sfbasar.de

Literatur-Blog

EIN GEWAGTES MANÖVER – DIE FLUCHT VOR DEN ROBOTERN. Leseprobe aus dem Science Fiction-Roman: DAS ÜBERLEBEN, DAS STERBEN UND DER KRIEG (Teil 2) von Felis Breitendorf

Erstellt von Felis Breitendorf am Montag 15. August 2011

EIN GEWAGTES MANÖVER – DIE FLUCHT VOR DEN ROBOTERN

Leseprobe aus dem Science Fiction-Roman:

DAS ÜBERLEBEN, DAS STERBEN UND DER KRIEG

(Teil 2)

von

Felis Breitendorf


Frruuggg programmierte zwei der letzten drei Fänger im Rondell seiner Arche um die beiden Verfolger auszulöschen. Frruuggg war das letzte seiner Art. Alle anderen Schiffe seiner Sippe waren von den Jägern der MARTURA-KONDIANZ restlos vernichtet worden. Die beiden Fernlenkgeschosse waren durch eine Tarnkappentechnik vor den Geräten der beiden Jäger, die der Arche immer näher kamen, geschützt. Doch die beiden Roboterschiffe waren nicht völlig hilflos: Sie stießen von Zeit zu Zeit eine Reihe von winzigen Streumienen aus, die sie vor den Fernlenkgeschützen bewahren sollten. In den Zwischenzeiten setzen die Jäger Sonden aus, die die Gefolgschaft ihrer Schlachtschiffe, die in Kürze aus dem Hyperraum austreten würde, auf den neuesten Informationstand bringen würde, so dass die Roboterflotte ihre Jäger ausschwärmen und alles noch vorhandene reptilianische Körperwandlerleben auslöschen würde. Frruuggg wollte daher schnell handeln und gab den bereits auf den Weg zu den Feindschiffen fliegenden Fernlenkgeschossen einige Befehle, damit diese auf Streuminenwolken achten und diese umfliegen würden.

Auf der Anzeige vor ihm konnte er verfolgen, wie die beiden blauen Punkte der Geschosse, den beiden gelben Punkte der Jägerschiffe immer näher kamen, wovon diese nichts mitbekamen. Doch auch die Jägerschiffe kamen der im Raum lediglich mit der Austrittsgeschwindigkeit aus dem Hyperraum versehenden Arche immer näher und setzten nun auch ihrerseits ihr Feuer ein um die Arche zu vernichten. Frruuggg hoffte einfach, dass nun alles klappen würde, es startete sein letztes Fernlenkgeschoß und programmierte dessen Flugbahn so, dass es in einem Bogen fliegend wieder auf die Arche eintreffen und diese zerreißen würde, genau im Moment als auch die Jäger auf die Arche schossen, so dass die Arche kurz vor der Vernichtung der beiden Jäger zerstört werden würde.

Schnell begab sich Frruuggg in die Rettungskapsel, die mittels eines Katapults von der Rückseite der Arche in den Raum geschleudert würde. Das Ganze hatte das Wesen so programmiert, dass dies kurz vor der Zerstörung der Arche passierte und kurz vor der Zerstörung der beiden Jäger. Die Gefahr war einfach zu groß, dass die beiden Jäger kurz vor ihrem Ende noch Datensonden ausschleusen würden, die die Erkenntnis an die noch folgenden Robotterschlachtschiffe weitergaben, das die Arche eine Rettungssonde ausgeschickt hätte mit dem letzten noch existierenden reptilianischen Körperwandlerwesen seiner Art in dieser Galaxis. Frruuggg konnte nun nichts mehr tun, alles war von dem Wesen vorprogrammiert und damit in die Wege geleitet. Es konnte nur noch hoffen, dass sein Plan gelingen würde. Schließlich spürte es einen Ruck durch sein Gefährt gehen, gefolgt von einem noch stärkerem Ruck als die Sonde in den Weltraum im toten Winkel der Jägerschiffe katapultiert wurde und anschließend ein Inferno ausbrach und auf einem der anderen Monitore zu sehen war wie die Arche in Millionen von Stücken zerrissen wurde. Dabei gab es einen ohrenbeteubenden Schlag und einen weiteren harten Ruck in der Sonde, die offenbar von einem der Teile der Arche getroffen worden war. Schnell schaute Frruuggg auf die andere Anzeige in der Rettungssonde und beobachtete wie die zwei Punktepaare der Geschosse und die der Jäger ineinander verschmolzen. Anschliessend verschwanden alle Punkte auf dem Monitor. Mit Sicherheit hatten die Jäger vor ihrem Dahinscheiden noch Datensonden ausgeschickt, doch darauf würde die Rettungssonde nicht zu sehen sein. Mehr Sorgen machte sich Frruuggg um mögliche Beschädigungen der Rettungssonde da diese offenbar von Teilen der Arche getroffen worden war.

