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EIGENTLICH BIELEFELD! ODER EIN PHANTOM? – Shortstory von Margret Schwekendiek

EIGENTLICH BIELEFELD! ODER EIN PHANTOM?

Shortstory

von

Margret Schwekendiek

Wie immer war die Fahrt nach Bielefeld eine langweilige, nervtötende Tortur. Die Bundesstraße war voll gestopft mit Autos, in denen Leute saßen, die zur Arbeit oder zur Uni wollten, die einen Einkauf im Sinn hatten, oder vielleicht auch gar nichts. Zäh kroch die Autoschlange voran, wand sich durch Gütersloh, hielt vor Ampeln und fuhr wieder an, wobei ein paar ganz Gewitzte versuchten, den Abbiegestreifen zum Überholen zu nutzen. Der ganz normale alltägliche Wahnsinn also.

Doch dann näherten sich die Autos den ersten Ausläufern von Bielefeld, und alles wurde anders. Die Stadt schien wie vom Erdboden verschluckt. Ein Phantom.

„Aber es muss hier sein“, beharrte Katharina Schröder. „Wir sind tausendmal nach Bielefeld gefahren. Eine Stadt kann nicht einfach verschwinden, außerdem war sie gerade noch da.“ Die schlanke groß gewachsene Frau mit den blonden Locken und dem sympathischen Lächeln sah auffordernd zu ihrer Freundin Carina Hanhardt hinüber, die am Steuer des Autos unvermittelt angehalten hatte.

Eigentlich waren die beiden auf dem Weg nach Bielefeld, wo sie studierten. Eigentlich. Aber die Straße führte schnurgerade weiter durch freies Feld, auf dem sich eigentlich überhaupt nichts befand. Bielefeld war spurlos verschwunden, stattdessen schienen die beiden Frauen in ein seltsames Kontinuum gefahren zu sein, in dem sich die Atmosphäre schlagartig verändert hatte.

„Ich glaube, das ist ein schlechter Traum, oder wir haben uns einfach verfahren“, fuhr Katharina fort, in dem hilflosen Versuch, eine Erklärung für das Phänomen zu finden, und stupste ihre Freundin an „Fahr einfach mal weiter.“

Die beiden jungen Frauen schienen nicht die einzigen zu sein, die ratlos die verschwundene Großstadt suchten. Einige Autofahrer fuchtelten mit den Händen verzweifelt am Steuer herum, andere unternahmen waghalsige Brems- und Wendemanöver. Allen war jedoch eines gemeinsam, sie suchten die verschwundene Stadt, die es bis vor wenigen Augenblicken noch gegeben hatte.

Auf einem freien Feld, genau dort, wo sich eigentlich ein Teil des Ostwestfalendamms befinden sollte – oder bis Kurzem noch befunden hatte -, standen einige Leute mit Kameras. Nein, nicht einfach nur Kameras, eine Ausrüstung für professionelle Filmaufnahmen. Drehte das Fernsehen vielleicht ein Horrorszenario, und sie steckten mittendrin? Aber das erklärte noch immer nicht das spurlose Verschwinden der Stadt.

Eigentlich müsste hier der Verkehr wie immer kurz vor dem Kollaps stehen, müssten von der Sparrenburg die Fahnen wehen, müsste es tausende von Menschen geben, die ihren Aufgaben nachgingen. Eigentlich. Und eigentlich waren die beiden schon viel zu spät dran, um noch pünktlich zu ihrer Vorlesung zu kommen. Aber es schien nicht nur ihnen so zu gehen, dass sie ihren alltäglichen Aufgaben nicht nachgehen konnten, weil es keine Stadt mehr gab, in der sie etwas tun konnten.

Katharina bemerkte mit einem kurzem Blick, dass viele der Menschen noch nicht genau begriffen hatten, was das Verschwinden der Stadt bedeutete, einige schauten auf die Uhr, trommelten ungeduldig auf dem Lenkrad herum, oder ließen ellenlange Flüche los, die ihnen jedoch auch nicht weiterhalfen. Wenn nur die Luft nicht so stickig wäre, und wenn es doch ein bisschen Sonnenschein gäbe, dann würde die Welt auch noch anders aussehen.

