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EIN FLÜCHTIGES LEUCHTEN – Leseprobe (Teil 3) aus dem gleichnamigen Roman von Juha Itkonen

EIN FLÜCHTIGES LEUCHTEN

Leseprobe (Teil 3)

aus dem gleichnamigen Roman

von

Juha Itkonen

(Vorheriger Teil)
Nach der Hälfte fängt Esko an, auf die Mannschaft der Vereinigten Staaten zu warten. Seit dem Sommer liest er in der Stadtbibliothek von Kuopio die Zeitschriften Life und Time, mit Hilfe des Wörterbuchs hat er Artikel über Bob Hayes, Joe Frazier und andere amerikanische Stars ver­schlungen. Als die Amis endlich kommen, kann er seine Be­geisterung nur mit Mühe verbergen. Am liebsten möchte er zwei Sitzreihen nach unten springen und sich der Gruppe Amerikaner anschließen, die dort kleine Sternenbanner aus Pappe schwenkt und ungeniert ihren Leuten zujubelt. Auch das gehört zu den Dingen, die Esko an den Amerikanern be­wundert: Sie genieren sich nicht. Er und Veikko feuern die Finnen irgendwie bescheiden an, darauf bedacht, nicht zu viel Aufsehen zu erregen. Die Amerikaner hingegen nehmen auf dem Platz wie auf der Tribüne den ganzen Raum ein, ausgelassen und selbstsicher marschieren die Sportler, die er bewundert, in ihren hellblauen Sakkos an der Haupttribüne vorbei und ziehen die weißen Stetsons. Wäre Hukkanen nicht dabei, könnte Esko mit den Amerikanern feiern. Er könnte mit der Gruppe da unten Bekanntschaft schließen, bestimmt würden die Amerikaner sich ganz ungezwungen mit ihm unterhalten. Aber er versucht den Mund zu halten und sich über die Sticheleien seines Sitznachbarn nicht zu ärgern. Im Flugzeug, irgendwo über Sibirien, war Esko für kurze Zeit ein bisschen zu betrunken und zu offenherzig ge­wesen, weshalb Veikko in etwa weiß, was er über die Ameri­kaner denkt.

»Komische Unordnung bei den Amis. Die Reihen bleiben nicht geschlossen.«

»Das nennt man Freiheit.«

»Freiheit! Leck mich doch, die Jazzneger wackeln hin und her wie sie wollen. Die Russen sind zwar über unsere Grenze gekommen, aber die wissen wenigstens, wie man im Takt marschiert. Das muss man schon bewundern, wie stramm die gehen.«

»Wir werden’s ja sehen, wenn die Startpistole knallt.«

»Was?«

»Wie die Jazzneger rennen. Kann durchaus sein, dass sie ziemlich schnell rennen.«

Esko würdigt Hukkanen keines Blickes, während des ge­samten Wortwechsels blickt er unverwandt mit seinem ge­liebten Fernglas aufs Feld. Es stimmt, der Fächer der Ameri­kaner fällt auseinander, und diejenigen, die am meisten für Unordnung sorgen, sind tatsächlich die schwarzen Männer. Ihre tanzenden Schritte sehen aus, als hätte man sie direkt aus einem Jazzclub in Manhattan geholt. »Mit schwarzer Brille auf der Nase«, lamentiert Veikko. »Eine schwarze Sonnenbrille bei der Eröffnung der Olympiade. Warum? Sind die blind? Die kennen keine Scham, die Jungs.« So geht das weiter, und Esko bemüht sich, Hukkanens Gedanken zu verstehen, aber sie haben keinen Sinn und Verstand, denn Amerika müsste eigentlich der Wirklichkeit gewordene Traum eines jeden Fernseh- und Radioverkäufers sein. Ein­undfünfzig Millionen Fernsehgeräte, hat er Veikko im Flug­zeug erzählt. Sechsundfünfzig Millionen Haushalte und ein­undfünfzig Millionen Fernsehgeräte, jede einzelne Familie in Amerika besitzt einen eigenen Fernseher. Fünf Stunden am Tag wird dort geguckt. Mehr als fünfhundert Stationen sen­den von morgens bis abends. Schon nächstes Jahr wird man mehr Farbfernseher als Schwarzweißgeräte verkaufen. Veik­ko war nicht überzeugt, nicht einmal die Weltausstellung in New York sei etwas Besonderes gewesen. Das überzogene Marketinggetue und die Schmeicheleien der Amerikaner sei­en ihm auf die Nerven gegangen. Tun so, als wären sie die besten Freunde, dabei kennen sie einen kaum.

