sfbasar.de

Literatur-Blog

PLOPP! – Science-Fiction-Kurzgeschichte von Günther Kurt Lietz (sfb-Preisträger Platz 1 im Storywettbewerb 3/2011)

PLOPP!

Science-Fiction-Kurzgeschichte

von

Günther Kurt Lietz


Über den Bildschirm flimmerte das WM-Endspiel. Schneider flankte zu PussY3, der zog ab und versenkte den Ball sauber im Kasten. Die Menge tobte und sprang von den Sitzen auf. Margot tippte ihr Pad an und ein neongelbes „Nice!“ flammte auf. Damit hatte die Teenagerin ihre Zustimmung kundgetan. Es wurde Zeit sich mit Anita und Udo zu treffen. Die beiden waren sicherlich bereits im Club.

Der Club war derzeit beliebt in ihrer Stufe und nach der Schule trafen sich fast alle dort. Die Musik war laut, schrill und ein Verbrechen an der Menschheit. Die Drinks wirbelten einem den Verstand durcheinander und die bekanntesten Künstler der Welt trafen im Club zusammen. Für Margot also genau das Richtige.

Anita und Udo standen auf der Galerie des Clubs und sahen den wogenden Massen beim Tanzen zu. Lichtblitze in schrillen Farben zuckten auf und erhellten nur für Augenblicke die Tanzfläche. Auf der Galerie ging es ruhiger zu, hier konnten sich die Leute wenigstens schreiend unterhalten.

„Ich habe was Neues für uns.“ Margot zog ihre beiden Freunde mit sich in eines der Hinterzimmer. Sie schloss die Türe und stellte den Raum auf Privatmodus. Dann legte sie eine Schlüsselkarte auf den Tisch. „Mit dem Ding kommen wir problemlos an unsere Schulakten heran, Leute.“

Udo verzog skeptisch die Mine. „Wirklich? Ich weiß nicht. Ich habe andere Probleme.“

Anita legte tröstend ihre Hand auf seine Schulter. „Er hat eben den Status seiner Eltern abgerufen. Die beiden lassen sich scheiden.“

„Ich habe das ja schon geahnt.“ Udo setzte sich. Seine Mundwinkel zeigten nach unten, er sah traurig aus. „Paps hat kaum noch in Mams Gästebuch geschrieben. Dann haben sie sich gegenseitig aus ihren Streams geworfen und gestern Abend konnte ich lange Flames von ihnen lesen. Opa hält natürlich zu Paps und hat ihm ein ‚Nice!‘ gegeben, während Mam eine Abstimmung in der Familie gestartet hat. Die meisten waren für Scheidung und jetzt ist es halt passiert. So ein Scheiß!“

„Die Welt wird immer verrückter.“ Margot setzte sich neben ihn. „Wenn du jemanden zum Reden brauchst oder einfach nur etwas Ablenkung, Mann, ich kenne da einen guten Stream im Netz. Der bringt dich auf andere Gedanken.“

Anita nickte und starrte auf ihr Pad. „Das solltest du machen. Hat mich auch auf andere Gedanken gebracht. Ihr wisst doch, letztes Jahr, die Sache mit meinem Frauenarzt.“ Margot und Udo nickten. „War schon ärgerlich, dass der Kerl das Häkchen vergessen hat und das Untersuchungsvideo auf ‚Öffentlich‘ stand. Ich meine, so was gehört sich doch nicht. Mir sind auf meinem Channel die ganzen Klicks verloren gegangen. Als ich das Material endlich selber hochladen konnte, da hat sich niemand mehr darum gekümmert.“

Die Teenager schwiegen kurz und fuhren mit den Fingern über ihre Pads. „Ich überlege eine Beziehung anzufangen.“ Udo klang etwas gefasster. Anita und Margot hatten ihm ein „Nice!“ gegeben. „Ich habe eben meine Songliste erweitert und da hat sich eine Übereinstimmung mit jemandem von unserer Schule ergeben. Sie hat ein wirklich süßes Bild von sich im Stream.“ Udo teilte den Stream mit seinen Freundinnen und alle sahen sich das süße Mädchen an.

