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Literatur-Blog

DAS 10. ABENTEUER DER MILENA HIMIKO KOMORE Episodengeschichte (Teil 38) von Felis Breitendorf, Ottilie von Schottenburg & Conchita Mendés

 

DAS ZEHNTE ABENTEUER DER MILENA HIMIKO KOMORE

Episodengeschichte (Teil 38)

von Felis Breitendorf, Ottilie von Schottenburg & Conchita Mendés

Lektorat: Detlef Hedderich/ Schlusslektorat: Günter Maria Langhaus

 

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(Zurück zu Teil 37)

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Vergangenheit Teil 5

Eine Reportage ist zu sehen der Ton ist ab und an sehr verzehrt:

´Heute am … krcchhh … des Jahres Zweitausend…  … krcchhh … hat eine junge Türkin Zivilcourage bewiesen. Sie half zwei Frauen die von einer Gruppe Männer belästigt wurden. Als sie sich einige Zeit später mit ihren Freundinnen auf dem Weg nach Hause befand lauerten ihr die Täter auf, einer griff sie an. Er prügelte die junge Frau ins Koma. `

Ein weiterer Abschnitt des Bildmaterials wird eingespielt eine Reporterin erzählt.

´Hunderte Menschen habe sich zu einer Mahnwache vor dem Krankenhaus eingefunden indem die junge Frau liegt. Es gibt kaum noch Hoffnung dass sie ihre schweren Verletzungen überleben wird.

Kurz darauf sieht man einen Mann.

Die Untertitel erklären dass er ein Freund und Verwandter der Familie ist …

 

Zivilcourage, wörtlich Bürgermut, setzt sich aus den beiden Wörtern zivil (lateinischcivilis, 1. bürgerlich – nicht militärisch, 2. anständig, annehmbar) und courage (französisch „Mut“) zusammen. Dem PolitikwissenschaftlerGerd Meyer von der Eberhard Karls Universität Tübingen zufolge ist „Zivilcourage“ (oder gleichbedeutend sozialer Mut) ein bestimmter Typus sozial verantwortlichen Handelns, keine Eigenschaft einer Person. Zivilcouragiertes Handeln geschieht in Situationen, in denen zentrale Wertüberzeugungen und soziale Normen (z. B. Menschenwürde, Menschenrechte, Gerechtigkeit, friedlicher Konfliktaustrag unter Bürgern) oder die physische oder psychische Integrität einer Person verletzt werden. Zivilcouragiert handelt, wer bereit ist, trotz drohender Nachteile für die eigene Person, als Einzelner – seltener als Mitglied einer Gruppe – einzutreten für die Wahrung humaner und demokratischer Werte, für die Integrität und die legitimen, kollektiven, primär nicht-materiellen Interessen vor allem anderer Personen, aber auch des Handelnden selbst. Zivilcourage wird oft mit Hilfe gleichgesetzt. Hilfe ist zwar meist in Zivilcourage enthalten, aber nicht notwendig umgekehrt. Vier zentrale Merkmale unterscheiden Zivilcourage von Hilfe, Altruismus oder Solidarität, von Mut oder Tapferkeit:

  1. Es gibt einen latenten oder manifesten Konflikt zwischen denen, die die oben genannten Werte und Normen verletzen und denen, die sich für ihre Bewahrung einsetzen.
  2. Es gibt häufig nichtbestimmbare Risiken, das heißt, der Erfolg zivilcouragierten Handelns ist meist unsicher, und der Handelnde ist bereit, Nachteile in Kauf zu nehmen.
  3. Zivilcouragiertes Handeln ist öffentlich, d. h. in der Regel sind mehr als zwei Personen anwesend.
  4. Es gibt ein reales oder subjektiv wahrgenommenes Machtungleichgewicht zuungunsten dessen, der mutig handeln will, etwa weil er sich in einer Minderheits-/Mehrheitssituation in Gruppen oder in einem Verhältnis der Über-/Unterordnung bzw. einer Abhängigkeit befindet (die oft mit Anpassungsdruck verbunden sind).

Gerd Meyer unterscheidet drei Arten des Handelns mit Zivilcourage:

  1. Eingreifen zugunsten anderer, meist in unvorhergesehenen Situationen, in denen man schnell entscheiden muss, was man tut.
  2. Sich-Einsetzen – meist ohne akuten Handlungsdruck – für allgemeine Werte, für das Recht oder die legitimen Interessen anderer, vor allem in organisierten Kontexten und Institutionen, wie z.B. in der Schule oder am Arbeitsplatz.
  3. Sich-Wehren z.B. gegen körperliche Angriffe, Mobbing oder Ungerechtigkeit; zu sich und seinen Überzeugungen stehen, standhalten, sich behaupten; widerstehen, nein sagen, ‚aus guten Gründen‘ den Gehorsam verweigern.[1] Dies erfordert Mut, da derjenige, der Zivilcourage zeigt, möglicherweise mit Sanktionen durch Autoritäten, Vertreter der herrschenden Meinung oder sein soziales Umfeld (z.B. einer Gruppenmehrheit) zu rechnen hat. Als zivilcouragiert gelten auch Whistleblower, die illegale Handlungen oder sozialethisches Fehlverhalten zum Schaden der Allgemeinheit innerhalb von Institutionen, insbesondere Unternehmen und Verwaltungen, aufdecken.

