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OLYMPUS DEEP – eine Science-Fiction-Geschichte von Leon Ferri

OLYMPUS DEEP

eine

Science-Fiction-Geschichte

von

Leon Ferri

(Zum ersten Abenteuer mit Jo Nemesis)

Unaufhaltsam breitete sich das Netz milchiger Fäden über ihr Visier aus. Der Rover, der durch die Explosion der Atmosphärezellen hoch über Tritons eisige Oberfläche geschleudert worden war, folgte trudelnd und torkelnd einer schier endlosen ballistischen Kurve durch das Vakuum.

Krampfhaft versuchte Jo, sich wieder unter Kontrolle zu bringen und das fortwährende Vorüberziehen des Mondes vor der Frontscheibe zu ignorieren.

›Ich muss mich auf das Innere des Fahrzeugs konzentrieren‹, sagte sie sich. ›Ich darf nicht nach draußen schauen.‹

Dennoch spukte fortwährend durch ihre Gedanken, dass das, was sie da außerhalb umkreiste, unten war. Fester Boden. Ohne etwas dagegen tun zu können, folgte ihr Blick dem Vorübergleiten des Horizonts, jedes Mal, wenn sie ihn vorne auftauchten sah oder im Augenwinkel bemerkte.

»Verdammt, verdammt, VERDAMMT!«, schrie sie und kniff die Augen zusammen. In ihren Ohren hämmerte es wie im Innern einer Dampfmaschine. Sie musste etwas in dem Fahrzeug finden, das ihr die Chance gab, die nächsten Sekunden zu überleben. Und zwar bevor sie die Flugkurve beendet hatte und auf der Oberfläche zerschellte. Jo zwang sich, die Augen wieder zu öffnen und sich auf das Cockpit des Rovers zu konzentrieren. Abermals flackerte im Augenwinkel die helle Kante, mit der Tritons Horizont die Nacht durchschnitt. Wieder schickte er sich an, sie schlingernd zu umrunden. Mit der linken Hand krallte sie sich am Steuer fest, während sie mit der rechten begann, systematisch alles untersuchen, was sie an Fächern, Spinden oder Befestigungsnetzen ertasten konnte. Irgendwo musste sie etwas entdecken, was sie retten konnte. Vakuum-Gel zum Abdichten, ein Magazin mit Reaktionsharzpatronen, mit denen sie das Visier verkleben oder ein Kissen, mit dem sie den Druck auf das beschädigte Glas mindern könnte.

›Himmel! Weshalb, um alles in der Welt, sollte in einer Mistkarre, die nur alle paar Jahre bewegt wird, ein Kissen sein? Auf einem gottverlassenen Knastplaneten. Das ist absurd!‹

Bei diesem Gedanken hielt sie inne und biss sie die Zähne zusammen. Ja, sie hatte schon viele schwierige Situationen gemeistert. Aber immer hatte sie die Kontrolle darüber gehabt, dank der akribischen Vorbereitungen, die sie vor jedem ihrer Aufträge getroffen hatte.

Sie atmete langsam aus.

Dann suchte sie weiter.

Auch wenn ihre Todfeindin Milena Himiko Komore, die ihr das alles eingebrockt hatte, und diese … verfickte Eiskrähe nur noch Staub in Tritons Orbit sein mochten, so bestand doch die vage Möglichkeit, dass sie am Leben war mitsamt ihrer Greifertruppe und dass sich die Eiskrähe noch manövrieren ließ und sich verteidigen konnte. All das kam ihr ironischerweise gerade in dem Moment in den Sinn, als sie nur noch ein Augenzwinkern vom Tod entfernt war, einen kleinen wackligen Moment, in dem sie mit fiebernder Stirn und pochenden Schläfen alle Lücken und Hohlräume durchfingerte und nur ein Ziel vor Augen hatte: zu überleben.

›Svarnaar!‹, schoss es ihr durch den Kopf. Nicht, dass er sie vor dem Aufprall hätte bewahren, das Brechen ihres Visiers hätte aufhalten oder die Dekompression ihres Körpers hätte verhindern können. Aber es gab die Möglichkeit, die winzige Hoffnung, dass er sie danach zusammenflicken und ins Leben zurückholen konnte. Aber nur, wenn ihr Körper nicht zu große Schäden aufweisen würde und Svarnaar, dieser idiotische Riese, es schaffte, sie schnell und vollständig einzusammeln.

»Ich habe Sie nicht mehr auf dem Radar«, brüllte Svarnaar, nachdem sie die Verbindung hergestellt hatte. »Es ist alles voller Störsignale und Rauschen … was ist …«

»Maul halten!« kreischte Jo schrill, wartete dann einen Moment, um sich zu sammeln und ihre Stimme wieder unter Kontrolle zu bekommen. »Hör zu. Ein Geysir ist ausgebrochen … er hat mich erwischt und von der Oberfläche geschleudert.«

Am anderen Ende der Verbindung stieß Svarnaar hörbar die Luft aus, sagte aber keinen Ton.

»Ich fliege mit dem Rover … vermutlich … in Richtung Station, jedenfalls war ich vor dem Ausbruch dorthin unterwegs. Du wirst mich über mein Funksignal orten und die Impaktparameter bestimmen.«

»Impaktpa… ?«

»Mein Visier ist beschädigt«, fuhr Jo unbeirrt fort. »Es kann jeden Augenblick zerbrechen. Nimm einen Kryosarg und ein Fahrzeug. Sammle mich oder was von mir übrig ist am Zielpunkt ein und verkable mich mit dem Vitalautomaten.«

»Aber … was …« entfuhr es Svarnaar.

»Verdammt, hör zu! Das alles muss schnell passieren. Du wirst dich nicht darum kümmern, was von mir noch zu erkennen ist. Klar? Du wirst alles, was du findest und zuordnen kannst, an die Lebenserhaltungssysteme anschließen und den Automaten auf Konservierung stellen. Verstanden?«

»Äh … ich«

»Verstanden?«

»Verstanden«, bestätigte Svarnaar, aber sie konnte förmlich spüren, wie unsicher er war und sich zurückhalten musste, sie mit noch mehr Fragen zu bedrängen.

Jo war sich nicht sicher, ob Svarnaar begriffen hatte, was sie von ihm verlangte. Aber dieser religiöse Trottel war ihre einzige Hoffnung. Jetzt hing alles von ihm ab. Sie schaltete die Verbindung stumm, brach sie aber nicht ab, sodass Svarnaar sie noch anpeilen konnte. Als sie das Gefühl hatte, dass es wieder abwärts ging – in Wirklichkeit hatte sie keinerlei Anhaltspunkte, die ihr etwas über ihre tatsächliche Flugrichtung verrieten -, fiel ihr nichts Besseres ein, als sich im Fußraum zusammenzurollen, die Knie an die Brust zu nehmen und die Arme vor dem Visier zu verschränken. Vielleicht würde das den Anzugdruck ein bisschen ausgleichen und möglicherweise verhindern, dass das Visier zersplitterte. Ein dummer, naiver Gedanke, aber der einzige, an den sie sich klammern konnte.

Über ihre geschlossenen Lider jagten Lichtpunkte. Aus dem Rauschen und Klopfen, das in ihren Ohren pulste, lösten sich Melodien, die sie seit vielen Jahren nicht mehr gehört hatte – seit ihrer Kindheit nicht mehr. Sie bemerkte nicht, wie ihr Körper sich zu wiegen begann und sie mit kleiner zerbrechlicher Stimme die Tonfolgen aufgriff und dazu die längst vergessen geglaubten Reime von Mondschein, Freunden und Geborgenheit flüsterte. Im Geist sah sie blasse Strukturen, die sich aus schlafträgen, fließenden Farbmustern herausschälten; Gesichter von Ammen und Mentoren, ihren älteren und jüngeren Klonschwestern traten hervor und tanzten einen hypnotischen Reigen. Ihr wurde schwindlig.

Sie bemerkte auch nicht, wie sich in diesen Sekunden etwas anschickte, ihre Hände zu deformieren, wie die Nanos, mit denen ihr Körper seit dem Unfall auf der Eiskrähe überschwemmt war, begannen, Mutationen auszulösen, Proteine umzugestalten, neuartige Zellen zu schaffen. Die Aufgabe der Nanos bestand normalerweise darin, Krankheiten, mit denen der Körper nicht fertig wurde, auszumerzen, unkontrollierte Wucherungen zu stoppen oder körpereigene Prozesse zu modifizieren und sie an geänderte Umweltbedingungen anzupassen. Bei Druckabfall waren sie imstande, das Blut schnell mit roten Blutkörperchen anzureichern, um eine sichere Sauerstoffversorgung zu gewährleisten, und Kohlendioxid zu binden, um einer Embolie vorzubeugen. Das und einiges mehr war schon viele Male erprobt worden. Hauptsächlich in geheimen Versuchen mit zum ewigen Exil Verurteilter auf dem Weg zu ihrer letzten Ruhestätte auf Satan Loft. Ebenso wie Joselyn N. Nur dass ihr Körper ein Vielfaches der Dosis bekommen hatte, die jemals einem menschlichen Wesen verabreicht worden war. Das war das zufällige und ungewollte Experiment Nemesis, das nicht nur sie allein verändern würde.