„Die hat persönliche Daten und Bilder gesperrt.“ Margot rief den Stream eines Sellers auf, schob ein paar Bits in den Warenkorb und ging dann wieder zurück zum Ursprungsstream. „Ich schalte mich mal auf Premium.“ Die Ansicht auf ihrem Pad veränderte sich. „Sieht ja ganz nett aus. Tatsächlich, die loggt sich auf unsere Schule ein. Da habt ihr ja schon was gemeinsam.“

Udo schickte die Anfrage raus. „Ich bin ganz nervös.“ Es gab einen Signalton. „Da, sie hat akzeptiert. Wahnsinn. Sie will Morgen mit mir in einen Musical-Stream. Ihr Paps hat da wohl noch einige Karten frei.“ Anita und Margot gaben ihr ‚Nice!‘ dazu.

Die drei versanken wieder in der Betrachtung ihrer Pads. Ihre Finger fuhren über die Bildschirme, ihre Augen saugten die Informationen förmlich auf – beinahe eine Stunde lang. Es herrschte Schweigen im Raum, keiner sprach und dennoch war Kommunikation. Udo teilte einen witzigen Stream mit ihnen, Margot schickte ihm ein Lach-Icon und Anita bestätigte mit einem „Nice!“, bevor sie in den nächsten Stream abtauchte und dort ein schlüpfriges Bild von Udos Freundin veröffentlichte. Die reagierte prompt und versuchte Anitas Pad zu hacken, dann lieferten sich die beiden Mädchen im Stream ein hitziges Wortgefecht, um anschließend in der Arena gegeneinander anzutreten.

Udo verfolgte gespannt wie Anita seine neue Freundin mit explodierenden Fröschen eindeckte und aus dem Ring schoss. Zwanzig ihrer Klassenkameraden gaben ihr ‚Nice!“, in einem anderen Stream wurde die Scheidung rechtsgültig, Spam überwand die Firewall und bot billige Huren aus der Ukraine an, die USA verloren Streams in Nahost an China und Chinas Regierungsstreams waren hinterrücks aus Indien infiltriert worden. Terrorhacker von AnyoneRuleZDaWorld hatten russische Streams lahmgelegt und in Deutschland gab es immer mehr Montagsstreams, die gegen schlechte Arbeitsbedingungen auf Energiestreams demonstrierten.

Margots Pad piepste leise. „Verdammt, kaum noch Batterie. Ich muss eh nach Hause.“ Sie drückte ihre beiden Freunde, dann verließ sie das Hinterzimmer. Auf der Galerie saßen noch immer die Punks mit ihren bizzarren Frisuren, während auf der Tanzfläche das Orchester Klassiker von Lady Gaga spielte. Einige weiße Tauben flogen durch den Club. Heute war kaum jemand hier.

Es machte plopp.

***

Kathrin rieb sich mit den Fingern über die Augen. Sie war müde, das Spiel hatte lange gedauert und am Ende war es ein wenig langweilig. Die Tauben hatten ihr gefallen, aber der Preis war doch zu hoch für so eine kleine Änderung im Programm.

Die junge Frau versuchte sich im Rollstuhl ein wenig aufzurichten, aber es misslang ihr. Sie hatte Hunger und steuerte zur Küche. Der Kühlschrank schwang auf und sie nahm sich eine Dose raus. EnergyBoostYou – schmeckte nach Gummibärchen, steckte voller Koffein und weckte die Lebensgeister auf. Kathrin ließ noch ein weiteres Päckchen Koffein hineinrieseln, um die Wirkung zu verstärken, dann rollte sie wieder an ihren Schreibtisch zurück. Arbeit wartete auf sie. Das Spiel hatte sie aber gebraucht, um ihre Gedanken wieder frei zu bekommen.

Margot, Anita und Udo hatten es einfacher, für sie lief alles rund. Aber sobald im Spiel ein bestimmter Punkt erreicht wurde kam Langeweile auf. Ob es für die Figuren ebenfalls langweilig war? Ob sie ahnten, dass sie nur Teil eines Spiels waren, eines viel größeren Ganzen? Kathrin kicherte und vom Saft sickerte ihr etwas aus den Mundwinkeln.

Sie schaltete sich ins System und begann mit der Arbeit. Die Katze kam herangelaufen und sprang auf Kathrins magere, gefühllose Beine. Sie schnurrte und forderte Zärtlichkeit ein. Mit ihren klugen Augen blickte sie zu ihrem Frauchen hoch. Es klingelte und die Katze sprang fauchend auf. Sie versteckte sich mit gesträubtem Fell hinter einer Bodenvase, während Kathrin zur Haustüre fuhr. Es war spät und sie fragte sich, wer da jetzt noch klingelte.

