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STRASSENFUND – Eine visionäre Erzählung von Mona Mee

STRASSENFUND

Eine visionäre Erzählung

von

Mona Mee

Ich bin mit dem Van unterwegs, komme von einem kleinen Besäufnis mit den Kumpels vom Bau. Mein Alkoholspiegel ist wohl an der oberen Grenze angelangt. Mir fallen die Augen aber eher zu, weil ich so erschöpft und müde bin. Deshalb hätte ich beinahe auch das Teil vor mir auf der Fahrbahn übersehen. Ich gehe voll auf die Eisen und bringe die Kiste gerade noch so zum Stehen ohne über das Paket zu fahren. Ich hole mein Taschenlampe aus dem Handschuhfach und springe aus dem Auto. Als ich vor dem Objekt stehe, erkenne ich, dass es in eine Plane eingewickelt ist, nicht ganz transparent, so dass sich nicht genau erkennen lässt, was sich darin befindet.

Ich schalte die Taschenlampe ein und leuchte darauf. In Umrissen sehe ich, wie sich darunter etwas bewegt und angele mein Schweizer Messer aus der Tasche. Damit schneide ich die Plane auseinander. Als ich wieder mit der Lampe draufhalte, durchfährt mich ein regelrechter Schock. Vor mir liegt ein verdrecktes und abgemagertes totes Baby. Der Grund, warum ich da  sich was bewegen sah, war wohl eher der Wind gewesen. Das Baby vor mir ist jedenfalls hundertprozentig tot. Ich zücke mein Handy um auf dem Polizeirevier anzurufen. Mist. Mein Akku tut es nicht mehr. Leer. Mit einer Kordel aus meinem Wagen knote ich das Bündel zusammen und lege es auf die Ladefläche meines Vans. Ich wende und mache mich auf den Weg zum Polizeirevier.

Als ich dort ankomme, überlege ich kurz, ob ich das tote Baby sofort mit reinnehmen soll oder erst reingehe. Ich entscheide mich für das zweite und betrete das Revier. Dort hört man mich kurz an und sofort kommen ein Polizist und eine Polizistin mit mir zusammen vor die Tür, zu meinen geparkten Van. Ich öffne vorsichtig die hinteren Flügeltüren und leuchte mit meiner Taschenlampe auf die Plastikplane. Ich schaue dumm aus der Wäsche als ich erkenne, dass zwar die Plane mit Klebeband zusammengehalten wird, aber sich darin nichts befindet. Ich leuchte in alle Ecken des Vans und hüpfe hinein um wirklich sicher zu sein, dass das Baby nicht irgendwo hingerutscht ist. Doch wo ich auch hinleuchte, es ist nichts zu finden. Der Beamte und die Beamtin schauen sich fragend an und der Polizist meint: „Haben Sie getrunken?“

Ich antworte: „Ja schon, aber nicht soviel, dass ich mir so was einbilde!“

Die Polizistin: „Bestimmt sind sie nur überarbeitet und ihre Sinne haben Ihnen einen Streich gespielt.“

Ich nicke nur, denn ich möchte nicht in den Verdacht geraten, ein Spinner oder Verrückter zu sein, der ihnen den Feierabend zu verderben vor hat.

Der Polizist meint: „Naja, da wollen wir mal auf eine Alkoholprobe verzichten, wenn sie fest versprechen, sofort nach Hause zu fahren um sich ins Bett zu legen.“

Ich nicke nur und bedanke mich kurz, schließe die hinteren Ladetüren und steige vorne ein. Die Beamtin hebt die Hand und verabschiedet sich von mir und gibt mir noch mit auf den Weg: „Morgen werden Sie sehen, dass alles nur ein dummer Irrtum gewesen war und selbst drüber lachen.“

Ich grinse zwanghaft und nicke, schließe die Fahrertür und setze meinen Weg fort. Vielleicht hat sie recht, denke ich, vielleicht bin ich wirklich zu angespannt gewesen die letzten Tage und sollte nach einer kurzen kalten Dusche sofort ins Bett.

Nach dem ich wieder auf der Landstraße bin, muss ich wirklich in mich hineinlachen. So was ist mir noch nie passiert. Ich biege von der Landstraße in den Feldweg ein, der direkt zu meinem Anwesen führt. Ein schönes Haus mitsamt Nebengebäuden, groß genug für Frau und Kinder. Aber irgendwie hat es sich nie ergeben, der Job hat es nicht zugelassen. Als ich so vor mich hinsinne, spüre ich plötzlich, dass sich eine Hand auf meinen Rücken legt und eine mir unbekannte Stimme etwas Unverständliches sagt. Ich bin wie elektrisiert und halte sofort den Wagen an und drehe mich um. Hinter meinem Fahrersitz steht ein etwa achtjähriges Mädchen, mit total verschmutztem Gesicht und wiederholt ständig die selben Worte, deren Sinn sich mir nicht ergeben wollen.

Nachdem ich das Mädchen auf den Beifahrersitz festgegurtet habe, bemerke ich, dass ich mich mit dem Alter verschätzt haben muss. Es ist wohl eher 10 oder 11 Jahre alt und nicht acht. Es fuchtelt mit seinen dreckigen und klebrigen Fingern vor seinem Gesicht herum und wiederholt ständig die selben Worte. Ich hole aus dem Handschuhfach einen Schokoriegel heraus und gebe es ihm. Das Mädchen packt den Riegel aus und verschlingt ihn regelrecht. Zum ersten mal lächelt es mich an. Ich finde, es hat ein schönes Gesicht, trotz des Schmutzes und ein sehr schönes Lächeln. Ich überlege, ob ich kehrt machen soll, um zurück zum Polizeirevier zu fahren. Doch ich bin verunsichert, denn wie sollte ich die plötzliche Existenz der Kleinen erklären? Würde man mir nach dem ersten Zwischenfall noch irgendwas glauben? Ich entschließe mich dazu, erstmal nach Hause zu fahren.