Die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) hat „Eine Initiative für mehr Zivilcourage“ – www.aktion-tu-was.de – ins Leben gerufen. Sie nennt dabei sechs „Regeln für den Ernstfall“:[2]

  1. Gefahrlos handeln – ich helfe, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen
  2. Mithilfe fordern – ich fordere andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf
  3. Genau hinsehen – ich beobachte genau und präge mir Tätermerkmale ein
  4. Hilfe holen – Notruf 110
  5. Opfer versorgen – ich kümmere mich um Opfer
  6. Als Zeuge mithelfen – ich stelle mich als Zeuge zur Verfügung.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Zivilcourage

 


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Gegenwart Teil 5

 

Es sind die unerwartenden Dinge, die unseren Job so sehr von denen anderer Leute unterscheidet. So haben wir über das Netz der Emergenten KIs erfahren, dass die BASE im Palästinenser-Sonnensystem, in dem wir uns aufhalten, ein verirrtes Lasersignal aufgefangen hat, bzw. einer ihrer Außenposten. Das Ganze war reine Glückssache, denn normalerweise sind zielgerichtete Lasersignale nicht ortbar und auszulesen, nur wenn die verschickende Station unsauber gezielt oder sonst wie geschlamt hat, wie es wohl hier der Fall war. Der genaue Absender war dann auch nicht mehr zu ermitteln, nur dass das Signal aus der ungefähren Richtung eines bewohnten VPS-Sonnensystems stammen würde: Auf Brandon 5 ist der Mensch seit 400 Jahren anwesend. B5 umkreist eine Sonne vom G-Typ und dort sind neben einigen Konzernen, die hauptsächlich in Orbitalstädten Schwerindustrie betreiben, Hinterlassenschaften einer uralten Lebensform gefunden worden. Seitdem gibt es dort ein planetares Forschungszentrum der ERK und der VPS, die sich dort ganz und gar der Untersuchung der uralten Metalle, die man fand, widmen. Diese Metalle haben die Eigenschaft, sobald man sie aus dem Schwerkrafttrichter eines Planeten oder Mondes bewegt, selbstständig in den Hyperraum eintreten. Dieser merkwürdigen Fähigkeit verdanke ich auch, dass ich damals meinen linken Arm eingebüsst habe und seither dort ein künstliches Glied mit mir herumtrage in dem sich das sagenumwobene ARTEFAKT befindet, dass mir und dem Raumschiff meiner KI-Partnerin einige außerordentliche Fähigkeiten ermöglicht.

Damals auf B5 rätselte man, wie man die Fähigkeiten der Hyperraummetalle steuern könnte und nicht einfach unkontrolliert in den Hyperraum entschwinden lassen würde. Laut meinem Kenntnisstand weiß man noch immer nicht, wie man diese Hyperraumeintritte, -Flüge und -Austritte substantiell damit bewerkstelligen kann. Dass man nun Lasernachrichten aus Richtung dieses Sonnensystem erhalten hat, macht die Sache auch nicht einfacher. Was man vielleicht wissen sollte, ist die Tatsache, dass es damals einige Ungereimtheiten gab, Diebstähle von Firmendaten und ähnliches mehr, wobei ein gewisser Louis Shäffer involviert war, dem man später Aktivitäten als Separatist nachgesagt hat und gegen die allgemeine Vorgehensweise der VPS opponierte. Einige der übelsten Anschläge in verschiedensten von der VPS geführten Sonnensystemen gehen wohl auf sein Konto. Aber genau weiß man das nicht.

Ich wittere eine Möglichkeit hier eine alte Rechnung abzuschließen. Nachdem ich die Angelegenheit mit meiner Ki-Partnerin und dem Rat der VPS besprochen habe, nehme ich Kontakt mit Frruuggg auf und bitte ihn in unser System zu springen nachdem das von mir beauftrage Mantaschiff bei ihm eingetroffen ist und dort die Stellung einschließlich des vom Kollektiv stammenden Tores übernommen hat. Zusammen mit ihm und einigen Gestaltwandlern an Bord seines Schiffes, der besonderen Arche mit den speziellen Fähigkeiten wollen wir der Sache mit dem Lasersignal auf den Grund gehen. Kein anderes Schiff wäre dafür so geeignet wie Frruuggg Arche, denn das Lasersignal ist seither nicht wieder aufgetreten, wir wissen aber die ungefähre Richtung und so können wir Stückweise dieser Richtung entgegenspringen und bei jeder sich bietenden Gelegenheit die auf der Strecke zu B5 befindlichen Systeme anspringen und erforschen. So wäre es möglich den Versender zu finden ohne selbst gesehen zu werden.

