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MARC ZEICHNET SCHWARZ-WEISS – Leseprobe (Teil 2) aus dem gleichnamigen Roman von Karsten Harms

MARC ZEICHNET SCHWARZ-WEISS

– Leseprobe (Teil 2) –

aus dem gleichnamigen Roman

von Karsten Harms

(Zum vorherigen Teil)

Die Menschen kommen mir manchmal wie mechanisch gesteuert vor; sie sind perfekt angepasst und funktionieren in einer Welt aus Kommerz, Moral und Millionen von Regeln. Ganz nach dem Motto: „Das macht man halt so!“ Dabei ist es doch dergestalt, dass das Durchschnittliche der Welt lediglich ihren Bestand gibt. Das Außergewöhnliche hingegen … das gibt uns den wahren Wert! Wenn irgendwann alle bloß noch genormt sind, könnten doch alle auch gleich denselben Namen besitzen – das ist doch reiz- und witzlos!

Die Denkweisen „das macht man so“ oder „das macht man nicht so“ sind fast noch schlimmer als die beschriebene „Normalität“. Mich interessiert nicht, was man macht! Wer ist überhaupt man? Mich interessiert doch eigentlich nur, was ich möchte oder was ich eben nicht möchte. Mich interessieren meine Gedanken und Gefühle, die ich dabei habe, wenn ich etwas mache, und ebenso, wenn ich etwas nicht mache, warum auch immer. Genauso, wie es Gründe gibt, etwas zu tun, gibt es auch Gründe, etwas nicht zu tun: zum Beispiel aus Angst oder aus Rücksicht. Natürlich bin ich auch neugierig auf die Gedanken und Meinungen von Menschen, die mir wichtig sind. Aber mich interessieren doch nicht die Gedanken und Meinungen von denen, die ich nicht kenne, die zum Beispiel gerade zufällig in der Nähe herumstehen, während ich mit einem Edding eine Scheibe bekritzele, und die gaffen oder mit ihren dicken Wurstfingern in der Nase popeln. Leute, die mir nichts bedeuten und die ich niemals wiedersehen werde, gehen mir – entschuldigt bitte – ziemlich weit am Arsch vorbei.

Wenn ich mich ständig nach irgendwelchen Leuten richtete, würde ich mich dabei glatt selbst verlieren. Da käme ich aus dem Abwägen, Evaluieren und Berücksichtigen gar nicht mehr heraus! Und wer von all denen, die in Frage kämen, müsste es denn sein, nach dem ich mich richten soll? Nehmt hundert Menschen, fragt sie nach ihrer Meinung und ihr werdet neunzig unterschiedliche Aussagen haben. Nein, das macht keinen Sinn! Man muss sich in einer Gesellschaft sicherlich gemeinschaftsverträglich bewegen, aber letztendlich sollte man sich selbst der Nächste sein, sollte man seine eigene Wahrheit leben, seinen eigenen Augen trauen. Deshalb sage ich es noch einmal: mir ist gleichgültig, was man macht – ich tue am liebsten das, was ich möchte und woran ich glaube. Und wenn ich etwas nicht möchte oder nicht daran glaube, lasse ich es sein. Das Relevante dabei sind die Gefühle, die ich habe. Geht es mir dabei gut? Geht es mir dabei schlecht?

Wenn ich beispielsweise meine Gedanken herauslasse, weil ich unglaublich aufgewühlt bin, wenn ich in einer extremen Stimmung das aufschreibe, worüber ich mir den Kopf zerbreche, dann geht es mir gut. Wenn ich das, was mich bewegt, sinnbildlich in die Welt hinausschreien kann, auch wenn es bloß mittels auf Glas geschriebener Worte ist, fühle ich mich bestens! Dann muss ich unwillkürlich lächeln, durchströmt mich eine wohlige, wärmende Zufriedenheit, weil ich in dem Augenblick ganz ich selbst bin.

Tue ich jedoch etwas nur anderen zuliebe oder lasse ich nur anderen zuliebe etwas sein, ist die Gefahr groß, dass ich mich dabei unwohl fühle, weil ich gegen mein Inneres, gegen mein Ich agiere. Wer sich lediglich seinem Verstand hingibt, wer den Kopf und die Vernunft über alles stellt, hat das Entscheidende im Leben nicht begriffen. Wenn ein Kopfmensch und ein Gefühlsmensch zusammentreffen, wird zwar meistens der Kopfmensch gewinnen – er hat logische, sachliche Argumente, denen man allzu oft nichts hinzufügen kann. Aber er wird nie so recht verstehen, dass es in der Nähe des Gefühlsmenschen eine wohlige Wärme gibt, die er mit seinem Verstand niemals erreichen wird.