Als ich vor dem Haus stehe, steige ich aus dem Auto und gehe um das Fahrzeug herum. Nachdem ich die Beifahrertür geöffnet habe, um dem Mädchen beim Aussteigen zu helfen, fällt mir auf, dass es ganz alleine aussteigen kann und unmöglich 10 oder 11 Jahre alt sein kann. Jetzt schätze ich sie eher auf 14 oder 15 Jahre. Wir gehen ins Haus und als erstes zeige ich ihr das Badezimmer. Ich nehme einige Klamotten von mir aus dem Schrank, die mir schon lange viel zu eng sind und hoffe, dass sie dem Mädchen passen werden. Ich klopfe kurz an der Badezimmertür und lege die Sachen auf einen Hocker, den ich direkt vor die Tür schiebe. Dann schaue ich nach, was ich im Kühlschrank habe und finde noch ein wenig Leberkäse, Eier und Emmentaler, dazu Weißbrot vom Italiener, das ich in lange dünne Scheiben schneide. Ich werfe den Leberkäse in eine Pfanne und backe ich von beiden Seiten leicht an, anschließend schalte ich die Flamme unter der Pfanne aus und lege den Käse auf das Fleisch und schließe den Deckel. Die Restwärme wir den Käse schön verlaufen lassen, während ich in einer andere Pfanne einige Spiegeleier brutzele.

Nachdem ich das Brot kurz knusprig getoastet habe, richte ich das Ganze auf dem runden Esstisch im Esszimmer auf zwei Tellern an und belege das getoastete Weißbrot zuerst mit dem überbackenen Leberkäse und anschließend lege ich die Spiegeleier drauf. Die beiden fertigen Teller platziere ich gegenüber und lege noch Besteck, Papierservietten und einige Soßenfläschen dazu, nicht zu vergessen ein wenige Rotwein und Mineralwasser und Orangensaft. Als ich damit fertig bin, höre ich die Badezimmertür sich öffnen und das Mädchen hat meine alte Jeans an und den dunklen Pulli. Die Sachen passen ihr zwar nicht wirklich aber sie kann erstmal darin bleiben, während ich ihren verdreckten Overall, in dem sie gekleidet war, in die Waschmaschine werfe. Trotz der zu weiten Klamotten sieht das Mädchen echt niedlich aus. Wieder muss ich meine vorherige Schätzung revidieren, das Mädchen ist bestimmt 18 oder 19 Jahre alt. Als es das Essen sieht, stürzt es sich regelrecht darauf und als es seinen Teil verdrückt hat, während ich nicht mal die Hälfte von meinem Teller gegessen habe, schaut es noch immer hungrig auf meinen Teller, so dass ich ihm ihn auch noch überlasse.

Anschließend mache ich das Sofa im Wohnzimmer mit Bettzeug zurecht, so dass es sich dort erst einmal ausschlafen kann. Morgen sehen wir dann weiter. Bestimmt wird sich alles aufklären. Jedenfalls schaue ich nach der jungen Frau, nachdem ich den Tisch abgeräumt habe und das schmutzige Geschirr in den Geschirrspüler samt der Pfannen und dem Besteck verstaut habe. Tatsächlich liegt sie bereits unter der Decke und hat die Augen geschlossen. Wieder muss ich meinen Eindruck von ihrem Alter revidieren, diese junge Frau dürfte in Wirklichkeit so um die 21 bis 22 Jahre alt sein. Ich lösche das Licht im Wohnzimmer bis auf eine schwache Tischleuchte auf der anderen Seite des Zimmers und begebe mich ins Bad. Als ich mich unter den heißen Wasserstrahlen entspanne, lasse ich den Tag revue passieren. Nachdem ich endlich ins Bett falle, bin ich so erschöpft, dass ich sofort einschlafe.

Als ich einige Zeit später im Dunkeln ein Geräusch höre, öffne ich nur ein Auge, denn so richtig wach bin ich nicht. Ich sehe, dass die junge Frau langsam auf mein Bett zukommt und dabei nicht mal etwas an hat. Ich denke zuerst, dass mir meine Sinne wieder einen Streich spielen, als die junge Frau sich zu mir ins Bett legt und ganz dich zu mir rückt. Sie fängt an, mich überall anzufassen und ergreift meine Hände und legt sie auf ihre Brüste und in ihren Schoss. Anschließend fängt sie an, mein Geschlechtsteil zu massieren, so dass ich eine gewaltige Erektion bekomme, wie schon seit bestimmt 10 Jahren nicht mehr. Ich schaue ihr ins Gesicht. Als sie sich auf mich setzt, erkenne ich, dass diese Frau mindestens 3o bis 33 Jahre alt sein muss und phantastisch aussieht und einen tollen Körper besitzt, den sie meisterlich einzusetzen weiß. Nach einigen Stößen ereilt mich ein gewaltiger Orgasmus, so stark, wie ich ihn im ganzen Leben nicht hatte, nicht mal als ich ein Jugendlicher war. Während sie stöhnend ihre Schenkel an mich presst, spüre ich, dass sie ebenfalls ihren Höhepunkt erreicht hat. Wir begeben uns in Löffelchenstellung und ich schlafe zufrieden ein.

Die Sonnestrahlen, die zwischen der Gardine und dem Vorhang hervorlugen, wecken mich. Ich blinzele, kann mich aber nicht dazu durchringen, die Augen ganz zu öffnen. Ich drehe mich auf die Seite und spüre einen Körper neben mir, der sich klebrig und nass an fühlt. Ich reiße die Augen auf und schaue ins Gesicht einer etwa 40 jährigen Frau, die mich mit starrem Blick ansieht. Ich schaue an ihr herunter und sehe die erschlafften Brüste, die mit Blut besudelt sind. Ich bin so geschockt, dass ich einen Moment brauche um aus dem Bett zu springen. Ich laufe um das Bett herum und ziehe die Bettdecke von dem Körper der Frau zurück. Ich kann es kaum glauben: In ihrem Bauch steckt eines meiner Steakmesser und aus vielen Löchern tropft Blut heraus. Ich drehe der Leiche den Kopf, so dass ich ihr ins Gesicht schauen kann. Die etwa 50 jährige Frau hat den Mund wie zu einem Schrei weit geöffnet. Sie ist eindeutig tot! Ich bin in Panik. Weiß nicht weiter. Zuerst decke ich den Körper wieder zu, ich kann den Blick ihrer toten Augen nicht ertragen.

