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MÈNAGE À CINQUIÈME (Teil 2) – Erotische Geschichte in fünf Teilen von Günter Maria Langhaus

MÈNAGE À CINQUIÈME (Teil 2)

Erotische Geschichte in fünf Teilen

von

Günter Maria Langhaus

(Zum vorherigen teil)

„Ach!“ Was anderes fiel ihm nicht ein.

„Naja,“ kam Gerd ihm zu Hilfe, „also, dein Sex ist ja wirklich prima“, sprach er Lena an, „aber mit der Häufigkeit deiner Lust könnte das vielleicht ein Problem geben.“

„Könnte sein“, konterte sie trocken.

„Also“, begann Peter mit Bedacht und zog die rechte Augenbraue hoch, „Ich will ja nicht drohen, aber möglicherweise müssen wir uns dann aushäusig umsehen.“

„Erstens tut ihr das doch sowieso und zweitens tut ihr es ziemlich erfolglos.“

Manuela und Pia mussten erneut lachen, wieder sahen die Jungs sich an: Lena konnte immer so unglaublich zartfühlend und verständnisvoll sein! Aber, wo sie recht hatte, da hatte sie nun mal recht.

„Vielleicht versucht ihr es mal miteinander“, warf Pia schelmisch grinsend ein.

„Na, das will ich sehen“, grinste Manuela, und Lena ergänzte: „Ein interessanter Aspekt. Ich habe es noch nie gesehen wenn Männer miteinander ficken – und hier wäre der Ausdruck sprachlich korrekt.“

„Die aufgegeilten Furchen fehlen aber“, bemerkte Peter mit resigniertem Unterton.

„Ich denke, da kannst du nicht mitreden“, murmelte sie ohne aufzusehen.

„Lena! “ Sein Ton war genervt, „Ich wüsste nicht wo beim Liebesspiel unter Männern eine aufgegeilte Möse sein soll!“

„Peter!“ äffte sie ihn nach während sie von der Zeitung aufsah und die Brille wieder abnahm, „du hast es offensichtlich noch nie anal mit einem Kerl getrieben, ich aber schon des Öfteren, wie du dich noch erinnern solltest. Und glaub mir, meine Kimme war dann eine ganz schön aufgegeilte Furche!“

Manuela und Renate sahen sich erstaunt grinsend an, so obszön hatte Lena ja noch nie geredet!

„Ich denke, wir sollten das mal ins Auge fassen“, unterbrach Pia dann die beiden, auch um die aggressive Spannung zu nehmen, „wir Frauen dürfen euch Männer dabei zusehen.“

„Ich glaub ihr spinnt“, ließ Peter sich nicht beruhigen, „ich werde es doch nicht mit ihm“ und mit einer Kopfbewegung deutete er auf Gerd, „von hinten treiben. – Und erst recht nicht meinen Hintern hinhalten!“ setzte er nach.

„Und wenn wir es täten“, sekundierte ihm der Angesprochene, „würden wir euch bestimmt nicht zugucken lassen.“

„Ach! Aber dass ihr uns zugeguckt habt, das fandest du in Ordnung?“ Manuelas Stimme war nun auch etwas gereizt.

„Das ist doch was ganz anderes!“

„Ich stell mir das grade vor“, versuchte Pia die Situation erneut zu entschärfen, „Peters geiler Hintern, wir kippen Olivenöl in seine Kimme und dann kommt Gerd und schiebt sein Teil langsam in das enge Loch!“ Erwartungsfroh, als würde es gleich losgehen, rutschte sie auf ihrem Hintern hin und her, kichernd malte sie sich die Szene weiter aus: „Und Peter stöhnt dann, hat zum ersten mal das Gefühl nicht aktiv sondern passiv genommen zu werden, und Gerd wird auch immer erregter, alles ist nassgeschwitzt und er macht weiter bis er fertig ist!“

Die Männer rollten genervt die Augen während die Frauen sie erstaunt ansahen.

Erst stand Peter auf und ging, Gerd folgte ihm.

Lenas und Manuelas Augen waren immer größer geworden während Pias Redeschwall, was für eine ungeahnte Fantasie! Irritiert schaute sie zurück: „Hab‘ ich was Falsches gesagt?“ fragte sie mit unschuldigem Blick.

„Nein, nein“, lachte Manuela, „ich wusste nur nicht, dass du dir das so genau vorstellen kannst.“

„Ich find‘ die Vorstellung geil“, lachte sie und rutschte wieder auf dem Hintern rum, unwillkürlich schlug sie ihre Schenkel zusammen und öffnete sie wieder.