Nachdem die Arche bei uns eingetroffen ist, machen wir uns auf den Weg. Das Besondere an Frruugggs Arche ist deren Fähigkeit exakt dorthin zu springen wo man hin möchte ohne sich selbst in Gefahr zu begeben. Normalerweise sind Quantensprungschiffe erst nach einem wiederholten Besuch eines Zieles in der Lage es so anzuspringen, ohne Gefahr zu laufen, etwa in einem Objekt, wie zum Beispiel einem Planet, Mond oder sonstigen Himmelskörper zu springen. Frruugggs Arche hingegen kann solche Unwägbarkeiten gleich während eines Sprungs ausgleichen. Die Sprungtechnik ist sozusagen intelligent und weiß, solchen Korrekturen selbständig auszugleichen, wo andere Quantensprungschiffe einfach ein Restrisiko liefern in einem Objekt zu materialisieren. Aus diesem Grund sind exaktes Kartenmaterial notwendig, oder man hat diesen Ort schon einmal aufgesucht, dann hat sich die Sprungtechnik solche Daten gemerkt und berechnet den exakten Kurs neu, der dann nur noch auf Verschiebungen verändert werden muss, die daraus entstehen, weil man länger an einem solchen Ort nicht mehr gewesen war oder dieser sich vom Abflugort relativ stark fortbewegt. Alle diese komplizierten Umstände werden von Frruugggs Arche gleich von vorneherein mit einberechnet in einen Sprung. Sie kann sozusagen während des Sprungs auf Sicht springen, da ihre Rechner so schnell sind. Eine solch hohe Rechengeschwindigkeit besitzen selbst unsere Emergenten KIs nicht, trotz all ihrer sonstigen dem Menschen gegenüber überragenden Fähigkeiten. Da Frruugggs Arche ein Produkt aus PanPan-Isotes Jahrmillionenalter technischer Entwicklung ist, zeigt sich wieder mal wie fortgeschritten das Pumawesen ausgestattet ist.

 

Vergangenheit Teil 6

´An alle Menschen die mit uns Hoffen und Bangen, und uns so sehr unterstützen. Ich soll ihnen im Namen der Familie meinen Dank für ihr Erscheinen aussprechen. `

Er räuspert sich sichtlich bewegt und seine Stimme zittert ganz leicht, dann fährt er fort:

´Heute ist Tutjes Geburtstag. Heute ist sie 23 Jahre alt geworden. `

Wieder ein Augenblick der stimme ein Schwenk mit der Kamera ins Publikum zeigt hunderte Menschen aus allen Bevölkerungsschichten, jedweden Alters und verschiedener Nationalitäten, wie sie Arm in Arm mit Kerzen vor dem Sprecher stehen, es ist totenstill.

Der Onkel des Mädchens fährt fort …

Tuğçe Albayrak war die Tochter türkischer Eltern. Sie lebte in Gelnhausen in Hessen und studierte an der Universität Gießen die Fächer Deutsch und Ethik für das Lehramt.[12][13]
Freundinnen von Tuğçe Albayrak gaben Medienangaben zufolge an, dass diese am frühen Morgen des 15. November 2014 ein Fast-Food-Restaurant in Offenbach-Kaiserlei besucht habe. Dort seien zwei weibliche Jugendliche im Toilettenbereich des Schnellrestaurants von mehreren Männern bedrängt und belästigt worden. Albayrak habe den beiden helfen wollen und dabei Unterstützung von anderen Gästen erhalten. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll auch Albayrak Beleidigungen gegen den mutmaßlichen Täter geäußert haben.[14][15] Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft sollen sich die Mädchen dagegen selbst „nicht bedroht gefühlt und zugetraut (haben), allein aus der Situation herauszukommen“.[16]

Der Streit sei dann auf dem Parkplatz weitergegangen.[15] Als Sanel M. auf dem Weg zu seinem Auto gewesen sei, habe ihm Albayrak eine Beleidigung nachgerufen. Daraufhin soll es zu einem Gerangel gekommen sein, in dessen Verlauf M. Albayrak zu Boden geschlagen habe. Die tödliche Verletzung wurde einem gerichtsmedizinischen Gutachten zufolge höchstwahrscheinlich durch den Ohrschmuck von Albayrak verursacht, der sich beim Aufprall auf den Boden in ihren Schädel bohrte.[15][17] Albayrak fiel ins Koma,[18][19] aus dem sie nicht mehr erwachte. Am 26. November wurde ihr Hirntod festgestellt,[20] zwei Tage später wurden die lebenserhaltenden Maßnahmen eingestellt.[1] Aufgrund ihrer Bereitschaft zur Organspende sei – so ließen die Angehörigen über soziale Medien wissen – bei zwei Patienten die Lebensqualität erheblich verbessert und drei weiteren in akuter Lebensgefahr geholfen worden.[21]

Die Beisetzung von Tuğçe Albayrak am 3. Dezember 2014 auf dem Friedhof in Bad Soden-Salmünster, über die international berichtet wurde,[22] fand auf Wunsch der Familie ohne Medienvertreter statt. Unter den Trauergästen befanden sich Vertreter der Politik wie der hessische Ministerpräsident, der Oberbürgermeister von Offenbach und der Landrat des Main-Kinzig-Kreises.[22]

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Todesfall_Tu%C4%9F%C3%A7e_Albayrak

 


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Gegenwart Teil 6

 

Frruugggs Arche startet und wir bewegen uns ins erste System, das sich am Rande der Richtung zu B5 befindet. Das System beinhaltet eine Menge an Gasplaneten und auch drei Gesteinplaneten, die allerdings durch ihre Größe ein viel zu großes Gravitationsfeld aufweisen. Außerdem befinden sich diese allesamt zu nah an ihrer Sonne um für Leben, wie wir es kennen, geeignet zu sein. Trotzdem setzt Frruuggg die außerordentlich feinen und komplexen technischen Scann-Vorrichtungen seiner Arche ein, um eventuell versteckte Einrichtungen in diesem System zu offenbaren. Doch nichts ist zu finden oder von sonderbarer Natur, so dass wir weiter ins nächste System in Richtung B5 springen.