Nachdem ich mich ein wenig beruhigt habe und die letzten 24 Stunden im Geiste an mir vorüberziehen lasse, finde ich keine Erklärung für all das. Entweder bin ich verrückt geworden oder jemand spielt mir einen fürchterlichen Streich. Aber wer würde einen solch widerlichen abartigen Scherz mit mir abziehen. Mir fällt niemand ein, dem ich das zutrauen würde. Zuerst überlege ich noch, die Leiche zu entsorgen und danach sauberzumachen. Ich weiß aber, dass die Forensik  so weit fortgeschritten ist, dass das alles nichts nützen würde. Und wenn jemand hier in der Gegend vermisst werden würde, würde man dank meines Auftretens gestern Abend im Polizeirevier sicher auch an mich denken und die Sache eingehend untersuchen. Letztlich entscheide ich mich, auf dem Revier anzurufen, auch wenn das möglicherweise heißt, für die nächsten 20 bis 30 Jahre ins Gefängnis zu müssen. Nach einigem Zögern greife ich zum Telefon und benachrichtigte die Polizei. Ich erkläre dem Beamten am Telefon die gesamte Situation und auch, dass ich gestern Abend bereits auf dem Revier war. Der Mann reagiert etwas betreten und teilt mir mit, dass er mir seine Kollegen vorbeischicken wird um die Sache zu klären.

Ich sitze im Wohnzimmer, hatte mich vorher gewaschen und vernünftig angezogen, sogar eine kleine Reistasche hatte ich gepackt, in der alles Nötige verstaut ist, was man meiner Meinung nach für einen Gefängnisaufenthalt benötigt. Dann male ich mir aus, wie mein Leben weitergehen würde in einer Zelle sitzend. Als die Klingel schrillt, wirft mich das Geräusch aus meinen Gedanken. Ich gehe zur Tür und lasse das halbe Dutzend Polizisten und Forensik-Beamten herein. Einer der Männer spricht mich an und fragt nach der Leiche. Ich gehe mit ihm zur Schlafzimmertür und schaue ihn mitleidig an, der Anblick der Toten wird ihm mit Sicherheit den Tag verderben. Ein anderer Beamter mit offenbar psychologischer Ausbildung nimmt mich zur Seite und bedeutet mir, nicht mit in das Zimmer zu gehen. Ich bin einverstanden und sehe, wie die Polizisten und die Forensiker ins Schlafzimmer gehen und die Tür hinter sich schliessen.

Nach geschätzten zehn Minuten kommt der führende Beamte ins Wohnzimmer und schaut mir ins Gesicht. Er scheint verunsichert. Ich kenne den Blick bereits von den Beamten vom Vorabend und fragte frei heraus: „Keine Leiche zu finden?“

Der Beamte verkneift sein Gesicht und antwortet: „Doch, es gibt eine Leiche.“

Für mich bricht die Welt zusammen.

„Aber“, sagt er, „die Dame ist nicht heute Nacht gestorben. Genaugenommen nicht mal diese Woche oder diesen Monat. Möglicherweise nicht mal dieses Jahr.“

Ich schaue dem Beamten, der vor mir steht, von meinem Sitzplatz auf der Kautsch nach oben in sein Gesicht und stammele etwas Undefinierbares.

Der Beamte faßt mir an die Schulter und bewegt mich, aufzustehen. Dann führt er mich ins Schlafzimmer. Als er die Decke von der Leiche hebt, sehe ich einen verschrumpelten Körper einer uralten Frau, die bestimmt ihre 80 bis 90 Jahre auf dem Buckel haben dürfte. Dabei wirkt sie auf mich wie eine ausgetrocknete Mumie, so wie man das aus dem TV kennt. Der Beamte bemerkt: „Wie sie sehen, kann diese Frau unmöglich hier gestorben sein. Und wie sie sicher schon bemerkt haben, ist auch kein Blut zu sehen.“

Ich schaue genauer hin. Und tatsächlich, die Laken sind nicht von Blut durchnäßt. Eher schmutzig, erdig, als wenn sich jemand an der Mumie zu schaffen gemacht hat. Mich schüttelt es und ich muß würgen. Der Beamte stützt mich, da mir die Beine wegknicken als mir klar wird, dass ich es wohl war, der sich mit dieser Mumie im Bett vergnügt hat. Der Beamte bemerkt: „Sie wissen sicherlich, dass das eine strafbare Handlung ist, oder?“

Ich weiß nicht, was ich darauf antworten soll und nicke nur kurz.

Er erklärt mir: „Das ist zwar nicht so schlimm wie ein Mord, trotzdem müssen sie wegen Störung der Totenruhe mit einer Strafe rechnen. Sie müssen sagen, woher die Tote stammt, wo haben sie die alte Frau ausgegraben?“

Ich antworte nur: „Ich weiß es nicht mehr…“

Er erklärt mir noch: „Ich rate Ihnen dringend zu einer Therapie!“

Ich bin froh, keinen Mord begangen zu haben, auf der anderen Seite ist das Ganze ein absolutes Mysterium für mich. Ich kann nicht begreifen, wie das alles geschehen konnte…

Ende

Copyright (C) 2012 by Mona Mee


Bildrechte: Untot – Wiedergänger-, Gespenster-, Geister- & Zombiegeschichten” (Zeichnung untot.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: saargau-arts.de – http://saargau-arts.de/

Bildbearbeitung: Bearbeitete Coverillustration “Untot – Wiedergänger-, Gespenster-, Geister- & Zombiegeschichten” (Originaltitel: UNTOT – LB.jpg) © 2012 by Detlef Hedderich. Nutzung nur mit Genehmigung des Künstlers Lothar Bauer unter Verwendung des Originals.

