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Literatur-Blog

Carin Chilvers: Tod im Asemwald. Privatdetektivin Rita Volk 2. – BEI UNS DREIMAL IM PREISRÄTSEL!

Carin Chilvers
Tod im Asemwald
Privatdetektivin Rita Volk 2

Südwestbuch, Stuttgart, 1. Auflage: 09/2011
TB, Stuttgart-Krimi
ISBN 978-3-942661-02-7
Titelgestaltung von Sig Mayhew unter Verwendung von Fotos von
Len Green und Vasilchenko Nikita/Shutterstock.de

www.swb-verlag.de
www.mayhew-edition.de
www.shutterstock.de

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Nach „150.000 in bar“ ist „Tod im Asemwald“ der zweite in sich abgeschlossene, in Stuttgart spielende Krimi aus der „Rita Volk“-Reihe von Carin Chilvers. Darüber hinaus publizierte die Autorin einen weiteren Thriller, „Irezumi“ (Betzel Verlag, vergriffen; geplant ist eine Neuauflage unter dem Titel „Der Andere“ bei SWB), in dem sie eine homoerotische Beziehung mit Mystery-Elementen thematisiert, steuerte sechs Kurzgeschichten zu Krimi-Anthologien bei und verfasste mehrere Hörspiele für den SWR. Philipp Boormann – Model, Gelegenheits-Detektiv und langjähriger Freund von Rita Volk – wird verdächtigt, seine Kollegin Nicole Fischer ermordet zu haben. Nach einer feuchtfröhlichen Nacht, die in einen Streit gipfelte, lief die junge Frau aus der Wohnung und wurde in der Tiefgarage des Hochhauskomplexes Asemwald neben ihrem Auto erstochen. Ein Nachbar fand am nächsten Morgen die Leiche.

Natürlich ist Rita von Phils Unschuld überzeugt, auch wenn er für die Tatzeit kein Alibi hat. Verschaffen könnte ihm dieses jedoch ein Autoknacker, der gerade am Werk war und das Verbrechen beobachtet hat. Es gelingt Rita, den Mann aufzuspüren, aber da er an Gesichtsblindheit leidet, vermag er den Mörder nicht zu beschreiben. Beharrlich geht Rita jeder noch so banalen Kleinigkeit nach: Phil scheint in einer ‚Unglückswohnung„ zu leben, denn der Vormieter beging Selbstmord, nachdem seine schwangere Freundin beim Joggen erstochen worden war. Nachforschungen bei den Angehörigen der Verstorbenen liefern weitere Puzzleteile. Um ihren Verdacht zu bestätigen, stellt Rita mit Phils Hilfe dem mutmaßlichen Täter eine Falle …

Carin Chilvers hat mit „Tod im Asemwald“ einen überzeugenden Krimi mit Lokalkolorit verfasst, der den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesselt, denn sie entführt ihn in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele und beschreibt eine Obsession, die mehr als ein Leben zerstört. Kaum ein Protagonist leidet nicht unter den Folgen eines deprimierenden Erlebnisses oder hat irgendeine Macke. Das trifft auf die Hauptfigur R. Volk – sehr schönes Wortspiel – genauso zu wie auf Phil Boormann, den Autoknacker, den Täter und andere. Aber man darf zwischendurch auch schmunzeln, beispielsweise über den mysteriösen Teddybären-Schänder. Solche kleinen Einlagen lockern die ernste, tragische Handlung immer wieder auf. Durch einen geschickten Kunstgriff wird vermieden, dass man den Täter frühzeitig identifiziert. Erfahrene Krimi-Freunde ahnen aber bald etwas und blättern dann gewiss zurück, um eine nebensächlich scheinende und doch aufschlussreiche Szene ein zweites Mal zu lesen.

Die Bestätigung erfolgt gegen Ende des Buchs, als die Falle vorbereitet wird und das Ganze natürlich nicht so abläuft, wie geplant. Immer wieder gerät Rita Volk bei ihren Recherchen in eine Sackgasse, doch sie lässt nicht locker und geht dann dem nächsten Hinweis nach, den sie über ihre Kontakte oder durch logische Überlegung auftut. Dabei hat man nie den Eindruck, die Autorin würde den glücklichen Zufall strapazieren, denn die Entwicklung und die unerwarteten Wendungen sind stets schlüssig. Die Ereignisse werden flüssig und routiniert in der dritten Person erzählt, hauptsächlich aus der Perspektive von Rita Volk, zeitweilig aus der des Täters. Nach und nach erfährt man, was diesem zustieß, worin die Ursache für sein Handeln begründet liegt. Immer deutlicher tritt zu Tage, dass man es mit einer kranken Person zu tun hat, die jeglichen Bezug zur Realität verloren und sich in ihren Wahn hinein gesteigert hat. Mit einem Schaudern verfolgt man, wie die Auswüchse davon immer bizarrere und bedrohlichere Formen annehmen, die sich schließlich auch gegen Rita Volk richten.

„Tod im Asemwald“ ist ein packender Psycho-Thriller und pageturner. Der Plot ist in sich schlüssig, die Spannung steigert sich kontinuierlich bis zum Finale. Die Protagonisten sind interessant und nachvollziehbar, die krankhafte Obsession des Täters und sein Handeln werden glaubwürdig beschrieben. Der Stil der Autorin ist angenehm und gefällt. Alles in allem: SWB nahm mit diesem Titel eine kleine Perle ins Programm, die Beachtung verdient und Krimi-Fans ans Herz gelegt werden darf.

Copyright © 2012 by Irene Salzmann (IS)

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Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer ein Exemplar erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!):  Nach „150.000 in bar“ ist „Tod im Asemwald“ der wie vielte in sich abgeschlossene, in Stuttgart spielende, Krimi aus der „Rita Volk“-Reihe von Carin Chilvers? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen!

DIE GEWINNER LAUTEN: Katrin Köhn-Burlefinger, Ingo Arnon und Klaus Müller. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN UNSEREM SPONSOREN UND ALLEN TEILNEHMERN!

Updated: 26. Juli 2012 — 17:29

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  2. DIE GEWINNER LAUTEN: Katrin Köhn-Burlefinger, Ingo Arnon und Klaus Müller. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN UNSEREM SPONSOREN UND ALLEN TEILNEHMERN!

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