Die Türe schwang auf und ein muskulöser Mann stand vor ihr. Kathrin war erstaunt, denn es war der erste Mensch den sie sah, der auf zwei gesunden Beinen stand. Er trug eine alte Jeans, ein schmutziges Shirt, Sonnenbrille und Maschinengewehr. Seine Muskeln spannten sich an und der Satz „Ich spritz in dein Gesicht du Schlampe!“ begleiteten die Feuerstöße.

Es machte plopp.

***

Wütend sprang Idris auf und stürmte an ihren beiden Miezen vorbei aus dem Zimmer. „Mamma! Kasper hat sich schon wieder in mein Spiel gehackt. Jetzt muss ich von vorne anfangen.“

Kasper sah aus seinem Zimmer den Flur hinab und streckte seine beiden Zungen heraus. „Ätsch! Musst du halt öfter mal Zwischenspeichern.“

„Außerdem hat er mich als Schlampe bezeichnet.“ Idris Stimme sprühte voller Triumph. „Und das habe ich gespeichert.“

„Schlampe!“ zischte Kasper wütend und die Stimme seiner Mutter wurde laut, die in der Brutkammer lag und sich um die Eier kümmerte.

„Was habe ich dir wegen deiner Schwester gesagt? Ihr sollt euch vertragen oder ich fresse euch beide auf. Keine Streitigkeiten mehr, ihr beiden!“

Grummelnd zog sich Idris in ihr Zimmer zurück und schloss die Türe. Immer das Gleiche mit Kasper. Wäre sie nur größer, dann könnte sie ihn einfach mit einem Hieb ihres Schwanzes umhauen. Bumms, einfach so. Sie lächelte. Das würde ihr gefallen. Sie fuhr das System hoch und sah nach neuen Nachrichten. Keine da. Papa war wohl noch immer unterwegs und musste diesen langweiligen Sektor kartographieren.

Idris überlegte, ob sie das Spiel nochmals starten sollte. Immerhin hatte sie noch einen alten Speicherstand. Vielleicht sollte sie diesmal anstatt einer Katze eine Schildkröte als stummen Beobachter wählen und alle Leute mit Flügeln ausstatten. Das würde ihr gefallen – Humanoide Schmetterlinge in einer grauen Stadt. Idris kicherte. Ob die Figuren im Spiel ahnten, dass sie künstlich waren und kein echtes Leben besaßen?

Es machte plopp.

***

Dimitri sah vom Monitor auf. Sein Dienst begann in zehn Minuten, also war es besser die Simulation zu beenden. Er liebte das Programm und lachte in sich hinein. Diese dummen künstlichen Intelligenzen hatten keine Ahnung, dass sie nur Teil eines großen Ganzen waren, dass sie keinen wahren Einfluss hatten und dass sie mit sich selbst spielten. Dimitri grinste und …

… es machte plopp!

ENDE

Copyright 2011 by Günther Kurt Lietz

Buchtipp der Redaktion:

Völker, Clara
Mobile Medien

Zur Genealogie des Mobilfunks und zur Ideengeschichte von Virtualität

Im Buch blättern

Verlag :      transcript
ISBN :      978-3-8376-1372-8
Einband :      Paperback
Preisinfo :      29,80 Eur[D] / 30,70 Eur[A] / 41,50 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 29.04.2011
Seiten/Umfang :      378 S. – 22,5 x 13,5 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 04.2010
Gewicht :      534 g
Aus der Reihe :      Kultur- und Medientheorie

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

Mobile Medientechnologien wie Handys und Laptops sind allgegenwärtig geworden. Zugleich werden digitale Medien verdächtigt, als Virtualitätstechnologien die »Realität« zu bedrohen. Das wirft Fragen auf: Was hat es mit »Virtualität« auf sich? Und in welchem Zusammenhang stehen mobile Medientechnologien und ihre Informationsräume hierzu?

Clara Völker betrachtet Ideen des Virtuellen aus der Antike, der Neuzeit und dem 20. Jahrhundert. Damit verbunden rekonstruiert sie, wie mobile Medien als Folgetechnologien von optischer Telegrafie, elektrischer Telefonie und Radiotechnologie entstanden sind. Es zeigt sich, dass Wirklichkeit schon immer von Vorstellungen des abwesenden Anwesenden geprägt wurde und mobile Medien als Potentialitäten diese Form weiter wandeln.