Was ist die Alternative, möchte Esko am liebsten fragen. Wenn dir die Amerikaner auf die Nerven gehen, ist das sow­jetische Modell etwa besser? Die Russen waren es doch, die dich aus Sortvala vertrieben haben, nicht die Amis. Roboter­haft und ohne Lächeln stampfen die Sowjets in ihren farblo­sen Uniformen hinter den Amerikanern her, eine geschlosse­ne Armee, ein Regiment, das etwas Unheimliches an sich hat, das verstockte Schweigen strahlt bis auf die Tribüne aus, wie Raureif, der sich früh morgens über die Felder legt. Nacht­frost. Kekkonen taut ihn auf. Kekkonen mit Chruschtschow in der Sauna seiner Amtsvilla Tamminiemi, Kekkonen auf der Bärenjagd bei Nikitas Datscha – im Flugzeug bewunder­te Veikko laut lachend die Schläue von Urho Kalevi Kekko­nen. Aber wie weit durfte die Schöntuerei gehen? Wo verlief die Grenze? Wovon profitierte das Vaterland, wovon Kek­konen? Esko versucht sich zu beherrschen und nicht auf Veikko zu reagieren, er will gar nicht hinhören, aber Hukka­nen gibt nicht auf, sein Fernglas hängt auf dem Bauch, die Hände liegen rechts und links auf den Rändern des Schalen­sitzes und er lästert weiter.

»Die werden noch einen Krieg anfangen, deine Amerika­ner. Wo mischen die überall mit? Im Kongo. In Vietnam. Und hier im Osten werden sie das ganz große Spektakel vom Zaun brechen, denk an meine Worte. Weil denen nichts genug ist. Die haben die besten Fernseher und Küchengerä­te. Die größten Autos. Die haben Bügeleisen und Wäsche­trockner und Toaster und Eiswürfelmaschinen, ich war mal auf der Messe in Las Vegas, ich hab das alles gesehen, du. Wenn sie nur mit ihrem ganzen Zeug friedlich jenseits des Atlantiks bleiben würden. Aber die haben so einen komi­schen Kleiner-Bruder-Komplex, so was in der Art. Auf den letzten Drücker haben sie Europa gerettet, und jetzt muss das mit dem Retten immer weitergehen. Auf der ganzen Welt müssen sie die Angelegenheiten regeln, sprich, durch­einander bringen. Und Waffennarren sind sie auch. Haben sogar ihren eigenen Präsidenten erschossen, das muss man erst mal fertigbringen. Die wenigsten Völker sind zu so et­was fähig.«

John F. Kennedy, sein Held. Kennedy und seine schöne Frau, seine inspirierenden Gedanken, sein repräsentatives Erscheinungsbild. Kennedy und sein Tod, jener schreckliche Freitag im November, Esko erinnert sich an den Tag. Er setzt das Fernglas ab und starrt zur Abwechslung mit bloßen Au­gen auf das Feld. Sowohl die Mannschaft der Vereinigten Staaten als auch die der Sowjetunion haben sich auf dem Ra­sen aufgestellt. Als Letzte marschieren die Gastgeber der Spiele ein, und dem Lärm nach zu schließen befindet sich die Mannschaft bereits innerhalb der Mauern, möglicherweise am Tor, und biegt in die Gegengerade ein, aber das sieht Esko nicht, denn er kann jetzt nicht mehr anders, er muss sich zu Veikko Hukkanen, dem Vorsitzenden des Verbandes der Elektrohändler umdrehen und ihm direkt in die Augen schauen. Hukkanen kneift die Augen zusammen, sie sind unergründlich. Die Stirn liegt in Falten, und an der Schläfe pulsiert eine geschwollene Ader. Der Wind hat die Haare von der mehrere Zentimeter langen Narbe geweht.

»Willst du mich provozieren?«

»Kann schon sein.«

Hukkanen rappelt sich von seinem Sitz hoch, legt die Ja­cke ab und steht in voller Länge von einem Meter fünfund­siebzig vor ihm. Er mag nicht besonders groß sein, aber er hat kräftige Beine und mit Sicherheit Schmalz in den Armen. Vorsichtshalber schiebt Esko das Fernglas auf den Rücken, denn das darf auf keinen Fall kaputtgehen.

