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Christian Hannig: Tagebuch aus Totemland – Auf alter Goldspur zu den Indianern Kanadas. – BEI UNS DREI EXEMPLARE IM PEISRÄTSEL!

Christian Hannig
Tagebuch aus Totemland – Auf alter Goldspur zu den Indianern Kanadas

Donat Verlag, Bremen, 04/2011
PB, Sachbuch, Reise
ISBN 978-3-938275-85-6
Titelgestaltung von hofAtelier Toni Horndasch, Bremen
Farb- und SW-Fotos im Innenteil von Christian Hannig und David Seven Deer
Karte von N. N.

www.donat-verlag.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Ein Sachbuch liest sich nie so unterhaltsam wie ein Roman – denkt man. Aber schon nach wenigen Zeilen von „Tagebuch aus Totemland“ wird man von Christian Hannigs Bericht gepackt und blättert voller Interesse Seite für Seite um. Der Autor hält sich nicht damit auf, lang und umständlich zu beschreiben, was er für seine Radtour von Vancouver entlang dem Stolo und den K‟Shia bis nach Prince Rupert und die Queen Charlotte Islands an Vorbereitungen traf und an Equipment zusammenstellte. Stattdessen erläutert er den Grund für seine Reise: das Buch von David Seven Deer, „Die Menschen an meinem Ufer“, und seine Telefonate mit dem Verfasser – dann geht es auch schon los.

Es ist, als säße man Christian Hannig gegenüber, und er würde von seinen Erlebnissen erzählen. Er konzentriert sich auf die Eindrücke, die ihn motivierten und beeindruckten, auf die Gespräche mit den Menschen und Tieren (!) und gibt so manche Anekdote wortwörtlich wieder, dank der präzisen Einträge in seinem Reisetagebuch, in dem sich auch einige Bekanntschaften durch Notizen verewigten.

Kurzweilig erzählt der Autor vom Schwierigkeitsgrad der Strecke, von Land und Wetter, Flora, Fauna und vor allem den Menschen. Die Städte der Weißen sind uninteressant für ihn. Weitaus mehr reizen ihn die Spuren der frühen Siedler und insbesondere der Indianer. Immer bemüht, nirgends anzuecken und die Regeln einzuhalten, gelingt es ihm, Kontakte zu knüpfen und die Gastfreundschaft mehrerer Native People zu erfahren. Auf diese Weise sammelt er Eindrücke, gelangt an Orte und erfährt von Dingen, die den konventionellen Touristen verschlossen bleiben.

Das Rad, betont Christian Hannig immer wieder, ist das beste Verkehrsmittel, um in angemessener Zeit Entfernungen überwinden zu können und gleichzeitig Plätze zu erreichen, an denen Autos vorüberfahren oder die für sie unerreichbar sind. Ganz gefahrlos ist diese Art zu reisen natürlich nicht, aber sein Fahrrad hält, das Wetter spielt mit, und die Bären haben Hunger auf anderes.

Schwerpunktthema ist die Kultur der Indianer, die am Verschwinden ist, denn die alten Leute – die Archive der jeweiligen Stämme – sterben, und es gibt immer noch den Rassismus, der die Möglichkeiten der Native People einschränkt, auch wenn sie ihre Traditionen wieder ausüben dürfen. Es ist schon so viel zerstört worden, viel Wissen ging unwiederbringlich verloren. Wem Christian Hannigs Sympathien gehören, ist eindeutig. Zwar geht er nicht übermäßig ins Detail, dafür gibt es andere Bücher, aber man kratzt ein wenig an der Oberfläche der Problematik, so dass man eine vage Vorstellung erhält und sich bei Bedarf mit weiterführenden Büchern versorgen kann.

„Tagebuch aus Totemland“ ist eine interessante Lektüre für Globetrotter, die abseits der ausgetretenen Touristik-Pfade unterwegs sein und Kanada von einer etwas anderen Seite kennen lernen wollen. Man findet hier keine Tipps i. d. S., denn der Autor geht davon aus, dass Radler wissen, worauf es ankommt. Dafür verweist er auf reizvolle, geschichtsträchtige Orte und weckt die Hoffnung auf einmalige Erlebnisse, die wahr werden können – sofern man mit Respekt in diesem Land unterwegs ist. Das Buch ist sehr lebendig geschrieben und wird durch zahlreiche Fotos abgerundet – eine wirklich kurzweilige, informative Lektüre!

Copyright © 2011 by Irene Salzmann (IS)

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Schwerpunktthema des vorliegenden Buches ist wessen Kultur? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

DIE GEWINNER LAUTEN: Melanie Gärte, Kevin Sager-Specht und Florian Dereta. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN UNSEREM SPONSOREN UND ALLEN TEILNEHMERN!

Updated: 26. Juli 2012 — 17:35

3 Comments

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  1. Hallo Marga! Bitte keine Lösungen hier in den Kommentar stellen – so nimmst du ja denen, die die Lösung mailen, die Chance zum Gewinnen!!

  2. DIE GEWINNER LAUTEN: Melanie Gärte, Kevin Sager-Specht und Florian Dereta. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN UNSEREM SPONSOREN UND ALLEN TEILNEHMERN!

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