Einer der Männer bei der Filmcrew sprang plötzlich von einem Campingtisch auf, wo er bis gerade eben mit seinem Laptop gesessen hatte. Etwas verwirrt schaute er sich um, dann begann er wie ein Irrer in der Gegend herum zu tanzen. Ihm schien die merkwürdige Atmosphäre nichts auszumachen, die sich wie ein bedrückender Schleier über die ganze Umgebung gelegt hatte.

„Ich habe es geschafft“, klangen seine Worte schrill durch die seltsam stickige Luft.

Katharina und Carina waren längst aus dem Wagen gestiegen und näherten sich der Gruppe, die als einzige nicht von der verschwundenen Stadt betroffen schien.

Auf der Straße gab es ein großes Durcheinander, quietschende Reifen und das laute Scheppern von gequetschtem Blech, wie auch ununterbrochen hupende Alarmanlagen zeigten an, dass die Aufmerksamkeit der Autofahrer stark auf etwas anderes konzentriert war als den fließenden Verkehr. Mehrere Leute stellten kurzerhand den Wagen ab, rieben sich ungläubig die Augen und versuchten dann verzweifelt mit dem Handy eine Verbindung zu bekommen. Entsetzte laute Rufe mischten sich mit erneut quietschenden Bremsen, gegenseitigen Anschuldigen und dann einer seltsam bedrohlichen Stille.

Katharina fröstelte und schaute sich um. Sie hatte plötzlich Angst, ohne erklären zu können, wodurch dieses Gefühl ausgelöst wurde. Hier war nicht nur eine ganze Stadt verschwunden, die ganze Gegend hatte sich verändert. Die Luft war so dick, dass man sie in Stücke schneiden konnte, und über ihnen am Himmel ballten sich enorm dicke Wolkenberge, aus denen unaufhörlich Blitze zuckten. Die Straßen führten irgendwie ins Nichts, obwohl sie auf den ersten Blick normal wirkten. Aber was war in diesem Augenblick an dieser Stelle schon normal? Eigentlich müsste hier der Verkehr brodeln, eigentlich müsste es eine riesige Stadt geben, und eigentlich – konnte das alles gar nicht wahr sein. Die junge Frau kämpfte ihre Angst herunter und versuchte einigermaßen gelassen zu erscheinen.

„Was haben Sie geschafft?“ Katharina war jetzt nahe genug an dem Mann heran, der noch immer wie ein Wahnsinniger herumhüpfte und unverständliches Zeug von sich gab, um sich mit ihm zu verständigen. Carina hingegen trat zu den anderen Mitgliedern der Filmcrew, die weniger entsetzt als vielmehr zufrieden und doch etwas ratlos wirkten. Aber eine Erklärung schienen auch sie für das Phantom nicht zu haben, sie starrten auf den Mann, der etwas völlig Unmögliches geschafft hatte.

„Nun reden Sie schon, was haben Sie geschafft? Sind Sie dafür verantwortlich, dass Bielefeld spurlos verschwunden ist?“, fragte Katharina scharf. Sie spürte plötzlich, dass die Elektrizität in diesem Bereich zunahm, es prickelte auf der Haut, die kleinen Härchen stellten sich auf, und winzige Elmsfeuer tanzten über die bloßen Arme. Katharina schauderte, wusste aber, wodurch dieses Phänomen hervorgerufen wurde und hielt es erst einmal für nicht ganz so wichtig. Nein, wichtig war in diesem Augenblick herauszufinden, was mit der Stadt geschehen war. Und hier schien jemand zu sein, der Auskunft darüber erteilen konnte.

Der Mann hielt inne, starrte die junge Frau aus dunkel umrandeten roten Augen an und atmete schwer. Ein irres Leuchten erschien in seinen Augen, aber seine Stimme klang triumphierend. Die Spitzen seiner dunklen Haare sprühten Funken, als er den Kopf nach hinten warf und laut lachte.