Auf dem Monitor der Funktionsanalysen stellte Frruuggg fest, dass das Tarnkappenfeld der Rettungssonde intakt war, dagegen zeigte die Anzeige des Antriebs, dass dort ein nichtreparabler Schaden entstanden war, so dass die Rettungssonde lediglich noch mit den Steuerdüsen zu lenken war aber nicht mehr richtig Fahrt in das Sonnensystem in der Nähe, in dem einige verheißungsvolle Planeten einen gelben Stern umkreisten, aufnehmen konnte. Auf einem anderen Gerät blinkte es plötzlich und Frruuggg mußte mit ansehen, wie die Roboterflotte aus dem Hyperraum austrat und die Lage sondierte, die ausgesandten Datensonden der beiden zuletzt von ihm vernichteten Jägerschiffe aufnahm und diese auswertete. Nun kam es darauf an: War Frruuggg in Sicherheit oder würde man sein Manöver durchschauen? Und wenn die MARTURA-KONDIANZ es aufgreifen würde, würde man es sofort töten oder es in eines der Schlachtschiffe holen und es häuten um mehr über seine Körperwandlerfähigkeiten in Erfahrung bringen? Frruuggg hoffte, dass das nicht passieren würde. Die Alternative war ihm alledings bis zu diesem Moment auch noch nicht klargeworden: würde es den Kältetod erleiden müssen, da der Antrieb seiner Rettungssonde zerstört war? Schließlich blickte das letzte Wesen seiner Art auf den Bildschirm und beobachtete mit Schrecken, wie eines der Roboterschlachtschiffe eilig auf die Rettungskapsel zu kam…

Ende (Teil2)

(wird fortgesetzt!)

Copyright 2011 by Felis Breitendorf


Kaufempfehlung des Autors:

Orths, Markus
Die Tarnkappe

Verlag :      Schöffling
ISBN :      978-3-89561-471-2
Einband :      gebunden
Preisinfo :      19,95 Eur[D] / 20,60 Eur[A] / 28,50 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 21.06.2011
Seiten/Umfang :      224 S.
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      15.02.2011

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

Unsichtbar sein. Sehen können, ohne selber gesehen zu werden. Dinge tun, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen: Jeder hat sich das schon einmal gewünscht.

Simon Bloch, Mitte vierzig, erhält eine solche Chance. Seinen Lebenstraum – Filmkomponist zu werden – hat er längst beerdigt und sich eingenistet in alltäglicher Routine. Da gelangt er vollkommen unerwartet in den Besitz einer seltsamen Kappe. Als er sie aufsetzt, verschwindet er vor seinen eigenen Augen und spürt “ein Knistern, etwas, was tief in ihm geschah und zugleich auf der Oberfläche, ganz so, als kehre sich alles Verborgene nach außen und alles Äußere nach innen”. Blochs Leben gerät aus den Fugen. Zunächst versetzen ihn die neuen Möglichkeiten in einen Rausch. Doch bald werden seine Fragen dringlicher: Wer hat ihm die Tarnkappe zugespielt? Wie funktioniert sie überhaupt? Und: Was macht sie mit ihm? Um das herauszufinden, muss Simon Bloch Dinge tun, die er niemals für möglich gehalten hätte.

Markus Orths verleiht einem faszinierenden literarischen Motiv seinen eigenen mitreißenden Sound. Ein Schwindel erregender, wilder Trip ins Nichts: hinein in das, was wir nicht sehen können – oder nicht sehen wollen.

Markus Orths, 1969 in Viersen geboren, lebt in Karlsruhe. Seine Romane, inzwischen in 14 Sprachen übersetzt, wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem open mike (2000), dem Förderpreis des Marburger Literaturpreises (2003), dem Heinrich-Heine-Stipendium (2006) und dem Sir Walter Scott-Preis (2006). Zuletzt erhielt er das Literaturstipendium des Landes Baden-Württemberg (2008), den Telekom-Austria-Preis (2008) in Klagenfurt und den Niederrheinischen Literaturpreis (2009).

