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NEULICH IN DER GALAKTISCHEN UNION – DAS ERSTE BUCH ABDULLAH – Leseprobe (Teil 2) des gleichnamigen Romans von Miguel de Torres

NEULICH IN DER GALAKTISCHEN UNION – DAS ERSTE BUCH ABDULLAH

Leseprobe (Teil 2) des gleichnamigen Romans
von Miguel de Torres

2. Leseprobe »Neulich in der Galaktischen Union: Das erste Buch Abdullah«

In diesem Blogeintrag habe ich einiges über die Hintergründe meines soeben im Du-Lac-Verlag als Taschenbuch und E-Book erschienen Romans »Neulich in der Galaktischen Union« geschrieben. Hier die zweite Leseprobe, und zwar ein Auszug aus dem 18. Kapitel. Die Situation: Abdullah, Tsarong und ein Elo namens Bobby haben die ERDE AG gegründet und versuchen nun, die Aktien durch Mundpropaganda an den Mann, die Frau oder was auch immer zu bringen …18.

[…]

»So«, sagte Abdullah auf dem Flur, »es ist hoch an der Zeit, alten Freunden einen Besuch abzustatten.«

Doch das Nachbarapartment, in dem Gil und Jocke logierten, war leer, ebenso die angrenzenden Apartments. Schließlich blieb Tsarong stehen und legte den Kopf schief.

»Hörst du nichts? Das klingt wie Dschungeltrommeln oder so was …«

Abdullah legte die Stirn in Falten. »Und Affengekreisch. Ein Tarzan-Film? Hier? Und es kommt von unten.«

»Nehmen wir den Aufzug.«

Zwei Stockwerke tiefer, in der 25. Etage, stießen sie auf eine große Halle mit einem halbkreisförmigen Auditorium, das bis auf den letzten Platz gefüllt war. Auf der Bühne stand, von bunten Scheinwerfern in flackerndes Licht getaucht, eine junge Terranerin und kreischte in ein Mikrofon, untermalt von den Dschungeltrommeln und anderen Instrumenten. Eine Band oder ein Orchester waren jedoch nicht zu sehen. Am linken Rand der Bühne saßen fünf Elos in dunklen, breitschultrigen Roben und lauschten emotionslos. Das Publikum hingegen – wohl alle LADY-LOVIBOND-Passagiere waren anwesend und mindestens die halbe Belegschaft des Hotels – tobte.

Abdullah entdeckte Gil, der weiter vorn im Mittelgang stand, an allen Gliedern zuckte und rhythmisch klatschte. Sie bahnten sich einen Weg zu ihm.

»Was, bei allen Sternengeistern, ist hier los?« Abdullah musste schreien, um von Gil gehört zu werden, obwohl ihre beiden Köpfe nur wenige Zentimeter voneinander entfernt waren.

»Eloah sucht den Superstar! Unter den LADY-LOVIBOND-Passagieren! Wird auf ein paar tausend Planeten übertragen! Live!«

Abdullah streckte sich. »Das trifft sich ja hervorragend.«

»Was haben Sie gesagt?«

»Ich sagte«, schrie Abdullah noch lauter als nötig, »mein Partner und ich haben eine Firma gegründet! Eine AG! Wir gewinnen grüne Energie aus dem Schwarzen Loch im Milchstraßenzentrum! Die Aktien der Erde AG sind ab morgen im Handel! Aber das ist natürlich ein Geheimnis!«

»Natürlich!«, schrie Gil zurück. »Viel Erfolg!«

Abdullah rieb sich die Hände. »Mal sehen, wer ist der Nächste … Ah, Jocke.«

Der Alleinunterhalter von Mau Mau Spaceways stand mit kreisendem Unterleib in der Nähe der Bühne inmitten einer langen Schlange; offensichtlich wartete er auf seinen Auftritt. Die beiden eilten zu ihm.

»Können Sie ein Geheimnis bewahren?«, schrie Abdullah ihn an.

Die Köpfe von Jockes Schlangen-Nachbarn flogen herum.

»Keine Ahnung«, schrie Jocke durch das zwerchfellerschütternde Wummern der Bässe zurück. »Ich hab’s noch nie probiert!«

»Wir haben die Erde AG geründet! Sie gewinnt grüne Energie aus dem Schwarzen Loch im Milchstraßenzentrum! Sehr kostengünstig! Die Aktien sind ab morgen im Handel!«

Jocke hob beide Daumen.

Eine Hand krallte sich in Abdullahs Schulter.

»Gott sei Dank, ihr lebt noch! Ich war sicher, die verkleideten Schleimoktopussis hätten euch gefressen.«

Lazarus’ bärtiges Antlitz sah bleich und eingefallen aus, seine Nase war spitz und sein Blick flackerte.

»Sie wollen mich vergiften, aber ich trickse sie aus. Ich esse einfach nichts und trinke nur Wasser. Habt ihr schon einen Fluchtweg gefunden?«

Abdullah schüttelte den Kopf. »Was viel Besseres: Wir haben eine Aktiengesellschaft gegründet, die Erde AG! Ich sage nur: Neue Technologien! Grüne Energie! Die Aktien sind morgen im Handel! Aber nicht weitersagen!«

Der Kapitän drückte Lazarus die Hand und eilte weiter, aber Tsarong blieb stehen.

