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KANINCHEN AUF DEM MARS Oder: DIE KORREKTUR DER ARTENDOMINANZ IM SOLSYSTEM – eine Science Fiction-Kurzgeschichte von Felis Breitendorf

Erstellt von Felis Breitendorf am Dienstag 18. Oktober 2011

KANINCHEN AUF DEM MARS

Oder:

DIE KORREKTUR DER ARTENDOMINANZ IM SOLSYSTEM

eine Science Fiction-Kurzgeschichte

von

Felis Breitendorf


Ich heiße Ben und bin ein Zwergkaninchen. Ich lebe unter einer riesigen Glaskuppel auf dem  Mars. Bevor die Fremden – die sich selbst die Prodanier nennen -  kamen, war ich noch ein dummes Tier. Jetzt bin ich mehr. Die Fremden haben mich und auch alle anderen meiner Art schlauer gemacht. Sie kamen in gewaltigen Raumschiffstädten und umkreisten unseren Planeten. Sie haben unsere Welt mit einer unbekannten Strahlung bestrichen, worauf alle Menschen und alle Tiere einfach eingeschlafen sind. Anschließend haben sie alle Menschen und Tiere in den Biokonverter geworfen und Blumenerde daraus gemacht. Nur uns Zwergkaninchen haben sie verschont. Von uns gibt es etwa 200-300 pro Kuppel, von denen inzwischen 145 über dem gesamten Planeten verteilt existieren. Demnach leben jetzt ungefähr 40.000 Zwergkaninchen auf dem Mars, viele, viele Wartungs-, Verpflegungs- und Kommunikationsroboter und keine anderen Tiere oder Menschen mehr. Und jede der 145 Kuppeln verfügt über eine eigene Kuppel-KI, die alle Vorgänge und alle Maschinen und Roboter steuert oder kontrolliert.

Die Fremden haben uns erklärt, dass wir nun das Erbe der Erde angetreten hätten, die einzigen intelligenten  Wesen im gesamten Sonnensystem seien, weil sie auch alle Menschen auf der Erde zu Blumenerde gemacht hätten, alle anderen Tiere aber unverändert gelassen haben. Ihrer Meinung nach hätten Menschen Ihre Chance, die man ihnen gegeben hätte, vertan, denn die Prodanier hatten bereits schon einmal das Solsystem besucht und der Menschheit eine letzte Chance gegeben, sich anständig zu verhalten, doch dieser Chance hätten die Menschen nun ein für allemal verspielt, da sie mit den ihnen von der Natur anvertrauten Lebensräumen nicht entsprechend würdig umgegangen wären. Nun würden sich die Tiere und die Pflanzen auf der Erde alle Regionen der Menschheit zurückerobern. Viele Hinterlassenschaften der Menschen haben die Fremden zerstört, die sonst irgendwann für die Tier- und Pflanzenwelt zur Gefahr geworden wären.

Wir Zwergkaninchen waren eigentlich als Spielgefährten für die Menschenkinder auf dem Mars gezüchtet worden, damit die was zum Spielen hatten. Doch nun gab es keine Menschenkinder mehr, denn auch diese waren zu Blumenerde umgewandelt worden und inzwischen von den Robotern untergejätet worden, damit die Kuppeln ausreichend Gemüse für uns bereitstellen konnten.

Alle Jungen, die wir bekommen würden – die Weibchen von uns – hatten dann auch bereits die genetische Veränderung, so dass sie zum Denken fähig wurden. Jedenfalls, wenn sie ein gewisses Alter erreichten. Die Fremden hatten unsere Wartungsroboter so verändert, dass jedem Neugeborenen ein Chip eingepflanzt wurde, so wie auch wir inzwischen einen im Kopf besitzen. Denn trotz der genetischen Veränderung der Fremden war es uns nicht möglich zu sprechen. Aus diesem Grund kommunizieren wir untereinander über ein Netzwerk, alle Zwergkaninchen auf dieser Welt und auch die Roboter und alle Maschinen und KIs, die uns helfen mit unserer Situation besser umgehen zu können. Das alle passiert über unsere Gedanken in virtuellen Räumen. Wir lassen uns über das Netzwerk von jedem, der was weiß in vielen Dingen beraten und schulen und fällen dann gemeinsam mit den Kuppel-KIs die Entscheidungen, welche Aufträge den Wartungs- und Herstellungsrobotern gegeben werden, wenn es um grundlegende Veränderungen geht.

