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DER LÖWE VON BURGUND – Leseprobe (Teil 2) Historischer Roman von Thomas Vaucher

DER LÖWE VON BURGUND

Leseprobe (Teil 2)

Historischer Roman

von

Thomas Vaucher

(zurück)

1446

In den Wäldern um Brüssel, burgundische Niederlande

»Welch vornehmer Vogel ist uns denn da in die Hände geflattert?«

Der Mann sah aus, als hätte er zeit seines Lebens in einem Erdloch gehaust. Das lange, ungekämmte Haar hing ihm verfilzt ins Gesicht, wo ein wilder Bart wucherte, durch den sich die ersten grauen Strähnen zogen. Ein löchriges, schmutziggraues Hemd, das einst weiß gewesen sein mochte, flatterte um seinen dürren Körper, und die Leinenhosen sahen aus, als stammten sie noch aus dem Hundertjährigen Krieg.

Außerdem stank der Mann, und er hatte einen fürchterlichen Mundgeruch. Bei jedem Wort, das er von sich gab, musste Karl sich zusammennehmen, um nicht erbrechen zu müssen.

Er rutschte ein Stück auf dem weichen Waldboden von ihm weg und sah sich gehetzt um. Sein Kopf dröhnte, und bunte Sterne führten vor seinen Augen einen irren Tanz auf. Der leicht süßliche und zugleich metallische Geschmack von halb geronnenem Blut erfüllte seinen Mund.

Er lag auf einer kleinen Lichtung, die von Sonnenstrahlen erhellt war. Die Strahlen ließen Staubteilchen sichtbar werden, die im schwachen Wind umherflatterten. Sein Pferd war nirgends zu sehen.

Wo die anderen bloß blieben? Er überlegte einen Moment lang, ob er nach Hilfe rufen sollte, entschied dann jedoch, dass dies unter der Würde eines jungen Prinzen wäre.

Der Kerl quittierte seinen hilflosen Blick mit einem hämischen Gelächter, in das sein Kumpan schallend einstimmte. Dessen kurzen Haare waren so unregelmäßig geschnitten, dass es ihm ein höchst verwahrlostes Aussehen verlieh. Ein Dreitagebart ließ auch sein Gesicht ungepflegt erscheinen, und die Kleider waren im selben Zustand wie die des ersten Mannes.

»Alleine dieses Gewand ist ein Vermögen wert, Ernaut«, ließ sich dieser nun vernehmen und strich vorsichtig, als hätte er Angst, es kaputt zu machen, über Karls vornehmes, dunkelrotes Wams, das mit Goldstickereien verziert war.

Karl schlug seine Hand beiseite und funkelte die beiden zornig an.

»Fasst mich nicht an«, zischte er mit bebender Stimme. »Mein Vater wird euch bei lebendigem Leibe die Haut abziehen, wenn ihr mir etwas antut.«

»Dein Vater?«, fragte der langhaarige Ernaut lauernd. »Wer ist denn dein Vater?«

»Herzog Philipp der Gute von Burgund«, antwortete Karl hochmütig.

Der junge Prinz hatte erwartet, dass der Name den beiden Strauchdieben derart Angst einflössen würde, dass sie sich umgehend aus dem Staub machten. Doch er hatte sich gründlich getäuscht.

Der Name rief zwar eine starke Reaktion bei den beiden hervor, jedoch war diese gänzlich anderer Art, als Karl es erwartet hatte.

»Sieh mal einer an«, sagte der Kurzhaarige und ließ pfeifend die Luft zwischen seinen Zähnen entweichen. »Herzog Philipp der Gute.« Das letzte Wort spie er beinahe aus. Seine Augen nahmen dabei einen harten Glanz an. Der andere kniff die Augen leicht zusammen, und Karl bemerkte erschrocken, dass er dabei auf einmal einen langen, leicht gebogenen Dolch in der Hand hielt.

»Sag mal, Milon«, sagte Ernaut ruhig, ohne den Prinzen auch nur einen Moment lang aus den Augen zu lassen, »ist das nicht derselbe Philipp der Gute«, auch er betonte den Namenszusatz sehr eigentümlich, »der deine Familie hat hinrichten lassen?«

»Ich glaube, du hast Recht«, zischte Milon und zog ein kurzes, sehr scharf aussehendes Messer aus seinem Gürtel hervor. »Ich denke, ich erzähle dir die Geschichte, Junge, damit du wenigstens weißt, warum ich dich umbringen werde.«

Karls Gedanken rasten. Langsam bekam er es nun doch mit der Angst zu tun. Diese Räuber wollten ihn umbringen, für etwas, was sein Vater ihnen offenbar angetan hatte!

Und dabei hatte der Tag so gut angefangen.

