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DER TOD DES PFAFFEN – Visionäre erotisch-obszöne Kurzgeschichte (Teil 3) von Günter Maria Langhaus (gekürzte Version)

DER TOD DES PFAFFEN

Visionäre erotisch-obszöne Kurzgeschichte (Teil 3)

von

Günter Maria Langhaus

(gekürzte Version)

(Zum vorherigen Teil)

Die Morgensonne erwärmte schon das kleine Zimmer in der Pension am Ortsrand, in der sie sich eingemietet hatten; Andreas blinzelte verschlafen in das helle Licht. Dagmar saß aufrecht neben ihm und starrte auf den blauen Himmel hinter der Glasfront; sie hatten vergessen den Vorhang zuzuziehen. Er richtete sich auf, kitzelte sie an ihrer Brust, sie zuckte zusammen, sah ihn an:

„Mann, ich habe vielleicht beschissen geschlafen!“ Und auf seinen fragenden Blick fuhr sie fort: „War ein fürchterlicher Traum!“

„Was hast du denn geträumt?“

„Ich habe mit dem Paffen gevögelt!“ Mit kritischem Blick beobachtete sie ihn von der Seite. Fand er es vielleicht unangebracht, dass sie nicht von Sex mit ihm geträumt hatte? Aber da es ein schlimmer Traum war hätte Andreas das bestimmt auch nicht gefallen wenn sie von Sex mit ihm geträumt hätte.

„Also, nicht so richtig“, fuhr sie fort, „ich war erregt, mein Unterleib feucht, kannst du dir das vorstellen?  ….“ ‚Was für eine blöde Frage‘, dachte er „….Ich hockte auf dem Grab von diesem Grimme, mein Speichel hat den Grabstein verätzt, aufgelöst. Seine Knochen klapperten leise unter mir, und dann sind sie einer nach dem anderen in mich eingedrungen, erst die kleinen, Rippen und so, das hat gekitzelt. Dann die größeren, von Armen und Beinen. Es war wie beim Sex, es hat mich weiter erregt, insbesondere wenn die dicken Enden dran waren, sie haben sich hin und her bewegt, immer tiefer rein bis ich sie aufgesogen habe, ganz in mich rein! Ich hab‘ dann jedes Mal einen Orgasmus gehabt – oder auch nicht – ich weiß es nicht mehr, es war so  – so – ich kann das gar nicht sagen: Sowas habe ich noch nie erlebt: Lust, Schmerz, Ekel und Abscheu und doch eine unglaubliche Gier. Und diese Geräusche! Schmatzen meiner Schleimhäute und Klappern der Gebeine!“

Sie schlug die Decke zur Seite, spreizte die Beine und schaute nach ihrem Unterleib.

„Ist da was drin?“ Sie beugte sich vor und tastete. Dann drehte sie sich zu ihm hin: „Sieh mal nach, ist da was drin?“ Ihr Ton wurde aufgeregter, ängstlicher. Andreas wollte sie in den Arm nehmen um sie zu beruhigen, aber sie wehret ihn ab:

„Guck jetzt nach!“

Also legte er sich zwischen ihre Beine und begutachtete sie, untersuchte alles genau, jedes Fältchen, er probierte mit der Zunge, nicht Auffälliges war festzustellen.

„Da ist nichts“, sagte er indem er seinen Kopf hob.

„Es war ein fürchterlicher Traum“, wiederholte sie.

„Nicht alles hast du nur geträumt. Schau dir bitte mal deine Knie an.“

Schrunden und Schrammen. Erst jetzt spürte sie den unangenehmen Schmerz, als wäre sie gefallen, Schürfwunden. Fragend sah sie ihm ins Gesicht.

„Wir waren tatsächlich an dem Grab von deinem Grimme. Dort haben wir es miteinander getrieben!“

„Kein Traum?“

„Der Sex auf dem Grab nicht, die Knochen und so schon.“

Platt ließ sie sich nach hinten fallen. Er legte sich neben sie, streichelte sie, nahm sie in den Arm. Sie wälzte sich noch einige Male hin und her, wurde allmählich ruhiger. An ihrer gleichmäßigen Atmung sah er, dass sie wieder eingeschlafen war.

