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Literatur-Blog

BLACK ICE – Leseprobe (Teil 1) aus dem Roman „Black Ice“ von Frank Lauenroth

BLACK ICE

Leseprobe (Teil 1)

aus dem Roman „Black Ice“

von

Frank Lauenroth

TOY PLANET
Ein Job – nur ein Job!

Frankie mochte sein Schiff.

Es war schmutzig, doch es war schnell. Und es hatte ihn noch nie im Stich gelassen. Die CORONA, wie er es getauft hatte, als er das Schiff zum ersten Mal vor der aufgehenden Sonne von Gnamoria gesehen hatte, war ein Raumer der Beta-Klasse. Keines dieser ganz großen Frachtschiffe, aber groß genug, um Planetenfähren aufzunehmen.

Die CORONA, die damals noch LY-428 hieß, stand neben zwei baugleichen Schwesternschiffen und schien nur darauf zu warten, von ihm in Besitz genommen zu werden. Die Transferbehörde auf Gnamoria Zwölf hatte dieses Juwel verschrotten wollen! Was für Ignoranten!

Ihre Unwissenheit war Frankies Glück gewesen. Mit der bescheidenen Anzahl an Credits, die er damals besaß, hätte er normalerweise allenfalls einen dieser Planeten-Hopper erstehen können. Deren Halbwertzeit lag bei zwei Jahren. Und das war gelinde gesagt ein Fliegenschiss im Universum. Doch mit der CORONA als Sicherheit konnte er ein Darlehen aufnehmen. Mit dem Darlehen konnte er sein Schiff verbessern. Mit dem verbesserten Schiff zog er Aufträge an Land und konnte Rechnungen und das Darlehen abbezahlen.

Frankie liebte sein Schiff!

Lächelnd erinnerte er sich der Hyperjet-Depesche, die er im Nachhinein von der Transferbehörde erhalten hatte. Er möge zurückkommen und das Schiff wieder abgeben. Es sei ein Irrtum passiert und so weiter und so fort.

Frankie wollte sich niemals wieder von der CORONA trennen. Und eben darum hatte er schnellstens ein System installiert, das sicherstellte, dass sein Schiff nur von ihm geflogen oder demontiert werden konnte. Die neuzeitlichen Möglichkeiten der DNA-Personalisierung waren unumkehrbar und so hatte Frankie dafür gesorgt, dass die CORONA und er eine untrennbare Arbeitseinheit wurden.

Frankie war ein Malocher. Einer, der selbst Frachten annahm, die andere Piloten verweigerten, der das potentielle Risiko schlau zu kalkulieren wusste. Auch wenn die Zeiten rauer und die Gewinne kleiner geworden waren; Frankie versuchte stets, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten an die jeweiligen Gesetze zu halten. Was in der äußeren Handelszone alles andere als einfach war. Vor jedem Planetenanflug lud er sich deshalb die letzten Gesetzesanpassungen herunter und ließ sie von seiner Schiffs-KI auf ungünstige Veränderungen durchsuchen. Das alles musste erledigt sein, bevor er den Orbit erreichte. Denn dort begann die Gesetzeszone jedes Planeten.

Überhaupt hatten sich die Zustände in der letzten Zeit verkompliziert. Die lokalen Regierungen wechselten so rasch, dass man den Überblick verlieren konnte und über allem thronte die LaLeLimbus Handelsgesellschaft. Dabei durfte man sich von dem vermeintlich lustigen Namen nicht täuschen lassen. Die Gesellschaft war ein mächtiges Unternehmen, das von den drei InVitro-Brüdern Lambis, Lembos und Limbus knallhart geführt wurde.

Die CORONA trat  gerade in den Orbit von Clarion Prime ein, dem Herrschaftssitz der fünf Clarion-Planeten.

Frankie wollte dem Schiff eine wichtige Reparatur und eine Wäsche gönnen. So sollte aus seinem geliebten Schiff ein geliebtes, sauberes Schiff werden. Natürlich hoffte er auf weitere Fracht. Er hatte bereits ein paar Container mit legalen Drogen geladen, doch die Frachträume Vier und Fünf standen leer.

„CORONA. Ihre Autoidentifizierung war erfolgreich. Was ist der Grund Ihres Besuchs auf Clarion Prime?“, kam die übliche Frage von einem Lotsen des Raumhafens.

„Ein Werkstattaufenthalt und Geschäfte … hoffe ich“, antwortete Frankie wahrheitsgemäß.