Bildrechte: Coverillustration “TräumeundVisionen” (20110122082624-7f63d0a3.jpg) © 2011 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: http://saargau-arts.de/

Bildbearbeitung: Bearbeitete Coverillustration “TräumeundVisionen-86-minus72-minus16.jpg” (Originaltitel: 20110122082624-7f63d0a3.jpg) © 2011 by Detlef Hedderich. Nutzung nur mit Genehmigung des Künstlers Lothar Bauer unter Verwendung des Originals.

Bildrechte: Coverillustration “SkurileGeschichten1.jpg ” (SKURILE GESCHICHTEN-SPIRALE-20110114083935-8edac2f8) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: http://saargau-arts.de/

Leseempfehlung der Autorin:


Chance, Karen
Verlockend untot

Roman

Übersetzt von Brandhorst, Andreas
Verlag :      Piper
ISBN :      978-3-492-26851-6
Einband :      Paperback
Preisinfo :      9,99 Eur[D] / 10,30 Eur[A] / 14,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 15.06.2011
Seiten/Umfang :      496 S.
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      13.01.2012
Aus der Reihe :      Piper Taschenbuch 6851
Fantasy  6851

Cassie Palmer ist zurück! Nun muss sich die Seherin der magischen Gemeinde mit den Problemen herumschlagen, die so ein Job mit sich bringt. Nach einer Zeremonie wird ihre Macht sich nämlich erst vollständig entfalten – doch so weit wollen es ihre Feinde am liebsten gar nicht kommen lassen. Sie versuchen, Cassie vorher zu töten, und gehen dabei nicht gerade zimperlich vor: Ein Dämon bemächtigt sich Cassies Körper, und es erfordert all ihre Tricks und die Kräfte ihrer Freunde, allen voran eines gewissen attraktiven Kriegsmagiers Pritkin, um sie aus den Klauen ihres Peinigers zu befreien. Und wenn möglich, bevor der Dämon sie in ihrer eigenen Badewanne ertränkt.

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Updated: 17. Januar 2014 — 01:41

32 Comments

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  1. Hallo Mona,

    eine nette Geschichte. Das Thema ist gut gemacht. Nur leider manchmal etwas unlogisch. Lässt man ein Baby wirklich allein im Lieferwagen? Also ein normal denkender Mensch wohl nicht. Es kann auch manchmal noch zwingender geschrieben werden. Es ist mir oft zu sachlich. Wie fühlt der Hauptdarsteller, was denkt er. Da ist ein Baby/ein Mädchen/eine Frau/eine tote Frau/eine Greisin als Leiche… wie schaurig muss es sich anfühlen. Ich denke, dass muss der Leser noch mehr fühlen.

    Aber die Idee ist gut…

    🙂

    LG
    Nicole

  2. Ich finde die Geschichte ziemlich konstruiert, um nicht zu sagen, unglaubwürdig. Einige Szenen lesen sich so, als wenn die Autorin zu den Geschilderten keine eigenen Erfahrung aufzuweisen hat bzw. so etwas niemals selbst erlebte. Zudem wurde die Story nicht aufgelöst, was nun wirklich dahinter steckt. Wo kam denn die Leiche her? Oder ist mir da was entgangen?

  3. Der Vorrednerin muß ich allerding widersprechen. Ich will überhaupt nicht wissen, wie sich der Protagonist fühlt, das wäre mir zuviel des Guten. Außerdem würde das die Sache unnötig aufblähen. Ich will mir ja auch meine eigenen Gedanken machen und nicht vorgefertigte Eindrücke goutieren. Dass die Story einen eher nüchternen Stil hat, ist das Einzige, was mir daran wirklich gefällt. Bloß keinen Allerweltschmerz und keine Gefühlsduseleien mit einfügen, das fände ich fürchterlich. Dann kann ich mir ja gleich die Seifenopern in der Glotze reinziehen. Im Übrigen, ich hätte das Baby auch auf der Ladefläche festgeklebt, wohin sonst damit, in die Hosentasche stecken?

  4. Der erste Abschnitt liest sich wie ein – langweiliger – Bewerbungstext für eine neue Stelle. Ich hätte den Bewerber damit nicht in die engere Wahl genommen.

    Danach folgen etliche Rechtschreib- und Satzzeichenfehler.

    Der Grundplot ist auf den ersten Blick äh … abwegig, nach einigem Nachdenken nur eklig. Außerdem wird ein „normaler“ Mensch nie Sex mit einem Zombie haben (denn das bedeutet das erste Wort des Titels wohl), weil der Zombie den geilen Geschlechtspartner eher als Mahlzeit betrachten wird. Also schwerer Logigfehler.

    Und warum immer wieder neue Wörter erfinden? Demolition-Experte heißt schlichtweg Sprengmeister. Warum schon wieder etwas verkomplizieren; völlig unnötig, da es ja auch nichts von der Story vorwegnimmt.

    Weiterer – psychologischer – Fehler: Ein Mensch wird in einem Haus eine Suche nicht im obersten Stockwerk beginnen, sondern sich von unten nach oben arbeiten. Außerdem steht nirgends wie der Sprengmeister in den obersten Stock gekommen ist. Geflogen? Mit dem Lift? In einem Abrissgebäude, wo längst der Strom – auch aus Sicherheitsgründen – abgeschaltet wurde. Schon wieder Logikfehler.

    Könnte noch mehr anführen, ist die Sache aber nicht wert. Sorry.

    Ein neues Mosaiksteinchen für mein Bild als Meckerer.

    Trotzdem: galaktische Grüße
    galaxykarl

  5. Das muss ich trotzdem noch nachschieben:

    Jeder normale Mensch würde das in Folie gepackte, darin vermutete Lebewesen auspacken, evtl. in letzter Sekunde ein Leben retten. Auf jeden Fall aber die Polizei rufen. Erst recht nicht gleich im Anschluss das Gebäude in die Luft jagen und alle Beweise einer Straftat vernichten. Nein, nein und nochmal nein. Extrem schwerer Logikfehler.

