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Literatur-Blog

FROM ABOVE – eine Kurzgeschichte von Malena Uttich

FROM ABOVE

Kurzgeschichte

von

Malena Uttich

Gibt es so etwas wie Schutzengel?

Sanfte, geflügelte, weiße Kleider tragende Wesen, die einen überallhin begleiten und über einen wachen. Für niemanden sichtbar außer für den, den sie beschützen. Noch vor ein paar Monaten hätte ich über eine derartige Frage den Kopf geschüttelt und gelacht. Hätte denjenigen, der mir diese Frage gestellt hat, für verrückt erklärt.

Denke ich heute immer noch so? Für eine Antwort darauf muss ich nicht lange nachdenken. Nein. Sie mögen zwar nicht so aussehen, wie man sich einen Engel für gewöhnlich vorstellt, aber es gibt sie. Auch wenn viele sich dessen gar nicht bewusst sind.

Rückblende – 4 Monate zuvor:

Mit düsterem Blick, die Hände in den Taschen vergraben, schlenderte ich durch die belebten Straßen der Stadt. Es war ein Freitagnachmittag, die Sonne schien. Dies trug nicht dazu bei, meine Laune zu verbessern. Im Gegenteil.

Wieso schien die Sonne? Es sollte doch eigentlich regnen. Regnen, stürmen, die Welt sollte untergehen. Warum ging die Welt nicht unter? Wieso blieb die Zeit nicht stehen? Warum ging das Leben weiter? Es war mir ein Rätsel.

Ziellos setzte ich einen Fuß vor den anderen. Rechts. Links. Rechts. Links. Rechts. Lautes Hupen riss mich aus den Gedanken. Ich sah mich verwirrt um. Ohne zu wissen, wie ich dorthin gelangt war, fand ich mich auf der Kreuzung am Marktplatz wieder. Wohlgemerkt auf, nicht an.

Die Autos, deren Ampel Rot zeigte, hupten wie verrückt. Warum? Davon sprang die Ampel doch auch nicht schneller auf Grün. Dann dämmerte es mir. Ich war gemeint. Ich sollte von der Straße runter.

Warum? Die Fahrspur mit der grünen Ampel war doch leer. Bis auf den LKW, der geradewegs auf mich zu schoss! In einer Geschwindigkeit, die für einen Kreuzungsbereich eigentlich viel zu schnell war.

Warum hielt er nicht an? Es war doch eigentlich nicht zu übersehen, dass da jemand auf der Straße stand. Wollte ich überhaupt, dass das Fahrzeug langsamer wurde? Was würde passieren, wenn ich jetzt einfach stehen blieb, wo ich war? Würde der Fahrer noch rechtzeitig bremsen? Wenn nicht, würde ich sterben? Würde ich überleben?

Ein Teil von mir wollte zur Seite springen, wollte überleben. Doch der andere Teil, der Teil, der einfach stehen bleiben und sterben wollte, war stärker. Ich blieb, wo ich war.

Der LKW kam immer näher. Ich spürte einen harten Schlag, der mich zur Seite warf. Ein scharfer Schmerz schoss durch meinen Arm, als der Asphalt meine Haut aufriss. Der LKW raste an mir vorbei.

„Alles in Ordnung?“, fragte eine leise Stimme dicht an meinem Ohr. Ich wandte den Kopf und sah jemanden neben mir hocken. Es war ein Junge. Unter seinen braunen Haaren lugte ein paar strahlend blauer Augen hervor, deren Blick einen regelrecht fesselte. Er sah mich besorgt an und als ich nicht antwortete, wiederholte er seine Frage. Wieder brachte ich kein Wort hervor und so nickte ich nur.

Im nächsten Moment waren wir auch schon von mindestens einem halben Dutzend Passanten umgeben.

„Alles in Ordnung?“ „Bist du ok?“ „Was für ein Stunt sollte das denn gerade werden?“ Ich öffnete den Mund, um zu antworten, doch ich schloss ihn gleich wieder. Was sollte ich darauf antworten?

„Lass deine Trauer nicht die Oberhand übernehmen. Lebe.“ Erschrocken drehte ich den Kopf in Richtung des Jungen neben mir. „Wa-“ Aber niemand war zu sehen.

„Suchst du etwas?“ „Wo ist er hin?“ „Wen meinst du?“ „Der Junge, der mich eben aus dem Weg gezogen hatte.“ Ich erntete verständnislose Mienen. „Wovon sprichst du? Da war niemand auf der Straße, außer dir.“ „Du musst dir wohl den Kopf gestoßen haben, als du eben hingefallen bist.“ Eine ältere Dame sah mich mitleidig an. „Armes Mädchen.“

Ich starrte auf die Stelle, auf der der fremde Junge eben noch gekniet hatte. Hatte ich ihn mir wirklich nur eingebildet?

Ungeachtet meiner Proteste und der Versicherungen, dass alles in Ordnung wäre, verfrachtete man mich in ein Auto und brachte mich ins Krankenhaus. Dort desinfizierte und verband man meinen Arm.