Das Wichtigste dabei ist, authentisch zu bleiben! Authentizität – ein tolles Wort … sehr hochtrabend. Aber es beschreibt exakt, was ich sagen will: die Wahrheit ist, was du fühlst! Authentisch ist, wer auf seinen eigenen Bauch hört, wer das Verhalten anderer ausblenden kann und so handelt und sich gibt, wie er wirklich ist. Auch wenn sich die breite Masse für eine Sache entschieden hat, tust du vielleicht das Gegenteil; das Entscheidende ist, sich selbst treu zu bleiben.

Wer sich traut, außergewöhnlich zu sein, ist auf dem richtigen Weg. Wer scheinbar nicht ins Bild, nicht in diese Welt passt, weil er anders als die anderen agiert, ist dabei, sich selbst zu finden. Wahre Persönlichkeit beginnt, wo der Vergleich mit anderen Menschen aufhört. Nur wer wirklich er selbst ist, sich selbst gehört und keinem anderen, kann tief in seinem Inneren glücklich sein. Und ich war glücklich, als ich meinen Text auf die Scheibe geschrieben habe! Ich wollte mich den Menschen mitteilen, wollte sie aufwecken. Ich wollte den Menschen auf der Welt etwas Gutes tun, wollte das Schweigen brechen. Himmel, ich hatte doch keinerlei böse Absichten!

Wenn ihr es genau wissen wollt, würde ich all das auch immer wieder tun. Ich würde so viele Sätze auf die Scheibe bringen wie möglich, würde nichts anders machen, selbst dann nicht, wenn ich alles dabei verlöre. Ich gehöre meinen Worten, stehe zu ihnen. Ich bereue nichts von dem, was ich getan habe – nicht das Geringste. Ich bin ich und wenn jemand ein Problem mit mir hat, so ist das Problem nicht meines!

Zugegeben, es kann auch eine gewisse Befriedigung verschaffen, etwas zu tun, nur um sich anzupassen, um anderen zu gefallen oder um den Ansprüchen, die andere an einen haben, zu genügen. Das aber ist nur mit einem sehr kurzfristigen Glücksgefühl verbunden; auf längere Sicht überwiegen bei einem solchen Verhalten stets Unzufriedenheit und Leere. Ich weiß, wovon ich rede, ich habe das alles lange genug mitgemacht!

Nun, andersherum ist es, wie gesagt, nicht anders. Wenn man etwas lediglich deshalb nicht tut, weil man glaubt, man dürfe das nicht, oder weil man Angst hat, jemand könne etwas Kritisches sagen oder sich abweisend verhalten, ist Frustration vorprogrammiert. Etwas nicht zu tun, obwohl man es doch eigentlich so gerne will, kann sogar noch viel mehr Gefühle der Unzufriedenheit hervorrufen, als wenn man etwas nur anderen zuliebe getan hat.

Ich erinnere mich noch an einen Tag in meiner Jugend, als ich siebzehn war. Ich war in einer Disco gewesen und ein bildhübsches Mädchen hatte mich lange und eindringlich beobachtet. Ich bin nicht eingebildet, wenn ich behaupte, ein recht attraktiver Kerl zu sein. Heute weiß ich, dass mein angenehmes Äußeres die Aufmerksamkeit des Mädchens auf mich gelenkt haben muss, denn sonst hätte ich ihr nicht auffallen können; viel zu ruhig und zurückhaltend hatte ich mich in jene schummrig beleuchtete Sofaecke gefläzt.