Dann begann Jo zu zerfallen, langsam aber unaufhaltsam. Immer noch summte sie die alten Lieder und wisperte Wortfetzen wie eine Litanei über Leben und Tod und merkte nichts von diesen Veränderungen. Ihre Finger und Arme zerbrachen in mehr und immer mehr Glieder, erstarrten in einer neuen unmenschlichen Form, dehnten sich, durchstießen die widerstandsfähige Carbonschicht ihres Anzugs und bohrten sich durch den Kunststoff des Sitzes und der Karosserie. Die Erinnerung an ihre Klonschwestern, die ihr so ähnlich gewesen waren, so … identisch …, an ihre kurze gemeinsame und so unfassbar unbeschwerte Zeit, in der sie sich ausschließlich mit Spielen und anderen schönen Dingen beschäftigt hatten, versetzte sie zusehends in einen Zustand der Apathie, der jede Gegenwehr aus ihr weichen ließ. Nichts machte sie auf den Druckabfall in ihrem Anzug aufmerksam, als die Luft über die Risse entwich, die die dornartigen, metallglänzenden Klingen, in die sich Arme und Hände verwandelt hatten, in den Handschuh geschnitten hatten.

*

Svarnaar erstarrte als er sie entdeckte. ›Am Stück‹, wie sie sich ausgedrückt hatte, war sie, aber sie war nicht mehr sie selbst. Der Druckanzug hing in Fetzen von ihrem Körper. Wäre er nicht davon überzeugt gewesen, Jo vor sich zu haben – die Koordinaten waren korrekt und überhaupt befand sich außer ihnen keine Menschenseele auf Triton -, hätte er sie für eine absurd verrenkte und nachlässig verschweißte Metallskulptur gehalten, die man nur aus dem einen Grund für menschenähnlich halten würde, weil sich Kopf und Körper an ungefähr den richtigen Stellen befanden und sie die richtige Anzahl von Gliedmaßen besaß. Aus Ärmeln und Beinen ragten lange Gebilde, Bogen verspritzter und wieder erstarrter Lava besetzt mit Haken und Dornen. Das Innere des Rovers konnte man nicht anders als ›zerfetzt‹ bezeichnen. Svarnaar zweifelte nicht einen Moment daran, wodurch. Ihr Helm war geborsten, und darunter kam eine schuppige Oberfläche zum Vorschein, die eher der wasserbenetzten Haut eines Krokodils ähnelte als der eines Menschen.

Nachdem er sie aus einer Fensteröffnung des Rovers gezerrt hatte – der Rahmen war so verbogen, dass die Tür nicht aufzukriegen war -, verspürte er den unwiderstehlichen Drang, die beiden Hälften des Helms auseinander zu stemmen und ihren Kopf freizulegen, auch wenn sie tausendmal gesagt hatte, er sollte sie ohne Verzögerung in den Kryosarg legen. Er konnte nicht anders, er musste sie sehen, auch wenn er sich davor fürchtete, was er erblicken würde.

Mit einem kräftigen Ruck brach er dem Helm vollständig entzwei, wobei ihm eine Wolke vereister Splitter entgegen schoss. Svarnaar zuckte erschrocken zurück. Dann beugte er sich wieder vor und versuchte zu verstehen, was er sah. Leise Beschwörungen stammelnd ging er einen Schritt rückwärts. Ihm zu Füßen lag das Fleisch gewordene Abbild einer Ausgeburt der Hölle, wie sie in den zeitlosen Labyrinthen im Berg Olymp auf dem Mars in den Fels gehauen waren. Wobei … war das Fleisch? Es sah eher aus wie die erstarrte Galle eines Vulkans.

In diesem Moment zitterte die schuppige Haut dort, wo sich Jos Augen befanden, und wurde durchsichtig. Eine ihrer krallenbewehrten Hände schnellte vor und packte Svarnaars Kopf, ohne jedoch dass die Dornen seinen Anzug beschädigten. Dünne kräftige Schlingen, biegsam wie die Zweige einer Weide, aber hart wie Stein schlangen sich um ihn, zogen ihn zu Jos Gesicht herab. Es gab ein hässlich quietschendes Geräusch, als sein Helm über die harte Struktur ihrer Stirn strich. Ihre Stimme drang als tiefes Brummen in seinen Kopf.

»In den Sarg! Und an den Vitalautomaten! Jetzt!«, befahl sie. Ihre Hand löste sich und die Schuppen über den Augen wurden wieder matt.

*

Stellen wir uns ein Raumschiff vor, das mit Überlichtgeschwindigkeit fliegt und tragen es in unser Raum-Zeit-Diagramm ein. Es kann natürlich genauso gut durch den Hyperraum fliegen oder ein Wurmloch. Das Ergebnis bliebe dasselbe.

Eine rote Linie erschien, flacher als die beiden grünen, die zwei Lichtstrahlen nach rechts und links darstellten.

Wir sehen: seine Weltlinie ist flacher als die des Lichts. Erinnert Ihr Euch daran, dass nach oben die Zeit und nach rechts eine Raumachse, also eine Länge aufgetragen ist? Noch sieht alles gut aus, nicht wahr? Es scheint nichts Besonderes passiert zu sein. Wenn wir uns jetzt aber verschiedene Systeme betrachten, die sich gegenüber dem unseren bewegen, …

Verzerrte Gitter in Pastelltönen tauchten auf, das blassblaue nach links, das rosa nach rechts geneigt.

… finden wir auch solche, in denen sich das Raumschiff in der Zeit rückwärts bewegt! Damit werden nicht nur sämtlichen Zeit-Paradoxien Tür und Tor geöffnet, es wird auch die innere Kausalität der Vorgänge in unserem Universum empfindlich gestört. Es entstehen Regionen, die nicht mehr mit dem Gesetz von der natürlichen Erhöhung der Entropie zu vereinbaren sind. In diesen Gebieten wird es Umkehrungen in der Zeit geben, Strömungen und Wirbel, die nicht mehr von Menschen zu kontrollieren sind …

»Himmel, ist das öde

Milena Himiko Komore hätte sich gern die Schläfen gerieben, aber sie konnte die Arme nicht bewegen. Die Beine auch nicht, ebenso wenig wie den Kopf, das Becken oder die Schultern. Sie lag fixiert in ihrer automatischen Traumkammer, die kaum größer war als sie selbst. So beschränkte sie sich darauf, gequält mit den Augen zu rollen.

Während des induzierten Schlafs war die Beengung kein Problem, und in der Aufwachphase waren noch genug Glücksbringer im Blut, die jeden Anflug von Klaustrophobie unterdrückten. Dennoch fühlte sich die Schwerelosigkeit in dieser Umgebung und diesem Moment seltsam an; weniger ungewohnt – dafür hatte sie schon zu viel Zeit im Weltraum verbracht – als vielmehr unpassend nach diesem langen Schlaf voller geliehener Träume.

Seit einiger Zeit stand der Mars unter der Kontrolle der Junta von Einsteins Kausaler Kirche, der EKK, die den Planeten gegen die Außenwelt abschottete. Jede Fracht, jede Person und jede Art von Information, die dorthin unterwegs war, wurde strengstens kontrolliert. Sie hatte die nicht unbegründete Furcht vor Infiltration durch den Geheimdienst und das Militär der Vereinten Planeten. Dabei war zurzeit weder die EKK noch der Mars eines der dringendsten Ziele der VP. Auch wenn es für Berichterstatter und Touristen noch möglich war, ein Kurzzeitvisum zu bekommen, um ausgewählte Sehenswürdigkeiten und Naturschauspiele auf dem Planeten anzusehen, wurden Lebensdaten und Profile der Einreisenden eingehend überprüft. Die EKK wollte sich auf keinen Fall eine Laus in den Pelz setzen. Passagiere durften nur in Schlafcontainern befördert werden und mussten bereits im Erdorbit in den Überführungsschlaf versetzt werden. Erst kurz vor dem Umstieg in die Transfershuttles auf Phobos, einem der beiden winzigen Marsmonde, wurden sie wieder aufgeweckt. Das Bordpersonal bestand ausschließlich aus Angehörigen der Einstein-Kirche.

Auf einem dieser Transfers befand sich Milena. Da sie bereits vor einer Viertelstunde aus dem Schlaf gedämmert war, mussten sie im Anflug auf Phobos sein. Teils aus Langeweile, teils aus dem Gefühl heraus, sich etwas Wissen aneignen zu müssen, das sie während ihrer Ausbildung so penetrant und erfolgreich ignoriert hatte, hatte sie per Zerebralkontrolle einen Anfängerkurs über die Einstein’schen Theorien ausgewählt. Vielleicht brachte er ihr weitere Erkenntnisse über den tieferen Sinn der Ideen, die die EKK verbreitete. Aber sie erfuhr nichts dergleichen, außer den paar vagen Andeutungen von Paradoxien und Zeit-Wirrwarr, die die Verwendung der verschiedenen Überlicht-Technologien mit sich bringen sollten. Hoffentlich musste sie sich mit diesen Mist nicht auskennen, wenn sie sich durch die Einstein-Spinner schnüffelte.