Danach wurde überprüft, ob ich eine Gehirnerschütterung erlitten hatte, was sich jedoch nicht bestätigte. Trotzdem ließ die Schwester, die sich um mich kümmerte, es sich nicht nehmen, bei mir zu Hause anzurufen. Sie setzte meine Mutter darüber in Kenntnis, dass ich einen kleinen Unfall hatte, jedoch alles in Ordnung war und sie bat mich doch bitte abzuholen.

Es dauerte nicht lange, bis der Korridor von einem hastig klappernden Geräusch erfüllt wurde und eine dunkelhaarige Frau mittleren Alters vor mir stand. Meine Mutter starrte mich einen Moment wortlos an, dann holte sie aus und verpasste mir eine Ohrfeige. „Jag mir nie wieder so eine Angst ein.“, sagte sie, bevor sie mich an sich zog und umarmte.

„Ich will dich nicht auch noch verlieren.“, hörte ich sie flüstern. Ich sagte nichts. Kein Wort der Entschuldigung oder des Versprechens. Nichts. In diesem Moment war ich froh, dass Mama mein Gesicht nicht sehen konnte. Ich wusste, dass sie in meinen Augen keinerlei Reue finden würde.

Wieso gehen Jugendliche abends ins Kino? Die Antwort darauf ist einfach. Um Filme zu sehen, mit Freunden zusammen zu sein, um Spaß zu haben. Warum also war ich an diesem Abend ins Kino gegangen? Ich wollte keine Filme sehen, ich war nicht daran interessiert, mit Freunden zusammen zu sein und ich wollte auch keinen Spaß haben. Ich war ins Kino gegangen, damit ich mir nicht Tag für Tag die verstohlenen Blicke meiner Eltern antun musste, die sie mir immer zuwarfen, wenn sie dachten, ich würde es nicht bemerken.

Ich hatte keine Lust mehr auf ihre abendlichen Gespräche, in denen sie besorgt darüber sprachen, wie verschlossen ich doch geworden war und dass ich mich gar nicht mehr mit Freunden traf.

Meine Eltern schienen meine Aussage über einen Kinobesuch mit Freunden für bare Münze zu nehmen und wirkten unglaublich erleichtert, als sie mir einen schönen Abend wünschten. Wie leichtgläubig.

Da ich für die nächsten paar Stunden nichts besseres mit mir anzufangen wusste, ging ich tatsächlich ins Kino, suchte mir den erstbesten Film im Angebot aus, bezahlte meine Karte und ließ mich in einen der weichen Sessel im halbdunklen Kinosaal fallen. Wenn mich jemand später nach dem Inhalt des Films oder meiner Meinung dazu gefragt hätte, könnte ich nur ratlos mit den Schultern zucken, denn ich hatte nicht die leiseste Ahnung.

Es war bereits nach elf, als ich das Kino verließ und mich langsam auf den Heimweg machte. Die Straßen waren mittlerweile fast leer und die wenigen Menschen, die noch unterwegs waren, beeilten sich, nach Hause zu kommen. Oder hingen vor Bars und Diskotheken herum.

Als ich an einer Gruppe Jugendlicher vorbei kam, denen man bereits von weitem ansah, dass sie alles andere als nüchtern waren, ließen die üblichen Sprüche natürlich nicht lange auf sich warten. „Hey, Süße! Wie wär’s, hast du Lust auf ein bisschen Spaß?“ „Leiste uns doch ein bisschen Gesellschaft.“

Ich reagierte nicht, sondern ging stur weiter. „Hey!“ Eine große Gestalt versperrte mir den Weg. „Ich mag es nicht, wenn man mich ignoriert.“ Ein übler Gestank nach Alkohol, vermischt mit Nikotin drang mir in die Nase. Widerlich.

Ich wollte an dem Hünen vorbeigehen, als mich eine Hand am Arm packte und unsanft festhielt. „Finger weg!“, fauchte ich den Typen an, der mich festhielt und versuchte mich loszureißen, doch sein Griff war zu stark. Mein Befehl wurde lediglich mit Gelächter beantwortet. „Sieh an, die Kleine kann ja doch sprechen!“ „Und auch schreien.“, erwiderte ich, aber bevor ich die Möglichkeit hatte, ihnen dies lautstark zu demonstrieren, presste man mir auch schon eine Hand auf den Mund.

„Am besten suchen wir uns jetzt mal ein schönes, ruhiges Fleckchen, wo uns keiner stören kann.“, meinte einer der Typen und grinste dreckig. Das war zu viel. Mit aller Kraft, die ich aufbringen konnte, trat ich meinem Bewacher auf die Zehen und biss ihm gleichzeitig in die Hand, die mir immer noch den Mund zu hielt.

Der Griff um meinem Arm lockerte sich nur für einen kurzen Moment, doch ich nutzte diesen aus und riss mich los. Blindlings lief ich in irgendeine Richtung. Hinter mir hörte ich das Geräusch von Turnschuhsohlen, die auf Asphalt trafen. Ich beschleunigte mein Tempo.

