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WER ANDEREN EINE FALLE STELLT – Eine Kurzgeschichte von Martina Müller und Christa Kuczinski (Überarbeitung) (sfb-Preisträger Platz 1 im Storywettbewerb 1/2016)

WER ANDEREN EINE FALLE STELLT

Eine Kurzgeschichte

von

Martina Müller und Christa Kuczinski (Überarbeitung)

(Lektorat: Detlef Hedderich)

(sfb-Preisträger Platz 1 im Storywettbewerb 1/2016)

Sie ist sich nicht sicher, aber immer wenn ihre Freundin Caroline und deren Mann Timm sich mit ihnen in Brittas Landhaus treffen um zusammen mit ihr und ihrem Mann Pitt zu kochen und anschließend genüsslich zu speisen, hat sie das Gefühl, dass Timm sie lüstern anschaut. Er tut das aber immer so geschickt, dass Brittas Mann es nicht mitbekommt, und auch Caroline scheint nichts zu bemerken. So ist es auch an diesem Freitag. Diesmal möchte Britta der Sache auf den Grund gehen und stellt ihrem Gast eine Falle. Sie hat vor, ihm so richtig eins auswischen, denn sie findet es unmöglich, dass Timm auf die Freundin seiner Frau scharf ist und Britta das bei jeder Gelegenheit spüren lässt.

Als die Vier schon einige Gläser Wein getrunken haben, setzt sie ihre List in die Tat um, nimmt eine Zigarette aus ihrem Etui, führt diese lässig zum rot geschminkten Mund und hält inne. Quer über den Tisch greift sie nach Timms Feuerzeug, das er vor sich neben seinem Weinglas abgelegt hat und nimmt nach dem Anzünden einen tiefen Zug. Anschließend bläst sie den Rauch langsam über den Tisch hinweg in seine Richtung. Wie unbeabsichtigt lässt sie das Feuerzeug von der Tischkante fallen, so dass es zwischen ihre Stuhlbeine fällt. Sie deutet an,  sich danach runterzubeugen aber Timm kommt ihr zuvor: „Laß mal, ich hebe es auf.“, worauf er  unter den Tisch krabbelt und zwischen Brittas Stuhlbeine greift. Diesen kurzen Moment nutzt Britta für ihren teuflischen Plan: Sie zieht ihr Kleid unauffällig etwas in die Höhe. Britta ist sich sicher, dass Timm bemerken wird, dass sie kein Höschen drunter hat und die Geste von ihr zu verstehen glaubt.

Spät am Abend verabschieden sich Caroline und Timm von ihren Gastgebern. Am nächsten Tag ist Pitt bereits auf der Arbeit als Britta ihn anruft und ihm mitteilt, dass sie etwas später in ihre Stadtwohnung käme, da sie in ihrem Landhaus noch ein wenig sauberemachen würde. Anschließend ruft sie Timm an, der gerade als Taxifahrer unterwegs ist, und fragt ihn, ob er sie nicht vom Landhaus zurück in die Stadt bringen könne. Der scheint gar nicht mal erstaunt und fragt, ob sie vielleicht noch andere Wünsche habe. Britta durchschaut sein Spiel sofort: „Ach, da gäbe es einiges, aber dafür bräuchte ich 500 Euro.“ Schnell versicherte ihr Timm, dass er ihr gerne unter die Arme greifen würde, doch da er nicht genügend Geld dabei habe, würde er sich einfach etwas leihen oder kurz zur Bank fahren.

Zwei Stunden später fährt Timm mit seinem Taxi vor dem Landhaus vor und hat tatsächlich 500 Euro dabei, die er ihr mit einem triumphierendem Lächeln im Gesicht überreicht. Britta nimmt den großen Schein, mit dem sie sich die neue Handtasche kaufen will, von der sie ihrem Mann vor kurzem berichtet hatte, das die lediglich achtzig Euro kosten würde. Sie war froh, dass ihr Mann nicht weiter nachgefragt hat, denn Pitt hätte ziemlich schnell herausgefunden, dass Britta ihn mit dem Preis anflunkerte. Ihm konnte sie einfach nichts vormachen und jede Lüge ihm gegenüber hatte Pitt bisher immer aufgedeckt. Dieses Mal würde er nichts merken, denn die Tasche würde angeblich ganz normale 80 Euro kosten und nicht 580.

