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HOMOS HABEN ES AUCH NICHT LEICHT – Anekdoten aus dem schwulen Leben in New York von Martina Müller und Ottmar Holdersen

HOMOS HABEN ES AUCH NICHT LEICHT

Anekdoten aus dem schwulen Leben in New York

von

Martina Müller und Ottmar Holdersen

John und sein Liebhaber Frank sitzen in New York im Taxi um zu Johns leiblicher Schwester Christa zu gelangen, von der John und Frank eingeladen wurden. Sie sitzen auf der Rückbank und John erzählt Frank die Geschichte von Ronny, Johns Onkel, von dem erzählt wird, dass er sich bereits im zarten Alter von elf Jahren einen Tripper zugezogen hatte:

Die Geschichte von seinem Tripper hätte damit begonnen, dass er als Elfjähriger durch die Gegend geschlendert sei, so erzählte man sich, und dabei einen plattgefahrenen Frosch an einer Schnur hinter sich hergezogen habe. An einer Bar, die auch als Bordell fungierte und die auch schon Nachmittags geöffnet hatte, blieb er stehen und soll zur Chefin des Hauses gesagt haben: „Ich will Sex mit einem Mädchen. Ich weiß zwar, dass ich noch sehr jung bin, aber ich habe eine Menge Geld gespart und möchte das jetzt dafür ausgeben!“

Die Frau witterte ein sehr gutes Geschäft und ließ den Jungen rein und fragte ihn: „Welches Mädchen möchtest du denn?“ Worauf der Junge ihr antwortete: „Ich will ein Mädchen mit einer ansteckenden Krankheit.“ Die Puffmutti war zuerst ein wenig erschrocken, denn wer gibt es schon gerne zu, Krankheiten zu verbreiten, aber schließlich hatte der Junge so viel Geld dabei, welches er ihr zeigte, dass sie antwortete: „Dann geh mal zu Nancy auf Zimmer 11.“

Der Junge rannte in das besagte Zimmer, wo er Sex mit Nancy hatte, die dem unbeholfenen Jungen zur Hand ging wo sie nur konnte. Nach einer halben Stunde ging der Junge wieder. Er schleifte noch immer den platten Frosch hinter sich her. Da konnte die Puffmutter ihre Neugierde nicht länger zurückhalten und fragte ihn: „Warum wolltest du denn unbedingt ein Mädchen mit einer ansteckenden Krankheit haben?“

Worauf er antwortete: „Wenn ich gleich nach Hause komme, dann bin ich ganz alleine mit unserer neuen Babysitterin, die auf meine vierjährige Schwester aufpaßt. Ich weiß, dass sie kleine Jungs sehr gerne mag, darum wird sie auch Sex mit mir haben wollen. Damit bekommt sie die ansteckende Krankheit, und wenn mein Vater am Abend die Babysitterin heimfährt, dann wird er – so gut wie ich ihn kenne – im Auto noch eine Nummer mit ihr schieben. Wenn er anschliessend nach Hause kommt, wird er schliesslich noch meine Mutter rannehmen. Und am nächsten Morgen, wenn er auf der Arbeit ist, wird es meine Mutter mal wieder mit dem Milchmann auf dem Küchentisch treiben. Und das ist der Arsch, der meinen Frosch plattgefahren hat!“

Nachdem Frank sich die Tränen weggewischt hatte und er herzlichst darüber lachen musste, obwohl er sich nicht ganz sicher war, ob das Gehörte tatsächlich der Wahrheit entsprach oder einfach nur eine witzige Anekdote war, sprach er den Taxifahrer an: „Entschuldigen Sie bitte, aber wann werden wir am Ziel sein?“

Worauf der Taxifahrer antwortete. „In zehn Minuten.“

Frank erwiderte: „Also, es ist mir ja sehr peinlich, aber wir haben vorhin ganz ausgezeichnet chinesisch gegessen. Naja und jetzt melden sich die Bohnen zu Wort! Ich muß mal ganz dringend furzen, sonst zerreißt es mich! Könnten Sie mal bitte rechts ranfahren?“

Worauf der Taxifahrer erwiderte: „Kein Problem! Wir sind da nicht so streng! Lassen sie es einfach hier im Taxi raus!“

Aus dem Hintern von Frank ertönte ein fast geräuschloser Luftstrom. Zehn Minuten später war John an der Reihe: „Lieber Taxifahrer, entschuldigen Sie bitte, mein Freund hat es ja gerade auch schon gesagt, wir waren chinesisch essen, naja, also die Bohnen, ich muß ebenfalls einen absetzen, ich halt es auch nicht mehr aus!“

Der Taxifahrer: „Furzen Sie, soviel Sie wollen.“

Es ertönte wieder ein fast unhörbares Geräusch.