Offiziell war sie als Touristin unterwegs, und ihr Beruf hatte nicht im Entferntesten etwas mit Polizei, Geheimdienst oder auch nur im weitesten Sinne mit den Behörden der VP zu tun. Sie war Biologin, spezialisiert auf die besonderen Bedingungen, die bei der Anlage von Parks in Mikroschwerkraft und auf Orbitalstationen herrschten. Ihre Vita war lückenlos. Ihre Vorgesetzten hatten ihr diese Reise nur unter starken Vorbehalten gestattet. Keine persönlichen Feldzüge, schon gar nicht unter den Augen der EKK. Joselyn N., sollte sie überhaupt noch am Leben sein, war für sie tabu. Um die Ermittlungsbehörden der Erde nicht in Misskredit zu bringen, hatte man ihr diese Tarnidentität verschafft, die ausschließlich dazu dienen sollte, an den touristischen Ereignissen teilzunehmen und nicht verhaftet zu werden.

Freilich hatte Milena ihre eigene Version dieser gutgemeinten aber allzu durchsichtigen Auflagen. Warum hätten ihre Vorgesetzten ihr eine solche Tarnung verpassen und sie zum Mars ziehen lassen sollen, obwohl ihnen klar sein musste, dass Milena nicht eher ruhen würde, bis sie sah, wie die Asche dieser Mörderin von den Marswinden davongetragen wurde? Weil sie, ebenso wie Komore, die Auslöschung dieser Person wollten; weil sie wussten, wie groß die Gefahr war, die von Joselyn N. ausging, und wie stark das Interesse der EKK an ihr war. Das hatte ihnen der Triton-Zwischenfall deutlich vor Augen geführt. Offiziell jedoch wollten sie nichts damit zu tun haben, also war Milena auf sich allein gestellt.

Sie hatte nur einen einzigen Anlaufpunkt auf dem Mars: eine Kontaktperson, die sie mit Informationen zu außergewöhnlichen Transporten und Raumschiff-Aktivitäten des letzten Jahres versorgen sollte.

Genervt von den Einstein-Theorien und dem vor ideologischem Eifer strotzenden Geschwätz, schaltete sie mit einem Gedankenimpuls auf eine Außenansicht der Fähre, die sich kurz vor dem Andockmanöver an eins der Terminals von Phobos Port befand, als sie eine geduckte Gestalt erblickte, die behäbig über die Außenwand der Fähre kletterte. Zuerst dachte sie an einen Roboter. Aber die geschmeidigen Bewegungen, mit denen Arme und Beine – sehr lange, unmenschlich gebogene Arme und Beine – den gedrungenen Körper über die Oberfläche beförderten und das instinktive Schlenkern des Kopfes, das aussah, als wollte sie ein Insekt verscheuchen oder Haare aus dem schlenkern, kannte sie von keinem künstlichen Wesen.

Bevor sie einen Befehl zur Sichtsteuerung signalisieren konnte, drehte das Wesen den Kopf und blickte direkt in die Kamera. Es war ein tiefschwarzer Schemen vor der in blendend helles Flutlicht getauchten Anlegebucht. Dennoch schien es Milena, als glühte das Wesen aus schmalen Augenschlitzen, und eine fremde Stimme in ihrem Kopf zischte: ›Komore, jetzt komme ich dich holen!‹

Milena erschrak. Sofort rief sie Kontrastverstärker und Mustererkenner auf, und das zunächst noch schwarze Shuttle gab alle Details seiner Oberfläche preis. In der Anlegebucht wurde das Dickicht gelb umringter Greifer, Streben, Kennungen und Zeichen sichtbar. Alles war zu erkennen, nur die lauernde Gestalt blieb pechschwarz mit Augen wie glimmende Strahler in einer bodenlosen Tiefe. Milena zoomte den Bildausschnitt, doch im nächsten Moment glitt der Schatten in eine Ritze der Außenhaut, die viel zu eng für ihn schien, und war verschwunden.

»Lasst mich raus«, schrie Milena und rüttelte an ihrer Umklammerung, doch nach und nach erschlafften ihre zitternden Muskeln und sie konnte sich wieder beruhigen.

»Nana«, säuselte eine sonore Stimme in ihrem Kopf, »du bist schon wach? Keine Angst, die Sensoren zeigen an, dass du soeben aufgewacht bist. Du hattest wohl einen schlechten Traum? Nur keine Panik, das ist nicht ungewöhnlich. Wie … Kotzerei beim Fliegen … passiert öfter.«

Milena stöhnte. Hatte sie das eben nur geträumt? Dabei war es so … real gewesen – abgesehen von der Tatsache, dass alle Zugriffe auf die Kameras in gewisser Weise virtuell waren.

»Möchtest du ein bisschen Ablenkung? Alles im Preis inbegriffen. Entspanne dich. Deine Beine, die Arme, die Brust, den Bauch. Atme langsam und ruhig, lass dich gehen. Ich werde dich massieren.« Das letzte Wort flüsterte der virtuelle Gigolo nur noch, während sich prinkelnde Wellen elektrischer Stimulanz über Milenas Rücken ergossen. Kurz danach begannen die morphbaren Segmente der Kammer den Kapuzenmuskel zu kneten; zuerst leicht, dann zunehmend fester. Am Ziehen ihrer Schulter bei dieser Prozedur merkte Milena, wie verspannt sie tatsächlich war und wie sehr ihr die Massage guttat. Ihre Gedanken galten nun nicht mehr der schemenhaften Spukgestalt, die sie glaubte auf der Fähre gesehen zu haben. Kurz dachte sie noch an ihren Kontakt auf dem Mars und rekapitulierte die Erkennungsmerkmale, bevor sie im Nebel des letzten Rests der Traumdroge wegdämmerte.

*

Der alte Fotoprint wurde weich an den Stellen, wo sich die Feuchtigkeit der Träne ausbreitete. Die Umrisse der Blume, die das Mädchen in der Hand hielt, verschwammen in wässrigem Rot. Sie drückte den Arm ihrer Mutter, kuschelte sich an ihn wie einst an ihren Teddy und strahlte in die Kamera; die Mutter hatte ihr den Kopf zugeneigt, warf dem Fotografen aber ein wissendes Lächeln zu, das zu sagen schien: ›Sie liebt dich für diese Blume … und ich tue es auch.‹ Den Stiel der Rose, einer der letzten, die es auf dem Mars gegeben hatte, hielt das Mädchen so behutsam, als wollte sie die kostbare Pflanze lediglich daran hindern hinunter zu fallen … oder davon zu fliegen. Sie hatte von jeher die Faszination ihrer Eltern für Pflanzen geteilt und war sich auch ihrer Kostbarkeit und Bedeutung für die Menschen bewusst. Später wollte sie, ebenso wie Pendergast und seine Frau es taten, die Pflanzen studieren und erforschen.

Das war das letzte Foto von seiner Tochter Clara und Violetta, seiner Frau. Es war Claras zwölfter Geburtstag gewesen, vor zwei Monaten. Die Rose war nach kaum einer Woche trotz Claras aufopferungsvoller Pflege verwelkt. Das war vorauszusehen und nicht zu ändern gewesen, hatten sie die Eltern getröstet. So war der Lauf des Lebens.

Was nicht vorauszusehen gewesen war und nicht dem Lauf seines Lebens entsprochen hatte, so wie Pendergast es sich vorgestellt hatte, war Claras und Violettas spurloses Verschwinden drei Tage später. Weder Bekannte, noch Nachbarn, noch die Behörden hatten ihm etwas über deren Verbleib sagen können. Die Fahndung nach den Vermissten war nicht sehr intensiv, überdies nachlässig geführt gewesen, soweit Pendergast das beurteilen konnte. Nach weniger als zwei Wochen war sie eingestellt, die Akte geschlossen und eine Kopie auf irgendeiner Backup-Jukebox in den dunklen Kellern der Behörden abgelegt worden.

Pendergast legte den Fotoprint neben die vertrockneten Überreste von Claras Rose.

Spurlos. Bis zu jenem Tag als er die Bekanntschaft eines bärenhaften Mannes gemacht hatte, der behauptete, Clara und Violetta seien in der Gewalt seiner Herrin, gefangen in Traumkammern an einem unbekannten Ort. Sie würden wieder auftauchen ohne Erinnerungen an die Zeit seit der Entführung und ihr altes Leben wieder aufnehmen können ohne Trauma und ohne Furcht.

Das Einzige, was seine Herrin … warum um alles in der Welt nannte er sie Herrin? Das passte weder zu einer kriminellen Organisation noch zu einer militärischen Einheit. Das Einzige also, was sie von Pendergast verlangte, war, dass er die Touristin, die er bald empfangen würde, an einen bestimmten Ort brachte. Sobald sie an jenem Ort eintraf, würden Clara und Violetta aufgeweckt und gefunden werden. Wenn nicht … Pendergast wollte nicht an die latenten Gefahren von Traumkammern denken; wie sie aus einer unausgegorenen Methode entwickelt worden waren, Menschen in Tiefschlaf zu versetzen, um die riesigen Entfenungen zwischen den Planeten und den Sternen in einer Lebenszeit zu überbrücken; wie die ersten Fehlschläge zu der Erfindung der Kryosärge und deren Verwendung zur Aufbewahrung von Schwerverbrechern führte; wie hunderte, vielleicht tausende dieser militärischen Variante auf Triton im ewigen Eis mit ihrem leblosen Inhalt lagen und ob … Oh Gott, nein! … seine Clara, seine Violetta womöglich auf Triton … ?