Der Hofstaat Philipps des Guten war frühmorgens zur Hochwildjagd ausgeritten. Sein Freund Adrian, der junge Schweizer, der seit einem Jahr am Hof weilte, hatte es zustande gebracht, ein fettes Wildschwein zu erlegen, und er, Karl, war leer ausgegangen. Als sie gerade zurückreiten wollten, da hatte er ihn gesehen.

Der Hirsch war riesig gewesen. Noch nie hatte Karl solch ein großes Tier dieser Gattung erblickt. Die kräftigen Schulterblätter befanden sich beinahe auf derselben Höhe wie die seines Pferdes. Das Geweih ragte lang und verwinkelt in die Höhe, und Karl meinte, den König des Rotwilds zu erblicken.

Der Hirsch starrte Karl direkt in die Augen, und bevor er reagieren konnte, senkte das Tier den Kopf, drehte sich um und stürmte davon.

Karl schrie enttäuscht auf, gab seinem Pferd die Sporen und nahm die Verfolgung auf. Er hörte, wie sein Vater ihm etwas zurief und wie sich einige Pferde in Bewegung setzten, wohl, um ihm zu folgen, doch er blickte nicht zurück. Er schaute nach vorne, dorthin, wo der große Hirsch verschwunden war.

Wenn er dieses Tier erlegen konnte, war ihm großer Ruhm gewiss. Das Geweih dieses Geschöpfes würde sich gut in seinem zukünftigen Thronsaal machen, dachte er lächelnd und trieb sein Pferd zu größerer Eile an.

Er hörte, wie ihm jemand etwas zurief und zu fluchen begann, dann wurden die Geräusche hinter ihm leiser. Den Hirsch hatte er nicht mehr erblickt, doch er konnte spüren, dass er ihm nach wie vor auf der Spur war.

Weiter preschte er durch den Wald. Vorbeipeitschende Äste schrammten über seine Wangen und rissen Löcher in sein vornehmes Jagdgewand, doch er merkte es kaum. Die Verfolgungsjagd kam ihm schien endlos vor. Längst hatte er seine Jagdgefährten abgeschüttelt, doch das war ihm egal. Sein Vater mochte noch so wütend sein, wenn er die Beute erblickte, würde er vor Stolz übers ganze Gesicht strahlen.

Karl lächelte bei dem Gedanken, und dann passierte es.

Ein herunterhängender Ast traf ihn ins Gesicht und schleuderte ihn rücklings vom Pferd. Für einen kurzen Moment wurde ihm schwarz vor Augen. Als er die Augen wieder öffnete, blickte er in das dreckige Grinsen des bärtigen Ernaut, der einen langen Knüppel in der Hand wog.

Der »Ast«, der ihn vom Pferd geschlagen hatte, ging es Karl durch den Kopf.

»… und dann hat er sie alle hinrichten lassen«, schloss Milon und riss Karl damit in die Wirklichkeit zurück. Milon setzte Karl das Messer an den Hals. Seine dunklen Augen blickten ihn hasserfüllt und kalt an.

»Er hat mir meine Liebsten genommen, und nun nehme ich ihm den seinen«, sagte er und kicherte böse. Sein Messer senkte sich auf die Höhe von Karls Brust, und er holte aus.

»Halt!« Die Stimme, die vom Rand der kleinen Lichtung her ertönte, war hell und fest.

Überrascht drehten sich die beiden Strauchdiebe und Karl um.

Ein groß gewachsener, blonder Knabe von vielleicht zwölf Jahren stand unter dem grünen Blätterdach, einen Bogen in der einen und einen Pfeil in der anderen Hand. Der Bogen war fast ebenso groß wie der Jüngling selbst. Er trug ein Wams aus feinstem, hellem Leder, hellblaue Beinkleider, hohe Stiefel aus Hirschleder, einen grünen Umhang und ein schwarzes Barett, das von einer blauen Straußenfeder geschmückt wurde.

»Adrian«, entfuhr es Karl, »geht weg, sonst bringen sie Euch auch noch um.«

Milon, das Messer immer noch erhoben, war in seiner Bewegung erstarrt und schaute unschlüssig auf den Neuankömmling, während Ernauts Lippen von einem aufgesetzten, spöttischen Lächeln umspielt wurden.

»Hör auf deinen Freund, Junge, und mach dich aus dem Staub«, zischte er, »sonst bist du der Nächste, den wir aufschlitzen. Oder willst du uns auch mit deinem Vater drohen?«

»Was euch Herzog Philipp antun wird, ist nichts im Vergleich zu dem, was ihr vor Gott verantworten müsst, wenn ihr einen dreizehnjährigen, unschuldigen Jüngling umbringt«, sagte Adrian mit fester Stimme.

Ernaut erbleichte, wich einen Schritt zurück und setzte zu einer wütenden Entgegnung an, doch Milon, dessen Hand zu zittern begonnen hatte, kam ihm zuvor.

