winzige Ausschnitt einer “real existierenden” Zukunft. Die Autorin beschreibt die Situation in einer natürlichen Selbstverständlichkeit und über jeden Zweifel erhaben. Es scheint also gar keine Geschichte zu sein, sondern Wahrheit in einer gar nicht mal so weit entfernten Realität!

Einer überaus düsteren und beängstigenden Vision begegnen wir in “Morgen bist du ein anderer”, dem Gedicht von Dr. Klaus-Peter Walter. Da liegt es, “das Ding”. An Maschinen angeschlossen. Es lebt noch, das Gehirn in der Salzlösung …! Wer vermag sich dieses entsetzliche Grauen auch nur annähernd vorstellen? Nichts hören, nichts sehen, nichts fühlen … ja nicht einmal schreien können? Nur noch “Sein” und einem wissenschaftlichen Zweck dienlich sein?

Auch Rebecca Schick sieht mit Sorge in die Zukunft. Jede Individualität wird durch Technologie vernichtet. Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt auf 115 Jahre. Unsere Nahrung wird von Computern zusammengestellt und optimiert. Krankheiten treten eher selten auf. Wir sind alle topfit … doch haben nichts mehr zu tun, da uns Maschinen alles abnehmen. Selbst Reisen entfällt, weil man sich an jeden beliebigen Ort “beamen” lassen kann. Den Menschen geht es “körperlich” gut, doch eigentlich sind sie in so einer Welt komplett überflüssig. Es bleibt nur noch die systematische Verblödung .welche Stephanie Längl in ihrer Geschichte “85 Jahre Eis” auf die Spitze treibt! Sean wacht nach 85 Jahren Kälteschlaf auf. Niemand scheint im Labor zu sein. Er flüchtet, denn schnellstens möchte er in die Zivilisation zurück. Doch eine solche scheint es nicht mehr zu geben. Seine Stadt erstickt im Müll und die Bewohner in geistiger Umnachtung! Noch negativer sieht Keith Petri mit “Wie wird es den Menschen im Jahr 2050 gehen” in die Zukunft …

Auch die anderen Autorinnen und Autoren haben eine Menge zu bieten und beschäftigen sich auf sehr kreative Art und Weise mit dem gegebenen Thema. Manchmal mehr, manchmal weniger komplex. “Miteinander” von Brigitte Rippe spendet Hoffnung auf eine positive Entwicklung, Gernot Erler weiß in “Poesie 2050″ über die künftige Bedeutung von Poesiealben zu berichten, andere erzählen über die längst realisierte Stromerzeugung in der afrikanischen Wüste, erklären was ein Internet-Psychiater ist, wie Finnisch zur Weltsprache wurde oder stellen uns eine Oma vor, die ihrer Enkelin beibringen will, was ein Buch ist!

Der Rezensent bedauert ausdrücklich, nicht jeder einzelnen Autorin und jedem einzelnen Autor die notwendige Erwähnung schenken zu können. Doch niemand geht in dieser außerordentlich lebendigen Anthologie unter, dem gemeinschaftlichen Projekt von Verlegerin Christine Brendle und Lehrer Bertram Weber sowie seinen 14 Schülern des Seminarkurses 2010 an der Walter-Groz-Schule Ebingen. Unzählige Arbeitsstunden und viel Herzblut haben die hochmotivierten Schülerinnen und Schüler schon in der Planungsphase des Projektes investiert und waren somit von der Idee bis zum fertigen Buch aktiv in den Entstehungsprozess eingebunden. So teilten sie sich nicht nur Zuständigkeitsbereiche für Werbung/Akquisition, Texte sowie Druck-Buchblock-Layout, sondern auch für Kalkulation und PR-Arbeit! Schade nur, dass am Ende die Zeit nicht reichte, und somit einige Fehler, typografische Schnitzer und ein doppelter Text (“Zukunftstraum” gibt es gleich zweimal!) übersehen wurden. Allerspätestens hätte dies bei der Kontrolle der letzten Korrekturfahnen kurz vor Drucklegung auffallen müssen!