Der Schein verschwindet in ihren Ausschnitt, anschließend nimmt sie den Mann ihrer Freundin an die Hand und zieht ihn in Richtung Schlafzimmer. Zwar will sie ihn für seine Lüsternheit in Form der 500 Euro bluten lassen, aber dafür wird er auch bekommen, worauf er wohl insgeheim gehofft hat…

Einige Stunden später wird Britta von Timm eine Straße vor ihrer Stadtwohnung enfehrnt abgesetzt, die wenigen Meter bis zu ihrem Haus legt sie, wie sie glaubt, völlig unbehelligt zurück.

Dort angekommen sucht sie in ihrer Handtasche nach dem Schlüssel und ist gerade im Begriff, die Haustür aufzuschließen, als ihr jemand von hinten die Hände auf die Augen legt und mit seltsam tiefer Stimme sagt: „Geld oder Leben, junge Frau!“ Britta ist im ersten Moment geschockt, bis sie schließlich erkennt, dass Pitt ihr einen Streich spielt und durchaus gekonnt seine Stimme verstellt. Sie dreht sich um, küsst ihn auf den Mund und entgegnet: „Schatz, was fällt dir ein, mich so zu erschrecken?“ Pitt konterte mit einem Augenzwinkern: „Ich weiß doch, dass du viel Geld in der Tasche hast. Da dachte ich mir, ich jage dir mal einen gehörigen Schreck ein und das ist mir ja scheinbar auch gelungen.“

Bevor sie antwortet, schluckt Britta unmerklich: „Welches Geld denn?“

„Schatz, du weißt doch, dass du mich nicht anlügen kannst, ich weiß genau, dass du 500 Euro in deiner Tasche bei dir hast!“ Britta reißt die Augen auf und es durchfährt sie wie ein Stromschlag. „Ähem, ja, das stimmt…“ Sie steht kurz davor ihm alles zu beichten als sie sieht, wie Pitt sie angrinst: „Heute war Timm bei mir im Büro, er hat sich 500 Euro geliehen und versprochen, noch heute seine Schulden zurück zu bezahlen und dir das Geld ins Landhaus vorbeizubringen. Das hat er doch auch getan, oder?“

Ein verhaltenes Nicken war alles, was Britta zu wege brachte, nur widerwillig kramt sie den Schein hervor und reicht ihn an Pitt weiter. Der steckt ihn in seine Geldtasche: „Schatz stell dir mal vor, ich habe heute auf dem Weg ins Büro das Auto etwas weiter weg geparkt und diese tolle Handtasche, von der du mir berichtet hast, in einem Laden im Schaufenster gesehen. Die wollten aber unglaubliche 580 Euro dafür…!“

-Ende-

Copyright (c) 2012 by Martina Müller und Christa Kuczinski (Überarbeitung)

Bildrechte: Coverillustration “Überraschungsgeschichten-der-besonderen-Art1.jpg ” () © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Bildbearbeitung: Bearbeitete Coverillustration “WEIHNACHTSGESCHICHTEN-60-minus-70-0-20110114100400-0d964f2a.jpg ” (Originaltitel: 20110114100400-0d964f2a.jpg) © 2011 by Detlef Hedderich. Nutzung nur mit Genehmigung des Künstlers Lothar Bauer unter Verwendung des Originals.

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Letzte Preisänderung am 27.10.2011
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Erscheinungsdatum :      24.01.2012

Stephan Sigg interpretiert die sieben Todsünden (Hochmut, Habgier, Wollust, Zorn, Völlerei, Neid und Faulheit) neu – herausfordernd und am Puls der Zeit. Geschichten, die nicht mehr loslassen und zeigen, dass die Todsünden kein alter Hut sind, sondern auch die Verlockungen unserer Zeit widerspiegeln.

Stefan Sigg, 1983 geboren, lebt in Rheineck (Ostschweiz), 2007 schloss er sein Theologiestudium in Chur ab.

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37 Comments

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  1. Wer möchte mal was zu unserer Geschichte sagen? Oder seit ihr jetzt allesamt im Urlaub oder auf Balkonien und plantscht mit den Füssen im Wasser?