»Vielleicht hat er Recht, Ernaut«, meinte Milon verstört, »wir sollten das nicht tun.«

»Bist du verrückt?«, zischte Ernaut. »Du wolltest doch deine Rache! Schlitz den Prinzen auf, ich kümmere mich um den Gecken da.«

Drohend schritt er auf Adrian zu, während Milon unsicher zwischen Karl und seinem Gefährten hin und her schaute.

Adrian legte langsam, aber ohne zu zögern, den Pfeil auf die Sehne, spannte den Bogen und zielte auf Ernauts Brust.

»Keinen Schritt weiter«, sagte er ruhig, »oder du wirst deinem Schöpfer früher gegenübertreten, als dir lieb ist.«

»Glaubst du etwa, du kannst mich mit dem Spielzeug da aufhalten?«, sagte Ernaut spöttisch.

»Ich glaube an Gott«, sagte Adrian mit klarer und heller Stimme. »Und ich glaube nicht, dass ich dich aufhalten kann, ich weiß es.«

Der Junge sagte dies mit solch einer Entschlossenheit, dass Ernaut unwillkürlich stehen blieb. Er blickte dem Jüngling in die blauen Augen. Diese hatten einen harten, stolzen Glanz angenommen, und Ernaut schauderte. Er spürte, dass der Junge seine Worte ernst meinte und dass er fähig war, den Pfeil auf ihn abzuschießen.

»Lass uns gehen«, sagte Milon hinter ihm mit zitternder Stimme, »das Ganze gefällt mir nicht.«

Ernaut knurrte unwillig, doch er wich langsam zurück, bis er auf Milons Höhe war. Dann versetzte er Karl einen Fußtritt in den Magen.

»Grüß deinen Vater von mir«, zischte er, und dann verschwanden die beiden im Wald.

Adrian blieb noch einen Moment lang mit gespanntem Bogen stehen und beobachtete aufmerksam den Teil des Waldes, wo die beiden Wegelagerer verschwunden waren. Dann ließ er den Bogen sinken und rannte zu Karl. Dieser hatte sich in der Zwischenzeit aufgerappelt und sich den Dreck von den Kleidern geklopft.

»Ich werde veranlassen, dass mein Vater die beiden suchen und hängen wird«, zischte Karl wütend. »Euch jedoch bin ich zu Dank verpflichtet, mein Freund. Ihr habt mir das Leben gerettet. Sagt mir, wie ich mich bei Euch erkenntlich zeigen kann.«

Adrian blickte in das erregte Antlitz des Prinzen, und plötzlich verschwamm die Sicht vor seinen Augen. Ihm wurde leicht schwindlig, und er sah nun nicht mehr seinen Freund vor sich, sondern das Toben einer verbissenen Schlacht. Tausende Soldaten drangen aufeinander ein, schlugen sich die Köpfe ein, spießten einander auf oder spalteten sich den Schädel. Er sah burgundische Kämpfer, die eine Stadt berannten, deren Mauern auf einer Seite dem Erdboden gleichgemacht war. Er kannte diese Stadt, doch das Bild war zu verschwommen, als dass er sie hätte benennen können. Doch er sah, dass es Schweizer waren, die versuchten, die Stadt zu halten und die Burgunder zurückzudrängen, und dies machte ihm Angst.

Und inmitten dieser tobenden Schlacht kämpfte ein Dutzend riesiger, schwarz gepanzerter Ritter, unter deren wirbelnden Klingen die Eidgenossen fielen wie Blätter im Sturm.

Adrian lief es eiskalt den Rücken herunter, als er die schwarzen Teufel wüten sah. Er wollte die Augen verschließen, doch es ging nicht. Er schien die Kontrolle über seinen Körper verloren zu haben.

»Was habt Ihr, mein Freund?« Karl runzelte leicht verwirrt die Stirn.

Die Stimme seines Freundes brach den Bann, und das Schlachtfeld machte wieder dem Gesicht des jungen Burgunderprinzen Platz. Die Vision war so schnell verschwunden, wie sie gekommen war.

»Es ist nichts«, antwortete Adrian etwas zu schnell. »Wenn Ihr Euch bei mir erkenntlich zeigen wollt, dann verschont die beiden unseligen Gesellen. Vergesst, was geschehen ist, und lasst sie von dannen ziehen.«

Karls Stirnrunzeln vertiefte sich noch mehr.

»Ich soll so tun, als ob nichts geschehen wäre? Ich soll sie am Leben lassen?« Sein Gesicht rötete sich vor Zorn, doch dann entspannten sich seine Züge, und ein Grinsen stahl sich auf sein Gesicht. »Das sieht Euch ähnlich, Adrian. Ihr solltet Priester werden, nicht Ritter.«

Lachend schlug er ihm auf die Schulter.

»Ich werde Euren Wunsch überdenken, Adrian.«
.

