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Archiv für die 'beendete Preisrätsel' Kategorie

Liv Winterberg: Sehet die Sünder – DREIMAL IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE!

Erstellt von Detlef Hedderich am 30. März 2013

Liv Winterberg
Sehet die Sünder

dtv-Verlag/dtv premium, München, Originalausgabe: 01/2013
PB 24940, Histo-Krimi, Drama
ISBN 978-3-423-24940-9
Titelgestaltung von Balk & Brumshagen und Lisa Helm unter Verwendung von Fotos von
Corbis/Paul Amásy, gettyimages/New York Public Library Picture Collection, akg-images/British Library
Autorenfoto von Elan Fleisher

www.dtv.de
www.liv-winterberg.com

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch 24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei eBook.de

Saint Mourelles, ein kleines Dorf in der Bretagne, 1440. Kinder, Frauen, Männer verschwinden, werden in einigen Fällen tot aufgefunden; erwürgt, mit eingeschlagenem Schädel. Unter den Menschen des Ortes geht die Angst um. Ist einer der Ihren der Täter? Stecken marodierende Söldner dahinter? Oder verbirgt sich der Mörder gar hinter den Mauern von Schloss Troyenne und stellt eine Bedrohung für den volksnahen Baron Amédé dar? Das Schicksal will es, dass Catheline Cogul, die Haushälterin des alten Pfarrers Jeunet, fast jede der Leichen entdeckt. Daraufhin begegnen ihr einige der Nachbarn mit Misstrauen, und auch der Baron stellt Vermutungen an, dass sie die Mörderin sein könnte. Die Falle schnappt zu, als Ania, eine der Küchenmägde des Barons, nach einem heftigen Streit mit Catheline tot in der Nähe der Kirche aufgefunden wird.

Nur knapp kann Catheline den Häschern entkommen und sich in einer Höhle verbergen. Der Baron drangsaliert nicht allein die Dorfbewohner sondern auch den Pfarrer und liefert dadurch Julien Lacante, einem Vertrauten des Bischofs, der die Mordfälle aufzuklären versucht, einen Vorwand, ihn vor Gericht zu bringen.
Baron Amédé wird von der Inquisition der Teufelsverehrung angeklagt, da die Verdachtsmomente, dass er für den Tod unschuldiger Menschen verantwortlich ist, zu gering erscheinen. Als Zeugin für dieses Vergehen tritt ausgerechnet Baronin Bérénice auf, die sich nach den unglücklichen Jahren an der Seite ihres Mannes, der ihr immer fremder wurde, Julien zugewandt hat,

Liv Winterberg siedelt die Handlung ihres Romans in Frankreich unter Karl VII (1403 – 1461, Krönung zum König 1422 mit Hilfe von Jeanne d’Arc) an. Im Anhang liefert die Autorin einige Informationen zum historischen Kontext und den Persönlichkeiten, die sie inspirierten. Ein Glossar gibt Auskunft über reale Personen, Ereignisse und diverse Begriffe.

Um es vorweg zu nehmen: Hat man Spaß an historischen Krimis, dann wird man gern zu diesem Titel greifen. Das Buch beginnt eher beschaulich mit den persönlichen Problemen einiger Dorfbewohner und denen seiner adligen Herren. Dann geht es auch schon Schlag auf Schlag, denn ständig werden Menschen vermisst und in einigen Fällen ermordet aufgefunden. Diese Verbrechen erscheinen völlig sinnlos, denn die Dorfbewohner waren ausnahmslos arm, ihrem Baron treu ergeben, die Toten wurden auch nicht missbraucht. Als der Pfarrer die Vorfälle meldet, tut sich erst herzlich wenig, denn ein Bettelkind mehr oder ein Tagelöhner weniger, wen interessiert das? Erst als die Vorfälle kein Ende nehmen, sich außerdem an einem anderen Ort wiederholen, an dem der Baron und sein Gefolge einige Tage weilten, er unvermutet der Ketzerei beschuldigt wird und sich durch seine Beseitigung die Möglichkeit eröffnet, leicht an die Ländereien des Fürsten zu gelangen, werden Ermittlungen aufgenommen. Für viele kommt das zu spät. Außerdem werden nun Personen in den Prozess hinein gerissen, die gar nichts mit dem Verbrechen zu tun haben, jedoch zur falschen Zeit am falschen Ort waren und als Bauernopfer herhalten könnten. Obendrein erfahren die Dorfbewohner die Wut der Soldaten des Barons und müssen seine Rache fürchten, sollte er frei gesprochen werden.

Es gelingt Liv Winterberg, eine gewisse Bitterkeit im Leser aufzubauen, denn was im Mittelalter gang und gäbe war, ist in der Moderne nicht viel anders. Nach wie vor wird zweierlei Maß angewendet, je nachdem ob man ein einfacher Bürger oder ein Bonze mit Vermögen und endlosen Seilschaften ist. Vor allem die ersten zwei Drittel des Romans wissen zu überzeugen durch authentisch wirkende, nicht zu ausführliche Schilderungen, wie das Leben der Bauern und Adligen ablief, wie die Rollen von Frau und Mann definiert wurden, welche Konflikte sich daraus ergaben usw. Gespannt folgt man auch den tragischen Geschehnissen und spekulierte mit den Protagonisten, wer wohl der Mörder ist.

Anders als der Klappentext verspricht, versuchen jedoch nicht Catheline und der Bauer Mathis Maury, in den sie verliebt ist, aktiv das Verbrechen aufzuklären. Sie sind als Bekannte der Toten beteiligt, schnappen den einen oder anderen Hinweis auf, stellen Fragen und sprechen Warnungen aus – aber sie betätigen sich nicht wirklich als Ermittler. Diese Rolle kommt am ehesten noch Julien zu, der mehrmals nach Saint Mourelles reitet, die Dorfbewohner befragt, Bérénices Aussage ernst nimmt und letztlich seinen Teil leistet, dass keine Unschuldige bestraft wird. Julien wird dabei fast schon zu deus ex machina, denn ohne ihn hätte alles ganz anders kommen können.

Im dritten Abschnitt des Buchs hat man das Gefühl, als geriete die Autorin etwas ins Schwimmen, denn die Ereignisfolgen weisen größere Abstände auf, vieles passiert per Zufall, aufgrund spontaner Meinungsänderung oder in Form einer geschickten Inszenierung (Cathelines Gefangennahme, die Geständnisse und Widerrufungen des Barons usw.), die Zusammenhänge werden zudem nicht aus der Handlung heraus erklärt, sondern nachträglich aufgerollt, damit der Leser es auch wirklich versteht (oder weil das Seitensoll nicht überschritten werden durfte?). Das ist etwas schade, denn der interessante Auftakt hat höhere Erwartungen genährt. Dennoch liest sich „Sehet die Sünde“ sehr kurzweilig, und man sollte als Genre-Fan dem Roman unbedingt eine Chance geben.