    Ich empfehle: erst nachdenken, dann Plot planen, nochmal nachdenken, dann erst schreiben.

    mgg
    galaxykarl

  6. Logikfehler? ALso wenn ich so tagtäglich meine Mitmenschen und ihre Verhaltensweisen betrachte, dann finde ich in deren Verhalten mehr Logikfehler als logisches Verhalten.

    Logisches Verhalten, Werner, ist Mangelware unter Menschen, jedenfalls bei denen, die mir tagtäglich begegnen. Weiß ja nicht wo du dich rumtreibst, aber hier in der Siedlung, in der ich wohne, würden sich fast alle Menschen genau so unlogisch verhalten wie in der Geschichte von Mona.

    Was also liegt näher, dass die Autorin, die ja ebefalls in unserer Siedlung lebt, genau dieses Verhalten um sich herum als Grundlage für ihre Geschichte nimmt? Ich finde, das richtig.

    Vielleicht sind ja in deinem Wohngebiet die Menschen durch Aliens oder Roboter ersetzt worden, Werner. Jedenfalls kenne ich persönlich kaum logisch handelnde Menschen. Tut mir leid, kann dir daher nicht recht geben.

  7. Noch was: Wer sagt eigentlich, dass der Mann bewuß mit einem Zombie geschlafen hat? Vielleicht ist die Frau ja auch nur ein Dämon, oder ein Geist oder Gespenst?

    Und was hat uns Anna gelehrt: Zombis brauchen verfaultes Fleisch und essen keine lebenden gesunden Menschen. Möglicherweise wurde der mann ja auch reingelegt. Oder ganz anders: Er ist psychisch krank und bildet sich alles nur ein. Ich finde die Phantasie sollte man nicht einschränken, nur weil man selbst so denkt.

    Was sind denn Phantastische Geschichten anderes als Gedankenexperimente. Wenn du nach realem und logischem Verhalten gehst, dann müßte man das 99 % von allen Vampir-Filmen und Büchern nachsagen, dass die Menschen sich dort unnatürlich, unrealistisch und unlogisch verhalten, oder siehst du das anders?

    Davon abgesehen kann ich mir nicht vorstellen, dass du im Alter von Mona logischere Geschichten hättest produzieren können, oder? Statt das Mädchen zu loben, damit sie mal eine Autorin wird und an sich arbeitet, finde ich es nicht hilfreich sie so in den Boden zu donnern, ehrlich. Und herzlos ist es ausserdem. Sie hat immerhin 10 Stunden ihres Lebens darin investiert. sollte sie lieber Computerspiele machen oder sich zu Drogen verführen lassen, statt zu versuchen künstlerisch und kreativ zu arbeiten? Ich verstehe dein Verhalten einfach nicht. Hast du schon mal überlegt, wie du dich fühlen würdest, wenn jemand so über deine Storys und Romane urteilen würde?

  8. Wenn alles nur Einbildung des Protagonisten sein soll, dann sollte es am Ende wenigstens angedeutet werden. Auch andere Kommentare vermissen hier die „Auflösung“. Und wenn es eine Phantasie des Mannes sein soll, dann darf man nicht das Reale – gerade am Anfang – überbetonen, sondern sollte gerade von Anfang an den Leser zweifeln lassen: „Ist das real oder fiktiv?“ Gerade die Leser mehrmals hin und her schwanken zu lassen, an der Nase herumführen, sie scheinbar Belege für die eine oder andere Aussage „finden“ zu lassen, würde der Story weitaus mehr Pepp geben.

    Und bitte nimm nicht immer Hineindeuteleien als Fluchtweg vor berechtigter Kritik. Ich kann in alles und nichts etwas hineininterpretieren. Wenn es aber mit keinem einzigen Wort – auch „zwischen den Zeilen“ – von einem Autor auch nur minimal angedeutet wird, dann ist ES EBEN EINFACH NICHT DA! Mir kommt diese Art Rechtfertigung immer wie die berühmte Szene eines vermeintlichen Künstlers vor, der sein Werk „Weiße Leinwand“ gegen den berechtigten Einwand verteidigt, dass er GAR NICHT GESCHAFFEN HAT, GESCHWEIGE DENN EIN KUNSTWERK, das man nur lange genug hinschauen müsse, um im Nichts irgendetwas zu sehen.

    Also nix schönreden, sondern schön (oder gut) schreiben. Und ich donnere niemanden in den Boden, sondern sage nur, dass hier mehr als genug Arbeit für Überarbeitungen harrt. Wenn man jemanden lobhudelt, für ein Werk, das kein Lob verdient, ist das verlogen und hilft demjenigen keinen Millimeter weiter. Kritik muss man annehmen.

    Ich weiß nicht, wer das geagt hat und ich kann den Spruch auch nur sinngemäß wiedergeben: „Hüte dich vor dem Lob deiner Freunde.“

    mgg
    galaxykarl

  9. Und herzlos bin ich schon gar nicht, nur ehrlich. Wäre das Mädel meine Nachbarin, dann würde ich ihr gern helfen. Udn in einem Punkt hast du recht: Besser schreiben, als kiffen.

    mgg
    galaxykarl

    P.S. Bitte ein g in Logigfehler durch ein k ersetzen. Schnell hingetippt ist halt längst nicht überarbeitet. Das sollte man aber bei einem Text, mit dem man evtl. einen Wettbewerb gewinnen will. Zeit zur Korrektur besteht ja noch genug.

  10. ZITAT: Wenn alles nur Einbildung des Protagonisten sein soll, dann sollte es am Ende wenigstens angedeutet werden. Auch andere Kommentare vermissen hier die “Auflösung”. Und wenn es eine Phantasie des Mannes sein soll, dann darf man nicht das Reale – gerade am Anfang – überbetonen, sondern sollte gerade von Anfang an den Leser zweifeln lassen: “Ist das real oder fiktiv?” Gerade die Leser mehrmals hin und her schwanken zu lassen, an der Nase herumführen, sie scheinbar Belege für die eine oder andere Aussage “finden” zu lassen, würde der Story weitaus mehr Pepp geben.