  2. Jaja, der liebe Herr Zufall. Der treibt sich aber auch überall rum.

    mgg
    galaxykarl 😉

  3. Wieso Zufall? Ich denke, dass Timm das so geplant hat, dass ihn der Seitensprung tatsächlich kein Geld kostet. Hat doch nichts mit Zufall zu tun! Galaxy, ich glaube, du hast die Geschichte nicht wirklich verstanden.

  4. Ich finde die Geschichte jedefalls richtig gut geschrieben und die Idee ist ein Überflieger. 😀

  5. Christa Kuczinski

    Ich finde die Story ebenfalls gut, es finden sich zwar kleine Schwächen,aber die Story ist glaube ich, auch spontan entstanden.

    Interessant finde ich, dass sich der Leser einiges selbst zusammenschustern kann:
    Hat Timm gewusst, was Britta vorhat?
    Konnte sich Pitt etwa zusammenreimen, wie seine Frau wirklich zu dem Geld kam? Oder stecken am Ende gar beide Männer unter einer Decke? Rache kann jedwede Richtung einschlagen… Wer ist nun der Betrogene und wer geht als Sieger aus der ganzen Sache hervor 😉

  6. Na ganz klar Timm: Er hatte sein Schäferstündchen und bei Britta, die ihn reinlegen wollte, den Spieß rumgedreht.

    Christa, wenn du vielleicht noch die Schwächen hier reinschreiben oder mir als Mail senden würdest, damit ich das mit Martina noch ausbessern kann, wäre ich dir sehr dankbar! Vielen Dank für Euer Feedback! 🙂

  7. Christa Kuczinski

    Hi Detlef,

    die Mail an dich ist längst raus. 😉

  8. Das ist der Abschnitt, den ich eher seltsam finde:

    „Nachdem Britta den 500er verstaut hat, wendet sie sich wieder Timm zu, nimmt ihn an die Hand und zieht ihn in ihr Schlafzimmer. Zwar will sie ihn für seine Lüsternheit in Form der 500 Euro bluten lassen, aber dafür wird er auch bekommen, worauf er wohl insgeheim gehofft hat…“

    Sie stellt ihm damit eine Falle? Indem sie sich ihm „hingibt“. Logischer wäre gewesen, dass sie ihn heiß macht und dann abblitzen läßt oder ihrer Freundin sagt, das der Typ fremdgeht. Ich denke eher, die dumme Nuss fühlte sich geschmeichelt und hat sich gedacht: „Warum nicht?“

    Außerdem sieht es auf den ersten Blick aus, als wollte Britta eine Karriere als Edelnutte beginnen, denn 500,– € scheint mir ein recht happiger Preis zu sein (hab hier keine Vergleichsdaten, wie ich zugeben muss). Zweitens „will sie ihn für seine Lüsternheit bluten lassen“ Indem sie ihn ranläßt? Verquere Frauenlogik. Wieso ihn bluten lassen? Er hat sich das Geld geliehen und musste es zurückgeben. Ergo kam er zu dem F… eigentlich kostenlos.

    Und Zufall? Ich unterstelle mal, dass weder die beiden Männer sich abgesprochen haben (welcher Mann tut das mit seiner Freundin/Frau?), noch das Brittas Partner generell Wind von dem Seitensprung hatte.

    Unterm Strich: mit keiner Silbe werden irgendwelche Abmachungen angedeutet, sind also nur nachträgliche Spekulationen der Leser und/oder Schreiber.

    Hier schreit meine Schreiberseele: Logikfehler – Logikfehler – Logikfehler.

    Außerdem: Wäre ich Pitt, würde ich der lieben Britta den Ausgang zeigen.

    mgg
    galaxykarl 🙁

  9. Christa Kuczinski

    Wieso? Britta ist vermutlich selbst scharf auf Timm, stempelt ihn zum alleinigen Buhmann und läßt sich den Sxx gut bezahlen. Ätsch bätsch… Woher sollte sie wissen, dass er sich das Geld ausgerechnet von ihrem Mann geliehen hat und das dieser wusste, dass sie das Geld erhalten hat? Immerhin konnte sie ja nicht davon ausgehen, dass sich Timm ausgerechnet von Pitt die Kohle ausleiht… man könnte so einige Spekulationen anstellen…*
    Frauen sind eben nicht immer logisch (Männer allerdings auch nicht ) 😉

  10. Noch was: Von wegen Sieger.

    Ist immer der der Sieger, der jemand anderen abschleppt? Oder sind nicht eher alle 4 Beteiligten in Wahrheit Verlierer (ob sie nun alle 4 davon wissen, in Kürze wissen werden oder auch nicht), da ihre Beziehungen früher oder später auseinanderfallen werden?