Das Mädchen war dann nach einer ganzen Weile des gegenseitigen Blickkontaktes mit einem strahlenden Lächeln auf mich zugekommen. Das wunderhübsche und betörend duftende Wesen hatte mich bereits in den ersten Sekunden des Zusammensitzens in ihren Bann gezogen; ich war wie von Sinnen gewesen! Doch so schön und aufregend das Gefühl auch gewesen war, es hatte mich irgendwie gelähmt. Saskia – ihren Namen weiß ich noch genau – hatte allein durch ihre Anwesenheit meine Kehle zugeschnürt; ich vermochte kaum mehr verständlich zu sprechen. Ich stotterte, war unsicher in meiner Wortwahl – etwas, das bei mir üblicherweise nahezu ausgeschlossen ist. Sonst ist es eher umgekehrt: ich rede zu viel, bin zu direkt, trete durch meine Offenheit gerne in das eine oder andere Fettnäpfchen. Aber an diesem Abend war es anders: ich war wie vom Blitz getroffen, wie vor den Kopf geschlagen. Mir gelang es nicht, die richtigen Worte zu finden – wenn es mir überhaupt gelang, welche zu finden. Ständig versprach ich mich. Mit jedem Missgeschick wurde mir die Situation peinlicher; ich wurde noch unsicherer, hasste mich für das, was ich tat. Das ging so lange, bis ich mich und die Situation in Gänze aufgab und mit ihr auch sämtliche Bemühungen, einigermaßen interessant auf Saskia zu wirken und sie für mich zu gewinnen.

Ich zog mich schließlich zurück, wich ihren Fragen aus, senkte den Blick immer häufiger zu Boden. Dann wurde auch sie merklich ruhiger; irgendwann verliert jedes Mädchen das Interesse, wenn sie merkt, dass ihr Gegenüber nicht in der Lage ist, sie durch seine Art oder das, was er sagt, zum Lachen zu bringen oder ihre Neugier zu wecken. Und noch schlimmer: wenn der Auserwählte nicht einmal zu einer einfachen Konversation fähig ist oder sich schlichtweg weigert, eine zu führen.

Unter dem Vorwand, sie müsste nun wieder zu ihrer Freundin, stand Saskia schließlich auf und ging. Ich nickte noch, ohne sie wirklich gehört oder verstanden zu haben, starrte ihr hinterher, durch sie hindurch wie ins Leere. Nur kurz überlegte ich, sie an der Hand festzuhalten und ihr mein Verhalten zu erklären. Nur kurz durchzuckte mich der Gedanke, ich könnte ihr ehrlich sagen, dass ich vor Betörung fast sprachlos und verwirrt war. Ich hätte ihr sagen können, ich wäre sonst niemals sprachlos und es müsste an ihr liegen, an ihrem bezaubernden Gesicht, ihrem Duft, ihrem Lächeln. Sie hätte sich womöglich wieder hingesetzt, hätte sich über die ehrlichen Komplimente gefreut.

Doch ich tat nichts! Ich sagte nichts, ließ sie ziehen. Und dann, als sie in der Menschenmenge verschwunden war, fand ich mich wieder allein, so wie am Anfang – nur überfiel mich diese plötzliche Verlassenheit wie Frost. Ich sah mich hilflos um, doch keiner schien sich für mich zu interessieren; niemand beachtete mich. Warum auch? Wenn mich jedoch jemand so hätte dasitzen sehen, hätte er womöglich in meinen Augen gesehen, dass Saskia bezeichnenderweise genau denjenigen Jungen einfach hatte sitzen lassen, der ihr wohl von allen anwesenden Männern am meisten, am ehrlichsten verfallen war. Aber es war zu spät; ich tat nichts, obwohl mein Bauch mir befohlen hatte, sie an der Hand zu nehmen und sie festzuhalten. Ich hatte Angst, schwach zu sein, meinen Gefühlen nachzugeben, meine Gefühle zu offenbaren.

Nun, aber damals war es das letzte Mal, dass ich etwas nicht getan habe, obwohl ich es eigentlich gerne hätte tun wollen. Es war das letzte Mal, dass mich dumme Gedanken oder Ängste von etwas abhielten, obwohl mein Bauch mir befahl, es zu tun. Wochenlang bin ich verzweifelt umhergelaufen; ich hasste mich für mein Versagen! Doch dann hat es irgendwann „Klick“ bei mir gemacht, weil mir meine Mutter – Mütter kennen ihre Söhne wie sonst keiner – eines Tages heimlich zwei Bücher von Hermann Hesse unter das Kopfkissen geschoben hat. In dem einen Buch steckte ein Zettel; ich schlug es auf und fand eine Stelle, die sie farbig markiert hatte. Ich weiß noch heute, nach so vielen Jahren, wie diese Stelle wortwörtlich lautete:

„Das Ausgelachtwerden riskiert ein jeder, der sich einem Mädchen nähert; das ist der Einsatz. Also riskiere … und im schlimmsten Fall lass dich eben auslachen.“