„Ja, ich habe Bielefeld vom Angesicht der Erde getilgt. Ist das nicht großartig?“

„Nein, ganz und gar nicht“, brüllte Katharina, die gerade glaubte, in einem schlechten Film gelandet zu sein. Sie drehte sich ratlos um, machte eine hilflose Handbewegung und starrte den Mann zornig an.

„Wie, zum Teufel, haben Sie das gemacht? Ach, egal, holen Sie die Stadt wieder her, auf der Stelle!“, befahl sie scharf.

Der Mann schaute sich um und deutete auf das Team, mit dem er arbeitete. „Aber das ist doch Sinn und Zweck der Übung. Wir drehen hier einen Film über das Gerücht, dass es Bielefeld in Wirklichkeit gar nicht gibt. Bielefeld ist eine Phantomstadt. Und ich habe aus diesem Phantom eine wirklich verschwundene Stadt gemacht. Ich habe das Gerücht bestätigt – ICH!“

„Ja, aber – dafür können Sie die Stadt doch nicht wirklich verschwinden lassen“, stieß Katharina hervor. „Ein Film ist doch nur eine Fiktion, es gibt unendlich viele Möglichkeiten eine Stadt verschwinden zu lassen – auf der Leinwand. Aber das macht man doch nicht in Wirklichkeit.“

„Ach nein? Wie machen Sie das denn?“, erkundigte er sich neugierig.

Zu den zahlreichen Unfällen, hupenden Autos und laut rufenden Menschen auf der Straße gesellten sich jetzt auch einige Polizei- und Feuerwehrfahrzeuge. Doch selbst die Sirenen klangen seltsam dumpf, so als befände sich das ganze Land unter einer Glocke. Was auch immer der Mann getan hatte, es hatte gravierend in das ganze Gefüge der Erde eingegriffen, und der Himmel mochte wissen, was sonst noch betroffen war.

„Wie meinen Sie das? Ich mache sowas natürlich gar nicht“, empörte sich Katharina. „Wo sind denn nun alle? Die Menschen, die Gebäude, Fahrzeuge, Krankenhäuser, die Sparrenburg, die Universität?“

„Na, weg!“, erklärte der Mann begann erneut wild herum zu hopsen. „Ich bin ein Genie, das muss nun auch der Professor anerkennen. Bielefeld ist weg, ausgelöscht, verschwunden! Kein Navigationssystem wird die Stadt finden, keine Landkarte kann sie anzeigen, niemand…“

„Verdammt, jetzt habe ich aber genug“, schimpfte Katharina, die das Gefühl hatte, einem Wahnsinnigen gegenüberzustehen. Genau das tat sie wahrscheinlich auch, sie musste also vorsichtig vorgehen. „Ihr Professor wird gar nichts anerkennen können, denn er ist ja nicht mehr da, um Ihr Experiment zu begutachten.“

„Ach, tatsächlich, daran habe ich gar nicht gedacht“, gestand der Mann ein und kratzte sich am Kopf. Dann lachte er. „Aber das macht auch nichts, ich habe es geschafft, und mir persönlich reicht das. Immerhin kann ich jetzt sagen, dass ich seine Behauptung, ich wäre eine absolute Niete, ad absurdum geführt habe. Eigentlich ist es mir völlig egal, was der Mann jetzt noch denkt.“

„Er denkt vermutlich gar nicht mehr. Der Professor ist weg, begreifen Sie das denn nicht?“

„Aber ja, er ist weg, und ich bin noch da. Ist das nicht toll?“

Katharina dachte daran, den Mann mit ihren eigenen Händen zu erwürgen, zu erstechen, oder wenigstens zu schütteln, bis er wieder etwas Verstand in den Kopf bekam, aber das war im Augenblick sicher die schlechteste Lösung. Sie zwang sich zur Geduld und einer ruhigen Stimme. „Sie haben da etwas ganz Tolles zustande gebracht, und sicher wird jeder Physiker auf der Welt mehr darüber wissen wollen. Sie sind ein Genie, niemand wird Ihnen diesen Titel streitig machen können. Ich erkenne Ihre großartige Leistung an, aber nun holen Sie alles wieder her.“