Nicht weit von mir entfernt sah ich ein Schild, das auf eine U-Bahn-Unterführung hinwies. Vielleicht konnte ich meine Verfolger dort abschütteln. Hastig eilte ich die Stufen hinunter.

Ich hatte gerade die letzte Stufe verlassen, als mich erneut eine Hand am Arm packte und herum riss.

Doch seltsamerweise roch der Stoff in den mein Gesicht dieses Mal gedrückt wurde nicht nach Alkohol und Schweiß, sondern nach einem Sportdeo, dessen Duft mir irgendwie vertraut vorkam.

„Verdammt! Wo ist sie hin?“ Erneut waren Schritte zu hören. „Und? Hast du sie?“ „Nee, hab sie aus den Augen verloren.“ Ein lauter Fluch. „Wenn ich die erwische, kann sie was erleben.“ „Das nächste Mal wird sie nicht so viel Glück haben.“ „Ich brauch jetzt erstmal ’n Bier.“

Die Stimmen entfernten sich.

„Da hast du ja gerade noch mal Glück gehabt, nicht wahr?“ Diese Stimme hatte ich doch schon mal gehört. Ich sah auf, doch in dem schwachen Licht, das durch die Straßenlaternen in die Unterführung schien, war kaum etwas zu erkennen.

Die Gestalt vor mir wandte sich um und ging die Treppe hinauf. Ich folgte ihr.Sobald ich wieder etwas sehen konnte, nahm ich meinen Retter genauer in Augenschein.

Ein Junge, vielleicht ein, zwei Jahre älter als ich. Sportliche Statur. Braune Haare. Strahlend blaue Augen… Ich hielt den Atem am.

Diese Augen… Kein Zweifel. Es war der Junge, der mich vor ein paar Tagen vor dem LKW gerettet hatte. Und nun hatte er mir schon wieder geholfen.

„Hab ich was im Gesicht?“ Ich schreckte auf. „Was?“ Mein Gegenüber grinste. Erst jetzt wurde mir bewusst, dass ich ihn die ganze Zeit über angestarrt haben musste. Ich wurde rot. „Ich weiß, das klingt jetzt bestimmt, wie eine billige Anmache…“, begann ich „…aber sind wir uns schon mal begegnet?“ Das Grinsen wurde noch breiter. „Wenn du damit deine Aktion mit der Kreuzung letztens meinst, dann ja.“ Also hatte ich doch Recht gehabt. Der Höflichkeit halber bedankte ich mich bei ihm für seine Hilfe. Der Blauäugige winkte ab. „Das hätte jeder getan.“

„Wie heißt du eigentlich?“ „Kai.“ Er fragte nicht nach meinem Namen. Ich verriet es ihm trotzdem. „Ich bin übrigens Jana.“ „Freut mich.“ Ein unangenehm drückendes Schweigen folgte.

„Ähm.. ich glaube, ich muss dann langsam mal nach Hause. Meine Eltern fragen sich bestimmt schon, wo ich bleibe.“, meinte ich schließlich. „Also dann…Man sieht sich…“ „Denkst du etwa, ich lass dich um diese Uhrzeit alleine draußen herumlaufen? Ich begleite dich.“ Da ich mich nicht gerade nach einem Wiedersehen mit den Betrunkenen von vorhin sehnte, widersprach ich nicht.

Schweigend gingen wir Seite an Seite durch die Stadt, bis wir vor dem kleinen Einfamilienhaus meiner Eltern ankamen. Dort wünschte mir Kai eine gute Nacht und war auch schon wieder verschwunden, bevor ich etwas erwidern konnte.

Am nächsten Tag schrieben wir eine Klassenarbeit in Deutsch. Als der Termin angekündigt wurde hatte ich nicht aufgepasst und deshalb nicht gelernt. Doch selbst wenn ich zugehört hätte, wäre das Resultat vermutlich dasselbe gewesen.

Wir sollten das Gedicht irgendeines berühmten deutschen Schriftstellers zusammenfassen und interpretieren. Ich machte mir gar nicht erst die Mühe, den Text zu lesen.

Diese übertrieben gehobene Sprache, in der die Menschen damals geschrieben hatten, verstand doch sowieso keiner. Am berühmtesten wurde vermutlich immer der Dichter, den man am wenigsten verstand.

Und aus irgendeinem Grund, den keiner kannte, mussten arme Schüler Jahrzehnte später versuchen zu erraten, was in dem Gedicht stehen könnte. Wie wollten die Lehrer eigentlich bewerten, was richtig und was falsch war? Es wusste doch keiner, was die richtige Lösung war, es sei denn, die Dichter hatten einen Entschlüsselungscode beigelegt, was ich jedoch bezweifelte.

