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BOMBARDEMENT – Leseprobe 2 aus der Fantasy-Trilogie “Ninragon – Band 1: Die standhafte Feste” von Horus W. Odenthal

BOMBARDEMENT

Leseprobe 2 aus der Fantasy-Trilogie

“Ninragon – Band 1: Die standhafte Feste”

von

Horus W. Odenthal

„Wir kommen hier nie mehr raus! Wir kommen hier nie mehr raus! Wir werden hier verrecken und verbrennen!“

Natter brüllte ununterbrochen wie am Spieß und spuckte Blut nach ihnen. Er bäumte sich in ihrem Griff auf und versuchte, um sich zu schlagen, und sie mussten ihn auf der Böschung mit aller Kraft niederhalten, denn über ihnen flog mit gefräßigem Surren ein Schwarm von Armbrustbolzen hinweg. Er war bei weitem nicht der Einzige, der vor Panik wie von Sinnen war. Andere hatten dazu mehr Grund als er; Natter hatte weder Arm noch Hand noch Bein verloren. Einer aus einem anderen Trupp, dessen Überlebende sie eingesammelt hatten, fing plötzlich an, manisch Blätter in sich hineinzustopfen und zu fressen. Er brabbelte irgendwas davon, er müsse mit diesem fremdartigen Wald eins werden und deshalb so viel wie möglich von ihm in sich aufnehmen. Panik und die merkwürdige Drogenlogik des Rott hatten sich im Zusammenbruch seiner geistigen Bastionen miteinander vereint. Sie hatten versucht, ihn davon abzuhalten, aber er hatte nur ununterbrochen „Muss Teil des Waldes werden. Muss Teil des Waldes werden. Nur so können sie mich nicht kriegen.“ wiederholt. Irgendwann hatten sie es aufgegeben. Der Versuch selber in dieser chaotischen Hölle zu überleben und die Verwundeten mitzuschleppen hielt sie genug auf Trab und ließ kaum Kapazitäten für viel anderes frei. Am besten noch waren die im Schockzustand: wie gelähmt und man musste sie in eine Richtung antreiben, damit sie etwas machten. Die, die von sich aus etwas taten – immer unfehlbar etwas Dummes –, die machten echten Ärger.

Hinter ihnen brannte der Urwald nach einem erneuten Bombardement haushoch in geschlossener Flammenwand. Wie eine Walze kochte die Hitzeflut über sie hinweg. Funkenschwärme brannten kleine rote Bisse in ihre Haut und versengten ihre Haare.

Auric hatte den Überblick verloren, den wievielten Beschuss durch Feuerbälle sie durchgestanden hatten; manche Salven gingen ineinander über. Immer wieder hatte das Flammenbombardement sie gezwungen, die Richtung zu wechseln. Immer wieder waren sie in Kommandos von Spitzohren hineingerannt.

Sie hatten sich mit anderen Trupps zusammengeschlossen und waren erneut dezimiert worden. Manche waren einfach planlos losgelaufen und direkt in diese Armbrustfallen gerannt, hatten bei ihrem Herumstolpern den Auslöser erwischt, und eine vorbereitete dichtgepackte Salve rasender Bolzen hatte sie klatschend durchsiebt.

„Natter, hör mir zu!“ Natter brüllte weiter. „Natter, hör mit zu!“ Er klatschte ihm eine auf die Backe. Natter verstummte, starrte ihn aus vom Irrsinn gezeichneten Augen an: So viel Weiß hatte er noch nie in einem Augenpaar gesehen, vielleicht lag es auch am Ruß, der es umgab. „Natter, hör zu. Wir bringen dich hier raus. Wir kommen hier raus. Wir müssen alle nur den Kopf behalten.“ Als ob für Natter, was das anging, das Boot nicht schon längst abgefahren war.

„Die Salven hören auf. Was jetzt?“, fragte Jag, der neben ihm im Dreck der Böschung lag.

„Sarge?“

„Keine Ahnung, wo Demokris ist. Hab ihn, seit dem letzten Angriff nicht mehr gesehen.“ Jag rief über die Schulter hinweg nach hinten: „Hat einer den Sarge gesehen?“

Keine Antwort.

