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WIR SIND DIE GUTEN! – Science Fiction-Kriminalgeschichte (Teil 2) von Detlef Hedderich und Marianna Müller (sfb-Preisträger Platz 2 im Storywettbewerb 3/2016)

WIR SIND DIE GUTEN!

Science Fiction-Kriminalgeschichte (Teil 2)

von Detlef Hedderich und Marianna Müller

(sfb-Preisträger Platz 2 im Storywettbewerb 3/2016)

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2.0

Zusammen mit dem SPSD-Polizeimeister José Ettena-Ikswotug aus dem Sun-Sun-System mache ich mich auf den Weg ins Rostov-na-Donu-System. Dazu lassen wir uns mit dem VPS-Militär-Schlachtschiff SÃO PAULO dort hinbringen. Im Bauch des VPS-Schiffes befindet sich auch das im Sun-Sun-System havariert Schiff, das immer noch weiter untersucht wird von den VPS-Spezialisten  und der ERK. Als Grund für die spontane Reaktion ihres Kollegen Boris-Alexander Korchinov erklärt man uns, dass für den Oberst in dessen Abwesenheit eine Nachricht eingegangen war, in der der Oberst dazu angehalten wurde, sich mit einigen angeblichen Geschäftspartnern in einem System zu treffen, in dem der Oberst seine erst kürzlich geehelichte junge Frau treffen solle. Der Oberst hat sich dann einfach auf den Weg gemacht, an diesen den anderen unbekannten Ort zu gelangen, ohne dazu gegenüber seinen Kollegen noch irgendwie weiter Stellung zu nehmen. Inzwischen gehen seine Kollegen und inzwischen auch seine Vorgesetzten davon aus, dass der Oberst in irgendwelche illegale Geschäfte verwickelt sei, bei dem ein Deal wohl schiefgegangen sein muss, bei dem die nun ihres Gewinns verlustig gegangenen Geschäftspartner keine andere Möglichkeit sahen als die Ehefrau des Oberst aus diesem Sonnensystem zu entführen um Wiedergutmachung vom Oberst erzwingen zu können. Was genau sie nun von ihm verlangen, ist ihnen nicht bekannt, nur dass der Oberst das Ganze ziemlich ernst nahm und sich eiligst auf den Weg machte, nachdem er noch einige Dinge telefonisch regelte.

Rostow-na-Donu
[Namensgebung:] Rostow am Don (russisch Росто́в-на-Дону́, Rostow-na-Donu) ist eine der größten Städte im europäischen Teil der Russischen Föderation. Sie liegt im Süden des Landes, 46 Kilometer vor der Mündung des Dons in das Asowsche Meer. Sie ist zugleich Hauptstadt des Rostower Gebiets und wird als „Tor zum Kaukasus“ bezeichnet.
Heute ist die Stadt mit 1.115.000 Einwohnern (2015) die zehntgrößte Stadt Russlands, in der Rostower Agglomeration leben sogar knapp 2,16 Millionen Menschen.[3] Rostow am Don liegt 1100 Kilometer südlich von Moskau. Es bildet das politische, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum Südrusslands.
Quelle:  https://de.wikipedia.org/wiki/Rostow_am_Don

Der Käufer betritt das Haus des Diamantenhändlers. Androidenbedienstete nehmen ihm seinen Mantel ab und geleiten den Käufer in das Büro des Diamantenhändlers. Sie begrüßen sich per Handschlag. Der Händler bedeutet ihm sich zu setzen. Der Händler hat bereits einen Stein herausgesucht, den er unter dem Sichtwerfer legt und ihn als 3-D-Darstellung projiziert. Der Käufer betrachtet die Abbildung genau. Sein Gegenüber schiebt ihm die Fernbedienung des Sichtwerfers zu. Die Funktionen erklären sich von selbst sobald man seine Finger über die Bedienung bewegt.

Käufer: „Es soll etwas sein, womit sie sich identifizieren kann. Nichts zu prunkvolles!“

Diamantenhändler: „Je kleiner, desto feiner?“

Nach einem weiteren Blick auf den Stein fragt ihn der Käufer: „Hat dieser Diamant einen Kissenschliff?“

Diamantenhändler: „Nein, das ist ein Asscher. Eine moderne Variante der Altschliff-Diamant-Form, die beliebteste Schleifform für Diamanten.“

Diamantenhändler: „Sehen wir uns die Farbe an. Drehen Sie ihn mal mit der Fernbedienung.“

Käufer: „Man sieht also verkehrt herum in ihn hinein?“

Diamantenhändler: „Ja, dann ist wesentlich mehr zu sehen.‘

Der Käufer schaut sich den Stein genauer an: „Er wirkt fast schon gelb.“

Diamantenhändler: „Das Gelb kommt vom Stickstoffeinschluss. Die Farben fangen bei D an, wobei ein D-Stein gar keine Farbe besitzt.“