Sie stehen sich auffallend lange ein wenig zu dicht Auge in Auge gegenüber, so lange, dass sich die Japaner um sie herum Sorgen machen. Sumimasen, hört Esko sie sagen. Sumima­sen, danke und Entschuldigung. Die Japaner bitten um Ent­schuldigung dafür, dass zwei Finnen sich bei der Eröffnungs­feier der Olympiade, die sie mit großer Mühe organisiert haben, prügeln wollen. Eine Hand hebt sich, Veikkos rechte Hand, beschreibt einen Bogen, der durchaus zu einem Schlag führen könnte, doch sie legt sich auf Eskos Schulter und drückt fest zu, dass der es in den Knochen spürt. Dann taucht der Flachmann auf und der Deckel wird aufgeschraubt.

»Red keinen Unsinn, du Hitatschi-Verkaufskanone! Wir sind zusammen unterwegs. Und wir vertreten demütig, aber stolz unser nordisches Vaterland und die ehrliche finnische Einzelhändlerinnung beim gemeinsamen Sportfest der fried­lichen Nationen dieser Welt.«

Obwohl ihm die Szene in diesem Moment nicht sonderlich bedeutungsvoll erscheint, gar nicht erscheinen kann, prägt sie sich ihm ein: Er ist aufgestanden, um seine Meinung zu vertreten. Er hat sich dem Stärkeren entgegengestellt, hat der Autorität getrotzt ohne Angst zu empfinden und sich den Respekt dieses Mannes erworben. So erinnert sich Esko spä­ter an die Situation, er macht eine Anekdote daraus, mehr noch, einen Wendepunkt seines Lebens, den Ausgangspunkt seiner Geschichte. Wegen dieses Augenblicks kommt Veikko Hukkanen noch in derselben Woche, nach Pauli Nevalas prächtigem Goldwurf und dem darauffolgenden feuchtfröh­lichen Abend, auf einen Händler zu sprechen, ein Mitglied im Vorstand des Elektrohändlerverbands, ein Mann, der zu­fällig kinderlos ist und in absehbarer Zeit sein Geschäft auf­geben will. Deswegen erbietet sich Hukkanen drei Jahre spä­ter, als die Sache aktuell wird, sogar persönlich für einen beträchtlichen Teil des Kredits zu bürgen, den der fast mit­tellose dreißigjährige Esko aufnimmt. In der Anfangszeit seiner Händlerlaufbahn hat Esko in Hukkanen eine graue Eminenz im Hintergrund, einen Paten, und das bedeutet nicht, dass sich ihre Ansichten über die Welt, Finnland, die Sowjetunion und Amerika im Besonderen einander wesent­lich annähern. Auch während der Reise kommt es noch zu einem ausgewachsenen Streit, am Abend des 15. Oktober, als die Nachricht von Chruschtschows Sturz sie erreicht. Im Hotelfoyer dolmetscht Esko die englischen Nachrichten für Hukkanen, und spät in der Nacht geraten sie in Veikkos Zimmer beim Diskutieren der Folgen körperlich aneinander. Hukkanen stößt sich den Kopf an einer Ecke des Nacht­tischs. Die Wunde blutet, Esko muss das Pflaster aus dem Koffer holen, das Liisa für ihn eingepackt hat.

Aber das alles geschieht später, die Ereignisse verbinden sich mit späteren Ereignissen und erhalten eine Bedeutung, jetzt aber geschehen sie einfach: Die beiden Männer über­spielen ihre Verlegenheit, setzen sich auf ihre Schalensitze, verstecken sich hinter den Ferngläsern und richten den Blick aufs Feld. Die olympische Fahne wird ins Stadion getragen, die Kanonen werden in Position gebracht. Die Schüsse ertö­nen, das Kind neben ihnen erschrickt und fängt an zu schrei­en, auch die Frauen stecken sich zu spät die Finger in die Ohren. Der Himmel füllt sich mit Luftballons, blau, grün, rot, gelb, schwarz, und während er sie betrachtet, sich auf ihren Flug konzentriert, während er mit jeder einzelnen Zel­le seines Körpers das Leben um sich herum wahrnimmt, ver­gisst Esko alles Unwesentliche und bekommt diesen einzig­artigen Tag wieder zu fassen. Er ist tatsächlich hier. Nur heu­te ist er hier. Wenn Veikko das nicht genauso empfindet, wenn Veikko zu alt ist oder zu sehr von der Welt zermürbt, um einfach staunen zu können, was kann Esko dann dafür? Es ist ja nicht seine Schuld, dass Veikko im Krieg war.

