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Gewagte These: Steht uns die Kindheit tatsächlich ins Gesicht geschrieben? * KAUFTIPP DER REDAKTION: Aleksic, Dragan – Vorvorgestern. Geschichten, die vom Glück handeln.

PRESSEMELDUNG (ZITAT): Yahoo! Lifestyle – Do., 18. Aug 2011 16:34 MESZ – „Das Leben schreibt die besten Geschichten, so ein bekanntes Sprichwort. Aber lassen sich diese auch in unserem Gesicht ablesen? Forscher einer aktuellen Studie sind der Ansicht, dass sich unsere Kindheit in unseren Mienen widerspiegelt. (…)“

Quellenangabe zur Veröffentlichung (gesamte Pressemeldung)

BESTELLTIPP DER REDAKTION:

Aleksic, Dragan
Vorvorgestern

Geschichten, die vom Glück handeln

Übersetzt von Wittmann, Mirjana / Wittmann, Klaus
Verlag :      Matthes & Seitz Berlin
ISBN :      978-3-88221-628-8
Einband :      gebunden
Preisinfo :      14,90 Eur[D] / 15,40 Eur[A] / 21,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 09.06.2011
Seiten/Umfang :      105 S.
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 03.2011

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Die Geschichte einer Kindheit in einer untergegangenen Welt, inmitten einer behüteten Familie mit Eltern, Geschwistern, Großeltern und unzähligen Tanten und Onkel. Vermeintlich kleine Episoden aus dem Alltag Einkaufen, Waschen, Schlachten, Spazierengehen, Kutschfahrten oder kindliche Streifzüge durch die Nachbarschaft bringen eigene Empfindungen und Erinnerungen zum Leuchten.

Aleksic nimmt mit seiner ungewöhnlichen und ausdrucksstarken Sprache den Leser mit auf eine Zeitreise. Er schildert die kindlichen Erlebnisse klar und schnörkellos: der platschende Regen vor dem Fenster, der zischende Holzhobel des Vaters, das Petroleum, das gegen Läuse vor dem Schlafengehen in die Haare der Kinder gerieben wird, der weiße und der graugesprenkelte Hahn in der Hühnerschar, die flatternden blonden Locken der Schwester bei der Motorradfahrt mit dem Vater. Mit wehmütiger Melancholie über die verlorene Zeit der Kindheit schafft Aleksic Bilder von großer Schönheit und Würde.

Leseprobe: „Im Nachbarhof wuchs neben dem etwas schiefen hölzernen Klo ein Fliederstrauch. Ein blauer. Und drei Häuser weiter, in Oma Vidas Hof, wuchsen zwei weiße Fliedersträucher, einer neben dem anderen. Ich lief auf die Straße, um sie zu betrachten. Ich stellte mir vor, wie ich mein Gesicht in dieses weiche, duftende Weiß tauchte. Unser Fliederstrauch hatte eine große Krone, und es duftete stark im ganzen Hof. Auch nachts. Und besonders nach dem Regen. Meine Schwester und ich suchten Blüten mit fünf Blättern. Solche Blüten pflückten wir, sagten „Glück sollst Du mir bringen“ und steckten sie unters Hemd. Wir sammelten sie um die Wette. Abends, wenn wir uns auszogen, fielen trockene und gepresste fünfblättrige Blüten heraus. Das ganze Bett war voll davon.“

Dragan Aleksic wurde 1958 in Bela Crkva in Jugoslawien (heute Serbien) geboren und studierte Kunstgeschichte in Belgrad.1992 debütierte er mit dem Roman ›Helldunkel‹. Seit 2006 lebt er in North Olmstedt, Ohio/USA. ›Vorvorgestern‹ ist sein erstes Buch in deutscher Übersetzung.

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Updated: 20. August 2011 — 19:39

7 Comments

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  1. Und wie war Eure Kindheit? Und was haltet Ihr von diesen Thesen des Artikels?

  2. Auweia, das THEMA – nicht explizit dieses Buch! – klingt irgendwie bekannt … und hat ein grausames, unterschwelliges „Gschmäckle“. Das hatten wir doch schon mal, dass jemand glaubte, an Gesichts- und Kopfform abstruse Rückschlüsse ziehen zu können. Nee, nicht mein Ding.

    Nix gegen den Autor, aber das würde ich niemals wagen zu schreiben, geschweige denn „wissenschaftlich“ zu behaupten.

    mgg
    galaxykarl :-I

  3. Ich glaube manche Forscher haben Langeweile oder finden keine wirklich wichtigen Forschungszweige mehr, oder? 🙁

  4. Das geht auch andersrum: wenn man es fertig bringt, die Falten, die Gesichtsstruktur, die durch das Zusammenspiel der Muskeln entsteht, zu ändern (Massage, Botox usw.), lassen sich damit auch die durch die Kindheit aufgeprägten negativen Auswirkungen abschwächen oder gar beseitigen. Haha, das wäre doch eine Idee für eine SF-Geschichte ;-).

    Manche führen körperliche Leiden auf Probleme im Kiefer oder den Zähnen, andere auf falsches Schuhwerk zurück, und versuchen durch Behebung dieser „primären“ Ursachen, die anderen Dysfunktionen in den Griff zu bekommen.
    Ein guter Schuh hat noch keinem geschadet ;-).

  5. Du meinst, wenn man die Falten ändert, ändert sich auch jedesmal die Geschichte und wir merken es nur nicht, weil wir dann das neue Universum als das wirkliche betrachten? Witzig! Echt gute Idee für eine Story, muss ich mal drüber nachdenken! Oder will das einer von Euch verwenden? 🙂

  6. Das wäre ja eine Art „Korrekturfalte“, oder? 😉 So habe ich das zwar nicht gemeint, ist aber eine lustige Idee.

    Ich meinte tatsächlich das Abmildern oder Heilen von psychischen Leiden, die Änderung der Psyche und des Charakters in der Gegenwart. Also vielmehr eine Korrektur des persönlichen Blickwinkels.

  7. Naja, du weißt doch jede Änderung des Blickwinkels einer Person hat ja wieder einen Einfluss auf den Ablauf der folgenden Geschehnisse, selbst bei deinem Vorschlag würde das letztlich eine Veränderung der Wirklichkeit bedeuten, wenn dann auch nur abgeschwächter, oder?

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