(weiter)

Copyright © 2010 by Thomas Vaucher

Vaucher, Thomas – Autorenporträt

Bildrechte: “Waffentod – Im Meer der Zeiten” (Waffentod41.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

STIMMEN UND BESTELLMÖGLICHKEITEN ZUM VORLIEGENDEN ROMAN:

Der Löwe von Burgund

Historischer Roman von T. Vaucher
Hardcover mit Schutzumschlag, 360 Seiten
Erschienen bei Stämpfli Verlag, August 2010
ISBN 978-3-7272-1304-5

Signiertes Exemplar direkt beim Autor bestellen

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei Libri.de
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STIMMEN ZUM VORLIEGENDEN ROMAN:

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www.hysterika.de

Zu den jungen Schweizer Autoren gehört auch der 1980 geborene Thomas Vaucher, der hauptberuflich als Lehrer tätig ist, sich aber der Musik, dem Theater und seit kurzem auch der Literatur widmet. Seine Kurzgeschichte „Tyrions Wacht“ erreichte den 2. Platz in der Kategorie Beste Deutschsprachige Kurzgeschichte beim Deutschen Phantastik Preis 2009.
Der gebürtige Freiburger legt nun nach der Publikation mehrerer Kurzgeschichten und Heftromanen im Bereich Fantasy/SF mit „Der Löwe von Burgund“ seinen ersten historischen Roman vor und zeigt damit, dass auch die Schweiz über historische Stoffe verfügt, die sich durchaus für einen Film eignen würden:
Als der junge Adrian von Bubenberg dem Grafen Karl von Charolais am burgundischen Hof das Leben rettet, legt er dabei den Grundstein für eine ewige Freundschaft. Doch durch widrige Umstände stehen sich die beiden dreißig Jahre später bei Murten auf dem Schlachtfeld gegenüber. Während der Stern Karls des Kühnen unaufhaltsam sinkt, beginnt die glorreiche Zeit der Eidgenossen, denn Adrian von Bubenberg ist gewillt sein Leben für deren Freiheit aufs Spiel zu setzen…
„Der Löwe von Burgund“ erzählt die Geschichte vom Aufstieg und Niedergang des burgundischen Reiches unter Karl dem Kühnen im 15. Jahrhundert. Doch es ist auch die Geschichte von Rudolf Stalder und Georg Wyler, zwei Berner Soldaten, die in die Wirren der Burgunderkriege geraten und letztendlich das Schicksal ganz Europas mit verändern.
In szenenartigen Ausschnitten aus dem Leben der Hauptfiguren fügt sich für den Leser nach und nach das Bild einer Epoche zusammen. Baustein um Baustein baut Vaucher die Intrige auf, welche mit dem Gegenüberstehen des Grafen Adrian von Bubenberg und Karl dem Kühnen ihren Höhepunkt erreicht. Dabei geht der Autor sehr vorsichtig vor, orientiert sich immerzu an gut recherchierten, historischen Begebenheiten, welche er in die Geschichte einzufließen weiß ohne dass sie der Erzählung in irgendeiner Form schaden. Auch in den eingewobenen, erfundenen Handlungssträngen wie zum Beispiel dem Duell zwischen Friedrich und Karl um dessen Aufnahme in den Orden des Goldenen Vlieses, beweist der Autor sehr viel Fingerspitzengefühl und Liebe zum Detail. „Der Löwe von Burgund“ ist eine der guten Überraschungen in diesem Herbst und trumpft durch einen erfrischenden Schreibstil und einem gut durchdachten Aufbau der Handlung.

Das gebundene Buch wird durch Schlachtpläne, Namensverzeichnis, Ortsverzeichnis, Worterklärungen und Literaturhinweisen sehr gut ergänzt. Einzige Beanstandung trifft in meinen Augen der hohe Preis ( 28 €/ CHF 44.– ), welcher mir in Anbetracht der gerade mal 360 Seiten unangebracht erscheint.

Fazit: Es handelt sich um eine historische und abwechslungsreiche Geschichte, welche sich wie ein guter Roman lesen lässt. Wer sich für diese Epoche interessiert, wird wohl nicht um dieses Buch herum kommen. Ich freue mich bereits, den Autor auch im Fantasy Bereich lesen zu dürfen. Laut meiner Anfrage hat er bereits so seine kleine Idee, was als nächstes kommen wird. Für all diejenigen, welche mehr über ihn erfahren möchten, verweise ich auf seine Homepage http://www.thomasvaucher.ch/

