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MÈNAGE À CINQUIÈME (Teil 4) – Erotische Geschichte in fünf Teilen von Günter Maria Langhaus

MÈNAGE À CINQUIÈME (Teil 4)

Erotische Geschichte in fünf Teilen

von

Günter Maria Langhaus

(Zum vorherigen Teil)

Das Bier war erfrischend, die Flirts amüsant, die Erfolge gleich Null.

„Wenn du den Dildo auch auf den Tresen legen musst, dann musst du dich nicht wundern, dass deine Chris nicht mit kommt“, meinte Gerd auf dem Heimweg.

„Ich hab‘ ihn nicht auf den Tresen gelegt. Das war Chris.“ Und auf Gerds fragenden Blick fuhr er fort: „Wir unterhielten uns ja ganz nett, aber irgendwann sah sie mich so komisch von der Seite an und fragte ob ‚das da‘ eine anatomische Besonderheit sei bei mir, sozusagen zwei davon und einer an der Seite. Bevor ich was unternehmen konnte zog sie den Dildo aus meiner Tasche und packte ihn auf den Tresen. Blöde Kuh!“

„Ich mein, das Ding hätte ja auch ihr Interesse wecken können: Jungs die mit Dildos spielen, könnten ja vielleicht interessante sexuelle Praktiken haben.“

„Klar. Schwule Praktiken. Ich glaub da steht Chris nicht so drauf.“

Die Frauen schliefen schon als die beiden nach hause kamen. Sie holten sich noch ein Bier und setzten sich in die Küche. Dann noch ein Bier. Der Dildo lag auf dem Tisch und obgleich sie sich über Gott und die Welt unterhielten und insbesondere über Frauen, so stellte dieses Teil in der Mitte des Tisches doch die immer aufdringlicher die Frage: Wann testen wir ihn?

Nachdem sie die letzte Flasche geleert hatten stand Peter auf: „Los jetzt! Dann haben wir es hinter uns!“

„Was heißt ‚dann haben wir es hinter uns‘? Ich denke du bist so scharf drauf so’n Teil im Hintern zu haben!“ grinste Gerd.

„Mich interessiert, wie sich das anfühlt, das ist ja wohl was anderes als scharf drauf zu sein!“

„Aha. Wissenschaftliches Interesse sozusagen.“

„Halt jetzt die Klappe und zieh dich aus!“

„Hier in der Küche? Und wenn eins der Weiber kommt? Und wieso soll ich mich überhaupt ausziehen?“

Peter war inzwischen nackt: „Die Weiber pennen. Und hier haben wir genug Öl“, erklärte er während er die Flasche aus dem Schrank holte. „Und du musst dich natürlich nicht ausziehen, aber ich fände es irgendwie realistischer.“

„Reality Show. OK“

„Und solidarischer!“

Peter stützte sich jetzt mit den Ellenbogen auf dem Tisch ab und reckte Gerd seinen Hintern entgegen. Der nahm grinsend den Dildo und fummelte mit der Plastikeichel in Peters Kimme herum. Dann nahm er das Öl, rieb den Dildo damit ein und gab noch einen ordentlichen Hieb in die dargebotene Ritze. Dann setzte er an.

„Aua! nicht so doll!“

„Ich bin doch ganz vorsichtig.“

„Das tut aber weh!“

„Du musst dich halt lockern, auf machen.“

„Scherzkeks! Na los, dann schieb ihn rein.“

„Sag mal“, kamen Gerd plötzlich Bedenken, „warst du schon auf’m Klo?“

„Ja, heute Mittag.“

„Dann ist ja jetzt alles voll in deinem Darm!“

„Ist doch egal. Jetzt schieb das Ding endlich rein!“

Gerd erhöhte den Druck wieder, und dann hatte die Plastikspitze den Widerstand von Peters Schließmuskel überwunden. Leise stöhnte er als der Dildo nun immer tiefer in seinen Darm vordrang, und als er bis zum Anschlag in seinem Loch verschwunden war fragte Gerd:

„Na? wie fühlt sich das an?“

„Als müsste ich unbedingt auf’s Klo!“

„Na ist ja geil!“

„Los, jetzt mach mich ein bisschen hin und her.“

Gerd zog das Teil ein Stück heraus, dann wieder rein, und noch einmal, heftiger, Stoß! Stoß! Wieder etwas Öl dazu, mit Kraft rammte er den Dildo immer wieder hinein, grinste lüstern, nicht vor Erregung sondern wegen dieser schamlosen Obszönität.

„Ist gut jetzt. Hör auf!“

Mit einem Flupp flutschte das Ding aus dem eingeschmiertem Loch. Peter richtete sich auf, sie sahen sich an. Gerd betrachtete den Schaft des Dildos, überall klebten Kotereste dran.

„Ich sag doch, du hättest vorher auf’s Klo gehen sollen.“

„Hat es dich geil gemacht?“

Die Freunde betrachteten sich, von Errung nichts zu sehen.