Copyright by 2013 © Irene Salzmann (IS)

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Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte, einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Liv Winterberg siedelt die Handlung ihres Romans in Frankreich unter Karl VII an. In welchem Zeitraum? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! BITTE NICHT VERGESSEN, DIE ANSCHRIFT UND E-MAIL-ADRESSE MIT ANZUGEBEN!


GEWINNER: Regina Schrowangen, Anje Teigeler, Clement Ballmann. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! DIE GEWINNTITEL WERDEN ZUGESCHICKT. WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND UNSEREM SPONOSREN!

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Laukner, Anna: Katzen richtig füttern. Gesund – lecker – appetitlich – DREIMAL IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE!

Erstellt von Detlef Hedderich am 27. März 2013

Laukner, Anna
Katzen richtig füttern

Gesund – lecker – appetitlich

Im Buch blättern

Verlag :      Ulmer, E
ISBN :      978-3-8001-7547-5
Einband :      Paperback
Preisinfo :      7,95 Eur[D] / 8,20 Eur[A] / 11,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 30.01.2013
Seiten/Umfang :      64 S., 65 Farbfotos, 2 Zeichnungen – 21,2 x 17,0 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      2. Aufl. 28.01.2013

Für ein langes und gesundes Katzenleben!

- Alles über die richtige Fütterung

- Vor- und Nachteile von Fertigfutter

- Tipps für ausgewogene Kochrezepte

- Mit Spezial zur korrekten Zahnpflege

Diese kompakte Buch zeigt, wie aus der Natur Bausteine für den Körper und Energie entstehen und wie aus den unterschiedlichen Nahrungsarten die richtige gewählt wird, ob Fertigfutter, Spezialnahrung oder selbst gekocht. Lernen Sie alles über die ideale Fütterung für Katzen jeden Alters, unterschiedlicher Konstitution oder bei gesundheitlichen Problemen.

Dr. Anna Laukner ist Tierärztin und lebt in der Nähe von Stuttgart. Sie hat bereits mehrere Heimtier-Ratgeber veröffentlicht.

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Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte, einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Um die Fütterung welcher Tiere geht es hier im Buch? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! BITTE NICHT VERGESSEN, DIE ANSCHRIFT UND E-MAIL-ADRESSE MIT ANZUGEBEN!


GEWINNER: Antoinette Elsaesser, Regina Baringhaus, Gaby Niermeier. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! DIE GEWINNTITEL WERDEN ZUGESCHICKT. WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND UNSEREM SPONOSREN!

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Andreas Izquierdo: Das Glücksbüro – DREIMAL IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE!

Erstellt von Detlef Hedderich am 20. März 2013

Andreas Izquierdo
Das Glücksbüro

Dumont
ISBN 978-3-8321-6225-2
Belletristik
Erschienen: 25. Februar 2013
Umschlag: Zero, München
Umschlagabbildungen: mauritius images / Ikon Images;
FinePic, München
Taschenbuch, 272 Seiten

www.dumont-buchverlag.de
www.izquierdo.de

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Titel erhältlich bei Booklooker.de
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Der Autor:

Andreas Izquierdo, geboren 1968, ist Schriftsteller und Drehbuchautor. Er veröffentlichte u. a. den Roman „König von Albanien“ (2007), der mit dem Sir-Walter-Scott-Preis für den besten historischen Roman des Jahres ausgezeichnet wurde, sowie den Roman „Apocalypsia“ (2010), der den Lovelybooks-Leserpreis in Silber für das beste Buch 2010 erhielt und zum Buch des Jahres bei Vorablesen.de gewählt wurde.

Das Buch:

Albert Glück ist Verwaltungsbeamter und er ist glücklich, jedenfalls glaubt er das von sich. Er arbeitet schon seit vielen Jahren im Amt und sein Arbeitsalltag unterliegt einer genauen Planung und beginnt jeden Tag aus Neue mit einem Geburtstag, einem Gläschen Sekt und Mayonnaise. Danach geht es an die Arbeit, die Albert ordentlich und diszipliniert verrichtet. Er kennt jeden Antrag und jeden Arbeitsablauf. Er liebt seine Stempel, die Formulare und ihren Geruch. Albert ist praktisch tief in seiner Arbeit verwurzelt und was liegt da näher als dort, am eigenen Arbeitsplatz, auch zu leben. Seine geregelte Welt allerdings gerät langsam aus den Fugen als auf seinem Tisch ein Antrag landet, den es eigentlich nicht gibt. Dieser Antrag lässt Albert nicht mehr los, verfolgt ihn im wahrsten Sinne des Wortes und führt ihn schließlich zu Anna Sugus, einer Künstlerin. Annas Welt ist bunt, chaotisch und unordentlich. Sie ist das absolute Gegenteil von Albert und bekanntlich ziehen Gegensätze sich an. Anna verzaubert Alberts geregelte Welt und Albert regelt Annas chaotische Welt. Eine poesievolle, harmonische und fantastische Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf.

Andreas Izquierdo hat mit „Das Glücksbüro“ eine Geschichte geschrieben, die ohne viel Handlung auskommt und dennoch eine sehr große Aussagekraft hat. Er versteht es perfekt winzige Details so in Worte zu verpacken, dass sie zu etwas Besonderem werden, sich verändern. In diesem Buch stecken so viele Emotionen und ein großes Stück Wahrheit. Die Geschichte macht Lust auf das Leben und beleuchtet die Welt aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Die Welt ist eben nicht nur grau oder nur bunt, sondern eine Mischung daraus. Das Glück liegt auch in den kleinen Dingen verborgen, man muss nur die Augen dafür öffnen.

Das Cover des Buches ist wirklich sehr passend. Der graue Hintergrund steht für Albert Glück, dessen Leben und Wirken im Amt und seinen grauen Alltag. Die bunten Farben, die für den Titel gewählt wurden, stehen für Anna Sugus und ihre bunte Künstlerwelt.

Wer sich im Alltag verzaubern lassen möchte, der möge dieses Buch zur Hand nehmen und die außergewöhnlichen Wortschöpfungen von Andreas Izquierdo auf sich wirken lassen.

Copyright © 2013 by Iris Gasper

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Titel erhältlich bei eBook.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte, einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Laut Rezensentin ist das Cover des Buches wirklich sehr passend und der graue Hintergrund steht für was? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! BITTE NICHT VERGESSEN, DIE ANSCHRIFT UND E-MAIL-ADRESSE MIT ANZUGEBEN!