Der Titel des Gedichts lautete „Engel“. Sehr einfallsreich. Immerhin etwas wusste ich jetzt über den Inhalt. Es ging um Engel. Das war ja schon mal viel wert. Brachte mir bestimmt schon mal einen Punkt ein, wenn ich so viel schreiben konnte. Engel… Wieso nur musste ich jetzt plötzlich an Kai denken?

Endlich erlöste das Läuten der Glocke die gepeinigten Schüler, die erleichtert aufatmeten und ihre Arbeiten abgaben, bevor sie in ihren wohlverdienten schulfreien Nachmittag stürmten, während andere versuchten in letzter Minute ein paar weitere Zeilen zu schreiben.

Diesen Stress hatte ich mir gar nicht erst gemacht, nicht einmal meinen Namen hatte ich auf das Blatt geschrieben.

Nachdem ich meine Sachen zusammengepackt hatte und den Raum ebenfalls verlassen wollte, stellten sich mir zwei Mädchen in den Weg. Die eine war für ihr Alter relativ klein, hatte kurze blonde Haare und trug ein Fußballtrikot, während das Mädchen neben ihr durch eine giftgrüne Stachelfrisur und schwarzem Minirock auffiel. Kimberly und Sarah, meine besten Freundinnen.

„Und? Wie lief es bei dir?“, fragte Sarah. Auch wenn man es angesichts ihrer Haare für unwahrscheinlich halten würde, war sie hochintelligent und Klassenbeste. Ich zuckte mit den Schultern. „Hab mir nicht mal den Text durchgelesen.“  Kimberly stöhnte auf. „Der alte Steiner wird bestimmt im Dreieck springen.“ „Der alte Steiner“ war unser Deutschlehrer und machte seinem Namen alle Ehre. Er war wirklich steinalt und schien jeden Schriftsteller und Dichter, den wir im Unterricht behandelten, noch persönlich gekannt zu haben.

„Das wär ja nicht das erste Mal und wird auch nicht das letzte Mal gewesen sein.“ Die beiden lachten. „Wir wollten Pizza essen gehen und danach ins Kino. Kommst du mit?“ Ich schüttelte den Kopf. „Ich muss noch einkaufen gehen.“ „Das dauert doch nicht den ganzen Tag. Komm schon,“, bettelte Kimberly „Wir waren doch ewig nicht mehr zusammen im Kino.“ „Ein andern Mal vielleicht.“

„Dann eben nicht.“ Enttäuscht zogen die beiden von dannen.

„Jana. Schätzchen. Alles in Ordnung mit dir?“, riss mich meine Mutter aus den Gedanken. „Wie bitte?“ „Ich wollte wissen, ob alles in Ordnung ist. Du isst ja gar nicht. Stimmt etwas nicht mit dem Essen?“ Ich sah hinunter auf meinen Teller. Lasagne. Sein Lieblingsessen. Ich fühlte einen Kloß in meinem Hals.

„Nein, das Essen schmeckt gut. Ich hab nur irgendwie keinen Hunger.“ „Wirst du vielleicht krank?“, fragte Mama besorgt und legte mir eine Hand auf die Stirn.

Während ich darauf wartete, dass meine Temperatur für normal erklärt wurde, achtete ich krampfhaft darauf, Mamas und Papas Blicken auszuweichen. Dabei fiel meine Blick auf den Platz neben mir. Den leeren Platz neben mir. Warum nur war dieser Platz nicht besetzt?

Endlich nahm Mama die Hand von meiner Stirn. Sofort sprang ich auf, „Es ist alles in Ordnung.“, versicherte ich. „Ich brauch einfach nur ein bisschen frische Luft.“, murmelte ich und eilte, die besorgten Blicke meiner Eltern ignorierend, aus der Küche. Als ich die Haustür öffnete, rief Papa: „Pass auf dich auf.“

Er erhielt keine Antwort.

Wie war es möglich, dass Kai ausgerechnet jetzt in mein Leben trat? Dass er plötzlich immer dann auftauchte, wenn ich Hilfe brauchte. Das konnte doch kein Zufall sein. Aber was dann? Wie konnte es dann sein, dass Kai dieselben Augen hatte, wie…. Ich schüttelte heftig den Kopf. Nicht daran denken, bloß nicht daran denken. „Idiotin.“, murmelte ich.

„Redest du öfter mit dir selbst?“, fragte mich eine belustigte Stimme. „Ja, aber für gewöhnlich antwortet niemand.“, antwortete ich und drehte mich um. Es war Kai. Wieder einmal mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht. „Hi.“ „Wie kommt es, dass du immer da auftauchst, wo ich bin?

Verfolgst du mich?“ „Du hast es erfasst!“ Ich lachte. Das hatte ich schon lange nicht mehr getan. Aber es tat gut.

Wir ließen uns auf einer Parkbank nieder und unterhielten uns ein wenig. Dabei konnte ich es mir nicht verkneifen, Kai immer wieder anzustarren, oder vielmehr seine Augen. Diesen faszinierenden Blauton betrachten und immer wieder erneut festzustellen, dass es wirklich die gleichen Augen waren.