„Kein Stück!“

„OK. Jetzt wissen wir das auch. Wenn du mal Bedarf hast, sag Bescheid.“

Gerd holte einen kleinen Topf aus dem Schrank, setzte ihn wassergefüllt auf den Herd, warf den Dildo hinein und stellte die Platte an.

„Desinfizieren“, erklärte er wichtig in Richtung Peter, stellte die Zeitschaltuhr auf eine Stunde, das müsse reichen.

Sie sammelten ihre Klamotten ein und trotteten in ihre Zimmer.

Das jüngste Gericht

Lena war zuerst aufgestanden; während sie die Kaffeemaschine anstellte schlürfte Pia in die Küche. Verabredungsgemäß hatten sie nichts angezogen, und als sie hörten wie die Jungs nacheinander ins Bad gingen – sie standen oft gemeinsam auf da sie im selben Semester waren und zusammen zur Uni wollten – begaben sie sich schnell in Position um die Männer ordnungsgemäß zu begrüßen: Lena setzte sich der Tür gegenüber, einen Fuß auf den Tisch mit abgewinkeltem Bein, Pia stellte sich an den Herd, verschränkte ihre Arme hinter dem Kopf und reckte ihren Body. Erst kam Peter rein, gleich danach Gerd, sie starrten auf Lenas offen dargebotenen Schritt und Pias Möpse. Peter machte genervt auf dem Absatz kehrt, Gerd hielt ihn fest: Der Topf auf dem Herd hinter Pia! Sie hatten ihn vergessen!

In der Hoffnung, dass noch keine den Deckel abgenommen hatte schlenderte Gerd unschlüssig und demonstrativ desinteressieret durch die Küche in Richtung Herd, Peter blieb im Türrahmen stehen.

„Lass mich mal an den Herd“, murmelte Gerd zu Pia und versuchte ganz normal zu klingen.

„Warum?“ Grinsend sah sie ihn an ohne ihre Arme runter zu nehmen. Ihre Nacktheit erregten ihn so direkt vor seinen Augen, er konnte es nicht verhindern obgleich er wusste, dass sie genau das beabsichtigte um ihn zu ärgern.

„Ich will mich auch an den Herd anlehnen.“ Was Besseres fiel ihm nicht ein; Peter hatte das Dilemma erkannt und verdrehte innerlich die Augen, das Unheil würde seinen Lauf nehmen.

Gerd stellte sich neben Pia und versuchte sie mit der Hüfte zur Seite zu schieben.

„Willst du mich anmachen, oder was?“

„Äh –ja“, antwortete er betont locker und versuchte sie erneut wegzuschieben. Pia hielt dagegen und machte dann Anstalten sich mit dem nackten Hintern auf die Herdplatte zu setzen – sie würde den Topf umstoßen!

„Halt! Halt“ rief Gerd in heller Panik und packte sie am Arm.

„Was ist?“

„Die Platte könnte heiß sein!“

Fragend sah sie ihn an: „Hast du was geraucht?“

„Ich nehm mal den Topf runter, dann kannst du die Platte vorher mit der Hand testen, Brandblasen am Finger sind nicht so schlimm wie Brandblasen am Hintern“, und er lachte gekünzelt. Pia schüttelte verständnislos den Kopf während er die Henkel des Topfes fasste, geschafft! Triumphierend sah er Peter an während er sich neben Lena vorbei drückte, der Tür entgegen. Diese hatte die Szene bisher ohne ein Wort beobachtet, jetzt stieß sie mit dem Ellenbogen blitzschnell gegen den Topf, das Wasser schwappte heraus, der Deckel fiel zu Boden und die Spitze des Dildos ragte über den Rand.

Schweigen.

Dann schallendes Gelächter als Lena das Corpus delicti mit spitzen Fingern aus dem Topf beförderte.

Peter war genervt, manchmal war Gerd wirklich ein Tölpel! Trotzdem, er musste seinem Freund jetzt zur Seite stehen:

„Wir haben halt geübt damit.“

Wieder mussten die Frauen lachen.

„Und?“ fragte Lena schließlich.

„Was ‚und‘?“

„Na erzähl doch mal, wie war’s“

„Das ist Männersache, das geht euch nichts an.“

„Männersache. Wie du meinst.“

Schweigen. Unerträgliches Schweigen, jedenfalls für die Jungs während sich die Frauen provozierend

grinsend ansahen.

Gähnend kam Manuela in die Küche indem sie sich an Peter vorbei drängte, nicht ohne ihre Brüste provozierend an seinem Oberarm zu reiben.

„Was ist hier denn los?“

Feuchtglänzend lag der Dildo mitten auf dem Tisch.

„Die Jungs haben geübt“, erklärte Lena trocken.

Manuela lachte laut, nahm das Objekt vom Tisch und betrachtete es von allen Seiten. Feixend öffnete sie ihre Beine und streichelte sich mit der Gummispitze.