Käufer: „Und was für einer ist das hier?“

Diamantenhändler: „Das ist ein sogenannter H-Stein.“

Diamant
Die kubische Modifikation des Kohlenstoffs und als natürlich vorkommender Feststoff ein Mineral aus der Mineralklasse der Elemente. Diamant bildet meist oktaederförmige Kristalle, oft mit gebogenen und streifigen Flächen. Weitere beobachtete Formen sind das Tetraeder, Dodekaeder und der Würfel. Die Kristalle sind transparent, farblos oder durch Verunreinigungen (z. B. Stickstoff) oder Kristallgitterdefekte grün, gelb, braun und seltener auch orange, blau, rosa, rot oder grau bis schwarz gefärbt.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Diamant

Diamantbestimmung
Kriterien zur Erkennung eines Diamanten sind u. a. seine Dichte, Härte, Wärmeleitfähigkeit, Glanz, Lichtstreuung oder Dispersion, Lichtbrechung oder Refraktion sowie Art und Ausbildung vorhandener Einschlüsse. Ein weiteres wichtiges Unterscheidungsinstrument zwischen naturfarbenen und künstlich gefärbten Diamanten liegt in der Absorptions-Spektroskopie. Diamanten kommen in verschiedenen Farben und Schattierungen vor, unter anderem Gelb, Braun, Rot und Blau. Die Farben beruhen hauptsächlich auf Einbau von Fremdelementen (z. B. Stickstoff oder Bor) im Kohlenstoffgitter des natürlichen Diamanten. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Diamant

2.5

Inzwischen frage ich mich natürlich, ob dieser vermeintliche schief gelaufene Deal mit dem havarierten Schiff zu tun haben könnte. Was dafür spricht, ist die Tatsache, dass der Oberst sich sofort aus dem Sun-Sun-System verabschiedete als klar war, dass die Toten aus diesem System hier stammten.

Ich entscheide mich als Ermittlungsleiterin der ERK für diesen Fall schließlich dafür, mit Hilfe der Informationen, die mir die VPS-Sprungtor-KI dieses Sonnensystems, in dem wir uns befinden, mir liefern kann, dem Oberst zu folgen. Ich werde mir von der SÃO PAULO einen richtig schnellen aber unauffälligen Einmann-Jäger, der auch Hyperraumfähig ist, ausleihen und den Oberst verfolgen. Soweit ich weiß, hat auch er ein ähnliches Schiff gewählt, dass möglichst schnell auf hohe Geschwindigkeit beschleunigen kann und ebenfall von einem einzelnen Piloten zu steuern ist und keinen eigenen Hyperraumkonverter besitzt. Wohl aus demselben Grund wie ich, denn Schiffe mit einem Hyperraumkonverter sind sehr schwer und können nur sehr langsam auf hohe Geschwindigkeit beschleunigen. Ganz anders als ein hyperraumfähiger Einmannjäger, mit dem man sich zügig von Hyperraumtor zu Hyperraumtor bewegt.

Solange der Oberst sich nicht auf dem Weg zu seinem Ziel dann doch noch dazu entschließt, das Schiff zu wechseln oder einfach von einem größeren Schiff mit eigenem Hyperraumkonverter aufnehmen zu lassen, dürfte der Sache nichts im Wege stehen.

Ich bitte den Polizeihauptmeister auf dem Planeten des Obersts weiter zu ermitteln. Nachdem ich ihn gefragt habe, ob er damit einverstanden ist, was er bejahte, vereidige ich ihn kurz als Temporären ERK-Mitarbeiter und ordne an, dass die VPS-Soldaten und das gesamte VPS-Schiff SÃO PAULO ihm dabei zur Verfügung gestellt werden.

Für den Fall aller Fälle händige ich ihm noch ein Direktsprechgerät aus, dessen Gegenstück ich immer bei mir tragen werde. Mit diesen Geräten haben wir einen direkten Draht zueinander, weil die VPS-KIs diese Gespräche bevorzugt miteinander verbinden werden.

Natürlich gibt es dafür die Begrenzung, dass, wenn einer von uns beiden sich auf einem Planeten befindet, der über keine KI-Direktverbindung verfügt, die Zeit, die das Licht bis und vom nächsten KI-Sprungtor braucht, die Sache um einige Zeit verzögern wird und die Kommunikation nur in Form von Nachrichtenpaketen stattfinden kann. Dann mache ich mich auf den Weg, den Oberst mit meinem Einmannjäger zu verfolgen.