„Dann müssen wir uns nach eigener Fasson durchschlagen“, meinte Jag trocken. „Bis wir einen Trupp mit einem Sarge oder Leutnant finden. Oder auch nicht. Mach deine Ansage, Alter!“

Auric warf Jag einen kurzen prüfenden Blick zu.

„Du kannst das“, sagte Jag. „Ich kann Randale machen.“

„Wir gehen zu dem Fluss, den wir vorhin durchs Unterholz gesehen haben. Die Flüsse im Becken fließen Richtung Westen. Das bringt uns hier raus.“

*

Fast hätten sie Demokris gar nicht bemerkt. Anscheinend hatte ihr Sergeant das erreicht, was der Blätter fressende Soldat mit seinem verrückten Vorgehen bezwecken wollte.

Auric schob gerade einen dichten Vorhang von Schlingpflanzen beiseite, als sich Crussavs Hand auf seine Schulter legte und dessen deutender Finger seinen Blick zur Seite lenkte, auf den mächtigen Stamm eines Baumes direkt neben ihm.

Dort aus der vermoosten Höhlung zweier miteinander verwachsener Strünke starrte Demokris sie aus blicklosen Augen an. Er wirkte wie mit dem Baum eins geworden. Sein Rücken schmiegte sich tief in die Kuhle, nur seine Arme standen leicht schräg abgewinkelt hervor, wie die Stümpfe von abwärts ausgreifenden Ästen. Ein gutes Dutzend schwerer Armbrustbolzen hatte ihn glatt an den Stamm genagelt. In den Abständen eines regelmäßigen Musters staken sie aus seinem Leib heraus wie die Stacheln aus der Frucht einer Kastanie.

„Da ist er also abgeblieben.“

„Das muss mitten in einem der letzten Angriffe von Spitzohren-Kommandos passiert sein, als jeder genug damit zu tun hatte, sich ihre verdammten Elfenklingen vom Leib zu halten. Er ist einen Schritt zur Seite getreten – im Kampf, was weiß ich – und ist mitten in eine ihrer Armbrustfallen hineingerannt.“

„Arme Sau.“

„Wenigstens ging‘s schnell.“

„Wenigstens sind wir auf dem richtigen Weg. Hier sind wir damit eindeutig schon einmal vorbeigekommen.“ Die Hoffnung geht zuletzt drauf, sagt man; das Mitgefühl als erstes.

In diesem Teil des Waldes waren kaum Feuerbälle eingeschlagen und die ursprüngliche Vegetation war so üppig, wuchernd und jeden klaren menschlichen Überblick vereitelnd, wie sie es seit Urzeiten gewesen war. Der Fluss, den sie auf ihren Irrwegen bemerkt hatten, konnte nicht fern sein. Auric hatte den Eindruck, dass die Luftfeuchtigkeit noch anstieg, wenn das überhaupt möglich war. Die gehärteten Lederteile der Rüstung auf dem Leib zu tragen, war eine Qual. Die Haut schwitzte und juckte darunter unsäglich. Aber sie konnten beim nächsten Angriff dein Leben retten, und dann war man dankbar, dass es sie gab.

*

In dichten Schleiern fiel der Regen nieder. In einem ersten harten Guss, einem die Fläche des Urwalds eindeckenden schweren Klatschen. Dann, nach erster Wucht, dünnte er aus, zu einer steten Flut, die Tiefe und Farben auslöschte, die Umgebung zu einem schmutzig silbernen, feucht flimmernden Medium einebnete.

Die erstickenden Feuer glommen durch diese stumpf silbernen Schleier hindurch. Ihr Rauch wurde schwarz und träge und ölig. Ganz zu löschen waren die gewaltigen Brände auch durch diesen Guss nicht. Der Urwald schwelte und loderte gedämpft weiter, eine Bestie, die den Atem anhält und lauert.

Auric hatte seinen Helm ausgezogen und der Regen pladderte auf seinen geschorenen Stoppelschädel, lief ihm in die Augen, tropfte von Nase und Kinn, lief ihm im Nacken in stetem Strom in seinen Rückenpanzer hinein. Keine Hautpartie, die der Regen nicht durch die Öffnungen und Ritzen der Lederrüstung erreicht hätte. Er tastete nach der sorgsam in Ölstoff eingewickelten Torarea-Ausgabe in der Tasche zwischen Gürtel und Lederpanzer. Zumindest die würde trocken bleiben. Vielleicht war sie dasjenige, was bei alldem noch am unversehrtesten durch diese Hölle ging. Die Schmerzenslaute der Verwundeten und Verstümmelten waren wie vom Regen niedergedrückt und abgedämpft. Zunächst war das einmal eine Erleichterung für sein angeschlagenes Nervenkostüm, so leid ihm die armen Teufel auch taten.