Abrupt blieb der Mann stehen. „Das kann ich nicht.“

Lähmendes Entsetzen kroch in der Frau hoch. „Was soll das heißen? Sie haben die Stadt verschwinden lassen, dann muss der Vorgang auch umkehrbar und vor allen Dingen nachvollziehbar sein, Physik, erstes Grundsemester.“

„Quatsch, dieser Vorgang ist unumkehrbar. Ich habe eine Raum-Zeit-Krümmung auf der Sparrenburg benutzt, die schon seit Jahrtausenden da ist, das haben Messungen ergeben. Aber ich kann doch keine neue Raumverwerfung erzeugen, wodurch der Vorgang rückgängig gemacht wird, dafür fehlen mir die technischen Voraussetzungen.“

„Woher haben Sie dann die technischen Voraussetzungen, um die Stadt verschwinden zu lassen. Das Vorhandensein einer Raum-Zeit-Krümmung allein reicht nicht aus, um sie zu aktivieren“, stellte sie etwas ratlos fest, während in ihrem Kopf die Gedanken rasten.

„Ich habe ein rechnerisches Modell benutzt, das habe ich dann zusammen mit dem Gerücht gekoppelt, eine physikalische Variation und mehrere Formeln erstellt und genau an dieser Stelle die richtige Formel eingesetzt. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell Erfolg haben würde, aber siehe da, ich habe es geschafft.“ Er begann wieder zu lachen, drehte sich um die eigene Achse und breitete die Arme aus. „Ich bin ein Genie, und kein Mensch kann mich jetzt wieder als Versager beschimpfen.“

„O doch“, erklärte Katharina schnell. „Wenn Sie den Vorgang nicht rückgängig machen, ist Ihr Experiment gescheitert, dann sind Sie ein Versager.“

Er stutzte, hielt inne und betrachtete die junge Frau abschätzig. „Wissen Sie was? Damit kann ich leben.“

Katharina schnappte nach Luft, und die näher kommenden Menschen, die das Gespräch teilweise gehört hatten, nahmen eine drohende Haltung ein.

„Meine Frau war in der Stadt, wo ist sie jetzt?“ – „Meine Eltern leben hier, die können doch nicht einfach weg sein.“ – „Was haben Sie mit meinem Freund gemacht?“ – „Wo sind meine Kinder?“

Es gab noch mehr und ähnliche Aussagen, und auch Katharina sah vor ihrem geistigen Auge die Freunde und Kommilitonen, die jetzt alle verschwunden waren.

Die Wolken zogen sich immer mehr zusammen, die Blitze zuckten in ununterbrochener Folge, und die Luft war so schwer, dass sie flüssig und sauerstoffarm in die Lungen kroch. Das schreckensbleiche Gesicht von Carina schockte die junge Frau am meisten, ihre Freundin war dem Wahnsinn nahe. Auch in den übrigen Menschen kam Panik auf, ansteckende Panik. Katharina, die Psychologie studierte, wusste, dass sie schnell etwas unternehmen musste, sonst würde aus dieser Gruppe von Menschen eine unberechenbare Horde Instinkt getriebener Wesen, die keine Kontrolle mehr über sich selbst besaß. Es durfte nicht geschehen, dass diese Meute sich dann auf den Mann vor ihr stürzte, er war ihrer Meinung nach der einzige, der das Phantom wieder beseitigen konnte. Aber auch sie kämpfte gegen die aufsteigende Panik. Wenn sie noch einige Sekunden wartete, dann würde sie sich auch nicht mehr kontrollieren können.