Das nächste System besitzt eine Zwergsonne und ist schon deshalb kein guter Kandidat für eine menschliche Station oder einen Außenposten. Aber mit hundertprozentiger Sicherheit kann man so was nie sagen, deshalb durchfliegen wir das System, bleiben ohne Funde oder Vorkommnisse. Das nächste System besteht nur aus Gasriesen und einer uralten aufgeblähten roten Sonne. Auch hier findet sicht rein gar nichts. Das nächste System gibt Anlass von Hoffnung, denn hier gibt es einige Gasriesen mit aussichtsreichen großen Monden, die brauchbar scheinen. Doch wieder werden wir nicht fündig und so konzentrieren wir uns auf das nächste Sonnensystem: Hier gibt es neben einigen Eisplaneten weit von der Sonne entfernt, die ihr bläuliches Licht kraftvoll von sich wirft, nur zwei saturnartige Gasriesen, die davon jedoch unbeeindruckt bleiben. Beide umkreisen ihre Sonne in etwa auf der selben Ebene, doch statt von brauchbaren Monden begleitet zu werden, umsäumen sie zwei gigantische Ringe, die an ihren äußeren Rändern Unmengen an Gesteinsbrocken und Planetoiden nach sich ziehen. Hier gab es offenbar mal einen systeminternen Zusammenstoss oder die beiden Gasriesen haben durch ihre schiere Größe alles zerrissen, was sich einmal als Planet hätte bezeichnen lassen. Diese Katastrophe muss vor sehr langer Zeit stattgefunden haben, ansonsten wäre niemals so ein stabiles Dreiersystem der beiden Gasgiganten und ihrer Sonne entstanden. So etwas hält entweder schon sehr lange sein Gleichgewicht oder nur extrem kurz. Die kleineren äußeren Eisplaneten sind hingegen kaum davon betroffen, dazu sind sie zu weit vom Geschehen entfernt. Vielleicht haben wir Glück und finden etwas. Erschwerend kommt hinzu, dass auch auf der restlichen Umlaufbahn der beiden Gasriesen gewaltige Mengen von Gesteinsbrocken eine Art Asteroidenfeld hergestellt haben, nachdem offenbar schon die Überreste in den Ringen der Gasriesen einmal Bruchstücke von Planeten, Monden und Planetoiden waren.

Wir umrunden die Umlaufbahnen der Gasriesen in kleinen Sprüngen, immer Bedacht, etwas Ungewöhnliches zu finden. Und tatsächlich: bei der achten Umrundung schlagen die Analyserechner der Arche an und liefern ein Ergebnis: Im Orbit des Asteroidenfeldes sei, so teilt uns das Programm mit, dass dort innerhalb einer Reihe eines Pulks von mehr oder weniger zusammenhängenden Planetoiden, die möglicherweise künstlich miteinander verbunden wurden, Hohlräume existieren, die darauf schließen lassen, dass die vermeintlichen Planetoiden innen ausgehöhlt wurden. Danach wurden sie wohl mit jeder Menge an Ausstattungsmaterialien zu einem komplexen Industriegebilde aufgebaut. Anschließend wurde alles durch Röhrenbahnen miteinander verbunden. Dadurch entstand eine ausgebildete Struktur mit Herstellungsfabriken, Laboren, Freizeit- und Wohnkomplexen. Das jedenfalls liefern die umfangreichen Scan- & Analyse-Programme der Arche wieder.

Natürlich hat uns das alles ziemlich schockiert. Eine solche komplexe Struktur vorzufinden, daran hat niemand auch nur im Entferntesten gerechnet. Hier scheint also etwas vorzugehen wovon die VPS und ihre Verbündeten keinerlei Ahnung hatten. Eine gruselige Vorstellung über Vorgänge, die eigentlich weit entfernt von menschlichen Möglichkeiten außerhalb der VPS und ihren Verbündeten sein müssten. Unglaublich, das wir davon nur durch eine Reihe von Zufällen etwas erfahren haben. Jedenfalls ist die Sache mehr als heikel und die ganze Verantwortung der weiteren Vorgehensweise lastet nun auf meinen Schultern. Da es an Bord von Frruugggs Arche keine Möglichkeit gibt mit dem Netzwerk der Emergenten KIs Kontakt zu meinen Vorgesetzten gibt, muss tatsächlich ich alleine entscheiden, wie wir nun vorgehen. Mein Vorschlag lautet daher dass Frruuggg mit seinem Schiff zurück ins Sonnensystem der Palästinenser springt um dort meinen Puma einzuladen und mit ihm wieder hier zu erscheinen. Mit Hilfe des Pumas kann ich dann mit PanPan-Isote Kontakt aufnehmen, der Kontakt mit der VPS aufnimmt und eine Art Konferenzschaltung ermöglich, sowohl mit den Emergenten KIs als auch mit mir über den Puma-Androiden eine Kommunikationsbrücke aufrecht erhält, damit ich mit meinen Vorgesetzten bei der VPS absprechen kann, was die weitere Vorgehensweise sein sollte. In der Zwischenzeit werde ich indes meine besonderen Fähigkeiten des Artefakts nutzen und in das fremde Gebilde per Teleportation eindringen. Jetzt rächt es sich, dass das Pumawesen keine technische Lösungen für eine Kommunikation mit Frruugggs Arche installieren ließ um die Gestaltwandler nicht zu stark an sich zu binden, weil er offenbar davon ausging, dass das deren Eigenständigkeit beeinflussen würde. Nun gut, lässt sich im Moment nicht ändern und so mache ich mich fertig in meinen Anzug zu steigen und meinen Helm aufzusetzen. Hoffentlich werde ich meine Entscheidung nicht bereuen müssen …