Diese zweifellos sehr unerfreulichen Tatsachen können mir aber das Gesamtbild nicht wesentlich trüben. Aus Fehlern soll man ja bekanntlich lernen, und die erste Auflage ist ja nicht die letzte Auflage! Ich würde in diesem Fall den Spieß sogar umdrehen und aus der Not eine Tugend machen, denn bevor die zweite Auflage erscheint, sollten sich alle Büchernarren einmal überlegen, ob sie mit dem Kauf eines Buches aus der ersten Auflage nicht eventuell ein wertvolles Unikat erwerben! Wer weiß, was ein Sammler für die Erstausgabe von “Unsere Welt 2050″ in vierzig Jahren zahlen würde!

“Unsere Welt 2050″ macht eines klar. Die Zukunft kann niemals bereist werden. Expeditionen in diese Richtung werden immer theoretisch bleiben, obwohl auch und gerade ich diese Gedankenexperimente immer wieder gerne durchgespielt habe. Doch etwas, was noch nicht existiert, kann nicht besucht werden. Die Zukunft ist noch nicht da, sie existiert noch nicht. Es sind wir Menschen, die sie erst noch gestalten und bauen müssen, und auf welch grundverschiedene Wege dies führen kann, zeigt dieses Buch. Trotz unterschiedlichster Ansätze stehen die Arbeiten in einem unsichtbaren Zusammenhang und bilden somit eine untrennbare Einheit. Sehr deutlich werden Ängste, aber auch Hoffnungen der Autorinnen und Autoren.

Boris Palmer sieht es positiv. Der “grüne” Oberbürgermeister von Tübingen, Sohn des legendären “Remstalrebells” Helmut Palmer, benötigt für seinen Ausblick lediglich eine halbe Seite. Dennoch sind seine Worte für ein Fazit in dieser Sache geradezu prädestiniert. 2050 würden ganz sicher sehr viele Windräder auf der Schwäbischen Alb stehen. Autos gäbe es keine mehr und die “Regionalstadtbahn” würde im Zehn-Minuten-Takt fahren. Überall an den Bahnhöfen würden Leih-Farräder stehen. Ab 2010 seien die Erfolge im Klimaschutz sehr erfolgreich gewesen. Sehr glücklich wären darüber auch die Enkel der ehemaligen Schülerinnen und Schüler der Walther-Groz-Schule in Ebingen, die 40 Jahre zuvor die gute Idee hatten, eine zukunftsweisende Vision für die Welt im Jahr 2050 zu entwerfen und zu leben.”
Thomas Lawall – August 2010

Leseprobe:

“Ich werde die Verbände jetzt lösen. Anfangs werden Sie die neuen Eindrücke verwirren, aber das wird sich legen … Sind Sie bereit?”
Ich nickte, ohne die Richtung erkannt zu haben, aus der der Arzt sprach. Vier Tage lang hatte ich die Verbände nun tragen müssen und war wohl zu Recht etwas desorientiert, immerhin bedeckte der Verband beinahe meinen ganzen Kopf. Ich fühlte den Druck als mir routinierte Finger die Verbandsklammern öffneten. Irgendwoher erschallte die Stimme meiner Mutter.
“Du musst keine Angst haben, Caterine. Mommy ist hier.”
“Weiß ich doch”, nuschelte ich nervös und automatisch fand meine Zunge die kleinen spitzen Zähne, die seit kurzem meinen Mund säumten. Ich hatte mich schon ein halbes dutzendmal geschnitten und die “PHE’s” der Klinik kamen gar nicht damit nach, mir Wundkleber mit Erdbeergeschmack zu bringen. Meine Zunge war rauer als zuvor, doch das war nicht unangenehm. Auf das Ziehen um mein Zahnfleisch, dort, wo mir die neuen Zähne gewachsen waren, hätte ich dagegen gerne verzichtet. Meine Mutter legte unterdessen ihre schmale Hand auf meine Schulter und drückte zu, als bräuchte ich jemanden, an den ich mich, wegen der schrecklichen Schmerzen, klammern könnte. Mal abgesehen davon, dass mir klammem momentan nicht möglich war, brauchte wohl meine Mutter gerade mehr Beistand als ich. Ich hatte keine wirklichen Schmerzen, nur diesen ständigen Druck und das Pulsieren an vielen Stellen meines Körpers. Es war, als wollte mein Leib die Grenzen, die ihm die Natur gesetzt und die ich nun erweitert hatte, noch mehr sprengen. Es hatte nicht halb so weh getan, wie ich angenommen hatte. Seit Jahren wurde dieser Routineeingriff durchgeführt, doch ich wusste, nur die wenigsten, die diesem Schönheitsideal folgten, hatten dieselben Gründe wie ich. Von alleine wäre ich nie auf den Gedanken gekommen, mich so einem Eingriff zu unterziehen. Aber ich wollte es für ihn. Für uns. Samuel hatte mich gebeten, es nicht zu tun. Er würde mich auch so lieben, auch wenn wir nicht offiziell zusammen sein durften. Aber in diesem Punkt gab ich nicht nach. Wenn sie uns, so wie wir waren, nicht erlauben wollten, zusammen zu sein, dann musste es eben sein. Mein Menschsein war ein kleiner Preis für die Liebe. Als ich sagte, dass ich mich “splicen” lassen würde, waren meine Eltern entsetzt. Sie fanden es unnatürlich und zu extrem. Warum ich mir nicht die Brüste vergrößern, oder ein Reflexionstattoo stechen lasse, fragten sie mich. Dabei tauschten sie über den Esstisch den typisch besorgten Blick, den man wohl erst nach 30 Jahren Ehe perfektioniert hat. Irgendwie verstand ich ihre altmodischen Bedenken. Immerhin waren sie beide Menschen und keiner von beiden hatte je mehr als gewöhnliche Nanoröhrenimplantate erhalten….

Wir danken dem Verlag und dem Rezensenten für die Veröffentlichungsrechte dieser Buchrezension und der Leseprobe!

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Preisrätsel 10 x 1 Exemplar: Wer ein Exemplar erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Die vorliegende Anthologie ist ein gemeinschaftliches Projekt von Verlegerin Christine Brendle und Lehrer Bertram Weber sowie seinen 14 Schülern des Seminarkurses 2010 der Walter-Groz-Schule in welcher Stadt?  (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 100 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! DIE GEWINNER LAUTEN: Annette Keller, Rolf Schuler, Angela Büscher, Alexandra Krug, Ivonne Ebertzen, Axel Dinc, Arzu Cupik, Anna Neher, Christina Bartoli und Daniel Cavs. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN AUCH UNSEREM SPONSSOREN UND ALLEN TEILNEHMERN!

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PREISRÄTSEL / GEWINNSPIEL: 5 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR: Karl-Heinz Brass: Weiter, immer weiter… – Meine Erlebnisse auf dem Jakobsweg

Erstellt von Detlef Hedderich am 13. April 2010

Karl-Heinz Brass
Weiter, immer weiter…
Meine Erlebnisse auf dem Jakobsweg

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Verlag :      Brendle, Christine
ISBN :      978-3-9810329-8-7
Einband :      Paperback
Preisinfo :      12,50 Eur[D] / 12,90 Eur[A]
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      160 S. – 19 x 12,5 cm
Erscheinungsdatum :      2. Aufl. 22.03.2009

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Weiter, immer weiter …

Es war eines der Vorhaben, das er schon länger plante. Dann die Diagnose »Parkinson« und er weiß, wenn er diesen Weg noch gehen will, dann jetzt. Spontan, wie er immer lebte, entscheidet er sich. Die Vorbereitungszeit ist kurz. Am 29. März 2007 bricht er in Begleitung seiner Partnerin auf nach Roncesvalles an der spanisch/fran-zösischen Grenze, wo am nächsten Morgen sein Abenteuer beginnt.

