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Interview und Vorstellung der Werke des Grafik-, Aktions- & Fotokünstlers Dabre Durante (Teil 2). Das Interview führte Martina Müller. – Preisangebote für die vorgestellten Werke bitte an: info@sfbasar.de – wir leiten das dann weiter an den Künstler.

Interview und Vorstellung der Werke des Grafik-, Aktions- & Fotokünstlers Dabre Durante.

(Teil 2)

Das Interview führte Martina Müller.

Preisangebote für die vorgestellten Werke bitte an: info@sfbasar.de – wir leiten das dann weiter an den Künstler.

(Zurück zum 1. Teil)

sfb: Lieber Dabre,

Wir treffen uns hier heute zum zweiten Mal um weitere Werke Ihrer Früchte-Kreationen vorzustellen. Worin unterscheiden sich die heute vorzustellenden von den vorherigen?

DD: Dieses Mal möchte ich die Werke vorstellen bei denen ich jeweils sechs Variationen der Objekte in ein Bild integrierte wohingegen es beim letzten Mal nur jeweils drei waren.

sfb: Ich muss schon sagen, das macht schon was her. Das spricht mich jedenfalls noch viel stärker an als beim letzten Mal. Hier ist die Variationsbreite enorm verstärkt und die zum Teil extrem anderen Farben und Kontraste wirken echt gut. Wie kam es dazu. Hat Ihr Auftraggeber das so gewünscht?

DD: Ich habe einfach mal herumexperimentiert und letztlich diejenigen Werke meinem Auftraggeber vorgestellt, die ich am besten fand. Es waren natürlich wesentlich mehr, die dabei entstanden, aber letztlich in die Auswahl kamen dann doch nur zehn Prozent davon. Jedenfalls war mein Auftraggeber positiv angetan und hat mir grünes Licht gegeben die Werke nach diesen Ideen herzustellen.

sfb: Sehr schön. Ich kann verstehen, dass Ihr Auftraggeber da nicht abgeneigt war. Wie muß ich mir das vorstellen? Beim letzten Mal hieß es, dass der Auftraggeber die Objekte dahingehend vorgab, dass es sich um Früchte handeln sollte …

DD: Auch nur im weiteren Sinne Früchte. Wir werden gleich sehen, dass ich auch hier mich nicht sklavisch daran gehalten habe, sondern mit dem Thema „Früchte“ gespielt habe.

sfb: Verstehe. Wie haben Sie sich eigentlich darauf vorbereitet? Gab es da irgendwelche Vorbilder?

DD: Na ja, Vorbilder gibt es was Früchte und Malerei angeht, ja sehr viele Werke aus der Vergangenheit, die damit operierten. Als Beispiel sei folgendes Werk (Obststillleben mit Glasflasche und Stieglitz, um 1760, Öl auf Leinwand, 38 x 54 cm) genannt, bei dem es sich um ein sehr bekanntes Werk handelt, dass von Jacob Samuel Beck stammt und der als wichtigster Vertreter des Spätbarock von 1715-1778 in Erfurt lebte.

Zum 300. Geburtstag dieses Künstlers wird es vom 10. 10. 2015 bis 03.01. 2016 eine Ausstellung in Erfurt geben. Allen, die sich für solche Kunst interessieren, kann ich diese Ausstellung nur ans Herz legen. Es lohnt sich auf jeden Fall. Ich werde mir jedenfalls diese tolle Veranstaltung nicht entgehen lassen.

sfb: Prima. Bestimmt findet sich der Eine oder Andere unter unseren Lesern, der sich das gerne in seinen Kalender schreiben wird. Vielleicht sieht sich ja jemand berufen, ebenfalls mit dem Malen anzufangen. Und dann vielleicht sogar mit solchen Früchte-Objekten. Können Sie da was empfehlen, wohin man sich z.B. im Internet wenden könnte um da ein bißchen Erfahrung zu sammeln?

DD: Da kann ich wirklich was empfehlen: Zum einen die wirklich hilfreiche Seite von Cordula Kerlikowski, auf der man eine Menge lernen und auch mal einen der Kurse belegen kann. Dort wird man Schritt für Schritt an die Hand genommen um dieses wunderbare Hobby zu erlernen. Zum anderen – wenn man es vielleicht etwas ungebundener angehen will – das informative Forum happypainting.de. Auch dort gibt es das Thema Früchte, und ist zum mal Schnuppern nur zu empfehlen.

sfb: Prima. Und wenn man es dann geschafft hat, muss man nur noch einen guten Galeristen finden, der die eigenen Werke gegen Bares an den Mann oder die Frau bringt, oder?

DD: Ich hatte mich ja schon beim letzten Mal dahingehend geäußert, dass ich vorerst keinerlei Ambitionen dazu habe, da ich in der glücklichen Lage bin, nicht arbeiten oder meine Werke verkaufen zu müssen. Aber wenn ich mir eine Galerie aussuche wollte, würde ich zu Anne-Radstaak bei artoffer.com gehen. Die haben auch eine wirklich gute Internetseite, auf der man sich mal in Ruhe umschauen kann. Hier finden sich einige Werke, die ich bewundernswert finde und die wahnsinnig angesagt sind. Übrigens auch wieder was mit Früchte und krassen Farbvariationen.