GEWINNER: Rica Brockmeier, Greta Ballmann und Tobias Dunkhorst. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND VOR ALLEM UNSEREM SPONSOREN!

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Mark Hodder: Der kuriose Fall des Spring Heeled Jack. Burton & Swinburne (Bd. 1) – DREIMAL IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE!

Erstellt von Detlef Hedderich am 17. März 2013

Mark Hodder
Der kuriose Fall des Spring Heeled Jack
Burton & Swinburne (Bd. 1)

(sfbentry)
Originaltitel: The Strange Affair of Spring Heeled Jack (New York : Pyr/Prometheus Books 2010)
Übersetzung: Kristina Koblischke
Deutsche Erstausgabe (Paperback): Februar 2013 (Bastei-Lübbe-Verlag/Bastei Fantasy 20699)
527 S.
ISBN-13: 978-3-404-20699-5
eBook: Februar 2013 (Lübbe Digital)
1665 KB
ISBN-13: 978-3-8387-1887-3

Titel bei Buch24.de
Titel bei ebook.de
Titel bei Booklooker.de

Das geschieht:

Wir schreiben das Jahr 1861 in einem ‚alternativen‘ London: Queen Viktoria ist schon vor vielen Jahren durch ein Attentat gestorben, dampfbetriebene Fahrzeuge beginnen die Pferdefuhrwerke zu verdrängen, und dank enormer Fortschritte in den Naturwissenschaften ist es u. a. möglich, genetisch ‚aufgerüstete‘ Haustiere als Diener und Boten zu beschäftigen. Das britische Empire ist bereits eine Weltmacht, die sich stetig weiter über den Globus ausdehnt. Forschungsreisende und Soldaten erforschen und besetzen ferne Länder auf exotischen Kontinenten. Zu den großen Entdeckern gehört Sir Richard Francis Burton, der allerdings in die Kritik geraten ist, nachdem er sich einen unwürdigen Streit mit seinem ehemaligen Freund John Speke um die Entdeckung der Nilquellen lieferte und dieser sich – offenbar in die Enge getrieben – eine Kugel in den Kopf geschossen hat.

Nichtsdestotrotz bietet die Regierung Burton einen Posten an. Als Agent für besondere Fälle greift er dort ein, wo Polizei und Scotland Yard überfordert sind. Aktuell geht es um das Auftreten von Werwölfen, die in den Slums von London ihr Unwesen treiben. Ebenso bedenklich ist das Auftreten einer bizarren Gestalt, die der Volksmund „Spring Heeled Jack“ getauft hat. Nachdem er sich viele Jahre nicht mehr gezeigt hat, ist Jack wieder aktiv. Auch Burton macht bald seine Bekanntschaft, wird von ihm bedroht und zur Aufgabe seiner Pläne aufgefordert, die Burton selbst freilich unbekannt sind: Jack spricht offensichtlich mit einem anderen, in der Zeit fortgeschrittenen Burton.

Unterstützt von seinem hektischen Assistenten, dem Dichter Algernon Swinburne, setzt Burton seine Ermittlungen fort. Er kommt nicht nur einem bizarr fehlgeschlagenen Experiment auf die Spur, das 300 Jahre in der Zukunft begann, sondern stellt auch fest, dass sich Verschwörer gegen das Empire zusammenrotten, denen Spring Heeled Jack unwissend in die Hände (und Klauen) arbeitet. Zu unguter Letzt muss Burton über nichts Geringeres als den Verlauf der Weltgeschichte entscheiden …

Große Ursachen, gewaltige Wirkungen

Schon vor der Erfindung der Science Fiction wurde mancher kluger Kopf über der Frage zerbrochen, was wäre, wenn …, wobei die drei Pünktchen ein Ereignis der Weltgeschichte ersetzten, das aus irgendeinem Grund nicht stattgefunden oder einen gänzlich unerwarteten Lauf genommen hatte. Jede Ära hatte diesbezüglich ihre Favoriten, und alternative Historien schossen mal fantasievoll, mal sachlich ins Kraut.

Mark Hodder macht den Knackpunkt seiner Version der (englischen) Geschichte lose aber symbolträchtig am Tod von Queen Viktoria fest. Realiter regierte sie beinahe 64 Jahre über ein Land, das in dieser Zeit zum globalen, über ein Fünftel der Erde herrschenden Empire heranwuchs. Hodder lässt Viktoria wenige Jahre nach der Krönung sterben. An ihrer Stelle sitzt im Jahr der Handlung 1861 Witwer Albert auf dem englischen Thron.

Das viktorianische Zeitalter fällt also aus. Weil Technik und Naturwissenschaften nicht wie in der Realität durch die Kirche eingeschränkt werden, haben sie bemerkenswerte Fortschritte gemacht. Hodder schwelgt in einer für den „Steampunk“ typischen, weil altertümlichen Lowtech, die nicht von moderneren Errungenschaften abgelöst, sondern stetig fortentwickelt wurde. Folgerichtig wird der Motor des Fortschritts durch Dampf angetrieben, der erstaunliche Apparate antreibt. Hinzu kommen frühe Durchbrüche in einer noch nicht wirklich verstandenen aber bereits gemeisterten Genetik. Über die Schöpfung ‚intelligenter‘ Haustiere wie der elektrostatisch aufgeladenen „Kehrkatze“ oder dem „Botensittich“ ist man schon hinaus; der Mensch selbst kann sich ‚verbessern‘ lassen.

Der Mensch hinkt hinterher

Mit dem stürmischen Fortschritt konnte der Verstand nur bedingt Schritt halten. Politisch, wirtschaftlich und sozial ist England der Feudalzeit noch immer näher als der Moderne. Oben herrscht unangefochten der Adel, die konservative Mitte dominieren Kaufleute, Händler und Fabrikanten, und alle lasten sie über einer in Sachen Aufstieg weitgehend chancenlosen Unterschicht, deren Angehörige entweder als Arbeitstiere oder als Last für den ehrlichen Mann behandelt werden.

Die inneren Spannungen werden durch die Spaltung der Gesellschaft in „Technokraten“ und „Libertins“ verschärft. Die einen sehen das Heil in der weiteren Forcierung von Wissenschaft und Technik, die anderen drängen auf das Primat von Kunst und Philosophie und fordern eine geistige Freiheit, welche der herrschenden Klasse nicht grundlos gefährlich erscheint, stellt sie doch ihre Macht- und Moralansprüche in Frage.