    ANTWORT: Du scheinst mich anzusprechen. Ich vermisse wirklich eine Auflösung. Dass die Geschichte jedoch am Anfang so trocken daherkommt und später immer unrealistischer wird, finde ich aber nicht abwegig, ich lese das als den Auflösungsprozeß des Protagonisten, der am Anfang noch normal scheint und dann immer mehr in Phantasien abgleitet. Ein Ganz typisches Bild einer Psychose. Aber das ist nur meine persönliche Deutung, hat also für andere keine Bedeutung und ich will auch niemanden meine Sichtweise aufdrängen.

    ANMERKUNG: Mir ist aufgefallen, dass die Autorin bereits einen Text im Wettbewerb drin hat. Da scheinst du dich zu täuschen, galaxy. Ich vermute mal, dass an dem Text hier noch weiter gearbeitet wird und werden soll, da er ja offenbar nicht für diesen Wettbewerb gedacht ist. Dann finde ich es ok, wenn es so ist.

    Aber ich wollte mich hier auch eigentlich nicht einmischen. Ich selbst habe davon abgesehen, meine Texte hier einzustellen, da mir die Kritiken nicht besonders dienlich scheinen, Texte zu verbessern. Ich bin inzwischen auf einer anderen Plattform fündig geworden, auf der man solche Beschimpfungen, wie sie hier oft stattfinden, unterläßt.

    Das soll aber keine Kritik sein, ihr wißt sicherlich, was ihr tut. Es paßt halt nicht zu meiner Arbeitsweise un d meinem Umgang mit Kritik. Ich habe nichts gegen berechtigte Kritk, aber der Ton macht die Musik finde ich, das ist meine Meinung. Es kommt darauf an, wie man etwas sagt. Man kann Kritik auch auf weniger verletztende Weise äußern als das hier oft geschieht. Das ist alles was ich dazu sagen möchte.

  11. Warum geht hier eigentlich jeder aufeinander los. Behaltet doch Eure Meinungen bei euch, dann gibt es auch keinen Streit. Ist doch offensichtlich, dass hier verschiedene Wertmaßstäbe aufeinandertreffen. Einfach dem Mund halten, wenn man das merkt und gut ist. Wenn jemand echte und ehrliche Verbesserungsvorschläge machen will, ist das eine ganz andere Sache. Die sind gerne willkommen, aber dieses Runterputzen halte ich echt für überflüssig. Viel Spass noch in Zukunft. Ich bin raus.

  12. Lieber Werner, du schreibst:

    Und ich donnere niemanden in den Boden, sondern sage nur, dass hier mehr als genug Arbeit für Überarbeitungen harrt. Wenn man jemanden lobhudelt, für ein Werk, das kein Lob verdient, ist das verlogen und hilft demjenigen keinen Millimeter weiter. Kritik muss man annehmen.

    Ich bin nicht gegen Kritik, aber Kritik sollte man immer als Vorschlag und als subjektiv darstellen und nicht seine Meinung als Maß aller Dinge darstellen. Das ist es, was mich stört. Wenn man sagt, dieses und jenes kann man meiner Meinung nach besser machen oder dieses und jenes gefällt mir nicht, dann ist das ok. Aber wenn man sagt, das ist alles nichts, das Ganze ist es nicht wert, sich weiter damit zu beschäftigen, obwohl du weißt, dass sich da jemand 10 Stunden Mühe gegeben hat, dann finde ich das gelinde gesagt schäbig. Du mußt die Trauer des Mädels nicht auffangen, das nicht versteht, dass du nicht in der Lage bist, eine wenn vielleicht auch berechtigte Kritk anders darzustellen und vor allem nicht als Maß aller Dinge zu formulieren. Irgnedwo hat Kai schon recht, der Ton macht die Musik. Es ist nicht nötig etwas auf so verletztende Art zu sagen, das kann man auch mit mehr Einfühlungsvermögen. Nicole etwa hat sich ja auch kritisch geäussert, aber hat es vermieden, dabei verletzten zu sein. Ich weiß nicht, warum du das nicht verstehst. Veilleicht liegt es daran, dass du keine Tochter hast, keine Ahnung, warum du so wenig Einfühlungsvermögen zeigst. Nicole konnte es ja auch und Mona hat sich ihre Kritik ja zu Herzen genommen. Du hast bei ihr eher das Gegenteil bewirkt, das ist doch nicht hilfreich, oder?

  13. Übrigens: das einzige, was du bei Mona bis jetzt erreicht hast, ist, dass sie nicht mehr schreiben will, ist es das, was du erreichen willst. Du schreibst auch, wenn sie deine Nachbarin wäre, würdest du ihr helfen. Was meinst du, was ich mache, da klingt für mich durch, dass du das besser könntest als ich, oder habe ich das nur falsch verstanden? Auch ich habe viel Zeit damit verbracht, ihr bei ihren Beiträgen zu helfen und wenn du dich dennoch so äusserst, dann bekomme ich langsam den Eindruck, dass ich da auf ganzer Linie versage, meinst du das vielleicht so?