Zwanzig Minuten später war der Taxifahrer an der Reihe: „Meine Herrschaften, es tut mir furchtbar leid, ob sie es glauben oder nicht, ich habe vorhin Gyros gegessen, und Sie wissen ja, die Zwiebeln, also ich muß auch unbedingt mal einen abfahren! Mich drückt es schon die ganze Zeit! Ich halte es ebenfalls nimmer mehr aus!“

Worauf Frank und John sich anschauten, schmunzelten und meinten: „Kein Problem! Sie haben es uns ja auch erlaubt …“

Da läßt der Taxifahrer einen los, in einer Lautstärke, dass es fast die Autoscheiben zerreißt. Worauf John ganz erstaunt zu Frank meinte: „Ja sowas! Der ist noch Jungfrau!“

Schliesslich erreichten Sie Ihr Ziel und stiegen direkt vor dem Haus aus, in dem Christa mit ihrer Freundin Miriam wohnte.

Nachdem sie sich begrüßt hatten, erzählte Christa, dass vor zwei Wochen ihre gemeinsame Mutter zum Abendessen bei ihnen gewesen sei. Während dem Essen soll der Mutter wohl aufgefallen sein, wie gut Christas Mitbewohnerin aussah. Sie hatte wahrscheinlich lange schon diverse Vermutungen über Christas sexuelle Veranlagung angestellt und diese Tatsache machte sie jetzt offenbar nur noch neugieriger. Im Laufe des Abends habe sie die beiden Frauen immer sehr genau beobachtet und sich offenbar gefragt, ob da nicht doch mehr als nur Freundschaft zwischen ihnen war. Christa konnte an den Blicken erkennen, was ihre Mutter dachte, wollte sich zu diesem Zeitpunkt aber nicht unbedingt outen und sagte deshalb: „Ich weiß was du denkst, aber ich versichere dir, daß Miriam und ich nur WG-Bewohnerinnen sind.“

Ungefähr eine Woche später sagte Miriam zu Christa: „Seit deine Mutter bei uns war, kann ich einfach unseren silbernen Suppenlöffel nicht mehr finden. Meinst du, deine Mutter hat ihn einfach mitgenommen?“

Christa antwortete ihr: „Ich bezweifle es, aber ich schreibe ihr mal eine Mail und frage nach.“

So hatte Sie sich also an den Schreibtisch gesetzt und ihrer Mutter geschrieben:

Liebe Mammi, ich möchte nicht behaupten, daß du unseren Schöpflöffel mitgenommen hast, und ich möchte nicht behaupten, daß du den Schöpflöffel nicht mitgenommen hast. Doch seit Deiner Abreise ist er einfach unauffindbar.

Einige Minuten später kam die Antwort von der Mutter, in der stand:

Liebste Tochter, ich behaupte nicht, daß Du mit Miriam schläfst, und ich behaupte auch nicht, daß Du nicht mit Miriam schläfst. Doch würde sie in ihrem eigenen Bett schlafen, in dem ich den Löffel versteckt habe, hätte sie ihn schon längst gefunden. Alles Liebe, deine Mutti. 😉

-ENDE-

Copyright (C) 2015 by Martina Müller und Ottmar Holdersen

Bildrechte: Lustige und satirische Geschichten aus dem sfbasar” (Lustige-in-schwarz.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: http://saargau-arts.de/

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BUCHTIPP DER REDAKTION:

Zeit für New York (Kartoniert)
Die »Stadt, die niemals schläft« entdecken und genießen
von Hanta, Karin

Verlag:   Bruckmann Verlag GmbH
Medium:  Buch
Seiten:  192
Format:  Kartoniert
Sprache:  Deutsch
Erschienen:  März 2014
Maße:  221 x 259 mm
Gewicht:  901 g
ISBN-10:  3765448753
ISBN-13:  9783765448751
Verlagsbestell-Nr.:  4875

Beschreibung
„Die Stadt, die niemals schläft“ neu entdecken. In ihrem üppig bebilderten Reisebildband führen Christian Heeb und Karin Hanta durch die Metropole am Hudson und stellen mit brillanten Fotos und originellen Texten die schicksten Bars Manhattans und die hippsten Läden in Tribeca vor. Sie verführen zu einem Besuch von Coney Island und den Hamptons, empfehlen die Museen Brooklyns, eine Gondelfahrt nach Queens und kennen natürlich auch alle bekannten Top-Highlights. Ein Infoteil hilft bei der Reiseplanung.

Bildautor
Christian Heeb, geboren 1962, wurde berühmt durch seine Bilder von Indianern und amerikanischen Landschaften. Er ist der Bildautor von über 130 Büchern und unzähligen Kalendern und Magazin-Artikeln. Er ist der Gründer des Cascade Center of Photography, einem Studio und Workshop Center mit Galerie in Bend, Oregon. Er lebt seit Jahren in den USA und bei El Sargento, Mexiko. Christian Heebs Bilder zeichnen sich aus durch satte Farben und dramatische Blickwinkel. Gemeinsam mit seiner Partnerin Regula veranstaltet er Fotoreisen und Workshops in den USA und auf der ganzen Welt.

Autorin
Karin Hanta lebte für längere Zeit in Brasilien und arbeitet im journalistischen Bereich. Ihre Artikel zu Reisethemen erscheinen bei Magazinen wie Abenteuer&Reisen, Business People und H.O.M.E.

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