Wer seine Werke wirklich zu Geld machen will oder muss, der ist hier gut aufgehoben. Einfach mal hinklicken und sich umschauen.

sfb: Ich habe mir übrigens schon ein Lieblingsbild von den fünf Arbeiten, die dieses Mal auf sfbasar.de das Licht der Welt erblicken durften, ausgesucht. Welches das ist, behalte ich aber für mich, denn es soll ja jeder seinen eigenen Geschmack favorisieren.

So, damit sind wir heute auch schon wieder am Ende angelangt und es hat mir wieder besonders viel Spass gemacht. Ausserdem bin ich total begeistert, was wir da auf den Bildschirm gebracht haben. Zudem war es diesmal sehr lernreich und informativ, was uns der Künstler Dabre Durante beigebracht hat. Ich danke dafür und freue mich schon auf die Fortsetzung dieser Presentation.

DD: Ich bedanke mich ebenfalls. Auch mir hat es wieder großen Spass gemacht und nächstes Mal kommt dann der letzte Teil der Früchte-Kreationen. Für alle, die sich selbst mal rantrauen wollen, was in dieser Art zu schaffen: nur Mut! Wie heißt es so schön: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! 😉

Copyright (C) 2015 by Martina Müller und Dabre Durante

Preisangebote für die vorgestellten Werke bitte an: info@sfbasar.de – wir leiten das dann weiter an den Künstler.

(Weiter zum 3. Teil)

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Buchtipp der Redaktion:


Paula Modersohn-Becker (Gebunden)
Vorreiterin der Moderne
von Wienand Verlag & Medien

Verlag:  Wienand Verlag & Medien
Medium:  Buch
Seiten:  96
Format:  Gebunden
Sprache:  Deutsch
Erschienen:  Januar 2015
Maße:  192 x 128 mm
Gewicht:  241 g
ISBN-10:  3868322108
ISBN-13:  9783868322101

Beschreibung
Sie ist frei, offen, neugierig und vor allem eines: willensstark! Und fest entschlossen, Malerin zu werden. Die junge Paula Modersohn-Becker (1876 1907) findet ihre Heimat zunächst in der Künstlerkolonie Worpswede, bevor sie in Paris schließlich die künstlerische Avantgarde für sich entdeckt und eine euphorische Schaffensphase erlebt. Ein Jahr später schon ist sie tot im Alter von nur 31 Jahren. Ihr Werk, geschaffen in aller Stille, wird zu einer Entdeckung. Heute zählt die Künstlerin zu den Vorreitern der Moderne, gilt als der deutsche Picasso.

Wienands Kleine Kunstreihe widmet sich bedeutenden Künstlern der Klassischen Moderne und der Gegenwart. Kurz und kompakt werden Persönlichkeit und Werk in lebendigen Texten so vorgestellt, dass selbst komplizierte Zusammenhänge gut verständlich werden. Eine hochwertige Ausstattung macht die Reihe zum idealen Geschenk.

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20 Comments

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  1. Martina Müller

    Interview und Vorstellung der Werke des Grafik-, Aktions- & Fotokünstlers Dabre Durante (Teil 2). Das Interview führte Martina Müller.

  2. Liebe Martina, das Interview ist total Klasse. Schön das der Künstler die Leute motoviert. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, ran ans Werk.

  3. Martina Müller

    Vielen Dank, Petra. Dachte schon, ich sei unsichtbar! 😉

  4. Martina Müller

    Was sagt Ihr zu dem Buchtipp von Detlef? Der sagte mir, dass diese Künstlerin eine für die Moderne wichtige Person war, auch wenn Sie leider sehr jung verstarb. Man lernt halt immer was dazu. Ich finde es klasse, das sfbasar.de seine Spannbreite neuerdings mit Kunst und Künstlern verbreitert hat.

  5. Intensiv betrachtete sie die Bilder der aufgeschnittenen Früchte auf dem Bildschirm, ließ ihrer Fantasie freien Lauf. Sie wölbten sich hervor, bildeten räumliche Konturen, Falten, saftige Flächen – .

    Dann war es weg. Das Umfeld störte, sie schaltete das Licht aus.
    Nein. Nicht genug.
    Vorsichtig kopierte sie die farblichen Kreationen, legte sie auf ihr Bildprogramm: Jetzt war es richtig, die Früchte füllten das ganze Bild aus, strahlten in der absoluten Dunkelheit.

    Da waren sie wieder, die Wölbungen, Vertiefungen, sie nahm den fruchtigen, lockenden Duft auf, atmete tief ein. Kühles Blau wechselte zu Violett, zu Rot. Feucht. Ihre Zunge benetzte ihre Lippen, wollte kosten von dem süßen Saft, dem verheißenen Genusses.

    Langsam verfärbte sich das Bild in gelbliche Töne, erblasste in mattem Braun.
    Sie hatte sich gefangen.