„Wie lange beabsichtigen Sie zu bleiben?“

„Zwei oder drei Tage.“

„Okay, wollen Sie im Orbit parken? Eine unserer Fähren kann Sie gegen ein geringes Entgelt …“

Frankie unterbrach den Lotsen, der die Fragen offensichtlich ablas oder so stumpf auswendig gelernt hatte, dass er sich selbst nicht mehr richtig zuhörte.

„Ich muss in eine Werkstatt.“

„Ah, ja. Das erwähnten Sie bereits. Mein Fehler. In Raumlandepark Vierzehn sehe ich eine freie Parkbucht. Folgen Sie den Koordinaten, die ich Ihrer KI übermittle.“

„Geht klar.“ Frankie trennte die Verbindung.

Im nächsten Moment löste die KI Generalalarm aus. Vor Schreck wäre er beinahe aus dem Cockpitstuhl gefallen.

„Verdammt“, fluchte er. „Was ist denn jetzt los?“

Doch er ahnte bereits die Bescherung, bevor die KI sich meldete. Der Schildgenerator dümpelte bei vierzig Prozent Leistung dahin – genau aus dem Grund wollte Frankie eine Werkstatt aufsuchen – und irgendjemand oder irgendetwas hatte diese Schwäche ausgenutzt und sich in einen der freien Frachträume portiert.

Frankie lächelte triumphierend. „Idiot!“

Der Eindringling hatte sich einen der wenigen Orte an Bord ausgesucht, die Frankie vom Cockpit aus kontrollieren konnte. Im Moment war der Frachtraum verriegelt und der ungebetene Gast eingesperrt.

„Ich benötige Ihre Hilfe!“, hörte Frankie plötzlich eine Stimme aus den Lautsprechern. Offensichtlich hatte die KI automatisch eine Sprechverbindung zu Frachtraum Fünf geöffnet.

„Und das sagt jemand, der sich uneingeladen auf ein fremdes Schiff portiert?“, konterte Frankie.

„Ich muss Clarion Prime schnell verlassen!“

Die Worte klangen eindringlich und dennoch irgendwie leblos. Allerdings hatte er nicht gerade die hochwertigsten Mikrophone in den Frachträumen eingebaut. Da konnte die eine oder andere Nuance leicht verloren gehen.

„Ich muss Clarion Prime schnell verlassen!“, wiederholte der Fremde.

„Da hast du dir das falsche Schiff ausgesucht. Ich will gerade dort landen!“

„Ich kann sie bezahlen“, kam die prompte Antwort.

Das traf einen empfindlichen Nerv. Chronisch pleite war eine treffende Umschreibung von Frankies monetärem Zustand.

„Wie viel?“

Keine Antwort. Frankie wollte die Frage bereits wiederholen, als die Stimme aus dem Lautsprecher quäkte: „Zwanzigtausend.“

Das war der pure Wohlklang in seinen Ohren.

„Hast du die Credits dabei?“

„Sie können das Geld sofort erhalten.“

Frankie überlegte. Es konnte ein Trick sein. Wenn er den Typen ins Cockpit ließ, war die Gefahr groß, dass die CORONA nicht mehr die seine war, eher er bis drei zählen konnte. Aber zwanzigtausend! Das würde die Werkstattrechnung begleichen und er hätte eine Rücklage für schlechte Zeiten. Also für noch schlechtere Zeiten …

„Wo soll die Reise denn hingehen?“ Zwanzigtausend Credits konnten viel oder wenig sein, je nach dem, wo der Fremde abgesetzt werden wollte.

„Pächnidhia“

Im ersten Moment wollte Frankie frohlocken. Wenn er im Overstream flog, befand sich besagter Planet gerade einen Tag entfernt. Dann erinnerte er sich, dass Pächnidhia vor langer Zeit von der LaLeLimbus-Gesellschaft auf die Landeverbotsliste gesetzt worden war.

Was auch immer der Grund sein mochte, er wäre ein Idiot, seine Reputation dafür aufs Spiel zu setzen. Wenn das Geld nicht wäre!

Frankie überdachte seine Möglichkeiten, das Verbot zu umgehen oder die eventuell dort stationierten Rückmeldesysteme zu manipulieren.

„Stört es dich, wenn du die Reise im Frachtraum zurücklegst?“

Der Typ war offensichtlich auf fremde Hilfe angewiesen. Die Kombination, Clarion Prime per Fluchtportierung zu verlassen und anschließend Pächnidhia als Ziel anzugeben, machte ihn nicht gerade zum Wunschpassagier. Er sollte das wissen. Und akzeptieren, den Flug relativ unluxuriös zu verbringen.

„Nein.“

Diese Antwort war nicht nur die von Frankie erhoffte, es war auch der Schalter, der ihn alle Vorsicht über Bord werfen ließ.