Mark Hodder greift zur Schilderung einer turbulenten Vergangenheit einfallsstark auf die Realität zurück. Er deutet Fakten um und verknüpft sie neu, bis eine alternative Historie entsteht, die gleichermaßen vertraut und unterhaltsam fremd erscheint. Vor dem farbenfrohen Hintergrund verblasst glücklicherweise die Erkenntnis, dass der Plot sich in seinem Rahmen manchmal verliert: „Der kuriose Fall des Spring Heeled Jack“ ist eine recht simple, an Wiederholungen und Abschweifungen reiche Geschichte, die zugunsten mancher bizarren Episode ausgesetzt wird und erst in der zweiten Hälfte Fahrt aufnimmt.

Phantom mit Sprungfedern

Dann allerdings entwickelt die Handlung einen Sog, der den Leser nicht mehr freigibt. Hodder spinnt nicht nur ein spannendes Garn, sondern er legt auch das Fundament für eine ganze Serie weiterer fantastischer Abenteuer. Die Begründung für den alternativen Zeitstrang, dem diese entspringen werden, kleidet der Autor geschickt in einen Plot, der auf seine kuriose Weise funktioniert, solange man ihn nicht allzu nüchtern bzw. logisch hinterfragt. Vor allem Wahnsinn ist kein raffiniertes Spannungselement. Der Zeit und dem Schauplatz ist er freilich angemessen, denn in der viktorianischen Literatur brannten vor allem den Bösewichten gern die Sicherungen durch: Auf diese Weise konnten sie begründet ihrem schändlichen, unwürdigen (und verwerflich unterhaltsamen) Tun nachgehen.

Wer „Spring Heeled Jack“ war oder ob es ihn überhaupt jemals gegeben hat, ist bis heute nicht geklärt. Womöglich hat ein gelangweilter englischer Adelsmann – den Hodder als eine zentrale Figur aufgreift – in Verkleidung seine groben ‚Späße‘ mit dem schockierten plebs getrieben, vielleicht ist Jack nur ein urbaner Mythos wie die giftige südamerikanische Spinne, die in jeder tausendsten Bananenstaude lauert. Mark Hodder hat jedenfalls gründlich recherchiert und quasi jede historische ‚belegte‘ Sichtung von Spring Heeled Jack für seine Geschichte adaptiert.

Die Herausforderung wusste Hodder selbst zu steigern, indem er Jack von der Chronologie der Ereignisse befreit. Anfangs stürzt dies den Leser in Verwirrung, da Jack im Wahn zu plappern scheint. Erst nach und nach enthüllt sich Jacks eigene Geschichte. Plötzlich sind es Burton & Co., die durch einen gestörten Zeitablauf intellektuell überfordert werden.

Held mit Kanten

Mit Richard Francis Burton (1821-1890) findet Hodder die perfekte Hauptfigur. Der ehemalige Weltenbummler und Forscherheld ist reisemüde geworden und leidet auch gesundheitlich unter den Nachwirkungen einer rauen Lebensführung. Aus Burton, dem Entdecker, wird Burton, der Geheimagent. Im Laufe seiner neuen Tätigkeit muss Burton freilich lernen, dass London, seine Heimatstadt, es mit den Schrecken Afrikas mühelos aufnehmen kann.

Vor allem in den Slums ist es Burton nützlich, sich seiner Reiseerfahrungen zu bedienen. Hodder muss nicht übertreiben, wenn er eine Hölle entfesselt, die Menschen ohne den Schutz eines sozialen Netzes erbarmungslos verschluckt. Ausbeutung, Krankheit, Schmutz, Unwissen, Brutalität … – Hodder weiß die Kette der zum Himmel schreienden zeitgenössischen Ungerechtigkeiten durch gut gewählte Beispiele zu verdeutlichen. (Sicherlich im Gedächtnis haften bleiben wird die Beschreibung, wie man einen engen Schornstein mit Hilfe einer lebenden Gans reinigt.) London, die Stadt, weist 1861 mindestens so viele ‚weiße Flecken‘ und menschliche Wildnis auf wie die Weltkarte.

Um Burton, den eisenharten und seinem Job durchaus gewachsenen Helden, ein wenig menschlicher wirken zu lassen, stellt ihm Hodder einige weniger schlagkräftige Genossen an die Seite. Vor allem Algernon Charles Swinburne (1837-1909) fällt aus dem Rahmen. Er repräsentiert die ‚dekadente‘ Seite der viktorianischen Ära, deren angebliche Sittenstrenge vor allem durch bigotte Heuchelei und Verdrängung möglich wurde. Swinburne wird bei Hodder zum unkonventionellen Streitgenossen, der gerade deshalb hilfreich ist, weil sein sprunghaft arbeitendes Hirn logikferne und deshalb den Gegner überraschende Ideen ausbrütet.

Das Bizarre realistisch auf die Spitze treiben

Spring Heeled Jack ist keineswegs der einzige Schurke. Zwar lebt Queen Viktoria nicht mehr, doch die Schurken halten sich trotzdem an den viktorianischen Kodex: Sie sind nicht nur böse, sondern es spiegelt sich auch in ihrem Aussehen und Auftreten wider. Ein besonderes Vergnügen ist es, ‚positiv‘ besetzte Gestalten der Geschichte wie Charles Darwin, die Medizin-Pionierin Florence Nightingale (1820-1910) oder den Naturforscher Francis Galton (1822-1911) als genialische Irre zu erleben, die ihre Theorien schauerlich in die Tat umsetzen.

Das Finale ist spektakulär und deutet die Fortsetzung bereits an, denn nicht alle Lumpen konnten erwischt werden. Die beiden Zeitlinien bleiben voneinander getrennt und werden vermutlich weiter auseinanderdriften. Auf die daraus resultierenden Entwicklungen darf man als Leser gespannt sein – und ist es auch.

Die Seiten der schönen deutschen Paperback-Ausgabe mit Klappenbroschur sind zwar vergleichsweise spärlich und unter großzügigem Einsatz von Leerflächen bedruckt, doch dies wird mindestens durch die gelungene Übersetzung dieser gleichermaßen farbenfroh wie düster gezeichneten Geschichte ausgeglichen.

Autor

Mark Hodder studierte Kulturwissenschaften und arbeitete als Journalist, Redakteur, Web-Produzent und Autor für die BBC in London. 2008 ordnete er sein Leben neu und zog ins spanische Valencia, wo er sich als Lehrer und Schriftsteller niederließ. 2010 veröffentlichte Hodder den ersten Teil einer dem „Steampunk“ zuzurechnenden Serie um den Entdecker und Abenteurer Richard Francis Burton. Sein Wissen über und seine Liebe zur viktorianischen (Kultur-) Geschichte unterstrich Hodder bereits zuvor mit einer ebenso kenntnisreich wie liebevoll gepflegten Website über den frühen Groschenheft-Detektiv Sexton Blake.