„Leutnant Cabári? Wenn Sie die suchen, kommen Sie etwas spät“, sagte der Soldat des Schwert-Trupps mit verstört starrem Blick. Er verstummte und sein Blick glitt ab, irgendwo ins Leere zwischen den Regenschleiern.

Leutnant Cabári galt als kompetent und gewitzt, was sich auch mit seinen eigenen Eindrücken von ihr deckte, und sie war bei ihren Truppen beliebt. Genau der Typ Offizier, dem er gerne die Verantwortung abgegeben hätte, sie aus dieser chaotischen Hölle herauszuführen. Eine Welle der Erleichterung hatte ihn daher zunächst durchfahren, als sie auf den Schwert-Trupp ihres Zuges gestoßen waren.

Er starrte den Soldat mit ungeduldig wartendem Blick an. Der kehrte schließlich mit einem Ruck aus der unbestimmten Ferne zurück, in die sich sein Blick bohrte. Wirklich bei klarem Verstand war der Kerl nicht, aber wer war das schon, der sich durch dieses Becken gekämpft hatte.

„Sie hat es tatsächlich geschafft. Keiner hat gedacht, dass gegen eine Spitzohrentruppe mit zwei von diesen roten Killern etwas auszurichten ist. Mich eingeschlossen. Scheiße, diese Killertypen sehen einfach nur wie besonders große Spitzohren aus, haben aber Stahl in ihren Körpern und Dornen in den Armen. Wie von Kopf bis Fuß rote, stachelgespickte Teufel, nur ihre Gesichter, die sind weiß. Was zur Hölle ist so was? Wie lebt so was?“ Sein Blick wanderte wieder ins Leere.

„Soldat?!“, rief ihn Auric in die Gegenwart zurück. Er hatte keine Ahnung, wovon der Kerl redete.

„Jedenfalls hat sie uns gegen ihre Stellungen geführt und wir haben diese roten Killertypen besiegt. Ein Teufelsweib, diese Cabári. Möchte unter keinem anderen Kommando mehr dienen.“ Blick ins Leere.

„Und? Was ist mit ihr geschehen?“ Bei klarem Verstand konnte man das bei bestem Willen nicht mehr nennen.

„Haben sie in die Flucht getrieben. Und verfolgt.“

„Und …?“

„Das da.“ Er deutete in die Ferne, in die sein Blick immer wieder abgeglitten war.

Dort, sah Auric durch die Regenschleier, war ein häßlicher schwarzer, rußiger Krater. Zerbrochene Baumstümpfe ragten daraus hervor wie Spanten aus einem zerschlagenen und verbrannten Schiffswrack, träger, öliger Rauch blähte sich unter dem stetigen Druck des Regens empor und zerfaserte in matt dahin treibende Fetzen. Während Auric ihnen noch nachblickte, ließ der Regen plötzlich nach, versiegte bis auf einzelne zerplatzende Tropfen, die sich mit denen von den Blättern herabsickernden vereinten und gemeinsam in einem kleineren Nachschauer, wie ein Echo des großen Gusses, auf den Boden ringsumher wie Salven prasselnder Erbsen niedergingen. Dicke Schwaden Dampf stiegen vom Boden hoch. Der Wald erschien mit einem Mal in feuchte Watte gepackt.

„Der Feuerball hat sie und einen großen Teil unserer Leute getroffen, als sie die Reste der Spitzohren verfolgt haben“, kommentierte der Soldat zum Krater deutend, so als habe er das Ende des Regengusses gar nicht bemerkt oder als machte es für ihn keinen Unterschied mehr.

Leutnant Cabári tot? Dann war im Becken von den leitenden Offizieren keiner mehr von Belang übrig. Ihre Armbruststellungen hatten schon lange mit dem Beschuss aufgehört. Sie waren entweder getroffen oder aufgegeben worden.