Meine wiederholte Unaufmerksamkeit blieb Kai natürlich nicht lange verborgen. „Was ist los? Du guckst mich schon die ganze Zeit so komisch an.“

„Tut mir Leid aber deine Augen…Sie erinnern mich an meinen großen Bruder. Er hatte genau dieselben Augen wie du.“ „Hatte?“ Kai war die Vergangenheitsform nicht entgangen. „Er ist vor ein paar Wochen gestorben. Ein Motorradunfall.“ „Das tut mir Leid.“, sagte Kai und sah tatsächlich danach aus. Aber überrascht wirkte er nicht. „Er ist nicht zu schnell gefahren!“, warf ich rasch ein. Die meisten Leute hatten Motorradfahrern gegenüber Vorurteile. Ganz besonders was das Tempo anging. „Wenn es etwas gab, das Fabi auf keinen Fall war, dann war es ein Raser. Es war der Autofahrer, der nicht aufgepasst hat!“ „Ich weiß.“

Wieso ich mich plötzlich einem Fremden anvertraute wusste ich nicht, aber sobald ich erst einmal angefangen hatte, konnte ich nicht mehr aufhören zu reden. Ich erzählte Kai wie ich von dem Tod meines Bruders erfahren hatte, von der Beerdigung und der Zeit danach. Ich beschrieb unsere gemeinsame Kindheit und hob dabei besonders hervor, wie sehr Fabi sich immer um mich gekümmert hatte.

Wenn ich mir beim Spielen im Garten das Knie aufgeschlagen hatte, tröstete er mich, klebte ein Pflaster auf die Wunde und klaute dann heimlich Eis aus unserer Tiefkühltruhe, das er dann mit mir zusammen aß.

Mit neun Jahren verkroch ich mich immer noch zitternd unter meiner Bettdecke, wenn es gewitterte, Dort wäre ich wahrscheinlich vor lauter Angst gestorben, wenn nicht irgendwann Fabi in mein Zimmer gekommen wäre und mich mit selbst ausgedachten Abenteuergeschichten und Witzen abgelenkt hätte.

Wenn die Jungs in meiner Klasse mich wegen meiner Zahnspange, die ich damals trug, hänselten, dauerte es nie lange, bis mein Bruder davon erfuhr und sie für ihre Gemeinheiten zur Rechenschaft zog.

Als ich mit 13 das erste Mal verliebt war und für meinen Liebesbrief von meinem Schwarm ausgelacht wurde, kam dieser einen Tag später mit einem blauen Auge zu mir und entschuldigte sich für sein Verhalten.

Im Alter von 14 Jahren probierte ich das erste Mal Alkohol. Aufgrund von jugendlichem Leichtsinn trank ich mehr als gut für mich war. Die nächsten paar Stunden verbrachte ich auf der Toilette und übergab mich. Fabi blieb die ganze Zeit bei mir und hielt mir die Haare zurück, während er sichtlich bemüht war, nicht laut los zu lachen.

Wenn ich mich mit meinen Eltern stritt, stand er immer auf meiner Seite, egal ob ich im Recht war oder nicht. Wann immer ich irgendwelche Sorgen und Probleme hatte, half Fabi mir. Die wenigen Male, die wir uns stritten, konnte ich an einer Hand abzählen.

Kurz, einen besseren großen Bruder konnte man sich nicht wünschen. Und nun war er tot. Verschwunden aus meinem Leben. Für immer.

Als mir diese Tatsache schlagartig bewusst wurde, konnte ich nicht verhindern, dass mir Tränen in die Augen traten. Hastig versuchte ich sie wegzuwischen, doch es kamen immer wieder neue hinzu. Sanft legte Kai mir einem um die Schultern und zog mich zu sich heran.

In seinen Armen weinte ich nun sämtliche Tränen, die ich die ganze Zeit nicht geweint hatte, weder auf der Beerdigung noch danach. Und nun war es nicht Fabi, der mir beruhigend über den Rücken strich, während ich in sein T-Shirt weinte, sondern Kai. Seine Anwesenheit war es nun, die mir gut tat, seine Stimme, die mich beruhigte. Es war als würde Kai in diesem Moment an Fabis Stelle treten.

Als ich am nächsten Tag von der Schule nach Hause kam, warteten meine Eltern bereits auf mich. Das war ungewöhnlich. Um diese Zeit waren beide für gewöhnlich noch arbeiten. „Ist was passiert?“, fragte ich und warf meine Schultasche achtlos in die Ecke. Das brachte mir ein missbilligendes Stirnrunzeln meines Vaters ein. Er konnte Unordnung auf den Tod nicht ausstehen.

Doch er sagte nichts. Diese Diskussion hatten wir schließlich schon oft genug geführt.

„Allerdings.“, beantwortete er stattdessen meine Frage. „Wir müssen etwas mit dir besprechen.