    Wam! Bam! Thank-you-mam´?

    galaxykarl 🙁

    P.S. Mag hier gar keine galaktischen Grüße geben. Sorry an Martina und Detlef, aber für mich die schlechteste Story der letzten Monate: Britta, die blöde Kuh, weiß nicht was sie will.

  11. Überarbeitung abgeschlossen, Vielen Dank Christa für deine Tipps. Schaust du nochmal drüber?

  12. Vielen Dank für das Lob, werde es an Martia weitergeben, Werner. Ich weiß schon was sie antworten wird: „Mal wieder einer, der die Frauen nicht versteht!“ Zum Glück findet Christa die Story nicht schlecht, sonder sie gefällt ihr offenbar, also ist es doch nur Geschmackssache? Vielleicht solltest du neben deiner Art zu Schreiben, auch mal anderen ihr Art tolerieren? Schlechteste Story des Jahres finde ich wirklich arg übertrieben. Alle Leute, denen wir die Story zeigten waren begeistert. Waren die alle nur höflich oder haben allesamt keine Ahnung vom Schreiben? Was stimmt denn nun?

  13. Christa Kuczinski

    Werner,

    Ist immer der der Sieger, der jemand anderen abschleppt?
    Davon ist doch gar nicht die Rede. Es geht doch gar nicht darum, wer wen abschleppt. *Ratlos bin*

    – Die schlechteste Story in diesem Jahr- , siehst du das nicht ein bisschen zu eng? Sie muss ja nicht jedermanns Geschmack sein, aber deshalb ist sie doch nicht schlecht!

    Meiner Meinung nach bietet die Story mehrere Interpretationsmöglichkeiten und gerade das macht für mich den Reiz aus*

    Liebe Grüße
    Christa

  14. Also ich finde sie die beste Story dieses Jahr, was sagste nun, Galaxy?

  15. Diese Story ist genau das, was frau lesen möchte! 😉

  16. Netter Spaß um das alte Bäumchen-wechsel-dich-Spielchen, ok. Aber sorry, wenn ich euch die Freude verderbe, denn der Witz ist uralt. Kürzlich hatte ich das in einer Retro-Sketche-Sendung gesehen, da hatte der Jochen Busse den angeschärften Schlaumeier gespielt.

  17. Und warum macht das die Geschichte wertlos? Ich finde sie nach wie vor die beste hier im sfbasar im Jahr 2012. Basta!

  18. Ausserdem Micha, wenn das so eine alter Hut ist, warum habe ich noch nie davon gehört, bitteschön?

  19. Christa Kuczinski

    Also ich kannte den Witz auch nicht. Interessant, wie die Meinungen auseinandergehen. Mir fällt auf, dass die Meinungen der Männer völlig von den der Frauen abweichen. 😉

  20. 1. Habe ich geschrieben: „… die schlechteste Story der letzten Monate…“ Und nicht des letzten Jahres. Also bitte nicht übertreiben.

    2. Jeder Autor ist in seine eigenen Texte verliebt. Da zählt es nicht, wenn Martina sie als die beste bezeichnet.

    3. „Das was Frauen lesen wollen?“ Dass – kaum, das man sie anbaggert – feucht werden und fremdgehen? Bullshit!

    4. „Alle Leute … waren begeistert.“ Ich hab das so durch die Kommentare klingen hören und DAS war der Grund, warum ich meine ureigenste Meinung kundgetan habe. Wenn etwas schlecht ist, dann darf man das auch so benennen. Sich selbst schönreden und hochjubeln bringt nichts. Und euch auch nichts.

    @Detlef: Und deine Aufforderung an alle anderen, deine/eure Fehler zu korrigieren oder Verbesserungsvorschläge anzubieten, zeugt eigentlich nur davon, dass du/ihr die Fehler – selbst die offensichtlichen – nicht mehr seht. Wie kann man nur bei so wenig Text so schlampig, so textblind, so ignorant sein?