Pressestimmen:
„Mobile Medien ist ein hochinteressanter und fundierter Einstieg in das Forschungsgebiet der Cell Phone Studies. Neben der exzellenten technologischen Recherche bietet das Buch einen tiefen Einblick in die Ideengeschichte der Virtualität.“ Christian Alt, www.negativ-film.de

Clara Völker (Dr. phil.) lebt in Berlin und arbeitet im Bereich Musiktechnologien.

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln unter Storys unserer Community-Autoren, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens einen Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

45 Comments

Add a Comment
  1. Liebe Besucher, liebe Leser, liebe Community-Autoren: wie hat Euch diese Story gefallen, schreibt mal Eure Meinung hier in den Kommentar!

  2. Hat vielleicht jemand eine Idee für einen Buchtipp in diese Richtung?

  3. Felis Breitendorf

    Klasse Geschichte, ganz nach meinem Geschmack! Mehr davon!!! Bitte!!!!!!!!!!!

  4. Felis Breitendorf

    Simulacron! 😀

  5. Juhuu! Hammer-Story, hitverdächtig. Respekt Günni.

    Wie wär´s damit: Das Original von Daniel Galouye „Simulacron“ hat Felis ja schon erwähnt. Auf deutsch gab es einen Film von Rainer Werner Fassbinder. „Welt am Draht“ hat mich damals umgehauen. Eine Welt in einer Welt in einer Welt …

    http://www.amazon.de/Welt-am-Draht-Fritz-M%C3%BCller-Scherz/dp/3882216913/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1311437685&sr=1-1 als Buch in Neuauflage von 2010.

    Oder auch: http://www.amazon.de/Welt-Draht-Arthaus-Premium-DVDs/dp/B0030I21J2/ref=pd_bxgy_b_img_b als DVD von 2010.

    Mit galaktischen Grüßen
    galaxykarl 😉

  6. Äh … ein paar Kleinigkeiten:

    … keiner sprach …
    Kathrin ließ noch …
    … und dass sie mit sich …

    Bis dato trotzdem mein Favorit!

    mgg
    die galaktische Korinthe
    galaxykarl 😉

  7. Fehler korrigiert, war eigentlich zu müde zum Hochladen, aber derzeit laufen die Vorbereitungen zu unserem kleinen Filmfestival und da ist die ganze Freizeit für Dreharbeiten und Schnitt verplant. Bin eben erst aus dem Kostüm gehüpft und habe die Schminke aus dem Gesicht bekommen. 🙂

    Freut mich, dass die Story bisher gut ankommt. Die Idee hatte ich bereits seit längerem, nach einem Gespräch mit Detlef. Musste aber längere Zeit darüber nachdenken. Das Schreiben ging dann schnell; einfach in den Editor gehauen und dann eine Woche liegen gelassen. Deswegen sind mir wohl auch einige Fehler durchgerutscht, obwohl ich den Text einmal durch Office laufen ließ.

    Was die Buchtipps angeht, da ist die Auswahl schwer. „Welt am Draht“ ist natürlich schon eine Hausmarke, aber etwas alt. Momentan fällt mir leider keine aktueller und guter Buchtipp ein, der komplett auf das Thema passt. Als DVD wohl eher „Summer Wars“, der mich schon mit inspiriert hat.

  8. Aber hallo! Günni als Schauspieler? In der Rolle des unermüdlichen Kämpfers gegen Cyper-Piraten und Spam-Monster? Wie sieht denn dein Kostüm aus?

    Die Oberfläche des silberglatten Anzuges reflektierte Myriaden feinstzermahlender illegaler CD´s. Die blitzenden Augen des Helden strahlten wie zwei Alles durchdringende Laser, die selbst den größten Hacker in Bruchteilen einer Sekunde zu Asche zerstäubten. Seine Hüften gürtete eine Sammlung der geheimsten Waffen zur Abwehr russischer Trojaner, griechischer Euro-Vernichter und schwarzgelber Dampfplauderer.

    Spiderman war Gestern.
    Superman war Vorgestern.
    Die Welt schöpft neue Hoffnung durch CONTRA-VIR!

    Bin sehr gespannt auf dieses Filmereignis. Bitte halte uns auf dem Laufenden.