Der 800 Kilometer lange Jakobsweg wird zu einem »Lebensweg« an den sich der Neupilger erst gewöhnen muss. An Regentage, an Kälte, an unwegsame Etappen, dann endlich Sonne und blauer Himmel. Er begegnet Menschen, manchen immer wieder. Es gibt merkwürdige Begegnungen, die ihn noch lange beschäftigen. Er schließt Freundschaften auf Zeit, lässt sich zu Wettrennen provozieren …

Es ist auch ein Paarweg. Jeder erlebt ihn auf seine Weise. Er wandert, sie fährt voraus, besorgt Quartiere, wäscht und trocknet die Pilgerkleidung. Im Bedarfsfall wärmt sie auch Tortillas auf der Heizung. Das Paar tauscht sich aus, lacht gemeinsam, pflegt und tröstet sich, baut sich gegenseitig auf, bis sie sich doch trennen müssen …

Er geht den Weg zu Ende, allein, und schafft es – trotz seiner 61 Jahre, trotz Parkinson. Das Abenteuer Leben ist nicht zu Ende. Es geht weiter, immer weiter …

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Reziexemplaranforderungen (zur Rezension bei www.buchrezicenter.de bitte unter:
e-Mail: info@brendle-verlag.de

Preisrätsel 5 x 1 Exemplar: Wer ein Exemplar erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): In welchem Verlag erschien der Titel? Sobald 40 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Die Gewinner lauten: Anna Becker, Shirin Kahl, Axel Toth, Aniko Wodrich und Ulrike Zieker. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN AUCH UNSEREM SPONSOREN!

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Jetzt beginnt wieder die Wanderzeit – auch auf dem Jakobsweg: Karl-Heinz Brass “Weiter, immer weiter… – Meine Erlebnisse auf dem Jakobsweg”

Erstellt von Detlef Hedderich am 8. April 2010

Er hat es noch einmal gewagt – Jetzt beginnt wieder die Wanderzeit – auch auf dem Jakobsweg. Auch Karl-Heinz Brass – Autor des Buches „Weiter, immer weiter …“ hat es, wie schon 2007, noch einmal gewagt.

Trotz fortgeschrittener Parkinson-Erkrankung ist er 2009 noch einmal den Jakobsweg gegangen. Diesmal waren es sogar 200 km mehr, auf dem längeren südlichen Weg.

Bewegung ist die beste Medizin.
Das gilt für alle. Dieses humorvolle Buch, kann diejenigen ermutigen – die es immer schon einmal wollten – aber bis jetzt geglaubt haben, keine Zeit dafür zu finden.

Karl-Heinz Brass
Weiter, immer weiter…
Meine Erlebnisse auf dem Jakobsweg

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Verlag :      Brendle, Christine
ISBN :      978-3-9810329-8-7
Einband :      Paperback
Preisinfo :      12,50 Eur[D] / 12,90 Eur[A]
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      160 S. – 19 x 12,5 cm
Erscheinungsdatum :      2. Aufl. 22.03.2009

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Weiter, immer weiter …

Es war eines der Vorhaben, das er schon länger plante. Dann die Diagnose »Parkinson« und er weiß, wenn er diesen Weg noch gehen will, dann jetzt. Spontan, wie er immer lebte, entscheidet er sich. Die Vorbereitungszeit ist kurz. Am 29. März 2007 bricht er in Begleitung seiner Partnerin auf nach Roncesvalles an der spanisch/fran-zösischen Grenze, wo am nächsten Morgen sein Abenteuer beginnt.