  14. Oh, oh, oh, ich komm hier offenbar gerade in eine sehr persönliche Auseinandersetzung, die ich nicht weiter stören will. Macht ruhig weiter, und sobald Blut fließt, gebt Bescheid, ich werde einen Roman daraus machen. @Galaxykarl und Kai Ross, in gewisser Hinsicht habt ihr recht, die Story ist nicht wirklich gut, und falsches Lob schadet nur. Aber wer kritisiert, sollte in der Lage sein, Verbesserungsvorschläge zu machen (ich lach mich schlapp, gerade läuft im Radio Thriller von Jackson, mit der wunderbaren Stimme von Vincent Price, hahaha, sehr passend). Daran fehlt es bei eurer Kritik. Punkt!
    So, genug des Zynismus.
    Ich möchte auch gern meinen Senf dazu geben, hoffe aber, dass meine Kritik sachlich und textbezogen daherkommt.
    Zuerst einmal, Mona, solltest Du ruhig weiterschreiben, denn es kommt beim Schreiben als zwingende Bedingung darauf an, Talent zu haben. Und das sehe ich bei Dir durchaus. Alles andere sind Formalien, die mit harter Arbeit verbessert werden können, falls man gewillt ist zu lernen.
    Fangen wir mit Rechtschreibung und Grammatik an, auch wenn ich mich damit in die Reihe der Meckerer einfüge. Das ist beides in diesem Text mies. In Deutschland benutzen wir in der Regel beim Schreiben die Vergangenheitsform, also die erzählende Schreibweise, die Leser sind förmlich darauf gepolt, Du benutzt den Präsens, was das lesen zu einem Abenteuer macht. Könnte man ändern, muss man aber nicht, ich kenne Kollegen, die nur diese Form benutzen, das aber in Perfektion.
    Rechtschreibung wird in der Schule kaum noch gelehrt, ich weiß, wozu gibt es Textprogramme wie Word. Glaub mir, die taugen nur bedingt. Es ist immer besser, jemanden über den Text schauen zu lassen, der das häufig macht und schreibsicher ist, was bei Detlef auch nicht immer der Fall ist *grins*.
    Kommen wir zum Wesentlichen:
    Du gehst viel zu sehr in Einzelheiten, der Leser von heute möchte schnell auf den Punkt kommen, deine Story zieht sich wie Kaugummi. Kurzgeschichten heißen Kurzgeschichten, weil man auf wenig Raum einen kompletten Plot erschaffen muss. Dazu ist es wichtig, mit den Wörtern zu spielen. Ebenso wichtig ist es, so nah wie möglich an der Logik zu bleiben. Ein normal gepolter Menschen wird bei einer Sprengung kein totes Tier aus dem Bau nehmen, das wird mit entsorgt. Und ein Verletzter, oder gar ein Baby, wird selbst von Dummköpfen notärztlich versorgt. Ein Anruf bei der Polizei ist grundfalsch. Da wäre also ein Knackpunkt, an dem Du arbeiten kannst und solltest. Du könntest in einem Halbsatz von vorherein (das kann am Anfang oder am Ende sein, aber die Auflösung muss da sein)klarstellen, dass es sich um einen Traum oder einen Drogenrausch handelt – Möglichkeiten gibt es genug.
    Die Geschichte MUSS kurz und knackig daherkommen, weil der Plot an sich nicht schlecht ist.
    So, das hier ist schon fast ein Roman, den ich vielleicht besser per Mail geschickt hätte. Falls Du mehr Vorschläge brauchst, kann Detlef Dir meine Mailadresse geben.
    Ich donnere niemanden in Grund und Boden, ich zeige Fehler auf und gebe Verbesserungsvorschläge, das nennt man Kritik.
    Danke für die Aufmerksamkeit, meine Lieben.

  15. Was ich noch vergessen habe – der Titel geht gar nicht, seid mir nicht böse. Aber der ist sperrig, unverständlich und uncool. Da gibt es besseres, und das sollte ebenfalls kurz und knackig sein.

  16. Christa Kuczinski

    Püh, na hier geht es ja rund. An dieser Stelle vermisse ich schmerzlich einen Chat oder „Raum“ zu dem nur die Autoren Zugang haben, sodass die Außenwelt nicht reinschielen kann.

    Ich kann Mona nur raten, wenn du Schreiben willst, mach weiter, beiß die Zähne zusammen, nimm Kritik in jeglicher Form nicht persönlich sondern einzig dem Text geschuldet an und lerne daraus. 😉

  17. Hallo Anna, habe ein bisschen was verändert. Ich danke dir sehr herzlich für deine Tipps. So finde ich Kritik an meinen Texten sehr sinnvoll. Warum werde ich stattdessen von anderen so beschimpft? Du meinst, ich soll nicht aufhören zu schreiben? Werds mir überlegen. Viele Beschimpfungen verkrafte ich jedenfalls nicht mehr. Meine Mama hat sich bei sfbasar abgemeldet und mit mir geschimpft, dass ich das nicht auch getan habe. Ich wills also nochmal versuchen hier.

  18. Habe den Titel geändert und das erste Drittel der Story durch einen anderen Anfang ersetzt, der kürzer ist. Ausserdem habe ich daraus eine Erzählung gemacht, da du ja meintest, für eine Story sei das zu ausführlich. Ich habe auch den Untertitel geändert, um anzudeuten, dass es sich wohl eher um Visionen des Mannes handelt. Das dieser vielleicht sogar selbst dafür verantwortlich ist, wenn zum Schluss tatsächlich eine Leiche gefunden wird. Das soll deutlich machen, dass er in seinem Wahn möglicherweise sogar verdrängt, dass er selbst die Tote irgendwo ausgegraben hat. Oder vielleicht auch nicht und alles ist nicht nur visionär, sondern hat ganz andere Gründe, was ich aber bewußt nicht auflösen will, um zum Nachdenken und vor allem spekulieren azuregen. Das Ende will ich lieber offen lassen. Der Leser soll sich selbst entscheiden, welche Lösung für ihn in Frage kommt.

    Anschliessend bin ich den Text nochmal nach Schwachstellen durchgegangen und habe anschliessend drei Rechtschreibportale benutzt, zu testen, ob da noch Fehler in der Rechschreibung zu finden sind. Kann mir leider kein teures Programm leisten, dafür reicht mein Taschengeld nicht. In Deutsch habe ich eine 2 daher sollte ich ja nicht so schlecht sein in Rechtschreibung. In meiner Klasse gehöre ich sogar zu denen, die andern Kindern helfen bei der Rechtschreibung. Bin ich wirklich so schlecht? Auch die Portale rechtschreibpruefung24 und rechtschreib-check sowie dudenscheck finden keine Fehler mehr. Mein Programm auf dem Rechner auch nicht. Werde noch Detlefs Freundin fragen, die ist Lektorin und Redakteurin bei einer Zeitung gewesen, die müßte ja dann noch vorhandene Schwachstellen und Fehler finden können. Was meinst du, hat sich die Arbeit gelohnt? Habe jetzt nochmal sehr viel Zeit investiert.