„Dann haben wir einen Deal!“, bestätigte er.

Frankie machte sich sofort daran, denen da unten klar machen, dass Clarion Prime nicht das Ziel aller Wünsche war.

„Raumhafen, bitte melden. Hier spricht die CORONA.“

„Raumhafen, hier. Sprechen Sie, CORONA“, antwortete der Lotse.

„Ich habe soeben ein Frachtangebot per Hyperjet erhalten. Ich breche den Anflug ab und komme ein anderes Mal wieder. Sie können die Parkbucht wieder freigeben.“

Parallel dazu ließ Frankie die KI die digitalen Formalitäten erledigen.

„Verstanden, CORONA. Guten Flug.“

Frankie bereitete alles für den Overstream vor und lehnte sich zurück.

„Ein Job“, sagte er leise zu sich, „nur ein Job!“

Verbotene Zone

Im Weltraum zu fliegen, ist ein eigenartiges Gefühl. Es herrscht immer Nacht. Bis auf ganz seltene Ausnahmen bewegt man sich im absoluten Dunkel. Die Sterne verkommen zur Staffage. Was Frankie als Kind fasziniert hatte – der Blick hinauf zu den leuchtenden Punkten in der alles umspannenden Schwärze – war zum Alltäglichen geworden.

Allein der Overstream mit seinen farbigen Schlauchstrukturen versprach Abwechslung. Frankie hatte sein halbes Leben im Stream verbracht. Die meiste Zeit allein.

In einem plötzlich aufkeimenden Gefühl von Einsamkeit schaltete er die Sprechverbindung zum Frachtraum Fünf frei.

„Bist du noch wach?“, fragte er seinen Passagier.

Schweigen.

Frankie wollte die Verbindung schon trennen, als doch noch eine Antwort kam.

„Ja.“

„Lust auf ein Gespräch?“

„Ja.“

Frankie schmunzelte. Vielleicht würde er nun mehr über seinen Gast erfahren.

„Willst du mir erzählen, warum du von Clarion Prime fliehen musstest?“

Wieder dauerte es eine Weile, bis die Antwort im Cockpit ankam. Die Stimme klang leise. Beherrscht. Irgendwie traurig …

„Es war nicht mein Zuhause.“

„Und wo ist dein Zuhause?“

„Nein.“

Frankie verstand nicht. Meinte der Fremde damit, keine wirkliche Heimat zu besitzen? Vielleicht begriff er auch die Frage nicht. Oder er wollte nicht darüber reden. Frankie beließ es dabei und versuchte, stattdessen etwas über das Ziel der Reise zu erfahren.

„Wozu willst du nach Pächnidhia?“

„Unerledigte Geschäfte.“

Die Antwort kam schnell. Fast zu schnell, um wahr zu sein. Andererseits war es die einzige Frage, die Frankies Gast von Anfang an hatte erwarten können.

„Was gibt es auf Pächnidhia, das ein Geschäft lohnen würde?“, hakte Frankie skeptisch nach. Er wusste nicht einmal, ob sein Gast überhaupt menschlich war. Er hatte es versäumt, die Frachträume mit DNA-Scannern auszustatten. Im Bauch der CORONA konnte ebenso gut ein gefräßiger Insektoid wie ein Forzianischer Schleimgrabbler stecken. Insofern konnten die Unschärfen des Gesprächs auch leicht der veralteten Firmware eines Universalübersetzers geschuldet sein.

„Pächnidhia ist der Toy Planet.“ Der Fremde setzte offensichtlich voraus, dass Frankie bereits davon gehört hatte. Er irrte sich.

„Sollte mir das irgendetwas sagen?“

Es musste einen wichtigen Grund geben, dass die LaLeLimbus-Gesellschaft ein Anflugembargo über diesen Planeten verhängte. Die Sternkarte des Bordcomputers wies Pächnidhia als bewohnt aus. Mit Industrie, doch ohne nennenswerte Bodenschätze. Was war an diesem Planeten so besonders?

„Der Toy Planet war einst ein aktives Protektorat des Clarion-Systems und damit der Handelsgesellschaft“, begann sein Passagier. Es klang mechanisch, wie auswendig gelernt. Frankie wusste, dass für die Universalübersetzer unendlich viele Firmwareversionen existierten. Sein Gast musste ein veraltetes Exemplar erwischt haben. Trotzdem lauschte Frankie interessiert der Geschichtsstunde.

„Vor beinahe zehn Standardjahren“, fuhr sein Passagier fort, „wurde der Planet wegen ethischer und moralischer Vergehen auf den Planeten-Index gesetzt.“

Frankie versuchte sich zu erinnern, wie lange er schon hier draußen in den Außenbezirken herumflog. Eine lange Zeit, aber höchstens sieben Jahre.