Esko steckt sich eine Kent an und betrachtet die Zigarette. Auch sie ist ein Wunder, diese gewöhnliche Zigarette: Wie gleichmäßig sie brennt, und wie glatt sich das Papier in der Hand anfühlt. Hukkanen kann das nicht wissen, Hukkanen raucht North State ohne Filter, aber das größte Wunder bei der Kent ist gerade der Filter. In irgendeinem Labor in den Vereinigten Staaten haben Männer von der Nasa das Micro­nite erfunden, selbstverständlich für den Weltraumbedarf, und die Zigarettenfabrik P. Lorillard Co. im Herzen von Virginia hat aus Micronite dann dieses perfekte kleine Pro­dukt gemacht. Eigentlich ist das Exemplar in Eskos Hand in Finnland hergestellt worden, von der Firma Amer, aber von jeder Partie Zigaretten, die in Finnland produziert wird, muss eine Probe zur Abnahme an die Amerikaner geschickt werden, so lautet der Vertrag, die Kent wird nicht wie eine beliebige Machorka fabriziert.

Ein Filter ist eine Kleinigkeit, na klar. Aber versuche mal, die internationale TV-Übertragung zu begreifen, zu verste­hen, wie das funktioniert! In fünfunddreißigtausend Kilo­metern Höhe schaukelt im dunklen, schwerelosen All der Satellit Syncom III, den natürlich die Amerikaner dorthin geschickt haben. Dieser Satellit überträgt das Bild nach Point Mugu in Kalifornien, von wo aus die Kette von TV-Verbin­dungen über den gesamten riesigen Kontinent verläuft, über Montana, Wyoming, Nebraska und Minnesota, über Ohio und Ontario bis nach Montreal in Kanada. In einem zweifel­los riesigen Rundfunkgebäude, in einem Studio mit Geräten, von denen eines teurer ist als das andere, übertragen die cle­veren Kanadier das Bild auf Band. Das Band wird in einen Hubschrauber geworfen und zum Flughafen gebracht, wo ein Düsenflugzeug startbereit darauf wartet, die Männer sit­zen bereits auf ihren Plätzen und haben die Hände an den Hebeln. Innerhalb weniger Stunden transportieren deutsche Piloten, höchstwahrscheinlich ehemalige Flieger der Luft­waffe, das kostbare Band nach Hamburg zum Hauptquartier der Eurovision. Noch kann der Wundersatellit nicht Ton und Bild gleichzeitig liefern, der Ton muss über Kabel über­tragen werden. Auch die finnischen Reporter Seppo Kannas und Anssi Kukkonen sitzen hier irgendwo. Sicherlich in den Logen oberhalb der Haupttribüne, von wo aus sie das Feld mit superteuren Ferngläsern überwachen und dabei unabläs­sig ins Mikrofon plappern. Die Japaner nehmen das Geplap­per auf und schicken es über Kabel nach Hamburg, praktisch auf demselben irrsinnigen Weg durch ganz Asien und Russ­land, den Esko und Hukkanen in der Luft zurückgelegt ha­ben. Die Deutschen nehmen das finnische Geplapper mit kühler Gelassenheit entgegen, ohne auch nur den Versuch zu machen, es zu verstehen, und ordentlich wie die Deutschen nun einmal sind, bringen sie es mit dem Bild, das per Düsen­flugzeug aus Kanada gekommen ist, zusammen. Es gibt neun weitere Sorten von Geplapper, in Hamburg müssen zehn verschiedene Übertragungen hergestellt werden. Sie werden fertiggestellt und beizeiten ins Eurovisionsnetz eingespeist. Hukkanen hat recht, in solchen Dingen kann man sich auf die Deutschen verlassen.