Setz dich.“ Das klang gar nicht gut. „Worum geht’s?“ „Die Schule hat uns angerufen. Deinem Klassenlehrer zufolge hast du in den letzten Wochen sehr stark nachgelassen. Du gibst eine schlechte Arbeit nach der anderen ab, wenn du denn überhaupt mal was auf dein Blatt schreibst.
Und im Unterricht sagst du auch nie ein Wort. So kann das nicht weiter gehen.“

Schweigend hatte ich mir den Lagebericht angehört. Das alles wusste ich bereits. Dieselbe Predigt hatte ich mir bereits von meinen Lehrern anhören müssen und es interessierte mich nicht die Bohne, was sie zu diesem Thema zu sagen hatten. Es war schließlich mein Leben und ging sie überhaupt nichts an. Nur leider schienen dies weder meine Lehrer noch meine Eltern zu verstehen.

„Was hast du zu deiner Verteidigung zu sagen?“ Ich zuckte lediglich mit den Schultern. Was sollte ich schon dazu sagen? „Deine Lehrer wissen über deine schwierige Situation Bescheid und waren auch bereit ein Auge zuzudrücken, aber langsam reicht es. Wir sind derselben Meinung. Es geht hier schließlich um deine Zukunft. Du verbaust dir mit deiner momentanen Einstellung noch dein ganzes Zeugnis. Von deiner weiteren schulischen Laufbahn ganz zu schweigen. Also reiß dich bitte ein wenig mehr zusammen. Das Leben geht schließlich weiter.“ Ich reagierte noch immer nicht.

„Antworte, wenn ich mit dir rede!“ Mir reichte es. „Ich kann eure ganzen Reden langsam nicht mehr hören. Es heißt immer nur ‚du musst, du musst, tu dies, tu das‘. Geht es vielleicht auch mal danach, was ich will?“ „Pass gefälligst auf deinen Ton auf, Fräulein!“ Und so gab ein Wort das andere. Wir stritten uns, ohne darauf zu achten, was der andere zu sagen hatte, bis ich irgendwann genug hatte und aufsprang. Fluchtartig verließ ich das Haus und rannte, die Rufe meiner Eltern ignorierend, ziellos durch die Stadt. Mittlerweile hatte es zu regnen begonnen und schon nach kurzer Zeit war ich bis auf die Haut durchnässt.

Irgendwann konnte ich nicht mehr, meine Knie gaben nach und ich stürzte zu Boden. Minutenlang lag ich im nassen Gras und wartete darauf, dass sich mein Atem beruhigte. Nach einer Ewigkeit, so schien es, hatte ich die Kraft den Kopf zu heben und mich umzusehen.

Offenbar war ich weiter gerannt als ich bisher angenommen hatte. Das Gras auf dem ich lag gehörte zum Ufer eines Flusses, der rasend schnell an mir vorbei floss. Nicht weit entfernt befand sich eine alte Eisenbahnbrücke. Obwohl der Regen die Sicht stark erschwerte, erkannte ich, dass es sich hierbei um die gleiche Brücke handelte, an der Fabi und ich als Kinder oft gespielt hatten.

Zwar fuhren damals schon keine Züge mehr über die Brücke, doch unsere Eltern waren trotzdem der Meinung, dass es zum Spielen dort zu gefährlich sei. Natürlich hielten weder Fabi noch ich sich an das Verbot und wann immer es möglich war, kamen wir hierher um zu spielen.

Während ich in Erinnerungen schwelgte, ließ ich die Brücke keine Sekunde aus den Augen. Nach einer Weile stand ich auf und taumelte auf die Brücke zu. Theoretisch musste es immer noch möglich sein, auf die Brücke zu kommen, es sei denn, irgendjemand hatte sich im Laufe der letzten Jahre die Mühe gemacht, den Eingang zu verriegeln.

Ein paar Minuten später stand ich auf den Gleisen. Langsam trat ich an das Geländer und sah hinunter. Es waren keine zehn Meter bis zur Wasseroberfläche. Wenn ich hier herunter fiel, würde ich von der Strömung unweigerlich mitgerissen werden und vermutlich ertrinken. Wenn ich fiel…

Ich setzte einen Fuß auf das eiserne Geländer und dann noch einen und im nächsten Moment befand ich mich auch schon auf der anderen Seite. Der schmale Betonvorsprung reichte kaum aus um sicheren Halt zu haben. Lediglich meine Hände, die immer noch auf dem Geländer lagen, verhinderten, dass ich herunter fiel. Es war so einfach. Ich musste einfach nur loslassen und dann wäre alles vorbei.

„Bist du sicher, dass du das wirklich willst?“ Ich brauchte mich nicht umzudrehen, um zu wissen wer es war. „Würde ich hier stehen, wenn es nicht so wäre?“, erwiderte ich „Ein toter Mensch mehr oder weniger auf der Welt, was macht das schon für einen Unterschied?“

„Es macht einen Unterschied. Denk an die Menschen, die du zurück lassen würdest. Denk an deine Eltern und daran wie sie sich fühlen würden, wenn du sie auch noch verlässt.“ „Und was ist mit mir und meinen Gefühlen?“ „Natürlich sind auch die nicht unwichtig, aber denk doch mal nach.