    Sorry, noch mal. Aber ich sehe es als meine Pflicht an, jemanden (gerade Freunde, bei „Feinden“ ist mir das scheißegal) auf Mängel hinzuweisen, wenn er sich unzutreffend in den Himmel jubelt. Das ich mir damit keine Sympathien schaffe, ist mir schon klar, aber das ist mir egal. Selbstbeweihräucherung hat noch nie jemanden weiter gebracht. Ich sehe es eher als Hilfe vor einer Fehleinschätzung ein.

    Und an alle: Ich bitte euch, meine Kommentare nicht auszuweiten und zu verdrehen (aus Monaten ein Jahr machen).

    mgg
    galaxykarl

  21. @Christa

    Du hast doch den Begriff Sieger in die Diskussion gebracht. Und auf meinen Hinweis, das bei Rumbumserei querbeet am Ende alle Verlierer sind, hat noch keiner von euch ein Wort verloren.

    @Martina
    Detlefs Vermutung, dass du mich so einschätzt: “Mal wieder einer, der die Frauen nicht versteht!” Zumindest eine verstehe ich nun seit 32 Jahren. Wie lange bist du mit deinem Partner zusammen?

    mgg
    galaxykarl

  22. Christa Kuczinski

    Werner,
    @ Und auf meinen Hinweis, das bei Rumbumserei querbeet am Ende alle Verlierer sind, hat noch keiner von euch ein Wort verloren.

    Was soll ich dazu jetzt sagen? Ich bin in dieser Hinsicht ganz deiner Meinung, aber darum geht es doch nicht in diesem Text. Es soll eine lustige Geschichte sein, die keinesfalls erst gemeint ist und genau so fasse ich sie auch auf. Wenn du möchtest, können wir deine Erwähnung, Rumbums… gerne in einer anderen Diskussion aufgreifen.
    Vielleicht sollten wir jetzt alle mal unsere Gemüter beruhigen…

  23. Erhitzte Gemüter ist gut, haha, bei dem Wetter!

    @ Günther

    Prima, genau den meinte ich :-).

    @ Martina Möchel

    Ich habe doch nichts von „wertlos“ gesagt. Aber sie stützt sich nun mal auf einen antiken Witz. Basta. Und da der das Herz der ganzen Story ist, bleibt nicht mehr viel übrig (spannungs-, überraschungstechnisch).

    Du bist gut :-), warum du den Witz nicht kennst, kann ich dir natürlich nicht beantworten.

  24. Puh, zum Glück ist es heute kühler. ^^

    Zur Story:

    Doppelte Pointe, letzte Absatz kann gestrichen werden.
    Inkonsequenz in der Zeit.
    Traumschiff-Syndrom, Story wirkt „alt“.

    Ob gut oder schlecht, liegt am Ende ja auch im Auge des Betrachters. Ich fand sie jetzt nicht so gut, aber ich kenne (wie Micha) den dazugehörigen Witz und auch den Busse-Sketch. Mir fehlt also der Überraschungseffekt. Und Humor in Texten ist halt eh immer so ein Ding für sich. 🙂

  25. Ihr solltet euch mal wieder einkriegen. Die einen finden ihn gut die andere nicht, die einen sehr schlecht die aneren sehr gut, ich meine jeder hat recht, denn für jeden gelten andere Bewertungseinschätzungen. Das jemand seine Meinung hier verallgemeinert finde ich hingegen nicht so ganz fair, aber was solls. Wenn übrigens jemand eine Idee hat, die andere vor Jahren schon hatten, heißt das auch nicht, dass er geklaut hat, immerhin werden Idee zu tausenden entwickelt, die andere schon hatten. Man kann halt nicht nicht alles kennen. Es gibt meiner Meinung nach auch nicht die Pflicht, so lange rum zu suchen, ob diese Idee schon jemand hatte, wo kommen wir denn dahin? Ich finde es legitim, das eine Idee von jemanden entwickelt wird und er oder sie eine Story daraus macht, auch dann, wenn diese Idee schon jemand anderes hatte. Wen juckt das. Und wie man sieht, gibt es noch genügend Leser, für die diese Geschichte noch neu ist. Also was soll das.

    Galaxy
    Das hier jemand fragt um Hilfe finde ich nichtens einen Beweis dafür, dass hier eine Unfähigkeit existiert.