4.Oktober 2010 Jean-Pascal Ansermoz

www.leser-welt.de

Die Grundidee der Handlung
Die Geschichte Karls „des Kühnen“, des letzten großen Herzogs von Burgund, ist eine Geschichte von Kriegen, Blut und Tränen, die der übergroße Ehrgeiz dieses Fürsten über halb Europa gebracht hat. Den Traum seiner Vorfahren, das alte Königreich der Burgunder wieder zu errichten, versuchte er zu verwirklichen, indem er buchstäblich über Leichen ging. Dass er letztendlich scheiterte, ist der Tapferkeit der „Eidgenossen“ zu verdanken, die sich ihm entgegenstellten und mit unglaublichem Einsatz um ihr Vaterland und ihre Freiheit kämpften.
Der Autor, als Angehöriger dieses Volkes, stellt den heldenhaften Kampf seiner Landsleute in den Mittelpunkt dieses Buches. Sehr genau recherchiert und hervorragend erzählt, breitet er vor dem faszinierten Leser einen bunten Bilderbogen des 15ten Jahrhunderts aus.

Stil und Sprache
Dieses Buch handelt in erster Linie von Kampf und Tod. An Blut, Wunden und Sterben gibt es nichts zu beschönigen und so erzählt Thomas Vaucher sehr authentisch und detailliert, aber ohne Effekthascherei von den Schlachten seines Volkes gegen den scheinbar übermächtigen Eroberer und Eindringling Karl von Burgund. Man steht naturgemäss auf der Seite der – vermeintlich – Schwachen und fiebert mit den „Eidgenossen“ bei ihrem Kampf um Heimat und Freiheit mit.
Obwohl der Ausgang dem historisch bewanderten Leser bekannt ist, schafft es der Autor dennoch, den Spannungsbogen so hoch zu halten, dass einem die Schilderungen an manchen Stellen schier unerträglich erscheinen. Die Sprache ist sehr plastisch und bildhaft, manche Situationen hat man buchstäblich vor Augen und wendet sich dann auch mitunter schaudernd ab. Bezüglich einiger Redewendungen muss man allerdings berücksichtigen, dass dieses Buch von einem Schweizer geschrieben wurde und von daher manche Begriffe im Deutschen wohl etwas anders ausgedrückt worden wären.

Die Handlung ist in Prolog, Epilog und vier Teile unterteilt, deren erster über einen Zeitraum von fast 30 Jahren einen Einblick in Karls Leben bietet. Die übrigen Teile umfassen zusammen die beiden letzten Lebensjahre des Herrschers und schildern seine größten Niederlagen auf dem Schlachtfeld und seinen Untergang und Tod.

Figuren
Die meisten der Hauptfiguren sind historisch belegt und haben auch so oder ähnlich gehandelt, wie Thomas Vaucher es schildert. Eventuelle Abweichungen sind im Nachwort erklärt und begründet.
Im Mittelpunkt steht natürlich Karl der Kühne, Herzog von Burgund und Herrscher über eine Vielzahl von weiteren Ländereien, die aber immer noch nicht ausreichen, seinen unersättlichen Ehrgeiz zu befriedigen. Seinem Ziel, einer eigenen Königskrone, ordnet er sein ganzes Streben unter und opfert sogar sein Familienleben dafür. Frau und Tochter spielen nur eine untergeordnete Rolle, lediglich sein Halbbruder Antoine ist ihm nah, da er selbst Soldat ist und seinen Bruder und Fürsten auf seinen Feldzügen begleitet. Karls wirkliche „Familie“ sind die Ritter vom Goldenen Vlies, seine Gefährten und Beschützer in den vielen Schlachten, die ihn aber am Ende nicht vor Verrat und Tod bewahren können.
Über Karls Gegner, den französischen König Ludwig XI. ist sicher einiges bekannt. Auch er ist sehr gut beschrieben. Die Anführer der Schweizer „Eidgenossen“ werden hier aber endlich auch einmal beim Namen genannt, bekommen Gesichter und Geschichten, allen voran Adrian von Bubenberg, der Verteidiger von Murten. Thomas Vaucher schildert die Situation seiner Landsleute zur damaligen Zeit sehr eindringlich und ihre Motive und Gefühle wirklich nachvollziehbar.

Aufmachung des Buches
Das dunkelblaue Hardcover zeigt auf den beiden Innenseiten einen detaillierten Kartenausschnitt der Ländereien Karls des Kühnen von Burgund und seiner Nachbarn. Über die gesamte Breite des Schutzumschlages erstreckt sich ein Gemälde des Panoramas der Schlacht von Murten von Louis Braun (von 1893), auf dem vorne in großen roten Buchstaben der Titel prangt. Der umfangreiche Anhang enthält eine Danksagung des Autors, mehrere Schlachtenpläne, ein Namens- und ein Ortsverzeichnis, ein Glossar sowie Literaturhinweise und eine sehr detaillierte Inhaltsangabe. Diese wirklich gelungene Aufmachung lässt den doch recht „üppigen“ Preis des Buches in einem etwas besseren Licht erscheinen.