Milena Himiko Komore durfte auf keinen Fall Verdacht schöpfen; er musste sie in die hermetisch abgeriegelten Höhlensysteme des Vulkans, in das Labyrinth von Olympus Deep schleusen. Dort befanden sich die Luftaufbereitungsanlagen, Seen voller Sauerstoff produzierender Algen, Felder und Fabriken zur Nahrungsmittelproduktion; allesamt Anlagen zur Zucht und Verarbeitung von Pflanzen. Sie gab sich als Biologin aus, und für ihn als Biologe bot sich so ein ausgezeichneter Vorwand, sie dorthin zu bringen. Sein Ziel, wohin er Komore geleiten sollte, war allerdings eine Einrichtung, die der Hüne nur geheimnisvoll als Brutstätte bezeichnete.

Für den Fall, dass sie argwöhnisch würde oder sie sich nicht überreden ließe, hatte der Hüne Pendergast ein kleines Gerät gegeben, das er als Neuralschocker bezeichnete. Es war glatt wie ein Kieselstein und so klein, dass es fast vollständig in seiner geschlossen Faust verschwand. Ein bestimmter Impuls seiner Hand genügte, und das Gerät morphte zu einer weichen Substanz, schlüpfte wie Melasse durch die Finger, umschloss seine Hand wie eine gummiartige Haut und erhärtete. Einzelne Finger waren nicht mehr zu unterscheiden, an den Knöcheln hatten sich mehrere Auswüchse gebildet. Es hatte den Anschein, als wäre auf Pendergasts Armstumpf eine grob modellierte aber polierte Marmorfaust mit einem schwach glimmenden Schlagring gewachsen. Diese Offenbarung einer absurd fantastischen Technologie überzeugte ihn davon, dass der Hüne ein Gesandter der militärischen Gewalt der EKK war und dass es völlig gleichgültig war, ob er bezüglich seiner Frau und seiner Tochter die Wahrheit sagte oder nicht. Solange nur die wage Hoffnung bestand, sie zu ihm zurück zu holen, blieb ihm nur diese eine Möglichkeit.

Was jedoch diese seltsame Waffe betraf, wollte er sich nicht ausschließlich darauf verlassen. Zur Sicherheit steckte er noch seine zuverlässige alte Thunder Blow ein, auch wenn der Hüne ihm eingeschärft hatte, Komore nicht zu töten. Aber es gab mehr als eine Möglichkeit, eine Schallwaffe zu benutzen.

*

Nachdem sie die Sicherheitskontrollen in Phobos Port passiert hatte, war Milena in ein Transfershuttle umgestiegen, das sie zum Raumhafen außerhalb von Olympos Deep brachte. Dort traf sie Pendergast, ihren Kontaktmann. Von Josely N. fehlte seit dem Erlebnis auf der Fähre jede Spur. Wahrscheinlich war sie wirklich nur einem Hirngespinst aufgesessen, irgendeinem Artefakt, das die Traumdrogen hinterlassen hatten.

Pendergast war erfreulich gut vorbereitet. Er informierte Milena über Aktivitäten, Fracht- und Passagiertransporte, die vermutlich mit dem Triton-Zwischenfall und damit auch mit Joselyn N. zu tun hatten. Er kam zu dem Schluss, dass sich in den Labyrinthen von Olympos Deep etwas abspielte, was für die VP von großer Wichtigkeit sein dürfte. Er hatte natürlich keine Ahnung, dass sie nur aus dem Grund hergekommen war, um Joselyn N. habhaft zu werden. Aber zufälligerweise hatte er mit seinen Schlussfolgerungen genau ins Schwarze getroffen. Milenas Interesse war geweckt. Mehr noch, sie brannte regelrecht darauf, die Labyrinthe zu untersuchen.

*

Milena hatte keine Ahnung, wie es Pendergast gelungen war, an Passierchips für die inneren Bereiche des Labyrinths zu kommen. Im Grunde wollte sie es auch gar nicht wissen, so sehr war sie auf ihre Jagd nach Joselyn N. fixiert. Dennoch entging ihr nicht, dass irgendetwas an dieser Person seltsam war, unecht. Und es war nicht die bemühte Freundlichkeit, mit der er sie behandelte. Dass er ihr tatsächlicher Kontaktmann war, stand für sie außer Frage. Ihr DNS-Scanner hatte ihn identifiziert. Aber er verbarg etwas. Das, was er sagte, und sein Verhalten passten nicht zusammen, beinahe so, als würde er unter Zwang handeln. Es war nicht gut, sich auf ihn zu verlassen; es war nicht einmal gut, sich von ihm in die Minen von Olympos Deep begleiten zu lassen, die, je tiefer sie hinabstiegen, immer verlassener wurden. Unter den Leuten, auf die sie stießen, waren kaum noch Zivilisten. Je weiter sie vordrangen, umso öfter wurden sie von Patrouillen kontrolliert, die immer schwerer bewaffnet und gepanzert waren. Milena wurde immer unwohler zumute, aber Pendergast schritt unbeirrbar voran mit glitzerndem Angstschweiß auf der Stirn und vorgetäuschter Zuversicht.

»In den Tiefen der Minen – Sie werden sicherlich davon gehört haben – gibt es seltsame Orte, die, will man den Behauptungen der Kirche Glauben schenken, einen verbotenen Pfad in die Zukunft … oder in eine mögliche Zukunft darstellen. Sie kennen doch die Befürchtungen der EKK wegen verlorener Kausalität und so weiter?«

Milena stöhnte leise auf. Bitte, bitte, nicht schon wieder dieser Einstein-Käse! Aber das war nicht das Einzige, wovon sie eine Gänsehaut bekam. Sie hatten den Bereich der Bioanlagen bereits hinter sich gelassen, als sie abrupt stehen blieb.

»So geht das nicht, Pendergast«, entschied sie. »Wenn ich hier weiter erkunde, brauche ich Ausrüstung. Im Augenblick habe ich nichts als meinen Körper zur Verteidigung.«

Pendergast zögerte, sah sie beinahe entschuldigend an, als wäre etwas eingetreten, wovor er sich die ganze Zeit gefürchtet hatte. Dann erzählte er Milena die alte Geschichte von wissenschaftlichen Geheimnissen und dass wirklich keine Gefahr bestand, solange er bei ihr war. Milena verzog den Mund, als hätte sie auf eine Zitrone gebissen. Ihr eine solche Lüge aufzutischen, das war dreist … dumm … oder verzweifelt. Während er sich wand und nach weiteren Vorwänden suchte, weiter zu gehen und seinen Auftrag zu erfüllen, ließ er seine Hand vorsichtig in die Tasche gleiten. Ebenso vorsichtig zog er den von seiner Faust umschlossenen Neuralschocker heraus. Er fand jedoch keine Gelegenheit mehr, ihn zu aktivieren, da ihm Milena blitzschnell den Arm auf den Rücken gedreht und ihm die Waffe entwunden hatte. Ein schmerzhafter Schlag schickte ihn zu Boden.

Sie widerstand dem antrainierten Impuls, ihn unschädlich zu machen, und zischte stattdessen: »Raus mit der Sprache, Pendergast. Was erwartet mich in Olympos Deep? Und was, bei den vergessenen Leichen von Satans Loft, ist das hier?« Sie zeigte ihm den kleinen Kiesel, den sie ihm entrungen hatte.

Pendergast schnaufte resignierend und rieb sich den Nacken, dort, wo sie ihn getroffen hatte. Schließlich berichtete er mit bebender Stimme, was vorgefallen, was seiner Frau und seiner Tochter widerfahren war und was er hätte tun sollen, um sie zu retten.

»Ein … Neuralschocker.« Milena blickte ihn zweifend an und rollte dann den Stein in der flachen Hand hin und her. »Erklären Sie mir, wie er funktioniert.«

Pendergast rappelte sich hoch und tat es.

Ehe er wusste, was geschah, hatte sie die von der Waffe umschossene Hand auf ihn gerichtet; ehe er verstand, woher der Schmerz kam, der ihn vom Rückenmark in die Beine strömte, der hinauf in den Kopf schoss, so stark, als ob sein Schädel gespalten würde, und welche Macht ihm die Kontrolle über seine Muskeln entrissen hatte, stürzte er wie ein gefällter Baum zu Boden und krümmte sich stöhnend im Staub.

Milena stand schnaubend über ihm. Ein paar Sekunden lang, als es so aussah, ihm könnte die Atmung versagen, war sie nicht imstande zu handeln. Später war sich nicht einmal sicher, ob sie fasziniert gewesen war von der Wirkung des Neuralschockers oder ob sie Genugtuung darüber empfunden hatte, wie er sich hilflos zu ihren Füßen gewunden hatte. Ein Zucken der Fingermuskulatur, und sie konnte über jeden Gegner die Qualen der Hölle hereinbrechen lassen. Erstaunt, beinahe ehrfürchtig betrachtete sie ihren Arm. Aber die steingewordene Skulptur war verschwunden, an ihrer Stelle befand sich jetzt eine metallene Maschine, eine künstliche Extremität, matt schimmernd im bläulichen Zwielicht des Stollens. Der Gang verschwamm vor ihren Augen, Pendergast stöhnte fern der Wahrnehmung ihrer Sinne, die Welt um sie herum versank hinter einem Schleier. Während der fremde Arm, der ihrer Schulter entsprang, immer deutlicher zutage trat: eingravierte und erhabene Strukturen, die Leitungen sein mochten. Ein leises, aber unverkennbares Summen, begleitete die Bewegung kleiner Elemente, Bewegungen, die sie meinte, selbst herbeigeführt zu haben. Sie nahm einen fremdartigen Geruch wahr, der von diesem Arm herrührte, aber keine Erinnerung mochte dazu passen. Obwohl sie keine Ahnung hatte, worum es sich handelte … vielleicht aber auch gerade deshalb …, war sie sich sicher, dass es ein Konstrukt nicht menschlicher Wesen war. Einerseits war sie entsetzt über diese Erkenntnis, andererseits beglückt über dieses Geschenk unumschränkter Macht. Letzteres Geheimnis offenbarte sich ihr wie ein göttlicher Funke, wie Gedanken, Stimmen und Erscheinungen im Drogenrausch. Wenngleich die einzig rationale Reaktion Panik gewesen wäre, grinste sie einen Moment frei von Sorgen, fast einfältig auf die Apparatur … bis sich, durch eine nicht wahrnehmbare Bö davongeweht, der ganze Spuk auflöste und ihr richtiger Arm mit der aufgesetzten Hülle des Neuralschockers wieder Gestalt annahm; das lange Gewölbe, das Leuchtgeflecht, von dem das kalte Licht ausging, und die von Staub umwölkte Gestalt Pendergasts verdichteten sich wie auf ein unhörbares Kommando zu festen Körpern. Nichts blieb übrig als eine auf verstörende Art sehr vertraute Erinnerung, ein Echo von Bildern längst vergangener Tage oder einer fernen Zukunft.

