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SIEBEN SCHWANGERE MÄDCHEN – Ein Fiktiver Artikel nach wahren Grundbegebenheiten von Tröpfchen Kakadu (sfb-Preisträger Platz 3 im Storywettbewerb 1/2017)

SIEBEN SCHWANGERE MÄDCHEN

Ein Fiktiver Artikel nach wahren Grundbegebenheiten

von

Tröpfchen Kakadu

(sfb-Preisträger Platz 3 im Storywettbewerb 1/2017)

 

 

Sieben Mädchen schwanger nach Klassenfahrt an einer Schule in Bosnien-Herzegowina – Landesweite Diskussionen zum Thema Sexualaufklärung

Ein Albtraum aller Eltern, wenn die minderjährige Tochter schwanger von einer Klassenfahrt zurückkommt. Genau das passierte nach einer mehrtägigen Schulexkursion in Bosnien-Herzegowina gleich sieben Mal! – Darüber diskutiert nun das ganze Land.

Unerwünschte Schwangerschaften bei Minderjährigen sind in Bosnien-Herzegowina ein sehr großes Thema. So sind alleine in der Hauptstadt Sarajewo im vergangenen Jahr 31 Kinder von minderjährigen Mädchen zur Welt gebracht worden. Vier dieser Mütter waren nach Angaben des Clinical Center der University of Sarajevo gerade mal 15 Jahre alt.

Der erschreckende Ausgang der fünftägigen Klassenfahrt erhitzt nun die Gemüter über mangelnde Aufklärung unter den Jugendlichen. Dass nun gleich sieben Schülerinnen im Alter zwischen 13 und 14 Jahren schwanger wieder nach Hause kamen, ist wohl ein heftiger Schlag nicht nur in die Gesichter der verantwortlichen Lehrer. Offensichtlich gab es hier auch nicht wegzudiskutierende Versäumnisse von seiten der Eltern.

Nenad Babic, der nationale Gesundheitskoordinator des Landesteils Republika Srpska, gab daraufhin zu: „Wir haben ein wirklich großes Problem.“

Ein Gynäkologe aus Sarajevo bringt es in der populären Tageszeitung „Dnevni avaz“ aus Bosnien-Herzegowina auf den Punkt: „Es ist schon besorgniserregend, dass Mädchen mit bereits 11 bis 12 Jahren richtigen Geschlechtsverkehr haben, wie meine Berufspraxis immer wieder zeigt, aber das ist nun offenbar der Trend der heutigen Zeit. Schrecklich.“

Warum Kinder sich so früh zu sexuellen Aktivitäten hinreißen lassen würden, sei, so Dr. Dreniowski von der Universität Pikura, die Spätfolge ihrer traumatisierten Eltern, die im Krieg fürchterliche Dinge getan, gesehen oder selbst erlebt hätten und jetzt so ein gestörtes Verhältnis zur Sexualität hätten, das sie nicht in der Lage wären, ihren Kindern aufklärerisch zur Seite zu stehen.

Viele – zumeist auch selbst ernannte – Fachleute melden sich jetzt zu Wort und geben den vielen kleinen Pornofilmchen, die viele Schüler in dem Alter schon auf ihren Handys haben und untereinander tauschen, die Hauptschuld. Andere beschimpfen die neue Freizügigkeit von Informationen aus dem Internet, die dafür verantwortlich sei.

Wieder andere Stimmen sagen, dass zu viele Kinder ihre ersten Sexerfahrungen dadurch erhalten, dass sie auf der Straße und nicht in der Schule darüber aufgeklärt würden und es deshalb zu einem enormen Halbwissen unter den Kindern käme, was Sexualität sei, wie sie funktioniere und wie man sich vor einer Schwangerschaft schützen könne.

Die populäre Tageszeitung „Dnevni avaz“ aus Bosnien-Herzegowina fordert nun die Regierung auf, hier durch gesetzgeberische Maßnahmen dafür zu sorgen, dass Kinder in diesem Land auch wieder wie Kinder ihre Kindheit erleben dürfen ohne gleich von allen Seiten bedrängt zu werden, eine Sexualität zu leben, die einer kindgerechten Erlebniswelt nicht gerecht käme.

Die Politik schweigt bislang dazu. Hinter verschlossenen Türen will man sich nun dieser Herkulesaufgabe stellen, ließen nun einige Politiker inoffiziell durchsickern. Man kann da nur hoffen, dass dafür eine für alle Seiten annehmbare Lösung gefunden wird. Wünschen würde man es ihnen, vor allem den Jugendlichen, die dadurch in ihren jungen Jahren von einer Schwangerschaft verschont blieben.