Fazit
Thomas Vaucher ist ein sehr gut recherchiertes, spannendes Buch gelungen, das dem historisch interessierten Leser einen sehr guten Einblick in die Zeit des ausgehenden Mittelalters und der letzten Ritter bietet.

Wertung: 4.5/5

Rotraud Tomaske

www.literatopia.de

Historische Fakten in eine Romanform zu pressen ist immer ein gewagtes Unternehmen. Der Stoff kann schnell trocken werden, manchmal gibt es nicht genügend Informationen, so dass die dichterische Freiheit eine Rahmenhandlung benötigt. In einem ausführlichen Nachwort belegt Thomas Vaucher die historischen Fakten und erläutert, was er dazu erfunden hat. Man ist erstaunt, denn eigentlich hätte sich alles genauso abspielen können, wie er es beschreibt. Historisch belegt und in einen angenehmen Stil gepackt liegt die Lebensgeschichte von Karl dem Kühnen vor uns, des späteren Herzogs von Burgund. Seinen Beinamen bekommt er aufgrund eines Duells, welches er im Alter von 14 Jahren herausfordert. Er lässt seinen Gegner und sich ein Jahr Zeit, ein Jahr, um kämpfen und das Ritterhandwerk zu erlernen. Dazu engagiert sein Vater den zu dieser Zeit besten Ausbilder, den er finden kann, den Ritter Jacques de Lalaing. Dieser wird nicht nur Karls Ausbilder, sondern steht ihm auch im weiteren Leben treu zur Seite. Karl gewinnt das Duell und weil er so kühn war, einen wesentlich älteren und erfahrenen Ritter herauszufordern, hieß er fortan nun Karl der Kühne.
Natürlich gibt es viel Krieg zu dieser Zeit. Herzöge, Könige und Kaiser gieren nach Macht und Anerkennung, nur wer viele Länder regiert, ist wirklich einflussreich. Zu dieser Zeit wurde auf dem Schlachtfeld noch Mann gegen Mann eingesetzt, die ersten Kanonen traten allerdings da schon ihren verheerenden Siegeszug an. Zum Glück ergießt sich der Autor nicht in endlosen Beschreibungen der einzelnen Schlachten, aber man bekommt viel von Taktik und Vorbereitung mit. Das Verständnis für einzelne Handlungsweisen wird immer größer, Machtinhaber werden in Korsette gepresst, die bestimmte Konsequenzen nach sich ziehen. Eindringlich wird beschrieben, wie Karl so manche Befehle geben muss, die er lieber nicht erteilt hätte. Auch er ist der Gruppendynamik ausgesetzt, zwar bestraft er kategorisch die Soldaten, die sich im widersetzten, der Schaden ist dann schon angerichtet. Schlechte Nachrichten verbreiten sich nachhaltiger als Gute, will Karl seine Macht erhalten, muss er unermüdlich agieren, reagieren und sich neue Taktiken ausdenken. Er wird verraten und hintergangen, mancher Freund entpuppt sich im Nachhinein als Feind. Nichts Ungewöhnliches allerdings in diesen Regierungskreisen, wer hier ganz oben steht, ist einsam und äußerst wachsam. Wahre Freunde sind selten, umso erfreulicher, dass wir hier auch die Geschichten einiger Männer erfahren, die Karl ihr Leben lang begleitet haben. Der Mensch Karl steht eindeutig im Vordergrund, seine Gedanken und Gefühle wirken authentisch.
Thomas Vaucher gelingt es immer wieder, den doch manchmal drögen Stoff durch kleine Anekdoten aufzulockern. Wegbegleiter und Widersacher Karls werden vorgestellt, ihre Gedanken und Handlungen erzählen Geschichten hinter der Geschichte. Manche begleiten Karl nur kurz, andere wiederum ihr Leben lang. Romantische Gefühlsaufwallungen sucht man hier allerdings vergebens, Karls Liebe zu seiner verstorbenen Frau steht nie außer Frage, leider erfährt man recht wenig von zwischenmenschlichen Beziehungen. Vielleicht haben Eheleute zu dieser Zeit sowieso recht wenig geredet, Frauen in den höchsten Kreisen wurden politisch verheiratet, Gefühle durften sie sich nicht erlauben. Man merkt dem Autor seine Fachkenntnis an, seine Schreiblust und sein Talent, Fiktives mit Realem zu vermischen und eine höchst interessante Beschreibung über das Leben eines realen Menschen abzugeben. Ein Stück Geschichte wird hier hervorragend aufgearbeitet, leicht zu lesen für Interessierte. Allerdings sollte man sich vorher im Klaren sein, dass es viel Kriegsgeschehen gibt, viel Leid, Tod, Blut und Gräueltaten. Das Buch selbst ist von hervorragender Qualität, es ist großformatiger als andere Hardcover und eng bedruckt, versehen mit Karten, Schlachtplänen, Namen- und Ortsverzeichnis. Das geschmackvolle Cover ergänzt das Gesamtbild vortrefflich, man merkt die Liebe zum Detail. Lediglich der Preis erschlägt ein bisschen.