Mark Hodder im Internet.

Kurzkritik für Ungeduldige: In einer alternativen „Steampunk“-Vergangenheit spürt Entdeckter Richard Burton mysteriösen Spukgestalten nach und kommt einer Verschwörung auf die Spur, deren Mitglieder sogar die Zeit selbst manipulieren … – Start einer Serie, die nach bewährtem Muster Geschichte, Horror und Science Fiction mischt und daraus abenteuerliche Unterhaltung destilliert: kein nahrhaftes aber leckeres Lesefutter mit Appetitanreger.

[md]

Titel bei Buch24.de
Titel bei ebook.de
Titel bei Booklooker.de

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GEWINNER: Sophie Quellmann, Gracia Schweisgut, Gretje Arbeiter. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND SPONSOREN!

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Andrew Prentice/Jonathan Weil: Pandämonium – Die schwarzen Künste (Band 1) – DREIMAL IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE!

Erstellt von Detlef Hedderich am 15. März 2013

Andrew Prentice/Jonathan Weil
Pandämonium – Die schwarzen Künste
Band 1

Black Arts. The Books of Pandemonium, Oxford, 2012
cbj
ISBN13: 978-3-570-13602-7
Jugendbuch-Fantasy/Horror
1. Auflage 02/2013
aus dem Englischen übersetzt von Ursula Höfker
Umschlaggestaltung und-Motiv: bürosüd, München
Autorenfoto von © Privat
Hardcover mit Schutzumschlag, 478 Seiten

www.cbj-verlag.de
www.buerosued.de

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch 24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei eBook.de

Der Taschendieb Jack lebt im London des Jahres 1592. Als der oberste Boss der Londoner Taschendiebe Shackwell ihn in seine Bande aufnimmt, wird ein Traum für ihn wahr. Bei seiner letzten Prüfung entwendet er einem Mann einen Beutel mit seltsamen Goldmünzen, auf denen eine Fliege eingeprägt ist. Da seine Mutter gerne mal ein Pfeifchen raucht, darf er von seiner Beute als Anteil eben diese behalten. Unglücklicherweise gerät der Tabak in sein Auge. Seither sieht er die Welt aus zwei Perspektiven. Geister und Dämonen geben sich ihm zu erkennen. Als der charismatische Hexenjäger Nicholas Webb Jacks Mutter ermordet, schwört er diesem grausame Rache. Allerdings ist Webb ein starker Magier und so ist es nur dem smarten Kit Morely zu verdanken, dass Jack diese Begegnung überlebt. Seine Rachegelüste lassen sich nicht unterdrücken, auch wenn er Shackwell, der ihn in seiner Scheune wohnen lässt, die Treue geschworen hat. Dessen Enkelin Beth und er sollen einen Scharlatan ausnehmen, der reiche Damen um ihre Juwelen erleichtert. Dabei stößt Jack auf ein bizarres Zauberbuch. Eine tödliche Gefahr lauert auf die beiden Diebe und Jack versucht alles um Beth und sich zu retten.

Andrew Prentice und Jonathan Weil sind schon seit einer kleinen Ewigkeit befreundet. Gemeinsam entwickelten sie die Idee zu Pandämonium. Die Geschichte ist als Vierteiler geplant. Mit dem ersten Band gelingt es ihnen Bravourös jugendliche Leser und Leserinnen ab 12 Jahren, in ihren Bann zu ziehen.

Ihre Protagonisten entstanden teilweise aus Figuren die wirklich existierten. Die Gaunerprinzessin Beth Shackwell bekam einige Charakterzüge von Queen Moll einer Diebin die im 16. oder angehenden 17.Jahrhundert gelebt haben soll. Beth kennt die Gesetzte ihrer Sippe auswendig und hält streng daran fest. Sie kann Jack zuerst gar nicht ausstehen und ist nicht gerade erfreut als er sie bei einem Diebeszug begleitet.

Kit Morely entstand als eine Hommage an den Dichter Christopher Marlowe. Kit ist ein Lebemann und scheint der gehobenen Gesellschaft Londons entsprungen zu sein. Allerdings bewegt er sich zwar elegant in der Upper Class, scheint sich aber genauso in einem Hurenhaus behaupten zu können und tritt den bösen Jungs gewaltig in den Hintern. Eben ein Hansdampf in allen Gassen, mit dem Charme eines Indianer Jones. Diese Figur dürfte ebenso große Beliebtheit erlangen wie die von Beth und dem Hauptprotagonisten der Geschichte, dem angehenden Taschendieb Jack. Dieser lebt mit seiner, dem Tabak huldigenden, Mutter in einer versteckten Kate. Mit geschickten Raubzügen und etwas Glück gelingt es ihnen über die Runden zu kommen und nicht zu verhungern. Seine große Chance sieht er gekommen, als er der Bande von Shackwell beitritt. Schnell kann er den Mann von seinen Talenten überzeugen.

Die drei Figuren lernen sich in unterschiedlichen Situationen kennen und verfolgen alle ihre eigenen Ziele, die alles andere als selbstlos sind. In ihren Interaktionen wirken sie sehr überzeugend. Die drei müssen ihre eigenen Ziele, die teilweise recht selbstsüchtig wirken zurückstellen und als Team arbeiten, um zu versuchen Webb das Handwerk zu legen. Als grandioser Bösewicht überzeugt Nicholas Webb. Geschickt gelingt es ihm die Königin von seinen Qualitäten als Hexenjäger zu überzeugen. Die Beweislast liegt eindeutig bei Jack und Kit, die in Webb einen adäquaten Gegner haben.

Den Autoren ist es hervorragend gelungen die damalige Zeit und die Sprache der Unterklasse in ihre Erzählung mit einfließen zu lassen. So findet sich der Leser sehr schnell in einer gefährlichen, atemberaubenden Geschichte voller Magie und menschlicher Tragödien wieder. Der erste Band überzeugt auf ganzer Linie und präsentiert eine in sich abgeschlossene Geschichte. So dürfen Leser sich auf weitere Abenteuer von Beth, Jack und Kit freuen. Jugendliche ab 12 Jahren die Abenteurer von Kindern im schulpflichtigen Alter, magischen Verschwörungen und unglaublichen Begebenheiten mögen, werden diesen Band bestimmt erst dann aus der Hand legen, wenn auch die letzte Seite genüsslich verschlungen wurde.

Copyright by 2013 © Petra Weddehage (PW)

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch 24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei eBook.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte, einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Kit Morely entstand als eine Hommage an welchen Dichter? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! BITTE NICHT VERGESSEN, DIE ANSCHRIFT UND E-MAIL-ADRESSE MIT ANZUGEBEN!