Glaubst du denn wirklich, dass alles besser werden wird, wenn du tot bist? Glaubst du, dass dein Bruder das gewollt hätte?“ „Vermutlich nicht. Aber was soll ich denn sonst machen?“

„Du könntest leben. Sterben ist weniger angenehm als du es dir vorstellst. Ganz besonders das, was du dir da ausgesucht hast. Eine mit Wasser gefüllte Lunge kann unglaublich schmerzhaft sein.“

Ich warf einen erneuten Blick auf den Fluss unter mir. Vielleicht war an dem, was Kai sagte doch etwas Wahres dran. Und besonders warm sah das Wasser auch nicht aus. Wie lange dauerte es wohl, bis man starb oder zumindest ohnmächtig wurde? Langsam kamen mir Zweifel an meinem Plan.

„Vielleicht sollte ich mir doch etwas anderes aussuchen.“, murmelte ich. Kai lachte. „Würde ich auch sagen. Ich würde dir auf alle Fälle empfehlen erst einmal weiter zu leben. Das Leben ist oft besser als der Tod.“

„Denk an die Menschen, die du zurücklassen würdest…“

Dieser Satz ging mir auf dem ganzen Rückweg nicht aus dem Kopf. Wen würde ich zurücklassen? Wer würde um mich trauern? Sarah und Kimberly. Ich hatte wirklich lange nichts mehr mit ihnen zusammen unternommen. Es war ein Wunder, dass sie trotz meines Verhaltens in den letzten paar Wochen immer noch freundlich zu mir waren. Am besten rief ich die beiden mal an, wenn ich zu Hause war.  Zu Hause…. Meine Eltern…

Schuldgefühle überkamen mich, als ich daran dachte, was ich ihnen vorhin alles an den Kopf geworfen hatte. Es war wirklich nicht fair gewesen. Ich war schließlich nicht die Einzige gewesen, die einen geliebten Menschen verloren hatte. Aber im Vergleich zu mir hatten sie zumindest versucht, trotz allem nach vorne zu schauen und irgendwie weiter zu machen. Wie mussten die beiden sich wohl die ganze Zeit gefühlt haben? Beinahe hätte ich ihnen noch ein Kind genommen und ihnen noch mehr Kummer und Leid verursacht. Ich musste mich dringend bei ihnen entschuldigen.

„Das ist doch schon mal ein guter Anfang. Danach solltest du auch mit ihnen ein wenig mehr Zeit verbringen.“ „Ja, das sollte ich wirklich.“, stimmte ich Kai zu und strahlte ihn an. Mit einem Mal schien alles so einfach zu sein.

„Was ist los? Du guckst so komisch.“ Kai druckste eine Weile herum, bevor er antwortete. „Ich… muss weg.“ Ich verstand ihn nicht. „Was meinst du damit?“ „Ich bin jetzt lange genug hier gewesen. Mein Auftrag ist erfüllt. Nun ist es für mich an der Zeit zurück zu kehren.“ Mein Gehirn brauchte eine Weile, um diese Information aufzunehmen und zu verarbeiten.

„Heißt das…Werden wir uns nie wiedersehen?“ Kai zögerte. „Das weiß ich nicht. Vielleicht.
Vielleicht auch nicht. Keiner kann vorhersagen, was die Zukunft bringen wird. Aber wenn wir uns wiedersehen sollten, dann hoffentlich unter anderen Umständen.“ Ich brachte ein schwaches Lächeln zustande.

„Ja, hoffentlich.“ „Also bis irgendwann mal.“ Kai lächelte, dann begann er vor meinen Augen zu verblassen.
Danke…

Gegenwart

Das war meine Begegnung mit meinem Schutzengel.

Er sah nicht so aus, wie ich mir einen Schutzengel vorgestellt hätte. Er hatte keine Flügel, trug kein weißes Gewand. Er hatte nicht die Macht, die Vergangenheit zu verändern oder Tote wieder zu beleben. Seine Aufgabe bestand nicht nur darin, mich vor anderen zu beschützen, sondern auch darin, mich vor mir selbst zu schützen.

Er war einfach… für mich da.

– Ende –

Copyright (C) 2010 by Malena Uttich

Bildrechte: “Alltagsgeschichten (en gros)” (Alltag3.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Bildbearbeitung: Bearbeitete Coverillustration “Alltag-100-minus160-0.jpg” (Originaltitel: Alltag3.jpg) © 2012 by Detlef Hedderich. Nutzung nur mit Genehmigung des Künstlers Lothar Bauer unter Verwendung des Originals.

Buchvorschlag des Autors:

Fitzpatrick, Becca
Engel der Nacht
Roman

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Übersetzt von Zühlke, Sigrun
Verlag :      Page & Turner
ISBN :      978-3-442-20373-4
Einband :      gebunden
Preisinfo :      16,99 Eur[D] / 17,50 Eur[A] / 29,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      384 S. – 21,5 x 13,5 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      09.08.2010

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Der Himmel muss warten.