Nachdem die Fremden gesehen haben, dass das alles funktioniert und wir klarkommen werden, haben sie uns mitgeteilt, dass sie nur noch wenige Korrekturen an den KI vornehmen würden, um uns dann in kürze zu verlassen. Ich bin jedenfalls ziemlich gespannt, wie es weitergehen wird. Was aus uns werden wird. Und ob wir wirklich in der Lage sein werden, das Erbe der Menschheit zu schultern! Jetzt freue ich mich aber auf meine frischen Mohrrüben, die mir vom Serviceroboter in einer Schale vor meine Unterkunft gestellt wurde. Lecker, lecker!

-Ende-

Copyright 2011 by Felis Breitendorf


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Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 11.08.2011
Seiten/Umfang :      ca. 80 S. – 21,5 x 16,0 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      01.09.2011
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10 Kommentare zu “KANINCHEN AUF DEM MARS Oder: DIE KORREKTUR DER ARTENDOMINANZ IM SOLSYSTEM – eine Science Fiction-Kurzgeschichte von Felis Breitendorf”

  1. Yvonne Rheinganz sagt:

    Der zweite Absatz klingt irgendwie komisch. Ich kann es aber nicht genau festmachen. Auf jeden Fall mal “die Fremden” großschreiben.
    Ansonsten gefällt mir die Geschichte ganz gut, auch wenn mir das mit den Fremden noch ein bisschen zu mystisch ist…

  2. sfbasar.de » Blog Archiv » SFBASAR.DE-ANTHOLOGIE (mit Themenschwerpunkt): “Korrekturbutton” sagt:

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  3. Galaxykarl sagt:

    Ach Felis,

    wie immer: Rechtschreib- und Grammatikfehler zuhauf; Wiederholungen auch in diesem kurzen Text; ungeschickte Formulierungen und WARUM sollten die Aliens ausgerechnet Karnickel den Menschen vorziehen? Dazu Logikfehler.

    Ein Beispiel: “Die Fremden hatten unsere Wartungsroboter …” Karnickel haben Wartungsroboter? Wenn sich im nächsten Teil nicht einiges eröffnet, ist es sehr wirr. Was hast du damals im Alter von 17 Jahren geraucht? Denn so klingt es: pubertär und durchgedreht. Und wie schon in fast allein deinen Beiträgen klingt hier eine Einstellung zur Gattung Mensch durch, die ich wirklich nicht nachvollziehen kann. Was hat die Menschheit als Ganzes dir angetan?

    Wozu ausgerechnet eine Spezies übrig lassen, die sich sprichwörtlich wie die Karnickel vermehrt?
    Warum die Karnickel künstlich intelligenter machen? Alleine vom Körperbau sind die Karnickel nicht dafür geeignet, Feinmechanik auszuführen, die zwingend für eine technische Entwicklung notwendig ist. Logischer wäre, wenn die Aliens alles “intelligente” Leben vernichtet hätten, um den Planeten entweder für sich selbst oder jemand anderen freizuräumen.

    mgg
    galaxykarl

  4. Felis Breitendorf sagt:

    Ach Galaxy,

    wie immer findest du: Rechtschreib- und Grammatikfehler zuhauf, die mein Korrekturprogramm nicht findet, dann schreib doch mal rein, was nicht stimmt, bei so einem kurzen Text ist das doch kein Auftrag.

    Das selbe gilt für: Wiederholungen auch in diesem kurzen Text; ungeschickte Formulierungen usw. Einfach mal benennen!