Der 800 Kilometer lange Jakobsweg wird zu einem »Lebensweg« an den sich der Neupilger erst gewöhnen muss. An Regentage, an Kälte, an unwegsame Etappen, dann endlich Sonne und blauer Himmel. Er begegnet Menschen, manchen immer wieder. Es gibt merkwürdige Begegnungen, die ihn noch lange beschäftigen. Er schließt Freundschaften auf Zeit, lässt sich zu Wettrennen provozieren …

Es ist auch ein Paarweg. Jeder erlebt ihn auf seine Weise. Er wandert, sie fährt voraus, besorgt Quartiere, wäscht und trocknet die Pilgerkleidung. Im Bedarfsfall wärmt sie auch Tortillas auf der Heizung. Das Paar tauscht sich aus, lacht gemeinsam, pflegt und tröstet sich, baut sich gegenseitig auf, bis sie sich doch trennen müssen …

Er geht den Weg zu Ende, allein, und schafft es – trotz seiner 61 Jahre, trotz Parkinson. Das Abenteuer Leben ist nicht zu Ende. Es geht weiter, immer weiter …

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“Die Roccos” – Verwandte und andere Katastrophen von Ulla Parrinello

Erstellt von Detlef Hedderich am 4. Dezember 2009

                                      

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Weihnachten 2009

Die Roccos


Verwandte und andere Katastrophen
von Ulla Parrinello
 
Weihnachten stand praktisch vor der Tür und sie hatte immer noch nicht alle Geschenke beisammen. Die Mädchen hatten ihre Wunschzettel erst gestern abgeliefert. Cristina wünschte sich nur ein Buch und war ansonsten scheinbar zufrieden. Francescas Liste war länger ausgefallen. Von diversen Büchern und schwarzem Nagellack bis hin zu einer Segelfreizeit in Griechenland, die sie natürlich allein zu absolvieren gedachte, war alles vertreten. Fabio wünschte sich Bagger oder Kräne. Er wünschte sich niemals etwas anderes. Das Kind war durch den Beginn des Hausbaus vor einigen Jahren praktisch auf der Baustelle aufgewachsen und allem Anschein nach war diese Faszination für Baustellenartikel aller Art der Preis, den die Eltern nun zu bezahlen hatten. Jeglicher Versuch, Fabio Puzzles oder andere Spiele zu schenken, endete in einem beidseitigen Trauma. So wurde das irgendwann zähneknirschend eingestellt. Schließlich war keineswegs bewiesen, dass Kinder, die kein pädagogisch sinnvolles Spielzeug erhielten, später zwangsläufig zu kettensägenschwingenden Monstern werden. Für dieses Jahr jedoch hatte Fabio noch keine speziellen Wünsche geäußert. Das Drängen seiner Mutter, man müsse den Wunschzettel nun bald absenden, sonst schaffe es der Weihnachtsmann nicht mehr rechtzeitig zum Fest, hatte er ignoriert. Er teilte seiner erstaunten Mutter mit, er würde dieses Jahr keinen Wunschzettel schreiben, denn er wolle testen, ob der Weihnachtsmann auch wirklich alles über die Kinder wisse. Deshalb behalte er seine Wünsche für sich. Ulla versuchte, sich bei Fabio einzuschmeicheln und sagte: »Aber der Mama kannst du es doch sagen, ich verrate es dem Weihnachtsmann auch ganz bestimmt nicht.«

     Zwecklos! Fabio fixierte seine Mutter einen Moment lang zweifelnd, bis er verkündete: »Nein, das darf gar niemand wissen. Wenn ich das bekomme, was ich mir so sehr wünsche, dann weiß ich, dass es den Weihnachtsmann wirklich gibt.«

Damit hatte Ulla nun ein weiteres – vorweihnachtliches – Problem.

   

 ISBN: 978-3-9810329-7-0
€ 12,50
   

C. M. Brendle Verlag
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Reziexemplaranforderungen (zur Rezension bei www.buchrezicenter.de  bitte unter:
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Die Aufgabe zum Preisrätsel 5 x 1 Exemplar: “Die Roccos”.