›Das muss an diesem Labyrinth liegen. Ob das mit den Auswirkungen der verbotenen Pfade in die Zukunft zusammenhängt, von denen die EKK behauptet, sie kämen durch die Überlichttechnologien zustande?‹ Milena schüttelte diesen absurden Gedanken ab. ›Nichts als Illusion. Vermutlich ist das Atemgemisch in den Minen daran schuld.‹

Dann wandte sie sich wieder Pendergast zu, bei dem die Schockwirkung nachzulassen begann. »Das war … verdammt …« Sie drohte ihm mit der unbewehrten Faust. ›Unprofessionell‹, hatte sie sagen wollen, ›idiotisch, stümperhaft. Ihre Familie ist längst tot. Wenn nicht, wird sie es sein, selbst wenn Sie mich ausliefern! Das ist Verrat an der Erde, an der ERK … und an mir! Ich sollte Sie vor ein Kriegsgericht bringen oder gleich hier abknallen!‹

Stattdessen seufzte sie tief … die Nachwirkungen ihrer traumhaften Erinnerung schwirrten noch durch ihre Gedanken … »Ich kann Sie sogar verstehen.« … und ließ die Arme sinken. ›Ich hätte womöglich selbst so gehandelt‹, fügte sie im Stillen hinzu.

»Aber das … das …« Sie machte ein paar Schritte weiter ins Labyrinth und winkte ihm zu, ihr zu folgen. »… das ist wirklich unprofessionell. Milena, du bist eine Idiotin.« Die letzte Bemerkung flüsterte sie nur noch.

Nach einer Weile betraten sie die Galerie einer riesigen Halle, und der Anblick, der sich ihr bot, war schlicht atemberaubend. Unter einer steinernen Kuppel, deren Scheitel sie im Dämmerlicht nur erahnen konnte, breitete sich ein Raum aus, mindestens hundert Meter in jede Richtung, der aus etlichen Reihen dutzender, vielleicht hunderter Brutkammern bestand. Säuberlich nebeneinander aufgereiht mit genug Platz, damit man zwischen ihnen hindurchgehen konnte, bildeten sie ein riesiges Parkett aus sargförmigen Elementen. Ein fahler, grünlicher Schimmer ging von ihnen aus, der, da es sich um die einzige Lichtquelle handelte, nur schwer erkennen ließ, wer oder was hier erbrütet wurde. In der Mitte der Halle wachte auf einem Podest eine dunkle Skulptur, übermannshoch. Einer der Apostel oder Propheten der EKK, vermutete Milena. Aber mit der Geschichte der Kirche hatte sie sich ebenso wenig befasst wie mit deren wissenschaftlichen Wirrungen.

Als sie über eine Treppe nach unten gestiegen waren, konnten sie erkennen, was da in den irisierenden Glaskästen in einer gallertartigen Flüssigkeit, angeschlossen an die Nabelschnüre von Vitalautomaten heranwuchs.

»Menschen«, japste Pendergast, der nervös mit den Augen zwinkerte. »Mein Gott, sind das die Menschen aus den Ghettos?«

Milena umrundete eine der Brutkammern. »Sehen Sie sich diese Arme an … und die Beine … und diese Haut scheint mir nicht die eines Menschen zu sein … oder stark mutiert.«

»Ihr habt beide recht.« Eine zischende Stimme, die klang, als strömte Gas aus einer kleinen Öffnung, ließ die beiden herumfahren. »Die Auserwählten sind tatsächlich mit Transporten aus der Peripherie von Olympus Deep gekommen.« Die absonderliche Skulptur im Zentrum der Halle stieg mit geschmeidigen, aber verstörend unmenschlichen Bewegungen von ihrem Podest. »Und ja, sie sind nur noch Schatten ihres früheren Selbst, ihrer vergangenen, unvollkommenen und höchst erbärmlichen Existenz als – Menschen

»Joselyn N.«, entfuhr es Milena in einer plötzlichen Eingebung, aber noch ehe sie sich dessen richtig bewusst wurde, jagte glühender Schmerz ihren Waffenarm empor und entlud ein Gewitter brennender Qual über ihr Rückgrat. Ihre Beinmuskulatur verkrampfte, ihre Arme pressten sich schmerzhaft gegen den Rumpf, ihre Kiefer rieben knirschend gegeneinander. Hilflos nahm sie war, dass ihr Körper der Schwerkraft folgend gegen den Rahmen der Brutkammer rummste, die sie gerade studiert hatten, und dann auf den Boden schlug. Der Aufprall war nicht ganz so hart, wie er auf der Erde gewesen wäre, aber in der Kakofonie glühender Pein wäre er ohnedies untergegangen. Die erste Schmerzwelle verebbte, und sie tauchte kurz in den Nebel der Endorphine, die viel zu schwach anströmten, um der Gewalt des Neuralschockers etwas entgegensetzen zu können. Joselyn N. hatte entweder dieselbe Waffe oder sie konnte Milenas gegen sie einsetzen. Hätte Milena die Zeit gehabt, darüber zu theoretisieren, hätte sie auf letzteres getippt, da der Schmerz aus ihrem Arm gekommen war.

Ein Geräusch wie ein pfeifendes Überdrückventil hallte über den Brutkammern: das schrille Lachen von Jo Nemesis. »Schön, dass du den Schocker an dich genommen hast. Ich hatte es gehofft, aber nicht erwartet, aber … man soll seine Gegner nie unterschätzen.« Wieder das Lachen. »Einen Unterschied hätte es freilich nicht gemacht, es bereitet mir nur ein bisschen mehr Spaß, dich leiden zu sehen.«

»Es … tut mir … wirklich leid«, flüsterte Pendergast, während er hinter dem Lauf seiner kleinen Thunder Blow, die er auf ihre Brust gerichtet hielt, angespannt schwitzte. »Sie haben meine Familie, mein ein und alles … ich kann nicht anders.«

»Sparen Sie sich Ihre Ausflüchte«, presste Milena zwischen den Zähnen hervor. »Sie sind nicht besser als die. Was denken Sie, was die mit Ihnen machen werden, wenn sie mit mir fertig sind?«

In diesem Moment schien es, als wollte Pendergast die Waffe gegen sich selbst richten. Ein Zittern durchlief seine Arme und Beine, er schwankte und stürzte schwer neben ihr zu Boden. Nur ein dunkler Punkt auf der Stirn inmitten eines kleinen Rings aus verkohlter Haut kennzeichnete den Ort, wo ihn der Laser gestreift hatte. Der Schock hatte ihn umgeworfen. Hastig tastete Milena nach seiner Waffe. Da sie ihre zitternden Beine und ihr schmerzender Rücken am Boden festhielten, rollte sie mit der gezückten Thunder Blow hinter der Kante der Brutkammer hervor. Keinen Moment zu früh, denn Jo Nemesis kauerte auf dem grünlich schimmernden Glas einer der Kammern keine fünf Meter von ihr entfernt.

Der Schuss der Thunder Blow durchschlug die Breitseite der Kammer, auf der sich Jo befand, ebenso eine Reihe von Kammern dahinter, wo der Schalldruck noch groß genug war. Er brachte die Flüssigkeit zur Explosion, Glasdeckel zersprangen und schleuderten Splitter und Brutflüssigkeit und Teile der bedauernswerten Kreaturen durch den Raum. Jo stolperte, schien zu fallen, fing sich aber mit einer ihrer langen Extremitäten. Sie hielt kurz inne. Es schien, als lächelte sie Milena aus starren Augen entgegen. Für einen kurzen Augenblick verschwand sie im Schatten. Dann sprang sie wie von der Feder geschnellt nach vorne, die letzten Meter, die sie von ihrer Todfeindin trennten. In nächsten Moment erstrahlte die Kuppel im tödlichen Glanz pfeifender Plasmageschosse. Mitten im Sprung fing Jo Feuer, blendend hell, als hätte man den Schlund eines Hochofens geöffnet, verwandelte sich in Schlacke, in ein Netz verbrannten Gewebes, das auseinanderstrebte, sich aber nicht trennen wollte. Unaufhaltsam fiel der glühende Körper auf Milena zu. Sie hatte gerade noch Kraft, sich in letzter Sekunde hinter dem Brutkasten in Deckung zu bringen, bevor die Überreste von Jo Nemesis rauchend zu Boden regneten.