GEWINNER: Klara Allington, Marion Preckewinkel und Borchart Gabelbart. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND VOR ALLEM UNSEREM SPONSOREN!

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Birkemose, Ditte: Verschleiert – DREIMAL IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE!

Erstellt von Detlef Hedderich am 14. März 2013

Birkemose, Ditte
Verschleiert

Übersetzt von Haefs, Gabriele
Verlag :      Argument Hamburg
ISBN :      978-3-86754-208-1
Einband :      Paperback
Preisinfo :      13,00 Eur[D] / 13,40 Eur[A] / 18,50 CHF UVP
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Letzte Preisänderung am 03.12.2012
Seiten/Umfang :      CCXXIV S. – 18,0 x 11,5 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      1. Auflage 01.2013
Aus der Reihe :      Ariadne Krimi 1208

Die Kopenhagener Privatdetektivin Kit Sorel ist in die Jahre gekommen, doch sie hat sich von ihrem alten Freund Harry überreden lassen, einen eigenartigen Fall anzunehmen: Es geht um einen verschwundenen jungen Moslem namens Mehdi. Seine Tante Leila, Migrantin marokkanischer Herkunft und vielleicht Harrys neue Liebe, sucht verzweifelt nach ihrem Neffen. Der junge Mann hatte in letzter Zeit zunehmend radikale Ansichten geäußert, und es gibt Hinweise, dass er sich einer Zelle junger islamischer Terroristen angeschlossen hat.

Kit recherchiert und stellt schnell fest, dass Mehdis Moschee bereits vom dänischen Sicherheitsdienst überwacht wird.

Als ihre Klientin Leila überstürzt nach Marokko reist und dort prompt verschwindet, muss Kit sich aufmachen: Zusammen mit Harry fährt sie nach Marrakesch, dann nach Agadir an der Westküste Marokkos. Doch die fremden Verhältnisse und schwer nachvollziehbaren Familienhierarchien geben ihr neue Rätsel auf. Leilas Verwandtschaft empfängt sie scheinbar mit offenen Armen, aber Kit und Harry haben das deutliche Gefühl, dass man ihnen etwas Wesentliches verschweigt.

Dann erfährt Kit, dass in Dänemark mit einem unmittelbar bevorstehenden terroristischen Anschlag gerechnet wird. Und er scheint tatsächlich von der Zelle auszugehen, der Mehdi vermutlich angehört …

Ein spannender, nachdenklicher Kriminalroman über moslemische Einwanderer in Nordeuropa, Reibflächen zwischen den Kulturen und die Angst vor Fremdheit und Terror.

Ditte Birkemose, geboren 1953, arbeitete nach der Schule einige Jahre im Krankenhaus und ließ sich dann zur Erzieherin ausbilden. Später studierte sie in Kopenhagen Theologie. 1984 veröffentlichte sie ihr erstes Kinderbuch, dem weitere folgten. Für den Jugendroman Længlens døtre wurde sie 1988 vom Kultusministerium ausgezeichnet. Ihr erster Kriminalroman erschien 1993. 1996 kam der erste Band der Reihe um Privatdetektivin Kit Sorel heraus, der zweite Band “Engel der Stille” (Hadets Engel) erhielt 1998 den Dan-Turell-Preis. In den nächsten 10 Jahren schrieb Birkemose etliche erfolgreich verfilmte Drehbücher, eine Reihe von Kurzgeschichten für Zeitschriften in Dänemark, Norwegen und Schweden sowie Beiträge für deutsche Krimi-Anthologien. 2009 erschien mit “U 233″ (Eisnächte, bei Ullstein) wieder ein Kit-Sorel-Roman. Ditte Birkemose lebt in Kopenhagen.

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Kröger, Merle: Kyai! – DREIMAL IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE!

Erstellt von Detlef Hedderich am 14. März 2013

Kröger, Merle
Kyai!

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Verlag :      Argument Hamburg
ISBN :      978-3-88619-896-2
Einband :      Paperback
Preisinfo :      13,00 Eur[D] / 13,40 Eur[A] / 18,50 CHF UVP
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Letzte Preisänderung am 15.02.2013
Seiten/Umfang :      384 S. – 18,0 x 11,5 cm
Produktform :      B: Buch
Erscheinungsdatum :      2. Aufl. 25.02.2013
Aus der Reihe :      Ariadne Krimi 166

Mattie Junghans büßt bei rassistischen Krawallen in der norddeutschen Provinz ihre Wanderkino-Ausrüstung ein. Jasmin Assadi, Bodyguard und Kampfkunst-As, rettet Mattie das Leben und macht sie mit ihrer Arbeitgeberin bekannt: Frederike von Westenhagen, SPD-Kandidatin aus Schleswig-Holstein, eine Frau mit Plänen. In Berlin laufen inzwischen die Proben für das erste Bollywood-Musical an. Dann kommt es zu dramatischen Ereignissen: Der indische Regisseur wird verhaftet. Die Politikerin legt sich mit der Bundeswehr an. In der Ostsee treibt eine Leiche, und Mattie deckt eine düstere Realität hinter blühendem Raps und Windenergie auf … Ein Krimi um indisches Kino, deutsche Politik, Militärintrigen und Kung-Fu: Merle Krögers zweiter Roman mit der Filmexpertin Mattie Junghans entwickelt ein packendes Panorama aus Politik, Macht, Religion, Kino und dem Nebeneinander der Kulturen. Dazu gibt es Blicke hinter die Kulissen von Bollywood, einen brandaktuellen Bundeswehrskandal, Liebe, Kung-Fu und einen heißen Showdown.

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Christina Meldrum: Bittere Wunder – DREIMAL IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE!

Erstellt von Detlef Hedderich am 5. März 2013

Christina Meldrum
Bittere Wunder

Madapple, USA, 2008
cbj-Verlag, München, 02/2013
PB mit Klappbroschur
Jugendbuch, Drama, Thriller
ISBN 978-3-570-40161-3
Aus dem Amerikanischen von Antoinette Gittinger und Friedrich Pflüger
Titelgestaltung von Kathrin Schüler, Berlin nach dem Original von Jonathan Barkat und Lisa Thornberg, istockphoto
Vignette von Lisa Thornberg, istockphoto

www.cbj-verlag.de
www.christinameldrum.com
www.jonathanbarkat.com

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Die 20-jährige Aslaug Hellig steht vor Gericht. Ihr wird vorgeworfen, zwei Menschen vergiftet und eine Kirche in Brand gesteckt zu haben. Einige Jahre zuvor war sie schon einmal mit dem Gesetz in Konflikt geraten, als man sie verdächtigt hatte, ihre Mutter vergiftet zu haben. Aslaug bestreitet alles bis auf das Legen des Feuers und behauptet außerdem, dass sie ein Kind hatte, welches ihr weggenommen wurde. Die übrigen Prozessteilnehmer sind sich nicht sicher, ob die junge Frau schuldig ist, in einer Fantasiewelt lebt und gar nicht weiß, was sie getan hat oder ob sie sehr wohl zwischen Recht und Unrecht unterscheiden kann. Vielleicht ist sie aber auch unschuldig …

