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MÈNAGE À CINQUIÈME (Teil 3) – Erotische Geschichte in fünf Teilen von Günter Maria Langhaus

MÈNAGE À CINQUIÈME (Teil 3)

Erotische Geschichte in fünf Teilen

von

Günter Maria Langhaus

(Zurück zum 2. Teil)

„Die meisten Männer haben eine schwule Ader,“ warf Lena ein.

„Ich mach das nicht mit dem in den Hintern!“

„Und ich bei dir auch nicht!“ konterte Peter

„Ihr könnt es euch ja mit dem Mund machen“, bemerkte Lena.

„Am besten beides“, warf Pia ein, die die Unterhaltung amüsiert verfolgte.

„Dann eben keinen Sex, mal sehen wer das länger durchhält!“

„Ich glaube da sind wir in der besseren Position“, spottete Lena, womit sie zweifellos recht hatte; so spröde sie auch wirkte, wenn sie es drauf anlegte konnte sie fast jeden Kerl ins Bett kriegen.

„OK“, resümierte Peter, „wir werden sehen.“

„Aber könntest du dann bitte in Zukunft nicht immer mit nackten Brüsten hier rumlaufen“, schob Gerd an Manuela gewandt frustriert nach.

„Was gefällt dir denn an meinen Brüsten nicht?“ fragte diese leicht empört.

„Deine Möpse sind schon in Ordnung, aber…“

„Die weibliche Brust erinnert manchen an frühkindliche Lusterlebnisse beim Nuckeln“, kam es beiläufig von Lena.

„Du meinst, bloße Brüste erregen ihn?“

„So ist es.“

„Ja, so ist das eben“, schimpfte Gerd jetzt, „ich bin auch nur ein Mann und nackte Weiber erregen mich eben!“

„Da ist ja auch nichts gegen einzuwenden“, meinte Lena ganz ruhig, „vielleicht brauchst du dann ein wenig Ablenkung von Manuelas erotisierenden Brüsten“;  mit diesen Worten streifte sie ihr Hemd über den Kopf und lehnte sich zurück, ihre kleine Möpse glänzten in der Sonne, und Peter war fest überzeugt, dass sie diese in seinen Augen zynische Diskussion erregte, jedenfalls reckten sich die Spitzen nett empor; irgendwo hatte diese Frau eine sadistische Ader!

Pia brauchte einen Moment bis sie die Situation kapierte: „Ich kann dich auch ein wenig ablenken“, grinste sie und zog ihr Hemd ebenfalls aus.

„Drei nackte Weiber am Tisch, der Traum aller Männer!“ frohlockte Lena.

Wutentbrannt sprang Peter auf, er fühlte sich verarscht: „Traum? Du meinst Alptraum! Es ist ein Alptraum mit euch!“

Schnaubend verschwand er im Haus.

„Wenn du es dir jetzt selbst besorgst, sag uns Bescheid,“ rief Lena hinterher, Gerd folgte Peter mit grimmiger Miene.

Einen Tag vorher:

Peter kam als letzter von der Uni. Nachdem er die Haustür geöffnet hatte fiel ihm die aufgeräumte Garderobe auf. Sommerjacken und Winterklamotten lagen nicht wild durcheinander auf dem Schränkchen, auch an den Haken war das Chaos verschwunden. Fein säuberlich aufgereiht hingen Sommerjäckchen, T-Shirts in Reih und Glied, darüber Hosen und zu Oberst je ein Weiberslip.

Er nahm einen davon in die Hand, schnupperte: Benutzt. Und warum hängen die hier?

Auf der Terrasse saßen in der lauen Abendsonne die drei Frauen bei einer Flasche Wein, leicht angeschwippst und splitterfaser nackt.

„Scheiße,“ entfuhr es ihm; er machten auf dem Absatz kehrt.

Genervt und mit einem Bier aus dem Kühlschrank verschwand er in seinem Zimmer. Es musste ihm was einfallen, das war klar. Der einfachste Weg wäre: Augen zu und durch; sie würden es schon überstehen. Peter beschloss, Gerd diesen Vorschlag zu unterbreiten.