Den Nachhall der Plasmageschosse noch in den Ohren vernahm sie undeutlich Kommandogeschrei; schnelle, schwere Schritte hinter ihr und das Klong-Klong von gepanzerten Sohlen auf den stählernen Treppen, die von der Galerie hinabführten; vor ihr weitere Explosionen. Ein Großteil der Brutkammern stand in Flammen. Gepanzerte Gestalten mit gezückten Sturmwaffen, gedrungene Scherenschnitte vor der lodernden Flammenwand, packten Pendergast und schleiften ihn rückwärts aus ihrem Sichtbereich. Gleich darauf wurde sie hochgerissen und unsanft auf eine Schulter gewuchtet. Der Aufprall presste ihr die Luft aus den Lungen. Sie rang nach Atem, was in der Umklammerung, in der sie sich befand, nicht leicht war; begann gleichzeitig, gegen den Schmerz in ihrem Rücken anzukämpfen, der jetzt wieder aufflammte; versuchte sich zu orientieren, während die Gestalt, die sie trug, im Zeitraffertempo über die Reihen der Brutkammern hinwegsetzte, geschickt wie ein Affe das Gerüst zur Galerie erklomm, wo sie in dichten Rauch gerieten. Mit großen Sätzen flohen sie über einen Steg noch höher hinauf. Undeutlich nahm Milena eine Öffnung wahr, die immer größer und größer wurde, bis sie von ihr verschluckt wurden.

Aus der Ferne drangen noch unverständliche Rufe zu ihr, kurz und militärisch; sie wehrte sich gegen die aufkommende Übelkeit und eine nahe Ohnmacht. Plötzlich spürte sie die Gluthitze einer Feuerwalze, die draußen vorbeigerollt sein musste, imaginierte wie sich der Boden wellte, Türrahmen schmolzen und das Leuchtgeflecht an den Wänden wie Feuerwerk zerbarst. Sie schrie ihren Schmerz in die Dunkelheit.

»Keine Angst«, zischte eine Stimme nahe an ihrem Ohr, »so billig kommst du mir nicht davon, Komore. Das war nur ein kleiner Vorgeschmack, auf das, was noch kommen wird.«

Dann zog sie Milena mit sich fort.

– Ende –

Copyright © 2015 by Leon Ferri

Bildrechte: DIE FRÜHEN FÄLLE DER MILENA HIMIKO KOMORE” (milena-antho-cover.jpg) © 2013 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: http://saargau-arts.de/

Bildrechte: “Eingangsgrafik” (Nemesis.jpg) © 2013 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: http://saargau-arts.de/

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Bd. 7: Foundation 3 – Shepards Klon
von Walters, Mac / Clarke, Matthew

.
Verlag:  Panini Verlags GmbH
Medium:  Buch
Seiten:  120
Format:  Kartoniert
Sprache:  Deutsch
Erschienen:  Januar 2015
Originaltitel:  Mass Effect: Foundation Vol. 3
Maße:  263 x 172 mm
Gewicht:  462 g
ISBN-10:  3957981875
ISBN-13:  9783957981875

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Mass Effect zählt zu den populärsten Science-Fiction-Videospielen-Reihen aller Zeiten. In den Comics zum Spiel inszeniert Mac Walters, der als Autor für die Teile 3 und 4 der Spiele-Saga verantwortlich war, brandneue Comic-Abenteuer mit bekannten Helden und Schurken. Neben neuen Episoden und Hintergründen ergänzt die Graphic Novel außerdem die Geschichte der Spielerweiterung Mass Effect 3: Citadel, mit dem die Sphäre von Mass Effect 3 abschließend vergrößert wurde.

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Updated: 29. April 2017 — 14:42

36 Comments

Add a Comment
  1. So, Spendenbutton wieder in Funktion!

  2. Vielen Dank, ich wollte schon losheulen 😉 Viel Spaß euch allen mit meiner neuen Milena-Episode.

  3. gefällt mir und hat mich auf was aufmerksam gemacht im Leben der Milena, das ich noch klären muss in einer der nächsten Storys über ihr.

  4. Martina Müller

    He klasse! Habs komplett gelesen. Hoffentlich ist es nicht zu lang für die Juroren, die dafür stimmen sollen! 😉

  5. Martina Müller

    Machst du den Buzchtipp selbst, Ferrie? Ausserdem solltest du den Text nochmal durch ein Rechschreibprogramm schicken und nochmal lesen, habe unmengen von Tippfehlern gefunden. Wäre schade um so ein gutes Werk! 😉

  6. Der Schreibstil gefällt mir.
    Was mir weniger gefällt ist die Informationsflut, während die Geschichte nur an 2-3 Stellen interessant wird und dezent Spannung verbreitet.
    Unter einer „knackigen“ Kurzgeschichte verstehe ich etwas anderes.
    Deine steht nicht für sich allein, ist mit anderes Geschichten verbunden, was es dem Leser nicht erleichtert, einen schnellen Zugang zu finden.
    Dazu kommt eine relativ hohe (in Bezug auf die Länge) Fehlerquote.
    Meine Note: 2,5 of 5

  7. @Martina
    Das mit den Tippfehlern stammt leider, sind selbst nach dem 50sten Mal 😉 Durchlesen immer noch welche übrig 🙁 . das soll keine Entschuldigung sein, ist aber so.

    Zum Buchtipp: hab noch keinen.

    Zu beiden Punkten: wenn ich nochmal was editieren, verhaut’s mir wieder den Button, egal, ob ich ihn Anführer oder nicht! Unter Garantie habe ich kein Recht, INPUT-Tags einzufügen. Vielleicht hat das was mit dem unlimited_html-Recht zu tun? Das habe ich irgendwo aufgeschnappt. Außerdem darf ich doch nach Beginn des Wettbewerbs sowieso nichts mehr ändern.

  8. @Alex

    Danke erstmal für deine Einschätzung.

    Schön, dass dir wenigstens der Stil gefällt 😉 Dass die Geschichte mit anderen verknüpft ist, lässt sich nicht vermeiden, da es eben um Milena geht. Hier, das ist allerdings richtig, wird zusätzlich noch auf die vorherige Episode Bezug genommen und noch ein Stück mehr das Milena-Universum ausgeweitet. Sie hat eine ein klein wenig andere Qualität, als eine „knackige“ Story mit „streng monoton steigendem“ Spannungsbogen. Aber, schon wahr, der Stoff ließe sich womöglich eher auf eine Novelle aufblasen mit mehreren SBn.

    Das Ende und einzelne Passagen weiter vorne sind erst gegen Ende reingekommen und daher stärker Fehler behaftet.

  9. Also Rechtschreibfehler darfst du auch jetzt noch ändern, nur nicht den Text in seiner Länge, Stil und Aussage. Ein Tipp von mir: verwende doch mal das Rechtschreibprogramm von Word und kopier den Text dort rein und lass das Programm nebenbei laufen. Wenn das was findet, korrigiere das von Hand im Adminbereich. Und so stück für Stück vorgehen. Und mach dir um den Spenden button keine Gedanken, den bringe ich dann schon wieder in Ordnung! Zum Schluss, wenn du fertig bist kann ich den Text ja nochmal durchlesen und die Fehler, die ich dann noch finde in den Kommentar posten. Was meinst du?

  10. Freut mich, dass hier alle so nachsichtig sind. Ich bin es nicht.
    Ich gebe mir größte Mühe, meine Sachen möglichst fehlerfrei zu posten, besonders bei Wettbewerben. Ausreden ignoriere ich.
    Wie es aussieht, bin ich hier eh falsch. Ihr kennt euch, findet euch gut. Da bleibt mir nur der Hinterhof.
    Egal, ich steh im Wort, als Kopf runter und durch.
    Deine Bemerkung zu „streng monotoner Spannungsbogen“ verrät mir einiges über deine Einstellung.
    Aber ok, dann brauche ich wohl nicht alles lesen, da ich eh schon „out“ bin.

  11. Was übrigens deinen Sarkasmus betrifft:
    Mir wurde nicht gesagt, dass ich Honig mitbringen muss.
    Aber ich kenne das. Man wird ständig gelobt und dann kommt so ein Trottel wie ich, der null Ahnung hat, und mäkelt an deinem Werk rum. Grenzt schon an einer Beleidigung, nicht wahr?
    Vielleicht sollte ich einfach meine Stimmen wahllos verteilen und gut ist?

  12. Leute, denkt doch mal dran, dass wir das alles hier machen, um Spass mit Gleichgesinnten zu haben, da muss man doch nicht gegenseitig Gift verspritzen! 😉

    Also mir gefallen alle Beiträge auf die eine oder andere Weise; und das man bestimmte Vorlieben hat oder eigene Vorstellungen über Form und Fehlerfreiheit der Beträge ist doch nur menschlich.

    Nutzt doch bitte alle das, was uns vereint und nicht, was uns unterscheidet, um daraus einen für uns allen positiven Effekt zu erhalten. Man nennt das auch Synergie. 🙂 🙂 🙂

  13. Alex, nach nochmaligem Lesen der Kommentare bin ich mir sicher, das Leon das nicht sakastisch gemeint hat, so kenne ich ihn nämlich überhaupt nicht. Ist bestimmt ein klassisches Missverständnis. Was meinst du Leon?