-Ende-

Copyright (c) 2015 by Tröpfchen Kakadu

Bildrechte: Eingangsgrafik und Subcover “Alltagsgeschichten (en gros)” (Alltag3.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: http://saargau-arts.de/

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BUCHTIPP DER AUTORIN:

Rückwärts ist kein Weg (Kartoniert)
Schwanger mit 14
von Frey, Jana

Verlag:  Loewe Verlag GmbH
Medium:  Buch
Seiten:  171
Format:  Kartoniert
Sprache:  Deutsch
Erschienen:  Januar 2015
Maße:  126 x 185 mm
Gewicht:  196 g
ISBN-10:  3785581734
ISBN-13:  9783785581735

Beschreibung
Lilli ist gerade 14 Jahre alt, als sie schwanger wird. Alle wollen für sie entscheiden. Alle wissen, was gut für sie ist: eine Abtreibung. Doch Lilli ist sich nicht so sicher. Am liebsten möchte sie für immer in ihrem Zimmer bleiben. Was für ein eigenartiger Gedanke, ein Baby im Bauch zu haben. Davids und ihr Baby. David mit dem schönen Lächeln. Lilli horcht in sich hinein und versucht, die richtige Entscheidung zu treffen. Schwangere Mädchen müssen mit vielen Ängsten kämpfen und plötzlich eine ungeheuer große Verantwortung übernehmen wie auch Lilli. Jana Frey erzählt die Geschichte eines Mädchens, das sich gegen alle Widerstände für das Baby entscheidet. Zusammen mit ihren Freunden muss sie mit einer ungewollten Schwangerschaft fertig werden und trotzdem ihre Lebensfreude bewahren.

Autor
Jana Frey, geboren 1969 in Düsseldorf, ist Kinder- und Jugendbuchautorin. Nach ihrem Literaturstudium in Wiesbaden folgte das Kunst- und Geschichtsstudium in Frankfurt am Main, San Francisco/USA und Auckland/Neuseeland. Heute lebt sie als freie Autorin mit ihrer Familie in Deutschland und arbeitet auch für das Fernsehen.

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12 Comments

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  1. Shortstory ist hier vielleicht nicht die richtige Bezeichnung. Würde es Artikel zu einem interessanten Thema nennen.

  2. Nein, dann darf es ja nicht beim Wettbewerb mitmachen, wenn es keine Story ist. 😉

  3. Ein Artikel ist es aber auch nicht, da einige Sachen erfunden sind und Namen auch. Also Fiktiv, also Story!

  4. Nein, sorry, das ist eindeutig keine Story.

  5. Was ist denn ein Artikel mit fiktiven Zutaten anderes als ein belletristisches Werk? Also ich werte das als belletristischen Beitrag, als was soll ich es denn sonst werten? Ein journalistischer Artikel kann es nicht sein, weil daten und Handlungen und Zitate dazu erfunden wurden, die nicht der Wirklichkeit entsprechen. Der wirklichkeit entspricht nur die Grundidee, die aber so modifiziert wurtde, dass es fiktiv wurde. Also nennt mir eine Alternative als was man diesen Beitrag einordnen könnte! Ansonsten kann mich das nicht vom Gegenteil überzeugen!

  6. Christa Kuczinski

    Die obere Erklärung ist ein Artikel.
    Das Buch selbst, ist für mich ganz klar Belletristik (Jugendroman), die auf einer wahren Geschichte beruht.
    Es gibt zahlreiche historische (teils fiktive) Romane, die ebenfalls auf wahren Begebenheiten beruhen. 😉

    Liebe Grüße*
    Christa

  7. Christa hat es ja schon erklärt.

    Der Artikel ist jedenfalls keine Story, denn dazu zählen noch andere Merkmale außer ein paar fiktive Elemente zuzufügen. Daran gibt es auch nix zu rütteln, das ist einfach Fakt.

  8. Bin ich anderer Meinung. Aber wir müssen ja nicht immer einer Meinung sein, oder?

  9. Wenn mir jemand sowas als Artikel verkaufen würde und ich erkenne, dass es eine fiktive Geschichte ist, wäre ich als Zeitungsredakteur echt sauer! 🙁 Dann würde ich das weiterleiten an die Abteilung für Lügenegeschichten!

  10. DU hast dahingehend vielleicht eine Meinung. Obiger Artikel ist trotzdem KEINE STORY! Das ist keine Meinung, sondern ein Fakt. Storys haben bestimmte Merkmale. Die existieren bei dem Artikel einfach nicht. Deine persönliche Meinung macht aus einem fiktiven Artikel noch keine Story. Mehr werde ich dazu auch nicht mehr schreiben, weil langsam ist mir der Murks einfach zu blöd. 🙁

  11. Ich habe diesen Beitrag jetzt einfach umbenannt:

    „Ein Fiktiver Artikel nach wahren Grundbegebenheiten“

    Zufieden? Oder soll ich Tröpfchen auch noch sagen, dass du nicht möchtest, dass sie damit beim Storywettbewerb mitmacht? Dann mache ich das auch noch …

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