Gerd war vor Peter gekommen, hatte die Slips auf der Garderobe gesehen, auch an einem geschnüffelt, dann war er in die Küche gegangen, niemand da, auf der Terrasse die drei Frauen. Beim Heraustreten auf die Terrasse kam ihm Lena entgegen, nackt wie die anderen. Ein freundliches „Guten Abend“, grinsend strahlte sie ihn an, dicht an dicht, am liebsten hätte er ihr umgehend an den Busen gelangt, wagte es aber nicht.

Endlich ging sie weiter in die Küche.

„Na, willst du uns Gesellschaft leisten?“ fragte Pia

„Kannst dich ja auch ’n bisschen frei machen“, setzte Manuela hinzu.

Genervt wandte Gerd sich ab, zurück in die Küche. Lena bückte sich vor dem Kühlschrank um eine weitere Flasche Wein zu holen, ihren nackten Hintern reckte sie ihm entgegen.

‚Das macht die doch extra‘, dachte Gerd, ‚um mich zu ärgern, die blöde Hexe!‘

Trotzdem konnte er sich der Faszination dieses Anblicks nicht entziehen, er erinnerte sich, als sie gestern über ihren Analverkehr fabulierte: ‚Du kannst mir glauben, dass meine Kimme eine ganz schön aufgegeilte Furche war!‘

Weg hier! Das war alles zu viel. In seinem Zimmer warf er sich auf’s Bett, frustriert, so lange keinen Sex mehr und immer diese nackten Weiber! Seine Hoden schmerzten, er könnte es sich selbst besorgen, vielleicht ging es ihm dann besser. Den Gedanken hatte er noch nicht zuende gedacht da wanderten seine Hände schon unter die Hose, zu eng, Gürtel auf, Reißverschluss runter – ach was, Hose aus, Hemd aus, dann konnte er auch in seine Brustwarzen kneifen, Frustonanie mit richtigem Schmerz.
Sein bestes Stück war schon in Position, er musste aufpassen, sonst war er gleich fertig, etwas Spaß sollte es ja nun schon machen. Er bohrte seine Fingernägel in die Haut, zerrte mit der anderen Hand an den Hoden herum, alles spannte sich, groß und steil ragte er in die Luft. Mit den Fingern nahm er Speichel auf, rieb sein Teil damit ein, vorsichtig, noch mehr Speichel,  alles glitschig, lange würde es nicht mehr dauern, sanft massierte er seine eingeschmierten Männlichkeit –

Nein! Nicht jetzt!

Er konnte grade noch die Hand wegnehmen als Peter die Tür öffnete.

„Du tust es mit dir selbst?“

Leugnen war zwecklos: „Was soll ich denn sonst machen, verdammt! Das ist das erste Mal dass ich es tue seitdem ich mit den Weibern zusammen lebe!“

Peter hockte sich eben ihn und betrachtete seinen Freund.

„Nun starr mich nicht so an!“

„Reg dich ab, ich hab‘ dich doch schon oft nackt gesehen.“

„Aber dann waren auch Weiber dabei!“ Wut lag in seiner Stimme.

Sie schwiegen sich an. Beide wussten, dass ihr Hirn eine Lösung des erotischen Problems suchte, oder vielleicht war es bei Gerd auch eher sein Glied, was ihm aber auch keinen Geistesblitz in die Synapsen fahren ließ.

„Vielleicht sollten wir es einfach mal versuchen“, sagte Peter schließlich leise.

„Was??“

„Du nimmst mich von hinten und ich dich. Dann sind wir durch damit.“ Seine Stimme klang lapidar, als sei es das natürlichste der Welt es gegenseitig miteinander zu treiben unter Männern.

„Ich glaub du spinnst!“ Gerd hatte sich aufgerichtet und sah mit verständnislosen Augen zu Peter rüber, der sich auf die Bettkante gesetzt hatte.