„Sie sind ja verrückt“, stieß die junge Frau hervor, die dagegen ankämpfte, laut zu schreien und um sich zu schlagen. Mit zwei Schritten befand sie sich bei dem Laptop, den der Mann benutzt hatte. Auch wenn sie selbst so gut wie keine Ahnung von den hyperphysikalischen Vorgängen hatte, die hier ausgelöst worden waren, so wollte sie doch nichts unversucht lassen. Mit einem Tastendruck rief sie das zuletzt benutzte Programm auf.

Doch in diesem Augenblick zerfetzte krachender Donner die dicke Stille, die sich an diesem Ort gebildet hatte. Katharina sah gerade noch einen Blitz genau vor sich herunterzucken, sie taumelte rückwärts und schrie unwillkürlich auf. Weitere Blitze zuckten herunter, dann wurde der Mann getroffen, der mit weit ausgebreiteten Armen förmlich darum gebettelt hatte, den Blitz aufzufangen. Übelkeit kroch in Katharina hoch, doch sie wandte den Blick nicht ab und sah dann mit Erstaunen, dass nicht plötzlich eine verkohlte Leiche vor ihr lag. Der Mann wurde von dem grellen Blitz förmlich aufgesogen, er verschwand in dem blenden Licht, das letzte, was sie hörte, war das gellende Gelächter, mit dem der Mann sein eigenes Verschwinden begrüßte.

Aber das Unheil war noch nicht vorbei, weitere Blitze schossen herunter, in einem eng begrenzten Bereich und mit ungeheuerlicher Intensität. Die Haut von Katharina brannte, die Elmsfeuer hüllten mittlerweile ihren ganzen Körper ein, dann schienen die Gewalten ein neues Ziel gefunden zu haben.

Der Computer wurde getroffen – und ein wahrer Weltuntergang setzte ein. Donner folgte auf Donner, es wurde stockdunkel, und der Boden bebte – mit einem lauten Schrei stürzte Katharina zu Boden und wurde bewusstlos.

„He, du Penntüte, aufstehen, was bildest du dir ein, mich im Schlaf zu hauen?“

Mit einem lauten Schrei fuhr Katharina auf. Sie befand sich in ihrem Zimmer zuhause bei den Eltern und sah das fröhliche Gesicht von Carina, die hier in dem breiten Doppelbett mit übernachtet hatte, damit die beiden jungen Frauen früh am Morgen gemeinsam zur Universität fahren konnten.

„Gott, ich hatte einen sagenhaften Traum“, erklärte sie und verzog sich ins Bad. Beim Frühstück erzählte sie ihrer Freundin von ihrem Traum und erntete Gelächter.

„Nicht schlecht. Aber so viel Glück haben wir nicht. Und wenn wir gleich nicht pünktlich in der Vorlesung sind, wird uns der Professor unseren eigenen Weltuntergang anschaulich darstellen.“

Die beiden Frauen verabschiedeten sich zuhause und fuhren los.

Wie immer war die Fahrt nach Bielefeld eine langweilige, nervtötende Tortur. Die Bundesstraße war voll gestopft mit Autos, in denen Leute saßen, die zur Arbeit oder zur Uni wollten, die einen Einkauf im Sinn hatten, oder vielleicht auch gar nichts. Zäh kroch die Autoschlange voran, wand sich durch Gütersloh, hielt vor Ampeln und fuhr wieder an, wobei ein paar ganz Gewitzte versuchten, den Abbiegestreifen zum Überholen zu nutzen. Der ganz normale alltägliche Wahnsinn also.

Doch dann näherten sich die Autos den ersten Ausläufern von Bielefeld, und alles wurde anders. Die Stadt schien wie vom Erdboden verschluckt.

Bielefeld war verschwunden!

-ENDE

Copyright (c) 2014 by Margret Schwekendiek / Grafiken by Lothar Bauer – Mit freundlicher Genehmigung.