Aslaug wächst völlig isoliert im Haus ihrer Mutter Maren Hellig auf. Sie besucht nicht die Schule, sondern wird von der Mutter unterrichtet, lernt archaische Sprachen, wird mit vielen Mythen vertraut gemacht und erfährt, wie man Wildpflanzen als Nahrungs- und Heilmittel zubereitet. Freunde hat Aslaug nicht. Über den Vater wird nicht gesprochen; angeblich gibt es keinen anderen als Gott. Aslaug ist 16 Jahre alt, als die Mutter überraschend stirbt. Die Gerichtsmedizinerin entdeckt eine giftige Substanz in ihrem Körper, weist jedoch nach, dass die Frau an Krebst gestorben ist. Weil Aslaug minderjährig ist und keine Verwandten bekannt sind, soll sich eine Sozialarbeiterin um sie kümmern. Aslaug läuft jedoch davon und findet im Nachbarort die Kirche wieder, die ihre Mutter ihr einmal gezeigt hatte.

Dort lernt Aslaug ihre Tante Sara, ihre Cousine Susanne und ihren Cousin Rune kennen, die sie einladen, bei ihnen zu bleiben. Endlich erzählt ihr jemand etwas über ihre Familie, aber vieles ist widersprüchlich, und Aslaug weiß nicht, was sie glauben soll. Sehr schnell fühlt sie sich zu Rune hingezogen und träumt eines Nachts, dass sie miteinander schlafen. Kurz darauf bemerkt sie, dass sie schwanger ist. Aber es war doch nur ein Traum. Oder hat Rune sie vergewaltigt? Davon wollen die anderen nichts hören und reden Aslaug ein, dass ihr Kind – wie sie selbst – ein Wunder sei und von Gott stammt, und wenn sie schon nicht der Messias ist, dann wird es dieses Kind sein. Damit sie nicht wie ihre Mutter fliehen kann, wird Aslaug eingesperrt, denn Sara und Susanne wollen das Kind um jeden Preis haben …

„Bittere Wunder“ ist ein sehr ungewöhnliches Drama mit vagen Krimi-Elementen. Im Wechsel schildert die Autorin, was in der Gegenwart passiert und was in der Vergangenheit zu der aktuellen Situation geführt hat. Die Gegenwartshandlung spielt sich im Gerichtssaal ab und besteht ausschließlich aus Zeugenbefragungen durch den Staatsanwalt und den Verteidiger. Es wird eine sehr nüchterne Atmosphäre erzeugt, indem lediglich die Dialoge gelistet sind ohne beschreibenden Text. Knapp und präzise werden die Fakten dargelegt, können jedoch die Protagonistin weder überzeugend be- noch entlasten.

Die wesentlich ausführlicheren Rückblenden, in denen Aslaug erzählt, wie ihr von vielen unbeantworteten Fragen geprägtes Leben ablief, enthüllen nach und nach, was wirklich geschehen ist, erhalten aber ebenfalls lange Zeit so manche Zweifel im Leser. Man erfährt, wie Aslaug unter der Isolation und der Unberechenbarkeit einer Mutter, die ihr wenig Liebe entgegenbrachte, litt, wie Maren Hellig starb, wie das junge Mädchen von ihren schwärmerisch-religiösen Verwandten aufgenommen wurde und sich das Schicksal ihrer Mutter bei ihr gewissermaßen wiederholte – was schließlich eine neuerliche Tragödie nach sich zog. Die Frage, was wirklich passiert ist, wird erst ganz am Schluss beantwortet. Hingegen wird das vermeintliche Wunder um Aslaugs Geburt nicht restlos aufgeklärt, und der Leser muss sich selbst eine Meinung bilden, welchen der beiden möglichen Väter er für den richtigen halten möchte. Der Prolog erlaubt bereits zu spekulieren. So oder so ist es für die Familie schwer, mit dem Wissen zu leben, dass vielleicht Marens Schwager oder ihr eigener Vater, sich an dem damals jungen Mädchen vergangen hat.

Auf den sehr wahrscheinlichen Inzest und Kindesmissbrauch wird jedoch nicht näher eingegangen, denn die Angehörigen haben den Kontakt zu beiden Männern abgebrochen, sich mehr oder weniger der religiösen Schwärmerei hingegeben und angefangen, an Wunder zu glauben. Nachdem dieser Hintergrund aufgedeckt wurde, kann man leichter die verqueren Denk- und Handlungsweisen der Helligs nachvollziehen. Tatsächlich erweist sich auch Aslaug, nachdem sie die Wahrheit durchaus erkannt hat, als unfähig, sich aus dem Bann der Mysterien zu lösen. Sogar für sie ist es einfacher, dieses Wissen zu verdrängen. Als ein Familienmitglied ausbricht, wird eine Kettenreaktion in Gang gesetzt, die schließlich in die Gegenwartshandlung mündet.

Inhaltlich und formal weiß „Bittere Wunder“ zu überzeugen. Die Charaktere sind sehr detailliert, individuell und glaubwürdig aufgebaut. Die Handlung konzentriert sich nicht allein auf die Geschichte selbst, sondern ist zudem gespickt mit botanischen und mythologisch-religiösen Ausführungen, die das Denken und Handeln der Protagonisten logisch unterstützen. Sehr kritisch wird die religiöse Schwärmerei dargestellt, der Auslöser dafür im Fall der Hauptfiguren leider weniger; er geht praktisch unter. Insgesamt ist dieses lesenswerte Drama keine leichte Kost für junge Mädchen, sondern eher an ein reiferes Publikum ab 16 Jahre adressiert.

Copyright © 2013 by Irene Salzmann (IS)

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GEWINNER: Kunigunde Tegtmeyer, Hinrich Loesecke, Axel Moehring. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND SPONSOREN!

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Bainbridge, David: Wir Middle-Ager. Unsere besten Jahre – DREIMAL IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE!