    Mit galaktischen Grüßen
    galaxykarl 😉

  9. Auch für mich ist diese Story bislang der absolute Favorit für diesen Storwettbewerb!

  10. Die Story erinnert mich stark an russische Matrjoschkas, da fängt man auch mit der kleinsten/innersten an und geht dann weiter nach außen 🙂

    *räusper* > selber hochgeladen konnte < noch verbessern?

    @galaxykarl Eine ähnlich aufgebaute Geschichten gab es schon vor Urzeiten bei Perry Rhodan – ein Universum im Universum im Universum. Jedenfalls lief das unter der PR-Reihe, soweit ich mich erinnere.

  11. Hallo Jademond,

    bin ja ein alter PR-Fan; insofern kann ich mich noch an die „Urzeiten“ (Band 1 bis 1.000) erinnern. Hab aber aus verschiedenen Gründen danach nicht mehr weitergelesen. Und in den ersten Zyklen kann ich mich an so eine Handlung gar nicht erinnern. Klär mich doch mal auf.

    mgg
    galaxykarl 😉

  12. @Galaxykarl
    Ich habe nur einen kurzen Auftritt als Cthulu, der zusammen mit dem König in Gelb von einem Kultisten angebetet wird. Gehört alles zu einem kleinen Filmfest, das wir am 13. in unserem Kino veranstalten. Alles Filme und Filmchen aus eigener Produktion, die einfach mal auf die große Leinwand müssen. ^^

  13. „Plopp!“ ist hier tatsächlich die bisher beste Kurzgeschichte! Alle Achtung!

  14. @Galaxykarl
    Ich habe alle PR-Bände von 1 bis weit in die 3000er gelesen, damals gab es um die Ecke so einen Laden, in dem man bereits gelesene Heftchen für ein paar Groschen kaufen und – was für mich wichtig war – nach dem lesen wieder hinbringen konnte, wofür man auch wieder Geld zurück bekam 🙂 Ich hatte wenig Geld, keine Bibliothek in erreichbarer Nähe aber einen fast unstillbaren Lesehunger, also wurde ich dort Stammkundin. Und da ich noch mit Liebesschnulzen und dergleichen etwas anfangen konnte, fing ich mit Jerry Cotton an, um bald bei PR, Atlan und Co zu landen. Und irgendwann in dieser Zeit ist mir auch einmal so eine Story untergekommen 😉 Genaues kann ich dazu auch nicht mehr erinnern, denn es ist doch ein paar Jährchen her *hüstel*.

    Aber wie das so ist im Leben, ein paar Dinge bleiben einem irgendwo im Gedächtnis haften, auch wenn so manches dem natürlichen Aussieben nicht entgehen konnte 😉

    Lieben Gruß

    jademond

  15. > noch mit Liebesschnulzen weder mit Liebesschnulzen noch dergleichen< , das kommt davon, wenn man verbessert und dann nicht noch mal drüber liest. 😉

  16. aaaaaaarrrrrrrggghhhhh

    Richtig: Und da ich weder mit Liebesschnulzen, noch dergleichen etwas anfangen konnte,

    Hier fehlt mir echt so ein Korrekturbutton 🙁

  17. Wenn du mit jemanden sprichst oder chattest hast du ja auch kein Korrekturbutton! 😉

  18. Wow, Jademond, du wirst mir unheimlich. Du hast Perry Rhodan bis weit in die 3.000er gelesen? Äh … der neueste Band 2606 „Unter dem Stahlschirm“ hat laut Verlag folgendes Erscheinungsdatum: 29.7.2011.

    Du kommst also aus den Jahren nach 2012 und gibst ein Gastspiel in unserer Gegenwart? Hihihi.

    mgg
    galaxykarl 😉

  19. Also doch Zeitreisende bei sfbasar.de!!!

    😉

    Sagt doch mal was zu dem Buchtipp und wie Ihr ihn findet, passt der?

  20. Zeitreisende? Ähm, möglicherweise habe ich mich auch falsch erinnert 😉 Wie „gesagt“, es ist schon ein paar Jährchen her. 😉 Es waren jedenfalls alle, die ich irgendwie bekommen konnte, wenige waren es nicht.

    @Detlef Verquatschen tu ich mich nur äußerst selten, da brauche ich keinen Korrekturbutton 😉 Ich kenne zwar den Film nicht, der Beschreibung nach dürfte er jedoch passen.