 

Vergangenheit Teil  7

´Die Familie hat heute eine schwere Entscheidung getroffen. Es ist ein trauriger Tag für uns. Es gibt keine Hoffnung mehr das unsere liebe Tutje aus dem Koma erwachen wird. Sie ist Hirntod. So haben wir uns schweren Herzens entschlossen die Geräte abzustellen, die den Körper unserer geliebten Tochter am Leben erhalten. Zudem werden wir ihrem Willen nach verfahren. Tutje besitzt einen Organspende-Ausweis. Dank ihrer Spende werden Menschen weiterleben. So wird sie in einigen von Ihnen weiterleben. `

Ein Foto wird eingeblendet, darauf ist eine junge, fröhliche Frau mit langen schwarzen Haaren zu sehen, die ein Gesicht wie eine Märchenprinzessin aus 1001 Nacht hat.

Die Kamera schwenkt zu Außenaufnahmen vor dem Krankenhaus …

Es sind viele junge Menschen aus allen Nationen versammelt. Europäer, Afrikaner, Türken und weitere Volksgruppen sind zu sehen. Sie alle haben verschiedene Religionen an die sie glauben. Doch der Tod des Mädchens scheint sie für diesen Augenblick zu vereinen. Ein junges Mädchen sagt:

´Liebe Tutje. Leider habe ich Dich nie kennengelernt aber du bist meine Heldin. Deinem Beispiel werde ich folgen`.

Ein der Tat dringend verdächtiger 18-jähriger Mann wurde zunächst in Untersuchungshaft genommen.[23][19][24][12] Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen ihn wegen Körperverletzung mit Todesfolge.[25][7][26] Medienangaben zufolge soll er auch an den Belästigungen der Mädchen beteiligt gewesen sein.[25][24][13] Laut mehreren Medienangaben wurde er angeblich im heutigen Serbien (damals Teil der Bundesrepublik Jugoslawien) geboren,[19][24][12] laut einem Spiegel-Bericht dagegen in Offenbach.[27] Die Offenbacher Polizei ging nicht davon aus, dass die Tat ethnische Hintergründe hatte.[28][29]

Für den Versuch einer Rekonstruktion der Geschehnisse stand der Polizei ein 60-minütiges Überwachungsvideo zur Verfügung.[25] Am 1. Dezember veröffentlichte die Bild-Zeitung einen Zusammenschnitt des Videos.[30][31][32] Ausschnitte davon wurden auch von den türkischen Zeitungen Hürriyet[33] und Sabah,[34][35] vom Telegraph[36] und der Washington Post veröffentlicht.[37] Unklar war zunächst, wie das Video, das von den Ermittlungsbehörden nicht freigegeben worden sei, an die Öffentlichkeit gelangen konnte.[38]

Staatsanwaltschaft und Polizei kritisierten die frühe öffentliche Positionierung und dass immer neue Gerüchte zum Tathergang kursierten. Besonders kritisch bewertete die Staatsanwaltschaft die Weitergabe des Videos über den Tathergang. Befürchtet wurde vor allem eine Minderung der Beweiskraft von Zeugenaussagen, da die Möglichkeit bestanden habe, dass potentielle Zeugen das Videomaterial vor ihrer Aussage vor Gericht hätten sehen und dadurch ihre eigene Erinnerung überlagert werden können.[39][26][40]

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Todesfall_Tu%C4%9F%C3%A7e_Albayrak

 