  14. ??? Ich verstehe nur Bahnhof. Das ist echt starker Tobak.

    Das sollte tatsächlich nicht sarkastisch sein, noch nicht mal ironisch. Aber schon erstaunlich, was man alles in (denke ich mal) ehrlich gemeinte Aussagen (so ehrlich wie ich eben im Netz meine sein zu dürfen) rein interpretieren kann.
    Ich kenne Leute, die keine Kritik vertragen, aber welche, die die Antwort darauf nicht vertragen, sind mir neu.
    Martina, sobald ich wieder an einen richtigen PC rankomme, dann tue ich den Text mal in Libre.(Wird besitze ich nicht 😉 ) Mir wird aber nichts weiter übrig bleiben, den Text einfach noch ein paar mal zu lesen, denn die Fehler, die mir jetzt aufgefallen ein, sind erstmal nur semantischer Art. Die würde auch ein Word nicht erkennen. Aber das sind sicher nicht alle.

  15. Sag bescheid, ich schau ganz zum schluss nochmal drüber, ok?

  16. Meine Bewertungen sind nicht böse gemeint, aber ich werte nach meinen Maßstäben und Vorlieben, versuche letztere aber zwecks „Neutralität“ zu ignorieren.
    Wenn ihr hier wie eine Familie agiert, ist das schön für euch.Die wahrscheinlichen Auswirkungen sehe ich olympisch. 😉
    Aber fairer Wettbewerb sieht eigentlich anders aus.
    Wenn nun klargestellt wird, dass ich mich „verlesen“ habe, so entschuldige ich mich aufrichtig.
    Um weiteren Ärger zu vermeiden, werde ich bis zur Abstimmung keine Kommentare zu den Geschichten abgeben.

  17. Eine Familie. Mitnichten. Eher fünf Familien, die sich bereis bis auf Blut in den Kommentaren gehauen haben. Bis es so schlimm wurde, dass viele einfach nichts mehr von sich geben. Die meisten sind aber zu Facebook gewechselt. Ein Teil von Ihnen liefern noch immer ihre Sachen für den Wettbewerb ab aber viele auch nicht mehr. Seit dem Facebook so beliebt wurde ist es ruhig geworden auf afbasar.de und es gibt auch eigentlich keine ernsthaften Auseinandersetzungen mehr hier. Die meisten werden es vorziehen, einem Streit aus dem Weg zu gehen, lieber Alex. Aber eine Familie, da liegst du völlig daneben.

  18. Geschichte gelesen, verstanden…hm?

    Abgesehen von Schreibfehlern, die mich immer wieder haben stocken lassen oder mehrmaligem Nachlesen, weil ich dachte der Satz wäre unvollständig oder es würde eine Aussage in selbigem fehlen, rotieren Fragen in meinem Kopf.

    Muss ich das erste Abenteuer, Nemesis, lesen, um auch nur einen Hauch hiervon zu verstehen?
    – Im ersten Abschnitt strandet eine verletzte Jo auf dem Mars und Svarnaar packt sie in einen Vitalautomaten? Befindet der sich in der Miene?
    – Milena landet auf dem Mars und Pendergast steht ihr zur Seite, lockt sie offensichtlich in eine Falle? Svarnaar ist also kein Thema mehr?
    – Das kurze Intermezzo mit den Soldaten macht für mich nur dann Sinn, wenn es auch jene sind, die in der Mine intervenieren. Dort töten sie Jo? Wo sie doch so wichtig war? Und so schwer zu besiegen? Hätte dort vermutlich alle getötet, auch Milena, denn die haben doch einen Angriff auf die Erde geplant oder? Da ist jeder ungewünschte Zeuge einer zu viel.
    – Fliegt sie zum Mars, um direkte Nachforschungen über Jo anzustellen? Oder fände sich ein Grund im ersten Teil? Untersucht sie den Triton Vorfall?
    – Die „Knet-Fessel“ beschwert ihren Arm? Wozu ein derartiges Konstrukt, wenn sie sich noch bewegen kann? Wäre es nicht besser gewesen, sie ganz zu lähmen oder sie irgendwo zu arretieren, um ihre Bewegungsfähigkeit komplett zu lähmen?

    Alles in allem eine Story mit schönen und interessanten Zügen. Beim Lesen hatte ich nur stets das Gefühl, es fehlten Inhalte in den einzelnen Absätzen, Informationen, welche den Kreis zueinander schließen und es in meinem Kopf nicht so unvollständig wirken lassen würden.

    Wenn ich Zeit habe, lese ich mal Nemesis, vielleicht wird mir dann einiges klarer 😉

  19. Vielleicht solltest du auch noch die Vorgeschichtge zu NEMESIS lesen: EIN DOPPELTER AUFTRAG – SF-Krimi von Martina Müller und Detlef Hedderich (sfb-Preisträger Platz 3 im Storywettbewerb 3/2013)

    Vielleicht kann Leon dir hier mal deine Fragen beantworten? Was meinst du, Leon?

  20. Habe jetzt mal was als Buchtipp reingestellt, wo eine Chance besteht, dass wir dafür vielleicht auch Verlosungsexemplare erhalten werden. Vom Thema passt es auch in mehrerer Hinsicht gut. Was sagst du, Feri?

  21. @Alex P. Jandra – Grüppchenbildung ist in Communitys normal. Dazu gehören dann auch bewusste und unbewusste Sympathiebewertungen, die wiederum als objektive Kritik aufgenommen werden. Das Phänomen kennt man ja aus Formaten wie „Deutschland sucht den Superstar“: „Aber die Oma hat doch gesagt ich kann schön singen, warum lachen mich die Leute dann alle aus?“ Entweder akzeptiert man das und heult mit den Wölfen oder agiert selbstbewusst dagegen, oder man klinkt sich aus und hat seine Ruhe.

    Falls du über eine meiner Storys stolperst und diese hart kritisieren möchtest, nur zu. Solange die Sache halbwegs konstruktiv oder zumindest nachvollziehbar ist, kann ich ganz gut damit leben. Weitgehend weiß ich eh, wie ich meine Storys einzuordnen habe. Aber ohne aufrichtige Kritik werde ich mich auch nicht verbessern oder besser einordnen können.

    Was die Frage auf deiner Homepage angeht, so muss imo Fantasy keinesfalls steril sein. Sex und Erotik sind dort sicherlich gut aufgehoben, solange der Rahmen stimmt und es die Geschichte vorantreibt. Ficken um des fickens willen, da ist ein Porno besser und schneller. Dahingehend bin ich zwar für Sex und Erotik in der Fantasy, allerdings nicht für Pornografie. Diese feine Grenze sollte nicht überschritten werden. Es gibt hier einige Sachen auf dem sfbasar zu finden, da sind die Storys erst durchs Entschärfen besser, andere Storys durchs hinzufügen von Sex schlechter geworden. „Olympus Deep“ ist dafür ein gutes Beispiel, in dem ein an sich starker Absatz durch das hinzufügen des Muschi-Abschnitts entwertet und der Reflexion enthoben wird. Schade.

    Ich persönlich würde mich jedenfalls freuen, wenn du als (zumindest passiver, falls nicht anders möglich) Gegenpol zur Schmusekaterbewegung dabei bliebest.

  22. das hast du aber schön gesagt. perfekt. 🙂

  23. @ Günther Lietz:
    Ich bin nicht hier, um Texte zu zerpflücken.
    Wie aktiv ich hier in Zukunft sein werde, ist schwer zu sagen. Momentan bin ich ziemlich eingespannt, da ich an 3 Dingen abwechselnd schreibe.
    Nach meinen Erfahrungen bei Bookrix und Lovelybooks halte ich meine Kommentare schon „klein“, ich suche die Auseinandersetzung nicht mehr. Bringt mir ja auch nichts. Nur wenn jemand absoluten Müll verbreitet.
    Die Sache mit dem Sex ist eine spezielle. Aber ich möchte das an dieser Stelle nicht vertiefen.

    @ Leon:
    Falls du meine Bewertung schlimm fandst, kann ich dich trösten. Ich habe Übleres lesen müssen, auch wenn das meiste nicht stimmte. Und das 2. Buch, um das es eigentlich ging, wurde erst gar nicht bewertet.
    Natürlich schmerzt jedes negative Wort. Wie eine Mutter ihr Kind reflexartig schützen will, so geht es uns Autoren mit unseren „Babys“. Aber ist jedes Missfallen ein Angriff auf sein Leben? Nein, nur eine subjektive Meinung, evt. ein Rettungsversuch durch Hinweise.
    In meinem Projekt auf FB nehmen auch Leute mit Schreibschwächen teil. Das geht, weil wir uns unterstützen, denn wir wissen: Nobody is perfect.
    In diesem Sinne: LG Alex

  24. @ Martina
    Da ich durfte, habe ich auch die Syntax-/Satzzeichenfehler, die ich gefunden habe, behoben. Nix umgestellt usw. wie abgemacht. Der Button ist leider, aber wie üblich 🙁 zerstört. Wenn du Lust und Zeit hast, darfst du es gern nochmal durchlesen (Ich sage das nur, weil du dich angeboten hattest.) Danke schon mal im Voraus 🙂

    @ Günther
    Du fandest die „Sex-Sache“ unpassend? Ok, die Aussage kann ich verwenden. Prinzipiell wollte ich mal probieren, wie das wirkt. Vielleicht auch, weil die Milena in anderen Storys viel expliziter zur Sache geht. Aber wenn ich von anderen (als mir) höre, dass das hier oder in meinen Geschichten unpassend ist, ist das für mich nicht unwichtig.