Mich hatte die Neugier gepackt. In der Folge las ich eifrig – manchmal sogar bis tief in die Nacht hinein, unter der Bettdecke liegend und mit einer kleinen Stabtaschenlampe im Mund. Ich las erst das eine, dann das andere Buch; anschließend – mehr und mehr verstehend – fing ich wieder von vorne an, um bloß nichts von den tiefgründigen Inhalten beider Bücher zu verpassen. Schließlich wusste ich, was mir meine Mutter sinngemäß sagen wollte: finde dich selbst; tue immer das, was du möchtest, und lasse dich von deinen Gefühlen leiten, denn Gefühle wissen, was gut für dich ist. Es hat keinen Sinn, nicht so zu sein, wie man ist. Wenn man sich zurücknimmt oder sich verstellt, wenn man sich verbiegt, um sich anzupassen oder zu gefallen, geht man auf Dauer kaputt! Man hat nur das eine Leben – und jeder Tag, an dem man nicht man selbst ist, ist ein verdammt verlorener Tag. Also riskiere, öffne dich, sei du selbst … und im schlimmsten Fall lass dich eben auslachen.

Riskiere, öffne dich, sei du selbst – nichts anderes habe ich im Bahnhof von Göttingen getan. Allerdings hat anschließend niemand gelacht; stattdessen wurde ich eingewiesen! Offensichtlich ist da etwas gehörig schiefgelaufen. Ob ich es wieder einmal mit einer Sache zu sehr übertrieben habe?

Das Institut, in dem ich mich befinde, ist zwar keine richtige Irrenanstalt mit Gummizellen und so. Auch bin ich natürlich kein zweiter Tyler Durden, ganz klar. Hier kommen aber Leute her, die verwirrt und psychisch nicht auf der Reihe sind. Diejenigen, die mich hierher geschickt haben, denken eben, ich würde dazugehören. Warum auch immer. Wie gesagt, unterschreiben würde ich das nicht, denn ich habe keine Meise; ich bin nur etwas aus dem Tritt geraten, das ist alles. Aber wenn andere denken, ich hätte eine Meise, könnte es ja sein, dass ich zumindest eine kleine habe, wenn ihr versteht, was ich damit sagen will.

Vielleicht bin ich in der Tat verrückt. Aber wer ist das nicht? Meiner Meinung nach verhält es sich mit dem Irrsinn nicht anders als mit der Normalität. Welche Person nämlich definiert, wer oder was verrückt ist? Wer darf so anmaßend sein, sich als Richter aufzuschwingen und über Sinn und Irrsinn zu urteilen? Wer hat das Recht, Verrücktheiten in besagte Schubladen zu stecken und somit in gute oder böse Kategorien zu verpacken?

Der ach so nette Mann von nebenan, ein scheinbar vorbildlicher, strebsamer, überaus korrekter Familienvater, der den ganzen Tag über brav mit Schlips und Kragen in seinem Büro rackert und noch niemals in seinem Leben etwas Ausgefallenes getan hat, kann in seiner Unterdrückung und Angepasstheit nicht weniger verrückt sein als ein aufgedrehter, renitenter Bursche, der, lediglich mit einer kurzen Hose bekleidet, auf einer Verkehrsinsel, mitten im dichten Berufsverkehr, genüsslich uriniert. Und ein Mensch, der Zuneigung heuchelt, anstatt seine wahren Gefühle zu offenbaren, der süffisant lächelt, obwohl er Böses im Sinn hat, der „ja“ sagt, obwohl er „nein“ denkt, kann verrückter sein als einer, der ehrlich hasst und wutentbrannt seinen Schmerz herausschreit. Verrücktheit lässt sich nicht in Klischees, nicht in Gut und Böse verpacken. Ein Mensch mit Schwächen und Eskapaden, gar Ausrastern erscheint manchmal liebenswürdiger und ehrlicher als all die verlogenen, verschlossenen Neurotiker und Spießer um ihn herum.