Der Vormittag war schon fortgeschritten als sie wieder erwachten. Frühstück gab’s nur bis zehn, also los, raus aus dem Bett, duschen, zusammen natürlich. Bisschen Sex? Keine Zeit. Also blieb ihnen beiden nur die Vorfreude auf ein späteres Stündchen.

Als Dagmar ihren Slip anzog bemerkte sie, dass er sie beobachtete, dann schüttelte er den Kopf. Na gut, kein Slip, und wegen BH fragte sie ihn gar nicht erst. Auch er zog seine Jeans über seinen nackten Hintern, amüsiert betrachtete sie sein Bemühen seine Erregung unterm Reißverschluss zu verstauen.

Im Frühstücksraum standen mehrere Tische, die meisten waren noch mit benutztem Geschirr und Essensresten bedeckt, außer den beiden saß ein Pärchen an dem einen und zwei Herren, Vertretertypen, an einem anderen Tisch; die Bedienung brachte das Frühstück: Brötchen, Butter, Wurst und Käse, für jeden ein gekochtes Ei, und Kaffee natürlich.

Dagmar konnte sich nicht richtig auf das Frühstück konzentrieren, immer wieder hatte sie das Bild vor Augen, wie er vorhin seine Hose angezogen hatte; ihre Erregung konnte so nicht abflauen, was ihm auch nicht entgangen war: Deutlich zeigten sich ihre Brüste durch den dünnen Stoff.

„Setz dich mal grade hin“, forderte Andreas seine Freundin auf als er bemerkte, dass die Vertretertypen aufgestanden waren und nun langsamen Schrittes an ihrem Tisch vorbei zum Ausgang gingen. Dagmar folgte seiner Aufforderung, was ihre erotische Erscheinung noch deutlicher zur Geltung kommen ließ ließ.

„Ich komm mir so nackt vor“, flüsterte sie, drehte ihren Oberkörper aber dezent zu den Herren hin die ihre Augen nicht von ihr lassen konnten.

„Du bist auch fast nackt“, flüsterte Andreas zurück, „du kleiner Exi.“

„Ich bin kein Exi“, lachte Dagmar, „du wolltest doch, dass ich mich zeige.“

„Und, hat es dir Spaß gemacht?“

„Ja!!“

„Was tut sich bei dir?“, fragte sie nachdem sie lasziv den Kaffee geschlürft hatte.

„Ich – ich kriege allmählich ein Problem.“

„Ach ja? Und welches?“

„Ein Platzproblem.“

„Steh mal auf!“

Andreas folgte ihrer Anweisung. Die Ausbuchtung in seinem Schritt war nicht zu übersehen, und nachdem er sich wieder gesetzt hatte, spürte er ihren Fuß zwischen seinen Beinen.

„Ich will dich!“

„Jetzt sofort?“ fragte sie und atmete tief ein.

„Sofort!“

„Und wie willst du mich?“

„Ich werde deinen Hintern kneten wenn wir hier rausgehen. Hinter der Tür reiß ich dir die Hose runter, packe dich von hinten, zieh dich in die Hocke und während wir in unser Zimmer stolpern wirst du spüren wie ich dich bediene!“

Dirty talking. Ihr Unterleib begann zu schwimmen, seine Hose wollte zerreißen!

„Ich will dass du aufstehst in dem Moment, wenn die Bedienung deinen Teller abräumt“, baute sie noch eine Verzögerung ein, und er wusste sofort worauf sie hinaus wollte:  Die Beule in seiner Hose würde die Tischkante berühren!

Die Bedienung starrte auf seinen Schritt, dann zu Dagmar, diese reckte erneut ihren Oberkörper, ohne ein Wort ging die junge Frau und vergaß das Geschirr.

Zweimal hatte sie seine männliche Kraft spüren können bevor sie ins Zimmer taumelten, die Tür stieß er mit dem Fuß ins Schloss. Sie warf sich auf den Rücken, alles glitschig, zuckend,  sie bot sich ihm an, ihre Körper vibrierten, konnten es kaum aushalten.