  19. Hallo Mona,
    Überraschung, Du hast ja schon einiges geändert, ich freue mich.
    Haken wir erst mal die Rechtschreibung ab. Da sind immer noch Fehler drin, zum Beispiel bei der Kommasetzung (weißt Du, die Dinger hat mal jemand erfunden, damit man sie an den richtigen Stellen setzt, aber das hat sich noch nicht rumgesprochen *grins*), nimm es mir nicht übel. Du kannst das Open Office legal und umsonst aus dem Internet bekommen, das Programm ist nicht schlecht und dem Word schon fast gleichwertig, in mancher Hinsicht sogar besser. Ich weiß allerdings nicht, ob es alle Fehler findet. Beispiel:

    Als ich dort ankomme KOMMA überlege ich kurz, ob ich das tote Baby sofort mit reinnehmen soll oder erst reingehe. Ich entscheide mich für das zweite und betrete das Revier. Dort hört man mich kurz an KOMMA (zwei zusammengesetzte Hauptsätze, das UND nach dem Komma würde ich weglassen, dann ergibt sich das Komma schon von allein.) und sofort kommen ein Polizist und eine Polizistin (zwei Beamte wäre ein besserer Ausdruck) mit mir zusammen vor die Tür, zu meinen geparkten Van.

    Ich bin begeistert, dass es noch junge Menschen gibt, die sich so für eine eigene Geschichte einsetzen, und deshalb lobe ich Dich gern und zu Recht. Der erste Teil der Story ist schon viel besser geworden. Ich werde nie vergessen, dass ich als 1er-Schülerin mal eine 4 im Aufsatz bekommen habe. Daraus habe ich wesentlich mehr gelernt als aus allen Einsen und Zweien sonst. Deshalb ist konstruktive Kritik wichtig und nützlich und sollte niemals persönlich gemeint sein. Du hast viel Zeit in die Arbeit gesteckt, und das allein zeigt schon, dass Du Dich deutlich verbessern kannst. Die Story ist noch immer zu lang und geht zu sehr in Details, die den Leser nicht interessieren. Aber auch daraus lässt sich lernen. Falls Du es wünscht, darfst Du mir den Text schicken, ich werde ihn redigieren und Dir, nur Dir allein, mit den Änderungen vorlegen, die ich für nötig halte. Das muss nicht heißen, dass ich recht habe, Du solltest sowas nur als Denkanstoss nehmen. Wie Du vielleicht schon festgestellt hast, ist Anna Breitzke mein Pseudonym, ich arbeite seit mehr als 20 Jahren professionell als Autorin, verdiene damit mein Geld und habe nie behauptet, genug zu wissen. Auch heute lerne ich noch gern und viel dazu.
    Das erst mal hier in aller Öffentlichkeit. Ich hoffe, dass auch andere, die ihre Worte hier bereits hinterlassen haben, noch etwas Nettes zu sagen finden.

  20. Hallo Anna, kannst du den Text einfach abkopieren, ihn bearbeiten und an den Detlef senden. Der kann ihn dann austauschen, sobald ich ihn gelesen habe. Ich schreibe im Moment sowieso an einem der Rechner in Detlefs Wohnung, da mein Notebook kaputt ist?

  21. Christa Kuczinski

    Hallo Mona,

    Respekt, dass du weiter an deiner Story arbeitest. Genau das ist, was ich meinte: nicht aufgeben, sondern aus einer guten Idee eine tolle Geschichte zaubern. Du bist auf dem absolut richtigen Weg*

    Lg Christa

  22. Wir werden dann mal die überrabeitete Version, bei der Anna helfen wird, als überarbeite Version neben der Urversion posten. Dann kann man sehen, was man so besser machen kann, wenn eine Autorin zur Hand geht, deren Beruf das Schreiben ist. Ich bin gespannt. Die alte Version wird ausserdem noch von Monika überarbeitet. Ich sage dann nochmal bescheid, wenn das abgeschlossen ist. Wir können gespannt sein.

  23. Schade, Martina Möchel, dass du dich aus meinem W-Lan hast raustrennen lassen, auch schade, dass du dich gleichzeitig dabei auch vom sfbasar verabschiedet hast. Hoffe, du machst deiner Tochter Mona keinen Vorwurf, da sie weiterhin bei uns mitmachen will. Ansonsten respektiere ich deine Entscheidung. Du hast mir ja gesagt, warum du das gemacht hast. Schade.

  24. Christa Kuczinski

    Nicht böse sein Martina,
    aber deine Tochter zeigt gerade mehr Rückrad als ihre Mutter. Die Kritiken waren zum Teil sehr hart, der Umgangston hätte ebenfalls besser sein können, (ich hoffe, das ändert sich wieder, ansonsten ist das kein gutes Aushängeschild fürs Sf) da gebe ich dir absolut Recht aber, auch damit muss man rechnen.
    Es schmerzt und trifft einen, ganz klar aber deine Tochter hat sich dadurch nicht abschrecken lassen und den Blick auf das Wichtigste behalten, unbedingt Schriftstellerin werden zu wollen und ich finde, sie ist auf einem sehr guten Weg. 😉
    Vielleicht überlegst du es dir noch mal und kommst zurück, wenn sich die Wogen etwas geglättet haben.

    Lg Christa

  25. @ Kai Ross

    Schade, dass du nicht bei uns mitmachst. Darf ich fragen, auf welcher Platform du „gelandet“ bist? Rein persönliches Interesse.

  26. Leon, auch Kai hat mir den w-Lan-Stick in meinen Briefkasten geworfen, ich denke, er wird hier nicht mehr auftauchen. Schade. Leider wird er auch wie er mir mal vorher gesagt hatte unter Preudonym seine Geschichten auf einer anderen Plattform veröffentlichen, so dass man garnichts von ihm mehr erfährt. Sehr schade. Ich hoffe, es gehen jetzt nicht noch mehr, sonst können wir die Community bald schliessen. Danke an alle, die bislang dem sfbasar noch immer die Treue halten.

  27. Christa Kuczinski

    Zu 25. Rückgrat 😉

  28. Rückrad hätte doch bestimmt auch gepaßt, vielleicht bei einem e-bike, oder? 😉 😀

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