  21. Also ich verquatsche mich ständig, ich könnte so ein Button schon gebrauchen, am besten sogar ins Telefon eingebaut, dass an manches, was man gesagt hat, wieder löschen kann! 😉

  22. Korrekturbutton? Ist doch eine Idee für eine Story, oder? Wer hat die Rechte drauf? Niemand? Dürfen dann alle :-)?

  23. Das Thema von „Plopp“ ist nicht wirklich neu, wie schon erwähnt. Aber das macht ja nichts, weil beinahe jedes Thema schon irgendwo mal verwendet wird. Sprachlich ist es eine waschechte „Günni“-Story! Daran gibt’s nichts zu mosern oder zu verbessern :-). Ich wünschte, ich könnte auch so kurz und prägnant formulieren.

    Vor allem, wenn du sie einfach so runterschreibst … da staune ich. Wenn es keine Compis gäbe, sähen meine Manuskripte wie Schlachtfelder aus: Schwarz gegen Weiß, Farbband gegen Tippex, Gut gegen Böse … bis man nach tagelangen Scharmüzeln nichts mehr entziffern kann.

    Story: topp 😀

  24. @Micha
    „Korrekturbutton“ dürfte doch für viele verschieden Arten von Geschichten brauchbar sein.Da muss man sich nicht unbedingt ins Gehege kommen 😉

    Überhaupt ist mir bei Recherchen zu Kurzgeschichten-Wettbewerben im Netz aufgefallen, dass die Vorgaben teilweise sehr rigoros sind. Nicht nur die Wortzahl ist strikt begrenzt, meistens muss man sich auch, mehr oder weniger, an ein Thema halten. Oft ist man sogar an ein bestimmtes Genre gebunden.

    Dabei ist es gerade die Ungebundenheit, die mich sowohl bei den Kurzstorys als auch bei den Gedichten reizt. Mal Fantasy, mal Drama, mal Fiktion und mal Humor, mal Märchen, mal Realität. Und am liebsten mische ich alles so miteinander, dass es nicht genau einzuordnen ist. Ich verabscheue Schubladen 😉

    LG

    jademond

  25. Das wäre doch auch etwas:
    Bis morgen abend schreibt jeder etwas über das Thema „Korrekturbutton“ *fiesgrins* *duckundweg*

  26. @Jademond
    Sowas schwebte mir auch vor, aber nicht unbedingt bis morgen abend! Bis du mit deiner Tastatur verwachsen oder schreibst über ein Gedankenimplantat ;-)?

    Die Frage mit den Rechten am „Korrekturbutton“ war auch nicht ganz ernst gemeint. Wie du schon angedeutet hast, ist das ja nur ein Kondensationskeim für viele Ideen und Geschichten.
    Vor allem wäre es interessant, wenn sich der/die eine oder andere dieses Initialgedankens annähme, was dabei heraus kommt. Zu jetzigen Wettbewerb ist es natürlich ein bisschen knapp.

  27. @Micha
    Das verrate ich nicht 🙂

    Ich bin einfach neugierig und nichts ist meines Erachtens interessanter, als verschiedene Menschen (sprich: Autoren) zu einem bestimmten, eng begrenzten Thema zu lesen. Das muss ja nicht unbedingt im Rahmen eines Wettbewerbs stattfinden, mich reizt halt die Idee. 😉

  28. Micha hat recht: wir müssen sowas ja nicht unbedingt im Rahmen des sfbasar-Wettbewerbs machen, denn sonst würden sich einige bestimmt ausgegrenzt fühlen und nicht mitmachen, weil sie mit dem Thema nichts anfangen können. Wir könnten aber ein unabhängiges Ding draus machen. Und jeder, der will schreibt eine Story zu diesem Thema und wir machen daraus ein Sammelband und veröffentlichen das hier als PDF und als kostengünstige elektronische Anthologie, als ebook. Am besten könnte das dann einer als Herausgeber in sein ebookprogramm intergrieren, dann hätten die anderen keinen Stress, die sowas nicht haben, können aber dennoch mitmachen. Was meint ihr?

  29. Natürlich müsste man dafür einen grossen zeitlichen Rahmen einräumen denn nicht jeder von uns ist so ein Schnellschreiber!

  30. „Korrektur“ ist online.