„Tu es!“ keuchte sie, „bitte!“

„Gleich…,“ langgezogen, noch ein paar Sekunden! „Gleich …“

Einen spitzen Schrei konnte sie nicht unterdrücken, immer wieder  bäumte sie sich auf, schlug ihre Beine um seinen Rücken um ihn tiefer zu spüren, sie schwitzten, stöhnten, es wollte nicht aufhören, kein e Erlösung, noch nicht, es sollte dauern, endloser wilder Ritt, kein Wechsel der Stellung, keine Pause, alles wie im Wahn!

Sie lagen noch immer nassgeschwitzt und erschöpft auf dem Boden als es klopfte und zeitgleich wurde der Türdrücker betätigt: Die Reinigungskraft.

„Warten Sie“, rief Andreas und wollte aufstehen, aber Dagmar hielt ihn fest.

„Wir sind noch nicht fertig“, rief sie, „wir bleiben noch eine Nacht, dann können Sie morgen wischen.“

Erstaunt sah er sie an:“ Wir bleiben noch eine Nacht?“

Obgleich es auf dem Boden deutlich härter war als im Bett hatte sie keine Lust den Platz zu wechseln. Sie schmiegte sich an ihn, schlabberte den Schweiß von seiner Brust, suchte seine Lippen, zarter Kuss. Es war ihm klar, sie hatte noch nicht genug und wollte jetzt keine Unterbrechung bis heute Abend im nächsten Hotel.

„Ich kann hier noch nicht weg“, sagte sie leise, „er ist in mir.“

„Was?“ Andreas ahnte Böses! Hatte sie jetzt die Fantasie, der Pfaffe sei in ihr? In ihrem Unterleib? Er hob den Kopf, skeptisch sah er sie an.

„Du denkst jetzt, ich spinne, nicht wahr?“

„Ich – ich weiß nicht. Die Einbildungskraft soll bei manchen Menschen ja viel bewirken können. Dich hatte ich bisher eigentlich als sehr realistisch eingeschätzt, aber in diesem Punkt ist deine Fantasie wohl stärker.“

Sie rollte sich zur Seite, auf dem Rücken lagen sie nebeneinander. Schweigen.

„Ich wollte dich nicht kränken“, flüsterte er nach einer Weile in ihr Ohr und streichelte ihren Busen. Aber sie wehrte ihn ab, richtete sich auf und sah ihm in die Augen:

„Ich glaube auch, dass ich realistisch bin. Und ich glaube auch, dass ich nicht spinne! Als Kind und als Jugendliche habe ich eine Erziehung genossen, wie du sie dir wahrscheinlich nicht einmal im Traum vorstellen kannst. Der Einfluss der Kirche war allgegenwärtig, personifiziert durch den erzkonservativen Grimme. Nach meinem Dafürhalten grenzt es an Gehirnwäsche, was der mit uns gemacht hat. Und du kannst mir glauben, das sitzt! Da kannst du noch so oft rebellieren, provozieren, den Kopf einsetzen oder was auch immer: Deine Seele quält sich auch Jahre später noch im tiefen schwarzen Sumpf! Ich habe wirklich manchmal das Gefühl, verrückt zu werden und zwar dann, wenn die aufgeklärte Dagmar mit der unter dem Kreuz kämpft, zwei Personen, Schizophrenie! Nachts im Traum. Und Fantasien. Sie werden schließlich real, ich empfinde sie als real! Wie im Wahn habe ich es tatsächlich erlebt, wie meine Gedärme diesen widerlichen Grimme, dessen Gebeine, aufgesogen haben, gefressen haben, vernichtet haben! Dachte ich. Aber jetzt ist er in mir drin, ich glaube ihn zu spüren. Als wir es miteinander getrieben haben, habe ich ihn schreien hören, wenn du ihn gequält hast, versucht hast, ihn zu erdolchen. Und dein Saft ätzt ihm die Gebeine weg! Es hat meine Lust bis an den Rand des erträglichen gesteigert: Endlich! Endlich ist die Gelegenheit ihn zu Tode zu bringen!“

Sie zitterte am ganzen Körper, Tränen rannen über ihre Wangen, Andreas versuchte sie wegzuküssen, aber sie nahm den Kopf zur Seite.