Als Nora ihm zum ersten Mal begegnet, weiß sie gleich, dass seine tiefschwarzen Augen mehr verbergen als offenbaren: Patch wirkt geheimnisvoll, fast unheimlich auf sie, und Nora ist zutiefst fasziniert von seiner rätselhaften Ausstrahlung. Doch zugleich macht Patch ihr auch Angst. Denn immer öfter hat sie das Gefühl, verfolgt zu werden, und sie wird den Verdacht nicht los, dass Patch etwas damit zu tun haben könnte. Irgendetwas scheint mit ihm nicht zu stimmen. Wo kommt er her, warum fühlt sie sich so sehr zu ihm hingezogen – und diese Narbe auf seinem Rücken, was hat sie zu bedeuten? Immer tiefer wird Nora verstrickt in Ereignisse, in denen Himmel und Hölle ganz nah beieinander liegen …

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Updated: 25. April 2012 — 02:09

14 Comments

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  1. Eine ganz süsse Geschichte. Was wäre es doch schön, gäbe es einen Schutzengel für jeden.

    Oder gibt es gar einen ?

  2. Hallo Gania!

    Danke für das Lob.

    Ob es wirklich Schutzengel gibt, kann ich nicht bestätigen, aber solange mir keiner das Gegenteil beweisen kann, vertrete ich weiterhin die Meinung, dass jeder seinen persönlichen Schutzengel hat.

  3. leider glaube ich nicht an Schutzengel… aber es wäre schön wenn es sie doch gäbe

  4. mich persönlich hat auch noch nie ein Schutzengel beglückt, aber was nicht ist…

  5. DA: Die Gestalt vor mir wandte sich um und ging die Treppe hinauf. Ich folgte ihr.Sobald ich wieder etwas sehen konnte, nahm ich meinen Retter genauer in Augenschein.

    FEHLT EIN LEERZEICHEN HINTER IHR!!

  6. Wenn ich eine solche Geschichte, in der vor allem jugendliche Protagonisten vorkommen, lese, dann merke ich wieder einmal, wie alt und abgeklärt ich inzwischen bin und dass diese Gefühle von Menschen dieses Alters nicht mehr unbedingt meine sind.

    Ansonsten finde ich die Geschichte aber gut lesbar, vielleicht ein bisschen langatmig, das mag aber auch an meinen eigenen Vorlieben zu liegen, möglichst eine Geschichte auf so wenig wie möglichen Zeilen zu Papier zu bringen und alles überflüssige wegzu lassen. Aber das ist ja immer Geschmackssache und von Mensch zu Mensch verschieden.

    Was meinen denn die anderen Community-Autoren hier?

  7. Hm.

    Die Geschichte erinnert mich ein bisschen an den Roman „Lucian“ von Isabel Abedi. Und die mochte ich schon 🙂

    Ich möchte mal eine Geschichte lesen wo man seinem Schutzengel unter glücklichen Umständen begegnet und nicht immer nur dann wenn die eigene Welt gerade am Untergehen ist.

    Aber dann gäbe das Wort Schutzengel vermutlich keinen Sinn. Wenn da nichts zum beschützen ist.

    Bin ich eigentlich die Einzige, die sich verzweifelt wünscht, dass es solche Wesen im echten Leben gibt?? 😀
    Ich warte ja immer noch auf meinen Brief von Hogwarts.

  8. Felis Breitendorf

    @Chiara

    Warum reichst du für den nächsten Wettbewerb nicht mal selbst einen Beitrag ein?

  9. @Felis:
    Ganz ehrlich? Weil ich mich nicht traue.
    Und momentan auch gar keine Zeit(Abitur und Buchprojekt von meinem P-Seminar) habe für soetwas, ich möchte mich ja schließlich um eine gute Story bemühen. Aber Zeit zum überarbeiten bleibt da nicht wirklich. Ich habe auch Rezis schmählich vernachlässigt. Ja ja Schande über mich.

    Aber ich schreibe eigentlich schon ganz gerne. Vielleicht beim nächsten Mal.

  10. Nächstes Mal ist dann April, schaffst du es bis dahin?

  11. Hi Chiara,

    schön, dass du dich mal meldest. Ich drück dir für dein Abi die Daumen. Und mach dir keinen Kopf: Rezis und Stories werden nach dem Abi-Stress nur besser, wenn du den Kopf wieder frei hast.

    Schöne – galaktische – Grüße an deinen Dad.
    galaxykarl 😉

  12. @Detlef: Abi ist im Mai aus. Aber da ich ja jetzt ein bisschen Vorbereitung hab… Vielleicht?? 🙂

    @Werner: Richte ich aus. Und ich hoffe, das sie dann besser werden!

  13. Felis Breitendorf

    Juli ist ja auch noch ein Monat mit einem neuen Wettbewerb!

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