    Im Übrigen – Ich würde mal nicht mit Steinen werfen, wenn ich im Glashaus sitze. Denk mal an deine Anthologie, die Storys darin sind schon ziemlich altertümlich und unmodern und ich habe alle diese Idee deiner Geschichten dort schon irgendwo anders vorher gesehen oder gelesen. So der Renner schein es ja auch nicht zu sein, dennoch habe ich mich bis jetzt nicht negativ dazu geäussert, das macht man nicht. Als bitte ein wenig die Form wahren. Kritik ja, aber man sollte sich überlegen wie man etwas sagt.

    Nochwas: die Länge einer Beziehung oder Ehe ist noch lange kein Beweis für eine Beziehungsfähigkeit. Ich kenne Paare, die sich jahrzehnte die Hölle auf Erden machen. Also bitte nicht immer so prahlen ok?

  26. Liebe Christa, Detlef hat mir deine Mail an ihn gesendet, ich habe die Korrekturen durchgeführt und hoffe, dass der Text jetzt richtig gut rüberkommt. Was meinst du nun? Was sagen die anderen, ist die Geschichte jetzt herzeigbar? Hat mir echt viel Arbeit gemacht, und eigentlich wollte ich nach den anfänglichen Kritiken in den Kommentaren kein Wort mehr auf SFbasar veröffentichen, aber Detlef hat mich überzeugt, dass ich nicht so empfindlich reagieren sollte, denn alle würden es ja nur gut meinen, und helfen wollen. Na ja, einige großkotzige und selbstherliche Aussagen von einigen hier kann ich nur sehr schwer als wahre Hilfe ansehen, aber ich will Detlef mal vertrauen, sonst wäre ich längst weg hier. Also lieben vielen Dank an dich Christa, du bist ein wahrer Schatz! 😀 😀 😀

  27. Christa Kuczinski

    Wie unbeabsichtigt lässt sie das Feuerzeug ()von der Tischkante fallen, so dass es zwischen ihre Stuhlbeine fällt. Sie deutet an,  sich (hinab) runterzubeugen aber Timm kommt ihr zuvor: “Laß mal, ich hebe es auf.”, worauf er  unter den Tisch krabbelt (und zwischen Brittas Stuhlbeine greift.)
    Das in Klammern könntest du streichen.
    Diesen kurzen Moment nutzt Britta für ihren teuflischen Plan: Sie zieht ihr Kleid unauffällig etwas in die Höhe. Britta ist sich sicher, dass Timm bemerken wird, dass sie kein Höschen drunter hat (oder einfach trägt) und die Geste von ihr zu verstehen glaubt.
    Britta nimmt den (großen)(streichen) Schein, mit dem sie sich die neue Handtasche kaufen will, von der sie ihrem Mann vor kurzem berichtet hatte, dass die(sie) lediglich achtzig Euro kosten würde. Ihm konnte sie einfach nichts vormachen und jede Lüge ihm gegenüber hatte Pitt(er) bisher immer aufgedeckt.
    (Flugs verschwindet?)Der Schein verschwindet in ihren Ausschnitt, anschließend nimmt sie den Mann ihrer Freundin an die Hand und zieht ihn in Richtung Schlafzimmer.
    Einige Stunden später wird Britta von Timm eine Straße vor (von) ihrer Stadtwohnung enfehrnt (entfernt) abgesetzt, die wenigen Meter bis zu ihrem Haus legt sie, wie sie glaubt, völlig unbehelligt fort. (zurück)
    Dort angekommen sucht sie in ihrer Handtasche nach dem Schlüssel und ist gerade im Begriff, die Haustür aufzuschließen, als ihr jemand von hinten die Hände auf (über) die Augen legt und mit seltsam tiefer Stimme sagt (raunt): “Geld oder Leben, junge Frau!” Britta ist im ersten Moment (drehen, Im ersten Moment ist Britta…) geschockt, bis sie schließlich(streichen) erkennt, dass Pitt ihr einen Streich spielt und durchaus gekonnt seine Stimme verstellt.
    “Heute( Vor kurzem? Sonst Wh Heute) war Timm bei mir im Büro, er hat sich 500 Euro geliehen und versprochen, noch heute seine Schulden zurück zu bezahlen und dir das Geld ( ins Landhaus) (streichen) vorbeizubringen. Das hat er doch auch getan, oder?”
    Ein verhaltenes Nicken war alles, was Britta zu wege brachte, nur widerwillig kramt sie den Schein hervor und reicht ihn an Pitt weiter. Der steckt ihn in seine Geldtasche: “Schatz stell dir (das) mal vor, …