„Sag mal“, fing Peter nach einer Weile an, „wenn du es mit einer Frau von hinten tust, hast du dich nie gefragt, wie sich das anfühlen könnte?“

„Darf ich deine Frage jetzt so interpretieren, dass du es mal ausprobieren möchtest?“

„Weißt du, nicht weil ich es total erregend finde oder dabei einen Orgasmus erwarte, den krieg ich bestimmt nicht so. Ich habe mir nur schon ab und zu Gedanken gemacht, wie das wohl ist. Einfach zum ausprobieren, genauso wie wir irgendwann ausprobiert haben wie es ist mit Frauen ist. Und bei dieser Gelegenheit wäre das Problem mit unseren Weibern gleich mit gelöst.“

„Habe ich dich richtig verstanden: Du stellst dich zur Verfügung von mir genommen zu werden wenn unserer Weiber dabei zusehen?“

„Naja, so irgendwie.“

„Also, ich weiß nicht….“

„Ist für dich doch auch nichts anderes als es so mit einer Frau zu tun.“

„Da sind aber nicht so viele Haare drauf und unten hängen keine Hoden raus.“

„Aus meinem Hintern hängen auch keine Hoden, du Idiot,“ lachte er.

Gerd setzte sich jetzt neben ihn auf die Bettkante, sie grinsten, und dann mussten sie beide herzhaft lachen.

„Mit deiner Selbstbefriedigung kommst du auch nicht weiter“, stellte Peter schließlich fest während er Gerd von der Seite betrachtete.

„Wie denn auch, wenn du mir dauernd Diskussionen aufzwingst!?“

„Schon gut, ich geh ja gleich.“

„Sag mal, hast du dich auch schon mal selbst befriedigt, jetzt, wo uns die Weiber nicht mehr ran lassen?“

„Nein, bis jetzt noch nicht. Aber gedacht hab‘ ich auch schon dran, irgendwie muss ich meinen Samenstau mal reduzieren. Diese Nudistenkolonie da auf der Terrasse ist für einen oversexten Mann ja nicht auszuhalten!“

„Na los, dann zieh dich aus, wir probieren es gemeinsam!“

„Was? Jetzt, hier?“

„Ja, warum denn nicht?“

„Aber jeder macht es sich selbst!“

„Klar. Wer zuerst fertig ist hat gewonnen.“

„Das gilt nicht, du hast einen Vorsprung!“

„OK, ich geb dir eine Minute.“

Hastig zog Peter sich aus, nackt standen sie sich gegenüber, grinsten sich an. Er spielte mit seinen Genitalien, rieb sich über die Brustwarzen, und es gelang ihm tatsächlich das Teil zumindest größer zu kriegen. Er nahm ihn in die Rechte und massierte, mit der Linken kraulte und kugelte er weiter seine Hoden. Nach einer Minute tat es Gerd ihm gleich, immer noch sahen sie sich an, ins Gesicht, auf das Glied des Freundes, sie keuchten, lachten, jetzt nicht mehr locker sondern in der Erregung verkrampft, Gerd begann zu stöhnen, „mir kommt’s gleich – gleich“, hechelte er, und dann war es passieret,  gegen Peters Oberschenkel,  über seine Muskeln tropfte es nach unten. Der achtete nicht darauf, machte weiter, schneller, jetzt! Er spürte das Pumpen, dann kam auch er mit leisem Keuchen.

„Puh! Das tat gut!“

Befriedigt setzten sie sich wieder auf’s Bett, lehnten sich nach hinten an die Wand, sahen sich an. Sie berührten sich aber nicht, obgleich beide schon den Gedanken hatten, die Haut des Freundes zu streicheln.

„Komm, wie gehen ’n Bier trinken.“

Auf dem Weg in die Kneipe hingen sie ihren Gedanken nach, sich gemeinsam selbst zu befriedigen, das war schon eine neue Erfahrung, die sie erst mal verarbeiten mussten.

Aber schlecht war es nicht!

„Jetzt weiß ich immer noch nicht wie es von hinten ist“, fand Peter als erstes seine Sprache wieder, lächelnd

„Tja, die Gelegenheit ist jetzt vertan“, konstatierte Gerd, und er war froh, dass dieser Kelch an ihm vorüber gegangen war. Er war sich nicht sicher, ob er dem nicht vielleicht doch in seiner Erregung zugestimmt hätte wenn Peter ihn während ihrer Aktiondazu aufgefordert hätte.

„Du kannst es ja mit einem Dido probieren“, schlug er stattdessen vor.

Gute Idee, fand Peter, und umgehend wechselten sie die Richtung um den Sex-Shop in der Innenstadt aufzusuchen.