    “WARUM Aliens ausgerechnet Karnickel den Menschen vorziehen” ist kein Logikfehler, denn die Wartungsroboter stammen ja noch von den Menschen und warten auch die Glaskuppeln auf dem Mars, die von den Menschen stammen. Warum das alles in deinen Augen pubertär und durchgedreht klingt ist widerum mir nicht ganz klar, kannst du nichts akzeptieren, woran andere Spass haben, was nicht auf deiner Welllänge ist?

    Und wenn du sagst hier klingt meine Einstellung zur Gattung Mensch durch, die ich wirklich nicht nachvollziehen kann, dann akzeptiere doch einfach, das SF auch immer die Idee ist; “was wäre wenn?”

    Was hat die Menschheit mir als Ganzes dir angetan? Sie zerstört den Planeten und alles Leben und würdigt nicht das Leben im Allgemeinen. Und wenn ich das Kind mit dem Bade ausschütte dann ist das halt für mich nicht anders zu machen, vielleicht will ich es ja auch garnicht anders um mal diesen Weg zu erforschen.

    “Wozu ausgerechnet eine Spezies übrig lassen, die sich sprichwörtlich wie die Karnickel vermehrt?” Das werde ich in meinem Fortsetzungroman “DAS ÜBERLEBEN, DAS STERBEN UND DER KRIEG” erläutern! Denn da kommen die Beisser dann erst richtig zu Geltung!

    “Warum die Karnickel künstlich intelligenter machen? Alleine vom Körperbau sind die Karnickel nicht dafür geeignet, Feinmechanik auszuführen, die zwingend für eine technische Entwicklung notwendig ist.” Genau das ist ein Argument einen anderen Weg zu gehen, solche Wesen mit Technik umgehen zu lassen! Sie werden sich durch Ihre Netzwerktechnologie zu helfen und später zu wehren wissen. Ausserdem haben sie für Feinmechanik die Roboter und für kompliziertes Wissen die KIs. Würden sie das alles selbst beherrschen (feinmechanik und grosses Wissen) bräuchten sie die KIs und die Roboter nicht und der ganze Witz wäre weg!

    Du sagst: “Logischer wäre, wenn die Aliens alles “intelligente” Leben vernichtet hätten, um den Planeten entweder für sich selbst oder jemand anderen freizuräumen.” Mag sein, dann würde ich aber wieder in die alte Kerbe hauen. Mir geht es aber darum, Wege auszutesten, die noch keiner vor mir ausgetreten hat, und das geht für mich am besten auf diese Art!

    mgg
    felis

  5. Corinna Klebe sagt:

    Oh, wie süss!!!!!! :) :) :)

  6. Micha sagt:

    Kurz und schmerzlos ;-) .

    Ich hätte auch keine Kanninchen gewählt, aber das liegt wohl daran, dass ich kein Prodanier bin und keinen Schimmer habe, wie die ticken. Ansonsten erinnert mich das ein bisschen an die Mäuse, die die Erde erschaffen haben als Rechenmaschine, die ihnen die letzte aller Fragen beantworten sollte.

    Ich will ja nicht unken, Felis, aber das hört sich für mich wie ein Prolog an. Da fehlt mir ein bisschen was. Kommt da noch mehr in nächster Zeit? Wenn ja, dann hast du ja wenigstens 3 Fortsetzungsgeschichten in der Mache! Nicht schlecht.

  7. Galaxykarl sagt:

    Wir sind gespannt auf das ganze Ding.

    mgg
    galaxykarl ;-)

  8. Detlef Hedderich sagt:

    Ich finde den Buchtipp ja so toll, richtig gelungen, oder?

  9. Detlef Hedderich sagt:

    Ich denke der Verweis auf diese Story sollte für Aufklärung sorgen: http://sfbasar.filmbesprechungen.de/allgemein/das-spate-erbe-der-roten-khmer-eine-science-fiction-kurzgeschichte-von-felis-breitendorf/

  10. sfbasar.de » Blog Archiv » SFBASAR.DE-ANTHOLOGIE (mit Themenschwerpunkt): “Apokalypsen – Dystopien, Katastrophen- & Weltuntergangsgeschichten” sagt:

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