Fazit

Mit viel Liebe zum Detail hat sich Thomas Vaucher ein Stück Geschichte herausgesucht, welches er anhand des Lebens einer Person mit einer gelungene Mischung von Realität und dichterischer Freiheit aufleben lässt. Bildhaft gewaltige Sprache, vermischt mit realistischen Schilderungen des Alltags im 15. Jahrhundert lassen eine Zeit auferstehen, in der Gewalt und Tod zum alltäglichen Wahnsinn gehören. Kriege wurden noch per Hand ausgetragen, derjenige, der seine zur Verfügung stehenden Streitkräfte gewitzter einsetzen konnte, gewann, sofern er nicht durch Verrat hintergangen wurde.

Pro und Contra

+ angenehmer Schreibstil
+ gelungene Mischung aus Fiktion und Realität
+ stimmige Atmosphäre
+ hervorragend recherchiert
+ bekannte Charaktere
+ Geschichte zum Anfassen

o viel Kriegsgeschehen
o wenig Zwischenmenschliches

– zum Schluß ein bisschen zuviel Krieg
– hoher Preis
– ein Fitzelchen mehr Romantik wäre schön gewesen

Wertung: 4/5

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 3/5

Patricia Twellmann, 26. März 2011

www.buecherperron.ch

Thomas Vaucher erzählt in Episoden von prägenden und geschichtsträchtigen Ereignissen aus dem Leben Karl des Kühnen, dem Herzog von Burgund. Wir lernen Karl als Herrscher kennen, der immer versucht, moralisch richtig zu handeln, dabei aber, auch auf Grund seiner temperamentvollen Art, oftmals kläglich scheitert. Bereits im ersten Kapitel treffen wir auf Adrian von Bubenberg aus Spiez, der einen Teil seiner Jugend am Burgundischen Hof verbringt. Später begegnen wir König Ludwig von Frankreich und weiteren wichtige Personen aus der Zeit zwischen 1446 bis 1477. Bald kommen auch die Eidgenossen ins Spiel, indem sie brutal in die Waadt einfallen, fordern sie Karl heraus. Dieser erscheint mit einem riesigen Heer vor den Toren Grandsons, danach nimmt die Geschichte ihren Lauf. Wir Leser erleben ab hier die weiteren Geschehnisse hautnah aus der Sicht von zwei Oberländer Soldaten mit.

«Bei Grandson das Gut, bei Murten den Mut und bei Nancy das Blut», wir alle haben es gelernt, doch noch nie war Schweizer Geschichte so spannend wie in diesem Roman. Obwohl die Brutalität der vielen Schlachten beim Lesen oftmals nur schwer zu ertragen ist, lohnt es sich, durchzuhalten. Sympathisiert man anfangs noch mit Karl, beginnt das Herz, spätestens als Stalder und Wyler, die beiden Oberländer in Aktion treten, eindeutig für die Eidgenossen zu schlagen.

Buchbesprechung von Regula Fankhauser

www.histo-couch.de

„Vom Aufstieg und Fall Karls des Kühnen“

von Carsten Jaehner
Karl von Charlois ist noch ein junger Mann, als ihm Adrian von Bubenberg im Jahr 1446 das Leben rettet. Karls Vater ist Herzog von Burgund, und Karl wird einstmals dessen Titel und Ländereien erben. Karl erkämpft sich den Titel eines Ritters vom Goldenen Vlies, deren Anführer er einst sein wird, und im Duell verdient er sich seine Mitgliedschaft als Sieger im Kampf.
Adrian Bubenberg ist Schweizer, und er und Karl sind zwar Freunde, hoffen allerdings, sich nie im Kampf auf dem Feld begegnen zu müssen. Adrian verlässt den Hof von Burgund, und als Karls Vater stirbt, tritt Karl dessen Nachfolge an. Schon bald wird er durch sein kühnes, wenngleich auch brutales Vorgehen in Schlachten Karl der Kühne genannt, und unter diesem Namen wird er berühmt und berüchtigt und sein Heer gilt als unschlagbar. Dies liegt auch und vor allem an der Kampfkraft seiner Ritter vom Goldenen Vlies.
Ein über ihn ausgesprochener Fluch besagt, dass er sich selbst durch seine Befehle zu Fall bringen wird. Karl schenkt diesem Fluch keine Beachtung, und zunächst scheint ihm das politische Geschehen auch Recht zu geben. Er ist ein erfolgreicher Heerführer, schmiedet Bündnisse wie mit dem französischen König Ludwig XI. und gewinnt eine Schlacht nach der anderen. Doch dann steht ihm auf dem Schlachtfeld Adrian von Bubenberg gegenüber …