  25. @ Martina
    Das habe ich ganz vergessen: Vielen Dank für den Buchtipp. Passt prima 🙂

  26. Prima. Kannst du noch Daniels Fragen beantworten?

  27. @ Daniel

    Im ersten Abschnitt strandet eine verletzte Jo auf dem Mars und Svarnaar packt sie in einen Vitalautomaten? Befindet der sich in der Miene?

    * Jo ist auf dem Titan, einem Neptunmond, nicht auf dem Mars. Sie sollte dort in den Knast, konnte sich aber mit Hilfe von Svarnaar befreien. Der Ausbruch eines Geysirs schleudert sie von der Oberfläche und droht sie zerschellen zu lassen, denn sie kommt irgendwann wieder runter.
    * Kryosärge und Vitalautomaten sind in „Satans Loft“, dem „Tiefkühlgefängnis“ auf Titan.
    Das alles steht im ersten Teil „Nemesis“.


    Milena landet auf dem Mars und Pendergast steht ihr zur Seite, lockt sie offensichtlich in eine Falle? Svarnaar ist also kein Thema mehr?

    * Zweimal ja: er lockt sie in die Falle und Svarnaar ist kein Thema mehr. Der hat seine Schuldigkeit in „Nemesis“ getan ;-).

    Das kurze Intermezzo mit den Soldaten macht für mich nur dann Sinn, wenn es auch jene sind, die in der Mine intervenieren. Dort töten sie Jo? Wo sie doch so wichtig war? Und so schwer zu besiegen? Hätte dort vermutlich alle getötet, auch Milena, denn die haben doch einen Angriff auf die Erde geplant oder? Da ist jeder ungewünschte Zeuge einer zu viel.

    * Die „Soldaten“ sind diejenigen, die hinterher eingreifen, so wie es angedeutet ist. Möglicherweise noch mit Hilfe der beiden Prototypen, aber steht ja nicht explizit da. Schweres Geschütz, Hinterhalt, außerdem ist ja nicht unbesiegbar und abgelenkt … das war ihr Pech.
    * Milena wollten sie dann doch aus der Schusslinie halten, wie sie sich vorher überlegt haben. Die Halle mit den Brutkammer löst sich in Rauch auf, was wollte sie zu Hause erzählen? Im Nachsatz kann sie sich eh an nicht mehr viel erinnern. Wer weiß, was die Typen mit ihr angestellt haben?! Wenn ihr was passiert wäre, wäre vielleicht die VP sofort zur Tat geschritten.

    Fliegt sie zum Mars, um direkte Nachforschungen über Jo anzustellen? Oder fände sich ein Grund im ersten Teil? Untersucht sie den Triton Vorfall?

    * Ja, alle drei.

    Die “Knet-Fessel” beschwert ihren Arm? Wozu ein derartiges Konstrukt, wenn sie sich noch bewegen kann? Wäre es nicht besser gewesen, sie ganz zu lähmen oder sie irgendwo zu arretieren, um ihre Bewegungsfähigkeit komplett zu lähmen?

    * Darfst du in deinen Geschichten machen ;-), außerdem, so stringent geht es doch nie im richtigen Leben zu. Er hatte das halt und keinen Lähmstrahler, ich habe auch keinen. Ich finde die Idee jedenfalls nicht schlecht, zumal sie augenzwinkernd eine Assoziation mit ihrem Artefakt schafft, das sich Detlef für die spätere Milena ausgedacht hatte.

    Ich hoffe, das hilft dir weiter 🙂
    „Nemesis“ sollte zumindest einiges klarer machen, vielleicht auch manche Ideen aus anderen MHK-Storys.

  28. Der Rover, der durch die Explosion der Atmosphäre(n)zellen hoch über Tritons eisige Oberfläche geschleudert worden war

    des Horizonts, jedes (M)mal

    All das kam ihr ironischer( )weise gerade in dem Moment in den Sinn, als sie nur noch ein

    alle Lücken und Hohlräume durch( )fingerte und

    All das kam ihr ironischer( )weise gerade in dem Moment in den Sinn

    Stimme die Tonfolgen aufgriff und dazu die längst vergessen geglaubte(n) Reime von Mondschein,

    Teils aus Langeweile, teils aus dem Gefühl heraus, sich etwas Wissen aneignen zu müssen, da(s)s sie während ihrer Ausbildung so penetrant und

    Es war ein tiefschwarze(r)s Schemen vor der in

    Sofort rief sie Kontrastverstärker und Mustererkenner auf, und das(s) zunächst noch schwarze Shuttle gab alle Details seiner Oberfläche preis.

    Sofort rief sie Kontrastverstärker und Mustererkenner auf, und d(as)er zunächst noch schwarze Shuttle gab alle Details seiner Oberfläche preis.

    »Sie haben völlig Recht, aber wir(d) sollten nicht übermütig werden«, warnte ihn der Lord.
    —-

    So, mehr habe ich im Moment nicht gefunden, werde irgendwann wenn du das korrigiert hast, nochmal lesen und wenn ich was finde hier reinschreiben.

    (was ich in Klammern habe, ist entweder falsch oder fehlt, musst du einfach mal sehen!)

  29. Danke Leon für die Erleuchtung… Hehe

    Werde demnächst „Nemesis“ lesen um die letztendliche Klarheit zu finden, aber jetzt les ich mir nochmals den Kommentar von Martina zu meiner von ihr aktuell veröffentlichten Story durch und schwärme ein bisschen *grins*

  30. @ Martina

    Erstmal (das kann man tatsächlich so schreiben ;-): Vielen Dank für’s Durchschauen! 🙂

    Der Rover, der durch die Explosion der Atmosphäre(n)zellen hoch über Tritons eisige Oberfläche geschleudert worden war

    Atmosphärendruck usw. schreibt man mit dem „n“, es sind Dinge oder Eigenschaften innerhalb der Atmosphäre. Die Zellen sollen jedoch eine A. erzeugen, und da es sich um einen selbstkreierten Begriff handelt, habe ich mich ganz bewusst für die Schreibweise ohne „n“ entschieden.

    des Horizonts, jedes (M)mal

    Du hast recht, wird korrigiert.

    All das kam ihr ironischer( )weise gerade in dem Moment in den Sinn, als sie nur noch ein

    komischerweise, ironischerweise, seltsamerweise schreibt man stets zusammen.

    alle Lücken und Hohlräume durch( )fingerte und

    Wie „durchtasten“ würde ich das zusammen schreiben.

    Stimme die Tonfolgen aufgriff und dazu die längst vergessen geglaubte(n) Reime von Mondschein,

    Das ist mit dem „n“ richtig so. Wenn ich davor „die“ weggelassen hätte, müsste man es ohne „n“ schreiben. Probier‘ mal aus.

    Teils aus Langeweile, teils aus dem Gefühl heraus, sich etwas Wissen aneignen zu müssen, da(s)s sie während ihrer Ausbildung so penetrant und

    Mit einem „s“ ist schon richtig, weil es sich auf „Wissen“ bezieht.

    Es war ein tiefschwarze(r)s Schemen vor der in

    Der Schemen ist männlich, mit „r“ hinten also schon korrekt.

    Sofort rief sie Kontrastverstärker und Mustererkenner auf, und das(s) zunächst noch schwarze Shuttle gab alle Details seiner Oberfläche preis.

    „Der“ oder „das“ geht beides. Ich nehme „das Shuttle“, weil ich es den gesamten Text durch so habe.

    »Sie haben völlig Recht, aber wir(d) sollten nicht übermütig werden«, warnte ihn der Lord.

    Hupps, klar, das muss weg.

    Ok, dir Korrekturen sind drin
    LG, Leon 😉

  31. Ihr seid aber fleissig! 😉

  32. Und gabs denn hier von Seiten des Autors eine Änderung?

  33. Ja, die gab es.
    Den Überleitungsteil (dort steht, was mit Jo Nemesis auf Triton passiert) habe ich eigentlich nicht angerührt.
    Den Anflug Milenas auf den Mars habe ich im Wesentlichen übernommen, nur gegen Ende ein bisschen abgeändert.
    Zwei Sachen (EKK Militär und Fahrt nach Olympos Deep) sind weggefallen, weil sie eher verwirrt bzw. nichts Wesentliches zur Geschichte beigetragen haben.
    Dafür gibt es etwas Neues zu Pendergast bzw. die Motivation seiner Handlungen und eine kurze Überleitung zum letzten Teil. Der fühlt sich ähnlich an, ist aber teilweise umgeschrieben und besitzt ein neues Ende …

    … das ich benutzen kann, um einen konsistenten Anschluss an Milenas andere Abenteuer zu schreiben.

    Hört sich das kryptisch an? Zugegeben, aber ich kann ja weder obigen Inhalt verraten, noch das, was danach kommt 😉

    Auf alle Fälle wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen 🙂

  34. Denk bitte im dritten Teil daran, dass Milena und ihre Widersacher ca 1000 Jahre in Crio gefroren sein müssen und dann etdeckt und gerettet werden müssen. Machst du das?

  35. Ja, so hatte ich das geplant.

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