»Wir schlagen uns täglich den Wanst voll und leben noch. Du kannst essen und trinken, was du willst, kein Problem.«

Lazarus’ Gesicht verzerrte sich. Er packte den Arm des Tibeters. »Oh mein Gott! Das bedeutet, sie wollen mich auf eine andere Weise umbringen – eine, die ich noch nicht durchschaut habe! Aber auf welche?«

Tsarong schüttelte den Kopf. »Sie wollen dich nicht umbringen, keine Sorge.«

»Aber irgendwas stellen sie mit mir an, die Schleimis, ich weiß es genau!«, schluchzte Lazarus. »Was ist es? Du musst es mir verraten!«

Tsarong deutete auf die Bühne, wo gerade ein angehender Teenager die erste Strophe eines alten Schlagers ins Mikrofon hauchte.

»Sie verdummen dich! Dann bist du leicht manipulierbar und glaubst alles, was dir ihre Politiker erzählen: Sie wollen nur dein Bestes, die Währung ist stabil, die Renten sind sicher …«

»Oh mein Gott! Nein, so dumm will ich nicht werden!«

Lazarus warf sich herum, riss zwei Zuschauer um und stob davon.

»Geh zurück in dein Zimmer«, schrie Tsarong ihm nach, »schließ dich ein – und iss was!«

Der Tibeter bahnte sich einen Weg zu seinem Partner, der sich gerade einer Frau mit Eulengesicht zuwandte, ebenfalls eine der Schiffbrüchigen. Doch bevor er etwas sagen konnte, sprach sie ihn an.

»Haben Sie schon gehört? Ein ganz heißer Tipp: Die Erde AG! Grüne Energie! Neue Technologien! Morgen an der Börse! Aber nicht weitersagen, das ist ein Geheimnis!«

»Natürlich nicht. Vielen Dank!« Abdullahs rundes Gesicht strahlte wie das eines Zollfahnders beim Anblick einer überzähligen Zigarette.

»Ich denke«, sagte er zu Tsarong, »das genügt fürs Erste. Zurück zu Bobby!«

[Ende der 2. Leseprobe.]
Copyright © 2015 by Miguel de Torres (mit freundlicher Genehmigung!)

Bildrechte: Lustige und satirische Geschichten aus dem sfbasar” (Lustige-in-schwarz.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: http://saargau-arts.de/

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Neulich in der Galaktischen Union (Kartoniert)
Das erste Buch Abdullah
von Torres, Miguel de

Verlag:  Du-Lac-Verlag
Medium:  Buch
Seiten:  208
Format:  Kartoniert
Sprache:  Deutsch
Erschienen:  Januar 2015
Maße:  142 x 211 mm
Gewicht:  294 g
ISBN-10:  3981654323
ISBN-13:  9783981654325

Zum Inhalt: Ein völlig überzogener Steuerbescheid bringt Weltraumhändler Abdullah und seinen Partner Tsarong in die Bredouille. Um die Rechnung ihres Steuerberaters zu begleichen, sollen sie für Quasimodo Quaddelbaster, den bekanntesten Berater der Galaktischen Kommission, eine Studie über »Gender Greenstreaming« durchführen. Doch auf dem Weg zu dem Planeten »Beitrittskandidat Nr. 1072« havariert der Billigraumer, den zu benutzen Quaddelbaster die beiden zwingt, und wird in eine unerforschte Region jenseits des Milchstraßenzentrums verschlagen. Dort treffen Abdullah und Tsarong auf die Zivilisation der Elos in Form der GBR, der Galaktischen Bürokratischen Republik. Die Elos gleichen den Menschen in beängstigendem Maß, und bald stellt sich heraus, dass die Erde einst Teil des Elo-Imperiums war und diesem, rechtlich gesehen, immer noch angehört. Daraus folgt, dass die Erde seit ca. 200 000 Jahren keine Steuern bezahlt hat, und so versteigert die Regierung der Elos sie an den Höchstbietenden: eine Verschlackungs-Gesellschaft, die den Planeten Erde ausschlachten will.

Da die Erdbewohner auf der anderen Seite des Milchstraßenzentrums von alldem nichts ahnen und keine Möglichkeit besteht, sie zu warnen, liegt es an Abdullah und Tsarong, die Erde vor dem Verschlacker zu retten. Da hat Abdullah eine, wie es scheint, geniale Idee: Er gründet die ERDE AG, die angeblich Grüne Energie aus dem Schwarzen Loch im Milchstraßenzentrum gewinnen wird. Sein Plan scheint aufzugehen, der Aktienkurs der ERDE AG schießt in ungeahnte Höhen, sie »schluckt« die Verschlackungs-Firma und viele andere. Doch genau dann, wenn die Hilfe am nächsten scheint, wird die Not am größten …

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