Grosse Zeitsprünge

Der Debütroman des schweizerischen Autoren Thomas Vaucher beschäftigt sich mit einer – aus Sicht der Eidgenossen – erfolgreichen Episode der eigenen Geschichte, nämlich dem erfolgreichen Kampf gegen die Angriffe der Burgunder und somit ihres Anführers Karls des Kühnen, der zuvor jahrelang als unschlagbar galt. Dabei umfasst die Erzählung 21 Jahre, die mit dem unspektakulären Tod Karls (auf dem Schlachtfeld) und somit der vernichtenden Niederlage der Burgunder in der Schlacht bei Nancy endet.
In vier Großkapitel unterteilt der Autor seinen Roman, wobei nicht wirklich klar ist, warum er diese Einteilung gewählt hat. Das liegt wohl hauptsächlich daran, dass die einzelnen Erzählteile des öfteren durch größere Zeitsprünge voneinander getrennt sind und sich somit nicht immer ein einheitlicher Lesefluss einstellen kann. So lässt der Autor seinen Figuren auch keine kontinuierliche Entwicklung angedeihen, sondern immer nur Bruchstücke aus den jeweiligen Biografien, was den Leser immer wieder mal stört. So wird man immer mal wieder überrascht, dass Karl am Rande mal wieder geheiratet hat, eine scheinbar unwichtige Sache, denn die Damen (und Kinder? Ein Kind? Mehrere?) werden nach ihrer Degradierung zur Randbemerkung nie wieder erwähnt.

Schwache Charakterisierungen

Überhaupt bleibt auch die Charakterisierung mancher Figur auf der Strecke, und der Leser wird nie das Gefühl los, hier vor einer Aneinanderreihung von Schlachten, angeführt von einem rachedurstigen und selbstüberschätzten Herzogs zu stehen, der mit der Zeit immer unsympathischer wird und für den einem immer mehr das Verständnis fehlt. Man ist schon fast froh, dass ihn am Ende in noch recht jungen Jahren sein Schicksal ereilt.
Erst ab der Mitte des Romans wechselt die Erzählperspektive auch immer mal wieder ins schweizerische Lager, so dass es auch endlich einen Zielkonflikt für den Roman gibt, denn bis dahin fehlte dem Ganzen doch der rote Faden. Auch taucht zu dieser Zeit erst wieder Adrian auf, der auf dem Buchumschlag bereits erwähnt wurde und dessen Abwesenheit man bis dorthin noch nicht einmal gemerkt hat.
Dabei versteht der Autor durchaus zu erzählen, die Schlachten sind recht spannend und auch detailreich erzählt, für manch zart besaitete Seele vielleicht zu detailliert. Wenn die Handlung einmal in Fahrt kommt, lässt sich auch der Autor mitreissen, und man hat einen guten Roman vor sich. Leider wird dies dann aber immer wieder unterbrochen, und so legt man den Roman das eine ums andere Mal zur Seite und weiß nicht, ob er nun spannend ist oder nicht.

Lobenswerter Anhang

So bleibt ein Roman, der eigentlich nicht schlecht ist, sich aber selber immer wieder ausbremst und somit im Wege steht. Der Autor kann erzählen, er sollte aber an der Dramaturgie des Romans arbeiten und es mehr „menscheln“ lassen, damit mehr Fluß in die Erzählung kommt. Lobenswert ist in jedem Fall der ausführliche Anhang mit drei Schlachtenkarten, Nachwort, Namensverzeichnis, Ortsverzeichnis, Glossar und Literaturverzeichnis sowie einer Karte jeweils auf der inneren Umschlagseite. Das Thema ist interessant gewählt, da es bislang in der Literatur nur wenig Erwähnung fand. Weitere Romane des noch jungen Autors dürften in jedem Fall einen oder auch mehrere Blicke wert sein.
Für alle „Erbsenzähler“ findet sich in diesem Roman noch ein Kuriosum. „Seid ihr Ameisenbären oder Berner?“ lautet der Satz, der jedem Leser komisch vorkommen wird, der sich wundert, dass diese Tierart, die in Süd- und Mittelamerika beheimatet ist, den Schweizern bereits im Jahr 1476 bekannt gewesen sein soll. Letztlich ist das für Karls Niederlagen nicht entscheidend, fällt aber auch Nicht-Erbsenzählern ins Auge und wirft kein gutes Licht auf die ansonsten gute Recherchearbeit des Buches. Die Tippfehler im Roman sind hingegen eher dem Lektorat anzukreiden.

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4 Comments

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  1. Schöne Leseprobe.
    Habe nichts gefunden, was ich bemängeln könnte.
    Deshalb: 5 of 5

  2. Vielen Dank für die Blumen, Alex, das freut mich!

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