„Du brauchst Öl“, bemerkte Peter resignierend, ging zum Schrank und reichte ihr die Flasche mit dem Olivennöl. Grinsend rieb Manuela den Dildo damit ein und schob sich das Teil vor aller Augen rein: „Geiles Teil!“

„Es reicht!“ schimpfte Peter, wütend langte er zwischen ihre Beine und zog das Teil wieder raus: „Wir haben es versucht, es geht nicht!“

„Was geht nicht?“ fragte Pia interessiert.

„Er ist zu dick für ihre Hintern,“ kommentierte Lena kühl.

„Blöde Kuh! Der Dildo passt, aber es erregt uns nicht.“

„Dürfen wir das so interpretieren, dass – was auch immer ihr mit dem Ding gemacht habt – eine Erektion nicht stattgefunden hat?“

„So ist es.“

„Was habt ihr mit dem Ding denn gemacht?“ fragte nun Manuela neugierig.

Die drei sahen die Männer erwartungsvoll an, die aber schwiegen.

„Ich denke“, ergriff Lena wieder das Wort, „hinten haben sie ihn reingeschoben und dann vorne nach dem Erfolg Ausschau gehalten.“

„Und der ist wohl ausgeblieben“, ergänzte Pia.

„Für einen normalen Hetero ist sowas mit einem anderen Kerl halt schlicht unerotisch“, verteidigte Gerd sich.

„Also“, meinte Manuela, „wenn die Erektion das einzige Problem ist, dann könnten wir ja vielleicht unterstützend eingreifen.“

„Und wie?“ fragte Peter, „ihr wollt euch doch nicht hergeben!“

„Du musst das nicht so verbissen sehen. Denk doch mal nach, wir haben doch auch noch andere Möglichkeiten mit denen wir euch helfen könnten, den Mund zum Beispiel.“

„Einen Mund haben sie doch auch“, wandte Lena ein, „den könnten sie doch auch benutzen.“

„Also erst den Mund und dann den hintern,“ freute sich Pia.

„Ja, warum eigentlich nicht? Sie haben sich so lange geweigert unseren Wunsch zu erfüllen; das macht man nicht mit ehrenwerten Damen…“

(zum fünften Teil)

Copyright (C) 2015 Text  by Günter Maria Langhaus. Ungekürzte Version(en) der Kurzgeschichte(n) finden sich später unter http://www.gm-langhaus.de/html/kurzgeschichten.html

 

Bildrechte: “Erotische Abenteuer – verschiedenster Welten” (Erotik-etwas-heller.jpg) © 2014 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: http://saargau-arts.de/

Zeichnung “Mädchen mit gelber Blume” mit freundlicher Genehmigung von Dabre Durante (c) Copyright 2015

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BUCHTIPP DER REDAKTION:

Die Reise nach Namibia (Kartoniert)
Erotischer Roman
von Langhaus, Günter Maria

Verlag:  Fouque (Frankfurter) Literaturverlag
Medium:  Buch
Seiten:  243
Format:  Kartoniert
Sprache:  Deutsch
Erschienen:  September 2014
Maße:  146 x 208 mm
Gewicht:  328 g
ISBN-10:  3837214834
ISBN-13:  9783837214833


Kurzbeschreibung
53 lange Tage liegen vor einem Paar, das sich von Deutschland aus mit dem Auto auf den Weg durch Afrika macht. Der Protagonist möchte nach kurzem Aufenthalt in Lübeck zurück nach Namibia. Doch welches Geheimnis hütet seine Begleiterin? Ist sie die Rühr-mich-nicht-an, als die sie sich immer gezeigt hat? Oder eine Nymphomanin, die ihre sexuellen Bedürfnisse nur schwer unter Kontrolle halten kann? Das enge Zelt, die Hitze Afrikas und die Schönheit dieses Kontinents lassen eine intensive Nähe entstehen, in der sich die beiden Stück für Stück offenbaren können. Psychisch wie physisch legen sie Hemmnisse ab, bis sie ihre Seelen und Körper vollkommen nackt voreinander zeigen. Schamlos und frei wird die Kommunikation zur Erotik und der Sex zur Sprache. Zärtlichkeit, Abgründe aus Wut und Gewalt sowie hemmungsloser Sex unterliegen keiner Zensur.

Autor
Günter Maria Langhaus wurde 1950 in der Nähe von Köln geboren, Abitur 1971, anschließendes Studium der Biologie und Landwirtschaft an verschiedenen Universitäten Deutschlands. Seine berufliche Tätigkeit als Berater ließ ihm immer wieder Zeit für längere Reisen, unter anderem in den arabischen Raum sowie in das südliche Afrika. Diese Reiseerlebnisse einerseits und die Erfahrungen der sexuellen Revolution Anfang der Siebziger andererseits waren entscheidende Faktoren, die ihn zu seinem Erstlingswerk „Die Reise nach Namibia“ inspirierten.

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