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Gegenwart Teil 7

Nachdem ich versucht habe, in das Innere des fremden Komplexes zu teleportieren, musste ich leider feststellen, dass es nicht ging, Ich entmaterialisiere immer wieder außerhalb des Objektes, so oft ich es auch versuchte, ist mir der Weg hinein versperrt. Die Arche ist inzwischen verschwunden. Auf einen Funkkontakt haben wir verzichtet, da uns nicht bekannt ist, ob ich dabei nicht entdeckt werde. So bleibt mir im Moment nichts anderes übrig, als mir einen anderen Weg ins Innere des fremden Komplexes zu suchen. Ich teleportiere deshalb in kleinen Sprüngen an der Außenwand des Planetoiden entlang, bis ich endlich an eine Stelle gelange, an der es so scheint, als wäre ich hier richtig: Obwohl auch hier die Felswand ziemlich plan scheint, kann ich doch, als ich mit meinem rechten Sensorenhandschuh meines leichten Raumanzugs darüber streiche, eine mögliche Unebenheit ertasten. Tatsächlich fühle ich eine kaum wahrnehmbare Rille im Fels, deren Spaltmaß kaum so etwas wie eine Öffnung vermuten lässt, doch bestätigt sich meine Vermutung sehr schnell, als ich die entsprechenden Sensorendaten des Handschuhs an die Sub-KI in meine Helmsteuerung weiterleite. Und tatsächlich sehe ich auf den Displays innerhalb des Helmes, dass sich hier eine Öffnung befinden muss, die offenbar auf elektrisch oder pneumatischem Wege eine Öffnungsmechanik aktivieren kann, die daraus eine Luke zum Einstieg darstellen kann. Ich versuche mit beiden Händen irgendwie diesen Bereich der Felswand zu bewegen, zu drücken oder mittels Druck in eine Drehbewegung zu versetzen. Aber es tut sich absolut nichts. Ich vermute, dass von der anderen Seite im Inneren eine Handöffnung existiert, die dann zum Tragen kommt, wenn das elektrische oder pneumatische System ausgefallen ist. Ich entschließe mich dazu, hier etwas bestimmter vorzugehen und hole aus meinem Notfalletui einen kleinen Bohrer heraus, mit dem man auch schon mal durch so eine Felswand hindurchbohren kann, wenn man die entsprechende Akku-Kapazität zur Verfügung hat und der Bohrer lang genug dazu ist, bzw. eine Teleskopverlängerung verfügt. Normalerweise würde ich jetzt die Akkus des Anzugs hinzunehmen. Doch ich habe eine wesentlich größere Energiequelle im Auge und klinke das Kabel des Bohrers an die Buchs meines künstlichen Arms ein, dessen Teil nicht vom Anzug überdeckt wird. Über diesen Weg kann ich auf die gesamten Energien des ARTEFAKTs zurückgreifen. Und da die KI in meinem Arm hier auch noch ein Wörtchen mitzureden hat, keine Gefahr laufen muss, direkt beim ersten Versuch den Bohrer zum Schmelzen zu bringen. Die Buchse führt nämlich genaugenommen zuerst zur Sub-KI meines Arms, bevor die Energie des ARTEFAKTs freien Fluss erhält. So kann ich über die Sub-KI die Energiemenge von dieser so anpassen lassen, dass der Bohrer zwar sein Optimum liefert, aber dennoch nicht durchbrennt, weil die Sub-KI über eine Feedbackfunktion das Ganze regelt, so dass der Bohrer dabei eben nicht zerstört wird. Um die Qualität der Bohrerspitze muss ich mir dabei keine Gedanken machen, denn die besteht aus einem Industriediamantenkern, der praktisch unzerstörbar ist. Ich bohre also an verschiedenen Stellen Löcher in den Fels, die so tief sind, dass ich mit meinem künstlichen Arm und den ausgefahrenen Fingerspitzen dort hineingreifen kann, um das ganze Teil eventuell zu bewegen.

Endlich bin ich fertig mit meiner Arbeit, packe mein Werkzeug wieder ein und greife dann mit meiner mechanischen Hand zu. Ich schiebe, drücke und drehe, bis sich tatsächlich eine kreisrunde Tür abzeichnet, die sich nach außen hin aufschiebt und einen Bereich freigibt der groß genug sein dürfte, so dass ich mich hindurchzwängen kann.

Nachdem die Schleuse geöffnet ist, klettere ich hindurch. Das Innere mutet ziemlich fremdartig an und die Wände bestehen aus sich immer wieder verändernden fluoreszierenden Mustern, die wie von Innen heraus zu leuchten scheinen. Jedenfalls kann ich keine weiteren Lichtquellen ausmachen. Auch meine Instrumente geben mir recht. Sie zeigen mir außerdem, dass im Innern dieser Struktur das Atmen für Menschen unmöglich ist. Die Luft besteht nämlich aus einem Gasgemisch, dessen größte Anteile Methan und Stickstoff sind. Es hat fast den Eindruck als wenn es sich hier um Gebäudeabschnitte handelt, die einem sogenanntem Deponiegas ausgesetzt sind. Dieses zumeist beim bakteriologischen und chemischen Abbau von organischen Inhaltsstoffen einer lange zurückliegenden Besetzung von Biologischen Lebensformen stammt, zeigt erst nach vielen Jahren seine tatsächliche Aktivitäten. Dazu gehören neben einem unerträglichem Gestank und Auflösungstendenzen von Abdichtungsgummis und -Stoffen und die Heimtücke durch Vergiftungen und Undichtigkeiten. Weshalb es im Bereich des Weltalls, wenn es um habitable Bereiche für Menschen geht, eine im allerhöchsten Maße immanente Unbeliebtheit, die so weit geht, dass in jedem nur erdenklichen Räumlichkeiten innerhalb von Raumschiffen und -Städten allerfeinste Detektoren gibt, die inzwischen für die Raumfahrt beim Menschen zum Standart der ersten Stunde gehört.

Ob dieser Bereich jetzt von den anderen Bereichen stark abgeschottet eine Ausnahme bildet oder die ganze Planetoiden-Struktur damit gesättigt ist, entzieht sich noch meiner Kenntnis. Jedenfalls bewege ich mich vorsichtig in diesem fremdartigen Gang entlang, der eine ganz leichte Krümmung nach unten aufweist, wie mir mein Körpergefühl trotz der nur leichten Schwerkraftverhältnisse übermittelt, als auch meine Instrumente dies zu bestätigen scheinen. Nach einer leichten Linkskurve öffnet sich der Gang plötzlich zu eine Art Balkon mit metallischen Geländerstreben, durch die hindurch man auf eine riesige Halle unter sich blickt, die man in einem Planetoiden dieser Größe in solchem Ausmaß eigentlich nicht erwartet hätte. Ich schaue von oben herab auf Reihen von Behältern oder Trögen, die exakt aufgereiht, in etwa der Größe von Badewannen entsprechen.

