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PREISRÄTSEL: Nachtkrater

In Zusammenarbeit mit dem Argument-Verlag verlosen wir drei Exemplare dieses hervorragenden Ariadne Krimis, der auf der Erde und auf dem Mond spielt.

Um ein Exemplar in die Finger zu bekommen, sind nur wenige Schritte zu gehen. Wir möchten einfach nur wissen, wie der Name des Staatsanwaltes lautet, mit dem Lisa eine Beziehung hat.

BITTE LÖSUNGEN ZUSENDEN AN: gewinnspiele (at) sfbasar.de
Das (at) bitte durch @ ersetzen (Spamschutz), Danke.

Im Betreff-Feld bitte „Preisrätsel Nachtkrater“ angeben. Achtung: Diese E-Mail-Adresse gilt *nur* für Lösungen zum Bücherpreisrätsel.

Sobald 20 E-Mails mit richtiger Antwort vorliegen, werden die Gewinnexemplare unter diesen Einsendern verlost.

Bitte neben der Lösung auch die eigene Postanschrift nicht vergessen!

(Es nehmen nur Mitspieler teil, die Ihre Lösung plus komplette Postanschrift an diese E-Mail-Adresse mailen; Zusendungen an andere E-Mailadressen von sfbasar.de nehmen NICHT teil!)

Gewonnen haben: Karin Thöne, Agnes Riedel und Jessica Feldmann. Herzlichen Glückwunsch

Als kleine Hilfe findet Ihr hier eine Besprechung zu dem Titel:

Christine Lehmann
Nachtkrater

Ariadne Krimi 1173
Lisa Nerz‘ 7. Fall
Argument Verlag 2008
TB, 472 Seiten
ISBN 978-3-86754-173-2
www.argument.de
www.lehmann-christine.de

Als Lisa Nerz wieder klar denken kann, befindet sie sich auf dem Weg zur Mondstation Artemis, trägt einen falschen Namen und wird für einen Experten zum Thema Schwarmbewusstsein gehalten. Dabei muss Lisa selbst erst einmal herausfinden, dass sie eine schwäbische Journalistin ist und keine Ahnung von der Raumfahrt oder gar Ameisen hat. Eine vertrackte Situation.

Doch kaum auf dem Mond angekommen, nimmt Lisas kriminalistische Spürnase die Fährte auf. Klar, es geht um den Mord an Astronaut Torsten Veith. Angeblich ein Unfall auf dem Mond, doch Lisa mag nicht so recht daran glauben. Und nach den ersten Stunden wird ihr klar, vom Alien bis hin zu intergalaktischen Geiselnahme ist alles möglich. Doch wer – zum Henker – ist der Mörder …?

Lisa Nerz kann es nicht lassen. Ihre Beziehung mit Staatsanwalt Richard Weber steht auf wackligen Beinen, da wird sie von Autorin Christine Lehmann erneut auf einen Mörder angesetzt. In ihrem nun mehr siebten Fall. Dabei verlässt Frau Lehmann mit einem Kunstgriff die Bodenständigkeit der Erde und schießt Heldin Lisa hinauf auf den Mond – gespickt mit Zitaten der Mondliteratur.

Was nun erst einmal wie Science Fiction oder nach einem verrückten Traum klingt, ist handfeste Lese- und Krimikost mit einem Schuss Action. Dabei ist der Roman auch noch witzig und mit einem Hauch Schwabenkultur versehen. Eine spannende Mischung.

Christine Lehmann lässt ihren Roman auf zwei Stützpfeilern ruhen. Da wäre erst einmal die fiktive internationale Raumstation Artemis, die in dieser Art durchaus vorstellbar ist. Die Autorin hat exzellent recherchiert und penibel auf wissenschaftliche Details geachtet. Manchmal kommt sie bei technischen Dingen etwas ins schweifen, findet aber stets zügig den Weg zurück zur Handlung. Überhaupt mutet vieles auf den ersten Blick unfassbar und an den Haare herbeigezogen an. Doch durch die Brille des Lesers wird die ausgesuchte Kulisse immer glaubhafter und gewinnt an Atmosphäre.

Der zweite Stützpfeiler sind die gut ausgearbeiteten Charaktere die im Roman erscheinen. Auf der Erde noch alles schön ländlich, auf dem Mond dann international. Dadurch sind viele Konflikte vorprogrammiert und Frau Lehmann kann genüsslich den ein oder anderen Verdächtigen präsentieren. Irgendwie haben sie doch alle Dreck am Stecken und an Zufall mag niemand mehr glauben. Nun ja, es ist ja auch ein Roman.

Die Figuren des Romans entwickeln sich zu lebendigen Persönlichkeiten, mit Stärken und – vor allem – Schwächen. Das Ganze ist gespickt mit Rückblenden zur Erde, denn dort hat alles seinen Anfang genommen. Und es ist Teil des Puzzles.

„Mondkrater“ folgt in seinem Aufbau dabei weitgehend dem Whodunnit-Konzep. Weitgehend. Ebenso wie Lisa der ein oder anderen falschen Spur hinterherjagt, ebenso wird der Leser von Christine Lehmann am Ende ein wenig an der Nase herumgeführt. Aha, hier kann bis zum Schluss und darüber hinaus mitgerätselt werden. Eine gelungene Idee. Somit beginnt und endet der Krimi also auf der Erde – und der kriminalistische Ausflug auf den Mond verblasst langsam zu einem Traum.

Handlung und Charaktere wären allerdings ein Nichts ohne den Mörtel, der alles zusammenhält: Lisa Nerz! Christine Lehmann porträtiert gelungen die scheinbar launisch zickige Journalistin, die von einem Trauma ins nächste rauscht und keine Pause zum Luft holen bekommt. Alles fein gewürzt mit einer direkten, aus dem Leben gegriffenen Sprache, die auch mal was derbe wird und dadurch um so realer wirkt. Erotische Szenen gibt es ebenfalls, lässt sich Lisa gar auf eine lesbische Liebschaft ein. Hier wird also für die gesamte Leserschaft etwas geboten. Obwohl „Nachtkrater“ vorrangig als Frauenkrimi einzustufen ist, können auch Männer gefahrlos zugreifen, ohne gleich ihr Augenlicht zu riskieren. Spannende Unterhaltung ist eben Geschlechter übergreifend.

Christine Lehmanns „Mondkrater“ ist jedenfalls ein klasse Krimi. Spannend geschrieben und trotz der Thematik glaubhaft. Wunderbar!
(Günther Lietz)

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Nachtkrater: Lisa Nerz -ihr siebter Fall

Updated: 7. Oktober 2009 — 01:26

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