Japaner, Amerikaner, Kanadier, Deutsche. Franzosen, Schweden, Spanier, Italiener. Das hier bringen die Völker der Welt gemeinsam zustande, in schöner Eintracht haben sie diese komplizierte Operation vereinbart und veranstaltet. Esko ist gerührt, wenn er daran denkt und als er sieht, wie die Sportler sich wie Kinder freuen und an den Rand der Laufbahn stürmen, weil endlich das olympische Feuer in der Arena ankommt. Getragen wird es von einem jungen Mann namens Yoshinori Sakai, geboren am 6. August 1945 in Hiroshima. Dieser Mensch, dessen Leben unter der Pilzwol­ke seinen Anfang nahm, trägt die Flamme des Friedens und der Freundschaft ins Stadion. In den Augen der Japaner ist keine Spur von Bitterkeit zu erkennen. Jedenfalls sieht Esko nichts davon, er sieht nur enormen Stolz und vielleicht auch Erleichterung: Die Freude darüber, dass die Vergangenheit vorbei ist und die Zukunft bevorsteht. Die ganze Welt wird das hier noch am selben Tag zu Gesicht bekommen, auch Liisa. Sie hat versprochen, es sich anzuschauen. Um halb zwölf am Abend liegt Esa, der Junge, im Bett und schläft, es ist still in der Wohnung, der Herbstregen schlägt gegen die Fenster im zweiten Stock. Liisa kommt in ihrem geblümten Nachthemd ins Wohnzimmer, schaltet den Fernseher ein und setzt sich auf die Couch. Der Fernseher ist ein Zwan­zig-Zoll-Salora auf massiven Beinen. Liisa wollte unbedingt einen finnischen haben, und Esko stellte sich nicht quer, es ist ein brauchbares Gerät, da kann Hukkanen sagen, was er will. Liisa sitzt also da, auf der bei Muhonen auf Raten ge­kauften Couch, im Licht der Stehlampe, die sie bei der Gele­genheit auch gleich mitgenommen hatten, Liisa legt die von der Schwangerschaft strapazierten Beine auf den Fußsche­mel, und wer weiß, was sie dann sieht, womöglich ihren Ehe­mann, das ist durchaus denkbar, wer kann das wissen, even­tuell erwischt eine der hundert Kameras im Stadion ausge­rechnet diese Sitzreihe, und genau diese Aufnahme findet ihren Weg in die weltweite Übertragung. Das wäre was, wenn er mit Veikko Hukkanen und lauter unbekannten Ja­panern im Bild verewigt wäre. In Kuopio würden sie ihn ga­rantiert erkennen, nicht nur Liisa. Halb Kuopio würde ihn erkennen. Jeder Besitzer eines Fernsehgeräts sitzt heute vor dem Apparat, und Fernsehbesitzer gibt es in Kuopio inzwi­schen reichlich, nicht zuletzt dank Esko.

Copyright © 2014 by Juha Itkonen, mit freundlicher Genehmigung.


Bildrechte: “Alltagsgeschichten (en gros)” (Alltag3.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: http://saargau-arts.de/

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Itkonen, Juha
Ein flüchtiges Leuchten

Roman

Übersetzt von Moster, Stefan
Verlag :      Droemer
ISBN :      978-3-426-19989-3
Einband :      gebunden
Preisinfo :      19,99 Eur[D] / 20,60 Eur[A]
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Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 02.07.2014
Seiten/Umfang :      544 S. – 21,5 x 14,0 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      01.10.2014

Mit Ein flüchtiges Leuchten hat Juha Itkonen einen Familienroman von enormer Kraft erschaffen, dessen Figuren so nah an unserem eigenen Leben gezeichnet sind, dass wir uns im Spiegel der vergangenen fünfzig Jahre selbst zu beobachten meinen.

Itkonen erzählt in Rückblenden von drei Generationen der Familie Vuori: Beständig ändern sich die äußeren Bedingungen, das Leben wird immer fortschrittlicher  – und doch müssen die Untiefen zwischenmenschlicher Beziehungen von jedem aufs Neue ausgelotet werden. Esko und Liisa Vuori blicken Ende der 50er Jahre auf eine Welt, die ihnen jede Menge Entfaltungsmöglichkeiten bietet. Esko ergreift die Gunst der Stunde und macht sich als Verkäufer von Fernsehgeräten und Radios einen Namen. Liisa kümmert sich um die drei Söhne.

Der älteste Sohn, Esa, löst sich im Laufe des Heranwachsens vom Vorbild des Vaters: Er studiert und gründet eine eigene Zeitung. Seine Frau Marjaana lebt ihr Ideal der möglichst unabhängigen Feministin – was für die Familie bedeutet, dass sie die Erziehung der gemeinsamen Tochter ihrem Mann überlässt, während sie sich auf ihre politische Karriere konzentriert.

Juha Itkonen, geboren 1975, wird in seinem Heimatland Finnland von der Presse gefeiert, von den Lesern geliebt: Sein erster Roman war für den Finlandia-Preis nominiert, mit seinen weiteren Romanen gewann er u. a. den State Fiction Award sowie den Ehrenpreis des Finnischen Schriftstellerverbands. Der Autor ist über die Grenzen seiner Heimat in ganz Skandinavien bekannt. 2011 hat er mit seiner Familie acht Monate in München gelebt und in einer Stadtbibliothek an seinem Roman geschrieben.

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Updated: 2. Juni 2015 — 11:03

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