    Schreiben, drübergucken, Grafik erstellen, hochladen – Startpunkt: 2:05 Uhr; Endpunkt: 3:03. Bin müde und krank, sorry für Verzögerung und Fehler. 🙂

  31. Daumen hoch 😉

  32. ist leider nicht so mein Thema, aber sie liest sich leicht. Wenn ich Spaß an dem thema hätte, würde sie mir sicher richtig gut gefallen, denn auch wenn die Idee selbst jetzt nicht gerade neu ist, ist sie doch gut und konsequent umgesetzt.

  33. Es gibt keine neuen Ideen, nur neue Ausprägungen. ^^

  34. naja so ganz möcht ich das nicht unterschreiben. *g*
    ich denke es ist schwer neue Motive und Elemente zu finden, aber selbst das ist möglich, aber es kommt darauf an, wie man diese zu einer Idee zusammensetzt.
    Nichtsdestotrotz, das hab ich heute schon geschrieben, mag ich gut gemachte Variationen.
    Nur leider reagier ich nicht so gut auf Geschichte, die mir meinen freuen Willen nehmen wollen. Aber das ist sein eigenwilliger Splin von mir *g* und hat nichts mit der Qualität deiner Geschichte zu tun 😉

  35. Felis Breitendorf

    Für viele ist es auch offensichtlich schwierig, nicht mehr Herr der eigenen Realität zu sein. Für viele Menschen ist es schon schwierig zu akzeptiren, dass alles um uns herum einschliesslich wir selbst, zu 99,99 % aus leerem Raum besteht, und aus Kraftfeldern, jedoch kaum aus festen Elementarteilchen. Der Schein trügt eben auch hier,was wirklich ist und was eben doch nicht…

  36. solange ich mir an den 0.01% Teilchen den Kopf stoßen kann, ist das für mich fest genug.

  37. Felis Breitendorf

    Tust du ja garnicht, sondern an der Abstoßungkraft der Elektronenschalen! 😉

  38. Felis Breitendorf

    Um gleich mal beim Thema zu bleiben:

    Sciencefictionfilm, USA/D1999
    FSK 12

    05.08.11, 03.10, (110 min.) das 4. (Sender)

    Beschreibung:
    Der Computerspezialist Douglas Hall wird verdächtigt, seinen Mentor Hannon Fuller ermordet zu haben. Da er sich nicht an die Tatnacht erinnern kann und zudem ein blutverschmiertes Hemd in seinem Bad findet, weiß er nicht, ob er schuldig ist oder nicht. Um die Wahrheit herauszufinden, gibt es nur eine Möglichkeit: Er muss in den geheimnisvollen 13. Stock von Fullers Firmengebäude gelangen und mit Hilfe einer mysteriösen Software den Mörder finden. Es stellt sich heraus, dass Fuller auf seiner 13. Etage ein virtuelles Los Angeles der 1930er Jahre geschaffen hat. Aber anscheinend sind seine Figuren intelligenter als er dachte. Und eine hat sogar herausgefunden, dass sie in einer Fiktion lebt … Verwirrend, aber spannend und gut!

    Vincent D’Onofrio (Jason Whitney / Jerry Ashton)
    Armin Mueller-Stahl (Hannon Fuller / Grierson)
    Gretchen Mol (Jane Fuller)
    Craig Bierko (Douglas Hall / John Ferguson)
    Dennis Haysbert (Detective Larry McBain)
    Jeremy Roberts (Tom Jones)
    Steven Schub (Zev Bernstein)
    Regie:
    Josef Rusnak

    Was meint Ihr?

  39. Hast den Filmtitel vergessen: „The 13th Floor“. Hab ich noch nicht gesehen, hört sich aber an wie ein amerikanisches Remake des alten deutschen Films „Welt am Draht“. Die Amis äffen gerne etwas nach, entweder mangels eigenen wirklich neuen Ideen oder weil sie glauben, damit in den USA mit einem eigenen Film mehr Kinobesucher zu erreichen.

    mgg
    galaxykarl 😉

  40. Felis Breitendorf

    Das war ja das Rätsel, den Titel zu erraten. Du hast gewonnen! 🙂

  41. Upps! Was hab ich gewonnen?

    mgg
    galaxykarl 😉

  42. Ich denke mal: bestimmt die Ehre des Wissenden! 😉

  43. hahaha!

  44. Leider hat der Verlag drum gebeten auf die Liste zu kommen von Verlagen, die keine Gewinnspielanfragen mehr erhalten möchten, tut mir leid, Leute!

    Galaxy, nimmst du den Verlag in die Blacklist?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

sfbasar.de © 2016 Frontier Theme