Jetzt erschien es immer wahrscheinlicher, dass auch sie selber von ihrem eigenen Oberkommando aufgegeben worden waren. Weil die Truppen, die es bis jetzt nicht aus dem Becken herausgeschafft hatten, als verloren angesehen wurden. So musste man wohl, wenn man Offizier war, die Realitäten anerkennen, die Verluste eingrenzen und mit dem arbeiten, was danach als gesichert zur Verfügung stand.

„Ich hoffe, Cabáris restliche überlebende Truppe teilt nicht ihre Gefühle, was das nicht mehr unter anderem Kommando dienen wollen angeht. Ansonsten werden sie nämlich in diesem Urwald verrecken. Sie können‘s sich ja auch noch einmal überlegen. Wenn Sie leben wollen, dienen Sie und ihr ganzer Haufen ab jetzt unter mir. Ich bin Korporal Auric. Auric der Schwarze.“

Er wollte schließlich auch überleben. Und gemeinsam waren die Chancen größer. Zudem war das Rott alle. Was blieb da übrig.

Jagnar, der lange Ochse, grinste sich eins. Als wüsste Jag irgendetwas, das er nicht wusste. Lass dich mit Vraigassen ein …

-Ende-

© Horus W. Odenthal, 2012

Bildrechte: “Waffentod – Im Meer der Zeiten” (Waffentod41.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Bildbearbeitung: Bearbeitete Coverillustration “Waffentod-74-minus-110-98.png(Waffentod41.jpg) © 2012 by Detlef Hedderich. Nutzung nur mit Genehmigung des Künstlers Lothar Bauer unter Verwendung des Originals.


Die ganze Geschichte lesen Sie hier:

Horus W. Odenthal
NINRAGON – BAND 1: DIE STANDHAFTE FESTE
ASIN: B008COLIDE
Juni 2012, 463 Seiten, Kindle eBook,
EUR 3,99 (DE)

Titel erhältlich bei Amazon.de

Ein Fantasy-Epos in drei Teilen.

Fantasy der neuen Generation, mit einer starken, frischen Stimme.

Eine Geschichte für die Fans von George R. R. Martin, Scott Lynch, Joe Abercrombie und Steven Erikson.

Zwei Männer, die kaum unterschiedlicher sein könnten, führt das Schicksal zusammen.

Der eine ist Darachel, ein Ninra, Angehöriger einer uralten Rasse, die sich aus der Welt in ihre abgelegenen, gewaltigen Festungen zurückgezogen hat und sich nun auf ihre Aszension vorbereitet, darauf also, die materielle Welt ganz zu verlassen. Wie alle anderen Nichtmenschenrassen menschenähnlicher Gestalt werden die Ninraé von den Menschen, die wenig über sie wissen, schlicht Elfen genannt.

Der andere ist ein Valgare aus dem hohen Norden. Als Darachel ihn zusammen mit einer Gruppe anderer Ninraé bewusstlos findet, trägt er die Reste einer Uniform des Idirischen Reiches, und sein Körper ist von Narben und Verwundungen gezeichnet. Außerdem hat er einen unheimlichen, tödlichen Verfolger, der den Ninraé einen blutigen Kampf liefert.

Die überlebenden Ninraé bringen den Schwerverletzten in ihre Große Feste Himmelsriff, und dort erzählt der Mensch dem Elfen Darachel sein Leben.

Dies ist die Geschichte von Auric Oriksohn, Auric Torarea Morante, genannt Auric der Schwarze. Es ist die Geschichte eines einzelnen Mannes, der dachte, nur um sein eigenes Leben und Schicksal zu kämpfen, sich aber unversehens in etwas viel Größeres, Dunkleres und Weitreichenderes verstrickt sieht.

Es ist die Geschichte eines Mannes, der früh die Realität des Krieges kennenlernt und gezwungen ist, das grausame Leben der Kindersoldaten in den Kriegen des Nordens zu führen. Es ist die Geschichte eines Mannes, der furchtbaren Geschöpfen aus den Tiefen einer mythischen Vergangenheit trotzen muss, der in eine Zeit geboren wird, in der diese Vergangenheit zurückzukehren droht, mit Kampfkolossen einer älteren Welt und den unheimlichen Fertigkeiten und Schöpfungen der Bleichen Rasse.