Skeptisch schaute Lena über den Brillenrand: „Du meinst, es macht dich geil?“

„Ja – ja – irgendwie schon…“

„Du bist ja ganz aufgedreht“, meinte Manuela mit lüsternem Unterton, „äh – sollen wir….?“

Die Angesprochene grinste freudig: „Ja, ein bisschen vielleicht noch?“

„Mit männlichen Geschlechtsteilen von hinten kann ich aber nicht dienen.“

„Macht nichts, geht ohne dem genauso gut“, und ungeduldig stand sie auf.

„Kommst du mit?“ fragte Manuela Lena, „son‘ netter Dreier unter Frauen?“

Die lachte: „Nee, lass mal. Vielleicht ein ander mal. Viel Spaß!“

Zwei Tage vorher:

Peter und Gerd schliefen noch; natürlich waren sie am Abend vorher in der Kneipe gewesen; zu gerne hätten sie dort einen Flirt angefangen, schon um den blöden Weibern zu demonstrieren, dass sie doch nicht so erfolglos waren. Aber wenn der Druck so groß ist wird es sowieso nichts; die besten Flirts entstehen ja immer zufällig und überraschend.

Dementsprechend war Lena wieder mal allein in der Küche als sie vom Kiosk mit belegten Brötchen kam. Sonntags gab es weder Tageszeitung noch Croissants, was ihrer Laune nicht grade förderlich war. Mürrisch koche sie Kaffee, mit Pia und Manuela rechnete sie ohnehin nicht, deren neue erotische Erlebnisse mussten schließlich erst mal in allen Variationen ausgelebt werden, wofür Lena Verständnis hatte. Und morgens allein und in aller Ruhe Kaffee trinken hatte ja auch was für sich.

Sie ging in ihr Zimmer, schnappte sich ein Buch und setzte sich auf die Terrasse vor der Küche.

Manuela kam zuerst, nackt, wie sooft, und bei schönem Wetter im Garten sowieso. Sie nahm sich Kaffee, legte die Beine hoch und genoss die Sonne.

Als nächste kam Pia in Shirt und Slip. sie reckte sich, umarmte Manuela von hinten und streichelte sie. Lächeln, Küsschen.

„Ach, lass dich auch mal umarmen“, meinte sie zu Lena, ging zu ihr rüber und legte ihre Arme um ihren schlanken Körper; grinsend streichelte sie auch deren Körper, allerdings ohne die Hände unter Lenas Hemd zu nehmen. Diese sah zu ihr auf, zog eine Augenbraue hoch, ließ es aber geschehen. Wenn sie zu mehreren im Bett waren, war es schon vorgekommen, dass die Frauen sich an ihren Brüsten anfassten, aber jetzt und hier war das irgendwie was anderes.

Die Frauen unterhielten sich über Belanglosigkeiten, wobei Lena nicht von ihrem Buch aufsah, aber stets im richtigen Moment ihren Kommentar abzugeben wusste.

Dann kam Peter.

„Na, erfolgreiche Nacht gehabt?“ fragte Lena trocken, den Spott konnte sie geschickt verbergen.

Peter antwortete nicht. Gerd, der jetzt auch mit einer Tasse in der Hand auf die Terrasse kam und Lenas Frage mitbekommen hatte, schüttelte nur mit dem Kopf.

Schweigend saßen die fünf beieinander. Die Spannung lag für jeden spürbar in der Luft, von den Jungs eher als unangenehm empfunden, von Pia und Manuela amüsiert und von Lena mit lauernder Lust auf spöttische Provokation.

„Ich hab‘ die Handwerker im Kopf“, murmelte Gerd um das Schweigen zu durchbrechen, Fehler!

„Habt ihr wieder gesoffen“, hakte Lena nach ohne große Neugierde zu zeigen.

„Geht so.“

„Die Frauen werden mit jedem Bier vielleicht schöner, nicht aber williger!“

„Geht das schon wieder los“, mischte sich Peter ein.

„Ich versteh euer Problem ja, wir sollten nach einer Lösung suchen.“

„Da fass dir erst mal an die eigene Nase!“

„Das Männchen muss um die Gunst des Weibchens buhlen!“

„Also wirklich, du würdest doch sogar dann nicht mit uns ins Bett gehen wenn wir uns jetzt hier nackt ausziehen und vor dir rumwedeln!“

Lena legte das Buch auf den Tisch, schaute ihn von unten über den Brillenrand an: „Ins Bett nicht, aber herzhaft lachen!“

„Blöde Kuh!“

„Was würdest du denn als animierende Werbung empfinden?“ sprang Gerd ihm zur Seite.

Lena grinste in sich hinein, sagte nichts.