„Ich weiß“, fuhr sie mit leiser Stimme fort, den Blick irgendwo in die Ferne gerichtet, „es ist nur Fantasie. Aber diese Fantasie ist auch ein Bestandteil von mir, und ich will sie endlich vernichten! Will diesen Teil meiner Persönlichkeit vernichten!“

Sie stand auf und ging zum Fenster. Er folgte ihr, streichelte sanft ihren Rücken aber sie stieß ihn weg. Ratlos setzte er sich auf’s Bett, betrachtete die schöne unbekleidete Frau, die ihren Blick zum Städtchen hinüber gleiten ließ, zum Kirchturm, der die großen Bäume weit überragte.

Er musste was tun. Das Falsche zu tun ist immer noch besser als gar nichts!

Er stand auf, näherte sich erneut um sie in den Arm zu nehmen, aber Dagmar drehte sich rum, packte seine Handgelenke, hielt ihn fest. Ihre Augen funkelten, kein Lachen, sie schien auf Krawall gebürstet, wobei er keine Idee hatte warum sie sich gegen ihn richtete. Er versuchte ihren Widerstand zu brechen und sie trotzdem zu umarmen, aber sie erhöhte den Druck, Kräfte messen! Verschwitzte Leiber dicht beieinander! Blitze in den Augen!

„Ich bin die Hexe“, fauchte sie, „die die Kirche früher gefoltert hat damit die Paffen sich dran aufgeilen konnten! Danach hätten sie mich auf dem Scheiterhaufen verbrannt!“

Und nach einer kurzen Pause in der sie ihr Kräftespiel intensivierten: „Ich bin besessen! Und weißt du von wem? Von dem geweihten Grimme, dem Inbegriff aller ach so christlichen Gnade! Und du könntest der Teufel sein, der diesen Engel mit dem Heiligenschein aus mir heraus treibt!“

Ihre Augen! Katzenaugen!

„Aber du willst es nicht!“ In ihrer Wut wollte sie ihn wegstoßen aber er hielt dagegen, sie kämpften, er warf sie aufs Bett, sie wollte aufspringen aber schon war er auf ihr, rittlings kniete er über ihrer Brust und fixierte ihre Arme hinterm Kopf. Seine Erregung kam zurück. Sie beobachtete es, stärker werdendes Zucken, und mit jedem Mal wurde er drohender, ihr Blick begann zu flackern, da war er vor ihr, der Stab der Erlösung, der Dolch, der die Heiligkeit aufspießen könnte, tiefe Stöße in das modrige Fleisch um es als Haschee für die Höllenbewohner zuzubereiten, gewürzt mit seiner kräftigen Soße, ätzenden Fontänen.

„Tu es!“ fauchte sie und versuchte sich aus seinem Klammergriff zu befreien was seine Erregung noch steigerte.

Es wäre wunderbarer Sex für ihn wenn er ihrer Anweisung jetzt einfach folgen würde, aber er wusste, dass da noch mehr war, konnte es noch nicht genau erkennen. Er würde ihnen beiden nicht nur einen heftigen Orgasmus verschaffen, er würde auch etwas vernichten, einen Tod herbei führen, er würde einen Teil von Dagmars Seele zerstören, er würde ihr Innerstes bearbeiten, Lust bereiten und gleichzeitig Schmerz, hart würde sein Dolch zustechen in die andere Seite ihrer Seele, ihr Odem würde entweichen, würde sich festkrallen an den schleimigen Häuten  ihrer Eingeweide, aber seine Säfte würde ihren Unterleib fluten, in jede Falte ihrer Vagina kriechen, die Ruach (so etwas wie der Hauch Gottes) würde verätzt, würde verbrennen, würde Dagmars Unterleib in Flammen setzen…

„Tu es endlich!“

Er sah sie vor sich, ihr nackter Leib, genagelt an das Kreuz, die sabbernde und hechelnde Kreatur im Pfaffengewand kroch gierig um sie herum, Schleim tropfte, sie gierten nach Befriedigung, gewaltig wölbte sich die Kutte des Pfaffen!  Sie wollten es, ja, beide wollten das! Der Pope sollte sie in den siebten Himmel stoßen, die glückseligste aller Glückseligkeiten erreichen, so war es doch versprochen all die Jahre…

„Tu es! Bitte, bevor es zu spät ist!!“ Ihre Stimme vibrierte, Erregung? Angst?