Es ist die Geschichte eines Mannes, dessen Lebensplan beständig durch seine Herkunft durchkreuzt wird und den das Schicksal so entgegen seinen eigenen Zielen auf seltsame Wege führt. Es ist die Geschichte von einer sich allmählich abzeichnenden Verschwörung gegen das gewaltige Idirische Reich, von singenden Festungen, die den Wahnsinn in die Hirne der Menschen schicken, von gefangenen und gebrochenen Geistern, von Gilden, die eifersüchtig das Geheimnis ihrer Fähigkeit Geistesbotschaften zu senden hütet. Von Schachzügen der Politiker und Militärs und der einfachen Menschen und Soldaten, die dafür bluten müssen.

Es ist die Geschichte von Machtstreben und Korruption in einem Reich, das dennoch die große und einzige Hoffnung in einer dunklen Welt auf Kultur, Zivilisation und Frieden darstellt. Es ist die Geschichte von den Geheimnissen und Widersprüchen in den Seelen der Menschen und den Gräben und Schlachten, die dort ausgetragen werden. Es ist die Geschichte darüber, wie die Abgründe der Vergangenheit das Leben der Gegenwart formen. Es ist die Geschichte des Mannes, der es wagte, dem legendären Eisenkrone und seinem Magiervertrauten Vanwe entgegenzutreten. Es ist die Geschichte darüber, dass etwas niemals als ganz tot und vergessen gelten sollte.

Es ist die Geschichte Ninragons.

Was der Ninra Darachel nicht ahnt, ist, dass während Auric ihm noch die Geschichte seines Lebens erzählt, die Bedrohung, die diesen Menschen verfolgte, bereits ihren Schatten auf Himmelsriff, die Festung der Ninraé gelegt hat. Und dass der Feind oft an ungeahnten Plätzen lauert. Nicht zuletzt im eigenen Herzen.

Egal, wie die Zeit aussieht, in der wir leben, egal mit welchen Waffen wir kämpfen und wie die Städte aussehen, in denen wir leben, immer denken wir von unserer Zeit als der Moderne. Und immer vergessen wir allzu leicht, dass diese sogenannte Neuzeit wenig mehr ist, als die uns sichtbare Oberfläche eines gewaltigen Ozean, der uns trägt, und in dem, uns unsichtbar, die Schatten und Mahre der Vergangenheit hausen.

Titel erhältlich bei Amazon.de

Updated: 2. Dezember 2012 — 02:52

5 Comments

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  1. Da geht ja echt die Post ab. Ob der Autor auch Momente der Ruhe in seinen Roman eingebaut hat?

  2. Ja, hat er. (Ich habe alle 3 Bände gelesen).

    Allerdings ist der Protagonist der Trilogie ein Barbar, der sich als Söldner verdingt hat. Naturgemäß spielen Kampfszenen dann auch eine größere Rolle.

  3. Der Auszug aus Ninragon liest sich sehr hektisch: Manche Satzkonstruktionen sind sehr umständlich und verlangen eigentlich nach einem Punkt, wo (k)ein Komma steht. Dazwischen wurden unvollständige, abgehackte Sätze gestreut. Dadurch gelingt es dem Autor zwar, die Eile und die Ängste seiner fliehenden Protagonisten zum Ausdruck zu bringen, aber man empfindet diese Hektik als unangenehm, da sie auch während der kurzen Pausen nicht reduziert wird. Die Söldner bedienen sich einer derben, abgehackten Sprache, sodass sich die Dialoge kaum von den Schilderungen im gleichen Stil abheben. Man wird das Gefühl nicht los, als habe der Autor die Passage selbst in Eile geschrieben, denn es finden sich viele Zeichenfehler und sich wiederholende Beschreibungen. Die zahlreichen Adjektive und Vergleiche sind schon zu viel des Guten und werfen die Frage auf, wann die Geschehnisse auf den Punkt gebracht werden. Über den Aufbau der Handlung und der Charaktere kann man nach diesen wenigen Zeilen schwerlich etwas sagen.

  4. Wo ist bei uns der „Gefällt-mir-Button“ für den Kommentar 4?

    mgg
    Werner

    P.S. Hätte ich es so gesagt, hätten alle wieder aufgeschrien.

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