„Da fällt dir nichts ein, nicht wahr?“

Jetzt legte sie die Brille auch auf den Tisch, grinste ihn lüstern an: „Also, wenn ich mir vorstelle wie du es mit Peter treibst, wie du mit deinen Händen in seinem Haar wühlst, seinen Kopf zwischen deine Lenden rammst damit dein Prügel seinen Kehlkopf kitzelt, wenn du stöhnst voller Inbrunst und Erregung, ich glaube, dann könnte ich nicht an mich halten und würde über dich herfallen wenn du mit Peter fertig bist!“

Die beiden anderen Frauen konnten sich kaum halten vor lachen; so steif Lena manchmal wirkte, irgendwie hatte sie es auch faustdick hinter den Ohren.

Die Jungs starrten sie mit offenem Mund an. „Wenn ich grade fertig bin, kann ich doch nicht gleich wieder mit dir.“ Gerd hielt das für eine logische Anmerkung; Peter dagegen rollte mit den Augen, die Antwort Lenas erahnend.

„Eben!“

Triumphierend vergrub sich Lena wieder hinter ihrem Buch.

„Irgendwie bekommt dir der Sonntag nicht ohne Croissant und Zeitung“, blieb Peter ganz ruhig. „Aber lass uns mal vernünftig miteinander reden: Sehe ich das richtig, dass ihr beide“, er deutete auf Manuela und Pia, „vorerst nicht mit uns schlafen werdet?“

„Das kann ich so nicht sagen“, antwortete Pia, „vielleicht ja, vielleicht nein.“

„Ich möchte das mal so sagen“ , ergänzte Manuela, „der Sex mit Pia ist sicherlich eine Bereicherung, nicht nur für uns beide sondern ich glaube für uns alle. Das heißt aber nicht, dass ich nicht auch wieder Bock auf euch hätte, aber…“

„Was ‚aber‘?“

„Der Gedanke, euch beiden beim Sex zuzuschauen, fasziniert mich schon, in Natura habe ich das nämlich auch noch nie gesehen.“

„Und du machst den Sex mit uns davon abhängig; erst wenn wir es miteinander getrieben haben schläfst du wieder mit uns?!“

„Du hast es erkannt.“

„Ich bin aber nicht schwul!“ meldete sich Gerd wieder zu Wort, „ich kann das nicht!“

„Hast du doch noch gar nicht versucht.“
(…)

(zum dritten Teil)

Copyright (C) 2015 Text  by Günter Maria Langhaus. Ungekürzte Version(en) der Kurzgeschichte(n) finden sich später unter http://www.gm-langhaus.de/html/kurzgeschichten.html

 

Bildrechte: “Erotische Abenteuer – verschiedenster Welten” (Erotik-etwas-heller.jpg) © 2014 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: http://saargau-arts.de/

 

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BUCHTIPP DER REDAKTION:

Die Reise nach Namibia (Kartoniert)
Erotischer Roman
von Langhaus, Günter Maria

Verlag:  Fouque (Frankfurter) Literaturverlag
Medium:  Buch
Seiten:  243
Format:  Kartoniert
Sprache:  Deutsch
Erschienen:  September 2014
Maße:  146 x 208 mm
Gewicht:  328 g
ISBN-10:  3837214834
ISBN-13:  9783837214833


Kurzbeschreibung
53 lange Tage liegen vor einem Paar, das sich von Deutschland aus mit dem Auto auf den Weg durch Afrika macht. Der Protagonist möchte nach kurzem Aufenthalt in Lübeck zurück nach Namibia. Doch welches Geheimnis hütet seine Begleiterin? Ist sie die Rühr-mich-nicht-an, als die sie sich immer gezeigt hat? Oder eine Nymphomanin, die ihre sexuellen Bedürfnisse nur schwer unter Kontrolle halten kann? Das enge Zelt, die Hitze Afrikas und die Schönheit dieses Kontinents lassen eine intensive Nähe entstehen, in der sich die beiden Stück für Stück offenbaren können. Psychisch wie physisch legen sie Hemmnisse ab, bis sie ihre Seelen und Körper vollkommen nackt voreinander zeigen. Schamlos und frei wird die Kommunikation zur Erotik und der Sex zur Sprache. Zärtlichkeit, Abgründe aus Wut und Gewalt sowie hemmungsloser Sex unterliegen keiner Zensur.

Autor
Günter Maria Langhaus wurde 1950 in der Nähe von Köln geboren, Abitur 1971, anschließendes Studium der Biologie und Landwirtschaft an verschiedenen Universitäten Deutschlands. Seine berufliche Tätigkeit als Berater ließ ihm immer wieder Zeit für längere Reisen, unter anderem in den arabischen Raum sowie in das südliche Afrika. Diese Reiseerlebnisse einerseits und die Erfahrungen der sexuellen Revolution Anfang der Siebziger andererseits waren entscheidende Faktoren, die ihn zu seinem Erstlingswerk „Die Reise nach Namibia“ inspirierten.

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