In roten Lettern leuchtete die Reklame über der Eingangstür. Unwillkürlich sahen sie sich um, hoffentlich sah sie niemand!

Regale voller Pornofilme und -bücher, in der Mitte ein Grabbeltisch mit billigem oder zumindest witzig gemeintem Sexspielzeug wie Kondome mit Händchen vorne dran oder Hahnenkopf mit Noppen. Gegenüber an der Wand fein säuberlich aufgereihte Penisimitate, Dildos mit und ohne Hoden, Vibratoren, zum Teil mit Fernbedienung damit der Kerl seine ans Bett gefesselte Liebste zur Weißglut bringen sollte. Im zweiten Raum waren Handschellen, Peitschen, Gummi- und Lederzeug, und was Sado-Masos sonst noch so brauchten.

Nach kurzer Diskussion – der ist zu dick – stell dich nicht so an – zu lang – keine Hoden, usw wählten sie ein stattliches Teil, fleischfarben mit dicker praller Spitze.

„Soll ich es als Geschenk verpacken oder geht das so?“ fragte die junge Frau an der Kasse, als hätten sie einen Ring für die Liebste gekauft.

„Nein, das geht so“, sagte Peter hastig, bezahlte und raus waren sie. Wieder sahen sie sich nach eventuellen Beobachtern um, deren interessierte Fragen hätten sie kaum glaubhaft beantworten können.

Peter stopfte die Neuerwerbung in die Jackentasche und ab in die Kneipe.
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(zum vierten Teil)

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Copyright (C) 2015 Text  by Günter Maria Langhaus. Ungekürzte Version(en) der Kurzgeschichte(n) finden sich später unter http://www.gm-langhaus.de/html/kurzgeschichten.html

 

Bildrechte: “Erotische Abenteuer – verschiedenster Welten” (Erotik-etwas-heller.jpg) © 2014 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: http://saargau-arts.de/

Zeichnung “Mädchen mit gelber Blume” mit freundlicher Genehmigung von Dabre Durante (c) Copyright 2015

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Herzlichen Dank auch im Namen aller unserer Autoren!

BUCHTIPP DER REDAKTION:

Die Reise nach Namibia (Kartoniert)
Erotischer Roman
von Langhaus, Günter Maria

Verlag:  Fouque (Frankfurter) Literaturverlag
Medium:  Buch
Seiten:  243
Format:  Kartoniert
Sprache:  Deutsch
Erschienen:  September 2014
Maße:  146 x 208 mm
Gewicht:  328 g
ISBN-10:  3837214834
ISBN-13:  9783837214833


Kurzbeschreibung
53 lange Tage liegen vor einem Paar, das sich von Deutschland aus mit dem Auto auf den Weg durch Afrika macht. Der Protagonist möchte nach kurzem Aufenthalt in Lübeck zurück nach Namibia. Doch welches Geheimnis hütet seine Begleiterin? Ist sie die Rühr-mich-nicht-an, als die sie sich immer gezeigt hat? Oder eine Nymphomanin, die ihre sexuellen Bedürfnisse nur schwer unter Kontrolle halten kann? Das enge Zelt, die Hitze Afrikas und die Schönheit dieses Kontinents lassen eine intensive Nähe entstehen, in der sich die beiden Stück für Stück offenbaren können. Psychisch wie physisch legen sie Hemmnisse ab, bis sie ihre Seelen und Körper vollkommen nackt voreinander zeigen. Schamlos und frei wird die Kommunikation zur Erotik und der Sex zur Sprache. Zärtlichkeit, Abgründe aus Wut und Gewalt sowie hemmungsloser Sex unterliegen keiner Zensur.

Autor
Günter Maria Langhaus wurde 1950 in der Nähe von Köln geboren, Abitur 1971, anschließendes Studium der Biologie und Landwirtschaft an verschiedenen Universitäten Deutschlands. Seine berufliche Tätigkeit als Berater ließ ihm immer wieder Zeit für längere Reisen, unter anderem in den arabischen Raum sowie in das südliche Afrika. Diese Reiseerlebnisse einerseits und die Erfahrungen der sexuellen Revolution Anfang der Siebziger andererseits waren entscheidende Faktoren, die ihn zu seinem Erstlingswerk „Die Reise nach Namibia“ inspirierten.

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