Quälende Sekunden vergingen, die spitze Zunge des Paffen schleckte an ihren Schenkeln, seine dünnen Finger grapschten nach ihrem Fleisch, seine Nägel hinterließen blutige Spuren, bohrten sich in ihre Brust, himmlische Gesänge begleiteten sein lüsternes Kichern, Weihwasser tropfte aus goldenen Bechern über ihre Haut, umspülte ihre Brüste, vermischte sich mit ihren Säften, der Pfaffe lüftete seine Kutte, leicht nach oben gebogen wippte seine Männlichkeit auf und ab, herzförmig nach vorne spitz zulaufend….

Dagmar begann zu keuchen, warf den Kopf hin und her, sie bäumte ihren Unterleib auf, öffnete sich und schlug ihre Beine wieder zusammen; „Tu es! Bitte, bitte, töte ihn bevor er mich tötet!“

Geifernd drehte sich der Pfaffe um, hämisch grinsend, er zuckte lüstern, dann widmete er sich wieder der Gekreuzigten indem er mit beiden Händen ihre Brüste grapschte, spitz begann er in ihrem Unterleib zu bohren, gleich wird er zustoßen, sie kann sich nicht wehren, gleitet hinüber in die Sphäre des Paffen  „ich will es“ haucht sie diesem zu – sie ist so weit weg. Andreas sucht ihre Augen, ein Hauch von Leere – dann wird sie ihn gewahr – da war es wieder, das Blitzen, die Hexe!

„Tu es!“ Ihre Stimme flehte, „bitte tu es jetzt, ich kann mich nicht mehr wehren!“

Andreas lockerte seinen Griff, wirr starrte er in die flackernden Hexenaugen, als er nach unten rutschte, offenbarte sich die teuflische Grotte, eingerahmt von wabernden Lippen, lüstern, gierig…

Ihr gellender Schrei ließ die Luft vibrieren, er wollte sie spalten, zerreißen, wollte die Eingeweide zerquetschen, Stoß! Stoß! Er spürte seinen Dolch, er bohrte sich tiefer und tiefer, verfolgte die andere Seele in den Höhlen ihres Unterleibs, die scharfe Spitze öffnete, zerschnitt, modriges Fleisch begann in hellen Tönen zu schreien, als würde ein quiekendes Schwein geschlachtet – ja! Ja! Das Blut des Pfaffen spritzte, er sah es vor sich, ekstatisch rammte er seinen Spieß immer weiter, immer härter in diese heilige Höhle, der Geweihte wand sich im Todeskampf, Stückchen für Stückchen säbelte der Dolch die Fetzen des heiligen Fleisches, ja, Haschee für die Höllenbewohner!

Ihr Körper tobte in wildem Kampf der Dämonen, die Erregung wollte ihren Leib bersten lassen. War es Erregung? Angst? Schmerz? Adrenalin des Kampfes? Mit den Händen zerrte sie am Kreuz, versuchte sich loszureißen, dämonisches Brüllen; sie spürte das Massaker des stoßenden Dolches, was ihre Wollust noch steigerte: Töte ihn, du Teufel,  töte ihn! Peitschenschläge des Satans! Wilder Ritt durch die Hölle, das Fegefeuer lässt sie brennen, und dann spürt sie es: Ätzender Saft spritzt, die Heiligkeit schrumpft zusammen, zerschmilzt im Schleim aus des Teufels mächtigem Spieß, des Pfaffen letztes Röcheln wird erstickt durch ihren erneuten gellenden Schrei, sie bäumt sich auf mit letzter Kraft, heftige, ruckartige Bewegungen, Andreas kann sich nicht halten, rollt zur Seite, ein gewaltiger Strahl ergießt sich aus ihrem Unterleib, wildes Zucken, Befreiung voller ekstatischer Lust!

Andreas lag quer auf dem breiten Bett, Kopf und Arme hingen über die Kante. Langsam kam er wieder zu sich wie aus langer Ohnmacht. Durch das Fenster konnte er die Sonne sehen, die sich langsam dem Horizont näherte. Mühsam hob er seinen Kopf, längs im Bett lag Dagmar, der rechte Arm gestreckt, der andere angewinkelt, ihre Brust hob und senkte sich ruhig, gleichmäßig, sie schien in einer anderen Welt. Er kniete sich neben sie, ihr Körper glänzte nass vom Schweiß, zwischen ihren Schenkeln hatte sich ein großer schleimiger Fleck in den Laken gebildet. Er küsst sie, leckt ihren Schweiß und bettet sich sanft an ihrer Seite.