Einen Eindruck von Einmannjägern, so wie man sich das ungefähr vorstellen kann, findet sich hier:

https://www.google.de/search?q=Hammerhead+aus+Space+2063&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0ahUKEwie_4renarLAhVkGZoKHTPyCloQsAQIHA&biw=1024&bih=767

Käufer: „Ist die Farbe gut?“

Diamantenhändler: „Die Farbe ist sehr gut. Ein perfekter Diamant bestünde eigentlich nur aus Licht. Was ihn interessant macht, sind die Einschlüsse!“

Käufer: „Ach ja?“

Diamantenhändler: „Ja, ein sehr kleiner Einschluss in diesem Fall. Wir suchen nicht nach Vollkommenheit. Wir suchen nur nach Unvollkommenheit, das macht solche Schmucksteine erst interessant. Nur dann wird das Licht so abgelenkt, das seine Farben, die er von sich gibt, den gewünschten Effekt bewirken.“

Käufer: „Ja. Sehr fein. Wie wird er bewertet?“

Diamantenhändler: „Als VS1. Manche Händler stufen ihn höher ein.“

Käufer: „Tun Sie das auch?“

Der Diamantenhändler nickt schniefend und grinst.

Käufer: „Ich mag diesen Stein, Sie auch? Oder wollen Sie ihn lediglich verkaufen?“

Diamantenhändler: „Ich mag ihn auch. Und verkaufen will ich ihn schon, davon lebe ich schliesslich. Aber es fällt mir immer schwerer, mich von solch schönen Stücken zu trennen.“

Beide grinsen und lachen sich leise zu.

Käufer: „Wie viel Karat besitzt er?“

Diamantenhändler: „Dieser hier besitzt 3,9.“

Käufer: „Ist er teuer?“

Der Diamantenhändler nickt stumm, steht auf und sagt: „Was ist schon teuer. Steine wie dieser spiegeln eine Herzensangelegenheit wieder. Dafür ist er eigentlich nicht zu teuer, wenn Sie verstehen, was ich meine.“

Der Käufer betrachtet den Stein und sagt bedächtig: „Ich verstehe. Ich würde ihn gerne kaufen. Sagen Sie mir einen Preis!“

Diamantenhändler: „Natürlich.“ (Er nennt dem Käufer einen Preis.)…

Verwendung als Schmuckstein
Ein Diamant hat eine sehr hohe Lichtbrechung und einen starken Glanz, gepaart mit einer auffallenden Dispersion, weshalb er bis heute vorwiegend als Schmuckstein genutzt wird. Seine Brillanz beruht auf zahllosen inneren Lichtreflexionen, die durch den sorgfältigen Schliff der einzelnen Facetten hervorgerufen werden, welche in speziell gewählten Winkelverhältnissen zueinander stehen müssen. Das Ziel ist es, einen hohen Prozentsatz des einfallenden Lichtes durch Reflexionen im Inneren des Steines wieder in Richtung des Betrachters aus dem Stein austreten zu lassen. Mittlerweile werden Schliffe und deren Wirkung auf Rechnern simuliert und die Steine auf Automaten geschliffen, um über eine exakte Ausführung optimale Ergebnisse zu erreichen. Nur ein Viertel aller Diamanten ist qualitativ als Schmuckstein geeignet. Davon erfüllt nur ein kleiner Bruchteil die Kriterien, die heute an Edelsteine gestellt werden: Ausreichende Größe, geeignete Form, hohe Reinheit, Fehlerfreiheit, Schliffgüte, Brillanzwirkung, Farbenzerstreuung, Härte, Seltenheit und je nach Wunsch Farbigkeit oder Farblosigkeit.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Diamant

(Zu Teil 3)

Copyright © 2016 by Detlef Hedderich und Marianna Müller

Bildrechte: DIE FRÜHEN FÄLLE DER MILENA HIMIKO KOMORE” (milena-antho-cover.jpg) © 2013 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: http://saargau-arts.de/

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Sprache: Deutsch
Erschienen: September 2015
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Gewicht: 627 g
ISBN-10: 3835414321
ISBN-13: 9783835414327

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Prof. Dr. Walter Schumann ist emeritierter Professor für Geologie der Technischen Hochschule München. Er hat jahrzehntelange Erfahrung in Theorie und Praxis und ist ein international bekannter und anerkannter Fachmann für Edelsteine, Mineralien und Gesteine.

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4 Comments

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  1. Nach über einem Jahr hier nun endlich Teil 2. Was meint Ihr dazu?

  2. Wer hat denn den Hammerhead aus Space 2063 hier eingefügt? Die Rechte daran liegen doch bei Fox Television.

  3. Hast recht, so geht das nicht. Habe das jetzt anders gelöst. Mal anschauen!

  4. Daniel, gibts hier keine Fehler?

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