Erstellt von Detlef Hedderich am 24. Februar 2013

Bainbridge, David
Wir Middle-Ager

Unsere besten Jahre

Übersetzt von Fuchs, Dieter
Verlag :      Klett-Cotta
ISBN :      978-3-608-94743-4
Einband :      gebunden
Preisinfo :      22,95 Eur[D] / 23,60 Eur[A] / 32,90 CHF UVP
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Letzte Preisänderung am 18.02.2013
Seiten/Umfang :      ca. 345 S. – 22,0 x 14,2 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Produktform (detailliert) :      B501
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 21.02.2013
Gewicht :      523 g

Doch was verändert sich überhaupt in dieser Lebensphase im Gehirn, in den Beziehungen und Körpern der Middle-Ager? Warum verrinnt die Lebenszeit schneller, je älter wir werden? Werden Menschen im mittleren Alter wirklich konservativer und unflexibler? Ist die sogenannte Midlife-Crisis wirklich der Grund, warum sich Männer – wie der Autor – rasante Sportflitzer kaufen? Und welche Vorzüge hat der Prozess des Alterns für die Menschen? Bainbridge findet verblüffende Antworten auf diese und ­viele andere Fragen: Ein erfrischend neuer Blick auf unsere besten Jahre im Leben. »Endlich können wir Middle-Ager‹ uns darauf konzentrieren, richtig gut darin zu werden, was den Menschen ­ausmacht.«

David Bainbridge hat seine Evolu­tion als Teenager in den frühen 1980er-Jahren in den Savannen von Essex durchlebt. Er hat an der University of Cambridge Zoologie und Veterinärmedizin studiert und unterrichtet dort Klinische Anatomie der Nutztiere. Als »Middle-Ager« mit 40 Jahren hat er sich endlich seinen lang gehegten Traum erfüllt und einen Sportwagen gekauft.

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GEWINNER: Manuela Krumbein, Jutta Schwiemann, Marco Christoph. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND VOR ALLEM UNSEREM SPONSOREN!

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Bohnet Pleitgen (Ilja Bohnet & Ann-Monika Pleitgen): Teilchenbeschleunigung. Nicola Rührmann 3 – DREIMAL IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE!

Erstellt von Detlef Hedderich am 24. Februar 2013

Bohnet Pleitgen (Ilja Bohnet & Ann-Monika Pleitgen)
Teilchenbeschleunigung
Nicola Rührmann 3

Argument Verlag, Hamburg, 1. Auflage: 10/2012
TB, ariadne Krimi 1191
ISBN 978-3-86754-191-6
Titelgestaltung von Martin Grundmann unter Verwendung eines Fotos von enzo9110 – Fotolia.com

www.argument.de
www.ariadnekrimis.de
www.freitagsisstmanfisch.de/autoren.html
www.martingrundmann.de

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Hamburg 2009: Die Physikerin Nicola Rührmann kehrt nach einigen Jahren, die sie beruflich in Berlin verbracht hat, in ihre Heimatstadt zurück, um sich für eine Stelle im Forschungszentrum DESY zu bewerben. Tatsächlich möchte man sie einstellen, aber nicht als Physikerin, sondern als Schnüfflerin – die Taten ihrer Jugend sind nicht vergessen. Nur wenn es ihr gelingt, Einblick in die Unterlagen von Professor Schäfer zu nehmen und der Forschungsleitung vor der Veröffentlichung mitzuteilen, ob er wirklich eine wichtige Entdeckung gemacht hat, wovon die Finanzierung weiterer Projekte abhängig ist, soll sie die angestrebte Position erhalten. In der Not frisst der Teufel fliegen, und Nic beginnt zu schnüffeln.

Leider bleibt der Wissenschaftler unauffindbar, und auch die neuen Kollegen sind nicht unbedingt eine große Hilfe. Schon bald merkt Nic, dass sie nicht als einzige nach Schäfer sucht und ihre Bemühungen Leute aufstören, die unerkannt bleiben wollen. Mit einem Aktenkoffer, der an ihr Handgelenk gekettet ist, und im Glauben, einen Mann umgebracht zu haben, stöckelt Nic auf ungewohnten High Heels durch Hamburg, um endlich Antworten zu erhalten …

Um den Appetit anzuregen, beginnt die Geschichte mitten in der laufenden Handlung. Dann wird zurückgespult und erzählt, wie die Hauptfigur, aus deren Perspektive die Geschehnisse geschildert werden, überhaupt erst in diese gefährlich-kuriose Situation geraten konnte und wie sie sich bemüht, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen und ein kompliziertes Verbrechen aufzuklären. Tatsächlich muss Nic weniger die Polizei als die eigenen Kollegen, die sich um die Finanzierung ihrer Projekte sorgen, alte Bekannte, die auf der Karriereleiter noch höher hinauf wollen, und gemeine Verbrecher fürchten.

In die spannende Handlung eingebettet ist ein komplexes Beziehungsgeflecht, das Nic zu langjährigen und neuen Bekannten unterhält. Eine Hand wäscht stets die andere, und so findet sie immer jemanden, der ihr beisteht, was die Ereignisse nachvollziehbarer macht, als würde sie in Superheldenmanier den Fall allein lösen. Hinzu kommen reichliche Anspielungen auf wahre Begebenheiten und das zeitgenössische Denken, so dass sich der Roman aktuell und realistisch liest. Als kleinen Tic hat das Autorenpaar Ann-Monika Pleitgen und Ilja Bohnet, Mutter und Sohn – Ilja Pleitgen ist selbst Physiker und bringt sein Fachwissen gelungen ein -, der Protagonistin eine besondere Liebe zu Zahlen und Zitaten mitgegeben. Das wirkt ganz witzig und bringt dem Leser die Figur näher.

Nach „Freitags isst man Fisch“, der sicher zu den besten Titeln des Argument Verlags zählt, legte man beim zweiten Band, „Kein Durchkommen“, sehr hohe Maßstäbe an, die nicht ganz erfüllt werden konnten. Auch „Teilchenbeschleunigung“ reicht nicht ganz an den Debütroman heran, kann jedoch rundum überzeugen durch eine interessante Hauptfigur, eine kuriose und packende Handlung sowie einem dichten Hintergrund, so dass man der Trilogie einen würdigen Abschluss bescheinigen darf. Alle drei Bücher sind Krimifreunden, die sich eine intelligente Handlung und keine überstrapazierten Themen wünschen, sehr zu empfehlen!

Copyright © 2013 by Irene Salzmann (IS)

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Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte, einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Die Physikerin Nicola Rührmann kehrt nach einigen Jahren, die sie beruflich in Berlin verbracht hat, in ihre Heimatstadt zurück, welches Jahr schreiben wir? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! BITTE NICHT VERGESSEN, DIE ANSCHRIFT UND E-MAIL-ADRESSE MIT ANZUGEBEN!


GEWINNER: Johannis Hellemann, Gerloff Stevenson, Rose Brechler. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND VOR ALLEM UNSEREM SPONSOREN!

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