Darin befinden sich Exemplare von einer Art Lebensform die Quallen oder Tintenfischen ähneln, die man durch die transparente Flüssigkeit gut erkennen kann. Die Objekte darin bewegen sich wabbernd und drehend und manchmal spritzt etwas von der durchsichtigen Flüssigkeit in die Höhe, danach von einer Art Kraftfeld zurück in das jeweilige Becken. Ich vernehme ein ganz leichtes Brummen, und damit ich mir sicher sein kann kann, dass dieses nicht aus meinen Helmlautsprechern stammt, schalte ich diesen kurzfristig stumm. Das Brummen verschwindet jedoch nicht, so dass ich nun davon ausgehen muss, dass es nicht instrumentell hervorgerufen wird, sonder direkt in meinem Kopf. Ich bin ziemlich beunruhigt ob dieser Erkenntnis und schalte meinen Helmfunk wieder ein, um Kontakt mit der inzwischen hoffentlich wieder eingetroffenen Arche aufzunehmen, doch ich erhalte keine Antwort, nicht mal ein Bliep.

 

Vergangenheit Teil 8


An diesem Tag änderte sich etwas in der Welt. Viele junge Leute die einen falschen Weg eingeschlagen hatten wurden dank des Beispiellosen Einsatzes des ´türkischen Engels` dazu ermutigt umzudenken und schlossen sich einer Gruppe an, die sich ´Frieden für Tutje` nannte. Sie alle schworen aufmerksamer durchs  Leben zu gehen und da zu helfen wo sie helfen konnten oder Hilfe zu holen. Ihrem Beispiel folgend gab es auf einmal viel mehr Organspender. Zudem riss der Zulauf zu den Terrorgruppen, die versuchten junge Menschen für ihren Glauben zu benutzen, fast ab.

Die junge, mutige Frau, die ihr Leben gab um anderen zu helfen, wurde Posthum mit dem Bundesverdienstkreuz des Landes Deutschlands ausgezeichnet. Die verantwortliche Sprecherin die die Auszeichnung verlas sagte: Wir verleihen diese Auszeichnung nicht nur dieser jungen mutigen Frau die für ihre Überzeugungen einen hohen Preis bezahlen musste. Diese Auszeichnung ist gleichzeitig eine Verbeugung vor allen Menschen, die durch ihren Mut, tagtäglich dafür sorgen, dass bösartige Taten verhindert werden.

Dies war ein erster Schritt zu einem Frieden, der vor allem durch die jungen Leute gelebt wurde, die sich Tutje zum Vorbild machten.

Die Welt war ein Stück besser geworden.

Der Rechtswissenschaftler und Kriminologe Arthur Kreuzer warnte vor einer Vorverurteilung. Angesichts der Prüfung einer Bundesverdienstkreuz-Verleihung für Tuğçe Albayrak, die BundespräsidentGauck bereits am Tag ihres Todes angekündigt hatte, riet Kreuzer von einer Auszeichnung vor dem polizeilichen und gerichtlichen Abschluss des Falles ab. Zu den ungeklärten Fragen gehöre sowohl das Geschehen am 15. November auf dem Parkplatz vor dem Offenbacher Schnellrestaurant als auch die diesem vorangegangenen Ereignisse im Toilettenbereich. Angesichts der Vielzahl offener Fragen halte er es für verfrüht, dass Tuğçe Albayrak zu einer Heldin stilisiert werde. Er gehe davon aus, dass „die öffentliche Darstellung eher die Ermittlungen stören“ werde.[9][41]

Am 24. April 2015 begann vor dem Landgericht Darmstadt der Prozess gegen Sanel M., bei dem etwa 60 Zeugen geladen waren.[42] Die Staatsanwaltschaft forderte eine Jugendstrafe von drei Jahren und drei Monaten; sie beklagte die öffentliche Vorverurteilung des Angeklagten.[43]

Am 16. Juni 2015 wurde Sanel M. zu drei Jahren Haft nach Jugendstrafrecht gemäß § 227StGB, § 18JGG verurteilt.[44] Der Richter analysierte in seiner Urteilsbegründung die Rezeption des Falls. Darin sagte er unter anderem, der Täter sei „einer großen Zeitung“ ausgeliefert gewesen und als „Killer“ und „Komaschläger“ gebrandmarkt worden. Andere Zeitungen und auch Politiker seien „auf den Zug aufgesprungen“.[45]

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Todesfall_Tu%C4%9F%C3%A7e_Albayrak

 

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Gegenwart Teil 8

Erst nachdem sich in meinem Kopf die Stimme meines Puma-Androiden meldet, bin ich wieder einigermaßen beruhigt: Milena, alles in Ordnung bei dir?

Schon, nur bin ich mir nicht sicher, ob du die Geräusche wahrnehmen kannst, die ich in meinem Kopf höre?

Du meinst die Brummgeräusche, die kann ich tatsächlich wahrnehmen und nach kurzer gedanklicher Rücksprache mit PanPan-Isote, erklärt mir mein Erbauer dass es sich dabei um Auswirkungen einer Gedanken-Feedbackschleife von Lebensformen handelt, die mittels PSI-Fähigkeiten mit einander kommunizieren oder zumindest verbunden sind.

Ich gehe mal davon aus, dass man dir auch die Bilder meiner Helmkamera vorgesetzt hat?

Ja, Milena, aber die zeigen nichts. Offenbar sind diese, wie schon bei der Funkverbindung, nach außen hin abgeschirmt und nur unsere Gedankenverbindung kann diese Abschirmung durchbrechen.