Sie sind früh aufgebrochen; versonnen schaut Dagmar aus dem Seitenfenster des Autos, von der Umgehungsstraße hat sie einen letzten Blick auf die kleine Stadt, der Jahrhunderte alte Kirchturm erstrahlt in der Morgensonne, freundlich und schützend überragt er die geduckten Dächer des Ortes. Was er in den vielen Jahren schon alles gesehen haben mag? Seine dicken Mauern verbergen es, schweigend versteckt er seine Geheimnisse. Lächelnd stemmt sie ihre Füße gegen das Seitenfenster und bettet ihren Kopf auf seinem Schoß.

-ENDE-


Copyright (C) 2015 Text  by Günter Maria Langhaus. Ungekürzte Version(en) der Kurzgeschichte(n) finden sich unter http://www.gm-langhaus.de/html/kurzgeschichten.html

Bildrechte: “Psychogenese – Dem Wahnsinn auf der Spur” (Psychogenese5.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: http://saargau-arts.de/

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BUCHTIPP DER REDAKTION:

Die Reise nach Namibia (Kartoniert)
Erotischer Roman
von Langhaus, Günter Maria

Verlag:  Fouque (Frankfurter) Literaturverlag
Medium:  Buch
Seiten:  243
Format:  Kartoniert
Sprache:  Deutsch
Erschienen:  September 2014
Maße:  146 x 208 mm
Gewicht:  328 g
ISBN-10:  3837214834
ISBN-13:  9783837214833

Kurzbeschreibung
53 lange Tage liegen vor einem Paar, das sich von Deutschland aus mit dem Auto auf den Weg durch Afrika macht. Der Protagonist möchte nach kurzem Aufenthalt in Lübeck zurück nach Namibia. Doch welches Geheimnis hütet seine Begleiterin? Ist sie die Rühr-mich-nicht-an, als die sie sich immer gezeigt hat? Oder eine Nymphomanin, die ihre sexuellen Bedürfnisse nur schwer unter Kontrolle halten kann? Das enge Zelt, die Hitze Afrikas und die Schönheit dieses Kontinents lassen eine intensive Nähe entstehen, in der sich die beiden Stück für Stück offenbaren können. Psychisch wie physisch legen sie Hemmnisse ab, bis sie ihre Seelen und Körper vollkommen nackt voreinander zeigen. Schamlos und frei wird die Kommunikation zur Erotik und der Sex zur Sprache. Zärtlichkeit, Abgründe aus Wut und Gewalt sowie hemmungsloser Sex unterliegen keiner Zensur.

Autor
Günter Maria Langhaus wurde 1950 in der Nähe von Köln geboren, Abitur 1971, anschließendes Studium der Biologie und Landwirtschaft an verschiedenen Universitäten Deutschlands. Seine berufliche Tätigkeit als Berater ließ ihm immer wieder Zeit für längere Reisen, unter anderem in den arabischen Raum sowie in das südliche Afrika. Diese Reiseerlebnisse einerseits und die Erfahrungen der sexuellen Revolution Anfang der Siebziger andererseits waren entscheidende Faktoren, die ihn zu seinem Erstlingswerk „Die Reise nach Namibia“ inspirierten.

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  1. Andreas sucht mit der Zunge, ob Dagmar etwas in sich hat? Ich hätte direkt die Faust genommen. Dazu hätte sie zuerst ihre Scheide aufspreizen müssen mit den Finger und durch Kontraktionen im Becken die Scheidenwände auseinander drücken sollen, für bessere Einblicke 😉

    Die Frühstücksszene hätte ich weggelassen, dafür die restlichen Szenen besser ausgeformt, denn ich finde nicht, dass sie notwenidig für den Erfolg der gesamten Story ist.

    Das Ende finde ich etwas abrupt. Um die weniger moralisch flexiblen Menschen zu besänftigen hätte man die Geschichte als Traum enden lassen können oder einfach ein etwas komplexeres Happy End formen können.

  2. Nachtrag:
    Ihre Knie waren wund? Und ihr Oberkörper? Der dürfte doch auch ganz gut zugerichtet aussehen 😉

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