    Ich finde die Story jetzt wesentlich besser* Mit den Zeiten (ich schreibe nur in der Vergangenheit) habe selbst ich meine Probleme. Vielleicht erklärt sich jemand bereit, dir dabei zu helfen?
    Ich finde es gut, dass du die Flinte nicht ins Korn wirfst, nur so kann man einen Text verbessern. Weiter so *

    Liebe Grüße
    Christa

  28. Christa, hier scheint irgendwas nicht zu stimmen, die Verbesserungen sind doch schon getan, oder verstehe ich da was falsch. Ist das jetzt deine dritte Überarbeitung von dir?

  29. Christa Kuczinski

    Detlef, vermutlich sind einige Fehlers bei der Umsetzung dazu gekommen. Irgendwann ist man betriebsblind und vegisst einen Buchstaben oder verdreht ihn 😉

    Und ja, ich gebe es zu, es ist mal wieder eine Überarbeitung von mir… ich kann halt nicht anders, ewig überarbeite ich Texte (meistens meine Eigenen), drehe Sätze, tausche Wörter aus…ist so ne Macke von mir. Einfach nicht beachten. ,-)

    Liebe Grüße
    Christa (die sich ab jetzt versucht zurückzuhalten *)

  30. Ich bin auch eine Frau und tendiere hier deutlich zu galaxys Meinung. In der Story sind zu viele Wiederholungen, die Geschichte wirkt insgesamt unrund, und der Aussage „beste Story von 2012“ kann ich keinesfalls zustimmen. Trotz der anscheinend stattgefundenen Überarbeitung „holpert“ die Geschichte, vom Schreibstil mal ganz abgesehen, aber der ist ja sowieso Geschmacksache.

  31. Ich lasse das jetzt mal vorerst so stehen.

  32. Zum Glück haben wir jetzt Oktober und es ist nicht mehr so heiß. Was ist eigentlich besser, wenn man sich mit Worten streitet oder einfach eine tote Community? Wenn ich diese Fetzerei hier nochmal lese bin ich mir unschlüßig.

  33. Also uich habe mir jetzt mal den Sketch von 1988: http://www.youtube.com/watch?v=q8×8gdPfYCs angeschaut und muss sagen, das spiegelt die Idee dieser Story nur in den Grundzügen wieder und viele der Intentionen der Protagonisten der Story sind hier grundverschieden. Hier steckt doch wesentlich mehr dahinter als die Freundin seines Kumpels zu bequatschen um eine Nummer zu schieben. In der Story steckt doch wesentlich mehr dahinter. Schon dass hier die Protagonistin das Heft in die Hand nimmt. Ausserdem fehlt in dem Sketch von 1988 der wunderbare Nebengag mit der Handtasche, der der Story auf jeden Fall mehr Tiefe verleiht. Im Sketch geht es im Grunde nur um eine Überredung in der Story hingegen ist es eine gegenseitige Verführung, was mir in dem Sketch völlig abgeht. Davon mal abgesehen finde ich den Sketch noch wesentlich unrealistischer als diese Kurzgeschichte, die ich mir eher vorstellen kann als die naive Reaktion der überredeten Freundin des Kumpels. Ich finde jedefalls das die Christa hier sehr viel mehr gemacht hat als die Story ein wenig aufzuwerten, sie hat aus einem ungeschliffenen Kristall ein Schmuckstück gemacht mir vielen Wendungen und Kniffen. Ich finde, Christas Arbeit daran bemerkenswert, auch wenn andere hier vielleicht ganz anderer Meinung zu sein scheinen. Aber es ist ja ein freies Land und daher darf wohl jeder seine eigene Meinung haben. Und an sowas wie die Litaratur-Polizei glaube ich sowieso schon lange nicht mehr. Das ist bloß Großkotzigkeit und Angeberei. Das hier die Besserwisser es bei ihren Werken um so vieles Besseres abgeliefert haben, sehe ich nicht.

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