Ok, also erkläre ich dir jetzt einfach, was ich hier sehe …

Nachdem dies geschehen ist, kommen wir gemeinsam zu dem Schluss, dass es sich bei den Wesen in den Trögen um eine dem Menschen unbekannte Lebensform handelt, von der auch offenbar diese sonderbaren Brummgeräusche in meinem Kopf ausgehen und die wahrscheinlich auch etwas damit zu tun haben, wie diese Wesen miteinander kommunizieren. Ganz schön schräg das alles hier. Das Pumawesen im Hintergrund schweigt sich indes darüber aus. Entweder will oder kann er zu diesen Wesen nichts sagen. Meine KI-Kollegin, die sich nun auch die über alle vier Ecken mit in unserer Konferenzschaltung befindet, gibt schließlich zu bedenken, dass möglicherweise der Einsatz meiner Teleportations-Fähigkeit innerhalb der Struktur versagen könnte oder zumindest zu meiner Entdeckung führen könnte. Ganz sicher könne man das aber nicht sagen. Also kommt es wohl auf einen Versuch an …

Ich wage es und springe von meiner Balustrade ein Stück zurück in den Gang, aus dem ich hergekommen war. Doch es tut sich einfach nichts. Stattdessen passieren mehrere Dinge gleichzeitig: Ich kann mich plötzlich nicht mehr bewegen und das leise Brummgeräusch in meinem Kopf verwandelt sich in ein hektisches lautes Summen, so als ob ich in ein riesiges Bienennest gefallen wäre. Im gleichen Moment nehmen die Aktivitäten innerhalb der Tröge in der Halle unter mir sichtlich zu: die Wesen darin scheinen fast durchzudrehen und vollführen regelrechte Sprünge bis sie mit ihren Körpern an die unsichtbare Decke ihrer Kraftfelder stoßen und wieder zurück in die Flüssigkeiten fallen.

Ich versuche meinen Puma-Androiden zu erreichen, doch auch das klappt nicht, stattdessen höre ich in meinem Kopf einen absonderlich lauten und schrillen Pfeifton, der immer stärker zu werden scheint, der mich schließlich in eine tiefe Bewusstlosigkeit wirft. Das war’s, ist mein letzter Gedanke, zu dem ich noch fähig bin bevor ich in die Dunkelheit versinke …

Copyright © 2017 by Felis Breitendorf, Ottilie von Schottenburg & Conchita Mendés

(Zum nächsten Teil)

Bildrechte: AbenteuerMilenaHimikoKomore” (AbenteuerMilenaHimikoKomore11.jpg) © 2013 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: http://saargau-arts.de/ 

und: weitere Grafiken im Text von:

WhiskeySierra Grafics

Bildrechte: Die Raumfahrerin” (Raumfahrerin 22,5mm hoch.jpg) © 2013 by Detlef Hedderich/sfbasar.de

 

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BUCHTIPP DER REDAKTION:

Tugce (Kartoniert)
Ein Schicksal bewegt Deutschland
von Erel, Ismail

Medium: Buch
Seiten: 248
Format: Gebunden
Sprache: Deutsch
Erschienen: Oktober 2016
Auflage: 2. Auflage.
Sonstiges: HC runder Rücken mit Schutzumschlag
Maße: 230 x 164 mm
Gewicht: 580 g
ISBN-10: 3741275395
ISBN-13: 9783741275395

Beschreibung
Die junge Studentin Tugce Albayrak half im November 2014 zwei Mädchen in Not, die von mehreren Jugendlichen auf einer Damentoilette bedrängt wurden. Im Rahmen dieser Hilfeleistung zog sie die Aggression des späteren Täters auf sich. Er schlug Tugce Albayrak so hart, dass sie mit ihrem Kopf auf dem Parkplatz eines Schnellrestaurants aufschlug. Durch den Aufprall wurde Tugce schwer verletzt. Aus dem Koma wachte sie nicht mehr auf und verstarb an ihrem 23. Geburtstag. Tausende Menschen nahmen im Krankenhaus und auch später am Friedhof Abschied von Tugce. Doch was war das Geheimnis, dass tausende Menschen so großen Anteil an Tugces Schicksal nahmen? Tugces Mutter Sultan Albayrak erzählt in diesem Buch über das Leben ihrer Tochter, aber auch über die dramatischen Krankenhaustage.

Autor
Ismail Erel ist ein deutsch-türkischer Enthüllungsjournalist. Er arbeitete für verschiedene türkische Zeitungen in Europa in leitenden Funktionen. Viele seiner Artikel wurden auch in der Türkei veröffentlicht. Mit Interviews mit einem türkischen Doppelagenten, die Berichte über den türkischen Spendenskandal Deniz Feneri sowie die Ceska-Serienmorde schrieb Erel hauptsächlich über Themen aus Deutschland. Über die Serienmorde schrieb er bis zur Aufdeckung des NSU. Mit seiner Klage im Jahre 2013 gegen das erste Akkreditierungsverfahren im NSU-Prozess erreichte er vor dem Bundesverfassungsgericht eine Neuauflage der Akkreditierungen. Bei dem ersten Verfahren waren alle türkischen Medien leer ausgegangen. Im Herbst 2014 schrieb er die tragische Geschichte von Tugce Albayrak für die BILD-Zeitung. Das Drama um Tugce ging um die ganze Welt. Über ein Jahr hat er die Familie begleitet, Tugces Geschichte recherchiert. Ismail Erel ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er lebt mit seiner Familie bei Frankfurt am Main.

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