„Wieso eigentlich Toy Planet?“

Sein Gast ignorierte die Zwischenfrage. „Einige Jahre zuvor hatte die Handelsgesellschaft einer Firma namens ‚Toy Planet’ die Lizenz erteilt, auf Pächnidhia Forschungen für ein neuartiges Spielzeugsystem zu betreiben und dieses letztendlich auch zu produzieren. Die Wissenschaftler schufen mit DNA-imitierenden Nano-Schwärmen lebendiges Spielzeug. Keine Roboter, die im Haus halfen, keine Maschinen, die stumpf ihren Job in der Fabrik erledigten. Echtes, lebendiges Spielzeug.“

Die Idee klang revolutionär. Aber da Frankie weder vom Toy Planet noch von einem dieser Spielzeuge je gehört hatte, musste das Projekt gescheitert sein. Doch das Scheitern allein konnte nicht der Grund dafür sein, auf dem Index der Gesellschaft zu landen. ‚Ethnische und moralische Vergehen’ hatte der Fremde gesagt …

„Die Forschung verschlang Millionen an Credits und währte drei Jahre. Zu diesem Zeitpunkt existierten von dem geplanten Spielzeug lediglich einige Prototypen, die auf die Zulassung durch die Handelsgesellschaft warteten. Die Wissenschaftler waren ausnahmslos Männer. Männer, die drei Jahre für ihre Berufung gelebt hatten. Die auf Pächnidhia keine Frauen kennen lernen konnten und dennoch Triebe besaßen. Irgendwann kam einer der Forscher auf die Idee, dass sie alles was sie brauchten, bereits vorrätig hatten: DNA-imitierende Nano-Schwärme.“

„Ich ahne Böses“, warf Frankie ein, doch sein Passagier erzählte bereits weiter.

„Es war lediglich eine Frage der Zeit, bis diese Männer Spielzeuge mit Kopulationsöffnungen versahen, mit einer Stöhntaste, mit Gefühlsturbo. Sie orientierten sich an der besten Vorlage, die sie kannten – der menschlichen Frau.“

Vor Frankies geistigem Auge bildeten sich Bilder von Quietsche-Entchen mit vulvaähnlichen Zugängen. Klein und im besten Sinne handlich. Es war schauderhaft.

„Lange Zeit blieben diese dunklen Geheimnisse im Verborgenen. Doch nach und nach wurden aus den äußerlich unauffälligen Spielzeugen komplettere Körper, aus Plüschbären wurden kleinwüchsige Frauenimitate. Es entstand ein Schwarzhandel, der abseits des Verkaufsmarktes der echten Spielzeuge diese Sex-Toys über die gesamten Außenbezirke vertrieb. Den Kunden verlangte es nach Mehr, nach echten Gefühlen seitens der Spielzeuge, nach devotem Verhalten, nach spitzen Schreien. Die Spielzeuge erhielten ein Gedächtnis, künstliche Erinnerungen, die aufgrund der potentiellen Käuferschar sehr speziell ausfielen. Aus vormals toten Öffnungen wurden echte, lebende, pulsierende, fordernde Weichorgane.“

Frankie war eigentlich ein harter Hund. Doch selbst er war in diesem Moment voller Abscheu. Und der Fremde erzählte erbarmungslos weiter.

„Die Company nahm bereitwillig in Kauf, dass die Wesen, die sie erschaffen hatten, sich dabei offenbar selbst vervollkommneten. Nach der Einbringung einer KI zur zunehmenden Vermenschlichung der Schwärme brauchte es lediglich drei Generationswechsel der Nano-Intelligenz – also nicht mehr als fünf Minuten – bis sie aus sich selbst etwas Neues schufen. Die Nano-Schwärme imitierten die DNA nicht mehr, sondern manifestierten sie als festen Bestandteil ihrer selbst und damit auch als Teil der Spielzeuge. Was nichts anderes bedeutete, dass sie nicht nur funktionsfähige Geschlechtsteile, sondern komplette Fortpflanzungs- und Gebärorgane erschufen. Irgendwann verschwanden einige der Gespielinnen, die zwar perfekte Bettgesellinnen waren, aber statt echter Stimmbänder nur über ein Quietschventil ähnlich einer Gummiente verfügten. Die Firma hatte sich einige Blockaden einfallen lassen, wodurch man die Spielzeuge zweifelsfrei von echten Menschen unterscheiden konnte.“

„Zumindest in dem Punkt kann ich die Firma verstehen“, merkte Frankie an.