    Sie wechselte zum nächsten Bild.

    Dunkles Rot, wülstig, faltig.

    Sie schloss die Augen, und doch drängte sich die dunkle Kerbe in der Mitte der Frucht in ihr Bewusstsein, näherte sich, berührte sie, streichelte sie, umschloss sie mehr und mehr.

    Und sie ertrank in den süßen Säften dieser exotischen Kostbarkeit.

    Liebe Martina
    Du bist nicht unsichtbar. Sowohl Deine sachlich gestellten Fragen als auch die ebenso sachlichen Antworten des Künstlers umschließen einen Mikrokosmos in dem der Leser / die Leserin eine Fantasie schwerelos entwickeln kann – er / sie muss es nur wagen das auch zuzulassen. Gut dass Du nicht verraten hast, welches Dein Lieblingsbild ist.

    Hätte Paula Modersohn-Becker auch nicht getan, sie hätte stattdessen ein Bild gemalt!

  6. Martina Müller

    Ich will auch was von dem, was du rauchst! 😉

  7. Martina Müller

    Und da du damals noch Nichtschwimmer warst, hast du jede Menge davon weggetrunken um nicht abzusaufen, richtig? 😉

  8. „Ist das Kunst oder kann das weg?“

    Leider weiß ich nicht von wem dieser Satz stammt. Aber er trifft m. M. nach den Nagel voll auf den Kopf. Kann den Früchten so rein gar nichts abgewinnen. Da scheint jemand dem alten Andy Warhol nachzuäffen … und hat es nicht annähernd geschafft. Wobei … Warhol mit seinen Sachen auch eher Müll als Kunst erschaffen hat. Ich denke da an die Fettecke und andere „Kunstwerke“.

  9. Martina Müller

    Übrigens Günter Maria bezüglich deiner kleinen Einlassung weiter oben, sowas, wenn einem solche Objekte erregen, nennt man tatsächlich „Objektsexualität“, 😉 schau:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Objektsexualit%C3%A4t

  10. Martina Müller

    Lieber Kunstignorant, Die Fettecke war nicht von Warhol sondern von Beuys. So richtig scheinst du dich ja auch nicht auszukennen! Na ja, wenn man nur laufend am PC arbeitet und den Farbpinsel nicht hin und wieder mal selber schwingt, so wie der Künstler, kann man da nicht wirklich mitreden, finde ich. 😉 Aber es ist ja ein freies Land und jeder darf auch hier ungestraft seinen Kakao dazugeben! 🙂

    Mir jedenfalls gefallen die Bilder und ich würde sie mir tatsächlich auch in meine Wohnung, vielleicht in den Flur, hängen, wenn ich sie mir leisten könnte.

  11. Martina Müller

    Übrigens, lieber Kunstignorant zu deiner Frage, hier die Antwort:

    Christian Saehrendt

    Kassel. Ist das Kunst oder kann das weg? documenta-Geschichten, Märchen und Mythen**

    240 Seiten, Hardcover, EUR 16,95

    http://www.pflichtlektuere.com/31/01/2012/ist-das-kunst-oder-kann-das-weg/

  12. Martina Müller

    Und schau doch mal ganz nach oben, du hast mich damit jetzt doch auf eine Idee gebracht. Wieder mal ein gutes Beispiel, wie man die Sticheleien von anderen letztlich transformieren und für sich nutzen kann, oder 🙂 🙂 🙂

  13. Liebe Martina,

    hab hier mal Detlefs-Vorgehensweise versucht: provozieren. Hat perfekt geklappt. Ich wusste, dass es dieses Buch gibt. Allerdings ist der Verfasser nicht der Erfinder des Zitats; er nutzt es nur für sein Buch, was ja OK ist.

    Herzlichen Dank für deine tolle Reaktion! sfbasar lebt!

  14. Beuys als „Schöpfer“ (ich vermeide hier bewusst die Bezeichnung Künstler) der Fettecke natürlich auch bekannt … hihi.

  15. Martina Müller

    Herzlichen Dank für deine Anregungen. Ich mag es, wenn aus sowas nützliche Dinge entstehen. Ich lerne jeden Tag dazu, wie man solch einen Blog nicht nur effizienter macht sondern auch interessanter und vor allem so, dass es eine Freude ist, daran zu arbeiten. Ich fürchte, ich werde diesen Job auch so schnell nicht wieder hergeben, sollte Detlef vielleicht wieder gesunden, wonach es aber nicht aussieht. Und damit mir Detlef weiterhin den Mindestlohn zahlen kann, müssen noch viel mehr Bestellungen her. Ich arbeite ja selbst schon daran, neue Richtungen mit einzupflegen. Jedenfalls hat die Kunst-Schiene schon einiges gebracht, ich werde also weiter das mit einschliessen. Wer sich also selbst als Künstler sieht, selbst wenn es nur ein Hobby ist, soll sich bei mir melden. Dann kann man das wieder in Form eines Interviews hier herzeigen. Es sollte also mindestens was zum Anschauen oder anhören neben dem Lesen geben.

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