Preisrätsel 5 x 1 Exemplar: Wer ein Exemplar erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte “Die Roccos”): Wer sagt zu Fabio: »Aber der Mama kannst du es doch sagen, ich verrate es dem Weihnachtsmann auch ganz bestimmt nicht.«? Sobald 20 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Die Gewinner lauten: Birgit Rückner, Sebastian Scholl, Karin Ziemann, Ines Picker, Michael Hillmann. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

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PREISRÄTSEL: 5 x 1 Exemplar für: Drei gute Gründe für den neuen Kriminalroman “Superior” von Sören Prescher aus dem C. M. Brendle Verlag für literarische Talente

Erstellt von Detlef Hedderich am 19. November 2009

Drei gute Gründe …

1. Zwei Seelen in einer Brust, 5. März 2009

Von“ spads Berlin“

Ich mag es, wenn man sich in Büchern verlieren kann und das Lesen ohne Mühe verläuft. Beidem ist dieses spannende Buch gerecht geworden. Die Geschichte der jungen Michelle, die von einer heißblütig Liebenden zur heißblütigen Mörderin wird, wird detalliert, emotional und spannend beschrieben und zeigt wie erschreckend nah sich Liebe und Hass sein können.  Auch die neue Version des Beatles-Klassiker “Help” hätte mich sehr interessiert.
                                         

2. Beklemmende Spannung, 1. November 2009

Von Helmut Stauder (Franken)

Sören Preschers “Superior” ist ein mitreißender Kriminalroman, der genau dort spielt, wo viele junge Menschen heutzutage sein möchten: “on – stage” und “back – stage”.

Der Traum eines jungen Mannes wird Wirklichkeit: er wird ein Star.  Seine Freundin, Michelle, die ihn auf seinem Weg unterstützt hat, wird enttäuscht: vom Geschäft des Managements, vom Starrummel und vor allem von dem, den sie liebte.

Michelles Charakter, der von Sören Prescher eindringlich und sehr plastisch gezeichnet ist, lässt nur einen Weg für sie zu. Und sie geht ihn, diesen Weg, auch wenn er in namenlosem Grauen enden wird. Ein knisternd spannender, beklemmender Krimi.


3. Spannender Thriller aus dem Milieu der Casting-Shows

Von F.S. (Bonn) Februar 2009

Sören Preschers neuer Thriller “Superior” erzählt die spannende Geschichte einer enttäuschten Liebe und eines grausamen Rachefeldzugs im Milieu der Casting-Shows. Der Roman beschreibt anfangs noch sehr unschuldig die Liebesgeschichte zweier Jugendlicher. Michelle und Jonas sind glücklich verliebt und alles läuft bestens bis Michelle ihren Freund dazu ermutigt, an einer Casting-Show teilzunehmen. Entgegen aller Wahrscheinlichkeit gewinnt Jonas und wird über Nacht berühmt als Sänger der Boygroup Superior. Michelle bemerkt immer mehr, wie Jonas sich im Starrummel von ihr entfernt und als sie schließlich erfährt, dass er von seinen Groupies nicht die Finger lässt, sieht sie rot.

Der Roman ist durchweg spannend erzählt aus Sicht der Ich-Erzählerin, die sich im Laufe der Erzählung von einem normalen jungen Mädchen in eine wahnsinnige Mörderin verwandelt und ihre Taten mit einer unglaublichen Kaltblütigkeit beschreibt. Diese interessante psychologische Entwicklung, und das sehr realistisch dargestellte Milieu der Casting-Shows, sind die Hauptschwerpunkte von “Superior”. Aufgrund der aktuellen Bezüge dürfte der Roman auch für junge Leser sehr interessant sein.

Superior
von Sören Prescher

Kriminalroman
ISBN 978-3-9810329-9-4
167 Seiten   € 14,90

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Die Aufgabe zum Preisrätsel 5 x 1 Exemplar: “Superior”.

Preisrätsel 5 x 1 Exemplar: Wer ein Exemplar erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte “Superior”): Wie lauten die drei guten Gründe, die für “Superior” sprechen? Sobald 20 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Die Gewinner lauten: Ralf Krampe, Stefanie Kleine, Andreas Wodrich, Axel Gruber und Christoph Burmester. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

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