Bildrechte: Coverillustration “SkurileGeschichten1.jpg ” (SKURILE GESCHICHTEN-SPIRALE-20110114083935-8edac2f8) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: http://saargau-arts.de/

Bildrechte: Cover-Apokalypsen.jpg © 2013 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: saargau-arts.de – http://saargau-arts.de/

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Bildrechte: Coverillustration “Überraschungsgeschichten-der-besonderen-Art1.jpg ” () © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: http://saargau-arts.de/

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BUCHTIPP DER REDAKTION:

Gibt es Bielefeld oder gibt es Bielefeld nicht? (Gebunden)
Wie die Wissenschaft eine ganze Stadt verschwinden lässt
von Halle, Karl-Heinz von

Verlag:  Eichborn Verlag
Medium:  Buch
Seiten:  159
Format:  Gebunden
Sprache:  Deutsch
Erschienen:  November 2013
Maße:  128 x 204 mm
Gewicht:  245 g
ISBN-10:  3847905465
ISBN-13:  9783847905462

Beschreibung
Seit zwanzig Jahren hält sich hartnäckig der Verdacht, dass es Bielefeld überhaupt nicht gibt. Anhänger dieser sogenannten Bielefeldverschwörung behaupten, dass uns die Existenz dieser Stadt von interessierter Seite nur vorgegaukelt wird. Um dieser Frage ein für alle Mal auf den Grund zu gehen, wurde eine Forschungsgruppe aus Kulturwissenschaftlern, Sportwissenschaftlern, Psychologen, Sexualwissenschaftlern und anderen Disziplinen gegründet. Ergebnis: Erstmals gelingt Top-Forschern der Beweis, dass es die Stadt wirklich nicht gibt. Eine beißende Satire über Wissenschaft, die mit großzügigen Forschungsgeldern ausgestattet alles beweisen kann!

Autor
Karl-Heinz von Halle ist ein Pseudonym. Der Autor ist Juraprofessor an einer deutschen Universität. Mit seiner Satire über die Bielefeldverschwörung nimmt er die Eitelkeiten von Professoren und ihr Streben nach wissenschaftlicher Anerkennung aufs Korn. Der Autor lebt in Berlin.

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10 Comments

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  1. Klasse Geschichte! Da sie so viele Genres anspricht, haben wir sie auch in so viele Anthologien unterbringen können! Das ist sie auch wert, wie ich finde.

    Was meint Community?

  2. Der Buchtipp ist zwar von 2013 aber nach meinem Anruf in der Pressestelle des Verlages hat man mir jedoch zwei HC davon zur Verlosung zugesichert. Ihr könnt Euch also darauf freuen und ich muß mir eine wirklich schwierige Gewinnspielfrage überlegen …;)

  3. Ja, war nett, ein bißchen zu lang für den Gag. 30% kürzer hätte die Story mehr Knack. Aber OK so.

    In diesem Zusammenhang möchte ich scherzhaft dem Buchtitel „Gibt es Bielefeld?“ einen Untertitel hinzufügen: „Wer braucht Bielefeld?“ 😉

    mgg
    galaxykarl 😉

  4. Wir Paderborner sind schon von klein auf vor der Bielefeld Verschwörung gewarnt worden. Selbst ich war schon da. Allerdings wird mir immer wieder unterstellt das mich fremde Wesen gekidnappted haben und mir eine falsche Erinnerung eingepflanzt haben. 🙂
    Absolut interessante, witzige Story. 😉

  5. Du wohnst in Paderborn, Petra? Mein Beileid, ich habe da auch fast 20 Jahre gelebt :-)). Die beiden Studentinnen haben damals tatsächlich in Bielefeld studiert und sich ebenfalls köstlich amüsiert. Die Bielefeld-Verschwörung wurde in diesem Jahr zum Stadtjubiläum sogar als Motto gewählt und war, bei den Wilsberg-Krimis im Fernsehen zum Beispiel, schon öfter Thema.

  6. Die Geschichte liest sich wie eine bizarre Mischung aus dem Philadelphia-Experiment und irgendeinem Mad-Scientist-Film. Der Plot ist natürlich alles andere als neu. Ich war mir beim Lesen nicht sicher, ob das Ganze nun eine Parodie oder ernst gemeint sein sollte.

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