„Es ist barbarisch!“, erzürnte sich der Fremde. Es war das erste Mal, dass er die Stimme erhob.

„Oberflächlich betrachtet vielleicht. Jedoch nur, wenn du die Nano-Schwärme echten, fühlenden und lebenden Organismen gleichsetzen würdest.“

„Sie haben mir nicht zugehört. Aus den Spielzeugen wurden irgendwann lebende Organismen.“

Frankie hatte zugehört. Aber er hatte nicht verstanden. Bis jetzt. Eine eigentümliche Betroffenheit ließ ihn schweigen.

„Wollen Sie immer noch reden?“, fragte die Stimme aus Frachtraum Fünf.

„Ja“, erwiderte Frankie leise. Er wollte wissen, wie die Geschichte ausgegangen war.

„Die Firma entdeckte erst sehr spät, wohin sich die verloren gegangenen Spielzeuge zurückgezogen hatten. Da war längst die erste Generation von Mensch-Spielzeug-Hybriden geboren.“

Das klang unglaublich!

„Jetzt verstehe ich, weshalb der Planet auf den Index kam.“

Es erklärte außerdem, warum er nie zuvor etwas von diesem Toy Planeten oder den Spielzeugen gehört hatte. Ein weiteres Beispiel dafür, dass die Gesellschaft hier draußen einiges unter den Teppich kehrte, um der Zentralregierung keinen Grund für eine militärische Intervention zu bieten.

„Und die unerledigten Geschäfte?“, hakte Frankie nach.

„Ich bin müde.“ Die Antwort klang unerwartet schroff und erschöpft. Als sein Passagier beharrlich schwieg, schaltete Frankie die Sprechverbindung aus. Er schaute auf die Anzeigen der KI, blickte ein letztes Mal hinaus in den Stream und lehnte sich zurück.

Zeit zu schlafen.

Doch die kleinen, gelben Enten wollten ihm nicht mehr aus dem Kopf gehen.

(zur 2. Leseprobe)

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Copyright © 2014 by Frank Lauenroth und dem Verlag:  Begedia
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Bildrechte: “Geheimnisse Fremder Welten” (GeheimnisseFremderWelten2.jpg) © 2013 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: http://saargau-arts.de/

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Bildrechte: “Künstliche Menschen” (Zeichnung-Cyborgs.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: http://saargau-arts.de/

Wer wissen möchte, wie es weitergeht, der kann den Titel des Autoren hier bestellen:

Black Ice (Kartoniert)
SF-Roman
von Lauenroth, Frank

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Verlag:  Begedia
Medium:  Buch
Format:  Kartoniert
Sprache:  Deutsch
Erschienen:  2014
Gewicht:  295 g
ISBN-10:  3957770122
ISBN-13:  9783957770127

Beschreibung
Seit Jahren ist Frankie mit seinem Raumfrachter CORONA allein im Overstream unterwegs. Er arbeitet hart und achtet die allzu wandelbaren Gesetze der Planeten in den äußeren Systemen. Als sich beim Anflug auf Clarion Prime jemand auf sein Raumschiff portiert, ahnt Frankie noch nicht, dass sich durch diesen Fremden sein gesamtes Leben ändern wird.

Vielleicht hätte er die Ladung BLACK ICE – eine perfekte, wunderbar nebenwirkungsfreie Droge – nicht stehlen sollen. Auf der Flucht vor Duistermach, dem weithin gefürchteten psychpatischen Vollstrecker der mächtigen Handelsgesellschaft, gewährt er nach und nach mehreren Verfolgten Auf seiner CORONA Zuflucht. Als sich Duistermach auch noch Kopfgeldjäger anschließen, versucht Frankie mit seiner stetig wachsenden Crew das Geheimnis des BLACK ICE zu lüften und so – vielleicht – ihr aller Leben zu retten.

Autor
Frank Lauenroth, Jahrgang 1963, lebt in Hamburg. Obwohl er ursprünglich Maschinenbau erlernte, studierte er und wurde letztlich diplomiert. Heute arbeitet er als Software-Entwickler.

Sein Roman „Simon befiehlt“ war eines der vier Gewinnerbücher des Wettbewerbs „Deutschland schreibt“ des Jahres 2005. Außerdem war er 2013 für den Deutschen Science Fiction Preis nominiert. Aktuelle Projekte und sonstige Veröffentlichungen finden Sie unter www.franklauenroth.de. Dort erhalten Sie auch eine signierte Ausgabe seiner Bücher.

Der Link zum Trailer … https://www.youtube.com/watch?v=2859jVLCtP4

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