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln unter Storys unserer Community-Autoren, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens einen Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

9 Kommentare zu “EIN GEWAGTES MANÖVER – DIE FLUCHT VOR DEN ROBOTERN. Leseprobe aus dem Science Fiction-Roman: DAS ÜBERLEBEN, DAS STERBEN UND DER KRIEG (Teil 2) von Felis Breitendorf”

  1. Corinna Klebe sagt:

    Das hört sich echt spannend an! :)

  2. Corinna Klebe sagt:

    Wenn ich manchmal morgens in den Spiegel schaue, dann wünsche ich mir auch oft eine solche Tarnkappe! ;)

  3. Detlef Hedderich sagt:

    Was sagen unsere Leser denn eigentlich zu diesem Fortsetzungsroman, gefällt es Euch überhaupt, wenn unsere Autoren hier Häppchenweise ihre Geschichte erzählen?

    Ein echter Betrag in der Autorenwerkstatt, sozusagen dem Autor auf die Fingerschauen beim Entstehen seines Werkes, das er natürlich später beim Zusammenziehen zu einer Publikation noch stark überarbeiten muß?

    Schreibt doch ruhig hier rein, wenn Ihr Verbesserungsvorschläge für diesen Text habt oder Ihr Widersprüche oder nichtverständliche inhaltliche Stellen entdeckt habt, das ist ja schliesslich Sinn einer Autorenwerkstatt, wo der eine dem anderen hilft und Ratschläge vielleicht sogar konkrete Textstellenverbessungen postet?

    Na?

  4. Leon sagt:

    Gute Idee :-) .

    Das gilt übrigens nicht nur für diese Geschichte, sondern auch für Felis’ ersten Fortsetzungsroman “SCARITO YAUTJANATIS WEG” und Michaels “RENO”.

    Hier geht es ja rasant zur Sache wie auch im 1. Teil.

    Das Fehlerteufelchen hat aber auch zugeschlagen: einmal beim Robotterschlachtschiff und dann bei ohrenbeteubend ;-)

  5. Galaxykarl sagt:

    Hallo Detlef,

    “Frruuggg wollte daher schnell handeln und gab den bereits auf den Weg zu den Feindschiffen fliegenden Fernlenkgeschossen einige Befehle, damit diese auf Streuminenwolken achten und diese umfliegen würden.”

    Frruugggs bildete äußerst flexible Extremitäten aus. Sie huschten rasend schnell über das Armaturenfeld und hämmerten die Startsequenzen zahlreicher Fernlenkgeschosse in Rekordzeit in die Automatik. Er verließ sich nicht auf die vorprogrammierte Freund/Feindkennung und gab besondere Fluganweisungen ein, damit seine beinahe lichtschnellen Geschosse nicht Opfer der Streuminen wurden, die der Feind in ganzen Wolken im System verteilt hatte. Mit Genugtuung und Befriedigung registrierte er die Anzeigen, die ihm signalisierten, dass seine Geschosse mit mathematischer Eleganz die Hindernisse umflogen.

    Das ist das, was ich meine: Berichte nicht, sondern erzähle die Handlung. Live. Jetzt. Aktuell. Spannend.

    mgg
    galaxykarl ;-)

    P.S. Und die Namen stören mich auch nicht. Man kann ja als Terraner schon froh sein, wenn ein Alien überhaupt wahrnehmbare akustische Signale von sich gibt. Da tue ich mir mit den Telepathen von Rigel III immer viel schwerer … ;-)

  6. Leon sagt:

    Ich habe noch Miriam Kleves “STERNENBRAUT LOVISA UND DER PLANET DER UNSTERBLICHEN” vergessen. *schäm* Vielleicht kommt dort nach dem ersten Kapitel noch mehr :-) .

  7. Detlef Hedderich sagt:

    Werner, ich weiss nicht, was du von mir willst, ich bin NICHT der Autor!!!!!

  8. Galaxykarl sagt:

    @Detlef, tur mir leid, ich komm bei den Tausenden Kommentaren manchmal durcheinander. Wird nicht wieder passieren, versprochen.

    @Felis, also an deine Adresse: Nicht berichten, sondern erzählen. Dann ist deine Geschichte sehr vielversprechend.

    mgg
    demenzkarl ;-) ;-) ;-) mea culpa :-( :-( :-(

  9. sfbasar.de » Blog Archiv » SFBASAR.DE-ANTHOLOGIE (mit Themenschwerpunkt): “Roboter” sagt:

    [...] NEU – EIN GEWAGTES MANÖVER – DIE FLUCHT VOR DEN ROBOTERN. Leseprobe aus dem Science Fiction-Roman: … [...]

Kommentar schreiben

XHTML: Sie können diese Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>