In unserer scheinheiligen, blasierten Welt sind die Angepassten, die „Normalen“, zu zahlreich und zu unterwürfig. Wir lernen von Kind auf, ein ach so vernünftiges – langweiliges – Leben zu führen. Gleichgültig, was wir machen – essen, trinken, arbeiten, reden, ausgehen, spielen, verreisen, vögeln – wir tun all das leidenschaftslos, mit halb versperrten Sinnen; wir tun es auf eine triste, benommene Art und Weise, weil kaum noch einer aus seiner eigenen Haut herauskann. Wir wissen die Antworten auf die unmöglichsten Fragen, wir durchdenken alles und jedes, wir planen, berechnen, wissen immer genau, was wir tun. Wir halten uns an die unsinnigsten Regeln, erstarren in Ehrfurcht vor den Mächtigen; wir parken unsere Autos vorschriftsmäßig in einer Reihe, gehen stilvoll essen, zerlegen mustergültig den weihnachtlichen Braten; wir halten unsere Vorgärten immer gut in Schuss, kaufen die schönsten Dinge, prosten uns gegenseitig mit Sekt zu, lachen über jeden noch so dummen Witz … aber wahrhaftig leben, wahrhaftig fühlen tun wir allzu oft nicht! Was sind wir doch für arme Menschen, die sich den wahren Genuss des Lebens von Vernunft, Besonnenheit und Vorbildlichkeit verbieten lassen!

Was wir hierzulande brauchen, sind mehr Menschen, die sich trauen, aus dem Rahmen zu fallen!

„Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute! Seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben!“

Das sagte George Bernard Shaw, der durch das Erringen des Literaturnobelpreises im Jahre 1925 bewiesen haben dürfte, alles andere als verblödet zu sein.

Und Erasmus von Rotterdam, ein bedeutender niederländischer Gelehrter, hat es deutlich früher noch direkter auf den Punkt gebracht:

„Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.“

Nun, ich will euch aber nicht weiter mit meinen Ansichten über Gott und die Welt langweilen; ich will vielmehr erzählen, wie es dazu gekommen ist, dass die Leute von mir denken, ich wäre schizophren und reif für die Klapsmühle. Ich will erzählen, welcher Irrsinn mir innerhalb nur einer Woche widerfahren ist, denn all diese Ereignisse haben ja schließlich dazu geführt, dass ich jetzt hier bin!

(weiter zum nächsten Teil)

Copyright © 2013 by Karsten Harms / Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Wenz-Verlages.
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Bildrechte: “Psychogenese – Dem Wahnsinn auf der Spur” (Psychogenese5.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

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Bildbearbeitung: Bearbeitete Coverillustration “Psychogenese-50-minus^20-0.jpg” (Originaltitel: Psychogenese5.jpg) © 2012 by Detlef Hedderich. Nutzung nur mit Genehmigung des Künstlers Lothar Bauer unter Verwendung des Originals.

Und hier geht es zum Buch von Karsten Harms:

Harms, Karsten
Marc zeichnet schwarz-weiß

Verlag :      Wenz Verlag
ISBN :      978-3-937791-42-5
Einband :      Paperback
Preisinfo :      13,95 Eur[D] / 14,40 Eur[A] / 20,50 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 21.02.2013
Seiten/Umfang :      516 S., schw.-w. Zeichn. – 21,0 x 14,8 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      03.2013

Engel oder Teufel? Liebe oder Triebe? Vitalität oder Selbstmitleid? Marc schwankt zwischen Extremen und versucht dabei stets, sich selbst treu zu bleiben. Seine Mitmenschen, ob mit guten oder schlechten Absichten, sind dabei nicht immer hilfreich: sei es der überhebliche Chef, dessen herablassenden Tadel Marc sich nicht länger gefallen lassen will – woraufhin er prompt gefeuert wird; sei es die Exfreundin, die statt Mitgefühl nur Vorwürfe zu bieten hat oder die spannende neue Bekanntschaft, die Marc dermaßen verwirrt, dass er kaum wagt, ihren Brief zu öffnen. Am Ende einer ereignisreichen Woche findet er sich in einer psychiatrischen Klinik wieder und rekapituliert, was ihn und die Welt an diesen Punkt gebracht hat.

Karsten Harms, gebürtiger Berliner und studierter Molekularbiologe, schreibt seit vielen Jahren Kurzgeschichten, stets mit einer gesunden Portion Ironie und Bissigkeit. „Marc zeichnet schwarz-weiß“, ein polarisierender, gesellschaftskritischer Roman, ist seine erste literarische Publikation. Der Autor lebt und arbeitet heute im Rheinhessischen.

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Updated: 6. August 2013 — 18:32

8 Comments

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  1. Gibt es Stimmen, Meinungen und Urteile zu dieser interessanten Leseeinheit? Her damit, Leute! 🙂

  2. Da fällt mir ein interessanter Satz ein: „Was sollen Leute mit einem Pflaster oder einer Salbe, die eigentlich einen Herzschrittmacher zum Überleben bräuchten?“

  3. Einfach faszinierend …….

  4. Einfach faszinierend !

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